Round-Up: Geisterspiele mit Ticket-Rückerstattung

Maurice Trenner 01.05.2020

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Einer wie Ossi | Jungle World
Das ereignisreiche Leben des Fußballers Oskar Rohr als liebevoll aufbereitete und historisch detaillierte Graphic Novel: Der Star der Meistermannschaft von 1932 kehrte dem NS-Deutschland 1933 den Rücken, obwohl er selbst eigentlich nicht zu den Verfolgten gehörte. | Tobias

Die Quarantäneplane der DFL sind unzureichend | Laptoptrainer
Tobias Escher hat sich durch das Hygienekonzept der DFL gelesen und hat vor allem zum Aspekt der Quarantäne (bzw. dessen Fehlen) einen Schwachpunkt für sich entdeckt. | Dennis

Stellungnahme zu möglichen Geisterspielen in der Bundesliga | Club Nr. 12
Der Club Nr 12 listet in seiner Stellungnahme zur Ablehnung von Geisterspielen eine Reihe von relevanten Argumenten auf. Neben den Aspekten der Wirtschaftlichkeit und der Testkapazitäten, die Justin und Alex auch im Podcast besprochen haben, geht es unter anderem auch um die Menschen, die vom Fußball abhängig sind, denen aber Geisterspiele nicht helfen würden. | Dennis

Profi-Mannschaft

Historischer Liveticker: So läuft das CL-Finale 2013 zwischen den FC Bayern und dem BVB | Der Spiegel
Es bleibt dabei: Die Corona-Zeit eignet sich hervorragend zum Blick zurück. Der Spiegel blickt zurück auf das deutsch-deutsche Finale um die Champions League 2013. Im Re-Live schauen die Redakteure Marco Fuchs und Peter Ahrens die Nacht, in der Mr. Wembley geboren wurde. Ihr gemeinsames Fazit: “Ein hochklassiges und spannendes Finale war das, auch ganz ohne deutsche Brille.” | Maurice

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„Bild“: Werner auf keinen Fall zum FC Bayern – Ablösepoker mit Manchester City um Sané | Transfermarkt
Die Springer-Presse will in Erfahrung gebracht haben, dass der lange umworbene Timo Werner im Sommer nicht nach München wechselt. So ist wohl auch Trainer Hansi Flick nicht mehr vollends von einem Transfer überzeugt. Den deutschen Nationalspieler zieht es jetzt wohl ins Ausland.
Anders sieht es hingegen bei dem Dauer-Thema Leroy Sané aus. Der Flügelstürmer hatte laut Medienbericht ein ausführliches und sehr gutes Gespräch mit Coach Flick. Die spekulierte Ablösesumme ist mittlerweile deutlich unter den vormals verlauteten dreistelligen Betrag gefallen.
Meiner Meinung nach bietet Sané immer noch die beste Alternative auf dem Transfermarkt. Ein offensiver Flügelstürmer mit seiner großen Qualität im Eins-gegen-Eins wird bei den Bayern vermisst. Seine Verletzung ist natürlich ein Grund zur Sorge. | Maurice

Rio liegt am Tegernsee | Süddeutsche
Auch an der Co-Trainer-Front zeichnet sich eine Einigung ab. Miroslav Klose steht kurz vor der Ernennung zum Assistenten im Trainerstab von Hansi Flick. Christof Kneer blickt für die Süddeutsche auf die potentielle Rolle des WM-Rekordtorschützen. | Maurice

Frauen, Amateure & Basketballer

Ein Schuss, ein Tor, die Frauen | FC Bayern
Zum 50-jährigen Bestehen der FC Bayern-Frauen blickt die vereinseigene Homepage tief ins Archiv. Offen wird das Zwischenfazit gezogen: “Ja, die Sache mit dem Sexismus begleitete die Abteilung in den ersten Monaten und auch darüber hinaus.” Ansonsten werden aber einige amüsante Geschichten erzählt, von Netzer-Vergleichen bis zur ersten 100-Tore-Schützin. | Maurice

