Servus, Niko!

Justin Trenner 04.11.2019

Es ist der 25. Mai 2019. Spät am Abend befindet sich Niko Kovač mit seiner Mannschaft feiernd vor den Fans des FC Bayern, die ihm in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions zujubeln. Unter diesen Fans sind einige der treuesten Anhänger des Klubs. Ihre Grundsatzeinstellung: Der Trainer ist einer von uns und so behandeln wir ihn auch. Allein deshalb waren sie eine große und wichtige Stütze für ihn.

Gerade hatte der FC Bayern eines seiner besten Saisonspiele abgerufen. Im Finale des DFB-Pokals schlugen die Münchner RB Leipzig mit 3:0. Ein tolles und packendes Endspiel. Niko Kovač komplettierte damit seine Titelsammlung und erreichte im ersten Jahr gleich das Double. Alle Diskussionen, Probleme und Sorgen waren mindestens für eine Nacht, eher sogar für einen Großteil der Rückrunde überschattet.

Überschattet deshalb, weil sie nie so ganz weg waren. Doch Kovač ist eine Kämpfernatur. Schon als Spieler tickte er so. Nun stand er also vor diesen besonders loyalen Fans, die ihn bei sich haben wollten, die immer wieder seinen Namen riefen und ihm schließlich das Megafon in die Hand drückten. “Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen”, rief er ihnen zurück. Kovač kamen sogar die Tränen.

Niko Kovač: Ein Missverständnis, aber …

Es war der emotionale Höhepunkt seiner Zeit, die letztendlich sehr schnelllebig war. Auf den großen Tiefpunkt im Herbst 2018 folgte ein langes Hoch, an dem auch Kovač großen Anteil hatte. Klar, in der Champions League reichte es nicht. Zu groß waren weiterhin die taktischen und strategischen Defizite. Nicht, weil Kovač fachlich kein guter Trainer wäre, sondern weil seine Vorstellungen von Fußball mit denen des Klubs auseinandergingen.

Ein Trainer müsse sich an den Klub anpassen, sagte Rummenigge diesen Sommer. Das, wofür Kovač in seiner bisherigen Trainerlaufbahn stand, passte aber nicht zum FC Bayern und der durchaus angestrebte Anpassungsprozess funktionierte nicht. “Schlaumeier”, wie Hoeneß sie betiteln würde, haben das vorher geahnt. Doch im Kern hat der Präsident ja damit recht: Nachher ist man immer klüger. Dass der Klub Kovač eine Chance gab, muss nicht zwangsläufig als Fehler, sondern kann auch als lehrreiche Erfahrung und mutige Entscheidung betrachtet werden.

Doch zurück zur Wende in der vergangenen Saison. Kovač nahm sich selbst und sein Ego damals nach dem 3:3 gegen Düsseldorf zurück. Er veränderte seinen Führungsstil. Aus Spielerkreisen ist zu vernehmen, dass es bei der Mannschaft gut ankam, dass der Trainer sich in dieser Zeit auf Augenhöhe begab und auf Wünsche des Teams reagierte. Es sei nicht als Schwäche, sondern als Stärke honoriert worden. Und es wurde ihm auf dem Platz gedankt.

Höhepunkt Dortmund

Den Höhepunkt erreichte das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer aber nicht erst im Pokalfinale gegen Leipzig. Vielmehr war dieses Spiel ein Resultat aus der wohl besten Phase der Zusammenarbeit. Den Ursprung fand diese Phase in der Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund.

Kovač habe damals, rund eine Woche vor dem Duell, das Wort “Krieg” in der Kabine für alle sichtbar inszeniert. So wurde es uns von jemandem zugetragen, der im Spielerumfeld gut vernetzt ist. In der gesamten Woche soll Kovač es mit entsprechender Rhetorik und auch taktisch guter Analyse geschafft haben, die Mannschaft mit dem Messer zwischen den Zähnen auflaufen zu lassen. Was auch immer man von dieser starken Überspitzung halten mag: Es funktionierte. Bayern schoss den BVB mit 5:0 aus dem Stadion.

Die Mannschaft hatte erstmals das Vertrauen in den Trainer, dass er jemand für die großen Spiele sein könnte. Auch im Klub wuchs die Überzeugung, dass der Anpassungsprozess erfolgreich abgeschlossen werden könnte. Zurecht. Denn das gewonnene Vertrauen bei den Spielern sowie das spätere Double ließen diese Hoffnung zu und machten eine Entlassung unmöglich. Kovačs Standing war intern auf dem Höhepunkt.

Servus, Niko!

Doch die Geschichte nahm in dieser Saison einen anderen Verlauf. Zu groß waren die Differenzen auf unterschiedlichen Ebenen. Taktisch analysierten wir viele davon im Blog. Retrospektiv lässt sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass es nicht primär das fehlende taktische Fachwissen des Trainers war, das für ein Scheitern sorgte. Viel mehr war es die strategische Uneinigkeit, die ihm das Leben schwer machte.

Kovač fand die taktischen Mittel für einen dominanten, ballbesitzorientierten Spielstil nicht, weil er selbst eine andere Vorstellung vom Fußball zu haben scheint. Auf Dauer konnte das kaum gut gehen. Hinzu kamen Probleme in der Kadermoderation, die maßgeblich dafür verantwortlich waren, dass die neu zusammengestellte Mannschaft ein mindestens kleines Hierarchieproblem hatte.

Die Missverständnisse zwischen Kovač und Klub waren letztendlich zu groß. Und doch wird dem Trainer keiner den Erfolg der letzten Saison nehmen können. Dafür, dass er nie so richtig zu seinem Arbeitgeber passte, ist es umso beachtlicher, dass der FC Bayern unter ihm das Double holte. Der Moment, in dem Kovač mit feuchten Augen vor den Bayern-Fans stand und alles rausließ, was sich über die ganze Saison ansammelte, wird unvergessen bleiben.

Er mag als Trainer am falschen Ort gewesen sein und auf seine Zeit in München wird er nicht nur mit dieser positiven Erinnerung zurückblicken. Zu schwer war sein Stand, zu unsachlich mitunter die Kritik, die ihm entgegengebracht wurde. Doch er wird bei einem anderen Klub schnell wieder Fuß fassen und seine Qualitäten zeigen können. Und er wird aus seinen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen.

Servus, Niko! Und viel Erfolg bei deinen kommenden Aufgaben.



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Dieser Verein hat bzgl. Entscheidungen fertig. Sehr ähnlicher Ablauf wie bei Ancelotti. Absolut lernresistent. Niemals darf man mit Kovac in die Saison gehen. Dieser Verlauf war absolut vorhersehbar. Hoeneß und Rummenigge raus.

