Vorschau: FC Bayern München – Hertha BSC

Justin Trenner 21.02.2019

Beinahe überschwänglich und ausgelassen feierten die Bayern das zweifelsohne gute Ergebnis gegen den Liverpool FC, das sie sich an der Anfield Road erarbeiteten. Ging man nach der Mimik und Gestik der verschiedenen Akteure, war die Mannschaft von Niko Kovač der gefühlte Sieger. Während die Engländer mit sich und der Chancenverwertung haderten, gab das torlose Unentschieden den Gästen ein richtig gutes Gefühl.

Zurecht. Doch gewonnen ist noch lange nichts. Bei aller Freude ist das 0:0 allenfalls eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel. Auch das zweite 0:0 der Woche, das die Bayern erfreute, hat im Prinzip noch nicht viel zu bedeuten: Natürlich ist es ein wichtiges Zeichen dafür, dass dem Konkurrenten aus Dortmund eine ähnliche Phase droht, wie sie der FCB in der Hinrunde hatte. Aber der Abstand beträgt weiterhin 3 Punkte und einige Tore.

Wirklich was wert ist dieses Unentschieden der Borussia erst, wenn die Pflichtaufgabe am Samstag gegen Hertha erfüllt wird. Wenn diese Saison nämlich eines gezeigt hat, dann ist es die Tatsache, dass auch die Bayern nicht unbedingt mit Stabilität zu glänzen wussten. Elf Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage – die Bilanz der letzten 14 Pflichtspiele liest sich immerhin anders. Doch wer sich an die Spiele in Augsburg, Berlin oder gegen Leipzig erinnert, der weiß, dass es auch anders hätte laufen können. Die Münchner sind anfällig für Patzer.

Mentalität und Psyche

Umso bedeutender ist es für die Bayern, sich mit dieser Phase nicht zufrieden zu geben. In Liverpool konnten sie seit längerer Zeit mal wieder die Erwartungen übertrumpfen. Das lag nicht zuletzt daran, dass diese vielerorts nicht allzu hoch waren. Es lag aber auch daran, dass die Begegnung mindestens auf Augenhöhe, eher sogar aus der Außenseiter-Rolle heraus angegangen werden konnte.

Kovač fühlte sich erstmals so richtig wohl auf der Trainerbank, konnte er doch endlich all das umsetzen, was ihn bei Eintracht Frankfurt so stark machte. Er ist ein Trainer, der Mannschaften darauf einstellen kann, den Kampf anzunehmen und die spielstärkere Mannschaft auf das eigene Niveau zu ziehen. Es ist sicherlich eine Überspitzung, wenn die Leistung vom Dienstag auf die Einstellung und den Kampf beschränkt wird.

Aber das war nun mal die Basis des Erfolgs. Die Grundlage dafür, dass die Bayern oft in letzter Sekunde einen Rückschlag vereiteln konnten. Vor allem dann, als die Kraft zunehmend verschwand. Es war ein Spiel, das der FC Bayern in den letzten Jahren vor allem aus Liverpools Perspektive erlebte. Der Favorit in den roten Trikots, der gegen Ende nochmal die Schlagzahl erhöhen konnte, biss sich die Zähne am mintgrünen Underdog aus, der an diesem Abend das scheinbar Unmögliche ermöglichte. Wieder eine Überspitzung. Aber eine, die den Rahmen der aktuellen Situation ganz gut steckt.

Underdogisierung des FCB

In dieser Partie mussten die Bayern nicht den tiefstehenden Gegner auseinander spielen oder sonderlich kreative Lösungen nach vorn finden. Sie mussten also genau das nicht tun, was Kovač ihnen bisher nicht vermittelt hat oder vermitteln konnte. Die Defensivarbeit sowie der Spielaufbau standen im Fokus. Hinten wurde mit Ball etwas gezockt, um Liverpool herauszulocken und dann kam ein mittellanger oder langer Ball. Umgangssprachlich kann man auch sagen: “Bruder, schlag den Ball lang!” Anschließend erfolgten der Kampf um die zweiten und dritten Bälle oder eine mindestens ordentliche Ausgangsposition für einen Angriff. Wirklich viele Großchancen gab es damit nicht, aber mit noch mehr Glück hätte ein Auswärtstor dabei rausspringen können.

Es erinnerte alles ein wenig an Frankfurts Leistung im Pokalfinale der letzten Saison. Letztendlich gehen solche Spiele aus zehn Versuchen mindestens fünf- bis sechsmal verloren. Aber Kovač hat die Chance auf ein positives Ergebnis mit dieser Spielweise sogar noch maximiert, weshalb ein Vorwurf in der aktuellen Situation sinnlos wäre.

Die Krux an der Sache ist nur, dass er mitverantwortlich dafür ist, dass eine andere Spielweise nicht so erfolgversprechend gewesen wäre. Er ist Teil (nicht Hauptschuldiger) der Underdogisierung des FC Bayern. Weil er kein Konzept entwickeln kann, das attraktiven Offensivfußball mit defensiver Absicherung kombiniert. Und so resultiert das Lob für die Partie in Liverpool vornehmlich aus allem, was in der Bundesliga zurecht kritisiert wird. Das Lob wird dadurch aber sicher nicht wertlos. Zwar ist Kovač taktisch nach vorn limitiert, aber er hat erstmals Anpassungsfähigkeit gezeigt und im Rahmen seiner Möglichkeiten eine kluge Entscheidung getroffen.

Zurück in den Alltag gegen Hertha BSC

Nun ist der Alltag aber wieder zurück. Mit Hertha kommt eine Mannschaft nach München, die in dieser Saison sechs Punkte gegen Gladbach, drei Punkte gegen Bayern und immerhin einen Punkt in Dortmund holen konnte. Eine Mannschaft, die einerseits gut darin ist, das Zentrum zu verschließen und Beton anzurühren. Aber auch eine, die bei Ballgewinnen schnell und attraktiv umschalten kann. Oder anders: Eine Mannschaft, mit der Niko Kovač Probleme hat. Weil seine Qualität nicht darin liegt, den Spielern Lösungen an die Hand zu geben, um eine kompakte und gut pressende Mannschaft zu bespielen. Anders als in Liverpool wäre ein torloses 0:0 und ein uninspirierter Auftritt nach vorn gegen Hertha nämlich eine Enttäuschung.

