Pokalaus: Bayern wird eingeschneit

Daniel Trenner 13.01.2021

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung 

Wenige Tage nach der zweiten Saisonniederlage gegen Borussia Mönchengladbach war der FC Bayern hoch im Norden Kiels auf Vergeltung aus. Hansi Flick rotierte dabei seicht. Für die formschwachen Alaba und Pavard kamen Hernández und Sarr in die Mannschaft. Der verletzte Goretzka wurde durch sein französisches Pendant Tolisso ersetzt, dazu rückte Musiala für Costa ins Team. Lewandowski bekam eine Verschnaufpause. Wie früher in der Nationalmannschaft unter Flick, spielte Thomas Müller in der Spitze. Gnabry und Sané kamen über die Außen.

Marc Roca saß dabei wie gewöhnlich auf der Bank, nicht einmal gegen einen Zweitligisten vertraute Flick dem jungen Spanier. Auch Alexander Nübel musste seine Hoffnungen auf einen zweiten Pokaleinsatz begraben.

Bemerkenswert waren dazu die Trikots, in denen die Bayern aufliefen. Nachdem die Damen und Amateure bereits diese Sonderedition trugen, spielte nun auch die erste Herrenmannschaft im verwaschenen Humanrace-Trikot. Über das Design mag man streiten, doch dem humanitären Gedanken dahinter, kann man nur beipflichten. Vielleicht fasst sich der Verein demnächst so auch an die eigene Nase und verzichtet auf die gewöhnliche Werbung am linken Arm… 

Der Tabellendritte der 2. Bundesliga ging mit einem 4-3-3 ins Spiel, aus der Bundesliga sollte den meisten Zuschauern wohl noch Flügelstürmer Fin Bartels in Erinnerung sein.

1. Halbzeit

Nach einigen glücklosen Angriffen zu Beginn, kam der FC Bayern in der 14. Spielminute mit dem ersten Torschuss zur Führung. Nach einer Flanke Tolissos, konnte Kiels Torwart Gelios Müllers Kopfball nur zur Seite abwehren, von wo Serge Gnabry abstaubte. Ein Blick auf einen Fernsehbildschirm hätte klar gezeigt, dass sich Gnabry im Abseits befand, doch in dieser Runde hat der DFB-Pokal (leider) noch kein VAR.

Bayerns Angriffsspiel wurde in der Folge besser, doch eine Lawine an besten Tormöglichkeiten kam nicht wirklich dabei heraus. So bekam der Underdog in der 37. Minute selbst die Chance zum Ausgleich und passend zu den letzten Wochen Bayerns, trafen sie auch sofort. Ein wilder langer Ball von Dehm auf den freien Bartels, der Süle und Sarr davongelaufen war. Neuer blieb chancenlos. Nach einem Standard gelang den Münchnern kurz vor Schluss noch beinahe die erneute Führung, doch Tolissos Ablage auf Müller war zu kurz, so ging es mit einem 1:1 in die Kabine.

2. Halbzeit 

Beide Mannschaften kamen ohne Wechsel aus der Kabine und Bayern erzielte fast direkt die erneute Führung. Nach einem Foul an Jamal Musiala im rechten Halbraum, trat Sané zum Freistoß an und verwandelte perfekt in den rechten Winkel.

Kiel kam nun zu einer Reihe gefährlicher Szenen, doch auch der FC Bayern erhöhte um ein Haar in der 66. Minute nach einem Solo Musialas. Gut eine Viertelstunde vor Schluss brachte Flick Lewandowski und Costa für Musiala und Sané, Müller rückte auf seine geliebte Spielmacherposition. Auch Kiel begann parallel mit ihren Wechseln und kurze Zeit später tauschte Hansi Flick noch Pavard für Sarr. All diese Wechselspiele waren dem Spielfluss überhaupt nicht zuträglich. Kiel war davor drauf und dran, gefährlich zu werden. So sah es danach aus, als würde das Spiel angespannt austrudeln, Flick schien mit der Einwechslung Rocas das Spiel bereits inoffiziell für Beendet erklärt zu haben. Doch dann, komplett aus dem gar nichts, packte Kiel noch zum Hammerschlag aus. Van den Bergh flankte von links in die Mitte wo Davies (!) als einziger Kopfballspieler verteidigen musste. Wahl köpfte aus kürzester Distanz ein und brachte Manuel Neuer zum Kochen.
Fun fact: 6.000km entfernt fiel exakt zur selben Minute der Hammerschlag zu Donald Trumps zweitem Impeachment, was davon jedoch historisch bedeutender war, möchte ich nicht beurteilen. Gerüchte zur dramaturgischen Absprache, lassen sich jedoch nicht komplett von der Hand weisen.

So ging es in die Verlängerung, etwas was die Bayern bei einem derart vollen Kalender sicherlich lieber hätten vermeiden wollen. Die erste Halbzeit dieser lief ziemlich ereignislos ab, zum Seitenwechsel kam noch David Alaba für Corentin Tolisso als letzte Wechseloption.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung wurde Bayern nun zielstrebiger, zeigte wohl die beste Viertelstunde der Partie, schaffte es jedoch partout nicht echte Torchancen herauszuspielen. Die Elfmeterlotterie musste herhalten. Ein Elfmeterschießen, dass es in sich hatte. Alle fünf Schützen der beiden Teams trafen, dann scheiterte ausgerechnet der wenig spielende Marc Roca. Fin Bartels schoss die Bayern aus dem Pokal.

Dinge, die auffielen

1. Spielmachende Innenverteidiger

Holstein Kiel spielte ein mutiges hohes Mittelfeldpressing, welches die Innenverteidiger Bayerns im Spielaufbau fast vollständig freie Hand ließ. So durften sich Niklas Süle und Lucas Hernández freien Herzens im Passspiel austoben. Im Vergleich zu Boateng und Alaba wird ihnen ja gemeinhin ein schwächeres Passspiel angerechnet, doch heute spielten sie einen pressingbrechenden Ball nach dem anderen. Gerade die boatenghaften Lobs hatten eine richtig gute Quote. Leider konnten ihre angreifenden Mitspieler nur allzu selten etwas mit diesen Vorlagen anfangen.

2. Langer Ball = Gegentor

Gefühlt in jedem Spiel muss der FC Bayern derzeit ein Gegentor nach einem wilden, langen Ball schlucken. Auch gegen Kiel war das der Fall. Diesmal war das Gegentor von besonders absurder Art und Weise. Dehms Flanke war fast mehr ein Pressschlag als ein so gedachter Ball und trotzdem befand sich Niklas Süle wie aus dem Nichts alleine gegen drei Gegenspieler. Sarr und Hernández waren beide im Niemandsland.

Hansi Flick wurde im letzten Jahr vollkommen zurecht mit Lob nur so zugeschüttet, doch wenn eine von ihm trainierte Mannschaft immer und immer wieder auf die exakt gleiche Art geknackt wird, muss sich in diesem Punkt auch der Trainer der Kritik stellen. Auch das zweite Gegentor war absurder Natur. Bei eigener Führung darf es einfach nicht sein, dass Linksverteidiger Davies alleine gegen drei Gegenspieler am eigenen Fünfer ins Kopfballduell muss. Es ist das gleiche Lied/Leid wie seit Wochen: Bayern kassiert einfach viel zu viele, viel zu einfache Gegentore. Egal ob gegen den Champions-League-Achtelfinalisten Gladbach oder Zweitligisten Kiel.

3. Flick mag keinen Roc(a)

Viel Rotation stand auf dem Programm, doch einer musste sich 90 Minuten auf der Bank begnügen. Marc Roca nahm seinen Stammplatz auf der Bank ein. Und das obwohl Leon Goretzka ausfiel und Tolisso in den letzten Spielen nicht überzeugen konnte. Obwohl Bayerns Spiel einfach nicht in den letzten Spielen lief und obwohl Tolisso abermals nicht überzeugen konnte. Flicks Einwechslung Rocas 80 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, hatte dann fast etwas von Höchststrafe. Mehr traute Flick seinem jungen Spanier nicht zu. Ist es dann erstaunlich, wenn Roca nie wirklich ins Spiel findet, wenn sich sein Cameo auf einmal als wichtiger 30-Minuten-Einsatz entpuppt? Roca spielte merkwürdig hoch, bekam sogar Abschlussmöglichkeiten. Dabei ist er eigentlich klarer Sechser, das Spiel am gegnerischen Strafraum ist eigentlich nicht seins. Dass er dann am Ende der Unglücksrabe vom Elfmeterpunkt ist, passt da nur ins Bild.

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  1. Skandal!!11

    So läufts halt manchmal im Leben. Glückwunsch nach Kiel, jetzt holt euch aber auch das Ding. ;-)

    Und wir.. wir sollten langsam wieder in die Spur finden. Unser Spiel korreliert derzeit sehr mit den Außentemperaturen. Wir nähern uns dem Nullpunkt. ;-)

  2. Die sachliche, aber durchaus deutliche Kritik an Flicks Festhalten am System würde ich so unterschreiben:

    Schon in weiten Teilen der Hinrunde hat das trotz der Gegentore nur funktioniert, weil die Offensive in überragender Form war, speziell Lewy.
    Jetzt hakt es in der Offensive auch ein bisschen und schon gerät alles ins Rutschen. Darauf muss in der Defensive schnellstens reagiert werden.

    Besonders gestört hat mich der Wechsel Gnabry / Roca in der Nachspielzeit. Nicht nur, dass es hier NUR ums Zeitschinden ging, keinesfalls um Wertschätzung für Roca.
    Der Wechsel war auch insofern äußerst riskant, weil man damit einen der wenigen kreativen Offensivspieler geopfert hat. Das Anrennen in der 2. Halbzeit mit gefühlten 25 Kimmich-Eckbällen und sonst nix war auch dem Fehlen von Optionen vorne geschuldet.
    Zu Costa sage ich besser gar nichts mehr – außer, dass er nach wie vor zu viele falsche Entscheidungen trifft.

    Mittlerweile scheint die ganze Mannschaft in mäßiger Verfassung zu sein. Ich bin wirklich gespannt, wie und wann man das wieder in den Griff bekommt.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Zum Start der Saison 21/22.

      1. Lt. Statistik brauchte der FCB in der letzten Saison 37 Ecken für ein Tor. Köln traf alle 12 Ecken, Union alle 13. Es wurde heuer gefühlt eher schlechter. Gestern waren es allein 15. Das kann’s doch nicht sein!!!

  3. Was war positiv? Endlich wissen wir, wie recht all die Experten hatten, die schon immer wußten, wie gut es laufen würde, wenn man endlich einen Söldner wie Alaba aus der Mannschaft wirft.

  4. Waren wir so schlecht oder Holstein so gut? Wie auch immer, Kiel hat das wirklich gut gespielt. Bayern war nach vorne nicht gefährlich und zielstrebig aber das lag auch an den 11 gegenerischen Spielern, die das richtig gut gespielt haben.
    Glückwunsch nach Kiel.

    Bastian hat es in der ARD vor dem Spiel gesagt, “der Code scheint entschlüsselt zu sein”. Als Beispiel dazu die Gegentore 1 und 2 gegen Gladbach. Natürlich hätte man dafür auch viele andere der letzten Gegentore nehmen können. Es gab ja reichlich.
    Oder man wartet einfach ab und schaut wie Kiel noch in der ersten Halbzeit den Ausgleich durch ein Ebenbild der letzten Gegentore erzielt…
    Das ist verrückt, unerklärlich!

    Die Aufstellung, gerade die Viererkette, fand ich mutig aber trotz zweier Gegentore weitgehend in Ordnung.
    Endlich hat Hernandez seine Chance in der IV bekommen. Unser giftigster Abwehrspieler war mMn als Außenverteidiger verschenkt. Die Pässe von ihm und auch die Läufe haben mir gestern gut gefallen.
    Davies bemüht aber ohne die Leichtigkeit aus der Rückrunde 2019/2020. Dennoch gute Bewegungen. Gefühlt ängstlich in den Zweikämpfen, schwächer im Tackling.
    Sarr war auf der anderen Außenbahn ein guter Pavard Ersatz. Eines der besseren Spiele von ihm.
    Süle gut mit einigen starken Bällen in die Offensive. Passquote und -genauigkeit hat gestern gepasst.
    Insgesamt war das eine ansprechende Leistung der Kette. Die haben so nie zusammengespielt (werden es vermutlich auch nicht mehr…) dafür gab es vielversprechende Ansätze mit klarer Entfaltung der persönlichen Stärken der einzelnen Spieler.

    Abgefallen sind gestern wieder einmal Tolisso (leider) und Sané (bis auf den wunderbaren Freistoß).

    Ein paar Spielern scheint Hansi gar nicht mehr zu vertrauen. Saßen gestern wieder 90 Minuten auf der Bank.
    Roca musste erst als Objekt fürs Zeit schinden herhalten und war dann auch noch der “Depp” beim Elfmeter. Tut mir ehrlich ein wenig Leid für ihn.

  5. Kalender ausgedünnt, schönes Trikot und ein extremer Warnschuss. Mehr bleibt bei mir nicht in Erinnerung….

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Äh, das Trikot war nicht schön…

      1. Mitglied Wohlfarth schlägt dir gleich sein 92er Trikot um die Ohren…

      2. Wieso sollte ich?

    2. Ehrlich gesagt war das Trikot der Hauptgrund für die miserable Leistung. Sah aus, als hätte sich ein ganzer Vogelschwarm darauf erleichtert, passend zum Vortrag besch….

    3. Weil mich dieses Trikot halt an meine Anfänge erinnert. 1991-92
      Olympiastadion – Horrorsaison.
      Und der einzige Lichtblick war damals Roland Wohlfahrt.
      Bin anscheinend zu Alt oder zu Retro… ;-)

      1. Damals war das Trikot auch schön.
        Die Neuauflage ist verhunzt.
        Seinen Anteil an diesem beschämenden Auftritt gestern würde ich gegen Null bewerten.
        Das h ist übrigensi mmer noch hinten.

