Vorschau: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Justin Trenner 05.04.2019

Es sei ja nicht schlimm, wenn man mal nicht Meister würde. Kovač paraphrasierte seinen Präsidenten, der ähnliche Worte vor dem Hinspiel gegen Borussia Dortmund verwendete, mit einer beängstigenden Selbstverständlichkeit, bei der viele Bayern-Fans vermutlich kurz zusammenzuckten. Nun ist es aber ausgerechnet Hoeneß, der den Druck auf Trainer und Spieler erstmals in der laufenden Saison extrem erhöht. Man möchte fast schon ein “glücklicherweise” anfügen.

Es dürfe keine Ausreden mehr geben. Spätestens gegen Dortmund erwartet der Präsident, dass die Mannschaft liefert: “Wir müssen gewinnen. Dazu gibt es für mich keine Alternative.” Es ist ein leicht verschärfter Ton, den Hoeneß an den Tag legt. Man konnte raushören, dass er im Falle eines Scheiterns noch stärker hinterfragen würde, wo die Fehlerquellen liegen – und da ist sicher nicht nur die Mannschaft gemeint.

Doch am Ende des Tages ist es eben nur Spekulation. Kovač hat oft genug Rückendeckung erhalten. Er wird sie vermutlich auch nach einer Niederlage erhalten. Die Bayern haben sich in den letzten Monaten bereits für jedes erdenkliche Szenario viele Argumente zurechtgelegt – vielleicht ist das sogar Teil des Problems.

Neue Spieler werden es schon richten

Eine schwache Schiedsrichter-Leistung hier, viel Pech im Abschluss dort, individuelle Fehler, für die der Trainer ja nichts könne, an einer anderen Stelle – Bayern ist bereits Deutscher Meister. Und zwar darin, die Schuld von sich zu schieben und dabei fast schon resignierend darauf aufmerksam zu machen, dass es halt nicht anders gehe.

Es fehlt das Gefühl, dass der Klub weiß, wo die Probleme liegen. Klar, im Sommer kommen neue Spieler für drölf Millionen Euro, zehn katarische Warane und zwei Kästen Augus … Paulaner, aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass das allein tatsächlich ausreichen würde. Zu überlegen sind im europäischen Vergleich die Konkurrenten auf dem Transfermarkt.

Und auch neue Spieler werden die Lücken im Mittelfeld nicht von alleine stopfen, wenn es ihnen niemand beibringt oder sagt. Sie werden die aktuelle Spielweise vielleicht etwas temporeicher und somit auch besser umsetzen können als einige Akteure des aktuellen Kaders. Letztendlich werden die taktischen Probleme aber dafür sorgen, dass auf hohem Niveau erneut kein Blumentopf gewonnen wird. Genau da braucht es eben einen Vorsprung, um tatsächlich mithalten zu können. Und schaut man sich die Ausgaben der Top-Klubs an, ist das sicher nicht das dicke Portemonnaie auf dem Transfermarkt. Es braucht also Alternativen.

Elefantenrennen mit überraschend vielen Punkten

Aber gut, das ist Zukunftsmusik und was interessiert uns schon der Dreck von morgen? In mittlerweile fast schon zur Klub-DNA werdenden Underdogsprache muss man erstmal von Spiel zu Spiel schauen. Und erstmal wird eben Borussia Dortmund in der Allianz Arena zu Gast sein. Eine Paarung, die in der jüngeren Vergangenheit für Spektakel sorgte. Klopp gegen Heynckes. Klopp gegen Guardiola. Tuchel gegen Guardiola. Diese Duelle fanden häufig auf taktisch sehr hohem Niveau statt.

Man stellte sich damals die Frage, ob überhaupt eine der beiden Mannschaften unter dem enormen Druck zusammenbrechen würde und wer den ersten Fehler machen würde. Diesmal ist die Frage vorher eigentlich nur, wie schnell der erste Fehler passiert und welche der beiden Mannschaften mehr von ihnen nutzt.

Zugegebenermaßen ist es angesichts der bisherigen Leistungen beider Mannschaften sogar etwas überraschend, dass der BVB und die Bayern bereits bei 63 beziehungsweise 61 Punkten stehen. Während Dortmund von einer wirklich guten (bisweilen aber auch glücklichen) Hinrunde profitiert, profitieren die Bayern von einer bisher guten (bisweilen aber auch glücklichen) Rückrunde – was die Ergebnisse betrifft. Denn beide spielen aktuell nicht wirklich herausragenden Fußball. Es ist gewissermaßen ein Elefantenrennen an der Spitze.

ÜVB Dortmund

Das ist natürlich kein großer Vorwurf an Dortmund. Wie so oft in den letzten Jahren haben sie in dieser Saison wieder von vorne begonnen. Neuer Trainer, neue Spieler, neue Spielweise – der BVB muss fast jedes Jahr einen Übergang gestalten. Quasi der Übergangsverein Borussia (auch wenn ÜVB eher wie eine unangenehm falsche Abkürzung für ein Verkehrsunternehmen in Uerdingen klingt …).

Während Dortmund also das Maximum aus dieser Saison holt und teilweise sogar etwas überperformt (Überperformverein Borussia?), sind die Bayern trotz vieler Punkte unter ihren Möglichkeiten geblieben. Im Prinzip sagt dieser Satz schon alles über die Verhältnisse in der Bundesliga aus.

Doch bisher holt der BVB eben trotzdem die Punkte und das verdient Respekt. Sie gewinnen mehrfach Spiele, die die Münchner mindestens einmal zu oft nicht gewonnen haben. Auch wenn in der Rückrunde der Eindruck entstand, dass sich das nun drehen würde.

Die Details machen den Unterschied

Wie so oft sind es also Kleinigkeiten, die letztendlich darüber entscheiden, ob Erfolg da ist oder nicht. Doch auch wenn beide Vereine sportlich und fußballerisch schon bessere Zeiten gesehen haben, dürfen sich Zuschauer*innen am Samstag auf einen tollen Fußballabend freuen.

Vielleicht sind es gerade die Defensivschwächen beider Mannschaften, die dazu führen, dass es wieder viele Tore zu bestaunen gibt. Auf der einen Seite die zu Genüge von uns analysierten taktischen Schwachstellen der Münchner. Andererseits Favres Dortmund, das zuletzt in der Verteidigung Schwächen offenbarte, die teils auf die individuelle Klasse, teils aber auch auf taktische Probleme und teils auf Verletzungen zurückzuführen sind.

Gegen die Bayern werden dem BVB wohl erneut die Außenverteidiger ausgehen. Hier gibt es für den noch amtierenden Meister also die Möglichkeit, eigene Stärken auszuspielen: Gnabry war zuletzt in herausragender Form und Coman hat zumindest das Potenzial, Dortmund massive Probleme zu bereiten. Auf der anderen Seite wird es für die Bayern wichtig sein, Reus und Sancho zu stoppen, die ebenfalls mit viel Tempo, technischer Qualität und Dynamik auf die bayerische Defensive zulaufen werden. Die Frage wird dann sein: Wer macht einen Fehler zu viel? Aber auch: Wer kann den eigenen Stürmer besser ins Spiel bringen? Denn natürlich wird auch Robert Lewandowski (46 Torbeteiligungen in 38 Pflichtspielen – was für eine Scheißsaison!) für die Bayern wieder eine große Rolle spielen.

Stats zum Spiel

Tempo, Druck, Cleverness

Dortmund bekommt vor allem im Aufbauspiel Probleme, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Das zeigte unter anderem Leverkusen sehr wirkungsvoll. Die Bayern täten dementsprechend gut daran, einige Phasen im Angriffspressing einzustreuen. Dann braucht es aber auch die nötige Cleverness, um in den Zwischenlinienräumen nicht zu viel Platz zu erlauben. Die Kombination aus Lewandowski und Müller erwies sich zuletzt aber als zielführend, um Druck nach vorne auszuüben.

