Vorschau: Bayerns erster Prüfstein bei RB Leipzig

Justin Trenner 11.09.2019

Drei Spiele, drei Siege, 9:2 Tore, Tabellenführer und somit vielleicht der größte Herausforderer des FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft? Die Rede ist nicht von Borussia Dortmund, sondern von RB Leipzig. Das von Red Bull geförderte Projekt hat sich in den letzten Jahren in der Spitze der Bundesliga etabliert.

Mit Julian Nagelsmann als neuem Trainer und einem Kader, der in seiner Breite womöglich so stark ist, wie er es in der langen Projektgeschichte noch nie war, will das Projekt aus dem Osten der Republik nun den nächsten Schritt gehen.

Titel sollen her. Und so groß die Angriffsfläche des Projekts aus der Perspektive der 50+1-Regelung und der Traditionalisten auch sein mag, so real ist der Anspruch auf Trophäen. Schiebt man all die Abneigung und Kritik aber mal für einen Augenblick zur Seite, zeigt sich in RB Leipzig immerhin ein Bundesligaklub, der mit seinem Geld gute Arbeit geleistet hat. Obwohl das Projekt mehr oder weniger aus dem Nichts und allein durch die Finanzkraft eines Riesenkonzerns den Weg nach oben antrat, sind weder Geschwindigkeit noch Nachhaltigkeit des Erfolgs eine Selbstverständlichkeit.

RB Leipzig: Anschluss an die Spitze?

Eine Vize-Meisterschaft, einmal Platz drei und ein Pokalfinale – auch wenn die Titel bisher ausblieben, kann RB mit seinen ersten drei Jahren im Oberhaus zufrieden sein. Doch in Leipzig ist man sich bewusst, dass sowohl der eigene Anspruch als auch der von Red Bull für die Zukunft ein anderer sein muss.

Dafür will man zunächst den Abstand auf Borussia Dortmund Schritt für Schritt verkleinern, um dann langfristig den FC Bayern angreifen zu können. Auch ein Blick auf die Transferaktivitäten seit der ersten Bundesliga-Saison 2016/17 unterstreicht diese Ambitionen: 257,33 Millionen Euro hat RB Leipzig seitdem ausgegeben, während nur 116,39 Millionen Euro auf der Einnahmen-Seite stehen. Das macht ein Saldo von -140,94 Millionen Euro. Kein anderer Bundesligist hat eine so große Negativdifferenz vorzuweisen.

Bei den Ausgaben ist Leipzig dennoch ein gutes Stück von den Bayern (340,00 Millionen Euro) und Borussia Dortmund (448,94 Millionen Euro) entfernt. Der Rekordtransfer von RB liegt bei 24 Millionen Euro (Naby Keïta, 2016/17 aus Salzburg) – im Vergleich zu Dortmund, die allein im Zeitraum von Leipzigs Erstligazugehörigkeit gleich neun Spieler mit höherer Ablösesumme verpflichtet haben, ist da noch Luft nach oben und zu den Bayern sowieso.

Der nächste Schritt mit Nagelsmann

Es ist aber auch Teil der Strategie, junge Spieler zu verpflichten, die Entwicklungspotential haben und an denen noch nicht das ganz große Preisschild hängt. Hinzu kommt die umstrittene Verbindung zu Red Bull Salzburg, die dem Projekt den einen oder anderen Vorteil gewährt haben dürfte. Doch auch in Leipzig hat man spätestens im zweiten Hasenhüttl-Jahr gemerkt, dass Transfers allein nicht ausreichen, um sich endgültig in der Spitze zu etablieren. Ein enttäuschender sechster Tabellenplatz war die Quittung für ein mangelhaftes Konzept in längeren Ballbesitzphasen.

Nachdem Ralf Rangnick das Übergangsjahr erfolgreich gestalten konnte, wird diese Baustelle nun mit Julian Nagelsmann endgültig angegangen. Der 32-Jährige schaffte es in Hoffenheim, eine noch vor gar nicht allzu langer Zeit vom Abstieg bedrohte Mannschaft nach Europa zu führen. Zwar verfügt auch die TSG über andere finanzielle Möglichkeiten als die meisten Bundesligisten, doch es hinterließ Eindruck, dass Nagelsmann den sportlichen Erfolg nicht mit den ganz großen Transfers, sondern mit seinen Fähigkeiten als Trainer erreichte.

In Leipzig soll ihm selbiges auf anderem Niveau gelingen. Er wird als das womöglich entscheidende Puzzleteil gesehen, das RB zum Titelkandidaten machen soll. Auch wenn Bayern und Dortmund die Favoriten sind, sieht man sich als die Mannschaft, die letztendlich als lachender Dritter aus dem Titelrennen hervorgehen könnte, wenn die anderen schwächeln. Der Saisonstart war dahingehend schon mal vielversprechend.

31 Prinzipien für ein einfach komplexes Spiel

Nagelsmann passt auch deshalb wunderbar in die sportliche Zukunft des Projekts, weil er immer nach den höchstmöglichen Zielen greift und daraus keinen Hehl macht. Dafür überfordert er seine Spieler beinahe tagtäglich im Training, um sie an ihre Leistungsgrenze zu bringen. Als Sandro Wagner unter Nagelsmann in Hoffenheim spielte, sagte er über seinen Trainer: “Neu für mich war, dass er Fußball wie ein Baukastensystem anlegt. Er nimmt das an sich komplizierte Spiel, zerlegt es in unterschiedliche Passagen, übt sie und setzt sie nach und nach zusammen.” Auf die Frage, wie kompliziert für ihn die vielen Umstellungen während des Spiels gewesen wären, antwortete Wagner aber: “Nee, wir haben es schließlich geübt.”