FC Bayern Campus nimmt U9 und U10 aus dem Spielbetrieb | FC Bayern
Ab 2021/22 wird der FC Bayern keine U9-Mannschaft mehr stellen, ein Jahr später auch kein U10-Team. Man will damit den jungen Talenten ermöglichen “sich länger ohne Leistungsdruck und ohne zusätzlichen zeitlichen Aufwand in ihrem gewohnten Umfeld des Heimatvereins [zu] entwickeln”, wie Holger Seitz klarstellt. | Maurice

FC Bayern verlängert Vertrag mit Jochen Sauer bis 2023 | FC Bayern
Es wurde schon länger spekuliert, nun ist es offiziell: Der Leiter des FC Bayern-Campus Jochen Sauer bleibt bis 2023 im Amt. Ein sehr sinnvoller Schritt, wie man aus Campus-nahen Kreisen hört. Zudem soll Sauer nun mehr Entscheidungsgewalt haben, was in der Vergangenheit immer wieder zu kleineren Problemen geführt hatte. | Maurice

Play-Offs in Turnierform: BBL setzt Saison mit zehn Teams fort | Kicker
Spannendes Konzept im Basketball. Bei einer außerordentlichen Sitzung haben sich die Mannschaften der Basketball-Bundesliga auf ein Turnier zur Ausspielung des deutschen Meisters festgelegt. Dabei treten nur zehn Teams an. Sieben Mannschaften entschieden sich nicht an der Endrunde teilzunehmen. “In zwei Gruppen bestehend aus je fünf Teams, spielt jede Mannschaft in einer Gruppenphase zunächst jeder gegen jeden. Anschließend wird das Viertel- und Halbfinale sowie das Finale über Kreuz in einem angepassten Play-Off-Modus ausgetragen. Diese Turnierform wird sich auf ca. drei Wochen verteilen.” Der Plan steht noch unter Vorbehalt einer Genehmigung der Politik. | Maurice

Fan-Themen

Ticketinformation: Rückerstattung der Ticketzahlungen für Heim- und Auswärtsspiele ohne Zuschauer | FC Bayern
Ihr habt Tickets für eins der restlichen Saisonspiele, das nun – wenn überhaupt – ohne Zuschauer stattfindet? Diese Woche gab der Verein bekannt, was ihr dann für Möglichkeiten habt. Für Heimspiele gibt es dabei diese vier Optionen:

  • Komplette Rückerstattung des Ticketpreis (inkl. Gebühren)
  • Spende des Guthabens an FC Bayern Hilfe e.V.
  • Verzicht auf Rückerstattung zum Verbleib bei FC Bayern AG
  • Teilrückerstattung, Rest zum Verbleib bei FC Bayern AG oder FC Bayern Hilfe e.V.

Für Auswärtsspiele wird der Ticketpreis erstattet. Eine Erstattung als Gutschein für die nächste Saison wird es nicht geben. Zu den Tickets für Spiele der Amateure gab es zunächst noch keine Infos. | Maurice

Aktuelle Miasanrot-Artikel

Die Königstransfers: Episode 2006-2010 | Maurice

MSR #141: König Fußball? | Justin & Alex

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Die vermeintliche wirtschaftliche Verantwortungslosigkeit des Profi-Fußballs | Alex

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King Coman Hands of God
  1. Tobias Escher und Co vergessen eine Sache.
    Alles was sie sagen und kritisieren trifft eine zu eins auf alle anderen Bereiche genauso zu.

    Auf die Politiker
    Auf die Journalisten
    Auf die Büroarbeiter
    Auf die Fabrikarbeiter
    Auf die Handwerker
    Auf die Lehrer und Schüler
    Etcetcetc

    Und man vergisst einen anderen Aspekt bei den Tests.
    Der einzige Grund warum man die bisherigen TestKapazitäten nicht ausgenutzt hat ( nur 50%) waren die bisherigen Vorgaben des RKI und Gesundheitsministerium.
    Diese sind ja nun letzte Woche geändert worden dahingehend das nicht nur das gesamte medizinische Personal permanent getestet werden soll sondern auch das in Alters und Pflegeeinrichtungen.

