WM-Blog: Der Weltmeister fährt nach Hause

Es ist passiert! Deutschland konnte den Schwung aus dem Last-Minute-Sieg gegen Schweden nicht mitnehmen und verliert gegen Südkorea. Zum dritten Mal hintereinander scheidet damit der amtierende Weltmeister vor der K.O.-Phase aus.

Deutschland drückte, Deutschland wollte. Auch wenn viele Fans ihnen das direkt nach dem Spiel absprachen, war zu erkennen, dass die Bemühungen in Ballbesitz da waren. Mit etwas mehr Glück im Abschluss wäre die Diskussion sicherlich eine andere gewesen. Goretzka verpasste in der zweiten Halbzeit knapp. Auch Hummels hatte per Kopf eine Hundertprozentige vergeben.

Nach dem Spiel sagte der Innenverteidiger, dass er den machen müsse, dann wäre alles anders. Kurz vor Schluss wäre es das Ticket ins Achtelfinale gewesen. Doch es reichte eben nicht. Deutschland machte auf, Südkorea erzielte zwei Tore, Feierabend. Unter den Spielern gab es kaum Worte. Alle schienen leer und schockiert.

Gerade diejenigen, die das Turnier 2014 knapp verpassten, wirkten desillusioniert. Nach dieser neuerlichen Niederlage wird es viele Diskussionen geben. Der DFB muss sich in einigen Punkten selbst hinterfragen.

7 Dinge, die auffielen

1. Spielidee ohne Werkzeug?

In der Gruppe war die Rolle des Weltmeisters von Beginn an klar. Sie waren der Favorit, Mexiko, Schweden und Südkorea würden um Platz 2 kämpfen. Am Ende sind die Deutschen auch deshalb Letzter, weil sie nicht mehr das passende Werkzeug für ihre dominante Spielidee haben. Sie versuchten, ein Baumhaus aus Holz mit dem Vorschlaghammer zu errichten.

2010 hatte Joachim Löw das Glück, dass seine Mannschaft häufig Konter laufen konnte und nicht das gesamte Spiel allein gestalten musste. Die Defensivreihen der Underdogs waren weniger gut organisiert als jetzt, die Favoriten auf Augenhöhe. Das Team konnte kontern, schnell die Räume nutzen und das Land begeistern. 2014 sah das schon etwas anders aus. Damals war das DFB-Team dominanter, aber mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet. Im 4-3-3 konnte Löw auf fast jeder Position Spieler aufstellen, die für ein dominantes System ideal oder gut sind.

Mittlerweile hat sich der Fußball gewandelt. Im Klubfußball dominieren Mannschaften, die eine gute Mischung aus physischer Stärke und Passsicherheit aufbieten. Sie kombinieren Konterfußball mit Dominanz, legen Wert auf Umschaltmomente in beide Richtungen, können gegen Teams, die sich hinten reinstellen aber kreativ genug sein, um die tiefen Ketten zu knacken.

Deutschland fehlt für dominante Phasen derzeit zu viel. Das Positionsspiel ist in einigen Zonen zu schwach, die Ballzirkulation leidet darunter und Ballverluste führen zu Kontern, die wegen schlechter Positionierung nicht mehr verteidigt werden können. Mit dem Vorschlaghammer will man die Bretter zusammennageln, zerhämmert dabei aber immer wieder das Holz und fängt schließlich von vorn an. Gegen Mexiko offenbarte sich diese Schwäche gnadenlos. Im zweiten und im dritten Spiel gab es hinsichtlich der Rückwärtsbewegung zwar Fortschritte, doch auf Kosten der offensiven Durchschlagskraft.

2. Das Aufbauspiel

Im Detail muss hier das defensive Mittelfeld analysiert werden. Im Aufbauspiel fehlte oft eine Anspielstation, die nicht Toni Kroos heißt. Boateng und im letzten Spiel Süle waren dazu gezwungen, in den Raum vor sich zu stoßen, weil die jeweiligen Partner von Kroos nicht in der Lage waren, sich gut zu positionieren. Meist ging der Ball dann zu früh auf die Außenbahn. Szenen, die die Gegner leicht wegverteidigen konnten.

Es gab dieses eine Schema F, in dem die Innenverteidigung auf Kimmich spielte, der wiederum aber ebenfalls nicht vom rechten Achter/Sechser unterstützt wurde. Das war häufig Sami Khedira. Bei der WM 2014 war der noch etwas schneller im Kopf, wurde zudem von Philipp Lahm und dem Mittelfeld im 4-3-3 perfekt unterstützt. Auch wenn das Positionsspiel nie seine Stärke war, konnte das kompensiert werden und die Stärken des ehemaligen Stuttgarters wurden fokussiert.

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Diesmal litten Toni Kroos und Joshua Kimmich aber sehr darunter, dass Khedira kein Bindeglied ist. Kimmich spielt höher als Lahm, ist nicht so dominant in seiner Positionierung im Mittelfeld. Das ist auch absolut okay so, muss dann aber von anderen Spielern aufgefangen werden.

Es fehlte in mehrfacher Hinsicht ein Schweinsteiger. Nicht unbedingt, weil der den absoluten Siegeswillen verkörperte und einer dieser ominösen “Typen” war, sondern weil es zu seinen strategischen und sportlichen Qualitäten zählte, Offensive und Defensive zu verknüpfen, sich entscheidend in Räume zu bewegen, um seiner Mannschaft einen Rückhalt und Sicherheit zu bieten. Am ehesten war das in diesem Jahr gegeben, als Sebastian Rudy neben Kroos spielen durfte. Das waren die stärksten 20 Minuten der Deutschen im Turnier. Leider zu kurz.

Gerade an Kimmichs schwacher Leistung gegen Südkorea wurde die Ideenlosigkeit im Mittelfeld sehr deutlich. Mehrfach war er zu unnötigen Dribblings, riskanten Rückpässen oder schlechten Pässen ins Zentrum gezwungen, weil er vollkommen isoliert war. Nur wenn Özil in der ersten Halbzeit mal in den Halbraum rückte, fand Kimmich halbwegs gute Lösungen.

3. Läufe in die Tiefe

Was gegen Südkorea in der ersten Halbzeit gut war, waren die vertikalen Pässe in die Zone 14. Dort bot sich Mesut Özil mehrfach sehr gut an und konnte mit einer schnellen Körperdrehung eine gefährliche Situation mit dem Gesicht zum Tor kreieren. Allerdings fehlten ihm dann die Optionen im Zentrum.

Werner wich ständig auf die Außenbahn aus, Goretzka besetzte manchmal die Neun, ging dann aber nicht in die Tiefe und auch der sonst so starke Reus fand zu selten die Wege in das Zentrum des Strafraums. Özil blieben damit oft nur Pässe auf die Seite, die von Südkorea einfach gut verteidigt wurden.

In den vergangenen Turnieren war es häufig Thomas Müller, der die Wege in die Tiefe ging und entweder Platz für Mitspieler schuf oder selbst als Vollstrecker glänzte. Der Bayern-Stürmer spielte allerdings kein gutes Turnier und saß gegen Südkorea zu Recht auf der Bank.

Es fehlte den Deutschen also ein Stürmer oder Schattenstürmer, der die Wege geht, die Özil ohne Frage bespielen kann. Das machte Werner als Neuner viel zu selten. Sein Ausweichen war zwar oftmals sinnvoll, wurde aber nicht oft genug mit einem Spieler im Zentrum aufgefangen. Gefährlich wurde es nur über Flanken und das ist auf Dauer zu wenig. Als Özil dann in der zweiten Halbzeit gegen Südkorea immer tiefer agieren musste, verlor auch der seine Wirkungskraft und Deutschland konnte noch weniger aus dem Druck machen, den sie mit dem vielen Ballbesitz entfachten.

4. Löw muss sich selbst hinterfragen

Joachim Löw hatte bei der WM 2018 oft kein glückliches Händchen, obwohl er vor den Spielen jeweils nachvollziehbare Änderungen vornahm. Auch gegen Südkorea gelang es ihm aber nicht, die Mannschaft zu stabilisieren und für den nötigen Zug zum Tor in der Schlussphase zu sorgen. Aus dem vielen Ballbesitz entstanden zu wenig Chancen. Mit der Entscheidung, Thomas Müller für Goretzka zu bringen, schoss er sich eher selbst ins Bein. Nicht nur, dass Müller überhaupt keinen Mehrwert brachte, zusätzlich musste der beste offensive Spielmacher des Teams, Mesut Özil, auch noch in tiefere Zonen rücken. Deutschlands Aufbauspiel litt darunter und auch die Besetzung der Zone 14 war fortan kaum noch gegeben.

Der Weltmeister-Trainer muss sich in den nächsten Tagen selbst hinterfragen. Eine große Trainerdiskussion wäre trotzdem nicht gerechtfertigt. Löw hat in seiner Karriere oft für strategischen Wandel gesorgt und es ist ihm zuzutrauen, bis 2020 eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Turnier zu schicken. Ob er dazu in der Lage ist, können er selbst und der DFB am besten beurteilen.

5. Rückendeckung? Selbst schuld!

Was aus dem Kroos-Interview nach dem Spiel gegen Schweden zu entnehmen war, war vor allem, dass die sich verändernde Stimmung im Land auch bis in die Nationalmannschaft getragen wurde. Zwar meinte der Mittelfeld-Stratege vor allem einige Medien, die sich seiner Ansicht nach über ein vorzeitiges Ausscheiden gefreut hätten. Doch zwischen den Zeilen drang auch durch, dass Rückendeckung sehr wichtig sein kann.

Zwischen 2006 und 2014 profitierte Deutschland durchaus von einer Stimmung im eigenen Land, die sie durch die Turniere trug. Die Menschen waren begeistert, gefesselt, litten mit und standen größtenteils hinter einem Team, das sich nach außen meist sympathisch und nahbar präsentierte.

Nach dem WM-Triumph folgte eine deutliche Überhöhung des eigenen Stellenwerts. Die Bezeichnung Bierhoffs, dass der DFB die vierte Macht im Staat sei, ist nur ein Beispiel der Selbstüberschätzung. “Die Mannschaft” entwickelte sich seither zu einer sich von den Fans immer mehr distanzierenden Marketing-Truppe. Bierhoff und der DFB kannten keine Grenzen mehr. Die Marketingmaschine war nicht zu stoppen. Aus dem einst wirklich einflussreichen DFB-Team, das Menschen aus allen Kulturen zusammenbrachte, wurde ein sich selbst überschätzender Verband, der es den Fans schwer macht, sich mit einer tollen Mannschaft zu identifizieren.

Es wurde an vielen Stellen ausgiebig diskutiert, aber das dürfte hauptsächlich dazu geführt haben, dass sich tatsächlich viele Deutsche am Mittwoch über das Ausscheiden freuten. In den nächsten Jahren liegt es am DFB, sein eigenes Image zu verbessern. Nur dann kann bald wieder eine Stimmung im Land entstehen, wie sie zwischen 2006 und 2014 vorhanden war. Allein deshalb könnte das frühe Ausscheiden vielleicht auch mal ganz gut sein für “Die Mannschaft”.

Oliver Bierhoff würde gut daran tun, seine Strategie zu überdenken. Weniger ist manchmal mehr und auch die Besten sollten sich mal zurücknehmen.
(Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images)

6. Umbruch? Zum Teil!

Das Ausscheiden der Mannschaft wird vielerorts zum Drama stilisiert. Tatsächlich liegen darin aber große Chancen. Die Enttäuschung nun zur Katastrophe zu machen, wäre kein guter Ansatz. Dafür sind die Baustellen einfach trotz schwacher Leistungen nicht groß genug.

Klar, das fehlende Selbstverständnis und die nicht vorhandene Kreativität in eigenem Ballbesitz sind schlimm genug. Letztendlich zeigen aber die Struktur des Kaders und auch die Namen der Daheimgebliebenen, dass die Zukunft immer noch groß werden kann.

Allerdings nur, wenn die richtigen Schlüsse gezogen werden. Wenn unter den älteren Spielern knallhart analysiert wird, wer dem Team in Zukunft noch helfen kann und wer nicht. Selbst die Besten ruhen sich manchmal eben doch aus und einige von ihnen haben ihre beste Zeit hinter sich oder passen nicht mehr zur Spielweise. Den jüngeren Spielern sollte schon ab diesem Jahr die Chance gegeben werden, sich zu beweisen und die nächsten Schritte zu gehen. Als Schweinsteiger und Lahm 2004 in der Vorrunde der Europameisterschaft ausschieden, waren sie die Hoffnungsträger einer ganzen Fußball-Nation.

Ganz so dramatisch ist es diesmal nicht, aber Süle, Kimmich und auch Spieler wie Brandt werden die Erfahrungen mitnehmen, im besten Fall daraus lernen und im nächsten Turnier umso wichtiger für das Team sein.

Trotzdem wäre ein kompletter Umbruch kein richtiger Ansatz. Es muss nach dieser Enttäuschung nicht jeder Stein umgedreht werden. Oft heißt es, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt. Dort fehlten entscheidende Meter, aber vor allem spielerische Bindeglieder für die Säulen des Teams. Eine neuerliche Führungsspieler-Debatte wäre weniger zielführend als eine strategisch-sportliche Debatte und die erfahrenen Spieler nun allesamt auszutauschen, ergäbe keinen Sinn. Es braucht vielmehr den richtigen Hammer, um das Baumhaus mit den bereits vorhanden Nägeln vernünftig aufbauen zu können.

7. Kompliment an die drei Gegner

Was in vielen Analysen zu kurz kommt, soll im letzten Punkt seinen berechtigten Platz bekommen. Wenn die Besten sich trotz ihres Mottos mal ausruhen, müssen die Gegner erstmal da sein. Und das waren sie allesamt. Mexiko, Schweden und Südkorea haben die Schwächen der deutschen Mannschaft analysiert und auf unterschiedliche Art und Weise bespielt.