Vielleicht fasst das schon die größte Qualität und gleichzeitig das größte Missverständnis rund um Nagelsmann zusammen: Einerseits ist er jemand, der selbst eine große Lern- und Entwicklungsbereitschaft in allen Bereichen zeigt und das auch von seinen Spielern fordert. Er ist gewissermaßen auch ein Nerd, der fast schon versessen auf Details achtet. Andererseits scheint sein Umgang mit den Spielern ein entscheidender Pluspunkt zu sein. Nagelsmann kann die Komplexität des Fußballs auf einer unkomplizierten Ebene vermitteln. Auf 35 bis 40 Prozent schätzt der Trainer den Anteil, den Taktik maßgeblich bestimmt. Der Rest sei Menschenführung. Und genau diese Balance macht seine Mannschaften so flexibel und stark. Sie setzen auf dem Platz nicht nur verschiedene Systeme und Anweisungen um, sie verstehen auch, warum sie das tun und profitieren dabei von einer guten Beziehung zum Trainer.

Obwohl die Saison erst begonnen hat, ist das auch schon in Leipzig zu spüren. Nagelsmann gab noch als Trainer in Hoffenheim einmal zu Protokoll, dass seine Idee von Fußball auf 31 Prinzipien beruhe, die bei der Umsetzung auf dem Platz helfen sollen. Darunter die bewusste Vermeidung des direkten Zweikampfes, insofern es denn möglich ist. Nagelsmann möchte, dass seine Spieler Fehlpässe des Gegners erzwingen, weil ihm die Duelle um den Ball zu viele Zufälligkeiten mitbringen. Schon bei der Art und Weise der Balleroberung sollen die Aktionen mit dem Ball möglichst gut vorbereitet werden. Ein Punkt, der auch von den Bayern am Wochenende höchste Konzentration abverlangen wird. Nicht jeder offene Raum ist eine Einladung des Gegners, die angenommen werden sollte. Nagelsmann ist ein Tüftler, der gerne Pressingfallen stellt.

Die Nagelsmann-Rauten

Auch das Prinzip der Breite, das vorsieht, dass seine Mannschaft so breit wie nötig, aber nicht so breit wie möglich auf dem Spielfeld positioniert ist, ist in Leipzig bereits zu erkennen. Nagelsmann fokussiert lieber das Spiel durch die Mitte oder die Halbräume und braucht dafür eine engere Grundformation. Darüber hinaus hilft das Prinzip dabei, die Abstände beim Gegenpressing möglichst gering zu halten, ohne sich dabei den eigenen Raum in Ballbesitz zu stark zu verengen. Die Flügelpositionen sind deshalb auch häufig nur einfach besetzt. Für den Spielaufbau nutzt Nagelsmann Rauten, wie anhand des Beispiels gegen Eintracht Frankfurt zu sehen ist:

Die Rauten helfen den Spielern, ein weiteres Prinzip umzusetzen: Den Ball lieber diagonal als vertikal oder quer spielen, weil das für den Gegner schwieriger zu verteidigen ist und andere Winkel bespielt werden können. Außerdem entstehen durch die Rauten häufig Überzahlsituationen, in denen RB sich von hinten flach nach vorne kombinieren kann.

Durch die 1-2-Staffelung im Angriff (siehe Grafik oben) und eine ungünstige Einbindung der Leipziger Achter gelang es Frankfurt aber immer wieder, den Spielaufbau entscheidend zu stören. Die beiden Angreifer variierten geschickt zwischen Manndeckung der Halbverteidiger und Zustellung der Passwege zu den manchmal abkippenden Achtern. Außerdem nahm Daichi Kamada seinen Gegenspieler Diego Demme im Mittelfeld sehr gut aus dem Spiel. Leipzig kam so nie zu klarer Spielkontrolle und hatte auch Probleme, das starke Angriffsduo bestehend aus Yussuf Poulsen und Timo Werner einzubinden. Setzt Nagelsmann wieder auf ein 3-1-4-2, könnte Bayern von Frankfurt lernen und aus seinem 4-1-4-1 heraus die Flügelspieler auf Leipzigs Halbverteidiger ansetzen, während ein Achter sich um den Sechser kümmert. Die anderen beiden zentralen Mittelfeldspieler wären dann für die Blockierung der diagonalen Passwege zuständig.

So könnte eine mögliche Grundausrichtung gegen Leipzig aussehen. Wobei Coutinho aufgrund seiner langen Reise noch fraglich sein dürfte.

Gegen Hoffenheim nutzte Bayern Anfang des Jahres ähnliche Mechanismen gegen Nagelsmanns Fußball und war damit zumindest eine Halbzeit lang sehr erfolgreich. Das hohe, mannorientierte Pressing im Zentrum zwang Hoffenheim immer wieder zu Chipbällen auf die Flügelverteidiger, wo Bayern dann mit mindestens drei Spielern direkten Zugriff hatte. Auch gegen Hertha am ersten Spieltag nutzten die Münchner Pressingfallen auf den Flügeln.

