Top 15 der Klubgeschichte: Abschluss der Serie

Maurice Trenner 11.01.2019
Bisherige Artikel
Einleitung
Plätze 15 bis 12
Plätze 11 bis 8
Plätze 7 & 6
Plätze 5 & 4
Platz 3
Platz 2
Platz 1

Der Bomber und der Kaiser stehen am Ende auf den Plätzen Eins und Zwei im großen Miasanrot-Ranking der besten fünfzehn Spieler der Bayern-Historie. Es gab schon Wahlen mit überraschenderem Ausgang. Zur vollständigen Transparenz und Nachvollziehbarkeit zeigen wir euch noch einmal die komplette Rangliste. Dabei sind sowohl die durchschnittliche Punktzahl als auch die beste Platzierung in einem einzelnen Ranking aufgeführt.

PlatzNamePositionDurch. PunkteBester PlatzNennungen
1Gerd MüllerSturm13,91 (x7)15
2Franz BeckenbauerAbwehr13,31 (x6)14
3Philipp LahmAbwehr11,1114
4Oliver KahnTorwart9,7214
5Karl-Heinz RummeniggeSturm8,8314
6Lothar MatthäusMittelfeld7,6314
7Bastian SchweinsteigerMittelfeld7,5213
8Paul BreitnerMittelfeld7,1413
9Arjen RobbenSturm6,4114
10Klaus AugenthalerAbwehr4,1610
11Sepp MaierTorwart4,038
12Franck RibéryMittelfeld3,5611
13Manuel NeuerTorwart2,858
14Georg SchwarzenbeckAbwehr2,579
15Mehmet SchollMittelfeld2,346

Die Berechnung der Punktzahl war dabei wie folgt: Für jede Platzierung auf einer Liste erhielt ein Spieler Punkte. Dabei bekam jeweils der Erste auf einer Liste fünfzehn, der Zweite vierzehn, der Dritte dreizehn und so weiter. Wurde ein Spieler nicht genannt, bekam dieser null Punkte. Am Schluss wurden alle fünfzehn Listen zusammengerechnet und für jeden Spieler eine durchschnittliche Punktzahl gebildet. Nach dieser Punktzahl, die in der Tabelle eingetragen ist, wurde die finale Rangliste sortiert.

Insgesamt vier Spieler erhielten Stimmen für den ersten Platz. Gerd Müller und Franz Beckenbauer waren die einzigen beiden Spieler, die mehrfach genannt wurden, wobei der Bomber sogar einmal häufiger auf die Eins gesetzt wurde. Mit Lahm und Robben erhielten auch zwei Spieler aus der jüngsten Generation Stimmen für den ersten Platz. Auf Kahn, Schweinsteiger, Rummenigge, Matthäus und Maier entfiel zumindest in einer Liste ein Podestplatz.

Übersicht der Bayern-Spieler mit den meisten Titeln und Pflichtspieleinsätzen.
(Quelle: Josef H.)

Der Twitter-User Josef H. hat uns eine Grafik erstellt in der eine Übersicht der Bayern-Spieler mit den meisten Titeln und Pflichtspielen dargestellt ist. Die Spieler, die in unserer Top-15-Rangliste auftauchen, sind in rot markiert. Der Spieler mit den meisten Einsätzen, der nicht in der Liste auftaucht, ist Bernd Wipf Dürnberger, der zwischen 1972 und 1985 insgesamt 501 Spiele für die Roten absolvierte. Den Platz für die meisten Titel ohne in der Serie aufzutauchen teilen sich: Bixente Lizarazu, Andreas Zickler, Claudio Pizarro, David Alaba und Thomas Müller mit zwölf Titeln.

Die Vergessenen

Wie in jeder Rangliste gibt es auch in dem Miasanrot-Ranking wohlverdiente Spieler, die man nicht wiederfindet. Natürlich ist die Liste der besten Bayern-Spieler viel länger als fünfzehn Spieler und entsprechend fehlen auch einige große Namen.