Von hinten muss dann aggressiv nachgeschoben werden und gerade Reus und Götze dürfen keine Räume bekommen. Sie sind die Schlüsselspieler im zweiten und letzten Drittel für den BVB. Gerade Götze zeigt aktuell, dass er als Achter immer noch extrem hohes Niveau hat. Vor allem dann, wenn er sich aus Drucksituationen befreien muss.

Im Hinspiel brachte Favre in der zweiten Halbzeit Dahoud, der sich clever zwischen die Ketten der Bayern schob. Haben die Münchner wieder keine Lösung, um den Raum zwischen Abwehr und Mittelfeld zu verteidigen, wird Dortmund die Oberhand haben. Für den FC Bayern wäre es dementsprechend wichtig, früh die Kontrolle zu gewinnen. Das kann Kovač erreichen, indem er auf sein direktes Spiel ins Angriffsdrittel verzichtet und die Passwege verkürzt. Einerseits führt das zu weniger Risiko, andererseits droht wiederum eine zu langsame Ballzirkulation. Es liegt an den Spielern und ihrem Trainer, die richtige Mischung aus Tempo und Geduld zu finden.

Wie wird Dortmund auftreten?

Bayern bekommt vor allem im Aufbauspiel Probleme, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Das zeigte unter anderem Leverkusen sehr wirkungsvoll. Die Dortmunder täten dementsprechend gut daran, einige Phasen im Angriffspressing einzustreuen. Moment. Die Sätze kennen wir doch? Eben. Und das macht es so spannend.

Wer balanciert Mut und Defensive am besten? Wer bringt seine eigenen Stärken ein und schafft es gleichzeitig, die des Gegners einzugrenzen? Kovač scheiterte gegen Liverpool auch deshalb, weil er sich zu sehr auf die Stärken des Gegners einließ. Gegen Dortmund hat er erneut die Chance, zu beweisen, dass er auch anders kann.

Von Dortmund kann hingegen erwartet werden, dass sie sicherlich auch mal höher anlaufen werden, um zu testen, wie sattelfest die Bayern tatsächlich sind. In vielen Phasen wird das Spiel aber laufen wie vor einigen Monaten. Der BVB mit einer lauernden, aggressiven und kompakten Formation in der eigenen Hälfte, die Bayern mit dem Ball auf der Suche nach Lücken. Warum sollte Dortmund als Tabellenführer auch ins offene Messer laufen?

Überfliegerverein Borussia?

Die Sorge beim FC Bayern sollte nicht sein, dass die Spieler nicht an ihr Limit gehen. Tatsächlich ist es den Münchnern in den letzten Jahren überraschend häufig gelungen, trotz großer Probleme im Saisonverlauf rechtzeitig in einen Modus zu kommen, der zumindest ordentliche bis gute Leistungen auf hohem Niveau garantierte. Es ist die individuelle Qualität, die den Rekordmeister regelmäßig rettet. Der BVB hingegen funktioniert als Mannschaft besser. Und sie haben mit Favre einen Trainer, der in großen Spielen die Qualität hat, Details anzupassen und so den Spielverlauf entscheidend zu drehen. Kovač konnte das bis jetzt nicht nachweisen.

Auch im Hinspiel gegen Borussia Dortmund war das zu sehen. Die Bayern kamen immerhin über ihre Mentalität gut in die Partie, die Niederlage war letztendlich jedoch verdient, weil Dortmund sich im Laufe der Partie gut anpasste. Diesmal sind wenigstens die Vorzeichen etwas anders: Dortmund ist Tabellenführer und wird mit allem zufrieden sein, was keine Niederlage ist. Gewinnen die Schwarz-Gelben sogar, ist die Meisterschaft fast vorentschieden. Fünf Punkte Vorsprung wären für den BVB ein mentaler Push, der sie durch die Restsaison tragen dürfte. Und für die Bayern wäre es ein mentaler Rückschlag, der einen Bruch bedeuten könnte.

Es ist erneut das Duell einer Mannschaft, die am Ende ihrer Ära strauchelt und einem Rivalen, der mal wieder in den Startlöchern steckt. Das garantiert Fehler und Unsicherheiten. Es garantiert damit aber auch einen großen Unterhaltungsfaktor, den die meisten Anhänger*innen der Bundesliga in den letzten Jahren vermisst haben. Um den aufrecht zu erhalten, steht ausnahmsweise der FC Bayern unter Zugzwang. Dem BVB ist das recht. Denn faktisch hat Dortmund trotz der vielleicht einmaligen Chance auf den Titel in dieser einen Partie weniger zu verlieren als die Bayern. Sie sind für ein breites Publikum weiterhin der ÜVB – der Überfliegerverein Borussia. Und die Bayern? Die kämpfen im Moment darum, nicht abzustürzen. Ein Sieg gegen Dortmund würde dabei schon sehr helfen.

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Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Justin gewählt.

Ergebnisse der letzten beiden Vorschauen: Justin 6,8 – 5 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 101,6 – 89,4 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Marco Reus
  2. Freie These: Dortmund trifft mindestens doppelt.
  3. Über/Unter 3,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Goretzka – Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Bayern trifft mindestens dreimal.
  3. Über/Unter 3,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Goretzka – James – Gnabry, Lewandowski, Coman

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Hab noch mal nachgesehen, ich bin doch noch auf miasanrot.de. Während des Lesens dachte ich doch glatt, ich wäre versehentlich bei miasanschwarzgelb.de gelandet.
    Werde mir morgen ein Dortmund-Trikot kaufen und gleich im Stadion anziehen. Wer beim Lesen dieses Beitrags nicht bvb-Fan wird, hat den Fussball nie geliebt.

    Antwortsymbol19 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Aha. Dann hast du also nur 3 Zeilen gelesen. Stark!

    2. Ich empfehle die letzte Pressekonferenz, dann weißt du wo einzig und alleine das Problem liegt.
      Deutlicher kann man es nicht mehr sagen.
      Es hat mit Taktik überhaupt nichts zu tun. Aber das muss einem erstmal einer so sagen.
      Das habe ich auch völlig falsch gesehen bisher.

      “Wenn sie Kinder haben, dann reicht es nicht mit einmal. Man muss immer wieder aufs Neue sagen: man muss es so oder so machen. Man darf nichts verbieten, sondern muss mit Argumenten kommen. Ich werde bis Samstag immer wieder das selbe erzählen. Man muss es aber auch umsetzen. Nur weil etwas nicht umgesetzt wird, heißt das nicht, dass es nicht mehr meine Kinder – oder in dem Fall meine Spieler – sind. Man muss immer weiter machen. Es geht immer weiter. Wenn ich bei jedem Fehler einen austauschen würde, muss ich scharf nachdenken, ob wir noch elf Spieler zusammenbekommen. Es geht um die Frage: bin ich mir zu schade, um zu verteidigen?”

      “Nach einer Schlacht kann jeder General sein. Man braucht in der heutigen Zeit, um erfolgreich zu sein, Abräumer. Das hatte der FC Bayern München früher, aber jetzt gerade vielleicht nicht. Dann müssen das andere übernehmen. Es ist Einstellungssache: bin ich bereit, einen Zweikampf zu führen und zu gewinnen? Das müssen wir wieder in die Ausbildung aufnehmen. Es wird zu viel darüber gesprochen, wer wie gut aufbauen kann.”

      “Wenn wir nur ein Tor schießen, heißt es, wir haben keine Lösungen nach vorne. Wenn wir mal fünf schießen, heißt es, wir haben hinten keine Lösungen. Das Angreifen ist das schwierigere. Das ist Kunst. Verteidigen ist Handwerk. Man muss es aber unbedingt wollen, einen Zweikampf zu führen und zu gewinnen. Man muss als Mannschaft verteidigen. Das ist etwas, was in dieser Saison manchmal nicht gut gelungen ist. Auch wenn man Künstler ist, muss man verteidigen wollen.”

      Die wollen nicht! Da muss man erst mal drauf kommen!

      1. @Anton:
        Das ist jetzt der dritte Beitrag wo du mit “die letzte Pressekonferenz” kommst.

        Wunderst du dich, wenn Leute von deinen mantraartigen Wiederholungen genervt sind?
        1x reicht doch.

