Round-Up: Emotionale Achterbahnfahrt, auf und neben dem Platz

Daniel Trenner 26.02.2021

Aktuelle Themen

Allgemeines

Homophobie im Fußball: Das System ist kaputt | Zeit

Die #ihrkönntau­funs­zählen-Aktion von 11Freunde, sowie die Aussagen Philipp Lahms zu Coming-outs im Fußball haben Wellen geschlagen. Die Zeit ordnet das alles in einem längeren Kommentar ein, dem ich nur beipflichten kann. Es ist schon faszinierend, wie aus der Zeit gefallen auf mich diese ganzen Dinge wirken. Homophobie ist freilich noch lange nicht besiegt, doch scheint sich der Kampf für die Rechte der LGBTQI+-Menschen zunehmend auf die der anderen Buchstaben zu konzentrieren. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in weiten Teilen der “westlichen” Industrieländer gesellschaftlicher Konsens. Deutschland hat mittlerweile sogar einen homosexuellen und gleichzeitig erzkonservativen Gesundheitsminister. Viele Aktivisten haben die Regenbogen-Flagge verstaut und tragen nun die (ohnehin hübschere) Flagge der Transgender-Bewegung. Eine Minderheit, deren Rechte noch bei weitem nicht so rechtlich und gesellschaftlich akzeptiert sind, wie die homosexueller Menschen.

Große Konzerne suhlen sich mittlerweile regelmäßig in positiver Publicity im Pride-Month (aber auch fast nur während diesem). Doch der Fußball ist noch irgendwo zwischen 2000 und 2006 steckengeblieben. Er wird auf allen Ebenen von heterosexuellen Männern dominiert und möchte dann Applaus ernten, wenn die Eckfähnchen und Kapitänsbinden in Regenbogenfarben erstrahlen. Der Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft? Ein bitterer, aus der Zeit gefallener Witz.

“Ihr könnt auf uns zählen!” Dieser Slogan klingt nach einer guten Absicht, doch er mildert auch das schlechte Gewissen einer Branche und schiebt die Verantwortung weiter. Nicht der schwule Spieler sollte die Bürde haben, die Bundesliga zu liberalisieren. Gesellschaftliche Vielfalt beginnt nicht erst mit dem Coming-out. Gesellschaftliche Vielfalt sollte das Fundament sein und dann in der Folge ein Coming-out möglich machen.
Es mag sein, dass der offene Rassismus und die Hassgesänge gegen Homosexuelle aus den Stadien verschwunden sind. Doch von einem diskriminierungsfreien Fußball kann keine Rede sein. In den Trainerteams und Chefetagen der Vereine gibt es so gut wie keine Menschen mit schwarzer Hautfarbe. […] In den Ultra-Szenen sind Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund klar unterrepräsentiert. Von den 500 Führungspositionen im Profifußball sind nur 28 mit Frauen besetzt. Auch die meisten Sponsoren und Sportmedien werden von weißen Männern geleitet. Und in dieser eindimensionalen Welt sollten ausgerechnet schwule Profis den Beweis antreten, dass es auch Alternativen gibt? Kommentar von Ronny Blaschke zu Homophobie im Fußball

Bayern-Boss Rummenigge im ZDF-Sportstudio: Kein Treffer bei der Torwand, Volltreffer im Gespräch | Spiegel

FC Bayern: Ein bisschen mehr Demut wäre schön | Web

Karl-Heinz Rummenigge war am vergangenen Samstag im Sportstudio und absolvierte dort insgesamt einen formidablen Auftritt… für Rummenigge-Verhältnisse im Jahr 2021 jedenfalls. Zumindest gab es keinen viral gegangenen Moment, in dem sich der Vorstandsvorsitzende um Kopf und Kragen reden konnte. Umso mehr konnte Sportstudio-Moderator Jochen Breyer ganz groß auftrumpfen. Der Reporter, der in den vergangen Jahren zumeist damit beschäftigt war, sich einen Ruf aufzubauen, zahnloser als der veganste Tiger zu sein (unvergessen seine PR-Auftritte mit Dietmar Hopp), ließ nicht locker und konfrontierte Rummenigge immer wieder mit den harschen Realitäten seiner Impfaussagen und der Situation in Katar…

WM-Bauarbeiten in Katar: “Guardian” berichtet von 6500 Toten | Kicker

… Deren ganzes Ausmaß zu dem Zeitpunkt noch gar nicht bekannt war. Der Guardian berichtet von über 6500 Toten bei den Bauarbeiten für die WM in Katar. 6500 Menschen gestorben für die Hybris des Fußballs.

Da ist es vollkommen egal ob das Land mittlerweile den Mindestlohn anhob oder was-auch-immer in den letzten Jahren sich gebessert hatte. Es ist falsch dort eine Klub-Weltmeisterschaft abzuhalten. Falsch dort eine Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften abzuhalten. Und ja, auch falsch, dorthin für sonnige Trainingslager hinzufliegen. Da mag sich der Verein noch so sehr auf deutsche Regierungskreise berufen.

Kopfverletzung? Kein sechster Wechsel in der Bundesliga | Kicker

Die DFL ist mal wieder auf DFL-Pfaden unterwegs. Während es im Fußball so langsam ein Erwachen bezüglich Kopfverletzungen gibt, wiegelt die DFL direkt mit unsinnigen Begründungen ab. Man möchte keine zusätzlichen Wechsel, denn es werden ja meistens die Wechselkontingente ohnehin nicht augeschöpft.

Ach, und wie erklärt man dann, dass derzeit jede Woche Spieler trotz Verletzungen am Kopf und übrig gebliebener Wechsel weiterspielen? Niemand wechselt gerne seine besten Spieler aus. Aus dem Grund ist es wichtig solche Wechsel nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zu den normal bestehenden Wechselmöglichkeiten, verpflichtend zu machen.
Verletzt sich ein Spieler am Kopf muss er raus und für einige Minuten ausgewechselt werden, gibt dann ein (unabhängiger!) Arzt grünes Licht, darf die Auswechslung rückgängig gemacht werden. Andernfalls werden Spieler auch weiterhin mit Gehirnerschütterungen auf das Feld gelassen, denn kein Trainer möchte wichtige Stammspieler bereits nach 20 Minuten auswechseln.

