März-Kolumne: Kann Bayern den Kovač-Ball?

Justin Trenner 05.04.2019

Er würde die Spieler nur verwirren, wenn er sie aus ihrer Wohlfühlzone herausholen und das System verändern würde. Aber er könne das! Zumindest versicherte Niko Kovač das allen erschienenen Pressevertretern, als er sich und seinen Ansatz auf der Pressekonferenz verteidigte.

Wen er weniger verteidigte: die Spieler. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison flüchtete der Trainer sich in mehr oder weniger plausiblen Ausreden. An der Taktik würde es jedenfalls nicht liegen – das konnte man zwischen den Zeilen sehr klar herauslesen. Doch ist der Kovač-Ball tatsächlich so anspruchsvoll, dass die Spieler ihn einfach nicht verstehen können?

Ich möchte an dieser Stelle versuchen, die bisher sichtbaren Ideen von Niko Kovač aufzuarbeiten und somit besser zu verstehen. Häufig wird der Kovač-Fußball zu sehr mit dem der vergangenen Jahre in eine Schublade gesteckt – übrigens auch von ihm selbst. Umso mehr frage ich mich, was eigentlich dahinter steckt. Es ist dementsprechend unabdingbar, zunächst zu resümieren, worin die Ansätze des Trainers bestehen.

Komponenten des Kovač-Balls

Der Kovač-Fußball lebt durch 6 wesentliche Komponenten: Aggressivität, Laufbereitschaft, Gedankenschnelligkeit, Vertikalität, Kontrolle in beide Richtungen und Kompaktheit. Während sich Aggressivität und Laufbereitschaft von allein erklären, wird es bei den anderen Eigenschaften schon schwieriger.

Zunächst aber: Woran mache ich diese Komponenten überhaupt fest? An den verschiedenen Auftritten in der Champions League und gegen die Top-Teams der Liga beispielsweise. Aber auch auf der Basis von Interviews und Informationen, die ich aus dem Umfeld erhalte. Nehmen wir das Hinspiel in Lissabon, dürfte jedem klar sein, wie der Fußball unter Niko Kovač idealerweise aussehen soll: schnell, direkt, gut im Gegenpressing, diszipliniert gegen den Ball, aggressiv, laufstark.

Auch die Anfangsphase in Liverpool zählt als positives Beispiel dazu. In diesen insgesamt 120 Minuten zeigten die Bayern gegen den Ball ein variables Pressing: Mal liefen sie ihren Gegner sehr hoch an, mal ließen sie sich fallen, ohne zu sehr in Passivität zu verfallen. Jeweils entstand der Eindruck, dass die Münchner ohne Ballbesitz sehr kontrolliert, kompakt, aggressiv und diszipliniert agierten, ohne sich hinten reindrücken zu lassen. Das Angriffspressing funktionierte, indem ein Spieler aus dem Mittelfeld die offensive Dreier- zu einer Viererkette werden ließ. In ruhigeren Verteidigungsphasen ließ sich ein Flügelstürmer ins Mittelfeld fallen und es entstand ein kompaktes 4-4-2.

Direktes Spiel in die Spitze

Neben Aggressivität und Laufbereitschaft kommen hier aber auch die Gedankenschnelligkeit und Kompaktheit zum Tragen. Kovač fordert von seinen Spielern, dass sie in Ballbesitz sehr schnell nach vorne kombinieren, sobald sie sich zum Initialpass im Spielaufbau entschieden haben.

Dafür nutzte er zu Beginn seiner Bayern-Zeit sehr hohe Achter, die sich zwischen den Linien positionierten. Mittlerweile ist es oft nur noch ein Spieler des Dreiermittelfelds, der sich in diesen Räumen bewegt – gegen Freiburg beispielsweise war die Positionierung beider Achter jedoch wieder sehr hoch. Nicht selten sah man dadurch in dieser Saison lange Laserpässe nach vorn oder halbhohe bis hohe Schläge ins letzte Drittel. Das Ziel: Den Ball zunächst mit weniger Kontrolle in das Angriffsdrittel befördern, um dann im Gegenpressing auf die zweiten Bälle zu gehen oder mit den intelligenten Spielern wie Lewandowski und Müller den Ball direkt zu behaupten. Nicht in jeder Phase des Spiels, aber durchaus dann, wenn die Aufbauspieler das Gefühl haben, dass das letzte Drittel ordentlich besetzt ist oder sie sich zu sehr unter Druck gesetzt fühlen.

Probleme lagen nach den langen Bällen häufig im Nachrückverhalten, dem schlecht organisierten und strukturierten Gegenpressing und der Ungenauigkeit im Passspiel. Erreicht der Pass nämlich nicht das letzte Drittel, wird die Besetzung der höheren Räume zum Nachteil. Zwischen den beiden Mannschaftsteilen entsteht ein Loch, das der Gegner gut bespielen kann – unabhängig davon, ob es Heidenheim, Düsseldorf oder Liverpool ist.

Kontrollverluste

Bayerns Spiel wurde gegen Liverpool, Dortmund und Leverkusen dadurch beispielsweise zu wild und so brachte man den Gegner mehr ins Spiel als sich selbst. Die Münchner schaffen es nicht, die Vertikalität und das Tempo in Ballbesitz zu gehen, ohne die Ballverluste adäquat abzusichern.

Das ist letztendlich der Balanceakt, den Niko Kovač bis heute nicht gemeistert hat: Ihm fehlt eine Grundstruktur, die einerseits ein vertikales und schnelles Ballbesitzspiel unterstützt und andererseits das Gegenpressing stärkt. Einfacher formuliert: Es fehlt ihm die Kontrolle über den Gegner.

Dabei ist Kovačs Grundidee gar nicht so verkehrt. Ballbesitzfußball hat sich in den letzten Jahren zunehmend in eine vertikalere Richtung entwickelt. Spieler suchen mit ihren Läufen und ihren Pässen schneller die Tiefe, um defensiv eingestellte Mannschaften auseinander zu spielen. Das Resultat sind Tore wie das 1:0 der Bayern in Lissabon, als viele von einer Kontersituation sprachen, obwohl der Rekordmeister sich aus einer kurzen Ballbesitzphase nach vorn kombinierte.

Können die Spieler die Ideen des Trainers nicht umsetzen?
(Foto: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)

Fehlen nur die Spieler dafür?

Genau das dürfte auch die Zukunft des FC Bayern sein: Mehr Tempo, mehr Risiko, mehr Gegenpressing, mehr Tiefe im Spiel. Kovač fehlen dafür im Moment zwei entscheidende Schlüssel: Einer davon ist der Kader. Auch er selbst hat das in seiner Argumentation mehrfach angeführt. Viele Spieler sind nicht (mehr) in der Lage, diesen Stil umzusetzen. Was dazu führen dürfte, dass der FCB im Sommer tief in die Tasche greift.

Hernández, Odoi, Pavard, Pépé und auch jemand wie Brandt oder Havertz sind Spieler, die diesem Stil eher entsprächen als beispielsweise Ribéry, Robben oder Rafinha. Und auch bei Hummels und Boateng muss nach der aktuellen Saison die Frage gestellt werden, ob sie die nötige Handlungsschnelligkeit noch mitbringen – wenngleich ihre Fehlbarkeit vor allem auch auf strukturelle und gruppentaktische Probleme zurückzuführen ist. Gerade Müller ist hingegen ein zwiespältiges Thema. Einerseits sind seine Läufe wie gemacht für eine solche Ausrichtung, andererseits schafft Kovač es bis heute zu oft nicht, ihn in eine Rolle zu bringen, die seine Stärken mehr fokussiert als seine Schwächen.

Und hier sind wir auch schon unweigerlich beim zweiten Schlüssel: die Flexibilität des Trainers. Kovač hatte gegen Dortmund, Liverpool und selbst in den Spielen gegen Ajax einen ordentlichen bis guten Plan A. Nicht perfekt, aber gut. Sobald sich Mannschaften auf diese Ausrichtung eingestellt haben, fehlt es jedoch an Lösungen. Kovač scheitert bereits daran, mit dem Vorhandenen zu arbeiten. Und ist es nicht genau das, was einen guten Trainer auszeichnen sollte?

Können sie das?

Nun kann darauf gehofft werden, dass Kovač mit den Neuzugängen im Sommer neu angreifen kann. Unberechtigt ist das nicht. Vielleicht lernt Kovač aus seinen Fehlern in den großen Spielen. Vielleicht schafft er es wirklich, den vertikalen und schnelleren Ballbesitzstil so zu balancieren, dass die Bayern ab Sommer wieder ihre gewohnte Wucht im Spiel entwickeln.

