Vorschau: 1. FC Köln – FC Bayern München

Justin Trenner 14.02.2020

Platz 13, sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und Kontakt mit dem Mittelfeld der Bundesliga aufgenommen – vor einigen Wochen war dieses Szenario für den 1. FC Köln noch nicht vorstellbar. Nach dem elften Spieltag stand der Effzeh auf Platz 17 mit drei Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Zwei Siege, ein Unentschieden und acht Niederlagen lautete die niederschmetternde Bilanz.

Dann kamen Markus Gisdol und Horst Heldt. Zwei, die sich im Abstiegskampf auskennen und in den letzten Jahren viel erlebt haben. Und tatsächlich: Schaut man sich die Gisdol-Tabelle seit Amtsantritt an, stehen die Kölner auf Platz fünf! Erst drei Niederlagen gab es, hinzu kommen fünf Siege und zwei Unentschieden. Das macht 17 Punkte, fünf hinter Tabellenführer Bayern im selben Zeitraum – bei einem Spiel weniger.

Ein echtes Spitzenspiel also? Nicht ganz. Gegen die Mannschaften von ganz oben gab es auch unter Gisdol keine großen Erfolgserlebnisse. RaBa schlug die Kölner mit 4:1 und Dortmund gelang gar noch ein Treffer mehr. Aber: Gerade daheim entwickelte der Effzeh eine Grundkonstanz, die für den Klassenerhalt essenziell werden könnte. Seit dem Trainerwechsel gab es im Rheinenergiestadion vier Siege, ein Unentschieden und noch keine Niederlage – darunter sogar ein 2:0-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen.

Der 1. FC Köln auf dem Weg zum Klassenerhalt?

Doch wie hat Gisdol diesen Umschwung hinbekommen? Ein wesentlicher Faktor ist die defensive Stabilität. Köln hat unter Beierlorzer mitunter sehr aggressiv gepresst und dem Gegner in dessen Hälfte im Schnitt nur rund neun Pässe erlaubt, bis eine Defensivaktion erfolgte. Mit Gisdol auf der Bank ist dieser Wert auf ungefähr elf Pässe im Durchschnitt angestiegen. In den zehn bisherigen Partien mit dem neuen Trainer kassierten die Kölner 15 Gegentreffer, allein neun davon durch RaBa und den BVB.

Das Expected-Goals-Modell von StatsBomb hat in dieser Zeit 13,1 Expected Goals Against gemessen – 8,1 in 8 Partien, klammert man die beiden Top-Gegner aus Leipzig und Dortmund aus. Im Heimspiel gegen Leverkusen stellte die Mannschaft aber unter Beweis, dass sie auch starke Offensivreihen stoppen kann. Die Werkself kam gerade mal auf 0,2 Expected Goals gegen Köln.

Unter Beierlorzer kassierten die Kölner in elf Spielen 23 Gegentreffer bei 16 Expected Goals Against. Auch sein Fußball lebte vom Pressing, scheiterte aber an einer guten Rückwärtsverteidigung, sobald die erste Linie überspielt wurde. Aus einer kompakteren und tieferen Defensive heraus soll die Mannschaft nun Ballgewinne erzwingen, indem sie die Räume im zentralen Mittelfeld sehr eng macht. Anschließend geht es schnell nach vorn. Mit Mark Uth und Jhon Córdoba hat man dort zwei Spieler, die aktuell in sehr guter Form sind. Während Erstgenannter vor allem wegen seiner vielen raumöffnenden Läufe sehr wichtig für die Kölner Offensive ist, trifft Letzterer gerade im eigenen Stadion zuverlässig (7 Tore in den letzten 6 Heimspielen).

Wie kann Köln die Bayern knacken?

Gegen die Bayern ist mit dem für Gisdol typischen 4-2-3-1 zu rechnen. Ohne Ball verteidigen die Kölner mit zwei engen Viererketten, teils sogar einer Fünferkette im Mittelfeld. Beim Umschalten ist nicht mit einer Großoffensive zu rechnen. Meist reichen dem Effzeh drei bis vier Spieler, um einen Konter zum Abschluss zu bringen. Das macht es im Umkehrschluss auch schwierig, den Effzeh auszukontern.

Wie es schon Julian Nagelsmann am vergangenen Wochenende versuchte, wird auch Gisdol die Lücken hinter den Außenverteidigern der Bayern bespielen wollen, sobald eine Balleroberung gelingt. Auf der linken Seite spielte zuletzt häufiger der erst 20-jährige Ismail Jakobs, der mit seinem Tempo einen möglichen Einsatz von Jérôme Boateng für sich ausnutzen könnte. Rechts setzte Gisdol in fünf der letzten sechs Partien Jan Thielmann ein. Der 17-Jährige wusste vor allem mit Einsatz und einigen Ballgewinnen zu überzeugen, hatte offensiv aber keinen allzu großen Einfluss auf das Kölner Spiel.

Möglicher Matchplan der Kölner: Mitte verschließen und die Bayern auf die Flügel locken. Dann – wie hier visualisiert – den Außenverteidiger isolieren und so die diagonalen Pass- und Laufwege ins Zentrum verhindern. Nach Ballgewinn wird dann so schnell wie möglich hinter den angelockten Außenverteidiger gespielt.