Mexiko setzte auf ein variables Pressing, das Kroos und Hummels aus dem Spiel nahm. Sie wussten um Khediras Schwäche in Ballbesitz und dass Kimmich dementsprechend isoliert werden kann. Über genau diese Zone konnten sie dem Weltmeister mit extrem schnellen Kontern einen Denkzettel verpassen. Dieser Denkzettel hatte auch psychische Folgen, die die Deutschen verunsicherten.

Schweden interpretierte den eigenen Ansatz gegen Deutschlands Defizite defensiver und tiefer, aber ebenfalls fast erfolgreich. Das Spiel hätte von Anfang an auch anders laufen können, wenn die Löw-Elf das frühe Tor erzielt. Letztendlich haben aber auch die Skandinavier einen guten Job in der Defensive gemacht, weil sie den Weltmeister auf die Flügel zwangen und es so nur wenige gut vorgetragene Angriffe gab.

Südkorea setzte in der tiefen Verteidigung noch ein Schwierigkeitslevel für Deutschland oben drauf. Die Sechser ließen sich situativ sehr gut in die Abwehrkette fallen, um in der Breite gut zu verteidigen, stießen im richtigen Augenblick aber auch nach vorn, um den Gegner früh auf die Außenbahn zu lenken und gleichzeitig das Zentrum zu verteidigen. Ein paar Mal fand Özil den Weg zwischen die Linien, doch die gefährlichen Zonen vorm südkoreanischen Tor blieben auch ihm verschlossen.

Deutschland war in allen drei Spielen auf individuelle Qualität angewiesen, weil sie als Team keine Lösung fanden. Allerdings gegen drei sehr gut organisierte Mannschaften, die aufzeigten, dass Qualität nicht alles ist. Chapeau, Mexiko, Schweden und Südkorea!

Ausblick für den FC Bayern

Für die Bayern hingegen gibt es auch positive Perspektiven. Die Spieler werden schneller wieder im Training sein und mit dem neuen Trainer arbeiten können. Trotzdem wäre der Klub gut beraten, den Jungs eine ausreichend lange Pause zu geben. Wer Thomas Müller, Mats Hummels oder auch Joshua Kimmich nach der Niederlage gegen Südkorea sah, der sah in leere, fassungslose Gesichter. Hummels fand im Interview zunächst kaum Worte.

Das erneute Champions-League-Aus gegen Real Madrid, die überraschende Pokal-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt und das frühe Aus bei der WM sollten nicht unterschätzt werden. Es wird daher wichtig sein, dass die Bayern-Spieler ihren Kopf freibekommen und dann beim Klub wieder voll angreifen. Aus Niederlagen können besonders dann große Kräfte entstehen, wenn der Umgang damit zielführend ist. Das weiß kaum ein Klub so gut wie der FC Bayern.

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Leserkommentare
  1. Pat

    Wow, so einen gut analysierenden, gut strukturierten Artikel direkt nach diesem Fiasko zu bringen-alle Achtung!

    1. War für mich eine Art Kompensation, nachdem ich die Twitter-App heute vom Handy löschen musste. Wäre sonst irre geworden bei dem, was da so los war.

    2. Pat

      Für mich war Kroos der Schlüssel. Drei schwache Spiele, geblendet würde man durch das Freistoßtor. Wenig Chancen kreiert und defensiv einfach nicht vorhanden.

      1. Vobius

        Kroos war der einzige der sich heut mal getraut hat zu schießen – nachdem Özil den Ball und die Verantwortung abgegeben hat wo er nur konnte. Hätte man ihm aber schon Torgefahr zugetraut.

      2. Stiftl

        Sehe Kroos ebenso negativ: er hat vollkommen unnötig den Konter, der zu 1-0 Ecke führte eingeleitet und dann auch noch das Abseits aufgehoben. Für mich ist er einfach überschätzt, ein Zaubertor ändert daran nix.

      3. Lukas

        Was ist das mit Mezut Özil? Was hat der Junge den deutschen getan? War gestern bester Mann auf dem Platz, ist mit am meisten gelaufen und war für mich der einzige der die Ausstrahlung hatte absolut gewinnen zu wollen.

      4. Vobius

        @Lukas Echt? Dann haben wir verschiedene Spiele gesehen. Gelaufen ist er, aber freigelaufen hat er sich nie wirklich. Seine Pässe führten ins nichts, auf Tor schießen hat er sich trotz guter Schusspositionen nicht getraut. Insgesamt war er langsam und hat das Angrifsspiel fast immer gehemmt. Özil ist seit dem er bei Arsenal spielt kein Spieler mehr der etwas falsch macht, aber auch nichts richtig. Ein Ja sager. Deswegen lässt Löw in ran. Aber Brandt oder, selbst Müller wären auf seiner Position besser gewesen. Von dem Erdogan Ding vor der WM red ich erst gar nicht. Das wäre für mich ein Grund gewesen um ihn direkt zu streichen. Keine klare Linie zu haben wiegt sich auch auf das Mannschaftsgefüge aus.

      5. Faustino

        Özil hat gestern laut Squawka sieben Chancen kreiert und damit mehr als jeder andere Spieler bei dieser WM in einem einzelnen Spiel. https://twitter.com/Squawka/status/1012010820958609408

        Darunter war auch die Flanke in der 87. Minute die zu Hummels Kopfball führte (die hatte ich noch im Kopf, was die anderen sechs waren kann ich dir auch nicht sagen, sowas habe ich danach nicht mehr im Kopf). Ich fand insgesamt auch, dass Özil gestern einer der besseren Spieler war.

      6. Lukas

        @Vobius
        Es geht nicht darum, was man als Fan am Fernseher sieht. Deine Ansicht repräsentiert die sogenannte Postmoderne. Jeder fühlt irgendwas was, meistens gelenkt von irgendwelchen Emotionen und denkt, dass wäre die Realität. (Die Emotionen rund um Özil finde ich aus politischen Gründen dabei besonders bedenklich). Beim Fußball macht das viel Spaß, keine Frage, aber es gibt eben auch Zahlen, Statistiken etc. mit denen man zumindest einen leichten Realitätscheck machen kann. Man braucht über Özil nicht groß zu Diskutieren. Es gibt kaum einen wichtigere und effizienteren Spieler.

  2. GP11

    Thomas Müller Fußballgott.

    Ihm und “Die-Mannschaft”-Macher Bierhoff gönne ich das Ausscheiden von ganzem Herzen.
    Sowohl Müller als auch “Die Mannschaft” stehen für seelenlosen Kommerz mit paralleler Leistungsverweigerung.
    Hauptsache die Werbe-Einnahmen stimmen.

    Leid tut es mir vor allem für Neuer.

    Übrigens stimmt es nicht, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach X Teilnahmen das erste Mal in der Vorrunde ausgeschieden ist.
    “Die Mannschaft” ist bei ihrer erster und einzigen WM-Teilnahme in der Vorrunde ausgeschieden, die Nationalelf noch nie.

    1. Vobius

      Oh ja thank god es ist vorbei, auch diese Momente wo das Mädel neben dir im Deutschland girly Trikot fragt, wo denn dieser Süle spielt!?!?!!?!

    2. wipf1953

      Ich streite mich ja immer mit dir, GP. Sogar heute, obwohl wir wahrscheinlich beide in der Sache ziemlich auf einer Linie sind und wir beide wohl eher die Chancen des frühen Ausscheidens sehen als den Ärger.

      Als bekennender “Nicht-Fan” unserer Nationalelf finde ich trotzdem gerade den Begriff “Mannschaft” bzw. “La Mannschaft” sehr sympathisch. Furia Roja, Squadra Azzurra, Nati, Le Bleus, Sbornija, Selecao .. so was gab es in Deutschland zuvor nicht .. Angeblich stammt der Begriff übrigens von den Franzosen, die Teamgeist und Zusammenhalt offenbar erkennen und schätzen.

      “La Mannschaft” ist 2014 verdient Weltmeister geworden, während die “Nationalelf” zwar noch nie bei einer WM, wohl aber bei diversen EMs unterirdisch gespielt haben und verdient nach Ende der Vorrunde nach Hause geschickt wurden (erstmals 1984 ..).

      Dass sich “La Mannschaft” nicht wie eine Mannschaft präsentiert hat, sondern als bloße “Interessengemeinschaft Werbeeinnahmen”, entwertet die Spieler, aber nicht die Bezeichnung.

      1. Vobius

        Da hast du Recht. Trotzdem gehört zu ‘Der Manschaft’ auch das Team dahinter, dass eben aus den von dir beschriebenen Werten vor allem Profit schlagen wollte.

      2. wipf1953

        Nein, Vobius, andersrum. Wenn es bei dieser WM eines nicht gab, dann “la Mannschaft”, denn die Werte, die “la Mannschaft” verkörpert, waren im DFB-Team 2018 nicht existent. Es gab eben nur die “Interessengemeinschaft Werbereibach” (incl. dem Satelliten Robert L. im – ebenfalls enttäuschenden – Team unseres Nachbarlandes).

    3. Lukas

      @GP11
      der Artikel hier spricht das sehr gut an. Die “Bierhoffisierung” des DFB.

  3. FCB Egokulation

    Wow, das Ausscheiden war heute so was von verdient. Mir ist es ein Rätsel, wie so viele Spieler einer Mannschaft auf dem Niveau so oft die falschen Entscheidungen treffen können. Dribbling, Passen, Torschuss: Fast jeder Spieler wählt fast immer die falsche der drei Optionen (sicher auch, aber nicht nur bedingt durch das mangelhafte Positionsspiel). Dabei hilft es natürlich nicht, wenn Spieler wie Sané zuhause gelassen werden, die Flügel nicht mit Flügelspielern besetzt werden (was für ein Fehlgriff heute mit Goretzka!) und an Müller krampfhaft festgehalten wird (heute nach seiner Einwechselung legte ich mich zutreffend darauf fest, dass Deutschland ausscheidet). Die zusätzliche Vorbereitungszeit für die Bayern-Spieler im Hinblick auf die nächste Saison wäre natürlich erfreulicher, wenn der Trainer Guardiola, Tuchel oder Nagelsmann hieße statt Kovac…

    1. Kurt

      Ja genau, an Müller lags heute. So ein Schwachsinn. Was war denn in den 60 Minuten vorher? 1 Stunde war Zeit, Müller mal so absolut vergessen zu machen, aber NICHTS kam. Weder von Werner (dem die WM zwei Nummern zu groß war), noch von Özil (noch einer der Besten, trotz Medienschelte), noch vom großen Titelfänger Reus (für den es mir zwar leid tut, aber ernsthaft, der Typ ist doch verhext, wäre man abergläubig, er wäre Schuld am Ausscheiden). Insofern ist es lächerlich, jetzt zumindest HEUTE die Niederlage an Müller festzumachen.

      Vor allem erwarte ich jetzt endlich von Bayernfans mal ein Zeichen, hier nicht mobbingartig gegen die eigenen Spieler zu hetzen. Es langt wirklich, die Kritk hat schon lange jegliche Vernunft verloren.

      Vom Obertroll GP11 muss man ja nichts anderes erwarten, bei dem und seinen Fans ist sowieso schon alles vorbei, aber andere Leute sollten vielleicht nochmal in sich gehen, bevor sie hier sowas schreiben.

      Müller war schlecht. In jedem Spiel. Keine Frage. Aber bei weitem nicht der Schlechteste und wenn jetzt hier Kreaturen behaupten, er wäre ein Leistungsverweigerer, obwohl er IMMER 100% gibt, (umso schlimmer, wenn es dann so aussieht, wie die letzten Spiele) dann kann das nur mit völliger Entrückung von der Realität zusammenhängen.

      Dann spart man sich doch aber lieber die öffentliche Zurschaustellung seiner Unzulänglichkeiten. Sich in der Art hier zum Affen zu machen, steht keinem gut zu Gesicht.

      1. Pat

        Ich hau jetzt mal einen raus: deine Kommentare verursachen bei mir immer wieder spontane Lachanfälle :-)
        Weiter so! ;-)

      2. Martin

        Das +1 war für Kurt, nicht für Pat. Dieses pathologische Müller-Gebashe ist dagegen wirklich amüsant.

  4. wipf1953

    … wenn wir alle ganz leise sind, und wenn der Wind günstig steht, können wir hören wie Italien und Holland lachen ….

    1. Bayernexpat

      Du hast Glück dass du nicht in England lebst :(

  5. Kurt74

    “Mit etwas mehr Glück … ”
    Das Glück wurde gegen Schweden aufgebraucht. Wie ich beim vorherigen Artikel zum heutigen Spiel schon geschrieben habe: Ich habe wieder keine Mannschaft gesehen. Bei den meisten Spielern hatte ich das Gefühl das sie in ihrem Vereinstrikot auflaufen und entsprechende Laufwege und Können bei ihren Mitspielern vorraussetzen. Kein Spielwitz, keine Harmonie und dutzende sinnfreie Alibipässe die gegen Ende als die ersten die Hosen voll hatten zu noch mehr unnötigen Ballverlusten führten.
    Selbst wenn ein Tor gefallen wäre hätte es nur kaschiert wie schlecht diese Mannschaft eingestellt ist. Falls in der nächsten Runde Brasilien als Gegner gekommen wäre.. wir wollen es uns lieber nicht ausmalen.
    Es gab genügend Warnschüsse vor der WM, doch man hat sich auf sträfliche überheblicher Art eingeredet das man mit Turnierbeginn den Schalter schon umlegen wird. Löw hat es nicht geschafft eine Mannschaft zu formen. Selbst Hummels merkte im ersten Interview nach dem Spiel an das das letzte gute Spiel mit letzten Jahr schon eine Weile zurück liegt.
    Löw muss nun bis zu EM die Chance nutzen einen Kader zusammenzustellen der erstens harmoniert und zweitens Erfolghungrig ist und das unabhängig von vergangenen Verdiensten, Erfolgen und Symphatien. Deutschland hat dermassen viele gute und vor allem erfolgshungrige Kicker die eine Chance verdient haben.
    Einzelne Spieler für Kritik oder Lob hervorzuheben erübrigt sich meinerseits weil ich wie gesagt keine Mannschaft gesehen habe.
    Zu Punkt “5. Rückendeckung? Selbst schuld!” will ich noch anmerken das der DFB und Bierhoff bei Nebenschauplätzen wie “Erdogan-Gate” schon unglaublich Naiv agiert bzw. diese unterschätzt haben.

