Round-Up: Präsidiale Bayern

Daniel Trenner 14.11.2020

Aktuelle Themen

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Verlorene Helden | 11 Freunde

Vor einigen Tagen jährte sich die Reichspogromnacht zum 82. Mal. Auch im Fußball wurden Juden rigoros ausgegrenzt, unterdrückt und schlussendlich in vielen Fällen ermordet. 11 Freunde hat ein 36-seitiges Heft dazu herausgebracht und glücklicherweise auch frei ins Internet gestellt.

Nach Rassismus-Eklat: Campus-Chef Sauer äußert sich | TZ

Zum ersten Mal äußert sich Jochen Sauer zum Rassismus-Fall beim Verein am Campus und ein wenig Geschmäckle bleibt vom ganzen immer noch übrig. “Nichts gewusst” sollen “alle” haben, dazu entpuppten sich manche Vorwürfe gar als falsch. Ein wenig fühlt sich das doch zu sauber an. Wenigstens sprechen drei gekündigte Mitarbeiter eine andere Sprache.

Rummenigge warnt: “Den Fehdehandschuh haben die geworfen”

Rettigs scharfe Kritik an Rummenigge: “Dann können wir den Laden bald zumachen” | Kicker

Das Thema Fernsehgeld ist mal wieder am köcheln und hat schon für erste Eskalationen gesorgt. Nachdem einige Vereine aus der ersten und zweiten Liga sich verbündet hatten um einen neuen Verteilungsschlüssel auszuhandeln, lud Karl-Heinz Rummenigge 15 Vereine zu einem bestens dokumentierten so genannten “Geheim-”treffen ein.

Es kam wie es kommen musste, Rummenigge gab flapsig von oben herab ein paar Sprüche ab, Andreas Rettig gab medial Konter und selbstverständlich kommentierten die 11 Freunde glucksend Rummenigge habe sich mal wieder komplett blamiert.

Das einzig wirklich spannende Detail ist eigentlich, dass sämtliche Topteams hinter dem FC Bayern ebenfalls ganz glücklich mit der aktuellen Verteilung zu sein scheinen. Logisch, anderswie würden auch sie weniger Geld kassieren. Eine interessante Gemengelage, wenn sich mal wieder über die TV-Gelder echauffiert wird.

Bernhard Peters: „Inef­fi­zi­entes Trai­ning nervt total“ | 11 Freunde

Was leckeres für die ganz dicken Taktik-Gourmets: Der frühere Hockey-Bundestrainer hat ein Buch ganz allein über 2-gegen-1-Spielsituationen geschrieben und wird hier interviewt. Für ihn ist diese Spielsituation der Schlüssel nicht nur zum Fußball, sondern auch zum Hockey, Basket-, Hand- und sogar Wasserball. Ulkig, für mich dann aber doch einen tacken zu abstrakt.

Doppelpass mit Justin (Audio) | Apple / Sport1

Doppelpass mit Justin (Video) | YouTube / Sport1

Wer Justins Auftritt im Doppelpass verpasst hat, kann ihn hier nachholen.

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Die UEFA spendierte Philipp Lahm zum Geburtstag eine fabelhafte Grätschensammlung, alles gute Captain!

Männermannschaft

Weitgehend Spitzenqualität | Spielverlagerung

C. Eckner: Flicks Kniff gegen Favres Umstellung – so schlug Bayern den BVB | T-Online

C. Eckner: Borussia Dortmund gegen Bayern München – Die Analyse zum Spiel | YouTube

T. Escher: Der feine Unter­schied | 11 Freunde

Justin: BVB verliert gegen FC Bayern, obwohl sie (fast) perfekt spielen – warum? | Focus

Spitzenspiel bedeutet nicht nur Spitzenfußball, sondern auch Spitzencoverage. Von jeder Geschmacksrichtung ist was dabei, von Boulevard bis Spielverlagerung. Und wenn einem letzteres zu tief ist, gibt es ja noch die Lite-Version der Spielverlagerungstexte der alten Spielverlagerungsautoren.

Sie alle sind sich unter Anderem einig im Lob an Raphaël Guerreiro und Robert Lewandowski, sowie dem Ausmachen von Dortmunds zahlreichen langen Bällen als taktischen Kniff.

Absolut großartig.
(Foto: Leon Kügeler/POOL/AFP via Getty Images)

Auf den Schock muss die Lösung folgen: Kimmichs Ausfall trifft Bayern ins Mark | Web

Gegen den BVB mag man gewonnen haben, doch Kimmich hat man dabei verloren. Wie vielleicht so nur Robert Lewandowski ist Kimmich mittlerweile der unersetzbarste Spieler in Bayerns Mannschaft, doch muss man eben dies nun tun. Wer wird seine Rolle übernehmen? Die naheliegendsten Varianten sind natürlich Corentin Tolisso und Marc Roca. Beide werden demnächst ihre Chance erhalten und gerade auf ersteren scheint Flick derzeit wirklich zu setzen.

Eine spannende dritte Alternative ist jedoch David Alaba. Der Österreicher hat noch nie einen Hehl aus seiner Vorliebe für die Mittelfeldposition gemacht, bislang war aber noch kein Bayern-Trainer davon überzeugt. Möglicherweise sahen sie ihn anderswo wertvoller, höchstwahrscheinlich jedoch waren sie auch schlicht nicht von seiner Predisposition als Mittelfeldspieler überzeugt.

Ohne Kimmich, Thiago, Alonso oder Schweinsteiger, dafür aber als sich in zentraler Position weiterentwickelte Spielelenker, könnte nun die Stunde des wechselwilligen Österreicher gekommen sein. Die Rolle in der Innenverteidigung interpretiert er ja ohnehin effektiv wie ein offensiver Libero, so völlig anders ist das Leben als Sechser dann auch nicht.

Joshua Kimmich – der Leader und Mittelfeldmotor | FC Bayern Podcast

Frisch verletzt hatte Kimmich genug Zeit um Gast im vereinsinternen Podcast zu sein. Kritische Fragen und tiefe Auskünfte darf man natürlich nicht erwarten, teilweise sind aber auch spannende Details dabei. Besonders interessant in meinen Augen: Kimmichs jahrelangen Verletzungsprobleme in der Jugend. Gerade ist er eigentlich zum ersten Mal verletzt, es zeugt also von einer gewissen Resistenz, da erwartet man solche Probleme im Jugendbereich gar nicht.