    Und es sollen ALLE die auch nur einen Verdacht haben also auch die ohne oder mit leichten Symptomen getestet werden- und alle die im Kontakt waren oder gewesen sein könnten.
    Alle Tests sind kostenlos bzw. werden übernommen.

    Dies ist nun die neue offizielle Vorgabe der Regierung und muss von allen Beteiligten im Gesundheitswesen umgesetzt werden.

    Da kann man nicht einfach nonchalant sich auf Dinge von vor Wochen beziehen.

    Jetzt ist jetzt.
    Jetzt wird massenweise getestet um die Politik des testing tracing isolation containment umsetzen zu können.
    Die TestKapazitäten sind dafür ausreichend da.
    Der Fußball behindert diese Politik genauso wenig wie irgendein anderer Wirtschaftszweig der legitimerweise arbeiten will und darf.
    Punkt!

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Liest sich praktisch wortgleich mit Watzkes Äußerungen der letzten Wochen, die beiden Klubbosse muten ja seit ihrem Tauwetter in der Post-Klopp-Ära wie ein Herz und eine Kehle an bei div. Themen. Nun gibt sich in einer heiklen Causa statt eines FCB-Granden halt Watzke (und FDP-Lindner vom Wirtschaftsbeirat im Watzke-Klub) mal her als öffentlichkeitswirksames Dauer-“Frontschwein“ (was in den eigenen Fanreihen nicht auf ungeteilte “echte Liebe“ stößt).

      Na ja, und der “revolutionäre Eingriff bei Fußballer-Gehältern“ ist Clickbaiting, da kalter Kaffee. Selbst die Salary Caps in Spaniens La Liga sind gerade bei den drei Topteams eher pseudo und ermöglichen speziell den umsatzstarken Real und Barcelona weiterhin exorbitante Gehaltsetats.

      1. (Sorry, obiger Beitrag sollte eins weiter unten landen zum tz-Link von 918.)

      2. Der Ansatz zur Gehaltsbegrenzung ist ja iO aber ohne Einigung EU weit nicht durchsetzbar. Trotzdem sollte man es versuchen.
        Auf jeden Fall müssen diese leidigen Beraterprovisionen drastisch reduziert werden.

  2. Die ganze Diskussion um Geisterspiele finde ich fast surreal:

    Nach spätestens 3-4 Spieltagen wird man einen oder mehrere Profis positiv testen.
    Was nach 3-4 Spieltagen bedeutet, dass sich bei nur einem dann positiven Test schon mindestens 4-5 Mannschaften in die Quarantäne verabschieden müssen. Wie soll dann mit 13-14 Teams die Saison beendet werden?

    Absolutes Wunschdenken der Verantwortlichen!

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Edit: Es wären sogar noch mehr Teams in Quarantäne, da auch die Gegner der potenziell infizierten Gegner ja isoliert werden müssten. Ich wollte die Rechnung aber nicht unnötig kompliziert machen.

    2. https://www.kicker.de/774850/artikel/trio_des_1_fc_koeln_positiv_auf_corona_getestet
      Wir haben doch schon jetzt wieder Fälle, nachdem es neulich ja auch im Frankfurter Kader Infizierte gab. Wenn man der Bundesliga grünes Licht gibt, dann erkennt man offiziell an, dass man Infektionsketten billigend in Kauf nimmt.

    3. @Mehmet: Yep, so sehe ich das auch. Daher auch mein Gedankenanstoß, wie ein Saisonabbruch aussehen könnte.

  3. Fakten

    https://fc.de/fc-info/news/detailseite/details/es-gibt-keine-sonderregelung-fuer-den-fc/

    Wie geht es jetzt für die drei weiter?