Auch beim Pokalspiel in Berlin kamen die Bayern nicht über ein 2:2 nach 90 Minuten hinaus. Wenn man so will, ist Hertha in beiden Pflichtspielen gegen den amtierenden Meister mit vier Punkten vom Platz gegangen. Sicherlich deshalb, weil der Rekordmeister seine Chancen nicht nutzte. Aber auch deshalb, weil Hertha die Anzahl dieser Chancen auf einem überschaubaren Level hielt. Wie ein Underdog eben, der das Glück aber auch die Qualität hat, an einem Spieltag den Favoriten zu ärgern, wenn der es zulässt.

Quasi wie der FC Bayern in Liverpool. Es ist schon bemerkenswert, dass Niko Kovač der vermeintlich schwerste Wettbewerb einfacher von der Hand zu gehen scheint als das Kerngeschäft. Denn obwohl er noch nichts erreicht hat, muss man ihm zugestehen, dass er das Potential hat, dem Wortspiel K.O.-vač gerecht zu werden. Wenn es dann trotz aller Defizite am Ende für den ganz großen Wurf reicht und die erhebliche Distanz zur nationalen Konkurrenz ein weiteres Mal für den Bundesliga-Titel sorgt, obwohl man selbst mehrfach strauchelte, wird sich der FC Bayern die Hände reiben.

Nur braucht es dazu noch viele solcher Spiele im Europapokal, wo der Underdog die Mischung aus viel Glück und viel Engagement ein gutes Ergebnis mitnimmt. Es braucht eine Serie an Spielen, die die Wahrscheinlichkeitsrechnung außer Kraft setzen. Aber auch in der Bundesliga ist der Weg noch weit für einen FC Bayern, der bis jetzt von Woche zu Woche gut reagieren, dafür aber kaum agieren kann. Und die Frage darf erlaubt sein, ob das die Erkenntnis ist, die der Klub aus den letzten zehn Jahren gewonnen hat und ob das den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Fatbardh

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 1,8 : 3 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 87,0 : 76,6 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Hertha trifft.
  3. Über/Unter tba: tba!
  4. Aufstellung: Neuer – Rafinha, Süle, Boateng, Alaba – Thiago, Sanches – Müller – Gnabry, Lewandowski, Ribéry

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Serge Gnabry
  2. Freie These: Bayern spielt nicht zu Null
  3. Über/Unter tba: tba!
  4. Aufstellung: Neuer, Rafinha, Süle, Boateng, Alaba, Martinez, Thiago, Müller, Gnabry, Lewandowski, Coman

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Dein Miasanrot Shop.

HandsofGod XMAX FC Bayern
  1. Sorry, was heisst tba?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. „To be announced“ – wird noch nachgereicht.

    2. Thomas Batista Andersson, der deutsch-brasilianische Schwede aus dem Nachwuchs-/Profi-/Altherrenbereich: Spielgestalter, Torjäger und Abwehrbolide in Personalunion, kann Räume deuten, dribbeln und Last-Minute-Tore schießen. Absolutes Wunderkind.

      1. Genial :D

  2. Die Antwort auf die Frage kann doch nur NEIN heissen.
    Und deshalb sind die Aussagen von UH und KHR so irritierend.
    Lassen sie die Irrfahrt der beiden Aspiranten über Saisonende hinaus zu?
    Tuchel hat gerade demonstriert wir man defensive Soliditaet mit offensiver Durchschlagskraft erfolgreich kombiniert, und das OHNE Neymar Cavani Meunier und Rabiot, auswärts beim kraftstrotzenden MUFC.

    Kovac erinnert eher an einen diMatteo der mit CFC mit destruktiven Defensivfussball 2011/12 den FA ChP und natürlich gegen uns die CL gewonnen hatte. Klar es waren unerwartete Sensationserfolge gegen Barca und uns in der einen Saison aber ohne dauerhaften Wert fuer Team und Club weil die vorhandenen Defizite verdrängt wurden.
    Schon ein paar Monate später wurde er nach einer Negativserie gefeuert nachdem klar wurde das er kein richtiges Konzept an die Spieler vermitteln konnte.
    DiMatteo ist heute im nirgendwo.
    Erinnern wir uns heute an einen diMatteo der mit Chelsea einen schoenen Fussball gespielt hat und verdient gegen Barca und uns gewonnen hat.Oder eher an einen Trainer der mit seinem Team in Abwehrschlachten glücklich gewonnen hat?

    Alles Geschmacksache aber bin mir sicher das Fans und Sponsoren auf Dauer eher einen attraktiven Offensivfussball sehen wollen als destruktiven Holperfussball der auch ab und zu erfolgreich sein kann.

    Es werden jetzt einige argumentieren das nur Schoenspielerei ala PG nichts bringt. Und das ist richtig aber zur Erinnerung hat PG mit MS bei uns ueber Jahre die Spannung hochgehalten so das wir mit attraktiven Offensivfussball ueber Jahre dominiert haben.
    Klar sind alle enttäuscht das wir in den HF insbesonders gegen Atletico nicht erfolgreich waren. Aber Waehrend man die Aussetzer von Vidal JM Alaba gegen Real nicht JH oder Anc zuschreibt, machen viele genau das mit PG.

    MMn wird Kovac eher eine Zukunft ala diMatteo haben.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich glaube, der FCB hat 2 Dinge im Kopf: einerseits das Übegangsjahr und damit verknüpft der Glaube, dass man nur mit guten Transfers im Sommer wieder on Top sein wird.

      Andererseits die Tatsache, dass man in der CL 2013 wiederholen möchte, aber eher das Gefühl hatte, dass das mit agierendem Fußball nicht geht. Die Meisterschaft wird bei sechs Titeln in Folge herzlich egal sein (zumal ein Titel des BVB der BL sogar helfen könnte) – das bedeutet nicht, dass man abschenkt. Aber der Fokus liegt wohl einfach auf der CL. Dort wollen sie ein gutes Bild abgeben. Das funktioniert mit Kovač natürlich bis hier ganz gut, weil er dort seine Philosophie mehr umsetzen kann. Die Frage wird sein, wie kann er die Abhängigkeit vom Glück noch weiter vermindern?

      Und dann natürlich die große Frage, die ich im Artikel andeute: ist das wirklich der Anspruch? Um jeden Preis Ergebnisse? Oder hat man in den letzten 10 Jahren vielleicht auch gesehen, dass große Würfe aus großen Prozessen und Konzepzen resultieren? Hoeneß scheint ein bisschen seinen Traum vom eigenen Zidane zu leben. Doch dahin ist der Weg noch seeehr weit.

