Road To Lisbon: Halbfinal-Historie

Maurice Trenner 16.08.2020

Als Anlass für den Artikel habe ich das Video vom vereinseigenen YouTube-Kanal genommen, der die Highlights aller Partien zeigt und somit die passende bildliche Untermalung dieses Artikels ist. Außerdem sind die jeweiligen Miasanrot-Artikel verlinkt, die bis ins Triple-Jahr 2013 zurückdatieren.

2018: Real Madrid vs. FC Bayern 4:3

Hinspiel: FC Bayern – Real Madrid 1:2 (1:1)
Rückspiel: Real Madrid – FC Bayern 2:2 (1:1)

Die Spanier hatten sich in den Vorjahren zum Angstgegner der Münchner gemausert. Im Hinspiel in der Allianz Arena lief zunächst alles nach Plan, als Kimmich früh das 1:0 erzielte, doch der Ausgleich kurz vor der Pause durch Benzema warf die Bayern aus der Bahn. Ein individueller Fehler von Rafinha leitete das 1:2 von Asensio ein. Dann folgte das Rückspiel. Im Bernabeu hatte man im Vorjahr bereits Großes geleistet und auch dieses Jahr brachte man Real an den Rand des Ausscheidens. Erneut traf Kimmich früh, aber ein Doppelpack von Benzema rückte das Ziel Kiew in weite Ferne. Als James an alter Wirkungsstätte nach einer knappen Stunde das 2:2 erzielte, flammte noch einmal Hoffnung auf. Schlußendlich musste man sich nach großem Kampf erneut den Königlichen auf deren Weg zum dritten Titel in Folge geschlagen geben.

2016: Atlético Madrid vs. FC Bayern 2:2

Hinspiel: Atlético Madrid – FC Bayern 1:0 (1:0)
Rückspiel: FC Bayern – Atletico Madrid 2:1 (1:0)

Im dritten Guardiola-Jahr sollte es endlich mit dem Einzug in das Finale der Champions League klappen. Als Gegner stellte sich dieses Mal das von Diego Simeone zur Perfektion gecoachte Atlético den Bayern in den Weg. In einer hitzigen Partie im Estadio Vincente Calderon verpasste man es, das wichtige Auswärtstor zu erzielen und musste nach einem Treffer von Saul sogar mit einer 1:0-Niederlage zum Rückspiel antreten. Dieses wurde eins der besten Spiele der Roten unter Pep. Doch 33 (!) Torschüsse sollten an diesem Abend nicht reichen. Nach der Führung durch Alonso vergab Müller einen potentiell vorentscheidenden Elfmeter. Im Tor der Colchoneros hielt Oblak alles fest, was auch immer da kommen mochte, und im Konter erzielte Griezmann das wichtige Auswärtstor. Das Siegtor von Lewandowski war am Ende zu wenig.

2015: FC Barcelona vs. FC Bayern 5:3

Hinspiel: FC Barcelona – FC Bayern 3:0 (0:0)
Rückspiel: FC Bayern – FC Barcelona 3:2 (1:2)

Der FC Barcelona sann auf Revanche für das sang- und klanglose Ausscheiden in Münchens Triple-Saison 2013. Im Camp Nou war München zu Beginn viel zu offen und am Ende zu kopflos, als Messi in fünfzehn Minuten die Bayern entzauberte. Ein Doppelpack des Argentiniers und ein Kontertor seines Sturmpartners Neymar ließen die Pep-Elf mit der Herkules-Aufgabe zurück, im Rückspiel eine 0:3-Auswärtsniederlage aufholen zu müssen. Nachdem zu Beginn in der heimischen Arena nach einem frühen Tor von Benatia die Hoffnung auf ein Wunder aufflammte, fand Neymar mit einem Doppelpack den Feuerlöscher. In der zweiten Halbzeit drehte Bayern durch Lewandowski und Müller noch die Partie, aber den Finaleinzug hatte man in Katalonien verspielt.