Hier ist eher Kingsley Ehizibue zu nennen, der als Rechtsverteidiger von hinten nachrückt und das Spiel breit macht, wenn sein offensiver Partner nach innen zieht. Wirklich gefährlich sind die Kölner über diese Seite aber nicht. Chancen kreieren sie in den meisten Fällen über links oder aus dem Zentrum, wenn sie Platz beim Umschalten haben. Darüber hinaus ist der Effzeh sehr gefährlich nach Standardsituationen. Schon 12 Treffer erzielten sie nach ruhenden Bällen, während erst 15 aus dem Spiel heraus gelangen (vier nach Kontersituationen). Unter Gisdol trafen die Kölner immerhin 17 Mal bei 15,1 erwarteten Toren. Das spricht zwar nicht für eine bestechende Offensive, dafür aber für eine gute Effizienz.

FC Bayern: Die rechte Seite als Problem?

Aus Sicht der Bayern gilt es Kontersituationen der Kölner natürlich zu verhindern. Wie es gegen solche Gegner eben ist, wird es darauf ankommen, das eigene Tempo und Risiko hoch zu halten, gleichzeitig aber nicht in das offene Messer der Kölner zu laufen. Die aktuelle Tabellensituation überdeckt ein wenig, wie stark diese Mannschaft wirklich ist. Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen sind eine klare Ansage.

Gerade die eine Niederlage bei Borussia Dortmund zeigte aber, wo die Grenzen liegen. Können die Bayern ihren Druck der letzten Wochen auch in Köln aufrecht erhalten, dürften sich ihnen einige Chancen bieten. Gegen die sortierte Abwehrkette des Effzeh kommt es darauf an, schnell und ballsicher zu agieren.

Flicks Aufgabe liegt aber maßgeblich darin, die eigene Rückwärtsverteidigung zu stabilisieren. Auf der linken Seite hat man mit Alphonso Davies einen Cheatcode, der selbst aus sehr hoher Positionierung noch rechtzeitig hinter den Ball kommt, wenn sein Team den Ball verliert. Rechts gibt es einen solchen Spieler nicht. Ist Benjamin Pavard in der Offensive eingebunden, fehlt häufig die Absicherung auf seiner Seite. Boateng allein war damit oft überfordert. Vielerorts wird deshalb Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger gefordert, weil der mehr Durchschlagskraft nach vorn mitbringt.

Was aber oft in dieser Debatte vergessen wird: Auch der 25-Jährige wurde während seiner Zeit als Rechtsverteidiger für die Rückwärtsverteidigung stark kritisiert. Teils waren die Lücken dann sogar noch größer als mit Pavard, weil Kimmich häufiger bis zur gegnerischen Grundlinie geht.

Taktische Anpassungen?

Álvaro Odriozola scheint hier noch keine große Rolle zu spielen, weshalb sich die Frage nach einer taktischen Lösung stellt, die dieses Problem beheben könnte. Denn wenn zwei so unterschiedliche Spielertypen wie Kimmich und Pavard unter verschiedenen Trainern jeweils dieselben Probleme haben, kann es sein, dass das Problem woanders liegt. Einen guten taktischen Ansatz zeigten die Bayern in den letzten Wochen bereits selbst, ohne ihn aber konstant umzusetzen.

Mit asymmetrischen Außenverteidigern könnte man einerseits die Problematik lösen, dass entweder Lucas Hernández oder David Alaba auf der halbrechten Seite agieren müssten, wo beide nicht optimal aufgehoben sind. Auf der anderen Seite wäre die Absicherung der Flügel womöglich eher gegeben, wenn Pavard automatisch mit starker Handbremse während des eigenen Ballbesitzes agiert.

Davies kann seine Freiheiten nach vorn nutzen und im Spielaufbau gäbe es eine 3-2-Staffelung, die sich in dieser Saison schon mehrmals als hilfreich herausstellte. Kimmich und Thiago müssten sich so auch nicht mehr zwischen die Verteidiger fallen lassen und könnten ihre Positionen besser halten.

Der klare Nachteil dieser Variante liegt darin, dass rechts zumindest auf dem Papier jemand fehlt, der den rechten Außenstürmer mit Läufen unterstützt. Hier bräuchte es dann einen flexiblen Achter wie Thomas Müller oder Leon Goretzka, der regelmäßig unterstützt. Ob das wiederum zu Problemen im Zehnerraum führt, müsste in der Praxis getestet werden. Außerdem könnte es sein, dass die Bayern aktuell durch das Abkippen eines Sechsers (meist Kimmich) den anderen freilaufen. Dieser Mechanismus wäre hier nicht gegeben, weshalb die Formation gerade gegen tiefstehende Mannschaften problematisch sein könnte.

Eine dritte Möglichkeit wäre die bereits vorhandene Ausrichtung mit abkippendem Kimmich – allerdings in den rechten Halbraum, sodass Hernández ins Zentrum und Alaba nach halblinks rückt. Wieder entsteht eine Dreierkette, allerdings braucht es im Sechserraum dann umso mehr die Unterstützung des zweiten Achters (Goretzka zuletzt) für Thiago. Das Aufrückverhalten nach erfolgreichem Spielaufbau wird dann bedeutend, um zentral Präsenz im zweiten und letzten Drittel zu erzeugen.