      1. Genau.
        Aber aber es wird ihm schon klar sein müssen welchen Fussball Zidane verkörpert und welchen Kovac.
        Zidane hatte natürlich mehr qualitativ bessere Spieler als Kovac momentan aber er hat eben auch nach vorne die Durchschlagskraft nicht nur wegen Ronaldo sondern immer auf Benzema gesetzt der in den Top Spielen immer top war.
        Dazu auf Isco Asensio Vazquez Casemiro Varane, zum Nachteil von Pepe Bale James etc.

        Wir werden sehen.

      2. Ich möchte nicht erneut vom eigentlichen Thema ablenken, aber genau in dem Glauben an die Transfers liegt doch der Hase im Pfeffer.
        Bei aller berechtigter Kritik an der Troika, muss man doch auch konstatieren, wie schwer Transfers tatsächlich sind, siehe die vergangene Winterpause. Bei der derzeitigen Markt- und Wirtschaftslage ist es ja mit Nichten so, dass man sagen kann: “Hoppla, hier kommt der FCB! Wir hätten gerne Spieler 1, 2 , 3, 4 und 5 ! Wo kann ich zahlen?”
        Erschwerend kommt hinzu, dass der Rest der Welt weiß, dass wir dringend Spieler brauchen, was die Verhandlungsposition enorm schwächt. Es bedarf nun des Geschicks eines Pokerspielers 3-4 potentiell mögliche Namen zu lancieren und in der Presse ins Gespräch zu bringen, um sich ernsthaft um andere Wunschkandidaten zu bemühen. Schwierig!!!

      3. Auch wenn’s für den CL-Titel so oder so nicht reichen dürfte: der aktuelle Kader bietet weit mehr Potential als Kovac anscheinend in der Lage ist umzusetzen, so leid mir’s tut. Da gäbe es mehr Möglichkeiten, als nur reaktiv zu spielen. In den wenigen Szenen, wo Bayern Druck gemacht hat in Liverpool, da wackelte deren Defensive doch gewaltig. Man hatte womöglich entschiedener auf ein Auswärtstor drängen sollen. Dazu müsste man aber besser eingespielt sein, und das fällt nun mal in Kovacs Ressort. Und damit meine ich nicht nur die mangelnden Abläufe, sondern auch die Passqualität selbst.
        Und wenn nun defensiver agiert werden soll, dann müssten wenigstens die Konter viel besser ausgespielt werden, passiert aber nicht. Hab nichts gegen Kovac, ist ein netter Kerl, aber der Trainerjob bei Bayern ist für ihn eine Nummer zu groß.

  3. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen grassierenden Abkürzungswahn in den verschiedenen Beiträgen derart bescheuert finde. Sollen das Texte zum Lesen sein oder Ratespiele? Wem das Schreiben zu viel Arbeit ist, der soll halt darauf verzichten.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Abkürzungswahn? In den Artikeln? Wo denn bitte?

      1. Also “tba” find ich schon mal grenzwertig. Dann allein in einem der weiteren Beiträge: UH, KHR, MUFC, CFC, FA, ChP, CL, PG, MS, HF, MMn, JH, JM, Anc. Ich finde, das ist schon eine ganze Menge – oder?

      2. @Fred63: ist aber nicht völlig undurchsichtig, oder? Ansonsten: GIYF ;)

      3. UH und KHR lasse ich mir auch noch gefallen, aber anstatt
        PG kann man doch sicher auch Pep…
        JH …Jupp
        JM …Javi

        usw. schreiben!

    2. Ok kein Problem
      Lobe Besserung

      1. Wurde ja schließlich noch angesprochen

  4. In den Kommentaren! Bin auch der Meinung. Es ist müßig, immer Rätsel raten zu müssen. Alles was über UH oder KHR hinausgeht, sollte man irgendwie eindeutiger schreiben.

    Und warum muss ich PG abkürzen, wenn doch Pep nur einen Buchstaben mehr Tiparbeit bedeutet, aber jeder gleich Bescheid weiß?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Den selben Gedanken hatte ich auch gerade, v.a. weil die Kommentare von 918 inhaltlich echt lesenswert sind. Schade!

      1. Genau das meine ich. MfG

      2. Also sorry, aber „JH“ oder „JM“ für Spielernamen sind in den Artikeln sicher nicht drin. Was Kommentare angeht: keine Ahnung. Aber dein Ausgangsbeitrag klingt ja so, als wären die Artikel von lauter faulen Säcken geschrieben, die jedes Zeichen einsparen. Und ob „tba“ nun grenzwertig ist oder nicht: es ist nur das Thesen-Duell am Ende. Und das ja nun wahrlich nicht in allen Artikeln. Keine Angst: ich habe die Thesen von Fatbardh bald integriert und dann können alle beruhigt ihres Weges gehen. :-)

      3. Er schreibt ja auch nicht von “Artikeln”, sondern von “Beiträgen”. Nicht gleich in Wallung geraten, Justin…

  5. FRED63 meint die Abkürzungen in den Beiträgen. Das ist echt anstrengend zu lesen (insbesondere 918).

  6. >> @Fred63: ist aber nicht völlig undurchsichtig, oder? Ansonsten: GIYF ;) <<

    btw die Abkürzung GIYF soll sicher "Google is your friend" bedeuten oder doch etwa "Got in your face"? ;-)

    btw = by the way

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. das kann man sich aussuchen – beabsichtigt war eher Google :D

  7. Gegen Hertha brauchen wir unbedingt wieder eine Offensive, die gefährlich ist. Gegen Liverpool reichte es im Hinspiel ja, sich vorrangig um die Defensive zu kümmern. Aber gerade gegen die Berliner braucht es wieder Ideen und Tempo. Mal sehen, ob das klappt. Falls Goretzka ausfällt, sollte neben Thiago und James im Mittelfeld besser Sanchez als Martinez auflaufen, da er bei einer offensiveren Spielweise eher zu uns passt. Vielleicht wäre es ja auch eine Idee, ihn auf die 6 zu stellen, da er mehr Tempo hat und gegen Konter besser geeignet wäre (Tolisso fehlt uns leider echt).

  8. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hudson-Odoi nun zu den Bayern wechseln wird, sinkt mit Chelseas Transfersperre, oder?

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Marlene Dietrich …ist wohl leider so. Schade. Ganz bestimmt ein sehr guter Nachwuchsspieler mit toller Perspektive. Hätte gut zu uns geprasst. Allerdings gibt es m.M.n.für die genannten Ablössunmen durchaus Alternativen. Ich finde z.B Nicolas Pépé sogar noch wesentlich interessanter.

