Miasanrot-Awards: Abgang der Saison 2020/2021

Louisa Trenner 27.05.2021

Was hat den Flick-Fußball so besonders gemacht? Damit soll sich diese Würdigung des Erfolgstrainers Hansi Flick beschäftigen. Mit reinem Fokus auf die Komponente, die für die Bewertung eines Trainers am entscheidendsten ist: Die alltägliche Arbeit auf dem Platz.

Kompromisslosigkeit und hohes Angriffspressing

Flicks Spielstil war ausgerichtet auf die Maximierung des offensiven Potenzials. Markant war dabei das hohe Angriffspressing mit extrem hoch pressenden Außenverteidigern, bei dem die gegnerischen Aufbaulinien in einer Kompromisslosigkeit angelaufen und unter Druck gesetzt wurden, die ihresgleichen sucht. Ziel war die Balleroberung in einer möglichst aussichtsreichen Position, bestenfalls weit in der gegnerischen Hälfte und damit einhergehend mit möglichst kurzem Weg zum gegnerischen Tor. Diese Spielidee kommt einem Prinzip entgegen, das Flick konsequent fordert: Zielgerichtetes Spiel in Ballbesitz. Da das Ziel – Tore erzielen – offensiv belegt ist, schien der erste Gedanke eines jeden Spielers zunächst vorwärtsgerichtet zu sein: Gibt es eine Anspielstation in der Tiefe oder zwischen den Linien? Besteht die Option eines vertikalen Passes, um eine Linie zu überspielen? Kann ich eine Linie überdribbeln? Wie kann ich dabei helfen, die nächste Chance herauszuspielen?

Offensiver Fokus

Die Kompromisslosigkeit des Flick-Spiels zeigt sich nicht nur in der Umsetzung durch die Spieler auf dem Platz, sondern auch darin, dass er sich ganz klar für die Offensive als Fokus entschieden hat. Allen Kritiker:innen zum Trotz blieb er bei dieser Linie, obwohl die defensive Anfälligkeit der Bayern (mit 44 Gegentoren am Saisonende) bereits zu Beginn der Rückrunde nicht mehr zu leugnen war. Das hohe Angriffspressing brachte mit sich, dass auch die letzte Linie häufig an der Mittellinie und phasenweise sogar weit in der gegnerischen Hälfte zu finden war. Durch die hoch pressenden Außenverteidiger bestand die Restverteidigung nur noch aus den beiden Innenverteidigern. Konnte der Gegner sich aus dem Angriffspressing der Bayern lösen, kam es mehrfach zu Situationen, in denen die dünn besetzte Restverteidigung mit einem langen Ball ausgehebelt wurde oder anfällig für mitunter naiv wirkende Kontersituationen war. 

Warum Flicks Beharren auf der offensiven Ausrichtung trotz der defensiven Anfälligkeit nicht auf Sturheit zurückzuführen sein muss, sondern im Gegenteil für ein Team wie die Bayern sehr sinnvoll sein kann, haben wir in diesem Artikel ausführlich beleuchtet. Kurz zusammengefasst: Fußball ist ein low scoring game – ein Tor kann häufig entscheidend für den Spielausgang sein. Gleichzeitig ist Fußball extrem zufallsabhängig. Kein:e Trainer:in der Welt ist in der Lage, alle Unwägbarkeiten vorherzusehen und zu kontrollieren. Zu viele Faktoren spielen in einem komplexen Sportspiel, das gleichzeitig einer hohen Dynamik unterliegt, eine Rolle.  

„Vor dem […]skizzierten Hintergrund der Zufallsabhängigkeit eines Fußballspiels und seiner Natur als low scoring game ist es aus Sicht des stärkeren Teams immer sinnvoller, so viele Tore wie möglich zu schießen, um dem Zufallsvorteil des schwächeren Teams bei niedrigen Scorelines entgegenzuwirken, auch wenn es dafür defensive Zusatzrisiken eingeht. Ein Spielstand von 0:0 während des Spiels ist immer überproportional vorteilhaft für das schwächere Team, weil es jederzeit durch Glück das 1:0 schießen und das Spiel gewinnen kann. Das wirksamste Gegenmittel des stärkeren Teams dagegen ist es, in jeder Partie so viele Tore zu erzielen, dass selbst massives Glück des Gegners (oder eigenes Pech) am letztendlichen Spielausgang nichts mehr ändern kann.“ (Alexander)

Positionsspiel

Das Positionsspiel unter Flick war zwar nicht so detailliert durchgeplant wie noch unter Guardiola. Er brachte aber einen eigenen Ansatz mit, der auf die Stärken der Spieler abgestimmt war. Er setzte im Angriffsdrittel auf eine konsequente Besetzung der Flügel, der Halbräume und des Zentrums, woraus sich häufig eine 5er-Konstellation in der Offensivreihe ergab, in der die Positionen immer besetzt waren – egal, von welchem Spieler. Aus dem 4-2-3-1 heraus wurden die Flügel häufig von den Halbraumspielern (Coman/Gnabry) besetzt. Die Halbräume wiederum übernahmen ein 6er (Kimmich/Goretzka) und der 10er (Müller). In zentraler Position agierte meist Lewandowski. Soweit die Ausgangspositionen, die von den genannten 5 Spielern (oder ihren Backups) dynamisch und aufeinander abgestimmt besetzt wurden. 

„Als das Spiel der Flick-Bayern auf dem Höhepunkt war, waren diese Läufe perfekt aufeinander abgestimmt. Während einige Spieler sich fallen ließen, gingen andere in die Tiefe, um den Raum zwischen den Linien auseinanderzuziehen. Als Anschlussaktion boten sich meist ein Klatscher auf den nachrückenden Sechser, ein direkter Ball auf den Flügel oder ein Aufdrehen mit anschließendem Dribbling oder Kombinationsspiel an.“ (Justin)

Durch das dynamische Positionsspiel konnten gute Lösungen im Spielaufbau gefunden werden, die häufig zu schneller und zielgerichteter Torgefahr führten. Was Flick im Hinblick auf den Spielaufbau forderte, waren situationsangepasste Entscheidungen und ein sicheres Passspiel. Die Entscheidungen (Dribbling vs. Pass, Spiel beruhigen vs. Tempo machen) überließ er den Spielern und ihren individuellen Fähigkeiten. Flick strahlte eine klare Spielidee aus, in deren Rahmen die Spieler sich zu bewegen hatten. Gleichzeitig schien sein Vertrauen in die Spieler auf dem Platz genug Raum zu lassen, um deren individuelle Fähigkeiten entfalten zu können.  

Kollektiv-Fußball statt Individualfußball

Die Bayern haben unglaublich gute Fußballer in ihren Reihen – allen voran Robert Lewandowski, der in dieser Saison das Kunststück vollbrachte, 41 Tore zu erzielen und sich damit die Torjägerkanone zu sichern sowie den bis dato als unangreifbar geltenden Rekord von Gerd Müller zu brechen. Flick hat es geschafft, dass die Individualisten ihre Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen konnten und dennoch voll im Sinne des Teams agieren. Auch hier findet sich ein Grund, weshalb es so wichtig war, dass Flick am dynamischen Positionsspiel in der Offensive festgehalten hat. Hätte er das Spiel statischer ausgerichtet, hätte der Spielstil schnell vom Kollektiven ins Individuelle kippen können. Die Notwendigkeit, sich gut abzustimmen, eine äußerst feine Wahrnehmung für minimale Bewegungen der Mitspieler zu haben, ist erst durch die Dynamik gegeben. Dadurch sind alle Spieler gezwungen, sich ins System einzubringen. Auch das Angriffspressing erfordert das Agieren als Team. Was passiert, wenn einer nicht mitmacht oder nur Bruchteile einer Sekunde zu spät kommt, war teilweise zu Beginn der Rückrunde zu sehen, als die Gegentore aufgrund einfacher langer Bälle und Kontersituationen nach missglücktem Pressing stark zunahmen. Flick ist gelungen, was Niko Kovač nicht geschafft hat: Er hat die individuelle Qualität seiner Spieler in ein System gegossen, das als Team und nicht als Ansammlung von Einzelspielern agierte. 

Abschließende Einordnung: Zu viel des Guten? 

Wie eingangs beschrieben erfordert der Flick-Fußball aber eine sehr hohe Intensität und verlangt den Spielern körperlich und mental viel ab. Die Laufleistung des Teams mag gering gewesen sein (Rang 17), die Intensität der Aktionen im Angriffspressing dagegen umso höher (2019/20: 264 Sprints pro Spiel, 2020/21: 242 Sprints pro Spiel – beides jeweils weit über Ligadurchschnitt). Mental erforderte die Kompromisslosigkeit im Pressingverhalten eine ständige Aufmerksamkeit und damit einhergehend eine sehr gute Wahrnehmung potenzieller Pressingauslöser, des Anlaufverhaltens von Mitspielern und der dynamischen Positionierung der Gegenspieler. 

In der Saison 2019/20 lief nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pausen viel für die Bayern. In den entscheidenden Phasen der Saison konnte Flick mit einem ausgeruhten, fitten Team planen. Sein Spielstil konnte deshalb auf hohem Niveau und konstant von den Spielern auf den Platz gebracht werden. Nach Abschluss der Saison 2020/21 stellt sich vor dem Hintergrund der anfälligen Defensive und der Art der Anfälligkeit (häufig nach misslungenem Angriffspressing durch lange Bälle) die Frage, ob Flicks Spielstil nicht phasenweise zu intensiv für eine lange Saison war. Diese Frage wird aufgrund der Komplexität im Zusammenwirken aller Einflussfaktoren nicht abschließend beantwortet werden können. Kaderplanung, fehlende Sommervorbereitung, erschwerte Integration von Neuzugängen und ungünstige Verletzungen sind da nur wenige von vielen Beispielen. Kein Spielstil ist perfekt – es wird immer Pros und Contras geben. 

Ich werde den Flick-Power-Fußball vermissen. Letztendlich würde ich den kompromisslosen Offensivfokus mit defensiven Schwächen jederzeit wieder einem gegenteiligen Ansatz vorziehen, der hinten für Stabilität sorgt, dafür aber das Spektakel im Angriff vermissen lässt. Oder, wie Alexander jüngst schrieb: „We’ll not see this kind of football again for a long time. The clarity of concept, the single-minded focus, the intensity, the unconditional front foot football, the dominance.” 

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Munich Legend
  1. Bravo. Ein ausgezeichnet geschriebener Artikel.
    Man kann Flick garnicht hoch genug loben. Ein am Boden liegendes, katastrophal trainiertes Team, in nullkommanull nix auf absolute Höchstform zu bringen zeigt die Weltklasse dieses Trainers. Wie geschrieben ein klares Konzept/Philosophie aber vor allem klar überzeugend kommuniziert, alle Spieler mitgenommen und vor allem die schon aussortierten Leistungsträger überzeugt.

    Alle waren happy. Alle waren voll dabei. Nur einer war scheinbar etwas eifersüchtig…….

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Oh Mann.
      Ausser Hass und Hetze gegen Brazzo gibt es hier bald wirklich nichts mehr.
      Schade, schade.

      1. @willy
        Darauf kann man kurz und knapp antworten:
        Flick ist einzigartig
        -7 Titel in 18 Monaten hat keiner geschafft
        – das mit einem mega erfrischenden dominanten Bayern like Offensivfußball
        – im Umgang mit den Spielern und seinem staff

        Gewürdigt unisono von allen Bayern Größen Franz OH Jupp KHR UH Pep Loddar etc – aber man kann es dann natürlich auch relativieren mit Corona Spielglück etc. Mal sehen was am Ende stehen bleibt- und ich bin mir ziemlich sicher was es ist.