Leipzig gegen Bayern: Schlüsselduell im Mittelfeld

Gegen Union und Gladbach zeigte Leipzig im Spielaufbau jeweils bessere Leistungen als gegen Frankfurt. Gerade die Besetzung des Zwischenlinienraums und das für Nagelsmann typische Zick-Zack-Spiel in die Offensive (Beispiel: Vom Zentrum diagonal in den Halbraum und von dort wieder diagonal ins offensive Zentrum) funktionierten schon sehr gut. Auffällig war zudem, dass das Pressing in allen bisherigen Partien im Vergleich zu den Vorjahren etwas vorsichtiger und dosierter ablief. Zwar hatte Leipzig durchaus auch Phasen des Angriffspressings, doch gerade die Abstände zwischen Mittelfeld und Angriff waren hier mitunter sehr groß.

Gegen Bayern dürfte deshalb ein Beobachtungsschwerpunkt darauf liegen, wie kompakt Leipzig verteidigen kann. Die Spiele der Münchner gegen Hertha und Mainz zeigten, dass der amtierende Meister Geschenke im Zwischenlinienraum anzunehmen weiß. Probleme hat die Mannschaft von Niko Kovač hingegen, wenn das Zentrum vom Gegner dicht und geschlossen verteidigt wird.

Wenn Nagelsmann bei seinem 3-1-4-2 bleibt, dürften die Voraussetzungen dafür recht gut sein. In einem höheren Mittelfeldpressing könnte Leipzig sowohl im Zentrum als auch in der Breite die bisher typischen Mechanismen im Bayern-Spiel gut verteidigen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei vor allem im Mittelfeldzentrum.

Eine mögliche Ausrichtung der Leipziger gegen den Ball.

Eine für beide Mannschaften entscheidende Frage ist, wie gut Thiago ins Spiel der Bayern eingebunden ist. Für Leipzig käme es im 3-1-4-2 darauf an, wie das vordere Viereck Manndeckung mit Raumdeckung ausbalanciert. Thiagos Passwege nach vorn sowie seine generelle Verfügbarkeit für die Aufbauspieler müssten durch entsprechende Bewegungen der vier Pressingspieler eingeschränkt werden. Das gilt auch für das in Gladbach praktizierte 4-4-2, wobei hier die Rolle der Sechser im Nachschiebeverhalten auch nochmal wichtig wäre, um die weiteren Mittelfeldspieler der Bayern einzuschränken:

Eine Leipziger Alternative zum 3-1-4-2: Das 4-4-2.

Bayern wiederum muss die von Leipzig gewollte Isolation Thiagos verhindern, indem die beiden Achter ihre zuletzt großen Abstände zum eigenen Sechser verkleinern und/oder die Außenverteidiger sich klug und unterstützend in Ballnähe bewegen – beispielsweise durch ein höheres Einrücken als Alaba es auf Schalke praktizierte. Thiago sollte nicht dazu gezwungen werden, zwischen die Innenverteidiger abzukippen. Stattdessen sollte er als Zwischenstation dienen, um den Ball in die Zwischenräume der jeweiligen Leipziger Formation zu bekommen.

Eine Möglichkeit für den FC Bayern, um Leipzigs Pressing zu umspielen.

An dieser Grafik lässt sich ganz gut zeigen, warum das 4-4-2 aus Perspektive der Leipziger vielleicht sogar besser ist. Rücken Alaba und Kimmich nicht so stark ein, was zu erwarten ist, haben sie mit zwei Halbraumspielern eine 6-gegen-5-Überzahlsituation im Zentrum. Im 3-1-4-2 fehlt ein Spieler. In beiden Fällen wäre es für Bayern wichtig, das Zentrum durch kluge Bewegungen der Außenverteidiger und der Achter für die jeweilige Situation adäquat zu besetzen. So würde man in Leipzigs Grundformation auch einige Momente provozieren, die schnelle Entscheidungen erfordern: Wie hoch verteidigen die Außenverteidiger, wenn Gnabry oder Coman sich situativ fallen lassen? Wie tief verteidigen sie, wenn Bayern sie in der eigenen Hälfte bindet? Und wie positioniert sich das Leipziger Mittelfeld, wenn das Mittelfeld der Bayern enger steht? Jede provozierte Entweder-oder-Entscheidung hilft dabei, Leipzig zu destabilisieren und Räume zu öffnen. Wichtigste Prämisse ist dabei aber auch, dass der Ball in den eigenen Reihen läuft und nicht leichtfertig hergegeben wird.

Es gibt neben den Außenverteidigern und den Achtern aber noch einen weiteren Lösungsansatz, den sich Bayern von Manchester City abschauen könnte: Manuel Neuer stärker ins eigene Aufbauspiel einbinden. Es ist auffällig, dass der 33-Jährige gerade in höheren Spielfeldzonen keine Rolle mehr spielt. Dass er das aber kann, steht außer Frage. Mit Neuer als zentrales Dreierkettenglied bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten, die über eine einfache Rautenbildung mit Thiago hinausgehen.

Eine stärkere Einbindung des Torwarts als Lösung?

Die Grafik soll eine potenzielle Halbraumüberladung darstellen. Durch die Bewegungsabläufe werden Leipzigs Spieler vor Entscheidungen gestellt: Verschieben sie ebenfalls stark ihre rechte Seite, um die 5-gegen-4-Unterzahl auszugleichen und öffnen somit beispielsweise Raum für Kimmich auf der anderen Seite? Oder lassen sie die Bayern dort in Überzahl? Die Bayern nutzen den potenziellen Überzahlvorteil Neuers deutlich zu wenig aus. Zumal der Kapitän gerade in diesem Bereich für eine Revolution des Torwartspiels stand und sich hier maßgeblich von fast allen anderen Torhütern der Welt abhebt.

