MUNICH, GERMANY - NOVEMBER 09: Serge Gnabry of FC Bayern Munich (obscured) celebrates with teammates after scoring his team's second goal during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Borussia Dortmund at Allianz Arena on November 09, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Bayern zurück! Die Münchner schlagen den BVB 4:0!

Daniel Trenner 09.11.2019

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung

Hansi Flick veränderte seine 4-3-3-Aufstellung im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen Piräus nicht. Thiago blieb abermals nur die Ersatzbank, während Joshua Kimmich im Mittelfeld anfing.

Lucien Favre schickte sein Team in einem offensiven 4-2-3-1 ins Feld. Achraf Hakimi begann als Rechtsverteidiger und Julian Weigl erhielt weiterhin den Vorzug vor Thomas Delaney. Thorgan Hazard, Julian Brandt und Jadon Sancho bildeten die offensive Dreierreihe hinter der falschen Neun Mario Götze. An alter Wirkungsstätte begann der frühere Münchner genauso wie Mats Hummels, dieser sogar als Kapitän. Der verletzte Marco Reus saß zunächst auf der Bank.

1. Halbzeit

Das Spiel begann mit vielen nickligen Zweikämpfen und Mittelfeldgeplänkel, obwohl tendenziell Borussia Dortmund die leichte Überhand hatte, gelang der FC Bayern mit der ersten Torchance in Führung. Nachdem Kingsley Coman den Ball erobern, den Konter jedoch nicht erfolgsbringend abschließen konnte, setzten sich die Bayern am Dortmunder Strafraum fest. Schlussendlich brachte Pavard sehenswert volley die Kugel in die Mitte wo Lewandowski einköpfte (17.).

In der Folge übernahmen die Münchner komplett die Kontrolle und drängten den BVB fast ausschließlich in die eigene Hälfte. Zwar kamen sie nicht mehr zu großen Torabschlüssen, doch wirkten sie so dominant, dass der Ausbau der Führung nach einer Frage der Zeit aussah. Auf diese Dominanz reagierte Lucien Favre noch vor der Pause indem er den defensiveren Raphaël Guerreiro für Sancho brachte. Obwohl der FC Bayern noch ein Abseitstor erzielen konnte und kurz vor Ende der Halbzeit Davies eine gute Chance hatte, blieb es zur Halbzeit bei der knappen 1:0-Führung. Gut gespielt, aber tendenziell zu wenig.

2. Halbzeit

Unverändert kamen die Mannschaften aus der Kabine und die Bayern holten direkt zwei Minuten nach Wiederanpfiff das nach, was sie in der ersten Hälfte noch liegen ließen. Nach einem herausragenden Steilpass von Joshua Kimmich war Thomas Müller seinen Gegenspielern enteilt, in der Mitte verpasste Robert Lewandowski, Serge Gnabry konnte jedoch auf 2:0 erhöhen (47.).

Auch in der Folge dominierte der FC Bayern die Partie, kam bis zur 59. Minute unter anderem durch Robert Lewandowski noch zu Chancen. Der BVB reagierte und schaltete mit den Wechseln von Reus und Alcácer für Weigl und Götze auf ein offensives 4-1-4-1. In der Folge nahmen die Bayern den Fuß vom Gas, ließen den BVB ein wenig kommen. So gelang Alcácer nach einer Flanke zur ersten Torchance für Dortmund. Kurz darauf kamen nacheinander Coutinho, Thiago sowie Perišić für Gnabry, Goretzka und Coman.

Mit einem Doppelschlag entschieden die Münchner die Partie. Zunächst eroberte in der 76. Minute Robert Lewandowski am Dortmunder Strafraum den Ball, legte ab zu Thomas Müller, der in die Mitte zum nach innen gelaufenen Polen zurück flankte. Lewandowski nahm den Ball technisch perfekt an und erhöhte auf 3:0. Vier Minuten später öffnete Coutinho mit dem Außenrist auf den nach innen dribbelnden Ivan Perišić. Wie im letzten Aufeinandertreffen in der Allianz Arena überwand Mats Hummels aus kurzer Distanz Roman Bürki. Dieses Mal nur mit dem Fuß und im anderen Trikot. Die Partie war effektiv entschieden, es folgte noch eine gute Volley-Chance durch Perišić, doch das Spiel trudelte mit 4:0 aus.

Der FC Bayern gewann am Ende auch in der Höhe verdient. Nach einer Länderspielpause geht es für das Team von Hansi Flick in Düsseldorf weiter. Das hat Karl-Heinz Rummenigge nach dem Spiel bestätigt.

Dinge, die auffielen:

1. Strafraumbesetzung und Gegenpressing

Nachdem der FC Bayern die Partie an sich riss, segelte Flanke um Flanke in den Dortmunder Strafraum. Oftmals ein Zeichen des Unvermögens wirkte es heute wie Teil des Plans, denn die Strafraumbesetzung stimmte. Flanken per se sind nichts schlechtes, gerade Eintracht Frankfurt sieben Tage zuvor hat dies wieder einmal gezeigt, doch müssen sich mehr Zielspieler im Strafraum befinden als ausschließlich Robert Lewandowski. Das war heute der Fall. Goretzka, Müller, Gnabry – sie alle gingen in den Strafraum und setzte sich an der Außenlinie Coman durch, rückte Davies zielgerichtet in die Mitte als Flankenkenabnehmer.

Genauso wichtig ist jedoch auch sofortiges Gegenpressing nach der abgewehrten Flanke. Ab der Szene vor dem 1:0 konnte der FC Bayern Dortmund am gegnerischen Strafraum festschnüren, denn ganz gleich was Dortmund verteidigte, sofort ging der Ball verloren. Besetzt man den Sechzehner so offensiv wie es Bayern München heute tat, riskiert man Kontersituationen, daher ist das Gegenpressing ein eminent wichtiges Defensivmittel. Noch vor den Innenverteidigern ist es das zentrale Abwehrnetz. Gerade dieser Zugriff ging den Bayern die letzten Wochen komplett ab als Gegentor um Gegentor fiel.

2. Alphonso Davies

Manchem Bayern-Fan ergriff vor dem Spiel vielleicht schon die Furcht bei der Vorstellung der unerfahrene Davies muss sich auf seiner Seite mit Sancho und dem offensiven Kraftbündel Hakimi messen. Wie so oft kam es nicht nur anders, der Spieß wurde komplett umgedreht. Nicht Davies hatte beim Verteidigen seine liebe Not, sondern Hakimi kam mit ihm und Coman überhaupt nicht zurecht. Beim Franzosen war es die Rückkehr zu alter Form nach Wochen an unterdurchschnittlicher Spiele und unglücklichen Abschlussaktionen. Für den Kanadier war es vielleicht der Durchbruch. 94% erfolgreiche Pässe, 3 gewonnene Dribblings, dazu 9 von 11 gewonnenen Zweikämpfen. Als Davies ab dem Sommer immer wieder als Linksverteidiger aufgeboten wurde, war sein Defensivverständnis noch stark ausbaufähig. Der vor einer Woche erst 19 Jahre alt gewordene umgeschulte Linksverteidiger ist zwar auch in diesem Sektor noch nicht ansatzweise am Ende seiner Entwicklung, doch schon jetzt ist ein deutlicher Sprung auszumachen. Fünf Spiele am Stück hat Davies nun absolviert, einige Male gehörte er in schwachen Bayern-Mannschaften zu den besseren Spielern, gegen Dortmund war es seine klar stärkste Partie.

Vielleicht erinnern sich die Bayern-Fans in einigen Jahre an genau dieses Spiel nicht wegen Hansi Flick oder einem Krisenende zurück, sondern weil es den Durchbruch Alphonso Davies’ darstellte.

3. Zukunftsaussicht

Eine ganz merkwürdige Woche ist beim FC Bayern zu Ende gegangen. In Frankfurt geht man derart unter, dass der Trainer gehen muss, dann folgt bestenfalls eine Leistungsstabilisierung in Piräus, doch statt einem erwarteten knappen Spiel gegen wiedererstarkte Dortmunder, wo im Umfeld des Vereins die meisten wohl auch ein Remis vor dem Spiel akzeptiert hätten, wurde nun Dortmund hergespielt. Dabei wähnte man die alljährliche Tradition des Scheibenschießens gegen Dortmund viel eher als sonst abgelegt. Zu gut war Dortmund in der 2. Hälfte gegen Internationale, zu viel Mentalität hatten sie doch hierfür eingekauft, stattdessen schien der Wunsch nach Männerfußball zu groß.

Für den FC Bayern ist dieses Spiel schwer einzuordnen. Fest steht, dass nach Wochen der Formkrise viele Spieler wieder eine gute Leistung erbrachten. David Alaba, Javi Martínez, Benjamin Pavard, Joshua Kimmich, Thomas Müller, Kingsley Coman und Serge Gnabry spielten nach Wochen wechselhafter Leistung alle eine sehr gute Partie. So gut sogar, dass der in den letzten Spielen dauerbeschäftigte Manuel Neuer ausgerechnet heute gar nichts zu tun bekam.
Besonders hervorzuheben muss man hier vielleicht David Alaba, der mit einer seiner besten Leistungen als Innenverteidiger einer Viererkette zeigte. So gut wie Davies gerade spielt, wird er hier wohl noch öfter spielen werden.

Borussia Dortmund hat zwar mit den Bayern den besten Kader der Liga, doch heute war ihre Leistung fast durch die Bank schwach, die Münchner wären also gut beraten nicht in komplette Euphorie zu verfallen. Schnellschüsse sind nicht angebracht und doch gerade mit dem in nur kurzer Zeit viel besser gewordenem Pressing und der allgemeinen Leistungssteigerung, scheint es als hätte Hansi Flick für den Moment die Mannschaft gut im Griff.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

  1. GestrandetinBerlin Seite 09.11.2019 - 21:30

    Das war schon ein ordentlicher Sprung nach Vorne. Die Bayern waren in den letzten Jahren besonders gut, wenn das Gegenpressing gut war, das hat Flick gut hinbekommen.
    Aber ich hoffe im Gegensatz zu Tottenham wird allen klar sein, dass Dortmund quasi ohne fitte Reus, alcazer (?) und Sancho gespielt hat.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Aber ich hoffe im Gegensatz zu Tottenham wird allen klar sein, dass Dortmund quasi ohne fitte Reus, alcazer (?) und Sancho gespielt hat.”