    2. @918: Flick hat es zweifelsfrei sehr gut gemacht. Alle Titel zu holen war wirklich einzigartig, auch wenn Heynckes 2018 auch nicht so weit davon entfernt war, das gleiche zu schaffen. Verunsicherte Bayern-Mannschaften, die am Boden lagen und von neuen Trainern aufgerichtet wurden, gab es aber in den letzten Jahren einige. 2009 hatte das Team gegen Barcelona die wohl demütigendste Niederlage überhaupt kassiert und auch im direkten Duell gegen Wolfsburg eine Klatsche bekommen. Ribery drängte auf einen Wechsel und auch sonst schien vieles im Argen zu liegen. Heynckes holte dann als Nachfolger von Klinsmann 13 von 15 möglichen Punkten. 2011 war in der Endphase von van Gaal eine Mannschaft auf dem Feld, die primitivste Gegentore kassierte, weil es keinerlei Abstimmung und Defensivkonzept gab. Hier schaffte Jonker die gleiche Ausbeute wie Heynckes 2 Jahre zuvor und sicherte souverän die hochgradig gefährdete CL-Qualo. Heynckes 2017/18 habe ich bereits kurz erwähnt. Mit etwas weniger individuellen Fehlern (Rafinha im Hinspiel, Tolisso/ Ulreich im Rückspiel) und einem VAR (den es damals noch nicht gab in der CL) wäre das Finale in der CL drin gewesen und im Pokal-Finale wurden wir mMn in der Schlussphase um einen klaren Elfer betrogen, der ziemlich wahrscheinlich die Verlängerung gebracht hätte. Selbst Kovac hat es im Herbst 2018 geschafft, eine Mannschaft, die ziemlich am Boden lag, noch einmal flott zu kriegen und eine wirklich gute Rückrunde zu spielen. Fairerweise muss man sagen, dass Kovac bei seinem Amtsbeginn auch nicht gerade eine Mannschaft in bester psychischer Verfassung übernommen hat. Die Niederlagen in der Schlussphase der Vorsaison hatten schon am Selbstvertrauen gekratzt und zusätzlich dazu kam der Kern der Mannschaft mit dem Stempel erstmals mit Deutschland bei einer WM in der Vorrunde ausgeschieden zu sein, nach Hause. Das waren mit Neuer, Süle, Boateng, Hummels, Kimmich, Goretzka und Müller immerhin 7 Spieler. Das so eine Mannschaft dann nach einem katastophalen Herbst noch einmal voll in die Spur findet, ist auch nicht selbstverständlich.
      Lange Rede kurzer Sinn: Flick ist sehr gut, aber auch andere Trainer haben in den letzten Jahren Turnarounds geschafft, die sich sehen lassen können. Auf dem Papier kommt an Flick natürlich keiner hin, weil die Titelausbeute einfach phänomenal ist. Flick hatte aber auch das Glück, dass z.B. Mbappe im CL-Finale einen Fehler in der Größenordnung von Rafinha bzw. Tolisso/ Ulreich nicht zur Führung nutzte, als ihm Alaba amateurhaft in der 45. Minute den Ball im Strafraum auflegte.

      1. Glück und Pech gehörten schon immer dazu… in allen Mannschaften und zu allen Zeiten!

      2. Verrutscht

        @willy
        Darauf kann man kurz und knapp antworten:
        Flick ist einzigartig
        -7 Titel in 18 Monaten hat keiner geschafft
        – das mit einem mega erfrischenden dominanten Bayern like Offensivfußball
        – im Umgang mit den Spielern und seinem staff

        Gewürdigt unisono von allen Bayern Größen Franz OH Jupp KHR UH Pep Loddar etc – aber man kann es dann natürlich auch relativieren mit Corona Spielglück etc. Mal sehen was am Ende stehen bleibt- und ich bin mir ziemlich sicher was es ist.

      3. @918: Mir ging es in erster Linie darum aufzuzeigen, dass es scheinbar nicht unmöglich ist, eine Bayern-Mannschaft, die Probleme hat und mit dem jeweiligen Vorgänger nicht mehr zurechtkam, relativ schnell wieder auf Spur zu bringen. Das soll Flicks Leistung bezüglich der Art des Fußballs, den wir vor allem im Frühjahr/ Sommer 2020 spielten und das Verhältnis zu seinen Spielern und Mitarbeitern in geringster Weise schmälern. Denn er hat den Verein nicht nur wieder in Spur gebracht, sondern auf die ganz linke Überholspur.
        Auch mich hätte es interessiert, wie es in der kommenden Saison weitergegangen wäre, nachdem es in dieser Saison zumindest ein bisschen stockte, was aber angesichts der Rahmenbedingungen nicht stark verwundert. Da es, die Gründe brauchen wir nicht zu diskutieren, weil wir da eh nicht zusammenkommen (we agree to disagree, wie du so schön sagst), für Flick jetzt zu keiner Saison unter normalen Bedingungen mehr kommen wird, werden bei ihm im im Nachklang natürlich immer auch die besonderen Umstände der Saison 2019/20 angeführt werden. Das sehen scheinbar auch viele seiner Fachkollegen, die Klopp bei der Wahl zum Welt-Trainer präferiert haben, obwohl es in Sachen Trainerarbeit im Jahr 2020 eigentlich keine zwei Meinungen hätte geben dürfen.

      4. Ach so Du meinst die Fachkollegen aus Ozeanien Afrika und Karibik die den Pöhler gewählt haben? Ja denn- ohne die hättenFlick gewonnen denn die die vom Fach sind haben fast ausschließlich Flick gewählt.

        Aber nach 2024 wird er ja wieder frei und sicherlich analog Jupp mal wieder aushelfen- jede Wette.

      5. Hallo willythegreat,
        “Das sehen scheinbar auch viele seiner Fachkollegen, die Klopp bei der Wahl zum Welt-Trainer präferiert haben”

        Diese Operettenwahl war der reine Witz:
        Bei dieser offensichtlichen PR-Veranstaltung der EPL wurde deren Aufstiegstrainer Bielsa von Leeds Utd. (quasi der Uwe Neuhaus von England) auf Platz drei gehypt. Da war schon klar, dass Flick gegen den EPL-Meistercoach keine Chance hat (Kloppo war ja auch eher peinlich berührt).

    3. So sieht es aus, gut gesagt.

  2. Kahn: “Ich hatte viele Gespräche mit Hansi. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, wir kriegen das hin. Aber dass das Thema Nationalmannschaft in ihm gearbeitet hat, als Jogi Löw seinen Rücktritt nach der EM angekündigt hat, ist nicht wegzudiskutieren.(…)”

    Es lässt sich schlicht nicht leugnen, dass die Möglichkeit besteht, dass Flick uns auch ohne die Differenzen mit Salihamidzic verlassen hätte.
    Wer will es ihm verdenken? Die Möglichkeit Bundestrainer zu werden hat man nicht so oft.
    Wie man sowas trotzdem stil- und geräuschloser löst, hat Zidane heute gezeigt.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Tobi13: Du meinst bei Zidane wohl stilvoller und geräuschloser, oder? :-)
      Für alle Beteiligten in der Causa Flick hätte es sicherlich auch eine weitere Alternative gegeben:
      Eine kurzfristige Lösung, z.B. Kuntz oder Sorg, übernimmt die Nationalmannschaft von September 2021 bis Mai 2022 und Flick wird dann nach der nächsten Saison Trainer der Nationalelf. So hätte man auch eine Lösung gefunden, mit der man hätte leben können. Flick wäre sicherlich keine Lame Duck gewesen, wenn schon vor der Saison klar gewesen wäre, dass er nach der Saison geht und sein Ziel Nationalelf wäre ihm ja dann auch garantiert gewesen. Kuntz oder Sorg hätten bei diesem Modell sicherlich auch mitgespielt. Im Nachhinein bin ich mit der aktuellen Situation sogar noch zufriedener, aber dieses Modell hätte sicherlich das unwürdige Theater, das von allen Seiten gespielt wurde, verhindert.

      1. @willythegrat:
        Äh, ja. :D

      2. @willy

        So ganz brilliert hat der SportVS wohl nicht denn sonst hätte Kahn es nicht so formuliert.

        SPORT1: Aber ist es nicht ungewöhnlich, dass die Reibereien öffentlich geworden sind?

        Kahn: Es ist nicht so, dass wir uns im Rückblick alle auf die Schulter klopfen. Wir haben sicherlich nicht alles richtig gemacht. Auch wir werden uns in den nächsten Wochen hinsetzen und zurückschauen, was wir hätten besser machen können. Wo wir uns anders hätten verhalten müssen.

      3. @918:
        Bisschen schräg, die Aussage auf Salihamidzic zu projizieren, wenn Kahn von “wir” und “uns” spricht, oder?

      4. @918: natürlich hat sich Salihamidzic in der Causa Flick und in vielen anderen Dingen nicht mit Ruhm bekleckert. Ich habe meine Meinung zu ihm schon mehrmals kundgetan und würde ihm nachwievor keine Träne nachweinen. Ich stehe immer noch zu meiner Meinung vom April, dass ich froh wäre, wenn beide Streithähne den Verein verlassen würden. Wenn er bleiben sollte, habe ich damit aber auch kein Mega-Problem. Mir geht es nur gegen den Strich, jeden Fehler, der im Verein passiert, immer nur Salihamidzic anzukreiden und alles Gute, woran er beteiligt war und ist, dann als Zufallstreffer abzutun oder anderen Personen im Verein zuzuschreiben.

      5. @willy
        Natürlich kann man den nicht für alles verantwortlich machen denn da gibt es schließlich andere die für andere Bereiche zuständig sind.
        Wenn Du schon zurückgehst dann wirst Du nachlesen können das 918 immer von einer insgesamt guten Kaderpolitik beim FCB gesprochen hat. Ausreißer gibt es immer, Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen gehören dazu. Und Transfers werden immer gemeinsam entschieden. Aber genauso wie man Salihamidzic und Neppe zuschreiben sollte bei Davies und Musiala hervorragend gelegen zu haben, sollte man genauso sagen können das die gescouteten und vorgeschlagen Sarr Roca Costa eine einzigartige Katastrophe sind .
        Genauso wie der Nübel Transfer. Und natürlich ist er verantwortlich für offensichtlich katastrophale Gesprächsführung mit Spielern und Beratern. Neuer Thiago Alaba Boa Klose Tiger und zuletzt Flick- die Liste ist sehr sehr lang und wird, wenn nicht Dir, den Verantwortlichen zu denken geben. Insbesondere für die anstehenden Gespräche mit Goretzka Kimmich Gnabry Coman Süle. Über den Nachwuchsbereich haben wir schon gesprochen. Hast Du Salihamidzic einmal schon Klartext reden hören? Außer Allgemeinplätze war da bisher nichts. Wieso muss eigentlich sein Protektor vom See die Kaderplanung im TV erklären? Und ihn permanent in Schutz nehmen? Fällt Dir ein Spitzenclub ein wo es so eine Konstellation gibt? Sicherlich nicht, findest Du das nicht bedenklich so einen Vorstand zu beschäftigen? Hast Du eigentlich jemals auch nur den Ansatz von Selbstkritik von ihm gehört? Nein. Im Gegenteil er hat natürlich mehr geleistet als alle vor ihm zusammen.
        Aber da er so hervorragend arbeitet und qualifiziert ist wird er uns ja jetzt überraschen, die Fehler vom letzten Jahr korrigieren und super Backups hinstellen. Mal sehen wie er dann die Armada an unqualifizierten Leihspielern los wird und wie er geräuschlos mit den og Spielern verlängert. Oder mal sehen wie oft man ihn dann wieder zur Seite springen und beschützen muss. Der arme Kerl kann ja nichts dafür das man ihn berufen hat, aber viel dafür das man ihn abberufen wird.

