Vorschau: FC Bayern München – SC Freiburg

Rödinghausen war die nächste Chance vor dem Dortmund-Spiel, ordentlich Selbstvertrauen zu tanken. Konnte man die Spiele in Wolfsburg, Athen und Mainz noch als kleine Vorwärtsschritte beschönigen, so war dies an diesem Abend nicht mehr möglich. Die Lage ist weiter angespannt und gegen Freiburg will man endlich beweisen, dass es auch fußballerisch wieder bergauf geht.

Ein Spaziergang wird das allerdings nicht. Streichs Freiburger bringen das Werkzeug mit, um dem aktuellen FC Bayern sehr gefährlich zu werden.

Freiburg mit Kopf und Herz

Denn im Gegensatz zum FC Bayern haben die Breisgauer in den letzten Wochen ordentlich Selbstvertrauen getankt – zumindest in der Bundesliga. Gegen Leverkusen (0), Hertha (1) und Gladbach (1) ließen sie nur zwei Großchancen zu. Streich hat es geschafft, die anfangs wackelige Defensive zu stabilisieren und seine Mannschaft damit auf Kurs zu bringen. Einen passenderen Augenblick kann es deshalb für den SC kaum geben, um nach München zu fahren.

Bayern ist angreifbar, das merkte selbst der Viertligist aus Rödinghausen. In der zweiten Halbzeit des Pokals lief der Außenseiter plötzlich hoch an und setzte den Rekordpokalsieger unter Druck. Vom Selbstverständnis eines Top-Klubs war plötzlich nichts mehr zu spüren. Deshalb ist es vorstellbar, dass auch der SC Freiburg sich in München etwas zutraut. Über situatives Hochschieben und ein höheres Mittelfeldpressing wird das aber sehr wahrscheinlich nicht hinausgehen. Gegen offensivstarke Gladbacher setzte Streich auf ein sehr kompaktes 4-4-2 – in allen Variationen.

Schob die Streich-Elf aggressiv nach vorn, entstand ein 4-2-4. In vielen tieferen Phasen gab es aber auch ein klassisches 4-4-1-1 oder gar ein 4-5-1 zu beobachten. Die Gladbacher schafften es selten, sich vernünftig ins Zentrum zu kombinieren. Nur wenige Pässe schafften es an diesem Abend in den Strafraum der Freiburger. Aggressivität, Laufbereitschaft aber vor allem auch Kopf – Streichs SC Freiburg ist auf dem besten Wege, wieder die unangenehme Mannschaft zu werden, die sie in den letzten Jahren fast durchgehend war. Nur wenige Mannschaften verschieben über 90 Minuten gesehen so stark wie die Freiburger an guten Tagen. Das macht es Gegnern extrem schwer, Tore zu erzielen.

Fünfer- oder Viererkette?

Doch Freiburg hat auch fußballerisch etwas zu bieten. Bei Ballgewinnen sind sie in der Lage, sich auch aus schwierigen Gegenpressingsituationen zu befreien. Im Zentrum hatten Heintz (92,5%), Gulde (84,7%), Koch (85,2%) und Höfler (91,8%) gegen Gladbach nicht nur richtig gute Passquoten für eine Mannschaft, die nur rund 42% Ballbesitz hatte. Sie spielten vor allem auch viele gute Bälle in die Schnittstellen der gegnerischen Formation.

Oft dauert es dann nicht lange, bis Petersen in Szene gesetzt wird, der mit seinen hervorragenden Laufwegen immer Gefahr ausstrahlt. Will man auf dem Niveau des SC Freiburg im Moment etwas scharf kritisieren, dann sicherlich die Ungenauigkeiten, die im letzten Drittel manchmal die eine oder andere Großchance kosten. Es fehlt ein wenig an Effizienz, aber die Tendenz zeigt aus fußballerischer Perspektive klar nach oben.

Umso spannender wird es sein, wie viel Christian Streich seiner Mannschaft in München zutraut und welchen Ansatz er wählt. Mit einer Fünferkette könnte er das Zentrum noch kompakter gestalten. Unter der Woche hat er aber auch gesehen, dass eine zu passive Interpretation dieser Formation schnell zu extrem hohem Druck führen kann. Denn der FC Bayern hat in den ersten 25 Minuten relativ schnell gute Lösungen gefunden. Denkbar wäre deshalb ein 5-2-3, das bei Bedarf zum 5-4-1 aber auch zum 3-4-3 werden kann, bei dem die Außenverteidiger aggressiv nach vorn pressen.

Wo bleiben die Lösungen des FC Bayern?

Vielleicht setzt Streich aber auch auf das zuletzt erfolgreiche und variable 4-4-2. Es wird in jedem Fall darum gehen, dem FCB möglichst schnell in der Partie einen Rückschlag zu verpassen. Damit konnten die Münchner zuletzt nicht umgehen. Es ist zwar bemerkenswert, doch diese mentale Schwäche ist nicht mehr wegzudiskutieren. Trotz einiger Erfolgserlebnisse gelingt es den Bayern nicht, konstant über 90 Minuten den eigenen Stiefel runterzuspielen.

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Das sorgt für viele Fragezeichen. Woran liegt das? Einerseits ist es unmöglich, eine derartige Ergebniskrise, wie sie der FC Bayern vor der Länderspielpause hatte, einfach abzuschütteln. Es war also nicht damit zu rechnen, dass die Münchner ganz plötzlich wieder Zauberfußball spielen. Andererseits kommt zu der psychologischen Komponente aber auch die taktische hinzu. Kovač und das Trainerteam kriegen die Probleme nicht in den Griff.

In den vergangenen Wochen analysierten wir Probleme im Spielaufbau, auf der Sechserposition, auf den Außenpositionen und im offensiven Zentrum. Nirgends ist eine Verbesserung zu erkennen. Selbst wenn Kovač gar nicht daran interessiert ist, die Lücke zwischen Aufbauzone und letztem Drittel zu schließen und selbst wenn er gar nicht darauf aus ist, eine herausragende Ballzirkulation seiner Mannschaft zu sehen, sondern möchte, dass der Ball möglichst direkt nach vorn kommt, selbst dann hat er immer noch kein System gefunden, das der Mannschaft Halt gibt.

