Top 15 der Klubgeschichte: Plätze 7 & 6

Maurice Trenner 01.01.2019
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Einleitung
Plätze 15 bis 12
Plätze 11 bis 8
Plätze 7 & 6
Plätze 5 & 4
Platz 3
Platz 2
Platz 1

Platz 7: Bastian Schweinsteiger

von Justin Kraft

In seiner Karriere hat Bastian Schweinsteiger viele große Spiele erlebt. Im Mai 2012 erlebt er jedoch eines, das bis zu diesem Zeitpunkt alle anderen Spiele überschatten würde. Es ist das Finale der Champions League. Im eigenen Stadion. In 120 Minuten gelang es seiner Mannschaft nicht, den Deckel draufzumachen. Obwohl sie klar besser war. Schweinsteiger hat ein großartiges Spiel hinter sich. Er übernahm von Beginn an Verantwortung und zeigte Präsenz sowie strategische Intelligenz. Vielleicht war es bis dato sein stärkstes Spiel für den FC Bayern.

Vor dem Elfmeterschießen zeigt er erneut, dass er zum Führungsspieler gereift ist. Er spricht mit Mitspielern und lässt sich als letzten Schützen eintragen. Für Schweinsteiger ist das nicht nur ein Finale. Es ist die Möglichkeit, den größten Titel überhaupt auf Klubebene zu gewinnen. Im eigenen Wohnzimmer. München ist seine Heimat, sein Zuhause.

Das Elfmeterschießen ist nach vier Runden ausgeglichen. Alles hängt nun an Schweinsteiger und Drogba. Trifft er, setzt er Drogba enorm unter Druck. Vielleicht sind es die längsten fünfzig Meter, die Schweinsteiger nun geht. Viele Gedanken gehen ihm durch den Kopf. Schon in Madrid hatte er einen wichtigen Elfmeter verwandelt. Schweinsteiger läuft an. Stille. Der kollektive Puls einer ganzen Stadt ist in diesem Moment zu spüren. Die Angst vorm Scheitern ist groß.

Schweinsteiger schießt. Ein Bruchteil einer Sekunde entscheidet nun womöglich darüber, wie seine Leistung und vor allem seine ganze Karriere fortan wahrgenommen wird. Er und Lahm sind gebranntmarkt. Eine äußerst talentierte Generation, die sich das Gold erst noch verdienen muss, um nicht als gescheitert zu gelten. Es ist das typische Drama einer Leistungsgesellschaft, die Titel und Erfolge über alles stellt. Ohne diesen Pokal mit den Ohren wird Schweinsteiger in der Wahrnehmung vieler unvollendet bleiben.

Der Ball fliegt in Richtung Čech, der in die richtige Ecke springt. Chelseas Torwart ist kein Elfmeterkiller, aber an diesem Abend wächst er über sich hinaus. Er lenkt die Kugel an den Pfosten. Nur der englische Teil des Stadions ist außer sich. Alle roten Hoffnungen fallen in sich zusammen. Allen voran Schweinsteiger, der fassungslos und desillusioniert seinen Elfmeter verfolgt und sofort spürt, was gerade passiert ist. Drogba macht es besser als er. Er trifft und schickt den FC Bayern in ein Tal der Tränen. Das Finale Dahoam wird zum Drama Dahoam. Mit Schweinsteiger als einen der Protagonisten.

Doch wäre das das Ende dieser Geschichte, würde Schweinsteiger vermutlich nicht in der Top 15 erscheinen. Zu durchwachsen war dafür seine Karriere, zu schwerwiegend die Rückschläge mit Nationalmannschaft und Klub. Doch Schweinsteiger steht erneut auf, wächst ein letztes Mal über sich hinaus und erreicht in den Jahren 2013 und 2014 alles, was er sich je erträumt hatte. Die lange Geschichte eines Unvollendeten fand in diesen zwei Jahren ihr Happy End.

Doch es sind eben nicht nur diese beiden Titel, die Schweinsteiger so besonders machen. Bewertet man ihn nur nach seiner sportlichen Qualität, so war die Zeit, in der er wirklich Weltklasse war, vermutlich zu kurz. Doch er war in den richtigen Momenten da. Als die Ära 2009 mit van Gaal begann, war Schweinsteiger eine Schlüsselfigur. Als Stratege und Denker. Als Herz seiner Mannschaft. Vielen ist heute nur der blutende Schweinsteiger im WM-Finale im Gedächtnis geblieben.

Die Story eines Profis, der hart für seine Erfolge arbeitete und als Kämpfer die nötigen Tugenden mitbrachte, um seine Teams an die Spitze zu führen. Doch er ist mehr als das. Jedes große Spiel mit seiner Beteiligung wurde besonders. Er war ein Stratege, den es so im Mittelfeld lange nicht mehr gab. Ein Sechser mit Hirn, Technik, Gefühl und Physis. Unter van Gaal, Heynckes und Jogi Löw entwickelte er sich zu einem Spielgestalter auf Augenhöhe mit den besten der Welt. Sicher nicht konstant über eine ganze Dekade, aber dafür immer wieder in den wichtigsten Momenten.