Gerade die fehlende Anpassungsfähigkeit auf die Umstände macht aber Sorgen – und die Schuldzuweisungen in Interviews bestätigen diese. Kovač gibt sich zu oft den äußeren Faktoren geschlagen. Will er Bayern-Trainer bleiben, muss er es schaffen, auf Rückschläge die richtigen Antworten zu finden. Andernfalls ist seine Reise bald vorbei. Und das, obwohl die Ansätze eines schnelleren, aggressiveren und vertikaleren Spiels nicht zwingend verkehrt sind.

Der Kovač-Ball kann die Zukunft des FC Bayern sein – beziehungsweise seine Ansätze. Aber nur, wenn er sich in der Umsetzung flexibler, balancierter, kontrollierter und gedankenschneller präsentiert. Neue Spieler werden diese Veränderung nicht von alleine bringen. Es braucht zusätzlich Änderungen im strategischen und taktischen Bereich.

Hier sind neben der sportlichen Führung vor allem der Trainer und sein Team gefragt. Und dementsprechend sollte die Frage nicht lauten, ob die Bayern den Kovač-Ball nicht können. Sie sollte fragen, wie der Trainer es schafft, dass seine Ideen umgesetzt werden können. Scheitert er daran, scheitert er in seinem Job. Und wer nach dem Motto „Lieber gar nichts ändern als falsch zu ändern“ an die Sache herangeht, ist schon längst gescheitert. Denn wenn jemand deine Ideen nicht umsetzen kann, solltest du dich erstmal fragen, wie du sie vermittelst. Immerhin besteht der Kader des FC Bayern nicht aus Kreisliga-Spielern, sondern aus welchen, die in ihrer Karriere alles erlebt haben. Sogar Trainer, die Systeme verändern.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Danke für diese sachliche Analyse zum Trainer.

  2. Danke dafür, dass du das was ich mir auch denke in einer höflichen (und natürlich sehr eloquenten) Weise “zu Papier“ bringst.
    Es muss wahnsinnig schwer sein, so diplomatisch zu formulieren, aber es ist natürlich gut und notwendig.
    Ihr könnt ja nicht wie ich einfach schreiben:
    Das passt nicht, wir brauchen einen neuen Trainer zur nächsten Saison, der wirklich Fußballlehrer ist und eine offensive Philosophie vertritt und die Verantwortung nicht abschiebt, sich nicht permanent hinter Rhetorischem und Pseudo-Philosophischem versteckt. Kovac und auch Brazzo haben meiner Meinung nach einfach nicht das fachliche Niveau und den Stil, das / den Bayern benötigt. Nach intellektuellen Fachleuten / positiv Irren (van Gaal, Pep, Sammer), erfahrenen Gentlemen (Heynckes, Carlo – auch wenn es da nicht funktioniert hat) jetzt diese – sorry – prollige Combo, schade. Das hat auch mit Unerfahrenheit nichts zu tun, die beiden haben es nicht drauf. Ja ich geb’s zu, Kovac finde ich einfach brutal unsympathisch und aalglatt, das beeinflusst meine Gesamtwahrnehmung sicher, aber ist halt so. Die PK gestern war einfach mal wieder gnadenlos schwach, bitte anschauen.

    Hätte mir sehr – wenn man schon einen international noch relativ grünen Mann nimmt – Nagelsmann gewünscht, der hätte sicher auch Fehler gemacht, aber da wäre eine Weiterentwicklung zu sehen gewesen und Flexibilität, und er hätte immer fachlich sauber und ehrlich erklären können, wie der Plan ist / war und nicht nur über Mentalität und Verteidigen geschwafelt. Er wäre sicher gerne gekommen. Chance verpasst. Naja, vielleicht in ein paar Jahren nochmal möglich.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich fand Kovac anfangs supersympathisch. Mittlerweile nicht mehr. Wegen Inkompetenz, Selbstüberschätzung, und weil er die Fehler nur bei den Spielern sucht. Lisa Müller hatte tatsächlich voll recht.

      Nagelsmann ist mir total unsympathisch, aber er ist fachlich vermutlich 10 mal kompetenter, und hat es schon über Jahre bewiesen. Kovac hatte nicht diesen Leistungsausweis (ein einziger Pokalsieg, oder eine gute Saison, kann Zufall oder Glück sein), wurde ihm aber vorgezogen, wegen des Stallgeruchs. Die Quittung hat man jetzt. Spielerisch eine Desastersaison.

      1. Ist da nicht ein wenig Polemik dabei? ;-)

      2. Manchmal sollen ja Fakten ganz nützlich sein: Kovac übernahm die Eintracht Anfang März 2016 auf Tabellenplatz 16. Dort blieb sie auch, gewann die Relegation. Am Ende der Saison 16/17 war die Eintracht auf Platz 11 und hatte das Pokalfinale erreicht. Die Saison darauf wurde auf Platz 8 beendet und mit dem Pokalsieg gegen die (Deiner Meinung nach) “Übermannschaft” Bayern München gekrönt.

        Er hat also binnen 27 Monaten aus einem Fast-Absteiger einen Klub in die Nähe der Euro Plätze gebracht. Das hat nix mit Zufall oder Glück zu tun

      3. Er hat also Frankfurt auf Platz 8 geführt. Das ist der Leistungsausweis für einen Bayerntrainer. Toll. Neue Zeiten.

      4. Und niveaulos

  3. Woher begründet sich eigentlich das grosse Vertrauen und Optimismus, dass es Kovac kann?
    Aus den in dieser Saison gezeigten Spielen lässt sich das nicht ableiten. Eine generelle Spielidee wie unter Pep, ist nicht erkennbar. Es geht oft recht wild zu. An der Qualität der Spieler kann es im Ernst nicht liegen. Da ist eine Übermannschaft, dann kommt ein neuer Trainer, und schon spielen alle viel schlechter? Unter Kovac spielen die Mannschaftsteile losgelöst voneinander. Das defensive Verhalten ist in allen Mannschaftsteilen schlecht. Man findet keinen Weg sich aus aggressivem Pressing mutig nach vorne zu kombinieren. Es gibt kein Tempo nach vorne. Das Selbstverständnis und Selbstbewusstsein der Mannschaft ist weg. Unter Pep war die Mannschaft eine absolute Maschine mit unglaublicher Dominanz und Präzision (in 95% aller Spiele). (Ich weiss, die andauernden Vergleiche mit einem Übergenie sind ungerecht. Aber das muss der Anspruch der Bayern sein.) Kovac sagte auf der PK es gefalle ihm nicht, wenn die Mannschaft “wild” spielt. Im Vergleich zum Taktikprofessor Pep ist das B-Jugend-Niveau? Die Kovac-fanboys fordern jetzt den Umbau der Mannschaft für Kovac, das ist unfassbar.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die “Kovac-Fans” haben im Gegensatz zu Dir begriffen dass wir schon lange keine Übermannschaft mehr sind und fordern deswegen den Umbau. Vollkommen unabhängig vom Trainer.

      1. Du hast Recht, ein Umbau muss sein – ist eh schon viel zu spät und wird viel zu brutal. Anstatt dies suggestive zu machen hockt Uli halt lieber auf seinen Geldsäckel!
        Aber schau Dir bitte mal nur unsere paar jungen Spieler an. Sanches mal großzügig außen vor gelassen. Aber Süle und Kimmich. Die sind dieses Jahr brutal abgefallen in Ihrer Leistung, das ist abartig.
        Kovac ist alles aber ganz sicher kein Trainer die diesen Umbruch der ansteht moderieren kann. Definitiv #KovacOut nach der Saison, sonst spielen wir nächstes Jahr um die EL Plätze!

      2. “Aber schau Dir bitte mal nur unsere paar jungen Spieler an. Sanches mal großzügig außen vor gelassen. Aber Süle und Kimmich. Die sind dieses Jahr brutal abgefallen in Ihrer Leistung, das ist abartig.”

        Gnabry wird durch die Bank weg bescheinigt, sich sehr positiv zu entwickeln.
        Da hat Kovač gar nichts mit zu tun?

      3. Als was würdest du denn eine Mannschaft bezeichnen, die in den vergangenen 3 Jahren 2 Mal im CL Halbfinale wegen nur einem Tor gescheitert ist?