      6. Sehe ich ähnlich wie 918. Und letztlich wird dieser Sommer beweisen müssen, dass er es drauf hat. Der Kader nimmt immer mehr die Form an, für die er hauptverantwortlich ist. Die neue Saison wird ganz entscheidend. Wieder ein Aus in der CL im Achtelfinale oder gar wiederholt spielerisch schwache Leistungen wie in der Saison 18/19, und der Sportvorstand kann nur noch hinterfragt werden.

        Von den alten Leistungsträgern sind viele weg, jetzt müssen allen voran Sané, Hernandez, Upa, aber auch Roca und Co. zeigen, dass sie entweder als Leistungsträger einspringen werden oder eben gute Ergänzungsspieler sind. Dazu kommt ein Trainer für eine Rekordablöse mit langer Vertragslaufzeit – auch diese Entscheidung muss sitzen. Dazu sind noch die Baustellen RV-Ersatz und die ganzen Leihen (inkl. der Causa Nübel) zu lösen, wobei man da hoffen darf, dass Nagelsmann vielleicht einen Fein, Zirkzee oder Cuisance so einbauen kann, dass sie zumindest in der Liga ordentliche Leistungen bringen. Doch das dürfte nicht ganz einfach sein, denn Cuisance ist ja schon andernorts (mehrfach) durchgefallen und Zirkzee hat nun auch nicht unbedingt in Italien überzeugt. Das sind also Spieler, die bisher nicht nachgewiesen haben, dass sie automatisch ausreichend Qualität und Mentalität für den Profifussball auf unserem Niveau mitbringen. Und schließlich ist da noch die Frage nach dem Backup für Kimmich/Goretzka – mal ganz zu schweigen von den ganzen Vertragsverlängerungen (Süle, Goretzka, Kimmich, Coman, Gnabry). Wenn es da wieder zu mehreren ablösefreien Abgängen oder Verkäufen zu Niedrigpreisen kommt, dann ist das schon sehr vereinsschädigend, denn unser Festgeldkonto ist schließlich auch nicht mehr so groß.

      7. Kahn spricht die Fehler immerhin an. Aber wohin wird die Analyse führen? Es nützt ja nichts wenn nur Kahn Einsicht zeigt. Er ist nicht der Hauptschuldige muss aber die Suppe auslöffeln die andere ihm einbrocken.

      8. Am Ende der Saison 20/21 zu sagen “Wieder ein Aus in der CL im Achtelfinale oder gar wiederholt spielerisch schwache Leistungen wie in der Saison 18/19, und der Sportvorstand kann nur noch hinterfragt werden.” ist schon ein starkes Stück.
        Zur Erinnerung: Wir haben von Mai 19 bis Mai 21 neun Titel geholt.

      9. @Tobi13:
        Natürlich war für Flick der DFB-Job verlockend. Das wäre er auch ohne die Reibereien mit Brazzo gewesen. Diese aber hat er sich ja nun nicht ausgedacht, und sie haben ihm die Entscheidung mit Sicherheit erleichtert. Dass sie nicht von vornherein feststand, sondern er Pro und Contra abgewogen hat, ist immerhin überhaupt nicht auszuschließen. Die Frage, wann er den Wechsel hätte offiziell machen sollen, kann man so oder so beantworten. Die frühzeitige Variante hat jedenfalls weder Rose noch Hütter noch ihren Klubs so richtig weitergeholfen – und zwar sowohl mit Blick auf die Ergebnisse als auch auf die Resonanz bei den Fans. Ich höre vor meinem geistigen Ohr geradezu das Lamento: “Damit hätte er doch nun wirklich bis zum Saisonende warten können.” Klar, das wäre in der Realität natürlich nicht passiert; es ist nur eine Phantasie von mir. Infolgedessen auch nicht notwendig ein Stein des Anstoßes.

  3. Bundestrainer dürfte für Flick der perfekte Job sein. Er muss sich mit keinem Kaderplaner auseinander setzen, kann aufstellen und “einkaufen” wen er will.

    Ich bin gespannt wie schnell er sein System umsetzen kann. Gleichzeitig ist gerade der Turniermodus vermutlich perfekt für diesen Stil.

  4. Ein wirklich ausgesprochen guter Artikel, angereichert durch Alex Beitrag.
    Vor allem in den abschließenden Bemerkungen finde ich mich wieder z.B. “Letztendlich würde ich den kompromisslosen Offensivfokus mit defensiven Schwächen jederzeit wieder einem gegenteiligen Ansatz vorziehen, der hinten für Stabilität sorgt, dafür aber das Spektakel im Angriff vermissen lässt.”
    Als Fan von Bielefeld oder Köln mag man das anders sehen, oder anders sehen müssen. Bei Bayern ist der Anspruch nun mal ein anderer.
    Ich habe die durchchoreographierten Kunstwerke von Guardiola genossen, ich habe den Flick Powerfußball genossen.
    Tu felix bavaria!

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Schön anzusehen war beides. Wir sollten auch so fair sein, uns einzugestehen, was passieren würde, wenn wir mehrere Jahre hintereinander so in der CL scheitern würden, wie in diesem Jahr. Da wäre dann spätestens ab dem 3. Aus in Folge nicht mehr vornehmlich von Verletzungspech und fehlendem Spielglück die Rede, sondern dann würde die Keule ausgepackt und es hieße, dass man mit so einer Art von Fußball vielleicht Herzen gewinnen kann, aber keine Titel.
      Meine Hoffnung besteht darin, dass Nagelsmann es schafft, Elemente von Guardiola mit Elementen von Flick zu verbinden und einen Fußball spielen zu lassen, der dem jetzigen Stil von ManCity ziemlich nahe kommt. Das sah heuer oftmals schon sehr gut aus, was Peps Jungs da so spielten und das bei einer überragenden Defensivarbeit.

      1. So wie bei Pep meinst Du? Hm!
        Dreimal mit super Fußball ausgeschieden, aber man entgegen Deiner Theorie ihn nicht nur nicht rausgeworfen sondern einen neuen 3Jahresvertrag angeboten.

        Genau wie Flick ist auch Pep aus freien Stücken gegangen als er merkte das er mit dem Management nicht mehr weiter kommt.

      2. Genau wie Flick ist auch Pep aus freien Stücken gegangen als er merkte das er mit dem Management nicht mehr weiter kommt.

        Flick ist gegangen, als er einen Job in Aussicht hatte, der für ihn persönlich interessanter ist.

        Wenn du hier schon Bezug nimmst auf Kahns Aussagen im gestrigen Interview, dann solltest du fairerweise die Ausagen, die deiner Meinung widersprechen, nicht unter den Tisch fallen lassen.

      3. @918: Ich meinte übrigens nicht die Einschätzung unserer Verantwortlichen bei einem Ausscheiden aus der CL, sondern die öffentliche Meinung. Und da bleibe ich dabei: wenn ein Trainer drei Mal in Folge in der KO-Phase ausscheidet, dann ist weiten Teilen der Öffentlichkeit vollkommen egal, wie dieses Ausscheiden zustande kommt, wie wir bei Pep ja gesehen haben.
        Ich bin übrigens der Meinung, dass Pep nach 3 Jahren sowieso gegangen wäre, weil er jemand ist bzw. zu der Zeit zumindest jemand war, der ständig neue Aufgaben sucht. Die Möglichkeit, in der PL zu arbeiten und dabei mit ehemaligen Weggefährten zusammenzuarbeiten, war als Gesamtkonstrukt für uns nicht zu überbieten. Wenn der neue Verein dann auch noch mit beinahe unbegrenzten Möglichkeiten lockt, dann wird es natürlich noch einmal schwerer. Aus diesem Grund hat er mMn auch bei City verlängert. Er genießt es aber wohl auch, dass sich in England das Interesse und somit die Kritik auch immer auf mehrere Schultern verteilt, weil es einfach mehr Topklubs gibt.

      4. @willy
        Er hat es selbst ganz klar gesagt, dass er bei ManCity verlängert hat weil er mit dem management super zusammenarbeitet, seine Wünsche gehört und wenn möglich umgesetzt werden, es eine gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen in die jeweilige Arbeit des gegenüber gibt.

        Die Schwierigkeiten bei Barca mit dem neuen Präsidenten bzw bei uns durch die oft angelehnten Transferideen (KdB Sane etcetcetc) sind doch ziemlich bekannt oder?

      5. @Willy:
        Da müssen wir gar nicht von Fairness reden, sondern von einer Selbstverständlichkeit. Erfolg ist beim FC Bayern nicht verhandelbar. Danach kann man über Spielsysteme reden.
        Dass aber auch Erfolg alleine nicht ausreicht, haben wir kürzlich bei Kovac gesehen. Der holte immerhin das Double, aber gefühlt war extern/intern trotzdem keine Minute Ruhe.
        Und dann haben wir noch das weite Feld wie man Erfolg definiert. Auch hier als ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit Pep Guardiola.
        Der hatte den Meisterschaftshattrick und dreimal CL-HF. Wie beurteilen wir das? Für den einzelnen mag das klar sein. Aber eine kleine Reminiszenz: Über die Bilanz der Pep-Jahre wurden sich hier im Blog genauso die Köpfe eingeschlagen, wie heute bei anderen Themen.

      6. @918: Ich denke, einen Pep zufriedenzustellen und dabei nicht Gefahr zu laufen, pleite zu gehen, ist gar nicht so einfach. Sowohl seine eigenen Gehaltsvorstellungen als auch seine Anforderungen an den Kader sind von einem seriös wirtschaftenden Verein ohne Finanzspritze aus dem Nahen Osten kaum zu stemmen. Er hat für sich jetzt sein persönliches Paradies gefunden und deshalb ist er für seine Verhältnisse schon ziemlich lange dort. Im Endeffekt muss man sagen, dass es für einen Klub wie unseren genauso unrealistisch ist, mit einem Trainer, der finanzielle Vorstellungen bzgl. Gehalt und Wunschspielern hat wie Pep dauerhaft zu arbeiten, wie dass ein CR7 bei Bayern spielt, auch wenn wir den evtl. sogar hätten kriegen können, als er Real verließ bzw. wir ihn immer noch kriegen könnten.

    2. Leider bzw. Gott sei Dank haben wir keinen geldscheissenden Scheich

  5. „We’ll not see this kind of football again for a long time. The clarity of concept, the single-minded focus, the intensity, the unconditional front foot football, the dominance.”
    Sätze um darin zu wohnen. Danke Hansi für Fußball total.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bei der WM 2022 müsste die Nationalelf doch in der Lage sein, das Konzept von Flick umzusetzen. Viele Spieler aus seiner Bayernzeit kann er ja bis dahin noch mitnehmen und für die restlichen Positionen müsste es auch Alternativen geben. Spätestens nach einer erfolgreichen WM werden sich auch auf Vereinsebene mehr Trainer finden, die diesen Ansatz mehr und mehr etablieren. Es ist ja nicht so, dass Flick der einzige Trainer auf der Welt wäre, der dieses System spielen lassen könnte und wir wissen mittlerweile auch, dass zwar Akribie und Fachwissen dafür nötig ist, aber es nicht jahrelanger Vorbereitung dafür braucht. Wenn der Kern der Nationalelf weiterhin aus Bayernspielern besteht, wird Nagelsmann auch nicht so stur sein, alles umkrempeln zu wollen.

      1. In der Theorie:
        Neuer
        Süle-Boateng
        Kimmich-Goretzka
        Sane-Müller-Musiala
        Gnabry

        Also könnte man bis auf die Außenverteidiger eine Mannschaft fast nur aus geschulten Bayernspielern stellen.
        Das ist natürlich leider graue Theorie.
        Allerdings glaube ich durchaus man kann aus dem zur Verfügung stehenden Kader mehr machen als man in den letzten Jahren sehen konnte.
        Ohne das jetzt über zu bewerten geht es seit dem Abschied von Flick bei der Nationalmannschaft beständig bergab.
        Vielleicht haut Jogi auf seine alten Tage bei der EM allerdings noch so richtig einen raus. Dann soll es mir auch recht sein.