  2. Mir gefällt der versöhnliche Ton des Artikels und ich würde ihn in seiner Grundaussage und auch in der grundsätzlichen Analyse unterschreiben. Ansonsten bin ich eigentlich kein Fan davon, sich einzelne Sätze aus einem Fließtext herauszupicken. Zu groß ist die Gefahr, sie aus dem Zusammenhang zu reißen. Hier möchte ich dies jedoch tun, da es meiner Meinung nach grundfalsch wäre, im Anschlag eines versöhnlichen Grundtons die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen:
    “Nachher ist man immer klüger. Dass der Klub Kovač eine Chance gab, muss nicht zwangsläufig als Fehler, sondern kann auch als lehrreiche Erfahrung und mutige Entscheidung betrachtet werden.”… An dieser Stelle möchte ich energisch widersprechen: Eine lehrreiche Erfahrung war es hoffentlich – eine mutige Entscheidung jedoch mitnichten. Vielmehr war es Ergebnis einer Unternehmensführung, die im Versuch, den Erfolg und die eigene Macht zu konservieren, das Zaudern zur Maxime ihres Handelns erhoben hatte. Ähnlich wie der Sportdirektor war Kovac nie Ursache des Problems, sondern ein Symptom. Ein Symptom der Krankheit Zauderhaftigkeit kann jedoch nie von Mut geprägt sein. Dies ist mir deswegen so wichtig, weil nun eines auf keinen Fall passieren darf: Dass die Vereinsführung sich hinter der Entlassung Kovacs versteckt und die ganze Causa nicht als eindeutigen Fehler begreift, denn nur dann können wir darauf hoffen, dass es auch den übrigen Symptomen an den Kragen geht: Neben dem Sportdirektor (der es mal wieder nicht geschafft hat, sich in einer schwierigen Phase vor den Trainer zu stellen und ihn aus der medialen Schusslinie zu nehmen) ist dies nach wie vor die Kaderzusammenstellung: Zu dünn, aus Angst vor unzufriedenen Spielern, mit denen man sich auch medial auseinandersetzen müsste; zu unausgewogen, aufgrund fehlendem Mut zur Gestaltung und dem Hang zu “einfachen” Transfers. Dass Kovac im Sommer seinen Sechser nicht bekommen hat, war ein Offenbarungseid.

    Nunja: Niko, ich hätte von Anfang an lieber Tuchel gehabt. Bis vor ein paar Wochen (um genau zu ein bis zu dem Moment, an dem du beschlossen hast, deine Spieler ins Schussfeld der auf dich gerichteten Waffen zu stellen – um mal bei den Kriegsmetaphern zu bleiben), war ein dennoch der Auffassung: Der macht das nicht schlecht.

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    1. Wirklich guter Kommentar, ich sehe das genauso . Ich unterstelle Justin einfach einmal, dass er sich nicht in Erinnerung gerufen hat, wie Kovac zustande kam – Absage Heynckes, Absage Tuchel, Absage Pochettino. Mutig wäre Nagelsmann gewesen oder ein Marco Rose. Beides “Taktiktrainer”, beide greifbar gewesen, beide erfolgreich (Stand: jetzt).

      Kovac ist aus der Not heraus geboren worden und fing direkt mit einem dicken Rucksack an. Zusätzlich noch die Robbery Bürde. Im letzten Podcast wurde das schön eruiert wie ich finde. Dass Kovac-Bayern als Missverständnis endet, dafür wurde von oben alles erdenkliche getan.

      Jetzt hat man die Chance mutig zu sein bzw. es ist ja quasi alternativlos weil es keine einfache Lösung geben wird. Und das alles unter der Konstellation JHV/Abgang Hoeneß. Es bleibt sehr sehr spannend bei uns.

      1. Na ja. Nicht immer ist jeder Satz als persönliche Meinung zu werten. Da muss man vorsichtig sein. Es dürfte bekannt sein, dass ich zu den Schlaumeiern zählte, die dem FC Bayern Tuchel einreden wollten. Trotzdem halte ich den Zusatz für wichtig. Wie ich schreibe “KANN” es so gesehen werden. Es _kann_ auch als naiv betrachtet werden, jemandem diese Entwicklungsfähigkeit zuzutrauen. Hinterher ist man eben schlauer. Ich finde es zum jetzigen Zeitpunkt aber wichtiger, die Lehren hervorzuheben und nicht den Fehler.

      2. Nix liegt mir ferner als Dir Worte in den Mund zu legen Justin :)

        Freue mich schon auf euren Podcast. Ich behaupte mal ich weiß um welche Thematik es gehen wird.

        5€ auf Mourinho btw.

      3. Hm. Eventuell reden wir ja aneinander vorbei. Und mir geht es auch gar nicht um die genaue Formulierung. Ich habe kein Interesse daran, den Korintenkacker zu geben und auf der Formulierung einzelner Sätze herumzureiten, solange ich verstehe, wie sie gemeint sind. Mein Problem daran ist inhaltlicher Natur: Es KANN eben NICHT so gesehen werden. Die Berufung Kovacs war letztendlich ein Sachzwang. Der kleinste gemeinsame Nenner, der es den handelnden Personen ermöglichte, nach außen ihr Gesicht zu wahren, nachdem die besseren Lösungen nicht mehr verfügbar waren. Was sie auf keinen Fall war, ist eine mutige Entscheidung, sondern das genaue Gegenteil. Und wenn es beim FC Bayern mittlerweile als mutig gelten KANN, überhaupt irgendetwas zu entscheiden, wenn der Zug eigentlich längst abgefahren und das Kind im Brunnen ist; wenn es als mutig gelten KANN, Entscheidungen zu treffen, die keinen anderen Zweck haben, als die Gesichtswahrung der Entscheidungsträger, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Der einzige, der in dieser Sache als mutig gelten könnte, ist Niko Kovac. Da er sich in dieser Konstellation an diese Aufgabe herangetraut hat, obwohl seine Position schon zu Beginn schwächer war, als jemals zuvor bei einem Bayern-Trainer. Natürlich ist mir klar, dass das hier ein freies Land ist und man erstmal alles behaupten KANN. Dann muss diese Behauptung jedoch damit leben, als falsch bezeichnet zu werden. Und genau das habe ich getan. Dass das deine persönliche wohlüberlegte Meinung wäre, wollte ich damit nicht unterstellen. Mir ist ja bewusst, dass du genauso wie ich einer der “Schlaumeier” bist.

      4. Das kann man(!) eben auch anders sehen. Es ist eine Frage der Perspektive. Ich glaube schon, dass es die berechtigte Perspektive gibt, dem FC Bayern zu unterstellen, dass er sich mehr dabei gedacht hat, als jetzt nach einem langen Hin und Her die erstbeste Alternative zu wählen, die irgendwie das Gesicht wahrt. Deshalb würde ich es auch retrospektiv eben nicht abtun, indem man es generell als mutlos abstempelt. Aber das sehen wir dann eben verschieden, was auch völlig in Ordnung ist.

      5. Natürlich “kann man das eben auch anders sehen”. Aber dem möchte ich eben entschieden widersprechen. Es stört mich nicht, dass du diesen Satz dort hingeschrieben hast. Ich möchte einfach nur antworten “kann man nicht!” Die Gründe habe ich ja erläutert und wenn ich das richtig verstehe, sind wir da ja auch grob beieinander.