Am knappsten verpasst haben die Liste Thomas Müller und Stefan Effenberg. Der Raumdeuter erhielt im Schnitt 1,93 Punkte, während der Tiger mit 1,80 Punkten nicht weit dahinter liegt. Unser Autor Tobias Hahn beschreibt seine Sichtweise bezüglich Müller: “Thomas Müller hätte mit Sicherheit auch seinen Platz in der Top-15- Liste erhalten können. Vielleicht liegt es an seiner unscheinbaren Spielweise und dem Fakt, dass er in einer der wohl stärksten Mannschaften der Geschichte des FC Bayern gespielt hat. Dazu kommen noch die schwächeren Leistungen seit 2016, aus diesem Grund ist er für mich nicht in der Top-15-Liste gelandet.” Müller taucht insgesamt in sieben Listen auf, wobei seine beste Platzierung der neunte Rang war.

Franz “Bulle” Roth ist eine Münchner Legende. Bei der Eröffnung der Allianz-Arena führte er die Bayern-Legenden als Kapitän an.
(Quelle: Jan Pitman/Bongarts/Getty Images)

Warum Effenberg für ihn nicht in der Top-15-Rangliste auftauchte, erklärt Miasanrot-Autor Tobi Redrobbery so: “Auch wenn Stefan Effenberg einer der ersten Namen ist, die im Rahmen des CL-Erfolges 2001 fallen müssen: Seine doch kurze Bayernkarriere war spielerisch nicht dominant genug, um sich gegen die unfassbar starke Konkurrenz durchzusetzen. Wer nur sechs Jahre in München verbracht hat und dennoch die Top 15 erreichen will, der muss konstant auf Weltklasseniveau gespielt haben. An guten Tagen tat Effenberg dies zweifellos, doch die Konstanz seiner spielerischen Dominanz ließ zu wünschen übrig. Deshalb konnte ich ihn in meinem Ranking leider nicht berücksichtigen.” Der Tiger war in sechs Listen vertreten, wobei er einmal sogar auf Platz Acht einsortiert wurde.

Ebenso verfehlt hat die Liste Franz Bulle Roth, der in den 70er-Jahren das Mittelfeld der Bayern mit einer enormen Laufleistung stabilisierte. Am bekanntesten sind sicherlich seine drei Führungstreffer in Europapokal-Endspielen für die Münchner. Bei unserem Miasanrot-Historiker Tobias Günther tauchte Roth in der Top-15-Liste auf – wie in drei weiteren Listen. Er begründete dies mit der Schussgewalt und Kampfstärke des “Mr. Europapokal”, der über seine Karriere der Inbegriff des miasanmia-Mottos war. Außerdem war der Bulle die perfekte komplementäre Ergänzung zu Beckenbauer im Mittelfeld.

Auch der langjährige Manager und heutige Präsident Uli Hoeneß ist in der Liste nicht zu finden. Als Spieler war Hoeneß ein schneller Flügelstürmer mit wallender, blonder Mähne. Für Blogger Christian Nandelstädt ist Hoeneß einer der fünfzehn besten Bayern-Spieler – eine Meinung, der sich nur ein weiterer Juror anschloss. Er schreibt: “Uli gehört zu der legendären Bayern-Mannschaft der 70er. Er ist in seiner kurzen Karriere Weltmeister, Europameister und 3x Europapokalsieger geworden. Wahnsinn! Er schoss entscheidende Tore und war mit seiner kraftvollen und gleichzeitig technisch starken Spielweise sowie seiner Mentalität ein ganz wichtiger Faktor in der Mannschaft. Er galt damals als „schnellster Stürmer Europas“, und, was man leicht übersieht, war hinter Gerd Müller der stärkste Torschütze Anfang der 70er im Team. Normalerweise würde ich jemanden mit einer derart kurzen Karriere nicht in die Top-Liste setzen. Aber mit diesen vielen Titelgewinnen dann schon.”