Das Problem doppelt besetzter Außenpositionen

Peter Hermann, Robert Kovač und Niko Kovač haben so viele unterschiedliche Kompetenzen. Sie schaffen es trotzdem im Moment nicht, die eigenen Ideen umzusetzen. Das führt zu Unsicherheiten. Die Mannschaft wirkt besonders in der Offensive planlos und schwächt sich während einer Partie selbst durch Kleinigkeiten. Diese führen wiederum zu kaum erklärbaren Brüchen. Selbst die eigentlich stabilere Defensive gelang es in den letzten acht Spielen nur einmal, zu Null zu spielen.

Auch das zu Beginn der Saison zu Recht gelobte Gegenpressing hat an Glanz verloren, weil die Positionierung in Ballbesitz nicht optimal ist. Das hängt vor allem mit den Flügelpositionen zusammen. Zu oft besetzen zwei, im schlimmsten Fall sogar drei Bayern-Spieler im Moment die Außenpositionen. Eine alte Guardiola-Weisheit besagt, dass die Außenlinie dort für eine automatische Grenze sorgt – Spieler sind also leichter zu verteidigen, weil sie nur einen Weg haben.

In der vergangenen Saison spielte der FC Bayern unter Heynckes oft mit sehr hohen Außenverteidigern. Die Flügelspieler rückten dabei ein. Die Außen nur einfach zu besetzen, könnte auch in der aktuellen Phase Sinn ergeben.

Deshalb wollte der Katalane dort nie mehr als einen Spieler sehen. Zwei gab es nur in Ausnahmefällen zu beobachten. Außenverteidiger vorderliefen ihren offensiven Partner oder die offensiven Flügelspieler rückten ein, wenn ihr Partner hinterlief. Auch unter Heynckes waren die Außenpositionen nur selten doppelt besetzt. Gegen den VfB Stuttgart und auch gegen Leverkusen war wiederum in dieser Saison zu beobachten, dass die Außenverteidiger tief einrückten. Auch das gab der Mannschaft einen natürlichen Halt. Warum das nun kaum noch zu sehen ist, ist des Trainers Geheimnis.

Kovač sollte bei sich bleiben

Immerhin stimmen die Ergebnisse – so der O-Ton in München. Allerdings stimmen diese nicht mehr lange, wenn die vielen taktischen Probleme nicht gelöst werden. Lösungsmöglichkeiten gibt es viele, aber Kovač muss den Mut aufbringen, etwas zu verändern. Nachdem Hoeneß ihn zuletzt öffentlich für die Rotation kritisierte, rotierte der Trainer kaum noch. Bezahlt hat er das mit einer Verletzung des wichtigsten Spielers.

Gerade in Zeiten des Misserfolgs tendieren Trainer bei Top-Mannschaften dazu, ihre Ideen nach hinten zu stellen und vermeintlich pragmatischere Wege zu gehen. Lopetegui versuchte sich in seiner Endphase bei Real Madrid an einigen Elementen des erfolgreichen Zidane-Fußballs. Er scheiterte krachend.

Wenn man Niko Kovač in der aktuellen Phase also nur einen Rat geben kann, dann sollte es der sein, dass er sich auf sich und sein Bauchgefühl verlassen sollte. Es geht beim FC Bayern sicher auch darum, dass der Präsident mit einem zufrieden ist – gerade dann, wenn man dessen Wunschkandidat ist. Spätestens jetzt sollte es Niko Kovač aber egal sein, was andere von vermeintlich unpopulären Entscheidungen halten könnten. Er sollte bei sich bleiben und seinen Weg gehen. Dann hat er eine reelle Chance, die Mannschaft aus dieser Phase herauszuholen.

Sicherheit sieht anders aus

Im Moment wirkt aber auch der Trainer ratlos. In seinen Interviews ist Kovač darum bemüht, die Situation zumindest nach außen zu beschönigen. Intern ist er längst nicht so glücklich darüber, wie sich die Mannschaft entwickelt. Aber die Unsicherheit der Spieler ist eben auch ein Resultat der Unsicherheit des Trainers. Und die ist mittlerweile spürbar.

Einzig Lewandowski und Thiago waren zuletzt Lichtblicke, weil sie Verantwortung übernahmen und immer mehr unter Beweis stellen, dass sie zu Anführern taugen, die ihr Team durch diese schwere Zeit tragen können. Nur Thiago ist jetzt verletzt und wer diese wichtige Rolle im Mittelfeld übernehmen soll, ist fraglich. Einen direkten Ersatz gibt es jedenfalls nicht. Und so liegt es am Trainer, die große Lücke zu füllen.

Kovač findet allerdings so schon die richtigen Stellschrauben nicht und zittert sich knapp von Pflichtsieg zu Pflichtsieg. Das Team merkt dabei selbst, dass es nicht so spielt, wie es spielen sollte und verliert Selbstvertrauen. Ein Teufelskreis. Ganz am Anfang der Saison haben die Bayern mal gezeigt, dass sie dominant, sicher und durchdacht spielen können. Seitdem kam nicht mehr viel. Dass sie es aber schon unter Beweis stellten, ist der Strohhalm, an den man sich derzeit klammern kann. Nur rennt Kovač die Zeit davon. Kommt seine Mannschaft dort nicht bald wieder hin, könnte es schon in Dortmund einen lauten Knall geben.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Fatbardh gewählt. Kurzfristige Änderungen sind bis zum Spieltag noch möglich.

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 2,6 : 3,8 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 39,4 : 38,4 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Bayern landet bei über 1,99 xG. (Maßstab: understat.com)
  3. Über/Unter 2,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer – Rafinha, Süle, Hummels, Alaba – Kimmich – Müller, James – Robben, Lewandowski, Ribéry

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Bayern spielt nicht zu Null.
  3. Über/Unter 2,5: Unter!
  4. Aufstellung: Neuer, Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha, Martínez, Sanches, Goretzka, Robben, Lewandowski, Gnabry
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Leserkommentare
  1. Mehmet68

    Witzig finde ich die Veränderungen Eurer Tipprunde: Zu beginn der Saison lag ich immer sehr nahe bei Justin, seit ca. 4 Wochen viel näher bei Fatbardh… mein Eindruck: Justin tippt mittlerweile deutlich optimistischer, hier und heute etwa mindestens 3:0. Woran liegts? ;-)

    1. Blinde Hoffnung, dass endlich mal was passiert, was der Mannschaft einen Ruck gibt. Vielleicht ändere ich meinen Tipp auch noch etwas. Muss nochmal drüber nachdenken. Aber ich hoffe, dass es endlich mal Klick macht.