      Du meinst also damit, dass Dortmund kein Gradmesser war?

      1. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 09.11.2019 - 21:48

        Doch schon, aber ein Dortmund, nicht auf seinem höchsten Level. Schlecht reden wollte ich den Sieg nicht.
        Gerade Reus hat Dortmund glaube ich sehr gefehlt als Organisator des Umschaltspiels. Aber wie gesagt, das Gegenpressing war heute echt viel besser.

    2. Dortmund und Bayern hatten beide dieselbe Startelf wie in der CL. Hier wie dort dehlten teure Spieler verletzt. Dortmund war schwach – aber sie sahen eben schwach aus, weil Bayern stark war.

    3. Ich sehe heute Dortmund schon als Gradmesser – starke Leistung unseres Teams.

    4. Mei, Dortmund hat offensive Verletzungsprobleme, wir haben defensive Verletzungsprobleme. Die derzeitige Viererkette bei uns ist personell (und noch dazu positionell) ja wirklich nicht in der Bestbesetzung.

      Geiles Spiel und gegen Dortmund gewonnen und in allen Wettbewerben noch gut dabei. Noch nix gewonnen und noch nichts verloren. Nicht mehr und auch nicht weniger. Was will man mehr nach der letzten Woche?

  2. Stopp. Schwerer Fehler in der Überschrift.
    Wir sind die Bayern und nicht die Münchner.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Hab ich mir auch gedacht!

  3. Sieht doch schon deutlich mehr nach Fußball aus, mehr erkennbare Strukturen, abgestimmtes Laufverhalten, bessere Zonenbesetzung, viel besseres Kombinationsspiel, konzentrierte Defensive und durchaus kreative Ansätze nach vorne. Und da geht in Zukunft bestimmt noch mehr. Den BVB über 90 Minuten dominiert, und überlegen in allen Bereichen! – Davies macht Spaß, seine Entwicklung in den letzten Spielen ist sehr erfreulich, denn das schafft auch Entlastung hinsichtlich der Personalsituation und ermöglicht mehr Optionen.

  4. perfekt. ihr habt Recht. Phonzie brutal stark.
    wie Lothar gesagt hat, es liegt an den Mentalitätsspieler. genau das was ich von Kovac erwartet habe macht nun wieder Hansi.

  5. Guter Beitrag mit meiner Meinung nach richtigen Einschätzungen.

    Nur bei der Formation habe ich – wie gegen Piräus – ein 4-1-4-1 gesehen (Fuss und Matthäus auf Sky übrigens auch ;-)

    Interessanter Aspekt: Vorerst “Verlierer” des Trainerwechsels sind Coutinho und vor allem Thiago. Ohne den für viele unersetzbaren läuft es plötzlich.

    Robert sollte seine Leisten OP bitte in die Winterpause verschieben.

    Und Fun Fact am Rande: Davies ist ein Brazzo Transfer und Kovac hat das “Experiment” als LV mit ihm in Gang gesetzt. Der Junge hat mir heute super gefallen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Der Kicker meldete heute, daß Lewy den operativen Eingriff in die Winterpause verschoben habe. Laut Kicker werde Lewy auch zu den beiden Spielen der polnischen Nationalmannschaft fahren. Der FC Bayern München hoffe aber, daß er nur ein Spiel absolviere.

  6. Das war eine Machtdemonstration! Den BVB dominiert, demontiert und bedient nach Hause geschickt. Ganz so, wie man sich das angesichts des Kaders der Bayern vorstellt. Wie nah Triumph und Niederlage beinander liegen ist immer wieder erstaunlich. Heute war das Momentum verdientermaßen auf Seiten der Bayern. Flick versteht es wohl als Moderator das Beste aus den Spielern heraus zu holen. Ich freue mich auf weitere Spiele mit dem Interimstrainer!

  7. Die letzten Wochen waren ein Paradebeispiel, was passiert, wenn die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer und/oder innerhalb der Mannschaft nicht (mehr) stimmt, aus welchen Gründen auch immer.
    Und das heutige Spiel war ein Paradebeispiel dafür, zu was eine Mannschaft fähig ist, wenn die Fesseln gelöst werden.
    Viele Spieler nicht wiederzuerkennen, lediglich bei Thiago und vor allem Coutinho steht noch einige Arbeit bevor.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Bei Thiago muss man in der Tat noch (Aufbau)Arbeit investieren, schon alleine, weil er noch weiterhin Vertrag bei uns hat. Bei Coutinho ist es wohl eher so, dass er am Scheideweg seiner Karriere steht. Der muss von sich aus viel mehr zeigen, weil es bei ihm um die Frage geht, ob er noch einmal bei einem Topverein unterkommt. Bisher wäre er (für mich) nicht einmal mehr 25 Mios wert. Und die Entscheidung, ihn andauernd spielen zu lassen, war angesichts der bisher gezeigten Leistungen falsch. Nur weil er einer der teuersten Spieler der Geschichte ist, hat er noch lange nicht das Recht, jedes Spiel bei uns zu machen. Hansi Flick hat das erkennt und wieder das Leistungsprinzip vorangestellt.

  8. Wow
    Durch Flick zurück in Pep Mode
    Phantastische Leistung
    Hätte nicht gedacht das das mit dieser Aufstellung möglich war.
    Alle diszipliniert und engagiert, immer einen Schritt Gedanken voraus.
    Interessant wie man auf einmal im Verbund soviel besser in der Defensive steht in dem man durch ganz simple Maßnahmen die Abstände verringert, höher steht presst .
    Und nach vorne ist immer noch mehr Luft nach oben.
    Alle waren gut aber man muss schon sagen das die Abwehr sehr gut war. Kimmich Goretzka Müller auch das Zentrum dominiert haben und die Außen Gnabry Coman sehr gut nach hinten gearbeitet haben.
    Alaba fehlerfrei überragend und Davies auch sehr konzentriert überraschend gut.
    Hat viel Soass gemacht nach Wochen des Negativfussballs.
    Bravo Hansi Flick
    Lasst ihn mindestens bis Winterpause weitermachen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Flicks Arbeit ist viel eher mit der Hitzfelds (als Guardiolas) zu vergleichen – und gerade das finde ich klasse!

      1. Ich empfand es eher als von Klopp inspiriert. Zunächst viele lange vertikale Bälle. Die hohe Verteidigung hat Pep natürlich auch gespielt. Damals doch auch Verletzungen in der Abwehr geschuldet.
        Gestern aber wenig extrem kurzes Passspiel.
        Für Peps Standards sind die Spieler viel zu viel gelaufen.

  9. Dieser Sieg ist immer noch auch ein Verdienst von Kovac. Also nochmal Danke Niko! Hoffe er konnte sich auch ein bisschen freuen heute.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt. Nur durch seine Demission konnten wir heute endlich mal wieder in der Liga überzeugen.

    2. Eben nicht.
      Was haben den diese vielen taktischen Umstellungen mit Kovac zu tun?
      Man kann ihm zusprechen das das Team physisch in gutem Zustand ist aber ansonsten nicht viel mehr.

    3. unsinn oder ironie?

  10. Hansi Flick bleibt vorerst Trainer von Bayern München!

    Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge betonte nach dem 4:0 (1:0) des deutschen Rekordmeisters gegen Borussia Dortmund: “Wir werden in aller Ruhe mit ihm weitermachen.”

    Auf die Frage, ob Flick am 23. November beim Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf auf der Bank sitzen werde, fügte Rummenigge hinzu: “Davon kann man ausgehen.”

    Angesprochen auf die Aussage von Rummenigge, sagte Präsident Uli Hoeneß: “Ich kann mir nicht vorstellen, dass Karl-Heinz Rummenigge nur über eine Woche gesprochen hat.”

    Quelle: sport1.de

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Leider wissen wir das die Aussagen unserer Bosse im Moment nicht sehr verlässlich sind.

      Den Hansi zu holen, falls es mit Niko schief geht, hielt ich von Anfang an für eine sehr gute Idee. Wen kriegst Du mitten in der Saison?! Wer weiß was sich in den nächsten Wochen entwickelt….

  11. “Vielleicht erinnern sich die Bayern-Fans in einigen Jahre an genau dieses Spiel nicht wegen Hansi Flick oder einem Krisenende zurück, sondern weil es den Durchbruch Alphonso Davies’ darstellte.”

    Danke Justin, genau das ging mir beim einem genial gewonnenen Zweikampf vom Fonsi auch durch den Kopf.
    Vielleicht ist es langsam an der Zeit für manchen Mitforisten, seine eigene gefühlte Vollkommenheit etwas distanzierter zu betrachten und etwas mehr darauf zu vertrauen, was der gelernte Fußballlehrer in Diensten des FC Bayern München so entscheidet. Er hat im Gegensatz zu uns allen die aktuellen und genaueren Eindrücke aus dem Training und aus Einzelgesprächen, er hat im Gegensatz zu uns allen die Kompetenz, diese seine Eindrücke zu sortieren und in eine ideale Aufstellung für den nächsten Gegner fließen zu lassen und er allein hat die Verantwortung zu tragen, wenns schief läuft. Wenn ich hier schon wieder die Kommentare lesen muss, dass aus welchen Gründen auch immer ein Thiago oder Coutinho spielen müsse anstatt Goretzka und Müller, dass gegen den BVB aber unbedingt die Viererkette Kimmich-Pavard-Martinez-Alaba spiele müsse usw… Denkt ihr wirklich, ihr wisst es besser als der Trainer des FC Bayern? Was führt Euch zu dieser unglaublichen Selbsteinschätzung?

    Ich für meinen Teil bin auch davon überzeugt, dass Kovac nicht der richtige Trainer für Bayern war. Dass Team und Trainer gegensätzliche Vorstellungen vom Spielstil hatten, war zum Schluß unübersehbar. Warum er, der sicherlich intellektuell in der Lage ist, die Tragweite seiner missglückten Aussprüche richtig einzuschätzen, diese trotzdem getätigt und damit die Kabine verloren hat, bleibt wohl sein Geheimnis.