Fußball-Bundesliga: Handspielregel sorgt für Ärger | Spiegel

Dieser Text von Alex Feuerherdt ist etwas älter, aber immer noch aktuell. Die Handspielregel sorgte neulich bei uns im Slack für Diskussionen. Alex lieferte 2019 bereits einen Reformvorschlag, der sinnvoll sein könnte. | Justin

Pelé | Netflix

Wer ein Netflix-Abo besitzt, ist diese Dokumentation über den brasilianischen Gott Pelé wärmstens ans Herz gelegt. Pelés Leben ist natürlich nicht so kontrovers wie das eines Maradonas und an einigen Stellen hätte ich mir einen anderen Fokus gewünscht, aber es gelingt der Doku trotzdem den Fußballer Pelé in den Kontext brasilianischer Geschichte zu rücken.

Männermannschaft

Analyse zu Eintracht – Bayern: Erwartbare Schwierigkeiten und eindrucksvolle Reaktion | Spielverlagerung

Spielverlagerung beehrt uns mal wieder mit einen ihrer seltenen Detailanalysen zu einem Bundesligaspiel. Da muss der FC Bayern nur mal verlieren, schon wachen sie auf.

Es wird aber nicht nur kritisiert, sondern auch gelobt. Für die zweite Halbzeit hätten sich die bayerischen Anpassungen durchaus ein Remis verdient.

Ein Spiel, zwei Hälften | 11Freunde

Auch Tobias Escher ließ sich nicht zweimal bitten und sprach in seinem bekannten Format der fünf Beobachtungen über die Niederlage. Insbesondere sieht er die Neuzugänge kritisch, wo ich nicht ganz mitgehen würde. Roca sah ich eigentlich ganz ordentlich. Goretzka war da freilich ein Upgrade, aber in Bestform reden wir da bei nunmal auch von einem Weltklassespieler. Choupo-Moting allerdings war erneut schwach. Ich will ihn ja eigentlich mögen, und als Offensiv-Allrounder ist er mir mit Blick auf den Spielertypus auch im Grunde genommen lieber als ein reinrassiger Back-Up-Mittelstürmer für Robert Lewandowski. Doch haben wir mittlerweile Ende Februar und ich bin mir tatsächlich unsicher, ob er auch nur ein einziges relevantes, gutes Spiel zeigen konnte.

Collinas Erben sind überrascht: Davies’ Glück mit dem Video-Assistenten | N-TV

Collinas Erben meldeten sich im Nachlauf zum Spiel in Frankfurt und meinten, Phonsie Davies hätte in der zweiten Hälfte eigentlich einen Frankfurter elfmeter- und platzverweiswürdig gefoult. Eigentlich mag man dem Souverän in deutschen Schiedsrichterlandschaft ja nicht widersprechen, doch ich tue das trotzdem. Sie selbst merken an, dass der Kontakt zwischen Davies und dem Frankfurter Ache womöglich nicht ausschlaggebend für das Schiedsrichterteam war und so sehe ich das auch. Was bei Gesundheitsämtern gut sein mag, ist im Fußball verpönt: Die detaillierte Kontaktnachverfolgung. Speziell die Suche mit der Lupe und genau das wird hier in meinen Augen betrieben. Man konnte in dieser Szene auf Strafstoß entscheiden, doch wäre es eine harte Entscheidung gewesen.

Zudem plädieren die Erben für die rote Karte und auch das missfällt mir. Die Aufweichung der Doppelbestrafung war richtig, aber sie geht mir nicht weit genug. Diese Szene darf nach meinem Empfinden niemals zu einem Platzverweis führen. Auch ballferne Foulspiele sollten -sofern unbrutal- nur mit Gelb geahndet werden.

Der Abend, an dem Niklas Süle Ronaldo war | Zeit

Die Zeit mit einem launigen Rückblick auf Bayerns Machtdemonstration in Rom. Highlight: Niklas Cristiano Süle. Der beste rechte Kühlschrank der Welt. Unser Frigorífico.

Philipp Lahm? Javier Zanetti? Cafú? El Frigorífico.
(Foto: Alberto Pizzoli / AFP via Getty Images)

Bayern München & Dayot Upamecano – Eine Einschätzung zum Transfer | YouTube/Spielverlagerung

Constantin Eckner widmet sich in einem speziellen Video dem Transfer Upamecanos und sieht überall nur Gewinner (naja außer Leipzig, aber die konnten sich ja auch bereits darauf einstellen, den Spieler zu verlieren). Speziell mit seiner Athletik und seiner Stärke im alleinigen Hochrisikoverteidigen, dürfte Upamecano Bayerns Spielweise sehr helfen.

Jamal Musiala im Interview über seinen Entschluss für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen | Sportschau

Die Spatzen haben es am Schluss von den Dächern gepfiffen: Jamal Musiala hat sich auf Nationalmannschaftsebene für sein Geburtsland Deutschland und gegen England, dem Land, indem er aufwuchs, entschieden.

Bezeichnend wird es im Interview, wenn er von seinen Erfahrungen spricht, zu seiner Anfangszeit in Britannien Englisch nur mit einem deutschen Akzent gesprochen zu haben. Mittlerweile hat sich der Spieß umgedreht und sobald Musiala offensiver vor die Kameras treten wird, befürchte ich das Raunen, ein deutscher Nationalspieler spräche mit einem englischen Akzent. Viele in Deutschland kennen das Gefühl, denn es ist das Schicksal von solchen Pendelkindern: So richtig dabei ist man nirgends.

Frauen, Amateure & Basketballer

UEFA Women’s Champions League: FCB-Frauen treffen im CL-Achtelfinale erneut auf BIIK Kazygurt | FC Bayern

“Same procedure as last year?” Heißt es für die Damen im Champions-League-Achtelfinale. Erneut treffen sie in der exakt gleichen Runde auf den exakt gleichen Gegner: Dem BIIK Kazygurt aus dem südkasachischen Shymkent. Da wird der Kontinent Europa aber ganz eigen definiert.