Wie Kingsley Coman das nächste Level erreicht | 90 Plus

Als vor der Saison so mancher eine mögliche Bayern-Aufstellung der damals kommenden Saison erstellte, war Kingsley Coman in wohl keiner einzigen Mannschaft vertreten. Gut, das Finale in Lissabon mochte er zwar entschieden haben, doch mit Leroy Sané sollte nun wirklich ein Upgrade gekommen sein. Schließlich kam er zeitweise in Portugal nicht einmal am 32 Jahre alten Ivan Perišić vorbei. Comans Rolle schien endgültig die des wichtigen Jokers und Rotationsspieler zu werden. Zu inkonstant war er in seinen Leistungen, zu inkonstant beim Scoren.

Schnitt zum November 2020: Kingsley Coman ist der derzeit formstärkste, effektivste, schlicht der beste Außenstürmer beim FC Bayern. Neben absoluten Sternstunden wie gegen Atlético Madrid, legt er auch sehr emsige und unbesungene Arbeitsleistungen wie gegen Dortmund ab.

Die angedachten Rollen vor der Saison sehen derzeit genau andersherum aus, nun spielt Coman die gegnerischen Reihen mürbe und Sané kommt in den letzten 20 Minuten um den müden Gegner den Rest zu geben. Für die größeren Highlightclips mag dann zwar der Neuzugang sorgen, doch der wichtigere Mann bleibt der Franzose. Es bleibt zu hoffen, dass wir in naher und ferner Zukunft nicht als Ausnahme in Comans Karriere, auf den Herbst 2020 zurückblicken, sondern es der Anfang des konstant brillierenden Kingsley Comans war.

Frauen & Amateure

Interview mit Rech und Kellermann: “Wir brauchen mehr Sichtbarkeit” | Kicker

Die sportliche Leiterin des FC Bayern (Bianca Rech) und der sportliche Leiter des VfL Wolfsburg sprachen vor dem Topspiel gegeneinander nicht nur über die sportliche Situation ihrer Mannschaften, sondern vor allem auch über Zukunftspläne hinsichtlich des Frauenfußballs allgemein. Wichtige Punkte: Vermarktung und Produktion der Spiele nach englischem Vorbild und mehr Sichtbarkeit. Leider wurde nicht der Standpunkt erneuert, die Frauen-Bundesliga endlich unter das Dach der DFL zu bringen. Marketingtechnisch dürfte hier das größte Potenzial liegen. | Justin

Lina Magull vom FC Bayern München: “Equal Pay sollte nicht unser oberstes Ziel sein” | Spiegel

Warum „Equal pay“ kein wirkliches Ziel der Spielerinnen ist, erklärt Bayern-Kapitänin Lina Magull im Interview mit dem Spiegel. Die Mittelfeldstrategin zeigt dabei abermals, dass sie etwas im Frauenfußball bewegen möchte und vorangeht. Wie schon Verena Schweers im Interview mit uns, lässt auch Magull durchblicken, dass die Punkte Wertschätzung, Akzeptanz und Sichtbarkeit extrem wichtig sind. | Justin

Lukas Mai: “Natürlich ist die Bundesliga das Ziel” | DFB

U21-Nationalspieler Lukas Mai hat dem Internetportal des DFB ein Interview gegeben. Das Floskel Ein-mal-Eins hat er jedenfalls schon drauf, zu Hansi Flick nämlich gab es kein negatives Wort, obwohl er bei ihm nie auch nur den Hauch einer Chance hatte. Bislang verläuft die Leihe nach Darmstadt erfolgreich, dort bestreitet er fast jedes Spiel über die volle Distanz.

Saison-Update

Amateure

Auch wenn Ligatabellen nach acht Spieltagen eine nur dubiose Relevanz besitzen, Niederlagen gegen den Tabellenletzten fühlen sich nie gut an. So jedoch geschah es am vergangenen Wochenende. In der zweiten Halbzeit gelang der 1. FC Magdeburg schnell mit 2:0 in Führung, erst in den letzten zehn Minuten konnte Kapitän Kern per Elfmeter verkürzen, doch die Mühe war vergeblich.

Dieses Wochenende hat die Mannschaft übrigens “frei”, Gegner Meppen ist von Corona durchseucht, das Spiel wird irgendwann nachgeholt werden müssen. Die Zeit wurde mit einem Testspiel gegen den FC Liefering Salzburg genutzt. Mit Marc Roca gewannen die Amateure knapp mit 3:2. Pikantes Detail zum Schluss: Der beste Drittligaspieler der vergangenen Saison, Angelo Stiller, trainiert ab dieser Woche nun doch endlich bei den Profis. Wurde aber auch Zeit.

Frauen

Während die Männer des SV Meppen sich in Quarantäne befindend ihr Spiel mit dem FC Bayern verpassen mussten, konnten die Frauen antreten. Mühelos siegten die Damen in der Generalprobe vor dem Spitzenspiel mit dem VfL Wolfsburg mit 3:0 und hielten die Wölfe auf Distanz. Am Sonntag, 14:00 Uhr, kommt es zum Showdown, frei empfangbar im Norddeutschen und Bayerischen Rundfunk.

Basketballer

Bayern München sorgt in der EuroLeague weiter für Furore | Kicker

Der Siegeszug der Bayern in der EuroLeague hält weiter an. Obwohl sie gegen Valencia nach den ersten zwei Vierteln noch mit zwei Punkten rücklagen, schlugen sie die Andalusier am Ende recht deutlich mit 90:79. Vladimir Lučić und Paul Zipser stachen hier insbesondere heraus mit je 22 und 20 erzielten Punkten. Es war der sechste Sieg im achten Spiel im europäischen Wettbewerb, kein Vergleich also zur letzten Saison. Die nächsten Spiele lauten Fraport Skyliners am Sonntag und Anadolu Efes Istanbul am Dienstag.

Diskussion der Woche

Sollten die Fernsehgelder gleichmäßiger verteilt werden?Thema der Woche

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Deutsch

3:2! Biden Göttern! Bayern besiegt den BVB | Christopher

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  1. Zum Round-up gehört imho auch, dass 11Freunde am 7.11.2020 nochmal das Gespräch zwischen Tobias P. und Malte D. ausgraben hat (https://11freunde.de/artikel/mein-feindbild-ist-der-karohemd-tragende-bayernfan-aus-der-provinz/2043282).

    Beim Lesen schwankte ich zwischen Lachen und Weinen und Kopfschütteln.
    Lachen, wenn jemand, der “TuHdS04” im Stadion zu hart findet, von “Feindbildern” spricht. Hessische Facharbeiter, passt auf euch auf!
    Kopfschütteln, wenn jemand, der mit Ende 20 noch Mails an den Vater eines Spielers (Mario Götze) schreibt, Lehrer wird, für Religion noch dazu.
    Kopfschütteln, wenn 11Freunde nicht einhakt, wenn die Unterhaltung mit “der wahre Münchner” einen ganz unangenehmen ius sanguinis-Beigeschmack erhält.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bin mir ziemlich sicher, dass wir dieses “Interview” schonmal hier hatten. Aber ja, sehr ulkig das ganze.