      1. Anton

        Die legendäre Flügelzange – ist das nach der Erfahrung der letzten Spiele wirklich dein Ernst?

      2. Josef

        @Anton: Die Aufstellungen sind ja nicht Justins und Fatbardhs Wunschaufstellungen, sondern jene Aufstellungen, die sie erwarten. Dadurch wird Robbéry wahrscheinlicher.

      3. Anton

        Was es ja nicht besser macht!

  2. Herrispezial

    Auf das Klick werden wir vergeblich warten. Die Mannschaft ist verunsichert, der Kader zu schwach besetzt (jetzt könnten 2-3 mehr Spitzenspieler durch die Krise tragen), der Trainer hilflos. Früher hat der FCB nach ein paar schlechten Spielen den nächsten Gegner aus dem Stadion geschossen. Das werden wir unter Kovac nicht erleben. Selbst nach einem deutlichen Sieg würden Zweifel in der Mannschaft bleiben, ob das jetzt der grosse Neustart war. Weil sie merken, dass der Trainer einfach nicht die richtigen Stellschrauben findet. Allerhöchstwahrscheinlich werden wir uns auf morgen wieder sehr schwer tun. Und dann geht es nach Dortmund. Eigentlich müsste das die letzte Chance für Kovac sein. Wenn er in den nächsten 3 Spielen nicht endlich die Mannschaft auf Kurs bringt, sollte man den Versuch aufgeben. Manchmal klappt es eben nicht. Auch UH sich gerne etwas anderes gewünscht hätte und gerne allen gezeigt hätte, wie schlau er doch mit der Verpflichtung des Trainers war. Aus heutiger Sicht wäre die Idee Tim Walter deutlich besser gewesen. Der hat in Kiel inzwischen Ballbesitzfussball implementiert und nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem Abgang des Topstürmers inzwischen eine Mannschaft geformt. So etwas hätte ich auch gerne in der Zeit bei uns gesehen.

    Inzwischen schwanke ich zwischen dem Wunsch nach irgendwie noch erzitterten Siegen (vielleicht gelingt es ja, Dortmund auf unser Niveau zuziehen), und deutlichen Niederlagen, damit Kovac endlich geht. Denn eigentlich ist jedes Spiel mehr unter ihm verlorene Zeit, da die Mannschaft einfach gar keine Entwicklung zeigt.

    1. Olorin

      Ich halte das BVB-Spiel nicht für das geeignete Kriterium, um Kovac zu beurteilen. Dafür ist es einfach taktisch wie emotional zu speziell, da es das einzige Spiel der Hinrunde sein wird, in das wir nicht als turmhoher Favorit gehen. Taktisch müsste das Kovac entgegenkommen, schließlich stehen wir defensiv recht stabil (blöderweise spielen wir trotzdem selten zu Null, weil die Gegner momentan aus fast jeder Chance ein Tor machen), das sollte uns in der Konstellation helfen. In Dortmund wär schließlich auch ein 0:0 momentan ein klasse Ergebnis, wir müssen nicht selbst groß aktiv werden. Auf der anderen Seite ist Dortmund das einzige deutsche Team, das nach einer Führung gegen uns nicht nur noch verwalten würde. Gerade vor der Kulisse in Dortmund in Verbindung mit unserer verunicherten Mannschaft kann ein ungünstiger Spielverlauf auch mit etwas Pech zu einer deutlichen Niederlage führen. Prognose: in einem torarmen Spiel (<3 Tore) sollten wir gute Chancen haben. Kommt es zu einem Shootout mit vielen Toren seh ich leider total schwarz.

      Ich mag Justins Tipps und den Optimismus, der daraus spricht. Er sieht die Probleme offenbar viel weniger strukturell und tiefgreifend als ich z.B., das macht mir Mut :) Auch wenn ich Fathbards Tipp leider wie du für wahrscheinlicher halte.

      1. Herrispezial

        Kann gut sein, dass Dortmund mehr mitspielen wird und deswegen eher in Kovacs Konzept passt. Es ist für mich allerdings klar, dass so langsam auch mal spielerisch eine Entwicklung zu sehen sein muss. Da erwarte ich gerade nach etlichen Monaten deutlich mehr – und eigentlich sind solche Topspiele die beste Gelegenheit zu zeigen, was man kann. Aber nach der PK heute wünsche ich mir eigentlich schon fast lieber zwei deprimierende Niederlagen, damit der aussichtslose Versuch mit dem Trainer abgebrochen wird.

  3. wipf1953

    Bayern ist in der Krise und 99% der MSN-Beiträge befassen sich mit Kovac. Will denn keiner wahrhaben, dass es die Mannschaft ist, die in der Nach-Frust-WM-Saison Probleme macht und Probleme hat? Sozusagen als Sahnehäubchen kommt noch oben drauf, dass aktuell ausgerechnet drei jüngere Spieler verletzt sind, die man sich als die tragenden Figuren des FC Bayern der 2020er-Jahre vorstellen kann.

    1. Anton

      Sieh dir mal die Aufstellung vom Dienstag an und zähle mal die Feldspieler, die bei der WM waren. Das ist sehr überschaubar.
      Ganze vier und davon ist einer noch Spanier. Und dann überlege mal, über welche Spieler hier in der letzten Zeit am meisten diskutiert wird. Robben, Ribery, Martinez – und von denen war keiner bei der WM.

      1. Marco05

        Beim BVB war nur 1 WM-Teilnehmer dabei und die haben es ZUHAUSE trotzdem fast verkackt. Aber nein, es stimmt. Kovac muss weg und schon wird alles aber auch alles gut….

    2. Marco05

      Danke. Ich versteh es auch nicht. Zumal offensichtlich ist, dass der Trainer aktuell nicht das Problem ist. Aber es wird alles ignoriert: Verletzte, Kaderzusammenstellung, Altmeister, WM-Loch usw usf. Wichtig ist nur dass der Trainer gefeuert wird. Frage mich in welcher Welt wir leben, dass jemand 3 Monate Zeit hat unter miserablen Bedingungen etwas rauszuholen, was nach gesundem Menschenverstand nicht möglich ist. Aber weg muss, er, weg.

      Aber das ist die heutige Gesellschaft. Weg und neu. Und dann wieder weg. Usw. Nach Landtagswahlen wird nur nach Rücktritten gefragt, statt endlich mal zu hinterfragen, warum die AFD zweistellig ist und WIE ZUM GEIER man das ändern kann. Aber nein, die müssen alle weg! Mich kotzt das nur noch an.