    Klein: So wie bei jedem anderen Corona-Betroffenen in Deutschland, Mitarbeiter des 1. FC Köln haben keine Ausnahmestellung. Das heißt: Das zuständige Gesundheitsamt hat die drei Personen sofort kontaktiert, mit ihnen gesprochen und die Fälle bewertet. Für die betroffene Person und alle weiteren Personen, die nach der Definition des Robert-Koch-Instituts eine sogenannte Kontaktperson der Kategorie 1 sind, wird dann eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet.

    Was heißt Kategorie 1?

    Klein: Das sind all jene Menschen, bei denen ein höheres Infektionsrisiko besteht, weil sie beispielsweise im selben Haushalt leben oder in direkten Kontakt zu Körperflüssigkeiten des Betroffenen gekommen sein könnten, etwa in einem mindestens 15-minütigen, direkten Gespräch ohne Mindestabstand. Solche Menschen müssen, um die Infektionsketten zu unterbrechen, auch in Quarantäne gehen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Insofern ist das Kölner Ergebnis in gewisser Weise sogar gut. Nämlich um sachliche Aufklärung zu liefern. Zumindest für die, die daran interessiert sind.
      Vielleicht begreift man jetzt allmählich, dass an eine Sonderrolle für den Fußball gar nicht zu denken ist. Es greifen hier die etablierten Prozesse, die für jeden Menschen, jede Branche gelten.
      Mit allen Risiken und Nebenwirkungen.

      Wenn ich jetzt mal die Emotionalität, die solche Meldungen mit sich bringen beiseitelasse und nur die sachliche Seite betrachte, dürften die Kölner Ergebnisse die Linie der DFL eher bestärken als schwächen.
      In diesem Fall hat das Gesundheitsamt in seinen Entscheidungen der Argumentationslinie der DFL entsprochen, nämlich die anderen Teilnehmer der Testung als Kontaktpersonen der Kategorie 2 einzustufen und in der Folge keine Quarantäne zu verhängen.

      Der absolut spannende Moment kommt allerdings erst dann, wenn die Spiele tatsächlich starten und es in diesem Zusammenhang dann zu positiven Tests kommt. Der ersten Entscheidung, der dann zuständigen Behörden, dürfte überragende Signalwirkung zukommen. Sollten in diesem Fall die Kontaktpersonen, wie Mit- und Gegenspieler, in Quarantäne geschickt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das ganze Projekt schon gescheitert ist. Sollte man zu einer Entscheidung kommen, analog Köln, spräche vieles dafür die Saison zu Ende zu bringen.

      Wobei eine Gefahr in dem Zusammenhang natürlich auch noch im Hintergrund steht. Bei einer so großen Anzahl von anlasslosen Tests (20.000) dürfte es völlig unvermeidlich sein, dass es auch zu einer erklecklichen Anzahl von falsch positiven Tests kommen dürfte. Mit Corona hat man diesbezüglich wohl noch zu wenig Erfahrungen um valide Zahlen zu haben. Vor einigen Wochen wurden mal Zahlen zwischen 97% und 99% genannt. Wenn ich jetzt mal hilfsweise davon ausgehe, dass nur 1% einen falsch positiven Bescheid bekämen (was schon ein gutes Ergebnis sein sollte) sprächen wir bei dieser Größenordnung schon von 200 fälschlich positiven Testungen. Auch das wird spannend sein, wie man damit umzugehen gedenkt.

      1. Sehe ich genauso.
        Lass es doch erstmal beginnen.
        Dann kann man immer noch sehen ob es so läuft wie erwartet.
        Die Tests verschaffen auf jeden Fall eine große Sicherheit.
        Die PCR Test sind fast 100% zuverlässig. Nur muss die Probe eben korrekt entnommen und möglichst zeitnah analysiert werden.