    2. Alle Dortmund-Fans unter 40 haben in ihrer Fankarriere bislang genau eine Saison erlebt, in der es fast zu einem Abstieg gekommen wäre, nämlich die Spielzeit 2007/08. Selbst diese Saison hatte aber mit dem DFB-Pokalfinale noch ein Highlight zu bieten, das Fans anderer Vereine seit Jahrzehnten nicht mehr erleben durften. Ansonsten gab es Rückschläge beim BVB nur im Bereich ganz oben. Da wäre z.B. die knapp verpasste Meisterschaft 1991/92 zu nennen, als Guido Buchwald den VFB Stuttgart mit seinem Last Minute Tor im Fernduell noch zum Meister machte. Dann gäbe es da die Finalniederlagen im UEFA-Cup gegen Juve und in der EL gegen Rotterdam und natürlich das verlorene CL-Finale 2013 gegen Bayern. Ein paar verlorenen Pokalfinale (z.B. gegen Bayern oder Wolfsburg) kamen auch noch dazu, teilweise auch unglücklich, aber auch das sind keine existenzbedrohenden Schicksalsspiele für den Verein gewesen. Auf der Habensseite hat ein BVB-Fan immerhin 5 Meisterschaften in diesem Zeitraum, einige Pokalsiege und einen CL-Triumph. Das hat sonst (außer einem Bayern-Fan) kein Fan eines deutschen Vereins erleben dürfen, falls er nicht schon deutlich über 40 ist.
      Als Bayern-Fan knapp über 40 habe ich auch eine Saison erleben müssen, in der wir lange Zeit den Klassenerhalt nicht in der Tasche hatten (1991/92, vor kurzem hat in diesem Forum jemand einen interessanten Artikel darüber gepostet). Ich musste auch einige bittere Niederlagen in Europapokalendspielen verdauen (Porto, Manchester United, Chelsea) und auch nicht jedes Finale im DFB-Pokal wurde gewonnen (1999 Bremen, 2012 Dortmund, 2018 Frankfurt waren allesamt Spiele, an die man sich nicht gern erinnert).
      Auch wirtschaftlich gesehen, sollte man erwähnen, dass es Zeiten gab, in denen der BVB dem FCB einen Schritt voraus schien. Bayern konnte sich Anfang der 90er keine teuren “Re-Importe” aus Italien leisten. Beim BVB holten sie Möller, Sammer, Reuter, Kohler und Riedle zurück und waren auch deshalb Mitte der 90er zwei Mal vor uns. Anfang dieses Jahrtausendes schnappten sie uns z.B. Rosicky und Kehl weg, an denen wir auch interessiert waren. Bei den Ausgaben, die der BVB damals tätigte (u.a. der erste 50 Millionen-DM Transfer mit Amoroso) glaube ich nicht, dass Rosicky und Kehl damals nur wegen der sportlichen Perspektive und der Hoffnung auf mehr Einsätze gewechselt sind.
      Wenn ich also so überlege, was mir so an Erfolgen und Misserfolgen in meinem Fandasein widerfahren wäre, wenn ich Mitte der 80er BVB-Fan geworden wäre, dann ist der Unterschied nicht so riesig, wie der “Echte Liebe” Purist in dem Artikel behauptet.
      Fans anderer Vereine dürfen ihre Opferbereitschaft gerne zur Schau stellen und damit “prahlen”, dass sie uns Bayernfans hier Erlebnisse voraus haben. Als BVB-Fan sollte man hier eher betreten zu Boden blicken, als dass man sich als jemanden darstellt, der durch ein unvergleichliches Stahlbad gegangen wäre.

      1. “Bayern konnte sich Anfang der 90er keine teuren “Re-Importe” aus Italien leisten.”

        Konnte oder wollte? Schliesslich hat das mit dazu beigetragen, dass der BVB fast den Bach herunter gegangen wäre (Und letzten Endes von uns mit gerettet wurde).

      2. “Bayern konnte sich Anfang der 90er keine teuren “Re-Importe” aus Italien leisten.”
        Da hat sich das Können und Wollen vielleicht auch überschnitten. Unsere finanzielle Lage war zu dieser Zeit nicht annähernd mit heute vergleichbar. Allerdings war z.B. eine Matthäus-Rückholung durchaus auch drin.
        Zu der Zeit hat sich der BVB für Sammer entschieden. Und der Sammer-Transfer wurde dann wieder zu großen Teilen durch den Wechsel von Helmer zu uns finanziell kompensiert.

        Zu dieser Zeit waren diese Transfers des BVB, was man so weiß, auch noch solide finanziert. Deren Marsch nahe des Abgrunds begann dann eher gegen Ende dieses Jahrzehnts.

        Also den einen oder anderen Rückkehrer hätten wir uns sicher auch leisten können. Allerdings darf man nicht vergessen, dass diese Spieler nicht deshalb nach Deutschland zurückkehrten, weil sie die Sehnsucht nach Bratwurst und Bier trieb. Die meist relativ schnelle Rückkehr war auch der Tatsache geschuldet, dass sie in Italien alle nicht so recht zündeten und sie so etwas das Stigma des Gescheiterten umgab.

        Vielleicht haben auch unsere eigenen Erfahrungen zu einer gewissen Skepsis beigetragen. Schließlich haben wir noch vor den BVB-Transfers den relativ frisch gekürten Weltmeister Thomas Berthold reimportiert. Leider mutierte dieser dann bei uns in Kürze “zum bestbezahlten Golfer Deutschlands”.