    2. Nicht unbedingt. Chelsea darf nicht mehr einkaufen, jedoch verkaufen. Zudem gäbe es nur noch in diesem Sommer eine erkleckliche Summe, da der Spieler eine Verlängerung des Vertrages ablehnt.
      Chelsea kann natürlich vor Gericht ziehen (CAS in Lausanne).

  9. Losgelöst von der Personalie Kovac stellt sich mir die Frage, ob die Entwicklung bei unserem FCB nicht doch genauso von unseren Vereinsoberen beabsichtigt war!

    Deren Denkweise ist vermutlich wie folgt:
    Um auf Dauer ganz oben mitzuspielen in Europa benötigt es Spieler und Trainer, deren Transfers und Gehälter sich zu Summen in Höhen von mehreren hundert Mio. bis sogar Mrd. Euros addieren, Summen, die von Scheich-gesponsorten Clubs aufzubringen sind, bei denen ein Verein wie der FCB aber an seine Grenzen kommt.
    Somit wird ein Ballbesitzsystem wie unter Pep nicht zu bezahlen sein, auch Teams mit der Taktik des schnellen Umschaltens und frühen Pressings benötigen dafür Spieler jenseits des für uns Machbaren.
    Als Alternative bleibt, junge Talente und aufstrebende Perspektivspieler zu verpflichten, zusammen mit einem Trainer, der durch eine gute Defensivordnung den Großen in der CL die Suppe versalzen kann. Atletico und Chelsea sind da ein gutes Beispiel für Teams, die mit dieser Taktik weit gekommen sind.
    In der Liga wird man immer vorn mitspielen, da reicht die Qualität aus, um zumindest jedes 2. Jahr Meister zu werden.

    Diese Überlegung übersieht dabei mehrere Aspekte: Zum Einen ist selbst ein perfektioniertes Defensivsystem keine Garantie auf den CL-Titel, übrigens genauso wenig, wie es das Dominanzsystem oder Transfers für 1 Milliarde Euros können.
    Die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg, und das wurde in Justins Artikel ja auch gut herausgestellt, ist allerdings deutlich geringer, wenn man sich mit “Mauertaktik” von Spiel zu Spiel hangeln muss, weil man so sehr vom Glück abhängig ist.
    Gleichzeitig wird die Fähigkeit in der Liga, Spiele zu dominieren beschnitten, da die dafür nötigen Abläufe immer weniger trainiert werden und letztlich nicht mehr funktionieren, wird gegen andere “Maurermeister” Punkte einbüssen, weil die mit einem Unentschieden gegen uns zufrieden sind.

    Der entscheidende Gedankenfehler ist es aber meiner Ansicht nach, davon auszugehen, dass erfolgreicher Fußball im Dominanzsystem nur über den Aufwand von zig hundert Millionen Euros möglich wird, weil man dafür neben einem Top-Trainer auch die Top-Spieler braucht, um es spielen zu lassen.
    Das halte ich für falsch, vielmehr meine ich, ein gutes und erfolgreiches Pass- und Positionsspiel kann auch ohne die absoluten Top- und Weltstars gestaltet werden.
    Es braucht dafür einen Trainer, der dieses System verinnerlicht hat und es mit Herz und Verstand schulen kann. Es braucht Spieler, die in der Lage sind, die sicherlich komplexen Abläufe zu verstehen, zu mentalisieren, was der Trainer möchte und was auf dem Platz passiert. Sie müssen keine Sprintstars oder Zweikampfmonster sein, aber in der Lage, einen Ball auch mit viel Druck über 20 bis 25 Meter quasi in den Fuß des Mitspielers zu spielen, nachdem sie vorher rasch auffassen konnten, welche Pass-Lösung im Rahmen der sich unentwegt durch dynamische Abläufe bildenden “Dreiecke”, also den Offensivstrukturen.
    Das können auch Spieler, die keine zig Mio Ablöse kosten würden, siehe Ajax, das uns phasenweise vorgeführt hat.

    Nur, man muss es eben auch wollen, und das scheint im Moment nicht der Fall zu sein:
    Man verzichtet also aus der Erkenntnis heraus, finanziell nicht mehr mit Paris und City mithalten zu können, auf ein Spielsystem, mit dem die Grundlage gegeben ist, sportlich auf Augenhöhe mit den Scheich-Clubs zu bleiben, und verlässt sich vielmehr darauf, als Underdog diese Großen mal ärgern zu können. Ich sehe darin mindestens einen freiwilligen Rückschritt ins Mittelmaß, wenn nicht sogar eine Kapitulation vor den Geldclubs.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die beiden Kardinalfehler waren:
      1) Die woran auch immer im Detail gescheiterte Einbindung von Lahm, nachdem er seine aktive Laufbahn beendet hatte, mit der Folge, dass Brazzo übernahm.

      2) Die Fehlspekulation, Heynckes noch für ein weiteres Jahr gewinnen zu können: Als das sich zerschlug, ist man zu spät Tuchel hinterhergehetzt, der aber schon bei PSG im Wort stand. Erst dann kam Kovac ins Spiel. Also von langfristig angelegtem Plan ist da nichts zu bemerken.

      Schlimm ist nur, dass Kovac und Brazzo jetzt einen Kader zusammenstellen nach ihren Vorstellungen und den gegebenen Möglichkeiten.

      1. Woher weißt du, dass Lahms Nichtverpflichtung ein Fehler war?

        Woher weißt du, dass man sich um Tuchel ernsthaft bemüht hat?

      2. Das würde mich auch interessieren. Einige hier sitzen ja anscheinend mit an jedem Verhandlungstisch. Wenn ihr schon solche tollen Internas habt, dann teilt uns doch bitte ein wenig mehr mit als die übliche Boulevardpressekacke.

      3. @Wohlfarth. Alles, was ich anführe im Hinblick auf die fehlgelaufene Trainerverpflichtung, lässt sich auch von gut nachvollziehen (und ich hab es auch weiter unten begründet), auch wenn man keine Interna kennt. Und das habe ich auch nie behauptet.

      4. Sorry, sollte heißen: “…lässt sich von außen gut nachvollziehen…

      5. Vielleicht hat ja Lahm inhaltlich und/oder finanziell extrem überzogene Forderungen gestellt. Dann war seine Nichteinstellung kein Kardinalfehler.
        Und sind wir Tuchel wirklich hinterhergehetzt? Wollten wir ihn wirklich? Ging das Interesse jemals über ein erstes Sondierungsgespräch hinaus? War Uli Hoeneß vielleicht schon lange klar, dass Heynckes aufhört? War man mit Kovac vielleicht schon viel früher im Austausch?
        Man weiß es nicht.
        Aber man wirft halt mal so in den Raum.
        BILD-Niveau halt.

