Vorschau: Liverpool FC – FC Bayern München

Justin Trenner 18.02.2019

In den letzten 5 Jahren wurde zur aktuellen Zeit gern der Witz bemüht, dass die Saison für den FC Bayern jetzt erst so richtig losgehen würde. Diesmal ist es anders. Die Münchner befinden sich vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen den Liverpool FC in einer Situation, in der die Saison schneller vorbei sein könnte, als ihnen lieb ist.

Obwohl beide Klubs eine riesige Tradition im europäischen Spitzenfußball haben, trafen sie erst siebenmal in Pflichtspielen aufeinander. Bayern konnte nur eines dieser Spiele gewinnen, Liverpool immerhin zwei – sonst gab es immer ein Remis. Auch Klopps Bilanz gegen den Rekordmeister aus Deutschland ist für die Bayern etwas ernüchternd: 16 Siege, 4 Unentschieden, 9 Niederlagen stehen zwar für den FCB auf dem Konto. Sechs dieser Siege und eines der Unentschieden holten sie allerdings gegen den eigentlich klar unterlegenen 1. FSV Mainz 05 und so war das Duell in der jüngeren Vergangenheit doch sehr ausgeglichen, wenn nicht sogar pro Klopp, wenn er die nötigen Mittel dazu hatte – das war ja gerade zu Beginn und gegen Ende der Dortmund-Zeit auch nicht wirklich der Fall. Nur wenige aktive Trainer in Europa haben eine so ausgeglichene Ausbeute gegen die Münchner.

In der Champions League will Klopp nun weiter daran schrauben. Wir haben mit Sven Ziegler und Richard Köppe vom “Supporters Verband“ LFC Familie über das anstehende Hinspiel an der Anfield Road gesprochen und nachgehakt, wie optimistisch die Liverpool-Fans sind. Auf Seite 2 gibt es zudem eine Analyse der aktuellen Probleme des FC Bayern und auf Seite 3 analysieren wir die Engländer mit all ihren Stärken und einigen Schwächen, die der fünfmalige Champions-League-Sieger aus München vielleicht nutzen könnte.

“Kein Name ist uns zu groß”

Miasanrot.de: Servus, stellt uns euer Projekt doch bitte ganz kurz vor! Wie kamt ihr als deutschsprachige Fans zum Liverpool FC?

Sven Ziegler: Servus oder in unserem Fall eher „Hi there!“ Wir sind die LFC Familie, ein deutschsprachiger Blog mit allen News und Informationen rund um den Liverpool FC. Wir sind aber nicht nur ein Blog, sondern primär ein grosser Verband mit Fans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. So schauen wir in mehreren Städten in Deutschland und der Schweiz die Spiele des Liverpool FC gemeinsam in den Pubs oder reisen zusammen nach Anfield, um mit der Mannschaft zu feiern oder zu leiden.

Ich persönlich kam mehr durch einen Zufall zum Liverpool FC. Nach einem Spiel gegen Manchester City im Jahre 2012, welches ich vor dem Fernseher miterleben durfte, hatte mich das Fieber gepackt. Seither bin ich durch und durch ein Red. Es gibt aber auch viele bei uns im Verband und im mittlerweile neunköpfigen Media-Team, welche das rote Gen von der Familie oder Freunden geerbt haben.

Miasanrot.de: In den letzten Jahren waren viele Fans international nicht unbedingt glücklich, wenn sie den FC Bayern zugelost bekamen. Hat sich das gedreht? Wie waren die Reaktionen in der Fanbase des FC Liverpool?

Richard Köppe: Naja, von einem Glückslos kann man nie sprechen, wenn man den FC Bayern zugelost bekommt, doch die Reaktionen waren zum größten Teil optimistisch. Wir wissen seit letzter Saison, dass wir über zwei Spiele jeden Gegner schlagen können und dass wir uns vor niemandem fürchten müssen. Kein Name ist uns zu groß.

Miasanrot.de: Klopp kann zudem den FC Bayern. Er konnte in der Vergangenheit aber weniger gegen Underdogs. Was hat sich in dieser Saison verbessert, dass genau das meistens klappt und Liverpool somit Tabellenführer ist?

Richard: Klopp hat die defensiven Baustellen aus den vergangenen Jahren durch die Verpflichtung von Virgil van Dijk und Alisson behoben. Auf der Torwartposition herrscht endlich Sicherheit und in der Abwehr steht mit dem Niederländer ein echter Leader. Somit haben wir gerade gegen die kleineren Vereine weniger unnötige Gegentore kassiert. Gleichzeitig haben wir unsere offensiven Stärken noch beibehalten. Firmino, Salah und Mane sind alle drei extrem torgefährlich und aus dem Mittelfeld sind Shaqiri und Wijnaldum auch für den ein oder anderen Torschuss gut. Das macht uns im Angriffsspiel unberechenbar und die meisten Gegner schaffen es nicht, diese geballte Offensive am Torerfolg zu hindern.

Miasanrot.de: Ist der Tanz auf vielen Hochzeiten für den Kader vielleicht trotzdem ein Problem?

Sven: Durch die hohe Belastung in der Premier League und die beiden Pokalwettbewerbe muss jeder englische Spitzenverein gewisse Prioritäten setzen. In den vergangenen Spielzeiten zeigte sich immer wieder, wie Liverpool zwar stark startete, am Ende der Saison aber kräftemäßig einfach nicht mehr konnte und darum den Anschluss an die Spitze verpasste. Auch die fehlende Kadertiefe war ein grosses Problem.

In dieser Saison hat man nun erstmals das Gefühl, als könnte die Mannschaft personell bis zum Ende durchhalten. Trotz gewichtiger Neuverpflichtungen weiß aber auch Klopp, dass man nicht überall dabei sein kann, entsprechend stellt er auch seine Mannschaft auf. Dass Liverpool daher sowohl im Ligapokal als auch im FA Cup nicht besonders weit kam, stellte für kaum einen Fan eine große Überraschung dar, die Prioritäten liegen anderswo.

Miasanrot.de: Welcher Wettbewerb wird denn priorisiert und wieso?

Richard: Ich glaube, für Klopp und das Team sind sowohl die Premier League als auch die Champions League von gleicher Bedeutung. Obwohl die Liverpool-Fans eine besondere Beziehung zum Europapokal haben, würde fast jeder den Meistertitel vor den Champions-League-Erfolg stellen. Wir warten seit 29 Jahren auf einen Ligatitel, es ist der heilige Gral für jeden Red. Eine ganze Generation Fans hat dies noch nicht erlebt. Es wird eine Party epischen Ausmaßes geben, wenn wir im Mai als Premier-League-Sieger 18/19 gekürt werden sollten. Kein Titel in der langen Vereinshistorie würde so sehr abgefeiert werden wie die nächste Meisterschaft.

Miasanrot.de: Welche Schwächen hat Liverpool trotz aller Erfolge noch?

Sven: Bis zum Jahreswechsel konnte man meinen, dass die Reds gar keine Schwächen zeigen würden. Dann aber änderte sich die Situation drastisch, plötzlich geriet die Mannschaft in eine Negativspirale. Die große Schwäche liegt dabei meiner Ansicht nach vor allem in der Kaderbreite der Offensive. Wenn Mohamed Salah und Roberto Firmino schwächeln, sind sie nur sehr schwer zu ersetzen, entsprechend fehlt dann auch die Torgefahr. Schwierig ist auch die Situation auf der rechten Verteidigerposition, nach dem Ausfall von Trent Alexander-Arnold und Joe Gomez standen wir plötzlich ohne Rechtsverteidiger da. Immerhin scheint Alexander-Arnold wieder fit für den Dienstag zu sein, das ist sicherlich ein unglaublich wichtiger Faktor.

Zu guter Letzt ist es auch wichtig, dass die Innenverteidigung einen guten Tag erwischt. Van Dijk dürfte im Rückspiel gesetzt sein, doch sowohl Joel Matip als auch Dejan Lovren zeigten in den grossen Spielen immer wieder schwache Momente. Hier braucht es 90 Minuten volle Konzentration.

Miasanrot.de: Welche Stärken und welche Schwächen seht ihr beim FCB?

Richard: Die Stärken des FC Bayern liegen ganz eindeutig in der Kadertiefe im Mittelfeld. Mit Goretzka, Thiago, Javi Martínez und Tolisso strotzt es nur so vor Qualität. Dasselbe gilt für die Außen. Ribéry und Robben sind zwar im Spätherbst ihrer Karriere, aber sie können Spiele entscheiden. Lewandowski ist mit acht Toren aus der Gruppenphase enorm wichtig für die Bayern und Liverpool muss auf ihn achtgeben.

Falls er aber nicht performen sollte oder sich verletzt, verliert Bayern einiges an Torgefahr, vor allem, da Müller auch noch gesperrt ist. Die Abwehr ist die Achillessehne der Mannschaft. In dieser Saison hat Bayern zu viele leichtsinnige Gegentore kassiert, vor allem gegen die kleineren Teams aus der Bundesliga. Unser Angriff hat bewiesen, dass er zu den Besten in Europa gehört.

Ich vermute, dass Spieler wie Boateng und Hummels mit dem Tempo nicht zurecht kommen werden und falls Alaba und Kimmich zu weit nach vorne gehen, könnten gefährliche Lücken entstehen. Manuel Neuer ist in dieser Saison auch nicht mehr die große Stütze, die er vor seiner Verletzung war. Trotzdem ist er immer noch ein klasse Keeper.

Miasanrot.de: Welche Art von Spiel erwartet ihr im Hinspiel und wie geht es aus?

Richard: Ich erwarte von beiden Mannschaften ein Offensivfeuerwerk an der Anfield Road. Bayern wird auf das Auswärtstor spielen und die Abwehr ohne van Dijk gehörig unter Druck setzen wollen. Doch wenn der FCB das Spiel gestalten möchte, spielt das Liverpool mit unserem Pressing und unserer Konterstärke gehörig in die Karten. Ein 0:0 werden wir sicher nicht erleben. Auch ohne van Dijk glaube ich nicht, dass der FC Bayern uns in Anfield schlagen wird. Das hat noch keine deutsche Mannschaft hinbekommen. Ich tippe auf ein 3:1 für Liverpool. Im Rückspiel in der Allianz Arena gibt es dann ein Unentschieden und Liverpool kommt weiter.