      1. Olorin

        Sorry, aber ich find deinen Rundumschlag einigermaßen seltsam. Verletzte, Kaderzusammenstellung, Altmeister, WM-Loch werden ignoriert? Allein von mir gibt es unter den letzten Artikeln durchschnittlich 5 Kommentare, in denen ich die Kaderzusammenstellung und die Rolle der Altmeister kritisiere und höchstens am Rand auf Kovac eingeh. Im letzten Spielbericht gab es eine ellenlange Diskussion über Verletzungen. Also wo genau werden diese Themen ignoriert? WM-Loch ist in der Tat ein etwas unterschätzter Aspekt, vor allem deshalb, weil sich dieses WM-Loch nicht in klar erkennbaren Bereichen äußert, sondern einfach auf die ganze Mannschaft wirkt und deshalb völlig spekulativ ist, wie groß das tatsächlich ist. Wenn Ribéry gegen einen Regionalligisten zehnmal versucht ins Dribbling zu gehen und zehnmal den ball verliert ist es offensichtlich, dass seine noch immer vorhandenen Ansprüche ein Problem sind. Wenn Leon Goretzka auf LV aushelfen muss ist offensichtlich, dass mit der Kaderplanung was nicht passt. Solche klaren Bezugspunkte fehlen halt beim Thema WM-Loch, weswegen zumindest ich eher wenig dazu schreib, weil ich nicht in pure Spekulationen abdriften will.

        Deinen kleinen Exkurs in die Politik ignorier ich jetzt mal, weil es hier nicht her gehört, obwohl ich dir da in vielem Recht geb. Wobei da bei den Hauptprotagonisten Merkel und Seehofer das Argument “fehlende Zeit” wohl ziemlich fehl am Platz ist…

      2. Marco05

        War nicht gegen jeden Kommentierer hier gemeint, aber speziell der Beitrag von @Herrispezial geht mir schon wieder gegen den Strich.

        Kovac ist jetzt 4 Monate im Amt. Wir sind Zweiter, im Pokal noch dabei, haben die meisten Verletzten, die meisten Nationalmannschaftsabstellungen, die meisten WM-Traumatisierten, den ältesten Kader – für was er alles nichts kann – und noch die größten Egos und zuletzt die meisten Auswärtsspiele im 3-Tages-Rythmus.

        Aber alles Blödsinn, weil der neue Trainer nach 4 Monaten einfach schon wieder weg muss, weil er anscheinend keine Passübungen macht. Ich bin selbst schuld wenn ich auf so einen offensichtlichen Blödsinn noch anspringe. Aber leider ist das kein Einzelfall. Diese gesamte (Wegwerf-)Mentalität finde ich zum Kotzen.

        Wir haben nach 4 Monaten noch keinen zweistelligen Vorsprung? Weg mit ihm!!!
        Es sieht trotz aller Verletzter und sonstigen Hindernissen noch nicht wieder aus wie unter Pep damals in Manchester? Feuert ihn endlich, er hatte doch wahrlich Zeit genug!!!

        Und das ganze geht ja gebetsmühlenartig seit Wochen. Die gleichen schreien dann auch den nächsten Trainer raus und den übernächsten. Stellt euch vor, es gab schonmal Zeiten in diesem Verein, da sind wir nicht 6x in Folge Meister geworden Ernsthaft jetzt.

        Aktuell bin ich fast soweit, mir einen temporären sportlichen Niedergang zu wünschen, damit all diese Schönwetterfans sich wieder schleichen…

      3. Herrispezial

        Marco: Kovac hat sich damit einverstanden erklärt, das Rudy und Bernat am letzten Tag des Transferfensters gehen. Weil er einen kleine Kader bevorzugt. Kovac stellt einen Ribery gg. Rödinghausen auf und lässt ihn auf dem Platz, obwohl er ein Duell nach dem anderen verliert. Kovac moniert die Chancenverwertung, obwohl er das im Training üben lassen kann. Kovac stellt immer wieder die alten Männer auf und versucht keinen Umbruch, obwohl das seine Aufgabe sein sollte.

        All die anderen Punkte (kleiner Kader etc.) habe ich auch schon benannt – und natürlich ist Kovac dafür nicht alleine verantwortlich. Aber in einigen Bereichen ist er mitverantwortlich (Kader). Und für die Leistung der Mannschaft ist er sogar hauptverantwortlich.

        Im Übrigen würde ich niemals die AFD wählen. Und trotzdem finde ich, dass Merkel weg muss. Weil eben die Eliten in diesem Land ihre Verantwortung nicht mehr wahrnehmen. Und das darf man ja wohl erwarten. In der Politik wie im Leistungssport. Wer seine Leistung als Elite nicht bringt, gehört dort nicht hin. Und wer, wenn nicht der Trainer des FCB sollte wohl zur (Fussball)Elite in Deutschland gehören?

      4. August46

        +1
        Aber mal was Positives:
        BVB spielt zur Zeit einen mitreißenden Fußball, hat auch (BVB-)Dusel
        und freundliche Schiris.
        FCB steckt in einer Krise, hat auch Pech und weniger gute Schiris.
        Und trotzdem : Wir sind nur 2 Punkte entfernt !!
        Kopf hoch !

      5. Jo

        “FCB steckt in einer Krise, hat auch Pech und weniger gute Schiris.”

        Mach dir mal keine Sorgen, morgen pfeift immerhin ein Felix Zwayer. Der DFB will diesmal wohl auf Nummer sicher gehen.

      6. Anton

        Marco05 – Kovac muss weg, ist mit Sicherheit eine zu einfache Forderung. Da gebe ich dir völlig recht. Aber wenn doch auch für den letzten Betrachter sichtbar ist, dass von einem Umbruch, den ja immerhin selbst der geschätzte Präsident angekündigt hat, offenbar keine Rede sein kann, dann muss zumindest bei den letzten Spielen und der dort gezeigten Leistungen einiger Protagonisten die Frage gestattet sein- ja wann denn endlich. Ob ein Robben gegen AEK oder ein Ribery gegen Rödinghausen. Wer stellt die auf und läßt sie auch noch 90 min spielen. Und wenn sie dann nach teilweise unterirdischer Leistung in der 60. min ausgewechselt werden, sind die Herrschaften auch noch beleidigt.
        Und den Schuh zieht sich ein Kovac als Cheftrainer ganz alleine an.

