Round-Up: Spieler des Monats Oktober

Maurice Trenner 31.10.2018

Wenn der Pole bisher in unserem Blog ausgezeichnet wurde, wie zum Spieler des Monats Februar 2017, dann meistens aufgrund seiner starken Torquote. Doch im vergangenen Monat zeigte der 30-Jährige wieder einmal, dass er eben mehr ist als ein Torgarant.

Stürmischer Dauerbrenner

Zuerst soll dennoch einmal auf die nackten Zahlen eingegangen werden. Im Oktober bestritt Lewandowski fünf der sechs Spiele für die Münchner und absolvierte dabei 444 Minuten. Lediglich gegen Athen wurde er kurz vor dem Abpfiff von Kovač vom Platz genommen.

Diese Qualität ist bei dem Polen nicht zu unterschätzen. Er kann nahezu immer spielen und das auch über die kompletten neunzig Minuten. Im Bayern-Kader haben nur Torhüter Neuer, das Duracell-Häschen Kimmich und die Diesel-Lok Thiago mehr Einsatzzeit gesammelt als Lewandowski. Bemerkenswert ist auch, dass dies in seinem Spiel nur selten bis gar nicht auffällt.

In den fünf Spielen sammelte er ebenso viele Scorer-Punkte, war beim wichtigen 3:1-Erfolg in Wolfsburg gar an allen drei Toren beteiligt. Beim 1:0 zeigte er sich dabei als eiskalter Vollstrecker, der einen tollen Schnittstellen Pass von Hummels überlegt vollendete. Dieses Tor beendete auch seine „Mini-Krise“ von 251 Minuten ohne Treffer. Für das 2:0 bewies er das Näschen eines echten Stürmers, erahnte einen Fehlpass von William und schob ins leere Tor ein. Das abschließende 3:1 legte er dann mustergültig für James auf.

Unermüdlicher Arbeiter im Angriff

Anhand dieses Tores zum 3:1 in Wolfsburg lässt sich auch gut all jenes beschreiben, was der Pole zusätzlich auf den Platz bringt. Das sind Qualitäten, die er einem Wagner oder aber auch ehemaligen Stürmern wie Gomez und Toni zweifelsohne voraus hat.

An der Strafraumkante bekommt Lewandowski den Ball von Thiago. Der erfolgreichste ausländische Torschütze im Trikot der Münchner steht dabei mit dem Rücken zur Abwehr. Direkt hinter ihm stehen mit Brooks und Rousillion zwei Wolfsburger Verteidiger. Dennoch kann der 30-Jährige ohne Probleme den Ball abschirmen und behaupten. Eine wichtige Qualität für einen zentralen Spieler, der so oft gesucht wird und Bälle festmachen muss.

Der Ball springt ihm kaum vom Fuß und mit einer kurzen Drehung, bei der er den Kopf oben hält, hat er Brooks verladen. Nun nimmt er den rechts durchbrechenden James wahr und spielt den Ball steil in den Lauf des Kolumbianers, sodass nur dieser ihn erreichen kann. Diese Chance lässt sich die bayrische Nummer 11 nicht nehmen und verwandelt sicher ins kurze Eck.

Lewandowskis Fähigkeiten im Passspiel machen ihn zum integralen Bestandteil der Bayern-Offensive. Aus dem Spiel gegen Mainz bleibt hier vor allem der überragende, öffnende Pass auf Süle in Erinnerung mit dem die gesamte Mainzer Hintermannschaft aus dem Spiel genommen wurde.

Ansonsten sah man ihn in der Karnevalstadt immer wieder weite Wege gehen, um den Ball zu fordern und aus tiefen Zonen zu holen. Diese Bewegungen sind wichtig, um die so latente Statik im Bayern-Spiel zu reduzieren. Auch hier sind die kurzen Pässe oder das Abtropfenlassen des Balles wichtige Fähigkeiten.

Den Polen unterstützt von den hohen Achten in Szene zu setzen und ihm dabei die notwendigen Freiheiten für seine Interpretation des Offensivspieles zu überlassen, muss für Kovač in den kommenden Wochen Priorität haben.

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