Die Rückkehr des Javi Maschínez?

Eine weitere Chance bietet die baldige Rückkehr von Javi Martínez, der seinen Muskelbündelriss noch nicht überstanden hat, aber in den nächsten Wochen das Mannschaftstraining wieder aufnehmen sollte. Der Spanier könnte auf seine ehemalige Position im Mittelfeld zurückkehren und so einige Probleme beheben. Jetzt werden sich einige wundern, dass ausgerechnet ich Martínez im Mittelfeld sehe, aber lasst es mich zunächst erklären, bevor ihr empört in die Tasten hämmert:

Hybrid-Javi! (animiert)

Wie wäre es denn mit einem Hybrid-Javi? Wenn er zwischen Mittelfeld und Innenverteidigung pendelt, könnte er seine Stärken womöglich optimal einbauen und seine Schwächen gut verstecken. In Ballbesitz wäre es sinnvoll, wenn er sich zwischen die Innenverteidiger fallen lässt. Dort ist der Druck meist geringer und er nimmt auch im Spielaufbau keine entscheidende Position ein, weil die Halbräume hier mit den diagonalen Passwinkeln entscheidender sind.

Wer besetzt jetzt aber den Sechserraum? Ganz einfach: Alaba geht in der Grundausrichtung zurück auf die linke Seite und Kimmich auf die rechte. In Ballbesitz schieben beide ins Zentrum und unterstützen so den spielstarken Thiago. Die Präsenz im Mittelfeld wäre gegeben und auch die Absicherung gegen den Ball scheint mit drei sehr defensivstarken Spielern ausreichend zu sein.

Fraglich ist, wie gut Davies als Offensivspieler ist, wenn er vor sich keine Unterstützung hat. Zuletzt zeigte er die eine oder andere Limitation im Angriffsdrittel. Auch hier gilt aber: Ohne einen Praxistest wird man das nicht endgültig beurteilen können und es kann gut sein, dass die Verengung der Spielfeldmitte Räume für die Außenstürmer öffnet.

Die vorerst letzte Chance für eine Veränderung?

Bei allem Respekt vor den sehr starken Kölnern bietet diese Partie gemeinsam mit dem nächsten Spiel gegen Paderborn die vorerst letzte Chance, Anpassungen vorzunehmen und einige Dinge auszuprobieren. Die Rede ist nicht von gravierenden Veränderungen. Beide Überlegungen unterscheiden sich nur im Detail von der aktuellen Grundordnung.

Die rechte Spielfeldhälfte ist im Moment jedenfalls zu anfällig für Kontersituationen und es liegt in der Hand des Trainerteams, hier eine Lösung zu finden. Gisdol und die Kölner werden ihre ohnehin stärkere linke Seite immer wieder in Szene setzen wollen.

Schaffen es die Bayern, diese Situationen zu verhindern, dürfte einem Erfolg nichts im Weg stehen – außer sie selbst. Doch selbstverständlich ist ein Sieg am Sonntag nicht. Dafür sind die Kölner in den letzten Wochen zu stabil gewesen. Ein klassisches Duell mit einem potenziellen Absteiger ist es jedenfalls nicht, das die Bayern da erwartet.

Vorschau-Tippspiel

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Spieltagssieger

Mit diesem Spieltag hat kaum jemand gerechnet. Unser Spieltagssieger Lupous gewinnt mit gerade einmal 12 Punkten. Die Top 5:

  1. CH1310 – 256 Punkte (0 Spieltagssiege)
  2. zoot_jw – 255 Punkte (0,17 Spieltagssiege)
  3. dain, Edlan, Isarläufer, Rudi – 255 Punkte (0 Spieltagssiege)

Lahmsteiger: Platz 63 – 229 Punkte (0 Spieltagssiege)

So läuft es gegen Köln …

Was für ein unangenehmes Spiel! Treffen die Bayern nicht früh, wird sich das alles ziehen wie eine durchschnittliche Bayern-Flanke aus dem Halbfeld. Aber ich habe etwas Hoffnung! Den Münchnern gelingt ein spätes Führungstor in der ersten Halbzeit. Anschließend läuft es besser. Am Ende steht ein souveräner 3:0-Erfolg.

So könnte Bayern spielen …

4-3-3: Neuer – Pavard, Hernández, Alaba, Davies – Thiago, Kimmich, Tolisso – Müller, Lewandowski, Gnabry

Es fehlen: Süle, Perišić, Martínez (alle verletzt)

So läuft der Spieltag …

Dortmund 3:1 Frankfurt
Hoffenheim 2:1 Wolfsburg
Paderborn 2:1 Hertha
Union 1:1 Leverkusen
Augsburg 2:1 Freiburg
Leipzig 4:1 Bremen
Düsseldorf 1:2 Gladbach
Köln 0:3 Bayern
Mainz 1:2 Schalke



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  1. Alter Schwede. Man City für 2 Jahre von der CL ausgeschlossen.