  10. Das sind natürlich subjektive Einschätzungen und Meinungen, wie das Meiste hier. Aber Tuchel hätte sonst kaum verlautbaren lassen, dass er schon anderswo im Wort steht, wieso sollte er, wenn Bayern nicht angefragt hatte. Und wieso sollte Bayern das tun, wenn sie es nicht ernst meinten? Um Kovac zu beeindrucken wohl kaum…
    Was Lahm angeht, so denke ich, er hat in Bezug auf Fußball sehr viel analytische Intelligenz (was übrigens ja auch Guardiola so sieht !), er hätte sich als Sportdirektor sicherlich gut gemacht. Und er hätte womöglich ein Konzept vertreten, was langfristig angelegt war. Ich fand sein kritisches Interview, für das er damals vom Klub abgemahnt wurde, schon ziemlich aussagekräftig. Außerdem ist er einigermaßen eloquent, was für die Außendarstellung enorm wichtig wäre.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Tuchel in München war ist nicht neu.
      Ob zu ernsten Verhandlungen, oder zu lockeren Sondierungen ist reine Spekulation.

      Bei dem kritischen Interview von Lahm ist sehr zweifelhaft, ob die Äußerungen überhaupt von ihm stammen.
      Gibt und gab Gerüchte, dass sein Berater dahintersteckte.

      1. Zunächst mal bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass Tuchel der ideale Nachfolger für Heynckes gewesen wäre, in der Mannschaft gab es offenbar Widerstand gegen seine Berufung. Ich hab das ja nur rekonstruiert, um zu zeigen, dass die jetzige Konstellation wohl eher aus der Not geboren ist. Zwischen den Meldungen über Sondierungsgespräche mit Tuchel und seiner medial stark kolportierten “Absage” lagen aber Monate, so dass man schon davon ausgehen darf, dass sich sehr wohl zwischenzeitlich noch einiges getan hat, als sich abzeichnete, dass Heynckes sich nicht erneut würde erweichen lassen.
        Bei Lahm ging es höchstwahrscheinlich auch nicht um Zweifel an seiner Eignung (Rummenigge hatte den Wechsel zu seinem neuen Betätigungsfeld im Verein ja schon längst mehr oder weniger als eine ausgemachte Sache angekündigt), sondern eher um dessen zukünftigen Status, nämlich Sportvorstand vs. Sportdirektor.

      2. Lahm wollte, ohne jegliche Qualifikation, mal gleich in den Aufsichtsrat.
        Ambitioniert, aber unrealistisch. Und auch ein bisschen unverschämt.

        Hoeneß hat seinerzeit auch gesagt, dass man Lahms Berater nicht sonderlich schätzt, den aber leider mitgekauft hätte.

  11. Na ja, deswegen habe ich ja auch oben geschrieben “woran auch immer im Detail gescheiterte Einbindung von Lahm”. Das lässt ja offen, wer “schuld” hatte. Aber das Thema ist die Qualifikation, nicht die persönlichen Eitelkeiten. Lahm wäre halt ein recht starker, eigenständig denkender Akteur gewesen. Hätte m.E. dem Verein und seiner zukünftigen Ausrichtung gut getan, mehr wollte ich gar nicht zum Ausdruck bringen.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Welche Qualifikation hatte Lahm denn großartig?

      “Lahm wäre halt ein recht starker, eigenständig denkender Akteur gewesen.”

      Den Satz sehe ich skeptisch, gerade hinsichtlich seines Beraters.

      1. @Tobi13….“Welche Qualifikation hatte Lahm denn großartig?“
        dein Ernst? Ich werde hier nicht anfangen seine einzelnen Titel mir Bayern München und der Nationalmannschaft aufzuzählen. Allerdings unterstelle ich dem Ex Kapitän dieser beiden erfolgreichen Teams schon mal eine hohe Führungsqualität. Zudem kamen in Interviews oft klare Vorstellungen einer klaren Spielphilosophie und Spielanalyse rüber. Auch seine Auftritte in der Öffentlichkeit waren rhetorisch besser und klarer als so einiges was ich in letzter Zeit so gesehen habe. Ein gutes Netzwerk in der Fussballbranche sollte er auch haben. Ein Ebert oder ein Zorc hatten bestimmt weniger Qualifikationen als sie ins Management wechselten.
        Natürlich fehlte ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund, der ihn für eine Vorstandsposition ohne Vorlaufzeit als Sportdirektor befähigt. Von daher waren seine Ansprüche da wirklich hoch. (Oder ein wenig unverschämt wie Du schreibst). Allerdings scheint er in den letzten Jahren auch an diesem Manko zuarbeiten. https://orange.handelsblatt.com/artikel/31879

      2. @Rainer:
        Andere Leute in der Branche unterstellen Lahm Kapitän geworden zu sein, weil er ein ziemlich intriganter Puppenspieler sein soll.
        Außerdem gesteuert von seinem Berater mit einer grenzwertigen Nähe zur Bild-Zeitung.
        Ich kann verstehen, warum man sich da nicht allzu sehr verbogen hat, um ihn einzubinden.

      3. @Tobi13..“Welche Qualifikation hatte Lahm denn großartig?“. mein Kommentar bezog sich auf diese Frage…..das der Berater von P.Lahm, Roman Grill, als Anhängsel nicht förderlich für das Innenleben des FCB gewesen wäre, ist durchaus diskutabel. Der DFB hat sich diesbezüglich ja für 2024 klar positioniert. Fakt ist trotzdem, das aufgrund der von mir oben genannten Qualifikationen ein super Fundament für den Sportdirektor Posten (später Vorstand) vorhanden sind. Oliver Kahn hat m.M.n. Durch sein Sport-BWL Studium und das Leiten seiner Firma noch bessere Vorraussetzungen. Und ja@Osrig….ein Trainerschein wäre für diese Position, eine weitere gute Qualifikation. Allein um die Arbeit des Trainers Objektiv beurteilen zu können. (Leistungsteuerung, Trainingsformen etc.)

  12. Ich bin ja der Meinung, dass ein guter Sportdirekter vor allem als Trainer Erfahrung haben sollte, ist es doch seine Aufgabe den Cheftrainer zu unterstützen, und dafür sollte er auf Augenhöhe sein können.Wirtschaftswissen ist sicherlich nicht von Nachteil, aber auch nicht von Bedeutung, er soll den Verein ja nicht wirtschaftlich führen.
    Jemand wie Lahm, der eine sehr hohe Spielintelligenz mit einbringen konnte, Mannschaftsführer war und bis in die höchsten sportlichen Ebenen Erfolge feiern konnte, ist ganz ohne Zweifel ein guter Kandidat, mit Trainerschein wäre er noch besser.

