Die fünf Phasen des Ausscheidens

Maurice Trenner 16.03.2019

Nach dem Spiel fühlte ich mich seltsam taub. Zwar war der FC Bayern auch in den letzten Jahren am großen Ziel, dem Europapokaltitel, gescheitert, doch dieses Mal fühlte ich mich anders – irgendwie leer. Seitdem kamen und gingen viele unterschiedliche Gedanken und meine Gefühlswelt drehte sich mehrfach, als ob ich fünf Phasen des Ausscheidens durchleben würde.

1. Leugnen: Aber das Hinspiel

Das Medienecho nach dem Hinspiel an der Anfield Road war überwältigend. Der Spielverlagerung-Autor Constantin Eckner schrieb für T-Online “Warum Bayern stolz auf das Remis sein kann”. Julien Wolff schrieb für die Welt gar “Warum Kovac der große Gewinner bei den Bayern ist”. Auch ich habe mich rückblickend blenden lassen.

Im Vergleich zu den schlimmsten Erwartungen direkt nach der Auslosung hatte der FC Bayern tatsächlich überraschend gut abgeschnitten. Reichten die Befürchtungen im Dezember noch bis hin zu einer Blamage (selbst Kovač sprach vom “schwersten Los”), so hatte man dem damaligen Tabellenführer der Premier League, der in der Spitze stärksten Liga der Welt, ein Unentschieden abgetrotzt.

Doch ist alles Gold, was glänzt? Der Plan von Kovač für das schwierige Auswärtsspiel war simpel: Hinten zu null spielen. Von Beginn an legten die Münchner den kompletten Fokus auf die Defensive. Sie wollten den Gegner durch Kompaktheit und Absichern seiner Stärke im Konterspiel berauben.

Und doch muss man auch sagen, dass Bayern im Hinspiel Glück hatte. Glück, dass Mané einen Schuss aus der Drehung nicht aufs Tor bringt. Glück, dass Matip einen Eckball am Tor vorbei köpfte. Und Glück, dass Salah für einen langen Pass von Henderson einen Schritt zu spät kam.

Im Rückblick wirken viele Dinge anders und doch war der Optimismus nach dem Hinspiel aus der Retrospektive nicht angebracht. Die Schwächen der Münchner, nämlich Unkonzentriertheiten in der Defensive sowie Lücken im Verbund, wurden an diesem Abend einfach nicht bestraft.

2. Enttäuschung: Kein Plan, kein Kampf

Das bringt uns zum Rückspiel und damit einem der schwächsten Spiele der Münchner in jüngster Vergangenheit. Ich bin heute im Verlauf des Tages nochmal die größeren Niederlagen der vergangenen Jahre im Kopf durchgegangen, um ähnlich schwache Spiele zu finden.

  • Paris SG – FC Bayern 3:0, CL-Vorrunde 2017/18: Das Prestige-Duell um den ersten Platz in der Gruppe B der Champions League ging grandios schief. Im letzten Spiel unter Trainer Ancelotti zeigten die Münchner eine desolate Vorstellung und verloren vollkommen verdient deutlich mit 3:0. Am Ende war es aber nur ein Gruppenspiel, in dem wohl hauptsächlich der Job des Trainers auf dem Spiel stand. Mit seiner Personalwahl – unter anderem ohne Hummels, Boateng, Ribéry und Robben – verkrachte Ancelotti sich endgültig mit der Mannschaft. Seine Entlassung folgte bereits am nächsten Tag.
  • VfL Wolfsburg – FC Bayern 4:1, Bundesliga 2014/15: Im ersten Spiel nach der Winterpause wurde Bayern extrem kalt erwischt und von Wolfsburg, angeführt von einem überragenden Kevin de Bruyne, vor allem in Kontersituationen regelrecht auseinander gespielt. Die Abwehr rund um Dante war komplett überfordert und wirkte zu keinem Zeitpunkt stabil, während der Angriff ohne Ribéry nicht in Erscheinung trat.
  • FC Barcelona – FC Bayern 4:0, CL-Viertelfinale 2008/09: Die Mutter aller Niederlagen. Ein unerfahrenes Bayern-Team kam mit Trainer-Neuling Klinsmann im Camp Nou komplett unter die Räder. Eine Machtdemonstration und auch ein Zeichen, dass dem deutschen Meister international noch einiges fehlte.
  • Zenit St. Petersburg – FC Bayern 4:0, UEFA-Pokal-Halbfinale 2007/08: Eine Niederlage so vernichtend, dass lange Zeit sogar über Spielmanipulation spekuliert wurde. Der Traum vom UEFA-Pokalsieg wurde im kalten St. Petersburg jäh zerstört. Gegen eine Mannschaft aus einer vermeintlich zweitklassigen Liga so zu verlieren, zeigte den Münchnern mit schonungsloser Offenheit die eigenen Grenzen auf.
  • FC Bayern – Real Madrid 0:4, CL-Halbfinale 2013/14: Die erste Guardiola-Saison gipfelte in dem Duell gegen den spanischen Rekordmeister Real Madrid im Halbfinale der Champions League. Nachdem man das Hinspiel mit 0:1 verloren hatte, wollte man im Rückspiel an die vergangene Triple-Saison anknüpfen. Wohl auf Drängen der Spieler stellte Pep auf die im Vorjahr grandiose Doppelsechs mit Schweinsteiger und Martínez um – ein Plan der schief ging. Durch zwei Kopfballtreffer von Ramos, sowie zwei Tore von Ronaldo erlebten die Münchner einen der dunkelsten Tage der Vereinsgeschichte.

Einen Unterschied gibt es dennoch zwischen der Pleite im April 2014 und dem Ausscheiden gegen Liverpool am Mittwochabend: Das Team von Guardiola wirkte bis in die Haarspitzen motiviert. Man wollte ganz Europa zeigen, dass man den Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen kann.

Gegen Liverpool allerdings wirkten die Münchner von Anfang an verunsichert. Verunsichert von dem hohen Pressing des Gegners. Verunsichert, weil der Matchplan von Kovač sie so sehr in die Defensive zwang.

Nach dem 1:2-Rückstand war kein Aufbäumen zu erkennen. Die Mannschaft wirkte regelrecht gebrochen. Die fast gleiche Mannschaft, die scheinbar zuvor die alte Leichtigkeit wieder gewonnen hatte. Sieben der Spieler hatten im Frühjahr 2016 noch einen 0:2-Rückstand gegen Turin in zwanzig Minuten gedreht. Alles ist möglich im Fußball – dieser Spruch schien in diesem Moment nur den wenigsten ein Begriff zu sein.

Der Plan von Kovač hinten erneut kein Tor zu kassieren und vorne durch die individuelle Klasse eins zu erzielen, misslang. Zwar auch weil zum wiederholten Male in diesem Jahr Aussetzer von einzelnen Spielern zu Gegentoren führten. Hauptsächlich aber, weil selten eine Bayern-Mannschaft daheim so sehr die Rolle des Außenseiters annahm.

Sorgenfalten auf der Stirn von Niko Kovač. Ist der Kroate richtig für den FC Bayern?
Odd Andersen/AFP/Getty Images

In einem Spiel in dem Liverpool wahrhaft keine außergewöhnliche Leistung zeigte oder auf einen revolutionären Spielplan setzte, war man chancenlos. Der amtierende Deutsche Meister war ratlos – mit Ball, aber auch ohne.

Die Dominanz der vergangenen Tage ist längst verflogen. Der FC Bayern hat sich unter Trainer Kovač zu einer individuell besser besetzten Kopie von Eintracht Frankfurt entwickelt. Gegen schwächere Gegner in der Lage den Ball zu dominieren, fokussiert man sich in großen Spielen auf seine Defensive und versucht über Konter zu Toren zu kommen. Aber entspricht das noch dem Selbstverständnis des FC Bayern?