Standortbestimmung für beide Mannschaften

Zum Saisonstart sind es aber nicht nur die Bayern, die Probleme damit haben, ihre Gegner über die volle Distanz zu kontrollieren. Auch Leipzig hatte Schwierigkeiten, mit Frankfurt und Gladbach aber auch zwei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel der vergangenen Saison als Gegner. Hertha (11.), Schalke (14.) und Mainz (12.) können das nicht von sich behaupten. Während RB alle neun Punkte holte, scheiterten die Bayern am eigenen Unvermögen gegen Hertha.

Vielleicht ist das Spiel genau deshalb auch eine größere Standortbestimmung für den Rekordmeister als für die Elf von Nagelsmann. Leipzig hat seine ersten kritischen Momente auf vermeintlicher Augenhöhe überstanden. Doch auch für RB und Nagelsmann wird das Top-Spiel am Samstagabend eine andere Hausnummer sein. Zumal für sie die Chance besteht, den Abstand auf den amtierenden Meister auf fünf Punkte zu erhöhen.

Erstmals wird sich zeigen, ob Leipzig schon jetzt in der Lage ist, seine Ambitionen zu unterstreichen. Auch wenn die neuen Ansätze von Trainer Nagelsmann noch ein wenig Zeit brauchen werden, scheint die Mannschaft bereits jetzt ein gutes Niveau zu haben. Den Bayern dürfte ein frühes Kräftemessen mit Leipzig aus zweierlei Sicht gelegen kommen: Einerseits wird der starke Gegner offenbaren, wie groß die aktuellen Probleme im Mittelfeld sowie der Offensive und wie stark das eigene Pressing wirklich sind. Auf der anderen Seite dürfte Leipzig in einigen Wochen noch schwerer zu bespielen sein – gerade auswärts.

Drei Spiele, drei Siege, 9:2 Tore, Tabellenführer und somit vielleicht der größte Herausforderer des FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft? Schon am Samstag kann Leipzig das Fragezeichen durch ein erstes dickes Ausrufezeichen ersetzen. Doch wie schwer es ist, die Bayern zu stürzen, weiß Leipzig nicht erst seit dem letzten Pokalfinale. Denn neben aller taktischen Feinheiten, die am Wochenende eine gewichtige Rolle spielen werden, haben die Münchner eine ganz besondere Qualität, wenn die großen Spiele anstehen. Und die macht das erste echte Top-Spiel der neuen Bundesliga-Saison umso reizvoller.

Vorschau-Tippspiel

Im Vorschau-Tippspiel tippe ich den gesamten Bundesliga-Spieltag. In unserer Kicktipp-Gruppe könnt ihr euch mit mir und allen anderen messen. Der oder die GewinnerIn der Kicktipp-Runde bekommt von mir ein signiertes Exemplar Generation Lahmsteiger.

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Spieltagssieger

Spieltag 3 entschied Jona_Brauni mit 17 Punkten für sich. Mit 8 Punkten konnte ich mal wieder richtig überzeugen. Die mir schon jetzt enteilte Top 5 sieht wie folgt aus:

  1. Robert – 52 Punkte (0 Spieltagssiege)
  2. Sk1972 – 51 Punkte (1 Spieltagssieg)
  3. Suppenkasper – 51 Punkte (0 Spieltagssiege)
  4. Christian – 50 Punkte (0,33 Spieltagssiege)
  5. Olorin – 49 Punkte (0,33 Spieltagssiege)

Meine Position: Platz 156 – 33 Punkte (0 Spieltagssiege)

So läuft es gegen RB Leipzig …

Bayern wird gut in die Partie kommen, aber auch viele Phasen haben, in denen es wild wird. Leipzig weiß die Schwächen der Gäste zu nutzen und erspielt sich einige sehr gute Chancen. Auch die Bayern werden aber zu ihren Gelegenheiten kommen. Trotz ausgeglichener Expected-Goals-Werte sind die Münchner etwas abgezockter und nehmen einen leicht schmeichelhaften 2:1-Erfolg aus Leipzig mit.

So könnte Bayern spielen …

4-3-3: Neuer – Kimmich, Süle, Hernández, Alaba – Thiago – Tolisso, Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

Es fehlen: Leon Goretzka – Coutinho könnte nach seiner langen Länderspielreise aber erstmal auf der Bank sitzen.

So läuft der Spieltag …

Düsseldorf 1:2 Wolfsburg
Köln 1:1 Gladbach
Union 1:2 Bremen
Dortmund 3:2 Leverkusen
Augsburg 1:2 Frankfurt
Mainz 1:2 Hertha
Leipzig 1:2 Bayern
Hoffenheim 2:1 Freiburg
Paderborn 1:2 Schalke



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Interessant finde ich die Aussage, dass Taktik 35%-40% ausmachen und der Rest Menschenführung ist. Bei Kovac ist der Taktikanteil vermutlich niedriger anzusiedeln, was jetzt aber per se nicht unbedingt schlechter sein muss. Allerdings ist Nagelsmann bisher stets erfolgreich und hatte mir eigentlich gewünscht dass er bei uns aufschlägt. Aber was nicht ist kann ja noch werden, vielleicht ergibt sich übernächste Saison die Gelegenheit. (zwei Jahre wird er wohl mindestens bei den Dosen bleiben)

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    1. Wenn ich mir anschaue wie Kovac durch die Mangel gedreht wurde, dann finde ich es deutlich besser dass Nagelsmann eine Option für die Zukunft bleibt.