      2. Es ist unfassbar was er Woche für Woche für einen Unsinn plappert. Hoffentlich hat der Albtraum bald ein Ende.

      3. Diese PK kann man gar nicht oft genug zitieren

      4. Die Triple-Spieler sind plötzlich nur noch Kinder, in den Augen des tollen Trainers.

        Typisch ist ja auch, dass die ex-Aggressions- und Laufbereitschaftsspieler Kovac und Brazzo das jetzt als das entscheidende Defizit ausgemacht haben.

      5. Tobi, du willst es einfach nicht sehen!
        Man stelle sich vor ein Trainer wie Zidane stellt sich in der offiziellen PK vor dem Classico gegen Barca hin und sagt mehr oder weniger deutlich, dass seine Spieler sich zu fein sind zu verteidigen. Was glaubst du, was da bei Real los wäre.
        Aber wenn ein Kovac das beim FCB sagt, ist das in Ordnung?

      6. @Anton:

        –“Tobi, du willst es einfach nicht sehen!
        Man stelle sich vor ein Trainer wie Zidane stellt sich in der offiziellen PK vor dem Classico gegen Barca hin und sagt mehr oder weniger deutlich, dass seine Spieler sich zu fein sind zu verteidigen. Was glaubst du, was da bei Real los wäre.
        Aber wenn ein Kovac das beim FCB sagt, ist das in Ordnung?”

        Sammer würdest du feiern für seine klaren Worte und das er die Mannschaft rechtzeitig wachrüttelt und in die Pflicht nimmt. ;)
        Kovač kann doch machen und sagen was er will, du legst es ihm negativ aus.

      7. Das ist doch Unsinn und du weißt es!
        Ein Sammer hat auf Fehler hingewiesen; hat vor Leichtsinn und Unterschätzung gewarnt; hat vor Überheblichkeit vor dem nächsten Gegner gewarnt; hat gemahnt, nicht nachzulassen – und hat auch jetzt beim BVB gesagt, dass die derzeitige Mannschaft in einigen Situationen zu unerfahren ist.
        Aber eines hat er nie gesagt – dass die Spieler seines Vereins sich zu fein sind oder nicht wollen!!
        Und zwar in keiner seiner Funktionen.
        Das habe ich in den letzten 50 Jahren noch nie von einem Trainer so gehört!

        Das ist die Steigerung von “sie können nicht”!
        SIE WOLLEN NICHT! Ist dir eigentlich klar, was das heißt.
        Die Mannschaft, die Spieler sind nicht unfähig – nein, sie wollen nicht!
        Dann kann es eigentlich nur eine Konsequenz geben – die Spieler rausschmeißen.
        Welche? Alle? Wer sind denn die, die nicht wollen.
        Süle? Hummels? oder die Künstler Thiago, James, Müller, Goretzka? Boateng sowieso? Gnabry, Coman, Martinez? Alaba? Die anderen drei gehen ja sowieso!
        Wer von denen will nicht?

        Wenn Kovac recht hat, gibt es eigentlich nur eins – die Mannschaft auflösen und bei Null mit neuen Spielern wieder anfangen.

      8. @Anton:
        “Aber eines hat er nie gesagt – dass die Spieler seines Vereins sich zu fein sind oder nicht wollen!!”

        Hat Kovač auch nicht gesagt.

        Kovač:”Es geht um die Frage: bin ich mir zu schade, um zu verteidigen?”

        Er hat lediglich die Frage in den Raum gestellt.
        Kann sich jeder Spieler bei der Ehre gepackt fühlen und morgen zeigen, dass er sich nicht zu schade zum verteidigen ist.
        Wär ne geile Sache.

        Aber auch hier zeigt sich einfach wieder, dass es völlig egal ist was Kovač sagt.
        Du (über)interpretierst völlig missgünstig.
        Wenn Kovač sich morgen für den Weltfrieden ausspricht, würdest du ihm das auch noch negativ auslegen.

      9. Wie gesagt, du liest nur, was du willst. Er hat eben nicht nur die Frage in den Raum gestellt. Sonst würde ich dir recht geben.
        ” Man muss es aber unbedingt wollen! Man muss als Mannschaft verteidigen. Das ist etwas, was in dieser Saison manchmal nicht gut gelungen ist. Auch wenn man Künstler ist, muss man verteidigen wollen.

        Was heißt das denn? Es ist manchmal nicht gelungen und dann der Zusatz muss man wollen
        Also wenn es nicht gelungen ist, hat man nicht gewollt?
        Oder wie ist das zu verstehen?

        Oder warum gewinnen so viele Mannschaften ihre Spiele? Weil der Gegner nicht gewollt hat?
        Oder weil es kein Spiel gibt, in dem keine Fehler passieren.
        Da leisten sich Spieler ihre Fehler!
        Da wird ein Guardiola von einem Ancelotti ausgecoacht, ein Ancelotti vom nächsten, ein Klopp von Guardiola und ein Guardiola von Klopp. danach ein Tuchel von Klopp und dann wieder ein Klopp von Tuchel.
        Nur einer macht keine Fehler – und das nervt.
        Und jetzt ist Ende der Diskussion. Jetzt kannst du mich weiter beschimpfen – wenn es dir Spass macht.

      10. @Anton:
        Ich versteh dein Problem mit der Aussage nicht.
        Darf der Trainer keine Kritik üben?

        Oder bist du etwa der Überzeugung, dass die kollektive Defensivarbeit hervorragend funktioniert hat in dieser Saison?

        Setzt Kovač sich hin und ist selbstkritisch, würdest du hier triumphal behaupten, du hättest ja schon immer gesagt, dass er nicht das Zeug zum Bayerntrainer hat.
        Ich sehe keine Möglichkeit für den Mann, es dir recht zu machen.

      11. SPOX:
        “Im Fußball gibt es zwei Elemente: Du verteidigst oder du greifst an. Das Angreifen ist das schwierigere, da brauchst du Esprit, Qualität, das ist Kunst. Verteidigen ist Handwerk, das ist einfach. Du musst es unbedingt wollen. Den Zweikampf führen, den Zweikampf gewinnen”, sagte Kovac und bezog sich damit nicht nur auf seine Bayern.

        Vielmehr weitete er seine Kritik auf den gesamten Fußball aus: “Ich finde allgemein, dass das Zweikampfverhalten, so wie es damals im Lehrbuch stand, heutzutage gar nicht mehr existiert. Heute geht es nur noch darum, wer den schönsten Pass spielen kann, wer am besten aufbauen kann. Nein. Wir müssen mal dahin kommen, dass man gut verteidigt.”

        So liest sich eine Wertung, wenn man etwas weniger hasserfüllt an das Thema ran geht.

    3. Danke. Wenigstens noch einer, der den FCB nicht abstürzen sieht, wenn er mal nur Zweiter werden sollte.
      Freie These: 50 Prozent der Schreiber und Kommentatoren helfen zum BvB damit sie Kovac loswerden :-)

      1. Hier ist noch einer :-)

        Bei “In mittlerweile fast schon zur Klub-DNA werdenden Underdogsprache ” kann ich nur noch den Kopf schütteln …

      2. Es kommt überhaupt nicht darauf an ob der FCB erster oder zweiter wird. Es kommt darauf an dass sie jederzeit gegen die europäischen Top 5 gewinnen können.

        Aktuell reichts nicht mal gegen Ajax. Oder Heidenheim.

      3. Hm. Gegen Heidenheim konnten wir ja gewinnen. Wieder mal der falsche Text ;-)

      4. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 05.04.2019 - 22:15

        @Stiftl: Pyhrrhussiege gegen Zweitligisten sollten bei diesem Bayern-Kader scho drin sein.

      5. Das sind mittlerweile wohl eher 50 % der Bayernfans und zwar weil sie sich ernsthafte Sorgen machen, dass der Club sich mit Kovac sportlich immer weiter zurückentwickelt. International hat man sich schon aus dem Kreis der Topclubs verabschiedet. Kovacs nicht vorhandener taktischer Plan und seine miserable Mannschaftsführung sind offensichtlich und wenn Bayern weiter untätig dabei zusieht, wie er rumwurschtelt, wird es schwer werden, den Verein wieder dahinzuführen wo er einmal war. Unter den besten 3 bis 4 Clubs in Europa.