    Das Thema Kovac ist durch, jetzt ist Flick am Zug. Wie es ausschaut, darf er wohl nach diesen beiden überzeugenden Vorstellungen vorerst weitermachen. Vielleicht schafft man es künftig ja auch hier, einem Blog, den ich seit 2013 verfolge und mich immer gern beteiligte, dem Trainer und seinem Team etwas mehr Vertrauen entgegenzubringen. Wie sagte ein weiser Mann einst: ” Eine Trainer ist nicht eine Idiot! Eine Trainer sehe was passiere im Platz!”

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der Daniel hat’s gesagt :-)

      1. Oh… Natürlich. Ehre wem Ehre gebührt :-)

  12. Roland Wohlfarth Seite 09.11.2019 - 22:07

    Was für ein Spiel. Ich wäre im Vorfeld echt mit einem dreckigen 1:1 zufrieden gewesen. Einfach Wahnsinn was die Jungs aus sich rausholen können, wenn der richtige Mann an der Seitenlinie steht. Und Phonzie überragend. Hab den schon als Fehleinkauf abgestempelt nachdem ich ihn im Winter mal in einem RL Spiel gegen eine biedere Mittelfeldtruppe, das 1:1 endete, gesehen habe. Und jetzt diese Leistung gegen den BVB. Sensationell.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Wie kann man denn einen Blutungen 18-jährigen, der aus Kanada/USA nach Deutschland zu einem Verein wie dem FCB kommt, nach 2 Monaten abstempeln??

  13. Glückwunsch an Hansi Flick und die Mannschaft. So kann’s gerne weiter gehen …

  14. Was mir so Mitte der zweiten Halbzeit so durch den Kopf ging:
    Wurden hier im Sommer nicht unsere Verantwortlichen Leute schwer kritisiert und der BVB in den Himmel gelobt, weil Brandt und Hazard nun in schwarz-gelb auflaufen.
    Heute waren das Klasse-Transfers. Aber für Bayern.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hummels auch. ^^

      Aber der war (wie oft) noch der Beste von Dortmund.

    2. Nein, wie meistens liegst du falsch. Niemand, also wirklich niemand war neidisch auf Hazard und bei Brandt waren sich die meisten uneins. Der Grundtenor bei Brandt stimmt ja auch, dem tut das Spiel ja keinen Abbruch: ihn für 20 Mio zu bekommen ist ein sensationeller Transfer, nur scheint sich die Vermutung zu bestätigen, dass Brandt für Bayern schlichtweg nicht gut genug ist.

      1. Oh, sorry. Dann hab ich diese Kommentare wohl in einem anderen Blog gelesen :-)

  15. Phonsie:

    https://www.directupload.net/file/d/5632/2l65pyhp_jpg.htm

    Freut mich unheimlich für den Kerl. Und endlich mal funktionierendes Scouting!!
    Schön zu sehen auch, dass dem Jungen keiner davon läuft: Kein Sancho, kein Hakimi…niemand!!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolHeinrichVonStahl Seite 09.11.2019 - 22:26

      Du hast eine ungelesene WhatsApp

  16. HeinrichVonStahl Seite 09.11.2019 - 22:44

    Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich glaube aber, der Steilpass vor dem 2:0 kam von Kimmich und nicht von Martínez.
    Mir hat das Spiel wahnsinnig gut gefallen. Ich fühlte mich an die gute alte Zeit unter Pep erinnert.

    Alphonso Davies — hat in der Tat ein überragendes Spiel gemacht.
    Alaba — in der Innenverteidigung absolut souverän!
    Martínez — sehr stark – in der Luft und am Boden.
    Pavard — hat für mich auch ein überragendes Spiel gemacht. Souverän nach hinten und mit viel Druck nach vorne.

    Ich frage mich, was Flick oder sein Nachfolger macht, wenn Süle und Hernández wieder fit sind. Rückt Alaba wieder auf außen und Phonzie aus der Mannschaft?

    Das zentrale Mittelfeld mit Kimmich, Goretzka und Müller hatte gegen den Ball alles im Griff.
    Kimmich — trotz 1-2 Abspielfehlern – mit sehr konzentrierter Leistung. Nach vorne weniger Impulse als in der Vergangenheit. Aber das ist vermutlich auch der Schlüssel zu einer stabilen Defensive. Ich war skeptisch, Kimmich von rechts außen auf die 6 zu ziehen. Aber wenn er künftig so spielt, kann er unser neuer Schweinsteiger werden.
    Goretzka — hat nach hinten ebenfalls gut gearbeitet und einige Konter von Dortmund unterbunden. Von ihm hätte ich mir etwas mehr nach vorne gewünscht.
    Müller — in der offensive mit einigen Schwächen, aber auch mit vielen wichtigen Läufen und zwei Torvorlagen! Müller dirigiert das Pressing der Mannschaft hervorragend und sollte immer auf der 10 spielen.

    Gnabry — hat solide gespielt. Man hat ihn schon besser, aber auch schon schlechter gesehen.
    Coman — ähnlich wie Gnabry. Deutlich mehr als in den letzten Monaten, aber ihm fehlt weiterhin Präzision.
    Lewandowski — unfassbar – zu ihm ist bereits alles gesagt!

    Ich sehe momentan eine starke zentrale Achse bestehend aus Neuer, Kimmich, Müller und Lewandowski, die die nächsten 2-3 Jahre prägen kann. Süle kann diese hoffentlich komplettieren, wenn er wieder fit ist.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Yep, der Pass kam von Kimmich.

      1. Und was für ein Monster-Pass. Geil :)

  17. “Zum Dortmund-Spiel: Ich tippe auf einen Sieg der Bayern, allerdings nicht des neuen Trainers wegen oder weil die Mannschaft jetzt nicht mehr gegen Kovac spielt, sondern weil Dortmund gerade auswärts Probleme hat. Hinzukommt – und ich nenne es schon Mentalitätsproblem – der BvB zeigt seit Saisonbeginn keine wirkliche Konstanz…”

    Diesen Beitrag hatte ich in einem Blog vom Vortrag geschrieben und lag damit gar nicht so daneben. Man sollte den Sieg also nicht überbewerten! Dortmund war einfach zu schwach und wirkte wie Piräus am Mittwoch: Mutlos und ohne Konzept! Dortmund muss sich schon die Frage stellen, welche Anteil der Trainer an dieser (Nicht)Leistung hat!

    Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Handschrift von Flick weiterhin zu erkennen ist!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man sollte die letzten beiden Siege auch nicht unterbewerten!
      Was Bayern – ganz unabhängig von der Leistung des Gegners – geboten hat, war gut. Man war dominant, präsent und willig. Das heißt nicht, dass es gegen wirklich gute Mannschaften nicht eng werden könnte – aber in dieser Verfassung sind die Bayern für alle eine Herausforderung.

      1. Genau das meinte ich, denn wenn ich hier so einige Beiträge lese, fällt mir der gleiche Hype wie zu Beginn bei Kovac auf. Das Ende ist ja bekannt!

  18. Das Spiel war eine Ohrfeige für Kovac!

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mag sein. Aber bei aller Euphorie über die Leistung gegen einen erbärmlich schwachen Gegner heute, macht es mich traurig, dass die Mannschaft gegen den alten Trainer gespielt hat.
      Am meisten habe ich mich für den Phonzie gefreut. Wenn man bedenkt, dass ihn ein Forist schon in die Wüste schicken wollte, dann sollte man seinem Entdecker ein Denkmal bauen. Der Junge ist ein Naturereignis!!!
      Respekt an die Südkurve für die geniale Choreo zum Double 1969. Sah toll aus.

      1. Das ist natürlich auch eine Frage des Charakters und die muss sich die Mannschaft gefallen lassen.

      2. Sorry. Da ist keine Ohrfeigen für Kovac. Das, was ich gesehen habe, war eine Mannschaft, die eine gute Besetzung der Zonen vorwies – wenn auch nicht so gut wie früher, aber dennoch besser als in naher Vergangenheit – und ein dadurch starkes Gegenpressing. Außerdem haben wir ein starkes Pressinh gespielt. Dortmund kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Das war kein schwacher Gegner, sondern er war so schwach, weil wir so stark waren.

        Und noch eins: die Zonenbesetzung, das Gegenpressing und das Offensivpressing kommt nicht zufällig. Das kommt, weil ein Trainer es vor dem Spiel gesagt hat. Ja, gesagt. Zonenbesetzung muss nicht stark trainiert werden. Meist reicht ein dringlicher Hinweis an jeden Spieler,wenn er die Qualität unserer Spieler besitzt.

        Kovac wollte einen anderen Fussball spielen lassen. Das ist okay. Fande ich nicht gut, fanden die meisten nicht gut, fanden die Bosse nicht gut. Aber das ist okay.

        Aber, was masn sieht, ist, dass Flick einen großen Einfluss hatte. Was Positionierung der Spieler betraf. Da spreche ich aus eigener Trainererfahrung. Da reichen auch zwei, drei Einheiten.

        Übrigens Danke MSR für die tollen Berichte!

    2. @Nkls
      Wenn es keine Ohrfeige sein sollte, was war es denn sonst? Flick hat an den richtigen Stellschrauben gedreht, um damit Erfolg zu haben, darum stellt sich schon die Frage, warum Kovac dies nicht konnte?
      Was du gesehen hast, war eine andere gut funktionierende Mannschaft, obwohl dieselben Spieler wie unter Kovac im Kader waren oder auf dem Platz standen. Wenn das keine negative Erkenntnis bezüglich Kovac ist, wie will man das Ergebnis dann anders als mit Ohrfeige beschreiben? Gerade diese Begegnung zeigte wieder, wie sehr die vielen User mit ihrer teilweise heftigen Kritik an Kovac richtig lagen und wie berechtigt sie gewesen ist.

  19. ts, ts, ts, was ist bloß mit der Mannschaft los… :-))))

  20. Fußball ist einfach.
    Bayern gewinnt: Gegner war schwach
    Bayern verliert: Bayern war schwach

    Dieses elende Wort “Gradmesser” vergällt vielen scheinbar jeden Sieg.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sehr clever Wohlfahrt. Ignoriere einfach, was Daniel schreibt und konzentriere dich darauf, worüber du dich aufregen kannst. Meins wär’s nicht, aber ok.