      Menschenführungsfähigkeiten hin oder her – er ist einfach noch verdammt jung und Bayern wäre für ihn zu früh gekommen.

      Da passt Leipzig doch deutlich besser als nächster Schritt seiner Entwicklung: viele junge Spieler, nicht annähernder Erfolgsdruck wie in München und trotzdem kann er jetzt zeigen, was er mit einer besser besetzten Mannschaft als Hoffenheim leisten kann.

  2. Kann mir nicht vorstellen das Tolisso spielt nach den sehr schwachen Auftritten.

    Neuer
    Kimmich Suele Lucas Alaba
    Javi Thiago
    Coman Mueller/Cou Gnabry
    Lewa

    Wir gewinnen 1:2

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    1. Ich befürchte, wie werden Perisic öfter sehen, als mir lieb ist.

      1. Er müsste eigentlich wieder so beginnen wie im letzten Spiel dh mit Kimmich auf der 6 und Thiago Müller/Coutinho davor aber denke nicht das er es macht.

  3. Tolisso soll wohl (zumindest beim ersten Spiel) in der EM Quali überzeugt haben.

    Ich würde aber auch eher auf Javi auf der Sechs tippen. Coutinho wird wohl wegen der Reise über den Teich keine Option von Beginn sein :-(

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    1. Kann ich mir auch vorstellen. Vielleicht ist Martínez wieder der Staubsauge für Spiele, in denen Bayern Augenhöhe erwartet. Wie das dann auf dem Platz aussieht, wird man sehen müssen. Habe da meine Bedenken.

      1. Bezüglich der Offensive kann ich deine Skepsis gut verstehen. Aber vor allem wegen seiner körperlichen Präsenz und Physis ist Javi halt mal derjenige, der in unserem Kader den Staubsauger am zuverlässigsten geben kann. Zudem ist er auch der einzige, der vollkommen zufrieden ist, wenn er defensiv den Laden zusammenhält und nach vorne nicht unbedingt Akzente setzen kann. Da sehe ich bei Kimmich und auch bei Thiago die größten Sorgen, weil sie sich mit einer eher defensiv ausgerichteten Interpretation der Sechserrolle unterfordert fühlen könnten bzw. vielleicht meinen, sie könnten Dinge, die man in einem Heimspiel gegen Mainz machen kann auch gegen gute Gegner ausprobieren. Thiagos Auftritt beim Supercup in Dortmund war da für mich ein warnendes Beispiel. Natürlich sind alle Mittelfeldspieler in unserem Kader technisch versierter als Javi und können dementsprechend dem Offensivspiel mehr Impulse verleihen. Aber da sollte man sich auch mal fragen, ob es nicht reichen muss, wenn man zwei offensive Außenverteidiger, zwei eher offensiv orientierte Achter und einen Dreiersturm aufbietet. Kann ein Sechser dann nicht einfach auch mal in erster Linie für defensive Stabilität sorgen? Eine solche Ausrichtung mit Kante als Abräumer hat zumindest Frankreich nicht daran gehindert Weltmeister zu werden und auch bei Real hat man mit Casemiro drei Mal in Folge die CL gewonnen. Als so viel bessere Fußballer als Javi sehe ich diese beiden Spieler auch nicht gerade.

  4. Die Positionierung von Neuer ist ja taktikbedingt zwingend. Klar spielt Pep anders und verdichtet das Spielfeld extrem so dass der keeper aufrücken bzw den Spielaufbau übernehmen muss. Peps Nachfolger alle aber nicht. Klar verliert man so 0,5 Mann im aufbauspiel. Ich denke, die tiefere Position macht sein Spiel auch mit dem Ball aber sicherer. Er wirkt (gerade nach seiner Verletzung wieder) wie ein sehr guter (klassischer) Keeper mit einer exzellenten ballverarbeitung.
    Er hat es geschafft als die ganze Nation sein Spiel kritisiert hatte und die Medien seine Absetzung forderten (das als Kapitän und Weltmeister), seinen größten Konkurrenten vergessen zu lassen. Wirklich keiner fordert heute noch Ter Stegen, den nächsten welttorhüter (BTW).
    City . Long Story Short: gegen schwächere Gegner reichen mir die 10 Feldspieler, gegen starke Gegner ist mir ein Neuer, der so spielt, wie es seiner primären Aufgabe (Torwart) entgegen kommt, lieber; auch wenn Neuers Spiel früher natürlich revolutionär die war und einen Typus geprägt hat. Och weiß auch gar nicht ob er das noch könnte.
    Ich denke übrigens unabhängig vom Spielausgang, dass RedBull diese Saison den BVB macht und 2. wird.

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    1. Gegen Liverpool im Hinspiel meine ich mich zu erinnern, dass Neuer ziemlich stark eingebunden wurde, da wurde munter 4 gegen 3 innerhalb des eigenen 16er gespielt.

      1. Das meine ich ja, da stand er aber quasi auf der Linie. Was im Artikel und Podcast angesprochen wird ist dass Neuer nicht mehr als erster Aufbauspieler / Libero agiert. Gerade das Hinspiel wie wir das Feld bis auf die eigene torauslinie erweitert haben war spektakulär, neuer ballsicher auf einem neuen Level, aber die Mannschaft selbst kam ja nie über die Mittellinie raus, da wo neuer früher (gegen leichtere Gegner) stand und fast schon das Angriffsspiel organisiert hat.