Michael Ballack und Uli Hoeneß liegen sich nach der Meisterschaft 2005 in den Armen. In der Top 15 fehlen jedoch beide.
(Quelle: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Letztlich fehlt auch ein Michael Ballack in einer solchen Liste. Zu ihm schreibt unser Lektor Enrico Saft: „Ich hätte Michael Ballack gern in der Top-15-Liste gesehen. Er galt in seiner Zeit beim FC Bayern als einer der besten und torgefährlichsten Mittelfeldspieler Europas und gewann in den insgesamt vier Spielzeiten für die Bayern dreimal das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg. Er erzielte in 107 Spielen 44 Tore für die Münchner. Leider sorgte Ballack mit seinem wiederholten Wunsch irgendwann im Ausland spielen zu wollen, dafür, dass seine Loyalität zum FC Bayern infrage gestellt wurde. Vermutlich neben seiner doch kurzen Zeit in München einer der Gründe, weshalb er es nicht in die Top-15-Liste geschafft hat.” Auf Ballack entfielen zwei Nennungen.

Eure Meinung

Doch nun seid ihr zum Abschluss unserer Serie gefragt. Wer gehört für euch in die Top 15 der Bayern-Historie? Stimmt doch bei unserer Umfrage ab. Die Ergebnisse werden in naher Zukunft dann hier im Blog veröffentlicht.

Klickt dazu auf diesen Link und stimmt ab: Umfrage Top 15-Rangliste

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Aus meinen Top 15 fehlen Pfaff und Lizerazu. Zumindest letzterer hätte einen Platz in den Top 20 verdient. Interessanterweise spiegeln diese zwei Äras wieder: die 70er (6 Nennungen) und die (20)10er (ebenfalls sechs Nennungen). Ich denke diesen beiden “Überteams” ist es geschuldet, dass der ein oder andere Spieler einfach nicht mehr so im Gedächtnis ist.

    Interessant auch, dass Salihamidzic das große “Restfeld” in Punkto Anzahl Spiele / Titel anführt. War mir gar nicht bewusst, wie groß der “Stallgeruch” unseres Sportdirektors ist.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Brazzo war damals auch einer, von denen manche dachten, was will der der hier, der spielt ja eh nie, der ist nächste Saison wieder weg und der dann fast die meisten Spiele hatte, vergleichbar vielleicht mit Rafinha.

  2. Noch einmal vielen Dank für die tolle Idee, die ja zu vielen Diskussionen bereits geführt hat. zeigt einmal mehr welche tolle Spieler unser Verein hervor gebracht hat.

    Eine Frage: wenn ich das richtig gelesen habe, gab es einen Juror, der Beckenbauer nicht in seiner Liste hatte? Sehe ich das korrekt? Wenn ja, könnte man bitte die Begründung erfahren, gern auch ohne Nennung des Namens, rein interessehalber.

    Danke

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt, das hat mich auch umgehauen.

      1. Wirklich heftig. Wie kann man den Kaiser “übersehen”??

    2. Da scheint ein Spaßvogel unterwegs gewesen zu sein, bei ihm werden wohl auch Lahm, Kahn und Rummenigge nicht auf der Liste gestanden sein. Merkwürdig auch die nur 10 Nennungen für Auge.

    3. Und das hat Franz den klaren Sieg gekostet.

      1. Subjektivität gut und recht. Die Spielregeln sollte man sich aber vorher schon durchlesen. Schon erstaunlich, wie sich Menschen entwickeln und auch auseinander entwickeln. Bin ausgewiesener Breitnigge-Fan, sowohl der Spieler als auch des ehemaligen Blogs. In den letzten Jahren wendeten wir uns mehr und mehr ab. Oliver Schmidt vom genialen Duo, ich von seinem Blog. Für mich wird Kalle immer der geniale Stürmer bleiben, unabhängig von seiner Funktionärstätigkeit. Und sollte morgen bekannt werden, dass Robben ein dreifacher Mörder ist, wäre ich geschockt, würde ihn aber trotzdem noch als Bayernlegende betiteleln und ehren. Fußball bei Bayern ist das eine, privat, Spielzeit bei anderen Vereinen und Funktionärstätigkeiten, egal wo, das andere. Ich kann das trennen, andere anscheinend nicht. Man muss den anderen Weg nicht verstehen, aber akzeptieren muss man ihn.
        (Übrigens halte ich Rummenigge nicht für den besten Funktionär der Welt, aber doch für einen sehr guten für den FCB)

      2. ich bin 100% deiner Meinung @wohlfarth
        Es ist für mich unverständlich, dass man einen “Burnout-Blogger”, mit in die Jury genommen hat.
        Jeder der seinen Blog liest – gelesen hat-, weiß doch von seiner Entwicklung bis zum jetzigen Stand.