    Pep, komm heim und pack den Sané mit ein.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. nein, Pep wird zu Juve gehen, in Italien war er noch nicht ,aber Sane dürften wir damit haben ;-)

    2. Fände ich gut, glaube aber, dass Pep sich unsere Führung kein zweites Mal geben wird: Er sieht sich ja eher gesamthaft als Manager, verkauft das aber besser als der schwäbische Tonnentreter,

      Bei Sane sollten wir jetzt eine echte Chance haben, obwohl mir dieses öffentliche Buhlen sehr missfällt. Finde es schade, dass man für eine so riskante Wette Zyech verschlafen hat. Sane wird bei aller Wertschätzung kein Messi oder Mbappe werden.

      1. Und Ziyech noch weniger. Verstehe den Hype nicht. Wer gut genug für uns ist, der entscheidet sich nicht für Chelsea.

    3. Die Frage ist, wie CAS ManCity Einspruch verhandelt. Könnte mir vorstellen, dass die das kassieren und in mildere Strafe umwandeln

  2. Uefa’s club financial control body (CFCB)

    Die haben das jetzt intensiv und jahrelang unabhängig untersucht. MCFC haben nicht kooperiert.
    MMn wird das CAS hier nicht querschiessen
    Evtl wird die Strafe verschoben aber kaum abgemildert.

    Pep wird aufhören und 1J pausieren.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. +1, aber er wird nicht zurück zum FCB KOMMEN.

      Real fällt aus, hat er ja klar gemacht. Blieben noch Juve, PSG oder… wer?

      1. Qatar 2022

        Erstmal pausiert er

  3. The decision of the Adjudicatory Chamber is subject to appeal to the Court of Arbitration for Sport (CAS). If Manchester City Football Club exercises that right the full reasoned decision of the Adjudicatory Chamber will not be published prior to publication of the final award by the CAS.’

    As noted by the Adjudicatory Chamber, the club has the right to appeal this decision to the Court of Arbitration for Sport. Therefore, UEFA will not be commenting further on this decision at this stage.

  4. Zurück zum Spiel.

    Die im Vorbericht und hier im Forum immer wieder diskutierte Dreier-Kette sehe ich als sehr gefährlich an, so lange sie nicht im Training über mehrere Wochen hin einstudiert werden kann.
    Wie lange ist es her, dass der FC Bayern mit Dreier Kette gespielt hat? Muss irgendwann Anfang der 2000 er gewesen sein.
    Die DNA der jetzigen Bayern-Mannschaft ist auf jeden Fall die Viererkette. Dieses System haben die Spieler verinnerlicht. Darauf sind alle Defensiv- und Offensiv-Abläufe abgestimmt. Hier ohne Not rumzuexperimentieren macht keinen Sinn und dieses Risiko wird Flick auch nicht eingehen.
    Wenn Flick morgen etwas ausprobiert, dann eher Hernandez als RIV. Wenn das klappt, dann steht die Abwehr für den Rest der Saison mit Parvard- Hernandez-Alaba-Davies. Gerade eine eingespielte Abwehr ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden in der CL.

    Eine weitere Veränderung erwarte ich in der Aufstellung nicht. Coman wird bei seiner Verletzungsanfälligkeit sicher langsam wieder rangeführt. Tolisso ist zu formschwach, um ins Team zu rücken. Damit ergibt sich:

    Neuer – Parvard, Hernandez, Alaba, Davies – Kimmich, Thiago, Goretzka – Müller, Lewa, Gnabry

    So läuft das Spiel: Bayern wie vor zwei Wochen in Mainz. In den ersten 30 Minuten wird alles klar gemacht und man führt 2:0 oder 3:0. Gisdol hat wie immer nichts dagegen zu setzen. In der zweiten Halbzeit pendelt das Spiel aus, evtl. mit dem einen oder anderen Treffer. Endstand 1:3.