Auf der nächsten Seite analysieren wir die Probleme des FC Bayern.


Wird es für den FC Bayern das große Erwachen oder ein unerwarteter Rausch? Große Spiele haben oft ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte. Doch reicht das? Können die Münchner gegen Liverpool ihre Probleme abstellen?

Vor allem die Defensive ist in den Fokus der Kritik gerückt. 2, 1, 2, 3, 1, 1 – das sind von Augsburg bis Hoffenheim die Gegentore, die der FC Bayern in seinen Pflichtspielen des Jahres 2019 bisher kassierte.

Tiefpunkt waren dabei die drei Gegentreffer in einer Halbzeit gegen Leverkusen – eine Mannschaft, die zumindest annähernd als Generalprobe für Liverpool gesehen werden konnte. Zu hoch sei die Anzahl an individuellen Fehlern, zu hühnerhaufenartig die Formation in Phasen ohne Ball. Spieler rücken offensichtlich ohne Gefühl für den Raum heraus und verursachen Kontersituationen oder gefährliche Angriffe.

Doch kann man die insgesamt 34 Gegentore in 32 Pflichtspielen nur auf individuelle Fehler, schlechtes Verhalten einzelner Mannschaftsteile und eine insgesamt schlechte Defensivorganisation reduzieren? Man kann. Doch vor allem die Reduktion auf das Endprodukt – die schwache Abwehrleistung – führt dazu, dass das eigentliche und viel wesentlichere Problem ausgeblendet wird.

Bayerns Sorgen

Denn es greift viel zu kurz, die geschossenen Tore mit den kassierten aufzuwiegen und davon auszugehen, dass die Defensive der Ursprung aller Probleme ist. Der Ursprung liegt darin, dass der FC Bayern in den meisten Phasen eines Spiels eine Ballbesitzmannschaft ist und damit nicht mehr zurechtkommt.

Bei der individuellen Qualität, die die Offensive des fünfmaligen Champions-League-Siegers hat, sollte man davon ausgehen, dass eine geordnete Defensive ausreicht und vorne immer irgendwie irgendetwas geht. Doch das ist eben der völlig falsche Ansatz.

Er impliziert nämlich, dass Offensive und Defensive strikt voneinander getrennt werden können. Spätestens seit Louis van Gaals Vier-Phasen-Modell sollte aber klar sein, dass beide sehr stark miteinander verbunden sind: durch Umschaltmomente. Nach Ballverlusten entscheidet die Positionierung der Spieler darüber, wie gut sie in ihre defensive Ordnung oder ins Gegenpressing kommen. Bei Ballgewinnen ist die Positionierung der Spieler ebenfalls für die Folgeaktionen in Ballbesitz entscheidend.

Positionsspiel?

Ganz besonders in den Umschaltmomenten nach Ballverlusten sehen die Bayern in dieser Saison schlecht aus. Sie haben bereits in Ballbesitz Probleme, längere Ballzirkulationen zu ermöglichen. Es gibt kein Positionsspiel mehr und keine klare Zonenbesetzung. Vor allem das Zentrum leidet darunter. Die Formation der Bayern ist in der Grundordnung mittlerweile zwar ein 4-2-3-1, doch dieses äußert sich gegen tiefstehende oder kompakt verteidigende Mannschaften oft als 2-1-0-5, wenn die Rolle der Außenverteidiger zunächst mal außen vor bleibt.

Hinten bilden die beiden Innenverteidiger mit einem Sechser ein relativ flaches Dreieck, wodurch dieser sehr tief steht. Thiago löst das in der Umsetzung noch intelligenter als Martínez. Die Aufgabe dieser drei Spieler ist es, das Mittelfeld zu überbrücken und für ein direktes Spiel ins Angriffsdrittel zu sorgen. Kovač weiß hier vor allem um die Qualitäten Thiagos und seiner Innenverteidiger – auch wenn Süle ein bisschen abfällt.

Davor ist das Mittelfeld deshalb häufig unbesetzt. Dann kommen – zuletzt mit James und Goretzka – zwei Mittelfeldspieler, die als Verbindungsglied und Unterstützung für die Offensivreihe dienen sollen. Sie positionieren sich in den Halbräumen oder um Lewandowski herum. Goretzka ist hier noch etwas mehr bemüht, auch mal den Zwischenraum zu Thiago zu schließen. Vorne stehen dann im Extremfall fünf Spieler auf einer Linie, um Gleich- oder Überzahl gegen die Defensive des Gegners zu schaffen. Die Außenverteidiger schieben nur an der Linie entlang und höchstens mal in den Halbraum. Entweder tief, um den Aufbau zu verstärken, oder hoch, um den Flügelspielern zu helfen.

Verbesserungsmöglichkeiten

Fünf Spieler in der letzten Linie machen in der Theorie Sinn. Auch unter Pep Guardiola wurde das gelegentlich als Stilmittel genutzt, um tiefe Defensivreihen zu knacken. Allerdings sind diese fünf Spieler durch die fehlende Verbindung oft abgeschnitten und insgesamt selbst auch zu statisch. Dadurch geht den Bayern in dieser Saison auch jegliches Umschalten in die Defensive ab, weil die Abstände nicht stimmen. Das Dreieck ist im Spielaufbau zu isoliert vom Rest der Mannschaft und deshalb fehlt es im Raum davor an Absicherung.

Das klassische “U” (grün) wird durch die (mangelhafte) Positionierung des FC Bayern verstärkt. Das Zentrum (rot) bleibt unterbesetzt und die Passwege (gestrichelt) werden zu lang.

Eine Möglichkeit wäre es, dass die Außenverteidiger noch stärker einrücken und Thiago so bei der Absicherung, oder die Offensivspieler beim Gegenpressing entlasten. Auch in Ballbesitz gäbe es dadurch mehr Anspieloptionen, worunter dann auch kürzere Wege wären, die das Risiko minimieren, ohne die Durchschlagskraft vorne zu nehmen. Ein weiterer Weg wäre es, vorne eine W-Staffelung zu nutzen, bei der James und Goretzka insgesamt etwas mehr aus der Tiefe kommen. Manchester City beispielsweise nutzt beide Varianten fast in Perfektion.

Doch dafür müsste das Problem erstmal erkannt werden. Tatsächlich wird die öffentliche Wahrnehmung gerade durch Aussagen der Verantwortlichen auf individuelle Fehler und schwaches Defensivverhalten gelenkt. Gemeint ist damit aber nicht die Positionierung mit Ball, obwohl hier anzusetzen wäre.

Wo ist das Defensivkonzept?

Gegen Mannschaften, die wie Dortmund oder Leverkusen stärker einzuschätzen sind und die sich auch selbst mehr zutrauen, sind die Probleme ähnlich. Zwar gibt es da seltener den Fünf-Spieler-Angriff zu sehen, doch auch hier bleibt das Zentrum meist unterbesetzt, weil entweder aus dem Aufbaudreieck ein Aufbauviereck wird und der Zehner mit Lewandowski auf einer Höhe steht, oder weil die beiden offensiven Mittelfeldspieler zu sehr an den Flügeln kleben – teilweise sogar auf dem gleichen Flügel, wie gegen Hertha BSC. Außerdem stehen manchmal bis zu vier Spieler auf einer vertikalen Linie, was dem eigenen Spiel die Diagonalität nimmt, die so wichtig wäre, um kompakte Mannschaften auseinander zu spielen.

Eine Szene aus dem Pokalspiel bei Hertha BSC: In der zweiten Halbzeit standen vier Spieler in einer vertikalen Linie im ballfernen Raum. Es fehlt an Unterstützung und Raumverständnis.

Ob nun gegen hochpressende Mannschaften oder gegen tiefstehende Mannschaften: Die schlechte Positionierung in Ballbesitz führt zu mehr Ballverlusten und in der Folge zu völlig verrückten Mechanismen in den Folgesekunden. Quasi alle Spieler verfallen in einen Notmodus, in dem jeder das laufende Elend irgendwie verteidigen möchte.

Dahinter stehen aber kein Prinzip, keine Vorgabe und auch keine Idee. Jeder versucht es nach seinem eigenen Kopf. Hier rückt Alaba mal heraus und öffnet den Raum für Kotucu. Da stimmen Süle und Hummels sich mal nicht ab, wer sich jetzt an wem orientiert, um auf Abseits zu spielen und dort rennt Kimmich halbherzig von vorne nach hinten, weil er sowieso die Hoffnung verloren hat, dass irgendjemand seinen Raum absichert, wenn er nach vorn geht. Und auch in Phasen, in denen die Bayern dann mal in einer defensiven Ordnung angekommen sind, schwimmen sie von einer Notsituation in die Nächste. Vielleicht auch deshalb, weil sie es gewohnt sind, zu agieren. Nicht zu reagieren. Es ist nicht jeder einzelne individuelle Fehler, der das Problem darstellt. Es ist die taktische Einstellung (oder Nicht-Einstellung), die diese Fehler provoziert und verstärkt.

Die Saison als Spiegelbild des Umschaltverhaltens

Und zu guter Letzt stellen sich Niko Kovač und Hasan Salihamidžić vor die Kameras und erzählen etwas davon, dass man ja das taktische Foul hätte ziehen können. Oder dass die individuellen Fehler Schuld waren. Oder dass man hinten endlich Konstanz in die Leistungen kriegen müsse. Oder dass die vielen Gegentore nur abgestellt werden müssen, denn vorne fällt immer irgendwie ein Tor.

Dass es aber in Wirklichkeit in Ballbesitz losgeht und dort die Wurzel aller Probleme liegt, sagt keiner. Nicht Kovač. Nicht Salihamidžić. Nicht die Spieler. Nicht der Osterhase. Und solange das Verständnis dafür nicht da ist, dass der FC Bayern zwangsweise eine Mannschaft ist, die in Ballbesitz alle anderen Phasen des Spiels steuert, wird es auch keine positive Entwicklung geben. Selbst durch die Positionsspiel-Linien auf dem Trainingsplatz nicht, die Kovač übrigens ausschließlich für das Training der Defensive nutzt. Vermutlich ohne dabei den eigenen Ballbesitz zu bedenken.