    Und zu Tuchel, da bleibt vieles Spekulation, allerdings scheinen die Hinweise und der Tenor des Gesagten kaum Zweifel daran zu lassen, dass es ernstgemeinte Kontakte gab, und Hoeneß der Blockierer war. Die kritischen Stimmen aus der Mannschaft dürften nicht viele gewesen sein, vermutlich nur eine einzelne, nämlich die von Mats Hummels. Und ob sich der tatsächlich vehement gegen Tuchel ausgesprochen hat, bleibt auch wieder spekulativ.

    Schaut man sich Tuchels Erfolge bei PSG an – gerade jetzt der Umgang mit den Ausfällen namhafter Spieler ist da bemerkenswert – braucht es meiner Meinung nach nur wenig Abstraktionsvermögen, um sich vor Augen zu führen, dass der Mann auch bei uns erfolgreich arbeiten würde.
    Stattdessen haben wir jetzt das Duo Kovac und Salihamidzic und freuen uns über gelungene Abwehrschlachten aus einer Underdoghaltung heraus, die dem in den letzten Jahren aufgebauten Bild und damit dem Ruf unseres FCB aber mal so gar nicht entspricht. Weil unsere beiden “Helden” von funktionierenden Zonenspiel und der Art, die Spieler darin zu schulen, zu wenig Ahnung haben. Daher kommen die Offensivabläufe im Team über “Hoch und Weit” im Grunde nicht hinaus. Zu wenig, wenn man langfristig unter den Top-Mannchaften der CL sein bzw. bleiben möchte.

    Antwortsymbol14 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Schaut man sich Tuchels Erfolge bei PSG an – gerade jetzt der Umgang mit den Ausfällen namhafter Spieler ist da bemerkenswert – braucht es meiner Meinung nach nur wenig Abstraktionsvermögen, um sich vor Augen zu führen, dass der Mann auch bei uns erfolgreich arbeiten würde.”

      Theater bei Mainz.
      Theater beim BVB.
      Theater bei PSG.

      Da braucht es nur wenig Abstraktionsvermögen, um sich vor Augen zu führen, dass es bei uns auch geknallt hätte.

      1. Hauptsache immer schön gegen alles, was den momentanen Status Quo auch nur im kleinsten kritisiert, und immer raus mit negative Vermutungen und Annahmen, die du bei anderen so kritisierst.

        Ja, Tobi13, du bist zufrieden so wie es ist, wir haben verstanden. Trotzdem könnte man andere Meinungen mal diskutieren statt immer nur tot zu schlagen. Auf Dauer sehr langweilig und wenig zielführend.

        Noch mal die Frage an dich: Glaubst du ernsthaft unter Kovac wird sich die Mannschaft in irgend einer Form positiv entwickeln? Und wenn ja, woran machst du diesen Glauben fest?
        Ich kann nämlich ernsthaft nichts erkennen.

      2. –“Hauptsache immer schön gegen alles, was den momentanen Status Quo auch nur im kleinsten kritisiert, und immer raus mit negative Vermutungen und Annahmen, die du bei anderen so kritisierst.”

        Was ist an meiner Feststellung, Tuchels bisherige Stationen betreffend, denn Vermutung oder Annahme?
        Es ist Fakt, dass es bisher bei all seinen Vereinen Streit gab.
        Negativhöhepunkt für mich das Hausverbot für Mislintat, verbunden mit der Tatsache, dass Tuchel die Eier fehlten, es ihm persönlich zu sagen.

        –“Ja, Tobi13, du bist zufrieden so wie es ist, wir haben verstanden. ”

        Das ist Quatsch.
        Ich bin nur nicht auf dem “Lass uns alle rausschmeißen und gucken was passiert “- Trip.

        –“Trotzdem könnte man andere Meinungen mal diskutieren statt immer nur tot zu schlagen. Auf Dauer sehr langweilig und wenig zielführend.”

        Jemand äußert die Meinung, dass Tuchel bei uns erfolgreich arbeiten würde.
        Ich melde Bedenken an und belege, wie ich zu meiner Einschätzung komme.
        Gibt Leute, die nennen so etwas eine Diskussion. ;)

        Wie zielführend ist denn die Glorifizierung von Leuten, die a) nicht bei uns arbeiten und b) das auch in absehbarer Zeit nicht tun werden?

        –“Glaubst du ernsthaft unter Kovac wird sich die Mannschaft in irgend einer Form positiv entwickeln? Und wenn ja, woran machst du diesen Glauben fest?”

        Warum sollte sie es nicht?
        Kovac ist ein junger Trainer, der noch nie auf diesem Niveau gearbeitet hat. Auch er wird lernen und sich entwickeln.
        Zwischen Mannschaft und Trainer stimmt es. Wollen wir wirklich wieder die van Gaal, Klinsmann oder Ancelotti- Zeiten zurück?
        Unzufriedene Spieler und die BILD berichtet quasi direkt aus der Kabine?

        Kovac hat die Mannschaft zu einem schwierigen Zeitpunkt übernommen. Ich hab diese Saison ( und zwar Trainerunabhängig) deutlich schlechter erwartet.
        Für mich ist das Grundlage genug, um etwas Geduld aufzubringen.

      3. Was auch immer die Gründe für Tuchels Auseinandersetzungen bei Mainz und BVB gewesen sein mögen, die Situation bei PSG ist sicherlich eine ganz andere, weil da doch das Präsidium einen sehr starken Einfluss ausübt. Tuchel ist intelligent und lernfähig, er wird bestimmt nicht noch einmal die gleichen Fehler machen, und soweit ich die Berichterstattung verfolge, wird da jedes Mal gelobt, wie er sich auf diesem verminten Terrain zwischen der Selbstgefälligkeit der Stars und den Ambitionen der Besitzer bewegt. Mit den Spielern soll er, nach allem was man hört, ein gutes Verhältnis haben. Rabiot darf er nicht aufstellen, weil der weg möchte. Man sagt da auch Bayern ein gewisses Interesse nach, aber der Wunschkandidat soll der andere FCB sein. Rabiot könnte ich mir bei den Bayern gut vorstellen, wäre toll, wenn das wider Erwarten klappen würde..

