Nachschau: So knackte Flick den BVB im Knüller

Justin Trenner 10.11.2019

Es läuft die 88. Spielminute im Knüller zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Wie in den letzten Jahren ist der Ausgang des Spiels bereits klar: Der Rekordmeister wird seinen langjährigen Rivalen mit mindestens vier Toren aus der Allianz Arena schießen.

Doch das ist nicht das Bemerkenswerteste an dieser 88. Minute. Gerade hatte der eingewechselte Ivan Perišić einen Angriff per Volley abgeschlossen. Der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Während sich der Kroate noch ärgert und Roman Bürki sich auf den Abstoß vorbereitet, breitet Thomas Müller aber die Arme weit aus, dreht den Kopf von einem Mitspieler zum anderen und gibt lautstarke Kommandos.

Seine Kollegen folgen ihm. Fünf Bayern-Spieler rücken auf und stellen die Anspieloptionen für Bürki zu. Langer Ball, wenig später Ballbesitz Bayern. Was genau daran nun bemerkenswert ist? Die Intensität, mit der die Münchner auch bei einer 4:0-Führung bis zum Abpfiff zu Werke gingen. Vielleicht auch deshalb so bemerkenswert, weil es das vom amtierenden Meister über die volle Distanz eines Spiels zuletzt selten zu beobachten gab.

“Taktisches Training”: Flick baut ein Grundgerüst

Schon unter der Woche ließ der FC Bayern mit einer Mitteilung auf der offiziellen Website aufhorchen. Eine “taktische Trainingseinheit” hätte Hans-Dieter Flick geleitet. Taktisch? Welches Training ist denn nicht taktisch? Nach dem Spiel gab Joshua Kimmich weitere Einblicke:

Wir hatten viel mehr hohe Ballgewinne, so haben sie nicht ins Spiel gefunden. Wir hatten klare Vorgaben, wer wen anläuft, es gab klare Strukturen, an die wir uns gehalten haben. Jeder wusste, was zu tun ist. Und natürlich ist es leichter, schon früh den Ball zurückzugewinnen als erst am eigenen Strafraum, bevor du dann wieder zehn Feldspieler ausspielen musst.Joshua Kimmich über den Matchplan

Dementsprechend sah es auf dem Platz auch aus. Nach einer ungefähr 15-minütigen Phase des Abtastens kamen die Bayern spätestens durch das Führungstor von Robert Lewandowski so richtig ins Rollen. Sie gewannen ihre Zweikämpfe, sie verschoben klug und – das ist der wesentliche Punkt, den auch Kimmich herausstellte – sie hatten ein strukturelles Grundgerüst, an dem sich die ganze Mannschaft orientieren konnte. Die große individuelle Klasse der Spieler verschmolz so zu einer mannschaftlich ansprechenden Leistung.

Halbraum-Randale: Dortmund erdrückt

Der Mut, mit Thiago und Philippe Coutinho auf zwei Kreativspieler zu verzichten, zahlte sich aus, weil Flick einen klaren Plan verfolgte, zu dem Leon Goretzka und Thomas Müller in der aktuellen Situation besser gepasst haben: Er hat den Fokus auf die Halbräume gelegt – in Ballbesitz, aber gerade auch gegen den Ball. Dafür benötigte er aggressive und extrem laufstarke Spieler auf den Achterpositionen. Zumal Müller gerade in der Organisation des Pressings eine zentrale Rolle zukam, die nur er in dieser Form ausführen konnte.

Flicks Plan lenkte Dortmunds Spiel.

Das sah konkret dann so aus, dass Dortmunds Aufbauspiel von den Bayern gelenkt wurde. Lewandowski und die Außenstürmer liefen die ballführenden Borussen so an, dass es im Prinzip nur drei Möglichkeiten gab: Die Spieleröffnung ins Zentrum, der Chipball auf die linke Seite oder der Chipball auf die rechte Seite.

In der Spielfeldmitte waren Goretzka und Müller stets an den Sechsern dran. Kimmich schob darüber hinaus sehr aggressiv und konsequent nach. Links und Rechts sorgten die Chipbälle der Dortmunder dafür, dass Bayerns Achter den entscheidenden Tick mehr Zeit hatten, auf die jeweilige Seite zu verschieben. Ein weiteres Mittel waren dort die nach vorn verteidigenden Außenverteidiger.

Erfolgreiches “Durchdecken”

Die hohe Intensität war dabei der eine entscheidende Faktor. Bayern hielt das Tempo von der ersten bis zur letzten Minute hoch und setzte den BVB stets unter enormen Druck. Lediglich Mats Hummels schien dem bei den Gästen gewachsen zu sein, machte er doch als einer der wenigen ein starkes Spiel. Über ihn wurde gerade in der Anfangsphase das eine oder andere Mal der Weg ins vordere Drittel gefunden. Dann hatten die Bayern aber eine starke Restverteidigung.

Laufbereitschaft und Wille waren bei den Bayern in dieser Saison oft zu erkennen. Diesmal wussten sie aber ganz genau, wohin sie laufen sollten. Das machte den großen Unterschied. Es gab nur wenige Situationen, in denen die Spieler auf ihre Intuition angewiesen waren. Sie hatten ihre Lösungen bereits zurechtgelegt und wussten sie anschließend anzuwenden. Zusätzlich erwischte insbesondere Javi Martínez einen Sahnetag. Die ganze Viererkette hätte es verdient, namentlich genannt zu werden. Doch der Baske hat wie in seinen besten Zeiten einen großen Raum fast allein verteidigt.

Dass die Bayern-Spieler aber nur selten allein verteidigen mussten, lag an der in allen Phasen kompakteren Ausrichtung. Selbst bei den wenigen klugen Verlagerungen der Gäste waren direkt zwei oder mehr Spieler der Münchner in Ballnähe. Kimmich sprach vom erfolgreichen “Durchdecken”. Dortmund fand darauf schlicht keine Lösung. Selbst wenn die Bayern den Ball nicht hatten, waren sie die Mannschaft, die das Spiel kontrollierte. Weil sie agierten und der BVB ständig zur Reaktion gezwungen wurde.

Defensive im Kontext des Angriffs

Und das ist der große Unterschied zum bisherigen Saisonverlauf. Bei Niko Kovač war einer von vielen komplexen Gründen fürs Scheitern, dass er das Spiel zu sehr aus der Defensive heraus dachte. Hört man Flick zu, könnte man ihm selbiges unterstellen. Es ginge erstmal darum, die Defensive zu stabilisieren. Das betonte er mehrfach.

Doch Flick scheint die Defensive nicht als isolierten Bereich zu verstehen. Seine Vorgehensweise sowie seine Aussagen deuten darauf hin, dass er sie als Grundlage für einen dominanten und kontrollierten Ballbesitz versteht. „Nach vorn verteidigen“, um den Ball zu bekommen.

Schnelle Rückeroberungen, den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen und selbst aber dann die Ruhe bewahren. Zuletzt rannten die Bayern häufig in Kontersituationen, weil sie jede sich bietende Chance für einen Vertikalpass nutzten. Gegen Borussia Dortmund spielten sie auch mal den sicheren Pass zurück, obwohl sich einer der Achter weiter vorn anbot.

Kontrolle statt Harakiri

Die oberste Priorität war stets der kontrollierte Ballbesitz. In einer viel kompakteren Staffelung in Ballnähe schafften es die Bayern, enge Situationen aufzulösen, das Spiel auch mal zu verlagern und Dortmund in Bewegung zu halten.

Dortmund mag passiv und ängstlich verteidigt haben. Doch der Anteil der Bayern daran, dass das so erschreckend schwach aussah, ist enorm und die gute Leistung lässt sich durch die Schwächen des Gegners in diesem Fall nicht schmälern. Sie fanden die Balance aus Druck und Tempo auf der einen sowie Ruhe und Kontrolle auf der anderen Seite.

Will das Haar in der Suppe gesucht werden, kann darauf verwiesen werden, dass Spiele gegen Borussia Dortmund eine so besondere Geschichte sind, dass allein die Motivation der Spieler dazu ausreicht, eine solche Leistung zu ermöglichen.

Es geht nun um Kontinuität

Und es stimmt auch ein bisschen. Wer sich die vergangenen Knüller in München ansieht, der weiß, dass die Ansätze der Trainer sehr unterschiedlich waren. Jedoch reichte es jeweils zu hohen Siegen. Oft hatten diese Kantersiege einen derart starken Ausnahmecharakter, dass die Leistungen in der Folge nicht bestätigt werden konnten.