        Dass man sich etwas dabei gedacht hat, hat Hoeneß ja selbst gesagt: “Wir haben Niko ausgesucht, weil er wie Jupp das Familiäre und Menschliche hat. Das ist wichtiger, als wenn uns einer erklären kann, was eine falsche Neun oder flache Raute ist.” Um die These, dies könne eine mutige Entscheidungsbasis sein, halten zu können, müsste man im wesentlichen zwei Dinge bejahen, nämlich: 1. Dass Hoeneß’ Ausgangsthese überhaupt haltbar ist. Das soll nicht heißen, dass die Antithese “das Familiäre und Menschliche ist weniger wichtig als erklären zu können, was eine falsche Neun ist” richtiger wäre – in dieses Wespennest möchte ich hier gar nicht stechen. Nichtsdestotrotz bleibt die Aussage stehen, dass ein Trainer selbst einfachste Begriffe nicht kennen muss. 2. Müsste man bejahen, dass diese Sichtweise Ausdruck eines gewachsenen erfolgsorientierten Paradigma und keine reaktionäre Abwehrhaltung ist. Dies ist aus meiner Sicht schon deswegen unmöglich, weil bereits die einleitende Grundprämisse schlicht falsch ist, woran auch nichts ändert, dass Hoeneß Aussage sicherlich eine Zuspitzung ist: Es ist Unsinn zu behaupten, Heynckes Fähigkeiten in der taktischen Ausbildung seiner Mannschaft hätten seinen Fähigkeiten in der Menschenführung nachgestanden. Ich erinnere mich an seine Gladbacher Zeit, wo das Gegenteil behauptet wurde. Und da Hoeneß nicht blöd ist und eine Menge von Fussball versteht – man also davon ausgehen kann, dass er um Heynckes taktische Qualitäten weiß – ist es völlig ausgeschlossen, dass seine Gründe für die Verpflichtung von Niko Kovac etwas anderes waren als reaktionär, selbstgerecht – und eben nicht mutig. Nichtsdestotrotz wäre ich auf eine sachliche Begründung von jemandem gespannt, der diese Entscheidung auch rückblickend als mutig betrachtet?!

      6. Jaja, Uli Hoeness war das familiäre wichtiger als die Leistung. Das Ergebnis kennt man nun endlich, ein Scherbenhaufen.
        Gut, dass er bald weg ist. Brazzo bitte auch mitnehmen.

  3. Dickes Dankeschön, Justin!

  4. Wenn es denn stimmen sollte, dass Kovac am Sonntag freiwillig seine Demission angeboten hat, kann man nur dem Hut vor ihm ziehen. Man kann sagen gerade noch rechtzeitig bevor sein Name durch eine mutmaßlich absehbare Entwicklung weiteren Schaden genommen hätte. Insofern kommt er noch mit halbwegs heiler Haut aus der Affäre heraus.
    Ob es für den Verein der richtige Zeitpunkt war, darüber kann man tunlich streiten. Ich habe mich die Tage gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre einen Trainer/den Trainer auch einmal richtig scheitern zu lassen. Zum zweiten mal in kurzer Zeit wird nach Ancelotti ein Trainer sehr frühzeitig in der Saison entlassen, ohne dass bisher etwas entscheidendes passiert ist. Was bedeutet das für die Zukunft? Nun, das heißt das Stöckchen über das unsere nächsten Trainer zu springen haben, wird so sukzessive immer ein wenig höher gehalten.
    Was passiert, wenn der nächste Hoffnungsträger ebenfalls in die Verlegenheit kommt mal zwei Spiele zu verlieren? Die Präzedenzen sind jedenfalls gesetzt und zumindest in der Medienwelt weiß man nun wie angreifbar das offenbar fragile Konstrukt FCB mittlerweile ist.
    Das führt zu dem Punkt, dass die “Causa Kovac” für mich eher Symptom als Ursache der Problematik ist. Der Problematik der seit Jahren schwärenden Führungskrise im Verein. Und solange diese sich nicht wird auflösen lassen, solange ist Kovac auch nicht viel mehr als das Bauernopfer, das viele in ihm von Anfang an sahen.

    Vielleicht führen ja die Entscheidungen rund um die JHV in die richtige Richtung. Möglich wäre es zumindest. Natürlich kann man sich leider auch sehr leicht ein gegenteiliges Szenario denken.
    Zum Beispiel steht da immer noch drohend der Worst-Case einer Beförderung von Salihamidzic im Raum.
    Obwohl es nun auch für ihn ggf. etwas enger werden könnte. Nachdem man das “Schutzschild” Kovac, der in den letzten Monaten viele Pfeile abgefangen hat, demontiert hat, könnten sich nun die Blicke verstärkt seinem Wirken zuwenden.
    Schon die anstehende Phase der Trainersuche dürfte nicht einfach werden. Für wie lange macht es Flick? Funktioniert das? Sucht man einen Interimscoach bis Saisonende? Wer steht für so was zur Verfügung? Wer wird derjenige mit dem man die nächsten Jahre angehen möchte? Was sind die relevanten Kriterien dafür?
    Wenn ich sein bisheriges Wirken bedenke, beschleicht mich jedenfalls ein ziemlich ungutes Gefühl solche Fragen Brazzo anzuvertrauen.

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    1. Bei Brazzo bin ich ganz bei Dir.
      Wo ich nicht bei Dir bin:
      “Was passiert, wenn der nächste Hoffnungsträger ebenfalls in die Verlegenheit kommt mal zwei Spiele zu verlieren? ”
      Ich gehe davon aus, dass nicht die Tatsache, dass ein paar Spiele verloren gegangen sind, sondern die Art und Weise wie sie verloren gingen, der Grund für die Entlassung ist. Welches Konzept war auf dem Platz? Welche einstudierten Laufwege waren erkennbar? Welcher der jungen Spieler wurde unter Kovac besser? Dazu dann die Mannschaftsführung und Außendarstellung in letzter Zeit.
      Ich war lange dafür, Kovac eine Chance zu geben, aber da sich oben genannte Dinge nicht besserten sondern schlimmer wurden, bin ich nun auch auf Seiten derer, die eine Entlassung für richtig halten.
      Grüße
      Der Dingens

      1. Klar, spielen die von dir genannten Faktoren mit eine entscheidende Rolle.
        Nur, genau betrachtet, sind das eben alles weiche, nicht messbare Faktoren. Über jeden einzelnen Punkt könnte man da stundenlang diskutieren wie man da steht und wie relevant das denn wäre. Das wurde ja hier und in den diversen Foren ja auch zur Genüge thematisiert.
        Ist z.B. Hansi Flick ein emphatischer, sensibler Trainer mit einem guten Gespür fürs Zwischenmenschliche und Mannschaftsführung, oder eine schwache Führungspersönlichkeit ohne jede Autorität? Heute können wir darüber noch angeregt diskutieren, in ein paar Wochen glauben wir es alle zu wissen. Und die Wahrheit werden wir, wie immer, auf dem Platz finden. Ob das dann was mit der Realität zu tun haben wird, wer weiß?

        Ein Nagelsmann hat in den letzten Wochen mit deutlich schärferen Wochen als ein Kovac in seiner ganzen Amtszeit, den Charakter und die Haltung seiner Mannschaft kritisiert. Was sagt das über seine Mannschaftsführung und seine Außendarstellung aus?