  3. Also gut, Ei drüber. Wie gesagt ist die Abstimmung für mich großteils stimmig.

    Aus dem Kreis der Scholls, Schweinsteigers(!), Lizarazus, Elbers, T. Müllers, Roths und Effenbergs kann man entweder den oder den nehmen, aber alle Anderen sind m. E. Fixsterne am Bayern-Himmel.

    Ich bin auch froh, dass der Einfluss der jüngeren Juroren nicht zu groß war und es 8-10 Spieler aus der 2010er Generation es geschafft hätten – bei aller Bewunderung für die 2010er: Die 70er habe ich nicht bewusst erlebt, aber auf ihnen beruht der Glanz des Vereins bis heute. Außerdem war da kaum was “zusammengekauft”. ;-)

  4. Schweinsteiger 2. und Robben 1. ?!?!

  5. Die Masse machts. Mit dem Endergebnis der Liste bin ich zufrieden, alle 15 haben es verdient, über zwei, drei Positionen kann man immer streiten.
    Über einzelne Topplatzierungen und Nicht-Nennungen bin ich aber mehr als überrascht. Hattet ihr da einen 15 jährigen Löwenfan in der Jury?
    Aber wie gesagt, die Masse machts, einzelne Ausreisser werden eliminiert. Derjenige sollte sich aber schon fragen, ob er die Sache ernsthaft genug angegangen ist, oder er sollte sich mal ausgiebig mit der Geschichte des FC Bayern befassen.

  6. Das Problem ist doch eigentlich sowieso nicht lösbar. Wir reden über mehr als 40 Jahre, in denen der FCB mit seinen Spielern den Fußball in Deutschland prägte – die Zahl der Titel spricht doch für sich.
    Aber alles andere sind doch Glaubensfragen – der eine spricht von der Ära der 70er Jahre, die den Grundstein für das heutige Standing bildet; der andere von den Erfolgen des letzten Jahrzehnts; der nächste von den 80ern, einer von den 90ern – und jede Zeit hatte ihre Protagonisten. Was waren die wichtigsten Titel und wer hatte den größten Anteil daran
    Und der sehr aufwendige Versuch, daraus mit viel Arbeit und tollen Beschreibungen die Top-15 zu finden ist aller Ehren wert -kann aber niemals allen gerecht werden.
    Hätte es das Team mit einer Top-20 versucht, wäre es genau das gleiche gewesen.
    Jeder hat “seine”Favoriten, jeder favorisiert eine andere Zeitspanne als die wichtigste oder erfolgreichste.
    Man wird immer eine Auswahl treffen müsssen und nie allen gerecht werden können.
    Und man könnte angefangen von Bulle Roth bis hin zu Thomas Müller sicher noch einmal eine “Top-20” mit Spielern aufstellen, die jetzt nicht berücksichtigt wurden, aber ebenso eine herausragende Rolle beim FCB gespielt haben.
    Und wieder würden einige nach bestem Wissen entscheiden und wieder wären einige unzufrieden.

    Insofern hat das Team ALLES richtig gemacht.