Bianca Rech meinte auf dem neumodischen Portal Clubhouse, es sollte eigentlich eine klare Angelegenheit werden. Die Kasachinnen haben einige US-Amerikanerinnen im Kader, aber das sollte nicht den ganz großen Ausschlag geben, immerhin gewannen die Bayern auch letztes Jahr insgesamt mit 7:0 nach Hin- und Rückspiel.

FCB-Frauen Gia Corley wechselt nach Hoffenheim | FC Bayern

Gia Corley verlässt dich Münchener Damen Richtung Hoffenheim. Ein guter Wechsel für sie, hat sie doch vornehmlich für die zweite Mannschaft gespielt. In Sinsheim kann sich die dribbelstarke Stürmerin beweisen.

Ex-Amateure-Spieler Daniel Sikorski im Interview | Spox

Auf jede Erfolgsstory im Profifußball kommen dutzende gescheiterte Spieler. Spox hat erneut ein Interview mit einem früheren Spieler der Amateure geführt, bei dem es einfach nicht ganz gereicht hat. Besonders herzzerreißend wird es, wenn Sikorski davon spricht von Trainer Hitzfeld inmitten einer Verletzungsmisere in den Bundesligakader berufen worden zu sein. Auf Grund eines Formfehlers des Vereins war er aber nicht spielberechtigt und wider erwarten musste er von der Tribüne zusehen, wie Sandro Wagner eingewechselt wurde. Es ist in solchen Momenten schwer nicht mit ihm in wilde Was-wäre-Wenn-Szenarien abzudriften.

FC Bayern Basketball verpflichtet David Krämer | Süddeutsche Zeitung

Die Bayern Basketballer reagieren auf die große Belastung aus der EuroLeague. Aus der NBA G-League verpflichten sie David Krämer, der bereits Erfahrungen in der Bundesliga im Trikot von Ulm gesammelt hat. | Dennis

Saison-Update

Damen

Die Frauen des FC Bayern ziehen weiter einsam ihre Kreise in der Bundesliga. 7:1 gegen Meppen, 7:0 gegen Werder Bremen. Die Leute beschweren sich ja schon bei den Herren, aber wie ungleicher Wettbewerb wirklich aussieht, sieht man gerade in der Bundesliga der Frauen.

Amateure

Die Amateure haben durchwachsene Wochen hinter sich. Eine Niederlage gegen Viktoria Köln und zwei 1:1-Unentschieden gegen die beiden größten Traditionsvereine der dritten Liga Kaiserslautern und Dynamo Dresden. Gegen Dresden konnte immerhin Torben Rhein sein längst überfälliges Debüt feiern, wenn auch in etwas fremdelnder Position. Es bleibt ein Rätsel wieso Holger Seitz als Campus-Chef das größte Talent am Campus nicht viel stärker fördert. Sein jetziges Debüt hätte schon vor Monaten erfolgen können, vielleicht gar müssen.

Basketball

Basketball-Euroleague: Zwei-Säulen-Modell | Süddeutsche Zeitung

Ein seltenes Profil über die Basketballer in der Süddeutschen. Gerade Vladimir Lučić und Wade Baldwin werden als Säulen identifiziert. Im Guten, wie im Schlechten, denn bei der 79:87-Niederlage gegen Lyon zeigte sich einmal mehr, dass zwei Säulen ein paar zu wenige sind.

Diskussion der Woche

Haben die ganzen Kontroversen der vergangenen Wochen an eurem Fan-Dasein gezogen?Frage der Woche

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Deutsch

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  1. Re: Frage der Woche

    Nein, da mich die Haltung der Führungspersonen nicht überrascht.
    Schlussendlich empfinde ich diese seit Langem – im Extrem – als ignoranten Hochmut.
    Ob das als ein Überschlagen des Selbstbewusstseins und Erfolgshungers (‘Mia san Mia’) zu sehen ist – weiss ich nicht.
    Da ich mit dem Verein aufgewachsen bin und ich viele wunderbare Momente mit ihm verbinde bräuchte es trotzdem noch einiges um Fantum ernsthaft zu torpedieren – Fremdscham empfinde ich trotzdem.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ja da war die erbärmliche groteske PK vor ein paar Jahren, und da sind einige Auftritte einiger unbedeutender Ultras wie in Hoffenheim. Zwei gravierende Ereignisse zum Fremdschämen.

  2. KHR Auftritt war völlig unnötig und auch viel zu brav. Ein unterirdischer Sportjournalist wer noch nicht einmal die Abläufe im internationalen Fußball kennt.
    Das sich eine gewisse Szene, insbesondere aus der linken Ecke, auf den FCB seit langer Zeit eingeschossen hat ist ja schon lange bekannt.
    Hoffentlich wird Kahn das zukünftig besser machen und eigene Kanäle bzw. eigene PKs nutzen um offensiv zu kommunizieren und sich nicht von unbedeutenden Journos unter Druck setzen lassen.Die Deutungs und Meinungshoheit ist nicht von diesen Leuten repräsentiert.
    ÖR sind reinste Zeitverschwendung.
    Bemerkenswert wird in der Debatte um weibliche Führungskräfte nicht mit einem Wort KK erwähnt die seit Jahren als Teammanagerin einen sehr wichtigen Job hervorragend macht.
    Wichtig ist sowieso was weltweit die Fans und Mitglieder denken bzw das die Marke FCB von den Sponsoren weiterhin einen sehr hohes Ansehen an.
    KHR hat ja international ein sehr hohes Ansehen, leider gibt er ausländische Interviews fast nur italienischen Medien.
    Kahn sollte mehr im englischen Sprachraum auftreten. Also es wäre schön wenn man etwas mehr Souveränität an den Tag legt, beachtet nicht die Wadenbeißer wie 11Feinde etc sondern stellt Euch der Kritik der Fans und Mitglieder, die viel wichtiger sind.

    Antwortsymbol14 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. 11Feinde? Bemerkenswert hohl und grenzwertig.