        Übermannschaft kann man das natürlich nicht nennen. Übermannschaft sind die Warriors in der NBA z. Z., aber Bayern hat noch immer, allen Gerede von Umbruch und Überalterung zum Trotz, in der Spitze eine Topmannschaft die in der Lage ist jeden Gegner zu schlagen sonst gäbe es diese Konstanz nicht. Im übrigen wurde hier ebenfalls nie die Qualität in der Spitze sondern die Breite des Kaders als auschlaggebender Punkt für die Niederlagen in Europa ausgemacht und jetzt soll das plötzlich alles anders sein?

        Übermannschaft City? Übermannschaft Barca? Übermannschaft PSG? Übermannschaft Liverpool? Übermannschaft Juve?

        Vielleicht hat uns die ein oder andere Mannschaft qualitativ eingeholt in den vergangenen Jahren und ist mit uns auf Augenhöhe aber dieses ständige Kleinreden unserer Mannschaft nervt doch.

        Und Justins Text bringt es auf den Punkt. Ein Trainer kann doch nicht davon schwadronieren eine bessere, andere Mannschaft zu benötigen. Ein Trainer ist dazu da aus dem vorhandenen Spielermaterial die bestmögliche Leistung rauszuholen, die Spieler bestmöglichst einzubinden um ihre Stärken zu fördern und ihre Schwächen zu minimieren. Mein 9er ist Messi und meine einzige Idee Tore zu erzielen ist 100 Flanken in den Strafraum zu schlagen. Kann man machen, ist halt Themaverfehlung.

        Und da liegt der Kern des Problems: Ich muss als Trainer Lösungen finden. Eine Lösung dafür wie ich gegnerische Konter unterbinde. Eine Lösung wie ich verhindere dass der Gegner auf mein Tor zuläuft und mit fast 100% iger Wahrscheinlichkeit ein Tor erzielt. Eine Lösung wie ich Spieler x in mein Spiel einbinde und Spieler y ersetze weil er verletzt ist. Eine Lösung dafür wie ich zuverlässig Tore erziele auch wenn der Gegner mit 10 Mann am Strafraum steht.

        Mir persönlich ist da die Philosophie recht egal. Ich bin mir bewusst, dass es nur einen einzigen Jupp Heynckes gibt, nur einen Pep und wir die so schnell bzw. nie wieder in München auf der Trainerbank sehen werden. Ich weiß dass ich nicht verlangen kann dass das Spiel exakt 1:1 ausschaut wie unter Jupp oder Pep, aber was ich verlangen kann ist einen Fortschritt zu sehen, eine Entwicklung oder kurz: dass Lösungen gefunden werden wie man mehr aus Spieler x rausholt, wie man Abläufe einstudiert um zuverlässig hochqualitative Torchancen zu erspielen und Tore zu erzielen und auf der anderen Seite Gegentore zu verhindern.

        Und wenn ich keine Lösungen vom Trainerteam sehe sondern im Gegenteil schlicht Hilflosigkeit wie im Rückspiel gegen Liverpool dann reicht die Qualität des Trainers eben nicht für diese Mannschaft.

        Verkauft Messi, der schießt zu wenig Kopfballtore nach unseren Flanken.

      4. Eines der Paradebeispiele, wie es nicht geht, hat uns doch der “Lieblingsgegner” in der letzten Saison vorgeführt und deswegen bin ich auch voll bei Systemrelevant.
        Es wird ein Trainer verpflichtet, der ein bestimmtes System spielen läßt – und zwar ohne Rücksicht auf vorhandene Spieler, Gegnerverhalten, Gegenmaßnahmen des anderen Trainers.
        Das ging ein paar Spiele gut – und dann hatte ihn auch der allerletzte entschlüsselt.
        Das Ergebnis waren desaströse Niederlagen, ob in CL oder Bundesliga.
        Der Trainer aber hielt solange an seinem System fest, bis man ihn entlassen hat.

        Als Trainer muss ich mit den Spielern spielen die ich habe (Phrasenschwein lässt grüßen).
        Und meine Aufgabe als Trainer ist es, aus den vorhandenen Spielern das Optimale herauszuholen.
        Und wenn das wegen falscher oder verletzter Spieler mit meinem System nicht klappt, muss ich entweder die Spieler dahin bringen oder ein System anpassen.
        Und da helfen auch keine Pressekonferenzen nach dem Motto: Verteidigen ist ganz einfach; Handwerk; man muss es nur wollen. Das ist wie bei Kindern, denen muss man das auch immer wieder sagen, was zu tun ist.

        Man hört und liest es doch immer wieder: Ein Guardiola, ein Mourinho, ein XYZ – die sollten mal einen Absteiger trainieren, da würde man sehen, ob sie ein guter Trainer sind – ach ja!
        Das heißt also, von diesen Trainern wird natürlich verlangt, dass sie aus dem vorhandenen Spielerpotential etwas machen. Dann würde man sehen, ob sie was drauf haben.

        Und bei uns heißt es – wir haben einen Plan und der ist gut, aber die Spieler können/wollen nicht.

      5. Brazzo wird seinem Freund schon die “richtigen” Spieler zusammenkaufen.

        Pep hat grundsaetzlich mit dem vorhandenen Kader gearbeitet und keinerlei Ansprüche gestellt. Als man ihn fragte “Such Dir einen Spieler aus”, da hat er nur gesagt “Thiago oder nix”…

        Und apropos Thiago…(und James…): hat Kovac die besser oder schlechter gemacht?

      6. Jetzt wird’s richtig lustig – Pep ist unter Anderem deswegen weg, WEIL er nicht die Spieler bekam die er wollte …

      7. Wenn Kovac andere Spieler benötigt: warum hat die nicht vor der Saison gefordert? Statt dessen lässt er sogar noch Leute gehen. Wenn er andere Spieler braucht, dann hätte er das doch in der Vorbereitung analysieren müssen. Er hatte ja im Mai und Juni Zeit, sich die Eigenschaften der Spieler anzusehen – und im Pokalfinale live erleben können. Dass er dann den Kader und die Qualität der Spieler vor der Saison für ausreichend gut hält, deutet entweder darauf hin, dass er sich deutlich verschätzt hat oder doch etwas Anderes spielen lassen möchte als beschrieben.

      8. @Herrispezial:
        –“Dass er dann den Kader und die Qualität der Spieler vor der Saison für ausreichend gut hält, deutet entweder darauf hin, dass er sich deutlich verschätzt hat oder doch etwas Anderes spielen lassen möchte als beschrieben.”

        Oder das er bereit war den Weg, den Hoeneß im Doppelpass lang und breit erklärt hat, mit zu gehen.

  4. “Die Münchner schaffen es nicht, die Vertikalität und das Tempo in Ballbesitz zu gehen, ohne die Ballverluste adäquat abzusichern.”
    Eigentlich soll das doch heissen: “Die Münchner schaffen es nicht, die Vertikalität und das Tempo in Ballbesitz zu gehen, UND die Ballverluste adäquat abzusichern.” Genau das ist ja der Grund für die vielen Gegentore. Kovac schafft es immer noch nicht, dies richtig zu vermitteln, deswegen spielen wir wie gegen Heidenheim “ohne die Ballverluste adäquat abzusichern” und kassieren gegen einen Zweitligisten 4 Gegentore.
    Was ich bei den Kovac-Fans auch nicht verstehe, ist das große Vertrauen in seine Entwicklungfähigkeit der Mannschaft. Dies ist doch null zu sehen während dieser Saison, leider nur eine Degeneration der Spielweise in jeder Hinsicht, die man den Spielern alleine nicht wirklich zuweisen kann. Leider fehlt mir da der naive Glaube an Besserung nach dem Großeinkauf im Sommer…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Und unter PEP gab es die ABSOLUTE KONTROLLE in 95% aller Spiele. Unter Pep war die Mannschaft eine absolute Killermaschine.

  5. Der Umbau ist ja für alle Konsens. Den Zeitpunkt hat Kovac sicher nicht zu verantworten, auch hier sehe ich eine Zustimmung bei allen Mitkommentatoren.