  6. Vobius

    Also das war einfach eine wirklich schlechte Leistung! Bis vielleicht auf die 2 HZ gegen Schweden hat man sich das Ausscheiden bei einer WM voll und ganz verdient. Wille hin oder her. Es war von allem zu wenig. Zu wenig fussballerische Klasse, zu wenig Können im Abschluss, zu wenig Spielsystem, zu wenig Präzision und vor allem viel zu wenig Tempo. Auch durch die Testspiele zuvor konnte mit solchen pseudo Vorstellungen zu wenig Begeisterung entfacht werden. Das war nicht die breite Brust eines Weltmeisters, nicht die Durchschlagskraft und das Leistungsvermögen von internationalen Top Stars die sich jetzt alle mal hinterfragen dürfen.
    Ich finde es sehr gut, dass ihr hier das mit ‘Der Mannschaft’ und der Marketing Maschine eines DFB directed by Bierhof anspricht. Das ist mal für gar nichts gut außer für die Bankkonten derer, die eh schon mehr als genug haben. Das so die Bodenhaftung und die Nähe zu den Fans verloren geht ist absolut logisch.
    Sehen wir es positiv, so gehen wir wenigstens Brasilien oder einer anderen Top Manschaft, die vielleicht auch nicht immer fußballerisch überzeugenden zu weiß aber wie Argentinien oder Portugal dann eben ihre Tore macht wenn sie muss, aus dem Weg. Die hätten dann die DFB-Elf mal so richtig zerlegt. Ich hab mir nach dem Kroos Hammer gegen Schweden in der 96. schon gedacht: Gerade noch mal Glück gehabt. Hätte man jetzt wieder sich mit einem 1:0 durchgemogelt, hätte man sich wahrschlich noch was drauf eingebildet.
    So ist sie Schmach jedem klar und es gibt kein Schönreden oder Herauswinden mehr. Vielleicht auch ein paar weniger PR Termine und Ja, danke das Kimmich, Hummels, Rudy und Müller 2 Wochen mehr Urlaub haben als gedacht.
    Wobei ich echt hoffe, dass Müller nicht durch dieses Tuniers engültig in einen Abwärtsstrudel hineingeraten ist. Ich hätte ihn gar nicht erst spielen lassen, damit er gar nicht in die Situation kommt gegenüber seinen Mitspielern ein schlechtes Gewissen wegen seiner unterirdischen Leistung haben zu müssen. Es war wohl der alternativlosigkeit geschuldet…

    1. Kurt

      Was ist hier eigentlich los? Kurt, Kurt2 und Kurt74.

      Ich geb zu, bester Name, aber das nimmt hier ja langsam überhand. :D (Ich heiße übrigens wirklich so.)

      Immerhin gibt es jetzt mit Kurt2 einen Müllerkritisierer, der meine Anhimmeln ausgleicht, das sorgt für faire Verhältnisse.

      Übrigens für Leute die meinen, es fehlte ein Sané (glaub kaum, dass er alleine dieses Elend hätte ändern können). Seht es mal so, er ist komplett frei von Schuld. Er hat eine weiße Weste und kann somit frisch in die Nationalmannschaft integriert werden, ohne diesen Makel. Ist am Ende vielleicht besser so. Wagner ist sowieso raus, aber Sané kann eine tragende Säule werden.

      Auch Kimmich, Werner, Brandt und Süle werden darüber hinwegkommen.

      Bei Müller hoffe ich einfach, dass die nächste Saison ein Befreiungsschlag wird. Ansonsten weiß ich nicht, ob man ihn weiterhin als Stammkraft beim FCB sehen wird. Sehe ihn da nämlich nicht mit einer Sonderstellung, wie manche von den Kritikern, bisher gab es immer gute Gründe ihn spielen zu lassen. Zumindest jetzt bei der WM war dem nicht so. Wäre schrecklich, auf diesen Spieler verzichten zu müssen, in welcher Form auch immer. (Verluste begreifen die Leute ja meist erst, nachdem sie passiert sind).

      Muss Kurt2 übrigens vehement widersprechen. Wer Kimmich nicht als “Typ” ansieht, hat den Kerl nicht verstanden. Der ist jetzt schon so voller Willen und Siegeslust erfüllt, man muss sich schon fragen, was mit Löw falsch läuft, dass er bei dieser WM so neben der Spur war.

      Löw muss weg und mit ihm der ganze dröge DFB-Stab. Mein Gott, wir hatten hier eine Diskussion über irgendwelche MItarbeiter, weil die die Schweden angepöbelt haben, samt Rüge und öffentlichen Entschuldiungen und dann wundern sich die Leute, dass man so ein weichgespülte Grütze zusammenspielt.

      Anstatt mal die Nation stolz und auch mal über die Strenge schlagend zu vertreten, war das nicht mehr als “die schon länger hier leben”. Der Wurm sitzt tiefer, als nur im Sportlichen.

      1. Kurt74

        Ich lümmle seit gut 2 Jahren hier rum, Anfangs schrieb ich als Kurt bis ich feststellen musste das schon ein Kurt sein Unwesen treibt, ab da wurde es Kurt74 daraus ;)

    2. Kurt

      Das sollte eigentlich keine Antwort auf dich werden Vobius. Sorry.

      1. Vobius

        Auch gut. Zumindest sorgen wir uns beide mehr um Müller als das wir noch viel von Ihm erwarten…

  7. Kramnik

    Mal schauen was die Zukunft bringen wird. Kann ich schwer einschätzen. Fakt ist Brasilien und Frankreich haben die wesentlich talentierteren Nationalmannschaften und selbst England ist momentan im Jugendfußball erfolgreicher.
    Grundsätzlich glaube ich aber, dass wir 2020 eine ordentliche Truppe stellen können. Mit Kimmich, Süle, Weigel, Sane und Werner hat man eine neue Generation, die eine neue Ära einleiten können.
    Das solche Spieler in den heutigen Kader nicht integriert worden sind, ist mMn eines der Haupterklärungen für das schlechte Abschneiden. Dadurch gab es viele Leistungsträger (Khedira, Müller, Gomez….), die nicht an ihr Leistungsmaxium gehen mussten, weil ihnen kein junger Spieler im Nacken saß. Dieser knallharte Konkurrenzkampf hat gefehlt. Es gab kein Coman der Ribery Druck macht oder ein Tolisso der Martinez im wichtigsten Spiel der Saison aus der Startelf kickt. Süle und Kimmich haben es sehr gut gemacht, dass wars dann aber auch schon. Ich denke es brauch einen neuen Trainer mit frischen Ideen. Löw tut sich glaube ich kein gefallen, wenn er weitermacht.

    Naja, mal schauen was das für Bayern heißen wird. Gewisse parallelen zur Nationalmannschaft gibts ja schon. Zudem gibt es in dieser WM kein Spieler, außer James (Thiago und Tolisso mit abstrichen),vom FC Bayern der durch eine bestechende Form glänzt. 2014 hatte man da Robben, Kroos, Schweini, Lahm, Neuer usw. Aber egal, die neue Saison wird schon zeigen wo wir stehen werden. Das Fass will ich nicht jetzt schon aufmachen.

  8. rookie

    Knackpunkt war Müller für Goretzka. Außerdem hätte ich die erste Hz gerne mit Gomez gesehen. Wenn Werner ausgewichen ist war eben keiner mehr in der Mitte. Werner ist einfach kein Strafraumspieler.Löw hat das jedes Mal im Spiel korrigiert warum nicht diesmal von Anfang an. Insgesamt hätte es einen stärkeren Umbruch gebraucht.

    Gegen Mexiko war es Arroganz, dann kam gegen Schweden die Reaktion. Nach 20 min hätte es 3:0 stehen können und müssen, dann wird es eine andere WM. Knackpunkt hier der Fehler von Rüdiger. Auch hier hatte Löw das falsche Händchen indem er Rüdiger Süler vorzog.

    Gewinner :Süle, Werner mit Abstrichen Reus und Brandt, eventuell Rudy

    Verlierer: Müller und Kedhira

  9. rotweiss

    Danke für die gnadenlose Aufdröselung v.a.des DFB-Die Mannschaft-Kommerztheaters.
    Ein wenig mehr Bodenhaftung, Fannähe und deutlich weniger “Wir sind ja Weltmeister,
    wird schon werden”-Überheblichkeit beim Werbedreh für Mercedes – das wär schon mal was.

    Hoffentlich geht jetzt nicht flöten, was nach 2004 aufgebaut und zu unglaublich konstanter Blüte
    geführt wurde. Andererseits haben auch andere Ex-Weltmeister bewiesen, dass man aus solchen
    Schlappen gestärkt zurückkommen kann. Für unsere Bayern-Spieler hoffe ich auf einen schönen
    langen Urlaub ohne allzu viel Gedanken an Fußball und danach den Willen und die Lust, es der
    Welt noch einmal oder erneut zu zeigen.

  10. Kurt2

    Das ist das erste Mal, das ich bei einer Fußball-WM emotional eher unbeteiligt bin. Kein wirklicher Enthusiasmus.
    Beiläufiges Interesse ja, aber mehr nicht, Bin vom Fußball mittlwerweile übersättigt.

    Scheint den Spielern so ähnlich zu gehen.

    1. wipf1953

      Vielleicht mal zu den FCB-Basketballern rüberschauen, Kurt2 .. die haben eine affentitteng***** Saison gespielt ..

      1. Kurt2

        Nee, gehe lieber zu Alba. :-)

      2. wipf1953

        Das ist ein schwerer Schlag für mich, Kurt2. Allerdings hat auch Alba eine affentitteng**** Saison gespielt.

  11. Hittmer Otzfeld

    Ausnahmsweise klare Ablehnung gegen weite Teile des Artikels:

    – Wer freut sich denn bitte über das Ausscheiden? Die Selbstdarsteller auf Twitter? Das ist eine Senkgrube für Polemik, Polarisierung und geistigen Tinnef und bildet nie nie niemals den Meinungsquerschnitt einer Gesellschaft.

    – Wieso das Understate- und Understandment? Man ist als Mitfavorit krachend gescheitert – im Kollektiv schlecht, ohne Verve, ohne Konzept und und und

    – Die große Trainerdiskussion ist absolut gerechtfertig und mehr. Wieso bspw. ein Grindel ohne große Not 8 Stunden vor dem Anpfiff die Causa Özil/Gündogan nochmal aufmacht, muss man mir mal erklären. Muss Bierhoff direkt nach dem Spiel eine Jobgarantie aussprechen? Will mir wirklich jemand erzählen, dass es keine [freien] deutschen Trainer gibt, die fachlich an Löw/Schneider rankommen?

    1. Tipic

      Naja, schon der FCB hat sich ja bekanntlich schwer getan, einen passenden deutschsprachigen Trainer zu finden. Ich sehe jedenfalls derzeit keinen verfügbaren deutschen Trainer, der für die N11 gut geeignet wäre. Lese aber gerne deine/eure Vorschläge.

      1. Hittmer Otzfeld

        Dirk Schuster, Markus Weinzierl, Andre Breitenreiter, Manuel Baum, Ralph Hasenhüttl, Hannes Wolf. Selbst Armin Veh und Jens Keller trau ich mehr zu.

        Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass ich befangen bin weil ich Löw absolut nichts abgewinnen kann, noch nie konnte. Und dann noch seine kleinen Granden Sorg und Schneider dazu. Die Schwaben-Connection sollte doch bitte ausgedient haben.

      2. Stiftl

        Mathias Sammer wäre in meinen Augen der perfekte Nachfolger für Löw.

  12. Kurt74

    Was ich noch anmerken wollte, Überraschung der WM war für mich Kramer beim ZDF. Einen dermassen souveränen Auftritt samt treffenden Analysen hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Das war teilweise angenehm ehrlich und erfrischend. Schade das heute schon sein letzter Auftritt war.

  13. Kurt2

    Ich glaube es liegt daran, dass ich zu fast keinem Spieler der Nationalmannschaft eine emotionale Beziehung aufbauen kann.
    Außer Neuer ist da keiner mehr. Es fehlen mir Typen in der Nationalmannschaft wie Schweinsteiger, Klinsmann, Scholl oder bei Bayern Robben, Makaay, Ribery. Kann mit Leuten wie Rudy, Hector, Süle, Özil, Khedira, Gündogan, Kimmich, Reus und auch Kroos nichts anfangen. Da fehlt mir das Überraschende, das Verspielte. Das ist alles medicores Fußball-Business-as-usual.
    Die Begeisterung ist auf der Strecke geblieben.

    1. wipf1953

      +1, Sandro Wagner fehlte an allen Ecken.

      1. Vobius

        Hi Wipf, Kurt2 erklärt das Problem mit ‘Die Mannschaft’ eigentlich am besten. Dafür von mir natürlich auch
        +1

    2. Fabian

      Das geht vielleicht dir so, ist aber nicht zu verallgemeinern.
      In Kimmich, Kroos, Müllery, Neuer, Boateng und Hummels sehe ich starke Persönlichkeiten, die etwas zu sagen haben und für etwas stehen. Besonders Kroos. Der sagt vielleicht nicht immer das, was man hören will, aber seine Aussagen enthalten immer Intelligenz und viel Wahres. Und Kimmich ist eh ein Mentalitätsmonster, der auch jetzt schon mal seine Meinung raushaut

  14. Stern des Südens

    Mal ne Frage zu Kimmich: Ich hatte heute den Eindruck, dass er wie “zusammengestutzt” spielte. Klar, seine verbesserungswürdigeren Flanken und optimistischen Offensivläufe mit vernachlässigender Defensivverantwortung liefert er schon immer. Aber heute hat er auf mich gewirkt, als ob ihm irgendwer gesagt hat, dass er nicht mehr so spielen darf, wie er kann. Leider scheint ihm keine wirkliche Idee gekommen zu sein, was er jetzt machen soll. Ich habe ihn so “in Allem halb” gesehen, einschließlich seinem normalerweise anzusehenden Ehrgeiz. Täusche ich mich?