        Die AK Tests sind immer noch ziemlich unzuverlässig außer den CE zertifizierten Test von Abbot und Euroimmun.

      2. Immerhin wird diese finanziell extrem privilegierte Gruppe regelmäßig getestet – anders als in Gesundheitsbereich, wo es um Längen wichtiger wäre und viele sich privat finanzierte Tests nicht leisten können. Schön zu sehen, dass intensives Testen etwas bringen könnte. Nur leider werden wir nicht die Leute intensiv testen, bei denen es gesellschaftlich viel relevanter wäre.

      3. Hast Du eigentlich das neue Pandemiegesetz gelesen das glasklar Massentests für alle gefährdeten vorsieht ?
        Wäre hilfreich!

        https://www.bundesgesundheitsministerium.de/covid-19-bevoelkerungsschutz-2.html

      4. Wäre hilfreich, wenn man der Staat und die Behörden sich auch selbst an die Gesetze halten würden. Was nützen Gesetze, wenn sie missachtet werden?

  4. Drei interessante Aussagen zum Thema Fortsetzung Bundesliga (Quelle: Tagesschau Corona Blog 03.05.20):

    Nachdem beim 1. FC Köln drei Corona-Tests positiv waren, musste der Leiter der DFL-Taskforce, Tim Meyer, Anfälligkeiten im Hygiene-Konzept einräumen. “Wenn es zu viele positive Fälle gibt, kann dieses System sicherlich ins Wanken geraten. Das ist gar keine Frage”, sagte der Arzt der deutschen Nationalmannschaft bei Sport1.

    Der Sportmediziner Fritz Sörgel spricht sich aus wissenschaftlichen Gründen für eine Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga aus. Der Pharmakologe sieht in dem Spielbetrieb die Chance, eine bislang so nicht mögliche Studie über das Coronavirus anfertigen zu können. “Macht man sich frei davon, dass da ein sportlicher Wettkampf stattfindet, erfüllen diese Geisterspiele im Ansatz die Kriterien für eine wissenschaftliche Studie”, schrieb Sörgel in einem Beitrag für den “Tagesspiegel”.

    Der frühere Bundesliga-Trainer Winfried Schäfer rechnet nicht mit einer Fortsetzung der Fußball-Saison in Deutschland. “Ich glaube, es ist wichtig für die Bundesliga, dass es so kommt. Aber ich glaube nicht daran”, sagte der 70-Jährige im Interview der “Rheinischen Post”.

  5. Mal ‘ne andere Frage: Warum finden eigentlich alle Geisterspiele so schlimm? Früher haben wir auch auf der Kirchwiese komplett ohne Zuschauer gespielt – und es hat wahnsinnig Spaß gemacht.
    Was ich eigentlich sagen will: Der Fußball an sich ändert sich doch nicht wesentlich (der 12. Mann sitzt doch eh im Kopf und nicht auf der Tribüne); das Drumherum wird halt ein ‘bisschen’ langweiliger…

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Selber spielen ist ja das eine. Für die Spieler wird das schon irgendwie gehen.
      Aber zuschauen wie andere auf der Kirchwiese Fußball spielen? Hmmm… Und dann ist ja auch noch eine Wiese mit Stadion drumherum, so dass man permanent hört, dass da niemand ist. Ich habe die Geisterspiele Gladbach-Köln und PSG-BVB gesehen und habe mich ehrlich gesagt selten so gelangweilt, obwohl Köln mein Zweitverein ist und ich mich auf PSG-BVB in taktischer Hinsicht sehr gefreut hatte.