      1. Wo liegt dein Problem?
        Ich habe Daniels Beitrag sehr wohl ausgiebig gelesen und stimme ihm auch in vielen Punkten zu. Hab auch in meinen ersten Kommentaren Bezug auf Daniels Beitrag genommen.
        Dieser Kommentar bezog sich auf die vielen Kommentare, in denen halt schon wieder zu lesen war: “Dortmund kein Gradmesser”, “Sieg nicht überbewerten, da Gegner schwach” usw.
        Aber wenn du jetzt unter jedem Kommentar, der nicht offensichtlich Bezug auf den Hauptbeitrag nimmt, deinen Senf dazu geben willst, dann wünsch ich dir viel Spaß und vor allem auch Zeit.

  21. Ich finde, das Spiel gegen Piräus wird völlig verkannt. Ich hab da eine sehr gute Leistung gesehen. Das heißt ja nicht, dass es ein Feuerwerk sein muss, sondern dass man einfach keine Fehler macht und das Geschehen dominiert.
    Die heutige Leistung war großartig, eine der besten seit Pep (und vielleicht noch Heynckes’ zweiter Amtszeit)!
    Hat natürlich wieder mit dem überragenden Lewy zutun, aber dennoch.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  22. Die Ketten sind gesprengt. :D

    Also so richtig wegweisend war das Spiel ja nicht. Es ist zwar Balsam für die Seele, wenn die Bienen geschlagen werden, aber das war wohl die schlechteste Dortmunder Leistung, die ich je gegen uns gesehen habe. Es gab schon höhere Siege, in denen der BVB aber immerhin dagegengehalten hat und wenn es nur dafür gewesen ist, um mit erhobebenem Haupt vom Platz gehen zu können.

    Aber das war ja absolut gar nix. Wenn unsere Spieler gegen Kovac gespielt haben (sollten), dann war das heute aber mal sowas von eine Ansage für Aki.

    Unser Pressing war aber trotzdem eine wahre Freude. An Spielaufbau war für Dortmund nicht zu denken.

    Highlights des Tages:
    – Dem besten Stürmer der Welt bei der Arbeit zusehen
    – Phonzie
    – Thomas Müller (Fußballgott) mit dem 100. und 101. Assist in seiner Bundesligakarriere (nach Opta-Rechnung, die wohl von den meisten anerkannt wird, nach Transfermarkt hat er schon 30 mehr, weil die etwas anders zählen). Da kann er noch so ungelenk über den Platz stolpern (das war heute teilweise schon wieder sehr unglücklich), die Statistiken sprechen für sich. Und die “Raumdeutung” und den Laufweg vor dem 2:0 macht so kein anderer Spieler.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Du hast recht
      Die Kovacschen Ketten sind gesprengt und deshalb ist dieses Spiel schon wegweisend.

      Es zeigt das die Spieler überragende Qualität haben und eben einen Trainer brauchen der weiß wie sie zu nutzen ist anstatt die Spieler an die Ketten zu legen und zu nerven.

      Und auch wenn das große Lob zurecht Davies gehört so muss man auch klar sehen das
      -Pavard auf RAV Weltklasse war und von den Ketten befreit endlich hochstehend mit Gnabry kombinieren konnte und auch für Kimmich immer eine weitere Anspielstation war
      -Alaba ein Weltklasse Leistung auf IV gezeigt hat mit hervorragendem Stellungsspiel
      -Kimmich auf 6 auch endlich fokussiert und konzentriert und damit auch Weltklasse gespielt hat
      – die beiden 8er Müller und Goretzka Anders noch als gegen Olympiakos immer anspielbar waren und extrem gut gepresst haben und dadurch das Zentrum dominiert wurde. Witsel und Weigl haben keinen Stich gesehen
      -Gnabry und Coman extrem viel in Bewegung und anspielbar waren aber auch viel und gut nach hinten gearbeitet haben

      Verloren geglaubte Mechanismen waren wieder da, alle haben füreinander gearbeitet und miteinander gespielt. So funktioniert ein Team das Spaß hat.
      Flick hat in kürzester Zeit mit einfachsten Mitteln die Fesseln gesprengt und den Spaß zurückgebracht.

      Wenn man jetzt noch im letzten Drittel das Pass und Laufspiel verbessert werden ist die totale Dominanz zurück.

      Bravo Hansi Flick

    2. Hoeneß hat zumindest bestätigt, dass es Strömungen in der Mannschaft gab, die gegen den Trainer waren. Und angesichts der Unterschiede zwischen der von Kovac favorisierten und der gestern gezeigten Spielweise haben diese Spieler wohl mehr als Recht gehabt. Unabhängig vom Engagement Einzelner – die Art und Weise WIE wir jetzt wieder spielen, zeigt doch deutlich, dass uns der Fussball mit dieser Geschmacksrichtung sehr viel besser liegt als der Fussball, den Kovac spielen lässt. Das hat die Mannschaft vermutlich schon die ganze Zeit gewusst (und viele hier ja auch), nur die sportliche Leitung hat wahrscheinlich immer noch gehofft, dass es doch noch irgendwie gut geht. Jetzt, da der Fehler mit der Verpflichtung eines Trainers, der von der Spielidee einfach nicht zu uns passt, behoben ist, läuft es dann auch wieder besser. Aber wirklich überraschend kommt es eigentlich nicht. Der klügste Move in der Sommerpause war es, Hansi Flick zu holen. Als Co musste er sich dem Cheftrainer beugen, aber jetzt darf er seine Idee vom Fussball ungefiltert umsetzen.

      1. Nagel auf den Kopf getroffen.
        Genauso ist es

  23. Beeindruckende Leistung unserer Mannschaft. Dortmund mit 4 Ballaktionen im 16er der Bayern, 1 Torchance und kein Torschuss. Mehr muss man nicht sagen. Gegner war heute wie auch unter der Woche chancenlos. Die Mannschaft steht extrem stabil, der Gegner kann kaum gefährliche Situationen herausspielen.

    Dadurch, dass er Thiago und Coutinho 160 Minuten lang auf der Bank lässt entfacht er den Konkurrenzkampf.

    Ich bin gespannt wie es weiter geht.

  24. Oh Mann. Das hat richtig gutgetan. Ich habe vor einiger Zeit geschrieben, das scheinbar nichts mehr von den fußballerischen Grundvoraussetzungen da ist. Ich lag falsch. Es wurde nur nicht abgerufen. Die Art und Weise, wie Gestern Fußball gespielt wurde, gefällt mir sehr gut. Es war ein Beispiel für Willen und Einsatzbereitschaft. Die Dortmunder kamen mit unserem Pressing überhaupt nicht klar und konnten nicht dagegenhalten. Die Mannschaftsteile haben zusammen angegriffen und verteidigt. Vieles erinnerte mich an die vorletzte Amtsperiode von Jupp Heynckes. Davies und Lewa einfach traumhaft. Sicherlich werden gegen defensivere Mannschaften auch zähere Spiele folgen. Und da werden unsere beiden super Techniker auf engerem Raum noch sehr wichtig werden. Wenn jedoch die Raumaufteilung und der Wille weiterhin auf den Platz gebracht wird, können wir zuversichtlich in die Zukunft sehen. Die Qualität im Kader ist m.M.n. hoch genug, um bei passenden Los/Spielglück und ohne weitere Verletzungen auch in der CL weit zu kommen.
    Wir haben ein tolles Spiel unserer Mannschaft gesehen und ich gehe Morgen mit einem breiten Grinsen zur Arbeit.

  25. Auch wenn man jetzt nicht gleich vorschnell in Euphorie verfallen sollte und es sicherlich noch zu früh ist, voreilige Schlüsse zu ziehen, so brachte diese Woche doch einige Ansätze:
    1. Warum nicht Flick als Dauerlösung sogar über diese Saison hinaus? Flick hat nach eigenem Bekunden eingesehen, dass er die tägliche Arbeit auf dem Fußballplatz braucht. Deshalb wurde er weder als DFB-Sportdirektor, noch als Geschäftsführer bei Hoffenheim nach dem WM-Titel 2014 so richtig glücklich. Vielleicht wollte Flick auch deswegen bisher nicht Cheftrainer werden, weil er keine Chance hatte bei einer Mannschaft beschäftigt zu werden, die vom Niveau her seinen Vorstellungen entspricht? Jetzt war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort und es scheint, dass er auch die Rolle als Cheftrainer ganz gut kann. Vielleicht wird er ja unser Guardiola bzw. Zidane, die auch eher zufällig zu ihren Trainerjobs bei Barca und Real kamen (zumindest so früh).
    2. Kimmich und Thiago funktionieren als Duo nicht wirklich. Schon letzte Saison machte es das Duo Goretzka und Kimmich während Thiagos Verletzung nicht schlecht und die beiden scheinen wirklich ganz gut miteinander zu harmonieren. Seit dieser Woche habe ich das Gefühl, dass es mit Kimmich auf der sechs wirklich was werden könnte. Er braucht dazu aber scheinbar einfach andere Mitspieler. ManCity und Barca haben auf der sechs hoch gewachsenene Spieler und davor dann eher die kleineren Techniker. Könnte mir vorstellen, dass es mit einem kleineren Sechser wie Kimmich auch klappen kann, allerdings dann nur im Verbund mit anderen großgewachsenen Mittelfeldspielern, wie z.B. Goretzka (oder auch Havertz?). Thiago wird das wohl nicht so gern sehen, aber bisher habe ich kein Spiel gesehen, in denen das Duo Kimmich und Thiago sich als unverzichtbar gezeigt hätte. Wenn man wirklich Kimmich zum künftigen Leader aufbauen möchte, dann könnte die Zeit von Thiago diesen Sommer tatsächlich zu Ende gehen, da sein Vertrag ja 2021 ausläuft und man ihn sicher nicht ablösefrei verlieren möchte. So wie Kimmich nicht mehr Außenverteidiger spielen möchte, so wenig möchte ich ihn derzeit auch dort sehen. Pavard macht es wirklich gut und er findet die richtige Abstimmung zwischen Offensive und Defensive. Was passiert, wenn ein Außenverteidiger in erster Linie offensiv denkt, sah man gestern beim BVB. Hakimi war permanent im Vorwärtsgang und in seinem Rücken konnte Coman eigentlich stets angespielt werden und für Tempo sorgen. Mit Kimmich ist das bei uns ähnlich und Gegner können dies ab einem gewissen Niveau gnadenlos ausnutzen.
    3. Bayern braucht Thomas Müller, vor allem in den großen Spielen. War früher der Libero der freie Mann in der Abwehr so war Müller für mich gestern der Libero in der Offensive. Er findet seine Lücken und ist trotz aller Stockfehler jederzeit in der Lage für Zählbares zu sorgen bzw. selbst in Abschlusssituationen zu kommen. Zudem sind seine Laufbereitschaft und sein Wille beeindruckend. Als “Chef” des Gegenpressings ist er noch dazu so etwas wie der heimliche Kapitän auf dem Spielfeld. Für mich ist es kein Zufall, dass Gnabry und Coman in den letzten beiden Spielen in der Defensivarbeit um Längen besser arbeiteten als zuvor. Wenn ich neben einem Spieler wie Coutinho (oder James) spiele, der selbst in der Defensivarbeit bis auf ein paar Ballgewinne nur dahintrabt und auch keine Kommandos gibt, weil ihm das Gefühl für Defensivarbeit einfach völlig abgeht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Gnabry und Coman ihre Defensivarbeit auch weniger konsequent und zielgerichtet ableisten.
    4. Wir brauchen auf die Dauer nicht unbedingt endlose Ballzirkulationen, sondern vor allem ein gut strukturiertes Positionsspiel. Wenn man in der Offensive noch ein paar Varianten einübt, dann kann diese Mannschaft in der Bundesliga jeden tief stehenden Gegner unter Druck setzen, auch mit eher körperlich orientiertem Fußball als mit feiner Technik.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @willy
      Zu Zhiago ist mMn Deine Analyse nicht korrekt.
      Gerade letzte Saison ging es ohne Thiago bergab als Kimmich und Goretzka nicht funktioniert haben. Thiago hat uns quasi durch die Saison getragen und Kovac hat ja dann auch Javi neben Thiago gestellt. Deshalb gab es die Kimmich Thiago combo I gut wie nie.
      Und auch diese Saison haben die doch kaum zusammen gespielt.
      Und wenn dann hat Kimmich sich nicht so auf die 6 konzentriert und diszipliniert gespielt wie gestern sondern wollte auch noch ein bisschen 8 spielen.
      Goretzka hat es gestern sehr gut gemacht aber mMn kommen wir ohne die Kreativität eines Thiago nicht klar die gerade durch das Ziehen von Kimmich auf die 6 erst frei wird.
      Sicher hat Thiago momentan ein Formtief aber er wird bald wieder im Zentrum spielen. Bin eher bei Coutinho vorsichtiger geworden denn wenn Müller immer so spielt wie gestern(was nicht so oft der Fall war) dann wird es für jeden anderen schwierig egal ob James Coutinho Havertz.