Und so bleibt es eine Saison, die ein Spiegelbild des Verhaltens der Bayern nach Ballverlusten darstellt. Man hangelt sich von Notsituation zu Notsituation und versucht, sich von Spiel zu Spiel irgendwie den Arsch zu retten – unter dem Deckmantel des Übergangs. Ob das gegen Liverpool ein weiteres Mal gelingt, ist äußerst fraglich. Das ist auch völlig egal. Große Spiele schreiben immer ihre eigene Geschichte und der FC Bayern hat immer die Qualität, um diese irgendwie zu gewinnen. Nur ist „irgendwie“ nicht der Anspruch. Und die Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg wäre höher, wenn eine klare Vorstellung davon erkenntlich wäre, wie der FC Bayern Fußball spielen möchte und dementsprechend auch eine Entwicklung zu sehen wäre. Denn dann könnte man auch negative Ergebnisse viel einfacher rechtfertigen.

Auf der letzten Seite analysieren wir den Liverpool FC. Gibt es Schwachstellen?


Als das Duell zwischen Liverpool und den Bayern ausgelost wurde, waren sich viele sicher, dass die Münchner unter die Räder geraten würden. Das lag daran, dass die Engländer zwischendurch in der Liga davon rannten und Jürgen Klopp in seiner vierten Saison endgültig angekommen zu sein schien. Zuletzt gab es jedoch eine kleine Durststrecke.

Ist das der Strohhalm, nach dem der FC Bayern greifen kann? Ist das Team, das Guardiola im Januar als “die beste Mannschaft der Welt” adelte, doch schlagbar? In der Analyse wird man jedenfalls mehr Stärken als Schwächen finden. Aber es gibt sie. Es gibt Punkte, wo Liverpool verwundbar ist. Die Frage wird sein: Können die Bayern diese Punkte für sich nutzen?

In den letzten Jahren waren die Schwächen bei Liverpool recht deutlich und offensichtlich zu erkennen. Vor allem dann, wenn Klopps Mannschaft der klare Favorit war. Der Spielaufbau war zu träge, die schnellen Angreifer bekamen ihr Tempo nicht auf den Platz, lange Bälle über das Angriffspressing wurden schnell gefährlich und in der Abwehr war man anfällig unter Druck sowie für zu große Räume im Zwischenlinienraum.

Liverpool konnte den Favoriten der Liga zwar stets Punkte abnehmen, verlor im Meisterschaftsrennen auf der langen Strecke aber zu viel, um City ernsthaft gefährlich zu werden. Vielleicht lag es auch am Kader, der in der Breite nicht mit anderen Top-Teams zu vergleichen war.

Klopps Underdog-Image funktioniert

Klopp versteht es, seine Mannschaften zu inszenieren. Selbst bei Liverpool, wo allein in dieser Saison 246,3 Millionen Euro für vier neue Spieler flossen, schafft er es irgendwie, sich immer wieder geschickt als Außenseiter zu positionieren. Und Fans sowie große Teile der Medien kaufen ihm das ab.

Er ist ein absoluter Medien-Profi und weiß, wie er was kommunizieren muss, um Druck von seiner Mannschaft zu nehmen. Vor allem in dieser Saison macht es den Eindruck, dass Liverpool noch ein Stück befreiter und zeitgleich selbstbewusster aufspielt.

Auch vor dem Champions-League-Achtelfinale wusste Klopp die Favoritenrolle gekonnt wegzuschieben. Obwohl es seine Mannschaft ist, die nach wie vor eine souveräne Saison spielt und obwohl sein Liverpool der Vorjahresfinalist des Wettbewerbs ist, schiebt er den Druck clever weg: “Es wird so getan, als wären wir der Favorit. Das finde ich extrem witzig. Ich sehe zwei starke Mannschaften, die aufeinander treffen, wo ich nicht weiß, wer da weiterkommt.”

Jürgen Klopp weiß genau, wie er medial den Druck von seiner Mannschaft nimmt.
(Foto: Alex Livesey/Getty Images)

Die Entwicklung des Liverpool FC

Viele Experten sind sich dagegen einig, dass Liverpool mindestens leicht favorisiert ist. Das liegt daran, dass Klopp die meisten der Probleme aus den Vorjahren beheben konnte. Der Kader ist qualitativ etwas besser und breiter geworden und die Reds kassieren nicht mehr so viele Gegentore. Vor allem sind es aber die taktischen Anpassungen, die für die dringend notwendige Balance sorgten.

Mit Fabinho kam für 45 Millionen Euro eine Art Brecher für das Mittelfeld. Er ist groß, physisch stark, aber – und das wird oft unterschätzt – auch technisch begabt. Der Brasilianer ist im Aufbauspiel nicht unsichtbar, sondern streut durchaus clevere Pässe ein. Damit konnte Klopp zwei Probleme angehen: Einerseits ist die Mannschaft mit ihm stabiler bei langen Bällen und andererseits kann Fabinho ein belebendes Element im spielerischen Bereich sein.

In diese Kerbe schlug auch Virgil van Dijk, den Hummels im Moment als besten Innenverteidiger sieht. Zu Recht. Der Niederländer brachte die Zweikampfstärke der Restverteidigung sowie das Aufbauspiel auf ein neues Level. Und dann ist da noch Torwart Alisson, der auch im Torwartspiel ein klares Upgrade zu Loris Karius ist – fußballerisch und auf der Linie.

Variabilität

Doch es sind nicht nur die namhaften Transfers, die Liverpool endgültig zu einer Top-Mannschaft machten. Es ist auch die Flexibilität des Trainers, der sich in dieser Saison von seiner Vergangenheit emanzipieren will, indem er etwas Großes erreicht. Klopp liebt es, nach 6-7 Spielen mindestens ein taktisches Detail anzupassen.

In der Formation wechselte er in dieser Spielzeit mehrmals. Neben den häufigsten Ausrichtungen – 4-3-3 und 4-2-3-1 – spielte Liverpool auch mal im 4-4-2 oder 4-1-4-1: Das sind alles Formationen, die sich extrem ähneln, im Detail aber Unterschiede machen können.

Das betrifft vor allem das Pressing. Klopps “Vollgasfußball” ist in dieser Saison besser dosiert. Liverpool presst klüger, effizienter und letztendlich einfach besser. Nach dem 3:2-Sieg über PSG in der Champions-League-Gruppenphase sprach Klopp davon, dass das Gegenpressing wichtig sei, aber nur dann, wenn der Gegner es zulassen würde.

Noch besseres Pressing

Damit sprach er indirekt eine weitere Verbesserung seiner Mannschaft an. Liverpool versteht es gut, das Pressing stark zu variieren. Ist der Druck für den Gegner im einen Moment noch extrem, lässt Liverpool ihn im nächsten etwas mehr kommen. Stets aber mit einer klaren Idee und einem Ziel im Kopf.

Gegen Paris ließ Klopp häufig kleine Räume für Neymar im Zentrum, weil er wusste, dass PSG diese bespielen würde. Allerdings positionierte sich die Mannschaft clever um ihn herum, um dann die Pressingfalle zuschnappen zu lassen. Neymar kam lediglich zu zwei Abschlüssen, hatte eine Passquote von nur 75,6% und verlor viermal den Ballbesitz. Immerhin legte er aber vier Torschüsse vor und sammelte einen Assist. Doch ganz ausschalten lässt sich ein solcher Spieler nie.

Der Punkt ist, dass Liverpool nicht die eine Pressingfalle hat, sondern sich dahingehend sehr intelligent am Gegner anpasst. Gegen Bayern wird Liverpool wohl versuchen, Lewandowskis Ausweichbewegungen zu verteidigen und lange Flachpässe in den vermeintlichen Zwischenlinienraum zu provozieren, um dann schnelle Konter zu fahren. Wie bereits analysiert, ist das die Achillesferse der Münchner.

Schwächen des Liverpool FC

Doch perfekt ist niemand und so hat auch Liverpool Schwachstellen, die selbst in der aktuell hervorragenden Saison aufgedeckt werden konnten – und das von Teams aller Klassen. Die Mannschaft, die Bayern in England vielleicht am ähnlichsten ist, dürfte immer noch Manchester City sein. Ja, ja. Natürlich auf einem anderen Niveau. Guardiolas Positionsspiel ist mindestens, naja, viele Stockwerke über der Etage der Münchner.

Trotzdem kann sich Kovač von den bisherigen Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften einiges abschauen. City schaffte es jeweils, das Pressing Liverpools zu provozieren und anschließend mit schnellen Kombinationen durch das Mittelfeld in den Angriff zu kommen.

Liverpools Außenverteidiger schieben mitunter sehr hoch. Anders als die Bayern sichern die Reds die Räume dahinter aber besser ab. Und doch gelang es City mehrfach, den Außenverteidiger herauszulocken und anschließend mit Dreiecken über die Halbräume nach vorn zu gelangen, wo dann die schnellen Flügelspieler mehr Platz hatten.

Lösungsansätze für die Bayern

Ein Modell für Bayern könnte es sein, das Pressing Liverpools auf die eigene linke Seite zu ziehen und Hummels dann auf Thiago eröffnen zu lassen, der wiederum mit Alaba und Coman Dreiecke bildet. In einer etwas ferneren und höheren Zone könnte James unterstützen. Individuell sind diese Spieler fast jedem Gegner überlegen. Allerdings müssen sie als Team funktionieren und sich klug positionieren.

Es braucht zudem Folgeaktionen. Coman, James und Lewandowski können als weiteres Dreieck für Gefahr sorgen. Ist das Spielfeld auf der Seite zu eng, weil Liverpool gut am Mann ist, könnte Thiago nachrücken und auf Kimmich und Gnabry verlagern. Bayern braucht Tempo, Mut und vor allem ein Kurzpassspiel. Die langen und gefährlichen Pässe der letzten Wochen und Monate könnten ihnen das Genick brechen, wenn sie zu häufig kommen oder Liverpool gar darauf lauert.