      2. Flick stellt ja nur nach Leistung auf bzw sortiert Spieler die nicht gut genug sind bzw nicht in das System passen schnell und konsequent aus:
        Roca Sarr Costa Fein Batista Zirkzee Cuisance
        Und so macht er es hoffentlich mit Kroos Reus Hummels Schulz Brandt etc

        Alle Bayern Spieler auch Boa werden natürlich berufen und sind eigentlich gesetzt.

        -Musiala muss sich weiterentwickeln und bekommt seine Minuten unter Flick
        – Süle muss sich verbessern sonst nur zweite Wahl

        Tuchel hat Rüdiger und Havertz hinbekommen. Werner wird es auch unter Flick kaum noch lernen etwas anderes als schnell im leeren Raum zu sprinten.

        Gesetzt sind wohl erst einmal
        Neuer
        xxx Boa Rüdiger xxx
        Kimmich Goretzka
        Sane Müller Gnabry
        Havertz

        Havertz kann wie ein Lewa die Bälle festmachen und sich durch seine Spielintelligenz nahtlos in das Positions und Passspiel einfügen. Natürlich muss er Physis und Abschluss weiter verbessern aber MMn ist er jetzt schon eine bessere Alternative als Werner und Volland auf der 9.

      3. @BM und 918:
        Zusätzlich zu den Spielern, die er aus seiner Bayernzeit kennt, hat er auch die Möglichkeit, mit drei Spielern zu arbeiten, die er – wenn es keine Budgetgrenzen gegeben hätte und er mehr Mitspracherecht bei Transfers gehabt hätte – wohl gerne zu Bayern geholt hätte: Werner, Havertz und Can. Mit Gündogan hat er zusätzlich einen Spieler, der in der Spielweise Thiago ziemlich ähnlich kommt. Das ist dann schon einmal ein Kernkader, wie er seinen Vorstellungen einigermaßen entsprechen dürfte. Halstenberg und Klostermann könnten als AV auch in etwa dem Ideal von Flick entsprechen, weil sie einigermaßen schnell sind. Evtl. kann er auch mit Gosens was anfangen.
        Gespannt bin ich wirklich, wie er mit manch anderen Spielern umgeht. An Kroos musste ich auch schon denken, denn der kommt seinem Ideal eines Mittelfeldspielers, der weiträumig verteidigen muss, so gar nicht nahe. Um es etwas salopp zu formulieren: Kroos ist von der Spielweise eher vergleichbar mit Roca als mit Kimmich bzw. Goretzka, auch wenn Kroos und Roca vom Niveau her natürlich Welten trennen. Bei der Nationalelf hat Flick aber in den ersten 1 1/2 Jahren bis zur Vorbereitung auf die WM 2022 auch kaum Zeit, den Spielern, die seine Art von Fußball nicht so kennen, seine Vorstellungen genauer zu erläutern und da bin ich echt gespannt, welche Personalentscheidungen das mit sich bringen wird.
        Ich werde mir auf jeden Fall nach Jahren auch wieder Spiele der Nationalmannschaft außerhalb der Turniere mit Interesse anschauen.

      4. Ja, auf die NM der Nach-Löw-Ära bin ich auch gespannt. Ich will seine Erfolge nicht schmälern, aber es waren jetzt einfach einige Jahre zu viel.
        Es wird interessant sein, wie Flick mit den älteren Spielern, also z.B. Kroos, umgeht. Zieht er mit ihnen noch mal bis zur WM durch? Die ist ja gleich. Oder gibt es tatsächlich den von Löw so manisch beschworenen Umbruch?

      5. @willy
        Werner? Was soll er denn mit Werner? Der passt überhaupt nicht zu seiner Philosophie. Den wollte ja UH unbedingt haben weil NM Spieler.

      6. @918:

        Werner? Was soll er denn mit Werner? Der passt überhaupt nicht zu seiner Philosophie. Den wollte ja UH unbedingt haben weil NM Spieler.

        Da bist du schlecht informiert.
        Flick hat bestätigt, dass er Werner haben wollte.

        Immer schön bei den Fakten bleiben.

  6. Schön geschriebener Artikel…
    Leider muss ich gestehen, ich seh es doch ein wenig anders…
    Pep‘s Fussball war grandios, gradlinig und voller Wucht…
    Wir haben teilweise hochgradige Gegner an die Wand gespielt…
    Hansi hat meiner Meinung nach nur auf das Prinzip +1 Tor gesetzt..
    Verletzungspech ? Eher fehlende Rotation und Belastungssteuerung…
    Nicht falsch verstehen… grande Flick hat alles gewonnen, was möglich war…
    Aber es sah mir mehr nach gezwungenen Glück als nach Können aus…
    Zusätzlich hat sein Abgang einen immensen Nachgeschmack…
    Hoffen wir, Nagelsmann kann den Umbruch weiterführen und unsere jungen Perlen einbinden.. dann sollte die Breite des Kaders kein Problem mehr darstellen.
    Und noch ein abschliessendes Wort zu Brazzo…
    Er ist Sportvorstand, und wer nur ein klitzeklein wenig Ahnung von Wirtschaft hat, der weiss, dass die Entscheidungen, wer gekauft wird, von einem Gremium abgesegnet wird. Das sind alles gestandene Profis, die ihr Business verstehen. Brazzo wär schon lange nicht mehr da, wenn er so falsch agieren würde.
    #weiterimmerweiter
    #miasanmia

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    1. Brazzo und gestandener Profi? Selten so gut gelacht. :)

      Unsere Wahrnehmungen sind sehr unterschiedlich. Erstmal schreibst du von “wir”. Ich meine, wir sind zwar alle Bayernfans (das nehme ich an auf dieser Website) aber von “wir” zu sprechen ist für mich doch zu viel des Guten.
      Dann schreibst, Peps Stil hat Top-Teams an die Wand gespielt? Habe ich etwas verpasst? Das 8:2 gegen Barca vergessen? 4:0 gegen Atletico? In Summe 7:1 gegen Chelsea? Bayern mit 24:5 Toren in der Gruppenphase? Das war alles Flick-Stil.

  7. Ja, dem Artikel stimme ich voll zu! Gerade weil es relativ kurz ging, wird die Flick-Zeit als unglaubliches Offensivspektakel in Erinnerung bleiben. Eine mega Party, richtig Rock n’ Roll!!! Daran werde ich mich immer gerne erinnern. Doch die Party ist jetzt vorbei und ich empfinde das auch gar nicht als so schlimm: It´s better to burn out than to fade away! Ich freue mich jetzt auf das neue Kapitel Nagelsmann und hoffe, dass dann auch diese ermüdeten Flick-Brazzo-Diskussionen endlich vorbei sind. Man sollte es wie bei einer coolen Party sehen: es war eine legendäre Nacht mit all ihren Überraschungen und Wirrungen, die sich einfach so mehr oder weniger zufällig ergeben hat. Danach wacht man verkatert auf, trinkt einen starken Kaffee und macht weiter im normalen Leben. Macht es Sinn diese Nacht endlos zu analysieren? Warum es so toll war, warum es Streit gab, warum manches nüchtern betrachtet vielleicht doch unvernünftig war?

  8. Ritterschlag vom Tiger- mehr geht nicht, denn wenn nicht er kann es beurteilen?
    Denn der hat sie alle erlebt von den Niederungen der K‘s bis zu OH, vG, Jupp und Pep.

    . “Es war für mich eine Krönung, Hansi Flick beim FC Bayern als Trainer erlebt zu haben”, sagt Gerland: “Ich habe mit einigen der größten Trainer der Welt zusammengearbeitet, und Hansi hatte außergewöhnliche Erfolge – sieben Titel innerhalb von 18 Monaten, mehr geht eigentlich nicht. Er hat überragende Fähigkeiten. Sein Umgang mit den Spielern und seinem Staff ist außergewöhnlich. Dass ihn Oliver Bierhoff unbedingt als Bundestrainer holen wollte, kann ich sehr gut nachvollziehen.”

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    1. Sehr interessant auch folgender Passus im gleichen Interview:
      “Denn der Tiger geht aus freien Stücken und pflegt zu Nagelsmann eine gute Beziehung. Zudem verbindet die beiden ein Geheimnis: Er hat mich vor fünf Jahren gefragt, ob ich in Hoffenheim sein Co-Trainer werden möchte. Ich habe abgesagt, weil ich bei Bayern war, beim besten Verein mit den besten Trainern. Warum hätte ich dort weggehen sollen?”
      Nun wird Nagelsmann selbst Bayern-Trainer und Gerland sagt: “Für mich ist Julian Nagelsmann ein erstklassiger Trainer.”
      sowie etwas weiter oben:
      “Ich werde wieder in das Fußball-Business zurückkehren. Ich werde aber kein Co-Trainer mehr sein und auch kein Trainer mehr”, sagt Gerland.
      Schon gestern hat Miro Klose, dem ich wünsche, dass er seine gesundheitlichen Probleme bald überwunden hat und dann voll durchstarten kann, folgendes gesagt:
      “Ich habe allen Interessenten abgesagt. Wenn ich wieder gesund bin, möchte ich alles, was ich an Erfahrungen als Spieler und Trainer beim DFB und beim FC Bayern sowie im Trainerkurs gesammelt habe, als Cheftrainer einbringen. Ich brenne darauf, meine Vorstellungen mit einer Mannschaft umzusetzen. Weiterhin Co-Trainer zu sein, fühlt sich als der falsche Weg an, auch wenn es mit Hansi Flick als Bundestrainer menschlich und fachlich gepasst hätte. Aber es wäre der bequemere Weg, den will ich nicht gehen. Ich habe immer den steinigen Weg gewählt. Beim Fußballlehrer-Kurs fehlte ich keinen einzigen Tag, weil ich merkte, dass ich da so viel mitnehmen konnte. Die Zeit jetzt nutze ich, um alles, was ich da gelernt habe, zu sortieren für meine Spielphilosophie und meine Organisationsstrukturen. Anschließend greife ich voll an. Ich spüre schon jetzt die Vorfreude auf eine Tätigkeit als Cheftrainer. ”
      Nachzulesen sind die beiden Interviews hier:
      Gerland: https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2021/05/fc-bayern-jetzt-spricht-hermann-gerland-nach-seinem-abschied
      Klose: https://www.kicker.de/klose-diese-diagnose-ein-kleiner-schock-fuer-mich-805995/artikel
      Beide Interviews lassen natürlich die Interpretation zu, dass sie wegen Salihamidzic gehen. Sie lassen aber auch genügend Interpretationsspielraum für andere Gründe, die mir persönlich auch realistischer erscheinen.

    2. Das gesamt Interview mit Gerland enthält auch einige interessante Passagen zu Nagelsmann und zu seiner Zukunft. Scheinbar hält er auch auf Nagelsmann große Stücke und das beruht auf Gegenseitigkeit und scheinbar hat er gar nicht mehr vor, als Trainer oder Co-Trainer zu arbeiten.
      https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2021/05/fc-bayern-jetzt-spricht-hermann-gerland-nach-seinem-abschied

    3. Mehr Lob geht nun wirklich nicht. Der Staff hat funktioniert genauso wie die Mannschaft. Eine Einheit.

  9. Oliver Kahn: “Wir sind beim FC Bayern nicht ganz auf den Kopf gefallen.”

  10. Gestern war im kicker ein Interview mit Klose:
    https://www.kicker.de/klose-diese-diagnose-ein-kleiner-schock-fuer-mich-805995/artikel
    An dieser Stelle gute Besserung und viel Glück als Cheftrainer.
    Wenn ich mir die beiden Interviews mit Gerland und Klose so durchlese stelle ich fest, dass es durchaus noch realistische Alternativen zur Theorie gibt, dass beide nur wegen Salihamidzic den Verein verlassen- Der Vorwurf lässt sich natürlich auch nach diesen beiden Interviews nicht entkräften, aber auch hier darf jeder gerne selber entscheiden, welche Interpretation ihm mehr zusagt.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es gibt keine zwei Meinungen.
      Flick ist der Heiland, Brazzo der Antichrist. Basta

      1. Die überzeugten Mitglieder der “Church of Hansi” werden wir sowieso nicht mehr bekehren und das ist auch gar nicht meine Intention.