  7. Ich bin ebenfalls mit dem Ergebniss zufrieden, viel anders hätte meine Aufstellung auch nicht ausgesehen.
    Gefühlt hätten so einige Spieler den ersten Platz verdient aufgrund ihrer Erfolge, Leistungen, Fähigkeiten oder Identifikation mit dem Verein. Ich denke da an Oli Kahn der für mich der Inbegriff des Mia san mia und der fleischgewordene bayrische Siegeswille war. Schweinsteiger der nach dem grausamen Finale Dahoam die Verantwortung übernommen und die Mannschaft zum ultimativen Thriumph geführt hat. Vielleicht ging es ja nicht nur mir so, jedesmal wenn man vor Anpfiff eines BL Spiel Schweinis Gesichtsausdruck gesehen hatte wusste man schon vor dem Spiel das man sich zurücklehnen und den nächsten Sieg genießén konnte. Robben der uns jahrelang mit seinen einzigartigen Angriffen und Toren begeistert hat, nach dem Finale Dahoam wahrlich durch ein Stahlbad gegangen ist aber anstatt den leichteren Weg zu nehmen hat er weitergekämpft und das wohl wichtigste Tor seiner Karriere geschossen. Oder Lothar Matthäus der zu seiner Zeit ein gottbegnadeter Fussballer war und die heutige Generation leider nur noch den Loddar mit den Frauengeschichten, peinlich holbrigen Englischinterviews und bescheidenen Erfolgen als Trainer kennt. Aber auf dem Platz war er einzigartig, sein Titel Weltfußballer hatte er sich mehr als verdient. Im Mittelfeld konnte er wie kein anderer die Mannschaft dirigieren, er war Spielmacher wie Torjäger zugleich. Für mich war er eine Mischung aus Robben, Schweini und Lahm in einer Person. Ich könnte noch lange so weitermachen, jede Generation der Mannschaft hatte ihre herausragenden Spieler.

  8. @ MSR: Könnt Ihr bitte den Punkt vom Fänger noch aufgreifen? Nur interessehalber:

    Eine Frage: wenn ich das richtig gelesen habe, gab es einen Juror, der Beckenbauer nicht in seiner Liste hatte? Sehe ich das korrekt? Wenn ja, könnte man bitte die Begründung erfahren, gern auch ohne Nennung des Namens, rein interessehalber.

  9. Da war bestimmt auch Taktik dabei, wie es ja Justin woanders beschrieben hat. Beckenbauer kommt ja sowieso weit nach vorne, dem brauch ich keine Punkte geben. Dafür pushe ich meine Lieblinge, damit sie es unter die Top15 schaffen.
    Erlaubt? Ja
    Verständlich? Ja
    Sinnvoll? Eher zweifelhaft

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich hatte auch kurz überlegt, ob aus diesen Gründen statt arithmetischen Mittel vielleicht besser auf den Median gegangen wäre, oder ob man à la Skispringen die beste und schlechteste Wertung für jeden Spieler streichen sollte.

      Dann aber: was soll’s! Es ist eine Spielerei, eine sehr schöne. Und ob Franz jetzt 1. oder 2. ist, er wird’s verschmerzen.

      1. Denke ich auch. Und wie du sagst, eine schöne Spielerei. Nicht mehr und nicht weniger.
        Danke dafür, und schon haben wir die Winterpause angenehm überbrückt :-)

  10. Bei mir funktioniert die User-Umfrage nicht (Browser = Firefox). Geht das nur mir so oder auch anderen?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gibt es eine Fehlermeldung? Eben noch einmal geprüft, aber alles sieht hier gut aus und funktioniert.

      1. Nein, keine Fehlermeldung. Ich kann keinen Spieler “greifen”, weder mit Einzel- noch Doppelklick, auch nicht durch Gedrückthalten. Weder bei Klick auf die Spielernamen noch bei Klick auf die Pfeile.

      2. Nachtrag: Es liegt wohl an (meinem) Firefox. Mit Chrome und sogar Edge funktioniert es problemlos.

  11. Schöne Idee und interessante Liste.

    Gut: Lahm auf Platz 3 (und anders als nach allgemeiner Fanboymeinung deutlich vor Schweinsteiger). Was für eine Leistung auf und neben dem Platz konstant über Jahre!