        Um auf den oben angesprochenen Hoffnungsträger zurückzukommen. Natürlich werden dann auch bei dem die weichen Faktoren dementsprechend gewichtet. Aber wie man das gewichtet wird im Wesentlichen und fast ausschließlich von den dahinterstehenden Erfolgen oder Misserfolgen abhängen.
        Hat Kovac die Kabine jetzt verloren oder nicht? Da würden aktuell wohl die meisten zustimmen, obwohl es keinerlei nachweisbare Fakten dafür gibt. Das einzige was sichtbar ist und woher wir das ableiten, ist auf’m Platz. Und genau so würde es auch einem Allegri, ten Hag oder wer auch immer gehen.
        Die weichen Faktoren werden den harten angepasst und nicht umgekehrt.

    2. Bezüglich Brazzo stimme ich dir auch zu. Gerade die Position eines Sportvorstands sollte von einer Person bekleidet sein, die nicht nur sportlichen Sachverstand mitbringt – was man bei Brazzo eigentlich voraussetzen sollte – sondern der auch in der Innen- und Außendarstellung seine Wirkung verbreitet. Heute entscheidet mehr denn je die mediale Präsenz über den Wert einer Personalie und da gilt es bei der Besetzung genau hinzusehen. Es genügt eben nicht 6 Sprachen zu beherrschen, fleißig zu sein und mal beim FCB erfolgreich gespielt zu haben, sondern es müssen auch Kompetenzen erkennbar sein. Es gibt zwar nicht den perfekten Mann für den Posten eines Sportvorstands, aber als Vorbild sollte schon das Wirken eines Sammers dienen.

      1. So ist es! Ich bezweifele aber, ob unsere Granden nach der Kovac-Demission auch noch “Brazzo” den Laufpass geben werden.
        Zumindest wird das nicht während der Saison passieren!
        Ausserdem könnte der vorläufige Verbleib von Salihamidzic auch ein Teil der Abmachung zwischen Kalle und Uli, der deswegen sein Einverständnis zur Entlassung von Kovac gegeben haben könnte. Spekulativ und eher nach “Kuhhandel” klingend, aber angesichts der letzten Monate und Jahre auch nicht unwahrscheinlich! Wir werden es sehen.

  5. und danke Ju, für den Kommentar! Ich sehe das auch so, dass die Vereinsführung die Ursache vieler Probleme ist. Ich hoffe sehr, dass jetzt nicht wieder (nach ewigen internen Diskussionen und Indiskretionen und Alleingängen) einen faulen Kompromiss gibt, hinter dem dann maximal einer, im schlimmsten Fall keiner so richtig steht und der dann vom Beginn der Amtszeit gegen alle Zweifel anarbeiten muss. Die “Logik” der Bayernführung würde nun wieder einen erfahrenen, harten Hund mit großem Namen erwarten lassen. Schaunmermal.

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    1. Genau davor habe ich auch Angst…
      Mir graut vor Wenger…Neuanfang mit einem 72-jährige.
      Eigentlich undenkbar, aber nach Jupp und Kovac (statt Tuchel) ist bei Bayern alles möglich…leider!

      1. Woher kommt eigentlich immer die Annahme, dass Tuchel der Heilsbringer für uns geworden wäre?
        Was in Vereinskreisen schon länger gemunkelt wird und Hamann am Wochenende bei SKY auch ausgesprochen hat, ist die Tatsache, dass die Mannschaft damals echt froh war, Guardiola los zu sein, weil sie von seinem Perfektionismus schwer genervt war.
        Abgesehen von einigen anderen Punkten, die gegen Tuchel sprachen, wollten Rummenigge und Hoeneß der Mannschaft vielleicht einfach den nächsten “Nerd” ersparen.

      2. Aha, Tobi13, man hat also der Mannschaft diese Mühen erspart, dann versinkt man lieber im Mittelmass.
        Was n irrer Blödsinn. Da geschieht einem ein Kovac dann ganz recht.

      3. @Sendlinger:
        Ich kenne die genauen Gründe, wegen denen man sich gegen Tuchel entschieden hat nicht.
        Aber es gibt deutlich mehr Gründe, die gegen ihn sprechen, als “Hoeneß wollte ihn nicht, weil er keinen Stallgeruch hat.”

        Aber dafür müsste man mal den Blick über den Tellerrand werfen. ;)

      4. Tobi13
        Ich kenne keinen einzigen Grund der gegen TT spricht.

        – Er konnte mit Watzke nicht, na und?
        – Er hat den Ruf unbequem zu sein, na und?
        – Man sagt er habe Forderungen gestellt, na und?
        – Er hat als BVB-Trainer den FCB “sauber hergespielt”, epische Niederlagen zugefügt: klasse Leistungsausweis
        – bei jeder Mannschaft ist seine Taktik/Strategie glasklar erkennbar (Kovac: Sauhaufen erkennbar)
        – er setzt sein Konzept knochenhart um
        – er hat schon grosse Mannschaften trainiert, kann mit Stars

      5. Sieht man ja aktuell in Paris, wie gut er mit den Stars kann…

      6. @Sendlinger:
        Na und?
        Welche Forderungen hat er denn gestellt?
        Wenn du das nicht weißt, solltest du dir einfach kein Urteil erlauben.

        Zum Thema “Umgang” ist hier genug belegt worden.
        Das Aktuellste:

        https://m.bild.de/sport/fussball/fussball-international/paris-st-germain-stars-sauer-auf-trainer-thomas-tuchel-65793822.bildMobile.html

      7. Die genauen Gründe gegen Tuchel sind:

        Hoeneß hat bis zum Erbrechen an Heynckes festgehalten bzw. an der Traumtänzerei ihn zu verlängern, selbst als der mehrfach öffentlich betont hat dass nun endgültig und für alle Zeiten Schluß sei.

        Zu der Zeit bestand schon Kontakt mit Tuchel. Der hatte allerdings keinen Bock zu warten bis man sich endgültig wegen Heynckes ausgeweint hat und dann der Notnagel zu sein. Außerdem kam das Angebot von Paris “in die Quere”. So Leute wie Tuchel lassen sich eben nicht hinhalten.

        Das war nach der Kausa Klopp/Klinsmann das zweite Mal, dass man eklatant danebengelegen hat bei der Entscheidung für einen neuen Trainer. Von der Besetzung des Sportdirektoren (Lehrlinger…) will ich gar nicht reden.

        Man hat EINMAL in der letzten Dekade alles richtig gemacht mit Heynckes/Hermann/Sammer/Reschke. Weiß der Geier warum man dieses Konstrukt a) peu a peu hat wegbröseln lassen und b) nicht annähernd adäquat neu aufgebaut hat.

      8. Stiftl, Tobi

        Ach die Stars sind aktuell sauer auf TT? (Laut Bild-Zeitung….)
        Wie schlimm!!!!
        Na so einer kommt natürlich nicht in Frage als Trainer.
        Da gib es jetzt aber nicht mehr viel Auswahl….

        Die Forderungen….das ist ja nicht schwer zu erraten. Mitspracherecht bei der Verpflichtung von Spielern. Alles andre ist ja auch Blödsinn.

      9. @Sendlinger:
        Schlimm ist nur, dass überall Leute früher oder später sauer auf Tuchel waren.
        Da fällt das “Der kann mit Stars umgehen” halt irgendwann weg.

        “Mitspracherecht bei der Verpflichtung von Spielern” hatte doch jeder Trainer.
        Sehr unrealistisch, dass eine Zusammenarbeit nur daran gescheitert sein soll.