3. Verhandeln: Das Double ist möglich

Ist jetzt, wegen des ersten Ausscheidens im Achtelfinale der Champions-League seit 2011, gleich alles schlecht? Basel, Arsenal, wieder Arsenal, Donezk, Turin, schon wieder Arsenal, Besiktas. Liverpool war einer der schwierigsten Gegner in der Runde der letzten Sechzehn seit langem. Gegen den englischen Tabellenzweiten kann man mal ausscheiden.

Außerdem läuft es in der Liga doch mittlerweile vernünftig. Dank mehrerer Ausrutscher von Borussia Dortmund liegt man wieder auf Platz Eins. Und im Pokal geht es im Viertelfinale gegen Heidenheim, wobei der Hauptkonkurrent BVB schon ausgeschieden ist. Das Double ist möglich. Andere Bayern-Trainer hatten schon schwächere erste Jahre.

Ist jetzt gleich alles schlecht? Vielleicht muss man als Fan in einer Übergangssaison auch mit kleineren Brötchen zufrieden sein. Jedes Jahr im Europapokal im Halbfinale zu stehen ist eventuell auch einfach eine Utopie verwöhnter und selbstgefälliger Bayern-Anhänger.

Und doch gehen die Gedanken zurück zu dem Spiel. Ausscheiden darf man gegen Liverpool. Sich über 180 Minuten so zu präsentieren ist nicht akzeptabel.

Die Statistik weist 0,17 Expected Goals für Bayern im Rückspiel aus. In einem Spiel um Tod oder Gladiolen kam der Rekordmeister seltener gefährlich vor das gegnerische Tor als Nürnberg im völlig einseitigen Hinrunden-Duell.

Selten hat eine Statistik so schockiert und dennoch so akkurat die Realität wiedergegeben.

4. Depression: Wo geht es hin?

Das Selbstverständnis des FC Bayern – diesen Ausdruck habe ich bereits für das Spiel unter Kovač verwendet. Doch genügt der Trainer selbst diesem Anspruch? Sollte der Kroate teil der langfristigen Lösung für die Münchner sein und wie sieht diese aus? Traue ich dem Trainer-Novizen den großen Wurf mit dem FCB zu? Selten stellte sich diese Frage pressender als heute.

Die Saison des FC Bayern fühlt sich gerade an wie in den mittleren 2000er-Jahren. In der Bundesliga spielt man oben mit, der Titel scheint greifbar. Der Pokal ist sowieso drin. Und im Europapokal lässt man sich überraschen. Vielleicht kann man einen der großen Vereine an einem schlechteren Tag ärgern. Ist das die Zukunft des FC Bayern? Und kann das der Anspruch eines Vereins sein, der in der Deloitte Money-League jedes Jahr in den Top-5 liegt?

Enttäuschte und ratlose Gesichter auf dem Rasen nach dem Aus im Achtelfinale.
Odd Andersen/AFP/Getty Images

Wenn man die Aufstellung der beiden Teams gestern betrachtet fällt auf, dass die Münchner von den besten acht Spielern auf dem Feld maximal drei stellen. Auf internationalem Niveau ist der Kader der Münchner nicht mehr außer-, sondern nur gewöhnlich. Selbst mit der angekündigten Transfer-Offensive fällt es schwer zu glauben, dass die Münchner diesen Rückstand in der Qualität einfach so aufholen können.

Gerade wenn man bedenkt, dass die Geldbörsen der Konkurrenz noch besser bestückt sind als das berüchtigte Festgeldkonto. Der bayerische Transfersommer ist international eine gewöhnliche Transferperiode für die meisten großen Vereine. Zum Vergleich: Liverpool gab in den letzten beiden Sommern 168 Millionen bzw. 182 Millionen Euro aus.  

Umso wichtiger ist es für eine Mannschaft genau deswegen sich einen anderen Vorteil zu kreieren. Europaweit am besten schafft dies in den letzten Jahren wohl Atlético Madrid, die neben ihrer extremen Kontertaktik zudem auf harte Zweikampfführung sowie eine extreme Willenskraft setzen.

Kann Kovač dem FC Bayern diesen taktischen Vorsprung verschaffen? Die bisherige Saison scheint dies zu widerlegen. Zwar hat der Kroate vor wichtigen Spielen sich oft einen ordentlichen Matchplan zurechtgelegt, verpasste es jedoch im Spiel wichtige Anpassungen vorzunehmen.

Sollten die Verantwortlichen in ihrer Saisonanalyse zu einem ähnlichen Schluss kommen, so wäre die logische Konsequenz sich von Kovač zu trennen – egal, ob man das Double oder nur einen weiteren Titel holt.

Noch wichtiger scheint jedoch, dass der Verein einen gesamtheitlichen Plan aufweist. Eine Spielidee, die unabhängig vom Trainer in der ersten Mannschaft verfolgt wird und dann auch auf die Jugendmannschaften ausgerollt werden kann. Einen Leitfaden für Mannschaft und Funktionäre. Ein solches Konzept wäre genau der frische Wind in die teils verfestigt wirkende Struktur des FC Bayern, den ein neuer Kopf wie der in den Medien als Sport-Vorstand kolportierte Oliver Kahn nach München mitbringen könnte.

5. Akzeptanz: International nicht mehr oben

Abschließend kann die ernüchternde Bilanz nur sein, dass der FC Bayern vorerst aus der obersten Gruppe europäischer Elite verschwunden ist. Das Aus gegen Liverpool ist das Ende einer Ära, wenn man den deutschen Gazetten und auch Bloggern wie Tobias Escher glauben darf.

Eins ist klar: Die große Ära des FC Bayern, rund um ihre großen Spieler wie Arjen Robben, Franck Ribery, Philipp Lahm, Thomas Müller oder Bastian Schweinsteiger: Sie ist seit der Niederlage gegen den FC Liverpool endgültig vorbei. Und das nach den Siebziger und Neunziger Jahren größte Jahrzehnt des deutschen Fußballs auch.


aus “Das Ende einer Ära” von Tobias Escher

Der Weg zurück an die Spitze wird ein steiniger und während das gesamte Expeditionsteam sowie der Leiter noch nicht feststehen, so sind einige Base Camps dennoch bereits aufgebaut. Der Aufmarsch fängt nicht auf Meereshöhe an.

Die Generation Lahmsteiger, die unser Autor Justin in seinem Buch treffend bezeichnet hat, mag am Mittwoch gegen Liverpool endgültig ihr Ende gefunden haben, doch eine neue Generation steht in den Startlöchern. Kimmich, Thiago und Coman könnten die Grundpfeiler dieser neuen Ära werden. Süle, Gnabry und Goretzka könnten wichtige Helfer auf dem Weg zurück nach oben werden.

Wichtig ist, dass Kimmich nicht der neue Lahm, Thiago nicht der neue Schweinsteiger und Coman der neue Robben werden kann. Das neue Gesicht des FC Bayern wird ein anderes sein – und das ist auch gut so.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Beim 0:3 in Paris hatte Bayern, soweit ich mich erinnere, etwa 18 oder 19 Ecken. Auswärts. Vergleiche das mit Mittwoch.

  2. Die Zelebrierung des Untergangs geht weiter.
    Liverpool hat uns die Grenzen aufgezeigt und wir haben dabei – natürlich – nicht gut ausgesehen.
    So what. Wir spielen nächste Saison wieder CL.
    Mein Tipp: freut euch darauf.

  3. Kovac sorgt ja nicht nur mit seiner eindimensionalen lomotierten sportlichen Kompetenz dafür das wir peu a peu nach unten gezogen werden sondern auch mehr und mehr durch seine verbalen Aeusserungen.