Das ist die Herausforderung, die Flick, der laut Karl-Heinz Rummenigge “bis auf weiteres” Trainer bleibt, jetzt hat. Er muss Kontinuität reinbringen. Er muss es schaffen, dass die Sicherheit in Ballbesitz sowie der Druck nach vorn auch im Alltag vorhanden sind.

Dann dürften die Chancen gut stehen, dass die Bayern auch in den nächsten Wochen weitere Fortschritte machen und erfolgreich sind. Der 4:0-Sieg war eine erste Ansage. Er setzt die Messlatte für den weiteren Saisonverlauf. Und er zeigt: Hat diese Mannschaft ein taktisches und strategisches Grundgerüst, kann sie Großes leisten. Die Spieler scheinen nun erst recht an Flick zu glauben. Was er daraus machen kann, wird darüber entscheiden, wie lange er noch als Chef an der Seitenlinie steht. Dafür wird er in den kommenden Wochen auch die Spieler erfolgreich in das Grundgerüst integrieren müssen, die er jetzt für seinen Plan gegen Borussia Dortmund auf die Bank setzte. Frei nach Mehmet Scholls Rhetorik könnte man nach nur zwei Spielen aber etwas vorschnell urteilen: Endlich wurden die Spieler wieder in taktische Fesseln gelegt.



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. MMn sagt das Zitat von Kimmich alles über Flick aber auch Kovac und warum der eine mit dem anderen kaum etwas gemein hat.

    „Wir hatten viel mehr hohe Ballgewinne, so haben sie nicht ins Spiel gefunden. Wir hatten klare Vorgaben, wer wen anläuft, es gab klare Strukturen, an die wir uns gehalten haben. Jeder wusste, was zu tun ist. Und natürlich ist es leichter, schon früh den Ball zurückzugewinnen als erst am eigenen Strafraum, bevor du dann wieder zehn Feldspieler ausspielen musst.“
    Joshua Kimmich über den Matchplan

  2. By the way: War UH betrunken, als er im Doppelpass anrief? Peinlicher Auftritt. Was kommt als nächstes? UH springt im Aktuellen Sportstudio hinter der Torwand hervor?

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolHeinrichVonStahl Seite 10.11.2019 - 20:23

      Das war allerdings mal wieder des FC Bayern unwürdig!

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 10.11.2019 - 21:03

        Hat ihn zu Recht verteidigt. Einmal noch Uli, bald ist Schluss

      2. Auszüge aus dem Günther Klein Interview
        Einige Sätze sagen alles aus und erklären diese Auftritte:

        Obwohl er jetzt mit dem Tagesgeschäft nichts zu tun haben sollte in der Rolle des Präsidenten, agiert er wie ein Manager.

        Doch die Zeit hat Hoeneß überholt, in vielem ist er zu weit weg von der Moderne. Den Klub halten längst andere Leute auf Kurs. In den letzten Jahren ist ihm das Visionäre abhanden gekommen.

        Ich weiß es von einem Hoeneß-Vertrauten, dass er glaubte, der Verein würde ohne ihn kaputtgehen.

        Er war zuvor ein präsidialerer Präsident, der sich um den Gesamtverein gekümmert hat. Danach ging es wieder um Fußball und Basketball, ums Tagesgeschäft, ums Business der AG, das eigentlich nicht seines sein sollte. Er verstand sich nun wieder als Manager.

    2. Ich kenne den Kommunikationsberater der FCB-Führungsspitze und sein Kommentar zu Hoeneß:“Vollkommen zu 100% beratungsresistent. Der macht, was er will.“

      1. Mal sehen wie es läuft wenn Hainer KHR und Kahn im Sattel sitzen.
        Ein Hainer wird sich sicher nicht wie eine Marionette behandeln lassen

      2. Warum überrascht mich das nicht :-)

    3. Dachte erst es wäre Matze Knop…

      Schlimm fand ich, wie servil alle in der Dopa-Runde reagiert haben, hahaha, der Uli, ja hat er wieder mal wen beleidigt ohne Not (den einen Journalisten aus der Runde), haha.
      Es langt.

  3. Moderiert: Bitte lies unsere Guidelines noch einmal. Inbesondere den Punkt zu Zitaten. Danke. // Jan

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    1. Ah ok
      Also nochmal laut sportbuzzer / Bild

      https://www.sportbuzzer.de/artikel/mueller-neuer-lewandowski-gegner-kovac-bayern-hoeneß/

      Bericht: Müller, Neuer und sogar Lewandowski – das waren die Gegner von Niko Kovac beim FC Bayern

  4. Stefan Johannesberg Seite 10.11.2019 - 21:17

    Super Analyse. Auf den Punkt.

    Ich verstehe so gar nicht, warum Kovac so von den guten und gegen Dortmund auch wieder sichtbaren Dingen abgerückt ist. Die gab es in Stücken doch auch bei ihm. Letzte Rückrunde das Gegenpressing mit Müller als Anführer, Anfang der letzten Saison sogar gegen Stuttgart die Idee, Leon und Müller zusätzlich in den Strafraum zu bringen. Er hätte doch nur im Sommer diesen Jahres seine Lehren ziehen müssen, dass Bayern auch dominante Ballbesitzphasen braucht. Im Endeffekt ist Kovac am Aus selbst Schuld nicht die Spieler.

  5. Das Spiel gegen extrem schwache Dortmunder kann kein Maßstab sein. Auch wenn der Sieg hoch verdient war. Es ändert aber nichts daran, dass imho Spieler wie Müller bei der Demontage von Kovac sich nicht mit Ruhm bekleckert haben. Glaube auch nicht, dass Müller gegen Pep so revoltiert hätte, wenn der ihn auf die Bank gesetzt hätte. Das hätten die Granden nicht zugelassen. Insofern tut es mir immer noch leid für Kovac, auch wenn ihm der Stiefel Bayern München (noch) eine Nummer zu groß war.

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    1. Müller hat eigentlich ruhig auf der Bank gesessen und gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Und gute Leistungen gebracht, wenn er ins Spiel kam. Es waren doch eher die Medien und Kovac, die dieses Thema zum Kochen brachten.

      Die Spieler können sich aus der Geschichte nicht rausnehmen, aber schon lange ist doch vielen klar, dass Kovac weder taktisch noch persönlich der Mannschaft gewachsen war und eigentlich nur noch Uli, da Kovac sein Kandidat war, an ihm festhielt. Ähnlich wie Kalle damals an Ancelotti.

      1. Schon Lischen Müllers Twitterkommentare vergessen? Das was ein absolutes Unding! Wenn ich so etwas als Führungskraft erlebt hätte, dann hätte ich Thomas Müller rund gemacht und nicht mal auf die Bank gesetzt, damit er sich von der Tribüne aus Gedanken über sein Lischen machen kann. Und die Wechselgerüchte wurden doch auch nicht grundlos gestreut. Und ja, das mit der Tribüne wäre eine Machtdemonstration. Wozu ist man denn Trainer? ;)
        Ja, Niko war der falsche Mann für den FCB – aber wenn man ihn nicht mehr als Trainer haben will, dann sollen Männer mit Eiern das offen kommunizieren und nicht hinten herum. Die Jungs können doch froh sein, dass Niko zumindest immer versucht hat, Format zu bewahren. Und das rechne ich ihm hoch an.
        Und was Thomas Müllers Leistungsbilanz und den “Notnagel” angeht: Sein letzter Bundesligatreffer war am 9. März 2019 gegen den VfL Wolfsburg! Noch Fragen? Da säße TM wohl auch bei anderen Trainern häufiger auf der Bank.

    2. Warum kam es denn zur Demontage, wie du es nennst? Weil der Trainer fachlich nicht in der Lage war, eine passende Spielidee zu implementieren. Dazu die Menschenführung, die – sagen wir mal – sehr stark verbesserungsfähig ist (gerade im Fall Müller). Und wenn Vorgesetzte so schwache Leistungen zeigen, dann ist es doch in einem extrem auf Leistung angelegten System nur logisch, dass sie gehen müssen. Es hat so vieles nicht mehr gestimmt. Nicht mal die Ergebnisse.

      1. AntwortsymbolHeinrichVonStahl Seite 11.11.2019 - 11:33

        Ich sehe das im Grunde genauso.
        Wenn die Führungskraft nicht in der Lage ist, zu führen und die Angestellten zu einer entsprechenden Leistung zu motivieren, dann ist das der Fehler der Führungskraft. Mindestens dann, wenn diese Führungskraft explizit einige Angestellten durch andere ersetzt (Hummels / James) und es danach nicht besser wird!