  15. GestrandetinBerlin

    Toller Artikel, vielen Dank.
    Zu den ersten Punkten würde ich noch sagen wollen, dass sich glaube ich seit einiger Zeit abgezeichnet hat, dass Deutschland keine Kontermannschaft (derzeit) darstellt. Umso wichtiger aber doch dann das Positionsspiel und das war nie wirklich überzeugend.
    Aus meiner Sicht war ein Faktor schon, dass man keinen Stürmer hat, der da sinnvoll mitspielen kann. Ich würde daher auch Mal so behaupten, dass Werner momentan keine gute Verpflichtung für Bayern wäre (wobei er natürlich auch jung ist und sich weiterentwickeln kann).
    Ich bin kein großer Fan von Kroos oder Özil aber bei dem Turnier finde ich echt, dass es eher an der Integration der Nebenleute lag. Habt ihr ja schon einige Male geschrieben.
    Mir kommt es tatsächlich so vor, als hätte man das Turnier in der Vorbereitung verloren. Da war wohl dann auch eine Arroganz eine Turniermannschaft zu sein vorhanden.

    Musste aber auch an euer Buchprojekt denken. So ganz der Zufall wird es nicht sein, dass Lahmsteiger weg sind und es gerade im Spielaufbau und in der Spielbalance so viele Probleme gibt. Das Ziel dies zu kompensieren hat Löw halt nicht hinbekommen, nicht im Ansatz, und daher braucht man da denke ich schon jemand mit einer neuen Spielidee.

    1. wipf1953

      Sane?
      eventuell sogar Gnabry?

      1. Jo

        Wäre ein fitter Gnabry vielleicht mit gefahren? Könnte ich mir zumindest vorstellen.
        Er ist der Typ der wenigstens weiß, dass da ein Tor steht und wo ungefähr das ist.

        In der Tabelle der meisten Torschüsse steht Deutschland weit vorne auf Platz 1. In der Tabelle der Chancenverwertung (weiß nicht mehr welche Quelle) auf Platz 32. Von 32.

  16. Marco05

    Sehr sehr gute Zusammenfassung, so kurz nach dem Debakel (welches sich aber angedeutet hat). Nur mit Özil, da kommen wir nicht mehr zusammen ;)
    Macht aber aus meiner Sicht wenig Sinn, jetzt einzelne zu kritisieren, da könnte man im Grunde jeden heranziehen. Es ist einfach das Gesamtkonstrukt welches nicht gepasst hat. Dazu zogen sich diverse Themen wie ein roter Faden durch die gesamte Vorbereitung und das Turnier, die nicht ordentlich abgearbeitet wurden.

    Ich bin auch nicht dafür den Trainer in Frage zu stellen, zumal er ja entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten, sich gegen vermeintliche Verbesserungen (2014 Lahm auf links/rechts) nicht ewig hat “bitten” lassen, sondern sofort reagierte und auch vor etablierten Kräften nicht zurückschreckte.

    Dennoch muss hinterfragt werden, warum der Trend nicht gestoppt werden konnte der sich seit einiger Zeit abzeichnete. Natürlich ist es als Titelverteidiger immer am schwersten. 4 Jahre lang Schulterklopfen, dann noch den vermeintlich besten Nachwuchs etc. sind kontraproduktiv. Genau wie die (glücklichen) Siege beim Confed-Cup und der U21. Das hat zu einem Selbstverständnis geführt, welches bei den nun auftretenden Widerständen zu Lethargie geführt hat. Zumindest dieses Problem dürfte erstmal nicht mehr auftreten.

    Wie geht es weiter? Aufstehen, weiter arbeiten. Es sollte ein kleiner Umbruch stattfinden und Leute wie Gomez, Özil, Khedira Platz machen für jüngere, hungrigere Spieler. Das Gerüst um Neuer, Hummels/Boateng und Kroos, kann denke ich noch 2 Jahre den größeren Umbruch “betreuen”.
    Was das Trainerteam anbelangt halte ich außer von Löw von keinem besonders viel. Schneider ist eine farblose Blackbox, Sorg macht möglicherweise im Hintergrund einen guten Job, keine Ahnung, aber auch da sollte etwas Schwung rein, sollte Löw weitermachen. Sollte er tatsächlich zurücktreten, was für mich durchaus wahrscheinlich ist, sehe ich außer Klopp keinen wirklichen Nachfolger und der scheidet momentan aus. Interessante Zeiten…

    Was den FCB betrifft kann man ja im Grunde fast froh sein, dass alle 2 Wochen eher als erwartet zurückkehren und Kovac mit ihnen arbeiten kann. James wird in Kürze nachkommen und Thiago ist eh ausgeruht.

  17. Mehmet68

    Wie immer danke Euch für den tollen Artikel! Da kann man den Sportteil der SZ getrost vergessen.

    Ich bin mit vielen Punkten einverstanden, glaube aber, dass DAS zentrale Problem der berüchtigte “Schalter” war, den man nach einigen Freundschaftsspielen auf Sparflamme nicht mehr auf Vollgas umlegen konnte. Ich habe mir gestern bei BRA-Serbien und SUI-Costa R. gedacht, dass selbst die Underdogs mit mehr Spritzigkeit und Einsatz am Werk waren, als unsere behäbigen Weltmeister. 95% sind bei einer WM mit vielen heissen Teams halt kaum besser als 50%.

    Was kann Löw dafür? Aus meiner Sicht hätte er die Wohlfühloase N11 etwas früher auflösen können und müssen, indem er z. B. mehr auf das Leistungsprinzip, als auf bekannte Namen setzt. Im Kader waren zu viele Spieler, die entweder eine maximal durchschnittliche Saison, oder eine Verletzungspause hinter sich hatten – nein, Neuer meine ich damit nicht. ;-)

    Für einen Neuaufbau halte ich ihn dennoch geeigneter als andere Kandidaten – es sei denn, Don Jupp machts nochmal. :-) Der einzige, der sowohl Kompetenz, als auch die nötige Erfahrung mitbringen würde, wäre Rangnick. Und dem fehlt für einen Job mit eher jüngeren Spielern imo die Sozialkompetenz. Kloppo kann frühestens ab 2020 übernehmen, Nagelsmann zu jung, Hasenhüttel grrrmpfff.

    Vielleicht stimmt ja auch die Schlussfolgerung von Kramer, den auch ich erstaunlich gut fand, und die schlechte EC-Saison war schon ein Vorzeichen für einen – kleinen – Abstieg. Dann müssten sich allerdings auch 15 der 18 BL-Vereine dringend hinterfragen.

    1. Jo

      “Ich habe mir gestern bei BRA-Serbien und SUI-Costa R. gedacht, dass selbst die Underdogs mit mehr Spritzigkeit und Einsatz am Werk waren, als unsere behäbigen Weltmeister. 95% sind bei einer WM mit vielen heissen Teams halt kaum besser als 50%.”

      Da ist ein Punkt der mich etwas verblüfft. Wenn man nach der Vorrunde die Laufleistungen bilanziert wird Deutschland wahrscheinlich ziemlich weit vorne liegen. Die Laufleistung gegen Korea liegt wahrscheinlich irgendwo in den Top Five des bisherigen Turniers. Also die, natürlich naheliegende, Vermutung der Weltmeister hätte es physisch überproportional locker gesehen, wird m.E. nicht durch Daten gestützt.

      Überhaupt liegt Deutschland bei den üblichen, gemessenen Kriterien so ziemlich überall in der Spitzengruppe. Mit Ausnahme der schon weiter oben geposteten Chancenverwertung.
      Und die Zahl der absolvierten Zweikämpfe (nicht die Quote) ist übrigens im Verhältnis sehr gering. Was auch immer das heißen mag.

      Abgesehen von Deutschland fällt bei diesem Turnier auch auf, dass die Laufleistung im Vergleich zur BL relativ gering ist (teils wirklich sehr deutlich) und das gilt nicht nur für die Spitzenteams (haben es nicht nötig?), sondern auch und gerade für die “Kleinen”.
      Da bin ich mir auch noch nicht im Klaren, was das bedeuten mag.

  18. Hittmer Otzfeld

    Was kann Löw dafür?

    Er hat, und da braucht man nicht nur die WM isoliert zu betrachten, weder ein vernünftiges Team noch ein vernünftiges Konzept etabliert. 2014 war das Credo “hinten solide stehen und über Standards kommen”. War teilweise glücklich aber hat gereicht/gepasst. Diese WM war zu keinem Zeitpunkt einen Matchplan zu erkennen, außer, dass es wohl die Instruktion gab, ja nie ins Dribbling zu gehen sondern die Flügelspieler freizuspielen (sodass diese sinnfrei auf Werner flanken können) und/oder über Kurzpassspiel und Standfussball sich vor das Tor zu “kombinieren” (sic).

  19. Stiftl

    Wieso bringt Löw gegen Südkorea wieder Khedira und Özil? Ich werde den Verdacht nicht los, dass er dachte, dass man Südkorea schon mit links schlagen wird und er für die Beiden in dem Spiel Aufbauarbeit für die K.O. Spiele leisten wollte.

    Und so hart es klingt: Ein Trainer, der Spielertypen die es eigentlich dringend nötig hätte, zu Hause lässt weil er nicht in der Lage ist, deren Potential zu nutzen, der sollte sich einen anderen Job suchen. Wenn Sane in der PL zum Nachwuchsspieler der Saison erkoren wird und in der N11 seine Leistung nicht abruft, kann das ja wohl nicht allein am Spieler liegen.

    Und Gomez statt Wagner war hinten und vorn die falsche Entscheidung. Prima dass Ginter dabei war – der war so variabel einsetzbar dass er am Ende der einzige Feldspieler ist, der nicht zum Einsatz kam …

    1. Lukas

      Özil hat er vielleicht deshalb gebracht, weil er praktisch jeden gelungen Angriff initiiert und seit 2010 derjenige ist, der den Grundstein für 80% aller geschossenen Tore erspielt hat. Ansonsten kann der garnix und fühlt sich im Deutschland Trikot nicht wohl.

    2. Zu Özil: siehe Kommentar zu Lukas
      Zu Khedira: was wäre denn die Alternative? Gündogan? Ginter? Wohl eher nicht. Wenn das die Alternativen sind, kann ich verstehen, dass Löw drauf hofft, dass Khedira nach der Denkpause gegen Schweden nochmal was reißt.

  20. Definitiv meine absolut favorisierte Analyse der WM und ihres dürftigen Ausgangs für die Nationalelf, allein schon weil du (Justin) es wie gewohnt formidabel schreibst und die perfekte Balance findest. Bei Spielverlagerung ist mir das Ausscheiden zu einseitig taktisch begründet, die breite Öffentlichkeit sieht mir hingegen zu sehr nur die oberflächlichen Gründe und stellt Einzelspieler an den Pranger. Das Ausscheiden kann aber nicht nur an einzelnen Gründen festgemacht werden, sondern liegt an mehreren Punkten, und das wurde in den 7 Punkten hervorragend beleuchtet. Chapeau, Justin!

    Freude über das Ausscheiden empfindet wohl niemand wirklich, auch wenn es vielleicht so wirken mag. Tatsächlich würde ich es eher als Erleichterung interpretieren. Geht mir übrigens auch so. Während der letzten Minuten gegen Korea (sogar vor den zwei Toren) war ich auch schon der Meinung, dass es wohl besser ist, wenn wir uns jetzt aus dem Turnier verabschieden, als uns noch weiter durchzuwurschteln, ohne erkennbares Konzept. So ist der Spuk früher vorbei und man kann sich in Ruhe auf die Zukunft vorbereiten, als nochmal durch die Hölle zu müssen (sowohl aus Perspektive der Spieler als auch aus der Perspektive der Fans/Zuschauer).

    Auffällig war, dass unterm Strich nicht eine wirklich gute Aktion in den drei Spielen stattfand. Es war wie verhext, jede einzelne Situation ging schief wie sie nur schief gehen konnte. Dinge, die immer funktioniert haben, gingen immer schief. Zweikämpfe werden verloren (oder gar nicht erst geführt), Pässe kommen massenweise nicht an, Ecken werden schlecht geschossen, Freistöße werden sinnlos verbraten (bis auf Kroos’ Geniestreich gegen Schweden, der aber halt nur die eigentlichen Probleme übertüncht hat), das Positionsspiel ist schlecht bis nicht vorhanden, die Wechsel während des Spiels sind teilweise fragwürdig (Müller für Goretzka!?), die Torschüsse waren teils lächerlich, und selbst das 1:1 gegen Schweden durch Reus war eher glücklich. Dazu noch werden wir gnadenlos ausgekontert. Und als wäre das alles nicht genug, fehlt dann auch noch das Glück (wieder Kroos’ Freistoß ausgenommen). In Summe ist das ganz schön gruselig.

    Schade ist, dass sich die Öffentlichkeit jetzt wieder unbedingt einen Schuldigen suchen muss, den sie öffentlichkeitswirksam lynchen kann. Ob das nun Müller, Özil, Khedira, Gündogan oder sogar Kimmich (wtf!?) ist, spielt gar keine Rolle. Die Wahrheit ist doch, dass unsere Elf als Kollektiv versagt hat. Schwache Einzelspieler kann man mit einem guten Kollektiv ausgleichen. Schwächen von Einzelspielern durch andere Spieler auszugleichen, um deren Stärken hervorzuheben (siehe z.B. den pressinganfälligen Xabi Alonso mit pressingresistentem Unterstützungsspieler bei den Bayern oder ein absichernder Sechser für Kimmichs Offensivläufe), ist doch auch Gang und Gäbe und ist sinnvoll. Auch dass Özil und Kroos nie auffällig, aber (fast) immer effektiv spielen, ist mittlerweile bekannt. Die Einzelteile waren nicht das Problem. Ich finde daher die Metapher mit dem Baumhaus sehr gelungen.