    Übermannschaft? Hatten wir – europäisch gesehen – noch nie. Selbst 2013-2016 waren wir das nicht – gemessen an den Einzelspielern. Durch Jupp und insbesondere Pep wurden diese Spieler ans Limit geführt und waren dann zumindest die Benchmark in diesem Zeitraum. Für Bundesliga-Verhältnisse haben wir allerdings immer noch eine “Übermannschaft”. Nicht ganz ausgewogen zusammen gestellt, aber dennoch. Die letzten 13 oder 14 Spiele – 1N, 1U – zeigen dies ja.
    Es geht nun darum, ob wir Kovac zutrauen, diesen Umbruch zu gestalten. Und dies sehe ich nicht. Eben weil ich kein Erfolgsfan bin – seit 1977 – sondern mir qualitativ den Fußball des angesprochenen Zeitraums wünsche. Aber – und James hat dies richtig gesagt – wir sind nicht Frankfurt. Bayern hat eine andere DNA. Wir fahren egal wohin und wollen immer gewinnen. Wir sind kein Underdog. Wir bestimmen das Spiel und spielen nicht so gut, wie es der Gegner zulässt.

    Max Eberl hat für Gladbach eine strategische Entscheidung getroffen und den Fehler der Vertragsverlängerung mit Hecking korrigiert. Diesen Weitblick wünsche ich mir bei uns auch.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Du sprichst mir aus dem Herzen @Fänger.

      1. Mir auch. Bin aber skeptisch, ob die Vereinsführung das rafft. Alleine schon die Verpflichtung von Kovac+Brazzo liess/lässt an ALLEM zweifeln.

      2. Ähm, Sendlinger – Dir ist aber schon bewusst, dass Fänger realistisch erkannt hat, dass wir nie eine Übermannschaft waren – während Du ja das Übermannschaft Mantra vor Dir herträgst wie eine Monstranz?

        Wie kann er Dir da aus dem Herzen sprechen? Ach stimmt, er wünscht sich auch einen anderen Trainer …

    2. Sehr gut zusammen gefasst!
      Gerade das mit der DNA, mia san mia, hat Kovac 0,0 drauf. Alleine schon seine PK wo er immer allen anderen die Schuld gibt und die eigenen Spieler regelmäßig in die Pfanne haut. Einfach nur zum davon laufen…

    3. Fast völlige Zustimmung. Nur sehe ich unsere Mannschaft nicht mal mehr im Bundesligavergeich als “Übermannschaft”. Der Beweis wird, glaube ich, morgen erbracht.
      Weitblick erwarte ich mir auch von unserer Führung, ich habe, im Gegensatz zu vielen anderen, auch ausreichend Vertrauen, da sie in der Vergangenheit wesentlich mehr richtige als falsche Entscheidungen getroffen hat.

    4. Pro hat das Team nach dem triple unf dem WM Triumph unfassbare 3 Jahre auf hoechstem Niveau gehalten und das obwohl man sich nicht erstklassig sondern nur mit Klasse verstärkt hat.

      Pep hat jeden Spieler und das Team technischtaktisch verbessert und damit zum groessten Teil Defizite ausgeglichen.

      Pep weiss ja aus eigener Erfahrung als weltklassespieler das das so auf Dauer nicht gutgeht.

      Auch tidane ist ja aus gleichen gruenden zurueckgetreten

      Jetzt hat Perez so lange gebettelt und seine Fehler eingesehen das es Zidane noch einmal macht.

      Auch ein Anc hat als Alter Haudegen einsehen muessen das zwischen den Dickkoeppen Uli und Abra in dieser Hinsicht kein großer Unterschied ist.

      Jede erfolgreiche Organisation bleibt nur dann top wenn die Sensoren ausgefahren sind und man sich selbst hinterfragt und optimiert.

      Ein Meister dieses Prozesses im Fussball ist Sammer.

      Ein Eberl macht es auch gerade vor wie es geht.

      Uli bleibt bei Hauruck und Zickzack denn strategischer Planung.
      Ob das im heutigen Umfeld der richtige Weg ist?

    5. ich will doch hoffen, dass münchen nicht frankfurt ist, die spielen nämlich in der regionalliga. aber münchen auch nicht eintracht; letztere spielt nämlich international einen begeisternden fussball, unter anderem wegen kovačs arbeit dort.

  6. Das Heidenheim-Spiel war doch ein gutes Beispiel.
    Da liegt man zur Halbzeit 1:2 hinten und der Trainer wechselt offensivst aus.
    Und die Mannschaft zeigt sich plötzlich als Hausherr – mit einem Mann weniger!
    Was sagt der Trainer von Heidenheim zu diesem Beginn der 2. Hälfte?
    “Diese Qualität konnten wir nicht mehr verteidigen!”

    Und das zeigt auch etwas über die Grundinstellung.
    Wir sind in der Allianzarena. Da sind wir der Hausherr! Und das müssen wir dem Gegner zeigen!
    Und genau das war lange Zeit ein Grund, warum viele Mannschaften lieber gleich mit der B-Elf anreisten.
    Aber davon ist heute teilweise nicht mehr viel zu sehen.
    Nach dem Platzverweis von Süle wurde nach Aussage des Trainers auf 4-4-1 umgestellt, um Kompaktheit zu bekommen (siehe FCB-HP Stimmen zum Spiel)
    Das Ergebnis hat man gesehen – aus 1:0 wurde 1.2!

    Es gab auch Zeiten, da hätte man gesagt – “Schei** was auf Platzverweis! Wir führen und die schießen wir aus dem Stadion! Hier sind wir der Herr im Haus!”

    Man hat so das Gefühl, dass aus dem Hausherrn und Favoriten immer der Underdog gemacht wird.

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    1. –“Nach dem Platzverweis von Süle wurde nach Aussage des Trainers auf 4-4-1 umgestellt, um Kompaktheit zu bekommen (siehe FCB-HP Stimmen zum Spiel)
      Das Ergebnis hat man gesehen – aus 1:0 wurde 1.2!”

      Stimmt.
      Und wenn man nicht ganz so auf Kovač fixiert ist, könnte man zu der Schlussfolgerung kommen, dass Boateng es nicht im Ansatz geschafft hat Süle zu ersetzen.
      Aber das wäre ja blöd.
      Nachher muss man sich noch objektiv mit dem Thema beschäftigen und sich von seinem Universalsündenbock verabschieden.
      Ganz ehrlich. Ob Kovač aktuell der bestmögliche Trainer für uns ist, kann man diskutieren.
      Aber diese ständige voreingenommene Betrachtungsweise ist anstrengend, ermüdend und wird dem Thema nicht gerecht.

      1. Lass es Tobi. Die Presse und die Erfolgsfans geben erst Ruhe, wenn sie Kovac abgeschossen haben. Zum Fremdschämen. So, das war jetzt auch polemisch.

      2. Da heißt also für dich, dass der Heidenheimer Trainer auch nur dummes Zeug erzählt hat.
        Er hätte natürlich sagen müssen, “Wir waren zu Beginn der 2. Halbzeit zu blöd für das Spiel!”

        Den Rest hast du ja offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen oder nehmen wollen!
        Wir sind der Hausherr in der Arena! Und so haben wir auch angefangen und es ging ja auch gut los.
        Mir persönlich wären Coman und Lewandowski von Beginn an noch lieber gewesen. Sollte der Heidenheimer Trainer tatsächlich die Wahrheit gesagt habe – könnte ja sein – dann hatten sie die Qualität, die sie gegen 10 schon nicht verteidigen konnten, gegen 11 erst recht nicht verteidigt.

        Es gab doch in der letzten Saison auch so ein Paradebeispiel in der CL.
        Da verliert PSG in Madrid mit 1:2 und alle haben gedacht, na das wird ein heißes Rückspiel, denn in Paris wird der Hausherr schon zeigen, was los ist. Hat er aber nicht – die wollten auch erst mal kompakt stehen und haben dann zuhause verloren.

        Das war doch das, was nicht nur den FCB sondern auch andere immer stark gemacht hat – zuhause war man eine Macht. In den 70ern hat ein Paul Breitner gesagt, “auf den Betzenberg brauchen wir gar nicht fahren, da können wir diePunkte auch hinschicken” und das zu einer Zeit, wo sich der FCB und Gladbach bei den Meisterschafte abwechselten.
        Die Arena hatte auch schon diesen Ruf – und so ist man da auch aufgetreten.
        WIR sind hier der Chef – hat auch nicht immer funktioniert, aber meistens.
        Und das ist es was mir fehlt. Warum geht man eigentlich in kein Spiel mehr mit dem Selbstverständnis – wir sind hier der Favorit oder wir sind hier der Hausherr.
        Selbstverständnis – nicht Arroganz!
        Der FCB steht – ob Umbruch oder nicht – auf einem Spitzenplatz in der Liga!
        Und das nicht erst seit gestern sondern seit Jahren oder besser Jahrzehnten!
        Und das sollte der Gegner eigentlich schon beim Auflaufen merken – die breite Brust.
        Und genau das merkt offensichtlich der Gegner – ob zuhause oder auswärts nur noch in Ausnahmefällen.

