Xabi Alonso im Dress des FCB gegen den BVB.

On this day – 28.04.2015: FCB rutscht gegen BVB aus

Katrin Trenner 28.04.2024

Ach, was waren das noch Zeiten, als der FC Bayern regelmäßig ins (Halb-)Finale des DFB Pokals einzog. Die Ausbeute seit 2020 hingegen sieht etwas mager aus: Gleich dreimal war bereits in der zweiten Runde Schluss (gegen Holstein Kiel, gegen Saarbrücken, und nicht zu vergessen die 0:5-Klatsche gegen Mönchengladbach), in der Saison 2022/23 scheiterte man im Viertelfinale am SC Freiburg.

Heute vor neun Jahren sah die Welt noch anders aus. Der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale 2015 war im Grunde nicht mehr als das Pflichtprogramm für den Rekordmeister; dort wartete Borussia Dortmund. Zu dem Zeitpunkt stand bereits fest, dass Trainer Jürgen Klopp die Schwarzgelben zum Saisonende verlassen würde – am liebsten natürlich mit einem Pokalfinale in Berlin.

Das wiederum wollten die Bayern verhindern – konnten sie doch der erste Verein der Geschichte werden, der in vier aufeinanderfolgenden Jahren das DFB-Pokal-Finale erreicht. In der Liga hatte Bayern sowohl zuhause als auch auswärts gegen Dortmund gewonnen, zwei Tage vor dem Pokal-Halbfinale hatten sie bereits die vierte Meisterschaft in Folge – und die 25. insgesamt – eingetütet.

Auch in der Champions League war der FC Bayern ins Halbfinale eingezogen: Eine Woche später sollten die Münchner dort auf Barcelona treffen.

FCB gegen BVB: Zunächst lief alles nach Plan

Im DFB Pokal-Halbfinale verlief zunächst alles nach Plan (zumindest aus Sicht der Münchner). In einer starken ersten Halbzeit konnte Robert Lewandowski die Gastgeber in der 30. Minute gegen einen Gegner, der über weite Strecken harmlos blieb, verdient in Führung bringen. Die Bayern waren hoch überlegen und hätten die Führung „nur“ halten oder eine ihrer vielen Chance – besonders zu Beginn der zweiten Hälfte – verwandeln müssen. Wäre, wäre, Fahrradkette. So läuft es leider nicht im Fußball.

In der 75. Minute glich Pierre-Emerick Aubameyang völlig unerwartet aus. Die Partie kippte und ging in die Verlängerung. Dort wurde Kevin Kampl in der 108. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen – doch die Münchner schafften es nicht mehr, ein Elfmeterschießen zu verhindern. Auch weil Schiedsrichter Peter Gagelmann mehrere strittige Situationen eher gegen den FCB entschied.

Und was für ein Elfmeterschießen nun folgte! Es wurde so absurd-komisch-tragisch, dass es fast schon wieder lustig war. Als hätten sie vorher eine Slapstick-Comedy-Performance einstudiert, rutschten Philipp Lahm und Xabi Alonso beide beinahe identisch am Elfmeterpunkt aus und verschossen.

BVB schockt den FC Bayern im Elfmeterschießen

Dortmunds Torhüter Mitch Langerak hielt dem Elfer von Mario Götze. Und Bayerns Keeper Manuel Neuer, der auch hier mal wieder als Schütze fungierte, traf die Querlatte. So reichte es den Dortmundern, dass aus ihren Reihen lediglich Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl ihre Elfmeter verwandelten – sie standen im DFB-Pokal-Finale (das sie gegen den VfL Wolfsburg verloren). Der FCB musste sich gegen den BVB indes geschlagen geben.

Für die Bayern war es eine zu verkraftende Niederlage, aber der Traum vom Triple war geplatzt. Außerdem war die Art und Weise, wie das Elfmeterschießen verloren ging, natürlich ein gefundenes Fressen für alle, die es nicht mit dem Rekordmeister halten.

Auch in der Champions League war später gegen den FC Barcelona Schluss, und so konnte in der Saison 2014/15 „lediglich“ die Meisterschaft verteidigt werden.

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