  6. Zwei Dinge, die schon vor dem Spiel entschieden wurden, hatten möglicherweise größeren Einfluss auf das Spiel gestern:
    1. Die Spieltagsanreise: Es mag in vollen Kalenderwochen sinnvoll sein, dieses System zu praktizieren, aber warum probiere ich es bei einem KO-Spiel aus? Der Spielplan im Januar ist nicht gerade mit übermäßig vielen Auswärtsspielen vollgepackt und eins davon ist in Augsburg, quasi von der Anreise her also ebenso ein Heimspiel. Theoretisch hätte man das gleiche Prozedere übrigens auch in Gladbach ausprobieren können und für das Pokalspiel kein Neuland betreten.
    2. Der anfängliche Verzicht auf Lewandowski: Rotation und Schonung müssen sein, aber warum ausgerechnet dann, wenn der ursprünglich verpflichtete Backup Choupo-Moting verletzungsbedingt fehlt? So musste in der Offensive unnötig umgestellt werden und man machte es dem Gegner dadurch leichter als nötig. Ohne Zielspieler vorne drin ist es einfach ein anderes Spiel.
    Trotz dieser Maßnahmen muss man das Spiel natürlich trotzdem gewinnen, aber gerade aufgrund solcher Maßnahmen gehen möglicherweise auch die paar Prozentpunkte verloren, die nötig wären, um so ein Spiel so zu gestalten, dass der Außenseiter in der 94. Minute nicht nur ein Tor im Rückstand liegt sondern mindestens 2 oder 3.
    Zu der Auswechslung Roca – Gnabry möchte ich noch sagen, dass ich Flick schon beim CL-Finale nicht verstanden habe, wie er bei angesichts einer drohenden Verlängerung (und bei einem Tor Vorsprung muss man immer damit rechnen, dass der Gegner noch zum Ausgleich kommt), Thiago 5 Minuten vor Schluss rausnehmen konnte. Gestern war es ähnlich. Wenn man schon Zeit gewinnen will, dann könnte man auch Roca gegen Tolisso tauschen oder Martinez reinbringen, der definitiv kopfballstärker wäre und trotz aller anderen Defizite immer noch weiß, wo man als defensiver Mittelfeldspieler in der Schlussphase stehen muss. So hätte man mit Gnabry im Fall der Fälle wenigstens noch einen dribbelstarken Spieler mehr auf dem Feld gehabt.
    Warum musste Roca dann in der Verlängerung so weit vorne spielen, wenn man durch die Einwechslung von Alaba doch auch Davies nach vorne ziehen könnte. Müller stand gegen Ende des Spiels oft weit weg vom gegnerischen Tor auf der rechten Seite, weil es ja dann auf einmal 4-3-3 statt 4-2-3-1 sein musste.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich bin sehr gespannt, wie Flick zukünftig die Personalie Roca handhabt.
      Der war gestern, sicherlich auch der fortgeschrittenen Spielzeit geschuldet, ein absolut belebendes Element.
      Und er hatte die Eier zum Elfer anzutreten, was eine Menge Mut erfordert, wenn man eh weiß, dass man nicht der Liebling des Trainers ist.

    2. Stimme bei Lewa absolut zu. Es hätte eventuell auch gereicht, ihn zur Halbzeit zu bringen.

      Mich hat Neuer im Elferschießen enttäuscht. Keine Ausstrahlung und die letzten drei alle gleich. Soll kein Vorwurf sein und schon gar keine Schuldzuweisung; nur ein Eindruck vor dem Bildschirm.

      1. Ja, es wirkte irgendwie anders, als man es bei einem Elfmeterschießen beim Torwart erwartet. Allerdings würde ich da den Eindruck, den man von außen am TV-Bildschirm hat, nicht zu ernst nehmen, der kann schon sehr täuschen. Daß er nur an einem der zwar nicht schlecht, aber keineswegs überragend geschossenen Elfmetern mal näher dran war, fand ich auch überraschend.

      2. Ich fand das von beiden Mannschaften ein überragendes Elfmeterschießen. Fast jeder Elfer richtig stark geschossen. Hab ich so auch selten gesehen.

      3. Ging mir genauso!

  7. Glückwunsch an Kiel! Da war gestern BL-Niveau von denen, das muss man auch mal konstatieren. Kar sollten wir die schlagen, aber die haben hinten kaum Fehler gemacht und vorne genau gewusst was sie tun müssen.
    Ein Abseitstor und ein nicht zu verteidigender Standard.
    Nun zu den Bayern.
    Außer Sane funktionert noch keine einzige Neuverpflichtung (auch Roca nicht), also eine deutliche Verschlechterung zur Vorsaison, Tolisso, Pavard, Gnabry, Alaba und Phonzie im Formtief, der Rest mental auf dem berühmten Zahnfleisch.
    Persic anzugeben war, wie man sieht, ein Fehler, der Weggang von Thiago (ja, er wollte weg) trifft uns in erster Linie im defensiven Bereich. An seine “Steals” und Grätschen im MF denke ich mit sehr viel Wehmut zurück.
    Wir generieren momentan auch kaum mehr nennenswerte Torchancen. Immer nur über außen ist zu eindimensional. Oder man übt mal Flanken und Kopfballsituationen. (Perisic)
    Und Flick? Scheint mit der Kaderzusammenstellung zu hadern und unter dem Formtief der Mehrheit seiner Spieler zu leiden. Er muss wegen der Belastung rotieren, aber wir haben momentan nur 8/9 Spieler auf Topniveau, die in seinem System spielen können. Der Rest fällt dann schon ab und damit hält das System dem Geger-Druck nicht mehr stand, die mittlerweile auch wissen, wie man gegen uns spielen muss.
    Ergo muss Flick anpassen. Und zwar schnell.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sané “funktioniert” meiner Ansicht nach auch nur bedingt. Die vielzitierte Entscheidungsfindung scheint mir nicht immer optimal zu sein. Allerdings kommt er aus einer langen Verletzung, ist noch jung und muß sich in einer schwierigen Saison etablieren. Insofern noch kein Grund zum Alarmismus. Möglicherweise nicht das, was man sich von einem 50Mio+x Transfer erhofft, aber gut…
      Roca fand ich in seinen bislang wenigen Auftritten eigentlich ganz gut, und verstehe in der Tat auch nicht, warum er nicht häufiger spielt. Gestern kam ja die Bemerkung, daß Roca gerade nach dem gestrigen Abend in der Startelf gegen Freiburg stehen sollte, was ich unterstützen würde. Das wäre evtl aus psychologischen Gründen wichtig. Andererseits wäre er nun wirklich nicht der erste Neuzugang bei Bayern, der sich im ersten Jahr extrem schwer tut, aber dann doch noch wichtig für’s Team wird.
      Sarr ist anscheinend noch überhaupt nicht in München angekommen. Er wirkt immer wie ein Sicherheitsrisiko hinten, ohne dafür als Ausgleich nach vorne echte Impulse zu bringen. Ein Rätsel – da wäre ein Nachwuchsspieler bis jetzt klar die bessere Option gewesen.
      Costa kann man vor Elfmeteschießen bringen…
      Der “Neuzugang” des Jahres ist für mich Stand heute Musiala. Torgefährlich, ballsicher und gut integriert im Team, wie es aussieht. Den sollten wir nicht verlieren, denke ich.
      Etwas Hoffnung macht zumindest die Verlängerung – als die Mannschaft wirklich *wollte*, ging ja auch was. Mit Alaba, Kimmich & Roca war das Mittelfeld meiner Ansicht nach ballsicherer als in vielen unserer letzten Spiele. Und so wenig bzw schlechte Chancen waren es nicht – es gab mehrfach die Möglichkeit für ziemlich ungestörte Abschlüsse vom Strafraumrand aus. Fragt sich nur, wieviel davon dadurch bedingt war, daß Kiel nicht mehr konnte. Nun ja: alle 20 Jahre mal in Runde 2 auszuscheiden ist kein Beinbruch. Und ein paar englische Wochen weniger in dieser Saison ist nun nicht falsch. You can’t win them all…

    2. Korrektur: man hat Perisic nicht abgegeben, er hat noch bis 2022 Vertrag bei Inter.
      Man hat ihn nicht verpflichtet, weil Inter nach seiner Leistung bei Bayern ihn nicht für eine realistische Summe abgeben wollte.
      Aber ja, er fehlt in vielerlei Hinsicht.

      1. Interessant, ja, ich habe gestern auch Perisic vermisst.

    3. Schon merkwürdig das sich so viele wundern das es nicht so gut klappen kann nachdem man Thiago einfach mal so verkauft hat ohne rechtzeitig adäquaten Ersatz zu haben. Am Ende wurde dann Roca hingeknallt den man schon zu Kovac Zeiten als zu leicht befunden hatte. Und ja Tolisso kann es auch (nicht).
      Ohne Kontrolle im ZM funktioniert das System des offensiven dominanten Ballbesitzfussball nicht zu dem sich der FCB bekannt hat.

      Nachdem man sich vom Ping Pong Rumpel Fußball der Anc und Kovac endgültig verabschiedet und zur neuen alten Philosophie bekannt hat muss man natürlich den richtigen Trainer (hat man) und den notwendigen Kader dafür haben.

      Tolisso Süle Sarr Costa passen nicht zu der Philosophie und den Fußball den der Club die Spieler und der Trainer spielen wollen. Und den Spieler der perfekt passte verkauft man für peanuts.

      Die Spieler und der Trainer werden nur wegen der Inkompetenz weniger nicht irgendein anderes System spielen wollen.

      Flick muss sicher etwas anpassen, anders aufstellen und besser/mehr ein und auswechseln. Aber sicher nicht seine Prinzipien und grundlegende Philosophie ändern.

      1. Willst du andeuten, Kimmich kriegt das ZM nicht geordnet?
        Das ist natürlich Quatsch.
        Mit Thiago an seiner Seite ist ihm das nicht so gut gelungen, aber seit er vom Indianer zum Häuptling aufgestiegen ist, hat er eine tolle Entwicklung genommen und ist aus Thiagos Schatten gesprungen.
        Hätte er weiter nur den Wasserträger für Thiago spielen dürfen, hätte er sich niemals so überragend entwickelt.
        Unsere Probleme jetzt an einzelnen Mannschaftsteilen festmachen zu wollen ist natürlich Blödsinn.

  8. Schön, dass mittlerweile mehr Leute erkennen, wie Bayern zu knacken ist. Langer Ball, Abwehr steht an der Mittellinie, Tor. Mal schaun ob der Flick einen Geistesblitz hat und das abstellt. Sein Konzept “ein Tor mehr schießen als hinten reinzulassen” klappt momentan leider nicht mehr.

  9. Natürlich ist man hinterher immer schlauer aber man wird sich fragen müssen ob es klug war den Trip durch die ganze Republik nicht doch im Dezember durchzuziehen und den Januar zum Aufbau zu nutzen statt wieder 3 Tage zu verlieren. Naja, müssig.

    Nach der 95. Minute war der Ausgang des Spiels klar. Wenn man sieht wie die Flanke per Direktabnahme punktgenau geschlagen wird was so auch nicht jedes Spiel klappt und dann mit der Schulter unhaltbar eingenetzt wird…Fußballgott ick hör dir trapsen.

    Naja was solls, war klar dass es mal ein Tal gibt. Dann ist wenigstens die Dreifachbelastung kein Argument mehr.

  10. MMn. hat der Kader ein strukturelles Problem, wodurch die fehlende Frische nicht kaschiert werden kann. Wir haben grundsätzlich zu wenig technisch beschlagene Spieler im Kader, gemessen an unseren Ansprüchen. Speziell im Mittelfeld fehlt es an Ballsicherheit um Ruhe reinzubekommen. Würden wir das Zentrum kontrollieren und ruhiger spielen, würden sich auch die Dynamiken im Spiel anders entwickeln. Unsere Abwehr könnte weiterhin hoch stehen, aber der Gegner nicht so leicht in gefährliche Umschaltmomente kommen. Derzeit wäre Ballbesitz und ein langsamerer, kontrollierter Spielaufbau das richtige Mittel. Aber der Kader gibt das gar nicht mehr her. Im Zentrum brauchen wir mMn. zwei spielstarke und ballsichere Spieler. Roca wäre so ein Spielertyp, aber ob er die benötigte Klasse hat, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls wurde unser Spiel mit seiner Einwechslung ruhiger und kontrollierter und damit auch die defensive entlastet. Aber wir reden hier immer noch über Holstein Kiel, einen Zweitligisten. Daher kann ich sein Leistungsvermögen nicht wirklich einschätzen. Aber für mich ist eindeutig klar, dass wir im Mittelfeld den größten Bedarf haben. Wenns da wieder passt, wird auch die Defensive wieder besser aussehen. Vor der Saison wurde es verpasst durch die richtigen Transfers der jetzigen Situation vorzubeugen. Aufgrund des Terminplans war eine schwere Saison zu erwarten und damit absehbar, dass unser Spiel dementsprechend angepasst werden muss.

  11. Es ist ja schon alles angesprochen worden.
    Die Mannschaft merkt das es so nicht funktioniert ( übrigens nicht nur defensiv sondern mittlerweile auch offensiv) , der Trainer merkt es auch , beide sagen das auch in diversen Interviews. Als Fan denkst du ok Problem erkannt Gefahr gebannt , aber Pustekuchen es ändert sich nichts , es geht einfach so weiter. Außer das ständig das Personal gewechselt wird in der Verteidigung passiert nichts. Unser defensives Mittelfeld findet auch nicht mehr statt. Wo ist der 6er der vor der Abwehr aufräumt und die Verteidiger unterstützt damit die auch mal absichern können ? Wie oft müssen die IV da Mann gegen Mann spielen. Der 1.Titel ist futsch, in der Bundesliga sind es auch nur 5 Punkte auf Platz 4 und auch ein Weiterkommen in der CL wird mit solch einer Leistung schwierig.
    Es ist in der Bundesliga und in der CL noch alles drin wenn jetzt die richtigen Schlüsse gezogen werden und auch gehandelt wird. Also auf gehts

  12. Es wird natürlich viel diskutiert. Meine 6 Cents:

    1. Bärenstarker Zweitligist, verdiente Niederlage. Am meisten überraschte mich die physische Präsenz über 120 Minuten
    2. Der zweite Anzug des Kader passt nicht. Tolisso, Sarr, Douglas sind nahe am Trash, Musiala absolut niemand für die Startelf. Wenn dann Stammspieler wie Kimmich und Gnabry einen verhaltenen Tag haben, kommt striktes Mittelmaß heraus.
    3. Erst mit der Haupt-Rotation wurde es besser. In der Verlängerung hatte man trotz Power Play einfach Pech
    4. Roca muss aus Mangel an Alternativen dringend an die erste Elf herangeführt werden
    5. Ein Dämpfer, der vielleicht nötig war und mit dem ich leben kann. So ist Fußball.
    6. Reporterfrage des Jahrzehnts: “Herr Müller, wie ist jetzt die Stimmung in der Kabine?” Gibt es eigentlich noch einen Beruf-Ethos oder ist das einfach Dummheit?

