Nico Schlotterbeck fässt sich fragend ins Gesicht. Vermutlich, weil er das Miasanrot-Powerranking zur WM 2026 gelesen hat und das DFB-Team (Deutschland) dort abgestürzt ist.
Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

WM 2026 – Powerranking, Woche 2: Deutschland hinter Ronaldo, Frankreich bleibt Topfavorit

Georg 24.06.2026


FC Bayern, FCB, Bundesliga, DFB-Team, Champions League, Alt Text vergessen

48 Spiele der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teams sind gespielt. Gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Wir sortieren die Teams der WM 2026 im Powerranking. 

Das Miasanrot-Powerranking funktioniert datenbasiert. Es ist eine Kombination aus der im Turnier gezeigten Leistung mit den Bewertungen der Teams vor dem Turnier. Mehr zur Methodik erfährst du weiter unten.

Für die Übersichtlichkeit werden die Teams in verschiedene Tiers eingruppiert: Von den Turnierfavoriten bis zu denen, für die Dabeisein alles ist. An diesem Spieltag kommen die hinzu, die bereits ausgeschieden sind.

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Tier 1: Die Favoriten der WM 2026

1. Frankreich (Rang nach dem ersten Spieltag: 1)

Die Franzosen ließen sich auch vom Unwetter und der Regenunterbrechung nicht aus der Ruhe bringen. Zwei Spiele, zwei klare Siege, 6:1 Tore. Hinten stabil und vorne mit Mbappé und Olise. Dank des Last-Minute-Treffers von Senegal reicht gegen Norwegen ein Punkt zum Gruppensieg. Frankreich liegt auf Kurs fürs Achtelfinale gegen Deutschland.

2. Spanien (3)

Spanien erklärt gegen Saudi-Arabien, warum eine Mannschaft in einem Powerranking nach einem schlechten Ergebnis nicht zu hart abgestraft wird. Im zweiten Spiel lösten sich die spanischen Knoten. Oyarzabal fand den Ball und das gegnerische Tor. Und Lamine Yamal in der Startelf machte die Spanier ebenfalls stärker, auch wenn er viel zu viele Distanzschüsse nahm. Übermotiviert, dennoch zurück an der Seite Frankreichs als Top-Zwei. 

3. Argentinien (4)

Von Rang drei bis sechs sind die Unterschiede hauchdünn. Argentinien führt die Reihe dieser 1-B-Favoriten an. Der Titelverteidiger überzeugte gegen Österreich erneut auf ganzer Linie. Kein Powerfußball wie der FC Bayern oder Paris ihn spielen, aber unglaublich souverän, sauber und kontrollierend. Und dann ist da ja noch ein gewisser Lionel Messi. Weil England Schwäche zeigt, geht es im Powerranking einen Platz nach oben. 

4. England (2)

Das war über weite Strecken wieder ein zu behäbiges England. Defensiv solide, offensiv zu wenig. Erst gegen Ende zog England ein Powerplay auf, doch Ghanas Defensive blieb standhaft. Fürs Turnier ändert sich durch das Unentschieden wenig: Ein Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Panama garantiert Platz eins in der Gruppe.

5. Portugal (6)

Portugal kopierte ihre ibrerischen Nachbarn schon wieder. Wie bei den Spaniern platzte im zweiten Spiel der Knoten. Selbst Ronaldo traf. Gegen Usbekistan ließ Portugal über 90 Minuten nichts anbrennen und erinnerte daran, warum sie vor Turnierbeginn sehr hoch gehandelt wurden. 

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6. Deutschland (5)

Julian Nagelsmann wechselte gegen die Elfenbeinküste den Sieg ein. Einen Statementsieg. Trotzdem geht es im Powerranking einen Platz nach hinten. Ein Grund: Deutschland ließ defensiv insgesamt bereits 1,63 expected Goals zu, Rang 17 unter allem WM-Teams. Die Top-Fünf liegen im Schnitt bisher bei 0,9 erwarteten Gegentoren, über beide Spiele addiert wohlgemerkt.

Doch dank Curaçaos Punktgewinn gegen Ecuador ist Deutschland vorzeitig Gruppensieger und kann fürs Sechzehntelfinale in Boston planen. Und weil dort mit Schottland, Australien oder Paraguay aller Voraussicht nach machbare Gegner warten, richten sich die deutschen Augen insgeheim alle schon nach Philadelphia, wo es im Achtelfinale zum Duell mit den mächtigen französischen Nachbarn kommen kann. 