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Regelmäßig mit Dreierkette gabs seit Anfang der 2000er nicht mehr. Spontan haben wir das allerdings mal im Pokalfinale 2014 gegen den BVB gemacht, also auch ohne lange Vorlaufphase. Während wir damals in den Wochen vorher im gewohnten System unter anderem von Real und auch vom BVB im Ligaspiel ein paar Mal nach allen Regeln der Kunst ausgekontert wurden, standen wir plötzlich mit dem neuen System bombensicher. Bezüglich der langen Vorbereitung, die für diesen Systemwechsel nötig sind, stimme ich dir also nicht unbedingt zu. Ein 3-4-3 könnte so aussehen:
      Neuer
      Pavard Alaba Lucas
      Kimmich Thiago Goretzka Davies
      Müller Gnabry
      Lewandowski
      Vorteile:
      – In der Abwehr könnte jeder der Spieler einigermaßen auf seiner Wunschposition spielen. Lucas und Pavard sind für mich quasi die Prototypen für die Dreierkette. Alaba als Mittelglied wäre gleichzeitig so etwas wie ein zweiter Sechser und könnte seine Aufbauqualitäten einbringen. Man müsste somit nicht einen Linksfuß auf ungewohntes Terrain stellen. Mit dem Duo Lucas und Alaba im Zentrum der Viererkette wird der Spielaufbau sicherlich schwächer sein als bisher.
      – Davies könnte seine Offensivqualitäten noch mehr einbringen. Er könnte aber immer noch mit Anlauf kommen, was ihm definitiv mehr liegt, als wie wenn er direkt als offensiver Winger in einem 4-3-3 eingesetzt wird. Er könnte dann in etwa das spielen, was Kostic bei Frankfurt macht.
      – Müller und Gnabry würden eher im Halbraum hinter Lewandowski agieren als auf der Seitenlinie, was beiden auch besser liegt, weil sie öfter in den Strafraum kommen. Zudem würde diese Position wohl auch Coutinho besser liegen, den wir zwangsläufig bei der Vielzahl an Spielen demnächst brauchen werden. Mit Coman und Gnabry könnte man natürlich auch wieder auf den bisherigen Dreiersturm umschalten, aber die Hoffnung, dass beide in wichtigen Spielen gleichzeitig topfit sind, habe ich schon fast aufgegeben.
      – Goretzka hat es letztes Saison im Herbst/ Winter auf der Doppelsechs zusammen mit Kimmich gar nicht schlecht gemacht. Ich denke, es müsste auch mit Thiago klappen. Zur Not hat man auch noch Javi oder Tolisso.
      Der einzige, der auf Anhieb wohl nicht so glücklich wäre, dürfte Kimmich sein. Er könnte aber auch oft genug nach innen einrücken und dann mehr Einfluss aufs das Spiel nehmen als er das als AV in der Viererkette konnte. Dann müsste halt einer der beiden Spieler, die hinter der Spitze auftauchen, vermehrt über die rechte Seite kommen.
      Ich denke auch nicht, dass es so kommen wird. Allerdings wäre der Zeitpunkt echt günstig gewesen, es auszuprobieren. Nach dem Leipzig-Spiel wären zwei nicht-englische Wochen eine gute Möglichkeit gewesen, es verstärkt im Training zu testen. Die Gegner Köln und Paderborn wären auch ganz gute Optionen gewesen, um es dann unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren.

      1. @willy
        Bitte nicht unterschlagen das wir erhebliche Ausfälle hatten. Pep hätte mit einem vollen Kader nie so aufgestellt. Ähnlich war es ja auch 3016 im Camp Nou wo uns 5 Stammspieler fehlten und unsere 3er Kette von Messi und Neymar total überrannt haben.

        Basti Thiago Alaba draußen, Rib auf der Bank.
        Lahm musste mit Kroos im Zentrum spielen.
        Dh beide AV waren entweder verletzt oder woanders aufgestellt.
        Hoejberg rechts

        Neuer
        Boa Javi Dante
        Hoejberg Lahm Kroos Rafinha
        Müller Götze Rob

        Das Spiel haben wir glücklich gewonnen und ist sicherlich keine Blaupause für eine erfolgreiche Formation dominanten Ballbesitzfussball zu spielen.

      2. @918 +1

    2. Soweit ich das verstanden habe redet Justin ja nicht von einer klassischen 3er Kette mit IV sondern davon das sich die beiden AV asymmetrisch verhalten und bewegen so das immer wenn einer nach vorne geht der andere weiter hinten bleibt. Das führt zwangsläufig zu einer numerischen 3 ohne das es eine 3 er Kette ist und schon garnicht in der geordneten Defensive.

      In den letzten 10 Jahren hat kein Team mit 3er Kette die CL gewonnen.
      Kein Team hat die Meisterschaft in den Top 4 Ligen gewonnen außer die Teams von Conte mit Juve 2011-14 und mit CFC 2016/17.

      Eine 3er Kette ist extrem anfällig auf den Flügeln wenn die Aussenspieler davor nicht intensiv zurückarbeiten.
      Eine 3er Kette bedeutet immer 3 statt 2 Spieler hinten im Zentrum zu halten. Warum sollen wir uns unserer Offensive bzw Mittelfeldzentrum Schwächen? Abgesehen davon das wir seit Jahrzehnten keine 3er Kette gespielt haben gibt es mMn überhaupt keine Vorteile das System zu ändern und schon garnicht mitten in der Saison.

      1. Man könnte auch sagen: In den letzten sechs Jahren haben wir mit 4er-Kette auch die CL nicht gewonnen. Oder: Vor 1994(?) hatte auch kein Team ohne Libero den Europapokal gewonnen. Ist also per se kein gutes Argument.
        Die anderen Punkte finde ich relevanter:
        1. Die Einübung sehe ich als Problem, zumal Flick ja noch nicht lange da ist und immer noch Feintuning im bestehenden System zu betreiben hat. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir zur nächsten Saison – entsprechender Kader vorausgesetzt – die 3er-Kette als Taktikoption auf dem Zettel haben und entsprechend einstudieren.
        2. Dass uns nominell ein bis zwei Mittelfeldspieler in einem 3-5-2 fehlen, ist gegenüber einem 4-2-3-1 (das offensiv ja eher ein 2-4-3-1 ist) sicherlich auf den ersten Blick richtig. Dadurch dass wir die Flügel aber nur noch einfach statt doppelt besetzen würden, wären auf einmal aber wieder zwei Spieler mehr im Zentrum. Das hängt also sehr an der Ausführung/Rollengestaltung, womit wir wieder beim Training wären… Auch wäre die Defensivabsicherung besser, da man ja drei statt nur zwei Spieler hinten hat, d.h. man könnte zB riskanter pressen ohne sofort durch lange Bälle in Unterzahl zu geraten.