      3. –“Mir persönlich wären Coman und Lewandowski von Beginn an noch lieber gewesen.”

        Es war traurig, dass er einen angeschlagenen Lewandowski überhaupt bringen musste.
        Beide Spieler hätten geschont werden müssen für Samstag.
        Würde einer der Beiden für Samstag ausfallen, wärst du der Erste, der es Kovač vorwerfen würde.

        Mit welchem Selbstverständnis der FCB in ein Heimspiel geht, kann ich nicht beurteilen.
        Bin weder in der Kabine, noch habe ich deine Fähigkeiten den Spielern in die Köpfe zu gucken.
        Allein, dass du dich nicht mal ansatzweise mit dem Thema Boateng auseinandersetzt, zeigt mal wieder deine Voreingenommenheit.
        Kovač ist Schuld. Andere Möglichkeiten gibt es da nicht.

    2. Was hat jetzt Boateng mit Kovac und Voreingenommenheit zu tun. Ein IV bekommt Rot.
      Also hat der Trainer die Wahl, entweder er spielt mit einem IV weiter, was wohl eher unwahrscheinlich ist, oder er wechselt den ein, der auf der Bank sitzt. Eine ander Wahl hat er ja nicht.

      Jetzt kann man natürlich diskutieren, ob die Gegentore alleine an Boateng lagen.
      Dass Süle stärker ist, muß man nicht diskutieren, sonst hätte er ja wohl nicht in der Startelf gestanden.
      Und nach der roten stellte sich die Frage auch nicht mehr.
      Ich hätte auch lieber einen Alaba gesehen, aber wenn er nicht zur Verfügung steht, ist das eben so.

      Aber ich wehre mich einfach dagegen, dass die Spieler einfach alle zu blöde oder zu unwillig sind oder keine Einstellung haben und deswegen verschiedene Dinge nicht klappen. Und so langsam verliere ich sowieso den Glauben – siehst du dir eigentlich mal die diversen PK an? z.B. die letzte?

      “Wir waren in Amsterdam die bessere Mannschaft, hätten gewinnen müssen. In Dortmund war die erste Halbzeit unsere, haben es in der zweiten aber nicht geschafft, das so runterzuspielen. Gegen Liverpool war das erste Spiel ausgeglichen, im zweiten waren wir ab der 70. Minute unterlegen.”

      “Wenn sie Kinder haben, dann reicht es nicht mit einmal. Man muss immer wieder aufs Neue sagen: man muss es so oder so machen. Man darf nichts verbieten, sondern muss mit Argumenten kommen. Ich werde bis Samstag immer wieder das selbe erzählen. Man muss es aber auch umsetzen. Nur weil etwas nicht umgesetzt wird, heißt das nicht, dass es nicht mehr meine Kinder – oder in dem Fall meine Spieler – sind. Man muss immer weiter machen. Es geht immer weiter. Wenn ich bei jedem Fehler einen austauschen würde, muss ich scharf nachdenken, ob wir noch elf Spieler zusammenbekommen. Es geht um die Frage: bin ich mir zu schade, um zu verteidigen? ”

      “Nach einer Schlacht kann jeder General sein. Man braucht in der heutigen Zeit, um erfolgreich zu sein, Abräumer. Das hatte der FC Bayern München früher, aber jetzt gerade vielleicht nicht. Dann müssen das andere übernehmen. Es ist Einstellungssache: bin ich bereit, einen Zweikampf zu führen und zu gewinnen? Das müssen wir wieder in die Ausbildung aufnehmen. Es wird zu viel darüber gesprochen, wer wie gut aufbauen kann.”

      “Wenn wir nur ein Tor schießen, heißt es, wir haben keine Lösungen nach vorne. Wenn wir mal fünf schießen, heißt es, wir haben hinten keine Lösungen. Das Angreifen ist das schwierigere. Das ist Kunst. Verteidigen ist Handwerk. Man muss es aber unbedingt wollen, einen Zweikampf zu führen und zu gewinnen. Man muss als Mannschaft verteidigen. Das ist etwas, was in dieser Saison manchmal nicht gut gelungen ist. Auch wenn man Künstler ist, muss man verteidigen wollen.”

      Da weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll – gegen Liverpool bis zur 70. auf Augenhöhe?
      Die Spieler sind sich zu schade, zu verteidigen?

      So wie sich das in jeder PK anhört, ist er der Mann der keine Fehler macht

      1. –“Was hat jetzt Boateng mit Kovac und Voreingenommenheit zu tun. Ein IV bekommt Rot.
        Also hat der Trainer die Wahl, entweder er spielt mit einem IV weiter, was wohl eher unwahrscheinlich ist, oder er wechselt den ein, der auf der Bank sitzt. Eine ander Wahl hat er ja nicht.”

        Stimmt. Und wenn der IV dann einfach mal schlecht spielt, sagen wir weil er noch Jet Lag hat von einem Dubai-Trip, oder mit den Gedanken bei einer Veranstaltung ist, die er organisiert, dann ist das nicht die Schuld des Trainers.

        –“Aber ich wehre mich einfach dagegen, dass die Spieler einfach alle zu blöde oder zu unwillig sind oder keine Einstellung haben und deswegen verschiedene Dinge nicht klappen. ”

        Sag ich ja. Für dich kann es nur an Kovač liegen.
        Voreingenommenheit.

      2. Du liest immer nur das was du willst!
        Was sagt dir denn die PK?

        Deutlicher kann man es doch nicht mehr sagen:
        Es liegt alleine am Unvermögen, der Einstellung und daran, dass man nicht will.
        Also alles ganz einfach!

        Und gegen Liverpool waren wir bis zur 70. auf Augehöhe?
        Da haben aber viele in der Arena etwas ganz anderes gesehen!

        Das ist genauso ein Schwachsinn, wie die Aussage eines Philipp Lahm nach der 5:2-Klatsche im Pokalendspiel: “Wir waren aber die bessere Mannschaft!”
        Aber was soll’s jeder hat seine Meinung.

        Und nur mal zwei Dinge zu Boateng. Was glaubst du eigentlich, was der ist? Der Familienvater, der seinen 50. plant? Der hat den Termin mit dem P1 ausgucken lassen und für den Rest hat der eine Eventagentur-Agentu beauftragtr. Der macht nicht, der läßt machen. Bei der Kohle doch wohl kein Problem.
        Die drei trainingsfreien Tage in der ersten Woche derLänderspielpause nutzte er für den Dubai-Trip.
        Also zwischen dem 17. und 24. März – und dann hat der 10 Tage später noch Jetlag?
        Und Boateng hat also die vier Gegentore verschuldet oder wie?

      3. @Anton:
        –“Was sagt dir denn die PK?”
        Ich hab schon bei Pep “Ich wünschte, ich hätte 1000 Dantes” Guardiola gelernt, dass man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte, was Trainer so erzählen. ;)
        Aber du kannst ja in noch ein paar Beiträgen auf der letzten PK rumreiten.

        –“Der hat den Termin mit dem P1 ausgucken lassen und für den Rest hat der eine Eventagentur-Agentu beauftragtr. Der macht nicht, der läßt machen. Bei der Kohle doch wohl kein Problem.”

        Vermutung oder hast du das irgendwo gelesen?
        Du hast offensichtlich nicht viel Erfahrung im Eventmanagment.

        –“Die drei trainingsfreien Tage in der ersten Woche derLänderspielpause nutzte er für den Dubai-Trip.
        Also zwischen dem 17. und 24. März – und dann hat der 10 Tage später noch Jetlag?”

        Ob er Jetlag hat, Reisestress in den Knochen, oder einfach Tage ,die er besser trainiert hätte, verschwendet hat, spielt doch keine Rolle.
        Es war einfach nicht sonderlich professionell und zeigt, dass er andere Sachen im Kopf hat.
        Alles vorm Viertelfinale im DFB-Pokal und vorm extrem wichtigen Heimspiel gegen den BVB.
        Würdest du es auch als unproblematisch sehen, wenn Kovač nach Dubai gereist wäre und eine Party im P1 veranstaltet?
        Denke wir wissen beide, wie du hier dann Gift und Galle spucken würdest.

        –“Und Boateng hat also die vier Gegentore verschuldet oder wie?”

        Natürlich nicht. Boateng war gewohnt Weltklasse. Hochkonzentriert und voll auf das Spiel fixiert. Wovon sollte der auch abgelenkt sein?
        Die 4 Gegentore hat natürlich Kovač ganz allein verschuldet.