Beim größten Triumph des FC Bayern in der jüngeren Vergangenheit nahm er entscheidenden Einfluss, indem er seine taktische Rolle anpasste und sich tiefer fallen ließ. Schweinsteigers Karriere war eine Achterbahnfahrt. Für die Fans war er auch deshalb eine Identifikationsfigur. Er war und ist einer von ihnen. Der Fußballgott gehört in jede Hall of Fame des deutschen Fußballs und ganz besonders in die des FC Bayern. Er war eines von zwei Gesichtern der ersten goldenen Generation des neuen Jahrtausends. Er war ein besonderer Fußballer und ist ein besonderer Mensch.

Platz 6: Lothar Matthäus

von Christopher Ramm

Die Karriere von Lothar Matthäus durchlief viele Phasen und mehrere Transformationen. Beim FC Bayern spielte er von 1984 – 1988 und von 1992 – 2000. Gegen Ende der 90er bildete er den Grundstein, warum die Mannschaft auch noch heute erfolgreich ist.

Die Karriere von Lothar Matthäus begann 1979 bei Borussia Mönchengladbach. Trainer Jupp Heynckes förderte damals den jungen Mittelfeldspieler. Im Sommer darauf war Matthäus bereits im Kader der Nationalmannschaft. Zwar reichte es nur für 17 Spielminuten, aber in seiner Vita steht der Gewinn der Europameisterschaft.

In der Saison 1983/84 spielte Mönchengladbach abermals eine starke Saison, die Mannschaft erreichte am Ende den dritten Tabellenplatz und zog in das DFB-Pokalfinale ein. Dort traf er auf den zukünftigen Arbeitgeber. Matthäus hatte vor dem Endspiel seinen Wechsel zum deutschen Rekordmeister bekannt gegeben. Im Elfmeterschießen – nach regulärer Spielzeit stand es 1:1 – verschoss er seinen Elfmeter. Dieser Umstand sollte noch lange Zeit für Diskussionen sorgen. Auch, weil sich die Geschichte mit Dante im Frühsommer 2012 fast ähnlich wiederholte, aber das ist eine andere Erzählung.

Die Bayern zahlten ca. 2,4 Millionen Mark Ablöse und erhofften sich mehr Konkurrenzfähigkeit. Im Jahr zuvor hatten sie Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner verloren. Gleich in seiner ersten Saison coachte Udo Lattek die Mannschaft mit Matthäus als Spielgestalter zur Meisterschaft. Der Titel war ein Start-Ziel-Sieg. Schon vom ersten Spieltag weg, standen die Bayern ganz oben und gaben diese Position nicht mehr her. Lothar Matthäus war damals Spielgestalter im Mittelfeld zusammen mit seinem Partner Sören Lerby. Als Mittelfeldspieler erzielte er 16 Tore und noch vor Stürmer Roland Wohlfahrt wurde er Top-Torjäger der Münchner in dieser Bundesliga-Saison.

Auch die Saison 85/86 und 86/87 konnten die Münchner ebenfalls für sich entscheiden. Es war der Titel-Hattrick für die Bayern. Die Mannschaft war 1987 auf ihrem Zenit und erreichte das Finale des Europapokals der Landesmeister. Matthäus, mittlerweile Kapitän, führte die Mannschaft als Favorit im Wiener Prater aufs Feld. Kögl brachte die Bayern in Führung, doch die Hacke von Madjer (77.) und ein Tor von Filho (80.) ließen den Traum platzen. Es sollte zwölf Jahre dauern, bis die Roten wieder die Chance auf einen Champions-League-Triumph hatten.

Im Jahr darauf wurde die Mannschaft hinter Bremen immerhin noch Vizemeister, doch ein Umbruch war unvermeidlich. Lothar Matthäus wechselte für 8,4 Millionen Mark zu Inter. Ende der 80er bzw. Anfang der 90er war Italien der Nabel des Weltfußballs. Jeden Star zog es nach Italien. So auch Lothar Matthäus.

Unter Giovanni Trapattoni entwickelte sich Matthäus zum Weltstar. Ebenfalls gleich in seiner ersten Saison holte er den Titel mit Inter, welche zuvor neun Jahre auf einen Titel warten mussten. Zusammen mit Diego Maradona war er das Aushängeschild des damaligen Fußballs. Im folgenden Jahr fand die Weltmeisterschaft 1990 in Italien statt. Deutschland stand kurz vor der Wiedervereinigung und der Fußball entwickelte eine bindende Kraft. Matthäus führte im deutschen Mittelfeld Regie und erzielte vier Tore. Nach 1982 und 1986 erreichte die Mannschaft von Franz Beckenbauer das Finale und besiegte Argentinien mit 1:0. Andy Brehme erzielte den Siegtreffer, weil Matthäus, etatmäßiger Elfmeterschütze, sich in seinen ‚Schuhen nicht wohlgefühlt habe‘. Noch Jahre später verteidigt sich der Herzogenauracher diese Entscheidung als die beste in seiner Karriere.