      1. @918: Was heißt denn “Ecke, die abfeiert”? Sind denn alle, die nicht ausgesprochene Bayern-Fans sind, Gegner oder gar Feinde? Du weißt ja, das ist kein schöner Status; da kann schnell mal der Ruf nach Schließung des Accounts laut werden. ;-)

    2. Das kann man so oder so sehen. Woran der hiesige Sportjournalismus lange gekrankt hat, ist m.E. weniger eine zu kritische Haltung als vielmehr der bewundernde Augenaufschlag und ein Interviewstil, der sich darin erschöpfte, Stichworte zu liefern. In einer Zeit, da die Akzeptanz der Gesellschaft dem privilegierten Fußball nicht egal sein kann und die großen Verbände von einem Skandal in den nächsten schlittern, kann man erwarten, dass ein Journalist seinen Job macht, so wie auch Politiker es sich völlig zurecht gefallen lassen müssen. Nur so kann einem ausufernden Populismus (“Lügen- bzw. Systempresse”) entgegengewirkt werden. Dass ich mir zu so später Stunde überhaupt noch dieses Interview angesehen habe, ist nur dem vernünftigen Interviewstil von Breyer zu verdanken, der früher auch einen erheblich oberflächlicheren Eindruck auf mich gemacht hat. KHR war halt schlecht vorbereitet oder es war ihm egal, wie er wirkt. Ein Medienprofi seines Kalibers sollte es vermeiden können, Sätze wie “wir maßen uns keine Arroganz an” vom Stapel zu lassen. Keine Frage war ein fieses Überraschungsei, jede einzelne war absolut vorhersehbar. Das politische Links-Rechts-Schema hat damit rein gar nichts zu tun.

      Ich habe nichts gegen KHR und finde gut, dass er sich den Fragen gestellt hat. Aber er hätte bei gründlicherer Vorbereitung besser für den Klub werben können. Nicht mehr und nicht weniger.

      1. Was heißt in diesem Zusammenhang gründliche Vorbereitung? Erstmal die Themen ernst nehmen statt sich von ihnen behelligt zu fühlen.

      2. Ja, man kann erwarten, dass ein Journalist seinen Job macht.
        Und das bedeutet auch gründliche Vorbereitung und Themen ernst nehmen.
        Wenn ich dann in dem hier verlinkten Artikel über Katar sehen muss, dass der Kicker entweder nicht fähig, oder nicht willens ist korrekt zu zitieren, habe ich schon genug gelesen.
        Es gibt einen Unterschied zwischen Journalismus und nur zu versuchen seinen Punkt zu machen.

      3. @Jo: Mein Post war eine Antwort auf @918s kritische Würdigung des ZDF-Interviews.
        Jetzt stehe ich gerade auf der Leitung: wo genau ist da jetzt der Zusammenhang mit dem Zitierverhalten des kicker? Besteht da einer, und ich erkenne ihn nur nicht? Oder handelt es sich um Whataboutismus? Du argumentierst ja üblicherweise seriös, also würde ich letzteres eigentlich ausschließen.

      4. Wäre Kalle Rummenigge ein Medienprofi der sich vor dem Auftritt, mit seinem Team, auf alle zu erwartenden Fragen perfekt vorbereitet hätte, um vorgefertigte, diplomatische, unverfängliche, nichtssagende, inhaltslose, rassen-, religons-, geschlechterneutrale blablabla-Sätze aufzusagen, wäre er mir um einiges unsympathischer.

      5. @wohlfahrt: Einverstanden, das sehe ich genauso. Aber auch die tatsächlich gegebenen Antworten wirkten merkwürdig einstudiert, wenn auch nicht perfekt. Insgesamt machte KHR nicht den Eindruck, als sei er sehr interessiert an den aufgeworfenen Themen. Ich sah über allem in unsichtbarer Tinte geschrieben: “Miasanmia. Denkt doch, was ihr wollt.” Eine Haltung, die dem einen oder anderen sicher auch gefallen wird.

      6. Korrektur: @wohlfarth

      7. KHR war weder vorbereitet noch hat er in irgendeiner Weise das miasanmia im Interview gelebt. Denn dann hätte er anders agieren müssen. Er war merkwürdig geplant defensiv und hat den Meinungsjournalisten über sich ergehen lassen. Spätestens nach der zweiten Unterbrechung hätte er fragen müssen ob der Journalist überhaupt an der Antwort interessiert ist denn sonst könnte man die Fragerei gleich lassen.
        KHR hat sich gedacht nach Frankfurt kurz in Mainz vorbeischauen, etwas Blabla mit dem Jüngling und dann nach Hause. KHR war für den FCB CEO extrem unsouverän aber im Live Interview war er noch nie so stark. Kahn wird es sicherlich sehr viel besser machen und sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen( welche Ecke hat denn Breyer für das Interview abgefeiert- sagt doch alles).

      8. @918: Was heißt denn “Ecke, die abfeiert”? Sind denn alle, die nicht ausgesprochene Bayern-Fans sind, Gegner oder gar Feinde? Du weißt ja, das ist kein schöner Status; da kann schnell mal der Ruf nach Schließung des Accounts laut werden. ;-)

      9. @jep:
        Da besteht kein direkter Zusammenhang.
        Nachdem ich mich gerade über den Kicker geärgert hatte, haben mich deine Ausführungen zu guter journalistischer Arbeit emotional “abgeholt”.
        Das hätte ich aber an jeder anderen Stelle auch sagen können, hier war das nur eine mehr oder weniger gelungene Überleitung, wie man im Sportstudio oder im Fernsehen sagen würde (-:

      10. @Jo: Danke für die Antwort, alles klar! ;-)

    3. “11Feinde” trifft es bemerkenswert zielsicher! Dieses Lifestyle-Magazin hat für den FC Bayern München fast nie ein gutes Wort übrig gehabt. Neid, Mißgunst und jede Menge ironische Bemerkungen, ja blasierte Einwürfe über einen angeblich arroganten FC Bayern machen dieses Blatt für den Bayernfan fast unlesbar. Und auch eine große Thomas-Müller-Geschichte kann die sehr einseitigen Sympathien des Blattes nicht verbergen.