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “2. Der zweite Anzug des Kader passt nicht. Tolisso, Sarr, Douglas sind nahe am Trash, Musiala absolut niemand für die Startelf. Wenn dann Stammspieler wie Kimmich und Gnabry einen verhaltenen Tag haben, kommt striktes Mittelmaß heraus.”

      Sorry. Das mag ein Argument sein wenn ich gegen Gladbach verliere. Aber selbst das muss für einen Zweitligisten reichen. Das gestrige Spiel war en absolutes Armutszeugnis.

      1. Das bestreitet glaube ich niemand. Nur hat der der Punkt der mangelnden Kadertiefe leider sehr weit reichende Konsequenzen.

      2. Wenn man sieht, wie Holstein Kiel im Vergleich zu uns von der Bank nachlegen konnte, ist es eigentlich ein Erfolg, dass wir uns wenigstens ins Elfmeterschießen retten konnten.

    2. Ja, der zweite Anzug passt nicht.
      Sagte nicht Lewy, dass wir die CL hauptsächlich unserer starken Bank verdanken würden. Seitdem hat sich einiges geändert.
      Eine Transferperiode, die Stand heute in den Sand gesetzt wurde. Spieler die mit den Auswirkungen schwerer Verletzungen zu kämpfen haben.
      Dass das gestern ein Zweitligist war, macht es ja nur noch deutlicher. Wenn es gegen einen starken Gegner nicht langt, wäre das ja eher nachzusehen. Wenn du schon in einem solchen Spiel abfällst wird es bedenklich.

      1. Wenn es gegen einen starken Gegner nicht langt, wäre das ja eher nachzusehen. Wenn du schon in einem solchen Spiel abfällst wird es bedenklich.

        Du willst uns jetzt damit aber nicht sagen,das Kiel nicht stark war,oder ?
        So verstehe Ich zumindestens Deinen Satz.
        Kiel ist völlig verdient eine Runde weiter !
        Denn diese Leistung gestern kam einem Hühnerhaufen extrem nahe.
        Ich habe es letzte Woche schon erwähnt.Die Zuordnug stimmt nicht.Und zwar in Allen Mannschaftsteilen.
        Und das schon seit ein paar Wochen.
        Passiert ist positiv gesehen nix,es ist eher schlimmer geworden.

  13. Man ist geneigt mit etwas Fatalismus festzustellen, irgendwann musste es uns ja erwischen.
    Dabei hatte es für mich durchaus gut angefangen. Keine Glanzleistung, aber sehr solide. Aufmerksam, engagiert, fehlerlos, seriös. So nach einer halben Stunde dachte ich, ja so muss man gegen einen Zweitligisten spielen.

    Bezeichnend für die derzeitige Phase, dass der Gegner dann wieder mit dem ersten Schuss aufs Tor gleich ausgleicht. Und dann ging es dahin. Kiel wurde logischerweise selbstbewusster, wir verloren etwas den Faden, unsere Linie. Zeigt für mich, dass die aktuelle Problematik zu einem großen Teil in den Köpfen der Spieler sitzt. Im Normalfall würde uns sonst so etwas wohl kaum so sehr beeindrucken.

    An einzelnen Spielern konnte man das gut festmachen. Bestes Beispiel Sarr. Ich war eigentlich sehr entschlossen, ihn irgendwie gut zu sehen, wohlwollend zu beurteilen. Nach einer halben Stunde dachte ich mir: Immerhin unauffällig heute. Was dann allerdings in der Folge nach dem Tor kam? Wow, war das vogelwild. Wenn man an einen Backup für RV denkt, würde ich tatsächlich allmählich lieber einen Richards dort sehen.
    Auch für Hernandez schien das ein Wirkungstreffer zu sein. Zuerst mit einer wirklich guten Ausstrahlung, schien er nach dem Gegentor doch um eine Nummer zu schrumpfen. Was mich im übrigen in meiner Meinung bestärkt, dass die aktuelle Defensivproblematik nicht an einzelnen Personen hängt, die man einfach nur auszutauschen bräuchte.

    Was einen zu Süle bringt. Da ist für mich die Gretchenfrage, ist das jetzt der Süle der, wie üblich, nach seinem KBR längere Zeit braucht um wieder ins Rollen zu kommen? Oder ist das jetzt der Spieler der nach seiner zweiten derartigen Verletzung nie mehr der Alte wird? Sein große Stärke war ja, dass er körperlich ein solcher Klotz war, aber trotzdem ziemlich schnell und beweglich. Von der zweiten Zuschreibung ist da gerade sehr wenig zu sehen. Das wirkt bei ihm alles so langsam und träge, schwere Kost.

    Bei Tolisso habe ich mich, völlig ironiefrei, eine Stunde lang gefragt, wo er überhaupt ist. Dann hat er zwar etwas an Präsenz gewonnen, aber na ja. Da Tolisso offensichtlich als der dritte Mann in unserem MF auserkoren ist, sind seine durchwachsenen Leistungen natürlich problematisch. Problematisch vor allem weil unser designiertes MF-Traumduo Kimmich/Goretzka in dieser Saison gewaltig lahmt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren das jetzt in 25 Pflichtspielen nur 8, bei denen es zu einem gemeinsamen Startelfeinsatz gelangt hat. Für mich ein ganz zentraler Punkt bisher in dieser Saison. An dieser Stelle zusätzlich den üblichen Exkurs zu Thiago denken.

    Musiala ist soweit, sich eine ehrliche Bewertung zu verdienen. Das war gar nix.

    Sane ein interessanter Fall. Zuerst schwerpunktmäßig über Rechts. Ich weiß nicht, ob ihn das irritiert hat, aber mit sehr vielen unglücklichen Situationen. Man muss natürlich auch erwähnen, dass er teilweise schauderhaft schlecht angespielt wurde. Allerdings auch wieder positiv zu vermerken. Er scort wirklich beständig und auf einem hohen Niveau. Fast alle 90 Minuten eine Torbeteiligung. Er ist da mit Lewy und Müller top.

    Ansonsten können wir uns beglückwünschen. Hatten wir nicht alle eine schwierige Saison vorhergesagt? Nun, wunderbar analysiert, wir haben sie.
    Um mich selbst zu zitieren. Alles was uns in der letzten Saison zum Vorteil gereichte, in Bezug auf die Sondersituation des Fußballs, wendet sich nun zu unserem Nachteil. Es ist offensichtlich an der Zeit die Rechnung für das Triple zu begleichen.

    Handlungsbedarf? Nun sehe ich, wie schon angedeutet, weniger auf der individuellen Ebene. Ich glaube nicht, dass man nur solange durchtauschen muss, bis man die Wunderelf findet. Ich würde es jetzt tatsächlich mal mit einer Dreierkette versuchen. Das könnte tatsächlich und vielleicht auch symbolisch ein Schritt in Richtung defensiver Stabilität sein. Ich könnte mir eine Art Libero gut als Scharnier zwischen den beiden IV vorstellen, der seine Position dann je nach Spielsituation auch offensiv gestalten könnte. Das wäre taktisch sicher auch einfacher und schneller zu vermitteln, als die Aufforderung einfach keine Fehler zu machen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bezüglich eines Systemwechsels hin zur Dreierkette stimme ich dir absolut zu. Man sollte so fair sein, einzugestehen, dass man mit dem bisherigen System derzeit auf dem Holzweg ist und ein Cut gemacht werden muss. Bezeichnend finde ich die Aussagen, die Hauke Wahl gestern auf Sky gemacht hat. Hier noch einmal nachzulesen:
      https://www.kicker.de/kiel-torschuetze-wahl-ist-fast-in-der-2-liga-schwerer-794518/artikel
      Geradezu schockierend ist hier die Aussage zum Ende hin, dass man sich gegen tief stehende Gegner in der 2. Liga schwerer tut, als gegen Bayern.
      Es bestärkt mich in meiner Argumentation, die ich vor dem Spiel schon geäußert habe: der Großteil der deutschen Teams ist offensiv nicht stark genug, um sich gegen tief stehende Abwehrreihen Chancen herauszuspielen. Lange Bälle nach vorne schlagen und darauf zu hoffen, dass dies im Schnitt 1 von 10mal funktioniert können jedoch alle.
      Und was machen wir? Aus Gründen des fairen Wettbewerbs versuchen wir nicht einmal im Falle einer eigenen Führung, unseren Gegnern eine dicht gestaffelte Abwehr entgegenzustellen, an der sie sich die Zähne ausbeißen, sondern wir bieten ihnen genau das an, was sie brauchen, nämlich Platz ohne Ende.
      Jetzt mal ernst und mit etwas weniger Zynismus: ich habe nichts gegen eine hoch stehende Abwehr, wenn es so funktioniert, wie im Vorjahr oder auch in den Pep-Jahren. Damals brauchten die Gegner teilweise Top-Kombinationen mit Doppelpässen, Hackentricks und genauestem Direktspiel, um Lücken zu finden. Momentan braucht man nur einen hohen Befreiungsschlag aus der Defensive und es brennt licherloh (siehe das 1:0 von Mainz oder das 1:1 gestern).
      Die Spieler und Flick hatten jetzt lange genug die Chance zu beweisen, dass sie das von ihnen favorisierte Spiel auch unter den erschwerten Bedingungen dieser Saison spielen können. Es klappt aber nicht. Stimmten vor Weihnachten wenigstens die Ergebnisse noch, ist das jetzt auch nicht mehr der Fall. Flick wäre von seinem Standing in der Mannschaft her wohl der erste Trainer seit Heynckes Comeback 2017, der die Spieler dazu bringen könnte, mit Überzeugung eine defensivere Grundausrichtung zu spielen. Kovac konnte das nicht, weil die Spieler kein Vertrauen zu ihm hatten. Es verlangt ja niemand, dass Bayern sich von der ersten Minute an einigelt und nur auf Konter spielt. Es sollte aber schon zu erwarten sein, dass man nicht zwei Spiele hintereinander verliert, obwohl man einmal 2:0 geführt hat und auch im anderen Spiel zweimal in Führung lag und der Gegner bei den Toren Platz hatte wie gegen eine Mannschaft, die kurz vor Schluss hinten liegt und beim Versuch den Ausgleich zu erzwingen, ausgekontert wird.
      Zum Schluss möchte ich noch einmal etwas zynisch werden: Was ist die Definition von Wahnsinn? – Immer wieder das gleiche zu machen und dabei unterschiedliche Resultate zu erwarten. Ich persönlich werde zumindest wahnsinnig beim Zuschauen. :-)

      1. Aber Willy, es liegt doch nicht am System.
        Wir sind der FC Bayern, wir müssen hoch verteidigen und wenn es noch hundertmal schief geht. Und das hat natürlich auch nichts mit Sturheit zu tun.
        Ich glaube nicht mal eine zweistellige Niederlage gegen Freiburg würde ein Umdenken bringen.
        Hmmm, muss ich doch gleich mal schauen, wie die Quoten für eine zweistellige Niederlage stehen ;-)

  14. Tolisso, Sarr, Douglas sind nahe am Trash – ist schon richtig.
    Aber es ist doch va die spielanlage, die erschreckt.
    Flügel nie wirklich doppelt besetzt, kein überlaufen, keine Dreiecke, Mittelfeld wieder komplett offen und wild, pass Klatsch im Mittelfeld gestern mehrfach zu ballverlusten geführt und Einladung zum Konter, Flanken unmotiviert, immer falsch getimet und ohne Abnehmer, auch hier oft zu umsachaltsituationen geführt, kein gemeinsames pressing, hier keine automatismen, Kiel konnte sich mehrfach einfach spielerisch befreien…

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    1. Sehe ich genauso: Keine One-touch-Pässe, keine Doppelpässe, kein Hinterlaufen etc. Verglichen mit dem Fußball, den man noch bis Oktober gezeigt hat, ist das ein Klassenunterschied.

      1. Auf den Trash-teil beziehe ich mich nicht, sondern auf die darauffolgende Analyse. Das mit dem Trash sehe ich auch als völlig unangebracht.

    2. Wie man einen Beitrag in dem Spieler als ” nahe am Trash ” bezeichnet werden auch noch gut heißen kann, entzieht sich mir.

      1. @stiftl: sehe ich auch so. ehrlich gesagt, finde ich, dass diese posts gelöscht werden sollten. Menschen als Müll zu bezeichnen – warum macht man sowas?
        Da hilft es auch nichtweiter, wenn »nahe am …« vorgeschoben wird; die semantische Nähe zu »Müll« bleibt. tsts.

      2. Das mit dem “Trash” war ein Zitat von Turbo Batzi 2 Posts drüber, mein Post sollte eigentlich dem antworten.
        Ich habe mich ja auch mehr auf die Spielanlage in meiner Kritik bezogen, aber wenn Du es genau wissen möchtest:

        Mit Trash ist nicht ja offenbar nicht Müll gemeint, sonst stände da wohl auch Müll, sondern Trash im Sinne von: Schlechter gehts nimmer. Und genau das war auch mein Eindruck.

        Was Costa und Tolisso da Woche für Woche zeigen ist einfach nur noch peinlich, tut mir leid, die verdienen ganz gut und werden dieses Forum nicht lesen und werden es daher verkraften.

        Ich war ja auch hoffnungsvoll wegen Costa, aber das ist soo schlecht, er hat keinerlei Bindung zum Spiel, sein 1und1 Situationen gehen alle schief, seine Flanken immer vogelwild.

        Tolisso: so langsam greift die Ausrede Verletzung nicht mehr. Er hat keinerlei Berechtigung erste 11 zu sein.

        Sarr war dermaßen überfordert gestern (wieder) und ich habe ihn noch nie stark gesehen – was sollte dieser Transfer? Inwiefern soll das ein Spieler für Bayern sein, der hat noch 3,5 Jahre Vertrag!!!

      3. @Alan McInally:
        “Was Costa und Tolisso da Woche für Woche zeigen ist einfach nur noch peinlich, tut mir leid,…..”