      Kimmich auf der 6 scheinst Du ja jetzt zumindest geschluckt zu haben. Da gehört er hin und da wird er als unser zukünftiger Clubkapitän noch Jahre dominieren.

      Goretzka ist natürlich ein anderer 8er der in die Tiefe geht und viele Räume reißt. Wenn wir Havertz holen dann brauchen wir keinen Tolisso der ein Goretzka mark2 ist.

      Wir werden ja sehen wie der Club plant aber mich würde es sehr wundern wenn man den Vertrag mit Thiago nicht verlängern würde.

    2. Über die Kimmich/Thiago-Sache habe ich noch nicht nachgedacht, aber das klingt ziemlich plausibel. Wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob die ingesamt höhere Verteidigung (“nach vorne verteidigen”) nicht auch der Kombo Thiago/Kimmich entgegenkommt. Denn eines der Probleme waren ja die großen Abstände, die viel kleiner geworden sind unter Flick. Wir haben ja sogar manchmal mit einer 5er- und einer 4er-Kette hinten gestanden und wir haben bei Ballverlust vorne ja auch schnell gepresst.

      Die Sache mit Müller ist für mich klar und Flick hat das ja auch sofort erkannt. Müller ist unumstrittener Stammspieler auf der 10. Alleine schon, weil er die Mannschaft auch mitreißen kann. Und von dieser Sorte Spieler haben wir derzeit zu wenige. Dazu arbeitet er nach hinten mit. Flick hat zudem durch den Verzicht auf Thiago und Coutinho gleich mal deutlich gemacht, dass die beiden sich dem Konkurrenzkampf stellen müssen – und nicht wie bei Kovac unabhängig von der Leistung gesetzt sind (womit btw. auch die unterschiedlichen Spielauffassungen der beiden deutlich werden – Kollektiv bzw. Gruppentaktik vs. individuelle Qualität). Wenn Thiago und Coutinho verstehen, dass sie auch nach hinten arbeiten müssen, dann werden sie auch ihre Spiele bekommen – Jupp Heynckes hat es ja auch geschafft, Rib und Rob die Arbeit nach hinten beizubringen.

      Das als Ergänzung den den guten Gedanken von willythegreat.

      1. Thiago Kimmich im ZM haben so gut wie nie zusammengespielt.
        Kimmich muss und will auf Sicht auf der 6 spielen und hat auch gestern gezeigt warum das so ist.
        Davor kommt man auf Dauer nicht ohne Kreativität aus so gut es gestern Müller und Goretzka gemacht haben.
        Falls es ein Problem zwischen Thiago und Kimmich geben sollte, was ich nicht glaube, dann wird sich natürlich Kimmich als zukünftige Club Kapitaen durchsetzen.

  26. Flick wusste höchstwahrscheinlich nicht erst seit dieser Woche, welche taktischen und gruppendynamischen Veränderungen nötig sind, um unser Spiel zu solidifizieren. Die Frage ist doch nun: hat er seine Ideen nicht schon früher eingebracht, womöglich aus Respekt dem Cheftrainer gegenüber? Oder hat er es getan und konnte sich nicht durchsetzen, weil es jemand besser zu wissen glaubte? MiansanKovac? Wohl kaum, aus meiner Warte eher: MiasanKovaclos!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich vermute, dass Flick sich nicht durchsetzen konnte. Jetzt setzt er die Ideen ja umgehend um. Kovac hat zumeist die Spieler verantwortlich gemacht für die schlechten Spiele und sich selbst nicht hinterfragt. Das deutet zumindest auf mangelnde Fähigkeit zur Selbstreflexion hin. Vermutlich hat er geglaubt, es besser zu wissen.

      1. “Vermutlich hat er geglaubt, es besser zu wissen”
        Sorry, den kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Dann wäre er bei MSR ja gut aufgehoben, vielleicht schreibt er hier bald seine ersten Kommentare :-)

    2. Das ist immer die Frage, wenn ein Co-Trainer die Mannschaft übernimmt.
      Die Co-Trainer sind ja oft viel näher an der Mannschaft, haben ein ganz anderes Verhältnis zu den Spielern. Ob Flick Kovac unterstützte, ihm helfen wollte und nicht mehr konnte oder zusammen mit den “Strömungen in der Mannschaft” sogar aktiv an seiner Demission arbeitete, werden wir wohl nie erfahren.
      Und am Ende des Tages ist es auch egal. Zumindest für uns.

    3. Ich denke, dass es an der anderen Grundidee liegt.
      In der Süddeutschen meinte er, dass er wesentlich dominanter spielen lassen will.
      Diese Grundidee bedingt dann den Rest.

      1. So ist es aus meiner Sicht auch. Die Spielidee ist eine ganz andere. Und mit der kommt die Mannschaft besser klar. Dazu dann auch noch klarere Vorgaben. Das alles hat gefehlt – und wurde hier ja auch schon etliche Male kritisiert. Jetzt bekommen wir es sogar direkt von der Mannschaft zu hören.

        “Ich fand es gut, dass er bei der Herangehensweise in der Defensive Strukturen und Abläufe festgelegt hat. Jeder auf dem Platz wusste, was zu tun ist”, erklärte Joshua Kimmich. “Wir haben versucht festzulegen, wer wen anläuft.” Ein entlarvender Satz, der impliziert: Unter Kovac wurde das offenbar nicht versucht.

        Anders als Kovac denkt Flick die Defensive nicht aus der Defensive, sondern aus der Offensive. “Wir haben mehr nach vorne verteidigt, standen offensiver, haben mutiger gespielt. Das ist ein Unterschied zur Vergangenheit”, sagte Manuel Neuer. Auch das: unterschwellige Kritik an Kovac.

        Das höhere Verteidigen führt automatisch auch zu höheren Ballgewinnen. “Du kommst leichter zu Chancen, wenn du den Ball in der gegnerischen Hälfte gewinnst statt am eigenen Sechzehner und dann noch zehn Feldspieler ausspielen musst”, sagte Kimmich. Leon Goretzka sagte: “Dadurch ist eine ganz andere Dynamik entstanden. Er hat die Grundhaltung verändert.”

        https://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern/1911/Artikel/wie-hansi-flick-dem-fcb-die-kontrolle-zurueckgab-ftr.html

    4. Ist doch jetzt egal.
      Das Team ist von den Kovacfesseln befreit.
      Uli geht in Tuhestand.
      KHR und Kahn wollen offensiven attraktiven dominanten Ballbesitzfussball und damit sind alle Trainertypen ala Kovac ad acta gelegt.

      Jetzt kann man in Ruhe überlegen ob Flick es bis zur Winterpause oder bis Saisonende macht bevor dann ein ETH etc übernimmt.

  27. Müller führt die Liga inzwischen in Vorlagen an. Und ich wage mal zu behaupten, das sind keine 1-Meter-Pässe für einen Weitschuss, sondern waschechte Vorlagen aus dem Spielfluss heraus inkl. Game-Winner.

    Klar gelingt Müller nicht immer alles. Wie er sich aber reinwirft, beißt, auf dem Platz 90 Minuten anbietet und permanent zwischen den Linien tigert ist vorbildlich. Von der emotionalen Komponente abgesehen (Bedeutung als Person für den Verein), ist es für mich absolut unverständlich, wie gerade Kovac mit seinem Hero-Fußball einen solchen Kämpfer und Energiemotor permanent auf die Bank setzen konnte.

    Thiago ist für mich das größte Mysterium der ganzen Kovac-Zeit: letzte Saison Spieler der Saison, der Kovac mehr oder weniger den Hintern rettete. Heuer bekommt er plötzlich keinen Fuß mehr auf den Platz. Vielleicht muss man ihn wirklich vor Goretzka-Thiago stellen? Allerdings wäre ich vorsichtig mit der Lösung Davies und Alaba. Das war 1x nicht katastrophal und 1x gut. Mehr nicht.