Mitte der 2010er Jahre hieß es für den FC Bayern all zu oft: Endstopp Halbfinale.
(Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images)

2014: Real Madrid vs. FC Bayern 5:0

Hinspiel: Real Madrid – FC Bayern 1:0 (1:0)
Rückspiel: FC Bayern – Real Madrid 0:4 (0:3)

Die Nacht als Karim Benzema zum Bayern-Schreck wurde, fasste Steffen in seiner Analyse treffend zusammen: “Früher konnten die Anderen Fußball spielen, aber wir waren oft cleverer. Heute können wir Fußball spielen, aber die Anderen sind manchmal cleverer.” Für das Rückspiel in der Arena schien dennoch alles möglich, doch erneut trat Bayern zu wenig abgezockt auf. Guardiola ließ sich im Vorlauf der Partie von den Spielern dazu überreden, auf die Taktik aus dem Triple-Jahr zu setzen. Einer seiner größten Fehler, wie er später feststellen musste. Zwei frühe Ramos-Kopfbälle brachen den Münchnern und ihrem Matchplan das Genick. Als dann auch noch Ronaldo per direktem Freistoß vor der Südkurve zum Abpfiff traf, brachen die Bayern-Herzen. 0:4 daheim – eine Schmach. Der Traum von der Titelverteidigung war ausgeträumt.

2013: FC Bayern vs. FC Barcelona 7:0

Hinspiel: FC Bayern – FC Barcelona 4:0 (1:0)
Rückspiel: FC Barcelona – FC Bayern 0:3 (0:0)

“Die beste Mannschaft einer Generation” nannte Steffen den FC Barcelona den Gegner im Triple-Jahr – und zurecht. Bei mir selbst kannte die Anspannung und Nervosität keine Grenzen. Barcelona erschien übermächtig – auch mit einem angeschlagenen Lionel Messi. Doch Jupp Heynckes hatte für die Münchner den perfekten Matchplan erarbeitet und seiner Mannschaft eingeredet sich auf ihre Stärken zu besinnen. Es folgte eine atemberaubende Nacht in der einige Münchner auf ihrem Zenit oder noch etwas darüber agierten. Müller, Gomez, Robben und nochmals Müller waren die Torschützen in einem surrealen Spiel. Oder um Kommentator Fuß zu paraphrasieren: “Da kommt die beste Mannschaft der Welt und fährt mit einer Packung wieder heim.”

Vor dem Rückspiel dann dennoch wieder die Nervosität. Irgendwas sagte mir, das Ding ist noch nicht durch. Doch der FC Bayern war einfach zu stark. Robben mit seinem typischen Schlenzer mit links von rechts war der Dosenöffner und spätestens als Piqué ins eigene Tor klärte, wurde klar: Der Traum vom Triple lebte. Den Endstand zum kumuliert 7:0 erzielte der Barça-Schreck Müller. Bayern war in der “europäischen Weltklasse” angekommen, wie es der Pay-TV-Kommentator treffend formulierte.

2012: FC Bayern vs. Real Madrid 7:6 i.E.

Hinspiel: FC Bayern – Real Madrid 2:1 (1:0)
Rückspiel: Real Madrid – FC Bayern 2:1 (2:1)

Der erste Akt der Dauerfehde zwischen Bayern und den Königlichen in den 10er-Jahren – leider auch das einzige von vier Duellen, das man gewinnen konnte. Für die Münchner ging es um nichts geringeres als den Einzug ins Finale Dahoam. Im Hinspiel traf Ribéry nach einer Ecke, doch ausgerechnet Özil wusste zu kontern. Als sich die meisten bereits mit dem 1:1 abgefunden hatten, kam jedoch der große Auftritt von Mario Gómez. Nachdem sich der Halbspanier neunzig Minuten abgerackert hatte, gewann Lahm ein Dribbling gegen Coentrao auf der rechten Seite und seine flache Flanke drückte der Torero über die Linie. Der Rest ging im rot-weißen Jubel unter.

Spätestens im Elfmeterschießen im Bernabeu 2012 wurde Schweinsteiger zum Fußballgott.
(Foto: CHRISTOF STACHE/AFP/GettyImages)

Doch das Rückspiel im Bernabeu sollte zum wilden Ritt werden. Nach fünfzehn Minuten lagen komplett überforderte Gäste bereits 2:0 zurück. Erst allmählich kämpfte sich der Rekordmeister in die Partie und ein Elfmeter von Robben egalisierte das Hinspiel-Resultat. Nach 120 spannungsgeladenen Minuten ging es ins Elfmeterschießen. Weltstar Ronaldo läuft an. Neuer hält. Weltstar Kaka läuft an. Neuer hält erneut. Doch auch Kroos und Lahm scheitern an Casillas. Als Ramos jedoch einen Ball in den spanischen Nachthimmel setzte, lag es an Schweinsteiger. Und der blieb cool. Hasta la vista, Bayern finalista!