    Auf den PKs nach der LFC Niederlage und vor dem Bulispiel will er uns suggerieren das ein Trainer garnicht mehr aus dem jetzigen Kader herausholen kann.
    Eine einzigartige peinliche Rechtfertigung seines Wirkens ohne Selbstreflektierung eigener Unzulaenglichkeiten insbesonders in taktischer Hinsicht.

    Dazu thematisiert er Transfers und Club Finanzen was überhaupt nicht seine Aufhabe ist.

    Er redet uns klein und andere stark.

    2005-2010 waren wir auch nicht top4 finanziell aber haben es geschafft durch gutes sportliches Management und Entwicklung guter Spieler stueck fuer Stueck nach oben zu arbeiten.

    Kovac hat auf diesen PKs ein erbärmliches unwürdiges Bild abgegeben.

    Und er hat in keinster Art und Weise vermitteln koennen das er der richtige Trainer fuer unseren Umbruch ist.

    Wir brauchen einen Trainer der ein sportliches Konzept hat das zu unserer Philosophie passt und dann positiv konstruktiv an die Sache herangeht.

    Kovac Aussagen bedeuten im Kern nichts anderes das man viel Geld fuer gute Spieler ausgeben muss um wieder erfolgreich zu sein.

    Das hat noch nicht einmal Pep gefordert.
    Und Jupp schon garnicht.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Warum werden beim LFC nur die Transfersummen benannt, die man investiert hat, ohne die TransferEINNAHMEN zu berücksichtigen? > Coutinho, Suarez u.a.
      Saldiert mal die Summen der letzten Jahre!… #Fakenews ;-)

      1. LFC haben seit Klopp Trainer ist 18 Spieler fuer GBP 400 Mio eingekauft und 28 Spieler fuer GBP 300 Mio verkauft.

        Also Netto GBP 100 Mio oder 110mio Euro….

        PlayerClubFeeDate
        Marko Grujic Red Star Belgrade£5,100,000 
        01. 2016
        Steven Caulker Queens Park RangersOn Loan 01.2016
        Kamil Grabara Ruch Chorzow£250,000 01.2016
        Sadio Mané Southampton£30,000,000 06.2016
        Loris Karius Mainz 05£4,700,000. 07.2016
        Joël Matip Free TransferFree 07.2016
        Ragnar Klavan Augsburg£4,200,00020 07.2016
        Alex Manninger Free TransferFree 06.2016
        Georginio Wijnaldum Newcastle United£25,000,000 06.2016
        Mohamed Salah Roma£43,900,000 *06.2017
        Dominic Solanke ChelseaUnknown *07.2017
        Andrew Robertson Hull City£10,000,000 *07.2017
        Alex OxladeChamberlain Arsenal£35,000,000 08.2017
        Virgil Van Dijk Southampton£75,000,000 
        01. 2018
        Naby Keita Red Bull Leipzig£52,750,000 
        07. 2018
        Fabinho Tavarez AS Monaco£43,700,000 
        07. 2018
        Xherdan Shaqiri Stoke City£13,750,000 07.2018
        Alisson Becker Roma£65,000,000 07.2018

        Und 28 Spieler verkauft fuer GBP 300 mio
        Dh er hat ja besonders die weiteren aussortiert bzw die sein System nicht spielen wollen oder koennen.

        Players sold by Jürgen Klopp

        PlayerClubFeeDate
        Jose EnriqueFree TransferFree1 July 2016
        Kolo TouréFree TransferFree1 July 2016
        Jordan RossiterFree TransferFree *1 July 2016
        João Carlos TeixeiraFree TransferFree *1 July 2016
        Jerome SinclairFree TransferFree *1 July 2016
        Samed YesilFree TransferFree1 July 2016
        Sergi CanosNorwich City£4,500,000 *13 July 2016
        Martin SkrtelFenerbahce£5,500,00014 July 2016
        Jordon IbeBournemouth£15,000,00014 July 2016
        Joe AllenStoke City£13,000,000 *25 July 2016
        Brad SmithBournemouth£6,000,000 *27 July 2016
        Christian BentekeCrystal Palace£32,000,000 *20 August 2016
        Luis AlbertoLazio£6,000,000 *31 August 2016
        Mario BalotelliOGC NiceFree31 August 2016
        Tiago IloriReading£3,750,00018 January 2017
        Jack DunnFree TransferFree *1 July 2017
        Alex ManningerFree TransferFree1 July 2017
        Andre WisdomDerby County£4,500,000 *3 July 2017
        Lucas LeivaLazio£5,000,00018 July 2017
        Ryan FultonHamilton AcademicalFree18 July 2017
        Kevin StewartHull City£8,000,000 *21 July 2017
        Mamadou SakhoCrystal Palace£26,000,00031 August 2017
        Philippe CoutinhoBarcelona£142,000,000 *8 January 2018
        Cameron BrannaganOxford United£200,00011 January 2018
        Emre CanJuventusFree1 July 2018
        Danny WardLeicester City£12,500,000 *20 July 2018
        Danny IngsSouthampton£20,000,000 *9 August 2018
        Ragnar KlavanCagliari£2,000,00017 August 2018

    2. “Kovac Aussagen bedeuten im Kern nichts anderes das man viel Geld fuer gute Spieler ausgeben muss um wieder erfolgreich zu sein.

      Das hat noch nicht einmal Pep gefordert.”

      Pep hat Neymar gefordert, später dann Thiago.
      Seinen Verbleib beim FCB hat er von DeBruyne und Sane abhängig gemacht.
      Als man Beide nicht bekommen konnte, ist er weitergezogen.
      Bös formuliert könnte man sagen, er ist dem Geld gefolgt.

      1. Egal, was man gegen Kovac anbringt, ob berechtigt oder nicht, Tobi13 schreitet zur sofortigen Verteidigung.
        Nicht mit Argumenten pro Kovac, gibt ja auch kaum welche, sondern mit relativ sinnfreien Verweisen auf Vergangenes.
        Wird auf Dauer genauso langweilig, wie die von dir, Tobi13, angeprangerte Kritik an Kovac.

        Ich warte immer noch auf ein überzeugendes Argument pro Kovac, aber anscheinend fällt auch dir keins ein. Aber immer schön auf die Kritiker losgehen, selbst wenn sie Argumente liefern.

        Kovac ist jetzt über ein halbes Jahr Cheftrainer beim FCB und hat es noch immer nicht geschafft eine überzeugende Spielidee einzuführen, ein erkennbares zur Mannschaft passendes Konzept. Und seine PK-Auftritte sind auch nicht das Gelbe vom Ei und zumeist inhaltsfreie Platitüden.

        Es kann doch keiner ernsthaft davon ausgehen, dass, sollte Kovac Trainer bleiben, wir im nächsten Jahr besseren Fußball sehen würden.

        Bin ich trotz Kritik ohne wenn und aber Fan des FCB mit jeder Faser? Ja, und das schon seit über 40 Jahren.
        Nur der Fußball, den wir unter Kovac hauptsächlich sehen, von den wenigen positiven Ausnahmen mal abgesehen (und die lassen sich an einer Hand abzählen), macht wenig bis gar keine Freude und schon gar keine Hoffnung auf Besserung.

        Just my 2 cents.

      2. @Chicken:
        “Egal, was man gegen Kovac anbringt, ob berechtigt oder nicht, Tobi13 schreitet zur sofortigen Verteidigung.
        Nicht mit Argumenten pro Kovac, gibt ja auch kaum welche, sondern mit relativ sinnfreien Verweisen auf Vergangenes.
        Wird auf Dauer genauso langweilig, wie die von dir, Tobi13, angeprangerte Kritik an Kovac.”

        Ich kann nicht erkennen, mit welchem Teil meines Beitrags ich Kovac verteidigt habe.
        Mich nervt nur diese unglaublich alberne Glorifizierung von Leuten, die entweder mal da waren, oder halt nicht da sind.
        Früher war nicht alles besser und mit anderen Verantwortlichen wäre nicht zwingend aktuell alles besser.
        Just my two Cents.

