Round-Up: Hoeneß geht, Boateng noch nicht

Justin Trenner 06.09.2019

Boatengs Fast-Wechsel, Bayerns Rekordgewinn, die Bewertung des Transfersommers, Oliver Kahn und das Ende der Ära Hoeneß, aber auch wieder einiges an Off-Topic – unser Round-Up hat diese Woche reichlich Themen für euch.

Themen der Woche

Allgemein

Operation für meinen Freund Dennis Scheffel | gofundme
Fußball ist manchmal viel mehr als ein rollender Ball. Schon in unserer Vorschau auf die Partie gegen Mainz 05 berichteten wir von Dennis Scheffel, der unter einer schweren Krankheit leidet. Die Diagnose: ME/CFS. “Was?”, werden sich einige jetzt fragen. Genau. Diese Krankheit ist leider deutlich zu wenig erforscht und dementsprechend schwer gestaltet sich auch die Behandlung. Dennis ist durch sie bettlägerig und unvorstellbar belastungsunfähig. Der Link führt euch direkt zur Spendenaktion, die Dennis die finanziellen Mittel bereitstellen soll, um sich eine Operation in Barcelona zu leisten, die ihm helfen könnte. Alle Informationen findet ihr auf der Seite. Wir sind sehr betroffen und wünschen Dennis auf seinem Weg zur Heilung nur das Beste! | Justin

Generation Lahmsteiger – Nominiert zum Fußballbuch des Jahres | Deutsche Akademie für Fußballkultur
Schon beim zweiten Link sei mir die Eigenwerbung im Round-Up verziehen. Bei der Entscheidung, ob ich diesen Link teile, überwog dann doch der Stolz. Danke nochmal an Philipp Köster für die Nominierung, an Copress Sport für die tolle Zusammenarbeit, an das Miasanrot-Team für einfach alles und an euch KommentatorInnen für euren ständigen Input. Für mich ist das ein sehr schöner Erfolg. | Justin

Heiko Vogel im Interview | Teil 1 | Teil 2 | Spox | Niklas König
In einem spannenden wie langen Interview gibt Heiko Vogel Einblicke in seine Zeit beim FC Bayern sowie bei anderen Klubs. Dabei hat er besonders lobende Worte übrig für Pep Guardiola. Vogel spricht unter anderem über seinen eigenen Ansatz, über Motivationstechniken, über seine Bewertung von Jugendspielern und dabei auch über Philipp Lahm. “Keine Schnitte” hätte der spätere Weltmeister in der U16 gehabt. Warum Bayern trotzdem an ihm festhielt, weiß Vogel ganz genau: “Philipp war so spielintelligent, das musste man sehen.” | Justin

Uli Hoeneß kandidiert nicht mehr als Präsident | FC Bayern
Was länger rumorte und längst auch mehr als ein Gerücht war, hat der FC Bayern nun also bestätigt: Uli Hoeneß kandidiert nicht mehr als Präsident und tritt auch von seinem Vorsitz im Aufsichtsrat zurück. Damit bricht in München ein neues Zeitalter an, obwohl Hoeneß dem Klub im Aufsichtsrat erhalten bleiben wird. Er gibt einiges an Macht ab, versucht aber immerhin noch, einen Kandidaten zu positionieren, der ihm sehr nahe steht: Herbert Hainer. Der Blick in die Zukunft bleibt spannend: Wie stark zieht sich Hoeneß tatsächlich zurück? | Justin

“Durchdachter als bei Salihamidzic” | n-tv.de | Justin Kraft im Interview
Im Interview mit n-tv.de spreche ich über die Anstellung von Oliver Kahn im Vorstand. Ich bewerte die Verpflichtung dabei grundsätzlich als sehr positiv. Außerdem erkläre ich, warum ich die Entscheidung schon jetzt als durchdachter empfinde als so manch andere in der Vergangenheit. | Justin

Identitätsverlust oder Neuausrichtung? | BetVictor Blog | Raphael Honigstein
Raphael Honigstein gilt als sehr gut vernetzt, wenn es um den Rekordmeister der Bundesliga geht. In einem kurzen Kommentar analysiert er den Rücktritt von Uli Hoeneß. Dabei geht er einerseits auf die großen Verluste ein, die den FC Bayern in Zukunft erwarten: Die Empathie des aktuellen Präsidenten sucht seinesgleichen. Hoeneß war und ist identitätsstiftend und der maßgebliche Faktor für das heute gelebte “Mia san mia”. Andererseits sieht Honigstein eine Chance darin, dass der Klub nun zu einem gewöhnlichen Fußballkonzern werden dürfte. Wichtig wird es ihm zu Folge dabei sein, dass der zuletzt doch sehr stark ausgetragene Richtungsstreit in der Führungsetage einer stringenteren Politik weicht. | Justin

Keine leichte Aufgabe: Kahn muss den FC Bayern in Zukunft neu strukturieren | Focus Online | Justin Kraft
Einer, der dabei helfen könnte, ist Oliver Kahn. Wie bereits oben angedeutet, halte ich seine Anstellung für den richtigen Schritt. In meiner Kolumne für Focus Online begründe ich ausführlich, warum ich das denke: Kahn könnte die perfekte Symbiose aus Herz und Kopf sein. Doch er wird sich möglichst schnell von Rummenigge und den anderen Alphatieren emanzipieren müssen, um dieser Rolle gerecht zu werden. | Justin

Oliver Kahn wird ab 2022 neuer Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern München.
(Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Ende der Ära Hoeneß: FC Bayern sortiert sich neu | Und nun zum Sport | Podcast der Süddeutschen Zeitung | Martin Schneider, Benedikt Warmbrunn und Jonas Beckenkamp
Es war das Thema überhaupt in den letzten Wochen. Deshalb sei noch ein weiterer Input dazu empfohlen. Auch die Süddeutsche Zeitung hat sich dem Hoeneß-Rücktritt gewidmet und über die Neuausrichtung des Klubs diskutiert. Dabei versuchen sich die drei Journalisten vorzustellen, wie ein FC Bayern ohne seinen Macher aussehen könnte. Interessant! | Justin

FC Bayern feiert “absolute Bestmarken” | Kicker
Rekordumsatz und Rekordgewinn! Die Bayern feiern neue Rekorde. Auch wenn Hoeneß auf seiner Abschieds-PK viel beschönigte, so darf man ihm in einem Punkt uneingeschränkt recht geben: Diesen Klub übergibt er in bestem Zustand, was die Wirtschaftlichkeit angeht. Die Frage wird sein, was die Münchner daraus in den nächsten Jahren machen können. | Justin