    2. “Weiterhin Co-Trainer zu sein, fühlt sich als der falsche Weg an,(…)”

      Hört sich für mich zumindest nicht so an, als wenn er, unabhängig von möglichen Differenzen mit Salihamidzic, geblieben wäre.

    3. Das hört sich nicht gut an bei Klose. Relativ jung und sportlich und dann das.

  11. Kann jemand was zu Omar Richards sagen? War überrascht und kenne ihn nicht.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wohl als Back-Up für Davies geplant.
      Irre schnell, sehr dribbelstark, oft in der gegnerischen Hälfte, aber lausige Passquote.

    2. Ist eine sehr gute Frage, was von dem so zu erwarten ist. Zwischen Low-Budget-Davies und Totalausfall so ziemlich alles möglich. Vom reinen technisch-athletischen Skillset sicherlich vergleichbar mit Davies, nur eben in allen Bereichen etwas schwächer. Wie er sich im Raum bewegt, sich in die hohe Kette einfindet, ob ihm mit den Weltklassespielern rundherum das Kombinationsspiel leichter von der Hand geht – man wird es abwarten müssen. Nicht eine einzige Torvorlage in über 100 Profispielen, sowie in dieser Saison in 40 Spielen nicht eine einzige Torbeteiligung, sind eben schon erstmal ein amtliches Brett, was einen etwas ratlos zurücklässt. Keine Frage, das wird auch ein Stück weit an der Spielweise der Mannschaft liegen. Nichtsdestotrotz läuft bei Reading die Mehrzahl der Angriffe über links und vor ihm spielte mit Ejaria auch ein Spieler, der gern nach innen zieht und viele Aktionen initiiert. Und dass er bis zu dessen Verkauf nicht an dem durchschnittlichen Zweitligaspieler Tyler Blackett vorbeikam – hm.

      Zuerst dachte ich scherzhaft, dass ich hier erhebliches Braafheid-Potential sehe. Da der im Rückblick aber zumindest ein solider Bundesligaspieler war, würde ich diesen Ausspruch nun tatsächlich positiver konnotieren, als er ursprünglich mal gemeint war: Über solides Erstliganiveau würde ich mich freuen. Nagelsmann bringt ganz gerne mal Schienenspieler, die vor allem mit Laufstärke und Tempo jederzeit die Breite besetzen sollen. Das könnte schon zu ihm passen.

      Was ich hoffe:
      – Dass er Eingewöhnungszeit bekommt und nicht sofort funktionieren muss; also auf einen gesunden und gut aufgelegten Davies sowie einen Hernandez, der nicht immer innen gebraucht wird. (mit Boateng im Kader hätte ich da mehr Ruhe)

      – Dass er nicht mit dem dicken Geldbeutel geködert wurde und die Gehaltsstruktur dadurch mit allen Folgeproblemen noch weiter durcheinander bringt.

    3. Ein seltsamer Transfer. Ein Spieler aus der 2.Liga in England der da jahrelang unauffällig vor sich hinspielt?
      Viel Glück Phonzie sollte die Devise sein.

  12. Juventus hat anscheinend vor, Massimo Allegri wieder zu reaktivieren.
    Das passt meiner Ansicht nach unter diesen sehr gelungenen Artikel, weil Allegri vor nicht allzu langer Zeit ohne Not aussortiert wurde, mit der Begründung, dass der Fussball den er spielen lässt, zwar erfolgreich, jedoch eher unattraktiv ist. Man holte Sarri (von Chelsea, vorher Napoli), der bereits bewiesen hatte, das erfolgreich auch schön anzuschauen sein kann. Nach einem Jahr voller Enttäuschungen (trotz 9ter Meisterschaft) hat man Sarri entlassen und es dieses Jahr mit Pirlo versucht. Viel schöner ist es nicht geworden, aber der Erfolg ist nun auch weg. Nicht falsch verstehen, bei Juventus liegt mehr im Argen als nur die Trainerentscheidung, aber um den Bogen zu unserer Situation zu spannen: Es ist auch ein unterschätztes Gut, einen Trainer gefunden zu haben, der sowohl erfolgreich als auch schön anzusehen spielen lässt.
    In einem älteren, durchaus lesenswerten Thread, in dem es verkürzt um Flick/Salihamidzic ging, wurde u.a. erörtert, ob es einfacher ist den Sportdirektor/-Vorstand oder den Trainer zu tauschen. Juve hat vielleicht auch vor den Sportdirektor zu entlassen, aber ein guter Trainer (was immer man sich darunter vorstellt) ist auch für Vereine wie Juve (o. ManU, Liverpool vor Klopp, Arsenal …) mit “unbegrenzen” finanziellen Mitteln keine Selbstverständlichkeit und ich hoffe, dass uns der Tausch von Flick zu Nagelsmann nicht nochmal leid tut.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wir haben den Trainer nicht getauscht. Wir mussten uns einen neuen suchen, weil sich der bisherige verpisst hat.

      1. Hallo wohlfarth,
        Es gibt keine zwei Meinungen.
        Brazzo ist der Heiland, Flick der Antichrist. Basta…

      2. Würde ich nie behaupten

    2. @ItaloFCB
      Dieses Vorgehen birgt natürlich Risiken. Du sagst es, es gibt wie bei Juve keine Gewähr dass der neue Hoffnungsträger funktioniert und wenn es noch so klar scheint. Und vielleicht wird es uns tatsächlich bald leid tun.
      Aber geben wir Nagelsmann Kredit. Er kann schließlich nichts für unsere verfahrene Situation.
      Und außerdem haben wir sowieso keine andere Wahl :-)

      1. Eine bessere Wahl hatten wir am Ende tatsächlich nicht mehr, da hast du sicher Recht.
        Ich fand es sehr treffend im Artikel beschrieben, das wir einen sehr attraktiven und erfolgreichen Fussball unter Flick gespielt haben und wollte mit dem italienischen Beispiel belegen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und sich auch nicht mit viel Geld einfach kaufen lässt.

  13. @Justin und Redaktion: danke für den Schluss (Ab)Satz. Ich muss sagen ich hatte – bis auf die Zeit als Kovac ging und Flick übernahm – oft den Eindruck, dass MSR den Fußball Flicks als sehr gegeben hinnahm. Ich glaube wir werden uns sehr bald an diese Zeit zurück erinnern, mit einem Offensivfußball, der so mia san mia war, wie selten davor. Auch dass die Mannschaft sich nie über Rückstände scherte, sondern das ureigene des Fußballs in seiner pursten Form zelebrierte – Tore schiessen – das war gerade in der Kürze der Zeit einmalig.

    Anderes Thema: Alaba. Nun unterschreibt er beim fast zahlungs-unfähigen Real Madrid für 20 Millionen pro Jahr plus Handgeld. 17 Millionen und die halbe Ablöse für Upa hätte der FC Bayern ihm wohl auch bieten können und damit sogar noch die Gehaltsstrukturen erhalten. Auch hier bleibt für mich ein bitterer Nachgeschmack, in beide Richtungen.
    Wenn Alaba (ähnlich wie Flick ja teilweise unterstellt wird) ohnehin weg wollte, dann war das Pokern um 25 Millionen pro Jahr eine ziemlich undankbare Nummer gegenüber dem Verein. Gleichzeitig frage ich mich, warum der FCB es dann offenbar nicht schaffte, aus Alaba wirtschaftlich etwas herauszuholen, wenn er nun zu offensichtlich recht ähnlichen Bezügen woanders spielt. Spätestens wenn dem Verein klar wird, dass ein Spieler eigentlich nicht mehr hier sein möchte bzw. sich sein Bleiben nur mit astronomischen Gehältern versüßen lässt, dann muss ein Spieler, der in diesen Güteklassen angesiedelt ist, abgegeben werden, solange man noch Ablöse bekommt.
    Nur zur Erinnerung: einen ablösefreien Spieler dieser Höhe gab es noch nie in der Fußball Geschichte. Für mich wirken die 42 Millionen (plus Gehalt) für Upa inzwischen wie ein Panik Move. Für Alaba (Boateng) hatte der Verein angeblich kein Geld aber die 42 Millionen (plus Gehalt) für den „Nachfolger“ (spielerisch ein komplett anderer Typ) sind aktuell der teuerste Transfer in Europa und ich bin mal gespannt, wie oft der Betrag diesen Sommer überhaupt überboten wird. Zum Vergleich: Leipzig hat inzwischen 4/5 Transfers in der 15 Mio. Region getätigt (also genau die Armlänge wie die Startelf unter Flick) und ich würde mal behaupten, das ist am Ende die nachhaltigere Lösung.

    Wenn Süle als nächstes ablösefrei geht, frage ich mich langsam, was das nachhaltige Konzept ist. Denn aktuell betreibt der Verein Schritt für Schritt Wertvernichtung (für Thiago, Alaba, Boateng mit einem Marktwert von insgesamt über 100 Millionen hat der Verein einen Bruchteil erhalten). Wenn die Situation wegen Corona so schlimm ist, dass der Kern der Mannschaft nicht mehr bezahlt bzw.. gehalten werden kann, dann sollte das Management in meinen Augen das auch auch so offen kommunizieren.

    Antwortsymbol17 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Also laut den Berichten, die ich mitbekomme habe bekommt Alaba 12 Millionen netto pro Jahr bei Real Madrid. Da Deutschland einen Spitzensteuersatz von 45% aufweist, müsste Alaba ca. 22 Millionen € brutto pro Jahr bekommen, damit er auf den gleichen Nettolohn wie bei Real Madrid kommt. Wäre dies für den FC Bayern bezahlbar ? Wahrscheinlich ja.
      Jetzt stehen in den nächsten Jahren aber viele weitere Vertragsverlängerungen an. Wenn Alaba dieses Gehalt bekommt, darf Coman dann nicht eine ähnliche Summe verlangen? Oder Goretzka? Und Kimmich müsste ja eigentlich deutlich mehr bekommen.
      Ich bin der Meinung man kann eine Vertragsverlängerung nicht isoliert betrachten. Das Gehaltsgefüge einer Mannschaft ins Ungleichgewicht zu bringen, kann für jeden Verein schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ich finde die Probleme sieht man auch gerade an den beiden Spanischen Top-Teams, die viel Gehalt für Spieler ausgeben, die es in der Summe nicht verdienen. So sehr mich auch der Weggang von Alaba vielleicht auch persönlich schmerzt, muss ich sagen, dass der FC Bayern aus finanzieller Sicht wahrscheinlich (auch im Hinblick auf die Pandemie) richtig gehandelt hat.
      Übrigens ist der 2.te französische Innenverteidiger der Leipziger wohl auch für eine ähnliche Summe zum FC Liverpool gewechselt. Da beide von den Anlagen/Fähigkeiten imho ziemlich ebenbürtig sind, kann der Deal von Bayern gar nicht so schlecht sein, sonst würde ein zweites Team den “Fehler” wohl nicht nachmachen.

      1. @Tobizzel:
        Schöner Blick über den Tellerand.

        Ich hab gestern irgendwo gelesen, dass Alaba jetzt der bestbezahlte Linksverteidiger der Welt ist.
        Hätte der FCB das finanziell stemmen können? Wahrscheinlich.
        Wäre das schlau gewesen?
        Wohl nicht.