        –“Aber immer schön auf die Kritiker losgehen, selbst wenn sie Argumente liefern.”

        Ich bin hier auch auf niemanden losgegangen.
        Fahr dich mal ein bisschen runter.

      3. @tobi13: Wann oder wo hat Pep gesagt, dass er wegen dieser nicht erfolgten Transfers gegangen Ist?

      4. @Herrispezial:
        Das hat er offiziell nirgendwo gesagt.
        Das Gerücht ging mal durch die Medien, nachdem Gündogan es in einem Interview in den Raum gestellt hatte.
        Ein Freund von mir, der beim FCB arbeitet, hat es mir dann bestätigt.

      5. Ist ja ein schöner Mitarbeiter, wenn er Interna ausplaudert. Hat er auch Kontakte zur Bild-Zeitung?

      6. @Herrispezial:
        Keine Ahnung.
        Ist das interessant für dich?
        Dann frag ich ihn mal.

  4. „Wenn man die Aufstellung der beiden Teams gestern betrachtet fällt auf, dass die Münchner von den besten acht Spielern auf dem Feld maximal drei stellen. Auf internationalem Niveau ist der Kader der Münchner nicht mehr außer-, sondern nur gewöhnlich. Selbst mit der angekündigten Transfer-Offensive fällt es schwer zu glauben, dass die Münchner diesen Rückstand in der Qualität einfach so aufholen können.“

    Wir sind im Mittelfeld bestens und Weltklasse bestückt, die Abwehr in großen Teilen aber unsere Offensive besteht aus einem Weltklasse Stürmer, zwei Talenten und zwei Oldies. Da MUSS eine Menge Geld rein. Dann läuft es und gegnerische Top-Teams stellen können nicht mehr so offensiv gegen uns anlaufen, weil wir eben auch mit einem ähnlichen Kaliber schießen. Liverpool ist offensiv schneller und besser als wir, ansonsten sehe ich keinen großen Rückstand. Im Vergleich zu Paris, ManUnited und Real Madrid komme ich zum selben Schluss.

    „Der bayerische Transfersommer ist international eine gewöhnliche Transferperiode für die meisten großen Vereine. Zum Vergleich: Liverpool gab in den letzten beiden Sommern 168 Millionen bzw. 182 Millionen Euro aus.  „

    Das stimmt meiner Ansicht nach nicht. Sollte der FC Bayern laut (oft wahren) Prognosen der Sport Bild, Kicker etc. 200-250 Millionen in nur diesem Sommer ausgeben wird das eine sportliche Potenzspritze sein die auch allen anderen Topklubs nicht entgehen wird. 200 Mio in einem Sommer ausgeben tun auch die anderen nur sehr selten. Liverpool wird die nächsten Jahre auch nicht mehr 180 Mio in kurzer Zeit ausgeben. Sie haben sich punktuell genial und hochkarätig verstärkt, Alison und Van Dijk, alles richtig gemacht. So müssen und werden wir das auch angehen. Die Frage wird bei uns lauten, wie viele Spieler werden es für das Geld? Gerade in der Breite, muss da einiges getan werden. Der Kader ist einfach zu klein. Aber wir brauchen Top-Leute in der Spitze.

    „Der Weg zurück an die Spitze wird ein steiniger und während das gesamte Expeditionsteam sowie der Leiter noch nicht feststehen, so sind einige Base Camps dennoch bereits aufgebaut. Der Aufmarsch fängt nicht auf Meereshöhe an.“

    Nein. Diese Ära des FC Bayern ist nicht erst seit dem Aus gegen Liverpool vorbei, sondern endete schon weitaus früher. Der Artikel ist mir deutlich zu negativ eingestellt. Der Aufmarsch fängt natürlich nicht auf Meereshöhe an, wir sind hingefallen nachdem unser bestes Bergsteiger Werkzeug abgestumpft und verrostet ist. Während unsere fünf Konkurrenten weiter laufen, suchen wir aktuell neues, moderneres Werkzeug und nehmen die Verfolgung auf. Bisher liefen wir im Gleichschritt, nur fehlen uns halt noch 50m bis zum Gleichschritt auf Augenhöhe. AC Mailand, ManUnited und Liverpool fielen alle viel härter und weiter zurück als wir. Unser Hinfallen war milde und kurz. Wichtig wird sein jetzt den Transfermarkt genauestens zu sondieren, den eigenen Kader genauso. Auch vor harten Entscheidungen diesbezüglich nicht zurückzuschrecken. Wenn man z.B. zu Hernandez es wundersamer schaffen sollte auch noch De Ligt holen zu können, müssten halt Hummels und Boateng beide gehen. Es wäre hart, es gäbe einen Aufschrei aber es wäre richtig. Auch die Zeiten in denen Manuel Neuer unumstritten ist sind vorbei, er gewinnt uns keine Spiele mehr. Er ist immer noch sehr, sehr gut, aber hat seinen Weltklasse Zenit auch überschritten.

    Wir sind meiner Meinung nach nicht so weit weg wie Maurice es denkt. Kader intensiv verbessern, Taktik/Trainer austauschen/umstellen und nächste Saison sieht ein Achtelfinale gegen Liverpool schon ganz anders aus. Hätte Kovac sich nicht so brachial vercoacht sähe auch das Heimspiel deutlich offener und nicht so deutlich aus. Wir selbst haben uns größtenteils aus dem Spiel genommen, nicht Liverpool. Das wird mir zu oft vergessen. Bayern stieg in den Ring und versuchte mit nur einem Arm zu kämpfen, während man mit dem anderen Arm die Deckung hielt. Falsche Entscheidung, Plan ging nicht auf, man lernt hoffentlich daraus. Ich habe eh ein Problem damit, dass Kovac uns als Verein und auch die Mannschaft seit Monaten in etlichen PKs kleinredet. Er hat vergessen, dass mit seiner Verpflichtung erreicht werden sollte einen kleinen Trainer bei einem großen Klub zu einem großen Trainer zu machen. Nicht mit einem kleinen Trainer aus einem großen Klub einen kleinen Klub zu machen. Wir sind hier doch nicht Frankfurt! ;-) Ein schönes Wochenende euch allen.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Damit wir nicht deutlich aus der Top4 oder gar Top8 rausfallen, müssen die nächsten Transfers aber sitzen. Sonst wird genau das passieren.
      Ich stimme aber zu: egal wie man den Status des Kaders nun genau sieht, das grundsätzliche Problem ist der Trainer.
      Das beinhaltet u.a.
      1) sein Mindset: er denkt zu klein und damit uns zu klein (und das geht m.E. über die üblichen Spielchen hinaus)
      2) seine Arbeit1: er will angeblich Ballbesitz spielen lassen, aber außer den Ballbesitzanteilen sehe ich das nicht. Im Gegenteil, es sind die Umschaltmomente auf die gesetzt wird. Nun kann man das so machen, dann soll man Ross und Reiter auch benennen bzw. sich mal entscheiden. Oder lernen, dass dominantes Ballbesitzspiel über Ballbesitzanteile hinaus geht.
      3) seine Arbeit2: Stichwort Kadermanagement. Wenn er nicht lernt, einen größeren Kader zu managen, ist er hier fehl am Platz.

    2. Vieles was du sagst, sehe ich ähnlich. Insbesondere, dass nach einem Hoch immer ein Tief kommt und dass wir die Chance haben, nicht so tief zu fallen, wie viele andere Mannschaften nach ihren goldenen Generationen, sollte man sich immer mal wieder verklickern. Und auch mir geht dieses Kleinreden der Mannschaft durch Kovac auf den Keks, was er aus reinem Selbstschutz betreibt. Und das wird von Tag zu Tag schlimmer. Mittlerweile bekommt man ja den Eindruck, man hätte am Dienstag gegen Real’s Wunderelf mit Puskas und Di Stefano gespielt, so wie wir angeblich keinerlei Chance hatten.