      2. Die Frage ist ja immer die der Einbindung. Unter Kovač könnte es sein, dass ein zu hohes Spiel zu risikoreich ist. Da gebe ich euch recht. Aber auch am eigenen Strafraum wird mir Neuer zu selten als Libero eingebunden. Seine Qualitäten sind so riesig, dass ich mir da mehr Mut wünschen würde. Wenn Ederson das kann, kann Neuer es dreimal.

      3. Das hängt ja nicht nur von den Fähigkeiten Edersons oder Neuers ab, sondern von der taktischen Einbettung dieser.

        Was hilft ein Neuer, wenn die Bewegungen bzw Positionierungen nicht klappen und er keine Anspielstationen hat?

    2. Wirklich keiner fordert heute noch Ter Stegen? Sehr viele sehen den Bedingungslosen Festhalt an Neuer in der Nationalmannschaft kritisch. Keiner spricht Manuel Neuer ab, einer der weltbesten Torhüter zu sein. Auf der Linie und am Ball ist Ter Stegen jedoch bei aller möglichen Objektivität Neuer eine Nasenspitze voraus. Die Wahl Neuers als DFB Torhüter erfolgt aufgrund seiner Persönlichkeit auf dem Platz und in der Kabine und nicht qus sportlichen Gesichtspunkten. Ganz klar nachvollziehbare Entscheidung, jedoch unumstritten ist sie jedoch bei weitem nicht.

  5. GestrandetinBerlin Seite 11.09.2019 - 21:41

    Kompliment an der Stelle an Podcast und Beitrag. Was ich ganz besonders cool derzeit finde ist, dass sich manche Themen wie n roter Faden durch Beiträge ziehen. Wie z.B. jetzt der Punkt mit dem Torwartspiel im Beitrag und Podcast und das im Zusammenhang mit dem Spielaufbau des Mittelfelds. Dadurch finde ich schafft ihr es gerade super, die Diskussionen Schritt für Schritt auf eine höhere Ebene zu bringen.
    Zum Torwartspiel konkret: das Risiko scheint mir ja jetzt nicht unbedingt niedriger zu sein, einen Ball zu verlieren, wenn Neuer 2 oder 20 Meter vor dem Tor steht. Von daher wäre das ja schon eine relativ simple Lösung um leichter eine Überzahl zu kreieren.
    Ich versuche derzeit aber selber noch zu verstehen, inwiefern Kovac dieses Loch im Mittelfeld will oder zumindest in Kauf nimmt. Aber selbst dann sollte ein isolierter 6er ja schlecht sein.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Vorschau ist wirklich überragend. Kompliment an Justin. Vielen Dank für die tiefen Einblicke.

      1. Ich danke euch! Letztes Semester blieb mir die Zeit etwas weg, die ich im Moment habe. Mal sehen, wie lange ich die Qualität so aufrecht erhalten kann, aber mir macht es ja auch selbst mehr Spaß, wenn ich so ins Detail gehen kann.

        Was die Löcher betrifft: Ich denke, dass Kovač sich davon eine höhere Direktheit und ein schnelleres Spiel in die Spitze erhofft. Inklusive eines guten Gegenpressings in der Offensive. Leider führt es aber auch zu beschriebenen Problemen. Er sucht ja offensichtlich selbst nach Lösungen (4-2-3-1; einrückender Alaba), aber die richtige Balance hat er immer noch nicht gefunden.

    2. Die Spieleröffnung bzw. -aufbau ist ein Problem seit Anc.
      Das Team hat peu-a-peu die einstudierten Abläufe verlernt bzw die neuen Spieler nie wirklich erlernt.
      Der richtige Bruch kam mit dem Abschied von Lahm und Alonso die den ping pong Fussball von Anc noch einigermaßen ordnen konnten aber auch damals waren die Abstaende schon oft zu gross bzw die Spielkontrolle zunehmend obsolet.
      Dazu kam mmn das mit Hummels ein Spieler gekauft wurde der oft total entgegengesetzte Auffassungen hatte wie die anderen Spieler.

      Wichtig ist auch das was angesprochen wurde je nach Situation flexibel agiert wird.
      Wenn die Gegner also heute auf Thiago bzw früher auf Alonso gingen es einen klaren Plan gibt alternativ zu eröffnen um dann den Quarterback wieder einzubinden.
      Oder einfach mal den langen Ball der IV auf die AS oder Lewa.
      MMn ist noch zu wenig Bewegung bzw unabgestimmtes Pass und Laufspiel.
      Oft gibt es die richtige Idee aber weil dann mind ein Mitspieler nicht mitmacht muss wieder abgebrochen werden oder es gibt den Ballverlust.
      Wie schon so oft angesprochen muss die 6 von den AV und den 8ern permanent unterstützt werden und mind immer 2 der 4 anspielbar sein.
      Goretzka Tolisso Müller Sanches versteckten sich viel zu oft im Deckungsschatten bzw haben sich auch nicht gut in die Halbräume bewegt wenn der Ball mal lang auf die AS kam und diese dann wieder gezwungen waren auf die AV oder IV zurück zu spielen. James konnte es ansatzweise.
      Man kann nur hoffen das Coutinho bald dieses Manko lösen kann.
      Ich glaube nicht das der Trainer absichtlich einen zu großen Raum im ZM entstehen lassen will. Eher ist es so das er es nicht versteht die Abläufe so einzustudieren das die Spieler zum richtigen Zeitpunkt Räume besetzen bzw Räume freimachen und das ganze Pass und Laufspiel sich dahingehend automatisiert das die Spieler insgesamt mehr Vertrauen in das Geschehen haben. MMn stehen wir auch immer noch zu tief.
      Mit Lucas haben wir wieder einen schnellen intelligenten IV der das Spiel eröffnen kann wie Boa in besten Tagen.
      Habt Ihr Euch mal überlegt wie es aussähe wenn Lucas auf der 6 spielte?