      3. @Stiftl: Wir konnten die nötigen Summen damals nicht zahlen, weil wir zu Beginn der 90er international desaströs waren. Der BVB generierte 1992/93 mit dem Erreichen des UEFA-Cup Finales eine Unmenge an Kohle. Die Fernsehlandschaft veränderte sich und Privatsender wie RTL und SAT 1 entdeckten die Lukrativität von Fußballübertragungen. Auf diesem Fernsehmarkt mit aufstrebenden wurden die Rechte für UEFA-Cup Spiele von den Vereinen frei verhandelt, weshalb die Spiele je nach Runde auf unterschiedlichen Kanälen gezeigt wurden. Ich kann mich noch daran erinnern, dass das bei Bayerns UEFA-Cup Sieg 1996 nicht anders war. Da pro Spielrunde mehrere Sender Interesse an einer Übertragung hatten, konnte man hier für die damaligen Verhältnisse wirklich viel Geld verdienen und musste gar nicht mal unbedingt in die CL kommen, um reich zu werden. Bayern hat diese Chance auf dem neuen Fernsehmarkt Anfang der 90er nicht genutzt. 1991/ 1992 schied man in der 2. Runde gegen Kopenhagen aus, 1992/93 war man international gar nicht dabei und auch 1993/94 war in der 2. Runde gegen Norwich City Schluss. Hier hat man innerhalb von 3 Jahren wohl einen stattlichen zweistelligen Millionenbetrag (wohl sicher mehr als 50 Millionen) auf den BVB verloren, den die Schwarz-Gelben nach und nach in Italien-Legionäre investierten. Der BVB war zu diesem Zeitpunkt der umsatzstärkste Klub in Deutschland. Erst mit dem Erreichen des CL-Halbfinals 1995 kam wieder massiv Geld in die Kasse beim FCB und man konnte im Sommer 1995 mit Klinsmann, Sforza, Herzog und Strunz in großem Stil investieren. 1995/96 war auch die Saison in der zum ersten Mal feste Rückennummern vergeben wurden und der Name des Spielers auf dem Trikot stand. Da war die Klinsmann-Verpflichtung gleich doppelt so viel wert, weil unser “Sunnyboy” sich eben sehr gut verkaufen konnte und seine Trikots alle Verkaufsrekorde brachen. International folgte ebenfalls eine sehr erfolgreiche Zeit (wenn man mal die Saison 1996/97 mit dem Erstrundenaus gegen Valencia im UEFA-Cup als Betriebsunfall ausklammert). UEFA-Cup Sieg 1996, CL Viertelfinale 1998 und 2002, CL-Halbfinale 2000, CL-Finale 1999, CL-Sieg 2001. Durch dieses Abschöpfen von Geldern aus dem internationalen Bereich und die Zugewinne im Merchandising haben wir den BVB letztendlich wieder überholt und das wollte der BVB zu Beginn des neuen Jahrtausends nicht akzeptieren. Es folgte der Börsengang, der kurzfristig Kapital brachte, das man nutzte, um teuer einzukaufen. Es kam nicht nur der damalige Rekordtransfer Amoroso, sondern noch ein paar Brasilianer wie Evanilson oder Ewerthon, die aber die Erwartungen nicht erfüllten. Auch die Tschechen Koller und Rosicky kosteten eine Menge Geld, das durch den Börsengang zwar kurzfristig da war, irgendwann aber aufgebraucht war. Zumindest die Meisterschaft 2002 konnte man sich aber auf diese Weise noch ergattern. Der Niedergang begann dann eigentlich am letzten Spieltag der Saison 2002/03. Als amtierender Meister war der BVB immerhin auf Vizemeisterkurs. Den 2. Platz vergeigte man am letzten Spieltag mit einem 1:1 gegen den bereits abgeschlagenen Tabellenletzten Cottbus. Ein Sieg hätte für die direkte CL-Quali gereicht. So wurde man noch von Stuttgart überholt und musste in die CL-Quali, die man mit einer Niederlage im Elfmeterschießen in Brügge verpatzte. Was man damals als Betriebsunfall abtat, sollte nur der Anfang einer Durststrecke sein. Erst 2011 spielte man erstmals wieder Champions League. In dieser Zeit konnte man in der EL (insofern man sich überhaupt qualifizierte) aber schon keine hohen Summen mehr einspielen und das Verpassen der CL war somit quasi der Killer, vor allem für einen Klub wie den BVB, der diese Einnahmen zumindest in der ersten Hälfte der 00er Jahre fest einplante und teilweise schon im Vornherein ausgab. Man leistete sich einen CL-Kader in der Hoffnung, dass dieser Kader die CL auch erreichen würde. Verpasst man sie allerdings mehrere Jahre in Folge, gibt es Probleme, vor allem wenn man einige der Stars nicht verkaufen will bzw. sie aufgrund ihres Alters keine großen Ablösesummen mehr einspielen. Das brachte den BVB an den Rande des Untergangs.

      4. Ich meine mich auch erinnern zu können, dass es Strategie des FCB Mitte/Ende der 90-er war, den BVB-Stars extrem gute Angebote zu machen. Entweder man bekommt einen absoluten Topspieler oder der BVB muss finanziell richtig nachlegen. Sammer, Möller fallen mir da auf jeden Fall ein. Dies hat dann ja auch zu den rieseigen Gehaltskosten geführt, die der BVB hatte.

      5. @Fänger:
        Das war vor allen Dingen Berater-Strategie.
        Hab mal ein Interview gelesen mit einem, der meinte man musste damals nur ein angebliches Interesse des FCB ins Gespräch bringen, schon haben Meyer und Niebaum Schnappatmung bekommen und von sich aus absolute Traumkonditionen angeboten.

    3. Wirklich ein lesenswertes Interview. Der Bayern-Protagonist macht einen guten Job. Gängige FCB-Klischees entkräftet er mit 1-2 Fakten. Gleichzeitig liest man heraus, wie ohnmächtig man als Anhänger anderer Vereine gegenüber dem FC Bayern eigentlich ist. Das begründet sicherlich, warum sich Hater so gerne an Nicht-Fakten klammern: ein notwendiges Mittel um sich emotional abzureagieren. Und klar, wenn ich kein FCB-Fan war, musste ich UH 30 Jahre lang hassen. Aber genau das war ja auch die Strategie von ihm.

      Witzigerweise war für mich Dortmund in der 90er Jahren noch irgendwie “cool” (die neon-gelben Trikot, die mega-Transfers, der CL-Titel).
      Inzwischen ist es für mich der Heuchler-Verein Nummer 1, der für alles steht, was man am modernen Fußball ablehnt. Dazu hat sicherlich die öffentliche Heiligsprechung von Showmaster Jürgen Klopp beigetragen, sowie die Ego-Trips von Watzke, als er nach den ersten Titeln anfing, auf ganz dicke Populismus-Hose zu machen. Aber auch die Subotic-Aktion, welche für mich die sportlich unfairste Szene in der Geschichte des BL-Fußballs gewesen ist (bezeichnend, wie unkritisch der BVB damit in der Öffentlichkeit wegkam). Und heute natürlich das ganze Dortmunder Geschäfts-Gebahren (Turbo-Kapitalismus, Ausverkauf der Anteile an Investoren, Fußballspiele im Signal-Iduna-Park eine 90-minütige Werbeveranstaltung) gepaart mit dem Slogan, doch nur ein ehrlicher Fußballverein zu sein. Hier sind mir die Worte von RB-Mintzlaff nach den Vorfällen 2017 im Ohr geblieben: “mehr Kommerz, als beim BVB geht nicht”. Diesen Spiegel sollte man den Dortmundern viel deutlicher vorhalten.

      Inzwischen sehe ich die Rivalität etwas entspannter und ein Beobachter muss sich rational die Frage stellen, ob der hohe wirtschaftlichen Aufwand den der BVB betreibt dauerhaft zielführend ist, für Vizemeister und international zweite Geige. Mittelfristig sehe ich Leipzig hier vorne, wenn dem BVB nicht mal ein kleines Wunder gelingt, wie Meisterschaft oder ein CL-Finale.