      1. Genau deshalb wundere ich mich ja: wir sollten wirklich unsere Sehgewohnheiten hinterfragen!
        Es scheint ja teilweise wirklich so zu sein, dass das ganze Drumherum wichtiger ist als der Fußball selbst: Der Anblick der Zuschauer im Stadion, die Geräuschkulisse, die Interviews vor, während und nach dem Spiel, die Experten-Kommentare, die Vor- und Nachberichterstattung in der Presse, unsere Beiträge in diesem Forum…

        Vor kurzem habe ich Klopp in einem Interview sagen hören, dass er Fussball nur mit ausgeschaltetem Ton schaut (und – vermute ich – sich auf die zweimal netto 45 Minuten reinen Sport konzentriert.) Vielleicht sollte man sich ihn nicht nur als Trainer, sondern auch als Zuschauer zum Vorbild nehmen.

        P.S. Natürlich schaue ich mir auch lieber Fußball in einem vollen Stadion an.

      2. Die Atmo im Stadion finde ich schon wichtig, der Rest kann weg. DAZN zB macht das ja so, dass sie 15 Minuten vor Spielbeginn auf Sendung gehen, zwei Filmchen zeigen, kurz die Aufstellungen durchgehen und dann gehts los. Hymnen usw. werden zT in voller Länge und ohne Kommentar übertragen. Das finde ich super. Das Sky-Gedöns mit zwei Stunden Vorbericht und nutzlosen Interviews brauche ich auch nicht, Atmosphäre aber schon.
        Denn es geht ja beim Fußball schon um Emotionen und die sind in ihrer Intensität von der sozialen Situation abhängig. Wenn ich eine ruhige Sportart schauen möchte, dann schaue ich halt Snooker. Da sagt in 30 Minuten der Reporter vielleicht fünf Sätze und die Zuschauer sind explizit angehalten, ruhig zu sein, die Spieler selbst sind auch weitgehend emotionslos. Das genieße ich auch. Dafür brauche ich aber halt dann Fußball nicht.

      3. Da sagt in 30 Minuten der Reporter vielleicht fünf Sätze und die Zuschauer sind explizit angehalten, ruhig zu sein, die Spieler selbst sind auch weitgehend emotionslos. 

        Außer wenn Ronnie mal seine 5 Minuten hat. :)

      4. Mir ging es nur darum darauf aufmerksam zu machen, dass auch in Geisterspiel-Atmosphäre immerhin noch Fußball gespielt wird und dem Fußball an sich eine Dramaturgie innewohnt, die der Zuschauer nicht bedarf.
        Diesen Puritanismus muss man wahrscheinlich erst ‘lernen’, um ihn genießen zu können. Ist vielleicht ein wenig wie der Vergleich zwischen einer teuren Hollywood-Film-Produktion und dem gleichen Drehbuch dargeboten auf einer kleinen Theaterbühne als Schauspiel.

      5. Ich habe das Geisterspiel in Gladbach im TV gesehen – und einige Dinge haben mir sehr gut gefallen. Die Spieler waren weit weniger theatralisch unterwegs, weil sie eben kein Publikum hatten, das sie gegen den Schiedsrichter aufbringen können. Dazu sind uns die erbärmlichen Crowd-Shots erspart geblieben – kein Mensch braucht ewig lange Bilder von Fans im Stadion, nur weil die Regie diese gerade interessant findet. Natürlich fehlt die Stimmung, aber am Ende geht es um dem Sport und der funktioniert auch ohne die Stimmung auf den Rängen. Mal abgesehen davon, dass ich den Dauer-Singsang aus den Fankurven für unnötig halte, weil er ohnehin unabhängig vom Geschehen auf dem Platz läuft.

  6. Also da sich nun die Zahlen so gut entwickeln und außer den 3 Karnevalsprinzen niemand positiv getestet wurde kann man wohl von einem GO der Politik ausgehen.
    Insbesondere vor dem Hintergrund das neue Lockerungen beschlossen werden.

