Serge Gnabry: Letzte Chance auf Comeback und EM?
Beim 7:0 gegen Union Berlin am 18. September kam Gnabry erstmals in dieser Saison für 13 Minuten zum Einsatz – ein wichtiger Schritt zurück in den Wettbewerbsfußball. Aber wird es reichen, um beim FC Bayern oder in der Nationalelf wieder Fuß zu fassen?
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Serge Gnabry: Nominierung trotz sehr wenig Spielzeit
Es ist wirklich sehr bemerkenswert: Obwohl Gnabry in der laufenden Saison bisher kaum Einsatzminuten für den FC Bayern sammelte, holte ihn Bundestrainer Jürgen Klopp in den ersten 24-köpfigen Kader für die Nations-League-Spiele gegen die Niederlande und Griechenland Ende September in seinen Kader. Gnabry nannte diese Entscheidung ein „ganz großes Plus“ und sieht darin eine „großartige Gelegenheit“, sich im Rennen zu halten und für Einsätze zu empfehlen.
Dieser Vertrauensvorschuss ist beachtlich – besonders vor dem Hintergrund, dass andere Offensivspieler wie Deniz Undav oder Leroy Sané sich womöglich wundern dürften, warum Gnabry trotz fehlender Praxis berufen wurde und sie nicht. Für Gnabry ist es jedoch eine einmalige Chance, die er nutzen muss. Er wird die komplette Länderspielpause bei der Nationalmannschaft verbringen, um Spielpraxis zu sammeln.
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Der Konkurrenzkampf ist extrem für Gnabry
Bei der DFB-Elf plant Klopp mit einem flexiblen System, das auf aggressivem Pressing, schnellem Spiel und einer stabilen Viererkette basiert. Im Mittelfeld rückt Joshua Kimmich wieder auf seine Lieblingsposition als „Sechser“, vor ihm sind ballsichere „Achter“ wie Felix Nmecha gefragt. Wer dann die weiteren offensiven Positionen belegt, ist noch offen.
Geschenkt bekommt Gnarby aber nichts. Im flexiblen 4-3-3 von Klopp ist die Konkurrenz in der Offensive riesig: Neben den gesetzten Kräften wie Jamal Musiala, Florian Wirtz oder Kai Havertz drängen auch Karim Adeyemi, Kevin Schade und Chris Führich auf Spielzeit. Wenn Gnabry als hängende Spitze oder Halbstürmer eine Rolle spielen will, muss er sofort liefern.
Klopp machte ohnehin klar, dass es ihm bei der Kaderzusammenstellung eher um eine Perspektive in Richtung EM 2028 geht als um eine reine Momentaufnahme.
Serge Gnabry auch bei Bayern mit viel Konkurrenz
Beim FC Bayern könnte Gnabry besonders als Rotationsspieler für die Außenbahnen dienen, um Jamal Musiala, Michael Olise oder Luis Díaz zu entlasten. Kompany hat einen „positiven Konkurrenzkampf“ angekündigt – Gnabry muss jedoch zeigen, dass er nach der langen Pause wieder die nötige Explosivität und Zweikampfstärke mitbringt.
Die Länderspielpause bietet dem Angreifer jetzt die perfekte Bühne, um zu zeigen, dass er zurück ist. Wenn er die Chance nutzt, um im Training und möglicherweise in den Nations-League-Spielen zu überzeugen, könnte er sich nicht nur beim FC Bayern wieder in die Rotation spielen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für sein EM-Ticket 2028 erhöhen.
Sein größter Vorteil zeigte sich deutlich in der Saison 2025/26: er kam 37-mal zum Einsatz, davon 24-mal als hängende Spitze, siebenmal über links, fünfmal über rechts und einmal als Mittelstürmer.
Doch die Zeit drängt und es wird garantiert nicht einfach. Mit der wachsenden Konkurrenz bei Bayern (Saibari, Musiala, Olise, Díaz) und im Nationalteam (Wirtz, Musiala, Adeyemi, Führich, Schade) ist es jetzt möglicherweise Gnabrys letzte Gelegenheit, sich auf hohem Niveau durchzusetzen, das wird nach der langen Pause aber sicher nicht einfach.