      2. Wie gesagt es gab seit 2010 nur einen Trainer der mit einer klassischen 3er Kette die Meisterschaft in einer top Liga gewonnen hat.
        In der CL sind Teams mit 3er Kette regelmäßig früh gescheitert Saison für Saison.
        Fakt

      3. @918: Das habe ich schon verstanden. Aber erstens spielen halt viel weniger Teams Dreierkette. Und zweitens geht es ja nicht darum, ausschließlich Dreierkette zu spielen, sondern eine zusätzliche taktische Option zu haben, die zum Kader gut passen würde. Die Frage ist, ob sie zur Spielidee passt.

    3. Bayern spielt in dieser Saison sehr oft mit der Dreierkette im Spielaufbau. Und meine Varianten sind ja auch keine reine Dreierkette. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Formationen mit und ohne Ball. Und ich sehe den Sprung nicht so groß. Erstens machen die Bayern das ständig (nur nicht konstant) und zweitens ist es kein Hexenwerk, das Spieler dieser Klasse erst lernen müssen.

      1. Die Dreierkette hat sich im Aufbau zudem als sehr wertvoll herausgestellt. Aber das schreibe ich ja auch alles bereits im Text.

  5. Off topic: Falls jemand FCB-TV hat. Gerade spielt unsere verjüngte U19 die Hoffenheimer an die Wand. 3-0 nach 30 Minuten. Ein wunderbares Spiel …

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Endstand 6:0, sauber.
      OBM mit 5 (!) Toren und einer absoluten Galavorstellung!

  6. MMn macht es keinen Sinn krampfhaft an Alaba in der IV festzuhalten.
    Er kann wie er selbst oft genug gezeigt hat (wie schon Lahm früher) auch auf der AV Position ein Spiel mit aufbauen.
    In der IV sollten immer Lauf und zweikampfstarke Spieler stehen die idealerweise wie Boa und Hummels in besten Tagen aufbauen können.
    Lucas gehört mMn auf die LIV Position wo er Weltklasse spielt. Alaba konsequenterweise auf LAV. Wenn man unbedingt Davies spielen lassen muss (warum immer??) dann sollte er mal auf RAV ausprobiert werden wo er genauso defensiv wirken kann mit seinem Speed aber zudem auch nach innen ziehen im mit links abzuziehen. Pavard kann genauso gut auf RIV spielen (oder auch Boa Javi wenn’s mal sein muss).
    MMn sind Lucas und Alaba auf ihren linken Positionen Weltklasse und gesetzt.

    Mit Lucas und Pavard in der IV kommen wir auch nicht so einfach in die Situationen wo Boa und Javi immer wieder überspringet wurden.

    Auch kommt in jeder Diskussion sehr oft zu kurz das beide viel kopfballstärker sind als Alaba und Boa(Javi auch).

    Gegen Gegner wie Köln kann man auch das dominante 2-3-2-3 spielen aus besten Pepzeiten wobei natürlich auch immer mal möglich ist das ein AV hängt.

    Zuviele Überlegungen drehen sich um die Schwächen von Boa und Javi bei Kontern die mit IV Pavard und Lucas eliminiert sind und man ganz anders die Formation denken kann.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich war ehrlich gesagt in den letzten Jahren von Alaba auf der LAV-Position nicht mehr so überzeugt. Er war für mich über weite Strecken gehobener Bundesligadurchschnitt, aber nicht mehr. Wenn er mal ausfiel, was immer wieder vorkam, merkte man sein Fehlen nicht unbedingt gravierend. Seine Scorerwerte waren – wenn ich mich nicht recht irre – immer weit hinter denen von Kimmich und sogar deutlich unter denen von Benjamin Pavard. In seiner jetzigen Rolle nimmt Alaba viel mehr Einfluss aufs Spiel und verleiht der Abwehr durch seine Kommandos Stabilität. Davies Aufschwung hängt für mich auch zu einem nicht zu verachtenden Grad mit Alaba als seinem Nebenmann zusammen. Ich weiß nicht, ob Pavard oder Lucas unbedingt die Anführertypen sind, die man in der Zentrale braucht. Dennoch kann man es ruhig mal mit ihnen probieren. Ich glaube aber, dass Alaba künftig eine wichtigere Rolle spielen will und dass er sich deshalb nicht mehr mit der Rolle des LAV zufrieden geben wird. Dieselbe Diskussion, die wir wegen Kimmich auf rechts vs Kimmich auf der Sechs erleben, haben wir dann auch mit Alaba, wenn wir ihn wieder dauerhaft auf links stellen. Das Problem ist nur, dass sich die Zukunft Alabas bei uns in den nächsten Wochen entscheiden wird. Da kann eine Verschiebung auf eine Position, die ihm nicht so behagt schon der entscheidende Punkt sein, der ihn dann dazu bewegt, den Vertrag nicht zu verlängern. Eine andere Option wäre es natürlich, ihn ins Mittelfeld zu stellen, z.B. auf die offensive Achterposition oder ins Zentrum neben Thiago. Das wäre übrigens meine präferierte Aufstellung für die wichtigen Spiele in der Rückrunde:
      Neuer
      Kimmich Pavard Lucas Davies
      Thiago Alaba
      Gnabry Müller Coman
      Lewandowski
      Für nächste Saison würde mir die Kombination Kimmich, Thiago, Alaba im Mittelfeld sehr gut gefallen. Geht heuer leider nicht, weil wir Pavard in der Mitte brauchen und Odriozola scheinbar leider keine Alternative als RAV darstellt. Davies als RAV erachte ich für keine gute Idee. Angenehme Begleiterscheinung dieser neuen Mittelfeldkombination wäre, dass wir uns das Geld für Havertz sparen könnten.