Profimannschaft

FC Bayern: Das große Transfer-Zeugnis | Web.de | Steffen Meyer
Und damit auch langsam zu den sportlichen Themen. Sportdirektor Hasan Salihamidžić wurde in den letzten beiden Jahren mit der Aufgabe betraut, einen Umbruch zu gestalten und den Kader maßgeblich zu verändern. In diesem Sommer hatte er dabei eine große Verantwortung. Miasanrot-Blogger Steffen Meyer gibt dabei die Gesamtnote 3. Gerade beim Angriff bleibt unerwähnt, warum Nicolas Pépé für den FC Bayern keine Option war und dass nach der Sané-Geschichte immerhin recht ordentlich reagiert wurde. Eine 4,5 erscheint hier etwas zu hart. Doch auch wenn man nicht immer seiner Meinung ist, bleibt die Analyse ein Mehrwert, weil sachlich und nachvollziehbar begründet. | Justin

Bayerns Umbruch mit 36 Transfers – so wirkte Salihamidzic | Kicker | Karlheinz Wild
Deutlich unkritischer sieht die Situation Karlheinz Wild beim Kicker. Während er zurecht darauf hinweist, wie kompliziert die Situation auf dem Transfermarkt für den FC Bayern ist und dass Salihamidžić dafür sehr umtriebig und schnell am Mann ist, wenn es um Talente geht, wird andererseits zu wenig auf die großen Makel des Sommers eingegangen. Dass der Sportdirektor bei Hudson-Odoi schwerwiegende Fehler machte, hat er sich selbst eingestanden. Es wird zudem zu wenig auf die teils verheerende Außendarstellung eingegangen. Dass die Transfers beim FC Bayern Teamwork sind, ist zwar ein wichtiger Punkt, doch was ist, wenn Hoeneß und Rummenigge mal nicht mehr sind? Ist Salihamidžić dann stark genug, um den entscheidenden Schritt nach vorn zu gehen? Oder bleibt er dann weiter “nur” der Zuspieler, wenn es um teure Transfers geht? Auch diese Frage nimmt Wild nicht auf. Insgesamt bleibt der Artikel viel zu unkritisch, wenngleich er wichtige und richtige Argumente für Salihamidžić aufgreift. | Justin

Die XL-Bayern-Analyse: Was gut & was schlecht läuft (Teil 1) | TaktikFuechse.de | Justin Kraft
Nochmal Eigenwerbung: Gerade in den Kommentaren wird hier häufig der Wunsch nach noch mehr positiven Analysen geäußert. Für TaktikFuechse.de habe ich mir in einem ersten Teil angesehen, was beim FC Bayern gut läuft. Spoiler: Dabei räume ich auch ein bisschen mit dem Mythos auf, dass die Kovač-Bayern nach Standards in einer komplett anderen Liga spielen als vor ihm. Im zweiten Teil wird es dann um die negativeren Aspekte gehen. | Justin

UEFA Champions League Predictions | FiveThirtyEight
Geht es nach dem “SPI”, einer nicht unumstrittenen Berechnung der Stärke eines Klubs, haben die Bayern in dieser Saison ganz gute Chancen, die Champions League zu gewinnen. Der “SPI” (Soccer Power Index) soll dabei die Offensivleistung mit der Defensivleistung verrechnen. Auch die Marktwerte der Teams spielen eine Rolle. Wie genau das funktioniert, lässt sich hier nachlesen. Laut FiveThirtyEight gibt es nur eine Mannschaft, die einem Erfolg in der Champions League näher ist: Manchester City. Mal sehen, wie viel diese Statistik am Ende der Saison noch wert ist. | Justin

Ambitioniertes 4-4-2 hängt lange in der Luft | Spielverlagerung.de | Tim Rieke
Nochmal ein etwas größerer Rückblick: Auf Schalke zeigten die Bayern Licht und Schatten. Tim Rieke analysiert die ordentlichen Vorrückaktionen im Spielaufbau, stellt aber im Übergang und in den Folgeaktionen Probleme fest. Spannende Beobachtungen. | Justin

Der Trend: Boateng bleibt | Kicker | Karlheinz Wild
Was zuletzt noch der Trend war, ist jetzt Gewissheit: Jérôme Boateng bleibt beim FC Bayern, obwohl die Geschichte mit Juventus Turin sehr heiß war. Unterschiedlichen Medienberichten zu Folge war dafür wohl Juve selbst verantwortlich. Doch auch Boateng soll nicht komplett überzeugt gewesen sein. Für den FC Bayern bedeutet das einerseits, dass mit Javi Martínez, der wohl eher hinten eingesetzt werden soll, und Boateng zwei unzufriedene Innenverteidiger drohen. Andererseits kann Boateng immer noch einen Mehrwert bringen, wenn er seine Rolle akzeptiert. Denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Niko Kovač auf ihn in einer Stammrolle setzt. Selbst dann nicht, wenn er wie in der Vorbereitung sportlich vor allen anderen steht. Was man davon hält, ist eine andere Geschichte. | Justin

Frauen, Amateure & Basketballer

FCB-Frauen schlagen Frankfurt souverän mit 3:0 | FC Bayern
Die Frauen des FC Bayern sind erfolgreich in die Saison gestartet. Nach dem 3:1-Auftaktsieg beim SC Freiburg gelang auch am zweiten Spieltag ein deutlicher Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt (3:0). Leider gibt es derzeit wenig mediale Beachtung für die Frauen, was es an dieser Stelle auch erschwert, Artikel zusammenzutragen. Dabei ist das, was in München passiert, gar nicht so uninteressant. | Justin

Hoeneß spricht über Nowitzki-Deal | Sport1
Man müsse sich damit auseinandersetzen, wenn Dirk Nowitzki nach seiner Pause gern in Deutschland arbeiten würde, so Uli Hoeneß. Einen Job als Trainer lehnte die Basketball-Legende unterdessen selbst ab. Für die Münchner wäre das allein vom Namen her natürlich ein großes Ding. Spannend wird überdies, wie sich die Abteilung Basketball nach dem Rückzug von Uli Hoeneß strukturieren und gestalten wird. | Justin

1:2 – FC Bayern II verliert das S-Bahn-Derby | Abendzeitung
Im Liveticker lässt sich gut nachlesen, wie unnötig die Niederlage der Bayern Amateure gegen Haching war. Besonders die Schlussphase zeigte aber: nach vorn fehlt der letzte Schliff und hinten plagen Sebastian Hoeneß weiterhin vielschichtige Probleme. | Justin

Saisonupdates

Amateure

Mit zwei sieglosen Spielen ging es für die Amateure in die Länderspielpause. Vor allem die Niederlage gegen Unterhaching war dabei unnötig. In den ersten sieben Spielen, nach denen die Münchner auf Platz 15 der 3. Liga stehen, zeigen sich dabei immer wieder gleiche Muster. Aufgrund der Profi-Spiele ist Trainer Hoeneß zu vielen Wechseln gezwungen. Besonders in der Defensive sind die Amateure noch zu wackelig und lassen sich mehrfach schnell überspielen. Als Einzelspieler sticht Stürmer Otschi Wriedt hervor, der die Mannschaft mit seinen Toren trägt. Gegen den Stadtrivalen aus Unterhaching stach zudem Neuzugang Singh hervor.