    16.5. wäre top

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Anscheinend haben einige der ach so vorbildlichen Profis die Lockerungen für sich schon beschlossen. Ich gehe mal davon aus, dass das kein Einzelfall ist, wenn man sich das Verhalten der Mitspieler auf den Videoas so ansieht:
      https://11freunde.de/artikel/sala-l%C3%B6sch-das-bitte/1922605

      1. Fühl dich bitte nicht persönlich angesprochen, Herrispezial.
        Aber das wird sich wohl leider nicht verhindern lassen. Nicht jeder nimmt die Sache gleich ernst, viele finden alles übertrieben, anderen ist alles noch zu wenig, einige verweigern alles, andere drehen komplett durch, wenn sie Menschen ohne Mundschutz sehen. Und auch im Fußball hast du alle verschiedenen Corona-Typen.
        Ganz klar muss sein: Die Regeln sind da, ob sinnvoll oder nicht, diese müssen eingehalten werden. Auch von Kalou und seinen Kollegen. Das sollte klar sein.
        Die Frage ist nur, wie gehen wir mit Verfehlungen um?
        Wenn heute ein Video auftaucht, in dem Oma Krause bei ihrem Friseurbesuch auf alle Corona-Verhaltensregeln scheißt, und der Friseur sie nicht gleich aus dem Laden schmeißt und das Desinfektionsräumkommando holt, schließen wir dann morgen wieder alle Friseursalone in Deutschland?

      2. Natürlich nicht. Das Video zeigt nur sehr schön, dass die Diskussionen über die Abgehobenheit des Fussballs anscheinend doch nicht so daneben sind, weil ja auch die anderen (bis auf der Arzt) noch immer nicht so wirken, als wären sie sich der Lage bewusst. Einzelne Deppen gibt es immer, aber dass so gut wie niemand der Mannschaftskollegen ihn auf ein korrektes Verhalten hinweist, das ist erschreckend.

      3. Das Verhalten von Kalou ist schockierend!
        Hertha sollte sich gut überlegen wie man mit so einem Spieler verfährt.Söldnertum pur.
        Das ist der wirklich kranke Teil des Fußballs.
        Neben den gierigen Beratern.

      4. Da sollten wir vielleicht nicht mit dem Finger auf andere Vereine zeigen.

        https://kurier.at/sport/fussball/david-alaba-bricht-corona-regel-im-bayern-training/400812803

      5. Die DFL hat ja 10 Positivtestungen bekannt gegeben. Wahrscheinlich waren die restlichen 7 Fälle alle Berliner??

        10 Fälle auf 1724 Tests positiv. Macht so ungefähr 0,6% Infizierte.
        Wenn ich die aktuelle Heinsbergstudie mit den neuen Zahlen des RKI in Verbindung setze, käme ich in der Gesamtbevölkerung auf etwas über 0,3% Infizierte, also die Hälfte.

        Was heißt das jetzt? Waren die Maßnahmen der DFL/Vereine jetzt entweder schlecht geplant/umgesetzt oder von vorneherein überflüssig? :-)

      6. Kalou fired
        Scheint aber so das alle Herthaner negativ sind und die anderen Infektionen in der 2.Liga waren.
        Einer bei Dresden ist ja schon bekannt.
        Was passiert entscheiden immer die jeweiligen Gesundheitsämter.
        Diese Tests beweisen das es funktioniert.
        Wenn der zweite Test bei allen Beteiligten negativ ist und alle sich vernünftig verhalten dann kann es eben logischerweise keine Infektionen geben.

      7. @Jo: Die Quote der DFL halte ich für nicht geeignet, um Hochrechnungen zu machen. Einerseits sind es eher junge Männer, die sowieso denken, sie seien die Tollsten und Unschlagbar. Wenn ich mir diese Typen außerhalb des Fussballs vergegenwärtige, dann sehe insbesondere diese Gruppe in der Stadt ohnehin die Regeln brechen. Andererseits sind sie Leute mit vielen Sozialkontakten (Mitspieler, Trainer, Physio, Helfer des Vereins im Alltag, Berater, Sponsoren…).