      2. @Tobizzel
        Bin grundsätzlich voll und ganz deiner Meinung, habe allerdings Mühe, die vollständig gleichen Schlüsse zu ziehen. Zunächst mal hat Spanien ebenfalls einen Spitzensteuersatz von 45 % und auch sonst ein vergleichbares ESt-System.
        Dass man für Alaba nicht das Gehaltsgefüge durcheinanderbringen hätte dürfen, ist vollständig richtig. Allerdings ist dieses Kind bereits in den Brunnen gefallen und die Forderungen Alabas samt Verpflichtung Zahavis auch eine Reaktion darauf.

        Es ist ein Witz, was Ergänzungsspieler wie Nübel, Arp und Nianzou verdienen. Und daher auch legitim, dass sich die Spieler, bei denen es aktuell um die Vertragsverlängerungen geht, von denen deutlich abgesetzt wissen wollen. Seit Sommer zahlt man Sané das dritthöchste Gehalt der Mannschaft, nach Weltfussballer Lewandowski und Kapitän Neuer. Einem Spieler, der noch keinen großen Titel gewonnen hat und ziemlich inkonstant ist. Da kann man sich doch am Arsch abfingernd, dass Coman nun mal mindestens das Gleiche haben möchte. Offenbar nicht, weswegen der jetzt Zahavi engagiert hat. Dass ihn die Corona-Ausrede seit Sané eher nicht interessieren dürfte, ist wenig überraschend. Und der Gnabry verdient nicht die Hälfte von Sané sowie nicht viel mehr als Nübel und eine Gehaltsanpassung – die dann ja AUCH in Richtung Sané gehen müsste – lässt weiter auf sich warten, obwohl sie bei vorausblickendem Management schon vor Monaten hätte passiert sein müssen. Gute Laune in den künftigen Verhandlungen ist da vorprogrammiert.

      3. @Ju: Hier kommt ein grundlegendes Problem zum Tragen. Bis zur Saison 2019/20 war man sich überall einig (Vereinsführung, Fans, Medien und selbst in Teilen der Mannschaft), dass der Kader der Bayern für die nationalen Ansprüche reicht, wenngleich der Vorsprung zur Konkurrenz schmilzt und dass für den ganz großen internationalen Wurf Investitionen nötig sein werden. Man hörte des Öfteren vom Ziel, dass man bis zum CL-Finale in München, das damals noch für 2022 vorgesehen war, wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft beisammen haben möchte. Deshalb hat man sich in München auch durchgerungen, in andere Dimensionen bei den Ablösesummen vorzustoßen und selbst eher zaghaftere Verantwortliche wie UH und KHR haben das im Fall Hernandez abgesegnet und wären bereit gewesen, bei Sane sogar noch in höhere Regionen vorzustoßen, weil man glaubte, dass diese Spieler das Level der gesamten Mannschaft noch einmal entscheidend anheben würden. Dass solche Spieler auch gehaltstechnisch in die oberen Regionen eingestuft werden müssen, liegt für mich in der Natur der Sache und es würde mich wundern, wenn das bei anderen Vereinen anders wäre. Mit welcher Berechtigung verdienen Hazard bei Real oder Griezmann bei Barca diese Summen? Was haben sie für ihre neuen Klubs geleistet? Wieso gibt man CR7 bei Juve ein Gehalt, das ihn von allen anderen Spielern gewaltig abhebt? Weil man eben glaubt, dass diese Spieler das, was sie anderswo gezeigt haben, auch beim neuen Klub zeigen werden. Es ist üblich, dass Top-Neuzugänge bei Bayern auch in die oberen Gehaltsstufen eingruppiert werden. Glaubst du, dass wir Spieler wie Ballack, Luca Toni, Ribery, Robben…. jemals gekriegt hätten, wenn wir ihnen nicht so hohe Gehälter gezahlt hätten und statt dessen gesagt hätten: “Junge, wir wissen, dass du sehr gut bist. Aber für unseren Verein hast du noch nichts geleistet, also verdienst du in den ersten ein oder zwei Jahren erstmal deutlich weniger und kannst dann aufsteigen.” Kein einziger der genannten Spieler wäre gekommen, darauf gebe ich dir Brief und Siegel.
        Das birgt natürlich das Risiko in sich, dass das Stammpersonal sich “unterbezahlt” fühlt und bei anstehenden neuen Verhandlungen auf die Gehälter der Neuzugänge verweist. Dieser Vorgang ist logisch und legitim. Das für uns wohl größte “Problem” ist die Tatsache, dass sich im letzten Jahr herausstellte, dass der Kader, dem man vor der Saison 2019/20 und auch noch bis zur Entlassung von Kovac die höchsten internationalen Weihen nicht zutraute, plötzlich die Fußballwelt eines Besseren belehrte und viele Spieler zeigten, dass sie sehr wohl zu den Topstars weltweit gehören. Mit solchem Selbstvertrauen ausgestattet, gestalten sich Verhandlungen natürlich noch ein gutes Stück schwieriger. Hätte man nach der Klatsche gegen Liverpool im März 2019 mit Alaba, Coman etc. verhandelt, dann wären die wohl etwas demütiger ins die Verhandlungen gegangen als nach einer Saison, in der man Europas Top-Teams dominierte.
        Es kommt mMn noch ein anderes Problem dazu und das ist die Tatsache, dass wir sehr viele Spieler haben, die schon in jungen Jahren zum FCB kamen, sich bei uns zu Topspielern entwickelten, alles gewannen und dementsprechend vielleicht auch die Herausforderung suchen, sich in einer anderen Liga zu beweisen. Wenn dort auch noch mehr bezahlt wird, weil man entweder sehenden Auges auf den Abgrund zuläuft (Spanien) oder andere finanzielle Möglichkeiten hat durch Sponsoren bzw. Fernsehvertäge (England), dann wird es nochmal schwieriger. Warum wohl haben sich Bayern-Verantwortliche wie KHR oder auch Kahn schon des Öfteren geradezu sehnsüchtig in Interviews den Wunsch nach einem Salary Cap geäußert? Warum wurde unser Kader in den letzten Jahren immer kleiner? Meine Vermutung ist, dass es nicht geschah, um es den Trainern Ancelotti und Kovac leichter zu machen, sondern weil man an die Grenzen stieß. Dann kam auch noch Corona dazu und jetzt brennt der Baum.
        So bizarr es sich anhören mag: Wenn du die Spieler im Altersbereich um 25 Jahre dauerhaft zusammenhalten möchtest, müsste man wohl ernsthaft überlegen, mindestens 2 Spieler aus dem Trio Neuer, Müller und Lewandowski zu verkaufen, um eine neue Gehaltshierarchie zu etablieren. Das wäre sportlich gesehen aber wohl ziemlicher Selbstmord, aber vielleicht die einzige Chance, um mit Goretzka, Coman, Gnabry und Kimmich zu Einigungen zu kommen.

      4. @willythegreat
        Du bringst hier einige interessante Argumente ins Spiel, die allesamt ihre Berechtigung haben, die grundsätzlich richtig sind, aber aus meiner Sicht nicht ganz zu Ende gedacht.

        1. Junge erfolgreiche Spieler – Gehaltssteigerung von hohem Startniveau: Es ist richtig, dass wir einen ganze Menge höchst erfolgreicher Mittzwanziger haben, die schon fast alles gewonnen haben, bereits nicht schlecht verdienen und nun gehaltstechnisch alle auf einmal den nächsten Schritt machen wollen. Aus meiner Sicht ist das aber a) ein Resultat von zu spätem Bemühen um Verlängerungen (wie du schon sagst: vor einem Jahr hätten Coman und Gnabry sicherlich noch zu anderen Konditionen unterschrieben und das frühzeitige Verlängerungen ist nun mal normale Geschäftspraktik) und b) auch das kleinere Übel. Wenn ich Topspieler im Kader haben will, dann habe ich exakt zwei Möglichkeiten. Entweder ich hole sie früh und habe dann eben den von dir skizzierten Effekt, oder ich hole sie später und lege eine horrende Ablösesumme samt Nebenkosten auf den Tisch. Rein ökonomisch könnte man einem Coman die nächsten 5 Jahre auch 30 Millionen im Jahr bezahlen und würde summa summarum immer noch günstiger kommen, als wenn man ihn jetzt für seinen Marktwert verpflichten würde. Außer natürlich man holt die Spieler vom FC Bayern – dort gibt es neuerdings ablösefreie Weltklassespieler zum Mitnehmen.

        Dass nun aber der ökonomisch richtige Ausweg sein soll, reihenweise Spieler ins letzte letzte Vertragsjahr gehen zu lassen, weil man ihre Gehaltsforderungen nicht erfüllen möchte/kann, um sie dann entweder ohne Ablöse oder unter Wert zu verlieren, irritiert mich doch erheblich. Man kann eine aus betriebswirtschaftlicher Sicht offensichtliche Fehlentwicklung nicht mit betriebswirtschaftlichen Sachzwängen begründen, denn das ist Unsinn. Wenn ich tatsächlich einen in erster Linie die ökonomische Seite (also den kurz-, mittel- und langfristigen Jahresüberschuss/-fehlbetrag) betrachtenden Standpunkt einnehmen möchte, dann ist diese Argumentation sogar gleich doppelt falsch. Ich spare mir für das Zeitintervall x das Gehalt (+Handgelder, Honorare) y um die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbare Ablöse z um einen Betrag größer y (oder sogar gegen 0) zu senken – hä?

        2. Du äußerst, Starspieler müssten auch weit oben in der Gehaltspyramide einsteigen. Richtig. Nämlich auf dem Niveau von Spielern, die in ihrem Wert für die Mannschaft mit dem eingekauften Spieler vergleichbar sind. Wenn man Starspieler verpflichtet, die man sogar als besser als die aktuellen eigenen Spieler ansieht, dann wird man sie ganz oben einsortieren. So hat man das mit Leuten wie Frank Ribery oder Michael Ballack meines Wissens auch gemacht. Wenn ich nun also einen Leroy Sané in die Mannschaft holen möchte, auf welchem Niveau verorte ich den dann? Bei Lewandowski? Höher als Müller? Oder doch eher bei Gnabry, Coman und Goretzka? Und wenn ich das mit dem nicht verhandelt bekomme, habe ich exakt die gleiche Weisheit zu befolgen, wie ich im Zusammenleben mit meiner Freundin, nämlich: Wer das eine will, muss das andere mögen. Also entweder ich muss konsternieren, dass das dann nichts wird mit dem Leroy, o d e r ich muss bei den anderen dreien durchklingeln und sagen: Leute, ihr habt euch verbessert, wir holen neue Leute dazu, die auf eurem Niveau sind, wir müssen was an euren Gehältern machen. Aber dass man nun offenbar Coman nicht auf eine Gehaltsstufe mit Sané stellen möchte, entbehrt jeglicher Logik. Ketzerisch gesagt: Der eine ist eben ein Brazzo-Transfer, der andere nicht.

        3. Die finanziellen Zwänge: Zunächst mal muss man aufpassen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass die Corona-Einbußen immer nur dann ein Argument sind, wenn es einem gerade passt. Wenn Gehälter wie für Sané und Ablösesummen wie für Nagelsmann anstandslos darstellbar sind, dann muss man sich diesen Maßstab auch an anderer Stelle gefallen lassen.