  2. Ist ja einiges passiert:

    – über allem steht natürlich der sportliche Erfolg und da stehen wir dank Flick hervorragend da.

    – danach kommt natürlich die Verletzung von Kimmich. Jetzt zeigt sich noch einmal deutlich das der sinnlose Verkauf von Thiago zum Niedrigstpreis an einen CL Konkurrenten eine totale Fehlentscheidung der sportlichen Führung war.

    – die traurigen leaks um Alaba und Boa bestätigen nur was viele sowieso wussten, nämlich das der Sportvorstand mit der Kommunikation, Verhandlungsführung und zwischenmenschlichen Beziehungen sogar zu eigenen langjährigen Leistungsträgern komplett überfordert ist.

    – als Konsequenz der Versäumnisse die zu den katastrophalen Verkust von den Leistungsträgern Alaba Thiago Boa geführt haben müssen jetzt schnell die Verträge von Kimmich Goretzka Gnabry Süle Musiala verlängert werden.

    – das Interview mit Sauer bestätigt das es kein systemischer Problem am Campus gibt, der Vorgang wurde konsequent aufgeklärt und Konsequenzen gezogen. Der Geschäftsführung bzw. dem Club ist kein Vorwurf zu machen.

    – das Interview mit Schweers zeigt das der FCB leider immer noch nicht die Damenmannschaft zur Weltbesten machen will- das muss unser Anspruch sein.

    – die Nachwuchsarbeit am Campus funktioniert- hier gehört den Sportvorstand und der Campus Leitung ein großes Lob

    – der FCB muss jetzt im Winter die Voraussetzungen schaffen und frühzeitig Ersatz für Alaba,Boa,Javi,Costa klarmachen. Eriksen Aouar Camavinga Alli Szoboszlai etc

    Antwortsymbol22 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “etzt zeigt sich noch einmal deutlich das der sinnlose Verkauf von Thiago zum Niedrigstpreis an einen CL Konkurrenten eine totale Fehlentscheidung der sportlichen Führung war.”

      Lebe ich in einem Paralleluniversum? Muss wohl so sein, denn in meiner Welt wollte die sportliche Führung den Spieler nicht verkaufen, sondern dieser wollte unbedingt weg.

      1. Du lebst in einem Paralleluniversum.

      2. @Stiftl:
        Don’t feed the Troll.

      3. @Stiftl:
        Erstaunlich, dass du darauf immer noch reagierst.
        Hatte dich mit einer alten Internetweisheit angeschrieben, die wurde zensiert. Aber du wirst wissen, welche gemeint war. ;)

        So gehen die Meinungen halt auseinander. Meiner Meinung nach wäre es eine totale Fehlentscheidung, einen Spieler gegen seinen Willen zu halten.
        Wer unsere Farben nicht mehr tragen will, darf sein Glück gern woanders versuchen.

      4. Ich hab den Chefeinkäufer in spe zur Abwechslung gelobt und wurde auch zensiert. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann wäre der FCB jetzt pleite.

      5. Erstaunlich auch, welche Kommentare gelöscht werden und welche nicht.
        Obwohl, eigentlich nicht mehr erstaunlich, eher belustigtend.

      6. @Wohlfarth:
        Ich war auch überrascht, zumal der Adressat hier völlig ungestraft andere User beleidigen darf.
        Da fehlt mir ein einheitliches Maß.

      7. @Klaus, Stiftl, Tobi13 et al.

        Nur zur Erklärung: Bei MSR wird kein Kommentar im Nachhinein gelöscht oder zensiert. Einige Kommentare landen aber automatisch bei uns in der Moderation und müssen von uns manuell freigeschaltet werden, bevor sie erscheinen. Dies passiert im Wesentlichen dann, wenn sie von Usern stammen, die bei uns aktuell auf manueller Freischaltung laufen oder wenn unser Spam-Filter sie für Spam hält. IdR schalten wir diese Kommentare dann sobald wir sie sehen frei (siehe z.B. hier in diesem Thread).

        Bereits existierende Kommentare verschwinden im Nachhinein eigentlich nur dann wieder, wenn sie dreimal von anderen Usern mittels des “Melden”-Buttons gemeldet worden sind. In diesem Fall zieht sie das System automatisch zurück. Natürlich könnten wir Admins theoretisch irgendwelche beliebigen Kommentare auch einfach so nach Gutdünken löschen, aber zumindest ich habe das noch nie gemacht und ich weiß auch von den Kollegen bei MSR, dass das nur in extremen Ausnahmefällen passiert und wenn, dann auch niemals kommentarlos.

      8. “Bereits existierende Kommentare verschwinden im Nachhinein eigentlich nur dann wieder, wenn sie dreimal von anderen Usern mittels des “Melden”-Buttons gemeldet worden sind. In diesem Fall zieht sie das System automatisch zurück.”
        Das heißt, drei Leute können einen Ihnen unliebsamen Kommentierer mundtot machen? Egal ob seine Kommentare sachlich oder unsachlich, neutral oder beleidigend sind?
        Irgendwie stimmen deine Erklärungen und meine Erfahrungen nicht überein, sorry.

      9. @Alex
        “Bei MSR wird kein Kommentar im Nachhinein gelöscht oder zensiert.”
        Sorry, aber Mobbing ist keine Meinung und kein Kommentar. Wer das systematische Mobbing dieser Gruppe duldet, macht sich mitschuldig.

      10. @Alexander:
        Danke für deine Erklärung.
        Mein Kommentar war sichtbar, ist dann verschwunden und jetzt wieder sichtbar.

        Heißt das drei Leute haben sich dran gestört und ein Moderator hat ihn wieder freigeschaltet?

      11. @wohlfahrt: Doch, genau so sollte es sein. Dreimal Melden lässt einen Kommentar verschwinden. Das ist zumindest mein Wissensstand und deckt sich mit dem, was ich bei uns in der Kommentarverwaltung im WordPress-Backend immer wieder sehe. Hin und wieder kommt es nämlich schon vor, dass Kommentare dreimal gemeldet werden.

        @BM: Es tut mir leid, ich lese nicht jede Diskussion hier im Forum mit, deswegen weiß ich auch jetzt nicht, wen du mit “Gruppe” meinst, die mobbt.

        Vielleicht einmal grundsätzlich zu dem Thema: Was der eine als Mobbing oder Bullying wahrnimmt, ist für den anderen ein ganz normaler Umgang miteinander in einer Diskussion, und umgekehrt. Es gibt leider von offensichtlichen Dingen wie rassistischen Äußerungen und ähnlichem abgesehen nur sehr schwer verallgemeinerbare Kriterien dafür, was grenzüberschreitende Äußerungen in einer Diskussion betrifft, die alle gleichermaßen angemessen finden.