      Einen FC St.Pauli feiert man ständig (wofür eigentlich??)

      11Feinde kann man beruhigt im Zeitschriftenregal liegen lassen. Man verpaßt nichts.

  3. Zur Diskussion der Woche:
    Nein, die “ganzen Kontroversen der vergangenen Wochen” haben wenig Einfluss auf mein Fan-Dasein.
    Mich interessiert der Sport, die ganzen Katar-, Rassismus-, Homophobiethemen interessieren mich nicht wenn das Spiel läuft. Hab nie verstanden, warum Leuten in der Südkurve das termingerecht hochhalten ihrer Transparente wichtiger ist als der Spielverlauf.
    Was mich langsam entfremdet sind die fehlenden Zuschauer im Stadion. War ich anfangs froh dass überhaupt gespielt wird, kann ich das mittlerweile fast nur noch bei Bayern-Spielen ertragen. Da fehlt mir aber auch die Unterscheidung zwischen Heim- u und Auswärtsspiel, die hasserfüllten Fans egal wo wir hinkommen. Am Dienstag hab ich Null auf das Spiel in Rom hin gefiebert, über das Rückspiel in München habe ich mir bis gerade jetzt Null Gedanken gemacht. Ich weiß nicht mal was ich da für eine Schicht habe. Vor einem Jahr wusste ich jeden Termin für ein halbes Jahr im voraus, wann und gegen wen ich im Stadion sein will.
    Gladbach gegen Mancity in Budapest reißt mich Null vom Hocker, sowas schaue ich nur noch nebenbei oder als Zusammenfassung. Konferenz oder “alle Spiele, alle Tore”, da ist es zu ertragen. Live über 90 Minuten nur noch meine Bayern und da lässt es auch stark nach.
    Covid 19 ist ein H….s…

  4. Nicht so melancholisch.
    Die Tage werden länger
    Das Team hat seine mentale Müdigkeit überwunden.
    Wir haben so viele starke Kicker in der Truppe da muss man sich von den 4 Neuen nicht runterziehen lassen.
    Im Mai werden die letzten Heimspiele mit Zuschauern in der AA stattfinden (alleine schon um Alaba entsprechend die Meinung zu Pfeifen). Nächste Saison ist dann alles wieder normal. Der run auf Karten wird astronomische Züge annehmen.
    Die Fanbasis des FCB wächst stetig vor allem International. Das Image wächst, der Wert der Marke wächst. Einnahmen werden auch wieder wachsen.
    Rosarote Zeiten gehen weiter wie vor einem Jahr prognostiziert.

  5. https://www.spox.com/story/jamal-musiala-bayerns-bambi-made-in-england/: Schöner Bericht über Jamal Musiala, den ich doch hier verlinken möchte, auch wenn ich gerade das Gefühl habe, man liest fast schon ein bisschen zu viel über ihn dieser Tage …

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wirklich ein hochinteressanter Bericht. Leseempfehlung.

    2. Da scheint ein Riesenspieler heranzureifen

    3. Danke für den Link zu dem tollen Artikel.
      Scheint auch einen klasse Charakter zu haben.
      Was für weltklasse Jugendspieler mit Phonzy und ihm mittlerweile im Kader sind. Hervorragendes Scouting.

  6. Die Initiative von Struths Firma mit den von ihm betreuten Fußballern den SM Hass und Schmutz anzuprangern kann man garnicht hoch genug anprangern.
    Da sollten die Clubs DFL DFB sofort eine nachhaltige Aktion machen.
    Wann wird von diese Typen endlich gesetzlich verfolgen und belangen können?

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. ??? Sorry, ich verstehe nur Bahnhof. Bitte nochmal ohne Kürzel und ganz langsam für die Doofen. ;-) Danke.

  7. @Daniel: danke für Deine Anmerkung zu Collinas Erben bzw. die Frage der “Notbremse” generell. Ich kann Dir da nur zu 100% zustimmen.
    Speziell zu der Situation von Phonzie letzte Woche: ich verstehe nicht so ganz, wie man da auf die Idee kommen kann, das überhaupt als Notbremse anzusehen – zum Zeitpunkt der Fußberührung ist weder klar, ob die Flanke überhaupt kommt und wenn ja, dann ob sie präzise auf den Stürmer (Ache) kommt; bei der Geschwindigkeit von Davies kommt der wohl eher noch vorher an den Ball.
    Insofern kann es da meines Erachtens nur noch um die Frage gehen, ob Elfmeter oder nicht. Streg nach den Regeln war die Berührung ein Foul, also könnte man den sicher geben. Aber ich bin ganz bei Dir, das war so dermaßen unabsichtlich (beide schauen nach links zum Ballführenden, sind im Vollsprint, es gib eine minimale Berührung), wenn man die Maßstäbe anlegt, müsste man ein Fußballspiel alle 20 Sekunden unterbrechen und Minimum 10 Elfmeter pro Spiel geben.

    Insofern haben Schiri und VAR hier alles richtig gemacht; warum Alex Feuerherdt sich hier so klar auf die andere, harte Position stellt, verstehe ich nicht so ganz.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Eine meiner Lieblingsformulierungen in dem Zusammenhang “Also ein Kontakt war ja da”, wenn sich in der fünften Perspektive, in Superzeitlupe zeigt, dass sich Schien- und Wadenbein für den Bruchteil einer Sekunde hauchzart berühren.
      Interessanterweise gilt diese “Kontaktregel” immer nur unterhalb der Gürtellinie. Oberhalb kannst du mit beiden Armen am Gegner hängen, kannst ihn 5 Meter wegchecken, dann heißt es meist lapidar “reicht einfach nicht aus”.

      1. Konnte man im Gladbachh-Spiel schön sehen – sah auf den ersten Blick wie ein klares Foul im Strafraum aus. Aber in der Zeitlupe sah man: der griechisch-römische Haltegriff war oberhalb der Gürtellinie und unten war halt nichts, ergo kein 11m, sondern weiterspielen.
        Für den gleichen Haltegriff hätte der Sportskamerad am Mittelkreis wegen taktischem Foul die gelbe Karte bekommen.