1990 markiert zugleich den Höhepunkt der Schaffenskraft von Lothar Matthäus. Neben dem Weltmeistertitel erhielt er noch vier persönliche Auszeichnungen: Deutschlands Fußballer des Jahres, Europas Fußballer des Jahres, Weltfußballer und Weltsportler des Jahres.

Am 12. April 1992 zog sich Lothar Matthäus gegen Parma einen Riss des Kreuzbandes zu. Kurz zuvor hatte er sich eigentlich mit Juventus über einen Wechsel verständigt. Kreuzbandrisse waren zur damaligen Zeit die schlimmsten Verletzungen im Fußball. Trotz einer OP beim mittlerweile legendären Dr. Steadman in Colorado zog Juventus sein Angebot zurück und der FC Bayern nutze die Gunst der Stunde und holte Matthäus zurück nach München. Dies war nur möglich, da er schriftlich versicherte zukünftig für keinen italienischen Verein mehr zu spielen.

Sein Comeback bei den Münchnern gab er im Herbst. Die Meisterschaft wurde im Jahr 1992/93 zwar knapp verpasst, aber zwölf Monate darauf war es wieder soweit. Nach vier Jahren Wartezeit sicherten sich die Münchner den Titel. Berti Vogts setzte Matthäus nach schwachen Testspielen vor der WM 1994 als Libero ein. Es sollte nicht lange dauern und auch beim FC Bayern übernahm er diese Rolle.

Nachdem er sich im Alter von 33 Jahren die Achillessehne gerissen hat, waren viele Experten der Meinung, dass Matthäus nicht mehr auf sein Niveau zurückkehren kann. Nachdem die Saison ohne ihn mit vielen Talenten nicht von Erfolg gekrönt war, spielte der FC Bayern 1996/97 im UEFA Cup. Dort sicherten sich die Münchner den Titel. Es war eine weitere Trophäe in seiner Sammlung.

Zwischen Matthäus und Klinsmann, die zu dieser Zeit beide beim FC Bayern waren, herrschte eine Konfliktsituation. Dies war damals bereits bei Inter, wo sie ebenfalls zusammenspielten, der Fall. Im Sommer 1996 veröffentlichte Matthäus in der BILD ein „geheimes Tagebuch“, in dem er Interna aus der Mannschaft publizierte. Es war die Geburtsstunde des FC Hollywood. Dies führte zu seiner Absetzung als Kapitän des FC Bayern München. Sportlich bestimmte er aber nach wie vor das Geschehen. Die Münchner holten Giovanni Trapattoni als Trainer und wurden in der Saison 1996/97 erneut Deutscher Meister. Es war der fünfte Titel für Matthäus.

Ottmar Hitzfeld übernahm zur Saison 1998/99 die Mannschaft und auch er vertraute noch immer auf das Talent des mittlerweile 38 Jahre alten Spielers. Er prägte als Libero die Spiele der Münchner und er wurde am Ende des Jahres zu ‚Deutschlands Fußballer des Jahres‘ gewählt. Für Bayern reichte es souverän zur Meisterschaft und am Ende der Saisons standen sie im Endspiel der Champions League. Die Münchner gingen durch einen Freistoß von Mario Basler früh in Führung und hatten zahlreiche Chancen auf eine Erhöhung. Matthäus hatte sich, ob des sicher geglaubten Sieges, kurz vor Schluss auswechseln lassen. United erzielte in der Nachspielzeit noch zwei Tore. Der Traum vom ‚letzten‘ fehlenden Titel platzte für Matthäus erneut.

Im Frühling 2000 wechselte Matthäus dann in die MLS zu den New York Metro Stars. Sein letztes Spiel für die Bayern absolvierte er am 8. März 2000 im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid, das mit 4:1 gewonnen wurde. Schon das Hinspiel in Madrid gewannen die Münchner mit 4:2. Das Olympiastadion verwandelte sich damals in ein Tollhaus. Es war die Geburtsstunde der Bestia Negra.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Wie zu erwarten die zu hohe Einstufung von Schweinsteiger. Die Begründung ist in Teilen nachvollziehbar, aber in Anbetracht der Fülle an großen Spielern eher einer für die 10-15 für mich. Allerdings kommt bei mir hinzu, dass der Spieler mich nie wirklich elektrisiert hat. Seine großen Auftritte waren mir immer einen touch too much Dramaqueen. Seine tränenreiche Verlängerungs-Verkündigung im Stadion war für mich völlig daneben. Seinem Glamour-Boy-Getue kann ich wenig abgewinnen. Fragwürdiger Charakter – stilprägender Stratege, ein Bayer, aber sicher nicht der Größte – somit für mich 10-15. Matthäus wäre für mich vielleicht als Spieler noch ein Ticken weiter vorne. Als Charakter……..ach, lassen wir das.

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    1. … hätter der Lodda 1990 den 11er geschossen und sich 1999 nicht auswechseln lassen, dann wäre er vermutlich in den Top 3.

      Effenberg nannte ihn m. W. einmal einen “Verpisser”. Der Ruf begleitet den Lodda immer noch.