        Wir von MSR möchten uns nicht als die Ober-Zensoren dieses Forums aufspielen. Wenn ich das nächste Mal einen Kommentar lösche, von dem ich glaube, dass du, @BM, ihn als “Mobbing” einstufen könntest, kommen die anderen und beschweren sich, dass wir hier im Forum Kommentare löschen oder zensieren (case in point siehe oben). Und umgekehrt genauso. Wenn ich einen Kommentar von dir lösche, weil beispielsweise @Stiftl oder @Tobi13 – oder wer auch immer – sich verletzt fühlen könnten, wärst du dann nicht der erste, der sich über Zensur beschweren würde? Würdest du mir zustimmen, dass das eine unbefriedigende Situation für alle Seiten wäre? Für dich, für die andere Seite und für die Moderatoren, die darüber zu entscheiden hätten, was wohl als “Mobbing” verstanden werden könnte und was nicht. So eine Situation kann eigentlich niemand wollen.

        Deswegen lautet meine Empfehlung und auch die Empfehlung meiner Kollegen an dieser Stelle immer: Melden, melden, melden. Wer sich verletzt fühlt mag doch bitte auf den “Melden”-Button klicken. Wie ich gerade oben schon zu @wohlfahrt sagte, sollten drei unabhängig voneinander erfolgte Meldungen einen Kommentar automatisch zurückziehen.

        Ein weiterer Benefit des Meldens ist der, dass wir natürlich im Backend erkennen können, welche Beiträge gemeldet wurden und von welchen Usern sie verfasst worden sind. Manchmal ergibt sich da ein Muster, weil Beiträge eines bestimmten Users häufiger gemeldet werden als die anderer. Wenn wir so etwas erkennen, stellen wir diesen User dann oft irgendwann auf manuelle Freischaltung, einerseits als Aufforderung an ihn, sich doch zukünftig bitte im Ton zu mäßigen und konstruktiver zu sein und andererseits, weil es aufgrund der Häufigkeit und Regelmäßigkeit seiner Meldungen unter dem Strich für alle Seiten besser ist, wenn wir uns seine Kommentare erst angucken, bevor sie erscheinen.

        @Tobi13: “Mein Kommentar war sichtbar, ist dann verschwunden und jetzt wieder sichtbar.
        Heißt das drei Leute haben sich dran gestört und ein Moderator hat ihn wieder freigeschaltet?”

        Höchstwahrscheinlich ja (ich habe die Situation leider nicht mehr genau vor Augen). Oder irgendjemand bei uns aus der Reaktion hat deinen Beitrag kommentarlos zurückgezogen, was ich aber für extrem unwahrscheinlich halte.

        P.S. Wir können das mit dem Melden ja mal testen. @Tobi13, @wohlfahrt, @Stiftl, @BM @Klaus und @alle anderen: Meldet doch bitte einfach diesen Kommentar hier einmal nachdem ihr ihn gelesen habt. Ist ja sowieso ehrabschneidend, oder? ;-)

      12. @Alexander:
        Danke für die ausführliche Erklärung.
        Kleine Anmerkung: Ein sehr gefährliches System. Ich muss mir jetzt nur zwei zusätzliche Fakeaccounts zulegen und bin damit “Herr über die Kommentarspalte”, weil ich jeden Kommentar verschwinden lassen kann.
        Super Manipulationsanfällig. Das solltet ihr vielleicht überdenken.

      13. “Ein weiterer Benefit des Meldens ist der, dass wir natürlich im Backend erkennen können, welche Beiträge gemeldet wurden und von welchen Usern sie verfasst worden sind. Manchmal ergibt sich da ein Muster, weil Beiträge eines bestimmten Users häufiger gemeldet werden als die anderer. Wenn wir so etwas erkennen, stellen wir diesen User dann oft irgendwann auf manuelle Freischaltung, einerseits als Aufforderung an ihn, sich doch zukünftig bitte im Ton zu mäßigen und konstruktiver zu sein und andererseits, weil es aufgrund der Häufigkeit und Regelmäßigkeit seiner Meldungen unter dem Strich für alle Seiten besser ist, wenn wir uns seine Kommentare erst angucken, bevor sie erscheinen.”

        @Alex: bei mir war es vor einiger Zeit so, dass Beiträge (durch die 3mal gemeldet Regel) temporär verschwanden obwohl daran absolut nichts gegen die Netiquette hier verstieß. Offenbar war es so, dass einzig und allein die Nennung meines Namens einen “Meldereflex” bei dem ein oder anderen User hervor rief. Das ist insofern ärgerlich, weil meist ja doch eine Zeit verstreicht bis Ihr Euch das Ganze ansehen könnt – und wenn dann der Kommentar wieder frei gegeben ist, ist die Diskussion oft schon längst woanders.

        Daher die Frage ob es ggf. sinnvoll wäre, den Schwellwert für die Meldungen zu erhöhen (drei erscheint mir da bei der Menge der User hier etwas niedrig) bzw. bei Erreichen des Schwellwerts die Meldung nicht automatisch auszublenden? Vielleicht geht ja ein zweistufiges System – bei drei Meldungen nur Alert an Euch, bei zehn dann automatisches Ausblenden?

        Ich hatte damals in dem Zusammenhang auch gefragt ob regelmäßiges “Blind”-Melden (also der oben angesprochene Meldereflex) auch Konsequenzen in der Form nach sich zieht, dass Ihr den betreffenden User darauf ansprecht?

      14. @Tobi13, @Stiftl:

        Ich kann eure Bedenken verstehen und teile sie im Prinzip. Ich habe mich daher nach euren Nachrichten mit unserem Boss, Jan, in Verbindung gesetzt. Bisher war es so, dass drei unabhängige Meldungen ausreichten, um einen Kommentar zu entfernen. Auch meinem Gefühl nach ist das vielleicht ein bisschen wenig, um Missbrauch oder Racheaktionen effektiv vorzubeugen. Ich habe Jan gebeten, die Schwelle in einem ersten Schritt testweise auf fünf Meldungen hochzusetzen. Eine Schwelle von fünf erscheint mir für den Anfang einen guten Kompromiss zwischen Wirkungslosigkeit, weil zu hoch, und Missbrauchsanfälligkeit, weil zu tief, darzustellen. Wer sich die Mühe macht, vier separate Fake-Accounts anzulegen um zusammen mit seinem richtigen Account auf fünf unabhängige Meldung zu kommen und damit die Kontrolle über die Kommentarspalte zu erlangen, der muss es schon ziemlich nötig haben und ich bedauere ihn und seine Existenz.