2010: FC Bayern vs. Olympique Lyon 4:0

Hinspiel: FC Bayern – Olympique Lyon 1:0 (0:0)
Rückspiel: Olympique Lyon – FC Bayern 0:3 (0:1)

Nach neun Jahren Abstinenz spielte der FC Bayern wieder in einem Halbfinale auf Europas größter Bühne – ausgerechnet gegen den Gegner, der auch am Mittwoch in Lissabon auf dem Platz stehen wird. Im Hinspiel war es natürlich Arjen Robben, der das Siegtor zum 1:0 schoss. In einer Saison, in der beim Holländer alles klappte, stieß er das Tor zum Finale auf. Bitter für die Münchner war jedoch die rote Karte von Ribéry, die er sich gegen seine Landsleute abholte und die ihn ultimativ das Finale kostete. Nach dem Spiel wurden die Bayern für ihre vermeintlich schwache Leistung öffentlich angezählt. Das Rückspiel wurde dann zum Olič-Festspiel. Der Kroate traf gleich dreifach und führte die Münchner somit ins Endspiel gegen Inter Mailand in Madrid.

2001: FC Bayern vs. Real Madrid 3:1

Hinspiel: Real Madrid – FC Bayern 0:1 (0:0)
Rückspiel: FC Bayern – Real Madrid 2:1 (2:1)

2001 hieß der Gegner mal wieder Real Madrid – die Fast-Galaktischen. Das von Vincente del Bosque trainierte und mit Stars wie Figo, Raul sowie Roberto Carlos gespickte Madrid lässt jedoch beste Chancen aus. Stattdessen war es Giovanne Elber, dem per Weitschuss das Tor des Tages gelang. Mit diesem guten Ausgangsresultat ging es zurück ins Olympiastadion. Dort ließ ein früher Elber-Kopfball nach Ping-Pong im Real-Strafraum die Träume vom Finale im San Siro aufleben. Doch nach dem Ausgleich von Figo hieß es nochmals Zittern. Dieses endete jedoch jäh, als Jens Jeremies per Fernschuss traf und die Münchner zum zweiten Europapokal-Finale in drei Jahren schickte.

Mit zwei Toren wurde Giovanne Elber 2001 zum Matchwinner gegen Real Madrid.
(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

2000: Real Madrid vs. FC Bayern 3:2

Hinspiel: Real Madrid – FC Bayern 2:0 (2:0)
Rückspiel: FC Bayern – Real Madrid 2:1 (1:1)

Bereits in der Vorsaison hatte man den Königlichen gegenübergestanden, damals mit dem schlechteren Ende. Der Dreiersturm aus Morientes, Anelka und Raul wirbelte die bayerische Hintermannschaft durcheinander. Bereits nach vier Minuten erzielte der Franzose die frühe Führung. Nach einer halben Stunde stolperte Jeremies einen Ball ins eigene Netz. Die Münchner gaben sich zwar nicht auf, aber hatten Glück, dass Kahn in der zweiten Hälfte noch einmal gegen den freistehenden Morientes rettete. Eine denkbar ungünstige Ausgangsposition. Doch im Olympiastadion hatte man schon größere Aufholjagden erlebt. Nach wenigen Minuten springt ein Kopfball von Jancker auf der Torlinie auf, in der zwölften Minute trifft der lange Stürmer akrobatisch per Seitfallzieher. Das Finale scheint möglich, als Anelka per Kopf das wichtige Auswärtstor erzielt. Das 2:1 von Elber fällt zwar nach 54 Minuten, doch in der Folge vergeben der Brasilianer und Effenberg beste Chancen. Das Aus so kurz vorm Ziel.

1999: FC Bayern vs. Dynamo Kiew 4:3

Hinspiel: Dynamo Kiew – FC Bayern 3:3 (2:0)
Rückspiel: FC Bayern – Dynamo Kiew 1:0 (1:0)

Im verregneten Kiew bekam es Bayern 1999 mit dem 23-jährigen Shevchenko zu tun, der mit seinem siebten und achten Turniertor vor der Pause auf 2:0 stellte. Nach der Pause verkürzte Tarnat zwar per Gewaltschuss, doch Kosovski stellte die alte Führung fast postwendend wieder her. Erst in der letzten Viertelstunde verhinderten die Münchner eine Blamage und erzielten durch Effenberg per Freistoß sowie Jancker den Ausgleich. In der Heimat wollte man den Einzug ins Finale von Barcelona klar machen. Mit genau dem Schuss, mit dem Robben zehn Jahre später Europas Verteidigungen zur Verzweiflung bringen würde, erzielte Mario Basler das goldene Tor. Der FC Bayern stand erstmals im Finale der Champions League und erstmals seit 1987 im Endspiel von Europas Spitzenklasse.