        Weiterhin kommt mir bei den ganzen Diskussionen um die aktuelle finanzielle Lage ohnehin die Verhältnismäßigkeit zu kurz. Die aktuellen Umsatzeinbußen sind für all jene w i r k l i c h schlimm, die kaum Rücklagen haben, die ohnehin schon kaum kreditwürdig sind oder deren Geschäftsfeld nachhaltig gefährdet ist. Die Allianz-Arena wird spätestens 2022 wieder vollbesetzt sein. Wahrscheinlich wird man sogar nochmal kräftig was auf die Tickets draufschlagen können, da alle nach Unterhaltung lechzen. Das bedeutet: Es handelt sich um einen temporären Umsatzeinbruch, der sich ganz von selbst wieder stabilisieren wird. Darüber hinaus hat die AG Rücklagen. Und wenn Hainer morgen zur Deutschen Bank spaziert und sagt, er würde gern das Stadion mit 100 Millionen beleihen, dann werden die dem die Füße küssen, weil sie einen solventeren Schuldner kaum bekommen können. Im Gegensatz zu anderen Klubs hat der FC Bayern perspektivisch überhaupt kein Problem. Lediglich Ausschüttungen/Tandiemen fallen halt mal zwei Jahre geringer aus – na Gott im Himmel!

        4. “So bizarr es sich anhören mag: Wenn du die Spieler im Altersbereich um 25 Jahre dauerhaft zusammenhalten möchtest, müsste man wohl ernsthaft überlegen, mindestens 2 Spieler aus dem Trio Neuer, Müller und Lewandowski zu verkaufen, um eine neue Gehaltshierarchie zu etablieren. Das wäre sportlich gesehen aber wohl ziemlicher Selbstmord, aber vielleicht die einzige Chance, um mit Goretzka, Coman, Gnabry und Kimmich zu Einigungen zu kommen.”

        Das sehe ich anders. Die rein ökonomisch sinnvollste Gangart wäre, mit all den Mitzwanzigern unbedingt zu verlängern, auch wenn dadurch das Gehaltsniveau erheblich aufgebläht würde und demnächst bei einem guten Angebot mal einen für 80-100 Millionen zu verkaufen – dann ist die Kohle nämlich wieder drin. Und selbst, wenn das nur auf dem Papier hübsch aussieht: Besser als ablösefreie Abgänge oder welche weit unter Wert ist es allemal. Weiterhin sollte man auf die Verpflichtung von Spielern, die nicht ins Gehaltgefüge passen, einfach verzichten. Dazu sagte ich ja gestern schon: Ich hoffe sehr, dass Omar Richards auch das Gehalt eines Ergänzungsspielers bekommt, wenn er als solcher verpflichtet wurde.

        Zu guter Letzt und wie schon oben gesagt: Einfach mal 12 bis 18 Monate eher bei den Verhandlungen ernst machen. Das würde vieles vereinfachen. Sicherlich nicht bei jedem Spieler, aber doch bei einigen.

      5. @Ju: Du hast viele stichhaltige Argumente, die man nicht beiseite wischen kann und die mich auch teilweise voll überzeugen. Dennoch möchte ich ein paar Gegenargumente anführen:
        Wenn ich mich recht erinnern kann, hat man im Frühjahr 2019 auch deswegen auf vorzeitige Vertragsverlängerungen verzichtet, weil man nach dem Aus gegen Liverpool nicht nur mit dem Trainer, sondern auch mit vielen Spielern nicht so zufrieden war und auch ein bisschen weg wollte von der sog. “Wohlfühloase FCB”, von der damals tatsächlich die Rede war. Man wollte ein paar Spieler bewusst kitzeln, weil man mit ihrer Entwicklung bzw. ihrer Leistung in wichtigen Spielen nicht einverstanden war. Zu diesen Spielern gehörten eben u.a. auch Coman, Alaba und Thiago. Hier hat man sich im Nachhinein wohl verzockt, weil die Spieler zwar – wie erwünscht – besser wurden, aber dadurch eben auch interessanter und aufgrund der kürzeren restlichen Vertragslaufzeit auch greifbarer für andere Topklubs wurden.
        Als man das erste Mal an Sane herantrat, wurde er vom Niveau her von den meisten Experten höher eingeschätzt als Coman und Gnabry. ManCity und Pep haben damals alles Erdenkliche versucht, um ihn von einer Verlängerung zu überzeugen. Nach der schweren Knieverletzung hätte man natürlich auch vorsichtiger agieren können, aber man wollte den Spieler eben unbedingt und hoffte insgeheim wohl auch darauf, dass er noch einen Tick besser ist als die anderen. Da er das in seinem ersten Jahr definitiv nicht war, hat man jetzt ein Folgeproblem mit Coman, das es zu lösen gilt. Man lag mit der Einschätzung bzgl. der Stärke des Neuzugangs falsch, was wie weiter oben angeführt aber bei vielen Klubs passierte. Dass uns das auch mal passieren würde, war fast klar.
        Mit der finanziellen Perspektive magst du recht haben, aber bei Bayern gilt eben der Grundsatz, dass man keinen Euro ausgibt, den man nicht vorher eingenommen hat. Man spekulierte nie damit, dass man unbedingt in der CL weit kommen muss, um finanziell über die Runden zu kommen und man wird auch jetzt nicht mit Zuschauereinnahmen spekulieren, die es zwar mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bald wieder geben wird, für die es eben aber noch keine absolute Garantie gibt. Ich weiß auch nicht, ob die Einnahmen in der kommenden Saison so hoch sein werden. Einzeltickets könnte man evtl. tatsächlich verteuern, aber wie wird denn mit den fast 40.000 Dauerkarten-Besitzern verfahren, die 2020/21 kein einziges Spiel sehen konnten, aber vor der Saison die Karte bezahlt haben?
        Zum letzten Punkt hätte ich einzuwenden, dass es ebenfalls nicht dem geschäftlichen Gebahren des FC Bayern entspricht, Verträge zu verlängern mit der Absicht, die Spieler dann teuer zu verkaufen. Das macht der BVB so und fährt zwar wirtschaftlich ganz gut damit, hat aber immer wieder mit atmosphärischen Störungen zu kämpfen. Wenn der FCB mit einem Spieler längerfristig verlängert, gibt er ihn im Regelfall auch nicht ab. Derzeit ist es auch riskant, darauf zu setzen, dass die Zeiten der hohen Ablösen immer so weiter gehen werden.
        Man hat definitiv einige Fehler gemacht und um aus dieser Situation wieder rauszukommen wird es wohl nötig sein, mit ein paar Prinzipien zu brechen. Das fällt angesichts der konstanten Erfolge der letzten Jahre natürlich schwer und auch die Konstellation mit einem UH, der im Hintergrund die wichtigsten Fäden zieht und nicht den Eindruck erweckt, dass er von seinen Prinzipien abrücken möchte, ermöglicht den handelnden Personen nicht unbedingt eine freie Hand.

      6. @Willythegreat
        Ich habe zwar das ein oder andere ‚naja, aber‘ auf der Zunge, aber wir müssen hier nicht Haarspalten. Grundsätzlich sind wir uns ja weitgehend einig. Nachschieben würde ich lediglich, dass gerade Coman und Thiago in den Massenmedien zwar gern mal ihr Fett wegbekamen, aber in Fachkreisen stets enorm geschätzt worden. Dass innerhalb des Vereins Sané stärker eingeschätzt wurde als Coman, kann ich mir nur schwer vorstellen.

        Jedoch würde ich grundsätzlich dann feststellen, dass es dann – nach dem, was du jetzt geschrieben hast – doch nicht richtig sein kann, hier geradezu axiomatische Sachzwänge zu konstruieren, für die die sportliche Führung des Vereins rein gar nichts kann. Zumindest hatte dein erster Post dies ein Stück weit suggeriert. Vielmehr wurden Fehler gemacht, was überall passieren kann. Es ist doch aber legitim, wenn nun die Alarmglocken leise anfangen zu bimmeln, weil der Eindruck entsteht, dass aus diesen Fehlern nicht gelernt wird und man sich weiter hinter den erwähnten angeblichen Sachzwängen verstecken möchte – oder nicht?

      7. @Ju und willythegreat: Schöne Diskussion, ihr habt viele Punkte toll besprochen. M.E. ist zeigt sich in der Politik der letzten zwei Jahre eine schizophrene Haltung: Entweder Corona haut uns ins Kontor und dann können wir Sané und Upamecano (mit entsprechenden Gehälter) zu den Ablösen nicht stemmen. Immerhin waren das mit die teuersten Transfers in der Vereinsgeschichte. Dann zugleich den Spielern sagen, dass man nicht genug Gehalt für sie hat, wirkt schon etwas komisch. Erst recht, wenn man eben jenen Sané oder auch einen Hernandez mal eben ziemlich weit oben ansiedelt in der Gehaltshierarchie. Das war ja auch schon häufiger meine Kritik hier: dass man schon ordentlich mit Geld um sich geworfen hat. Und am Ende müssen wir doch jedes Jahr in der Abwehr wieder nachlegen und (stark) investieren – das wird uns bald auf die Füße fallen, wenn da jetzt nicht endlich mal Ruhe einkehrt. Und das andere Problem ist die niedrige Ablöse bei Abgängen. Wir lassen Spieler gerne mal für relativ kleines Geld gehen (zuletzt Thiago). Das Argument, dass man verdienten Spielern keine Steine in den Weg legt, ist zwar eherwert, aber dass wir damit zu einer Art Billiganbieter für TopSpieler für die Konkurrenz werden, ist schon etwas naiv gedacht – erst recht, wenn das Geld inzwischen doch so knapp sein soll.

      8. @Ju und @Herrispezial: Ich denke, dass man bei Nagelsmann notgedrungen bereit war, eine “eiserne Reserve” anzutasten, weil ein kurzfristig eingetretenes Problem schnell gelöst werden musste. Von daher kann ich hier keinen Widerspruch zum ansonsten praktizierten Sparkurs sehen. Bei Sane und Upamecano ist der Fall schon etwas anderes geartet, denn für beide hätte es zumindest kurzfristig alternative Lösungen gegeben, z.B. eine Verlängerung mit Boateng oder die Verpflichtung eines günstigeren Spielers, wie z.B. Perisic. Man war sich aber wohl so sicher, dass Upamecano und Sane ihr Geld wert sind, dass man bereit war, diese Summen zu zahlen, weil man wohl auch befürchtete, dass sie sonst zu einem anderen Klub wechseln bzw. bei ManCity bleiben und somit auch in ein paar Jahren, wenn das Geld nach Corona wieder lockerer sitzen sollte, nicht mehr greifbar sein werden. Ein gewisser Spielraum für Transfers war ja auch in Corona-Zeiten noch gegeben, wenngleich diese Summe pandemiebedingt deutlich niedriger ist als noch in der Jahren bis einschließlich 2019. Von daher kann ich da jetzt keine absolute Diskrepanz oder gar Schizophrenie feststellen.
        Einen Fehler hat man auf jeden Fall gemacht und der war es, das Leistungsvermögen mancher Spieler falsch einzuschätzen und zu viel Geld für sie zu investieren. Bei Hernandez waren es einige Millionen zuviel bei der Ablöse, bei Sane ein paar Millionen zu viel in Sachen Gehalt. Das bringt Folgeprobleme mit sich, die durch Corona noch verschlimmert werden und sich auch deswegen bei den Vertragsverhandlungen potenzieren, weil viele unserer Spieler derzeit auf einem absoluten Peak sind, der so ehrlich gesagt bei einigen vor 1-2 Jahren noch nicht vorherzusehen war. Gerade bei Thiago war es übrigens definitiv so, dass auch in der Führungsebene des Vereins im Frühjahr 2019 darüber diskutiert wurde, ob man mit ihm ein Angebot zur Verlängerung über 2021 hinaus machen soll. Das pauschale Verweisen auf die Corona-Einnahmen bei Vertragsverhandlungen finde ich übrigens auch nicht richtig. So weit wie @Ju würde ich allerdings nicht gehen, dass man Geld, das momentan nicht zu 100% gesichert ist, quasi trotzdem einplant bei den neuen Verträgen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man den Spielern garantiert, dass man bereit sein wird, die Verträge, die man jetzt verlängert, in 1-2 Jahren noch einmal anzupassen, wenn die Lage sich wieder bessern sollte. Das wäre eigentlich Bayern-Like. Das sture Beharren auf einer erzwungenen Vernunft der Spieler ist jedenfalls keine Lösung. Jeden Wahnsinn sollte man allerdings auf jeden Fall auch nicht mitmachen.
        Und noch einmal zum Abschluss: Mit meinen Ausführungen will ich in keinster Weise die Verantwortlichen von allen Fehlern reinwaschen. Ich bin vom Typ her halt nun mal so, dass ich versuche, mir Gedanken zu machen, warum manche Personen so handeln und dabei sind mir Argumente wie “Besserwisser”, “Berufsanfänger”, “Marionette” etc. zu billig, auch wenn manches davon sicherlich zu einem Teil zutreffen mag. Die Alarmglocken schrillen auch bei mir. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass Nagelsmann es schafft, aus ein paar günstigeren Spielern oder Leih-Rückkehrern passable Alternativen zu machen, damit sich die Lage wieder etwas entzerrt. Eines muss man nämlich schon fairerweise sagen: Flick hatte scheinbar einen ziemlichen Gourmet-Geschmack, was mögliche Neuzugänge betrifft, wenn man mal dran denkt, dass da die Namen Werner, Havertz, Can, Dest und Hudson-Odoi durch die Presse geisterten, von denen ja keiner als Ersatz für einen Abgang aus der Stammelf vorgesehen gewesen wäre, sondern als Optionen für die Verbreiterung des Kaders. Da sind wir schon eher in der Größenordnung eines Pep Guardiola was die Anforderungen an den Kader angeht. Legitim ist das ganze natürlich, denn als Trainer musst du den Kopf hinhalten, wenn die Ergebnisse nicht passen. Ob es realistisch ist, steht auf einem anderen Blatt.