        Falls wir allerdings feststellen sollten, dass es bei der Schwelle von 5 Meldungen zu Missbrauch oder zu häufigen Fehlentfernungen kommt, sind wir natürlich bereit, die Stufe weiter hinaufzusetzen. Wie gesagt, die Schwelle von 5 ist jetzt erst einmal ein Versuch. Falls euch Unregelmäßigkeiten auffallen sollten, die meinen Kollegen und mir entgangen sind, lasst es uns bitte über die Kommentarspalte wissen!

        @Stiftl: Eine solche zweistufige Melden-Funktion, wie du sie dir vorstellst, ist technisch meines Wissens mit unseren Mitteln leider nicht möglich. Aber ich gehe davon aus, dass auch die standardmäßige einstufige Version ihren Dienst zur Zufriedenheit aller verrichten wird.

      15. @Alexander:

        Danke.

        Wer sich die Mühe macht, vier separate Fake-Accounts anzulegen um zusammen mit seinem richtigen Account auf fünf unabhängige Meldung zu kommen und damit die Kontrolle über die Kommentarspalte zu erlangen, der muss es schon ziemlich nötig haben und ich bedauere ihn und seine Existenz.

        Ich war lange Jahre Administrator in einem Fußballforum.
        Du wärst entsetzt. Rekord war ein Spinner mit 11 Accounts.
        Gibt so bedauernswerte Typen.

    2. Super Kommentar. Alles ist gut im Campus. Und endlich hat jemand den Sportvorstand enttarnt. Mit dem gewinnen wir in 198 Jahren keinen Blumentopf! Und die Einkaufsliste erst. Great, wie immer. Brazzole, an die Arbeit!

    3. Ich denke wir müssen uns aufgrund der coronabedingten Einbußen von dem Gedanken verabschieden, dass wir einen Kader haben werden, bei dem jede Position doppelt mit internationalen Topleuten besetzt ist. Man hat trotz aller möglichen Abgänge auch nächste Saison eine erste Elf, die absolut das Zeug dazu hat, die CL zu gewinnen:
      Neuer – Pavard, Süle, Hernandez, Davies – Kimmich, Goretzka, Müller – Gnabry, Lewandowski, Sane/ Coman. Für eine Vielzahl an internationalen Topstars als Backups wird es finanziell dann leider nicht mehr reichen. Die Backups werden also bis auf wenige Ausnahmen entweder aus einem niedrigeren Preissegment stammen oder kurzfristig ausgeliehen, weil das Budget derzeit einfach nicht mehr hergibt. Mit Sarr und Roca hat man ja schon gesehen, in welcher Größenordnung man bereit ist, zu investieren. Die Backups, die man fest verpflichtet, sollen im Idealfall in der Liga spielen und nur im “Notfall” in den Spielen in der CL und gegen die nationalen Konkurrenten ran müssen und dann zumindest nicht gravierend gegenüber dem Rest abfallen.
      Die unbedingt nötigen frühzeitigen Verlängerungen mit Süle, Kimmich, Goretzka und Gnabry werden den Spielraum für Neuverpflichtungen weiter verringern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nächsten Sommer mehr als 1 Spieler im Bereich über 40 Millionen verpflichtet werden dürfte und da liegt mMn die Priorität darauf, Upamecano als Ersatz für Alaba und Boateng zu holen. Nur wenn dieser Transfer nicht realisiert werden kann, schaut man sich möglicherweise im Mittelfeld noch nach einer teuren Alternative um. Verlängert man allerdings zeitnah mit Goretzka und auch Tolisso, dann sind im zentralen Mittelfeld auch nach einem Abgang von Martinez mit Kimmich, Goretzka, Tolisso und Roca vier Spieler für 2 Positionen vorhanden. Offensiv wird man sicherlich nicht jetzt schon einen teuren Spieler holen. Entwickelt sich Musiala weiterhin gut, kriegt er den Platz von Costa. Reicht es (noch) nicht, wird man wohl wieder den Transfermarkt nach Leihgeschäften sondieren. Von den Namen, die du in den Ring wirfst, kann ich mir ehrlich gesagt nur Szoboszlai vorstellen, aber der wird wohl mehr kosten, als wir für einen Spieler, den wir kurzfristig nicht für die 1. Elf einplanen, bereit sind, zu zahlen.
      Das Niveau unseres Kaders auf den Positionen hinter der Top 11 wird sich mMn nur dann beträchtlich steigern, wenn ein paar Spieler aus dem Campus bzw. der U23 ähnliche Sprünge machen wie Davies. Ansonsten werden wir in den nächsten Jahren ein ziemliches Gefälle zwischen dem Stammspieler und seinem Backup. Darin werden wir uns aber kaum von anderen Topklubs unterscheiden, denn auch bei denen ist das Geld knapper geworden. CL-Sieger wird dann auch derjenig, der im Frühjahr die wenigsten Ausfälle seiner Topstars zu verzeichnen hat. Das war aber ehrlich gesagt auch in den “fetten Zeiten” bei uns nicht anders. 2013 und 2020 hatten wir in der Endphase immer fast den komletten Kader beisammen, was in anderen Jahren eben nicht der Fall war.

      1. @ Willy
        Wie schwer der Ausfall Kimmichs wiegt wird man sehen nachdem man die Spiele gegen RBL LEV und BMG bestritten hat.
        Natürlich ist in der jetzigen Zeit eine völlig andere Kaderplanung angesagt als normalerweise üblich. Trotzdem ist ja klar das man mit Thiago und Alaba verlängern wollte und gescheitert ist. Flick hat mehrmals betont wie wichtiges ist den Kader zusammen zu halten. Mit Thiago und Alaba verlieren wir nicht nur zwei Leistungsträger sondern zwei Spieler die in der Hierarchie des Teams nach Lewa Müller Neuer zusammen mit Kimmich fest eingeplant und enorm wichtig sind. Auch von der Erfahrung her. Jetzt gehen zusätzlich Boa und Javi von Bord. Das ist in kurzer Zeit nicht nur ein enormer Qualitäts sondern auch Erfahrungsverlust der gerade in der CL wichtig ist. Genauso wie es wichtig und notwendig gewesen wäre Thiago diese Saison zu halten, so wäre es mMn klug gewesen mit Boa ein Jahr zu verlängern. Upamecano hat in den CL Spielen überhaupt nicht überzeugt. Abspiel und Stellungsfehler ohne Ende- die sind bei uns tödlich. Da möchte ich erst einmal Nianzou sehen ob der das nicht besser machen kann. Und in diesen Zeiten 40-50 Mio für einen IV?
        Denke ich eher nicht. Eher holt man einen LV Backup wie Sarr so das Lucas auf LIV gesetzt ist. Diese Ablöse wird man MMn eher im ZM anlegen wo man mit Roca einen Spieler geholt hat der bis heute keine Alternative ist. Spiele werden im Zentrum entschieden- und da sind wir mit Kimmich und Goretzka zu dünn aufgestellt.