So sehen zwei aus, die erstmals ins Finale der Königsklasse eingezogen sind.
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

1995: Ajax Amsterdam vs. FC Bayern 5:2

Hinspiel: FC Bayern – Ajax Amsterdam 0:0 (0:0)
Rückspiel: Ajax Amsterdam – FC Bayern 5:2 (3:1)

Van der Sar, Rijkaard, Seedorf, Overmas, de Boer, Davids, Kluivert und Litmanen – die Elf von Ajax Amsterdam klang nach großen Namen. Dem gegenüber stand eine, im historischen Vergleich, mittelmäßige Bayern-Elf rund um einige Spieler, die im gleichen Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft die Euro gewinnen sollten. Entsprechend schwer taten sich die Jungs von Trapattoni. Einziges Highlight im Hinspiel war der Sound der Pfosten sowie die Parade von van der Sar, die diesen Ton hervorrief. Autsch! Weh tat dann für die Münchner vor allem das Rückspiel. Die Mannschaft von van Gaal spielte wie entfesselt. Die frühe Führung von Litmanen konnte Witeczek zwar noch ausgleichen, doch nach Toren von George (holländischer Kommentator: “Junge, Junge!”) und de Boer wurde mit 3:1 die Seiten gewechselt. Als Litmanen direkt nach der Pause das 4:1 erzielte, jubelte Coach van Gaal wie sonst erst wieder am Muttertag 2010. Scholls Elfmeter und das 5:2 von Overmas waren da nur noch für die Statistik.

Fazit

In elf Halbfinalduellen erreichte der deutsche Rekordmeister fünf Mal das Finale. Gegen Olympique Lyon könnten die Bayern am Mittwoch die Bilanz auf sechs Finaleinzüge verbessern und damit mit dem AC Mailand und Juventus Turin gleichziehen.

Großer Kampf, spektakuläre Triumphe und herzzerreißende Niederlagen – die Roten haben so gut wie jedes Szenario bereits einmal erlebt. In einer Sache wird das diesjährige Aufeinandertreffen jedoch auf jeden Fall anders als die Vorjahre sein: Die Entscheidung wird in neunzig Minuten fallen, plus was auch immer der Fußballgott an Extra-Spektakel vorgesehen hat.

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  1. Danke für den Überblick. Das Kurioseste, an das ich mich erinnere, war das Ausscheiden gegen Real 2000. In der Saison hatten wir vier Spiele gegen die Königlichen, weil wir schon in der (damals noch existierenden) 2. Gruppenphase gegen die antreten mussten. In Madrid 4:2 gewonnen (mit Effenberg-Kunstschuss bei Freistoß), zu Hause 4:1, dann das erste HF wie oben beschrieben 0:2 in Madrid verloren, zu Hause (nach relativ spätem Gegentreffer, wenn ich nicht irre) 2:1 gewonnen. Macht bei vier Spielen drei Siege, eine Niederlage, 10:6 Tore, und dann ausgeschieden aufgrund der Auswärtstorregel wegen einem Gegentreffer. Oh Mann….