Und selbst dann ist der Text natürlich einfacher geschrieben als es in der Realität umzusetzen ist. Fakt ist aber, dass Liverpool Probleme bekam, wenn die Räume hinter den Außenverteidigern gut ausgenutzt wurden.

Über Standards zum Erfolg?

Liverpool offenbarte darüber hinaus eine Schwäche bei Standards. Fünf der 15 Liga-Gegentore kassierten die Reds nach einem Standard. Nun sind die Bayern nicht bekannt für ihre extrem gefährlichen Standards. Rund 27% aller Bayern-Abschlüsse in der Bundesliga entstehen nach Standardsituationen. Immerhin sechs Tore nach Ecken (und zwei nach Elfmetern) stehen auf dem Konto. Es wäre zumindest keine Seltenheit, wenn Standards bei großen Spielen aushelfen.

Ein letzter Schwachpunkt, wenn man das bei Liverpool so bezeichnen kann, ist der Ausfall von Virgil van Dijk. Das macht die Reds bei Standards noch anfälliger und auch das Aufbauspiel unsicherer. Ohne den Niederländer müssen die Bayern zusehen, dass sie selbst gute Pressingfallen stellen und Liverpool auch mal hoch anlaufen. Als Vorbild könnte die eigene Leistung in Hoffenheim dienen. Gerade im Mittelfeld sind die Engländer bei Ballbesitz strukturell und technisch nicht so herausragend wie andere Top-Klubs. Das bedeutet aber nicht, dass die Bayern ständig Angriffspressing spielen sollten. Es ist genauso notwendig, mal tief zu verteidigen und Liverpool mit den eigenen Waffen in Kontersituationen zu schlagen.

Es ist eine Mischung aus Drucksituation, guter Staffelung gegen den Ball und eigenem Kurzpassspiel, das ein gutes Ergebnis gegen Klopps Liverpool bringen könnte. Das belegt zum Teil auch die PPDA-Statistik (passes per defensive action) von understat.com. Sie misst, wie viele Pässe der Gegner spielen kann, bis eine Defensivaktion erfolgt.

Selbst ins Spiel kommen

Ende September ließ Liverpool gegen Chelsea im Schnitt knapp über 15 Pässe beim Gegner zu. Resultat: 1:1. Gegen Manchester City waren es im Oktober ebenfalls knapp über 15. Das Spiel endete mit 0:0. Auch beim 1:1 gegen Arsenal (24,6 PPDA), der 2:1-Niederlage gegen Manchester City (25,79 PPDA) und dem nur knappen 1:0-Erfolg gegen Huddersfield, der in jede Richtung hätte kippen können (18,94 PPDA), kam Liverpool nicht so gut in die Zweikämpfe. Das sah bei souveränen Siegen wie dem 2:0 gegen Fulham (4,57 PPDA) oder dem 3:1 gegen Manchester United (8,59 PPDA) anders aus.

Der Zusammenhang kann durchaus auch zufällig sein. Es gibt Gegenbeispiele, bei denen Liverpool viele Pässe zuließ, und trotzdem gewann, oder wenige Pässe zuließ, und schlussendlich verlor. Doch auch der subjektive Eindruck sowie der logische Menschenverstand behaupten: wenn Mannschaften es irgendwie schaffen, Klopps (Gegen-)Pressing mindestens teilweise auszuhebeln, bekommt Liverpool Probleme.

Und das war zumindest keine Seltenheit in den letzten Wochen und Monaten. Liverpool ist ein herausragendes Team und den Bayern bisher in vielen Bereichen überlegen. Doch vielleicht schaffen es die Münchner, die wenigen Schwachstellen für sich zu nutzen. Schon die Anfangsphase des Hinspiels könnte hier entscheidend werden. Klopp lässt seine Mannschaft dort gern ein hohes Tempo gehen.

Wo steht der FC Bayern? Oder wo nicht?

In der Vergangenheit sorgte das hin und wieder für große Siege wie dem Erfolg über Manchester City in der vergangenen Saison. Es gab dadurch aber auch heftige Niederlagen, in denen sein Team nach rund einer Stunde stark an Kraft verlor – Bayern-Fans werden sich an Wembley 2013 erinnern.

Die Frage wird sein, ob Kovač vor allem auswärts auf die eigene Spielstärke mit Goretzka, James und Thiago setzt, oder ob Javi Martínez den Weg in die Startelf findet – als Staubsauger vor der Abwehr. Dann würde er vermutlich für Goretzka oder James kommen. Ein Formationswechsel dürfte jedenfalls nicht in Frage kommen, obwohl ein 4-3-1-2 mit Martínez, Goretzka, James und Thiago Sinn ergeben könnte. Ebenso wäre eine Dreierkette spannend, weil man so Kimmichs und Alabas Vorstöße besser absichern könnte.

Bei Liverpool schien es hingegen lange so, dass Klopp in dieser Saison die Balance gefunden hat, die Kovač weiterhin sucht. Doch wer weiß? Vielleicht können die Bayern die hitzige Anfangsphase überstehen und im Endspurt einen Vorteil daraus ziehen. So oder so müssen sie dafür unter Druck kluge Entscheidungen treffen. Schon das Hinspiel wird klar offenbaren, wo die Mannschaft von Niko Kovač steht. Oder wo sie eben nicht steht.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Justin gewählt. Kurzfristige Änderungen sind bis zum Spieltag noch möglich.

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 2,6 : 1 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 85,2 : 73,6 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Mohamed Salah
  2. Freie These: Bayern verliert, trifft aber.
  3. Über/Unter 3,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Martínez – Goretzka – Gnabry, Lewandowski, Coman

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Bayern gewinnt nicht.
  3. Über/Unter 3,5: Über
  4. Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Martínez – James – Gnabry, Lewandowski, Coman

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Befuerchte Kovac wird den Bus parked.

    Neuer
    Rafa Boa Suele MH Alaba
    JK JM Thiago LG
    Lewa

    Wenn Lewa kein Tor gelingt gegen Matip/Fabinho sieht es schlecht aus.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wäre Bus parken und auf Konter lauern denn so eine schlechte Idee? Ist zwar nicht schön, erscheint mir aber gegen Liverpool prinzipiell am erfolgversprechendsten zu sein. Mit Dominanzfussball tun wir uns momentan schwer, zumindest bekommen wir zuviele Tore, da wie erläutert das Positionsspiel nicht mehr so funktioniert. Die Spieler (Coman, Gnabry, Goretzka) für Konter hätten wir.

      Das Problem bei Bus parken wäre natürlich, dass die Mannschaft hier überhaupt keine Erfahrungswerte hat. Das wurde auf Wettbewerbsniveau seit wahrscheinlich 10 Jahren nicht mehr versucht (höchstens 1-2 mal unter Ancelotti).

      1. Ja, wäre es. Weil Bayern das nicht kann. Dieser Kader, und das erläutere ich ja auch im Text, ist nicht fürs Reagieren gemacht. Es muss ein Mix aus allem her.

      2. @Pete wo war das denn Bus parken? Das war genau der Mix aus eigener Spielkontrolle und Defensivarbeit in Umschaltmomenten, den ich meine. Je länger Bayern dann ohne Ball war, umso gefährlicher wurde es wieder. Auch weil nach vorne Entlastung fehlte. Ich sah jedenfalls keinen parkenden Bus und bleibe bei meiner Aussage.

      3. Dann verstehen wir unter dem Begriff Unterschiedliches.
        Wenn ich mir die Realtaktische ansehe und die extremen Absicherungsmaßnahmen zu Lasten der Offensive war das für mich (auf diesem Niveau zweier ebenbürtiger Teams in der CL) Busparken.
        Allerdings notwendiges und sehr gut ausgeführtes.

    2. @918….könnte, falls Coman ausfällt, genauso kommen. Vielleicht lässt er auch Kimmich hinten rechts und bringt Sanches davor. Würde aufgrund der Dynamik von Goretzka und Sanches Sinn ergeben. Dann vielleicht eher ein 4-4-2 mit Gnabry und Lewa vorne. (Gnabry als variabler Spieler je nach Situation hinter, links und rechts von Lewa).
      Eigentlich doch genau die Spielweise, die sich viele Fans, die sich eine Abkehr vom Dominanzfussball (Ballbesitzspiel) erhoffen, für solche KO Spiele wünschen. Nun allerdings eher der Kadersituation und der Stärke des Gegners (und der Fans) geschuldet. Ich bin wirklich gespannt auf Morgen und hoffe auf eine konzentrierte und willensstarke Leistung unseres Teams.

      1. Ich habe auch so eine Ahnung, dass wir mit Rafinha beginnen könnten. Insbesondere dann, wenn Coman ausfallen sollte. Sanches sehe eher nicht. Der ist, wenn es schnell gehen muss noch zu Unerfahren und kopflos.
        Ein 4-4-2 mit Rafinha – Hummels – Süle – Alaba
        Goretzka – Thiago – Martinez – Kimmich
        Gnabry – Lewa
        könnte ich mir zu Beginn durchaus vorstellen.

        Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob wir das überhaupt spielen können.

        Dann kann man, wenn LFC gegen Ende hin “Müde” wird, immer noch Ribery/James bringen.

        Aber ehrlicherweise bin ich so oder so nicht besonders optimistisch gestimmt und rechne mit einem Ergebnis zwischen 3:0 und 6:1

  2. P.S.
    Eure schonungslose Analyse ist wirklich das beste was man dazu bisher lesen konnte.
    Kovac und S. scheinen tatsaechlich nicht in der Lage zu sein die Ursachen der Probleme zu erkennen.
    Das Erklaeren dieser mit individuellen Fehlern nach S04 und Augsburg werden die Spieler nicht lange mitmachen.

    Wie lange lassen es UH und KHR noch so treiben?

  3. Danke Euch, alle Punkte gut zusammen gefasst.

    In den letzten Tagen wurde, frei nach Karl Valentin, “schon Alles von Allen” zu dem Spiel gesagt. Daher keine weitere Kaffeesatzleserei von mir: Let the games begin!