7. Brasilien (7)

Brasilien trat im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti genauso auf, wie man sie erwarten durfte: hinten stabil, vorne richten es die Superstars im Umschaltspiel und nutzen gegnerische Fehler eiskalt und effizient aus. Ancelottis Team bleibt einer der Favoriten unter dem Radar. Eine Rolle, die ihnen liegen könnte. 

8. Norwegen (8)

Bei den Wikinger nichts neues: offensiv stark und gefällig, defensiv mit einigen Schwächen, die diesmal aber auch am starken Gegner aus dem Senegal lagen. Der Gegentreffer in der Nachspielzeit kostete sie den temporären Platz eins, wobei es für die Konstellation in Gruppe I ohnehin keinen großen Unterschied macht. In dem einen Pfad wartet Deutschland im Achtelfinale, in dem anderen Brasilien – wenn alles nach Plan läuft. 

9. Niederlande (9)

Die Niederlande bauen ihre WM-Serie auf 21 Spiele ohne Niederlage nach 90 Minuten aus. Diesmal in beeindruckender Art und Weise. Mit 5:1 schlugen sie Schweden. Im letzten Gruppenspiel gegen Tunesien geht es um Platz eins oder zwei. Ihren Gegner werden sie früh kennen. Die ersten beiden der Gruppe F der Niederländer spielen im Sechzehntelfinale über Kreuz gegen die ersten beiden der Gruppe C, also voraussichtlich Brasilien und Marokko. Es gibt einfachere Lose. 

Was ist ein Powerranking überhaupt?

Ein Powerranking versucht die Frage zu beantworten, wer im Moment gegen wen gewinnen würde. Es kombiniert dazu die aktuelle Form mit der Stärke der Mannschaften. Die im Turnier gezeigte Leistung ist entsprechend ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige.

Zwei Spiele reichen beispielsweise nicht, um die Bewertung komplett zu verschieben. Miasanrot bezieht die Vorturnier-Stärke mit ein, die aus Wettquoten, Marktwerten und den Analysen von Tobias Escher zusammensetzt. Spanien und Frankreich führten das Vorturnier-Ranking deutlich an, Deutschland stand auf Rang sieben.

Auf dieser Basis wird die Leistung der Mannschaften in jedem Spiel bewertet. In die Spieltagsleistung fließen Performance (expected Goals, Sofascore-Bewertungen), die Gegnerstärke und das Ergebnis mit ein. 

Tier 2: Kandidaten für einen tiefen Lauf im Turnier

10. USA (10)

Pochettinos Tuchel-light-Ansatz geht auf: Auch die Amerikaner haben viel experimentiert und setzen mehr aufs System als auf einzelne Spieler. Mit dem zweiten souveränen Sieg im zweiten Spiel kratzen die US-Amerikaner weiterhin am Favoriten-Tier. Wie weit können der Heimvorteil und der wahrscheinlich günstige Turnierbaum die Amerikaner tragen?  

11. Japan (15)

Geht doch. Gegen schwache Tunesier zeigt Japan, warum es von den Experten geliebt wird. Frühe Führung, stark am Ball, kontrolliertes Spiel, wenn auch weniger Feuerwerk als es das 4:0 auf den ersten Blick scheinen lässt. Vor dem dritten Gruppenspiel ist für Japan vom ersten bis zum dritten Platz noch alles möglich. Bei einer Niederlage und Platz drei droht im Sechzehntelfinale Frankreich (abhängig davon welche Gruppendritten weiterkommen, aber das ist eine wahrscheinliche Konstellation). Auf den Plätzen eins und zwei drohen Brasilien und Marokko. Das macht den dritten Spieltag fast zur Makulatur. Im Sechzehntelfinale wird es hart für die Japaner – und für ihre Gegner.

12. Kolumbien (11)

Kolumbien war gegen DR Kongo das bessere Team und fuhr den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein. Damit sind die vor dem Gruppenspiel gegen Portugal in der Pole Position für den Gruppensieg. Dieser würde ein Sechzehntelfinale gegen einen Gruppendritten und ein Achtelfinale gegen Kanada, die Schweiz oder einen weiteren Gruppendritten bedeuten. Die Alternative wäre ein Sechzehntelfinale gegen den Zweiten der englischen Gruppe und im Achtelfinale wahrscheinlich Spanien. Dieser Gruppensieg ist Gold wert. Das Gruppenfinale gegen Portugal wird spannend. 