      1. @willy

        Fair points
        Alaba wurde ja von Flick auf RIV gestellt was er nicht besonders sexy fand. Wird er morgen wieder auf LIV gestellt und Lucas auf RIV?
        Wir werden sehen.
        Wie gesagt mir ist die extreme Kopfballschwäche aufgefallen seitdem Javi verletzt ist. Nicht gerade die Stärke von Alaba und Boa. Bei Standards sahen wir da nicht gut aus. Sicher hat Alaba sehr gut aufgebaut .
        Aber die Diskussion begann ja was wir gegen die Konteranfälligkeit machen sollten bzw. ob wir eine klassische 3er Kette stellen sollten.
        Und mMn sollten IV erstmal stark in ihren Kernfunktionen sein nämlich abzuwehren.
        Und wenn wir zwei starke IV haben erübrigt sich die Debatte ob da noch ein Dritter sein sollte. Wenn Kimmich weiß das hinter ihm zwei Monster stehen die alles ablaufen dann kann er sich auf den Spielaufbau konzentrieren . Gleiches gilt für die AV .
        Alaba hat mMn eine stark ansteigende Form seit 12-18 no Atem- davor war es zugegebenermaßen eine Zeitangabe etwas mau. Alaba kann auf LAV genauso gut das spiel aufbauen wie man es Lahm und Kimmich zuspricht. Dazu spielt er offensiv etwas intelligenter und effizienter daher gefährlicher als Davies.

        Was lieben wir an Davies?
        Seinen Speed mit dem er nach hinten alles abläuft. Offensiv ist das eher etwas bescheidener oder? Und das was er gut kann kann er dann auch auf der rechten Seite oder?

      2. @918:
        Ich finde, dass wir Davies viel Offensivdrang nehmen, wenn er über rechts kommt. Seine Pässe kommen noch nicht immer perfekt, aber von links kann er halt mit seinem starken linken Fuß aus dem Lauf heraus flanken. Zumindest gegen Freiburg und Hoffenheim funktionierte das sehr gut. Ich bezweifle, dass er diese Dynamik über die rechte Seite einsetzen könnte. Über links bricht er entweder gleich im vollen Lauf die Linie entlang durch, wenn der Gegner die Seite nicht direkt an der Linie abdeckt oder er schafft es über geschicktes Passspiel seiner Mitspieler wieder mit Tempo durchzuziehen und aus vollem Lauf zu flanken. Über rechts würde man ihm wohl häufig die Außenbahn öffnen und ihn erst zu stellen versuchen, wenn er nach innen zieht. Das kann er aber dann meistens nicht in vollem Tempo und wenn er aus dem Stand antreten soll, kommen seine technischen Unzulänglichkeiten einfach stärker zum Tragen. Defensiv hätte er sicherlich auch als RV seine Stärken. Wenn man allerdings sieht, dass er im Laufe der Saison sein Spiel auf links immer mehr gesteigert hat, dann sehe ich es als gefährlich an, ihm jetzt schon wieder neue Herausforderungen zuzumuten. Gerade gegen starke Gegner entscheidet im Abwehrverhalten jede Bewegung und da muss man instinktiv richtig handeln und nicht erst überlegen, was bei einem Positionswechsel aber wohl des Öfteren vorkommen würde.
        Auf die Kopfballschwäche bei Standards hat es mMn wenig Auswirkung, wer welche Position spielt, denn da stehen ohnehin alle, die kopfballstark sind, mit einer vorher festgelegten Staffelung im eigenen Strafraum. Da dürfte es also egal sein, ob Pavard außen oder innen verteidigt.
        Mehr Sorgen macht mir die fehlende Kopfballstärke aus dem Spiel heraus, wenn Alaba und Lucas das Zentrum bilden. Das kann bei Flanken ein Problem werden und auch dann, wenn der Gegner beim Spielaufbau auf lange Bälle auf den Neuner setzt, der diese dann verteilt. Da könnten Lucas und Alaba zu kurz geraten sein. Darum bin ich eben dafür, dass wir Kimmich für den Rest der Saison wieder als AV spielen lassen, Pavard neben Lucas ins Zentrum stellen, Davies auf links lassen und Alaba und Thiago ins zentrale Mittelfeld stellen. Wenn Alaba auf dieser Position nicht überzeugen sollte, dann kann man ihn immer noch durch Javi, Tolisso oder Goretzka ersetzen oder überlegen, ihn wieder als AV einzusetzen. Ich denke, dass man Kimmich schon noch bei der Stange halten kann, wenn man ihm erklärt, dass das ja nur für die nächsten 3 Monate sein wird und er ab Sommer fest als Mittelfeldspieler eingeplant wird.