Aktuelle Miasanrot-Artikel

Nominierung Fußballbuch des Jahres: Generation Lahmsteiger | Maurice

MSR106: Großer Abstand gegen Mainz | Justin & Christopher

Bayern stottert, walzt Mainz aber nieder | Daniel

Champions League: Auslosung der Gruppenphase | Georg

Weiter, immer weiter oder tatsächlich Umbruch? | Lukas

FCB Terminkalender

Datum (Uhrzeit)MannschaftWettbewerbGegner
07.09. (14:00)FrauenDFB-Pokal (2. Runde)@ Eintracht Frankfurt
11.09. (18:45)FrauenChampions League (16tel-Finale)@ Göteborg FC
14.09. (11:00)U17U17 Bundesliga S/SW (6. Spieltag)@ VfB Stuttgart U17
14.09. (14:00)Amateure3. Liga (8. Spieltag)@ SG Sonnenhof Großaspach
14.09. (14:00)U19U19 Bundesliga S/SW (5. Spieltag)1. FC Heidenheim U19
14.09. (18:30)ProfisBundesliga (4. Spieltag)@ RB Leipzig
15.09. (14:00)FrauenBundesliga (3. Spieltag)Bayer 04 Leverkusen



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Wow da ist ja diesmal viel drin.
    Mal sehen ob das kommentarmässig nachverfolgbar bleibt.

    Zum Umbruch der FCB Führung:
    Man muss bei der Betrachtung mMn zwei Bereiche unterteilen die sportliche und die kommerzielle.
    Die kommerzielle Seite wird seit Jahren sehr gut von KHR Jung Wacker und Dreesen geführt. Um aber wirklich die aktuelle Lage dezidiert zu beurteilen reicht ein Blog oder Medienartikel nicht. Die Aussage der Club ist wirtschaftlich in bestmöglichen Zustand stimmt aber mMn nicht. Dazu ist der EBITDA gemessen am Umsatz zu wenig gestiegen bzw zu niedrig im Vergleich mit Real Barca MUFC.
    Und eine grosse Rolle spielt dabei nicht nur die TV einnahmesituation die schwer direkt beeinflussbar ist aber die Einnahmnen aus Sponsoring wo wir immer Spitze waren aber inzwischen eingeholt wurden. Und leider muss man sagen das das auch zu großem Teil an den Ankersponsoren Adidas Telekom Allianz Audi liegt die uns weniger zahlen als Real MUFC Juve etc obwohl sie sogar Aktionäre sind!!
    Das passt nicht Aktionär sein und seinem eigenen Club weniger zahlen als anderen.
    Um das aufzubrechen müssen unangenehme Gespräche geführt werden müssen wie schon die BMW/Audi Saga zeigte. Positiv sind natürlich die sehr gesunde Bilanz ohne Schulden und hervorragende modernste Infrastrukturen.
    Aber wie schon an anderer Stelle gesagt muss man wieder mehr und besser in den Spielerkader investieren was ja die Hauptfunktion einer AG eines Fussballclubs sein muss und nicht dauerhaft größtmögliche Liquide Mittel bzw Dividenden zu zahlen an Aktionäre die Sponsoren sind aber anderen mehr zahlen als uns.
    Um das ganze komplexe Thema gut zu verstehen empfehle ich den aktuellen Report von Brand Finance im Zusammenhang mit den Analysen von Deloitte bzw KPMG und unseren Abschlüssen zu lesen .

    https://brandfinance.com/knowledge-centre/market-research/brand-finance-football-annual-2019/

    https://www2.deloitte.com/uk/en/pages/sports-business-group/articles/deloitte-football-money-league.html#

    https://footballbenchmark.com/methodology/finance

    https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=0E79D5647520AD2DB7067A8C4A501B5E.web02-1

    Zur sportlichen Seite.
    Am besten beschrieben in den Artikeln von Hönigstein und Justin.
    Zur sportlichen Führung.
    Jeder weiss das die derzeitigen Sportdirektor und Trainer nur der kleinste gemeinsame Nenner sind. Und das kann eben für einen top4 Club der Welt einerseits nicht der Anspruch sein aber ist eben auch in Wirkung und Konsequenz nachhaltig negativ.
    Einen Neuling ohne jede Erfahrung und Ausbildung auf die Position des Sportdirektors zu setzen ist eigentlich schon fahrlässig. Und wenn man es macht dann muss man sich Uli und KHR eben total einig sein über die Ausrichtung bzw das sportliche Konzept. Sie waren sich aber schon vorher seit Rückkehr von Uli im Prinzip über alles uneinig. Ein Sammer Pep und Jupp konnten das überspielen weil sie starke erfahrene Persönlichkeiten waren die dann beide oft aber auch nicht immer auf das bestmögliche für den Club festnageln konnten. Ohne diese Persönlichkeiten sind Zli und KHR frontal aufeinander geprallt mit der Konsequenz sich und ihre jeweiligen Vorschläge zu blockieren. Salihamidzic hat mmn nicht viel bewirkt und es ist eben den guten Kontakten von KHR geschuldet das wir sehr gute Spieler verpflichten konnten.

    Eine Sache haben aber viele bisher übersehen. Sportdirektor und Trainer sind Angestellte der AG deren Verträge nicht AR genehmigungspflichtig sind. Der Vorstand stellt Angestellte an und entlässt sie. Salihamidzic ist zzt Angestellter dessen Vertrag ausläuft und über den der Vorstand entscheidet.

    Falls aber der AR der Meinung ist wieder einen SportVS berufen zu müssen sind de fakto KHR und Kahn raus denn wie Uli richtig betont hatte entscheidet nur der AR wer in den VS berufen wird. Es könnte also passieren das KHR und Kahn mit einem SportVS salihamidzic arbeiten müssen von dem sie selbst aber nicht überzeugt sind und nicht weiter angestellt hätten.
    Denn wenn es keinen SportVS gäbe sondern weiterhin nur einen Sportdirektor dann muss ein Vorstand den sportlichen Bereich verantworten.Momentan ist das KHR. Ob und wieweit es da Vorgespräche gegeben hat bevor Kahn den Vertrag unterschrieben hat wissen wir nicht aber davon ist auszugehen. Gut möglich also das man wenn man wenn man Salihamidzic aus unerfindlichen Gründen halten will den Status Quote fortsetzt du er bleibt Sportdirektor bis zum Ende der Amtszeit von KHR. Wenn Kahn ab 1.1.22 von KHR übernimmt entscheidet der AR dann mit Kahn was das beste ist.
    Ein SportVS Salihamidzic neben Kahn wäre mMn katastrophal in jeder Hinsicht.

    Zum Trainer ist alles gesagt, wir werden sehen.