  4. Einen großen Vorteil hat das Spiel: die Karten liegen so offen auf dem Tisch, wie eigentlich selten: Hier ein nicht vorhandenes Defensivkonzept und ultra anfälliges Umschaltspiel. Dort die Geschwindigkeits- und Gegenstoß Könige Europas.

    Wenn es Kovac hier nicht schafft, zuminmdest anzudeuten, dass er sich etwas überlegt hat, dann wird es vermutlich nie wieder etwas in seinem Trainer-Leben.

    BTW schön geschrieben: Ich hoffe sehr, wir hören morgen gegen 22 Uhr nicht wieder etwas von “unnötigen individuellen Fehlern.”

  5. Man entschied sich bei der Wahl nach der passenden Bleibe in Liverpool für das “Hotel Titanic”. Wenn das mal kein gutes Omen ist…

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    1. Hat wahrscheinlich Olli Kahn rausgesucht ..

    2. Genau mein Humor :D

  6. Wieder einmal eine tolle Analyse von euch. Im Grunde sind wir jetzt wieder angekommen in der Zeit vor Hitzfeld als individuelle Klasse die Spiele für uns entschied. Ich kann wirklich nur hoffen das U. Hoeneß und KHR die öffentliche positive Bewertung des Trainers taktisch platzieren, um den Spielern Alibis zu nehmen und Ruhe im Verein zu haben. Ich könnte wirklich gut mit einer Saison ohne Titel leben wenn ich wüsste das dann wie 2007 ein Umbruch mit Top Spielern folgt.

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    1. Ich weiß ja nicht, ob du die Hitzfeld-Zeit bewusst miterlebt hast, aber in der Zeit, in der Ottmar das Sagen hatte, wäre mir so etwas wie ein stringentes Konzept nicht wirklich aufgefallen. Die Erfolge zu Beginn dieses Jahrtausends lagen fast zu 100% an individuellen Klasseleistungen (oft genug von Olli Kahn) und an einem unbändigen Willen, gepaart mit einer guten Prise Glück (wenn man mal 1999 ausnimmt). Eine Taktik, der man alles untergeordnet hätte, gab es zu keiner Zeit, statt dessen verschiedene Systeme, die häufig gewechselt wurden, aber meist erst dann, wenn Hitzfeld merkte, dass das bisherige System zu einer Bruchlandung führen würde. Zur Verzweiflung vieler merkte Hitzfeld manche Dinge erst sehr spät, aber gerade noch rechtzeitig, um die Mannschaft noch zu Titeln zu führen. Schade, dass es miansanrot zu Ottmars Zeiten noch nicht gab. Man hätte sich die Finger mindestens so wund schreiben können wie 2019.
      Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an das Interview von Philipp Lahm im Herbst 2009 erinnern, als er beklagte, dass bei Bayern eine klare Philosophie fehlt. Im Zeitraum von Sommer 1998 bis Sommer 2008 hatte Bayern bis auf 2,5 Jahre Magath aber nur einen Trainer, nämlich Hitzfeld. Ergo war Hitzfeld für Lahm wohl auch kein Trainer mit einem Konzept.
      Bezieht man aber Hitzfeld in die Überlegungen mit ein, ist auch das Verhalten von UH und KHR verständlich, denn zumindest für UH war Hitzfeld (neben Heynckes) die Idealbesetzung als Trainer. Und bei Hitzfeld kann man wohl eines sagen: er lieferte meistens ab, auch wenn es einige Schwächephasen gab und das Spiel der Mannschaft nicht immer schön anzusehen war. Hitzfelds große Stärke war der Umgang mit Spielern und nicht seine taktische Begabung. Vielleicht sieht UH da tatsächlich einige Parallelen zu Kovac. Leider ist seit Hitzfelds Ende bei Bayern mehr als ein Jahrzehnt vergangen und seit seinen größten Erfolgen schon fast 20 Jahre. Der Fußball hat sich geändert und ohne Taktik geht zumindest auf höchstem Niveau gar nichts mehr. Da stellt sich dann wie so oft die Frage, ob die Instinkte eines Mannes, der in der freien Wirtschaft schon in Rente wäre, irgendwann nicht nachlassen.

      1. Sehr richtig, @Willy
        dazu kam halt noch – neben unglaublichem Pech 1999 – relativ viel Glück 2001 mit dem last-Minute Tor in Hamburg und dem Elferschießen gegen Valencia. Und hier sind wir auch wieder bei Einzelleistungen, Effe, vor allem Kahn. Die Meisterschaften waren ja eher Stückwerk und meist recht knapp.

        Hitzfeld hatte auch aus meiner Sicht null taktisches Konzept aber er konnte eines wie kein Zweiter: eine Mannschaft formen, Führungsspieler ausgucken und er konnte mit den Leuten umgehen, mit jedem so wie er es gebraucht hat. Das hat nach ihm nur noch Don Jupp geschafft.
        Dass zu den jeweiligen Zeiten auch immer des Verletzungspech ausblieb hat möglicherweise noch andere Gründe oder es war auch einfach Glück.

  7. @Miasanrot..Auch von mir ein großes Dankeschön für die tolle Analyse. Echt Klasse wie ihr das wieder gemacht habt.

  8. https://fcbayern.com/de/news/2019/02/der-tag-vor-dem-spiel-in-liverpool-im-reiseticker

    Schade! Auch wenn Süle der schneller IV ist, hätte ich mir das erfahrene Duo Hummels / Boateng in der Startelf gewünscht! Dazu Martinez als Absicherung auf der 6.

    Könnte mir sogar vorstellen, dass Kovac wirklich mit Martinez / Thiago / Goretzka beginnt und dafür James opfert :(

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    1. Bei der Berichterstattung der Blöd und Sky,hat man das Gefühl die wünschen sich ein weiterkommen von Klopp.
      James wird mit Sicherheit nicht spielen.
      Eher im Rückspiel. Kein gutes Zeichen für so einen Spieler. Große Bühne CL und
      Ich wäre mir sicher er Würde abliefern.
      Leider hat er nicht gut gespielt gegen Augsburg und hat sich somit verzichtbar gemacht. Wichtig wird sein die erste halbe Stunde ohne Gegentor zu überstehen. Bin jetzt schon hochgradig angespannt. Auf geht’s Männer.

  9. >> Auch Klopps Bilanz gegen den Rekordmeister aus Deutschland ist aus Sicht des FCB ernüchternd: 9 Siege, 4 Unentschieden, 16 Niederlagen. <<

    Das ist etwas irreführend: Diese Bilanz ist doch aus Sicht von Klopp oder? Also hat er eine negative Bilanz!

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    1. “Aus Sicht des FCB” nur 9 Siege 4 Unentschieden und leider 16 Niederlagen.

    2. Andersrum. Klopps Mannschaften haben gegen Bayern 16 mal Gewonnen, 9 mal verloren und 4 mal unentschieden gespielt.

      1. Glaub kaum, dass das so stimmt, denn im Artikel wird ja auch erwähnt, dass bei den angeblich 9 Niederlagen von Klopps Teams sechs an Mainz gehen. Was bedeuten würde, dass Klopp nur 3x gegen FCB mit den Dortmundern verloren hätte in all den Jahren. Also ich erinnere ich mich spontan an allein schon zwei Finalniederlagen (CL/Pokal), womit dann nur noch eine in der Bundesliga dazugekommen wäre. Ohne jetzt die Statistiken zu durchwühlen: das ist wohl so nicht korrekt. Aber ich lass mich gern eines Besseren belehren.

  10. Hallo zusammen,

    die Aufstellung wird echt spannend, James würde am Freitag erst ausgewechselt als es schon 2:3 stand, durfte er sich für Dienstag schonen? Martinez wurde erst in der 82 Minute eingewechselt, einspielen und Sicherheit bekommen sieht doch anders aus? Ich bin echt gespannt, nach den letzten Wochen müsste doch die Startelf so aussehen :
    Neuer
    Kimmich, Süle, Hummels, Alaba
    Thiago, Goretzka,
    Gnabry, James, Coman (Ribery)
    Lewa

    Diese Elf hat Kovac jetzt schon seit Wochen gebracht, baut er wirklich um, ich bin gespannt?

    Falls er Martinez bringt, bleibt vermutlich Goretzka draußen, die Frage ist nur welchen Martinez bekommen wir zu sehen? Meinen Helden von 2013, mein MVP im Finale gegen Dortmund oder der Martinez von 2018, bemüht, Kopfballstark aber im Pressing und Spielaufbau eine Gefahr für die eigene Mannschaft?!?

    Mensch freu ich mich auf das Spiel!

    Sg

  11. Auf Tranfermarkt.de steht die 9/ 4/ 16- Statistik gegen Klopp. Er hat also 9x gewonnen, 16x verloren. 6 der Niederlagen sind aus der Mainzer Zeit. Wenn man noch die Zeit rausreichtet, in der Dortmund noch nicht so rund lief, kommt man irgendwann zu einer (für Klopp) positiven Statistik. Aber: Klopp-Teams haben insgesamt gegen Bayern nur 1,07 Punkte pro Spiel geholt. Von den knapp 150 Teams gegen die er bislang spielen durfte, war er nur gegen ca. 10 weniger erfolgreich…

  12. Ähmmm…ich denke nicht:

    http://www.transfermarkt.de/jurgen-klopp/bilanz/trainer/118

    Sieht für mich an positiver Bilanz pro Bayern aus!

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    1. Tatsächlich! Danke für die Korrektur.

  13. Boateng hat Magen-Darm! Wer’s glaubt.

  14. Ist doch auch logisch, wo haben wir denn 16 Mal gegen Klopp verloren?
    In der Tat glaube ich fast dass sich einige diebisch freuen würden, wenn wir so richtig eine auf die Mütze bekämen.

    Zugegeben sieht grade alles danach aus. Allerdings muss Pool die komplette IV ersetzen. Und wenn wir zur Abwechslung hinten mal ordentlich stehen, kommt man vielleicht mit einem blauen Auge davon. Ich bin soweit dass ich sage jeder Niederlage mit nicht mehr als zwei Toren Unterschied ist noch im Rahmen. Am besten mit eigenem Treffer. Auswärts ist Liverpool gerade in der CL alles andere als unschlagbar.