  2. Das letzte Mal, dass ich mich so sehr gefreut habe gegen Dortmund zu spielen war mit Pep im Pokal als Lahm und Xabi wortwörtlich ausrutschten. Die Bayern sind zwar spieltaktisch nicht mehr an der Weltspitze, aber immerhin ist man in Sachen Mentalität Kampfgeist weiterhin ganz vorne mit dabei. Langfristig eine traurige Entwicklung, aber zumindest temporär muss man daraus Profit schlagen. Alcacer und Hakimi fehlen wohl verletzt. Schmelzer gegen einen formstarken Gnabry könnte amüsant werden. ;-)

  3. 1. Torschütze: Mario Götze
    2. Freie These(n): Es fällt eine Vorentscheidung in der Meisterschaft zu Gunsten des BVB, in der Folge gibt es einen Rekord von 400 + x Kommentaren auf MSR
    3. Über/unter 3,5: Über!
    4. Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Martinez – Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der Humor in deiner freien These gefällt mir :-)

      1. Leider, mein lieber Osrig, ist es schwarzer Humor. Hast Du als alter Hanseate eine Erinnerung an das HSV-Spiel 1982?

      2. 1982? Öhm, da war ich gerade dabei, dem Knabenalter zu entwachsen und litt in fussballerischer Hinsicht an einer Sinnesverwirrung, über die ich heute gern den Mantel des Schweigens ausbreiten würde!
        Meinst du das Spiel gegen den HSV, in dem “Schädelhorst” kurz vor Schluss noch das 4:3 erzielte und die Stellinger schließlich *hust* Meister wurden? Oder ein anderes, an das ich mich jetzt auch nur noch ungern zurück erinnern würde?^^

        Doch so oder so: Dein süffisanter Einschub mit dem Rekord von 400+ x Kommentaren hier nach einem DO-Sieg hat mir ein breites Schmunzeln ins Gesicht gezaubert! War gut! Wo wir hier doch immer bierernster werden!

    2. Ausblick in die Zukunft zu den 400 Kommentaren (bei einem Sieg des BVB):

      – etwa 100 Kommentare werden auf Anton entfallen, der mit Schaum vor dem Mund auf die (nach dem Spiel stattfindende) Pressekonferenz verweisen wird, und dabei ( lol mantraartig) nicht müde wird, das gleiche zu schreiben.
      – weitere 100 Kommentare werden von 918 gepostet. Der beschlossen hat, bei der vielen Zeit die ihm seine Schreibarbeit abverlangt, jeweils jedes Wort nur noch mit dem Anfangsbuchstaben zu schreiben, damit es schneller geht. Und, weil wie er denkt, es einfach cool ist.
      – weitere 100 Kommentare entfallen auf Sonstige Schreiberlinge, die ob der desaströsen Leistung des FCB, anmerken das dies nicht mehr ihr FCB ist.
      – weitere 50 Kommentare wünschen sich für den Rest der Saison nur noch Niederlagen, damit endlich der Trainer fliegt.
      – weitere Kommentare kommen von fr7, der wie immer die ersten Kommentare abwartet, um dann das genaue Gegenteil zu behaupten.
      – etwa 5 Kommentare werden inhaltlich lesenswert sein.
      – der Rest der Kommentare wird einfach nur empöhrt sein, ob der Niederlage, und den BVB oder sonst jemand beschimpfen.

      Also nicht Neues, einfach nur mehr vom immer Gleichen ……..

      1. So wird es kommen, ich schwör

      2. Gefällt mir :-)

      3. Gefällt mir leider gar nicht.
        Verstehe nicht, warum man hier einzelne Personen angreifen muss, deren Meinung oder Art einem einfach nicht passt. Vor allem mit Unterstellungen wie “hasserfüllt”, “Schaum vor dem Mund” und Ähnlichem. Dass hier leidenschaftlich diskutiert wird, finde ich gehört dazu. Dass man auch aneinandergeraten kann, kein Problem. Dass man auch Scherze übereinander machen kann, gar kein Ding. Und dass man manchmal auch über das Ziel hinausschießt ist auch ok. Aber persönliche Anfeindungen und Beleidigungen finde ich einfach blöd und ohne Zweifel unsachlicher als alles, was die z.T. selben Personen anderen vorwerfen.
        Ich finde es einfach nur schwach, regelmäßig anderen Unsachlichkeit vorzuwerfen, und dabei selbst häufig aggressiv zu kommunizieren und dann auch noch andere als haßerfüllt o.Ä. zu bezeichnen.
        Du sprichst hier beinahe allen Autoren (außer denen von 5/400 Beiträgen) ab, dass sie inhaltlich lesenswerte Kommentare beitragen. Bin gespannt ob bzw. wieviele der 400 Kommentare Du selbst schreiben wirst.

      4. @ Frank
        Ich antworte dir mit einem Zitat von Albert Camus:

        “Alles, was ich über Moral und Pflicht weiß, verdanke ich dem Fußball. ”

        :)

  4. Freie These: Gewinnt Bayern, dann ist dafür nicht Kovac verantwortlich ;-)

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Meine These: Kovac ab morgen abend nicht mehr Trainer.

      1. Das passiert – wenn überhaupt – nur dann, wenn uns DO mit 4 oder 5:1 aus unserem Stadion schießt! Und das glaube ich – bei all meiner Kritik an Kovac – nun allerdings überhaupt nicht! Wir werden ihn also weiterhin an der Seitenlinie stehen haben!

        Sollte andersherum der ÜVB aus dem Stadion geschossen werden, dann würde das sicherlich daran gelegen haben, dass – endlich – Kovac die nötigen Offensivabläufe in seinen Spielansatz integrieren konnte! Dann verdient das entsprechende Anerkennung!
        Wird aber auch nicht passieren, weil Kovac das bisher nicht hat schulen können, und unsere Mannschaft daher nicht plötzlich diese Offensivstrukturen entwickeln wird!
        Somit geht es Unentschieden aus, und alles bleibt beim Alten!

      2. Osrig, das Spiel endet 3:4 (also Sieg für Dortmund). Wie 1982. Damals übrigens 3:1 Bayern-Führung zur HZ und 3:4 für den HSV durch Hrubesch in der 90ten.

        Ich war damals im Stadion. Morgen bin ich zu Hause.

      3. Das wäre das beste Ergebnis was das Spiel haben kann.

    2. sehr gut, Stiftl .. wäre ja schön wenn Du recht hättest und nicht ich.

      Ich denke aber dauernd an das HSV-Spiel 1982 .. ganz ähnliche Situation (national, nicht international). .. könnte morgen wieder ein 3:4 geben ..

      1. Inzwischen kann ich “Fans” wie Anton & Sendlinger nicht mehr ernst nehmen. Denen kommt ja bei jedem Kommentar der Geifer aus dem Mund. Eigentlich schade, wie man sich so sehr – wegen Fussball! – in Haß und Wut hineinsteigern kann.

  5. Wieder ein super Vortrag mit den wesentlichen Statistiken Fakten unterlegt.

    Es ist alles gesagt.
    Warten wir ab was herauskommt.

  6. Ich gehe davon aus, dass Kovac relativ mutig auftreten lassen und versuchen wird, die Probleme des BVB auf den AV-Positionen zu nutzen. Dazu muss er offensiv agieren lassen und darf sich nicht a la Liverpool darauf beschränken, hinten den Laden dicht zu halten.
    Deswegen bin ich überzeugt, unsere Spieler werden gleich zu Beginn Tempo machen und versuchen, die noch uneingespielte Gegnerabwehr zu überrumpeln, um das so wichtige frühe Führungstor zu erzielen.
    Gelingt das, wird es die Schwatzgelben beeindrucken, die dann selbst offensiver werden müssen, und damit Räume anbieten werden. Dann ein zweites Tor nachgelegt, und es ist “Ruhe im Karton”. Einen Zweitore-Rückstand dreht DO auswärts bei uns nicht!