      Was ich aber nicht ganz verstehe und wo ich mich freuen würde, wenn du es mir erklärst: Du sagst, wir werden im Sommer bis zu 250 Millionen ausgeben. Du sagst, in unsere Offensive muss eine Menge Geld rein (ich interpretiere deine Ausführungen mal so, dass du meinst, wir bräuchten mehrere neue Offensivspieler). Und du sagst auch, wir sollen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, Hernandez UND De Ligt kaufen. Nun, wie soll das gehen? Wenn man beide kauft, sind 150 Millionen durch den Schornstein. Und die 35 Millionen für Pavard haben wir ja auch noch. Wie soll man mit dem verbleibenden Spielraum mehrere Offensivspieler verpflichten? Auf dem aktuellen Markt bekommt man dafür ja kaum einen Spieler, der das Niveau hat, um uns in den Sphären zu helfen, in denen du denkst. Und neue Außenverteidiger (es wäre Harakiri, dafür Pavard und Hernandez “doppelt” einzuplanen) und jemanden, der Thiago entlasten kann, haben wir dann immer noch nicht.

      Ich habe wirklich Verständnis-Probleme mit der Planung, die durch diverse Medien aus dem Verein durchsickert: Ich habe in der nächsten Saison stand jetzt 3-4 vakante Stellen in der Offensive. Ich habe nur halb so viele Außenverteidiger, wie ich eigentlich bräuchte. Ich habe ein Vakuum in der Kreativzentrale. Ich habe Stand jetzt kaum Potential, durch Verkäufe größeren Spielraum zu generieren. Und ich habe eine Innenverteidigung, die zur Zeit nicht wirklich glänzt und ihre Probleme hat, aber sich im Moment wieder stabilisiert, die bereits Weltklasse nachgewiesen hat (auch in dieser Saison, wenn auch nur punktuell) und von der Altersstruktur her noch locker 3-5 Jahre im Tank hat. Also: Warum, in Gottes Namen, soll gerade dort der Großteil des Budgets verpulvert werden?

      1. Das stimmt auch wieder. Global gesehen ist die Mannschaft gut. Aber wenn man bislang bekannte Transfersinitiativen (IV, IV, Außen) mit den Baustellen abgleicht (AV,AV,ggf. IV (wenn bspw. Boateng geht),Außen, Außen, ggf. Thiagoentlastung, ggf. Lewandowski-Backup) dann besteht da eine “gewisse Diskrepanz”. Gelinde gesagt.

      2. Dem ist sicher so.
        Führt zur für mich (leider) zwingenden Schlussfolgerung, dass wir nicht alle Baustellen in einer Transferperiode werden angehen können. Wenn man sich das auch sicher wünschen würde.

        Außer vielleicht es gelingt uns mit Können und viel Glück eine Traumtransferperiode wie z.B. 1979, 1984, 1998 usw.
        Oder Coman und Gnabry verlieren (wie auch immer) ihre Verletzungsanfälligkeit und entwickeln sich stabil nach oben., Sanches wird plötzlich der Durchstarter 2019/20, Goretzka löst alle Vorschußlorbeeren ein, oder wir finden einen zweiten Kimmich für ganz kleines Geld in der 2.Liga.

      3. @Ju
        Also: Warum, in Gottes Namen, soll gerade dort der Großteil des Budgets verpulvert werden?

        Mein Gedanke ist folgender: Wenn ich mir die Viererkette anschaue, sehe ich dort zwei Weltmeister im Herbst ihrer Karriere, einen begnadeten RV der genetisch aber eher offensiv als defensiv veranlagt ist. Alaba ist solide Weltklasse, zumindest in vielen Spielen einer Saison. Der einzige der da defensiv herausragt ist Süle, der hat jetzt schon Boateng und Hummels den Rang abgelaufen und wird sich noch steigern im Laufe der kommenden Jahre. Ansonsten haben wir niemanden, auch nicht aus der Jugend der diesem Qualitätsanspruch gerecht werden könnte. De Ligt ist ein kommender Star, seine beiden Spiele gegen Real Madrid und auch gegen Bayern waren der Beleg wieso er schon in so jungem Alter Kapitän und Golden Boy 2018 ist. Sollte man auch die geringste Chance haben ihn verpflichten zu können, bitte holen, egal was es kostet. Da verzichte ich auch gerne auf teure Transfers in der Offensive wenn es sein muss. Der Junge wird zukünftig mehrfach in jährlichen Weltelf Aufstellungen zu finden sein, die Frage ist nur bei welchem Verein. Barca lockt ihn mit De Jong, Liverpool lockt ihn mit Van Dijk, ManCity mit Guardiola. Wir werden ihn wahrscheinlich eh nicht bekommen können, aber wenn, dann meine ich diesem Jungen alles zu geben was er will damit er nach München zieht. Wir haben bei Sané und De Bruyne gepennt, dieses Mal sollte man wach sein. De Ligt ist individuelle Klasse at its finest und die entscheidet öfter Spiele als gute Taktik. ;-) Offensiv kann man sich günstig Werner holen und weiter Coman und Gnabry aufbauen und schauen ob die Verletzungsanfälligkeit ab- oder zunimmt und ob man sich weiter nach Flügelspielern umsehen sollte. Sollte man wie gesagt De Ligt nicht bekommen, dann muss mächtig Knete in einen Dybala, für Hudson-Odoi oder Havertz. Der Sommer wird spannend.

      4. @Jo
        „Führt zur für mich (leider) zwingenden Schlussfolgerung, dass wir nicht alle Baustellen in einer Transferperiode werden angehen können. Wenn man sich das auch sicher wünschen würde.“

        Auf gar keinen Fall werden wir einen harmonischen Weltklasse Kader im Laufe eines Sommers bekommen können. Das hat auch eine Menge mit Zufall bzw. Glück und Pech zu tun und braucht Zeit, mind. eine Saison, aber damit müssen wir leben, der Umbruch wurde schon zu lange aufverschoben.

      5. @FR7:

        “Wir haben bei Sané und De Bruyne gepennt, dieses Mal sollte man wach sein. ”

        Zur Ehrenrettung:
        Bei De Bruyne hat man nicht gepennt. Mit dem war man sich einig, der stand im Wort.
        Als ManCity dann mit dem großen Geld gelockt hat, kam leider der Rückzieher.

    3. Perfekte Zusammenfassung der Lage

  5. “Noch wichtiger scheint jedoch, dass der Verein einen gesamtheitlichen Plan aufweist. Eine Spielidee, die unabhängig vom Trainer in der ersten Mannschaft verfolgt wird und dann auch auf die Jugendmannschaften ausgerollt werden kann. Einen Leitfaden für Mannschaft und Funktionäre.”

    Genau DAS ist das Gebot der Stunde und der Grundpfeiler für zukünftige internationale Erfolge!!!
    Eine Spielidee, auf welche die Entwicklung der jungen Spieler in der Akademie und den U-Mannschaften hin ausgerichtet wird! Auf die sich – allerdings ohne “Scheuklappen” – das Scouting ausrichtet. Selbst die medizinische Abteilung einschließlich Physiotherapie-Team sollte dergestalt arbeiten, dass sie sich auf die besonderen Anforderungen an Regeneration und Reha-Maßnahmen durch die im gesamten Verein installierte Spiel-Philosophie einstellt.
    Vor allem aber müssen sämtliche Trainer-Teams bereits in den Nachwuchsmannschaften – m. M.n. zunmindest ab U15 – diese Spielidee verinnerlichen und alles daran setzen, sie auch auf den Rasen zu bringen.