        Du hast recht, sie spielen wirklich schlecht.
        Aber ich muss es nochmal sagen, wenn auch noch so viele genervt die Augen verdrehen, das Gleiche habe ich im Herbst 2019 über viele Spieler gesagt, als hochbezahlte Weltstars plötzlich nicht mehr in der Lage waren einen Ball anzunehmen und einen geraden Pass über fünf Meter zu spielen. Und was bekam ich hier um die Ohren gehauen? Da können doch die Spieler nix dafür, das Spielkonzept ist scheiße, der Trainer muss die Abläufe mit ihnen üben, der Trainer muss ihnen ‘Lösungen an die Hand geben’, der Trainer muss dem Spieler sagen ‘das er den Kopf hebt, bevor er flankt’ usw.
        Diese Phrasen sind aber momentan alle außer Kraft gesetzt.
        Jetzt ist Corona, der Spielplan, der Schnee, Brazzo und was weiß ich noch alles schuld. Aber der Trainer ist fein raus?
        Ich will Flick wirklich nicht weghaben, aber diese Kuschlerei versteh ich überhaupt nicht. Alle, wirklich alle Spieler sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Und es sind sowohl Trainer als auch Spieler gefordert, jetzt mal den Arsch hoch zu kriegen. Tolisso hat schon viel, viel besser Fußball gespielt, Costa auch und alle anderen Spieler auch. Sarr lass ich mal außen vor, das weiß ich nicht.
        Alles immer nur auf äußere Umstände zu schieben wird irgendwann lächerlich. Wir haben gestern gegen Holstein Kiel gespielt und nicht gegen Liverpool.

  15. Schön, dass es hier richtig gesittet und einigermaßen fair zugeht. Wenn ich das mit dem Tohowabaho nach dem CL-Aus gegen den FC Liverpool vor zwei Jahren vergleiche. Aber Liverpool ist ja auch nicht Kiel :-)

  16. 5% weniger Fitness nach dem Wahnsinns 2020, vom Kopf ganz zu schweigen. That’s it. Schon klappen viele einfache Sachen nicht, Wege sind zu lang, Spieler stehen falsch, spielen schlechtere Pässe, gewinnen einen Zweikampf weniger. Ist bei jeder Spitzenmannschaft seit mindestens zehn Jahren so, warum sollte es bei Bayern anders sein. Die Frage ist eben, wann sieht man dies ein und stellt ohne Vorbereitung einer anderen Spielweise um? Oder lässt man laufen, schaut, was raus kommt und greift 2021/22 wieder an? Als gebürtiger Kieler kann ich natürlich damit ganz gut leben und weniger Spiele sind auch hilfreich (für Bayern). Flick kann jetzt zudem zeigen, wie gut er als Trainer mit Tiefs umgeht. Auch wichtig für die Zukunft.

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    1. Ich ernte sicherlich einen Shitstorm dafür :-) und ich wills ja kaum aussprechen, aber ich halte die Außentemperaturen bzw. Bedingungen auch für einen relevanten Faktor. Bei 0 Grad und Schneeregen kann ich einfach nicht zu 100% so konzentriert, so kreativ sein wie ich es bei Wohlfühltemperaturen bin.

      1. Einen Shitstorm kriegst du von mir nicht, allerdings ein paar Statistiken, die zeigen, dass Bayern in den letzten Jahren in der kalten Jahreszeit (ich habe mal Dezember, Januar und Februar als Anhaltspunkt genommen), eigentlich immer den Grundstein für die späteren Meisterschaften gelegt hat. DFB-Pokalspiele hat man in diesen Monaten immer gewonnen.
        So sah es aus:
        2019/20 (Flick): 29 Punkte aus 11 Ligaspielen und 1 Sieg im Pokal
        2018/19 (Kovac): 30 Punkte aus 11 Ligaspielen und 1Sieg im Pokal
        2017/18 (Heynckes): 31 Punkte aus 11 Ligaspielen und 2 Siege im Pokal
        2016/17 (Ancelotti): 26 Punkte aus 10 Ligaspielen und 1 Sieg im Pokal
        2015/16 (Guardiola): 22 Punkte aus 9 Ligaspielen und 2 Siege im Pokal
        2020/21 (bisher): 11 Punkte aus 6 Ligaspielen und 1 Pokalaus.
        Eine gewisse Konstanz zu den letzten 3 Spielzeiten ist dahingehend zu beobachten, dass wir in jeder Hinrunde der letzten Jahre eine schwache Phase hatten. 2017 und 2019 hat diese den jeweiligen Trainer das Amt gekostet, 2018 berappelte sich das Team noch einmal. Hoffentlich gelingt dies auch dieses Mal.

      2. … aber die anderen 17 Buli-Teams schon?

        Oder nur die Nordmanntannen aus Kiel?

      3. Ich dachte mir das in den letzten Spielen, dass die schlechten Platzverhältnisse im Winter Bayern mit seinem Fokus auf schnellem, harten, genauen Passspiel ja mehr schadet als Teams, die auf eben die eine Situation lauern um bei Ballverlust vertikal auf einen schnellen Stürmer zu spielen.

        Aber gestern war der Platz doch in sehr gutem Zustand und die Statistik stützt meine Vermutung auch nicht…

  17. Hab mir mal schnell das Trikot gesichert, kann man gut zum Malern anziehen, weiße Flecken sind ja schon drauf.

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    1. auch gut für stillende Mütter

  18. Gestern war ein klares Anzeichen dafür, dass wir nicht nur ein Abwehrproblem haben, sondern auch eins mit dem Herausspielen von Torchancen. Raf Honigstein hatte vor ein paar Tagen eine Graphik veröffentlicht, nachdem sich die aktuelle Ergebniskrise nicht nur aus einem Anstieg der xG gegen uns speist, sondern noch stärker aus einem dramatischen Einbruch der eigenen Chancen (leider hinter einem Paywall).

    Lewandowski hat das fast im Alleingang kaschiert, aber wenn er nicht auf dem Platz steht oder dann konsequent gedeckt wird, herrscht Flaute. Wir hatten gestern in 120 Minuten gegen einen (zugegebenermassen formstarken) Zweitligisten keine einzige legitime, gute Möglichkeit aus dem Spiel heraus. Das ist auch ein sehr krasser Unterschied zu der totalen Dominanz des letzten Jahres.

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    1. Man kann sagen die komplette Balance ist flöten gegangen

      bzw. der Anstieg der XG Gegentore ist nur das Resultat der fehlenden offensiven Durchschlagskraft.

      Um mal mit dem Spiel gegen Mainz als Beispiel zu arbeiten wurde Mainz so nach hinten reingedrückt, dass sie kaum mehr nach vorne kamen als Kimmich auf RAV wechselte.

      Aber mein Vertrauen in Flick ist da schon groß. Bisher hatte er immer fein säuberlich an der Problemlösung gearbeitet, auch wenn sie manchmal die ein oder andere Woche auf sich warten lassen hat. Vor genau einem Jahr sprachen wir über ähnliche Probleme wenn ich mich richtig erinnere und pünktlich zum Start der CL 1/8 stand plötzlich stets die Null.

    2. Musialas Schuss würde ich als gute Chance aus dem Spiel heraus bezeichnen. Das wars dann schon und das ist schon wenig.
      Wenn wir ehrlich sind, hängt das allerdings alles miteinander zusammen. Letzte Saison waren wir auch deshalb offensiv so stark, weil wir viele Tore und vor allem die wichtigen Tore zur 1:0 Führung oft aus Umschaltsituationen nach schnellen Balleroberungen in hohen Positionen erzielt haben. Ich hatte letzte Saison oft das Gefühl, dass die Wahrscheinlichkeit, dass wir ein Tor erzielen mit jedem Ballkontakt mehr zwischen Balleroberung und Abschluss deutlich sinkt. Waren es mehr als 5 Ballkontakte konnte man eigentlich davon ausgehen, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass etwas Zählbares herauskommt.
      Die hohen Ballgewinne werden immer seltener, weil das Gegenpressing nicht funktioniert. Statt hoher Ballgewinne kann der Gegner den Ball behaupten und hat mehr Möglichkeiten, seine eigenen Stürmer anzuspielen. Somit passt es vorne und hinten nicht so gut wie letze Saison.
      Die entscheidende Frage wird sein, ob man es wieder schafft, das Gegenpressing so zu verbessern, dass es an die Vorsaison rankommt oder ob man umdenkt und versucht, etwas neues zu probieren. Ich persönlich würde der Mannschaft für die nächsten drei Spiele innerhalb einer Woche gegen Freiburg, Augsburg und Schalke ein Ultimatum stellen und schon im Vorab eine akzeptable Gegentoranzahl als Meßlatte vorgeben. Angesichts der Freiburger Offensivstärke wäre ich “großzügig” und würde sagen, dass es 3 Gegentore (natürlich auf alle drei Spiele zusammengezählt) sein dürfen. Nach dem Schalke-Spiel geht man dann in die Analyse und legt fest, wie es weitergeht. Schafft die Mannschaft die Vorgabe, bleibt es bei dem System, das ihr gefällt. Schafft sie es nicht, muss umgedacht werden. Durch das Pokalaus hat man nach dem Schalke-Spiel 2 Wochen ohne Spiele unter der Woche und somit Zeit für Training für etwas Anderes, z.B. eine Dreierkette und mehr Fokus auf Defensive. Das “neue” System wäre dann auch vor der Klub-WM und dem CL-Achtelfinale unter Wettkampfbedingungen getestet worden.

      1. Ich glaube, Gegenpressing ist diese Saison mangels Kraft passé. Zumindest habe ich nicht den Eindruck, dass es momentan überhaupt noch versucht wird. In Situationen, wo sich letzte Saison gleich drei Spieler auf einen Gegner gestürzt haben (wohl auch ein bisschen overkill), wird er jetzt vielleicht noch von einem angelaufen, und das auch eher halbherzig. Den Spielern ist anzusehen, dass sie sehr ökonomisch handeln und Sprints generell vermeiden, wenn die Erfolgswahrscheinlichkeit und der mögliche Payoff weniger hoch sind. Und wenn das System nicht ständig praktiziert wird, wird man es auch nicht mehr punktuell für einzelne Spiele auspacken können.

        Von daher würde ich lieber so früh wie möglich eine Alternative sehen, mit der für den Rest der Saison gearbeitet werden soll. Defensive Stabilität hat erstmal Vorrang, gerne mit einem Experiment wie der Dreierkette, wenn sich dafür genügend formstarke Verteidiger finden lassen.

    3. Die Graphik die du meinst, findest du auch hier unter Miasanrot Stats.
      Sehr aussagekräftig. Seit 5,6 Spielen nähern sich die Kurven furchterregend an.
      Wobei man natürlich auch durch einfachen Augenschein feststellen kann, dass wir uns immer weniger klare Chancen herausspielen.
      Das ist für mich auch einfacher erklärbar, als die Defensivwerte. Das hat mit der signifikanten Veränderung im Spielstil zu tun.

      Zwei wesentliche Faktoren für mich:
      – Hansis Pressingmaschine ist stillgelegt. Natürlich wird immer wieder auch hoch und aggressiv gepresst. Aber mit dem Mörderpressing der letzten Monate, mit dem wir unsere Gegner regelrecht erdrückt haben, hat das nicht mehr zu tun. Gerade aus diesem Gegenpressing heraus, haben wir uns aber auch viele unserer Chancen und Tore erspielt.

      – Wir spielen den Aufbau im Ballbesitz viel langsamer und betulicher, viel mehr auf Sicherheit bedacht. Stichwort: Vermeidung Flipperfußball. Dadurch haben aber natürlich auch die Gegner alle Zeit der Welt sich defensiv zu positionieren. Überraschungen gelingen so kaum, alles muss mühsam erarbeitet werden. Am Ende gibt es dann halt die Flanke aus dem Halbfeld.

      Ich glaube nicht, dass dies alles zufällig passiert. Es gab verschiedene Aussagen der Spieler, die in die gegenteilige Richtung deuten. Meines Erachtens sind dies gewollte Umstellungen. Einmal aus der Erkenntnis heraus, dass die Kräfte endlich sind und der Spielstil, gerade auch in dieser Saison, dem angepasst werden muss. Zweitens um auf diesem Weg, der zumindest vorgeblichen Risikominimierung, an defensiver Stabilität zu gewinnen.

      Aktuell muss man leider festhalten, dass dies doppelt gescheitert ist. Die Defensive ist nicht stabilisiert, dafür haben wir unsere Offensive sterilisiert.
      Wie sagte Dettmar Cramer zu solchen Zusammenhängen immer so schön: “Rupft du dir am Hintern ein Haar aus, tränt das Auge!” :-)

      1. Definitiv. Man kann an einem System nur so viele Änderungen vornehmen, bis irgendwann die fundamentale Funktionslogik untergraben wird und nichts mehr zusammenpasst. Das würde ich auch als Grund für die simultane Offensiv- und Defensivschwäche sehen: inkonsequentes Pressing kann weder die hohe Linie schützen, noch ein deutliches Chancenmehr erzwingen. Wenn aktuell kräftemässig nicht mehr drin ist, dann muss man den Ansatz bis zum Sommer beerdigen und eine Alternative bemühen – wofür jetzt kein idealer Zeitpunkt ist, aber ein besserer kommt halt auch nicht mehr.

  19. Schon merkwürdig das sich so viele wundern das es nicht so gut klappen kann nachdem man Thiago einfach mal so verkauft hat ohne rechtzeitig adäquaten Ersatz zu haben. Am Ende wurde dann Roca hingeknallt den man schon zu Kovac Zeiten als zu leicht befunden hatte. Und ja Tolisso kann es auch (nicht).
    Ohne Kontrolle im ZM funktioniert das System des offensiven dominanten Ballbesitzfussball nicht zu dem sich der FCB bekannt hat.

    Nachdem man sich vom Ping Pong Rumpel Fußball der Anc und Kovac endgültig verabschiedet und zur neuen alten Philosophie bekannt hat muss man natürlich den richtigen Trainer (hat man) und den notwendigen Kader dafür haben.

    Tolisso Süle Sarr Costa passen nicht zu der Philosophie und den Fußball den der Club die Spieler und der Trainer spielen wollen. Und den Spieler der perfekt passte verkauft man für peanuts.

    Die Spieler und der Trainer werden nur wegen der Inkompetenz weniger nicht irgendein anderes System spielen wollen.

    Flick muss sicher etwas anpassen, anders aufstellen und besser/mehr ein und auswechseln. Aber sicher nicht seine Prinzipien und grundlegende Philosophie ändern

    Antwortsymbol14 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ein Trainer muss mit den Spielern arbeiten die er hat, wenn ihm der Kader nicht passt, dann hätte er es im September sagen und gehen sollen.
      Aber du hast ja die Lösung des Problems genannt. Momentan ist doch das Transferfenster offen. Wir holen Thiago heim, für 50 Millionen gibt ihn Liverpool bestimmt zurück.
      Damit sind alle unsere Probleme auf einen Schlag gelöst und wir walzen ab Sonntag alles nieder was sich uns in den Weg stellt.