13. Marokko (12)

Trotz Sieg geht es im Powerranking einen Platz nach unten. Das liegt zum einen am schwachen Gegner, dem Marokko zum anderen am Ende zu viele Chancen ließ. Dennoch: Der Afrika-Cup-Sieger zeigt, was ihn so gefährlich für einen Lauf im Turnier macht. Defensiv diszipliniert und offensiv talentiert. 

14. Schweiz (19)

Die Schweiz war erneut dominant und feldüberlegen, aber erneut schafften sie es nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Bis Johan Manzambi kam und den Unterschied machte. Am Ende standen ein souveräner 4:1-Sieg. Der sorgt für einen Anstieg im Ranking und ein spannendes Finale um den Gruppensieg gegen die punktgleichen Kanadier.

15. Mexiko (16)

Von allen Teams mit sechs Punkten überzeugte Mexiko vielleicht am wenigsten, Pfiffe der eigenen Fans inklusive. “El Tri” dürfte es verschmerzen können. Der vorzeitige Gruppensieg sichert ein Sechzehntelfinale im Aztekenstadion. 

16. Belgien (13)

Ein biederes Belgien kam gegen den Iran nicht über ein Unentschieden hinaus. Das könnte bereits den Gruppensieg gekostet haben. Der Spielplan meint es vorerst gut mit Belgien. Am Weiterkommen gibt es deshalb keine Zweifel. Das werden die Roten Teufel gegen Neuseeland sicherstellen. Im Sechzehntelfinale wartet entweder ein Gruppendritter oder der Zweite aus der USA-Gruppe, also Australien oder Paraguay. 

Tier 3: Auf Kurs K.-o.-Runde

17. Kanada (29)

Kanada wurde im Vorfeld von den drei Ausrichternationen am wenigsten zugetraut. Der Auftakt gegen Bosnien schien die Skepsis zu bestätigen. Nix da. Gegen Katar drückte Kanada das Gaspedal 90 Minuten lang durch und stellt sicher, dass alle drei Gastgeber die Vorrunde überstehen werden.

18. Elfenbeinküste (14)

Die Elfenbeinküste fand ein taktisches Mittel gegen Deutschlands Zentrumsfokus. Am dichten Mittelfeld bissen sich die deutschen Kombinierer ihre Zähne aus. Im Umschaltspiel übten die Ivorer selbst Gefahr aus und führten bis zur 68. Minute verdient. Trotz der Niederlage – das Powerranking mag keine Niederlagen – hält die Elfenbeinküste eine gute Position im Ranking. Mit den drei Punkten aus dem Ecuador-Sieg im Rücken und dem ausstehenden Spiel gegen Curaçao kann die Elfenbeinküste die unglückliche Niederlage verschmerzen. Sie kommt in die K.-o.-Runde und wird dort ein unangenehmer Gegner für Frankreich oder Norwegen sein.

19. Ägypten (26)

Neuseeland stellte Ägypten vor Aufgaben. Aufgaben, die Mo Salah und Co. lösten. Am Ende stand ein 3:1-Sieg, der Platz eins in der Tabelle bringt. Ägypten steht in der K.-o.-Runde und hat eine Hand am Gruppensieg. Das Powerranking belohnt die bisherige Turnierleistung mit Platz 19.

20. Kroatien (22)

Trotz Sieg geht es nur leicht nach oben. Gegen Panama reichte es für ein anstrengendes 1:0 und damit eine gute Ausgangsbasis, um als Zweiter oder einer der besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde einzuziehen. Nach mehr sieht es bei Kroatien bisher nicht aus. 

21. Uruguay (21)

Zwei Spiele, zwei Punkte. Gegen Saudi-Arabien und Kap Verde. Trotz Problemen im Vorfeld hatten sich die WM-Urgesteine aus Südamerika deutlich mehr von den ersten beiden Spielen erwartet. Nun droht gegen Spanien das Aus in der Vorrunde. Es wäre ein verdientes Aus. Trotz zwei enttäuschender Spiele werden sie im Ranking nur leicht abgestraft. Warum? Jeweils eine gute B-Note in Form von der klar besseren xG-Differenz und die im Kader vorhandene Substanz reichen. Und machen auch klar: Dieses Team kann gegen Spanien an einem guten Tag doch noch fürs nötige Ergebnis sorgen. 