    Zur Kaderplanung.
    Auch hier treffend beschrieben mit dem Hinweis zu der 2000er Periode.
    Das Beispiel Goretzka zeigt wie planlos gearbeitet wird. Wenn man mmn richtigerweise Goretzka holt und schon Sanches und Tolisso hat dann ist mind.einer zu viel. Sanches hätte man schon spätestens letztes Jahr aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen verkaufen müssen
    Ansonsten wurden und würden mit Sane Havertz Coutinho Lucas Pavard die größten Baustellen behoben.

    Mmn ist Hainer eine ausgezeichnete Wahl.
    Mmn ist Kahn eine ausgezeichnete Wahl.
    Mmn ist Salihamidzic eine katastrophale Wahl.
    Mmn ist Kovac eine mittelmäßige Wahl.

    Wünschenswert wäre es wenn man sich breiter aufstellt. Neben Kahn einen SportVS UND einen Sportdirektor und Kaderplaner.
    Dazu ein klares sportliches Konzept nachdem zumindest Sportdirektor und Trainerpositionen personell besetzt werden.
    Aus es wäre wünschenswert wenn man es schafft zukünftig auch Lahm und Basti in den Club einzubauen. Für den Nachwuchsbereich unbedingt Robben sichern.

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    1. Dein letzter Absatz ist das größte Problem:

      Jenseits der Besetzung brauchen wir auf jeden Fall einen Sportvorstand, einen Sportdirektor UND einen Kaderplaner. Der Kaderplaner wiederum sollte einen Chefscout nach SEINEM Wunsch zur Seite gestellt bekommen. Dann wären wir sehr gut aufgestellt denke ich. Wenn es dann einen erfahrenen Sportvorstand à la Eberl gäbe, könnte die Besetzung mit Hasan als Sportdirektor sogar sehr gut ausfallen

      1. Salihamidzic hat aber kategorisch ausgeschlossen unter irgendeinem SportVS zu arbeiten.
        Wie war das noch?
        Niemand ist größer als der Club.
        Es ist auch nicht besonders clever so zu agieren wenn man bislang nichts vorzuweisen hat.
        Ein Sammer konnte Forderungen stellen, ein Eberl wohl auch.
        Wenn Salihamidzic gut beraten wäre würde er einen erfahrenen SportVS wie Eberl sofort akzeptieren um dann nach ein paar Jahren zu sehen ob er Vorstandsfähig ist.
        Aber konsequenterweise kann man einen Salihamidzic nicht zum VS machen wenn man es bei Lahm abgelehnt hat.
        Da helfen auch 2 Jahre Sportdirektorlehrgang beim FCB nix.

        Aber wer weiss wie das powerplay im November ausgeht

      2. Wenn nur die auf die Pauke hauen dürften, die etwas vorzuweisen haben, dann wäre es hier auch um einiges ruhiger.

      3. Warum sollte man Brazzo nicht zum Vorstand machen, nur weil man Lahm seinerzeit abgelehnt hat?
        Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
        Brazzo ist deutlich älter, also lebenserfahrener und außerdem hat er nun mal mittlerweile auch ganz andere berufliche Erfahrung.

      4. Eine Ernennung zum Sportvorstand wird ja laut Hoeneß demnächst diskutiert wenn ich das richtig verstanden habe.

        Die Situation mit Lahm lässt sich nicht vergleichen: Hasan hatte seine Fussball Karriere bei Amtsantritt seit 5 Jahren beendet und uns zehn Jahre zuvor verlassen. Philipp wollte nahtlos als Spieler zum Sportvorstand werden – so oder so ein Unding.

      5. Der Vergleich mit Lahm ist natürlich unsinnig. Ich glaube auch nicht, dass Brazzo ein Problem damit hätte, wenn jemand Erfahrenes Sportvorstand wird, ist mir völlig Wurscht, ob er was in der Richtung gesagt hat. Für mich hätte seine Personalie eine ganz andere Grundlage und wäre viel durchdachter, wenn er direkt mit der Mannschaft und den Spielern arbeiten würde und es einen Hochkaräter als Sportvorstand gäbe, der die Richtung vorgibt.
        Naja schau mer moi

    2. Mein Mostrich:

      1. Die Allianz zahlt für die Stadion-Namensrechte an Turin m.W. 3 Mio. p.a., an uns 6 Mio. p.a. Dass Adidas dem 13/dreimal in Serie CL-Sieger mehr Sponsorengelder bezahlt als uns schmerzt, ist aber nachvollziehbar. Adidas will auch Real-Spieler sponosren. Audi und Telekom sind m.W. keine bedeutenden Werbepartner der drei Konkurrenzclubs.

      2. Bitte mach dir endlich klar, dass ein Audi- bzw. Telekom- Investment als Sponsor des FC Bayern unternehmensintern gerechtfertigt werden muss. Dazu hilft es schon, wenn das Aktienpaket an der FC Bayern KGaA jedes Jahr schöne Dividenden abwirft. Auch für die Vorstände ist das wichtig – sonst heißt es am Ende, ein Herr Winterkorn und ein Herr Höttges zahlen dem FC Bayern je 100 Mio. im Jahr aus der Unternehmenskasse, damit sie mit Rummenigge und Hoeness auf der Ehrentribüne sitzen dürfen. Und es hat auch seine Vorteile, dass der FC Bayern der Stadt München jedes Jahr Gewerbesteuer bezahlt und nicht darauf angewiesen ist, dass die Stadt, wie bei Real oder 1860 in der Vergangenheit der Fall, irgendwann mal eine marode Trainingshalle oder ein Übungsgelände aufkauft.

      3. Die Rolle von Salihamidzic habe ich oft genug beschreiben. Schon im Alten Rom gab es “Triumvirate”. Zwei “Alphas”, die sich nur noch an die Gurgel gehen, suchen sich einen Puffer. Ich denke auch, dass Salihamidzic, wenn erst mal Kahn und ein zweiter VV die Geschäfte übernommen haben, ggf. neu bewertet wird. Bis dahin sollte man seine Arbeit allerdings fair würdigen, was viel zu wenig der Fall ist.

    3. Wir müssen uns im Bereich des Sportmanagements definitiv breiter aufstellen. Für einen Klub dieser Größenordnung ist ein Sportdirektor der überall im Alleingang rumrennt quasi ein Armutszeugnis. Nicht nur ein Minikader, sondern auch ein Minimanagement, erkennen wir da ein Muster (-;
      Mal in den Raum gestellt:
      – Vielleicht haben wir deshalb eine solche Panik vor einem größeren Kader, weil wir gar nicht die Manpower haben um einen solchen zu domptieren? Denn dies ist auch zu großen Teilen eine Managementaufgabe und nicht nur des Trainerteams.
      – Vielleicht kamen deshalb aus allen Teilen Europas in dieser Transferperiode Meldungen von verprellten Spielern, fehlenden Rückrufen, mangelnder “Betreuung”? Vielleicht nicht weil wir nicht wollten, sondern weil wir schlicht nicht konnten?
      Völlig unabhängig was weiter aus Brazzo wird. Hier tun zusätzliche kompetente Kräfte dringend Not.