      10. tobi13

        Du plädierst also für einen pflegeleichten Trainer. Viel Spass dabei.

      11. @Sendlinger:
        Ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich hier ein Plädoyer abgegeben habe.
        Du hast ein interessantes Leseverständnis. ;)

    2. So jetzt muss ich auch noch meinen Senf zu Tuchel ja oder nein dazu geben. Der gute Mats hat ja ausdrücklich vor ihm gewarnt, so gut die fachliche Kompetenz von Tuchel unbstritten ist. Nun ist Hummels sicher auch kein einfacher Charakter, aber ich denke, da ist schon was dran. Ein Trainer hat m.E. zu 50% auf psychologischer Ebene zu tun und damit Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg, schließlich sind auch die Spieler im Schnitt erst Mitte 20 und entsprechend groß der Bedarf an Anleitung.

  6. Solange das Prinzip “Stallgeruch” als Handlungsmaxime erhoben wird, ändert sich nichts.
    Es wird Zeit für äußere Einflüsse.

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    1. Den letzten Satz hätte es wirklich nicht gebraucht. Zumindest nicht auf dieser Seite .
      Achja. Ich hoffe, die treuesten der Treuen haben unseren Spielern bereits am Samstag in FFM klargemacht, was sie davon halten, wenn man gegen den Trainer spielt. Sonst kommts gegen den BVB wieder zu einem Höhepunkt. Aber anders als die Spieler denken. Ob die Strategen hier dann hinter den Spielern stehen?

      1. @Kurt2
        Sorry. Mein Text sollte nicht unter deinem stehen.

      2. “Den letzten Satz hätte es wirklich nicht gebraucht. Zumindest nicht auf dieser Seite .” Weil?

      3. Gegen den Trainer spielt man, wenn man von ihm nicht überzeugt ist. Das sind völlig natürliche Vorgänge.

  7. De mortuis nil nisi bene – Über die Toten nur Gutes.

    Und ich bitte dieses Sprichwort wirklich nur im übertragenen Sinne zu verstehen. Ich finde es sehr gut, dass Ihr zum Abschied einen versöhnlichen und freundlichen Text gewählt habt. Bei aller – berechtigten und unberechtigten – Kritik empfand ich Kovac als sehr angenehmen Menschen, der zumeist ruhig und gelassen diese Kritik wegmoderierte. Ich wünsche Ihm für die Zukunft alles Gute und einen Verein/Mannschaft, die besser zu seinen Vorstellungen passt.

    Es ist ja bereits in den Kommentaren angesprochen worden. Dies ist nur Symptom, nicht Ursache des Problems. Der Fisch stinkt meistens vom Kopf her, um eine weiteres Sprichwort zu nutzen. Ich hoffe, dass Uli einen gebührenden Abschied erhält, aber in der Entscheidung zum Trainer nicht bestimmend ist. Ich hoffe auch, dass nicht kurzerhand der Sportdirektor mit einem Federstreich zum Sportvorstand befördert wird. Jetzt ist ein absolut entscheidender Moment gekommen. Die nächsten Entscheidungen müssen sitzen. Deshalb sollte man sich Zeit nehmen und und keine voreiligen Entschlüsse fassen.

    Zwei entscheidende strategische Positionen gilt es zu besetzten: Trainer und Sportvorstand. Für den Trainer gilt – und ich habe das schon einmal geschrieben: Was will ich als Verein? Wofür soll die Mannschaft stehen? Welchen Fußball will ich sehen? Wenn ich das weiß, kann ich schauen, welcher Trainer dies schon unter Beweis gestellt hat. Gehe ich nach den Aussagen von Rummenigge soll es ein ähnlicher Fußball wie unter Heynckes/Guardiola zwischen 2013-2016 sein. Dann wäre es eher nicht Allegri, sondern eher ten Haag, um mal zwei Namen zu nennen. Wenn es denn so ist, sollte versucht werden, diesen zur Winterpause zu bekommen. Nach den Äußerungen, die man gelesen hat, sollte dies mit einer Ablösesumme möglich sein. Und wer ein Team ins Halbfinale der CL geführt hat, hat sein Können für mich unter Beweis gestellt.

    zum Sportvorstand: hier muss aus meiner Sicht ein Schwergewicht her. Jemand, der entweder sein Können schon unter Beweis gestellt hat (Beispiel: Eberl, Rangnick) oder der aufgrund seines Werdegangs und seiner Autorität nicht oder nur schwer angreifbar wäre (Beispiel: Lahm). Brazzo wird viel Positives zugesprochen (Scouting, Fleiß etc.). Aber in der jetzigen Phase hat er nach meiner Meinung versagt. Es ist ihm in keinster Weise gelungen, den Trainer zu stützen oder der Misere gegenzusteuern. Dafür reicht es einfach nicht. Im übrigen: Fleiß ist nach meiner Meinung Grundvoraussetzung für diesen Job und kein Qualitätsmerkmal.

    Es gilt jetzt die nächsten beiden Spiele zu spielen. Ich gehe optimistisch von zumindest 1x unentschieden und 1x Sieg aus. Und dann kommt die Länderspielpause. Und die JHV. Es bleibt also spannend…

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    1. Ein sachlich passender Kommentar!

    2. +1
      Hatte schon mal geschrieben, dass die Rolle UHs als Manager eigentlich durch zwei Personen ausgefüllt werden sollte, als er Präsident wurde. Einer sollte “nur” das Verbindungsglied zwischen Mannschaft und Trainer sein, quasi für die Binnenstimmung. In der Rolle kann ich mir bei dem Modell schon Salihamidzic vorstellen, bei allem anderen bin ich mit dem Schwergewicht bei dir.
      Ich zumindest freue mich immer mehr auf Olli. Ihm traue ich zu, das Schiff zu wuppen… Und auch seine Persönlichkeit lässt mich hoffen (er hätte sich z.B. ganz sicher nicht auf der ominösen PK da oben hingesetzt, weil er’s gerafft hätte…), wenn ich mir so die Statements der Bosse seit 2016 anschaue. Damit endlich wieder nachhaltig Ruhe in den Verein kommt.

  8. Den Job von Rangnick bekommt Brazzo zum Abschied von UH geschenkt. Ein echtes Danaergeschenk ;-)

    Spaß beiseite: Falls Brazzo zum SV gemacht wird, scheiden Eberl und Rangnick als Optionen aus. Auch Lahm wäre mMn fraglich – wer würde denn unter Brazzo den Sportdirektor geben?

    Ciao Niko und danke! Vielleicht darfst du es nach alter Bayern-Sitte in 5-10 Jahren noch einmal versuchen.