    Favre wird sein Spiel vermutlich aber genau gegen diese Überrumpelungstaktik anlegen, und zu Beginn sehr kompakt stehen wollen; er braucht ja auch nur ein Unentschieden, um weiter vorn zu bleiben. Somit fehlen erstmal die Lücken, und unsere Jungs tun sich schwer. Vielleicht hilft ein Standard, vielleicht rutscht ein Ball durch, aber insgesamt wird das Spiel recht zäh und kein Vergleich zum – für die neutralen Zuschauer munteren – Auf- und Ab im Pokalspiel gegen Heidenheim.
    Aufgrund des hohen Niveaus der Spieler auf beiden Seiten wird es auch den einen oder anderen fussballerischen Leckerbissen zu genießen geben, daher fallen auch Tore – aber wohl auf beiden Seiten mit einer Punkteteilung am Ende oder – wie ich hoffe – mit einem knappen Sieg für uns.

    Das uns DO aus dem eigenen Stadion schießt, kann ich mir nicht vorstellen! Unsere Mannschaft wird konzentriert zu Werke gehen und es nicht am nötigen Einsatzwillen mangeln lassen. Ich sehe daher auch keinen Bruch zwischen Spielern und Trainer.

    Wenn es das von mir befürchtete zähe Spiel wird, weil das schnelle Tor eben nicht gelingt gegen eine eher defensiv ausgerichtete Borussia, dann wird sich Kovac einmal mehr vorwerfen lassen müssen, eben nicht die passenden Offensivabläufe geschult zu haben.
    Und das ist kein Problem fehlenden Willens der Spieler, sondern der in dieser hinsicht unzureichenden Spielidee des Trainers.
    Aber wer weiss, vielleicht wird es ja doch eine Gala und der Durchbruch für Kovac!

    1. Torschütze Gnabry
    2. Es wird mindestens 1 Platzverweis geben
    3. unter 3,5
    4. Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Martinez, Thiago – Müller, Gnabry, Coman – Lewandowski

  7. Hoffentlich gewinnen wir morgen. Egal wie. Wenn Dortmund siegt, sind wir 5 Punkte weg – und müssen noch nach Bremen und Leipzig. Auch gegen die anderen Gegner sind die 3 Punkte noch lange nicht sicher. Ein Sieg wäre also immens wichtig, um die Chance auf den Titel richtig am Leben zu halten. Eine Niederlage nach dem Spiel und der PK unter der Woche dürfte vermutlich dafür sorgen, dass es – sagen wir mal – “interessant” wird. Sowohl, was die Stimmung in der Mannschaft und im Verein generell wird.

    Spielerisch wird es wohl keinen Leckerbissen geben. Dortmund wird verteidigen und tief stehen (denen reicht ein Unentschieden), dabei gelegentliche Konter setzen wollen. Und wir müssen irgendwie versuchen, Kunst zu zeigen. Dabei wird die Frage dann sein, ob wir das können. Handwerk ist ja eigentlich selbstverständlich – es sei denn, unsere Kinder wollen mal wieder nicht, weil sie bockig sind und nicht auf den Papa hören.

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    1. Du hast das “sentiment” gut erfasst, Herri. Es könnte in der Tat interessant werden. Ich befürchte, dass Favre morgen ein weiteres Meisterstück abliefern wird. Ich erwarte einen bockstarken BVB …

      1. Ich erwarte Martinez, was auch Sinn machen könnte. Vermutlich wird aber auch Goretzka statt James spielen. Aber eigentlich brauchen wir Tempo vorne. Und deswegen Gnabry und Coman sowie den unorthodoxen Müller. Da es heute schon fast um alles geht, werden auch alle richtig mit nach hinten arbeiten.

        Meine Wunschelf: Neuer – Alaba, Süle, Hummels, Kimmich – Thiago, James, Müller – Gnabry, Coman – Lewandowski.

        Martinez kann man dann bringen, wenn es 2:0 für uns steht :-)

      2. Mich ärgern die Ergebnisse gegen Freiburg und Heidenheim zugegebenermaßen auch etwas. Weil Dortmund zuletzt beileibe trotz der Last Minute Siege beileibe nicht überzeugen konnte. Ich fürchte, dass jetzt wieder etwas Unsicherheit ins Team einzieht angesichts des Zwei-Punkte-Rückstands.

        Aus meiner Sicht besteht dazu allerdings gar kein Anlaß – wir sind absolut in der Lage, Dortmund heute in die Schranken zu weisen. Und ich gehe im Gegensatz zu dem Ein oder Anderen hier auch davon aus, das Kovac genau das heute dem Team vermitteln wird.

  8. Freie These: Kovac wird kritisiert!!!

    Bayern gewinnt nach einem tollen Spiel –> Kovac wird kritisiert dass er sich gegen Liverpool vercoacht hat.
    Bayern spielt unentschieden –> Kovac wird kritisiert die Mannschaft nicht weiter zu entwickeln
    Bayern verliert –> Kovac wird ????????

    Ich freu mich auf das Spiel und hoffentlich auf eine spannende Meisterschaft.

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    1. Freie These: die Spieler werden kritisiert.

      Bayern gewinnt nach einem tollen Spiel –> Die Spieler werden dafür kritisiert, warum sie das nicht schon gegen Liverpool gezeigt haben.
      Bayern spielt unentschieden –> die Spieler haben keine Mentalität, sie wollten den Sieg nicht genug
      Bayern verliert –> die Spieler sind zu blöd, zu alt, haben nicht das gemacht, was der Trainer ihnen gesagt hat usw. usf.

      1. Freie These: Der Ausgang des Spiels wird weder an der Meinung der Hardcore-Kovač-Fans noch an der der extremen Kovač-Kritiker etwas ändern.

  9. Mal ganz ohne Trainer-Bashing und Kommentar zu taktischen Dingen: Morgen wird, anders als im Heimspiel gegen Pool, eine Reaktion folgen!!

    Wir gewinnen das Ding 4-1 (!!)

    Wichtig wäre allerdings, dass Coman du Alaba fit werden und wir mit den beiden plus Süle und Gnabry unsere schnellsten Jungs auf dem Platz haben. Gerade Alaba wird gut mit Sancho zu tun haben!

    Auf Seiten des BVB würde ich mir Schmelzer wünschen ;-)

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    1. Damit haette sicher niemand ein Problem

  10. Roland Wohlfarth Seite 06.04.2019 - 02:38

    Meine vier Thesen:

    1) Bayern spielt eine für ihre Verhältnisse Okaye erste Halbzeit und geht durch Lewandowski in Führung
    2) freie These: In der Halbzeitpause stellt Favre sein System um, Kovac zeigt einmal mehr, dass er kein Inplay Coach ist, sodass Bayern nicht adäquat reagiert und Dortmund zum Ausgleich kommt und in der 90 +7. Minuten den 2:1 Siegtreffer erzielt (Götze)
    3) unter 3,5
    4) Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Goretzka, Thiago – Müller, Gnabry, Coman – Lewandowski

  11. Aufgrund einer tollen kämpferischen Leistung und sehr hoher Laufbereitschaft gewinnen wir 3:2. Unsere Mannschaft reisst sich nochmal richtig zusammen und geht nochmal über Grenzen. Müller (…ja Müller)wird Bayern extrem pushen und führen. Die Erfahrung der ehemaligen Weltmeister setzt sich nochmal durch. Martinez schließt das Zentrum.Der BVB ist über Außen, aufgrund der Ausfälle, verwundbar. Das nutzen Coman und Gnabry aus.Unsere Fans werden zum 13Mann und das Stadion bebt………das wäre ein (mein)Traum.
    Wir müssen und werden gewinnen. Egal wie. Ich möchte wirklich keine schwarzgelben Siegesgesänge oder Watzke Sprüche in unserem Wohnzimmer höhren.