      1. Sehe ich exakt genauso.
        MMn war sogar Sammer alleine schon überfordert deshalb hat er ja auf allen Ebenen dazu geheuert.
        Nur sind dann auch viele bzw viele Strukturen wieder abgebaut worden.
        Und wie soll dann ein Berufsanfänger ohne Erfahrung das kompensieren?
        MMn wäre sogar ein Eberl alleine überfordert

  2. Weil es grad so gut reinpasst – Zu “Bayern und Pepe”:

    Meine Theorie ist eine ganz andere.

    1. Bayern kolportiert über die Medien ein Interesse an Lilles Pepe. Es werden hohe Beträge aufgerufen. Am Ende wechselt der Linksfuß für eine Ablöse von 75 Mio. GBP zum FC Arsenal. Klar kann man sagen, Arsenal, na, jedenfalls sportlich attraktiver als die sollte der FC Bayern doch immer noch sein. Warum haben wir nicht zugeschlagen. Wir waren doch “an ihm dran”?

    2.
    Ca. vier Wochen später platzt Renato Sanches “spontan” der Kragen. Drei Tage später absolviert er den Medizincheck bei Lille. Bezahlen können sie ihn locker, denn sie haben ja die Mios. aus dem Pepe-deal. Auch Bayern ist zufrieden.

    3.
    Irgendwann lässt Sanches beiläufig fallen, Lille sei ja schon länger an ihm interessiert gewesen.

    4.
    Könnte es nicht sein, dass das “stalking horse” FC Bayern mitgeholfen hat, die Ablöse für Pepe etwas in die Höhe zu treiben? Wegen des früher schließenden Transferfensters musste Arsenal ihr Geschäft rechtzeitig abschließen, sie mussten Bayern überbieten. Dann noch eine Schamfrist gewartet und die Sache mit Sanches durchgezogen. Dominosteine ..

    5.
    Bayern wollte den Linksfuß Sane. Auch wenn der nochmal mehr kosten sollte als Pepe, ist das eine ganz andere Hausnummer. Wenn ein Deutscher Nationalspieler zum FC Bayern kommt, dann kommt er um zu bleiben. Bliebe ein Pepe genauso? Ein deutscher Nationalspiele ist bei jedem Länderspiel präsent, macht bei jedem Länderspieltor mittelbar Werbung für den FC Bayern. Ein deutscher Nationalspieler, der beim FC Bayern spielt, ist auch für Adidas interessant – noch ist Sane bei Nike, aber dieser Vertrag endet 2020, und Adidas will Sane genauso wie ihn der FC Bayern will.

    Wenn Bayern so ein komplexes Ding wie Sane plant, dann ist das eine Sache auf Jahre. Sowas gibt man nicht auf, nur weil ein dämliches ManCity den Spieler währende des Transferfensters aufs Feld schickt, nur weil sie zeigen wollen dass sie noch nicht mal bei 100 Mio. zucken. Es hat halt nicht geklappt. Aber da finde ich es besser, auf einen zweiten Anlauf zu warten als “Hau-Ruck” einen Pepe zu holen.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Puh, also wenn man als Ausgangspunkt nimmt, eine Situation in einen Blickwinkel zu rücken, indem Bayern alles richtig gemacht hat, dann ist deine Theorie brilliant. Aus allem, was ich mir irgendwie objektiv herleiten kann, finde ich sie nicht sehr einleuchtend. Ich dehe schlicht und einfach davon aus, dass man Pepe für diesen Preis nicht wollte – was ich gut finde

    2. Es ist viel unkomplizierter: Bayern hat sich gegen die hohe Ablöse entschieden, weil Pépé zu viel Raum benötigen könnte. In Lille hatte er Probleme, wenn ihm die Räume eng gemacht wurden. Die Sorge war, dass er deshalb in München flopt. Salihamidzic und die Scouts haben hier mMn eine vernünftige Entscheidung getroffen.

      Quelle: Verschiedene Medienberichte, die man bei Google finden kann und auch meine eigenen Informationen

      1. Das ist sogar recht früh in diversen Medien so kommuniziert worden.

      2. Liege da auch eher bei Justins Einschätzung. Und das Beispiel Pepe zeigt auch, wie sehr zu Unrecht auf unseren Sportdirektor eingeprügelt wurde. Auch bei den anderen Namen, die gefordert wurden und aus denen nichts wurde, bin ich mir sicher, dass es da interne Überlegungen gab, warum man sich gegen einen Transfer entschieden hat.

        Wohlgemerkt: diese Überlegungen müssen am Ende nicht immer die Richtigen gewesen sein. Aber man sollte unserer sportlichen Führung nicht einfach von vorn herein absprechen, dass man sich dort Gedanken macht. Natürlich kann ich es schade finden, wenn ein Zyiech oder Bergwjin nicht geholt wurden – aber letzten Endes sollte ich dann auch diese Entscheidung akzeptieren und nicht die “Unfähigkeitskeule” schwingen, nur weil mein Fan-Wunsch nicht erfüllt wurde.

      3. “Und das Beispiel Pepe zeigt auch, wie sehr zu Unrecht auf unseren Sportdirektor eingeprügelt wurde.”

        Inwiefern?
        Im konkreten Fall Pepe ist mir aus der Medienlandschaft kein “einprügeln” bekannt, schon gar nicht aus der Seriösen. Auch hier im Blog war das Echo für mich kaum wahrnehmbar, wobei es sicherlich die eine oder andere Unsachlichkeit gegeben haben wird, die jedoch kaum repräsentativ war. Das Einzige, was ich in meiner Blase zu dem Thema mitbekommen habe, waren ein paar Witzchen mit Lemar als Aufhänger, ob Brazzo den Pepe überhaupt gekannt hat.

        In der Sache sagt dieser (Nicht-)Transfer genau so viel über unseren Sportdirektor, wie jener von Antoine Griezmann, Daniel James, Martin Hinteregger oder Sören Gonther – nämlich genau n i c h t s. Es ist weder verbrieft bekannt, ob tatsächlich Interesse bestand, noch aus welchen Gründen dieses verworfen wurde – und schon gar nicht, ob diese Entscheidung vom Sportdirektor, dem Präsidenten, dem Vorstandsvorsitzender oder von der Sekretärin des stellvertretenden Chefscouts getroffen wurde.
        Es ist und beibt nicht sinnvoll, unseren Sportdirektor durch solch an den Haaren herbeigezogene Argumentationen profilieren zu wollen. Das wird niemanden überzeugen, der ihm kritisch gegenüber steht. Wie es in dem Artikel so schön heißt: Das Ergebnis des Transferjahres ist eine 3 (ich habe ihm letzte Woche eine 4+ gegeben). Das nun folgende Jahr wird zeigen, ob sich diese 3 in der Nachbetrachtung eher in Richtung 1 oder in Richtung 5 entwickelt. Und daran wird sich unsere Fleißbiene messen lassen müssen.