        Wir sind im Pokal noch dabei! Das kann doch nicht dein Ernst sein! Das war gegen Drochtersen schon schlimm, das gegen Rödinghausen war keinen Deut besser! Zweimal gegen einen Regionalligisten mit Hängen und Würgen weitergekommen. Das kann es doch nicht sein! AEK war das Gleiche, Ajax teilweise grausam und mit viel Glück ein Unentschieden.
        Und für die Einstellung der Spieler, die Spielidee und die Aufstellung ist wieder nur einer alleine verantwortlich!

        Wenn es trotzdem nicht läuft, kann man auch zu dem Schluß kommen, dass da gegen den Trainer gespielt wird. Dann aber ist die Vereinsführung gefragt, dazwischen zu hauen.

        Wir können doch noch dem Herrgott dankbar sein -2x einen Regionalligsten im Pokal, eine CL-Gruppe, die vorsichtig gesagt “sehr überschaubar” ist. Das hätte mit weniger Losglück auch ganz anders laufen können.
        Wäre die Mannschaft dafür besser gewesen? Vermutlich eher nicht.
        Ein Ancelotti wollte auch keinen großen Kader, in der entscheidenden Phase haben dann Heynckes die entscheidenden Spieler leider gefehlt. Ein Kovac hätte mit Sicherheit ein gewichtiges Wort beim Kader mitsprechen können – hat er aber nicht.
        Junge Spieler werden sporadisch eingesetzt aber nicht aufgebaut. Nachwuchsspieler vom Tabellenführer der Regionalliga Bayern werden nicht einmal gegen Regionalligisten eingesetzt. Gott, was müssen die schlecht sein. Ein Gnabry- wofür ist der eigentlich geholt worden – hat von 17 Pflichtspielen noch nicht ein einziges Spiel durchgespielt. Und wenn die beiden alten Männer nicht “Rücken haben” wird das auch so bleiben.
        Jetzt planen wir, den Kimmich auf die 6 zu stellen und wenn sich Alaba verletzt, können wir Rafinha klonen oder wieder einen Goretzka auf die AV-Position stellen. Der weiß sowieso bis heute noch nicht welche Rolle er eigentlich spielen soll.
        Hat alles nix mit dem Trainer zu tun?

        Wenn nicht, dann sei doch die Frage erlaubt, wer eigentlich beim FCB für was verantwortlich ist!
        Es sei denn, für die Saison wurde das Motto ausgegeben – der Herrgott wird’s schon richten.
        Es läuft zwar so toll, dass man sich wie am Dienstagabend schämen muss. Aber es ist irgendwie so richtig keiner verantwortlich.

      7. Osrig

        “Zumal offensichtlich ist, dass der Trainer aktuell nicht das Problem ist.”

        Das ist aber eine sehr eigensinnige und wie ich finde schon etwas “rosarote” Einschätzung von Dir, Marco! Denn wenn es Kovac bis jetzt nicht gelungen ist, der Mannschaft Lösungen mitzugeben, wie sie gegen tiefstehende Gegner ins letzte Drittel kommen kann, dann ist das KEINE Frage der Kaderzusammenstellung, der Verletzungen oder eines möglichen “WM-Blues”, sondern schlichtweg eine Frage der nicht ausreichenden taktischen Kompetenz des Trainers!
        Und dieses Defizit wird angesichts der riesigen Lücke im Zentrum hinter den Spitzen zwischen Abwehr und Angriff mehr als deutlich! Daran können auch die mit Hilfe weniger guter Minuten in den Partien letztlich gewonnenen Spiele nichts mehr übertünchen.
        Die positive Entwicklung, die vereinzelt zu sehen war, reicht eben nicht aus! Das Kovac nicht allein an der Misere Verantwortung trägt, ist unbestritten! Aber das taktisch Defizite bestehen, die nur als “gravierend” zu bezeichnen sind, wenn wir den Maßstab “europäische Spitze” anlegen, das kann m. E. auch nicht bestritten werden und ist das für mich das entscheidende Problem.
        Und damit stellt sich sehr wohl die Trainerfrage!!

      8. wohlfarth

        Danke Wipf1953 und Marco05.
        Ich kann es auch nicht mehr hören, dieses stupide “Kovac raus”. Das wir Probleme haben und der Trainer seinen Anteil daran hat, ist unbestritten. Aber unter jedem MSR-Beitrag die immergleichen Beiträge. Sehr ermüdend. Kopiert ihr die eigentlich nur noch?

    3. Falls das MSR-Beiträge bedeuten soll, hast du die letzten Artikel leider nicht richtig gelesen.

      1. Marco05

        er meinte sicher die Kommentare auf MSR…

      2. Anton

        Ich habe in vielen Dingen auch so meine Probleme mit Niko und der Vereinsführung. Aber zumindest in einem Punkt gebe ich Marco05 recht – Zeit bekommt heute keiner mehr. Alles hat gefälligst sofort zu funktionieren.
        Aber – warum soll das ausgerechnet im Fußball anders sein, als in allen anderen Bereichen.

      3. wipf1953

        ich meinte MSR ingesamt. Natürlich befassen sich die Beiträge auch mit den Spielen, oder den Spielern des Monats. Und natürlich gibt es auch Kommentare, die z.B. Müller kritisieren. So gesehen waren die 99% natürlich übertrieben. Trotzdem ist mein Eindruck, dass viel zu viel dem “Alten” hinterhergejammert wird (wie heißt es so schön, “Nostalgie ist die Utopie der Konservativen”). Mich interessiert viel mehr, ob und wie viel von Kovacs “neuer” Idee bei den Spielern ankommt. Denn eines ist doch ganz sicher. Den Fußball, den der FC Bayern unter Guardiola gespielt hat, wird man so schnell nicht wiedersehen. Es gab nicht eine einzige größere Entscheidung des Vereins, die diesen Fußball konserviert hätte. Alles, was sich verändert hat (beginnend mit Guardiola, aber auch Tim Walter, und durch die Bank alle Neuverpflichtungen), ging in die andere Richtung.

        So gesehen wird auch die von vielen erhoffte Beurlaubung von Kovac nichts ändern. Wer würde denn dann übernehmen? Sicher nicht Wenger, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit Hasenhüttl.