    2. Für mich war das am Samstag ein klarer Elfmeter und da ‘Verhindern einer klaren Torchance’ auch Rot.
      Collinas Erben kannst normal nicht ernst nehmen, die reden jede noch so hanebüchene Entscheidung der Schiedsrichter und vor allem des VAR schön. Wieso sie es ausgerechnet dieses Mal nicht tun, sonder sogar eine gegensätzliche Meinung vertreten ist mir ein Rätsel. Vielleicht weil es eine glückliche Entscheidung für Bayern war und man sich mit Bayern-Bashing Freunde macht? Vielleicht hatten sie auch einfach eine falsche Wahrnehmung:-)

      1. Klar, wenn man nach dem Wortaut der Regeln geht, hast Du recht: Phonzie trifft den Gegenspieler leicht am Fuß, der kommt dadurch ins Straucheln und fällt, das Ganze im Strafraum – wenn man pfeift, geht nur Elfmeter. Und wenn man es dann auch noch als klare Torchance bewertet, bleibt nur Rot, weil Davies ja keine Chacne hatte, im Moment der Fußberührung den Ball zu spielen.

        Im realen Leben widerspricht so eine Entscheidung aber definitiv der Intention der Regel von der “Notbremse” – die soll zur Anwendung kommen, wenn der Abwehrspieler entweder absichtlich den Stürmer “bremst” oder zumindest eine Grätsche fährt, bei der er in Kauf nimmt, zu spät zu kommen. Wobei für letzteren Fall extra “Rot” abgeschafft wurde (bei Elfmeter), um eine unnötige Doppelbestrafung zu verhindern.
        Bei so ein unglücklichem Ding wie bei Phonzie fände ich aber, wie Daniel, Elfmeter plus Platzverweis komplett daneben. Wie gesagt, Elfmeter könnte man geben, obwohl auch das schon kleinlich ist.

      2. Den Begriff “Notbremse” kannst auf den Müll schmeißen, den gibt es nicht im Regelbuch.
        Verhinderung einer klaren Torchance heißt das jetzt.
        Nichts anderes war das bei Phonzie. Wahrscheinlich unabsichtlich, aber das spielt keine Rolle. Und weil die Aktion nicht ballorientiert, sondern nur gegnerorientiert war, ist es halt auch Rot.
        Wir hatten einfach Glück, dass die VAR’s, wie so oft seit Einführung, ihren Job nicht richtig machten.
        Aber wie sagte der Trainer von Bergamo?
        „Sie haben alle Mittel des Fernsehens, aber nicht einmal, wenn sie die Bilder sehen, kapieren sie es.“
        Das ist auch meine Meinung zur Umsetzung des VAR.

    3. Der Knackpunkt ist diese absolut dämliche Erfindung der Journalisten ” das reicht nicht für einen 11m”. Die Regeln unterscheiden nicht zwischen Strafraum und dem Rest des Feldes. Da gibt es nur “Foul ist…..”
      Entweder man akzeptiert, dass Berührungen in einem Kontaktsport eben durchaus dazu gehören oder nicht!
      Wenn das Trikotziehen im Mittelfeld als taktisches Foul gepfiffen wird und mit Gelb sanktioniert wird, kann es nicht sein, dass das im Strafraum plötzlich kein Foul mehr ist.
      Und wenn eine Berührung wie bei Davies im Rest des Spielfelds als “normaler unabsichtlicher Kontakt” durchgeht, dann kann sie nicht plötzlich eine Notbremse im Strafraum sein.

      Aber da muss man natürlich noch mit berücksichtigen, wer wan gegen wen welches Foul begeht – ohne irgendjemanden etwas unterstellen zu wollen.

  8. Gnabry und Müller sind morgen beide im Kader. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Von Anfang an werden sie wahrscheinlich nicht spielen, aber das sind trotzdem sehr positive Nachrichten.

  9. Neben dem Platz schafft man es derzeit zielsicher jedes Fettnäpfchen mitzunehmen, welches auch nur peripher im Wendekreis des Vereins liegt.

    Ich sehe das nicht so. Und für mich spielt die linke Linientreue in offiziellen Verlautbarungen auch keine Rolle. Ich wüßte auch nicht, warum ich mich schämen sollte, wenn der Chef meines Lieblingsvereins eine abweichende Meinung äußert. Und mir ist es egal, ob irgendwelche Balltreter schwul sind; das tangiert mich peripher. Wer sich selbst auf Geschlechtsverkehr reduziert, muß m.M.n. einen Minderwertigkeitskomplex haben. Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich interessiere mich für den Sport, nicht für die politischen Ansichten der Sportler.

    Die politischen Überzeugungen eines Toni Kroos sind nicht wichtiger als meine.

    Ich brauche niemanden, der mit der roten Fahne über die Aschebahn rennt und von mir erwartet, daß ich hinterher renne.

    Freundliche Grüße,
    Thomas

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich bin da bei Thomas.
      So wie es mich in den 80ern gestört hat, dass sich die rechten, glatzköpfigen Weltverbesserer mit ihren Springerstiefeln im Fanblock breit machten, genauso nerven mich jetzt die linken, Regenbogenfahnen schwenkenden Weltverbesserer mit ihren Anti-Katar-Plakaten. Beide Seiten denken, sie wären im Besitz der einzigen Wahrheit und müssen dies dem Rest der Welt bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf die Nase binden.
      Politische Botschaften haben im Fanblock nichts verloren. Haben die Plakathochhalter schon mal alle drum herum gefragt, ob es ihnen Recht ist und ob sie der Aussage zustimmen? Mir wäre es nicht recht, zumal ich wegen diesem Mist einige Minuten das Spielfeld nicht sehe. Wem die Verbreitung seiner politischen Ansichten wichtiger ist, der soll sich in die Fußgängerzone stellen und den Platz im Stadion denen überlassen, die sich für Fußball interessieren.
      Ob Manuel Neuer nach dem Spiel zu seiner Franziska oder seinem Franz nach Hause fährt ist mir übrigens scheißegal, ich bin da weil ich ihm beim Fussball spielen zusehen will.