      Schon lustig, auf 6 ein Top-Fußballer mit mittelprächtigem Einsatz und Persönlichkeit, auf 7 ein mittelprächtiger Fußballer mit Top-Einsatz…

  2. Hach, der erste Kommentar an Neujahr – fast so schön, wie eine frisch präparierte Schipiste vor 9 Uhr. :-)

    Im Ernst, gute und erwartbare Nominierungen. Die Diskussion um Schweini wurde schon bei der letzten Runde geführt, daher wärme ich sie nicht mehr auf hier. Gut finde ich allerdings Justins Hinweis, dass es nicht nur um die rein sportliche Qualität geht.

    Eine abschließende Frage: “Gegen Ende der 90er bildete er den Grundstein, warum die Mannschaft auch noch heute erfolgreich ist” – ein etwas verunglückter Satz und auch eine gewagte Theorie: Inwieweit soll Matthäus Grundstein für heutige Erfolge sein? Bite um kurze Erläuterung.

    Euch allen nochmal ein gutes Neues!
    Freue mich auf Rummenigge, Kahn, Lahm, Beckenbauer und G. Müller!

  3. Im Kommentar vor mir hat jemand Kahn, Lahm, Beckenbauer und Gerd Müller genannt. Fehlt noch Uli Hoeneß in den “Top5”, oder?

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    1. Sicherlich Rummenigge. Hoeneß Spielerkarriere reicht nicht für so eine Rangliste.

  4. Danke für die schönen Texte. Beide sind auch für mich zu hoch platziert. Der Fussballgott aus den lang diskutierten Gründen. Und auch bei Matthäus wurde das angebliche Listenkriterium “sportliche Leistung im FCB Trikot” zu sehr aufgeweicht. Aber sei es drum, ich will es einfach als weitere Hall of Fame ansehen, und nicht als harte Rangfolge der besten FCB-Spieler. In dem Sinne: Gesundes neues Jahr an MSR und alle Kommentatoren. Auf ein spannendes, erfolgreiches 2019!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Geht mir ähnlich. Schweinsteiger war bis 2010 eher ein Kaderspieler – danach bis 2013 Leistungsträger – danach dauerverletzt. Im Grunde war er nur am Anfang der jetzigen Periode dabei.

      Matthäus’ Karrierehöhepunkt war nicht die Zeit beim FC Bayern, sondern die vier Jahre bei Inter Mailand.

      Ich gehe davon aus, dass Rummenigge unter die ersten 5 kommt. Auch das ist mir zu hoch eingestuft. Der kam mitten in den großen Jahren der 70er dazu und war erst nur Randfigur – hatte erst 1980 seine erste Saison mit mehr als 14 Ligatoren – und war erst Anfang der 80er (und das waren nicht die bedeutendsten Bayernjahre) Leistungsträger.

      Da geht es mir nicht darum, dass sie zu den Top 15 gehören, sondern um die Einstufung innerhalb dieser. Wer bei mir nicht reingehört ist Mehmet Scholl.

      1. Wer so etwas behauptet, hat Rummenigges Spielerzeit nicht erlebt, oder hat keine Ahnung. Wenn Rummenigge nicht in den Top5 ist, wer dann?

      2. Ich habe die Rummenigge Zeit noch miterlebt – bin 1969 geboren. Die großen Jahre der Siebziger – da war ich noch zu jung. Aber ab 8-9 war ich intensiv dabei und habe ab 10 alles eingesogen, was Fußball und insbesondere der FC Bayern war. Ich hatte Poster von beiden Rummenigges an der Wand und war dann jahrelang Matthäusfan.

        Wenn ich die Top15-Listen richtig verstanden habe, geht es aber darum, hier auch erfolgreiche Zeiten zu gewichten. Rummenigge war in seinen ersten 2 Jahren, als der FC Bayern international erfolgreich war, noch das Rotbäckchen – danach folgten die Plätze 10, 3, 7, 12, 4 in der Liga – und in den Jahren war Rummenigge als 9. nur einmal in den Top 10 der Bundesligatorschützen. Die Topjahre für Rummenigge und den FC Bayern waren dann die 2 folgenden Jahre, wo man zwar knapp – aber endlich wieder – Meister wurde. Und 82 dann ins Finale des Europapokals gegen Aston Villa kam (wobei wir die Jahre mit Finalniederlagen ja lieber vergessen wollen…) Danach die nächsten 3 Jahre bis er weg ging waren wir in der Liga aber nur auf 3 und 4. Es gibt genug andere, die die wirklich großen Jahre prägende Figuren waren – oder z.B. Kahn, der sehr lange prägende Persönlichkeit war. Da fällt Rummenigge m.E. dagegen ab.

      3. Rummenigge diskutieren wir dann wenn er dran kommt .. ;-) … wird wohl nicht mehr so lange dauern ..

      4. Also Schweini, Rummenigge und Scholl raus? ;-)

        Und wer kommt dafür rein? Jeremies, Tarnat, Lizarazu?

        Dann reden wir aber nur noch von Herz, Einsatz und Sympathie – nicht von Fußball-Legenden.