    2. Flick hat letzte Saison ein System gefunden, dass den Spielern gefiel. Da es auch noch überaus erfolgreich war, war das der Idealfall. Spielfreude und Selbstvertrauen waren auf dem absoluten Höhepunkt.
      Jetzt kriegt man es nicht mehr hin. Die Gründe hierfür sind vielfältig und Flick ist für die wenigsten Gründe verantwortlich. Trotzdem ist er für mich in der Pflicht, das Hauptproblem zu lösen und das ist nun einmal die hohe Anzahl der Gegentore. Dabei hat er mMn auch von eigenen Vorlieben abzuweichen und er hat in keinster Weise die Verpflichtung auf die Vorlieben der Spieler einzugehen. Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und deshalb würden sie auch mitziehen und nicht wie zuletzt unter Kovac nur Dienst nach Vorschrift leisten.

      1. Flick sollte jetzt schmerzhafte personelle Entscheidungen treffen. Süle Sarr und Tolisso verstehen es nicht und lernen es auch nicht mehr.

        Neuer
        Pavard Boa Alaba Davies(oder Lucas Alaba)
        Kimmich Goretzka

        Sollten jetzt mal mehrere Spiele machen bis die Abläufe wieder stimmen.
        Süle und Tolisso auf keinen Fall. Denke beide sollte man verkaufen.

      2. Exakt, es ist Aufgabe des Trainers die Probleme in den Griff zu bekommen. Und es mag sein, dass der Kader nicht gut genug ist, um die CL zu verteidigen. Aber für den Großteil der Liga-Spiele sowie gegen einen Zweitligisten ist die Qualität im Kader mehr als ausreichend.

      3. Jenseits des Systems kann man auch über ein defensive “Notwehr” namens Martinez nachdenken.
        Nach einer Niederlage ist ja immer Sieger, wer nicht mitgespielt hat. Davon ab wäre Javi wenigstens jemand, der seine Position im defensiven Mittelfeld halten würde. Kimmich und Goretzka sind da gerne etwas flatterhaft unterwegs. Die Flanke zum 2:2 hätte er natürlich auch rausgeschädelt.
        Außerdem hat er das Unschlagbarkeitsgen. Diese Saison, wenn Javi auf dem Feld stand (wie lange auch immer): 16 Spiele, 13 Siege, 3 Remis. Beweisführung abgeschlossen.

    3. Wer auf den fehlenden Thiago verweist wegen dem man gestern ein Spiel bei einem Zweitligisten verloren hat, der stellt damit gleichzeitig dem Trainer ein Armutszeugnis aus.

    4. Bei den ‘glanzvollen’ Pokalauftritten in Rödinghausen und Bochum stand dein Freund Thiago übrigens jeweils in der Startaufstellung.

    5. Flick hat seit 6 Monaten kein einziges Problem gelöst. Er ist Trainer und für das sportliche Tagesgeschäft verantwortlich. Hier wollen alle nicht nur gewinnen, sondern schönen Fussball sehen. Das Gegurke schlägt einem aber auf den Magen. In jedem Spiel ein Tor, weil die Abwehr an der Mittellinie stehen muss. Langer Ball und Peng.
      Thiago ist in Lissabon nur ins Team gekommen, weil sich Pavard verletzt hatte. Wenn wir jetzt wegen seinem Abgang (tränenreich bei Rummenigge erbeten) gegen Holzbein Kiel verlieren, dann gute Nacht Herr Flick. Rummenigge mag doch attraktiven Fussball. Tuchel hätte gerade Zeit.

    6. Das Problem ist doch die mangelnde Form bei der Masse der Spieler.
      Was hilft es denn einem Sarr zu bescheinigen, dass der nicht die Klasse hat, wenn ein Pavard genauso schwach spielt.
      Der schlechte Süle, der schwache Alaba, der schwache Davies – so konnte man es doch auch hier oft genug lesen.
      Bleibt nicht mehr allzuviel übrig zum richtig aufstellen.
      Da wird sich über Boateng im Mainz-Spiel aufgeregt – da muss der Trainer aber…. Hat er, aber der Wechsel ist auch nicht besser gewesen.

      Und wenn der Winger 1 und der Winger 2 nicht fit sind und der Winger 3 noch hinter seiner Form herläuft, dann bleibt auch nicht mehr viel übrig. Dann stellt man noch fest, dass der Winger 4 schlecht ist – und dann? Bleibt noch ein Musiala übrig, der kein gelernter Winger ist. Was bleibt denn dann übrig – nichts! Es müssen die ran, die vorhanden sind.
      Ja da muss der Trainer mal anders aufstellen – Also für den schwachen Sarr den schwachen Pavard.
      Bei Alaba und Davies spielt dann ein Hernandez beide Positionen und Boateng für Süle oder so ähnlich.
      Seit Wochen kann man zu fast jedem Spieler – Neuer, Lewandoski, Kimmich ausgenommen – immer wieder lesen, wie schlecht dieser und jener wieder gespielt hat.
      Das ist nicht schön und auch nicht gut – aber es ist nun einmal so.
      Man könnte es bei der derzeitgen Form auch ganz gehässig ausdrücken – wenn alle gleich schlecht spielen, ist es völlig egal welchen von den Schlechten der Trainer aufstellt.

      Und wenn sich der gesamte Defensivverbund – nicht nur die Viererkette – in der 95. Minute dermaßen blöd anstellt, dann ist es schon fast egal, wer da steht.

      1. @Anton: +1 … und, was die Absicherung nach Hinten betrifft: der Ausgleich zum 2:2 war nämlich auch kein Konter, sondern eine Flanke – also keine schlechte Absicherung, sondern schluffiges Abwehrverhalten.
        Man hat ja an anderer Stelle Flick gehört, wie er an Serge verzweifelt ist : – )

        Ein Forist vor mir hat es ja schon geschrieben: wir alle wußten, dass diese Saison schwierig wird. Jetzt ist sie schwierig.
        Nach einem brutalen Jahr sind die Spieler im Moment außer Form. Jetzt zu schreiben, dass unser Kader nicht gut genug für die CL ist, halte ich auch für verfrüht (obwohl mir für das Achtelfinale nicht wohl ist).

      2. Warum spielen die Spieler denn so schlecht? Ich denke, dass der Kopf eine gewaltige Rolle spielt und damit meine ich nicht unbedingt die fehlenden Prozentpunkte, die sich aus der Mischung maximaler Erfolg 2020 und zu wenige Pausen ergeben. Ich meine, dass die Verunsicherung, die durch die letzten Spiele entstanden ist, eine Hauptrolle spielt. Solange man gewinnt, fühlt man sich unantastbar. Bleiben die Ergebnisse aus, und das taten sie seit der letzten Länderspielpause immer mal wieder, wird man unsicherer und wenn dann auch noch Niederlagen dazukommen, wird es ganz unangenehm. Schau dir mal die Saison 2018/19 an. Bayern startet unter dem neuen Trainer Kovac wirklich gut und gewinnt die ersten 6 Pflichtspiele verdient. Im siebten Pflichtspiel kriegt man in der letzten Minute gegen Augsburg nach Chancenwucher einen blöden Ausgleich und dann geht es bergab. Von den folgenden 7 Spielen gewinnt man ganze 2 und steckt 3 Niederlagen ein. Dann fängt man sich durch ein paar knappe Siege wieder und gewinnt insgesamt 16 der nächsten 18 Ligaspiele. Das war alles die gleiche Mannschaft. Im Herbst 2019 geht bei einem ziemlich ähnlichen Kader plötzlich gar nichts mehr und unter dem neuen Trainer gewinnt das Team ohne irgendwelche größeren personellen Wechsel fast ausnahmslos alle Spiele. Ich will damit sagen, dass sehr viele Spieler unseres Kaders in den letzten 2 1/2 Jahren ziemlich häufig in ihren Leistungen schwanken und dass es scheinbar nur über den Weg des Erfolges geht, dass man die Spieler wieder in die Spur bringt.
        Ich behaupte, dass man erst wieder ergebnistechnisch in die Spur kommen muss, ehe man wieder auf Leichtigkeit und glanzvolle Spiele hoffen kann. Deshalb ist es wichtig, dass erst einmal hinten wieder Sicherheit einkehrt, denn mit einer soliden Defensive erhöht sich auch der Erfolg auf Siege. Der Spielplan meint es eigentlich gut mit uns, denn mit Freiburg, Augsburg, Schalke, Hoffenheim, Hertha, Bielefeld und Köln warten jetzt eigentlich ausnahmslos Gegner, gegen die man sich gut aus der Krise manövrieren könnte. Fast alle diese Mannschaften tun sich schwer, selbst das Spiel zu machen. Über eine Bombenabwehr verfügen sie allerdings auch nicht. Das heißt für mich im Umkehrschluss, dass eine defensivere Grundordnung in Kombination mit der individuellen Klasse unserer Offensive eigentlich der Schlüssel zu Erfolgen sein sollte. Gelingt es, diese 7 Spiel zu gewinnen und auch noch den Klub-WM-Titel zu holen, dann dürfte die Mannschaft Ende Februar vom Selbstvertrauen her wieder hergestellt sein. Dabei ist es egal, wie die Spiele gewonnen werden und ob die dafür angewendete Taktik dem Ideal von Trainer und Mannschaft entspricht.

      3. Willithegreat – ja, der Kopf. Und da gibt es sehr viele Dinge, die da eine Rolle spielen. Und letztlichist es dann die Summe der Dinge im Kopf, die die Spieler schlecht aussehen lassen. Und es sind auch nicht bei jedem die gleichen Dinge.
        Ja, man ist sicher auch ein wenig satt. Und man denkt vielleicht auch, was soll uns schon passieren.
        Aber das ist eben nicht alles.
        Was geht in einem Süle vor, der sich mal eben ohne jeden Gegnerkontakt, das Kreuzband zum 2. Mal reißt. Immer wieder gerade bei notwendigerweise schnellen Bewegungen – “Hoffentlich…..”
        Und schon fehlen die paar Prozent, die eigentlich nötig wären.
        Was in einem Sane “Mensch das muss doch klappen, das hat doch vor einem Jahr auch geklappt…” Und dann klappt es nicht und er steht da.
        Was in einem Alaba mit dem ganzen Vertragstheater – soll ich, soll ich nicht, wenn ich jetzt nicht gut bin, dann….
        Und so geht es bei den meisten, kleine Wehwechen, die einen immer wieder um ein paar Wochen zurückwerfen – ob Goretzka oder Gnabry. Ein Müller nagelt gestern aus 5m Entfernung den Ball übers Tor.
        Ein Davies kommt, aber ist auch noch nicht da, wo er mit all seiner Euphorie war – warum klappt es denn nicht?
        Bei so einigen hat man auch im Spiel das Gefühl, dass sie mit dem Kopf nicht 100%ig beim Spiel sind. Anders sind die vielen Stockfehler einfach nicht zu erklären. Wenn ich in einem Pokalspiel stehe und 2:1 führe, dann lass ich doch in der 95. min nicht den Gegner seelenruhig in meinen Strafraum flanken. Und selbst wenn, dann sind aber alle Gegenspieler zugestellt. Das muss doch kein Trainer in der Bundesliga einem Spieler noch extra erläutern
        Wenn der ein oer andere aber schon wieder mit dem Kopf wo auch immer ist, passieren genau solche Dinge.
        Nenne es mangelnde Konzentration oder was auch immer – es findet im Kopf statt, da bin ich bei dir.
        Und solange die Spieler den Kopf nicht wieder frei bekommen, wird sich das Problem nicht lösen.

        Und offenbar sind es ja immer die gleichen Fehler. Gegen Union war es der Eckball und der nicht gedeckte Gegenspieler im Strafraum-gestern die Flanke und der nicht gedeckte Gegenspieler im Strafraum.
        Gegen Gladbach oder Mainz war es der schlampige Pass und dann der lange Schlag hinter die Kette. Gester war es nicht viel anders und jedesmal sieht die IV schlecht aus.
        Vor fast zwei Jahren hätte ja mal ein Stürmer versuchen können, so an einem Süle vorbei zu laufen, da hätte es heftig gescheppert und höchstens einen Freistoß gegeben. Heute scheint er eher zurückzuziehen.
        Das gleiche kann man auch bei Tolisso beobachten, der Zweikämpfen regelrecht aus dem Weg geht – alles Kopfsache.

      4. @Willy:
        Sehe ich genauso. Nicht als alleinige, aber eine Erklärung.

        Ergänzend dazu: Dies spiegelt sich auch im Verhalten bzw. den Köpfen unserer Gegner. Waren sie vor einiger Zeit froh nicht lebendig aufgefressen zu werden, beginnt sich doch jetzt jeder reelle Chancen auszurechnen. Ich halte es für keinen Zufall, dass gerade in dieser Phase jeder Schuss gegen uns zu sitzen scheint. Wann hat ein Neuer denn viermal in Serie ein 1:1 Duell gegen den Stürmer verloren? Und ich glaube wirklich nicht, dass es an ihm liegt. Es sieht eher so aus, dass die Stürmer statt mit dem Herzen in der Hose nun voller Zuversicht anlaufen.

        Und zu:
        “Ich behaupte, dass man erst wieder ergebnistechnisch in die Spur kommen muss, ehe man wieder auf Leichtigkeit und glanzvolle Spiele hoffen kann.”
        Das ist einer der ehernen Grundsätze des Fußballs als Ergebnissport. Es gibt und gab viele Mannschaften die sich nicht durch Leichtigkeit und Glanz auszeichnen und trotzdem erfolgreich sind. Umgekehrt gibt es aber keine (wirklich keine) Mannschaften die in Glanz und Gloria spielen, aber dauernd verlieren. Dann hat es sich nämlich ziemlich schnell mit Glanz und Gloria.

      5. @willythegreat: Das mit dem Kopf sehe ich auch so. Wobei für mich noch weitere Faktoren dazukommen (kaum Urlaub, kaum Zeit, um mal nicht an das nächste Spiel zu denken, keine Chance, den Erfolg aus 2020 zu verarbeiten und mal runterzukommen). Und dann wird der Kader faktisch geschwächt, weil die Neuen so gut wie gar nicht zünden. Du hast also eine lange Saison in den Knochen, musst mal runterkommen und die neuen Kollegen sind nicht die gewünschte Entlastung. Stattdessen musst Du alles doch wieder selbst machen und das auch noch im Akkord. Das ist schon eine echte Bürde – gerade wenn es dann schleppend läuft.