  15. Hmmm..wieso sollte man nicht ab und zu auch nur reagieren. Ist es unter unserer Würde oder was? Real Madrid hat in den letzten 3 Jahren bei einigen k.o. spielen in der CL auch nur reagiert. Und zwar erfolgreich reagiert. Wenn man beim Reagieren die richtigen Entscheidungen trifft kann man auch erfolgreich sein. Die Frage die man die letzten Tage stellt ist wer von den IV spielen bzw nicht spielen soll. Niklas, Jerome oder Mats. Warum den nicht bei diesem Spiel mit allen drei? Warum denn nicht mit einem 5-3-2 spielen das situativ also bei Ballbesitz zu einem 3-5-2 wird?

    Manu
    Niklas Mats Jerome
    Josh Javi Thiago James David
    King Robert

    Wenn der King gesund ist. Ansonsten Serge. Anstatt James könnte auch Leon spielen aber James kann in jeder Sekunde den tödlichen pass spielen.
    Wem es zu defensiv oder zu ängstlich erscheint sollte bedenken das Josh und David offensiv eine Waffe sind. Defensiv gehören sie allerdings nicht zu den stärksten (vor allem Josh). Deshalb auch die Absicherung durch einen zusätzlichen IV.

    Ich habe viele Spiele des LFC diese Saison gesehen weil es eine meiner Lieblingsmannschaften in Europa ist. Deshalb war ich nicht gerade glücklich über die Auslosung. Meiner Meinung nach hat der LFC zwei Gesichter. Das Anfield-Gesicht und das Auswärts-Gesicht. Auswärts verlieren sie einiges von ihrer Stärk. Beleg dafür sind die 3 Auswärtsspiele in der Gruppenphase. Gegen PSG verloren, gegen Napoli verloren (ok etwas unglücklich weil zum Schluss) und gegen Roter Stern!!!! verloren was ihnen beinahe in der Endabrechnung das Weiterkommen gekostet hätte.

    In der Anfield Road dagegen sind sie eine Macht und es macht Spaß ihnen zuzusehen (hoffentlich nicht am Dienstag). Deswegen meine Meinung. Am Dienstag etwas defensiver und abwartender. Ja und warum nicht mehr reagieren als agieren und ins offene Messer laufen. Die Holländische Windmühle fehlt ja bekanntlich im Hinspiel. Lovren ist angeschlagen und Matip und Gomez gehören jetzt nicht gerade zur Elite Europas was IV betrifft. Wenn man es klug und schnell spielt, aus einer geordneten Defensive heraus kann man durchaus zum Erfolg kommen. 1 oder sogar 2 Tore auswärts sind ja bekanntlich in der K.O. Phase meistens Gold wert. Im Rückspiel zuhause kann man und muss man dann offensiver spielen. Ich freue mich schon seit Tagen auf das Spiel. Ich wünsch uns viel Spaß.

  16. Macht mich auch stutzig, diese angebliche “Magen-Darm-Geschichte” von Boateng. Allerdings – wenn es was disziplinairsches wäre, hätte man ihn dann zu Hause gelassen?

    Dafür ist Hummels wohl fit. Der saß nämlich gestern in einem Straßencafe und ich Hans-Guck-in-die-Luft wäre ihm fast reingelaufen.

  17. Ich dachte, es würde deutlich, was ich meine. Ich habe es nun aber ausführlicher und unmissverständlicher geschrieben.

  18. Favoritenrolle? Gibt’s nicht. So sieht es die (halb-) wissenschaftliche Sportwelt:

    538: FCB 52%, LFC 48%
    ClubElo: FCB 49,6%, LFC 50,,4%
    Tipico: FCB 47% LFC 53%

    Mehr Münzwurf geht kaum, absolut offenes Spiel. Das wird herrlich! Und wir werden weiterkommen.

  19. “Obwohl es seine Mannschaft ist, die nach wie vor souverän die Tabelle anführt…“

    Mmmmmmmmm, nein.

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    1. Danke für den Hinweis, ist angepasst. Dass City mit einem Spiel mehr vorbeizog, hatte ich übersehen.

      Ändert aber nix an der bisher souveränen Saison.

  20. Eins ist klar: Busparken geht nicht, selbst wenn wir’s könnten, in Liverpool müssen wir mindestens 1-2 Tore schießen, zuhause einen Rückstand aufholen mit keinem Auswärtstor wird niemals klappen.
    Wenn Martínez die Form hätte müsste er spielen – hat er aber nicht.
    Thiago hat keine Bindung zur 4er Kette und kimmich ist ja defensiv total überfordert, der wird niemals ein rechter Verteidiger (nicht böse gemeint bei seinen assists und Aktionen nach vorne). Die Tore gegen Augsburg waren ja schlimm.
    James lässt bei allem Potential offensiv einfach zu viel zu viel Raum defensiv zur hinteren Kette. Deswegen glaube ich, dass er nicht spielt und dafür Martínez, Thiago und Goretzka, der derzeit einfach torgefährlich ist und auch Kopfball kann (gegen eine 2.wahl Abwehr von LFC muss da was gehen).
    Wird auf jeden Fall ein heißer Ritt, aber wir sind der FCB und Liverpool muss gewinnen, mit jeder Minute zu 0 und jedem Tor sollten wir sicherer werden.
    Bin ich nervös…
    Off Topic:
    @ Anton: Man setzt nicht vor jedem Spielernamen ein „ein“, das ist furchtbar zu lesen, sorry.
    @918: die Abkürzungen nerven.
    @allgemein: seid doch mal alle entspannter und nicht so verbissen beim kommentieren, das wirkt extrem uncool, ist doch nur Fußball.
    Real verkackt gerade alles und sie waren jetzt 3 mal CL Sieger, alles Nieten im Vorstand?

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    1. Ich hab doch noch gar nix geschrieben – Herr Lehrer!

  21. Alte Bayern Weisheit. Auch wenn Liverpool leichter Favorit sein sollte, sie müssen uns erst schlagen. Zur Klopp Statistik. Selbst wenn er die nächsten 10 Spiele gewinnen sollte, das Spiel der Spiele hat er verloren.

  22. Schöne Analyse bzw. Beschreibung des Zustands. Das Schöne am Fussball ist ja, dass ein einzelnes Spiel immer anders ausgehen kann als man vermutet, weil es eben auf den einen Fehler ankommen kann. In Summe wären wir eigentlich die klar unterlegene Mannschaft (Kadertiefe, taktisches Konzept, individuelle Klasse usw.).

    Und dennoch freue ich mich wie Bolle auf das Spiel – zugleich fürchte ich mich extrem. Eigentlich kann es nur gut ausgehen, wenn wir einen Sahnetag erwischen. Aber genau darauf hoffe ich. Ansonsten ist ordentlich Haue zu befürchten, da wir einfach keinen Plan haben, wie wir offensiv oder defensiv spielen wollen (ist ja im Beitrag auch schön beschrieben).

    Stimmt es wirklich, dass die Positionsmarkierungen nur für das Defensivtraining genutzt werden? Das wäre ja, ähm, … erschreckend.

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    1. Zumindest habe ich es so von meinen Quellen gehört, denen ich vertraue. Kovač legt viel Fokus auf das Defensivtraining

      1. Wenn das stimmt, dass Kovac seinen Fokus auf die Defensive legt, dürfte er seine Inkompetenz als Trainer für einen Verein wie den FC Bayern hinlänglich bewiesen haben.
        Es sei denn sein Ziel war die beste Defensive der Liga auf Normalmaß und weniger zu stutzen.

        Ach ja, und bevor jetzt wieder der Vorwurf des Kovacbashing gemacht wird, meine ernst gemeinte Bitte: Was spricht für eine Weiterbeschäftigung von Niko Kovac als Trainer des FC Bayern?

      2. Vielleicht einfach weil der FC Bayern, trotz aller offensichtlichen Unzulänglichkeiten, nicht im Februar den Trainer entlässt, wenn die Mannschaft in der Bundesliga Zweiter ist, in Schlagdistanz zum Ersten, im Viertelfinale des DFB-Pokal und im Achtelfinale der Champions League steht. Und die Mannschaft nicht zerstritten scheint und gegen den Trainer meutert. Am Saisonende schaut es wieder anders aus.
        Wir sind schließlich nicht der HSV, Köln oder Nürnberg.

      3. Und Stand jetzt wieder aus eigener Kraft Deutscher Meister werden kann …

      4. das schöne an dieser kovac-konstellation ist doch, das jedes ergebnis gegen den LFC seine vorteile hat. wenn wir eine klatsche kriegen wie in paris aufgrund der kovac’schen defensivarbeit + insuffizienz im ballbesitz- und positionsspiel, dann wird hoeness hoffenlich bald die reissleine ziehen (“das war nicht der FC bayern”). und wenn wir ein gutes ergebnis holen (z.b. niederlage mit nur einem tor unterschied), dann gibt es noch hoffnung fürs rückspiel…

  23. Und der gruselige, unstrukturierte, uninspirierte Fußball, den Kovac spielen lässt, die Tatsache, dass wir trotz seines Fokus auf die Defensive nicht defensivstark sind, dass keinerlei kovacsche Handschrift, also im positiven Sinne, erkennbar ist, dass nichts Hoffnung auf Besserung macht, ist völlig egal.
    Hauptsache die Mannschaft ist ruhig und wir sind warum auch immer mit mittelmäßigem Fußball noch in Schlagdistanz zur Spitze.
    Mir reicht das nicht. Mag arrogant klingen, aber ich möchte den Fußball genießen, den der FCB spielt und nicht leiden müssen.
    Oder ist Kovac unschuldig an dem Gemurkse, dass wir uns allwöchentlich ansehen müssen? Ich denke nein.

  24. Die Analyse ist Wasser auf die Mühlen meiner Argumentation, dass Kovac kein geeigneter Trainer für unseren FCB ist.
    Wenn es ihm nicht gelingt, sich zu ändern und taktisch für ihn völlig neue Wege zu gehen, wird Kovac uns ins Mittelmaß zurückführen, aber nicht wieder unter die Top-Vier in Europa, wo wir unter Heynckes und Guardiola waren.