      4. @Severalseasons:

        –“Tuchel ist intelligent und lernfähig, er wird bestimmt nicht noch einmal die gleichen Fehler machen,(…)”

        Hat er doch schon.
        Diesmal hat er sich mit dem Sportdirektor überworfen und wieder ging es um Spielertransfers.

      5. @Tobi13: Dann frage ich dich doch mal direkt zurück: Und du glaubst zu wissen, dass das Tuchels Schuld war?

      6. @Severalseasons:
        Er ist zumindest immer der gemeinsame Nenner.

        Ob jetzt bei allen Vereinen immer alle anderen schuld waren, kann ich selbstverständlich nicht beurteilen. Es würde mich aber überraschen.

      7. Tuchel ist bestimmt jemand mit ganz konkreten Vorstellungen und starken Meinungen, nicht zuletzt deshalb holt man ihn ja. Dass er was von Fußball versteht, konnte/kann man an der Spielweise jedes seiner Vereine leicht erkennen, PSG ist dabei bestimmt die diffizilste Aufgabe, die er je hatte. Nun, da denke ich, sind wir einig, gilt es natürlich, auch noch auf andere Dinge zu achten, die sogenannten sanften Faktoren, z.B. ob das auch menschlich passt, und da darf man durchaus seine Zweifel haben, ob das mit Bayern auch hingehauen hätte. Tuchel ist da womöglich zu asketisch. – Dennoch: mir ging es ja ursprünglich nicht um Tuchel, sondern die Art und Weise der Nachfolgeregelung von Heynckes, und die verlief nicht optimal, wie ich glaube. Diese letzte Saison hätte man besser nutzen können, um die Weichen zu stellen für die Zukunft.

      8. @Tobi13
        Wenn du dir die Karriere aller großen Trainer in Europa anschaust, wirst Du – vielleicht mit Ausnahme von Herrn Wenger – feststellen, dass sie mehrere Vereinswechsel hatten. Auch schon in jungen Jahren.
        Geht ein solcher Wechsel ohne “Theaterdonner” einher? Selten, wenn nicht sogar gar nicht!
        “Theater” also als Kritikpunkt anzuführen und daraus zu schließen, ein Trainer sei deswegen für unseren Verein ungeeignet, ist meines Erachtens ungeeignet, da nicht differenzierend genug. Will man wiederum ermessen, wie schwerwiegend solch ein “Theater” war oder ist, stellt sich die Frage, anhand welchen Meßdaten man das machen möchte und wird feststellen, dass man sehr schnell subjektiv wird und eigenen Gefühlen folgt – was nicht immer ein schlechter Ratgeber sein muss, aber als alleiniges Entscheidungsmerkmal eben nicht taugt.

        Etwas anders ausgedrückt: Ja, Tuchel scheint in mancher Hinsicht als Trainer schwierig zu sein. Mit dem Attribut “schwierig” könnten aber wohl so ziemlich alle namhaften Trainer mit gutem Recht belegt werden, selbst unser Mann an der Seitenlinie hat seine Ecken und Kanten, Eigenarten, die einen Umgang mit ihm erschweren dürften.

        Ist Tuchel erfolgreich? Schaut man seine Vita an, seinen Punktedurchschnitt und die Teams in ihrer jeweiligen Situation an, so würde ich diese Frage ohne Weiteres mit Ja beantworten, und stelle darüber hinaus auch fest, dass Tuchel ein “Taktik-Nerd” ist und Lösungen findet, wenn es gilt, erfolgreich Offensivstrukturen zu entwickeln oder gegnerische Teams “auszucoachen”. Darin ähnelt er m. E. sehr Pep Guardiola, dessen Spielidee für mich diejenige mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit über alle Wettbewerbe hinweg ist. Es gilt allerdings, auch diese Spielidee weiterzuentwickeln – was Guardiola und Tuchel ja auch beide versuchen.

        Ich halte die Idee, Tuchel als Trainer für uns zu holen, für richtig.
        Es muss allerdings der richtige Zeitpunkt abgewartet werden, und in dieser Hinsicht halte ich es für problematisch, dass wir mit Hoeneß einen Präsidenten haben, der mehr als deutlich gemacht hat, dass Taktik für ihn nur einen untergeordneten Stellenwert hat und sich obendrein auch noch nicht genug aus dem Tagesgeschäft heraus hält.
        Wenn wie im Moment kolportiert wird Oliver Kahn in die Vereinsführung eingebunden wird, wird sich im Gefüge der Führungsspitze einiges ändern, da dann auch UH sich mehr zurücknehmen muss und wohl auch wird. Dann würde Tuchel auch leichter arbeiten können. Mit Lahm als Sportvorstand um so mehr, da Lahm ganz sicher ein Fussball-Experte ist, der dem Aspekt Taktik sehr hohes Gewicht beimisst.

        Aber um das ganz deutlich zumachen: Wir reden hier über ein mögliches Szenario in zwei, drei Jahren.
        Jetzt gilt es zu entscheiden, ob man bis zu dieser Lösung – wenn sie denn überhaupt zu realisieren ist – mit Kovac weiter machen möchte, oder ob doch eine vorzeitige Trennung nach der Saison Sinn macht, weil der grundsätzlich eingeschlagene Weg unter einem “Defensivtrainer” wie Kovac in die falsche Richtung läuft, nämlich zurück ins Mittelmaß mit gelegentlicher Chance auf Endspielteilnahmen in der CL, die dann auch noch nicht gewonnen sind.

      9. @Osrig:
        Interessanter Punkt.
        Wer sind für dich die großen Trainer Europas und welche Querelen gab es bei ihren jeweiligen Vereinen?

      10. @Tobi13:
        Das steht hier gar nicht zur Debatte, welche Trainer ich als “Groß” bezeichnen würde und welche Querelen es gab, als diese Trainer ihre Ämter verloren. Die Tatsache ist doch, DAS sie ihrer Aufgaben enthoben wurden und die Gründe dafür zu Auseinandersetzungen und “Theater” geführt haben.
        Oder bist Du der Meinung, bei den meisten anderen Trainer, die bei Spitzenvereinen gehen mussten, sei alles geräuschlos und einvernehmlich abgelaufen?