        Und natürlich sollten wir auch über Flicks Maßnahmen/Ideen reden. Die Mannschaft spielte gestern die erste halbe Stunde aus meiner Sicht ganz ok (gerade angesichts der letzten Wochen). Er hat also erstmal den richtigen Ansatz gefunden. Und dann kommt ein Moment, in dem ein Spieler (oder mehrere wie gestern Hernandez und Sarr) bei einem langen Ball mental nicht auf der Höhe ist und zu langsam schaltet. Was willst Du da als Trainer machen? Er hat ja auch gestern in Richtung Gnabry Kommandos gegeben und ist dabei verzweifelt. Die Spieler setzen es derzeit einfach nicht um. Die Frage ist: Weil sie es nicht wollen? Weil sie es nicht können? Und da bin ich eher bei: Sie können es derzeit nicht (eben weil sie nicht in der Lage sind, über 90 Minuten voll konzentriert zu bleiben). Gegen Gladbach war die Mannschaft ja auch erst voll da.

        Jetzt kann man fordern, dass Flick darauf reagiert und etwas defensiver aufstellt (wenn einer mehr hinten ist, dann kann man den Sekundenschlaf des anderen besser ausgleichen) und z.B. Martinez als reinen 6er bringt. Das kann man mal probieren. Das Risiko ist dann, dass alle sich noch mehr auf den anderen verlassen, weil ja noch einer mehr da ist, der defensiv denkt/arbeitet. Ich würde es aktuell dennoch probieren. Doch das Problem ist für mich eigentlich, dass der Gegner unsere Offensivreihe recht gut ausspielen kann und wir dann mit diesen Leuten nicht mehr hinter den Ball kommen. Und dort würde ich noch eher ansetzen: Die Spieler müssen kollektiv wieder mehr defensiv denken und arbeiten. Das 2:2 steht dafür sinnbildlich: Süle muss mit nach außen, weil dort zu wenig Druck auf die zwei Kieler Spieler kommt (Pavard müsste das sonst alleine machen). Dafür fehlt dann jemand in der Mitte, weil Tolisso auch nicht tief einrückt. Dazu stehen weder Sarr noch Hernandez dicht am Torschützen. Und so ist die fehlende Mitarbeit der Nicht-Abwehrspieler für mich das Hauptproblem neben dem Kopf (wobei das vermutlich sogar eng zusammenhängt). Leider bin ich selbst ratlos, wie Du das in dieser Phase hinbekommen willst, denn es ist für mich offensichtlich, dass wir eigentlich mal 2-3 Wochen Pause brauchen – oder eben da durch müssen, bis der Kopf irgendwann wieder in Fahrt kommt. In der Hinsicht kann die Niederlage gestern vielleicht sogar hilfreich gewesen sein, damit sich alle wieder etwas mehr zusammenreissen.

  20. Warum werden meine Posts regelmäßig mit großer Verzögerung oder erst gar nicht angezeigt? Am Inhalt kann’s nicht liegen!

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    1. Sorry – bin zur Zeit etwas langsam. Wir arbeiten dran. Versprochen.

  21. Wir haben ehrlich gesagt in den letzten drei Saisons immer sehr sehr maue Auftritte gegen deutlich unterlegene Gegner gehabt: Heidenheim, Bochum, Rödinghausen z.B., auch gegen Bundesligakonkurrenten sahen wir nicht so unbedingt gut aus. Man denke nur an Bremen oder Hoffenheim. Gegen Kiel sah es 93 Minuten aus, wie ein typischer Bayern-Pokalauftritt. 2:1 und das irgendwie über die Zeit retten, Mund abputzen und weiter. Das Glück, das wir im Pokal sehr oft gehabt haben, hat uns gestern gefehlt. Ich hoffe nur, das war ein heilsamer Schock, aus dem wir die Energie schöpfen können und nicht der Beginn einer handfesten Krise.

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    1. Ich befürchte, dass in den nächsten Spielen eher Magerkost zu erwarten sein wird und ich hoffe darauf, dass wir diese Spiele irgendwie gewinnen um dadurch wieder das nötige Selbstvertrauen zu bekommen, dass man für die schwierigen Spiele, die noch kommen werden, dringend braucht. Ich glaube nicht, dass die Mannschaft in letzter Zeit die Spiele zu locker genommen hat, sondern ich denke, dass einfach die Selbstverständlichkeit fehlte, weil die Spieler merkten, dass sie den Fußball, mit dem sie alles in Grund und Boden spielten, derzeit nicht abliefern können. Das führt natürlich zu Selbstzweifel und Unsicherheit und das waren noch nie gute Begleitumstände.
      Das Ausscheiden gestern kann dahingehend ganz sinnvoll sein, weil 4 englische Wochen weniger anstehen. Das Finale in Berlin findet dieses Jahr nämlich auch unter der Woche während der Saison statt. Somit hat man im Vergleich zu manch anderem Konkurrenten ein paar Spiele weniger. Eine Garantie auf den Pokalsieg hast du ohnehin nicht und in einer derart strapaziösen Saison ist es mir dann ehrlich gesagt lieber, wenn man gleich in der 2. Runde rausfliegt, wie wenn es bittere Halbfinalniederlagen setzt wie gegen den BVB 2015 und 2017 bzw. wie wenn man das Finale verliert und dabei auch noch beschissen wird, wie es 2018 der Fall war. Dann hast du Maximalbelastung und trotzdem keinen Titel. Schau mer mal, ob wir am Ende der Saison über die Niederlage in Kiel lachen können. 2001 konnte man das Zweitrundenaus in Magdeburg angesichts des folgenden CL-Titels und der Meisterschaft ganz gut verschmerzen.

      1. Witzig, dass mit “ist mir lieber so als im HF gegen den BVB zu verlieren” habe ich heute auch schon gesagt. Auch das mit den englischen Wochen, wie wegfallen. So ein bisschen ist das aber auch die “saure Trauben Reaktion”.

        Beim Blick auf die nächsten Gegner: Ja, die Namen klingen dankbar. Aber Freiburg hat gerade einen Lauf. Gegen die gewinnst zu so wies es beim FCB zur Zeit läuft eher nicht. Oder nur schwer. Und dann könnte die Spirale in die andere Richtung weitergehen…Vor allem, weil man das Gefühl hat, dass inzwischen jeder Trainer in Deutschland weiß (zumindest der 36 Teams ganz oben), wie man gegen Bayern gut aussehen kann.

    1. Finde den Artikel von Justin auch sehr passend. Überhaupt was Transferstrategie betrifft.
      Ich habe es auch sehr problematisch gesehen quasi am letzten Abdruck die Transfers zu tätigen, speziell was das Thema Eingliederung betrifft. Dazu hat sich Flick eh auch mal in einer PK geäußert, dass diese Eingliederung in den Kader und in das Spielsystem sehr problematisch ist und mit den späten und vielen Transfers hat man Ihm natürlich zusätzlich einen Bärendienst erwiesen.
      Habe ich verstanden dass man es Ihm damit nochmal schwerer macht. But that’s life.
      Ich bin obendrein auch positiv dass die Transfers bis Ende der Saison eingegliedert sein werden und noch eine Hilfe sein werden. Roca scheint ja eigentlich schon ganz gut integriert, Musiala gefällt mir auch gut und Costa wird (hoffentlich) auch noch in die Spur kommen.
      Bei Sarr hab ich gestern in der 1 HZ zumindest offensiv ein paar positive Akzente gesehen. Also alles nicht nur negativ.

      1. Habe ich NICHT verstanden, sollte es heißen ;).

  22. Blessing in disguise.

    Scheiß auf diesen öden Wettbewerb. Vorm Finale werd ich wohl kaum noch einschalten, es sei denn es gibt nen richtigen Knaller in den Ziehungen.

    Auch mal gut für die jungen Spieler nen Rückschlag zu erleben, das erdet und man bleibt fokussiert auf den Erfolg. Das große Double ist immer noch drin. Die Gegner in der CL sind nicht so krass drauf wie Kiel. Also ez.

  23. Da oben (von @Anton) die Auswirkung von Verletzungen und kleineren Wehwehchen angesprochen wurde, noch ein Gedanke von mir dazu: In der letzten Saison haben wir davon profitiert, dass es die Pausen gab, in denen wir das auskurieren konnten und so fast immer den vollen Kader zur Verfügung hatten. Und das war in den Jahren davor so gut wie nie der Fall. Die Kaderbreite habe ich ja schon immer mal wieder angesprochen. Die hatten wir 2020 in ausreichendem Maße, weil es Zeit bzw. Pausen gab, die Verletzungen auszukurieren. In einer normalen Saison haben wir die nicht und aktuell noch weniger. Wenn dann noch Formtiefs dazukommen, dann sieht es eben so aus wie jetzt. Für mich rächt sich die Kaderpolitik der letzten Jahre nun umso mehr – erst recht, weil wir fast nur auf Breite und so gut wie gar nicht auf Qualität gesetzt haben, aber es braucht eben beides. Aber so haben wir unnötig Geld ausgegeben, denn einen Sarr oder Costa oder ECM hätten wir nach aktueller Lage beispielsweise auch mit Richards oder Zirkzee (oder Dajaku) ersetzen können. So wäre durch das eingesparte Geld auch Kohle für Perisic und Baku drin gewesen. Klar ist im Nachhinein immer gut reden, aber man sollte auch mal kritisch hinterfragen, was man Flick dort eigentlich für einen Kader zur Verfügung gestellt hat. Und da muss man festhalten, dass Flick da einen deutlichen Qualitätsverlust hinnehmen musste.

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    1. Ich denke, es ist einfach der Kopf. In 2019 hattest du eine Vorbereitung und den passenden Urlaub. Im Winter nach der Spektakelhinrunde hattest du 4 Wochen zum Durchschnaufen incl. nice Weather in Doha. Dann wurde das letzte Vorbereitungsspiel gegen Nürnberg 2:5 verloren! Hat aber keinen interessiert!
      Dann kam Corona, da konnte ein Lewandowski erst mal auskurieren und der Rest wieder durchschnaufen.
      Und dann – CL-Endspiel Ende August, eine Woche Urlaub und eine Woche Vorbereitung. Bundesliga, Länderspielpausen, Supercup 1 und 2, Bundesliga, Pokal CL etc . aber dann – ganze 2 Wochen Spielunterbrechung vom 19. 12 bis zum 3.1. – und wieder weiter mit den englischen Wochen.
      Das ist doch eigentlich wirklich kein Wunder, dass da viele im Kopf völlig leer sind.
      Wir haben ja gut reden – der verdiente Urlaub, da lassen wir doch mal 3 oder 4 Wochen die Seele baumeln!
      Das war bei denen zuletzt im Sommer 2019 der Fall.

      1. Das Thema Kopf habe ich ja oben und auch schon vor einigen Tagen angesprochen. Da sehe ich durchaus einen wesentlichen Grund. Aber man kann auch die Kaderplanung nicht außen vor lassen – gerade, weil am Ende immer dieselben Spieler gefordert sind und wir keine Qualität in der Breite haben.

      2. Wir haben gehaltstechnisch mit weitem Abstand das teuerste Team der Bundesliga. Unsere Top 10-15 verdient extrem gut, sonst würden diese Spieler auch nicht bei uns spielen, sondern in England, Spanien oder Italien. Aber auch der FC Bayern kann nicht unbegrenzt Top-Gehälter zahlen, dahinter brauchst du auch ein paar Spieler, die eben nicht so teuer sind und damit auch nicht so gut.
        Mehr Qualität in der Breite würde heißen, weniger Qualität in der Spitze. Aber wer will das?

        Klar, einige der Topverdiener sind momentan ihr Geld nicht wert. Aber wer viel verdienen will, muss auch viel leisten. Das sollten wir bei allem Verständnis auch nicht vergessen.

  24. Für mich trifft es dieses Zitat von willy ziemlich gut:
    „ Jetzt kriegt man es nicht mehr hin. Die Gründe hierfür sind vielfältig und Flick ist für die wenigsten Gründe verantwortlich. Trotzdem ist er für mich in der Pflicht, das Hauptproblem zu lösen und das ist nun einmal die hohe Anzahl der Gegentore. Dabei hat er mMn auch von eigenen Vorlieben abzuweichen und er hat in keinster Weise die Verpflichtung auf die Vorlieben der Spieler einzugehen. Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und deshalb würden sie auch mitziehen und nicht wie zuletzt unter Kovac nur Dienst nach Vorschrift leisten.“

    Mit der Anmerkung, dass ich nicht glaube, dass man mit einer sehr tiefen Ausrichtung oder einer abwartenden Spielweise erfolgreich sein wird. Flick muss im Rahmen seiner Philosophie anpassen. Bedeutet: Es muss ja nicht das extrem hohe Pressing sein. Zumindest nicht immer. Es reicht ja auch mal ein 10-15 Meter tieferes pressing, was immer noch hoch wäre. Bayern muss die Spielfreude und die Präzision wiederfinden. Ein Mittel dafür könnte etwas weniger Dynamik und mehr Statik stattdessen sein. Kompakteres Positionsspiel, weniger Risiko, mehr Kontrolle. Aber alles leichter gesagt als getan. Genauso wie die Wunschvorstellung vieler, Bayern könne mal eben auf eine defensive Ausrichtung switchen, mMn recht naiv ist. Es geht nicht darum, jetzt alles zu ändern. Es geht darum, Details so anzupassen, dass man den vielen und starken äußeren Faktoren mehr entgegenstellen kann als jetzt.

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    1. Dazu passend:
      “So merkte auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger in der Halbzeitpause an, dass man sich “schon mal die Frage stellen” müsse, “ob das die richtige taktische Variante ist, immer so hoch zu stehen. Das ist ja nicht zum ersten Mal der Fall, dass jemand allein auf Manuel Neuer zuläuft”

    2. Das ist ja alles richtig mit dem “hoch stehen”. Aber machen wir uns doch nichts vor. Das Spiel gestern haben wir verloren, weil sich der gesamte Defensivverbund und das war nicht nur die Viererkette in der 95!! Minute im und am eigenen Strafraum düpieren ließ!
      Siehe Leverkusen: da haut ein Schick mal nach einer Ecke volley völlig unbedrängt drauf – 0:1! Siehe Union – da war es ein Eckball und ebensos chlecht verteidigt.
      Es ist ja nun leider Gottes nichtso, dass wir uns die Gegentore nur wegen der hochstehenden Abwehr fangen – aber der Grund ist eigentlich immer der gleiche. Vorne schlampige Pässe und der Konter und hinten im eigenen Strafraum die schlampige Verteidigung.
      In der 95. Minute darf keiner mehr unbedrängt in den eigenen Strafraum flanken und schon gar kein Gegenspieler derart unbedrängt einen Ball ablenken. Und das ist reine Kopfsache.
      Bei Kovac wurde immer bemängelt, dass man bei seinem Spielstil den Gegner unbedrängt bis zu eigenen Strafraum kommen ließ und sich dann die Tore gefangen hat. Heute passiert das zwar seltener, aber wenn dann erleben wir auch immer wieder, dass da hinten gepennt wird.