    Das bedeutet, der Cheftrainer der Profis muss genauso auf diese Spielidee “geeicht” sein, wie der seinen Profis zuarbeitende Unterbau. Neuzugänge müssen danach geholt werden, wo hinsichtlich der Spielidee der größte Handlungsbedarf ist, dabei darf es keine Rolle spielen, ob der passende Spieler ein hoffnungsvolles Talent ist, oder im dreistelligen Millionenbereich kosten würde. Wenn er passt, dann muss eben das Portemonnaie aufgemacht werden!

    Das Trainerteam der Amateure und U-Mannschaften steht für Ballbesitz und Dominanzaufbau!! Selbst Kovac hat in seiner letzten Pressekonferenz die Bedeutung des Ballbesitzfussballs hervorgehoben: “„Unter dem Strich wird der Ballbesitzfußball erfolgreich sein, das ist das Maß aller Dinge“ und ergänzt, dass die führenden Vereine in den Europäischen Ligen Spieler in ihren Reihen haben, die selbst den Ball haben wollen und eben nicht nur auf Zerstörung des gegnerischen Aufbauspiels aus sind.
    Auch Holger Seitz hat genau diesen Umstand vor einiger Zeit einmal hervorgehoben.

    Wir können gern an dieser Stelle die Systemfrage diskutieren, aber das es darum gehen muss – will man an die Europäische Spitze kommen UND sich dort halten – selbst das Spiel zu machen und somit offensiv Abläufe zu kreieren, mit denen selbst Gegner mit hoher individueller Klasse in Unordnung gespielt werden und zu Fehlern gezwungen werden können.
    Hierfür bedarf es ein flexibles System, dessen grundsätzliche Herangehensweise aber auf einem guten Pass- und Positionsspiel beruhen muss, damit über Ballbesitz auch die nötige Dominanz erreicht werden kann, um Torchancen zu kreieren.
    Aus der Defensivordnung heraus hoch und weit, während man selbst darauf achtet, genug Spieler hinter dem Ball zu haben, als vor dem Ball als mögliche Pass-Empfänger – das ist Zauder-Fussball! Wir müssen aber daran interessiert sein, wieder “Zauberfussball” zu sehen zu bekommen- und das geht vor allem mit Dominanz. Wobei – um das ganz deutlich zu unterstreichen – Dominanzfussball und Vertikalspiel keine unüberbrückbaren Gegensätze sind, sondern durchaus gut zusammen passen.

    Kovac hat meiner Ansicht nach gezeigt, dass er für diese Spielidee nicht steht! Er wird sich auch nicht dahin entwickeln! Orientiert sich unser FCB an der Kovacen Spielidee, so entwickeln wir uns nach unten ins Mittelmaß, aber nicht zurück an die Spitze.
    Selbst Spieler-Neueinkäufe für eine halbe Milliarde Euro wird keine Änderung bringen, weil die Herangehensweise von Kovac nicht stimmt. Zumal in der heutigen Zeit Fussball immer stärker von Taktik geprägt wird. In der Offensive auf Glück und individuelle Klasse zu hoffen, ist daher blauäugig, da die Gegner auch über individuelle Klasse verfügen und durchaus mal Glück haben können, den “Lucky punch” zu setzen. Sie verfügen aber auch über eine gute Taktik, mit der die Stärken der eigenen Spielidee hervorgehoben und die individuelle Klasse der Gegenseite geschwächt werden kann.
    Kovac hat weder die passende Spielidee, noch kann er entsprechende Taktiken entwickeln, wie sie für einen Verein wie unserem FCB erforderlich sind.

    Zu Zeiten von Heynckes und Guardiola haben viele Trainer unserer Gegner während der Spieltagskonferenzen davon gesprochen, dass sie versuchen wollen, den FCB auf deren Niveau herunter zu ziehen, um den Favoriten zu schwächen und eigene Stärken zur Geltung zu bringen. Eine absolute Underdog-Taktik! Genau diesen Ansatz verfolgt Kovac letztlich auf internationaler Ebene auch! Dabei sollte er dafür Sorge tragen, die Mannschaft dahin gehen zu entwickeln, dass sie mit ManC, Barca, Real und Co. auf Augenhöhe agieren kann. Und wir alle wissen ja, wie es fast allen Gegnern mit dieser Underdog-Taktik damals ergangen ist. Sie haben kräftig “auf die Mütze” bekommen.

    Übrigens fällt mir auf, dass Kovac die Taktik, den Favoriten auf sein eigenes Niveau herunter zu ziehen, gerade im Umgang mit seinen eigenen Spielern anwendet: Er redet sie schlecht, um damit sein eigenenes taktisches Versagen zu kaschieren!
    Das ist nicht nur schlechter Stil, sondern schlechte Führung und führt zu weitere Entfremdung zwischen Trainer und Spielern, und bildet einen weiteren Mosaikstein für die nächste Krise. Die mit einem Punktverlust im Spiel gegen Mainz schon ausbrechen könnte.

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    1. Osrig, du siehst das vollkommen falsch! Es ist völlig egal, welches System du spielen lässt. Sobald du nicht in der Lage bist, auf Massnahmen des Gegners zu reagieren, wirst du mit jedem System scheitern.
      Ninn dir den Mittwoch als Beispiel. Zur Halbzeit war der FCB beim Stand von 1:1 ausgeschieden! Was hat sich an der extrem defensiven Grundordnung geändert? Wieviele erfolgversprechende Offensivaktionen waren zu sehen?
      Torschüsse?
      Letztlich wäre es vollkommen egal gewesen, ob man 1:1, 1:3 oder 1:5 ausscheidet. Aber man hat es nicht einmal versucht oder man konnte nicht, weil man keine Idee hatte.
      Die letzte Vorstellung dieser Art war in der CL im letzten Jahr in Paris zu besichtigen, wo der Trainer PSG ähnlich defensiv gegen Real agieren ließ – Ergebnis trotz der Topbesetzung eine klare Niederlage.
      Und auch da gab es über 90 min keine Systemänderung – aber am Saisonende einen neuen Trainer.

  6. Klar, der Artikel ist etwas zu negativ. Ich sehe das tendenziell eher so wie FR 7.
    Allerdings seien jedem seine fünf Phasen der Trauer eingeräumt. Das einzige was mich dabei stört, ist wenn so etwas im Ton der selbstgerechten Überheblichkeit daherkommt. Das kann man Maurice sicher nicht unterstellen. Von daher alles gut.

    Zu zwei Punkten Anmerkungen:

    “Noch wichtiger scheint jedoch, dass der Verein einen gesamtheitlichen Plan aufweist. Eine Spielidee, die unabhängig vom Trainer in der ersten Mannschaft verfolgt wird und dann auch auf die Jugendmannschaften ausgerollt werden kann. Einen Leitfaden für Mannschaft und Funktionäre.”

    Wie ein so altbackener und konservativer Ansatz anno 2019 immer noch als frischer Wind verkauft werden kann? Ok, wird wahrscheinlich auch noch 2030 als Lösung aller Probleme verkauft werden.

    “Und kann das der Anspruch eines Vereins sein, der in der Deloitte Money-League jedes Jahr in den Top-5 liegt?”

    Klar, Deloitte bietet eine Menge interessanter Zahlen. Allerdings aus dem reinen Umsatzwert sportliche Ansprüche abzuleiten, springt dann doch etwas zu kurz.
    Dann könnte man auch erwähnen, dass der Bilanzwert unseres Kaders in Europa auf Platz 17 liegt (vielleicht aktuell auch noch tiefer). Klingt erstmal ganz witzig, als isolierter Fakt aber natürlich auch sehr wenig aussagekräftig.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Na ja, @Jo, wenn man der Meinung ist, man müsse nur ein paar Hundert-Mio-Euro Transfers tätigen und einen Haufen Weltstars einkaufen, um wieder an die europäische Spitze zu gelangen, dann kann man sicherlich der Meinung sein, es braucht keinen gesamtheitlichen Plan und keine durchgehende Spielphilosophie. Der neue Superstar wird’s schon richten!
      Die Vorstellung, mit Heroen-Fussball Erfolg zu haben, DIE halte ich für altbacken und konservativ!
      Dich wiederum halte ich für jemanden, der nicht pauschalisiert, sondern sich Aspekte differenziert anschaut! Wie kommst Du daher zu deiner Einschätzung, eine durchgehende Spielidee und Ausrichtung des Gesamtvereins auf die erste Mannschaft sei ein Konzept der Vergangenheit und nicht mehr erfolgversprechend?