      4. Klar kann Kovac nichts für inviduelle Aussetzer. Da kann kein Trainer was dafür, dass der Spieler den Elfer nicht macht, das leere Tor nicht trifft, ausrutscht, falsch steht, nicht in den Zweikampf kommt, als Torwart neben den Ball fasst.

        Aber bei Kovac habe ich nun gelernt (laut eigenen Aussagen und einiger Aussagen hier), dass er überhaupt für wenig etwas kann – vor allem nicht für negative Dinge, höchstens für ein paar positive Dinge ist er (vielleicht?) verantwortlich. Wofür dann überhaupt einen Trainer? Ich glaube, dass Konzept des Spielertrainers wird massiv unterschätzt – das reicht doch auch, wenn wir nur jemanden brauchen, der die Wechsel vornimmt; oder Uli winkt einfach von der Tribüne. Für das Training haben wir dann ein paar Spezialisten, that’s it.

        Dass man PKs nicht 100% ernst zu nehmen braucht, das ist ja klar. Dass die Aussagen dort keine Funktion und vor allem keine Wirkung hätten, ist aber doch ein Scherz, oder? Wieso macht Kovac das denn (übrigens schon in Frankfurt)? Selbst wenn es stimmt, dass die Spieler völlig allein Schuld an allem sind, kann es ja wohl nicht das Mittel der Wahl sein, die Spieler da regelmäßig hinzuhängen. Dass bspw. Boateng abgebaut hat und weiter abbaut ist offensichtlich – wenn es nun aber allein (!) die Verantwortung der Spieler ist, sich besser zu machen (was es bis zu einem gewissen Grad auch(!) ist) – dann sind wir wieder bei den Fragen oben: wofür dann noch einen Trainer?

      5. @Tobi13: Schön, wie Du wieder mit Polemik um Dich wirfst. Hat hier irgendwer behauptet, dass Koavc die 4 Gegentore verschuldet hat? Dass er als Trainer Verantwortung für die Leistung der Mannschaft trägt, sollte aber doch selbst Dir klar sein. Und die Leistung stimmte – aus diversen Gründen, und ein wesentlicher davon ist nun einmal der Trainer – zuletzt mal wieder in dieser Saison nicht.

        Wenn Boateng diese Auslandsreise macht, dann muss er sich so etwas normalweise genehmigen lassen. Und wenn ich als Verein so etwas mitbekomme, dann muss ich auch einmal dazwischen hauen und es verbieten. So wie mit der Party nach dem Spiel heute. Wenn Spieler (wiederholt) den Eindruck erwecken, dass sie sich nicht hinreichend auf den Fussball konzentrieren, dann ist doch der Arbeitgeber gefordert, da einzugreifen.

        Und noch etwas zu den Zitaten: Du nutzst sie selbst, wenn sie Dir in den Kram passen. Aber wenn andere dann Aussagen verwenden, um Ihre Ansichten zu stützen, dann sind die nicht so ganz ernst zu nehmen? Bitte entscheide Dich einmal für eine Position. Ansonsten können wir in Zukunft ja jedes Zitat, das Du anführst auch erst einmal relativieren, weil die Aussagen eben nur für die Medien gemacht werden.

      6. @Herrispezial:
        –“Schön, wie Du wieder mit Polemik um Dich wirfst. Hat hier irgendwer behauptet, dass Koavc die 4 Gegentore verschuldet hat? Dass er als Trainer Verantwortung für die Leistung der Mannschaft trägt, sollte aber doch selbst Dir klar sein. Und die Leistung stimmte – aus diversen Gründen, und ein wesentlicher davon ist nun einmal der Trainer – zuletzt mal wieder in dieser Saison nicht.”

        Realsatire pur. :D
        Mir Polemik vorwerfen, um dann zwei Sätze später was von “sollte aber doch selbst Dir klar sein ” zu faseln.

        –“Wenn Boateng diese Auslandsreise macht, dann muss er sich so etwas normalweise genehmigen lassen. Und wenn ich als Verein so etwas mitbekomme, dann muss ich auch einmal dazwischen hauen und es verbieten. So wie mit der Party nach dem Spiel heute. Wenn Spieler (wiederholt) den Eindruck erwecken, dass sie sich nicht hinreichend auf den Fussball konzentrieren, dann ist doch der Arbeitgeber gefordert, da einzugreifen.”

        Seh ich genauso.
        Das Boateng sich irgendwas genehmigen lassen hat, wäre mir allerdings neu.
        Wobei ich persönlich von einem gestanden Spieler auch Eigenverantwortung erwarte.
        Kovač wird doch schon kritisiert, weil er das Wort “Kinder” benutzt hat.
        Was wäre los, wenn er die Spieler wie Kinder behandelt?

        –“Und noch etwas zu den Zitaten: Du nutzst sie selbst, wenn sie Dir in den Kram passen. Aber wenn andere dann Aussagen verwenden, um Ihre Ansichten zu stützen, dann sind die nicht so ganz ernst zu nehmen? Bitte entscheide Dich einmal für eine Position. Ansonsten können wir in Zukunft ja jedes Zitat, das Du anführst auch erst einmal relativieren, weil die Aussagen eben nur für die Medien gemacht werden.”

        Autsch.
        Mal was Grundsätzliches. Wenn man nicht in einer simpel gestrickten Schwarz/Weiß-Wahrnehmung gefangen ist, sollte man jedes Zitat erstmal auf den Prüfstand stellen.
        In diesem konkreten Fall war es sogar recht nötig, weil der Gesamtkontext ein anderer war, als Anton uns hier glauben machen wollte.

      7. Wie man an Deiner Antwort sehr schön sehen kann, bist Du in Deiner eigenen Welt gefangen. Wenn man Dich auf Deine eigenen (Logik)Fehler hinweist, kommst du nicht mehr weiter…

        Nichts für ungut, aber wer den Unterschied zwischen Polemik und allgemeingültigen Aussagen nicht unterscheiden kann, der offenbart sich hier ja doch recht deutlich.

        Wünsche Dir dennoch ein schönes Spiel heute Abend.

      8. @Herrispezial:
        Logikfehler?
        Erklär mal bitte.

      9. Denk einfach nochmal über die Zitate-Sache nach.

      10. @Herrispezial:
        –“Denk einfach nochmal über die Zitate-Sache nach.”

        Habe ich.
        Keine Ahnung was du meinst.
        Deshalb wiederhole ich meine Bitte um Erklärung.

      11. Ehrlich gesagt habe ich dazu eigentlich keine Lust mehr, weil Du sowieso nicht erkennen wirst, wo Deine Fehler liegen, da Du inzwischen genauso verbissen darin bist, den Kovac-Gegner Gegenwind zu geben wie Du es den Kovac-Gegner vorwirfst, einfach blind gegen Kovac zu schießen.

        Aber in Kürze und nur ein einziges Mal (wenn Du es danach nicht verstehst, werde ich Dir nicht weiterhelfen): Du behauptest, dass man Zitate nicht so ganz ernst nehmen sollte. Aber dann verwendest Du selbst Aussagen, um Deine Position zu belegen.

      12. @Herrispezial:
        –“Du behauptest, dass man Zitate nicht so ganz ernst nehmen sollte. Aber dann verwendest Du selbst Aussagen, um Deine Position zu belegen.”

        Falsch.
        Ich habe gesagt, dass man nicht jede Aussage eines Trainers auf die Goldwaage legen sollte.
        Himmelweiter Unterschied.
        Oder glaubst du wirklich Guardiola wollte 1000 Dantes?
        Ich habe nie gesagt, dass man Zitate grundsätzlich nicht ernst nehmen sollte.
        Leg doch mal deine Scheuklappen ab, dann siehst du auch keine Logikfehler, wo keine sind.

      13. Schon sehr interessant, dass Du an der Stelle sehr viel Wert auf Nuancen legst, aber gleichzeitig die grobe Kelle rausholst und anderen unterstellt, dass sie behauptet hätten, dass Kovac die 4 Gegentore verschuldet habe. Du merkst die völlig Inkonsistenz in der Deiner Art und Weise überhaupt nicht. Bei Deinen Aussagen gibt es aus Deiner himmelweite Unterschiede zwischen dem, was Du gesagt hast und dem, was bei anderen ankommt. Aber für Dich nimmst Du in Anspruch, anderen Personen Dinge die nicht einmal im Ansatz so gesagt wurden, zu unterstellen.