    Löw hat einige Dinge anders gemacht als es vielleicht sinnvoll gewesen wäre (Sané zu Hause zu lassen verstehe ich sogar eher als Wagner zu Hause zu lassen – Wagner hätte uns in weiten Teilen der Vorrunde sicher gut zu Gesicht gestanden, und wenn es nur die Brechstangenmethode Flanke-Kopfball-Tor gewesen wäre). Löw jetzt aber grundsätzlich in Frage zu stellen, ist nicht der richtige Weg. Nach dem vercoachten Halbfinale gegen Italien haben ja auch schon einige seinen Kopf auf dem Tablett gefordert. Wie wir wissen, hat er sich weiterentwickelt und mit uns später den Pott geholt. Wenn ein Trainer in der Vergangenheit Lernfähigkeit bewiesen hat, dann doch unser Bundesjogi.

    Und was mir auch noch gehörig gegen den Strich geht: Dass Leute wie Basler, Daum und Effenberg sich jetzt hinstellen können und “siehste!” sagen können. Gna!

    1. Danke fürs Lob. Freut mich sehr.

    2. Marco05

      Ich habe mir bisweilen auch gedacht: es soll einfach nicht sein. Ähnlich wie 2012 beim FCB war irgendeine “Macht”, der Fußballgott oder Maradonna gegen uns. Den “Kopfball” macht Hummels normal im Schlaf, trifft diesmal aber nicht einmal den Ball mit dem Kopf. Jeder Schuß der nicht daneben war kam genau auf den Keeper (Ausnahme Goretzka, aber ohne Druck). Uswusf.

      Im Gegensatz zum FCB damals kam aber noch hinzu, dass es nicht “ungerecht” war sondern verdient. Weil die NM nicht in der Lage war das Glück “zu erzwingen”. Ausnahme Schweden, aber das war wohl nur das letzte Auflodern. Deswegen finde ich es auch einfacher damit umzugehen, weil es vollkommen verdient war und mir kein Grund einfällt warum wir im 1/8-Finale stehen sollten. Aber dennoch, es war irgendein Wurm drin. Im übrigen verweise ich auf den Fußballphilosophen Andy Brehme: ‘Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh’

      1. Ich denke, dass zu den Kleinigkeiten auch zählt, dass Rudy fehlte. Das klingt banal, aber mit ihm gab es die 20 besten Minuten des Turniers, weil das Zusammenspiel mit Kroos und Kimmich passte. Er hätte das angesprochene Bindeglied sein können.

      2. Stimmt, die Verletzung von Rudy, die Unsicherheit von Neuer und auch die wichtigen, aber ungeschickten Tacklings von Boateng müssten eigentlich auch noch in diese Aufzählung mit rein.

        Im Prinzip der genaue Umkehrschluss zum Ausscheiden der Bayern gegen Real. Da tat das Ausscheiden richtig weh, weil die Bayern gefühlt besser waren. Bei der WM hingegen hast du (Marco) es perfekt beschrieben:

        “Deswegen finde ich es auch einfacher damit umzugehen, weil es vollkommen verdient war und mir kein Grund einfällt warum wir im 1/8-Finale stehen sollten.”

    3. rotweiss

      basler, daum, effenberg, matthäus, berthold etc … die AfD von fußballdeutschland…immer mies drauf, immer mit erhobenem Zeigefinger, immer auf der suche nach wem, den man lynchen kann und der alleinverantwortlich ist für missstände. danke für
      die grandiose analyse und auch die vielen klugen Repliken darauf.

  21. GS

    “Hummels fand im Interview zunächst kaum Worte.”
    – und das will bei ihm ja wirklich was heißen …

    Ich fand den 7. Punkt in der Analyse sehr wichtig und sonst sehr selten thematisiert – unser Gegner waren alles andere als Kanonenfutter. Vor allem aber waren die alle motiviert bis in die Haaspritzen. Auch die Südkoreaner, die ja de facto keine Chance mehr aufs Weiterkommen hatten. Kann ja eigentlich nicht sein, dass Korea das körperlich robustere Spiel betreibt, gelbe Karten sammelt, während der Weltmeister, der von der Blamage bedroht ist, vergleichsweise lammfromm auftritt … früher gab es ja mal die Floskel, dass man auch mal über den Kampf ins Spiel finden muss. Die Option ist von unseren Jungs, zumindest im Mittelfeld, offenbar nicht mal in Erwägung gezogen worden.

    Und man merkt natürlich, das das Mittelfeld nicht eingespielt ist, weil jeder bei einem anderen Verein spielt; da ist nix mit Automatismen, und dementsprechend wenig dominant und zögerlich wurde auch gespielt. Auch Flanken oder scharfe flache Hereingaben gingen fast immer genau da hin, wo keiner steht.

    Fazit: wir werden abwarten müssen, bis mal wieder bei einem BL-Verein – mutmaßlich dem FC Bayern – ein eingespieltes Mittelfeld mit überwiegend deutschen Nationalspielern als Gerüst der NM dienen kann. Oder Jogi Löw (oder ein neuer Tainer) stellt das Spielkonzept um.

    1. Hoffentlich behältst du damit recht. Denn mit der Verpflichtung von Süle, Rudy, Goretzka und Gnabry (und eigentlich eben auch Wagner) haben wir ja schon wieder einen Schritt in diese Richtung gemacht, dass wir wieder einen “Block” anbieten können, zusätzlich zu den Etablierten (Neuer, Boateng, Hummels, Kimmich, Müller). Von solch einem Block könnte auch ein Bundestrainer sehr profitieren. Wenn wir jetzt noch Brandt verpflichten würden… :)

  22. Anton

    Vielleicht sehe ich das ja auch alles falsch. Aber dieser Ballbesitzfußball ohne wirklichen Druck nach vorne – der hat sich doch mittlerweile rumgesprochen. Und die meisten Mannschaften haben da sehr gute Mittel gegen entwickelt. Nicht umsonst wurden die Portugiesen genau mit dem Gegenmittel 2016 Europameister.
    Und wir sehen es doch in der Liga, wie schwer man sich gegen tiefstehende Mannschaften, die nur auf Konter spielen, tut.

    Ein Kroos hat bei Real einen Casimiro, der für ihn die “Drecksarbeit” macht. Gestern hatte er leider keinen Rudy sondern nur einen nebenher laufenden Khedira. Da hätte man besser einen Goretzka auf diese Position gestellt und – wenn man schon auf Müller verzichtet- einen Brandt auf die rechte Seite. Das hätte auch einem Kimmich gutgetan.

    Letztlich fehlte der Druck nach vorne und vor allem die Geschwindigkeit. Ein Kramer hat das gestern eigentlich gut erklärt: “Spielst du schnell und schnelle Pässe, muss der Gegner hinterher rennen. Rennt der aber nur hinterher, kommt es im Kopf irgendwann zu der Einsicht, hier geht nichts. Lässt du dich aber schon im Mittelfeld auf Zweikämpfe ein und verlierst die auch noch zum Teil, kommt beim Gegner die Einstellung hoch-Hey hier geht was. Und genauso wurde gespielt.

    Da will Neuer den Ball schnell zum Abstoß haben – aber dann dauert es fast eineinhalb Minuten, bis der Ball endlich über die Mittellinie kommt. In einigen Szenen schon in der ersten Halbzeit hat man doch gesehen, was passiert, wenn man schnell spielt und die Südkoreaner hinterherrennen müssen. Schon waren sie hinten am schwimmen. Aber statt das weiter zu spielen – erst mal wieder den Druck raus und quer, quer, quer.
    Da hast du einen Mittelstürmer, der einen Kopf großer ist als die Deckungsspieler, aber der sitzt erst mal draußen.
    Und dann hast du irgendwann mit Werner und Reus und Gomez und Müller und Özil und Brandt soviel Offensivkräfte vorne, dass sie sich gegenseitig schon fast im Weg stehen. Und aus dem defensiven Mittelfeld, dass dann praktisch nur noch aus Kroos besteht, kommt zwangsläufig auch keine Dynamik mehr.

    Ein Müller hat es doch auf den Punkt gebracht: So wie wir aufgetreten sind , musste sich keiner vor uns fürchten.

  23. wohlfarth

    Der Ballbesitzfussball scheint tot zu sein. Meine Befürchtung vor allem für die Bundesliga: Nicht nur die kleinen Teams und die Auswärtsmannschaften, sondern sogar die vermeintlichen Spitzenmannschaften stellen sich immer noch tiefer, arbeiten noch mehr gegen den Ball und warten noch mehr auf die “Umschaltmomente” (Ich kann dieses Wort nicht mehr hören). So treibst du die Zuschauer aus dem Stadion, bei mir haben sie es schon fast geschafft.

    1. Mehmet68

      Ganz Deiner Meinung!

    2. Tipic

      Abwarten. Totgesagte leben länger. Mal sehen, wer den WM-Titel holt.
      Im Übrigen haben in der angelaufenen Saison in Spanien, England und Deutschland Ballbesitzmannschaften die Meisterschaft geholt.

      1. wohlfarth

        Ich hoffe du hast recht. Wenn dieser Dreck auch noch belohnt werden würde, dann gute Nacht.

      2. Lukas

        Ebenso sind die beiden besten Mannschaften bisher, Belgien und England, diejenigen, die voll auf ein schnelles, ästhetisch hochwertiges Spiel setzen :-)

  24. FR7

    Schwierig. Jetzt im Nachhinein wissen wir es ja alle besser. Ein Wagner hätte gegen Südkorea sein Leben auf dem Platz gelassen um irgendwie ein Tor zu erzielen. Sané hätte so dermaßen gutgetan mit seinen 1gegen1 Qualitäten gegen Südkorea und auch gegen Mexiko. Bela Rethy traf den Nagel auf den Kopf als er von Zeitlupenfußball sprach. Deutschland fehlte Tempo, die eigenen Konter wurden viel zu langsam ausgespielt und auch Kombinationen im eigenen Ballbesitz liefen zu langsam ab. Es wirkte alles etwas träge, als wäre dem Team das Datenvolumen gedrosselt worden. Gegen Schweden sah ich ein sehr starkes Spiel, der Wille und die Mentalität waren da. Gegen Südkorea wiederum wurde komplett falsch aufgestellt. Khedira hätte draußen bleiben >müssen<. Was Goretzka rechtsaußen verloren hat weiß nur Löw selbst. Süle hingegen war z.B. bockstark, ohne ihn hätte die Abschied aus der WM auch deutlicher ausfallen können.

    Ich würde Leute wie Khedira und Özil vorerst nicht mehr nominieren oder nur für die Bank. Vertrauen muss man in Sané setzen, es muss oberste Priorität haben dieses Supertalent richtig einzubinden. Denn richtig eingebunden ist Sané für Deutschland eine tödliche Waffe die jederzeit ein Spiel entscheiden kann. Auch jemand wie Gnabry könnte ich mir neben oder direkt hinter Werner vorstellen, dort funktionierte Gnabry bei Hoffenheim am besten. So wäre Deutschland deutlich schneller. Goretzka neben Kroos aufbauen, unsere neue Nummer 18 wird bei Bayern lernen wie man Kimmich unterstützt und auch wie er mit Süle, Hummels, Müller etc. zu agieren hat. Er ist schnell, hat eine starke Physis und ist spielerisch sehr stark. Also den Kader umstellen, für mehr Geschwindigkeit sorgen und taktisch umschulen, dann sollte bis zur nächsten EM ein starker Kader bereitstehen.

    1. Lukas

      Was ist dein persönliches Problem mit Özil? Seine “Körpersprache”? oder welches Macho-Basler Argument? Dieses gesamtdeutsche Niedermachen von Özil, einem der talentiertesten und elegantesten Fußballspieler, die das Land je hatte, fühlt sich für mich an, wie der Untergang des Abendlandes. Du willst lieber einem Wagner als einem Özil beim Fußballspielen zugucken?…. Puh…. manmanman

      1. FR7

        @LUKAS

        Was hat das bitte mit dem Untergang des Abendlandes zu tun? Wovon du sprichst du da? Bleibt bitte sachlich. Ich kam selbst als Flüchtling hierher und meinen Vornamen könntest du sicher niemals schreiben, geschweige denn korrekt aussprechen.

        Bzgl. Özil will ich sagen, dass es in so einer Situation in der man mit dem Rücken zur Wand steht, andere Spielertypen braucht. Özil ist ein Magier, er malt sich in seinem Kopf zwei Spielpässe früher aus wie ein Angriff aussehen kann und sucht sich dafür den richtigen Zuspieler. Özil ist – an einem guten Tag – ein Gott in diesen Belangen. Gegen Korea war dies nicht der Fall. Wer bei Dazn regelmäßig mal Arsenal Spiele schaut der weiß, dass Özil nicht jemand ist der antreibt, Leute pusht oder extrem lauffreudig ist. Genau solche Attribute haben wir gegen Südkorea jedoch gebraucht. Demzufolge hätte ich ihn gar nicht erst in die Startelf gestellt.

        Was ist wiederum dein Problem mit Wagner? Groß, bullig und super kofballstark, dazu die Mentalität eines Kriegers. Fast so wie jede Buli Mannschaft die im Abstiegskampf steckt “richtige Typen” braucht, so haben wir das auch in der Gruppenphase. Wagner wäre einer dieser Typen gewesen, Özil nicht. Manchmal brauchst du nicht Zaubereien am Ball und schöne Pässe, sondern die pure Brechstange bei Flanken – Wagner.

      2. Ich stimme beiden zu. Das Özil-Bashing von Leuten ohne Sachverstand ist schon schwer zu ertragen. Habe erst gestern eine intensive Diskussion über Özil geführt, die jedes mal, wenn ich versucht habe, seine Stärken hervorzuheben, darin änderte, dass über Erdogan oder seine Frisur oder seine Augen gesprochen wurde. Es ist zum Verzweifeln.