      5. @Mimikri: Einen ähnlichen Text, den du über Rummenigge geschrieben hast, könnte ich auch über Kahn schreiben.
        Will ich aber nicht.

  5. Ganz was anderes: Bis auf Robben und Ribery wurden nur deutsche Spieler gewählt – und das wird bei den letzen fünf nicht anders sein (obwohl ich persönlich bei der Wahl zwischen Lahm und Lizarazu den letzteren nehmen würde). Was ist da der Grund? Spielt die N11 doch im Unterbewusstsein eine Rolle? Oder hat Bayern in all den Jahren bei internationalen Transfers zu große Zurückhaltung geübt (wie wäre ein Wahl der 15 Besten bei Real Madrid ausgegangen – alleine die ersten drei Plätze würden wohl an di Stefano, Zidane und Ch. Ronaldo gehen).

    Ich denke, es ist schon irgendwie prägend für die Marke FC Bayern, dass die absoluten Identifikationsfiguren Deutsche sind (und, bis auf den Katsche und den Bomber, auch immer als Interviewpersönlichkeiten eine tragende Rolle eingenommen haben – zu Loddar sag ich jetzt mal nix).

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. WIPF: Ich denke tatsächlich, dass das Ulis Philosophie, sich immer “satt” in der BuLi zu bedienen, geschuldet ist. Die absoluten Größen wie Ze Roberto, Lucio, Liza, Elber, Makaay etc. haben den FCB sicherlich nicht gaaanz so stark geprägt, wie die Top 15 hier.

      Liza über Lahm – das finde ich doch a bisserl viel. Lahm siedle ich deutlich höher an, er gehört für mich persönlich in die Top 3 aller Zeiten beim FCB.

      1. Stimme zu Lahm deutlich höher einzustufen als Liza. Liza war nach hinten ein Bank und Weltklasse, aber seine Impulse nach vorne ließen doch zu wünschen übrig.

      2. Als grundsätzlich großer Lizarazu-Fan wundere ich mich doch sehr, ihn über Lahm einzustufen.
        Was mich bei ihm z.B. immer zum Wahnsinn getrieben hat war, dass er schon verletzungsanfällig war bevor es modern wurde.
        Im Grunde war er ja nur in der Hälfte der Zeit bei uns einsatzfähig (ich weiß etwas überspitzt).
        In diesem Moment bitte an Michael Tarnat denken, wenn die Liste der “mostunderratedplayers” eines Tages erstellt werden sollte.

      3. Sehe zwar Lahm auch höher als Liza, aber auch nicht um viel. Beide waren zu ihrer Zeit unter den Top-Außenverteidigern. Beide haben WM und CL gewonnen (Liza sogar die EM). Es ist immer schwierig unterschiedliche Epochen zu bewerten. Der Fußball in den 90ern war halt einfach “rumpelnder” als in den 2010 er Jahren. Lahm war halt prägender weil er als Kapitän präsenter war und mehr als Führungsspieler wahrgenommen wurde. Kann mich zB auch an kein einziges Interview von Liza erinnern.

      4. Lahm und Liza liegen für mich qualitätsmäßig nicht so weit auseinander und sie wären in meinem persönlichen All-star-Team die Außenverteidigung. Beide haben nahezu durchgehend auf hohem Niveau gespielt, ohne große Ausreißer nach unten.

        Aber Lahm hat mit 512 zu 273 fast doppelt so viele Einsätze vorzuweisen, daher sollte die Sache hier eindeutig sein.

    2. Wenn mir die bisherigen (und vsl. kommenden) anschaue gibt es für mich vor allem zwei (so gut wie immer zutreffende) gemeinsame Merkmale:

      – Vereinszugehörigkeit um die 10 Jahre
      – Gewinn eines Henkelpotts

      Da gibt es nicht sehr viele ausländische Spieler, die diese Kriterien erfüllen würden.

    3. Bei dieser Wahl spielen ja folkloristische Kriterien offenbar doch eine sehr nennenswerte Rolle. Das erklärt dann im Grunde schon deine Frage, warum es ausländische Spieler schwer haben. Die fußballromantische Vorstellung eines Spielers, der in früher Kindheit zu einem Verein aus seiner Region kommt und dann sämtliche Jugendmannschaften durchläuft, hat diese Liste geprägt. Da ist natürlich eine gewisse “Diskriminierung” ausländischer Spieler dann systembedingt mit drin, übrigens in geringerem Ausmaß auch von Spielern außerhalb Bayerns. Vermutlich werden mit Robbéry zwei Ausländer drin sein und mit Scholl, Neuer, Rummenigge und Kahn auch nur vier Deutsche, die nicht gebürtig aus Bayern kamen. Auch als gebürtiger Münchner muss ich sagen, dass diese folkloristische Herangehensweise die Liste etwas verzerrt hat. Ribéry und Robben waren dann letztlich zu lang zu herausragend, um sie komplett zu ignorieren, aber auch ihre Positionierung finde ich grenzwertig niedrig (besonders die von Robben), ähnlich wie bei Manuel Neuer.