  6. Alles treffend beschrieben. Es war wirklich kein Hexenwerk, das Flick vollbringen musste.
    Er brauchte einer (ja!) Weltklassemannschaft nur die Basics wieder vorzugeben um eine schwache Dortmunder Mannschaft zu schlagen.
    Ich verstehe noch immer nicht, wie Kovac seine Mannschaft so verlieren konnte und wie man mit der Mannschaft gegen Augsburg, Hertha etc. so ablosen kann.
    Auch warum er so sehr an Thiago in seiner letztmonatigen Form (“Fehlpass oder nix”) und erst recht Coutinho (“keine Defensive und kaum offensive Aktionen”) festhielt, obwohl Goretzka und Müller ja eigentlich seinem Spielsystem entgegenkommen. Warum er nach Monaten noch immer keine Idee für eine Formation hatte.

    Grundsätzlich finde ich es das Recht der Mannschaft und einzelner Spieler gegen den Trainer zu rebellieren, wenn es a) intern bleibt und b) nicht aktiv gegen den Trainer gespielt wird.
    Beides gab es dieses Mal, so glaube ich von außen zu erkennen, anders als im letzten Jahr nicht.

    Dass die Mannschaft nun endlich wieder geschlossen aufgetreten ist und das Pressing und Durchdecken etc. funktioniert hat, liegt daran, dass es zum ersten mal seit Ewigkeiten wieder vorgegeben wurde und Spieler da waren, die das umsetzen konnten und man dann eben nicht die halbe Sekunde zu spät kam, um den halben Schritt zu schlecht positioniert war um den Angriff zu unterbinden und das dann natürlich auch die Mannschaft mitnimmt und die – und nur dann geht das – als Mannschaft auftritt und verteidigt.
    Also nicht an der “Einstellung” als solcher. Auch Müller schoss ja diesmal nie öffentlich gegen Kovac und hatte auch immer seine Momente als Einwechsler. Und freiwillig verlieren und zum Deppen machen will sich da keiner.

    Wie gesagt, dass hätte Kovac auch hinbekommen können und es gab ja durchaus Spiele, in denen das funktioniert hat.
    Ich denke, wäre er mit den Vorschusslorbeeren eines Ten Hag, Nagelsmann, Tuchel aufgenommen worden, hätte er vielleicht auch klarere Vorgaben entwicklen können.
    Am Ende musste er für KHR eine schöneres Spiel zeigen und für UH erfolgreicher spielen und für ihn ging es nur noch darum, im Untergang nach Außen seine Würde zu bewahren.

    Es bleibt zu hoffen, dass dies unter der neuen Führung besser wird und dass Flick seiner Richtung treu bleibt.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Was mir bei alle berechtigten Kritik sehr missfällt, ist das Einprügeln der meisten “Experten” und leider auch vieler Fans auf Thiago. Fakt ist, dass er in dieser Saison nicht auf dem Level vom letzten Jahr spielt und auch daher ist es auch berechtigt, dass er jetzt mal eine Pause zum Nachdenken und Regenerieren bekommt. Wenn ich aber dann wieder von “Zirkusartisten”, “Hacke, Spitze, 1, 2, 3” hören und lesen muss, frage ich mich: wo wart Ihr die letzten zwei Jahre?
      Wenn jemand glaubt, dass wir unsere aktuellen Ziele mit einem MF ohne Thiago erreichen, na, dann viel Glück und viel Spaß. Was man ihm vorwerfen konnte, dass offensiv zu wenig bei Ihm rum kam – Vorlagen, Tore. Defensiv hatte er doch immer Topwerte – Zweikampf, Balleroberungen etc. Zudem ist er ja auch in der Kabine hoch angesehen.

      Es sollte jetzt schleunigst versucht werden, seinen Vertrag zu verlängern. Ich gehe aber auch davon aus, dass er nach der Länderspielpause wieder auf dem Platz stehen wird.

      1. @ Fänger
        Genauso sehe ich es auch.
        Ohne Thiago wird nix laufen.
        Man sollte sich ansehen wie Zidane die Formkrisen von Kroos und Modric gemanaged hat

      2. Zitat:
        „Thiago in seiner letztmonatigen Form“.

        Sehe keinen, der ernsthaft seine Qualität oder Bedeutung für die Mannschaft bestreitet.
        Ihm aber bei seiner Form einen Stammplatz zu geben und täglich daran zu scheitern das MF um ihn herum zum funktionieren zu bringen war aber wohl auch ein Grund für Kovacs Abgang.

      3. @Fänger:
        Ich bin auch ein Fan von ihm, aber ob er in der Kabine hoch angesehen ist, weiß ich nicht.
        Irgendwo hab ich gelesen, dass es in der Mannschaft überhaupt nicht gut angekommen ist, dass Thiago, trotz durchwachsenen Leistungen, quasi eine Stammplatzgarantie hatte.

      4. Seine Stellung in der Kabine war zumindest in den Zeitungen zu lesen. Dass seine Stammplatzgarantie nicht gut ankam, bezieht sich dann je eher auf den Trainer, denke ich.

        Nochmals: wenn jemand über einen längeren zetraum spielt, muss er auf die Bank, ganz klar. Mir ging es um den generellen Tenor. war jetzt auch eher Zufall, dass es unter diesen Kommentar geraten. Leider hat Thiago in den deutschen Medien etc. schon immer einen schweren Stand gehabt. Ich kann nicht begreifen, wie man seine Qualität und Klasse nicht wirklich sehen kann. Mit Abstand aus meiner Sicht der beste 6-er in der Liga – Normalform voraus gesetzt.

      5. @Fänger

        Ich denke Thiagos Klasse ist hier im Forum und unter Experten unbestritten.

        Er hat nunmal einen rätselhaften Durchhänger und es kommt nicht von ungefähr, dass der FCB Offensiv-Motor gleichzeitig seit Monaten stockt.

        Flick hat erfolgreich angefangen, die Basics wieder zurecht zu rücken und das Team zu stabilisieren. Da ist noch viel zu tun. Auf lange Sicht (insbesondere CL) wird „Fix Thiago“ als einen der nächsten Schritte kommen müssen – und das wird er als Spieler-Flüsterer am besten wissen.

      6. dass tiago bei schlechtem positionsspiel und zu grossen abstaenden schlecht aussieht ist doch logisch. dass wenn das laenger dauert auch seine lust am spiel (brasilianische staerke) leidet ist auch logisch. tiago in der mannschaft wenn die positionen stimmen und das selbstvertrauen in der mannschaft wird auch wieder einen weltklasse tiago sehen lassen

      7. @Fänger:

        Seine Stellung in der Kabine war zumindest in den Zeitungen zu lesen. Dass seine Stammplatzgarantie nicht gut ankam, bezieht sich dann je eher auf den Trainer, denke ich.

        Glaube nicht, dass man da so trennen kann.
        Ist wie in der Schule.
        Der Liebling des Lehrers hatte immer einen schweren Stand bei den Mitschülern. :D

        Denke das dürfte eine der größten Baustellen für Flick werden.

  7. Hach auf einmal können die Jungs wieder jeden Kurzdistanzpass an den Mann bringen, das hat Flick bestimmt vermehrt trainiert in der englischen Woche…

    Bei der Aufstellung war ich vermutlich nicht der einzige der skeptisch war aber man muss zugeben: es hat funktioniert. Ob jetzt der BVB sooo schlecht war (ich meine ja) oder ob man ihm den Schneid durch aggressives Pressing abgekauft hat (durchaus) oder welche sonstigen Gründe und glücklichen Umstände letztendlich zu dem Sieg geführt haben – geschenkt.

    Sollte Alcacer das 2:1 machen wäre es sicher spannend gewesen wie die Mannschaft reagiert. Aber wie auch gegen Piräus ist diese (einzige) Chance halt neben das Tor gegeangen wie zuletzt oft leider ins Tor.

    Ich bin dennoch sehr sehr vorsichtig mit diese neuen Euphorie, dem plötzlichen “Charakter” der Mannschaft und ähnlichen Lobhudeleien. Mal sehen was passiert wenn Thiago, Coutinho, Cuisance oder Tolisso rebellieren. Oder Boateng wenn er nicht mehr gesperrt ist. Oder Alaba nicht mehr IV spielen will…

    Mangels Alternativen und Telefonwirrwarr mit Wenger wird der Hansi wohl bis Saisonende die Chance bekommen. Ich glaube nach wie vor nicht, dass er der richtige ist und auf einmal Cheftrainer kann, zumal im Haifischbecken FCB. Aber solange er den Spielern ihren Willen lässt scheint es ja zu passen.