    Der “Man out” ist klar Coutinho. Damit kann ich leben. Ehrlicherweise war er nach einem ganz netten Start bisher eine einzige Enttäuschung. Im Nachhinein sehr smart, die Lösung mit der Kaufoption.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sollte Countinho nicht zünden, dann lieber die Kaufoption verstreichen lassen und das Geld in Havertz & Sane investieren. Hallo FC Bayern Deutschland.

      1. MMn werden Sané und Havertz sowieso gekauft.

        Man kann ja jetzt auch über James wieder nachdenken der wird wohl nicht sehr viel mehr als 25 Mio kosten.

        MMn ist James für uns effektiver als Coutinho.

  28. Was für eine Ironie.
    Flick gewinnt mit lupenreinem Kovac-Ball und alles ist gut. Zumindest der Kovac-Ball in seinen guten Phasen und so wie es sich Kovac vielleicht gewünscht hätte.
    Einen wesentlichen Unterschied darf man natürlich nicht verschweigen und das ist das etwas höhere und kompaktere Anlaufen. Der Rest ist tatsächlich Einsatz, Willen und die Tatsache, dass diesmal alle mitgemacht haben. Man hatte schon den Eindruck die Funken aus den Augen sprühen zu sehen.
    Gerade dieses “alle machen mit” ist für so ein vorgeschobenes Pressing natürlich elementar. Da brauchen sich immer nur 1 oder 2 rausnehmen und du bist ausmanövriert. Und wenn das immer wieder geschieht, zerstört das fast zwangsläufig auch die Moral der brav anlaufenden.
    Warum dass jetzt gestern möglich war? Ich gehörte nie zu denjenigen die der Mannschaft Moral absprachen oder ein Spiel gegen Kovac, das wäre mir viel zu billig. Hier muss man wohl in tieferen psychologischen Sphären graben.
    Wobei es natürlich die Frage ist, ob die Mannschaft ein physisch und psychisch so anspruchsvolles Spiel auch im Alltag des 3-Tagesrhythmus abrufen kann, wenn der Trainer nicht neu ist und der Gegner nicht Dortmund heißt.
    Ansonsten das so oft besprochene Offensivkonzept wie gehabt, fast noch zugespitzter als unter Kovac. In der ersten halben Stunde haben wir fast ausschließlich mit langen Bällen gearbeitet und auch in der Folge war das ein lupenreines Umschaltspiel mit schnellen, vertikalen Bällen, die dann meist (man glaubt es kaum) auf dem Flügel landeten. Erst nach einer Stunde, als dann Dortmund so ziemlich durch war und wir die Sicherheit des nahenden Sieges hatten, kamen auch Elemente von Ballbesitzfußball dazu.
    Was diesmal allerdings gestern besser war und der Unterschied, dass wir dieses aus einem solchen Spielansatz oft entstehende “Hin und Her” mit einhergehendem Kontrollverlust, durch ein überragendes Gegenpressing gleich im Keim ersticken konnten.
    Was natürlich auch ein wenig mit der Rolle und dem Auftreten des BVB zu tun hat. Die “self fulfilling prophecy” ihrer Auftritte in der AA hat schon etwas tragikkomisches, je nachdem auf welcher Seite der Geschichte man steht.
    Noch ein Wort zu Hummels. Ich war eingedenk der letzten Rückrunde nicht sehr glücklich mit seinem Verkauf. Was er in Dortmund bisher leistet erinnert mich allerdings sehr fatal an die letzte Vorrunde. Gestern im Grunde mit Aktien bei jedem Gegentor, insgesamt ein unfassbar schwacher Auftritt.

    Bei uns natürlich Lewy, Lewy, Lewy. Und der Neuner war auch ganz gut. Und dieser Pole. Im Ernst was will man noch sagen. Genießen wir den Lauf solange er anhält.

    Ansonsten die beiden AV für mich noch positiv sehr auffällig. Wobei denen, wie auch der gesamten Abwehr natürlich zugute kam, dass die Dortmunder meist schon in deren Hälfte wegverteidigt wurden.

    Ich bin jetzt erstmal sehr gespannt auf das Spiel in Düsseldorf. Das ist dann wieder ein ganz anderes Spiel, das vmtl. eine ganz andere Herangehensweise erfordert. Ein Stück weit wieder Liga-Alltag. Mal schauen was der Flick-Ball uns da anzubieten hat (-;

    Antwortsymbol20 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Fast genau meine Gedanken, nur könnte ich die nie so schön zu Papier bringen.
      Ich dachte auch oft an Kovac, wenn wieder ein langer Diagonalball zu Coman oder Gnabry kam. Wieso es jetzt funktioniert und bei Kovac nicht, wird wohl seine Gründe im menschlichen haben. Menschenführung und Menschen begeistern können, sind Talente, die ein Trainer unbedingt braucht.
      Nur bei Hummels muss ich dir widersprechen, der war für mich zusammen mit Bürki noch der Fels in der Brandung und hat schlimmeres verhindert.

      1. Zu Hummels noch zur Erläuterung. Das ist bei ihm schon immer die Diskrepanz. Das sieht alles so elegant aus, er hat eine gewisse Aura, er erklärt sich wunderbar eloquent in Interviews. Aber da sind immer wieder diese Dinge die er konstant einstreut und die einen (sofern er für die eigene Mannschaft spielt) zur Verzweiflung treiben können.
        Hier konkret:
        Lewy steht bei seinen beiden Toren jeweils völlig blank im Strafraum. Und warum tut er das? Weil Hummels jedesmal vorher von ihm weggegangen ist. Er war in beiden Situationen am Mann, bewegt sich dann weg um einen anderen Spieler zu doppeln. Kann man mal machen, aber den Lewy des Jahres 2019 mutterseelenallein in der Box stehen zu lassen? Puh, da kann ich mich dann nicht aus der Verantwortung rausnehmen.
        Tor 4 ist einfach nur seines. Da wird er nicht überrascht, nicht angeschossen o.ä, er geht bewusst genau dahin wo er hingehen will und tut was er tun will. Wenn ich dabei den Ball ins eigene Tor schieße? Dann ist es eben mein Tor.
        Bei Tor 2 ist am wenigsten individuelle “Schuld” dabei. Bei der Situation mit dem Pass schätzt er die Situation kurz falsch ein. Kann passieren. In der Folge offenbart sich halt, wie langsam er ist.

    2. Sorry aber das hatte mit Kovacfussball nun garnix zu tun.
      Das war gewollter purer Ballbesitzfussball mit dem Ziel totaler Dominanz und Spielkontrolle.
      Bälle erstmal halten und nicht leichtfertig verlieren um dann im richtigen Moment draufzugehen.
      Insgesamt stand die Abwehr viel höher die Abstände waren kleiner die AV besonders Pavard von den Fesseln befreit hoch und runter.
      Also da war fast alles anders als was für Kovac pingpong Fußball steht.

      1. Sorry, aber das war Kovac-Fussball mit funtionierendem Gegenpressing und eingestreuten Ballbesitzphasen.
        Mit Pep hat das noch nichts zu tun.

      2. Also schaut Euch einmal die Ballbesitzquoten, die Passgenauigkeit, die Ballstaffetten, die Positionierung auf dem Feld, das Gegenpressing an. Da sind schon deutliche Unterschiede zu erkennen. Flick hat das von Anfang an angekündigt (“nach vorne verteidigen”), die Spieler haben es gestern nach dem Spiel auch so gesagt (Kimmich: “Wir haben versucht festzulegen, wer wen anläuft”, Neuer: “Wir haben mehr nach vorne verteidigt … Das ist ein Unterschied zur Vergangenheit”, Goretzka: “Er hat die Grundhaltung verändert”). Das waren für weniger als eine Woche Training riesige Unterschiede. Natürlich gab es auch lange Bälle. Gerade die langen Diagonalbälle haben wir schon immer als Stilmittel habt (remember Alonso oder Boateng). Aber damit ist doch die Spielanlage per se gleich.

      3. Sorry, sollte heißen:
        Aber damit ist doch die Spielanlage nicht per se gleich.

      4. Ich und ich denke auch Jo meinen mit Kovac-Fussball nicht den grausamen Fußball der letzten Wochen, sondern den Kovac-Fussball der vergangenen Rückrunde.
        Zwischen dem 5-0 vom Frühjahr und dem 4-0 gestern erkenne ich wenig Unterschiede.

    3. Zu dem Thema Kovac-Ball empfehle ich die ausgezeichnete Ausarbeitung von Justin hier im Blog. Die findet man sehr leicht mit der Suchfunktion.
      Da ist alles wunderbar erläutert.

      1. Stimme euch voll zu @wohlfahrt und @Jo. Das Spiel war von der Idee her genauso wie das 5:0 gegen Dortmund.
        Das hatte noch sehr viel mit Kovac’ Idee von Fußball zu tun und ich finde es echt traurig, wie manche das hier komplett leugnen. Natürlich wurden auch Dinge angepasst aber von der Grundidee war das wie Kovacball.

      2. Hast Du etwas Anderes hier erwartet? Ich nicht…

      3. @Stift: So geht also eine vernünftige Auseinandersetzung? Du vergiftest hier echt immer wieder das Klima. Du wirfst anderen vor, sich nicht sachlich auseinandersetzen zu wollen – und dann postest Du solche Sachen ohne Notwendigkeit und ohne weitere Begründung. Leider sind genau solche Aktionen genaus wertlos wie manche Posts von einigen Usern, die eher die Anti-Kovac-Seite zuzuordnen sind (von denen ich auch nicht begeistert bin).

      4. Lieber Herrispecial, Deinen Kommentar verstehe ich jetzt gerade nicht. Ich teile Peacemakers Einschätzung.

        “Leider sind genau solche Aktionen genaus wertlos wie manche Posts von einigen Usern, die eher die Anti-Kovac-Seite zuzuordnen sind (von denen ich auch nicht begeistert bin).”