  9. Meiner Meinung nach guter Kommentar auf Sport 1:

    “Kovac gilt seit der Herbst-Krise seit 2018 als Trainer auf Bewährung. Bis zu diesem Sonntag im November 2019 durfte er nie stark sein. Er wurde auch nie stark gemacht. Er musste sich ständig selbst verteidigen. Er musste sich viel zu oft entschuldigen. Für sein Werben um Leroy Sané. Für seine Not-am-Mann-Aussage über Thomas Müller. All das diskreditierte ihn.
    Kovac hatte nie eine echte Chance!
    …..
    Irgendwo und vor allem irgendwann müssen sich die Bayern-Verantwortlichen nicht nur entscheiden, wer den Verein zukünftig auf der Trainerbank anführen soll. Sie müssen sich entscheiden, wer das Sagen hat. Kovac hatte es zu selten.
    Ändert sich nichts im Führungsverhalten, wird es so schnell kein Trainer mehr beim FC Bayern schaffen. Vor allem kein frischer, modern und innovativ Wirkender. Auch keiner mit Erfahrung.”

    https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2019/11/niko-kovac-hatte-nie-eine-echte-chance-als-bayern-trainer-sport1-kommentar

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    1. Diese Opfer-Rolle, die Kovac zugeschrieben wird, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Klar, er hatte nicht immer die Rückendeckung die man braucht. Aber die meisten seiner Probleme waren doch selbstgemacht und er hat sich oft genug selbst diskreditiert.

      Trotzdem zeigt sich auch hier das Führungsproblem. Erst wählt man den falschen Sportdirektor und den falschen Trainer und dann ist der Sportdirektor zu schwach um den Trainer zu schützen und KHR erkennt (zu spät?), dass der Trainer nicht der richtige ist, sodass man ihn auch nicht mehr schützen kann/will. Der Präsident ist zudem so sehr mit sich selbst beschäftigt und durch den Gefängnisaufenthalt m.E. traumatisiert, dass er sich erstens nur noch mit alten Vertrauten umgeben will (Hasan und Niko) und zweitens regelmäßig in unbesonnener z.T. peinlicher Weise reagiert und vielleicht in die Ecke gedrängt fühlt, dass seine Aussagen für mehr Zündstoff als Entspannung sorgen können. Trotz Ansage (“Ich werde Niko verteidigen bis aufs Blut” o.Ä), konnte er dem Trainer nicht mehr wirklich beistehen.
      Das alles ist einfach nur Ausdruck von Schwäche und falschem Management.

  10. https://www.kicker.de/761717/artikel/lewandowski_muss_operiert_werden

    Es wird immer schlimmer. Platz 4 würde ich inzwischen unterschreiben…

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    1. Klingt doch wenig dramatisch. Zehn Tage Pause in der Länderspielpause würde ich nehmen. Die Pause täte ihm vielleicht sogar ganz gut (auch wenn er gerade alles zerschießt).

  11. [https://www.youtube.com/watch?v=LBPXfliic7I]

    @ Justin: Lewa ist zwar wirklich ein Athlet vor dem Herrn, aber fällt er nach einer Leisten-OP wirklich nur 10 Tage aus?
    Kann ich mir nicht vorstellen!

    Hatte mit Mitte 20 auch einen Leistenbruch und bekam den mit der Netzmethode gefixt. Konnte danach fast 3 Monate nicht kicken. Natürlich war ich nie so durchtrainiert wie Lewa, aber Sixpack, eine gute Rückenmuskulatur und ein allgemein gutes Fitness-Level hatte ich. Natürlich war die Nachbetreuung nicht so intensiv wie bei einem Profisportler…

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    1. Steht zumindest im Artikel. Im Detail habe ich mich damit noch nicht befasst.

    2. Hm, hört sich für mich nicht so gut an.
      Bei 10 Tagen Pause könnte man ja noch spekulieren, was damit genau gemeint ist. Aber nach 14 Tagen schon wieder spielen?
      Würde mich doch wundern.

  12. @justin
    gestern schriebst du noch folgendes:

    “Es gibt bereits erste Gerüchte, dass Erik ten Hag ein heißes Thema beim FC Bayern ist. So soll der Niederländer, der beim Klub eine Vergangenheit hat, aktuell aber an Ajax Amsterdam gebunden ist, bereits erste Gespräche mit Beratern geführt haben und selbst vom Weg zurück nach München überzeugt sein. Das bestätigten uns zwei voneinander unabhängige Quellen.
    Diese Informationen sind trotzdem noch mit großer Vorsicht zu genießen. Sie zeigen aber, dass der FC Bayern nun in einem Dilemma steckt: Wer macht es bis zum Sommer, um dann womöglich(!) die Wunschlösung präsentieren zu können. Im Saisonverlauf eine langfristige Verpflichtung zu tätigen, wird aus verschiedenen Gründen schwer …
    Eine tiefergehende Analyse folgt morgen.”

    diesen interessanten bezug zu ten hag hast in deinem abschiedsartikel über kovac leider gar nicht mehr erwähnt. die infos eurer beiden quellen wären sicher für alle leser spannend gewesen. mich würde auch interessieren, wie ihr die chancen auf einen wechsel von ten hag zur winterpause einschätzt…?

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    1. Das war nicht der Artikel, den ich gestern angekündigt habe. Um 16 Uhr kommt ein Artikel, in dem ich die Alternativen einordne. Da gehe ich auch nochmal auf ten Hag und unsere Quellen ein.

    2. Ten Hag? Ist das nicht der Novize mit nur 15 Monaten Ajax-Erfahrung? Wenigstens hat er Stallgeruch. Oder war es Philosophie oder Strategie?
      Im Ernst. Auch der bräuchte Zeit. Ich würde sie ihm geben. Aber das Bayernumfeld sicher nicht. Und die Mannschaft hat schon die letzten drei Trainer im Regen stehen lassen.

      1. Ten Hag ist doch der neue Heilsbringer, wenn man den Foristen in den letzten Monaten hier Glauben schenkt. Halte ich – wie bemerkt – für einen Trugschluss, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

        Meine 10 cent setze ich aktuell als Übergangstrainer auf Rangnick. Kann mir nicht vorstellen, dass man mit Flick bis zum Ende der Hinrunde plant, und vorher wären ja ten Hag und Tuchel auf keinen Fall verfügbar.

        An Mourinho glaube ich nicht, und Wenger wird nicht den Übergangs-Fuzzi geben wollen.

      2. Ich wette drauf dass Flick der neue Trainer ist für Jahre.
        Er hat brutal viel Ahnung und Erfahrung und das ist die Hauptsache. (Er ist sogar “pflegeleicht”!)

      3. @sendlinger:
        Das Flick dies auf längere Zeit macht bezweifle ich. Vor allem da er noch nie als Cheftrainer tätig war soweit mir das in Erinnerung ist. Also wäre er eigentlich auch “Novize” auf der Position ;)
        Ich glaube er arbeitet so wie Peter Herrmann eher im Hintergrund. Auf den ganzen Medienzirkus den man als Cheftrainer mitmachen muss hat verständlicherweise nicht jeder Bock. Anfragen wird er denke ich schon genug gehabt haben.

      4. @sendlinger
        So machen wir das. Seit Hans Flick Co-Trainer ist hat er unserer Superstars auf ein ganz anderes Niveau gebracht und ihnen endlich die taktischen Feinheiten, Strategien und Philosophien vermittelt, die letzte Saison unter Kovac so gefehlt haben. Also. Mach et, Hansi. Die Zeit der Flickschusterei ist endlich vorbei :-)

  13. Sehr interessant, diese Info-Häppchen aus dem letzten Meeting vor dem Rauswurf:

    https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-kovacs-letztes-training-sagte-kurz-vor-entlassung-13189149.html

    Kovac wollte die Mannschaft auf sein Niveau runterziehen. Er hat sie behandelt wie Schuljungs. Zu Thiago: “Du sollst nicht zaubern!” Kein Wunder dass dem die Lust vergangen ist.
    (James hatte recht! “Hier ist nicht Frankfurt!”)