      1. Und Kovac hat es ganz richtig erkannt und bemängelt, dass die Spieler nicht bereit sind, konzentriert zu verteidigen. Wäre er Kommentator und nicht Trainer gewesen, hätte man ihn für diese Erkenntnis feiern können. So war er blöderweise derjenige, der es nicht hinbrachte, das zu ändern. Es gibt keinerlei Zweifel daran, dass sich die Bayernspieler am wohlsten fühlen, wenn sie das Spiel kontrollieren und dem Gegner möglichst selten dabei zuschauen, wie er sich den Ball in ungefährlichen Zonen zuspiel. Auch Ancelotti musste verzweifelt feststellen, dass die Bayernverteidiger ziemlich oft Probleme mit dem hatten, was man vielerorts als das Grundwerkzeug eines Abwehrspielers auffasst, nämlich eng am Mann stehen und lieber einen Ball klären, als ihn zu verlieren. Bayernverteidiger waren in erster Linie verkappte Spielmacher und ihre Defensivaufgaben bestanden fast ausschließlich darin, Passwege zuzustellen und Laufduelle zu gewinnen. Wurden sie dabei vom Rest der Mannschaft durch aggressives Pressing unterstützt, dann gab es kaum Gegentore. Wenn die Unterstützung nicht so gut war, dann kamen immer wieder Diskussionen über die Qualität der Innenverteidiger auf, z.B. beim Duo Hummels/ Boateng 2018/19 oder auch jetzt wieder.
        Wir müssen wieder dahin kommen, dass die Abwehr mehr Unterstützung bekommt, dann werden die Spieler dort auch wieder mehr Sicherheit bekommen.
        PS: Auch wenn man ein defensives System nicht so gerne mag als Spieler, so kann man es zumindest kurzzeitig des Erfolges wegen spielen, siehe Real im Jahr 2014 im CL-Halbfinale gegen uns. CR7 als verkappter Verteidiger mit 30 Ballkontakten im Hinspiel ist nicht normal, aber es brachte Erfolg.

    3. So isses
      Dazu kommt aber auch das Thiago und Goretzka in den nächsten Spielen jetzt zeigen müssen das sie das Spiel wirklich gestalten und kontrollieren können OHNE unnötig überhastete Aktionen nach vorne die Ballverluste produzieren und unsere Abwehr unnötig unter Druck setzen.

      1. Thiago und Goretzka – was rauchst du?

      2. Kimmich und Goretzka natürlich

  25. Spiele Wechsel so kurz vor Ende sind in der Regel nur um Zeit zu schinden. Eigentlich kann man sich als Fan Hüben wie drüben Freuen, dass derartiges Verhalten in letzter Konsequenz zum Ausscheiden geführt hat.

  26. Ich halte es für ziemlich naiv zu glauben unsere Spieler könnten nicht defensiver spielen. Diese Leute spielen alle nicht erst seit Flick Fußball, alle haben schon in anderen Systemen gespielt. Und verteidigen hat ja auch was mit Wollen zu tun.
    Holstein Kiel hat gestern auch defensiver gespielt als sie es in der Liga tun, obwohl gnadenloser Offensivfußball in der Vereins-DNA verankert ist, wie du in deinem Vorbericht schreibst. Wenn es eine Zweitligamannschaft hinkriegt, warum dann unsere Spieler nicht.

    Wir können natürlich auch einfach so weitermachen und hoffen, dass wir vorne immer mindestens 3 Tore schießen, weil die werden wir brauchen um Punkte zu holen.

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    1. Weil Bayern in 95 % der Spiele nicht so spielen kann. Es geht einfach nicht. Auch Atlético Madrid kann in der Liga nicht gegen individuell unterlegene Teams mauern und hinten drin stehen + verteidigen. Sie müssen es dann über den Ballbesitz lösen.

      Von „nichts ändern“ habe ich übrigens gar nix geschrieben. Ich habe lediglich geschrieben, dass es aus meiner Sicht keinen Switch ins andere Extrem braucht und ich nicht glaube, dass das etwas ins Positive verändern würde.

      1. Ich denke, dass man einen Unterschied zwischen defensiverem Fußball und defensivem Fußball machen sollte. In diesem Fall ist der Komparativ nicht die Extremvariante von Defensiv-Fußball, sondern wohl eher eine Entschärfung des bisherigen Konzepts. Natürlich kann Bayern in den meisten Spielen nicht von Anpfiff an mauern. Es spricht aber nichts dagegen, erst einmal hinten sicher zu stehen und dem Gegner weniger Räume anzubieten und vor allem mit weniger Risiko im eigenen Ballbesitz zu agieren. Und es spricht erst rechts nichts dagegen, sich etwas weiter zurückzuziehen, wenn man eine Führung im Rücken hat. Das ist zumindest das, was ich unter defensiverem Fußball verstehe. Ich denke, deine Ausführungen gehen in eine ähnliche Richtung.
        Mit anderen Worten: zwischen dem, was Flick sich vorstellt und dem was Kovac gegen Liverpool spielen ließ, sollte es noch genügend Spielraum geben. Das zu erkennen und umzusetzen sehe ich als unabdingbare Voraussetzung dafür an, dass es noch zu einem versöhnlichen Ende kommen kann in dieser Saison.

      2. So ist es. Defensiver heißt nicht den Bus vor dem Tor parken.
        Aber mittlerweile gibt es anscheinend nur noch Extreme, die Grautöne verschwinden.

      3. Kann in meinen Ausführungen nicht erkennen, dass ich in Extremen argumentiere. Und wenn du das so liest, dann gern nochmal: Darum geht es mir gar nicht. Ich wollte nur darauf hinaus, dass ich nicht glaube, dass Flick von seiner Grundidee abweichen muss. Ich denke, 10-15 Meter tiefer (mindestens in Phasen) wären eine Überlegung wert, was das Pressing angeht. Trotzdem bleibe ich dabei, dass das Hauptproblem in Ballbesitz losgeht und man hier eine kompaktere Ausrichtung anstreben sollte. Offensivfußball und defensive Stabilität schließen sich nicht aus. Es geht halt darum, an den richtigen Stellschrauben zu drehen im Rahmen dessen, was etabliert ist.

        Da haben Willy und ich auch Konsens.

      4. @willy
        Wie stellst Du Dir das genau vor mit defensiveren Fußball.
        Das die Abwehr kompakt stehen, Stellungsfehler vermeiden, unnötiges Herausrücken vermeiden soll sagt Flick doch schon seit Wochen.
        Das das ZM einen ruhigeren, kontrollierten Ball spielen soll auch.

        Beschreibe doch mal an den Gladbacher Toren gegen uns wie Du Dir das genau vorstellst wenn Du von einer defensiveren Taktik sprichst- oder meinst Du doch das Vermeiden individueller Fehler?

        Auch das erste Gegentor gestern hat Flick doch sofort entsprechend thematisiert. Manchmal hört es sich so an das man bewusst von Süle Pavard Sarr Pavard Davies Alaba verlangt risikoreich so zu spielen das die Kompaktheit verloren geht.

        Übrigens fällt mir zu Bastis Kritik sein Fehler beim CL HF Heimspiel gegen Barca ein.Man geht frühzeitig in Führung, Barca schlägt einen langen Ball, Basti und Benatia gehen unabgestimmt zum Ball keiner bekommt ihn und Neymar geht alleine aufs Tor……..

        Hat mich sehr an Tolisso/Süle erinnert- ihn evtl. auch….

      5. Bitte, dann ist das deine Meinung und die will ich dir auch nicht wegnehmen.
        Meine Meinung ist, wir sollten etwas defensiver agieren und als Hauptziel mal die Null stehen lassen. Das heißt nicht, dass ich zwei Fünferketten am Strafraum stehen haben will, aber ich habe die Schnauze voll davon, dass bei jedem Befreiungsschlag des Gegners im nächsten Moment einer von der Mittellinie aus alleine auf Neuer zusteuert.
        Wenn du denkst, ein FC Bayern muss hoch stehen und immer offensiv spielen, meinetwegen.
        Ich denke wir können auch defensiv kompakt, sicher und stabil stehen ohne unsere Offensivpower zu verlieren. Wenn du das als naiv bezeichnest, okay, das finde ich etwas ….
        Aber wir werden sehen, die Zeit wird es zeigen und vielleicht ist ja wirklich bald Ende mit Fussball, dann kann Flick im Bastelkeller an den Stellschrauben drehen.

      6. @918: ich stelle mir vor allem vor, dass man deutlich tiefer steht, vor allem im Falle einer Führung. Ich stelle mir vor, dass wir ein System spielen, in dem die AV nicht permanent dazu angetrieben werden, die Linie auf und abzutrennen. Wenn es Flicks Idealvorstellung von einem AV ist, so zu spielen, wie Kimmich es gegen Mainz machte, dann brauche ich mich nicht darüber zu wundern, wenn hinten ein Spieler fehlt oder wenn ein Spieler defensiv nachlässig ist, weil er schon wieder die nächste Angriffsaktion plant. Das ist auch bei den IV das Hauptproblem und das überfordert sie im Augenblick. Deswegen gehört auch dazu, dass man den Ball auch mal weghaut, bevor man zu viel Risiko mit einem Pass geht.

      7. @willy
        Wieviel ist denn deutlich tiefer stehen? 10m20m?
        Und zu welcher Spielphase?
        Zu den AV ist es doch so das wie oft beschrieben, idR immer nur einer geht und der andere bleibt.
        Mit ist noch nicht ganz klar was Du genau meinst, wie würdest Du denn jetzt in das SCF Spiel gehen, wie ist der Matchplan um dieses Spiel zu gewinnen?

        Denke wir sind einig darin das bei einer 2:0 Führung gegen BMG der zentrale Spieler Kimmich Ruhe reinbringen muss, und weder Kamikaze vertikal Bälle noch dribblings angesagt waren.
        Weißt Du wie tief das Team beim 1.Gegentor stand?, beim zweiten?
        Wir reden hier um situative Fehlentscheidungen der Spieler.

        Glaubst Du nicht das man von 25jährigen Abwehrboss der NM erwarten könnte, einen 33jährigen der bei Werder ausrangiert wurde über 90 Minuten so zu beherrschen das der nicht zum Abschluss kommt?

        Was hat das mit Taktik zu tun?

      8. Ich verstehe ehrlich nicht, warum du dich so angegriffen fühlst. Ja, ich empfinde es als naiv, wenn man glaubt, der FC Bayern könne mal eben zu einem abwartenden und defensiven Stil switchen.

        Aus deinen Ausführungen ergibt sich mir aber nicht, dass du das möchtest. Du willst eine kompaktere, mehr (als jetzt) auf die Defensive ausgerichtete Spielweise. Wäre beispielsweise konform mit dem, was ich geschrieben habe. 10-15 Meter tiefer ansetzen mit dem Pressing, kompaktere Ausrichtung in Ballbesitz, damit verbunden weniger Risiko. In etwa vergleichbar mit der Ausrichtung der 2012/13er-Triple-Mannschaft.

      9. Genau.
        Es muss ja auch möglich sein, und auch das ist thematisiert worden, das man zu unterschiedlichen Phasen des Spiels unterschiedlich agiert.
        Wenn man führt kann man sich etwas fallen lassen und muss nicht kompromisslos pressen und draufgehen.

        Aber nochmal zum BMG Spiel. Genau das haben sie doch versucht. BMG hat dann ja gepresst und ist draufgegangen, aber erst nachdem die Pressing Falle funktioniert hat und Süle dem Ball hatte. Wenn Neuer merkt das Süle nervös und unfähig ist unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen dann muss er eben auch öfters lang abschlagen. Das große Problem ist eben die Spieleröffnung wenn Kimmich zugestellt wird und gefühlt keiner um ihn herum den Ball haben will. Und wenn sie trotzdem angespielt werden die Beine zittern einen vernünftigen Pass zu spielen.

      10. @918: ich weiß ja nicht, wie verpöhnt das Thema Ball wegschlagen bei Flick ist. Bei Guardiola hättest du dir das nicht zu oft leisten dürfen, ohne auf der Bank zu landen. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Flick da ähnlich kompromisslos wäre. Etwas, was aber eben seit Jahren nicht gewünscht ist, bringt man nicht so ohne Weiteres raus. Sollte man den Spielern allerdings noch einmal einimpfen, dass sie im Zweifelsfall lieber weit schlagen, als etwas zu riskieren. Fehlpässe werden natürlich trotzdem passieren und ein Fehler wie der von Süle ist damit nicht auszuschließen. So einen Pass wie den von Pavard vor dem 1:2 in Gladbach gibt es aber dann vielleicht nicht mehr so oft.

      11. @Justin: Ich weiß nicht ob du jemals Fußball gespielt hast, aber ich denke Fußball ist nicht so kompliziert wie du ihn oft darstellst. Die Spieler haben die Basics, zu denen ich konzentriertes verteidigen in einer etwas tieferen Formation zähle, immer drauf. Was machen die meisten neuen Trainer, die ein verunsichertes Team übernehmen? Fokus auf die Defensivarbeit. Warum wohl?
        Und wenn ich mir unsere Spiele und unser Torverhältnis anschaue sollten wir unsere Defensivarbeit verbessern.
        Und ich bin der Meinung wir können auch ohne sechswöchiges Trainingslager tiefer und kompakter stehen und dank unserer, im Überfluss vorhandenen offensiven individuellen Klasse, die Spiele in der Liga mit 1-0 gewinnen.
        Den Gedanken daran als naiv zu bezeichnen, halte ich für weltfremd.

  27. Leute – Alles wird gut. Blöderweise kam die 2. Pokalrunde einfach nur zu früh. Das Bundeskanzleramt überlegt, ob ein noch rigiderer Lockdown gefahren werden muss.

    In diesem Fall dürfte dann auch der Spielbetrieb eingestellt werden. Und Hansi kann danach wieder den Corona-Blues-Powerfussball spielen lassen.

  28. Super Justin, der alles sagt was wichtig ist, sollte ein neues Büchlein für Hansi schreiben. 918 shades of defensiv failues :-)

  29. ich will mehr Rocca!