        Andererseits bin ich auch komplett bei FR7, dass gerade das Korea-Spiel es nötig gehabt hätte, dass man in dem Moment, in dem klar war, dass man mit Ballgeschiebe nicht durchkommt, mit Wagner und Gomez die zwei langen einwechselt, die dann so lange mit Flanken gefüttert werden, bis mal einer “irgendwie” über die Linie kullert. Ja, Wagner ist alles andere als filigran, aber es gibt Situationen, in denen Filigranität nicht das Mittel der Wahl ist.

    2. Marco05

      Manchmal braucht es vielleicht einen Wagner statt einem Özil…?

      ach @Lukas hör doch bitte auf jedem der es wagt Özil zu kritisieren auf das Basler-Niveau zu texten. Nur mal so…

      @FR7
      “Es wirkte alles etwas träge, als wäre dem Team das Datenvolumen gedrosselt worden.”
      So ziemlich die beste Metapher die ich in dem Zusammenhang jetzt gelesen habe. Der Wille war da aber es war nicht mehr rauszuholen. Ich bin ja – obwohl emotional wirklich weit weg von voll dabei – schier verzweifelt, als wir uns in Minute 75 und 80 immernoch den Ball 10 Mal an der Mittellinie hin und her gespielt haben. Das zeigt für mich vor allem eins – und das ist letztendlich auch die wesentliche Erklärung für mich – dass es im Kopf überhaupt nicht gepasst hat. Null. Die Frage ist, wann das angefangen hat. 2014? 2017 nach dem Confed-Cup?

      Ich bin ja wie gesagt für einen Umbruch “light”. Khedira, Özil, Gomez. Ggf. Boateng. Und in zwei Jahren dann Neuer, Hummels, Müller und Kroos. Bin gespannt wer das moderiert, weil ich tatsächlich langsam damit rechne, dass Löw hinschmeißt weil die Enttäuschung einfach zu groß ist.

    3. Lukas

      Lieber Marco05

      Ich würde einfach gerne EINMAL eine Erklärung dafür hören, warum Özil nicht für Deutschland spielen sollte. Weißt du was kritisieren bedeutet? “Fachlich beurteilen, besprechen”. Niemand kritisiert Özil, die Leute mögen ihn einfach nicht. Und jetzt wirfst du mir vor, ich nenne das Mario Basler Niveau? Wie soll ich es denn sonst nennen? Schulhofantipathie? Ich verstehe es einfach nicht und es macht mir sorgen. Es braucht einen Wagner “statt” einem Özil? Ist das dein ernst? Was soll denn das? Wenn überhaupt braucht es einen Özil UND einen Wagner, der hätte nämlich vermutlich die zwei Weltklasseflanken von Özil reingemacht.

      1. Marco05

        ich habe geschrieben “Manchmal” braucht es “vielleicht” einen Wagner statt einem Özil. Warum liest du eigentlich nicht richtig? Oder verdrehst du absichtlich die Darstellung?

      2. Lukas

        Es geht um das Wort “statt”. Es ergibt keinen Sinn, Wagner statt Özil mitzunehmen. Egal ob manchmal oder immer.

      3. Marco05

        Du machst immernoch Fehler beim Lesen. Von “Mitnehmen” habe ich ebenfalls nichts geschrieben. Weiß nicht wie du darauf kommst…!?

        Außerdem habe ich geschrieben “einen” Wagner und “einen” Özil. Auch wenn die Debatte jetzt um Özil ging, es war mehr allgemein gesprochen. Gemeint war der Spielertypus, nicht die Personen. Es soll Situationen im Fußball geben, in der mehr Körperlichkeit, Kopfballstärke, “Anarchie” etc gefragt ist als die von dir erwähnte Eleganz. Nix anderes habe ich geschrieben.

  25. Marco05

    Lies nochmal deine Reaktion auf den Post von FR7. Er sagt über Özil ja nur, dass er Özil (und Khedira) nicht mehr nominieren würde. Du unterstellst ihm ein “persönliches” Problem mit Özil zu haben. Findest du das nicht “leicht” übertrieben.
    Im übrigen sehe ich nicht, dass es in irgendeiner Weise Sinn machen würde mit dir zu diskutieren, weil du Özil hier in einer Art und Weise verglorifizierst die aus meiner Sicht völlig übertrieben ist und es in meinen Augen hauptsächlich darum geht, sich dem Strom entgegenzustellen. Sachlich ist das auch bei weitem nicht. Deswegen, da lasse ich mich nicht drauf ein. Aber wenn du denkst es gäbe KEIN sachliches oder fachliches Argument gegen Özil würde ich mal drüber nachdenken.

    1. Lukas

      Da du dir eine inhaltliche Auseinandersetzung wünschst, übernehme ich das jetzt mal.
      Das ich ihn glorifiziere lasse ich mal so stehen, ohne dir das Wort zu definieren und mich selbst zu zitieren, womit du erkennen könntest, dass das Unsinn ist.

      Positiv über Özil schreiben: Die MirsanRot Autoren, Spielberlagerung, FußballANALYTIKER usw. Eigentlich alle, die Fußball unemotional betrachten.

      Hier eine von mir glorifizierende Kritik an Özil:
      – Er schafft es nicht Mitspieler durch seine Präsenz mitzureisen
      – Wenn seine Mannschaft nicht oft genug den Ball hat, taucht er ab (siehe Arsenal gegen Bayern)
      – Er hat seinen Antritt und seine Torgefährlichkeit verloren
      – Er hat überhaupt kein Kopfballspiel
      – der rechte Fuß ist zu schwach

      Das war eine Kritik (Fachlich besprechen)

      Nun hab ich mir die Mühe gemacht, nicht die Kritiken, sondern die inhaltsleeren negativen Äußerungen über Özil in diesem Forum zu sammeln.
      – “Ich würde ihn nicht mehr nominieren”
      – “nicht aufstellen”
      – “Özil wieder katastrophal”
      – und viele weitere

      Vor allem ist mir aufgefallen, dass es keine tatsächliche Kritik gab (also in den Kommentaren), zumindest keine negativen. dass, was kritisch war, war positiv.
      – Dann gab es aber auch einfach inhaltlich falsche Äußerungen, wie
      -“seine Pässe führten ins nichts”
      -“hat sich nie freigelaufen”

      Noch ein Kommentar zu meiner persönlichen Beziehung zu Özil, die ist nämlich auch emotional:
      Die Tendenz jemanden zu haten, der einfach gerne und schön Fußball spielt und Leute zu fordern, die das nicht können, dafür Medaillen Wegpfeffern und fragwürdig mit Mitmenschen umgehen, macht mir einfach sorgen

      1. Hittmer Otzfeld

        An Özil scheiden sich immer die Geister. Nach jedem mäßigen Arsenal Spieler, bemühen die jeweiligen Lager die gleichen Plattitüden um Özil, “The Ghost”. Ähnlich wie bei Kroos, der für die einen “Quer-Pass-Toni” und für die anderen der beste holding Midfielder der Welt ist.

        Özil mag der vielleicht beste Techniker sein, den die N11 je gesehen hat, nimmt man sich aber andere 10er als Referenz (Hazard, James, Coutinho, De Bruyne) dann sieht er verdammt blass aus. Solche Spieler muss man als Referenz nehmen weil Özil Gehaltsforderung bei Arsenal sind in der Riege eben jener Spieler. Da fehlt mir persönlich ein Stück weit Selbstreflexion. Özil sollte anfangen an seinem Selbstverständnis zu arbeiten sonst wird er schneller obsolet, sowohl bei Arsenal als auch in der N11, als er denkt. Dann auch noch mit der Erdogan-Geschichte eine Projektionsfläche zu bieten war superdumm, egal unter welchen Gesichtspunkt.

    2. FR7

      @MARCO05

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    3. Das Schlimme ist ja, dass Özil immer als erstes rausgepickt wird. Das Kollektiv versagt, aber Özil ist Schuld, weil der ja doofe Augen hat und mit dem Pfuipräsidenten vom Bosporus ein Foto gemacht hat. Letzteres war unüberlegt und find ich auch ziemlich schlecht, aber das hat halt nix in einer Analyse der WM-Spiele zu suchen. Özil war in den beiden Spielen sicher auch nicht gut, aber dass man es immer an ihm festmacht, nur weil er halt nicht so sympathisch ist wie ein Hummels oder ein Neuer, ist einfach nicht fair ihm gegenüber.
      Daher verstehe ich im Grundsatz schon, was Lukas uns hier sagen will, auch wenn vielleicht die Präsentation nicht so gelungen ist. Schalt mal einen Gang runter, Kollege ;) Ich bin ganz bei dir und bin auch teils fassungslos, mit welcher Subjektivität Özil zerrissen wird.

  26. Rainer

    @ Lukas. Okay…Özil. Er hat im Vorfeld der WM einen Fehler gemacht. Und er war während der WM schlecht. Aber mit desolaten Leistung war er nicht allein. M.M.n. waren im ersten und dritten Spiel ca 80% der Mannschaft nicht in Topform. Deine fachliche Kritik an Özil teile ich.
    @FR7 Datenvolumen gedrosselt worden. Einfach geniale und genau getroffene Darstellung des Spieles unserer Nationalmannschaft. Genauso haben es die meisten Zuschauer empfunden.
    Uns fehlte es einfach an allem was einen Champion ausmacht. Raumaufteilung, Ballbesitzspiel, Pressing(habe ich gar nicht gesehen), Geschwindigkeit, Torgefahr, Fitness ….. Aber was mich selbst heute noch wahnsinnig ärgert, das ist die fehlende Einstellung und Laufbereitschaft. Warum das so war? Ich kann es mir einfach nicht erklären

    1. Osrig

      “Uns fehlte es einfach an allem was einen Champion ausmacht. Raumaufteilung, Ballbesitzspiel, Pressing(habe ich gar nicht gesehen), Geschwindigkeit, Torgefahr…”

      Also an allem, was ein gut gespieltes Dominanzsystem ausmacht!
      Ich möchte zwar noch nicht in den weiter oben schon angestimmten Abgesang auf das Dominanzsystem – übrigens weit mehr als nur “Ballbesitz” – einstimmen, aber es ist in der abgelaufenen Saison und auch jetzt während der WM meines Erachtens überdeutlich geworden, dass die schwächeren Mannschaften sich mittlerweile gut auf dieses System eingestellt haben. Gerade deswegen ist die “Arbeit gegen den Ball” geradezu perfektioniert worden.
      Nun gilt es für unseren FCB genauso wie für unsere Nationalelf, Wege zu finden, diese Defensivstrategie der Gegner wieder zu neutralisieren, die Abwehrreihen zu überwinden und dabei zu vermeiden, hinten anfällig für die berüchtigten “Nadelstiche” zu sein. Welche Wege das sein werden, bleibt abzuwarten. Ich bin aber sicher, dass dieser Weg nur über mehr Dynamik und noch schnelleres Pass-Spiel gehen wird, bei dem noch mehr als bisher die ganze Breite des Spielfeldes ausgenutzt werden wird.
      Und ich bin gespannt, wie ein Trainer, den ich eher als Defensiv”künstler” wahrgenommen habe, dieses Offensivspiel forcieren will! Aber das dürfte ein Thema sein, dass uns erst ab Montag beschäftigen wird ;-)

      1. Rainer

        @OSRIG „ Ich bin aber sicher, dass dieser Weg nur über mehr Dynamik und noch schnelleres Pass-Spiel gehen wird, bei dem noch mehr als bisher die ganze Breite des Spielfeldes ausgenutzt werden wird.“ Genau das sind die Punkte gepaart mit torgefährlichen, schnellen Aussenspielern, die ein eins gg. eins gewinnen und somit gedoppelt werden müssen Dadurch entstehen die benötigten Räume in der Mitte.( bei Bayern wären das Coman, Gnabry und wie schon oft hier gewünscht ein weiterer Top Winger auf rechts).
        Ich bin auch weiterhin der Meinung, das ein gut eingespieltes Dominanzsystem funktioniert. Allerdings nur, wenn bei Ballverlusten sofort strukturiert ins Gegenpressing gegangen wird Bei Bayern unter Pep gab es auch Gefahr durch Kontersituationen. Allerdings waren es pro Spiel sehr wenige. Auch unter Löw könnte die Nationalelf 2014 durch sofortiges Gegenpressing viele Chancen des Gegners sofort unterbinden. Allerdings benötigt man dafür die nötige Fitness und vor allem die Einstellung und Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Und wie hier schon mehrfach geschrieben fehlten diese Grundvoraussetzungen unsere Nationalmannschaft dieses Mal leider.

      2. Osrig

        “Bei Bayern unter Pep gab es auch Gefahr durch Kontersituationen. Allerdings waren es pro Spiel sehr wenige.”
        Ganz richtig! Wenn ich mich richtig erinnere, lag die Quote bezogen auf die 90 Minuten bei 0,irgendwas; also wirklich wenig! Trotzdem blieb Konterabsicherung ein Thema, weil selbst diese 0,x Quote bedeutete, dass auf höchstem internationalen Niveau ein(!) solcher Konter trotzdem zum Gegentor und somit zur Niederlage führte, weil vorn Chancen nicht genutzt wurden.
        Guardiola wurde das immer zum Nachteil ausgelegt und sein System kritisiert, allerdings wurde es nach ihm nicht besser, während wir vorn noch immer beste Chancen nicht nutzen konnten.
        Ich halte das Problem “Konterabsicherung” im Dominanzsystem für sehr bedeutsam, aber es ist m.E. kein Grund, das System aufzugeben. Denn z.B. durch das von dir genannte konsequent durchgezogene Pressing können Kontersituationen schon unterbunden werden, bevor sie brandgefährlich werden. Aber auch dafür brauche ich ein gutes Positionsspiel und eine gelingende Abstimmung – beides Elemente, die bei unserer Nationalelf kaum vorhanden waren.

      3. Klaus

        Wer ist eigentlich der zukünftige Leitwolf in der Mannschaft? Neuer sollte es nicht sein, zumal ich ihn auch nicht unbedingt als Kapitän sehe, denn dieses Amt sollte auch immer im Zusammenspiel mit dem Trainer gesehen werden und da befindet sich ein Torwart im Spiel in einer ungünstigen Position.