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. War damals schon bitter. Beim Rückspiel in München war die Torfolge aber ein bisschen anders. 1:0 Jancker nach 12 Minuten, dann Ausgleich Anelka in der 31. Minute und 2:1 Elber in der 54. Minute. Es fehlten also noch zwei Tore. Summa summarum war man in drei von vier Spielen eindeutig die bessere Mannschaft, den Titel holte allerdings Real. Allerdings ist mir dieses Spiel trotzdem in positiver Erinnerung, denn so eine überragende Stimmung habe ich im Olympiastadion vorher und nachher nie mehr erlebt. War damals auf der Gegengerade und ziemlich weit weg von der Südkurve, aber die Stimmung im ganzen Stadion war einmalig. Auch wenn ein Weiterkommen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich in weite Ferne gerückt war (man hätte ja ein 4:1 gebraucht), wurde die Mannschaft bedingungslos nach vorne gepeitscht. Echt beeindruckend. Bizarr war auch, dass 2 der 3 Real-Tore auf das Konto von Anelka gingen, der in Madrid eigentlich nie großartige Leistungen zeigte und eher dadurch in Erinerrung geblieben ist, dass er sich einmal im Kofferraum des Autos eines Verwandten vom Trainingsgelände der Königlichen runterschmuggeln ließ.
      Verbockt hat die ganze Geschichte mMn damals übrigens Ottmar Hitzfeld, der es nicht schaffte, die Abwehr nach dem Weggang von Matthäus im März sinnvoll aufzustellen. Lothars letztes CL-Spiel war übrigens das 4:1 gegen Real in der Zwischenrunde. Die Lösung mit Jeremies auf dem Liberoposten ging ziemlich daneben. Er schoss innerhalb weniger Wochen sogar zwei kapitale Eigentore (eins davon bei der Derbyniederlage gegen die Blauen und das andere beim 0:2 in Madrid). Nachher stellte Hitzfeld auf Viererkette um und beförderte Andersson zum Abwehrchef und Jeremies zurück ins Mittelfeld. Das reichte allerdings nicht mehr, um die desolate Leistung aus dem Hinspiel umzubiegen.

      1. Witzig, das Rückspiel im Olympiastadion war mein allererstes Spiel im Stadion als 12jähriger. Stand ebenso in der Nordkurve.

        Anelkas Tor, was sehr sehenswert war, fiel auf unser Tor damals.

        Und es war so laut, dass ich mein eigenes Wort nicht mehr verstanden hatte.

      2. @Willy: Danke für die Korrektur! Hatte es nicht mehr so recht in Erinnerung und war zu faul, das zu googeln. Mich hat das damals wirklich gewurmt, weil wir in den Gruppenspielen so eindeutig besser waren.

      3. Absolut korrekt, Willythegreat – die Stimmung war unbeschreiblich grandios, speziell nach dem offenen Brief der Mannschaft an die Anhänger mit der Bitte, alles zu geben. Die Zuschauer sind damals – so weit ich das von der Gegengerade aus überblicken konnte – sogar über weite Strecken der 90 Minuten gestanden. Ewige Liebe fürs Olympiastadion…

  2. 2011 AF war zwar kein HF Aus aber trotzdem sehr bitter.
    Bei Inter gewonnen
    Im Rückspiel geführt und noch verloren.
    Da hat übrigens ein Coutinho gegen uns gespielt.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Richtig. Ein AF ist kein HF. Und ein Fiete ist kein Phonzie …

  3. Korrektur:
    1995 Ajax
    1996 UEFA Cup!!!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Egal. Hauptsache Halbfinale :-)
      FCB – Barca 2-2, Barca – FCB 1-2. Mein erstes mal im Camp Nou. Babbel und Witeczek …

    2. Das stimmt natürlich. Danke! Ist korrigiert

  4. Danke für den coolen Artikel, mein Senf dazu hier noch schnell pro forma:
    Das Freistoßtor 2014 von cr7 (bewusst klein geschrieben) fiel vor der Nordkurve. Und was die von der Mannschaft aufdiktierte Taktik in dem Spiel mit den beiden entscheidenden Toren bis zur 20. Minute nach Ecke zum 0-1 und Freistoß 0-2 zu tun gehabt haben soll, werde ich wohl nie verstehen… (Hab das Spiel allerdings nach dem Stadionbesuch dann nie wieder gesehen – war so schon schlimm genug)