      Neuer
      Kimmich Suele Pavard Alaba
      Lucas
      Thiago Coutinho
      Gnabry Lewa Coman

      1. Hernandez auf der 6?
        Nicht uninteressant. Würde ich schon des Gedankens wegen gerne mal sehen.
        Aber jetzt dürfte nicht die Zeit für Experimente sein.

  6. @ Justin: Danke für die, die mal wieder, sehr fundierte Vorschau in Sachen Taktik und mögliche Spielsysteme.
    Man wünscht sich schon fast, dass Kovac hier mal mitlesen würde… ;-)

  7. Hey Justin,

    gibt es eigentlich noch eine Möglichkeit beim Tippspiel einzusteigen und das Feld von hinten aufzurollen? Es heißt bei mir nämlich, die Gruppe sei voll (als Fehlermeldung)

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich schaue mir das heute Abend mal an und eröffne notfalls noch eine zweite Gruppe, in der du dann womöglich erstmal alleine tippen müsstest, wenn die andere voll ist. eine andere Option sehe ich nicht.

      1. Hahaha das klingt ja richtig traurig, also so wichtig ist es nicht. Ich dachte, du hättest als Admin womöglich die Option, die Gruppe zu vergrößern. Wenn nicht, isses wurscht

    2. @Justin

      Bei einer zweiten Gruppe wäre ich auch dabei :D

      Da sind es schon zwei ;)

    3. Habe ein paar Inaktive rausgelöscht. Habt also jetzt wieder Platz.

  8. Mir ist das hier ein bisschen zu viel Wunschdenken.

    1. Probleme in Positionsspiel und Spielaufbau werden sich wohl kaum in einen Spitzenspiel von heute auf morgen wegwischen lassen. Zumal Coutinho wohl eher erst mal draußen bleiben wird und Cuisance noch kein Faktor ist.

    2. Was darf am Samstag auf keinen Fall passieren? Ja genau, Bayern darf auf keinen Fall verlieren. Denn das hieße +5 Punkte für RasenBall und Kovac-Diskussion 2.0. Darauf hat naturgemäß keiner Bock. Kovac wird das Spiel defensiv vorausdenken. Vielleicht sogar mit Dreier-/Fünferkette (was dem Spielaufbau den Rest geben könnte). Werner wird “on fire” sein – wie wird man den aus dem Spiel nehmen?

    3. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Perisic beginnt und Gnabry erst mal draußen bleibt.

    4. 1:1 oder gar 0:0 – ein Bayernsieg würde mich absolut überraschen.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wie das so klappt, wenn man Spiele auf Augenhöhe in München defensiv denkt, sah man ja gegen Liverpool. Ich lasse mich dahingehend gerne überraschen, glaube aber nicht, dass Bayern erfolgreich sein wird, wenn sie das Ding aus der Defensive heraus angehen wollen.

      1. Oder das Hinspiel beim BVB, zweite Halbzeit.

        Allerdings gibt es eine neu formierte Innenverteidigung.

        Wie jeder Trainer (incl. Heynckes, vielleicht außer Pep und Bosz) wird Kovac erst mal eine bombenfeste Abwehr errichten wollen. Das ist jedenfalls meine Erwartung an das Spiel.

      2. Gegen Liverpool? Zumindest das Hinspiel wurde fast einhellig gefeiert (auch hier im Blog).
        Davon abgesehen glaube ich allerdings sowieso kaum, dass Kovac gegen Leipzig den Bus vorfährt.

      3. Im Kontext des gesamten Achtelfinals war Bayern auch im Hinspiel mMn zu mutlos. Sie konnten sich sogar glücklich schätzen, in der zweiten Halbzeit nicht 2-3 Gegentore kassiert zu haben. Die ersten 20-30 Minuten waren stark, danach kam kaum noch was.

      4. Bus vorfahren? Sicherlich nicht. Verbesserungen im Ballbesitzspiel in diesem Spitzenspiel? Ausgeschlossen. Er wird das machen, was er gegen respekteinflößende Gegner bisher auch gemacht hat: Möglichst viele Spieler hinter dem Ball, tiefe Außenverteidiger, Unterzahlangriffe, Thomas Müller. Daher rechne ich auch fest mit Pavard als Rechtsverteidiger und Kimmich im Mittelfeld.