    Das Thema mit Wenger und vor allem der Anruf von Hoeneß im DoPa waren mal wieder hochnotpeinlich. Am Anfang dachte ich der ist besoffen. Auch das Interview im Sportstudio, wo er innerhalb von Sekunden von “ich sage nichts/es wurde keine schmutzige Wäsche gewaschen” hin zu “es gab Strömungen in der Mannschaft gegen den Trainer” gekommen ist war mehr als unprofessionell. Man kann nur dankbar sein, dass die Zeit nun endet bevor noch mehr Glass zerdeppert wird.

    Heute wird offenbar entschieden dass Brazzo zum Sportvorstand ernannt wird. U.a. sind die “Top-Transfers” Hernandez, Pavard und “vor allem Davies nur auf seinem Mist gewachsen”. Wow, was für eine Kunst. Ich weiß nicht mehr was ich davon halten soll. Meine letzte Hoffnung ist eigentlich, dass mit Kahn jemand kommt der noch klar bei Verstand ist und das Schiff wieder hoffentlich in eine bessere, richtigere Richtung lenkt.

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    1. Ja, der Auftritt bzw. Anruf von Hoeneß. Soll man lachen, soll man weinen?
      Mich stimmt es jedenfalls traurig, wenn man mit erleben muss, wie sich diese Vereinslegende selbst zerlegt. Und nach seiner Ankündigung bzw. Androhung die “Abteilung Attacke” nun verstärkt wieder zu beleben, gibt es in seiner derzeitigen Verfassung wohl noch einiges zu erwarten.

      Zum ggf. rebellierenden Cuisance.
      Das ist zwar von seinem Status her ein Spieler, bei dem man das noch relativ gelassen erwarten könnte.
      Aber doch interessant was an diesem Wochenende bei den Amas geschah. Offenbar hat ihn Hoeneß dort kurz vor dem Spiel aus der Startelf genommen. Auf Nachfragen erklärte er sinngemäß, dass hätte Gründe die er in der Öffentlichkeit nicht erörtern würde. Nun ja, man denkt sich seinen Teil.
      Dann eingewechselt spielt er so, dass man ihn am besten nach einer Viertelstunde wieder ausgewechselt hätte.
      Hm, Gladbach-Fans würden vermutlich sagen, wir haben es euch doch gleich gesagt.

      1. Man müsste eigentlich laut lachen wenn es nicht so ernst wäre.
        Eigentlich gibt er nach dem Spiel ein gemäßigtes Interview um dann im Sportstudio Dopa und Basketball vom Leder zu ziehen.
        Es ist müßig zu versuchen nach dem Sinn zu fragen denn er ist davon überzeugt immer und überall machen zu können was er will.
        Besonders vor dem Hintergrund der Erfolge gegen BVB und ALBA denkt er ist die JHV gelaufen. Vorher noch schnell im AR seinen Schützling Salihamidzic durchdrücken und er kann sich zurücklehnen.

        Man kann nur hoffen das die gestandenen Leute KHR Hainer und Kahn dann auch wirklich ihre Jobs im Sinne des FCB ausüben und nicht bei kleinster Gelegenheit am Tegernsee aufschlagen. Je schneller und eindeutiger sie sich emanzipieren und agieren ohne z konsultieren desto schneller wird er merken das man es ohne ihn schafft.

        Und da habe ich bei Hainer KHR und Kahn ein gutes Gefühl.

    2. Schön bei dem Anruf war ja, dass man zum Ende ein Handyklingeln gehört hat – Uli hat ja bestimmt vom Festnetz aus angerufen. War wahrscheinlich Kalle, der Ihm sagen wollte: “Leg auf, leg auf, Du redest uns um Kopf und Kragen!” – Die Verabschiedung war ja dementsprechend kurz… :-)

      1. Genau dasselbe habe ich mir auch gedacht als er es auf einmal so eilig hatte.
        Tschüüsss :D

  8. Ich hoffe die Bayern bekommen jetzt die Kurve. Gegen die Dortmunder sah das schon klasse aus. Hansi Flick könnte gut als Trainer fungieren. Ich hoffe nur der Vorstand lässt ihn weitermachen.

  9. Dortmund war wieder einmal so grottig in der Allianz Arena und deren Formkurve ist ein Fragezeichen aber das soll die Leistung nicht schmälern. Es war ein unglaublich dominanter Auftritt und man hat Dortmund über 90 Minuten komplett abgemeldet.

    Die Referenzmenge ist 2 und die grundsätzliche Skepsis bzgl. Flick bleibt bei mir weiterhin bestehen aber der Auftritt hat imponiert.

    Die Aussage von Kimmich ist m.E. eine Bankrotterklärung. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es andere Top-Mannschaften gibt bei der das Einzelpressing nicht geklärt ist. Die neuerlichen Aussagen zur Kabine lassen auch aufhorchen. Good Riddance Niko Kovac!

  10. Mal sportlich: Thiago ist im Leben kein 6er, das scheint nach wie vor ein großes Missverständnis zu sein. Pogba, Kanté, Busquets, meinetwegen Vidal…

    Thiago fehlt die Aggressivität und die Physis, die einen echten 6er ausmachen. Er braucht zwingend einen “Abräumer” hinter, bzw. neben sich. Ich hoffe sehr, dass er bei aufsteigender Form auf der 8 spielen wird.

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    1. AntwortsymbolHeinrichVonStahl Seite 11.11.2019 - 11:40

      Wenn Kimmich so diszipliniert spielt wie am Samstag, kann ich mir ihn gut auf der 6 und Thiago auf der 8 vorstellen.

      1. Und genau das ist ja die Idee

    2. Sehe ich anders. Pogba zum Beispiel ist überhaupt kein 6-er, ebenso wenig wie Vidal. Das sind beides ganz klare 8-er.
      Und Busquets, der ja oft als Benchmark für die Position des 6-er genommen wird, zeichnet sich ja auch eben nicht durch Aggressivität und Physis aus. Und aus eben dieser Schule kommt ja Thiago. Und nochmals: seine Defensiv Werte sind alle Top. Über Ühysis kann man streiten, aber mangelnde Aggressivität kann man ihm auch nicht vorwerfen.

      Selbstverständlich hast Du in einem Punkt recht: Thiago kann auch sehr gut auf der 8 spielen.

  11. HeinrichVonStahl Seite 11.11.2019 - 11:45

    Ich habe in den letzten Stunden ein paar Diskussionen bzgl. der Bayern verfolgt (Doppelpass, Sky90).

    Und eine Sache fiel mir auf; Es war immer die Sprache davon, dass Kovac daran gescheitert sei, dass der Fußball nicht so attraktiv gewesen sei, wie ihn sich beispielsweise KHR vorgestellt hätte.
    Und das selbe könne man jetzt auch über die beiden Spiele gegen Piräus und Dortmund sagen.

    Ich glaube, dass diese Beschreibung falsch ist. KHR hat keinen Zirkus-Fußball gefordert, sondern eine klare, stringente Spielidee, die mittel- bis langfristigen Erfolg verspricht. Dieser wurde unter Kovac nicht geliefert.
    Natürlich muss Flick erst noch beweisen, dass er das kann – und ich denke er hat bis Saisonende die Zeit dazu, wenn er denn möchte – aber die Ansätze sind vielversprechend.

  12. Servus,

    ich möchte zu dem Thema “Einstellung” nochmal was los werden.

    @918 schreibt ja immer, “Kimmich ist der künftige Kapitän und er muss somit auf der 6er Position spielen”.

    Andere schreiben wiederum, nun gibt es wieder einen Konkurrenzkampf, da Thiago und Coutinho auf der Bank gesessen sind und es wird nach Leistung aufgestellt.

    Wenn nach Leistung aufgestellt werden wird, dann hätte richtiger Weise Thiago auch öfter pausieren müssen.

    Was ich jedoch auch erstaunlich finde ist, Kimmich war letzte Saison auf der RV Position extrem stark und torgefährlich, sehr viele Vorlagen usw.

    Diese Saison auf der RV Position war das nix, zum Glück hat sich Pavard gut entwickelt als RV.

    Wenn die Aussage, wie @918 sie immer wieder wiedergibt, dass er “keine Lust” auf die RV Position hat, dann dennoch immer spielt, obwohl er nicht sehr viele gute Spiele hatte, dann fehlt da auch das Leistungsprinzip, bzw. die Einstellung.

    David Alaba wollte auch mal ins Mittelfeldzentrum und dort spielen, bis ihm klar gemacht wurde, gibt es nicht.