    Bis jetzt hat Kovac leider – nach zwei Drittel der gesamten Spielzeit – nicht gezeigt, dass er in der Lage ist, seine Spieler ein gelingendes Pass- und Positionsspiel aufziehen zu lassen und über genügend Ballbesitz auch die notwendige Dominanz aufzubauen, die es braucht, Gegner vom Format Liverpool oder höher zu schlagen. Von der in der heutigen Zeit nötigen Flexibilität – 90 Minuten lang Ballbesitz oder hoch pressen schafft schließlich niemand – möchte ich da noch gar nicht reden.

    Ich befürchte sogar, dass Kovac – der sicherlich nicht so dumm ist, den Aspekt Zonenspiel unberücksichtigt zu lassen – die Mannschaft genau so spielen lassen will, wie wir sie sehen:
    Aus einer eher nach rückwärts orientierten Aufstellung mit starker Defensivstruktur durch weite Schläge, schnelle vertikale Pässe oder “Box-to-Box”-Läufe den Gegner zu überrumpeln versuchen. Dann konsequent auf den 2. Ball gehen, um den Gegner gleich wieder unter Druck zu setzen. Da machen dann eben auch 5 Mann auf einer Linie in der Offensive Sinn, weil gleich 5 Mann als mögliche Empfänger solcher Steilpässe bereit stehen bzw. den Abwehrversuch des Gegners gleich wieder attackieren bzw. den Ball gleich wieder aufnehmen können. Für so eine Herangehensweise benötigt Kovac offensiv kein Zonenspiel!

    Aus Kovac’ Sicht ist das durchaus alles nachvollziehbar: Schwächere Gegner werden durch die massiven Angriffe und unermüdlichen Versuche, mit dem Ball in den Gegner-Strafraum zu gelangen irgendwann “weichgeklopft” und lassen Torchancen zu. Gegner wiederum, die mitspielen, können nach deren Ballverlust durch die geforderte Vertikalität in Pass oder Lauf überrumpelt werden und so kann ebenfalls Torgefahr heraufbeschworen werden.

    Was ist in dieser Herangehensweise nun aber das Problem?
    Durch die stärker nach rückwärts orientierte Aufstellung hat auch der Gegner viel Raum, den er nutzen kann, um schnell vorzurücken und unsere Abwehrorganisation durch schnelles Pass-Spiel durcheinander zu bringen. Selbst Mannschaften wie Augsburg schaffen es zumindest phasenweise, den Ball laufen zu lassen und dadurch Gefahr zu erzeugen.
    Spielstarke Mannschaften, die über eine gute Abstimmung zwischen Abwehr und Angriff verfügen, können diesen Raum und sich bietende Lücken noch viel besser nutzen, erst recht, wenn sie stark auf Dominanz ausgerichtet sind.

    Bleibt der Gegner konsequent hinten, kann es sein, dass wir hohe Ballbesitzquoten erzielen, ohne jedoch Gefahr hervorrufen zu können, weil die Pässe im mittleren Drittel gespielt werden, wo es ungefährlich ist.
    Zwar können die ständigen hohen Bälle und versuchten Steilpässe mit Glück durchrutschen und gefährlich werden, aber es wird Gegner mit “Wellenbrecher-Mentalität” geben, die in ihrer Defensivordnung so gut strukturiert sind, dass sie alle Angriffsversuche verteidigt bekommen. Insbesondere, wenn bei uns die Variabilität im Angriffsspiel fehlt.

    In jedem Fall entwickeln sich Spiele, welche wenig geordnet wirken, in dem die Abläufe ins letzte Drittel ungeplant und eher zufällig erscheinen, immer darauf setzend, dass durch die individuelle Klasse unserer Spieler eben doch der entscheidende Ball verwertet werden kann. Ärgerlicher Weise haben auch unserer Gegner Spieler mit hoher, teils sogar höchster individueller Klasse und Fertigkeiten, sodass auch da jeder Zeit mit einer Aktion gerechnet werden muss, die zum Gegentor führen kann. Und da die Gegner mittlerweile auch über ein System verfügen, welches auch offensiv Spielkontrolle ermöglicht und nicht auf Überrumpelung setzt, ist die Wahrscheinlichkeit gelingender Zuspiele auf diese Könner hoch.
    Schlimmer noch, Kovac System provoziert geradezu Ballverluste durch das vertikale Spiel – ein gefundenes Fressen für spiel- und pressingstarke Gegner.

    Ich bin überzeugt, Liverpool wird der Kovac’en Spielidee die Grenzen aufzeigen! Doch bedeutet “Grenzen aufzeigen” nicht automatisch den Torerfolg für Liverpool, sodass durch eine beherztes und mannschaftlich geschlossenes Auftreten auf dem Rasen das Schlimmste vielleicht sogar verhindert werden kann. Und nach vorn sind wir durch unsere Individualisten ja auch immer für ein Tor gut. Ich hoffe daher auf ein Unentschieden, nicht schön anzusehen und in einigen Momenten auch mit mehr Glück als Können erzwungen. Aber es würde reichen, um zu Hause gegen eine dann verunsicherte Mannschaft aus Liverpool alles klar zu machen. Allerdings gibt es selbst dann noch das Viertelfinale zu spielen…und soviel Glück wie Chelsea werden wir wohl nicht haben.

  25. Ist mir tendentiell bisl zu negativ, mit den Ausfällen hinten hat Liverpool einige fiese missmatches.
    Alleine Lewa vs Matip/Lovren würde mich als Kloppo um den Schlaf bringen.

  26. Also das „der Club is a Depp“ für Morgen zusätzliche Motivation liefert hätte ich beim Besten Willen nicht gedacht.

    Ich freu mich, um 14:25 Uhr geht der Flieger

  27. […] aktuelle Gegner des FC Bayern in der UEFA Champions League wird derzeit viel gelobt und das nicht zu Unrecht, denn Jürgen Klopps […]

  28. Tipps??

    Trotz allem Pessimismus wegen der löchrigen Abwehr sagt mir mein Bauchgefühl, dass wir ein halbwegs gutes Ergebnis in Liverpool holen und 2 Buden machen (Lewa +James)…
    Wie viele Gegentore wir eingeschenkt bekommen, vermag ich allerdings nicht zu sagen.

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    1. Wir verlieren 5-2. Wir werden uns gut halten und wenn dann gegen Ende die Konzentration nachlässt und die Abstände immer größer werden, erleben wir dann unsere eigenes Tottenham….
      Zum Glück habe ich für heute Konzertkarten und werde das Spiel nicht ansehen müssen :-)

    2. Wird ein 1:2 Auswärtssieg.

      Tore: 1:0 Gnabry. Ausgleich durch Milner. 1:2 Lewy Elfmeter. Salahs Tor wird wegen Abseits vom VAR aberkannt.

      1. Sehr detailliert….hast du das geträumt? ;-)

    3. 2:1 für liverpool
      das wird dann im Rückspiel zu einer epischen Verlängerung führen! :-)
      In der Verlängerung bekommt Lewa endlich seine Absolution, indem er uns heroisch weiterschießt

    4. Wir gewinnen 3:1

      1. Hinspiel 3:1 für Liverpool (2:0 zur Halbzeit)
        Rückspiel 2:2

  29. Was die Buli angeht, denke ich LEIDER nicht, dass es am Ende für die Schale reichen wird :(

    Der BVB schwächelt zwar, aber selbst, wenn wir das direkte Duell für uns entscheiden, unser Restprogramm erachte ich als schwieriger, was die Partien gegen Teams aus dem oberen Drittel angeht:

    – Gegen Hertha (nach CL-Belastung)
    – In Gladbah
    – In Leipzig
    – Gegen Frankfurt

    BVB:

    – Gegen Leverkusen (nachdem die Pillendreher in der EL ran müssen und ohne Bellarabi)
    – In Gladbach

    Und selbst bei Punktgleichheit wird der BVB wahrscheinlich die besser Tordifferenz aufweisen! Wir schießen einfach zu wenig Tore! Waren es diese Saison überhaupt schon mal mehr als drei gegen einen Bundesligisten??!

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    1. Nach dem 11. Spieltag hatte der BVB 13 Tore mehr erzielt als wir. Stand jetzt haben wir 4 Tore weniger geschossen. Rechnet man das noch, dürfte die Tordifferenz bald zu unseren Gunsten ausschlagen. Ich finde auch, dass man beim BVB mit den Auswärtsspielen in Augsburg, Bremen und Berlin noch ein paar weitere Brocken hat. Ganz wichtig wird das direkte Duell.

    2. Hmm, du führst (nur) die Partien gegen die Mannschaften aus dem oberen Drittel der Tabelle an, bist dir aber schon bewusst, dass Dortmund gegen Düsseldorf und Nürnberg keinen Dreier holte, aber zB gegen uns oder Gladbach gewinnen konnte…? Spiele gegen “kleine“ Mannschaften sind nicht unbedingt einfacher, für Mannschaften, die voll aufs Spielerisches setzen schon gar nicht; gerade jetzt scheint sich eine Blaupause herauszukristallisieren, wie man gegen Dortmund bestehen kann (auf Physis setzen nämlich, Bürki zB hat ja offen bestätigt, dass sie damit Probleme haben), gut für uns.

      Prognose: Bleibt spannend bis zum Schluss, Bayern Meister.