        Generell wird man diese Saison mit Dreesens worst case Szenario planen auch wenn wahrscheinlich ab spätestens März wieder Fans im Stadion sein werden.
        Dh Einnahmeverluste von 100 Mio.

      2. Wenn Boateng und Alaba gehen sollten, dann braucht man einen weiteren Innenverteidiger. Falls Nianzou wie eine Bombe einschlagen sollte und z.B. das abliefert, was de Ligt in diesem Alter spielte, dann müsste der vierte Innenverteidiger möglicherweise nicht aus der Kategorie 40 Millionen plus sein. Da mir das aber eher unwahrscheinlich erscheint, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ein teurer Transfer auf dieser Position ansteht. Scheinbar hat man Interesse an Upamcecano, vor allem weil der in den Spielen gegen uns immer sehr stark war und auch letztes Jahr in der CL überzeugte, z.B. beim Sieg gegen Atletico ein Turm in der Schlacht war. Fakt ist, dass man Upamecano wohl (wenn überhaupt) nur dieses Jahr kriegt. Wenn ich ihn will und kriege, ist für Boateng einfach in den Augen der Kaderplaner kein Platz mehr da, deshalb gibt es Stand jetzt auch von Vereinsseite kein Interesse an einer Verlängerung.
        Natürlich wollte man mit Alaba und Thiago verlängern, was ja auch Sinn macht, wenn man internationale Spitzenspieler im besten Alter im Verein hat. Man kann Spieler allerdings nicht zum Verlängern zwingen und wenn sie nicht verlängern wollen, dann muss man überlegen, was für beide Seiten die beste Lösung ist. Bei Alaba kam man durch das mMn falsche Spiel, das die Seite Alaba/ Zahavi mit dem Verein betrieb, nicht mehr dazu, einen Transfer ins Auge zu fassen. Bei Thiago hatte man diese Wahlmöglichkeit. Natürlich ist der Preis, für den man ihn verkaufte, sehr gering. Trotzdem kam durch diesen Verkauf genug Geld rein, um Sarr und Roca zu kaufen. 2021 hätte es gar nichts mehr gegeben. Im Verein war man der Meinung, dass man auch ohne Thiago ähnliche Einnahmen im Spielbetrieb wird erzielen können, d.h. man glaubt, dass man auch ohne ihn die CL erreichen wird und auch ohne ihn zumindest das Viertelfinale machbar sein sollte. Falls das nicht der Fall sein sollte, hat man sich verzockt. Gelingt es, dann war der Verkauf finanziell richtig.

      3. @willy
        Müssen ja nicht alle Argumente wiederholen- we agree to disagree.

      4. Kann es vielleicht sein, dass hier zwei User unter dem Namen “918” unterwegs sind?

        Gestern war der Verkauf von Thiago noch eine total sinnlose Fehlentscheidung der sportlichen Führung, heute heißt es dass man mit Thiago verlängern wollte also gescheitert ist? Im Zuge der heutigen Aussage wäre dann der Verkauf ja eine logische Konsequenz aus der Weigerung des Spielers zu einer Vertragsverlängerung gewesen.

        918, vielleicht kannst Du ja aufklären, ob ein zweiter User unter Deinem Nick hier unbemerkt mitsegelt?

  3. Die Boateng-Geschichte habe ich bewusst rausgelassen. Bin etwas irritiert, wie gegeben die Leute die ganze Nummer nehmen. Glaube Falk da gar nix.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Schweigen des Vereins spricht allerdings Bände. Wenn man Boateng halten wollte, hätte man die Story doch sofort dementiert. Und es gab in jüngerer Vergangenheit schon einige Fälle, bei denen die Bild Interna über Vertragsverhandlungen veröffentlicht hat, die nur von Vereinsseite kommen konnten. Das gibt es offensichtlich (wieder) einen Kanal.

      1. Falk hat im Zuge des Transferendspurts bewiesen, dass er aktuell gar keine Informationen hat. Dass Boateng nichts von all dem weiß, sondern nur die Bild alle Details hat, bestärkt meine Ansicht, dass das ein absolutes Länderspiel-Loch-Thema ist.
        Das riecht doch alles nach:
        Verlängert Boateng: “Wieso die Bayern ihre Meinung geändert haben!”
        Geht er: “Wie BILD schrieb…”

      2. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an den Jahresanfang, wo es dann plötzlich die Schlagzeile gab: “Leroy Sane will doch nicht zum FC Bayern” . Und daraus gab es dann einen Artikel nach dem anderen in allen möglichen Medien.
        Das wurde dann selbst einem Sane zuviel und er sah sich zu einer Klarstellung genötigt.

        Und wer hat das Gerücht in die Welt gesetzt?

      3. Ich verstehe die ganze Diskussion um Boateng ohnehin nicht. Seine Zeit bei uns ist nun mal vorbei – einfach mal reflektieren wie viele Spiele er letzte Saison vorzeitig raus musste. Als Bankdrücker zu enden, hat er nicht verdient. Er hatte noch mal ein fantastisches Jahr bei uns und da ist es doch eher als fair zu bezeichnen ihm schon jetzt zu signalisieren, dass er sich für nächstes Jahr nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen kann.

      4. Stiftl du hast ja recht, aber wenn das ganze keine Erfindung ist, dann ist das signalisieren über die Bild ein mehr als schlechter Stil. Und das hat er auch nicht verdient.

        Warten wir mal ab, was bei der Geschichte noch rauskommt.

      5. Naja. Ob das jetzt bewusst über die Bild signalisiert werden sollte, sei mal dahin gestellt. Seit Alaba gebe ich auf überraschte “ich habs erst aus der Presse erfahren” Spieler erstmal nix ;-)

      6. Stiftl, aber den Unterschied siehst du schon. Bei Alaba gab es ja erst mal eine klare Ansage von Hainer.
        Bei Boateng gibt es nichts.
        Und wenn es nichts gibt, dann kann auch keiner was wissen.
        Stell dir doch mal die Situation in der Säbener vor – die Entscheidung ist ja angeblich am Donnerstag gefallen.
        Donnerstag – Freitag – Wochenende – Montag – und seit 5 Tagen laufen die sich dauernd über den Weg und reden nicht miteinander. Das ist doch alles mehr als albern. Vorstand – Flick – Boateng gehen alle nur noch wortlos aneinander vorbei. Wem willst du das denn erzählen.

  4. “Frisch verletzt hatte Kimmich genug Zeit um Gast im vereinsinternen Podcast zu sein.”

    Am Anfang des Podcasts wird gesagt, dass es vor seiner Verletzung aufgenommen wurde :)

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