    Und zu der Behauptung, ich würde nur auf einen Spieler los gehen, kann ich entgegnen, dass auch andere Spieler nicht gut gespielt haben, aber bei Kimmich kommt halt auch sein Anspruch ” Kapitän und 6er Position” zusammen und zeigen die größten Differenzen auf.

    Er kann doch nicht ein Jahr lang sehr gut als RV spielen und dann ein Jahr später klappt da nix mehr. Jedenfalls gefühlt.

    Wenn ich ein Angestellter bin und Mist baue, kann ich doch auch nicht erwarten, dass ich dann Teamchef werde, oder ?

    Um zur aktuellen Situation zurückzukommen, ich bin froh, dass wir gegen Dortmund gut gespielt haben, aber Dortmund war auch sehr schwach.

    Für Davies freut es mich ungemein, nachdem er hier öfters niedergemacht worden ist, nur weil er in der 1. Liga nicht gleich zündet.

    Wenn man den Jungen auch mal in Liga 3 ansieht, sind seine Anlagen unübersehbar und er muss es nur lernen, sie richtig einzusetzen.

    Flick kann meiner Meinung nach gerne auch bis Sommer arbeiten, denn dann hat man genügend Zeit, einen passenden Trainer zu finden.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Das kann ich auch nicht nachvollziehen, warum man Kimmich trotz Schlechtleistung nicht öfter auf die Bank gesetzt hat. Nur weil ein Spieler keine Lust mehr auf seine Position mehr hat und sich für “Höheres” berufen fühlt kann das kein Freifahrtschein sein. Bis auf das Dortmund Spiel habe ich Kimmich eher Fehl am Platz auf der 6 gesehen. Führungsspieler sein zu wollen und das auch ausfüllen zu können sind hatl 2 Paar Stiefel.

  13. 1. 2013 wurde auch behauptet, dass die Gegner so schwach wären. Am Ende waren es gut 25 Mannschaften, über die das behauptet wurde.

    2. Unter Pep wäre das nicht passiert, weil er Führungsspieler nicht für ein halbes Dutzend Spiele auf die Bank gesetzt hat. Bei allen taktischen Kompetenzen scheint Pep eben auch Qualitäten in der Führung einer Mannschaft zu haben, auch wenn das nicht seine absolute Stärke war (siehe Zlatan und Co. )

    Sorry, aber wenn ich eine Truppe von 17, 20 Mann in eine verschworene Mannschaft formen soll kann ich es mir nicht leisten ein oder zwei Spieler komplett außen vor zu lassen, auch wenn mir deren Nase nicht passt. Kovac Verhalten gegenüber Boa, Martinez, und Müller war verbesserungswürdig. Kovac wirkte letztlich permanent überfordert alle Spieler einzubauen ohne die Stabilität und Durchschlagskraft der Mannschaft aufs Spiel zu setzen. Warum? Weil seine Spielidee schnell vertikal nach vorne spielen einfach viele Situationen produziert, bei denen gerade die Abwehrspieler oft schlecht aussehen.

    Die Frage ist halt, produzierst du mit deiner Spielidee 4, 5 solcher Situationen? Sieht der Verteidiger in einer von 4 Situationen schlecht aus hast du schon einen Gegentreffer auf dem Konto und jeder mault.
    Flick hat bislang die Balance so verschoben, dass wir in den vergangenen 2 Spielen insgesamt nur 1 Situation produziert haben , in denen die Verteidiger schelcht aussehen können.

    Indem sich die Mannschaft, offensiv wie defensiv, nicht andauernd brenzligen 50/50 Situationen aussetzen muss weil sie das durch bessere Besetzung der Zonen ohne hektisches vertikales Spiel in die Spitze siehst du selbstsichere Bayern, die weniger Fehler machen. Im Gegenteil: Der Druck ist so hoch auf den Gegner, dass er sich ständig brenzligen 50/50 Situationen ausgesetzt sieht, hektisch vertikal nach vorne spielt udn umgehend den Ball verliert.

    Ich frage mich halt, warum Kovac nicht über seinen Schatten springen konnte und den gepflegten Ballbesitz einbauen konnte. Das KnowHow steckt offensichtlich im Trainerteam und der Mannschaft.

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    1. Argh, sollte eine direkte Antwort auf Holdor werden. -_-

  14. Wie erwartet wird Brazzo zum 01.07.2020 in den Vorstand berufen.

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    1. Hier der Link dazu:

      https://sport.sky.de/fussball/artikel/fc-bayern-salihamidzic-zum-sportvorstand-befoerdert/11859592/34252

      Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht was ich davon halten soll. Seine letzten Auftritte waren doch schon sehr unglücklich.

    2. Verursacht bei mir super Bauchschmerzen. Auch wenn ich natürlich keinerlei interne Infos habe. Es muss ja super Brazzo-Fans geben dort.
      Hat sich Uli eigentlich schonmal dazu geäussert, dass er und Brazzo eine krasse Fehlentscheidung getroffen haben mit Kovac? Supergrottiges Spiel 1.5 Jahre lang?

    3. Sieht so aus als haette Uli noch schnell seinen Mann fix installiert bevor er geht.

      1. Glaub du hast Null Ahnung wie so ein AR funktioniert.
        Alleine kann Uli da gar nichts entscheiden.

        Ständig wurde kritisiert, dass die Zwistigkeiten zwischen Rummenigge und Hoeneß ein Problem für den Verein sind, aber ziehen sie an einem Strang ist es auch verkehrt.

      2. Seh ich anders. Der AV wird einen Teufel tun und dem scheidenden Uli diesen letzten Wunsch verwehren. Korrigiert wird dann in 2 Jahren, weil man dann diesen Fehler beim besten Willen nicht mehr durchziehen kann. Meine Meinung

      3. @Hummelrobbe:
        Es ist auch Rummenigges Wunsch.
        Und mit Kahn wird man zumindest gesprochen haben.

        Wie kommen eigentlich immer alle darauf, dass Hoeneß gegen die Interessen des FCB einen schlechten Mann installiert?
        Rummenigge und Hoeneß sind von ihm überzeugt und die können es besser beurteilen, als irgendwelche Sofaexperten, die sich an seinen Interviews stören.

    4. Glückwunsch Hasan. Zur Beförderung und zur Entdeckung unseres Phonzies. Jetzt wird KHR noch von Oli in Rente geschickt und wir stehen vor einer glorreichen Zukunft.

    5. Gut, dass der Fc Bayern da Nägel mit Köpfen gemacht hat.
      Bei den aktuellen Entwicklungen bezüglich Abwerbeversuchen anderer Vereine ist es ja keine Selbstverständlichkeit, dass sich ein ausgewiesener Fachmann wie Hasan für den Fc Bayern entscheidet.

    6. AntwortsymbolHeinrichVonStahl Seite 11.11.2019 - 22:37

      Um befördert zu werden, muss man ja gutes leisten.
      Die Außendarstellung in Form von Interviews ist erwiesenermaßen nicht gut.
      Das heißt ja im Umkehrschluss, dass Brazzo diese nach außen hin sichtbare Schwäche durch seine interne Arbeit mindestens kompensiert. Darüber sollten wir uns freuen.

    7. Es bleibt einem aber auch nichts erspart in diesem Leben …

  15. GustavmitderHupe Seite 12.11.2019 - 00:23

    War doch klar. Uli hat sein Walkie-Talkie im Vorstand.
    Wäre da nur nicht mein grummelndes Gefühl, wenn er ein Mikro vor der Nase hat. Nix gegen den Typen, echt nicht. Der war unsere Nullerjahre-Kampfsau auf rechts – und das Bild, wo er sich im San-Siro den Henkelpott auf die Schultern stülpt, ist Legende.
    Aber der ist mir halt zu haspelig und uninspieriert, um ihn ernst zu nehmen, wenn er im Namen meines Vereins spricht.

  16. Salihamidzic soll also Sportvorstand werden. Für mich gibt es da im wesentlichen zwei Problemfelder:

    1. Eine neuerliche Auseinandersetzung über Stärken und Schwächen des Sportdirektors Salihamdzic möchte ich mir jetzt sparen. Nur so viel: Wie jeder Akteur hat Salihamdzic seine Stärken, wozu womöglich die Nahbarkeit für potentielle Neuzugänge zählt sowie das Talent, durch eine Mischung aus Jovialität und Unterwürfigkeit irgendwie mit jedem auszukommen, egal ob Toptalent, Dax-Vorstand oder Zeugwart. Und genau wie jeder andere hat er seine Schwächen, wozu in jedem Fall der Umgang mit der Presse und das Auftreten als Autorität gehört, sowie womöglich (wenn man versucht, das Treiben um Hudson-Odoi und auch Sané zu interpretieren) ein gewisses Ungeschick in den Verhandlungen/dem Umgang mit anderen Spitzenvereinen, welche ein ähnliches Selbstverständnis wie der FC Bayern haben.