      9. @willy: Darauf hoffe ich bei Nagelsmann auch. Nur wenn wir aus den Rückkehrern der “Loan-Army” noch 2-3 Spieler integriert bekommen, wird der Kader die notwendige Breite nach den 4 Abgängen (mit Dantas sogar 5 Abgängen) und 2 Zugängen haben. Dennoch wird darunter kein Winger sein (oder habe ich mich vertan?); immerhin ist Fein ein Spieler für das zentrale MF, wo es ja auch drückt. Aber mal schauen, was die Rückkehrer am Ende wirklich leisten können. Und vielleicht finden wir ja doch noch irgendwo selbst mal ein Schnäppchen (Perisic vielleicht?).

        Die Idee mit den Vertragsanpassungen bei sich verändernder Pandemielage finde ich übrigens sehr gut. Ich bin mir nur nicht sicher, ob man das beim FCB selbst schon einmal überlegt hat. Die “Zockerei” bei den Vertragsverhandlungen lässt mich da eher vermuten, dass man nicht so clever ist/war.

        Und zum Abschluss: Natürlich gibt es immer Argumente, warum Personen so handeln wie sie handeln. Das wird auch in der sportlichen Leitung der Fall sein. Die Frage ist halt immer, ob die Argumente gut sind und ob sie in sich konsistent sind. Ich streite nicht ab, dass man sich etwas dabei gedacht hat, Hernandez für so viel Geld zu holen und ihm auch ein entsprechend hohes Gehalt zuzugestehen, Spieler wie Thiago billig abzugeben oder Nübel Einsatzgarantien zu geben. So wird es auch bei Boateng vermutlich Argumente geben. Nur leider muss man eben auch in Betracht ziehen, dass es einerseits ein eher geringes Verhandlungsgeschick beim Sportvorstand ist, dass uns zu solchen Aktionen “zwingt” und andererseits eine “bossige” Denkweise ist, die dazu führt, dass man nun Spieler abgibt/gehen lässt, damit eben die neuen Spieler mehr zum Zuge kommen. Erst Recht, wenn man sich an das Interview in der Welt erinnert, in der selbstverherrlichende Aussagen getroffen wurden, obwohl die Person damals noch nicht so lange im Amt war und keinerlei Erfahrungen in dem Job (oder auch nur einem ansatzweise ähnlichem Arbeitsfeld) aufweisen konnte. Vermutlich werden wir zu den wahren Argumenten auch nur wenig bis gar nichts erfahren, am Ende muss es eben die Zeit zeigen, ob die Entscheidungen richtig waren. Und da wird die kommende Saison eine ganz entscheidende Rolle spielen, denn es wurde jetzt viel riskiert (wenig Transfers bei aktuell vergleichsweise hohen Ausgaben, inkl. einer Trainerverpflichtung zu bisher weltweit einmaligen Konditionen). Wenn das nicht klappt, dann ist diese Politik gescheitert. Wir sind in der neuen Saison zu Titeln und schönen Spielen verdammt. Das wäre anders gewesen, wenn man sparsamer gewesen wäre. Aber nun sind Erwartungshaltungen geweckt worden (nicht nur bei mir), die auch erfüllt werden müssen. Und das ist selbstgemacht.

      10. @Herrispezial:
        Einen vierten Winger brauchen wir mMn nicht, da wir neben dem Trio Coman, Gnabry und Sane ja noch Musiala und Choupo-Moting haben, der auf dem Flügel oft unterschätzt wird und eine ähnliche Komponente wie Perisic in unser Spiel bringen kann. Auch Müller und Davies könnten dort aushelfen. Das sollte reichen, um die zwei Positionen abdecken zu können.
        Ansonsten denke ich, dass die Verpflichtung von Hernandez auch dem Zeitgeist geschuldet war. Der Druck von außen, auch mal bei den Ablösesummen in diese Regionen vorzustoßen wurde immer größer und gerade angesichts der Tatsache, dass man Angst haben musste, dass der Verein international nicht mehr wettbewerbsfähig ist, hat zu dem OK aller nötigen Gremien geführt. Ich denke auch, dass intern die eine oder andere Stimme laut wurde, doch endlich von der für einen Spitzenklub eher konservativ vorsichtigen Transferideologie abzurücken. Gerade bei Lewandowski würde es mich nicht wundern, wenn er intern so argumentiert hätte. Wäre man 2019 in der CL eine oder zwei Runden weitergekommen, was bei etwas Losglück drin gewesen wäre, da wir auch in diesem Jahr nicht so schlecht waren, hätte es mMn die Verpflichtung von Hernandez zu diesen Konditionen dennoch nicht gegeben.
        Der Druck auf Nagelsmann wird enorm sein, aber ich denke, dass auch der Druck auf Flick größer geworden wäre, denn in der Saison 2021/22 hätte er eine einigermaßen normale Vorbereitung gehabt und da hätte man auf jeden Fall erwartet, dass sich die Anzahl an Gegentoren ungefähr halbiert und das Spiel nach vorne mindestens so ansehnlich bleibt, wie im Triplejahr.

      11. @herrispezial
        Gut zusammengefasst. Man sollte sich nicht in seiner Wagenburg einigeln, bis aufs Blut verteidigen und Kritiker diffamieren.
        Es gibt immerhin einige Ansätze dazu.
        Kahn spricht von Fehlern im Umgang mit Flick die man analysieren muss.
        Rummenigge bezeichnet den ablösefreien Abgang von Alaba als Super-Gau.
        Diese Erkenntnisse muss man nun auch umsetzen. Einiges darf sich nicht wiederholen. Unendliche Substanz haben wir auch nicht.

      12. “Wir sind in der neuen Saison zu Titeln und schönen Spielen verdammt.”
        Echt? Was passiert sonst? Vereinsauflösung? Eine neue Pandemie? Weltuntergang?

      13. “Echt? Was passiert sonst? Vereinsauflösung? Eine neue Pandemie? Weltuntergang?”

        Das sicher nicht. Aber auf dieser Verpflichtung basiert doch “Mia san mia”. Das sollte man nicht in Frage stellen. Weitere rationale Herleitungen sind denkbar, aber treffen nicht den Kern.

      14. @willy: Die Sache mit den 4 gelernten Wingern hatten wir – glaube ich – schon einmal. Da haben wir einfach unterschiedliche Positionen, die sich beide gut begründen lassen. Ich argumentiere da mit der Phase in dieser Saison, als wir nur 2 gelernte Winger zur Verfügung hatten, weil die anderen beiden verletzt waren. Natürlich kann dann Musiala oder ECM dort spielen, nur ist das schon ein Qualitätsunterschied, der mit einem echten 4 Winger nicht so groß ist. Und Inter muss doch Spieler verkaufen; zudem soll es doch ein “gentleman´s agreement” (laut KHR) mit dem Verein gegeben haben – warum also nicht noch einmal einen Versuch starten?

        Dass man als Verein endlich auch einmal in die Hochpreisregionen einsteigen möchte, kann man ja meinetwegen machen. Die Frage ist, ob man das dann ausgerechnet für einen nicht richtig hoch gehandelten und überall heiß begehrten IV machen muss und diesen dann auch noch mit einem Gehalt ausstattet, das sehr viele andere Spieler im Verein nicht bekommen. Da hätte man das Geld für andere Positionen/Spieler besser investieren können, aber Hernandez konnte man nun mal für das Geld über eine AK rauskaufen. Das war halt eine vergleichsweise einfach zu bewerkstelligende Sache und typisch für den FCB der letzten Jahre.

        Was den Druck auf Nagelmann/Flick angeht: Sicherlich wäre die Erwartung an Flick (auch von mir) in der neuen Saison höher gewesen, denn wie Du richtig schreibst, wäre erstmals eine halbwegs brauchbare Vorbereitungszeit für ihn möglich gewesen (wobei einige hier ja Kovac noch in Schutz genommen haben, weil er nach der WM18 ja keine ordentliche Vorbereitung hatte). Doch Nagelsmann kommt nun mal mit dem zusätzlichen Rucksack, der teuerste Trainertransfer der Welt zu sein, den man zudem zumindest zum Teil (ich betone zum Teil) auch deswegen tätigen musste, weil man nicht in der Lage war, Hansi Flick zu halten. Dieses Paket wiegt nun einfach einmal schwer – zumal die Vereinsführung die Rekordablöse ja aus freien Stücken vereinbart hat, denn niemand hat den FCB dazu gezwungen, Nagelsmann für das Geld zu holen. Zusammen mit den zahlreichen Rekord- oder Fastrekordtransfers, die in den letzten 2-3 Jahren (und das trotz Corona) in einer nie da gewesenen Häufigkeit getätigt worden sind, ergibt sich nun eben eine Gemengelage, die zum Erfolg verdammt. Andernfalls wird es extrem unruhig im Verein werden und dann wird auch jemand die Verantwortung für all diese Entscheidungen tragen müssen.

    2. Es war sicherlich ein grosser Fehler, sich letzten Sommer in weitere Verhandlungen mit Alaba einzulassen, aufgrund eines einzigen, angeblich „guten“ Gesprächs in Lissabon. Da hat uns Zahavi fein über den Löffel barbiert. Aktuell steht mit Goretzka, Süle und Tolisso gleich dreimal eine ähnliche Gefahr ins Haus, und bislang scheint sich wenig zu tun – es gibt weder Nachrichten über Verhandlungen noch Gerüchte, dass andere Vereine an ihnen Interesse hätten. Bis 2023 ist es noch ein Weilchen hin, allerdings laufen dann so viele Verträge aus, dass man sich mit den unbedingt zu haltenden Spielern (v.a. Kimmich) jetzt schon einmal zusammensetzen sollte.

      Ich akzeptiere das Argument, nachdem Alabas Forderungen nicht mit der Gehaltsstruktur vereinbar waren. Aber wenn man ihn deswegen ziehen lässt, kann man entsprechend Fortschritte bei den anderen Verträgen erwarten, sonst war das ganze Drama für die Katz.

      1. Genau.
        Man hätte bei ihm und auch Thiago eine Deadline setzen müssen und zwar weit vor Lissabon, nämlich 30.6.
        Und zu den dreien kommen auch noch Kimmich Gnabry und Coman hinzu.

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