        Nicht für ungut, aber damit machst Du genau das, was hier einige Kovac unterstellen: die anderen machen immer die Fehler – Du selbst natürlich nicht.

      14. @Herrispezial:
        –“Schon sehr interessant, dass Du an der Stelle sehr viel Wert auf Nuancen legst, aber gleichzeitig die grobe Kelle rausholst und anderen unterstellt, dass sie behauptet hätten, dass Kovac die 4 Gegentore verschuldet habe.”

        Das habe ich behauptet? Wohl eher die Vermutung in den Raum gestellt, dass Anton es genauso sieht.
        Warum auch nicht? Bei ihm ist doch immer Kovač schuld.

      15. Vielleicht sollten wir es einfach dabei belassen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Du hier grob wirst oder verallgemeinerst oder anderen Leuten etwas unterstellst – es aber selbst nicht magst, wenn es bei Dir geschieht.

      16. –“Vielleicht sollten wir es einfach dabei belassen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Du hier grob wirst oder verallgemeinerst oder anderen Leuten etwas unterstellst – es aber selbst nicht magst, wenn es bei Dir geschieht.”

        Eigentlich wollte ich auch nur wissen, wo der Fehler in meiner Logik lag.
        Als du die Behauptung nicht ansatzweise erklären konntest, hätten wir das Gespräch schon beenden können.
        Schönen Abend und viel Spaß beim Spiel.

      17. Wenn Du Dir nicht einmal die Mühe machst (sondern es nur vorgibst) die Dinge zu verstehen, dann ist es natürlich ein unsinniges Unterfangen.

        Aber ein schönes Spiel wünsche ich Dir auch. Wäre ja mal was, wenn wir uns nach dem Spiel gemeinsam freuen könnten.

      18. @Herrispezial:
        –“Wenn Du Dir nicht einmal die Mühe machst (sondern es nur vorgibst) die Dinge zu verstehen, dann ist es natürlich ein unsinniges Unterfangen.”

        Da gab es nichts zu verstehen.
        Du hast mir einen Logikfehler unterstellt, wo keiner war.
        Soll ich jetzt Verständnis heucheln, nur damit du dich besser fühlst?
        Damit wärst du doch immer noch auf dem Holzweg.
        Das ist dir keine Hilfe.

      19. Schon gut. Ich fühle mich auch so gut. Dafür brauche ich Dich nicht.

  7. […] Mannschaften, die dazu führen, dass es wieder viele Tore zu bestaunen gibt. Auf der einen Seite die zu Genüge von uns analysierten taktischen Schwachstellen der Münchner. Andererseits Favres Dortmund, das zuletzt in der Verteidigung Schwächen offenbarte, […]

  8. “Aggressivität, Laufbereitschaft, Gedankenschnelligkeit, Vertikalität, Kontrolle in beide Richtungen und Kompaktheit.”
    Das werden sicherlich Komponenten des Fussballs Kovac’er Prägung sein! Nur wäre es falsch, anzunehmen, das gelte nicht gleichzeitig auch für andere Spielideen!
    Auch ein Spielsystem, dass Ballbesitz will und über ein gutes Zonenspiel und Dominanz zum Erfolg zu kommen versucht, benötigt Aggressivität im Gegenpressing, Laufbereitschaft, Gedanken- und Handlungsschnelligkeit und Spielkontrolle! Vertikalität natürlich, um stupides Ballgeschiebe im neutralen Drittel zu vermeiden und sicherlich auch Kompaktheit. Nur eben im Rahmen einer hochgezogenen Aufstellung, nicht im eigenen Drittel!

    Was mir fehlt, ist eine Antwort auf die Frage, wie mit der Kovac’en Herangehensweise das Problem gelöst werden kann, keine Räume für die schnellen, vertikalen Bälle, die “Laser-Pässe” zu haben, weil der Gegner selbst am eigenen Strafraum verdichtet und konzentriert gegen den Ball arbeitet?
    Der “Laser-Pass” wird dann zum Hochrisiko-Pass, der leicht abgefangen werden kann, von einem in der Spieleröffnung starken Gegner dann sogar zum Ausgangspunkt eines Gegenangriffs werden könnte.
    Die Versuche, unsere sprintstarken Außenstürmer einzubinden, führen bei kompakt stehenden Gegnern zu Doppellungen an der AV-Positionen, oft genug sichert sogar noch ein dritter Abwehrspieler dahinter ab.
    Bleiben bisher nur die hohen Schläge und Flanken aus dem Halbfeld, sowie die Versuche, durch Überlaufen wenigstens bis zu Grundlinie vorstoßen zu können, um wenigsten einen Eckball zu erzwingen, wenn die Flanke nicht doch gelingt.

    Nach einem durchdachten und hinsichtlich Abläufen strukturiertem Angriffsspiel sieht das eben nicht aus, wird vieles dem Zufall oder der individuellen Klasse unserer Spieler überlassen.
    Und genau das ist ja die fortwährende Kritik an der Herangehensweise unseres Cheftrainers, der die nötige Balance zwischen Abwehr und Angriff nicht findet und mit seiner “Überrumpelungstaktik” international hochwertige und erfahrene Teams auch nicht wirklich beeindrucken und aus der Ordnung bringen kann.

    Zu hoffen, mit neuen Spielern würde das anders, würde das besser werden, halte ich für blauäugig, da es ein grundsätzlicher “Webfehler” in der Kovac’en Spielphilosophie ist! Bei dem es übrigens auch keine Rolle spielt, ob formationstaktisch auf ein 4-2-3-1, 4-1-4-1 oder eine andere Aufstellungsform gesetzt wird, da es ein Problem der grundsätzlichen Herangehensweise ist, wenn man schnelle vertikale Bälle in die Spitze spielen will, ohne die nötigen Räume zu haben!
    Auch eine Alternative ist nicht zu sehen, da Kovac es nicht schafft, ein über mehrere Stationen hinweg geführtes schnelles Pass-Spiel zu integrieren, bei dem sich unsere Spieler kontrolliert und mit mehreren Abspielmöglichkeiten nach vorn kombinieren können.

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    1. Ich empfehle dir die letzte PK – dann weißt du wo der Fehler liegt!
      Du liegst jedenfalls völlig daneben.

      1. Genau, das Problem ist nämlich nur, dass die Nationalspieler meinen, sie wären Künstler, und deshalb keine Lust auf Zweikämpfe haben, sonst passt alles. Und Verteidigen ist doch das Einfachste auf der Welt – wenn man will. Mit Balance oder fehlender Spielidee oder Variabilität hat das – natürlich – nichts zu tun. /Ironie

        Denke es wird demnächst eine kleine (erstmal stille, also beim Uli) Revolution einiger Spieler geben, wenn er weiter auf den PKs Teile der Mannschaft abwatscht und unter den Bus wirft (den er so gerne parken würde vor dem Tor, aber die verdammten Künstler schnallen es einfach nicht).

      2. Du hast recht, Anton! Wie konnte ich es übersehen? Natürlich sind die Spieler schuld, die sich weigern, die taktische Marschroute unseres Trainers anzunehmen, der rennen, kämpfen und grätschen fordert, auch von unseren Ballkünstlern, die selbstverständlich bereit sein müssen, 90 Minuten lang auch zu “fighten”, zur Not auch 2 cm unter der Grasnarbe! Der meint, er beherrsche 4, 5 verschiedene Systeme, aber soviele brauche er bei Bayern nicht, weil die Spieler doch ohnehin nur ein einziges System spielen wollen, andere hingegen nicht in ihre Köpfe kriegen. Was für eine dusselige Truppe! Also alle austauschen, die zu alt und zu doof für Kovac sind! Ich kann nur hoffen, dass Salihamidzic mit Pavard und Hernandez einen Intelligenztest gemacht hat!

    2. Gerade die Vertikalität ist eine Komponente, die sich in den letzten Jahren sehr verschärft hat. Und darauf will ich ja hinaus. Zur Frage: Auf jeden Fall nicht durch ein riesiges Loch im Zentrum. Haben wir jetzt oft genug gesehen. Einrückende AV, tiefere Achter mit mehr Läufen in die Tiefe, insgesamt kürzere Wege …

      1. Es ist sicherlich richtig, dass Vertikalität als Faktor einer guten Offensivstruktur in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung zu genommen hat! Es bleibt aber das Problem, dass ich diesen Faktor ja nur dann nutzen kann, wenn ich auch den Raum dafür habe!
        Einrückende Aussenverteidiger, am besten sogar in asymetrischer Linie zum ballnahen Gegenüber bzw. Achter wären eine Möglichkeit, zumindest die Lücke im Zentrum zu schließen und eine Anspielstation mehr zu haben! Habe ich dann aber bereits Vertikalität? Eigentlich nicht, oder?