  27. wipf1953

    Mal ganz was anderes – und eher eine spontane Frage an die community:

    Die für mich schwächste Figur in dem Gesamtkunstwerk DFB 2018 ist für mich Oliver Bierhoff. Hinzu kommt, dass es angeblich zwischen ihm und Löw nicht mehr die reine Friede-Freude-Eierkuchengeschichte sein soll.

    Wäre es vorstellbar, dass Bierhoff ganz schnell durch Philipp Lahm ersetzt wird? Erstens weil Lahm bei Bayern die nächste Zeit wohl erstens nicht unterkommen würde und auch nicht unterkommen will (so lange er zwischen Hoeness und KHR zerrieben würde). Und zweitens weil der “kleine” Philipp ziemlich stringent sein kann, wenn es um seinen nächsten Schritt geht. Wie damals als er Ballack als Kapitän beerbt hatte.

    Mit seinem diplomatischen Talent halte ich Lahm sogar als für den DFB geeigneter als für den FC Bayern.

    1. Osrig

      Jedenfalls könnte er ähnlich wie Sammer ersteinmal beim DFB Erfahrungen auf Funktionärsebene machen, was dann auch seiner Arbeit bei uns gut tun könnte. So herum wäre es mir jedenfalls lieber.
      Ob aber Bierhoff gehen wird/muss, bleibt eh noch abzuwarten.

    2. Klaus

      Solch einen Ex-Spieler wie Philipp Lahm braucht der DFB, damit endlich mal frischer Wind weht und weniger Ja-Sager in die DFB-Zentrale einziehen.

  28. Mehmet68

    Sehr clever, dieses frühe Vorrundenaus, um den schnellen Franzosen aus dem Weg zu gehen. .

    Im Ernst, gegen Mbappe und Co. hätten wir ja gar kein Land gesehen.

  29. wohlfarth

    Es lebe der Anti-Fußball.
    Ich wünsche mir ein Finale Russland gegen Schweden, auf jeder Seite ein 5-5-0-System. Der Schiri bricht das Spiel in der 70.Minute bei (natürlich) 0-0 ab, da noch keine Mannschaft die gegnerische Hälfte betreten hat und sich beide Kapitäne auf sofortiges Elfmeterschießen geeinigt haben.
    Und die ganze Welt bejubelt den Kampfgeist und die taktische Finesse des Siegers.
    Mir wird schlecht

    1. Eigentor

      Besser kann man es nicht sagen. Danke.

    2. Mehmet68

      Naja, die Spiele am Samstag fand ich schon klasse, auch Uruguays disziplinierte, giftige Vorstellung.

      Gestern wars allerdings trostlos: Die Spanier fast so pomadig wie unsere Jungs.

      Da wird aus Tiki-Taka dann auch bei denen das “U des Schreckens”.

    3. Habe ebenfalls schon damit aufgehört, die Spiele zu schauen. Es ist echt zum abgewöhnen.

      1. rookie

        es brraucht Regeländerungen, um attaktives, offensives Spiel zu fördern.
        1.Abschaffungs des Zeitspiels dadurch, dass die Uhr immer angehalten wird, wenn das Spiel unterbrochen wird.
        2. Reduzierung der Mannschaften auf 10 Spieler. Räume können schlechter eng gemacht werden, gibt mehr Platz…
        um das zu testen könnte man einen Vorschlag , ich glaube von van gaal testen. In der Verlängerung wird alle so und so viel Minuten die Spielerzahl reduziert.

        Die heutige Athletik und defensive taktsiche Qualität auch kleiner Mannschaften hat den Fussball zu einem ARbeits- und Zerstörfestival gemacht,

      2. rookie

        ach so, habe noch leichte Vergrößerung der Tore vergessen. Wäre auch eine Idee. Himnten reinstellen darf sich nicht lohne, wäre bei größeren Toren ist es eben auch leichter in rein zu kriegen und auch ein reines Defensivkonzept lohnt sich weniger. Werden sie zu sehr vergrößert gäbe es wohl ein WEitschussgestival, auch nicht attraktiv.

      3. rookie

        oh, Rangnick hat das auuch schon gefordert….andere auch, Torhüter sind auch größer geworden ist auch ein Argument. Tore sind halt das Salz in der Suppe .

      4. Stimmt schon. Aber: Es fallen ja gar nicht signifikant weniger Tore als in den vergangenen vier WMs. Das langfristige Mittel ist ja doch recht konstant. Es fühlt sich nur aufgrund der Spielweise der meisten Mannschaften nicht mehr so gut an. Wenn eine Mannschaft wie Belgien in der Nachspielzeit das 3:2 durch einen wunderschönen Konter erzielt, ist das für mich ok. Belgien spielt aber eben nicht nur auf Konter und stellt sich in den eigenen Strafraum, sondern sieht das Konterspiel als Bonus und nicht als Hauptfokus. Attraktiv ist dieses Einmauern jedenfalls nicht.

        Richtig ist aber schon, dass die WMs zu Zeiten, wo Athletik noch keine so große Rolle gespielt hat, mehr Tore geboten haben.

        2018: 133 Tore in 54 Spielen [Schnitt: 2,46 pro Spiel] (Stand vor dem Spiel Schweden – Schweiz)
        2014: 171 Tore in 64 Spielen [Schnitt: 2,67 pro Spiel]
        2010: 145 Tore in 64 Spielen [Schnitt: 2,26 pro Spiel]
        2006: 147 Tore in 64 Spielen [Schnitt: 2,30 pro Spiel]
        2002: 161 Tore in 54 Spielen [Schnitt: 2,52 pro Spiel]

        1954: 140 Tore in 26 Spielen [Schnitt: 5,38 pro Spiel]

        http://www.weltfussball.de/statistik/wm/1/

    4. Kieler

      10x Daumen hoch. Du schreibst mir aus der Seele!

      1. Kieler

        Das war als Antwort auf den Kommentar von Wohlfahrt gedacht.

  30. Kurt

    Die Pressekonferenz mit Kovac und Gnabry fand ich sehr gut. Was für ein smarter, sympathischer und eloquenter Typ.

    Und Gnabry wird hier einschlagen.

    1. Jo

      Ja, Kovac hat abgeliefert.
      Sich präsentieren kann er auf jeden Fall. Und das ist heutzutage vielleicht noch nicht die halbe Miete, aber doch schon ein guter Teil der Arbeit eines Trainers.
      Deshalb hätte ich ihn zu Zeiten auch gerne als Sportdirektor hier gesehen.

      1. Klaus

        Seit wann wird die Trainerfähigkeit nach dem Auftreten bei seiner Vorstellung bewertet?

      2. Marco05

        @Klaus
        da könnte man auch fragen, warum wird die Trainerfähigkeit ÜBERHAUPT von uns “Dilletanten” bewertet? Warum maßen wir uns an über gelernte Fußballlehrer zu urteilen???

        Weil man es kann. Auf Basis von Indikatoren. Die sind für jeden halt anders. Das Auftreten von Kovac ist klar, strukturiert, aufgeräumt, analytisch etc. Das kann man ja auch auf seine Arbeit übertragen oder was spricht dagegen? Aber das sieht jeder anders und jeder interpretiert jedes Wort anders. Insofern sind das hier sowieso alles nur Diskussionen unter Fans und Interessierten. Nicht mehr. Spaß macht es dennoch ;)

        Am Ende des Tages bewertet seine Tätigkeit nur einer: der Erfolg.

  31. Der Groninger

    Peter Hermann bleibt nun doch? Eine sehr gute Nachricht!

    1. Osrig

      Ja, in der Tat! Eine sehr gute Nachricht! Auch wenn ich nicht den Tag vor dem Abend loben möchte, tatsächlich aber konnte Kovac ein wenig meine Zweifel mildern:
      Seine Ankündigung, Peter Hermann bleibe als Co-Trainer bei uns, und seine Aussage, er wolle an dem von Luis van Gaal geprägten Spielstil festhalten, stimmen mich etwas zuversichtlicher. Jedenfalls scheint er eine Abkehr vom Dominanzsystem nicht im Sinn zu haben, wozu die Entscheidung pro Hermann ja auch passen würde.
      Das er flexibler spielen lassen möchte, ist auch mit Blick auf CL und WM nachvollziehbar, dass unser neuer Trainer aber alles umkrempeln wird, scheint hingegen nicht der Fall zu sein, die Grundlage bleibt also Dominanzaufbau durch Pass- und Positionsspiel.
      Wie umfangreich dann an Stellschrauben gedreht wird, werden wir sehen, auch, ob er seinem Anspruch, Spieler noch besser machen zu wollen, gerecht werden kann. Positiv habe ich übrigens auch zur Kenntnis genommen, dass Kovac nicht mit Forderungen nach neuen Spielern öffentlich geworden ist und auf diese Weise psychologisch durchaus geschickt etwas Druck von seinen neuen Jungs nimmt. Alles in allem: Der Weg scheint in die richtige Richtung zu gehen!

      1. Eigentor

        @Osrig
        Ich fand es positiv, das Kovač offenbar einen neuen Aussenverteidiger fordert. Er will mehr Tempo, vor allem auf der rechten Aussenbahn. Das weckt in mir die Erwartung, das Kimmich doch vielleicht eine Rolle im Mittelfeld finden wird.
        Super fand ich die Nachricht über Peter Hermann, auch wenn er erst zum 1.9. wieder antritt, also die gesamte Vorbereitung ausfallen wird.

      2. Eigentor

        Shit, zwei „s“ sind mir verlorengegangen, jeweils hinter „das“. Vielleicht findet sie ja jemand hier.

      3. Fabian

        Sehr sympathischer Auftritt, der meinen Eindruck von Kovac als einen sehr intelligenten, anpassungsfähigen Menschen festigt.
        Interessant waren neben seinen Taktik bezogenen Aussagen vor allem seine Antworten zu den Fragen zu Sanches und Lewandowski. Dass das Boateng Thema anscheinend vom Tisch ist – freut mich sehr. Merkwürdig ist aber, dass kein klares Dementi Rebic gegenüber gemacht wurde.
        Auch Brazzos Auftreten ist immer noch irgendwie unangenehm.

  32. wipf1953

    Kovac’ Aussage zum Spielsystem wird wie folgt wiedergegeben:

    “Seit Louis van Gaal ist hier ein Stil geprägt worden, der im Grunde so beibehalten werden soll“, sagte er. „Die WM zeigt auch, dass Ballbesitzfußball nicht die einzige Lösung sein kann. Ich möchte ein neues System integrieren, das ein oder andere modifizieren.“

    “im Grunde” .. beibehalten werden “soll” .. schon das geht doch schon sehr in Richtung Veränderung. Und wenn es weiter heißt, dass Ballbesitzfußball nicht die einzige Lösung sein kann, ist das genau das was ich seit dem Abschied von Guardiola vertrete.

    1. Osrig

      Das Entscheidende ist ja aber, dass das Dominanzsystem als Grundlage beibehalten wird! Diese Grundlage wird jedoch modifiziert, in dem Aspekte andere Systeme mit eingebracht werden. Also eine größere Flexibiliät erschaffen wird, die je nach Gegner und Spielsituation das Dominanzsystem erweitert.
      Etwas, was nach Guardiola im Grunde schon von Ancelotti zu erwarten war, der sich aber merkwürdig unsicher und irgendwie desinteressiert an taktischen Strukturen zeigte, sodass die erwartete Entwicklung ausblieb. Unter Jupp wieder in die richtige Richtung gelaufen, ohne dass die Entwicklung Fahrt aufnahm. Dies war dann allerdings im Ausland der Fall, denn sowohl bei Real als auch bei City sehe eine modifizierte variable Ballbesitztaktik!
      Ob wir uns unter Kovac mit diesen beiden Top-Vereinen noch vergleichen können, bleibt abzuwarten – ich hoffe sehr, dass es nicht nur Lippenbekenntnisse waren, und Kovac auch die Zeit bekommt, diese Entwicklung auch voranzutreiben.
      Glücklicher Weise haben wir ja Hermann mit an Bord, den ich hinsichtlich dieser Entwicklung für höchst bedeutsam halte.

    2. wipf1953

      Natürlich wird Kovac nicht alles über Bord werfen, was seit van Gaal bei Bayern aufgebaut wurde. Das wäre ja eine Form von Harakiri, wie es sie seit Klinsmann (zum Glück) nicht mehr gegeben hat.

      Es ist aber doch nicht zu übersehen, dass vom Management seit Jahren auch andere Elemente gewünscht wurden – beginnend mit Kirchhof und Rode über Vidal bis hin zu Tolisso und Goretzka.

      Was wäre denn los im Blätterwald, wenn Kovac’ bei seiner ersten Pressekonferenz den Abschied vom van Gaal / Jonker / Guardiola-System verkündet hätte? Dann hätte er den Mund ganz schön vollgenommen, was ihm spätestens auf die Füße fallen würde, wenn er in den ersten Spielen nicht die erwarteten Siege einfährt. Ich denke, dass das, was er gesagt hat, bewusst zurückhaltend formuliert wurde.

      Es ist auch nicht neu, was Kovac will, im Gegenteil. Die Entwicklung hat doch schon im letzten Sommer Fahrt aufgenommen. Mit Rudy wurde zwar ein Spieler für das Dominanzsystem geholt – aber die teureren Transfers gingen in eine andere Richtung. Kovac ist für mich nur ein Element dieser neuen Linie – endlich einmal holt Bayern einen Trainer, der zur Strategie passt, anstatt einen Trainer vor die Aufgabe zu setzen, den Kader seiner Strategie anzupassen (so wie es damals van Gaal machen musste).

      Die WM hat gezeigt, dass – jedenfalls in KO-Spielen – wieder die schnellen Stürmer den Unterschied machen können. Auch diesen Trend verfolgt Bayern schon seit längerem (Gnabry). Ich könnte mir vorstellen, dass wir diesen Sommer noch mindestens einen großen Transfer eines solchen schnellen Stürmers sehen werden.