      Von diesem fußballromantischen Ansatz befreit könnte man denk ich auch gute Argumente dafür finden, anstelle von Scholl, Schwarzenbeck oder Schweinsteiger ein oder zwei weitere ausländische Spieler zu nehmen, die dann wohl Lizarazu, Elber oder Makaay geheißen hätten. Die beiden Ausländer Robben und Ribéry und den Nicht-Bayern Manuel Neuer hätte ich dann über Matthäus (der seine Glanzzeit nicht in München hatte) und BS31 gestellt.

      1. Es geht hier um Leistung, also zwei Faktoren: Wie gut war der Spieler, und wie lange war er da.

        Unter den 25 Spielern mit den meisten Einsätzen im FCB-Dress finden sich nur 4 Ausländer.

        Die Top 14 sind Deutsche, dann folgt Ribery auf Platz 15. Dazu kommen Brazzo auf 17, Pizza auf 20 und Alaba auf 22.

        Robben hat es mit den wenigsten Spielen (Platz 26) noch in die Leistungs-Top 15 geschafft. Liza (Platz 32) und Elber (Platz 36) wären die nächsten Kandidaten, die hier auch in den Kommentaren genannt werden.

  6. Schöner Text zu Schweinsteiger.
    Erstaunlich wie viele mit seiner Einstufung Probleme haben. Gehöre ich sicher nicht dazu. Ein Platz hin oder her, ist mir dabei eher egal, ist ja sowieso nur ein schönes Gedankenspiel. Aber grundsätzlich verdient er es auf jeden Fall hier gewürdigt zu werden.

    Zum “Text Matthäus” zwei Anmerkungen:
    Rummenigge verließ uns nicht ein Jahr vor Matthäus, sondern direkt vor dieser Saison.
    Uefapokalsieger wurden wir nicht 96/97, sondern ein Jahr vorher.

  7. Mal was anderes:

    http://m.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1901/News/fc-bayern-chelsea-lehnt-wohl-fcb-angebot-fuer-callum-hudson-odoi-ab.html

    Wir bekommen Talente niemals so günstig wie der BVB

    Die haben gerade mal 15. Mio. für Dembele gelöhnt und 8 für Sancho. Wir müssen für einen ähnlichdn Spieler natürlich um die 40 Mio. auf den Tisch legen

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der BVB hatte Beziehungen bzw. Glück und Timing. Sancho’s Vertrag bei City lief aus, eigentlich hätten sie gar nichts zahlen müssen. Und bzgl. Dembele hat Dortmund dank Puma mit sich selbst verhandelt, da hätten andere Vereine viel mehr zahlen müssen, die aber von vornherein keine Chance hatten.

      Wir haben, was die Robbery-Nachfolge angeht, bisher großes Timing-Pech. Unsere Nachfrage-Jahre passten leider nicht mit den tollen Angebots-Jahren überein. Würde ein Sanè jetzt seine Breakout-Season bei Schalke spielen, oder De Bruyne bei Wolfsburg, oder Sancho wäre einfach ein Jahr später geboren, hätten wir da überall gute Karten.

      1. “Pech”?
        Eher Imkompetenz. Wer hat denn Robben und Ribéry grundlos die Verträge verlängert?
        War nicht Jahr für Jahr die Ausrede der Apologeten der beiden Straftäter Hoeneß und Rummenigge, dass es keine guten Spieler zu vernünftigen Preisen gäbe?

        Unsere “Nachfrage-Jahre” bestehen mindestestens seit 2016.

        Wobei De Bruyne nichts mit Ribéry und Robben zu tun hat. Der hätte Müller verdrängt.

      2. Weißt du was lustig ist GP11? Dadurch, dass du Hoeneß und Rummenigge als Straftäter bezeichnest, obwohl sie keine Sind, machst du dich potentiel selbst zum Straftäter.

    2. Mach dir doch mal die Mühe und stelle die Flops des BVB gegen die paar Nachwuchsspieler, die sich wirklich weiterentwickeln (und dank Scheich Geldern überhaupt zu Fantasie Preisen verkauft werden können).

      Dafür dass Dortmund gefühlt jeden Sommer mit der Schrotflinte in den Wald schießt in der Hoffnung irgendwelche Talente aus unteren zweistelligen Transfersummenlagern zu erwischen, ist die Ausbeute verdammt dünn. Jetzt scheint mal wieder einer dabei gewesen zu sein. Der musste sich aber auch nicht gegen potenzielle Nationalspieler oder Hall of Famer durchsetzen. Die jungen, die bei uns spielen, sind schon ganz gut. Entscheidend ist, diese weiter zu entwickeln. Jedem möglichen semi-Talent aus UK oder Frankreich hinterher zu rennen, sollte nicht die Strategie sein.

  8. Wie irgendjemand die direkten Vergleich Ribéry vs. Schweinsteiger und Robben vs. Schweinsteiger zugunsten von Schweinsteiger entscheiden kann, ist für mich vollkommen unerklärlich.

    Schweinsteiger kann den beiden nicht ansatzweise sportlich das Wasser reichen.