      4. Ich habe mir Arsenal – Tottenham komplett angesehen und bin auch keineswegs traurig in nicht bekommen zu haben – aus genau den Gründen, die Justin beschrieben hat.

    3. Leider verstehe ich Eure Kommentare nicht.

      Dass man gegen Pepe sportliche Argumente eingewandt hatte (braucht aber Sane nicht auch Raum?), ist ja bekannt. Nur: Wann hatte Bayern denn diese Erkenntnisse? Doch nicht Mitte Juli 2019, sondern das wussten sie doch von Anfang an.

      Ich denke nach wie vor, Lille hat sich schon länger mit Sanches befasst, Sanches auch mit Lille, weil er dort CL spielen kann, Lille hat es mal probiert und hat Bayern eine eher niedrige Ablöse geboten, Bayern hat gesagt, da müsst ihr euch schon noch etwa strecken und vielleicht helfen wir euch dabei indem wir für Pepe ein bisschen mitbieten ..

      Aber egal. Mir ging es nur darum dass die prima facie einfache Wahrheit: “Bayern bietet erst um Pepe mit, stellt dann fest dass er nicht der richtige ist und steht jetzt mit leeren Händen da” vielleicht etwas zu einfach ist.

      1. Nein eben nicht. Sane kann auf engstem Raum agieren und Lösungen finden.

      2. Es geht nicht darum, dass es grundsätzlich besser für solche Spieler ist, wenn sie viel Raum haben. Es geht darum, dass sie das beim FC Bayern nur selten haben. Also müssen sie in der Lage sein, auch mit wenig Raum viel anzufangen. Bei Pépé gibt es berechtigte Zweifel, dass er das kann. Ein Sané ist herausragend darin, aus wenig Raum viel zu machen. Coman ist darin in den letzten Jahren auch besser geworden und auch Gnabry ist ein Spieler, der mit seiner Direktheit zum Tor viel machen kann, wenn er wenig Platz hat.

  3. Gewagte Theorie :-)
    Aber mit einigen Schwächen.
    zu 1. Wir sind für einen Franzosen nicht attraktiver als Arsenal. Vielleicht gleich attraktiv, aber nicht attraktiver.
    zu 5. Wenn Arsenal plant, einen Spieler wie Pepe zu holen, dann ist das auch eine Sache von Monaten. Die holen nicht schnell einen Spieler für 75 Mio, nur weil der FC Bayern auch Interesse zeigt und das Transferfenster in ein paar Tagen schließt. So locker sitzt das Geld nicht mal bei den Engländern.

  4. Aber es darf auch als herausragende Leistung des Trainers bezeichnet werden, dass er unter schwierigen Umständen die Herbstkrise zum Double wenden konnte.

    In dieser Saison ist erneut eine besondere Grundstimmung in der Mannschaft zu spüren. David Alaba bestätigte in einem Interview, dass er derzeit sehr viel Spaß dabei hätte, mit seinen Teamkollegen auf dem Platz zu stehen. Gerade in Taktikanalysen kommt es oft zu kurz, wie entscheidend all diese Punkte sein können. Kovač war vielleicht nicht erfolgreich, weil er taktisch den Unterschied ausmachen konnte. Aber er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Stimmung und Mentalität in der Rückrunde stimmten.

    Damit das auch hier im Blog zu lesen ist ;-)

    Danke, dass hier endlich mal Kovac positive Leistungen entsprechend gewürdigt werden. Insbesondere der zweite Absatz widerspricht der Ende letzter Saison von Einigen vertretenen These, dass Kovac die Mannschaft verloren habe.

    Taktisch hat Kovac sicherlich noch Luft nach oben, aber Fussball ist eben auch nicht NUR Taktik. Bin mal auf Teil 2 und die Kritik gespannt ;-)

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    1. Die Kritik war hier ja schon häufiger zu lesen. Dürfte für aufmerksame LeserInnen deshalb weniger überraschend kommen. Es wird daher vor allem um das Spiel mit dem Ball gehen.

      Teil 1 werde ich in den nächsten Wochen vielleicht im Blog nochmal vertiefen. Hängt aber auch davon ab, wie die Partie in Leipzig läuft. Das ist für mich der erste große Gradmesser.

      1. Oh – finde ich gut. Hab schon etwas bedauert, dass Du die Analyse “extern” geschrieben hast. Aufs Leipizig Spiel bin ich auch gespannt. Habe da aber ein gutes Gefühl, was unser Auftreten angehen wird.

      2. Eine gute Ausarbeitung. Eine weitere Vertiefung wäre eine feine Sache.
        Nur mal so: Wer sich konstruktiv mit den positiven Elementen auseinandersetzt gewinnt automatisch auch an Glaubwürdigkeit wenn er Kritik übt.

    2. Stimmung und Mentalität sind wichtig – das stimmt. Ebenso ist individuelle Qualität notwendig. Aber das hat uns in der CL gegen die Mannschaften, die weiter gekommen sind als wir (Ajax, Liverpool) in der letzten Saison nicht geholfen. Da braucht es eben auch klare (gefestigte) Abläufe, vernünftige Abstände zwischen den Mannschaften, einen Matchplan, schnelle Ballbewegung und gute Positionierungen. Und in der Hinsicht bin ich bei Justin: Wir müssen gegen große Gegner spielerisch überzeugen. Und da wird Tottenham der fast noch wichtigere Gradmesser als Leipzig werden, denn die Bundesliga ist international ziemlich weit hinter Spanien und England zurück. Die Bundesliga ist zwar das Brot- und Butter-Geschäft. Aber große Spieler werden nur weiterhin zu uns kommen, wenn sie sich international mit dem FCB etwas ausrechnen dürfen. Und da müssen wir diese Saison besser performen (sowohl von den Ergebnissen als auch von der Spielweise als letzte Saison).

  5. Was Kahn betrifft: ich mache mir da überhaupt keine Sorgen, dass er sich schnell “emanzipiert”. Im Gegenteil. Er ist mMn die Idealbesetzung, bringt alles mit. Bayern-Gen, hohes Standing bei den Fans und in der Öffentlichkeit, Erfahrung im Management, öffentliches Auftreten. Für mich ein absoluter Glücksgriff, dass er für den Job gewonnen werden konnte.

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    1. Von allen respektierte Führungspersönlichkeit, der die Größe hat Fehler und Niederlagen einzugestehen.

  6. Wird es noch eine Analyse zu der Jahresbilanz geben? Nach einem Jahr der Stagnation war der Verein wieder in der Lage den Umsatz um knapp 20% zu steigern. Aus welchen Bereichen speisen sich die Zuwächse, wie viel Luft bleibt bei den Investitionen in Mannschaft nach oben usw?