  12. Wir gewinnen 4:0 !
    Gnabry
    Müller
    2x Lewa

    Sorry, aber genau SO habe ich es heute Nacht geträumt…

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    1. Nix zu entschuldigen – mit dem Ergebnis dürfte hier wohl jeder Rote zufrieden sein ;-)

    2. Hast du nur die erste Halbzeit geträumt?
      Und Müller hast du mit Hummels verwechselt..

  13. @ #1 Das war sicher nicht Justins stärkster Artikel. Kann schonmal vorkommen. Zumal vor so einem Spiel einen jubelnden Reus vor der vermutlich überbewertesten Fankurve Europas als Titelbild zu wählen fast schon Kovac’e “wir sind nur so stark wie der Gegner es zulässt”-Züge hat. Dass passt prima in das Selbstbild des Vereins heuer.

    Beim BVB-Blog geht man übrigens andere Wege und heizt sich mit UH-Zitaten, einigen Halbwahrheiten und lustlos unterdrückter Ablehnung des Kontrahenten auf. Und man rechnet sich offenbar gute Chancen aus.

    Ich denke die Gemengelage ist klar: Wer einen ersatzgeschwächten BVB daheim im Titelrennen nicht klar in die Schranken weist sollte nicht Deutscher Meister werden. Im taktisch trivialsten Fall neutralisiere ich vermutlich Sancho und Reus. Aber da wird sich unser Trainerstab an der Seitenlinie schon etwas Schlaues ausgedacht haben.

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    1. Welchen BVB-Blog meinst Du? schwatzgelb? Oder gibt es einen besseren/grösseren?

  14. Man muss mal alles nachlesen was unser TaktikNERD so alles losgelassen hat seit der Heimpleite gegen LFC.

    Es ist unfassbar
    Kann sich jemand an einen Bayernteainer erinnern der so schwach und hilflos aufgetreten ist?

    Hoffentlich gewinnen wir alle restlichen Spiele
    Und hoffentlich beenden Uli und Kalle das missverstaendnis Kovac und Hassan im Sommer.

    Eberl regelt gerade seine Nachfolge
    Ein Manager wie er im buche steht.
    Er ordnet dem erfolg alles unter.

    Kahn/Eberl wuerde uns so gut tun…..

  15. “Es fehlt das Gefühl, dass der Klub weiß, wo die Probleme liegen. Klar, im Sommer kommen neue Spieler für drölf Millionen Euro, zehn katarische Warane und zwei Kästen Augus … Paulaner, aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass das allein tatsächlich ausreichen würde.”

    Die beste Stelle überhaupt…zehn katarische Warane…ich schmeiß mich weg.

    Danke und Daumen hoch.

  16. Was die Probleme im Team angeht: ich bin ja schon verblüfft, wie wenig hier unserer Führung noch zugetraut wird.

    Ich bin mir sicher, dass man nach der Saison genau analysieren wird, wo überall angesetzt werden muss. Und natürlich wird auch der Trainer erkennen und glaubwürdig versichern müssen, dass er den ein oder anderen Punkt nächste Saison anders angehen muss.

    Bei uns tragen eben keine Scheichs ohne Fußballsachverstand die Verantwortung, welche vielerorts tatsächlich glauben dass allein der Kauf teurer Spieler das Allheilmittel ist. Sondern erfahrene und verdiente Ex-Fussballer, die aus jahrzehntelanger Erfahrung wissen, was alles zu einem erfolgreichen Team gehört.

    Und bevor jetzt jemand wieder unkt, dass Uli (der genau diesen Beweis seit 40 Jahren immer wieder angetreten hat) mittlerweile zu senil geworden ist – Olli Kahn, der ja hier soweit ich das lese von allen positiv bewertet wird, wird sicherlich bei diesen Analyse Gesprächen auch schon miteinbezogen werden.

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    1. Selbst bei den “Scheich-Vereinen” haben doch nicht die Scheichs die operative sportliche Leitung. Bei Man City gibt es einen Txiki Begiristain, bei PSG zeitweise Leonardo usw.

      1. Tja. PSG investiert seit Jahren Unsummen und es reicht trotzdem (noch) nicht um zu den sportlichen Top 5 in Europa zu zählen. Und City ist da (trotz drittem Jahr Pep) auch nicht angekommen.

    2. Das mag sein. Ist aber auch nicht so einfach. Wie lange musste Real investieren, bis sie (faktisch, nicht gefühlt) wieder in der europäischen Spitze angekommen waren? Mir ging es nur um die Pauschalisierung – bei uns 40 Jahre Sachverstand, dort nur Scheichs, die nach Namen kaufen. Letzteres war vor ein paar Jahren absolut richtig, stimmt aber immer weniger.

      1. Mir ging es darum darauf hinzuweisen, dass ich die Befürchtungen derjeniger, der Verein würde glauben nur durch Spielereinkäufe seine Hausaufgaben zu machen, bei uns nicht angebracht sehe.

      2. Es ist sehr zu hoffen, dass eine grundlegende Anlayse vorgenommen wird. Eigentlich wäre die angesichts des Umbruchs ja vor dieser Saison notwendig gewesen. Wir bekommen einen neuen Trainer, der eine etwas andere Spielweise als unsere bisherige vertritt. Wir haben einige wichtige Spieler, die recht alt sind. Mich wundert ja, dass man dann nicht einmal vor der Saison verkündet hat, dass das der Anfang des Übergangs ist und man diese Saison vor allem dafür nutzen möchte, um sich anzusehen, wer sich unter dem neuen Trainer wie entwickelt, um dann im Sommer 2019 den Kader entsprechend umzubauen. Das hat vor der Saison niemand gesagt. Erst als die Krise kam, wurde von Umbruch usw. geredet. Das sieht nicht gerade nach Plan aus – und ist auch taktisch unklug. Alleine um den Trainer zu stärken, hätte man das vor der Saison so machen müssen. Und das lässt mich dann auch daran zweifeln, dass wirklich vernünftig analysiert wird. Die Strategie in den Zeiten ohne Sammer war ja, einfach teure Spieler zu holen – und das auch immer nur dann, wenn man national hinten dran war. In den Zeiten von Sammer hat man dann durchaus strategischer gehandelt und geschaut, wen man wo braucht. Da wurde dann relativ konstant in den Kader investiert und meist sowohl jüngere als auch erfahrenere Spieler in einem Sommer verpflichtet. Davon profitieren wir (neben der Integration der jungen Spieler unter van Gaal) bis heute enorm (Kimmich, Hummels, Coman, Lewandoswki, Martinez, Thiago fallen alle in die Zeit Sammers). Wenn man endlich verstehen würde, dass der Kader kontinuierlich weiterentwickelt werden muss, dann wäre schon sehr viel gewonnen. Alleine, der Mann, der das verstanden hat, ist nicht mehr da. Hoffentlich sehen das die aktuell Verantwortlichen inzwischen auch ein.

        Dazu muss dann jede Position im Verein hinterfragt werden. Ist Brazzo der richtige Mann? Ist Kovac der richtige Mann? Wer kann uns in der Leitung und als Spieler weiterbringen? Welche Spielweise möchten wir in der neuen Saison sehen? Hinten bombensicher und nach vorne mit viel individueller Qualität, die dann schon die Tore macht? Oder doch eher ein Kollektiv, das schnell und sicher kombiniert? Dann braucht es dafür entweder mehr Comans und Gnabrys oder mehr James, Müllers und Thiagos. Diese Saison war weder das eine noch das andere. Wie gesagt, das kann man ja so machen. Aber dann sollte man es auch VOR der Saison so herausstellen – und nicht mittendrin, wenn es nicht so rund läuft.

        Ob Kahn daran beteilgt wird? Ich wünsche es mir. Aber angeblich soll er ja nicht so sehr den sportlichen Bereich im Vorstand verantworten. Damit wäre es dann dort weniger einzubeziehen. Doch gut wäre es auf jeden Fall, weil er m.E. jemand ist, der sehr viel strategischer denkt bzw. denken kann als Brazzo.