    3. JU

      Habe mir die Frage beim mitlesen nun schon mehrmals verkniffen. Aber da der Begriff nun immer wieder auftaucht: Was zum Henker soll denn dieses ominöse Dominanzsystem sein? Ihr braucht euch halt nicht wundern, wenn ihr unterschiedlicher Meinung seid, wenn durch solch schwachsinnige Begriffe der Eindruck erweckt wird, es gäbe hier nur schwarz oder weiß. Seit wann soll man denn nicht dominant sein können, wenn man das Spiel ohne Ball kontrolliert? War Mexico gegen Schland nicht dominant, oder wie? Wenn wir von Jupp’s Predigten etwas mitnehmen konnten, dann, dass man das Spiel in allen Spielphasen kontrollieren muss. Beißt sich das mit dem Selbstverständnis, das lieber mit Ball als ohne zu tun, da man eben schlicht nur dann ein Tor schießen kann? Überhaupt nicht.

      1. wipf1953

        Dann ersetze “Dominanzsystem” einfach durch “Ballbesitzfußball” (das ist das Wort das Kovac benutzt hat). Oder von mir aus auch durch ein Neudeutsches “possession-play”.

        Du sagst ja selbst, was das Charakteristikum ist: Ballbesitzquoten.

        Und dass das Spiel diejenige Mannschaft “dominiert” bzw. “kontrolliert”, die den Ball weiterpasst, ist glaube ich klar.

      2. Ju

        “Dann ersetze ‘Dominanzsystem’ einfach durch ‘Ballbesitzfußball'”.

        Das ist doch das ganze Problem. Es ist eben nicht klar, dass “diejenige Mannschaft “dominiert” bzw. “kontrolliert”, die den Ball weiterpasst”. Dieser Ansatz negiert nämlich völlig, dass ein Spiel auch ohne Ball kontrolliert werden kann. Ob das nun durch eine extrem organisierte Verteidigung tornahen Zonen oder durch dominante Pressingsysteme geschieht – oder beides, wie bei Simeone – ist dann Teil einer tiefer gehenden Diskussion. Letztendlich bedeutet Dominanz ja, eine Spielsituation herzustellen, in der man selbst sich wohler fühlt, als der Gegner, ergo aus den eigenen Fähigkeiten mehr Nutzen ziehen kann, als man es dem Gegner gestattet. Mit der Faustregel “wer den Ball hat dominiert” und der Floskel vom Dominanzsystem, verkürzt man die Angelegenheit schon in der Hinsicht, dass Mannschaften durch die individuellen Fähigkeiten ihrer Protagonisten völlig unterschiedlich Stärken haben. Ich würde mich zum Beispiel mit Händen und Füßen gegen die Aussage wehren, im Spiel Portugal gegen Uruguay hätte Portugal die Spielkontrolle gehabt, nur weil sie viel mehr Ballbesitz hatten. Im Gegenteil: Uruguay bewegte sich komplett in seiner Komfortzone und konnte die Stärken seiner Spieler fast ideal einbringen.

        Um es auf den Punkt zu bringen: Das eine Dominanzsystem gibt es nicht, Dominanz und Kontrolle sind nicht das selbe und selbst wenn, ist schlichter Ballbesitz dabei nicht ausschlaggebend. Der Begriff “Ballbesitzfussball” ist in dem Fall totaler Humbug, wenn man den Ballbesitz nicht als Ergebnis der Kontrolle in allen Spielphasen, sondern als Selbstzweck betrachtet. Es kann daher auch keine Rede davon sein, Kovac würde durch diverse Anpassungen der Spielweise dem “Dominnazsystem Flexibilität verleihen” (so wie es weiter oben steht). Ein Schuh wird daraus, wenn man sagt, Kovac wolle durch diverse Anpassungen – nennen wir sie Flexibilität – ein dominanteres System schaffen. Also, dass man das Spiel auch in jenen Spielphasen (noch) besser kontrollieren kann, in denen man den Ball nicht hat.

      3. Rainer

        @ JU. Letztendlich ist es völlig egal, wie wir das System benennen. Die Mannschaft muss in der Lage sein variabel zu reagieren. In der BL stellen sich die meisten Gegner hinten rein. Hier ist ein System, das Pep spielen lies, genau das richtige. Dreiecke bilden, den Ball und Gegner laufen lassen.(und zwar schnell). Gepaart mit top Wingern, die das Spiel auseinanderzugehen und gedoppelt werden müssen. Dazu den passenden Vollstrecker im Strafraum.(Pressing und Konterabsicherung). Und dann fühlt sich die Mannschaft wohl und agiert dominant. Tuchel hat in Dortmund auch andere Elemente als Klopp einfließen lassen. International muss man gegen starke Gegner defensiv top stehen. Hier muss man in der Lage sein, durch verschieben der Abwehrketten (sowie ideale Abstände)und schnelles vertikales Spiel in die Spitze, analog vieler Mannschaften bei der WM, kleinste Fehler schnell auszunutzen. M.M.n. hängt es in KO Spielen oft nicht vom gespielten System der Mannschaft ab, sondern von der Klasse, wie es umgesetzt wird. (Und von Tagesform,Glück etc).

  33. Rainer

    @OSRIG „Etwas, was nach Guardiola im Grunde schon von Ancelotti zu erwarten war“. Das
    hatte ich damals auch erwartet. Die ersten Aussagen von C.A. liesen auf schnelle, vertikale Elemente unter Einbeziehung einer besseren Konterabsicherung schließen. Was dabei herauskam wissen wir ja. Auch bei der Einordnung der Real und City Spielweise bin ich bei Dir. Ich wünsche mir auch, das wir in der Lage sind innerhalb des Dominanzsystems verschiedene Varianten zu spielen.(Dreierkette oder ggf. auch mal mit zwei Spitzen) J.H. hat die Grundlagen gelegt. Jetzt gilt es, die Mannschaft weiter zu entwickeln.
    Nachdem Boateng bleibt und Hermann wieder mit an Bord ist, wünsche ich mir noch einen Verbleib von Thiago. (Sollte Vidal wirklich gehen, wäre ja evt. ein Kaderplatz für Martial frei.)

  34. Bayernexpat

    Is Tolisso jetzt unser ‚last man standing‘ bei der WM?

    1. Stiftl

      Wohl eher der “last sitting man” – er sitzt ja hauptsächlich auf der Bank ;-)

  35. Mehmet68

    Interessante Diskussion zum Thema Spielsystem!

    Ich muss ja zugeben, dass mich seit Reals Triumphen und natürlich der aktuellen WM auch die Frage umtreibt, ob ein reines Ballbesitz-System erfolgreich sein kann.

    Beispiel: Spanien mit den jungen Xabi und Iniesta, dazu Villa und Torres Das hat funktioniert. Spanien 2018 spielte dann das “U des Todes”.
    Beispiel Barca: Mit den jungen Messi, Xabi und Iniesta 3 CL-Titel bis 2015, danach nichts mehr.
    Auch Pep hat seit der Zeit mit Messi “nur” nationale Titel geholt, und das mit Topteams.

    Ich will darauf hinaus, dass Ballbesitzfußball ohne absolute Top-Veredler vorne nicht nur brotlose Kunst ist, sondern auch hoch riskant in Zeiten, in denen selbst Japan oder Schweden perfekten Konterfußball gelernt haben. Ach so, sorry, heißt ja jetzt schnelles Umschalten. ;-)

    Vielleicht ist es daher wirklich an der Zeit, sich vom “schönen Spiel” zu verabschieden oder einen Plan B zu haben, den ja einige von Euch auch schon gefordert haben?!
    Der angenehme Nebeneffekt wäre, dass man sich nicht immer wieder auf ein Wettbieten um kreative Mittelfeldspieler einlassen müsste, die dann ja seit Thiago doch alle nach England oder Spanien gehen.
    Allerdings benötigt man auch eine offensivere Variante gegen die 15 mauernden Bundesligisten. Und da sehe ich gute Flügelstürmer als unerläßlich.

    Bin sehr gespannt, was Kovac da hinbekommt.

  36. Tipic

    Niko Kovac heute in seinem Beitrag für die FAZ:
    “Heute heißt es: Die Schnellen fressen die Langsamen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Spieler, die die Fähigkeiten eines Sprinters mit denen eines Jongleurs kombinieren. Sie machen den Unterschied, weil sie in den extrem engen Räumen, die die Verteidigungsreihen noch lassen, immer noch etwas kreieren können. Ohne Geschwindigkeit bringt Ballbesitz heutzutage nicht mehr viel. Und wenn die Spieler im Laufe der Endlos-Kombinationen auch noch weit vorrücken, wird der Ballbesitzfußball sogar gefährlich, weil bei Ballverlust so viele Räume für den Gegner zum Kontern entstehen. Und das Umschaltspiel, offensiv wie defensiv, steht und fällt natürlich mit der Schnelligkeit.”
    Klingt jetzt nicht unbedingt wie jemand, der vom Ballbesitzspiel überzeugt ist …
    Meiner Ansicht nach ist es nicht unbedingt angebracht, Trends der WM auf den Vereinsfußball zu übertragen. Für Nationalmannschaften mag in der Regel das Spiel gegen den Ball erfolgversprechender sein, weil sie nicht ausreichend Zeit zur Verfügung haben, um ein reibungslos funktionierendes Spiel mit dem Ball einzustudieren. Für Vereinsmannschaften, insbesondere die europäischen Topteams, muss das Spiel mit dem Ball im Vordergrund stehen. Und tatsächlich wurden ja im vergangenen Jahr in Spanien, England und Deutschland sog. Ballbesitz-Mannschaften souverän Meister.

  37. Anton

    Dann sieh dir doch mal die diversen Meister genauer an.
    Der “Erfinder des Ballbesitzfußball” Guardiola hat das System mit ManCity genau in diese Richtung modifiziert. Warum ist denn zum Beispiel ein Spieler wie Sane in der PL so erfolgreich und er ist ja nicht der einzige schnelle Spieler bei ManCity. Juve hat seinen Costa, seinen Dybala und seinen Souma. PSG einen Cavani einen Mbappe und einen auch nicht langsamen Neymar. Und Barca hat sich zu Messi nicht umsonst einen Dembele und einen Coutinho hgeholt.
    Der FCB hat leider mit den Verletzungen von Robben und Coman zur falschen Zeit etwas Federn lassen müssen. Aber die Verpflichtung eines Gnabry geht doch auch in die entsprechende Richtung.

    1. Rainer

      @Anton. Richtig. Er hat das System modifiziert. Jedoch nicht abgeschafft. Er fügt dem System schnelle, dribbelstarke und zugleich kombinationssichere Spieler hinzu. Übrigens hatte er mit Ribery, Robben und Coman bei Bayern das gleiche versucht. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt vier top Winger. Leider sind erstere nun über ihren Zenit weg. Gnabry ist ein erster Schritt. Falls wir noch einige Spieler abgeben, würde ich mich über einen weiteren top rechten Winger freuen. (allerdings sind wir auch jetzt durch Gnabry und Wagner offensiv deutlich besser aufgestellt als Anfang letzter Saison).

    2. Tipic

      Naja, wenn der Gegner am eigenen Strafraum steht (wie häufig in der BuLi), bringt Schnelligkeit nicht so viel.

      1. Anton

        Kein Gegner steht nur am eigenen Strafraum. Wenn man aber , wie beim Spiel gegen Südkorea vom Abstoß bis zur Mittellinie gefühlte 2 min braucht, dann steht auch der langsamste Gegner wieder am eigenen Strafraum. Druck auf den Gegner – so wie Neuer-Boateng-Kimmich-Boateng- Hummels-Kroos-Boateng-Hummels Hector-Kroos – Mittellinie erreicht-Pass zu Boateng. Nicht nur einmal passiert!
        Und gerade gegen Südkorea konnte man es am Anfang sehen – schnelle Ballstafetten und Druck nach vorne und schon waren sie am schwimmen. Und dann hat man es wieder gelassen.

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  39. Osrig

    Ich würde es so sehen:
    DAS mehr Geschwindigkeit bzw. Dynamik ins Spiel muss, daran hat wohl kaum jemand Zweifel! Ich auch nicht!
    Die Frage, die sich stellt, ist aber: Mehr Geschwindigkeit vertikal? Oder horizontal?
    Will ich also das Spiel in die Tiefe schnell machen? Dann brauche ich schnelle Läufer, die am besten mit Ball immer noch nicht einzuholen sind und auch noch ein Dribbelduell gewinnen können!
    Oder will ich das Spiel in die Breite beschleunigen? Dann brauche ich Spieler, die vor allem in der Lage sind, nicht, wie bisher einen Pass über sagen wir 20 Meter, sondern über 25 Meter sicher zum Mitspieler zu bringen UND diesen Pass auch noch ein paar Sekundenbruchteile schneller zu spielen.
    Das mag unspektakulär klingen, aber wenn der Gegner eben doch weniger Zeit zur Verfügung hat, um sich en bloc zu verschieben und dazu jedes Mal ein paar Meter mehr laufen muss, dann entstehen zwangsläufig Lücken, weil die gegnerische Abwehr ihre Struktur zu verlieren beginnt und in Unordnung gerät. Diese Lücken müssen dann durch schnelle Sprints in den sich plötzlich bietenden freien Raum ausgenutzt werden, auch dafür sind Geschwindigkeit bzw. Dynamik wichtig!
    Trotzdem bleibt es Ballbesitz bzw. Dominanzsystem und ist etwas anderes, als das wilde Gerenne nach eigenem Ballgewinn wie bei den “Schnellen Umschaltern” oder reinen Konterteams.

    Ich stimme also keineswegs in den Abgesang auf das “Ballbesitzspiel” ein, sehe aber auch die Notwendigkeit, es hinsichtlich Positionsspiel und Dynamik zu verbessern, um einerseits offensiv für mehr Wucht und defensiv für eine noch bessere Absicherung sorgen zu können.

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