Round-Up: Wege in den Strafraum

Maurice Trenner 23.05.2018

Ein Keyentry wird definiert als erster Moment eines Spielzuges bei dem die 16-Meter-Linie überschritten wird. Die 16-Meter-Linie schließt dabei bündig mit dem Strafraum ab und wird bis zur Außenlinie verlängert. Pro Angriff wird dabei ein Keyentry erfasst, wobei dieser als Pass oder als Lauf erfolgen kann. Erst wenn der Ballbesitz gewechselt hat, kann der nächste Keyentry erfasst werden. Bei einem Schuss von außerhalb des Strafraums wird kein Keyentry erfasst.

Der Keyentry ist dabei als Statistik interessant, weil auf der einen Seite ein Einblick in die Verteilung zwischen Dribblings und Pässen gegeben wird und auf der anderen Seite ein Seitenfokus erkennbar werden kann. Im Round-Up sind die Daten für Bayern für diese und letzte Saison analysiert.

Bayern offensivstark wie Real und ManCity

Zuerst stellen wir die Keyentries pro Spiel durch Pass den Keyentries pro Spiel durch einen Lauf für die abgelaufene Saison gegenüber. Die Bundesliga-Teams sind in rot dargestellt, weitere Teams im internationalen Vergleich in weiß. Bei der Interpretation muss beachtet werden, dass die beiden Achsen nicht im gleichen Maßstab sind.

Im nationalen und internationalen Vergleich hat Bayern mit die meisten Keyentries pro Spiel
(Grafik: Lukas)

Der FC Bayern taucht in dieser Statistik erneut ganz weit vorne auf. Bei den Keyentries per Lauf sind die Münchner gar im internationalen Vergleich auf Platz Eins. Auch bei den Keyentries per Pass können nur der Champions-League-Finalist Real Madrid, Englands Meister Manchester City und der Neu-Club von Carlo Ancelotti SSC Neapel an den Münchnern vorbeiziehen.

Durch die diagonalen Linien und die verschiedenen Farben soll das Verhältnis der Keyentries per Lauf zu denen per Pass gegenübergestellt werden. Beispielsweise scheint Crystal Palace oder auch Hoffenheim in der Bundesliga hauptsächlich durch Läufe in die gefährliche Zone zu kommen, während gerade der FC Arsenal sich bevorzugt mit Passstaffeten in den Strafraum kombiniert.

Im Vergleich mit den Top-Teams ist Bayern diese Saison vergleichsweise eher lauflastig, was für ein starkes Dribbling steht. Hierbei dürfte gerade auch das häufige Hinterlaufen von den hochstehenden Außenverteidigern Kimmich und Alaba zu tragen kommen, aber auch Coman, der mit seinen Dribblings immer wieder per Lauf in die Zone eindrang.

Flügelfokus nur bei Läufen

Nun werden die Keyentries aufgeteilt nach Spieldrittel: Links, Mitte und Rechts. Außerdem werden die Daten aus der aktuellen Saison denen der Vorsaison unter Ancelotti gegenübergestellt.

Bei Pässen geht es häufig durch die Mitte, bei Läufen eher über den Flügel
(Grafik: Lukas)

In der Vorsaison erfolgten die meisten Keyentries per Lauf über die linke Seite und das mit relativ großem Abstand. Bei den Pässen hingegen ging es hauptsächlich durch die Mitte.

Im Vergleich dazu war das Verhältnis bei den Keyentries per Lauf in der aktuellen Saison deutlich ausgeglichener, wobei auf der rechten Seite die wenigsten Keyentries verbucht wurden. Ein Grund hierfür ist sicherlich der häufige Einsatz von Müller, der den rechten Flügel nicht so stark hält wie Robben. Darüber hinaus hat letzterer in dieser Saison auch seinen Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber Verteidigern seltener ausspielen können.

Die Keyentries mit Pässen zeigen hingegen eine Verschärfung des letztjährigen Trends, so dass die Anzahl der durch die Mitte gespielten Pässe, die in den Strafraum führten, weiter gestiegen ist. Sicherlich auch ein Effekt der Addition eines weiteren starken Zentrumspielers wie James Rodriguez.

Insgesamt werden über die rechte Seite weniger Situationen im Strafraum eingeleitet. Ein Phänomen, das so auch gerade in der entscheidenden Phase der Saison zu sehen war. Wenn dann war es meist Kimmich, der durch seine starken Flankenläufe die Seite beackerte, während auf links mit Ribéry oder Coman, James und Alaba gleich mehrere Spieler die Offensive vorantrieben.

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