    2. Schon erstaunlich wie bei der überbordenden Katarkritik bei der heutigen Sensibilität in solchen Themen niemand auf die Idee kommt das mal im Kontext rassistischen Verhaltens zu untersuchen.
      Kommt niemand auf die Idee weil es sich hier “nur” um Araber handelt? Das macht einen offensichtlich per se verdächtig. Wenn es sich dann noch um Muslime handelt, sind offenbar die beiden eingeschworenen kulturellen Feindbilder vieler Leute in Perfektion vereint.
      Man beachte mal wie oft, wie offen und immer in verächtlicher und herabsetzender Weise ständig von den Scheichs, Scheichklubs etc. geredet wird.
      Das wäre bei anderen Ethnien völlig undenkbar. Die Leute die vergleichbare Begriffe in vergleichbarer Absicht verwenden würden, wäre bis in alle Ewigkeiten diskreditiert.
      Mögliche Beispiele verkneife ich mir mal, vielleicht fallen sie einem selbst ein.
      Aber vielleicht sagt dem einen oder anderen das Stichwort “Südseekönig” was.

      1. Und ZDF übertragen die WM der „Araber“.
        Wetten das der Breyer dann auch moderiert vor Ort?
        Oder verweigert er sich seinen Arbeitgeber?
        Warum wird eigentlich vom ZDF Sportevents in anderen arabischen Staaten übertragen? Warum in China? Warum in Russland?
        Tsts Herr Breyer

      2. Ob irgendwas von dir als “rassistisch” eingeordnet wird, ist mir scheißegal.

        Ich will Fußball gucken und mich amüsieren und mich ablenken von einem eher tristen Arbeitsleben; von machtgierigen Vorarbeitern und karrieregeilen Chefs, die mich mit Regularien quälen, die sie selbst nicht einhalten. Die auf mir rumtrampeln, weil sie Chefs sind.

        Ihr Linken kämpft für pakistanische Maurer und philippinische Zimmermädchen, doch der Einheimische und dessen Menschenrechte interessieren Euch überhaupt nicht. Auch die vielen Obdachlosen sind Euch egal.

        Aber der Maurer aus Pakistan, der 3000 km weg ist, für den kämpft Ihr heroisch.

        Ihr Heuchler, ihr Fahnenschwenker!!

        Laßt mich mit Eurer Indoktrination in Ruhe! Ich interessiere mich für Fußball, sonst nix.

        Ich liebe Arjen Robben und die Hingabe eines Franck Ribery; die Leidenschaft eines Joshua Kimmich und den Schlendrian eines Niklas Süle. Eure Sektiererei hasse ich.

        Freundliche Grüße,
        Thomas.

    3. Traurige Lebenseinstellung alter weißer privilegierter Männer.

      1. Das kommt immer dann wenn man nicht mehr weiter weiß- der Klassiker.

      2. Viel trauriger ist es, wenn man offensichtlich nicht einmal in der Lage ist wirklich zu differenzieren!
        Die armen Gastarbeiter in Katar! Und in den VAR oder in Sausi Arabien ist es anders?
        Wer sich einmal in Dubai oder Abu Dhabi oder Kuwait die Arbeitsbedingungen und vor allem die Arbeitsschutzbedingungen angesehen hat, weiß eigentlich ganz genau, dass sich von Kuweit im “Norden bis Oman im “Süden” die Bedingungen und Regelungen überhaupt nicht unterscheiden.
        Der einzige Unterschied ist, dass alles außerhalb von Katar offenbar keinen interessiert.
        Wo ist denn der Unterschied zwischen Quatar Air und Emirates oder Etihad – die Arbeitsbedingungen im Land können es nicht sei, denn die sind die gleichen. Aber wenn ein Verein für Emirates oder Etihad Werbung macht, interessiert es wen – keinen!
        Eine deutsche Bauaufsicht würde auf der gesamten arabischen Halbinsel und nicht nur da über 95% aller Baustellen wegen der mangelnden Arbeitsschutzbedingungen stillegen. Aber die deutsche Bauaufsicht ist da eben nicht maßgebend.
        Bei uns werden auch für mehrstöckige Gebäude keine Gerüste aus zusammengebundenen Bambusstangen zugelassen – im asiatischen Raum schon. Und wenn dann etwas passiert, dann ist das eben so!
        Und auch wenn es nicht in unser Menschenbild passt – je weiter es nach Süden und Südosten geht, desto weniger ist ein Menschenleben wert. Das mag uns nicht gefallen, aber so ist es eben.
        Wer sich länger in diesen Gegenden aufgehalten hat, weiß das. Und das wird sich auch so schnell nicht ändern.
        Und bei den nächsten Winterspielen wird auch ein Herr Breyer wieder die Chance nutzen um mit ins Land der Bewahrer der Menschenrechte China zu fahren.
        Genau wie es die ganzen Kritiker des öffentlich-rechtlichen in keinster Weise gehindert hat, von der Handball-WM, der Schwimm-WM, der Rad-WM und der Leichtathletik-WM aus Katar zu berichten. Und auch bei der nächsten Fußball-WM werden die ganzen Herrn Kritiker wieder mit am Start sein, von den diversen offiziellen ganz zu schweigen.

        Sieht man sich die DFB-HP an, findet man den Kader der NM mit 23 Nasen und das Team hinter dem Team – von Trainer über Physio bis zu Koch und Medienvertreter immerhin schlappe 50 Mann stark. Macht also nach Adam Riese 73 + DFB-Spitze also grob 100, diezu den großen Events fahren.
        Bei der letzten WM beim bösen Putin war die DFB-Delegation ganze 250 Mann stark! Und das wird in Katar wieder ähnlich sein 5*-Hotel, alles vom Feinsten, das lässt man sich doch nicht entgehen!
        Und da interessieren all diese “bösen Nebenkriegsschauplätze ” plötzlich keinen mehr.