    Nicht einverstanden:
    – Was hat bitte Scholl in den Top 15 zu suchen???? War in all den Jahren zu keiner Zeit je eine tragende Säule der Mannschaft. Ständig verletzt und immer nur dann fit, wenns um einen neuen Vertrag gegangen ist. Hatte in einem Jahrzehnt ein paar gute Momente, aber mehr nicht. Effenberg, Liza, Elber, Makaay, Hoeness und vor allem Thomas Müller mit seinen ultrawichtigen Toren und Vorlagen (zB Finale dahoam 2012 oder Halbfinale 2013 gegen Barca) und Bulle Roth mit seiner unglaublichen Konstanz über Jahre waren zu ihren Zeiten prägende Fixpunkte ihrer Mannschaften und alle weit vor Scholl!
    – Manuel Neuer kommt ebenfalls deutlich zu schlecht weg. Mein Lieblingsmoment: wie er im Elfmeterschießen gegen Chelsea antritt, weil sich sonst keiner traut, und ihn einfach ohne Nerven versenkt.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stand schön im Merkur: hätte Bayern das Finale damals gewonnen, wäre Neuer vermutlich unsterblich geworden. 2013 hat man dann den Sieg nicht so sehr mit ihm in Verbindung gebracht, wie davor mit Kahn.

      Im Übrigen glaube ich, dass Neuer in der Tat etwas unterschätzt wird. Er hat die letzten Jahre eigentlich jedes zweite Spiel im Schnitt einen Unhaltbaren geliefert. Irgendwann wurde es für uns alle zur Normalität. Hinzu seine sichere Art im Spielaufbau und die Fähigkeit Spielzüge bereits durch ihn am 16er zu kreieren. Wie wichtig so ein Rückhalt ist, zeigte sich diese Saison, als er in kritischen Situationen patzte. Da fielen ganze Spielsysteme von einer Minute auf die andere auseinander.

      Das Schöne an Ihm ist, wenn sein Fuß hält, glaube ich können wir noch gute 5 Jahre Weltklasse von ihm erwarten. Und jedes 3. Spiel einen Unhaltbaren würde mir auch reichen.

      PS Lob an dieser Stelle an die Redaktion an die tolle Idee. Waren sehr viele interessante Geschichten dabei. Mein Favorit war übrigens der Rumenigge-Artikel. Ein Best Of.

    2. @Rheumakai ich finde es immer etwas befremdlich, wenn man in der Deutlichkeit “nicht einverstanden…????” mit einer Wahl von 15 Jury-Mitgliedern ist, die zudem auch noch gut zu Ibizas User-Auswertung passt.

      Am Beispiel Scholl:
      Neben den “weichen” Gründen, nämlich seiner genialen Art, Fußball zu spielen oder seiner Rolle als absolutes Fanidol für 10-15 Jahre und damit enorm wichtiger “Markenbotschafter” für den FCB hier ein paar “harte Fakten”, warum man Mehmets Einstufung verstehen KANN:
      – Der scheinbar ständig verletzte Mehment Scholl steht mit 469 Pflichtspieleinsätzen für den FCB auf Platz 10.
      – Mehmet ist neben Olli Kahn der einzige Spieler der Neuzeit mit einem substantiellen Beitrag zu gleich 2 Europapokalsiegen. Sicher, der UEFA-Cup-Sieg wirkt heute aus der Retrospektive klein. War er aber nicht. Nach 20-jähriger europäischer Dürrezeit des FCB brachte uns der Sieg war damals wieder auf die europäische Landkarte. Und war aus Fansicht eine wahnsinnige Erlösung.
      – Bei jenem UEFA-Cup-Sieg war Scholl der überragende Spieler in den Halbfinals gegen Barcelona und steuerte in den Finals gegen Bordeaux weitere 2 Tore bei.
      – Bei “Effes” CL-Sieg 2001 war Scholl auch nicht soooo unwichtig: 16 Spiele, 5 Tore während Effe u.a. wegen Sperren ein Halbfinale verpasste sowie das wichtige letzte Gruppenspiel gegen Arsenal verpasste und insgesamt nur auf 10 Spiele und 1 Tor (Finale, klar) kommt. Dieser Titel wird in der Rückschau viel zu stark auf Effe projeziert, den ich damit nicht abwerten will. Aber wie so oft im Fußball war es eine Teamleistung.
      – Seine 8 Meisterschaffen waren damals auch Rekord und sind bis heute trotz der Abomeisterschaften in den 2010er-Jahren unübertroffen.