  4. Anton

    Vielleicht mal einen kleinen Exkurs zur Verletzungsanfälligkeit eines Coman! Seit der Saison 15/16 war er 13x verletzt!
    Aber!!!! Von diesen Verletznungen waren 9 Verletzungen kleine Blessuren, die zwischen 2 und 7 Tagen Ausfall bedeuteten. Damit dürfte er im ganz normalen Rahmen liegen. Dass gerade bei schnellen Außenspielern die Gegenspieler oft zu spät kommen, und dann meist der Knöchel ramponiert wird, ist auch kein Geheimnis. Das gute Spieler zusätzlich auch noch ramponiert aus den Länderspielpausen zurückkehren, ist spätestens seit Robben oder Götze auch nichts neues.
    Bleiben also drei Verletzungen übrig- 1x Kapselverletzung Sprunggelenk – siehe Thiago am Dienstag. Kein böses Foul, aber blöd getroffen- NM-Einsatz.
    2x Syndesmosebandriss.
    Das Syndsmoseband ist eigentlich kein Band, sondern eine Membran, die im Sprunggelenk Schien- und Wadenbein zusammenhält. Wenn diese Membran reißt, muß das Gelenk völlig ruhiggestellt werden, weil sonst das Gelenk instabil wird.Heißt – Schraube durch Schien- und Wadenbein, absolute Ruhigstellung, keine Belastung. Warum? Weil sonst die Gefahr besteht, dass die Schraube bricht und dann wird es komplizierter.
    Diese Verletzung holt man sich, wenn das Gelenk unnatürlich verdreht wird und dadurch die Membran reißt.
    Dafür braucht es keinen Tritt, es reicht auch wenn einer blöd auf das schon überdehnte Gelenk drauffällt.
    Diese Erfahrung durfte mein Sohn beim American Football machen – Fuß verdreht und einer noch blöd draufgefallen.
    Blöder geht es eigentlich nicht, aber das passiert eben. Und wenn es noch blöder läuft eben 2x hintereinander.
    Trotzdem ist das keine besondere Verletzungsanfälligkeit sondern eher Pech.
    Coman teilt das Los der Spieler, die sich oft- auch aufgrund ihrer Schnelligkeit – in entsprechenden Zweikämpfen wiederfinden.

    1. wohlfarth

      Schau mal nach, wie oft Messi in den letzten 10 Jahren verletzt war. Und der wird bestimmt nicht wenig gefoult.
      Klar geht es hier oft um Glück und Pech, aber immer Glück ist auch Können. Körperliche Robustheit ist auch ein Qualitätsmerkmal. Und dass wir (zu-) viele Spieler im Kader haben, die körperliche Robustheit nicht im Bewerbungsschreiben stehen haben, ist eindeutig.

      1. liza

        Es gehört zu Messis herausragenden Fähigkeiten, Fouls auch zu vermeiden. Man kann das häufig in Zeitlupen sehen wie er gegnerischen Beinen und Füßen ausweicht, über sie drüber springt, usw. Das ist bei ihm ein eigenes Kunsthandwerk.

  5. Tipic

    Ist zwar off topic, aber doch sehr interessant: die Pläne der europäischen Großklubs, darunter Bayern, zur Gründung einer Superliga:
    http://www.ardmediathek.de/goto/tv/57325332

    1. Done

      Klingt für mich nach Säbelrasseln wie jedes Mal, wenn es darum geht, die Verteilung der CL-Kohle neu zu verhandeln.

      1. Thomas

        Der “Spiegel” ist kein zitierfähiges Blatt mehr, sondern eine Postille, die mit der “Titanic” konkurriert! Man denke nur an die skandalösen Titelblätter (Trump/ Freiheitsstatue; Sachsen/braun).

        KHR hat gestern in einer Pressemitteilung (über die Bayern-App) eine Art Gegendarstellung zu diesem Spiegel-Artikel verbreitet. Die Formulierungen, die diese PM wählte, waren in meiner Perspektive prägnant:

        – der FC Bayern bekenne sich zur Bundesliga,
        – Pläne für eine Super League seien dem FC Bayern “weder bekannt, noch hat der FC Bayern an Verhandlungen hierzu teilgenommen”.

    2. Anton

      Absoluter Firlefanz! “Die 16 Clubs sollen im November eine bindende Absichtserklärung unterzeichnen!”
      Gestern Watzke/Rummenigge unisono: mit mir gibt es keinen Ausstieg aus der Bundesliga und den europäischen Wettbewerben!
      Heute morgen wurde im BR einer der mitverantwortlichen Redakteure des NDR genau dazu befragt. Die erschöpfende Antwort: Ja man weiß ja nicht, ob die 2021 noch im Amt sind!
      Und wer soll dann im November rechtsverbindlich unterschreiben?
      Und dann gründen wir mal so eben eine Liga außerhalb der UEFA. Und die Spieler gehören dann nicht mehr den Verbänden an. Und UEFA und FIFA finden das ganz Klasse!
      Wenn die dann festlegen, dass bei Spielen unter dem Dach dieser Verbände natürlich nur Spieler und Offizielle antreten dürfen, die diesen Verbänden angehören – dann klatschen geschätzte 400 Spieler Beifall, weil sie endlich nicht mehr NM spielen müssen.
      Und wer braucht schon so einen Schei**, wie nationale Titel, Pokalsieg, Europameistertitel, Weltmeistertitel. Kein Mensch!
      Dann könnte es bei der WM in Katar doch noch ein Halbfinale Kamerun : Kasachstan geben.
      Spanien, England, Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland, Argentinien, Brasilien und einige andere – alle raus, denn wo spielen die Masse der Nationalspieler.

      Der ganze Mumpitz riecht eher nach “Rache für die unselige PK”

  6. Osrig

    Zum Thema Superliga: Ich meine auch, dass viel Säbelrasseln und Pulverdampf mit dabei ist, wenn solche Pläne gemacht – und vermutlich durch gezielte Indiskretionen publik werden. Hat ja auch geklappt mit mehr Geld und einem vierten Startplatz für unsere Bundesliga, die zumindest in den letzten paar Jahren diesen Platz mehr nicht verdient hatte. Aber sei es drum, mehr Geld ist mit Blick auf die PL ja gut, und über Alternativen zu BL und vor allem CL MUSS nachgedacht werden, um extreme Entwicklungen in jegliche Richtungen zu vermeiden.
    Doch ist eine europäische Superliga noch reichlich Zukunftsmusik, das aktuelle Tagesgeschäft ist wichtiger:

    Und da sehe ich unseren FCB heute schon an einem möglichen Wendepunkt:
    Wenn die Optimisten Recht haben und Kovac tatsächlich taktisch etwas drauf hat, dann zeigen die Jungs gegen Freiburg, wie es laufen muss unter Kovac und spielen sich durch ein ungefährdetes und klar herausgespieltes 4:0 oder 5:0 endgültig aus der Krise. Gerade rechtzeitig vor dem DO-Spiel, in dessen Ergebnis ich schon einen gewissen Fingerzeig Richtung Meisterschaft sehe.
    Ist die Krise noch nicht überstanden, so werden unsere Spieler einmal mehr durch ein paar gelungene Aktionen, etwas Glück und Gegnerhilfe die drei Punkte einsammeln, das Spiel aber einmal mehr unter die Rubrik “Arbeitssieg” fallen, einige Stimmen werden dann sicherlich auch von einem “Rumpelspiel” sprechen.