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    1. Wie soll man das analysieren wenn die Details noch nicht vorliegen?
      Nur das bei einer Umsatzsteigerung von knapp 100 mio nur ein um 10 mio höherer EBITDA herumkommt gibt zu denken.
      Man muss genau hinsehen warum das so ist.

      1. Ich finde die Zahlen jetzt auch nicht so berauschend. Wie ist denn z.B. folgender Umstand zu sehen:

        2017/2018: Gehälter für Ancelotti (incl. rauchendem Fitnesstrainer) und Sagnol und Heynckes (und “Ablöse” für Hermann), 2018/2019 nur Gehälter (und vielleicht auch eine Ablöse, die dann auf drei Jahre verteilt wird) für Kovac + Bruder. Alleine der Trainerwechsel hat uns m.E. in 2017/2018 20 Mio. gekostet, die zu Lasten von EBITDA und Gewinn gingen.

        Interessant wäre, wann der Gewinn aus dem Verkauf von Costa verbucht wurde. Offiziell ist er erst im Sommer 2018 transferiert worden, vorher war er “on loan”. Wie bilanziert man ein Leihgeschäft mit verpflichtender Kaufoption für Juve (was damit rechtlich m.E. keine Option mehr ist, sondern ein aufschiebend befristetes Geschäft)? Vielleicht fallen da (deutsche?) Bilanzregeln und FFP auseinander und der Gewinn wurde schon 2017/2018 verbucht.

        Wenn
        – die Kosten für den Trainer in 2018/2019 deutlich niedriger waren als im Vorjahr, und
        – Vidal, Costa, Rudy und Bernat erst 2018/2019 in Umsatz und Gewinn einfließen,
        war es kein so tolles Jahr.

      2. Ja, das gibt zu denken.
        Man muss die Zahlen jetzt nicht schlechtreden, aber einige Fragen kann man sich doch stellen.

        – Keine Gewinne ohne Transfers?
        – Woher kommt die angenommene Kostenexplosion?
        – Sind die Zahlen Sinnbild sparsamen Wirtschaftens, oder eines akuten Investitionsstaus?

        Das alles mit ein wenig Augenzwinkern, wir sind noch nicht bankrott (-;

      3. Wann fließen denn die CL-Prämien in den Abschluss ein? Ich würde mal sagen, im jeweiligen Jahr (auch wenn sie m.W. erst ein Jahr später ausbezahlt werden). Das wäre eine Erklärung, denn dann gab es hier einen deutlichen Rückgang (HF 1997/1998, Achtelfinale 1998/1999).

        Das wäre, @918, auch eine Erklärung für den nicht so dicken EBITDA (um so erfreulicher die Gewinnsteigerung).

      4. sorry, typo 2018/2019 waren die CL-Einnahmen niedriger als 2017/2018 .. ich werde alt ..

  7. Also ich finde den Artikel des kicker genau richtig. Außerdem ist immer noch nicht klar, warum man einen Sane für 100 Millionen + XX kaufen soll, wenn ein Coman im Team ist und wie oft Hudson-Odoi schon bei Chelsea verlängert hat? Vielleicht kommt er ja doch noch.

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    1. Der Artikel kommt mir vor wie ein Bonbon für das große Interview im Kicker.
      Na ja, soll mir recht sein, wenn ich mal keine Verrisse lesen muss.
      Wenn mal sich dann mal dem Titel des Beitrags den 36 Transfers und der zugehörigen Klickstrecke widmet, vergeht einem allerdings schnell die gute Laune. Was für ein schlampiger Journalismus. Das würde ich nicht mal dem Praktikanten durchgehen lassen. Der Kicker hat seine besten Zeiten wohl auch schon hinter sich.

    2. Warum einen Sane holen? Sane kann eben nicht nur den Winger geben, sonder auch im Zentrum spielen, wie er es auch schon bei der NM getan hat. Sane kann beide Außenpositionen spiele, auch wenn die linke Seite seine Schokoladenseite ist. Und die Wahrscheinlichkeit, dass bei uns Coman und Gnabry fit sind, erscheint nach den Erfahrungen der letzten Saison bis heute doch relativ überschaubar.
      Und wenn man einen Spieler wie Sane bekommen kann, dann bringt der sicher eine andere Qualität als ein Perisic.
      Und eine unserer Stärken war es doch immer ob bei Wechsel, Verletzung, Sperre den adäquaten Ersatz auf dem Platz bringen zu können. Warum soll man sich dieser Stärke selbst berauben.
      Ein Hudson-Odoi ist mit seinen 18 Jahren zumindest zu jetzigen Zeitpunkt eher ein Transfer für die Zukunft – wenn er denn kommt.

  8. Off topic zur Nationalmannschaft:
    Kann mir einer mal erklären warum dieser Tah für Deutschland in der Innenverteidigung spielt. Der ist ja mal so schlecht schon das ganze Spiel. Da sollen die bitte mal Boateng oder Hummels zurückholen. Ein Trauerspiel die deutsche Innenverteidigung.

  9. MiasanJustin oder was? Ist ja schon länger so, aber sich derart unangenehm in den Mittelpunkt zu stellen muss nicht sein. Einen Leser weniger.

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    1. Kleiner Einblick für dich, lieber Sönke: Das Round-Up liegt normalerweise nicht in meinem Verantwortungsbereich. Da aber Maurice derzeit in den USA ist und andere Teammitglieder schlicht nicht die Zeit hatten, habe ich das übernommen. Ich hätte natürlich auch sagen können: “Ne, Leute. Lasst mal. Wir sammeln dann lieber nochmal 50 Kommentare unter dem aktuellen Artikel, bevor ich mich wieder in den Mittelpunkt stelle.” Stattdessen habe ich mich dann zwei Stunden hingesetzt und die Artikel zu einem weiteren Überblick zusammengeflickt und auch noch kommentiert, weil auch dazu die Zeit bei den anderen Teammitgliedern fehlte. Das tut mir wirklich sehr Leid.

    2. Dieselbe Arroganz zeigt Justin ja bei seinen politischen Bevormundungen. Indem er ständig ein “Binnen-ieh” hinschmiert, tut er viel für sein Ego, aber nichts für die Frauen.

      Ich würde ihn dazu verdonnern, für jedes “Binnen-ieh” eine volle Waschmaschine aufzuhängen und nach dem Trocknen auf noch abzunehmen und zu legen.

      Freundliche Grüße,
      Thomas

  10. Welchen norman Einfluss Sane auf das Spiel hat hat such gestern gezeigt.

    Werner hat nicht einem aber wirklich nicht einem Ball festmachen können.

    Erschreckend für mich das auch zwei normalerweise so ballsichere Spieler wie Havertz und Gündogan sich die Butter vom Brot nehmen ließen.

    Habe dann mal Colombia vs Brazil angesehen .
    Kolumbien hat auch sehr aggressiv gespielt aber Coutinho auf der linken hohen 8 extrem ballsicher die Bälle auf die Spitzen Neymar Firmino und Richarlison gesteckt.