    Nun wurde ja bereits oft genug herausgearbeitet, dass es eigentlich zusätzlich jemanden bräuchte, der seine Stärken dort hat, wo Salihamdzic’s Schwächen liegen. Woran sich die Frage anschließt, was dessen Berufung zum Sportvorstand für diese Problematik bedeutet. Wenn man bedenkt, dass jemand, der in der Öffentlichkeit als Autorität auftreten, die Außendarstellung des Vereins prägen und obendrein auch bei den anderen großen Fischen des Business als respektabler Fachmann anerkannt sein soll, höchstwahrscheinlich kein “Persönchen” ist, erscheint letztlich höchst zweifelhaft, ob sich diese Stelle mit/unter einem Sportvorstand Salihamdzic adäquat besetzen lässt.

    2. Der Zeitpunkt von Beschluss und Verkündung löst bei mir doch starkes Missfallen aus. Es ist noch ein halbes Jahr Zeit, die Medien sind gerade mit “Hansi kann auch Hans” beschäftigt und in den nächsten Wochen steht eigentlich zu viel an, als dass das Thema plötzlich heiß werden könnte. Es ist in keiner Weise förderlich und ein Zeichen erheblicher Dissonanzen, wenn ein in der Zusammensetzung scheidendes Gremium kurz vor der Angst Personalentscheidungen fällt, mit denen die Nachfolger dann leben müssen. Man tut damit keinem der Beteiligten einen Gefallen. Unter der Prämisse, dass eine Enscheidung in dieser Sache im Moment keine Not tut, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass hier – völlig unabhäbgig von der Person Salihamdzic – ein unwürdiger Kuhhandel betrieben wird. Der völlig überraschende öffentliche Sinneswandel von Rummenigge, was den Sportdirektor betrifft, spricht Bände. Auch, wenn ich persönlich den Deal ‘Brazzo im Vorstand gegen Hoeneß in Rente’ durchaus unterschreiben würde, ist es ein Trauerspiel, dass Hoeneß dies nötig hat. Es muss doch allen Beteiligten klar sein, dass er jetzt unwiderruflich als Marionette von Hoeneß gelten wird, während man mit einer Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt genau das Gegenteil hätte erreichen können.

    Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Er ist nicht zum Vorstand berufen, er s o l l berufen werden. Kann man sich ja nochmal überlegen.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Eben fiel mir auf, dass meine Autokorrektur den Namen unseres Sportdirektors wiederholt falsch geschrieben hat. Ich bitte das zu entschuldigen.

    2. @Ju:
      Inwiefern hatte Rummenigge denn einen Sinneswandel?
      Er hatte doch seinerzeit die Idee, Brazzo zum Sportdirektor zu machen.

    3. Nun, vielleicht ist Sinneswandel nicht das richtige Wort. Wandlung der Sprachregelung trifft es womöglich besser. Ich glaube jedenfalls nicht an einen Zufall, wenn ein Mensch, dessen einziger Kommentar zum Werben Salihamidzic’s um einen Vorstandsposten, in Verbindung mit der Aussage “nicht unter einem Sportvorstand” zu arbeiten, bisher war, es sei verständlich, dass dies Salihamidzic’s “Anspruch und Ziel” sei und der ansonsten beharrlich zu diesem Thema geschwiegen hat, plötzlich mit verblüffend deutlichen wohlwollenden Aussagen an die Öffentlichkeit geht, nachdem eine andere erhebliche Veränderung im Konstrukt an die Presse gelangte. Zumal es sich da um schriftliche Aussagen handelte, die also gegengelesen, autorisiert und sicherlich angepasst wurden. Ich weiß nicht ob Rummenigge dagegen war, die von ihm vorgeschlagene Konsenslösung bereits 2020 zum Vorstand zu befördern – keine Ahnung. Er war sicherlich zumindest nicht vollumfänglich dafür, sonst hätte er das gesagt. Wo ich mir aber sicher bin ist, dass er es – egal wie er darüber denken mag – für einen annehmbaren Preis hält, wenn Hoeneß dafür zeitnah das Feld räumt – und zwar möglichst einigermaßen geräuschlos und ohne plötzlichen Rückzieher.

      1. Na ja.
        Er hat sich auch nie dagegen geäußert und Salihamidzic immer gefördert.
        Wäre schon ein komischer Deal.
        “Hey, wir machen deinen Mann zum Sportvorstand, dafür ziehe ich mich zurück. “

      2. Ich verstehe das Ganze ehrlich gesagt auch nicht. Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Uli – dessen A und O dieser Verein ist – einfach aus seinem Ego heraus vollkommen blind ist und Brazzo als “Maulwurf” bzw. Sprachrohr durchboxt. Das wäre ein dreifach loose: für Brazzo, für Uli und letzten Endes für den Verein.

        Also muss seine Arbeit intern tatsächlich deutlich besser sein (und entsprechend gut bewertet werden) als die “externen” Auftritte das erkennen lassen. Anders kann ich mir die Beförderung nicht erklären.

        Wie ist das dann eigentlich – wenn Hasan in den Vorstand aufrückt, wird sich sein Aufgabenfeld ja wohl verändern? Kommt dann ein neuer Sportdirektor?

      3. Über Salihamidzic wurde von unseren Altfordern nie ein negatives Wort publik. Er wurde entweder in Schutz genommen oder gelobt. Beim Vorpreschen in Sachen Hudson-Odoi wofür man einen Rüffel von Chelsea eingefangen (und womöglich deswegen den Spieler nicht bekommen hat) wurde auch von Rummenigge eher süffisant geantwortet (“er ist halt sehr überzeugt von dem Spieler” oder so ähnlich). Kovac hat für weit weniger eine deftige Watsch eingefangen.

        Also irgendwas muss er haben, dass er seit seiner Vorstellung (“Königslösung”) so hoch im Kurs steht bei den Verantwortlichen. Da wird auch mit keiner Silbe zumindest ein Zweifel geäußert, dass die 80 Mio für den mit Abstand teuersten Transfers des FCB womöglich in den Sand gesetzt wurden. Nichts. Auch nicht warum man einem potentiellen Stinkstiefel wie Cuisance ohne Not einen Fünfjahresvertrag aufs Auge gedrückt hat.

        Irgendwas muss die Bosse überzeugt haben was wir nicht wissen. An einen Kuhhandel mit einem der beiden kann ich auch nicht so richtig glauben. Irgendwie scheinen die an ihm zu hängen. Ich behaupte auch dass selbst Nerlinger damals befördert worden wäre, wenn Robben den Elfer reinmacht.

        Wie schon gesagt, 2012 hat man meines Erachtens das letzte Mal konsequent und nachhaltig agiert indem man Sammer installiert hat. Offenbar hat man aber auf einen unbequemen Querdenker keine Lust mehr und wählt lieber die angenehme Konsenslösung. Ich bin nur gespannt, wie Kahn das alles sieht wenn er mal in der Verantwortung steht.

      4. @Tobi
        Rummenigges Mann war Lahm. Mit Salihamidzic als Sportdirektor konnte er leben, ebenso wie Hoeneß. Ob er mit Salihamidzic als Sportvorstand auch leben konnte, bevor Hoeneß seinen Rücktritt angekündigt hat, wissen wir nicht, denn er hat auf entsprechende Fragen nicht geantwortet. Und das plötzliche Umschwenken von “kein Kommentar” zu “ich würde es begrüßen” halte ich – wie schon gesagt – nicht für einen Zufall.

        @ Marco, Tobi
        Für mein Empfinden hat Rummenigge Salihamidzic immer dann gelobt, wenn in Öffentlichkeit und Medien Strömungen laut wurden, die über die Gesichter Kovac und Salihamidzic hinaus die sportliche Führung/Planung an sich kritisierten. Letzten Herbst in der sportlichen Krise die berüchtigte Pressekonferenz, nach der Hinrunde das berühmte ‘wenn er einmal an einem Spieler dran ist erinnert er mich an den jungen (!) Uli Hoeneß’-Interview und zuletzt im Sommer, als August wurde und immer noch kein neuer Offensivspieler da war. Kovac wollte er nicht schützen. Brazzo hat er jedoch mitgetragen, daher war Kritik an ihm auch immer Kritik an Rummenigge. Ich habe das Verteidigen von Brazzo immer eher als Selbstschutz wahrgenommen. Wobei ich nicht mal glaube, dass das Lob für sein Wirken im Innenverhältnis aus der Luft gegriffen ist. Ich glaube jedoch, dass Rummenigge schon bewusst ist, dass es an anderer Stelle beträchtlich hapert. Womöglich hat er nichts dagegen, wenn Brazzo in den Vorstand hochgelobt wird, um dann 2020 jemanden nach seinem Geschmack als Sportdirektor installieren zu können?