      5. @Ju
        Kannst du mal nen Gang runterfahren mit deinem Kulturpessimismus? Jetzt hab ich schlechte Laune und fühl mich ein bisschen traurig…

      6. Hoffentlich stellt Kovac wieder auf zwei 6er um. Mit einem 6er ist sowohl die Spielanlage nach vorne schwach (riesige Lücken nach vorne zu den 8ern und Flügeln)- und wir sind zudem konteranfälliger. Wenn Thiago als zweiter 6er spielt, ist er sowieso meist eher 8er, weil er sich doch häufig nach vorne orientiert. Da kann er dann auch der Verbindungsspieler nach vorne sein. Und Martinez spielt dann den echten Abräumer. Wenn es der Spielverlauf erfordert, kann man ja Martinez noch durch Tolisso ersetzen. Aber eine Niederlage darf absolut nicht geschehen. Dann sind es schon 5 Punkte Abstand nach 4 Spieltagen. Und die englischen Wochen, in denen wir die Spielanlage nicht entwickeln können, kommen ja erst jetzt. Bis jetzt war ja das Privileg des Trainers, dass er die Mannschaft eine komplette Woche auf ein Spiel vorbereiten konnte (und auch noch die komplette Vorbereitung hatte). Kimmich soll bloß AV bleiben, denn vergleichbare 6er haben wir genug – er ist nicht wirklich stark genug auf der Position und fehlt zugleich mit seiner Offensivpower auf außen. Leider war in der Hinsicht der Start von Pavard mit seinem Tor eher schädlich, denn er gefällt Kovac ja sehr (da er viel defensiver denkt als Kimmich) und hat nun auch noch Scorerpunkte gesammelt, obwohl er das sonst ja eher nicht tut. Meine Wunschformation:
        Neuer – Alaba, Hernandez, Süle, Kimmich – Thiago, Martinez – Coman, Müller, Gnabry – Lewandowski. Coutinho kann dann später kommen (vermutlich ist er noch etwas müde; zudem hat er bisher auch noch nicht überzeugt). Aber vermutlich wird Pavard wie AV spielen, Kimmich auf der 6 und Martinez guckt zu.

  9. danke justin für die gelungene taktik-analyse! die parallelen zu peps system sind bei dir ja kaum übersehbar (neuer im aufbau einbinden, einrückende außenverteidiger), aber ich fürchte, dass dies bei kovac nur wunschdenken bleiben wird und wir am samstag wieder das mittelfeldloch bewundern dürfen, auf das sich nagelmann bestimmt schon freut…

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    1. Nagelsmann sucht immer noch.

  10. Zunächst mal Danke für die Vorschau.

    Ich glaube, dass Martinez mit Thiago auf der Doppel 6 spielen wird. Also ein 4-2-3-1, bei dem Thiago den etwas offensiveren Part übernehmen wird. Hat Kovac Leute Saison ja immer gg die stärkeren Gegner gemacht. Für Coutinho dann wohl Müller…
    Oder gar Martinez und Tolisso auf der 6 und Thiago auf der 10.
    Egal…
    Jedenfalls glaube ich, dass Kovac es wesentlich vorsichtiger und defensiver angeht.
    Grundsätzlich glaube ich, dass es dieses Mal nicht reicht. Tippe auf 2:1 RaBa…

  11. Man sollte sich nicht darauf verlassen das Nagelsmann das ernst meint.
    Paulson ist da gefährlicher

    Darauf hofft auch Trainer Julian Nagelsmann. Der 32-Jährige traut seinem Schützling viel zu. “Er ist in der Lage, Bayern München sehr, sehr wehzutun”, sagte Nagelsmann am Donnerstag. Werner habe einen “sehr befreiten” Eindruck gemacht und werde ein “wichtiger Faktor”.

  12. Dachte, Kimmich wär dein Traum-Sechser?

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    1. Auf mich bezogen? Meine Wunschrolle für ihn ist die Lahm-Rolle von 2015/16. Da wäre er beides.

  13. […] Vorschau: Bayerns erster Prüfstein bei RB Leipzig | Justin […]

  14. Super Vorschau, danke dafür! Wie Leipzig sich mit Nagelsmann entwickeln wird, ist für mich eine der spannendsten Fragen der laufenden Saison, mal abgesehen davon, wie sich Bayern präsentiert.

  15. Kommentar zu RBL und 50+1

    Mmn wäre es sehr gut für die Buli aber auch für den FCB wenn Mateschitz bei EBL mal Ernst macht und genauso investiert wie bei der F1.

    Dh wenn er um Rahmen der FFP maximal agiert. Das gleiche gilt für Bayer.

    Die 50+1Regel unterdrückt seriöses Langfristinvestment und lockt nur zweifelhaftes Invest wie bei 1860 und jetzt bei Hertha.

    Clubs wie HSV VFB Köln SGE würden enorm von einem massiven Investment eines seriösen Investors profitieren und damit die gesamt Liga.

  16. Oweia, Kimmich gegen Leipzig auf der Sechs :-(

    Das wird doch hinten und vorne nix …..

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    1. Finde Kimmich auf der 6 verschenkt. Zumal es – wie im vergangenen Spiel – mit Thiago nicht klappt. Wie Pest und Cholera.

      Aber das musss Kovac vermutlich noch 5 weitere Spiele ausprobieren, bis ein Umdenken stattfindet.

  17. Phantastisch das der Trainer endlich eingesehen hat das Kimmich auf der 6 die beste Option ist.
    Ein sehr sehr gutes Spiel mit Thiago in der Zentrale bis auf die kleinen Aussetzer die normalerweise nicht in die Waagschale kommen wenn man vorne die Dinger macht. 3-4 Tore hätten es sein müssen.

    Thiago Kimmich sind jetzt die etablierten Zentrumsspieler und je nach Situation schiebt Thiago weiter vor oder lässt sich fallen. Müller hat es auch zumindest in der 1.HZ sehr gut gemacht und war oft anspielbar. Tolisso ist da stark abgefallen.
    Pavard wieder stark auf RAV.
    Freue mich schon sehr auf die nächsten Spiele mit Thiago und Kimmich im Zentrum.

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