  30. Liebe Leute,
    ihr redet ja, völlig zurecht wie ich finde, von einem mangelhaftem Positionsspiel, fehlender Struktur und Matchplan. Ich glaube nicht, dass Kovac sich für Positionsspiel oder Strukturen interessiert. Er weiß, dass es so etwas gibt und manche Trainer davon Gebrauch machen, aber ihm ist das offensichtlich völlig egal. Zumindest bis jetzt. Ja, er hat einmal die Formation angepasst, aber wirklich viel hat sich dadurch nicht geändert. Er betreibt auch fast ausschließlich positionsgetreue Wechsel und greift nicht per InGameCoaching in laufende Spiele ein. Er legt den Wert einfach komplett auf andere Dinge. Anscheinend ja Defensivarbeit. Aber bis jetzt sieht man davon fast nichts.
    Allerdings glaube ich dennoch, dass er einen (wenn auch sehr, sehr groben Matchplan hat). Und dass er gut mit Menschen umgehen kann. Das rettet ihn ja anscheinend gerade. Zwar zweifele ich seine sozialen Fähigkeiten nicht an, aber sein Umgang mit der Mannschaft an solche finde ich dann auch wieder problematisch. Müller, Rafinha und Boateng scheinen komplett raus zu sein, Sanches ebenfalls (dabei sollte dieser doch laut Kovac in der Rückrunde mehrere Einsätze bekommen). Von den jungen Talenten ganz zu schweigen.

    Deshalb bin ich mittlerweile der klaren Meinung, dass für Kovac am Ende der Saison Schluss sein sollte. Unabhängig vom Ausgang in allen drei Wettbewerben. Bis dahin kann man jetzt nach neuen Trainern Ausschau halten. Selbiges gilt für den Sportdirektorposten.

  31. Über die momentane Situation ist wohl jetzt wirklich alles gesagt. Auch wenn ich die negativen Betrachtungen hier voll verstehen kann und teile, hat irgendwie in den letzten Stunden sich doch die Vorfreude bei mir persönlich durchgesetzt. Vielleicht auch wegen der positiven Nachrichten aus dem Frankenland. Oder weil bei Liverpool auch ein paar wichtige Spieler fehlen. In ein paar Stunden sind wir alle deutlich schlauer. Euch allen ein schönes Spiel und natürlich viel Erfolg unserem Team :)

  32. Roland Wohlfahrt Seite 19.02.2019 - 18:56

    Ich wünsche mir heute ein 3-4:0 für Pool und dass dieses Ergebnis endlich zum Anlass genommen wird, diese unsägliche Ära Kovac zu beenden. Jeder Satz im zweiten Teil eurer messerscharfen Analyse zeigt einmal mehr dessen Inkompetenz auf. Wird Zeit, dass gehandelt wird. Mit einem vernünftigen aka einigermaßen kompetenten Trainer ist ja nach gestern sogar die Meisterschaft wieder drin.

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    1. Ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie man aus solchen taktischen Überlegungen ernsthaft gegen die eigenen Mannschaft sein kann…

      1. @Olorin: +1
        Gegen die eigenen Jungs zu sein geht gar nicht. Trainer hin oder her!!

      2. Die Alt-User (as in Opas) haben sich doch schon lange als “gesättigt” geoutet. Hier geht es anscheinend nicht mehr um den Verein, sondern ums eigene Wohlbefinden “guten Fußball zu sehen”.

  33. Ich verstehe Kovac einfach auch nicht: Gibt sich als Riesenfan von Pep aus, hat sogar ein Praktikum bei ihm absolviert, aber sieht nicht, dass seine Mannschaft dauerhaft Grundthesen des Juego de posicion verletzt (z.B. nie mehr als 3 Spieler in einer horizontalen, nicht mehr als 2 in einer vertikalen Linie). Das wurde ja sehr schön von euch in der Problemanalyse aufgezeigt.
    Finde ich traurig: entweder er entwickelt eine eigene Spielidee, die auch dem Spielermaterial gerecht wird oder er muss sich halt mal ein Buch über Positionsspiel kaufen und es auch lesen. Na ja, mal abwarten, was das Spiel heute bringt.

  34. Mein Tipp:

    FCL – FCB: x:1, wobei x>=3

  35. Der Blick auf die Ersatzbank zeigt die ganze Misere.
    Also Davies rein, mache Tor!

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    1. Die Erstzbank macht mich auch fassungslos. Selbst mit den 2 angedachten Wintertransfers wäre das noch immer nicht richtig stark. Und wenn man dann noch die Abgänge im Sommer bedenkt, dann sieht man, was alles in Sommer zu tun ist. Da ist die Verpflichtung von James eigentlich schon jetzt obligatorisch.

      Und jetzt hoffe ich – wider alle Erwartungen – dass es ein gutes Spiel von und für uns wird. Entweder wir haben nachher ein wenig Grund oder zumindest zur Hoffnung oder zur Freude oder eben einen Grund für weitere heisse Trainerdiskussionen.

      1. Gott gnabry, nimm den Kopf hoch!!

  36. Deutlich besser als erwartet – bin sehr positiv überrascht.
    Wobei der Druck von Pool in den letzten Minuten stärker wurde – gut, dass erstmal Halbzeit ist.

  37. Wir brauchen gar nicht hinfahren… Wir haben eh keine Chance… Wir werden da abgeschlachtet… Zur Pause stehts 5:0…

    Wer sich wiedererkennt darf sich angesprochen fühlen ;-)
    Es waren ja einige hier dabei, die sich die letzten Wochen in der Art geäußert haben.

    Jetzt steht es 0:0 zur Pause.

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    1. Ich leiste Abbitte…

  38. Der Sky-Stream unter aller Kanone. Aber das Spiel passt.

    Kommt jetzt Nicos Ingame-Coaching? :-)

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    1. Sky wird deshalb wieder abbestellt. 5 x Rauswurf, unscharf, Wackler, Hänger usw. Die kriegen das technisch einfach nicht gebacken. Soll DAZN den Laden bitte übernehmen!

      1. Same here.. :/
        Sky scheint den Ansturm heute nicht geregelt bekommen zu haben. Bei BL funzt bisher alles perfekt, aber das heutige Spiel war eine Katastrophe was den Sky Stream angeht.

  39. So langsam geben wir jetzt das Spiel aus der Hand – wenn wir nicht gegensteuern rappelt es demnächst…

  40. Was für eine Abwehrschlacht… Durchhalten Jungs!

  41. Hummels und Martinez – ganz großes Kino heute!

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    1. Und Thiago. In meinen Augen überragend.

  42. Respekt vor der Leistung. Wir haben zwar auch ein wenig Glück gehabt, aber kämpferisch hat es von vorne bis hinten gestimmt. Spielerisch darf es schon noch mehr sein. Was ich mich allerdings frage: warum geht so eine engagierte Defensivleitung nicht auch gegen Augsburg und Co?

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    1. Hummels absolute Weltklasse! 1.schritt ist getan.
      Hartes Stück Arbeit noch im Rückspiel,aber die Chance ist da!

    2. Vielleicht doch psychische Nachwehen der WM?
      Vielleicht ist man nach 6 Titeln in Folge nicht mehr ganz so gierig?

      1. Es kann nur so sein. Andere Erklärungen kann es nicht geben.

  43. Javi überragend, vorne nichts Besonderes. Aber was solls, das 0:0 hätte Jeder sofort unterschrieben.

    Bin nicht happy, aber zufrieden.

  44. Ich bin absolut baff! Dass wir heute unserer 0-0 Serie in Liverpool treu bleiben (können), hätte ich nie gedacht. Respekt und Glückwunsch für Nico Kovac und die Mannschaft!

  45. Hummels und Martinez beste Spieler!!

    Bin ebenfalls nicht happy, aber passt scho!

  46. 2x 0:0 und im Elfmeterschießen weiter.

    Die Eintracht holt den Europapokal!

    Aber mal ernsthaft. Hier wurden wir ja schon mit 7:1 nach Hause geschickt. Ich nehm ein 0:0, selbst wenn man dann mit einem höheren Unentschieden ausscheidet. Man hat sich nicht blamiert und bei der Auswärtsschwäche von Liverpool ist alles möglich. Ohne den Kop sehe ich die nicht halb so stark.

    Allerdings hätte man doch die Verteidigung von Liverpool unter diesen Voraussetzungen mehr beschäftigen können.

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    1. Tolle Leistung und super Einstellung. Das war absolut nicht zu erwarten. In diesem Stadion ein 0:0 erkämpfen, das müssen andere Mannschaften erstmal nachmachen. Natürlich geht es offensiv noch besser. Aber mit ein wenig Spielglück ist wirklich alles drin. Ich bin zufrieden.
      (……unsere Bank war wirklich nicht gut besetzt. Da muss sich echt was tun im Sommer)

  47. Sorry, aber die Offensive hat mich auf beiden Seiten enttäuscht. Da sehe ich beide Vereine nicht in einem Finale. Auch wenn Leute meinen, Titel werden durch die Defensive gewonnen. Ich glaube auch nicht, dass Klopp mit diesem Liverpool am Ende den nationalen Titel holt (auch wenn ich es ihm gönnen würde). Für Bayern sollte es Auftrieb für die Bundesliga geben …

  48. Und die Eintracht holt den Europapokal !

    Taktisch hat der Niko heute alles aus seiner Trickkiste geholt was möglich war. Chapeau.
    So kenne wir ihn und das ist auch seine Stärke.
    Daheim wird man diese Kiste dann schon nach Hause schaukeln. Und schon ist der vermeintlich unbesiegbare Kloppriese zum Zwerg mutiert.
    Also alles gut in der Bayerngemeinde.
    Vermeintlich gut. Btw, kann sich einer daran erinnern, wann die Bayern es die letzten Jahre nötig hatten eine dermaßende Mauertaktik zu fahren?

  49. Auf ein Unentschieden hatte ich gehofft, mit einer knappen Niederlage gerechnet, einen Kantersieg für Liverpool auch nicht für unmöglich gehalten. Insofern: Ich bin zufrieden und freue mich vor allem über die engagierte Defensivleistung. Das Spiel nach vorn hingegen, die Abläufe ins letzte Drittel, blieben einmal mehr blass.
    Kurz zusammengefasst: In der Defensive meisterlich, offensiv schwächlich! Somit für das Rückspiel noch alles offen.

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    1. “Kurz zusammengefasst: In der Defensive meisterlich… ”

      Dass das von dir kommt, hast du selbst am wenigsten erwartet ;-)

  50. […] des letzten Spieltags: Justin 1,8 : 3 […]

  51. […] aktuelle Gegner des FC Bayern in der UEFA Champions League wird derzeit viel gelobt und das nicht zu Unrecht, denn Jürgen Klopps […]

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