22. Österreich (17)

Ein Dämpfer für Österreichs grenzenlosen Optimismus. Gegen Argentinien war ein Klassenunterschied sichtbar. Hinten fanden sie kein Mittel gegen Messi, sondern staunten ehrfurchtsvoll, wie er seinen Torrekord einfährt. Vorne waren sie harmlos. Das reicht nicht, um Argentinien gefährlich zu werden. Und das reicht nicht, um einen Turnierlauf hinzulegen.

23. Ecuador (30)

Eine Herausforderung fürs Powerranking. Die Leistung passt nicht zu den verbleibenden Chancen im Turnier. Ecuador spielte gegen Curaçao erneut alles andere als schlecht. Und nimmt erneut zu wenig Zählbares mit. Mit 3,85 hat Ecuador sich über zwei Spiele noch mehr expected Goals herausgespielt als die Türkei. Die Ausbeute ist die gleiche: null Tore. Da hilft auch die gute Abwehr nicht weiter. Nur ein Sieg gegen die starken Deutschen reicht noch für die K.-o.-Runde. Theoretisch könnte sogar ein Punkt reichen, aber das ist sehr unwahrscheinlich. 

24. Algerien (36)

Bereits gegen Argentinien sah Algerien phasenweise besser aus, als es der 0:3-Endstand vermuten ließ. Gegen Jordanien war Algerien die bessere Mannschaft, tat sich aber schwer und drehte den Rückstand erst zehn Minuten vor dem Ende. Ein wichtiger Sieg. Denn jetzt kommt es im letzten Gruppenspiel zu folgendem Kuriosum der Fußballgeschichte. Gegen Österreich würde beiden Teams ein Punkt zum sicheren Weiterkommen reichen. Österreich, Algerien, Nichtangriffspakt, da war doch mal was? Bei der WM 1982 in Spanien war Algerien Opfer des deutsch-österreichischen Nichtangriffspaktes bei der Schande von Gijón. Sportlich schöner wäre ein Sieg Algeriens als Revanche für 1982.

25. Schweden (18)

Der Sieg gegen Tunesien war zu hoch ausgefallen. Und Tunesien zeigte im zweiten Spiel, dass es noch schwächer ist, als nach dem ersten Spiel gedacht. Auch wenn diesmal die schwedische 1:5-Niederlage ihrerseits vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausfiel, rückt sie Schweden zurück in die Mitte des Feldes.

26. Ghana (32)

Zwei Spiele, vier Punkte, kein Gegentor. Letzteres ist fast nur durch dunke Mächte zu erklären, auch England hatte nicht viele, aber die eine ganz große Chance. Dennoch, in einer Gruppe mit England und Kroatien nach zwei Spielen quasi sicher im Sechzehntelfinale zu stehen, dafür gebührt Ghana Respekt.  

27. Paraguay (34)

Paraguays Turnier ist weiterhin nicht gut. Über zwei Spiele steht Paraguay bei 0,9 zu 3,6 expected Goals. Immerhin: Im zweiten Spiel war die schlechte Bilanz auch dem Spielverlauf geschuldet. Eine frühe Führung und dann auch noch ein Platzverweis – die erste rote Karte der WM-Geschichte wegen Heimlich-Sprechens mit vorgehaltener Hand – erklären das passive Spiel. Am Ende wird der Defensivkampf mit dem Sieg gegen die Türken und der großen Chance aufs Sechzehntelfinale belohnt. 

28. Südkorea (20)

Von der guten spielerischen Leistung aus dem ersten Spiel war gegen Mexiko nicht mehr viel zu sehen, im Tagebuch beschrieben wir es als “klassisches 0:0-Spiel”. Vielleicht wollte Südkorea genau das, mit einem Punkt den Einzug ins Sechzehntelfinale klar machen. Doch dafür reichte es nicht. Für Panik besteht kein Grund, im letzten Spiel warten die bisher enttäuschenden Südafrikaner.

29. Senegal (23)

Spielerisch war das gegen Norwegen erneut gut vom Senegal. Doch mit zwei Niederlagen steht der Afrika-Cup-Finalist (oder -Sieger?) mit dem Rücken zur Wand. Gegen den Irak braucht der Senegal wahrscheinlich einen Sieg mit zwei, besser drei Toren Vorsprung, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Schwierig, aber möglich.