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Als nächstes hätte er auch zu Coutinho dasselbe gesagt.

      1. Ja, richtig schlimm, wenn man mit den zarten Superstars Tacheles redet…

        Die Schlussfolgerungen, die Du aus diesen Worten ziehst (“auf sein Niveau runterziehen”) sind unsinnig – aber das ist ja nix Neues.

    2. Wenn man aktuell nicht mal Kurzpässe sauber zum Mitspieler bekommt, sollte man halt auch nicht zaubern, sondern erstmal die einfachen Dinge meistern.
      Kleine 1×1.

      1. Die Pässe sind nicht angekommen weil Kovac keinen Plan auf dem Platz hatte.
        Und das mit Weltklassespielern, sowas muss man erstmal schaffen.

      2. @Sendlinger:
        Weltklassespieler können 3-Meter-Pässe. ;)
        Ganz ohne das sie dafür einen Babysitter brauchen.

      3. Das kann ich auch nicht mehr hören, dass die Fehlpässe über kürzeste Distanzen, die jeder E-Schüler zustande bringt auf mangelndem Plan des Trainers beruhen.

        Wenn einem der Schuh aufgeht heißt es noch Kovac hat ihm das Schleife Binden nicht richtig gezeigt…

    3. Die Frage um die es hier geht, ist, wieso dringt diese Ansprache nach außen? Alleine das zeigt mir, dass es nicht mehr stimmte zwischen Mannschaft und Trainer. Hier wird gegeneinander und nicht miteinander agiert. Das muss sich als allererstes ändern.

  14. Sehe ich auch nicht wirklich kritisch. Die Dinge die gesagt wurden entsprechen halt auch einfach Tatsachen und lassen sich in den letzten Wochen nicht von der Hand weisen. Es ist auch sein gutes Recht das als Trainer innerhalb des Mannschaftskreises anzusprechen. Insgesamt werden die Aussagen natürlich auch wieder aus jeglichem Zusammenhang gerissen einfach in den Raum geworfen. Spricht auch für den Charakter der Mannschaft, solche Dinge wieder nach außen zu tragen. Insgesamt bin ich auch froh, dass das Kapitel Kovac jetzt beendet ist aber manche Sachen sollte man einfach nicht höher hängen, als sie sind.

  15. Niko hatte bei uns nie eine reelle Chance bzw. Rückhalt von oben, war quasi ein Trainer auf Abruf. Wir alle haben ihm seinen persönlichen Triumpf nach dem Pokalfinale wirklich gegönnt und viele haben sogar gemeint daß sie voll auf seiner Linie gelegen hätten wenn er beim Bankett gegenüber KHR gesagt hätte “ihr könnt mich mal…”. Wäre vollkommen verständlich gewesen. Machen wir uns also weiterhin lächerlich in unserer Außendarstellung, ohne kompletten Kader und mit einem Hanswurst bzw. Jasager als Sportdiektor. Unglaublich…. da gehört mit eisernem Besen ausgemistet!!

  16. Die Trennung (oder je nach Sichtweise auch damals die Ernennung) von Niko Kovac ist ein bisheriger Tiefpunkt einer schleichenden Entwicklung in diesem Verein, der trotz immer höherer Umsatzzahlen immer weniger professionell geführt wirkt.
    Ein kleines Beispiel für die unsägliche Aussendarstellung der letzten Monate liefert ein Beitag von FCBInside:
    https://fcbinside.de/2019/11/04/peinlicher-fauxpas-bei-kovac-entlassung-bayern-kopiert-die-ancelotti-pressemitteilung/

  17. […] Eine Trainerentlassung ist nie einfach. Gerade weil sie häufig innerhalb der Saison stattfindet, müssen Entscheidungen getroffen werden, die mitunter sehr komplex sind. Auch beim FC Bayern ist das so. Wer folgt auf Hans-Dieter Flick? Justin 04.11.2019 + […]

  18. TenHag wäre eine gute Lösung aber nur in Verbindung mit einem top erfahrenen SportVS wie Rangnick oder Eberl.
    Alleine mit dem jetzigen Sportdirektor wäre es nicht stark genug.
    ETH steht für Pep Fußball.

    Allegri ist sehr erfahren und erfolgreich.
    Aber er spielt etwas kontrollierter aber trotzdem attraktiv. Zusammen mit Flick und Klose der gut italienisch spricht wäre es eine gute Lösung. Er hat English gelernt und spricht auch gut spanisch und französisch.

    Denke nicht das Wenger oder Mourinho realistische Optionen sind.

    Poch Tuchel Nagelsmann sind leider gebunden aber evtl die erstgenannten bei Misserfolg bald frei. Im Sommer kämen noch Martínez und Koeman dazu.

    Persönlich favorisiere ich Tuchel oder Poch.

    Denke aber es wird Allegri beginnend 1.1.20

  19. @Sendlinger: Das Problem bei Tuchel ist, dass er offenbar ein starkes Ego hat, aber international noch nix gerissen hat als Trainer. Und da liegt er dann schnell mit Weltmeistern und CL-Siegern über Kreuz. Der würde bei uns (mit dem derzeitigen Kader) nicht funktionieren. Da brauchst Du jemanden, der Autorität hat UND entsprechende Erfolge nachweisen kann.

    Man könnte natürlich nächste Saison einen ganz radikalen Umbruch wagen: den Großteil der arrivierten Spieler verabschieden, einen radikalen Schnitt machen. Alaba, Martinez, Boateng, Thiago, Müller sowie natürlich Coutinho und Perisic.

    Dann meinetwegen mit ten Hag einen Neuanfang starten mit einem Drei-Jahres-Plan und ihm diese Zeit auch geben. Das wäre mal ein interessanter Ansatz, den ich als Fan auch mittragen würde. Das wird aber leider nicht passieren.

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    1. Das wird hoffentlich nicht passieren. Und ich trage das nicht mit, da bin ich strikt dagegen.

      1. Ich sehe das auch nicht als realistisch – es wäre aber meiner Meinung nach der einzig sinnvolle Weg mit ten Hag, wen man ihn schon als Trainer haben will.

    2. Ten Hag wäre doch nur die nächste arme Sau, die nicht die Zeit bekommt bei Bayrn etwas neues zu entwickeln. Zu groß ist der Erfolgsdruck auch oder wegen der finanziellen Notwendigkeiten im big business mithalten zu können.

  20. Also nun auch erst einmal von Dir: Machen Sie es gut, Herr Kovac! Und vielen Dank für die beiden Titel im Frühsommer.