      1. Hm, Osrig, vielleicht ein Gedankenesperiment zur Verdeutlichung.

        Nehmen wir mal an alles wir in diesem Jahr beim FCB erleben ist kein Zufall. Sondern alles ist Teil eines Planes der Umgestaltung unserers Spielstils, so wie z.B. von unserem Mitforisten Wipf immer wieder insistiert.
        Nehmen wir an alles wird in Zukunft diesem Kovac-Style (nenne ich mal der Vereinfachung halber so) angepasst.
        Wir spielen so heute, morgen und die nächsten 10, 20 Jahre. Wir verpflichten nur noch Spieler die zu diesem Stil passen, wir trainieren ausschließlich in der Richtung. Es werden nur noch Nachwuchstrainer eingestellt, die diesen Stil schulen.
        Alles lehrbuchmäßig orientiert im Sinne einer einheitlichen Spielphilosophie.

        Wie wäre dann deine Meinung dazu? Ginge das dann in die richtige Richtung? Wie lange sollen/wollen wir das tun?
        Würden dich Titel von einem Erfolg dieser Philosophie überzeugen? Oder im Umkehrschluss, wieviele Jahre ohne Erfolge wärest du bereit im Rahmen dieser großen, einheitlichen Philosophie zu tolerieren?

      2. @Jo: Danke für diese interessante Anregung^^

        Du bist mit deinem Gedankenexperiment möglicher Weise sehr nahe an der Realität der Planung unserer Vereinsbosse.
        Es wäre durchaus möglich, dass der Kovac-Style zum vorherrschenden System der nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte wird, weil unsere Führung der Auffassung ist, man könne finanziell nicht mehr mithalten und müsse sich deshalb auf die Rolle des Underdogs einstellen.
        Sollte nun der FCB tatsächlich derart agieren, dass man einen gesamtheitlichen Plan wie oben dargelegt entwickelt, so halte ich das grundsätzlich für den richtigen Weg und würde mich an dieser Vorgehensweise nicht stören! Im Gegenteil, es wäre für mich ein Positivum, weil es meiner Meinung nach ein wichtiger Bausteil für zukünftige Erfolge sein kann.
        Gewaltig stören würde ich mich natürlich, wenn der “Kovac-Style” zur Grundlage der Ausrichtung des Gesamtvereins werden würde, da ich die Wahrscheinlichkeit, mit dem Dominanzsystem auch weiterhin erfolgreich zu sein, für wesentlich höher halte.
        Ich bin daher überzeugt, dass der Kovac-Style scheitern wird, selbt dann, wenn der ganze Verein danach ausgerichtet und teure Spieler nach Kovac Vorstellungen geholt werden.

        Wenn ich dein Gedankenexperiment weiter führe, dann würden wir im Kovac-Style absehbar mehrere Jahre zu bringen, weil dem System Zeit gegeben werden muss, seine Tauglichkeit auch für internationale Erfolge unter Beweis zu stellen.
        Zu erwarten wäre das regelmäßige Erreichen der K.O.-Runde, ein Erfolg für mich zumindest das Erreichen des Halbfinales.
        Doch wird aufgrund der Schwäche unserer Liga die Anzahl der Starter-Plätze für die CL sinken, und da auch in der Bundesliga die Dominanz verloren gehen wird, werden wir wieder öfter Spielzeiten erleben, in denen wir die Meisterschaft verpassen. Es kann durchaus sein, dass wir aufgrund der verlorenen CL-Startplätze sogar das eine oder andere Jahr erleben, in dem wir nicht in der Königsklasse antreten können. Wie lange wird man in unserer Führung diesen Dingen zu schauen? Drei Spielzeiten, in denen das Halbfinale verpasst wird, möglicher Weise sogar die Meisterschaft verloren geht, dürften ausreichen, um einen erneuten Sinneswandel zu bewirken. Jeder Erfolg, jeder Titel, wird diese Zeitspanne verlängern.
        Können mich Titel vom Kovac-Style überzeugen? Davon ausgehend, dass Kovac wenigsten eine gewisse Entwicklung zeigt, werden wir sicherlich nicht nur hilflosen Rumpelfussball sehen, sondern gerade auch in der Liga allein schon aufgrund der auch weiterhin gegebenen hohen Qualität unserer Spieler gute Spiele sehen. Weshalb in der Liga eine gewisse Dominanz gehalten werden kann.
        International reicht es allenfalls für einen Zufallstitel, den ich trotzdem für ziemlich unwahrscheinlich halte.

        Überzeugen könnte mich lediglich, wenn sich der Kovac-Style in Richtung eines Systems entwickelt, das sich Atletico Madrid als Vorbild nimmt. Auch dann wird es weniger wahrscheinlich zum Titel reichen, als unter dem Dominanzsystem, aber wir könnten zumindest immer mal am Titel “schnuppern”
        Wirklich begeistern würde mich allerdings auch ein “Atletico München” nicht.

    2. @ Jo: Die Frage, die mich seit Längerem umtreibt (und die mir bisher leider niemand beantworten kann) ist: Warum sind bei einem Wert unter den Top5, bei den Gehältern und bei den Transfers aber eher immer nur unter den Top15 in Europa? Woher kommt diese Kluft? Wir müssten uns doch viel mehr leisten können. Es sei denn, das ganze Geld wurde gehortet oder falsch verprasst. Im ersten Fall müssten wir ja jetzt 2 bis 3 Transferperioden mit jeweils 150 bis 250 Mios Ausgaben pro Runde erleben können. Der andere Fall wäre ziemlich deprimierend.

      1. Falsch verprasst? Ist ja immer auch Ansichtssache wofür man sein Geld ausgibt. Ich würde das nicht so sehen wollen.
        Gehortet? In den letzten 2,3 Jahren haben wir tatsächlich einiges an Liquidität aufgebaut. Kann gut sein, dass das (teilweise) in die groß angekündigte Transferoffensive fließt.

        Ansonsten ist der Vergleich mit anderen europäischen Topclubs nicht so einfach. Da ist jeder finanziell anders strukturiert und diese Struktur ist über die Jahre hinweg auch fließend.
        Aber man kann vielleicht grob drei Schwerpunktthemen ausmachen, die nicht in jedem Einzelvergleich passend sind, aber eine Richtung anzeigen.
        – Wir haben überdurchschnittlich hohe Betriebskosten.
        – Wir haben überdurchschnittlich in Infrastruktur investiert.
        – Wir verzichten (außer in diesem Infrastrukturbereich) auf Fremdfinanzierung.