        Aber nehmen wir mal an, Rummenigge ist von Brazzo vollends überzeugt: Warum zieht man das dann jetzt so durch, wo doch völlig klar ist, dass Brazzo dann immer als Abschiedsgeschenk für Hoeneß dastehen wird? Warum nicht im Januar, mit Präsident/AR-Vorsitzendem Hainer, Vorstand Kahn und alleiniger Galionsfigur Rummenigge? Mir fällt nur ein Grund ein: Hoeneß traut ihnen in dieser Hinsicht nicht. Was hätte er für einen Grund, wenn Brazzo “Rummenigges Mann” ist?

        @ Stiftl
        Wie ich schon sagte: Die Frage ist ja, ob sich der gesuchte profilierte Sportdirektor finden lässt, wenn sein Vorgesetzter Salihamidzic sein wird.

      5. @Ju:
        Natürlich konnte Rummenigge mit Brazzo als Sportdirektor leben. War schließlich seine Idee.
        Besteht die Möglichkeit, dass Rummenigge und Hoeneß einfach zufrieden mit seiner Arbeit sind, ganz ohne Verschwörungstheorie?

        Und könnte es sein, dass unser Aufsichtsrat nicht nur aus willenlosen Marionetten besteht, die alles durchwinken, was Hoeneß will?

    4. Deine letzte Bemerkung ist mir auch aufgefallen.
      Kahn wurde formal bei der letzten AR Sitzung im Juli zum 1.1.20 zum VS bestellt.
      Hier ist die Formulierung SOLL das heißt es gibt keinen formalen Beschluss.
      Warum das so ist und ob das an Erfolgsfaktoren abhängig gemacht wurde wissen wir nicht.
      Auf jeden Fall ist das ein auffälliger Unterschied.

      Wenn er tatsächlich zum SportVS berufen wird zum 1.7.20 dann übernimmt er das Vorstandsressort Sport offiziell von KHR der das kommissarisch seit dem Rückzug von Sammer mitgeführt hatte.

      Das bedeutet aber auch das Salihamiczik es wirklich in voller Verantwortung führt und KHR bzw Kahn soch voll auf die anderen Ressorts konzentrieren.
      Bedeutet nicht das er machen kann was er will denn viele Entscheidungen bedürfen eines VS Beschluss und einige darüber hinaus Zustimmung des AR.

      Denke das sich nicht allzu viel verändern wird und auch zukünftig KHR bzw dann auch Kahn bei wichtigen Verhandlungen mit am Tisch sitzen werden.

      Verträge werden dann ja auch später von Dreesen bzw Gerlinger gemacht.

      Aber Salihamiczik ist und bleibt das sportliche Sprachrohr neben dem Trainer.
      Da muss er viel verbessern was er mmn nicht kann.
      Zur Kaderplanung bzw NLZ wird er sich auch anstrengen müssen.
      Denke wenn es da nicht bald viel besser wird er ein Schicksal ala Nerlinger erleidet.

      Und egal was uns Uli vormachen will Lucas Pavard und Coutinho sind niemals Salihamiczik Transfers .

      Davies schon

  17. Was ich eigenartig finde, ist, dass Hasan von Hoenigge in der Regel für seine Transfers gelobt wird. Das finde ich aus zwei gründen eigenartig:
    1. Uli lobt ihn beispielsweise für Hernandez, Pavard und Davies, diese Transfers seien “alle auf seinem Mist gewachsen”. Ok, bei Hernandez hat er die Ausstiegsklausel gezogen, bei Pavard hat er…….. ah ja, die Ausstiegsklausel gezogen und für Davies – einen No-Name, viel Geld bezahlt. Entscheidend ist, dass diese Spieler zum FCB wollten, was ich insbesondere bei Lucas nicht selbstverständlich finde. Das wiederum erinnert daran, dass Coutinho meinte, Brazzo habe ihn von der Idee überzugt. Unser neuer Sportvorstand scheint also über erstaunliche “menschliche” Fähigkeiten zu verfügen. Nach dem, was man von außen eventuell beurteilen kann, scheint er sich in der Verhandlung und im Umgang mit anderen Vereinen schwer zu tun – siehe Sane und Hodson-O.
    2. Sein Aufgabengebiet ist weitaus größer, als Transfers abzuwickeln. Wirklich viel größer. Wenn man etwas genauer Recherchiert, hatte er bisher großen Einfluss auf den kompletten Nachwuchsbereich, samt strukturellen Entscheidungen, Trainerbesetzungen, inhaltlichen Fokussierungen im Trainingsbereich usw. Nicht so schweigen von der Betreuung des Profikaders, falls z.B. Hernandez Frau gerne in München als Grafikdisignerin arbeiten würde. Ich hatte beim Auswärtspiel CL Gruppenphase 2016 in Lissabon die Ehre, 2min mit ihm zu quatschen und er hat schon etwas beeindruckendes an sich. Eine Mischung aus Kumpel und erstaunlichem Selbstbewusstsein und Souveränität.

    Unterm Strich muss ich sagen, dass ich eher zuversichtlich bin, insbesondere, was sein Potential angeht. Wie man mit den Medien umgeht und wie man mit den besten der besten verhandelt, kann und muss man lernen. Schwieriger wäre es, wenn er lernen müsste sympathisch zu sein, oder Vertrauen zu wecken. Letztendlich geht es aber darum, seine Schwächen auch abzudecken, wie Ju ja schon beschrieben hat. Da könnte schon ein ganz schönes Problem entstehen, wenn dann Kalle 2021 schluss macht. Ich glaube nicht, dass Olli direkt diese staatsmännische Rolle an den Tag legen kann. Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass nächsten Sommer noch ein Sportdirektor kommt und da bin ich dann sehr gespannt, wer das wird

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. zu 1.: Heute gibt es im europäischen Fußball deutlich mehr als nur einen Verein, der es nicht nötig hat einen Spieler zu verkaufen. Wir gehören doch selbst zu dieser Klasse. Sieht man ja eben auch daran, dass Qualität höchstens mit Ausstiegsklauseln oder bzw. mit absurden Ablösen abgewickelt werden können. Ob man ihm dafür einen Vorwurf machen kann?

      zu 2.: Eben, es muss erstmal sein Aufgabengebiet definiert werden und das wird hoffentlich weit umfangreicher sein als 5 Minuten Interviews Mittwoch und Samstag nach dem Spiel. Seine Aufgabe wird sein ein Team zu leiten, koordinieren, zu hören, zu beheben, handeln und entscheiden. Netzwerke zu bilden und Beziehungen zu pflegen.

      Also ich kann mir schon vorstellen, dass er in vielen Punkten ein Talent hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er in einigen Punkten deutlich mehr geeignet ist als z. B. ein Sammer.

    2. Lucas wurde über KHR Buddy Branchini eingefädelt bzw. über KHR selbst mit seinen Kontakten zu Gil.
      Pavard ausschließlich zwischen KHR und Reschke bzw Branchini und Pavards Agenten.
      Davies hat Salihamidzic selbst gemacht.
      CHO auch und die Gespräche mit Granovskaia in den Sand gesetzt.
      Cou lief wieder erstmal über Branchini und Coutinhos Agenten dann KHR mit Bartomeu.
      Arp hat KHR mit Milewski eingefädelt und Salihamidzic abgewickelt.
      Cuisance keine Ahnung.
      Zu Verkäufen Vidal Rudy Bernat Wagner Hummels etc kann ich nichts sagen.
      Grosses Fragezeichen sind die Vertragsverlängerungen, kann mir nicht vorstellen das da Neuer Müller etc ausschließlich mit Salihamidzic sitzen.

      1. Wow, danke! Du liest meinen Beitrag nicht mal und schreibst dann einfach irgendwas, was dir zu dem Thema einfällt. Danke auch. Und dann auch noch so einen offensichtlichen Schmarrn, den man mit 2min Recherche widerlegen kann.

      2. Warum
        Habe ausschliesslich zu Teil 1 Stellung bezogen.
        Alles andere bereits weiter unten und muss nicht alles wiederholen oder?
        Und was soll falsch sein?

  18. Ich frage mich auch, wie die Entwicklung der sportlichen Leitungsfunktionen (unter der Vorstandsebene) mit der Beförderung aussehen soll.