        Dann einfach die Bitte an Dich, nicht immer nur Deine Nicht-Begeisterung an meinen Beiträgen kundzutun, sondern auch mal bei der “Anti-Kovac-Seite” (zu der Du im Übrigen auch zählst ;-)

        Im Übrigen ist “Stimmt. Nur durch seine Demission konnten wir heute endlich mal wieder in der Liga überzeugen.” wohl eher dann auch ein Kommentar, den Du selbstkritisch analysieren solltest.

      5. @Stift: Erstmal, Herrispezial ist korrekt. Das machst Du wiederholt und anscheinend mit Absicht falsch. Respekt fängt bei solchen Kleinigkeiten an.

        Dass Du Peacemakers Einschätzung teilst ist das Eine, das Du nicht erwartest, dass andere das nicht tun, impliziert nun mal, dass denkst, dass eine andere Sichtweise nicht zulässig oder zumindest nicht rational ist.

        Was die Kritik im Ton an der eigenen “Fraktion” angeht, dann nehmen sich beide Seiten hier wohl nichts. Du könntest dann genauso mal wohlfahrt oder tobi13 ansprechen – das machst Du aber auch nicht. Du erwartest also etwas von mir, das Du selbst nicht tust.

        Der Kommentar zu Demission ist in der Tat in gewisser Weise eine Stichelei. Die geht aber weniger in Richtung anderer User hier, sondern gegen den Ex-Trainer, von dem wir ja nun wissen, dass er bei der Mannschaft wenig beliebt war (was hier ja lange vehement bestritten wurde) und der taktisch anscheinend auch nicht so richtig wusste, wie man die Mannschaft richtig schult (was ja durch die Zitate von Kimmich, Goretzka und Co. heute auch deutlich geworden ist).

      6. Oh, Entschuldigung. Das war keine Absicht. Aber die Empfindlichkeit ist schon interessant. 918 bezeichnet mich hier regelmäßig als Stift – daraus jetzt eine Respektlosigkeit abzuleiten wäre für mich genauso absurd wie aus einem mit “c” vertauschten “z”. Werde in Zukunft darauf achten, Deinen Namen korrekt zu schreiben.

        “Dass Du Peacemakers Einschätzung teilst ist das Eine, das Du nicht erwartest, dass andere das nicht tun, impliziert nun mal, dass denkst, dass eine andere Sichtweise nicht zulässig oder zumindest nicht rational ist.”

        Ui – das geht mir jetzt zu weit. Welcher der Kovac Gegner hat nicht die Gelegenheit genutzt, gegen diesen nach dem 4-0 nachzutreten?

        Der Rest Deiner Aussagen spricht für sich und bestätigt meine Aussagen.

      7. Und mit Deinem letzten Satz bestätigst Du leider nur, dass Du lieber gerne austeilst anstatt die sachliche Auseinandersetzung zu suchen. Implizit etwas unterstellen ohne dann aber anzusprechen, was genau gemeint ist. Damit disqualifizierst Du Dich (leider) selbst für eine vernünftige Auseinandersetzung. Und genau dieser Stil ist es, der hier immer wieder für unnötige Schärfe sorgt.

      8. @Herrispezial: Nö. Ich hüpfe einfach nicht über jedes Stöckchen, dass man mir hinhält :-)

      9. @Herrispezial – btw: Dir ist aber schon aufgefallen, dass Du mich wiederholt “Stift” statt “Stiftl” genannt hast? :-)

      10. Das tut mir leid und war nie beabsichtigt. Vermutlich ist es der Autokorrektur geschuldet, wenn ich mal auf dem Handy schreibe. Aber ich werde da in Zukunft genauer drauf achten.

      11. Wie oben schon geschrieben: Kein Problem für mich ;-)

        Wollte nur darauf hinweisen um Dir einen Denkanstoß zu geben, nicht hinter jedem Fehler/Versehen gleich eine böse Absicht oder Respektlosigkeit zu vermuten :-)

  29. Die Bedeutung der Person Müller für den Verein und die Fans ist groß, hat aber keine Auswirkung auf das Spiel an sich.
    Noch wichtiger ist die Bedeutung des Spielers Müller für seine Mitspieler und die ganze Mannschaft. Lewandowski ist nochmal besser, wenn Müller hinter, neben und um ihn herum spielt. Warum hat Lewa beim 3-0 nicht in den Lauf von Coutinho gepasst, sondern zu Müller? Lewa sucht Müller und Müller sucht Lewa. Da stimmt einfach die Chemie und keiner neidet dem anderen etwas.
    Und seine Kommandos und sein Wille reißen die anderen mit, trotz mancher Stockfehler.
    Er ist und bleibt wichtig, auch wenn ihn viele hier schon totgesagt haben.
    Und trotzdem hoffe ich, dass Coutinho auch noch wichtig wird und nicht als größtes Missverständnis in die Vereinsgeschichte eingeht.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Warum hat Lewa beim 3-0 nicht in den Lauf von Coutinho gepasst, sondern zu Müller?”

      Weil Coutinho in der Situation permanent im Abseits war, könnte auch ein Grund gewesen sein ;-)

      1. Schau es dir doch nochmal an. Wenn er gleich passt ist Coutinho meterweit nicht im Abseits. Aber er bricht ab.

    2. Das sehe ich auch so! Müller ist auch auf dem Platz eminent wichtig! Um so mehr gefällt es mir, dass Flick ihn zentral aufstellt, denn obwohl Thomas ja kein “klassischer” Spielmacher ist, kann er mit seinem Gespür für die Spielsituation entscheidende Impulse geben.

  30. Endlich Mal wieder ein Fußballspiel als Gemeinschaft, statt Gekicke von Einzelnkönnern. Wie ein Thomas Müller um die 65. Minuten im Vollsprint nach hinten läuft, um den Querpass abzufangen. Auch Kimmich ist körperlich sehr präsent gewesen und an den richtigen Stellen Akzente gesetzt. Pavard war heute für mich persönlich der Spieler des Spiels. Total unaufgeregt, sehr gute Positionierung und hat 3-4 überragende Flanken geschlagen, so z.B. auf Perisic kurz vor Schluss. Wuchtig und doch genau.
    Für Alphonso Davies habe ich mich sehr gefreut. Mich persönlich ärgert es seit längerer Zeit, dass die jungen Spieler insgesamt gesehen zu wenig Einsatzzeiten bekommen. Klar muss man sie ranführen, aber Erfahrungen auch in der Niederlage sind so unheimlich wichtig. Er hat heute gezeigt, dass er es schaffen kann. Ich drücke ihm die Daumen.

    Zu Thiago / Coutinho: Ich denke, dass wir die beiden Spieler noch brauchen werden. Gerade der Pass von Coutinho auf Perisic vor dem 4-0 hat gezeigt, was er drauf hat. Thiago ist für mich persönlich zwar ein Rätsel, da er immer wieder zeigt, was er könnte, aber dann gerade in wichtigen Spielen zu oft abtaucht.
    Ich denke, dass Flick heute v.a. wegen der Körperlichkeit auf die beiden verzichtet hat. Er hat Spieler gebraucht, die im Fall der Fälle auch bereit sind mit dem Kopf zu grätschen. Thiago und Coutinho werden v.a. bei Gegner mit tiefstehenden Reihen sehr wichtig werden. Aber v.a. Coutinho muss noch an das Team herangeführt werden. Er hat die komplette Vorbereitung verpasst und die Abläufe müssen sich noch automatisieren. Wenn wir ihm Zeit geben, wird das schon werden!

    Dann noch die Gesamtbewertung des Spiels.
    Ich persönlich glaube, dass gegen Dortmund von Haus aus eine ganz andere Brisanz drin ist. Da musst du die Spieler nicht heiß machen. Zwar finde ich die Bezeichnung “Classico” in diesem Zusammenhang etwas an den Haaren herbeigezogen, aber dennoch wissen die Spieler, dass in den letzten 15-12 Jahren nur der BVB ein echter Konkurrent war. Alle anderen Teams sind nach einzelnen Hochphasen oft auch extrem tief abgestürzt.
    So gut mir das Spiel gefallen hat, so sehr bin ich auf die kommenden Aufgaben gespannt. Denn erst, wenn diese Laufbereitschaft und unbedingter Wille sich weiterhin zeigen wird, dann bin ich überzeugt. Einfach weiterhin das Positionsspiel verfeinern, als Team verteidigen und gemeinsam Pressen. Das will ich sehen! Und auch erst dann bin ich überzeugt, dass das Team in den letzten Wochen scheinbar gegen Kovac gespielt hat.

  31. Kovac hatte laut Hoeneß, der ab der kommenden Woche nicht mehr Präsident des FC Bayern sein wird, den Rückhalt im Team verloren. „Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weg haben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert“, sagte Hoeneß.

    Und zwar schon seit Herbst 2018.
    Das man trotzdem dickköpfig solange an einem Trainer festgehalten hat der nie auch nur ansatzweise dem FCB Ansprüchen gerecht werden konnte ist das große Problem.
    Aber das ändert sich ja jetzt nach Ulis Abgang

    1. DANKE!

      Eine der besten Memes, perfekt umgesetzt. :D Ich liebe den Kerl.

    2. hab es schon auf Twitter geteilt,wenn es für dich ok ist?
      Lach mich Schlapp:-)

      1. Kein Ding. War aber noch die Rohfassung!

    3. Das Ding geht schon die Runde! überragend :-)
      Wenn der Kerl lacht,muss ich automatisch immer mitlachen…liebe den Typen:-)

      1. Was hast du denn für nen Twitter-Namen?

  32. Ob nun DO so schwach war, oder unser FCB so stark, spielt letztlich keine große Rolle. Entscheidend sind die Änderungen, die Flick vorgenommen hat und die sich als richtig und perspektivisch herausgestellt haben. Bislang jedenfalls!
    Ohne Frage sind diese Änderungen eher unspektakulär, Mannschaft und Spielidee wurden nicht “auf links gekrempelt”, sondern behutsam verändert – mit allerdings weitreichenden Effekten.
    Im Gegensatz zur Herangehensweise unter Kovac, in der stereotyp vorgegangen wurde mit sofortigen Besetzung der Flügel unter Preisgabe der Mitte, mit riskanten Steilpässen und unzureichender Positionseinnahme, haben wir unter Flick jetzt genau in diesen Dingen eine deutliche Änderung. Man sieht jetzt eine bessere Zoneneinnahme und Positionsspiel, die Pässe werden jetzt kontrolliert über eine kürzere Strecke, dafür mit höherer Sicherheit gespielt, wobei eben auch der Weg durch die Mitte viel öfter gesucht wird.
    Die ganze Mannschaft steht höher und besser in der Ordnung als zuvor.
    Aus diesen Umständen kann die nötige Dominanz entwickelt werden, weil Kombinationen im Spiel nach vorne möglich werden und der Gegner wie früher hinter herlaufen muss, gleichzeitig effektiver ins Gegenpressing nach Ballverlust gegangen werden, was ebenfalls dazu beiträgt, die Kontrolle über das Spielgeschehen zu behalten. Explizit die Verbesserung der Arbeit gegen den Ball würde ich als Positivum der Arbeit Kovac’ sehen, in allen anderen Aspekten sind die Unterschiede zu deutlich, und insofern stellt das Spielergebnis gegen DO tatsächlich eine “Ohrfeige” für Kovac dar.