        Und wenn, wie vor Corona auch nach Corona wieder ganze Legionen in den asiatischen Raum aufbrechen, um da vom Rucksacktouristen bis zum SchickiMicki-Touristen von SriLanka bis Bali und Thailand das Land zu genießen, ja dann fliegen wir natürlich mit Quatar Air oder Emirates, weil gegen deren Service kann die Lufthansa halt nicht anstinken.
        Und wo ist denn dann die traurige Lebenseinstellung der Damen und Herren Ökotouristen, die alle diese Fluglinien nutzen – die ist denen dann plötzlich scheixxegal!
        Und dass die Postbank der deutschen Bank gehört, die mittlerweile auch zu 10% im Besitz der Kataris – wer will das wissen.
        Und dann wird der Herr Segler im Sportstudio hofiert, auf dessen Jacht groß der Sponsor Hapag Lloyd prangt, die zu 15% den Kataris gehört – hat aber keiner erwähnt!
        Der Hauptsponsor des DFB ist VW – in der Kritik wegen der Dieselaffäre. Böse,böse!
        Aber dass 17% von VW den Kataris gehört- is halt so! Da muss man sich doch nun wirklich nicht drüber aufregen.
        Aber wenn der FCB – ja das geht gar nicht.
        Scheinheilig bis zum Geht nicht mehr und sonst nichts.

      3. @Anton..“ Scheinheilig bis zum Geht nicht mehr und sonst nichts.“
        +1.
        Genauso ist es. Oder mit Pippi Langstrumps Worten:“Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

  10. Die Jubelarien bei Spielverlagerung über Upa sind amüsant. Ich bin sehr gespannt, ob sein Markenzeichen – die “Vorstöße” – unter Flick dann auch wirklich zum Tragen kommen.

    Alaba hat bei Flick die IV-Rolle, weil er den fließenden Übergang zum defensiven Mittelfeld ermöglicht. Upa ist zweikampf- und kopfballstärker als Alaba, aber das Profil des “spielenden” Verteidigers, das Flick offensichtlich bevorzugt, wird er kaum einnehmen. Da es Hernandez bekanntermaßen ebenfalls gerne nach vorne zieht, stelle ich mir das mit den beiden dann recht ulkig vor. Süle ist, was Aufbau und Passspiel angeht, ohnehin vor Upa anzusiedeln.

    Bleibt zu hoffen, dass Brazzo und Flick miteinander gesprochen haben, ob der Spieler taktisch Sinn macht. Einen weiteren teuren IV auf der Bank kann sich der Verein nicht mehr leisten. Und ich bleibe dabei: 45 Mio. für einen dritten 6er/8er, um hinter Goretzka/Kimmch/Müller Tiefe im zentralen Mittelfeld zu schaffen, wäre das bessere Invest gewesen. Aber vielleicht ist ja noch Geld da.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Die Idee hinter der Verpflichtung ist m.E. vor allem das Tempo. Bei unserer hohen Positionierung braucht es vor allem schnelle Leute, um die Lücken hinter der Verteidigungslinie schell zulaufen zu können. Mit Davies haben wir so jemanden, wenn nun noch ein sehr schneller IV dazu kommt, dann hast Du hinten eine gewisse Absicherung trotz hoher Abwehrreihe. Ob das so klappt, bleibt abzuwarten. Aber für mich scheint es so zu sein, dass man einen weiteren schnellen Mann gesucht hat. Dass wir dann in den letzten 2-3 Jahren über 160 Mios in die Abwehr gesteckt haben und dann für die anderen Mannschaftsteile wenig(er) Geld bleibt, ist schon zu kritisieren. Vorne im Sturm ist mit Lewa erstmal noch alles ok. Aber im Sommer brauchen wir wieder einen Winger und auch noch jemanden für das zentrale Mittelfeld. Hoffentlich wird wenigstens mit Boateng verlängert, denn ansonsten entsteht das ggf. noch eine weitere Baustelle.

  11. Boa und Alaba haben auch erst mit der Zeit die Spieleröffnung erlernt, hauptsächlich unter Pep.
    Upamecano ist mMn jetzt schon weiter als die Beiden in seinem Alter. Klar ist da Verbesserungspotential aber besser als der jetzige Süle ist er allemal.

    Der dritte 6er/8er neben Kimmich/Goretzka ist wie wir wissen ein unnötiges hausgemachtes Problem. Zakaria dürfte nicht mehr als 20 Mio kosten.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Willst du damit andeuten das uns die Thiagointelligenz (™️) fehlt?

    2. Klar kann Upa das lernen. Aber er ist nunmal ein anderer Spielertyp, als Flick ihn für die Innenverteidigung bevorzugt. Hernandez ist auch ein anderer. Und hat seit 1,5 Jahren Teilzeit-Beschäftigung.

      Mir würde ein Typ wie Frenkie de Jong gut als Ergänzung zu Kimmich und Goretzka einfallen: zweikampf- und dribbelstark, kann den kurzen entscheidenden Pass spielen. Die perfekte 3er Rotation.

      Barca muss ggf. verkaufen. Klar, das ist Kärrnerarbeitde – De Jong hat keine fixe Ablösesumme und keinen Berater, der im Doppelpass auftritt und sagt wie toll Brazzo das macht. Man müsste vermutlich extrem zäh verhandeln.

      1. Stimme zu das man mit den gesetzten Upa/Lucas erstmal anders eröffnen wird als jetzt. Aber das wird sich über die Zeit eben auch verbessern. Umso mehr brauchen wir den dritten ZM Spieler neben Kimmich Goretzka.

  12. Wieso werden meine Kommentare gelöscht die in Leinster Weise gegen die Forumsregeln verstoßen?
    Da kommt ein User und basht über Tage und meine Kommentare werden gelöscht.
    Merkwürdige Moderation

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. @918

      Mich hat es gewundert, dass manche Kommentare von dir überhaupt noch da stehen.

      Dein obigen Kommentar zu KHR und Katar war sehr grenzwertig wie ich finde, also beschwere dich nicht ;)

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