    Letztlich war der Schritt nur folgerichtig und wir müssen jetzt hoffen, dass wir eine gute Lösung finden, wobei das größere Problem wohl ist, jetzt oder in den kommenden Wochen jemanden für den Übergang zu finden (wenn denn Hans Dieter Flick uns nicht überrascht), bis zur neuen Saison dann eine Dauerlösung kommt. Aus meiner Sicht ist ten Haag die beste Option, weil er die zu uns passende Spielidee hat, zudem international schon erfolgreich war (deutlich erfolgreicher als unser Ex-Trainer), zudem die Meisterschaft in den Niederlanden gewonnen hat und national und international auch wieder auf Kurs ist, obwohl die Mannschaft im Sommer ordentlich Aderlass erleben musste. Und Stallgeruch hat er auch. Noch besser wäre natürlich, wenn ten Haag schon zum Jahreswechsel kommen würde, aber daran glaube ich nicht. Insofern ist Allegri vielleicht tatsächlich eine ernsthafte Alternative in den Köpfen des Vorstands…

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sorry, aber diese Heuchelei kannst du dir sparen.
      Da dreht es mir den Magen um.

      1. Warum denn dieser Ton? Wer so wie Du agiert, sollte sich nicht wundern, dass der Ton hier immer wieder entgleitet.

      2. Wie gesagt, bei Heucheleien dreht es mir halt den Magen um. Dann sag ich es halt gerade heraus. Mir ist ein ehrlicher Ton lieber als geheuchelte Anteilnahme.

  21. Ich bin der Meinung, dass das 1:5 nicht zur Entlassung geführt hätte, hätte der Herr Kovac sich nicht selbst vom Trainerstuhl geredet.
    Aber wer als amtierender Trainer des FCB die Fans von Bayern disst und einen der verdientesten (und auch statistisch einen der effektivsten) Bayernspieler wie Dreck behandelt (ähnlich ist eigentlich nur Mourinho mit Schweinsteiger umgegangen….) der hats nicht besser verdient.
    Meinen Anfangsbonus und den Glauben in seine Fähigkeiten hat sich der Herr bei mir mit der Saison 2019/2020 komplett verzockt und das lag nicht an der Mannschaftsleistung. Ich wein dem (genauso wie seinerzeit Klinsmann) keine Träne nach.

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    1. Das ist mal eine ehrliche Aussage.
      Ob man zustimmt oder nicht, das ist eine klare, ehrliche Aussage.
      Ist mir 1000mal lieber als Heucheleien.

      1. Was für ein Bullshit!

        Hätte Kovac sagen sollen, Bayern habe die besten Fans?
        Ich lach mich kaputt!

        Ehrlich währt am längsten!

        Zu Müller:
        Seit mehr als 2 Jahren rennt der wie Falschgeld rum, der gehört nicht einmal auf die Bank, sondern auf die Tribüne!

        Danke, lieber Niko!
        Dieser Verein hat Dich nicht verdient!

  22. “Seit mehr als 2 Jahren rennt der wie Falschgeld rum, der gehört nicht einmal auf die Bank, sondern auf die Tribüne!”

    Nur Bundesliga:
    Saison 14/15: Assists: Thomas Müller Platz 2 (15 Stk.), Tore (incl. Elfmeter): 15
    Saison 15/16 Assists: Thomas Müller Platz 9 (9 Stk.), Tore (incl. Elfmeter): 25
    Saison 16/17 Assists: Thomas Müller Platz 2 (15 Stk.), Tore (incl. Elfmeter): 5
    Saison 17/18 Assists: Thomas Müller Platz 1 (16 Stk.), Tore (incl. Elfmeter): 8
    Saison 18/19 Assists: Thomas Müller Platz 4 (14 Stk.), Tore (incl. Elfmeter): 6
    (Quelle: datencenter.dfb.de)

    Wenn du das als Falschgeld bezeichnest, bitte sehr. So stabiles Falschgeld nehme ich gerne oder denkst du Lewandowski trifft wie am Fließband, weil sich er sich allein die Bälle zuspielt? So wenig Ahnung tut fast schon weh.

    “Hätte Kovac sagen sollen, Bayern habe die besten Fans?
    Ich lach mich kaputt!”

    Als Trainer des FC Bayern München? Ja. Hätte er sollen. Muss er.
    Ob es deiner subjektiven Wahrnehmung passt oder nicht. Diese Fans bezahlen sein Geld, durch diesen Verein durfte ein Mittelklasse Trainer eine Championsleague Mannschaft trainieren (und bitte bitte, komm jetzt nicht mit dem DFB Pokal, das ist ein einziges Spiel, bei dem alles passieren kann). Die Frankfurter Fans sind klasse, will keiner widersprechen, meines Erachtens besser als die Dortmunder und ja, auch als die des FCB.
    Aber als Trainer des FC Bayern München habe ich trotzdem solche Aussagen in der Öffentlichkeit zu unterlassen. So einfach isses.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich muss ja gestehen ich bin ja auch jemand, der jedes Argument mithilfe von Zahlen belegt. Aber die Causa Müller ist ein gutes Beispiel dafür, dass Zahlen alleine halt doch nicht die ganze Wahrheit sind.
      Zudem stimmen deine Daten nicht:
      Saison 14/15 Assists: 14 Stk., Tore: 13
      Saison 15/16 Assists: 7 Stk., Tore : 20
      Saison 16/17 Assists: 14 Stk, Tore : 5
      Saison 17/18 Assists: 16 Stk., Tore : 8
      Saison 18/19 Assists: 12 Stk., Tore : 6

      Auch diese Saison wird ja schon wieder erzählt wie wichtig Müller doch ist, hat er doch die meisten Vorlagen. Bestes Beispiel ist da das Spiel gegen Hoffenheim bei dem er den Ball auf Lewandowski lupft, der den Ball dann reinköpft.
      Ja, tolle Leistung. Das Müller allerdings in den 5 Minuten vorher 5 mal den Ball völlig ohne Not verliert und 2 mal (!) völlig freistehend den Ball von der Seite aus bei einem Flankenversuch auf die Tribüne jagt, vergisst man dabei leicht (oder übersieht man absichtlich).
      Thomas Müller zeichnete mal aus, dass er durch seine Läufe Lücken aufriss, die seine Mitspieler nutzen konnten. Zudem hatte er mal einen richtigen Torriecher wie sein Namensvetter Gerd. Beides ist seit Jahren passé. Inzwischen ist er in jedem Spiel einer der schlechtesten Spieler auf dem Platz. Permanente Ballverluste, Fehlpässe und haarsträubende individuelle Fehler.
      Hat man beim Spiel gegen Piräus diese Woche gut gesehen. Die Taktik und die Einstellung des Teams war deutlich verbessert, aber dadurch werden individuelle Schwächen noch viel deutlicher (nicht nur bei Müller muss man fairerweise sagen).
      Und das kann ein Müller auch nicht dadurch wettmachen, dass er als Offensivspieler zwangsweise in Toraktionen verwickelt ist (eher selten als Torschütze). Das von 15 Flanken irgendwann mal eine ankommt, muss man von einem Fußballprofi mit jahrzehntelanger Erfahrung erwarten können.
      Ums mal mit kaufmännischer Präzision zu sagen. Für einen Topclub ist Müller einfach nicht effizient genug. Und das war er bis auf eine Saison auch noch nie. Und ehrlich gesagt wage ich es stark zu bezweifeln, dass Müller in der Bundesliga bei einem Top 6 Club außerhalb des FC Bayern einen Stammplatz hätte. Dafür fehlen ihm einfach Geschwindigkeit, Ballkontrolle und seit längerem auch die Raffinesse.

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