    Andere Bereiche sollte man meiner Meinung nach nicht überbewerten, aber selbst wenn man dies macht, würde bei mir nichts anderes herauskommen. Man kann doch Ribérys und Robbens Verdienste gar nicht hoch genug bewerten.
    Und wenn man schon so viel Wert auf das Sentimentale legt, kann man doch nicht außer Acht lassen, dass Schweinsteiger ein Manchester-United-Fan ist, der Bayern durch die Hintertür verlassen hat.

  9. Ein gutes neues Jahr erstmal.
    Schweinsteiger und Matthäus wurden nachvollziehbar eingeordnet. Der Kommentar zu Lothar bringt einen zum Schwelgen über die 80er Jahre. Den Elfer in Frankfurt hat er in unsere Kurve geschossen. Unglaublich war, wie er sich nach üblen Verletzungen in der damaligen Zeit immer wieder aufgerappelt hat. Unvergessen auch seine Ehrenrunde mit Brehme im Olympiastadion, nachdem sie mit Inter 2-0 gewonnen hatten. Da war ich nicht gut auf ihn zu sprechen. Das hat sich aber im Rückspiel relativiert. Auch wegen eines Spielers, dessen Namen man auch bei miasanrot immer noch falsch schreibt. Roland Wohlfarth :-)

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. +1
      Scheinst mein Fan-Jahrgang zu sein :-)

      1. Wahrscheinlich bin ich älter. Ich hab den Seppi, den Kaiser und den Bomber noch einige male spielen sehen. Aber die 80er waren schon gut. 26.4.1986, Tschernobyl, Hochzeit meiner Cousine (ohne mich), 6-0 gegen Gladbach, das wahrscheinlich geilste Heimspiel aller Zeiten, Matthäus Minute 1, D.Hoeneß, Mathy und Wohlfarth (mit th am Ende), der VfB schlägt die Fischköpfe 2-1 (wir feiern, obwohl in Stuttgart noch gespielt wurde). Eine Woche später, Berlin, 5-2 gegen die Schwaben, der kleine Rummeinigge und der Wohlfarth …
        Warum wählt den eigentlich keine Sau? Schee wars …

  10. Ich tu mich auch schwer mit dieser hohen Platzierung Schweinsteigers. Über mehrere Dekaden zu vergleichen ist immer problematisch, aber innerhalb der gleichen Spielergeneration kann man dann doch halbwegs objektiv beurteilen, wer wie wichtig ist. Und Schweinsteiger in seiner Generation über Ribéry, Robben und Neuer zu stellen ist bei allem Respekt schon sehr gewagt.

  11. Jetzt mal was zur Einordnung von Schweinsteiger. Der seine über 120 Länderspiele ja nicht ohne Grund hat.

    Es gibt nicht zwei Phasen in seinem Fußballleben, sondern drei. Die erste war 2004, bei der Katastrophen-EM, als der deutsche Fußball international nur noch zweitklassig war (trotz des WM-Finales zwei Jahre zuvor). Damals war er neben Podolski und Lahm der Hoffnungsträger auf eine bessere Entwicklung. Wie für einen jungen Spieler üblich spielte “Schweini” damals, wo ihn der Trainer hinstellte. Sehr offensiv, auf den Flügeln. Man sah in ihm einen für das Eins gegen Eins, einen der dribbeln sollte, Übersteiger machen, Tempoläufe ..

    Diese Rolle ist er leider in den Jahren 2006, 2008, seiner “zweiten Phase”, nicht losgeworden. Tempoläufe und Übersteiger sollte er nun nicht mehr machen, da hatte man erkannt dass es dafür schnellere gab. Aber “sein Platz war rechtes oder linkes Mittelfeld”, Alternativen wurden gar nicht diskutiert. Ein Felix Magath wäre nie und nimmer bereit gewesen, ihn zentral spielen zu lassen. Hitzfeld in seinem zweiten Bayernengagement (das nicht mehr so beeindruckend war wie sein erstes) war es leider auch nicht. Da er den Welpenschutz der EM 2004 nicht mehr hatte, da von ihm jetzt was erwartet wurde, kam die Kritik. Die Presse, die er damals bekam (und die sich im Boulevardtempel Deutschland natürlich zentral mit seiner Frisur und seiner Freundin befasste und hieraus auf seine fußballerischen Qualitäten Rückschlüsse zog), wäre eine andere gewesen, wenn er damals entsprechend seinen wahren Stärken eingesetzt worden wäre. Trotzdem hat sich Schweinsteiger auch in dieser zweiten Phase nie hängen lassen. Den Spitznamen “Fußballgott” hat er in diesen Jahren erworben, nicht wegen seiner grandiosen Spiele, sondern wegen seines Einsatzes.

    Ich denke, es war Heynckes, der ihn 2009 nach der Beurlaubung Klinsmanns erstmalig zentral aufgestellt und damit seine dritte und längste Phase eingeleitet hatte. Damals hat man aber auch bereits vereinsseitig gesagt, dass die Zentrale seine Zukunft sei. Für van Gaal war das dann gar keine Frage mehr.