      3. Ich wäre sehr stark für eine Modernisierung der Strukturen abseits des Platzes. Positionen in der Führung, wonach Sport-Psychologie, Ernährungswissenschaften etc. alles nur Schmarrn seien, halte ich für vollkommen veraltet. Hier muss man sich dringend öffnen und professionalisieren. Bin sehr zuversichtlich, dass sich das mit Kahn ändern wird.

      4. @Herrispezial:

        –“In den Zeiten von Sammer hat man dann durchaus strategischer gehandelt und geschaut, wen man wo braucht. Da wurde dann relativ konstant in den Kader investiert und meist sowohl jüngere als auch erfahrenere Spieler in einem Sommer verpflichtet. Davon profitieren wir (neben der Integration der jungen Spieler unter van Gaal) bis heute enorm (Kimmich, Hummels, Coman, Lewandoswki, Martinez, Thiago fallen alle in die Zeit Sammers). Wenn man endlich verstehen würde, dass der Kader kontinuierlich weiterentwickelt werden muss, dann wäre schon sehr viel gewonnen. Alleine, der Mann, der das verstanden hat, ist nicht mehr da.”

        Ist hier eigentlich der Matthias Sammer gemeint, der Kovač gestern auf Eurosport bescheinigt hat “wunderbare” Arbeit zu leisten?

      5. Ja, das ist der Sammer. Aber was ich auch von jemandem hier gelernt habe, ist, dass man nicht immer alle Worte auf die Goldwaage legen soll, die so gesagt werden.

      6. @Herrispezial:
        Meinst er vertritt eigentlich eine andere Meinung?

      7. Lass stecken, Tobi. Du stichelst doch nur noch rum. Und merkst nicht einmal mehr, wenn Du Dich a) selbst verrennst und b) daneben benimmst.

      8. @Herrispezial:
        -“-Lass stecken, Tobi. Du stichelst doch nur noch rum. Und merkst nicht einmal mehr, wenn Du Dich a) selbst verrennst und b) daneben benimmst.”

        Woher wusste ich nur, dass du keine Lust hast, dich mit Sammers Einschätzung auseinanderzusetzen? :D
        Schönen Abend dir.

      9. Weil Du immer alles so drehst wie es Dir passt. Guardiola glaubst Du nicht, wenn er 1000 Dantes haben wollte. Und sagst, dann mal solle nicht alles auf die Goldwaage legen, was so gesagt wird (mit dem von Dir gewählten Beispiel legst Du sogar nahe, dass man Aussagen gelegentlich gar nicht trauen darf). Und dann machst Du kurz darauf einen himmelweiten Unterschied zwischen “auf die Goldwaage legen” und “nicht ganz so ernst nehmen”. Ich bin schon bereit, mich damit auseinander zu setzen. Aber nicht mit Dir. Weil Du einfach nicht in der Lage bist, konsistent zu argumentieren.

      10. –“Weil Du immer alles so drehst wie es Dir passt. Guardiola glaubst Du nicht, wenn er 1000 Dantes haben wollte. Und sagst, dann mal solle nicht alles auf die Goldwaage legen, was so gesagt wird (mit dem von Dir gewählten Beispiel legst Du sogar nahe, dass man Aussagen gelegentlich gar nicht trauen darf). Und dann machst Du kurz darauf einen himmelweiten Unterschied zwischen “auf die Goldwaage legen” und “nicht ganz so ernst nehmen”. Ich bin schon bereit, mich damit auseinander zu setzen. Aber nicht mit Dir. Weil Du einfach nicht in der Lage bist, konsistent zu argumentieren.”

        Glaubst du, dass Guardiola 1000 Dantes haben wollte?
        Sorry.
        Gehört halt dazu, dass man Aussagen auch mal kritisch hinterfragt. Deshalb sind Aussagen aber nicht immer falsch.
        Wie gesagt. Du solltest die Scheuklappen abnehmen.

    3. @Herris: Das entspricht auch genau meiner Vorstellung!! Deine Frage “Welche Spielweise möchten wir in der neuen Saison sehen? Hinten bombensicher und nach vorne mit viel individueller Qualität, die dann schon die Tore macht? Oder doch eher ein Kollektiv, das schnell und sicher kombiniert?” ist doch genau die Frage, vor der unsere Führung im Moment steht.
      Für mich kann die Antwort nur heißen: Das Kollektiv, welches sich durch schnelle und sicherere Kombinationen den Weg vor des Gegners Tor erSPIELT! Defensive ist wichtig, aber der Fokus MUSS bei einem Verein wie unserem FCB auf Pass- und Positionsspiel liegen, nicht auf kämpfen, grätschen und bei eigenem Ballbesitz wie wild nach von rennen!

      Allerdings, dieser Fokus bedeutet keineswegs automatisch die Entlassung von Kovac!
      Es bedeutet aber, das Kovac seine Spielidee und das damit verbundene Training auf diesen Fokus umstellt!
      Und da habe ich eben Zweifel, dass es ihm gelingt! Nach den letzten Spielen und dem Drumherum sogar wieder mehr!

      Unserer Führung – Salihamidzic ausgenommen – traue ich aufgrund deren Erfahrung zu, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich sehe aber auch deren Eitelkeiten, und könnte mir durchaus auch vorstellen, dass sich Uli zumindest schwer damit tut, Fehlentscheidungen einzugestehen und stattdessen zu lange am Status quo festzuhalten.
      S

      1. Wie ich mich bei der Fragen mauern vs. Kollektiv positioniere, dürfte auch klar sein (pro Kollektiv). Doch genau diese Frage muss doch bei jeder wichtigen Personalie klar sein – insbesondere, wenn es um den Trainer geht. Erst die Spielphilsophie, danach Sportdirektor, Trainer, Scouting etc.

        Ob unsere Vereinsführung die richtigen Schlüsse ziehen wird, weiß ich eben nicht. Ich sehe nur, dass es in den letzten 30 bis 40 Jahren zumeist darüber ging, sich die besten Spieler der Liga zu kaufen. Doch der Fussball hat sich verändert. Zum einen bekommen wir nicht mehr so einfach die besten Spieler der Liga, zum anderen brauchst Du als Topverein auch eine ausgereifte offensive Spielidee, wenn Du nicht gerade die Megafussballer im Kader hast (wie Messi oder Ronaldo), die Spiele quasi auch im Alleingang entscheiden können. Diesen Wandel gilt es nun zu begegnen. Und das geht m.E. nur über Offensivideen, die aus dem Ballbesitzfussball resultieren. Damit ist der Erfolg auch nicht garantiert, aber wahrscheinlicher. Die zuletzt getroffenen Personalentscheidungen deuten leider nicht in die Richtung, dass man dorthin will. Damit meine ich nicht nur Kovac, sondern auch Brazzo, der ein netter Kerl ist, aber sich bisher nicht gerade durch sportliche Leitungserfahrung (und erst recht nicht bei ballbesitzorientierten Mannschaften) ausgezeichnet hat. Da schimmert dann die Annahme durch, dass man es mit genügend Geld doch regeln kann (was vermutlich sogar stimmt, wenn man jeden Sommer 300 Mios ausgeben könnte, aber so reich sind wir dann eben doch nicht).

        Wenn man aus dieser Saison die Schlussfolgerung ziehen sollte, dass man sich da in der Vergangenheit vertan hat, dann wäre das super. Doch irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass UH sich erhofft hatte, mit Kovac einen Überraschungscoup zu landen (und somit seinen eigenen Klopp zu generieren) – und dass er die Hoffnung darauf noch nicht aufgegeben hat. Wenn man nach einer eingehenden Analyse mit Kovac über die Saison hinaus weitermachen möchte, dann muss er eigentlich in der Hinserie abliefern (er bekommt viele neue Spieler nach seinem Geschmack, hat die Sommerpause ohne Turniere). Denn wenn andere Trainer es trotz WM und vielen neuen Spielern hinbekommen, die Mannschaft nach vorne zu bringen, dann ist ja der Beweis erbracht, dass es geht. Und wenn Kovac nicht bis zum Herbst richtig abliefert, müsste allen im Verein aufgehen, dass es dann doch eine Fehlentscheidung war, ihn zu holen.