  30. Habe nun öfter gelesen, man solle doch auf Dreierkette umstellen. Wie denkt ihr euch das? Da der Aufhänger die defensive Stabilität ist, gehe ich nicht davon aus, dass eine ‘echte’ Dreierkette gespielt werden soll, sondern eine, die gegen den Ball zur 5er Kette wird. Hier würde man jedoch zumindest einen qualitativ bitteren Kompromiss machen müssen. Pavard ist nicht für die Rolle des Flügelläufers gemacht (und eh außer Form). Sarr scheint das Niveau einfach nicht zu haben. Also müsste man mal wieder Kimmich da hin stellen. Der kann das zweifellos auf hohen Niveau spielen. Dann beißt sich die Katze aber wieder in den Schwanz – und wir wären bei der Diskussion um Thiago, Roca und Tolisso. Da würde ich ja am ehesten noch Dajaku auf rechts testen. Aber ich glaube ja, der soll verliehen werden.

    Ich denke, gerade die als Süle RV spielte angedeutete Lösung, dass der RV zur Konterabsicherung etwas tiefer bleibt, sollte hier die zukunftsweisende Variante spielen. Diese Rolle kann auch Pavard spielen, wenn er wieder in Form kommt. Sicherlich wäre auch Nianzou (insofern gesund) einen Versuch wert, die nötige Athletik hat er zumindest. Gerade mit einem dann wieder stärker nach rechts rochierenden Müller sollte sich das theoretisch auch mit Ball ausgehen.

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    1. Kann mir nicht vorstellen, dass eine 3er-bzw. 5er-Kette vom Trainerteam ernsthaft in Betracht gezogen wird.

      Falls doch, könnte eventuell Gnabry auf der Position des rechten “Schienenspielers” ganz gut zur Geltung kommen.

    2. Das Problem haben wir doch auch in der Viererkette, wenn der RV nicht liefert. Oder siehst Du den großen Unterschied in der ggf. noch offensiveren Rolle des RV?

    3. Ich habe auch an Gnabry gedacht. Er hat das auch bei Nagelsmann zweimal gespielt, der das Projekt damals als zukunftsfähig bezeichnete.
      Und Tore schießt er zur Zeit ja sowieso nicht.

    4. Dreier-/Fünferkette muss nicht sein. Es würde reichen wenn sich die beiden Außenverteidiger auf ihr Kerngeschäft beschränken würden und nicht als verkappte Außenstürmer ständig vorne rumturnen. Wenn dann noch der Sechser als Sechser spielt und nicht als Zehner, dann könnten die beiden Innenverteidiger enger zusammen und etwas weiter hinten stehen.
      Mich würde interessieren, was die Spieler zu dem Thema denken, ob sie eher ihre Sicherheit zurück gewinnen, wenn man zurück zu den Basics geht oder weiter im bestehenden Harakiri-Fußball ihr Glück versuchen wollen.

      1. Wann war das zuletzt, als sich im Fußball die Außenverteidiger auf “ihr Kerngeschäft beschränkt haben”, muss schon ne ganze Weile her sein? Dass sich die Außenverteidiger ins Angriffsspiel einschalten und die Linie rauf – und runterspurten müssen, das ist doch kein Einfall von Flick, das wird schon ziemlich lange, mehrere Dezennien, vermute ich, und mit Erfolg praktiziert, auch bei uns. Fußball aus der Mottenkiste ist bestimmt nicht die Lösung. Und das Problem sehe ich eher auch darin, dass wir das Zentrum nicht dicht kriegen, und im Angriff gerade das Überlaufen auf den Außen durch die AV kaum noch erfolgt, und wir auch keine Routinen etabliert haben. Kein Kombinationsspiel mehr dort, ergo mehr halbgare Flanken in den Strafraum oder Einzelaktionen, dadurch wieder mehr Ballverluste.

      2. Besebaini und Laimer, die beiden Außenverteidiger von Gladbach, haben sich gegen uns voll und ganz ihrem Kerngeschäft gewidmet und kaum mal die Mittellinie gesehen.
        Das Spiel war nicht vor Jahrzehnten, sondern letzten Freitag. Und wie ging es nochmal aus?

        Ich hab kein Problem mit anderen Lösungen, nur her damit.
        Aber anscheinend funktionieren die kleinen Anpassungen im bestehenden System nicht, im Gegenteil, es folgt, frei nach Waldemar Hartmann und Rudi Völler, jede Woche ein noch tieferer Tiefpunkt.

  31. Ist Salihamidzic eigentlich schon zurückgetreten?
    Zuletzt ist er mal kurz aus dem Winterschlaf aufgeschreckt und hat stolz verkündet selbstverständlich hole man keine Neuzugänge. Recht so, wer im Sommer so abgeliefert hat mag sich nicht im Winter plagen.
    Aber sonst? Scheint völlig untergetaucht.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sagt er was, kassiert er Prügel.
      Sagt er nichts, kassiert er auch Prügel.

      Also sagt er nichts.

      1. Ich fürchte fast du hast recht. Der bestmögliche Beitrag unseres Sportvorstandes ist Stillschweigen.

    2. Was möchtest du denn hören?
      Kritik an den Spielern, dem Trainer oder vermisst du seine Stimme einfach ganz allgemein?

    3. Wieso? Ist er für die Leistung der Mannschaft zuständig? Willst Du sagen, dass unser Kader zu schlecht ist um Pokal bei einem Zweitligisten gewinnen zu können?

      1. “Tja. Genau das ist das Problem. Die Situation schön zu reden, ist exakt das Falsche. Wo sind Sammer und Hoeneß? Wer übernimmt deren Part, mal dazwischen zu hauen und Trainer und Mannschaft in die Pflicht zu nehmen?”
        MSR/10.01.2021/13.47 Uhr/Verfasser: Stiftl

      2. @BM:
        Hat Kahn schon erledigt.
        Deshalb meine Frage, was du jetzt gerne noch von Brazzo hören möchtest.

      3. @BM. Tja. Und ich hatte schon damals geschrieben dass Brazzo nicht der Typ dafür ist und das mal ein möglicher Einsatz für Kahn wäre.

        Immer diese Halbwahrheiten …

      4. @Stiftl
        Was für eine Entwicklung! Erst deine scharfe Kritik Richtung Sportvorstand, dann die offene Klassifizierung deiner eigenen Zitate als Halbwahrheiten.
        Finde ich gut, bleib so stabil!

      5. Was sollte Brazzo schon sagen? Ich habe viele Spieler auf den letzten Drücker geholt, die nun nicht gut genug spielen? Soll der den Trainer oder die Mannschaft fordern, nachdem seine Einkäufe Unterstützung für Trainer und Mannschaft waren? Oder wieder rauskommen und sagen, dass er einfach nur nett sein möchte zu Journalisten? Er hat im Sommer einfach keinen guten Job gemacht – da kann er sich nun nicht hinstellen und die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Da wäre nur möglich, wenn die Transfers besser eingeschlagen hätten und mehr Entlastung für die vielbelasteten Spieler gewesen wären. Und so bleibt ihm nur, im kommenden Sommer endlich einmal abzuliefern und Spieler zu holen, die uns dauerhaft verstärken – und das dann zu Kosten, die nicht immer gleich bei 35 oder noch deutlich mehr Millionen liegen. Wie ich schon einmal geschrieben habe: Der Großteil der Triple-Mannschaft war schon vor ihm da, obwohl er zum Gewinn des Triples schon drei Jahre im Amt war.

      6. Sorry, sollte heißen:
        Soll der den Trainer oder die Mannschaft fordern, nachdem seine Einkäufe keine Unterstützung für Trainer und Mannschaft waren?

      7. @Herrispezial:
        Ich weiß ja, dass du immer den einen Schuldigen brauchst, an dem du dich abarbeiten kannst, aber Formulierungen wie “seine Einkäufe”, sind einfach total Realitätsfern.
        So funktioniert der FCB nicht, so hat der FCB nie funktioniert.
        Ich weiß nicht, inwieweit du hier mitliest, aber Justin hat kürzlich auch erklärt, dass die Verpflichtungen in Absprache mit dem Trainer getätigt wurden.
        Ich weiß: Total verrückt.

  32. Eins der bemerkwertesten Spiele des FCB war das 0:0 in Liverpool 2019.

    Liverpool war damals klar die beste Mannschaft der Welt und hoher Favorit.
    Personell mit einer langsamen Abwehr dem pfeilschnellen Umschaltspiel der Engländer nicht gewachsen, hat Kovac damals eine taktische Meisterleistung vollbracht, indem Bayern wirklich jeden Centimeter des Rasen ausgenutzt hat, um Liverpool zu umspielen. Das ging bis an die eigene Torauslinie.
    (BTW: Wenn man damals mit einem gesunden Robben oder einem Coman in der heutigen Form gespielt hätte, hätte man sogar locker ein Auswärtstor erzielen können und es hätte eine realistische Chance aufs Weiterkommen bestanden.)

    Auffällig bei Bayern, dass sie aktuell nicht nur während des Spiels fahrig sind und keine Kontrolle haben sondern v.a. zu Beginn des Spiels und auch am Ende, wenn es nur noch um das Halten des Ergebnisses geht:

    Auszug aus den letzten Spielen:
    – Gegentor Kiel 95. Minute
    – Gegentor M’Gladbach 45. /49. Minute
    – Gegentor Union 4. Minute
    – Gegentor Wolfsburg 5. Minute

    Das hat nichts mit Mauern oder hinten reinstellen zu tun. Spielkontrolle, um dem Gegner Optionen zu nehmen und das eigene Spiel zu sortieren, sollte ein selbstverständliches Mittel sein.

    Wenn Flick nach 1,5 Jahren bei Bayern als Co und Chef hier noch keinen Plan hat, wie er die offensichtlich vorhandenen Mängel im Spielsystem abstellen will, darf man sich schon mal fragen woran das liegt.
    Hier ist er übrigens nicht nur für die Auf- sondern auch für die Einstellung der Spieler der Letztverantwortliche.

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    1. Bei allem Respekt, aber das mutet mir dann doch etwas zu revisionistisch an, um es unkommentiert stehen zu lassen. Hast du womöglich die letzte Saison verpasst?
      Und mir ist ein Trainer, der seine Mannschaft auf Sieg spielen lässt und ihr Souveränität vermittelt, allemal lieber, als einer, der aus der eigenen Ängstlichkeit heraus die Mannschaft verunsichert. Mir sah das eher nach peinlichem Fußballverweigerungsfußball aus denn als taktische Meisterleistung. Die Strategie, auf 0=0 zu spielen, ist dann ja auch hervorragend aufgegangen. Liverpool war zu dem Zeitpunkt damals auch mitnichten die stärkste Mannschaft in Europa, sie hatten in der Gruppenphase der CL bereits drei Spiele verloren und waren nur mit Ach und Krach aufgrund eines Tores Unterschied durch die Tordifferenz überhaupt weitergekommen. Wäre Barcelona in der Schlussphase des Hinspieles nicht so sträflich mit glasklarsten Chancen umgegegangen, dann wären sie nie ins Finale gekommen.

      1. naja, die letzte Saison wäre weniger glorreich gewesen, Lyon, PSG oder Barca ähnlich effizient gespielt hätten wie Gladbach, Mainz oder Kiel.
        Dieses Vogelwilde, das hier ja noch beim 7:2 gegen Tottenham in der Gruppenphase als glücklich, zu hoch und systemlos kritisiert worden war, ging dann in der CL gut, weil man einerseits stets unglaubliches Match-Glück hatte und zudem die Power, die Gegner zu dominieren bei einer sehr effizienten und spielstarken Offensive.
        Balanciert war das ja nie so wirklich und es gab ja schon damals Stimmen die sagten, dass dieses System nicht dauerhaft erfolgreich sein kann – gerade mit dem Spielrhythmus und dem nun schlechteren / dünneren Kader.

        Warum die Systemanpassung nun nicht vorgenommen wird, erschließt sich mir nicht?
        Ich sehe auch keine Konstanz bei der Aufstellung (v.a. Abwehr) und zuviele Versuche, die schief gehen, viele Spieler außer Form bzw. die scheinbar nicht ins System passen oder nicht genau wissen, was sie spielen sollen (Tolisso, Costa, Sane) und keine adäquaten Transfers.

      2. Also mir als Fußballästheten stellen sich beim Flickschen Rumpelfußball die Zehennägel hoch. Das geht seit Oktober so. Und jetzt stimmen nicht mal mehr die Ergebnisse.
        Kleiner Tipp fürs nächste Wortspiel: Flickschusterei …

    2. @McInally Bitte keine Kritik am sakrosankten Trainer üben. Schuld sind nur die Umstände und der Sportdirektor.

      1. es mag sich Dir nicht erschließen, aber meine Antwort bezog sich auf die Behauptiung der “taktischen Meisterleistung” im Liverpool-Hinspiel und die Suggestion, Flick habe in 1,5 Jahren wohl nichts dazu gelernt. Dass man keine Kritik an Flick üben dürfe, habe ich ebensowenig behauptet, wie je irgendetwas über den Sportvorstand. Und von wegen “sakrosankter Trainer” liest du dir am besten deine eigenen Bemerkungen aus der Vorgängertrainerzeit mal durch.

      2. es mag sich Dir nicht erschließen, aber meine Antwort bezog sich auf McInally.

        “Dass man keine Kritik an Flick üben dürfe, habe ich ebensowenig behauptet, wie je irgendetwas über den Sportvorstand.”

        Hatte ich auch nicht behauptet.

        “Und von wegen “sakrosankter Trainer” liest du dir am besten deine eigenen Bemerkungen aus der Vorgängertrainerzeit mal durch.”

        Tja – hatte halt damals bloß nix mit sakrosankt zu tun.

  33. […] gegen Gladbach, Aus im Pokal gegen Kiel – an der Säbener Straße dürfte es jetzt unruhig werden. Der nächste Gegner ist der SC […]

  34. Vielleicht solltest du Stiftl Monaco Fan werden, denn da coacht dein “sakrosankter Trainer” :D.
    => War nur ein spaßiger und sarkastischer Seitenhieb, der mir bitte erlaubt sein möge ;).

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. War auf den vorigen Post von Stiftl bezogen und nicht ernst zu nehmen :D.

      1. Alles gut ;-)

        Die Wenigsten hier begreifen halt dass ich nie ein Kovac Fanboy war. Mich hat nur genervt wie stumpf auf ihn eingeprügelt wurde. Das hatte er nicht verdient. Und mich nervt jetzt wieder dass teils die selben Schreiber von damals nicht müde werden eine Ausrede nach der nächsten für Flick zu finden.

      2. :)
        Da bin ich froh :).
        Immerhin sind wir doch alle Bayern Fans :)!

  35. […] Flick sprach im Vorfeld des Spiels bereits von einem brutalen Weckruf in Kiel (5:6-Niederlage im DFB-Pokal) und ließ eine Antwort der Mannschaft durchklingen, die erfolgen müsse. Dafür war nach den […]

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