    Brasilien im 4-3-3
    Coutinho mit Arthur auf den 8ern und Casemiro dahinter.

    Hoffentlich hat unser Trainer das Spiel gesehen

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    1. Wenn man Brasilien als Vorbild nimmt, wäre das meiner Meinung nach ein Plädoyer für Javi Martinez auf der Sechserposition und Thiago und Coutinho auf den Achterpositionen. Der Spieler in unserem Kader, der Casemiro am nächsten kommt, ist nun mal Javi. Casemiro ist keiner, der besondere Pässe spielt, sondern den sicheren Ball zu einem spielstarken Nebenmann bevorzugt und hat seine eigentlichen Stärken im Spiel gegen den Ball, wo er oft mit großer Härte agiert. Torgefährlich wird er eigentlich nur im Anschluss an Standards. Das ist seine Rolle bei Real und bei der Selecao. Man verlangt von ihm gar nicht, dass er als Sechser das Spiel macht, denn dafür sind andere Spieler vorhanden. Meiner Meinung nach könnte Javi so etwas bei Bayern nachwievor bringen. Thiago und Coutinho wären dann diejenigen, die den Dreiersturm (im Idealfall bestehend aus Coman, Lewandowski und Gnabry) in Szene setzen. Wäre meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Versuch wert. Mit Thiago und Coutinho auf den Achterpositionen wäre mir Javi als Absicherung übrigens lieber als Kimmich. In Sachen physischer Robustheit ist Javi eben eine Macht und diese Komponente braucht man auch, um Dominanz im Mittelfeld zu erzeugen. Selbst Guardiola stellt auf die Sechs einen körperlich robusten Spieler. Bevor er den spiel- und kampfstarken Rodri bekam (quasi die eierlegende Wollmilchsau für einen Sechser und nicht umsonst auch von Bayern beobachtet), gab er sich mit Fernandinho zufrieden, der nicht der Supertechniker ist und somit eigentlich nicht unbedingt prädestiniert erscheint, bei Pep zu spielen. Dennoch braucht man auch solche Spielertypen im Mittelfeld. Das Mittelfeld bei Liverpool ist voll solcher Typen und bei Real hat man auch den bereits erwähnten Casemiro in der Mitte als Prellbock für den Gegner. Auch Kante bei Weltmeister Frankreich ist eher so ein Typ als der Typ Spielgestalter. Die letzten 4 CL-Titel und der Weltmeistertitel wurden also mit einer “Kampfmaschine” auf der Sechs gewonnen. Von daher ist es eigentlich fast verwunderlich, dass ein Trainer wie Kovac, dem defensive Stabilität so wichtig ist, auf der Sechs mit Spielern wie Thiago oder Kimmich agiert.
      Natürlich hat Martinez seine Schwächen mit dem Ball, aber ich denke, man sollte das ähnlich sehen wie bei Lewandowski: man muss die Stärken dieser Spieler einbinden und wenn das nicht gelingt, dann haben nicht unbedingt Martinez oder Lewandowski Schuld, sondern eher der Rest der Mannschaft. Kriegt Lewy keine brauchbaren Bälle und hängt in der Luft, suche ich die Schuld im Regelfall eher bei den Außenspielern und dem offensiven Mittelfeld als bei ihm. Muss Javi einen Spielmacher auf der Sechs geben und zeigt dabei Schwächen, dann hat für mich eher das restliche Mittelfeld und die Offensive versagt. Bei einer Aufstellung mit zwei offensiven Außenverteidigern, zwei offensiven Mittelfeldspielern und einem Dreiersturm sollte es eigentlich funktionieren, dass der Sechser in erster Linie abräumt und nicht Taktgeber für jeden Angriff sein muss.
      Meine Wunschelf sähe deshalb so aus:
      Neuer
      Kimmich, Süle, Hernandez, Alaba
      Martinez
      Thiago, Coutinho
      Gnabry, Lewandowski, Coman

      1. Casemiro Kante Fernandino Rodri sind alle schneller als Bavi vor allem in der Rückwärtsbewegung, dazu sind die alle viel besser am Ball.
        Hast Du gestern Brasilien gesehen?
        Coutinho sehr sehr stark.
        Casemiro hat auch mehr gemacht als auszuputzen im dann Coutinho und Arthur den Ball zu geben.

        Auch die LFC MF Spieler sind zumindest schneller und sogar Milner und Henderson können inzwischen mit dem Ball umgehen.

      2. Kann man so unterschreiben. In den meisten Top-Mannschaften wird das so gespielt.
        Der 6er eigentlich als Abräumer hinter den beiden 8ern.
        Was das bedeutet, hat ja auch unsere NM gegen Frankreich schon erfahren dürfen, wo man sich an einem Kante die Zähne ausgebissen hat. Ein Busquets spielt die Rolle bei Barca, ein Casemiro bei Real und in der PL haben auch fast alle Mannschaften so einen Abräumer.
        Nicht umsonst tun sich andere Mannschaften im Spielaufbau dagegen schwer.

      3. Ich sehe das auch so. Willys Aufstellung wäre für mich die Startelf in Leipzig.

  11. Fazit: “Dieses hohe Maß an Flexibilität und ganz, ganz vielen Möglichkeiten, wo man auch keinen großen Leistungsabfall hat, wenn der eine oder andere Spieler mal verletzt ist, ist ein riesiger Vorteil des neuen Bayern-Kaders. So kann Kovac Spieler auch mal woanders aufstellen, sollte er auf seiner Position nicht spielen. Das ist gut für den Mannschaftsfrieden und das Gemüt des einen oder anderen Spielers. Wenn man sieht, wer gegen Mainz aufgelaufen ist und dann einen Blick auf die Bank wirft, dann ist dieser 18-Kader marzipanös aufgestellt.

    Das ist richtig gut, auch in der Breite. Kovac hat jetzt Möglichkeiten, ohne Ende aufzustellen und Sperren oder Leistungstiefs aufzufangen. Am Ende muss man sagen, dass die Transferperiode doch noch richtig gut ausgegangen ist für die Bayern. Brazzo und Co. haben einen guten Job gemacht, der Kader ist richtig gut aufgestellt.”

    Das ist die Einschätzung von Sky Reporter Torben Hofmann zum aktuellen Kader. Als “marzipanös” würde ich den Kader jetzt nicht betrachten, dafür fehlen mir noch ein spielstarker und robuster Sechser sowie ein Mittelstürmer Backup ala Mandzukic. Aber dass wir letzten Endes einen Kader zusammen gestellt haben, der in der Lage sein sollte, wieder die Bundesliga zu dominieren und auch Potential zumindest fürs CL Halbfinale hat – da gehe ich mit.

    Bin nun gespannt, was Kovac aus seinen neuen Möglichkeiten macht und ob er es am Ende vielleicht doch schafft, die Kritiker (etwas) verstummen zu lassen.

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