    Nicht unwahrscheinlich ist aber auch, dass Freiburg durch geschickte Raumaufteilung und variable Verteidigung die Wege in den Sechszehner zustellt, unsere Bemühungen, durch schnelles vertikales Spiel über die Flügel zum Erfolg zu kommen, im Ansatz bereits vereitelt und unsere Jungs mit zunehmender Spieldauer immer ratloser werden, hektischer und am Ende ein Punktverlust passiert. Wobei ich den taktisch gut eingestellten Freiburger auch ein Tor zutraue! Und Freiburg ist ein anderes Kaliber als Rödinghausen! Selbst in der Bundesliga gehört der SC nicht zu den Schwächsten!
    Wenn uns Freiburg nicht den Gefallen tut und in eine Art Hurra-Fussball verfällt in der Annahme, wir seien diese Saison leicht zu packen, dann wird sich zeigen, ob tatsächlich Lösungen gefunden werden gegen eine gut organisierte Defensive.

    Ich bin da wirklich gespannt und hoffe wirklich darauf – Kovac-Thematik hin oder her – das endlich der Knoten platzt! Denn ich habe nicht die geringste Lust darauf, am Ende der Saison die Schwatzgelben jubeln zu sehen!
    Nun gehöre ich nicht zu den Optimisten, aber was passiert, wenn wir von Freiburg taktisch vorgeführt werden, mag ich mir auch nicht ausmalen. Daher – mit etwas Überrumpelung in einer schwungvollen Anfangsphase – gehe ich von einem 3:1 aus, in dem Lewandowski zeigt, warum er zu den Top-Stürmern gezählt wird, und in dem Kimmich auf der Sechs eine herausragende Partie macht.

    Daher meine Thesen:
    Torschütze: Lewandowski
    Freie These: Das 1:0 für uns fällt innerhalb der ersten 12 Minuten!
    Über/unter: Über
    Mannschaftsaufstellung: Neuer – Rafinha, Süle, Hummels, Alaba – Kimmich, James, Sanches – Gnabry, Müller, Lewandowski

    1. Anton

      Wo ist den die legendäre Flügelzange? Hast du die etwa vergessen?

      1. Osrig

        Na, ich habe die Aufstellung gewählt, von der ich denke, wie sie auch tatsächlich auflaufen würde. Da habe ich nicht mit Robben und Ribery in der Startaufstellung gerechnet, sondern mit Müller. Mir selbst wäre Goretzka statt Sanches lieber, und ich hätte mit Müller begonnen mit der Ansage, ihn zur 60. Minute gegen Arjen auszutauschen. Das unsere legendäre Flügelzange mittlerweile etwas zahnlos geworden ist, dürfte wohl klar sein.
        Schauen wir mal, was es wird!^^

  7. FCB White Collar

    Kein Müller in der Startaufstellung, die Chancen auf einen Sieg heute sind damit exponentiell gestiegen.

    1. Herrispezial

      Und vor allem fehlen bei Freiburg wichtige Spieler (wie Petersen oder Hübner). Das ist schon mal nicht schlecht. Dazu keine Punkte für Freiburg in München in den letzten 20 Jahren.

      Eigentlich gute Voraussetzungen.

  8. Rainer

    Die Vermehrung von Bakterien in der Lebensmittelprobe erfolgt exponentiell…..und unsere Siegchancen ohne Müller auch:)) na dann.
    Die Aufstellung gefällt gut. Bin gespannt was Kimmich bringt.

    1. Kurt

      Nichts geht wieder mal ohne Müller.

      Nur noch Planlose hier.

  9. Done

    30 Minuten gespielt, 4 Chancen vergeben, immer noch 0:0.

    Müller ist schuld. Auf die Tribüne mit ihm!

    1. FCB White Collar

      Mit Müller würden wir jetzt eher zurückliegen als führen.

    2. Herrispezial

      Naja, es war eigentlich nur 1 richtig Gute (Lewandowski). Da kann ich den Trainer auch nicht verstehen, dass er sie Chancenverwertung beklagt. In den letzten Jahren war es auch fast immer so, dass Lewa die erste dicke Chance liegen liess. Nur hat die Mannschaft früher immer deutlich mehr gute Chancen herausgespielt. Und dann gewinnt sie eben auch – sogar mal deutlich.

    3. Kurt

      Bayern ohne Müller: 71 Minuten kein Tor.
      Bayern mit Müller: 9 Minuten Tor

      ’nuff said.

      1. Beobachter

        Man kann Müllers Anteil an dem Tor gar nicht genug betonen.

      2. Beobachter

        Ohne Müller 71 Minuten kein Gegentor… ;)

  10. Herrispezial

    Starker Auftakt. Danach wieder alles wie gehabt. Und die Ecken, Freistösse und Flanken landen alle im Nirvana. Man kann ja schon froh sein, wenn ein Roter zumindest in der Nähe des Balles steht, wenn er reinkommt. Dabei hatte ich in den ersten 15 Minuten sie Hoffnung, dass es heute mal ein anderes Spiel gibt.

  11. Herrispezial

    Grandios. Wir halten zu Hause gegen den übermächtigen SC Freiburg das 0:0. Kovac gibt dieser Mannschaft eine unglaubliche Stabilität. Nach hinten brennt nichts an – und nach vorne auch nicht. Warum machen wir uns eigentlich jedes Spiel wieder Hoffnungen? So langsam ist doch klar, dass diese jedes mal wieder enttäuscht werden.

    Im übrigen ist Kimmich seit der 15. Minuten weiter vorne unterwegs und seitdem sieht er nicht mehr gut aus. Und Robben muss vom Platz. Er verliert zu viele Bälle, und spielt fast nur Pässe nach hinten.