30. Kap Verde (33)

Im zweiten Spiel der zweite Punkt für Kap Verde, diesmal gegen Uruguay und sogar mit zwei eigenen Toren. Zwei Punkte aus Spielen gegen Spanien und Uruguay, damit hätten vor der Weltmeisterschaft die wenigsten gerechnet. Gegen Saudi-Arabien stehen Kapverdier vor der großen Chance auf die K.-o.-Runde. Andererseits würde eine Niederlage das fast sichere Aus bedeuten. Sie bleiben Außenseiter, auch wenn sie am Sechzehntelfinale riechen. 

Tier 4: Der Traum von der K.-o.-Runde lebt

32. Südafrika (38)

Erneut eine enttäuschende Leistung, aber diesmal beendete Südafrika das Spiel immerhin zu elft und mit einem Punkt. Der Punkt bringt Hoffnung für das Endspiel gegen Südkorea. 

33. Demokratische Republik Kongo (28)

Gegen Kolumbien beschränkte die DR Kongo sich erneut aufs Verteidigen. Erneut gelang es trotz Feldunterlegenheit gut, diesmal drei Viertel lang. Am Ende verloren sie knapp. Eine Niederlage, die nicht besonders schmerzt. Denn weiterhin reicht ein Sieg gegen Usbekistan im letzten Gruppenspiel zum fast sicheren Weiterkommen als Gruppendritter mit dann vier Punkten.

34. Iran (37)

Der Iran verteidigte gegen Belgien gut und wenn nötig mit etwas Glück. Offensiv war es bis auf den Freistoßtrick zu wenig. Spätestens nach der roten Karte für Belgien hätte Iran stärker auf Sieg spielen können. Ein Sieg hätte die Qualifikation fürs Sechzehntelfinale bedeutet. Andererseits stehen jetzt immerhin zwei Punkte auf der Habenseite. Ein weiterer im letzten Gruppenspiel gegen Ägypten dürfte ebenfalls zum Einzug in die K.-o.-Runde reichen. 

35. Schottland (31)

Das frühe Gegentore gegen defensivstarke Marokkaner war für die offensiv limitierten Schotten der denkbar schlechteste Start ins zweite Gruppenspiel. Am Ende überraschen sie offensiv, schaffen es aber nicht, den wichtigen Punkt zu erobern. Jetzt geht es gegen Brasilien um den Einzug in die K.-o.-Runde –  als möglicher Gegner der Deutschen. Eine knappe Niederlage könnte reichen, zittern bis zum letzten Vorrundenspiel der Konkurrenten inklusive. 

36. Australien (25)

Im zweiten Spiel gegen die USA gelang Australien nach vorne wenig, während ihre Gegner nicht viel für zwei Tore brauchten. Der Konstellation sei Dank reicht es dennoch, um klar auf Kurs Sechzehntelfinale zu bleiben. Im letzten Gruppenspiel in Gijón San Francisco gegen Australien würde beiden ein Unentschieden für den Einzug in die K.-o.-Runde reichen, Australien wahrscheinlich sogar eine knappe Niederlage. 

37. Bosnien und Herzegowina (27)

Trotz nominell offensiverer Aufstellung agierte Bosnien gegen die Schweiz erneut sehr defensiv. 73 Minute hielt die Blockade stand, dann brach die Defensive auseinander. Die Niederlage sollte schnell abgehakt werden. Im letzten Gruppenspiel gegen Katar steht die Tür ins Sechzehntelfinale weit offen, wenn Bosnien einen Weg findet, sich Chancen zu erspielen. 

38. Tschechien (39)

Tschechien begann im Hoffnungs-Duell gegen Südafrika engagiert und wurde früh mit der Führung belohnt. Danach kam 84 Minuten lang nichts mehr, sodass das Unentschieden in Ordnung ging. Zu wenig zum Hoffen, eigentlich. Doch am letzten Spieltag geht es gegen die als Gruppensieger feststehenden Mexikander. Ein Sieg dort würde zum Weiterkommen reichen. 