        Was an der Heinsberg-Studie verblüffend ist, sind ja eher die hohe Zahl an “unentdeckten” Infektionen und die dann doch erfreulicherweise geringe Sterblichkeit, aus der man ggf. ablesen kann, dass wir evtl. doch schon recht viele Infizierte in D hatten/haben. Was am Ende natürlich nichts daran ändert, dass wir weiterhin aufpassen müssen, die Krankenhäuser nicht zu überlasten. Aber wenn die Zahlen einigermaßen auf ganz D übertragbar sind (und die Stichprobe war wohl zufällig und die Verteilung der Stichprobenmerkmale hinsichtlich Alter und Geschlecht erscheint recht kompatibel mit deren Verteilung in der Grundgesamtheit in Heinsberg und auch D), dann dürfen wir hoffen, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm kommt wie man es befürchten musste.

        Aber ob das alles ausreicht, um die Kalou-Geschichte zu übertünchen? Es scheint ja kein Einzelfall zu sein, wenn man sich nur die Mitspieler anschaut (oder die Causa Alaba, s. Link von Tobi13 oder den Fall Harit bei Schalke).

  7. @918:
    Die Tests beweisen, dass wir ein solches System für andere Bereiche in Deutschland viel dringender bräuchten. Denn so erkennt man Infizierte sofort und kann sie isolieren. Aber im Fussball scheint es so zu sein, dass zu viele Akteure nicht klug oder diszipliniert genug sind, um die Regeln einzusehen, zu verstehen und/oder einzuhalten. Diese ohnehin privilegierte Menschen bekommen das Privileg regelmäßiger Tests und können sich anscheinend nicht an die notwendigen Regeln halten, obwohl die weithin bekannt sind. Und dafür sollen sie dann noch das Privileg bekommen, ihren Beruf wieder ausüben und ordentlich Geld scheffeln zu dürfen? Wenn normale Menschen sich nicht an Regeln halten können, dann werden ihnen normalerweise Privilegien gestrichen. Inzwischen wünsche ich mir, dass die Freigabe der Geisterspiele noch eine Weile auf sich warten lässt. Ich habe einige Bekannte in Kurzarbeit, die machen ganz schön dicke Backen angesichts der Gehaltsausfälle. Sie bereiten vielen Leuten mit ihren Jobs eigentlich viel Freude, aber dürfen nicht arbeiten, weil die Ansteckungsgefahr in Tourismus, Gastronomie etc. viel zu groß ist. Die würden sich liebend gerne an Regeln halten, die für Kalou, Alaba und Harit anscheinend schon zu große Hürden sind und müssen jetzt sehr viel mehr EInbußen hinnehmen und sich um ihre Zukunft sorgen. Man frage dort mal nach, was die wohl davon halten, wenn der Fussball nun wieder loslegen darf, obwohl dort solche unerträglichen “Dummheiten” (und das sind inzwischen ja keine Einzelfälle mehr) geschehen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. @Herri
      Natürlich muss mehr getestet werden. Mein Reden seit ewig- es gibt keinen rationalen Grund das vorhandene Kapazitäten nicht ausgenutzt werden.
      Denke wir beide stimmen absolut darin überein das es höchste Zeit wird das man alle gefährdeten Leute im Gesundheitswesen adäquat geschützt und permanent getestet werden müssen.
      Wie gesagt ist das eine Sache der Politik und Organisation das das endlich gemacht wird und 20000 Tests in Profifußball stehen den nicht in Weg.

      Dieser Fussballtest zeigt auch wer die Maßnahmen konsequent umsetzt und wer offensichtlich da noch Lücken hatte.
      Unverständlich ist für mich das ein Profifußballclub wie Effzeh offensichtlich nicht schon vorher in Eigenregie getestet hat um einen Überblick zu haben.
      Davon abgesehen hätte ja auch der besorgte belgische Spieler schon seit Wochen einen Test auf eigene Kosten im Privatlabor machen können.
      Das ganze zeigt auch auf wie naiv einige sich immer noch verhalten bzw wie uninformiert sie sind.

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