  7. “Noch wichtiger scheint jedoch, dass der Verein einen gesamtheitlichen Plan aufweist. Eine Spielidee, die unabhängig vom Trainer in der ersten Mannschaft verfolgt wird und dann auch auf die Jugendmannschaften ausgerollt werden kann. Einen Leitfaden für Mannschaft und Funktionäre.”
    Mich würde mal interessieren, welche Vereine in Europa 1. dies praktizieren und 2. damit Erfolg haben. Barca ok. Und dann?
    Erfolgreiche Spielsysteme wechseln ständig, mit dem modernen System von heute gewinnst du in fünf Jahren wahrscheinlich nix mehr. Und in der U15 das System der Profis installieren, ob das so gut ist. Bis da ein Spieler bei den Profis landet ist das System eventuell schon veraltet.
    Spielermaterial und Spielsystem müssen zusammenpassen, am wichtigsten sind aber immer noch die Spieler. Gute Spieler funktionieren in jedem System, ein gutes System aber nicht mit schlechten Spielern.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Da bin ich anderer Meinung! Das System ist meines Erachtens wichtiger als die Spieler:
      Gute Spieler funktionieren in jedem System, dass ist richtig! ABER: Gute Spieler können ein schlechtes System nicht zu einem guten System machen, lediglich dessen Schwächen kaschieren.
      Hingegen können gute Spieler in einem guten System dieses System noch einmal optimieren, es noch besser machen, weil sie dessen Stärken noch einmal steigern können. Vor allem dann, wenn sie als Spieler gut in das System passen!

      Was die zeitliche Entwicklung betrifft, gilt es sicherlich aufzupassen und sich nicht auf “seinen Lorbeeren” auszuruhen. Es gilt also, das System im Laufe der Zeit noch einmal zu verbessern, an Stellschrauben zu drehen, die Taktik noch besser anpassen – dann kann ein System über viele Jahre beibehalten werden und als Grundlage für die Jugendmannschaften dienen.
      Das man in der U15 und tiefer die Spielphilosophie der Profis nicht eins-zu-eins umsetzen kann und soll, versteht sich von selbst.
      DAS es wiederum ein riesiger Vorteil ist, wenn Spieler aus der eigenen Jungend von Beginn an mit dem gespielten System vertraut sind, allerdings auch!!

      1. Beispiele?

    2. “Mich würde mal interessieren, welche Vereine in Europa 1. dies praktizieren und 2. damit Erfolg haben. Barca ok. Und dann?”

      Find die Frage auch spannend.
      Wobei man noch anmerken muss, dass Barca sich auch nicht rein auf dieses Konzept verlässt, sondern ordentlich Geld in die Hand nimmt.

      1. … und einen Außerirdischen in seinen Reihen hat. Mal schauen, wo Barca in 3, 4 Jahren ist.

    3. Barca
      Real
      MCFC seit Pep
      Spurs
      AFC
      LFC seit Klopp
      PSG
      Ajax

      Alle haben eine offensive Grundausrichtung.
      Keine dieser Teams hat diese negative Defensive Grundausrichtung wie Kovac.
      Mou und auch teilweise Conte hatten sie.

      Sogar Juve in dem Allegri Jahren spielen offensiv

      1. Glaub du hast die Frage nicht verstanden.

    4. @wohlfarth
      „Mich würde mal interessieren, welche Vereine in Europa 1. dies praktizieren und 2. damit Erfolg haben. Barca ok. Und dann?“

      Exakt, das ist es. Oftmals werden hier in Artikeln Anforderungen gestellt die kein Verein erfüllt/erfüllen kann, aber der FC Bayern soll es dann aber bitte machen um in Europa mitzuhalten. Selbst Barca tut das nicht (mehr), man hatte unfassbares Glück aus der eigenen Jugendakademie Xavi, Iniesta, Busquets und Messi zu bekommen. Heute kaufen sie massenhaft Talente und punktuell Superstars in der Hoffnung den Sturz abzumildern der fraglos kommen wird, sobald Messi weg ist oder seinen Zenit überschreitet. Barca wird genauso fallen wie aktuell Real Madrid und unsere Bayern. Das ist eben Fußball. Wenn selbst Barca – die es doch am besten wissen müssten – nicht so eine Vereinsumfassende Spielkultur aufbieten kann, wer sonst? Valverde kam und seitdem spielen sie ein 4-4-2 mit Messi als Freigeist der die Formation im Laufe des Spiels selbst beliebig gestaltet. Ich beschäftige mich auch sehr viel mit anderen Topklubs und in meinem Freundeskreis finden sich Italiener die zu Juventus Heimspielen reisen, Barca Fans, gebürtige Madrilenen und auch ein paar Manchester United Fans. Die anderen Topklubs kochen auch alle nur mit Wasser, geben halt nur mehr Geld aus als Bayern. Ansonsten steht Bayern diesen Klubs in kaum etwas nach. Im Gegenteil, für vieles wird der FC Bayern beneidet. ;-)

      1. Man kann sich über Systeme sicherlich lange streiten, aber eines ist auch in den letzten Jahren mehr als deutlich geworden: betrachtet man sich die europäischen Spitzenvereine, so wird deutlich, dass in den letzten Jahren die Vereine und Trainer, die zuerst auf die Defensive und erst in zweiter Linie auf einen offensiven Spielaufbau wert legen, zwar punktuelle Erfolge auch in Spitzenspielen aber keine Titel aufweisen können. Wann hat Athletico Madrid zuletzt die spanische Meisterschaft bzw die CL gewonnen. Was hat der Meister des destruktiven Spiels Mourinho in den letzten Jahren mit Chelsea und Manu in der PL und der CL gewonnen. Wie lange liegt der letzte internationale Titel von Juve zurück. Diese destruktiven Systeme sind auf Vereinssebene längst entschlüsselt. Dass PSG gegen ManU ausgeschieden ist, hat der Verein mit seiner grausamen Chancenverwertung sich selbst und nicht der Stärke von ManU zu verdanken.
        Und das zweite,was noch viel deutlicher nicht nur in den Ligen sondern auch in den Nationalmannschaften deutlich geworden ist, ist die Fähigkeit der Trainer, innerhalb kürzester Zeit durch Systemmodifikationen auf die Taktik des Gegners zu reagieren. Wer das nicht beherrscht, wird zwar punktuelle Erfolge haben aber letztlich scheitern, wenn sein System entschlüsselt ist und keine Reaktion erfolgt.

        Insofern ist es letztlich völlig egal, welches System man bevorzugt, wenn man nicht in der Lage ist, auf Gegenmaßnahmen des Gegners zu reagieren. Und da liegt zur Zeit das eigentliche Problem und das wurde gerade in dieser Woche eklatant vorgeführt.
        ImHinspiel in Liverpool wurde mit einer extrem defensiven Taktik zur Überraschung vieler und auch mit viel Glück ein 0:0 erreicht. Dass an diesem Tag die Liverpooler Defensive nicht ihre beste Besetzung hatte, fiel nicht ins Gewicht, da die Offensive so gut wie nicht stattfand.
        Im Rückspiel – und das muss man einfach zur Kenntnis nehmen – war man mit dem 1:1-Halbzeitstand ausgeschieden! Trotzdem wurde die defensive Grundeinstellung beibehalten. Die Offensive fand mehr oder weniger nicht statt – obwohl sie nach dem Spielstand zur Halbzeit hätte stattfinden müssen.
        Es sei daher die Frage gestattet, konnte oder wollte man nicht reagieren. Und diese Frage musste man sich am Mittwoch nicht tzum ersten Mal stellen.

        Letztlich bleibt also die Frage – will die Vereinsführung ein System spielen lassen, das letztlich nur punktuell zum Erfolg führt und dazu an diesem System unbeirrt festhalten zu lassen, auch wenn es offensichtlich ist, dass das System nicht zum Erfolg führt.
        Wenn es denn so ist, muss man sich über die weitere Entwicklung keine Gedanken machen, dann ist der Weg vorprogrammiert.

  8. danke für die treffende analyse maurice!
    allerdings stimmt deine aufstellung im halbfinale 13/14 gegen real nicht. pep hatte leider auf martinez in der startelf verzichtet (erst zur halbzeit eingewechselt) und auf kroos gesetzt, sodass das schicksal bei ecken und kontern seinen lauf nehmen konnte…
    trotzdem fühlte man sich nach all den genannten niederlagen noch besser als jetzt, weil ein taktisch-limitierter kovac auch mit einkäufen von 200mio. eine FCB-mannschaft nicht wird entwickeln können…

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