        Mir persönlich wäre es am liebsten, zum Sommer einen neuen Trainer zu holen, weil ich auch Zweifel habe, dass Kovac die Mannschaft auf offensiven Kombinationsfussball trimmen kann. Und aus meiner Sicht würde man damit noch mehr Zeit verlieren. Ich würde mir dann am liebsten ten Haag wünschen, weil der Ballbesitz spielen lassen kann (zudem hat er den ja ach so wichtigen Stallgeruch).

  17. “Wir werden das Spiel gewinnen und zeigen, dass wir zu Recht den Anspruch haben, deutscher Meister zu werden“, gab sich FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegenüber dem ZDF angriffslustig. „Wir können mit unserem Sieg am Samstag zeigen, dass der FC Bayern die Benchmark im deutschen Fußball ist.“

    Der 42-Jährige gibt den eigenen Anhängern ein Versprechen: „Die Mannschaft wird von der ersten Minute an den Gegner unter Druck setzen. Wir wollen den Fans in der Allianz Arena einen offensiven Fußball bieten.“ Brazzo weiter: „Wir wissen alle, dass es das Finale um die deutsche Meisterschaft ist. Und wir werden alles dafür tun, das Spiel zu gewinnen.“

    … also ein wenig Bayern DNA scheint ja doch noch vorhanden zu sein … ;-)

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    1. Dann fehlen ja nur noch die Taten…

  18. Zum Frage “Cheftrainer vs Mannschaft, wer ist schuld an der Misere?” wird zweifelsohne deutlich, dass Schwarz-Weiss-Malerei als Erklärung nicht taugt, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.
    Denn Fehler haben beide Seiten, Mannschaft wie auch Trainer, zu verantworten!
    Es ist somit weder eine Lösung, die halbe Mannschaft zu verkaufen, noch macht es Sinn Kovac auf der Zielgerade der Saison zu entlassen!
    Es macht aber Sinn, zu hinterfragen, ob einzelne Spieler noch bei unserem FCB im richtigen Verein sind, UND ob der Trainer auch in der kommenden Spielzeit noch der geeignete Mann an der Seitenlinie wäre.

    In dem von @Tobi13 weiter oben dankenswerter Weise aufgeführten vollständigen Text eines Kovac-Interviews macht unser Trainer deutlich, dass seine Kritik weiter gefasst und gegen eine seiner Meinung nach generelle Entwicklung im Fussball gerichtet war, nicht jedoch ausschließlich gegen seine Spieler beim FCB.
    Zusammengefasst sagt Kovac: “Mit Schönspielerei gewinnt man nichts, die Abwehrarbeit darf nicht vernachlässigt werden!” Und da kann ich Kovac sogar beipflichten.

    Doch wird gleichzeitig in dieser allgemeingehaltenen Einschätzung die Crux der Situation bei unserem FCB deutlich:
    Kovac denkt defensiv! Sein gesamtes Handeln, die Entwicklung seiner Abläufe sind auf das Verteidigen ausgerichtet!
    Er versucht, eine Mannschaft, die ein Jahrzehnt offensiv gedacht hat und ausgerichtet wurde, umzustellen und ihr Defensivabläufe zu schulen, die mit deren Selbstverständnis nicht konform gehen, die vermutlich auch nicht nachvollziehen können, warum sie plötzlich “Gras fressen” sollen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, Zweikämpfe zu führen – es geht darum, dass Zweikämpfe nun zum entscheidenden Umstand einer defensiv ausgerichteten Grundstruktur werden, die mit dem Mir san mir und der DNA unseres FCB kaum noch etwas zu tun haben.

    Natürlich gewinnt man Spiele, wenn hinten die Null steht und man vorn zumindest ein Tor erzielt. Natürlich haben wir beim FCB die nötige Klasse, solch ein Tor zu erzielen. Und natürlich weiss jeder Spieler, dass die Defensivarbeit schon vorn im Sturm anfängt und es Ziel sein muss, den Ball schnell wieder zurückzugewinnen.
    Die Defensivordnung zu priorisieren und Abläufe in erster Linie darauf auszurichten, bedeutet, sich am Gegner zu orientieren, auf dessen System zu reagieren und selbst die Initiative aus der Hand zu geben. Letztlich bedeutet es, sich auf das Niveau des Gegner herabziehen zu lassen.
    Aber bisher war es das Selbstverständnis des Vereins und der Spieler, sich gerade NICHT auf das Niveau ihrer Gegner herabziehen zu lassen. Gegner, die zumeist versuchen, durch Kampf das Spiel unserer Jungs zu zerstören, durch harte Zweikampfführung die Spielfreude zu nehmen. Es war bislang das Selbstverständnis, selbst den Ball haben zu wollen und Strukturen zu haben, mit deren Hilfe man den Ball dann möglichst effektiv bis vor und ins Tor des Gegners tragen kann.

    Die Überlegung, über den Kampf ins Spiel zu finden, ist für viele Teams richtig, für den FCB darf das nicht der Weg sein!!
    Zu fordern, in erster Linie hinten sicher zu stehen und sich dafür in jeden Zweikampf zu werfen, beraubt der Mannschaft ihrer Stärken, die im Pass-Spiel und in der Positionseinnahme liegen. Sie beraubt
    Denn wenn es gelingt, diese Stärke auf dem Rasen umzusetzen, dann können ein Großteil der Zweikämpfe vermieden werden, weil der Ball schon weiter gespielt ist, bevor der Gegner überhaupt zum Zweikampf heran ist! Es müssen dann nur noch die Zweikämpfe geführt werden, die unvermeidlich sind. Und für die ist sich sicherlich keiner unserer Spieler zu schade!

    Um Pass- und Positionsspiel aufzuziehen, muss der Trainer aber zu allererst offensiv denken!! Und das gelingt Kovac eben nicht in ausreichendem Maße! Nicht, wenn es darum geht, eine Qualität ins Spiel zu bringen, die ausreicht, um auf europäischem Niveau oben mitzuspielen. Somit stelle ich in Frage, dass er der richtige Trainer für uns ist.

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    1. Das ist natürlich alles korrekt aber viel zu kompliziert fuer einige hier.

  19. Torschütze: keiner (0:0)
    Über/Unter 3,5: unter
    Freie These: Alle Kommentare auf MSR, die während und nach dem Spiel abgegeben werden bemühen sich um Respekt, Fairness und Verständnis gegenüber anderen und vermeiden argumentative Redundanz.
    Aufstellung: Neuer – Alaba, Hummels, Süle, Kimmich – Thiago, Martinez, Müller – Coman, Lewandowski, Gnabry

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    1. Sehr gewagte These. Trotzdem Danke für Deinen Optimismus!

  20. Gute Aufstellung! Pack ma’s!

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  21. Respekt vor dieser ersten Hälfte. Man sieht sehr schön, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt (auch wenn die ersten drei Tore nicht richtig herausgespielt waren).

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    1. Bin absolut kein Kovac Freund, aber mit der Aufstellung und Einstellung lag er goldrichtig heute. Respekt!

    2. Bayern on Fire!
      4:0 in der Halbzeit straft jeden Kritiker hier Lügen :D

      Aber Dortmund wirkt seltsam lethargisch als würden sie noch im Bus sitzen
      Oder lassen es Bayern einfach nicht zu?

      1. Es ist beides. Wir sind heute gut drauf und Dortmund eher nicht.

    3. Das 2:0 war schon herausgespielt, wenn auch unkonventionell. Zagadou wurde als Schwachstelle identifiziert und auch immer wieder gezielt isoliert. Der Fehler von ihm war erzwungen und somit ‘herausgespielt’.

  22. 5:0! Ein Ergebnis das sich kein Bayernfan selbst im Traum nicht vorstellen konnte!
    Bin gespannt wie das Urteil über Kovac nach diesem 5:0 nun ausfällt. Haben wir dank Kovac oder trotz Kovac gewonnen? Auf alle Fälle war es ein genialer Schachzug Martinez immer wieder nach vorne ausbrechen zu lassen.

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