  5. Es wird wirklich Zeit, dass wir unsere schwarze Serie durchbrechen. Fünfmal hintereinander im Halbfinale scheitern wäre schon eine Enttäuschung, zumal die Bilanz von 5:2 bis einschließlich 2013 ja eigentlich mehr als vorzeigenswert war. Die Aussicht mit Juve und Milan in Sachen Finalteilnahmen gleichzuziehen ist schon verlockend. Dann würde nur noch Real in Sachen Endspielteilnahmen vor uns stehen.
    An der Stelle sei aber auch noch einmal Juves desaströse Endspielbilanz erwähnt: 1:5. Das erste Finale gewannen die Turiner noch (1996 im Elfmeterschießen gegen Ajax), danach gab es nur noch Niederlagen. Milan steht bei einer ausgeglichenen Bilanz von 3:3 und das würden wir auch erreichen, wenn alles so klappt, wie wir uns das wünschen.
    Immer wieder bemerkenswert ist hier die Bilanz von Real: Seit Einführung der CL hatten sie 7 Finalteilnahmen und alle wurden gewonnen. Barca ist mit 4 von 5 auch gut dabei. Spanier im Endspiel sind schon eine Klasse für sich. Wenn man mal die innerspanischen Duelle, also Real gegen Valencia (2000) und Real gegen Atletico (2014 und 2016) beiseite nimmt, da es hier ja einen spanischen Verlierer geben musste, dann haben bisher nur Barca (1994 gegen Milan) und Valencia (2001 gegen Bayern) den Titel verpasst. Macht also eine Bilanz von 11 Siegen in 13 Spielen. In der EL lautet die Bilanz seit der Umstellung auf ein Endspiel an einem neutralen Ort statt Hin- und Rückspiel 9:1 pro spanische Teams. (hier gab es 2 spanische Finalduelle). Nimmt man die Nationalelf noch dazu, die auch 4 ihrer 5 Finals gewinnen konnte (1964 Euro, 2008 Euro, 2010 WM, 2012 Euro; nur 1984 Niederlage gegen Frankreich), dann kommt man auf 24 Siege in 27 Versuchen, also eine Quote von fast 90%. Da sollte man mal überprüfen, was man sich von den Spaniern in Sachen Herangehensweise an ein Endspiel abschauen könnte.
    PS: die deutsche Quote im gleichen Zeitraum liegt aber immerhin noch bei 77%.
    CL: (3:4; 2 Siege von Bayern 2001 und 2013, 1 Sieg BVB 1997 , 3 Niederlagen von Bayern 1999, 2010 und 2012, 1 Niederlage von Leverkusen 2002; Niederlage von Dortmund 2013 nicht gewertet da deutsches Finale)
    EL: (0:2; Niederlagen von BVB 2002, Werder 2009)
    Nationalelf: (3:3 bei EM, Sieg 1972, 1980 und 1996, Niederlage 1976, 1992 und 2008/ 4:4 beim WM, Sieg 1954, 1974, 1990 und 2014, Niederlage 1966, 1982, 1986, 2002)
    Macht also 10 von 13.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sorry: Kapitaler Rechenfehler von mir Rechengenie. Bei der deutschen Bilanz muss es heißen: 10 Siege in 23 Endspielen, Erfolgsquote von 43%, also erhebliche Differenz zu Spanien.

  6. Meanwhile…berichtet der Guardian von der Möglichkeit, dass Barça möglicherweise zusätzlich 5 Mille extra Ablösesumme an Liverpool zahlen müsse, falls ausgeliehene Coutinho mit Bayern die CL gewinnt. “Coutinho is not the first loan player to score against the team that owns him and there is no great shame in that, but if he wins the Champions League with Bayern, Barcelona will reportedly owe Liverpool €5m more. The Champions League victory clause attached to his €120m-plus-€40m move from Anfield – a move that happened six months later than they wanted – did not specify that it had to be for them. If true, they’re effectively paying him to beat them, which would be so very Barcelona somehow; his goals were a suitably pitiful end.” Verrückt, das. https://www.theguardian.com/football/2020/aug/17/at-barcelona-there-is-no-trust-left-so-how-do-they-move-forward-lionel-messi-coutinho-griezmann-bartomeu-setien-sid-lowe

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. *der ausgeliehene Coutinho, sorry.

    2. Falls Coutinho mit dem FCB die CL gewinnen sollte – wäre der FC Bayern neben Barca der einzige Verein, der seit Beginn des Europapokals es geschafft hat 2x das große Triple zu gewinnen.
      Insgesamt gibt es in Europa nur 7 Mannschaften, die es überhaupt geschafft haben,
      das große Triple – Landesmeister/Landespokal/ Europapokal der Landesmeister bzw. CL zu gewinnen.

      1. Pass auf gleich kommt der Oberlehrer um die Ecke

      2. Wieso gleich? Du bist doch schon da.

      3. Muss ich das jetzt verstehen? Kann man doch alles nachlesen?

  7. Nur mal so nebenbei:
    Liverpool hat 6 der letzten 107 Ligaspiele verloren und 7 der letzten 11 Champions-League-Auswärts-Spiele.

  8. Das 2:5 gegen Ajax ist eines meiner ersten Fußballerlebnisse. Jari Litmanen war einfach ein Fußballgot!

  9. […] Road to Lisbon: Halbfinal-Historie | Maurice […]

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