    Es wurde meine ich öfter schon darüber gesprochen, dass das Aufgabenspektrum des unseres Sportdirektors zu groß sei. Da würde mich interessieren, wie der Plan aussieht, also was ausgegliedert bzw. delegiert werden soll.
    Wenn er sich z.B. auf die Kaderplanung konzentrieren will, könnte z.B. ein Teammanager o.Ä. installiert werden, der den Kontakt zur Mannschaft hält und zw. Mannschaft, Trainer und Vorstand moderiert und dann evtl. auch die Interviews übernimmt und sich dann z.B. vor die Mannschaft oder das Trainerteam stellt oder Kritik übt, so wie es Sammer getan hat. Das ist m.E. einfach nicht seine Stärke.
    Man sollte in dem Kontext auch mal die Frage stellen, warum seit seinem Amtsantritt bereits zweimal das Team erfolgreich gegen den Trainer revoltiert hat. Die Probleme mit den beiden waren natürlich nicht unberechtigt. Hier wäre es aber doch m.E. auch der Job des Sportdirektors gewesen, zu vermitteln und dann dafür zu sorgen, dass wenn die Probleme der Mannschaft mit dem Trainer offenbar sind, dies zu moderieren, um dann zu einer Lösung zu kommen, bei der der Vorstand und nicht die Mannschaft entscheidet, den Trainer zu entlassen. Klar, faktisch hat es dann der Vorstand getan. Aber es gibt kein gutes Bild ab, wenn es wie jetzt wieder heißt, die Mannschaft war gegen den Trainer, deshalb mussten wir ihn entlassen.
    Man hat zumindest nichts davon mitbekommen, dass er da nennenswert in Aktion getreten wäre. Ich habe zumindest das Gefühl, dass die Dinge unter Sammer anders gelaufen wären, nämlich, dass er das Problem zwischen Trainer und Mannschaft zu seinem Problem gemacht hätte und für eine andere Lösung gesorgt hätte. Ich meine das gar nicht zwingend als Vorwurf an H.S. und wir wissen auch nicht wie es intern gelaufen ist. Aber ich denke er übernimmt einfach eine andere Rolle als z.B. Sammer. Daher sehe ich in dem angesprochenen Bereich grundsätzlich Bedarf. Was denkt ihr?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich denke, man muss in einigen Dingen trennen zwischen dem, was intern abläuft und dem was nach außen kommuniziert wird.
      Und da denke ich vor allem an die diversen Aussagen unseres scheidenden Präsidenten. Beginnend mit der unsäglichen Charmeoffensive über die PK bis zu den Aussagen zum Trainerwechsel und dem Anruf bei Doppelpass.
      Abgesehen davon – auch unter Sammer als Sportvorstand gab es keinen ihm nachgeordneten Sportdirektor.

      Das Problem zwischen Trainer und Mannschaft muss man auch anders sehen. Zu Sammers Zeit gab es zwei sehr erfolgreiche Trainer. Und offenbar gab es da auch kaum Probleme zwischen Trainer und Mannschaft, auch wenn nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen war.
      Im letzten Herbst gab es auch Probleme – und eine klare Ansage der Vereinsführung an die Spieler. Aber trotz Abgabe von Spielern und Neuverpflichtungen kommt das gleiche Problem im Herbst wieder auf den Tisch.
      Woran legt es dann letztlich – an den Spielern oder am Trainer? Und der Trainer stand sehr lange unter dem “persönlichen Schutz” des Präsidenten. Was will da der Sportdirektor machen.
      Auch wenn es sicher nicht zu beweisen ist – nach dem Spiel gegen Frankfurt hieß es zuerst, dass der Trainer auf jeden Fall bis nach dem BVB-Spiel bleibt. Böse Zungen behaupten, dass der Sinneswandel innerhalb von 24 Stunden nur einen einzigen Grund hatte – man befürchtete, dass Hoeneß Abschied auf der JHV bei ähnlich schlechten Ergebnissen sehr unschön verlaufen könnte und das auf jeden Fall verhindert werden sollte.

      Letztlich spielt es auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass die gesamte Außendarstellung in vielen Fällen doch eher zu wünschen übrig lässt, was dann die Verantwortlichen – ob Spieler, Trainer oder Vereinsführung – sehr oft in einem schlechten Licht dastehen lässt, was eigentlich gar nicht den Tatsachen entspricht.

      Gerade am Beispiel Kovac war es doch überdeutlich zu sehen. Ein KHR kritisiert – ein Hoeneß hält dagegen und ein Brazzo steht zwischen den beiden.
      Ein Hoeneß sagt, dass die Spieler gegen Kovac waren – was soll ein Brazzo denn dann noch sagen.
      Ein Hoeneß sagt, der Trainer ist nicht an schlechten Spielen schuld, die Spieler stehen auf dem Platz – siehe oben.
      Ein Hoeneß sagt, er wird den Trainer bis aufs Blut verteidigen – siehe oben.
      Und diese Reihe kann man fast beliebeig auch zu anderen Themen fortsetzen.

      Solange sich der Präsident immer derart vehement im operativen Geschäft nach außen hin äußert, wie es Hoeneß getan hat, hat eben auch der Sportdirektor ein Problem.

      1. Sammer hat Reschke plus Team geholt für eine bessere Kaderplanung.
        Sammer hat auch unabhängig von MW einige Fitness Regeneration und Rehabilitationexperten geholt.

        Salihamidzic arbeitet mit den übrig gebliebenen Leuten plus den Analysten der von RB / Saints kam.

        Im NLZ Bereich hat man ja den ex RB Typen Sauer geholt und man fragt sich was eigentlich die Aufgabenteilung zwischen den beiden ist.

        Was am meisten auffällt ist das Salihamidzic offenbar simple UEFA und Fifa Statuten nicht kennt oder bewusst gegen sie verstößt in den diversen Äußerungen zum Thema Abstellung an NM bzw auch Transfers und öffentliche Äußerungen zu Spielern die bei anderen Clubs unter Vertrag stehen.

      2. Mir ging es auch gar nicht um Kritik sondern, in Anlehnung an Stiftls Frage, darum, was die Aufgabe bzw. Rolle des Sportvorstands Salihamidzic sein wird, ob diese sich ändern soll und was ggf. die Rolle eines unter ihm arbeitenden Sportdirektors oder Teammanagers ist. In dem Kontext sehe ich SH eher in der Rolle des Kaderplaners, wohingegen Sammer mehr im Bereich des Teammanagers aktiv zu sein schien der die Kaderplanung eben an Reschke abgegeben hat. Dass die Schuld für die Rauswürfe der Trainer nicht bei SH liegen ist ja klar. Auch dass er zwischen UH und KHR zwischen die Stühle geraten musste. ob er den Prozess besser hätte managen können würde ich aber nicht ausschließen wollen.
        Dabei stellt sich für mich die Frage, hatte er denn überhaupt die Kapazitäten dafür, wenn er sich auf die Kaderplanung fokussiert.
        Die Gefahr wäre, wenn er zB aufgrund der (berechtigten und/oder unberechtigten) Kritik alles an sich reißt, weil das Abgeben von Kompetenzbereichen vermeintlich/tatsächlich sein Standing und seinen Einflussbereich schwächen könnte.

      3. Sammer wusste das das Ressort riesig ist und quasi überall neue Strukturen aufgebaut werden mussten.
        Deshalb hat er ja für die Berriche wo er wenig Zeit bzw Konpetenz hatte Leute eingestellt.
        Delegieren und Führen heißt die Managementkompetenz.

        Sammer hat sich ja voll auf das Managen des Teams und Medienarbeit konzentriert um ein perfektes Arbeiten des Trainers möglich zu machen. So wie er es gemacht hat war es natürlich ein enormer Zeitaufwand und deshalb hat er die anderen Bereiche mit Leuten besetzt die ihm zugearbeitet haben.

        Salihamidzic betreibt ja offensichtlich den gleichen zeitlichen Aufwand um das Team plus Medien, ob mit gleicher Effizienz und Wirkung kann ja jeder für sich selbst beantworten.

        Aber mMn hat er ein kleineres Team als Sammer das ja eigentlich nur aus dem Reschke Mann Neppe plus 1-2 anderen Chefscouts besteht.
        Denke die Netzwerke aller top10 Clubs sind viel größer effizienter und erfolgreicher.

        Und wie er sich das mit Sauer und Gerland im NLZ aufteilt ist mir ein Rätsel insbesondere in Punkto Trainerbesetzung Spielphilosophie und Sichtungen.

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