        So, mehr dazu zu schreiben lohnt sich nicht, ich gehe jetzt unseren FCB schauen :-)

    2. Hätte mir gut vorstellen können, dass gemäß des Ansatzes, verdiente Spieler ins Management einzubinden, Spieler wie Schweinsteiger und Lahm das Zepter von Hoeness und Rummenigge übernehmen, wobei ich Lahm mehr im operativen Geschäft sehe und Schweinsteiger mehr mit repäsentativen Aufgaben betrauen würde. Ein neuer Anfang muss auch auf der Ebene kommen, und ist ja auch nicht mehr so lange aufschiebbar.
      Wenn Guardiola über einen Spieler sagt, er sei dessen verlängerter Arm auf dem Feld, dann muss man sich über dessen Fähigkeiten, die Komplexitäten und Erfordernisse des modernen Fußballs auf höchstem Niveau zu verstehen, keine Sorgen machen. Womöglich kommen ja beide Genannten irgendwann auch, aber im Augenblick ist das eine sensible Umbruchsphase für den Verein, und ich hab schon ein wenig die Angst, dass da der Anschluss verpasst wird. Die Personalentscheidungen des letzten Jahres tragen dazu bei. Von Kovac können wir bestenfalls ergebnisorientierten Pragmatismus erwarten, und ich wünschte, ich läge da falsch. Hoffen wir mal nur, dass Kovac nicht zu Bayerns Moyes wird. Manchester United lässt grüßen.

    3. @Osrig: Bitte nicht falsch und nicht als Kritik verstehen, eines würde mich mal interessieren. Welche Trainerausbildung hast du, bzw in welcher Liga trainierst du? Teile deiner Beiträge lesen sich wie aus Vorträgen bei Trainerlehrgängen.

    4. @Osrig:
      –“Das steht hier gar nicht zur Debatte, welche Trainer ich als “Groß” bezeichnen würde und welche Querelen es gab, als diese Trainer ihre Ämter verloren.”

      Wenn du das Argument in die Diskussion wirfst, steht es selbstverständlich zur Debatte. ;)

      Ich halte deine Aussage für schlicht falsch, daher meine Nachfrage.
      Bin deshalb auch nicht überrascht, dass du dich vor der konkreten Beantwortung drückst.

  13. @Tobi13
    Nichts für ungut, aber es ist verbrieft, dass Bayern eine Telefonkonferenz mit Tuchel hatte. Hoeneß war noch nie ein großer Freund von Tuchel und der Gesprächsverlauf (hier darf spekuliert werden) hat auch nicht dazu beigetragen, dass Hoeneß seine Meinung ändert. Danach hat Bayern versucht Jupp zu überreden, noch ein Jahr dran zu hängen. Da dies nicht geklappt hat, haben sie Tuchel, nach Monaten, nochmals kontaktiert – aber zu spät.
    Dieser Vorgang ist durch die gesamte Medienlandschaft gewandert. Jetzt so zu tun, als wäre dies nie passiert oder es in Zweifel zu ziehen bzw. zu versuchen anderen Usern ein Argument zu entkräften, ist der Sache nicht dienlich.

    Die ganze Lahm-, Tucheldiskussion lenkt vom eigentlichen Thema ab. Niko Kovač ist IMHO der falsche Trainer für den FCB. Das ist das Problem.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. @Franchise:
      Ich weiß nicht genau was du mir sagen willst.
      Tuchel war sogar persönlich in München.
      Wo habe ich das abgestritten?

  14. München Allianz-Arena: Fußballfreie Zone.
    Aber Kovac hat einen Plan. Ganz bestimmt.

  15. Rumpelfussball ohne Ambitionen. Ist das schlecht.

  16. Gruselige 1. Hz.

    Technische Fehler ohne Ende, keine Ideen, Neuer mit den meisten Ballkontakten…

    Ist mir unverständlich! Wenn man Druck auf Dorrmund aufbauen und UNBEDINGT gewinnen will, muss da viel mehr kommen.

  17. Die erste Halbzeit belegt ja mal wieder eindeutig, dass die Mannschaft unter Kovac sich offensiv einfach nicht entwickelt. Kaum kommt ein Gegner, der auf Abwarten spielt, dann kriegen wir kaum Chancen, noch weniger gute Chancen. Es war ja bei Kovac in Frankfurt schon so, dass sie wenig Tore geschossen haben (zumindest im Vergleich zur aktuellen Saison). Da kann man sich dann über ein 0:0 auswärts bei Liverpool freuen, aber am Ende tun wir uns spielerisch immer wieder aufs Neue schwer. Und leider steht ja immer wieder sei Gefahr eines dusseligen Gegentores im Raum. Wäre schön, wenn es da mal etwas Entwicklung des jungen, entwicklungsfähigen Trainers gäbe und die Mannschaft mal Ideen vermittelt bekäme, wie man eine vernünftige Ausgewogenheit zwischen Offensive und Defensive hinbekommt. Diese Entwicklungsfähigkeit zu beschwören und zu erhoffen wird uns nämlich leider nicht die benötigten Punkte bescheren.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  18. Da sieht man halt wieder,dass ohne Thiago nix geht.
    Goretzka und Martinez wollen beide nicht den Aufbau machen und James soll auf der Zehn bleiben und schon hast du keine Struktur im Spiel.
    Goretzka,Martinez raus und Thiago auf die 6. Müller und James davor und du gewinnst das Spiel.

  19. Wir halten schon wieder ein 0:0 gegen eine Spitzenmannschaft, geil! /s

  20. Spielerischer Offenbarungseid. Bin nur froh, wenn wir das irgendwie gewinnen! Wir machen unsere Punkte im Moment nur wegen der höheren individuellen Klasse unserer Spieler. Mit dem Trainer hat das rein gar nix zu tun!

  21. Man weigert sich zu glauben, dass dies alles sein soll, was man mit so einem Kader auf den Platz bringen kann. Das ist einfach nur erbärmlich.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich glaube das ist alles, was man mit diesem Kader auf den Platz bringen kann. Der Kader ist zu klein, verletzungsanfällig und unausgewogen. Die “alten” Spieler sind weit weg von ihrer ehemaligen Form (Boateng, Lewandowski, Müller, Ribery), oder vollkommen ausgezehrt (Kimmich, Alaba, Lewandowski).
      Ob James 42 Millionen wert ist weiß ich auch noch nicht.
      Und die Jungen sind noch nicht die Topgranaten.
      Dann kommt sowas raus.

  22. Ganz traurige Vorstellung!!!
    Sinnbild ist Boateng, der überhaupt keime Souveränität mehr ausstrahlt…

  23. Solange Kovac Trainer bleibt, ist der Fußball des FCB vergnügungssteuerpflichtigfrei.

    Mal gespannt, was Uli H. morgen im Doppelpass alles zur Verteidigung von Kovac auffährt. Wie weit lässt sich die Realität verbiegen?

Hinterlasse einen Kommentar zu Osrig Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.