  12. Herrispezial

    Auch das in-game-coaching funktioniert hervorragend. Alle in der Pause besprochenen Massnahmen greifen perfekt.

    Wer Augen zum Sehen hat, der sehe. Allen voran bitte die Vereinsführung.

  13. Herrispezial

    13 Ecken nach 60 Minuten – und keine davon brachte ansatzweise Gefahr.

    Pro-Tipp: so etwas kann man trainieren.

  14. Herrispezial

    Bon mal gespannt, was Kovac heute wieder zum Besten gibt. Seit fast 2 Monaten spielt die Mannschaft schlechten Fussball.

    Und Gnabry rettet ihm vermutlich vor unangenehmen Fragen. Einmal durchatmen.

  15. Herrispezial

    Meine Fresse. Die Mannschaft kassiert in jedem Spiel ein Tor. Der letzte Trainer, der so eine schlechte Bilanz bei uns hatte, war Klinsmann.

    Und in Dortmund lacht man sich gerade schlapp.

    Es wird Zeit zu handeln. Allerhöchste Zeit.

  16. Herrispezial

    4 sieglose Spiele zu Hause in Folge gab e zuletzt vor 20 Jahren. Aber wir haben natürlich nur Pech. Und der Trainer sollte besser nicht dafür verantwortlich gemacht werden, denn solche Serien liegen natürlich nur an der WM im Sommer, der Kaderplanung, den gemeinen Schiedsrichter und dem bösen Karma. Ich wünsche mir jetzt eine Klatsche gegen Dortmund, damit nach 2 Monaten absoluter Rückwärtsentwicklung endlich der Trainer gehen muss. Inzwischen muss man den Verdacht haben, dass die Mannschaft die ersten Spiele einfach noch nicht genug durch seinen Stil geprägt war und deswegen noch besser gespielt hat. Auf jeden Fall wird es seit Monaten keinen Deut besser.

  17. Hummelrobbe

    Es ist einfach nur noch traurig. Wie konnte es mit unserem FCB in so kurzer Zeit so weit kommen? Es ist die Summe einiger falscher Entscheidungen.

    Angefangen mit der Ernennung von Brazzo…

    Meine Meinung.

    1. Herrispezial

      Leider verzichtet man ja inzwischen auf den meisten Positionen auf Kompetenz. Wichtiger ist Stallgeruch. Das kompensiert zum Glück die fehlenden Fähigkeiten.

      Wenn UH nicht endlich kapiert, dass er mit seiner Politik seit seiner Rückkehr den Verein gerade in die völlig falsche Richtung manövriert, dann wird es richtig böse weiterlaufen.

      3 Massnahmen sind bis zum Winter notwendig. Trainer raus. Wintertransfers mit hoher Qualität. Und Beginn der Suche nach einem neuen Sportdirektor.

      1. Hummelrobbe

        Man stelle sich die Situation mit Tuchel und Lahm als Sportdirektor vor. Ich würde alles Wetten, dass es dann anders aussehen würde.
        Bleibt natürlich hypothetisch.

        Aber mich kotzt dieses Stallgeruch Ding total an. Das ist nur inzestiös.

  18. Kurt2

    Die Mannschaft weiß momentan nicht, was sie tun soll, das sieht man bei fast jeder Aktion. Die Raumaufteilung ist eher zufällig.
    Der Stürmer stand zwischen Süle und Boa und egal wie toll die Flanke auch ist, never ever darf er da eine Chance bekommen noch an den Ball zu kommen. Das ist einfach zweitklassig, tut mir leid. Hinzu kommt auch noch das oftmals tollpatschige Zweikampfverhalten, ungenaue Pässe und schludrige Ballannahmen.
    Meiner Meinung nach haben zu viele Spieler kein wirkliches Vertrauen in die Fähigkeiten des Trainers.

    1. Herrispezial

      Sehe ich genauso so. Dieses schlechte Stellungsspiel kann man doch nicht immer exklusiv auf die Spieler schieben.

    2. T.W.

      Bei aller womöglich berechtigten Kritik am Trainer, aber: “zweitklassig” … “tollpatschig” … “ungenau” … “schludrig” – solche Basicdefizite sollen alle am “Vertrauens”mangel in den Trainer liegen?
      Wäre m. E. ein allzu billiges Alibi für die Spieler, was deren professionellen Verantwortungsbereich angeht…

  19. wohlfarth

    Wenn ich in der 88. Minute 1-0 führe und das in unserer Situation, und dann interessiert den Innenverteidiger nicht, was der Stürmer in seinem Rücken macht. Ja dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Was mit dieser Mannschaft und mit den einzelnen Spielern los ist, ist mir unerklärlich. So schlecht hab ich meine Bayern zuletzt 2006 unter Magath gesehen. Jeder Spieler wird jede Woche schlechter.

  20. Kurt74

    Nach diesem Spiel stelle ich Kovac ebenfalls in Frage. Die Spieler scheinen kein System oder Taktik zur Hand zu haben nach dem sie sich orientieren können. Manche Sprints wirken völlig deplaziert und sinnfrei, mal stehen sich die Spieler gegenseitig auf den Füssen mal ist niemand anspielbar.Und es braucht mir keiner kommen das Freiburg das gut gemacht hätte. Die haben ne Mauer aufgezogen und als sie gemerkt haben wir unsicher Bayern ist Mut geschöpft. Kovac Raus! 10 Spieltage sind genügend Zeit zu zeigen ob man einen FCB trainieren kann.

  21. Kurt74

    Nach diesem Spiel stelle ich Kovac ebenfalls in Frage. Die Spieler scheinen kein System oder Taktik zur Hand zu haben nach dem sie sich orientieren können. Manche Sprints wirken völlig deplaziert und sinnfrei, mal stehen sich die Spieler gegenseitig auf den Füssen mal ist niemand anspielbar.Und es braucht mir keiner kommen das Freiburg das gut gemacht hätte. Die haben ne Mauer aufgezogen und als sie gemerkt haben wir unsicher Bayern ist Mut geschöpft.
    Es macht gar keinen Spass mehr ein Bayernspiel anzuschauen. Solche Gefühle hatte ich zuletzt bei Klinsmann.
    Kovac Raus! 10 Spieltage sind genügend Zeit um zu zeigen ob man einen FCB trainieren und formen kann.

    1. Kurt74

      Bitte doppeltes Kommentar löschen -.-

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