      Muss man Scholl deshalb in die Top 15 wählen? Natürlich nicht. Aber ich störe mich daran, die Wahl von Scholl auf deine Art abzuqualifizieren.

      Mein Tipp für ein entspanntes Wochenende: Leben und leben lassen und nicht davon ausgehen, dass die eigene Meinung bei einer solchen, per Definition nicht rein objektiven Abstimmung, irgendwie “richtiger” sei als das Ergebnis von MSR.

      1. Lieber Josef,

        das ist ja genau das Schöne an solchen Listen – es kann gar kein objektiv richtiges Ergebnis geben, und gerade deswegen macht es ja so Spaß, darüber zu streiten. Wenn ich also ganz entspannt mit der Wahl Scholls auf Platz 15 “nicht einverstanden” bin, heißt das nur, dass ICH ihn nicht auf diesem Platz sehe, sondern deutlich weiter hinten. Nicht mehr und nicht weniger. Selbstverständlich darf aber natürlich jeder seine eigene Liste machen und seine Gründe dafür haben.

        Ich gebe im Übrigen gerne zu, dass die Statistiken, die du aufführst, schon auch für ihn sprechen. Seine Rolle beim Uefa-Cup-Sieg 96 ist mir ehrlicherweise auch nicht so bewusst gewesen. Für mich bleibt er einfach ein sehr talentierter Fußballer, der vor allem durch lustige Sprüche und ein paar schöne Tore zum Fanliebling geworden ist, aber sein riesen Potential nie konstant ausgeschöpft hat – vor allem wegen vieler Verletzungen, aber vielleicht auch, weil ihm der letzte Biss und Wille gefehlt hat. (Indiz dafür ist meines Erachtens seine Trainerkarriere – drei Jahre Jugendtrainer mit mäßigem Erfolg, aufgegeben, um dann lieber als Experte im Fernsehen andere Trainer zu bewerten- ein Job, bei dem man halt ein bissl reden muss, aber nicht jeden Tag auf dem Platz stehen und arbeiten und planen).

        Unvergessen ist für mich aber sein endsgeiles Lupfertor in der CL-Zwischenrunde 2000 beim 4:2 gegen Real in Madrid (- und Effenbergs direkter Freistoß ins kurze Eck). War das ein krasses Spiel damals!

  12. Sehr interessante Analyse der Wahl im Merkur. Danke, Dicker-Bäcker!

    Wenn dann natürlich ein “schwarzes Schaf” hemmungslos subjektiv abstimmt… ;-))

  13. Vielen Dank für diese super interessante und streitbare Überbrückung der Winterpause.
    Über knapp zwei Wochen weg hat uns diese Rangliste in Atem gehalten (sogar bis in den Münchner Merkur hinein, Respekt! ). Schon zu Beginn gab es reichlich Spekulationen in den Kommentaren, ob es der eine oder andere Lieblingsspieler in die Rangliste schafft und wer dafür auf keinen Fall reinzugehören hat. Es wurde hin und her diskutiert, Argumente für und wider abgewägt, nur um schließlich zum Schluss zu kommen, dass wohl jede Liste seine Berechtigung hätte (sogar die Breitniggsche).

    Und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Foristen ranzulassen. Geschickterweise dürfen diese aus 20 Top Spielern auswählen. Da fällt es nicht so schwer, Thomas Müller rauszulassen, stimmt’s Kurt;-)

    Ich frage mich allerdings wie verhindert wird, dass man seine Liste mehrmals sendet. Oder wird diese mögliche Verzerrung billigend in Kauf genommen?

  14. Ein bisserl mehr Auswahl als nur 20 Spieler für die Leserumfrage wäre cool gewesen!

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