        Eine Option sind sicherlich die Läufe in die Tiefe, die wir ja nach Ballgewinn von unseren Jungs schon öfter sehen. Die sich mit Ball am Fuss und hoher Laufgeschwindigkeit wie eine Lokomotive Richtung Gegnerstrafraum bewegen und versuchen, zum Abschluss zu kommen. Auch wenn manch einem Verteidiger das Herz in die Hose rutschen mag, wenn so eine “Lokomotive” in solch einer typischen Box-to-Box-Bewegung auf ihn zu läuft, ist es doch ein einfaches Stilmittel, welches im Grunde auch einfach zu verteidigen ist. Ein Stilmittel aus der Werkzeugkiste eines mittelmäßigen Ligavereins, der mehr nach unten schauen muss, als dass er Ambitionen nach ganz oben entwickeln kann. Ganz sicherlich aber nichts, was dem Selbstverständnis unseres FCB entsprechen sollte.

        Mit deiner Überlegung, das Spiel so aufzuziehen, dass die Wege insgesamt kürzer werden, kann ich mich auf jeden Fall anfreunden!
        Denn das hieße, dass die ganze Mannschaft weiter vorgezogen agieren müsste. Somit hätten wir mehr Optionen, das Spiel in die Breite zu ziehen, und durch schnelles Pass-Spiel die gegnerischen Abwehrreihen auseinander zu dividieren. Die entstehenden Lücken müssten dann durch den schnellen vertikalen Pass genutzt werden! Gerade dann macht Tempo und Vertikalität Sinn!
        Aber dafür brauchte es eine vernünftige Positionseinnahme und Bewegungen in der jeweiligen Zone. Das wiederum fehlt im Moment in unseren Offensivabläufen und wird scheinbar auch nicht von Kovac geschult.
        Also doch wieder weiter nach rückwärts aufstellen und den weiten Pass nach vorn?

      2. Du hast dann die Absicherung für die Vertikalität und ein Gegenpressing. Darum geht es doch. Bayern steht vorn mit 5 Mann, hinten mit 3 und der Rest klebt an der Linie. Das Zentrum ist dadurch zu offen. Verlieren sie auf dem Passweg nach vorn den Ball, greift kein Gegenpressing. Also brauchst du da Absicherung, damit es greift.

    3. Ich sehe bei Bayern überhaupt keine Taktik oder Strategie diese Saison.
      Typischerweise wird jetzt nach mehr Laufbereitschaft und Aggressivität gerufen. Es gibt so ein schönes Sprichwort: “Was man nicht im Kopf hat, das hat man in den Beinen.”

      Kovac gibt den Spielern keine Hilfsmittel an die Hand, er fordert einfach mehr Aggression und Laufen…das ist so gar nicht Bayern-like…mann mann mann was ist bloss aus dem FCB geworden…ein ganz normaler Bundesligaklub.

  9. Kovac hat sich in den letzten Wochen seit LFC um Kopf und Kragen geredet.

    Er ist einfach nicht mehr tragbar.
    Einzig der Sturkopf von Uli stehen dem im Weg.

    KHR sowie der AR und VR kommen aus dem Kopfschuetteln nicht mehr heraus.

    Man koennte ueberspitzt meinen jemand hat einen Trojaner bei uns installiert…..

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    1. Man könnte auch überspitzt meinen, jemand hat hier ein paar Trolle installiert …

      1. Wenn man Dich und Deine Kumpane so oberflaechlich und krampfhaft zugleich so reden hoert dann koennte man meinen das Euch der Nickles geschickt habt um hier rumzumachen.

        Euer Vorgehen gegen sachliche faktische differenzierte hervorragende Blogs ist einfach nur peinlich.

      2. Tja, tut mir leid. Was Aussagen wie “Kovac hat sich in den letzten Wochen seit LFC um Kopf und Kragen geredet.” angeht – da liegt meine Messlatte für sachlich differenzierte Kommentare dann doch um Einiges höher als Deine…

        Die “Kumpane”, als welche Du hier Fans bezeichnest, tragen im Gegensatz zu Deinen gebetsmühlenartigen und nicht sehr substanzierten Attacken mit fundierten und differenzierten Aussagen tatsächlich etwas dazu bei, dass dieses Blog von der Kommentarseite her nicht ins Bodenlose absinkt.

      3. “Die “Kumpane”, als welche Du hier Fans bezeichnest, tragen im Gegensatz zu Deinen gebetsmühlenartigen und nicht sehr substanzierten Attacken mit fundierten und differenzierten Aussagen tatsächlich etwas dazu bei, dass dieses Blog von der Kommentarseite her nicht ins Bodenlose absinkt.”

        “gebetsmühlenartigen und nicht sehr substanzierten Attacken und ” “fundierten und differenzierten Aussagen ” – vielleicht schaut man sich die Konversation in einem Jahr an und sieht dann klarer. Ich jedenfalls vermag vor allem letzteres derzeit nicht erkennen.

      4. Dann bist Du kein guter (oder zumindest voreingenommener ;-) “Beobachter”.

        Ich stimme Dir allerdings insofern zu, dass immer Hoffnung besteht, dass diejenigen die außer plumpen Kovac raus Wiederholungen (im Hintergrund einer glorifizierten Vor Kovac Zeit) mit etwas Abstand vielleicht tatsächlich erkennen, dass sie sich hier aktuell sehr emotionsgesteuert und weniger sachorientiert geäußert haben.

      5. Eigentlich will ich darauf hinaus, dass sich beide Seiten nicht viel nehmen. Es kommen viele Behauptungen, Unterstellungen, rhetorische Stilmittel zum Einsatz und wenig Argumente. Letzteres – aber da bin ich vielleicht wirklich nicht objektiv – am ehesten (aber nicht ausschließlich) von den (moderaten) Kovac-Gegnern.

        Aber gut. Macht mal ;)

      6. 918, Anton und Sendlinger würde ich jetzt nicht den zu moderaten Kovac Gegnern zählen ;-)

      7. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass jeder Kovac-Gegner mit Argumenten operiert. :-)

      8. Noch eines: ich verwende ja auch nicht nur objektive Argumente und. m.E. muss man das ja nicht. Aber man kann dem Gegenüber schlecht Sachen vorwerfen, die man selbst nicht macht. “Ihr seid Erfolgsfans” und “in den 1980er war es so oder so”, “was kann der Trainer für die Fehler der Spieler” sind eben auch nur bedingt Argumente.

  10. Und wieder zeigt Kovac seine Naivitaet bzw Unsouveraenitaet.
    Anstatt die Kritiker wegzulaecheln und den Triumph zu genießen macht er das Fass wieder auf das er mangels Masse nicht gewinnen kann.

    Kovac auf der PK
    “Wenn du gewinnst, hast du nichts richtig gemacht. Wenn du verlierst, hast du alles falsch gemacht. Das ist bei Trainern so. Wir sind die, die immer alles abbekommen”, sagte der Coach der Münchner auf der Pressekonferenz nach dem 5:0 gegen den BVB.
    “Dem stellen wir uns. Ob das so sein muss, nicht nur bei mir, stelle ich mal infrage. Anscheinend ist das in der heutigen Zeit so. Viele geben sich damit zufrieden. Ich nicht! Weil ich glaube, dass wir alle Menschen sind. Jeder muss an sich den Anspruch haben: ‘Was ich nicht möchte, was mir einer antut, das tue ich auch keinem anderen an.'”
    “Es geht nur noch um Nebensächlichkeiten. Nur noch um Sensation. Nur noch darum: ‘Hast du gewonnen oder verloren.’ Das ärgert mich, aber nicht nur mich, sondern auch andere Kollegen.”

    Wie wohltuend der Olli Kahn im ZDF

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Lass doch endlich mal gut sein … Letzten Endes bestätigst Du ihn mit Deinem Kommentar.

    2. kovač hat mit seinem kommentar absolut ins schwarze getroffen: klar, sachlich und souverän. er hat schmierigen medienvertretern und selbsternannten fachleuten eindeutig deren defizite und mängel aufgezeigt, woraufhin die getroffenen hunde natürlich jaulen.
      viele münchenfans können den taktischen gedankengängen nicht folgen und regen sich auf, dass es mit dem aktuell vorhandenen spielerkader nicht von alleine läuft.

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