    Einschätzungen mancher Beiträge hier, wonach Flick identisch zu Kovac spielen lässt, wirken auf mich sehr bemüht und werden selbst mit Hinweis auf Justins ältere Texte nicht richtiger, sind ein durchschaubarer und untauglicher Versuch, unseren mittelmäßigen Flick-Vorgänger zu rehabilitieren.
    Allerdings gilt es jetzt aufzupassen, und Flick nicht zu überhöhen!
    Er hat gute Änderungen vorgenommen und konnte die Mannschaft aufgrund seiner zugewandten Art für sich gewinnen.
    Die Art, wie er Fussball spielen lässt, ist noch um Einiges entfernt vom System unter Guardiola, eher ähnelt es Heynckes, ohne ihn zu kopieren. Es wird sich zeigen, wie die Lösungen unter Flick aussehen, wenn wir gegen kompakt stehende konterstarke Teams spielen! Es wird sich zeigen, wie Flick in der Lage ist, Stars und Ballkünstler wie Thiago bei Laune zu halten, wobei ich noch nicht voreilig davon reden möchte, dass Flick eher auf Fussball-Arbeiter denn auf Fussball-Zauberer wert legt. Das wird sich in den nächsten Spielen herauskristallisieren.

    In diesem Zusammenhang sehe ich auch eine besondere Fähigkeit von Flick, der nämlich in der Lage und Willens ist, Pass- und Positionsspiel aufziehen zu lassen, ohne dafür die “Zauberfüsse” in der Startelf zu haben. Es geht eben auch ohne “Hundert-Millionen-Euro Stars”!! Mit dem einen oder anderen Ballkünstler auf dem Platz wird es aber wohl noch besser gehen, insbesondere gegen “Busparker”. Hauptsache, sie haben verstanden, dass auch sie volle Leistung bringen müssen.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Einschätzungen mancher Beiträge hier, wonach Flick identisch zu Kovac spielen lässt, wirken auf mich sehr bemüht und werden selbst mit Hinweis auf Justins ältere Texte nicht richtiger, sind ein durchschaubarer und untauglicher Versuch, unseren mittelmäßigen Flick-Vorgänger zu rehabilitieren.”
      Sehr hohes Niveau. Respekt.

    2. Frage: worin hat sich das 4-0 von gestern vom 5-0 letzte Saison unterschieden?

      1. Das 4:0 unterscheidet sich vom 5:0 alleine schon durch den Spieltag und die Saison! ;-) Es ist müßig, die beiden Begegnungen zu vergleichen, zumal die Art und Weise der gesamten Saisonspiele letztlich den Ausschlag für Kovac´s Demission gab.

      2. Mir geht es darum, dass hier so getan wird, als hätte erst der Erlöser Flick diese Art Fussball spielen lassen. Die haben wir unter Kovac auch gesehen. Rätselhaft ist nur, warum die Spielkultur nach dem 7-2 so schnell den Bach herunter gegangen ist.

    3. @Osrig: Schön geschrieben und alles schön erkannt. Die Unterschiede zu Kovac sind schon deutlich. Alleine die konsequente tiefe Verteidigung, wenn der Gegner dann mal ausnahmsweise mal in unsere Hälfte kommt. Dazu die viel bessere Zonenbesetzung und die viel geringeren Abstände sind ja nun offenkundig eine deutliche Verbesserung, die wir systematisch erkennen können – und nicht wie zufällig wirken.

      1. Dann auch an Dich die Bitte: worin unterschied sich jetzt das 4-0 von gestern vom 5-0 letzte Saison?

      2. @Stiftl: Es geht doch nicht um das einzelne Spiel. Natürlich hat es unter Kovac auch Spiele gegeben, die gut waren. Nur die Grundausrichtung ist schon eine ganz andere unter Flick als unter Kovac. Das wird ja sowohl von Flick als auch von den Spielern betont. Wir verteidigen nach vorne. Das hohe Gegenpressing ist kein erkennbares Stilmittel mehr unter Kovac gewesen. Dazu der starke Flügelfokus unter Kovac. Und gegen Dortmund konnten wir im April quasi mit voller Kapelle und ausgeruht (weil ohne CL-Belastung) ins Spiel gehen. Dieses Mal fehlte (fast) die komplette angestammte IV. Im April haben wir die Führung nach einem Standard erzielt (ebenso ein weiteres Tor) – dieses Mal fielen die Tore alle aus dem Spiel heraus. Im April hatte Dortmund eine dicke Chance zur Führung. Dieses Mal nicht.

  33. Mir ist bewusst, dass es viel zu früh ist, aber

    Wenn Davies den Durchbruch schafft ist das auch ein Zeichen an die jungen Spieler dieser Welt. Gnabry hat mit seinem 4er-Pack gegen Tottenham auch schon ein solches Zeichen gesetzt.

    Wenn Bayern dich haben will, du an dir arbeitest, kannst du auch den internationalen Durchbruch schaffen. Bayern holt dich nicht, damit du Außenstürmer #97361 bist wie bei Chelsea

    Wenn unsere linke Seite im Angriff wie und vor allem in der Abwehr diese Konstanz behält könnte sie sich schon noch zu einer Waffe entwickeln. Den Speed, den Phonsi und der King haben, könnte schwer zu toppen sein.

    Der Jubel in der Arena, als Alphonso den Ball in der Nähe unseres Strafraum erobert hat war ein wirkliches Highlight.

  34. […] 4:0-Erfolg im Knüller gegen Borussia Dortmund war ein Erfolg der Mentalität, der Einstellung und letztendlich ebenso ein Misserfolg des BVB. […]

  35. Zum Spiel wurde praktisch alles gesagt aber ich möchte noch die Szene mit Coman und Davies hervorheben.
    Ich liebe die eine Szene wo Coman mit dem Ball rechts am Gegenspieler vorbeiläuft und Davies links am Gegenspieler und dazu nochmals einen Schritt schneller ist. Wenn die zwei sich perfekt abstimmen können die jeden Verteidiger zu Verzweiflung bringen. :D
    Davies hat mich gestern richtig imponiert. Und wer genau zugeguckt hat, hat gesehen wie Flick ihn immer wieder aktiv coacht.
    Ich bin gespannt wie es mit Flick weitergeht. Euphorie ist noch nicht angebracht aber das Spiel gestern war ein heller Lichtstrahl am Ende eines langen dunklen Tunnel.

  36. HeinrichVonStahl Seite 10.11.2019 - 21:49

    Kommentator A: Letztes Jahr haben wir gegen Dortmund 5:0 gewonnen. Dieses Jahr haben wir 4:0 gewonnen. Wo liegt also bitte der Unterschied zwischen Kovac und Flick?

    Kommentator B: Abstände geringer. Zonen besetzt. Tieferes Pressing. Etc. PP.

    Kommentator A: Letztes Jahr haben wir gegen Dortmund 5:0 gewonnen. Dieses Jahr haben wir 4:0 gewonnen. Wo liegt also bitte der Unterschied zwischen Kovac und Flick?

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @HvS: *thumbs up* :-)

    2. Das bezieht sich dann wohl auf mich: für mich klang das eher so, als ob da der Kovac Fussball der letzten Wochen mit dem 4-0 verglichen wurde, und nicht das 5-0 der letzten Saison.

      Weil ich nicht in Erinnerung habe, dass die Aussagen des Kommentator B für das 5-0 zutreffen. Kann Kommentator B das noch aufklären?

    3. Touchee
      So kontert man oder noch besser man ignoriert sie.

    4. Stiftl, die Unterschiede sind doch frappierend.
      Kovac ließ grundsätzlich aus einer tiefstehenden Defensive spielen, was zwischen der Defensive und der Offensive zu riesigen freien Räumen führte. Flick spielt aus einer Defensive, die er Vorwärtsverteidigen nennt.
      Da kommt, wenn das System funktioniert erst gar keine gefährliche Situation vor dem eigenen Tor zustande, weil die Angriffe des Gegners bereits in dessen Hälfte unterbunden werden.
      Und wenn es keine riesigen Abstände mehr gibt, wird das Risiko des Passpiels geringer.
      Es ist doch bezeichnend, wenn in zwei Spielen der Gegner durch das hohe Gegenpressing genau zu einem Torschuß kommt.
      In den vorangegangenen Spielen kassiert Neuer 17 Gegentore – und nicht nur durch Übermannschaften. Und nicht dadurch, dass die Gegner keine Chancen hatten.
      Und das ist eigentlich der wesentliche Unterschied in der Spielanlage. Die Defensive beginnt nicht in der eigenen Hälfte sondern am Strafraum des Gegners – und zwar konsequent!

      1. War das beim 5-0 tatsächlich so? Ich habe das anders in Erinnerung. Und es geht mir um den Vergleich der beiden Heimspiele gegen Dortmund. Und da haben wir auch unter Kovac den Gegner an die Wand gespielt.

        Worauf ich hinaus will: Kovac wird jetzt insbesondere auf seine letzten schwachen Wochen reduziert, als ob er nix anderes gekonnt hätte. Und Flick nach zwei (!) Spielen als Super Trainer. Und das ist objektiv gesehen einfach unfair.

  37. […] Saison bereits positiv und mauserte sich zu einer echten Alternative als Linksverteidiger, war das herausragende Spiel gegen Borussia Dortmund vielleicht sein Durchbruch. Stand jetzt Brazzos Glücksgriff schlechthin. Note […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.