    Von den sechs Bayerntrainern, die er hatte (Hitzfeld, Magath, Klinsmann, van Gaal, Heynckes, Guardiola) standen nur zwei voll hinter ihm und haben seine Stärken in den Dienst der Mannschaft gestellt. Auch Guardiola sah ihn m.E. kritisch, eventuell war das aber schon verletzungsbedingt.

    Dass er sich gegen alle diese Widrigkeiten durchgesetzt hat, macht einen großen Sportler nun mal aus. Die erste Phase verheissungsvoll, die zweite nicht so toll, was nicht nur an ihm lag, die dritte top, was will man mehr?

    Und @GP11, den wiedergekehrten Forumstroll, sei eine Frage gerichtet: Wenn es schon so blödsinnig ist, Spieler generationenübergreifend zu vergleichen, macht es dann Sinn, innerhalb einer Generation positionsübergreifend zu argumentieren? Klar ist Ribery der technisch bessere Kicker. Und Robben ist explosiver. Aber als Passgeber und Mannschaftsführer war Schweinsteiger nach Beckenbauer und Alonso der beste, den Bayern für diese Aufgabe je hatte.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
      1. thx, Justin ..

        stimmt das, dass ihn schon Heynckes 2009 zentral eingesetzt hatte? Hab keines der Spiele live gesehen und googeln ist schwer ..

      2. Hitzfeld hat Schweinsteiger auf jeden Fall schon 2007/08 auf der Doppelsechs eingesetzt. Müsste neben Ze Roberto gewesen sein.

      3. Schweinsteiger machte bereits 2003/04 einige Spiele im zentralen Mittelfeld, also noch während Hitzfelds erster Amtszeit. Unter anderem gegen Wolfsburg, Frankfurt und Freiburg spielte er zusammen mit Hargreaves auf der Doppelsechs.

        (Sorry falls es ein Doppelpost wird, ich hatte gerade eine Variante mit Links zu den o.g. Spielen geschrieben, die konnte ich aber scheinbar irgendwie nicht posten.)

      4. Danke für die links, Josef. Den Trick musst Du mir mal verraten, wie man das ergoogeln kann.

      5. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Schweinsteiger schon in der Jugend als zentraler Mittelfeldspieler eingesetzt wurde und dies seine ursprüngliche Position war. Nur beweisen kann ich es nicht. In Zeiten der deutschen Fußballflaute war er dann sehr effektiv als Außenspieler. Je schneller das Spiel wurde, umso mehr Probleme bekam er leider. Umso bemerkenswerter, dass seine Trainer allesamt zu blind waren, um ihn mal zentral zu testen. Gut, man muss auch fair sein und erwähnen, dass die Konkurrenz dort traditionell namhaft war.

        Ich schaue später mal, ob ich zu den vier Heynckes-Spielen etwas finde. Kann mich daran aus dem Kopf auch nicht mehr erinnern. Van Gaal jedenfalls setzte es als erster Trainer konstant durch. Zu seinem, zu Bastis und zum Wohl des FCB.

    1. Danke, schön beschrieben. Mir auch ein Rätsel, wieso Schweinsteiger von vielen hier nur auf zwei, drei gute Jahre reduziert wird.
      Zur Passgeber- und Mannschaftsführerliste würde ich allerdings noch Breitner hinzufügen.

  12. @ Chrustoph: Bitte erkläre doch Deine These zu Matthäus noch:

    “Gegen Ende der 90er bildete er den Grundstein, warum die Mannschaft auch noch heute erfolgreich ist.”

  13. Schweinsteiger bekleidete in seiner großen Zeit die Position, die hierzulande traditionell den schwersten Stand hat, frag nach bei Toni Kroos, der 3 CL-Siege und einen WM-Titel geholt hat und für einige trotzdem der Querpass-Toni ist…

    Im defensiven Mittelfeld sieht der deutsche Durchschnittsfan lieber einen Dieter Eilts 90 Minuten über den Rasen grätschen als einen Strategen, der das Spiel unspektakulär diktiert. Ein Kämpfer wie Martinez, der nach der Triple-Saison kaum noch Nennenswertes geleistet hat, genießt bei den Fans dennoch immer noch ein überragendes Ansehen. Es ist kein Wunder, dass Schweini von der deutschen Öffentlichkeit erst dann endlich die verdiente Wertschätzung erfuhr, als dank Agueros Ellbogen seine Kämpfertugenden prominent in den Blick gerückt wurden.

  14. “[..], spielte der FC Bayern 1996/97 im UEFA Cup. Dort sicherten sich die Münchner den Titel.”

    Der erste Teil stimmt zwar, aber man schied in der Saison schon in der ersten Runde gegen Valencia aus. Den Titel holte sich damals Schalke. Der für Bayern war die Saison davor.

  15. […] Top 15 der Klubgeschichte: Plätze 7 & 6 | MiasanrotIn unserem Blog-eigenen Ranking der größten Bayern-Spieler aller Zeiten landete Schweinsteiger auf Rang 7. Lest jetzt nochmals die Laudatio von Autor Justin. […]

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