Tier 5: Dabei sein ist alles

39. Curaçao (47)

Eloy Room parierte 15-mal und sorgte für den ersten WM-Punkt für Curaçao. Das Powerranking feiert mit und belohnt den Inselstaat mit einem Sprung auf Rang 39. Theoretisch würde ein Sieg gegen die Elfenbeinküste sogar noch den Einzug in die K.-o.-Runde sicherstellen, das wird aber bei allem Respekt vor der Leistung im Normalfall nicht passieren.

40. Saudi-Arabien (35)

Saudi-Arabien wirkte gegen Spanien wie eine überforderte Schülermannschaft. La Roja schnürte die Araber tief in der eigenen Hälfte ein. Erst als Spanien sichtbar den Fuß vom Gas nahm, konnte Saudi-Arabien durchatmen. Dennoch lebt der Traum vom Sechzehntelfinale. Ein Sieg gegen Kap Verde würde reichen. Das schaffen sie nur mit einer Leistungssteigerung.

42. Neuseeland (44)

Nach dem Punkt im Auftaktspiel glaubte Neuseeland an die Sensation: den Einzug in die K.-o.-Phase. Entsprechend engagiert gingen sie ins Spiel gegen Ägypten und in Führung. In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte nach und Ägypten siegte am Ende verdient. Das Sechzehntelfinale bleibt theoretisch hauptsächlich deshalb möglich, weil Belgien von den etablierten Europäern bisher am wenigsten gezeigt hat. Schafft Neuseeland gegen Belgien das Wunder von Vancouver? 

43. Katar (41)

Gegen Kanadas Powerfußball war Katar von Beginn an überfordert. Nach der roten Karten wurde es zum Debakel. Das Powerranking gab Katar nach dem ersten Spiel schon keine realistische Chance aufs Weiterkommen. Das dürfte sich bestätigt haben, obwohl ein hoher Sieg gegen Bosnien theoretisch noch reichen könnte.

45. Usbekistan (42)

Anders als im ersten Spiel sah Usbekistan gegen Portugal kein Land. Am Ende zahlen sie viel Lehrgeld und gehen mit 0:5 unter.Auch sie haben noch theoretische Chancen. Bei einem Sieg gegen DR Kongo und es käme aufs Torverhältnis unter den Dritten an, siehe Katar und Co..

46. Irak (46)

Für den Irak war gegen Frankreich erwartungsgemäß nichts zu holen. Auch die Regenunterbrechung half nicht. Theoretisch könnte ein Sieg gegen den Senegal sogar noch reichen, um als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen. Bei einem Torverhältnis von 1:7 ist das jedoch sehr unwahrscheinlich. für den Irak geht es nach der Vorrunde nach Hause.

Tier 6: Die Koffer sind schon gepackt

Diese fünf Teams sind rechnerisch bereits ausgeschieden.

31. Türkei (24) 

Raus. Und das schon nach zwei Spielen. In einer machbaren Gruppe, obwohl sie gegen den stärksten Gruppengegner noch nicht mal gespielt haben. Kopfloses Anrennen, Fernschüsse statt spielerischer Lösungen, trotz Überzahl. Pech hin, gute expected Goals her, die Türken scheiden verdient aus. Immerhin das spielerisch beste der fünf bereits ausgeschiedenen Teams.

41. Haiti (40) 

Zur leicht unglücklichen Niederlage im ersten Spiel gesellte sich diesmal eine große Portion Naivität im Pressing. Cunha, Raphinha und Vinicius Júnior sollte man nicht zu große Räume überlassen. Haiti tat es. Nach dem dritten Spiel geht es zurück nach Hause.

44. Panama (43)

Nach den beiden Niederlagen gegen Ghana und Kroatien ist die WM für Panama bereits zu Ende. Einerseits zwei nur knappe Niederlagen, andererseits offensiv jeweils zu harmlos und noch ohne eigenes Tor. Das Ausscheiden überrascht nicht.

47. Tunesien (45)

Tunesien war in seinen zwei Auftritten bisher das schlechteste Team der WM. Nur dank einem guten Vorturnier-Rang wurden sie im Powerranking noch nicht bis auf den letzten Platz durchgereicht. 

48. Jordanien (48) 

Jordanien ging auf Rang 48 ins Turnier, belegte nach dem ersten Spieltag Rang 48, und steht jetzt wieder dort. Es sieht nach einem glatten Gang am Rankingende aus. Gegen Algerien spielten sie erneut beherzt mit, aber es reicht einfach nicht für mehr. 

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