      3. @918:
        “Was lieben wir an Davies?
        Seinen Speed mit dem er nach hinten alles abläuft. Offensiv ist das eher etwas bescheidener oder?”

        Davies hat jetzt 5 Assists in 19 Spielen als LV. Kürzlich hat ihn eine statistische Auswertung bei whoscored als den erfolgreichsten Dribbler aller Verteidiger in den europäischen Topligen ausgewiesen.
        Nicht ganz schlecht.

  7. @Justin: nur ein kleiner Kommentar: Natürlich ist Kimmich als AV nach hinten etwas anfälliger, als vielleicht andere. Also etwas über dem Durchschnitt, aber bei weitem keine “Liability”. Dafür bricht er im Spiel nach vorne alle Rekorde. Und das nun schon in schöner Regelmäßigkeit. Der Trade-Off ist im Gesamtkontext absolut zu gerechtfertigen, das musst du schon zugeben ;-)

    PS Pavard würde ich mir dauerhaft als nach vorne ausgerichteten IV wünschen. Die Agilität, Lauf- und Kopfballstärke machen ihn aus meiner Sicht zum perfekten agilen Verteidiger.
    Von allen Verteidigern in der Bundesliga hat Pavard die geringsten “Dribbled Past” Werte – ein Zeichen wie konsequent er bereits im 1:1 agiert. Ersetzt er Boateng und rücken Kimmich und Alaba auf ihre angestammten Positionen zurück, hätte man mit dem vierten Mann Hernandez/Süle eine Viererkette, die an Beweglichkeit, Druck nach vorne und Zweikampfverhalten seinesgleichen sucht. Vor allem wenn Flick es schafft das bestehende Umschaltsystem weiter zu verbessern. Da wird sich die etwas naive Sehnsucht nach einem Weltklasse Kimmich auf der 6, der Spiele wie ein General gestaltet und die Fäden zieht, schnell in Luft auflösen. Und der Verein hat in der Defensivreihe genau jene Stabilität, die er seit den Triple Jahren sucht.

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    1. Es ist ja nicht so, dass ich nicht nachvollziehen könnte, warum man Joshua Kimmich gern rechts hinten sehen würde. Ich kann die Argumente sehr gut verstehen und teile sie sogar in großen Teilen. Aber: Mein größter (Sorgen-)Punkt ist, dass die Bayern mit einem Kimmich ihren Fokus wieder zu stark auf ein Spiel legen, das ihnen als Mannschaft nicht liegt. Der größte Teil seiner Torvorlagen dürfte aus Flanken entstanden sein. Die Bayern schaufelten mit ihm schrotflintenartig die Bälle in den Strafraum und es wurde zurecht kritisiert. Denn auf höherem Niveau wird dieses Prinzip schwierig. Ich habe mal nachgesehen: Gegen größere Mannschaften gelangen ihm nur 2 Assists in der Saison 18/19. Einmal Dortmund auswärts, einmal Pokalfinale gegen RaBa. Dieses Flankenspiel ist auf diesem Niveau dann irgendwann vorhersehbar. Da den Bayern aktuell neben Thiago jemand fehlt, der das Spiel an sich reißt und die Bälle verteilt (Ich teile die Meinung hier nicht, dass Kimmich das nicht könne), würde ein solches Spiel wieder drohen. Ich sehe aktuell ein Aufbauspiel, das so flexibel ist wie lange nicht mehr.

      Kommt im Sommer ein adäquater Sechser, bin ich bereit, meine Meinung nochmal zu ändern. Aktuell halte ich ihn auf der 6 aber für wertvoller. Und: Seine Assists übernehmen nun halt andere. Bayern schießt ja weiterhin viele Tore. Für mich ist das ok.

      Wenn Kimmich RV spielen muss, dann bitte nicht linear, sondern (stark) einrückend. Da sehe ich ihn optimal eingebunden im Bayern-Spiel.

      1. @Justin – interessant. Point taken.

        In der Tat könnte mit Kimmich als AV ein Rückfall in alte Zeiten drohen – alleine aus Bequemlichkeit. Flügelspiel hat bei unserem Verein ja auch eine gewisse Historie..

        Wenn er auf der 6 dazu beiträgt, dass das Bayern-Spiel ausgeglichener wird und hilft, ein “breiteres” System zu implementieren (was bei Flick aktuell ja auch passiert), könnte ich damit leben.
        Ich würde es dann aber ehrlich gesagt bevorzugen, einen (jungen) (neuen) Spieler von Grund auf hier hin zu entwickeln, anstatt jemanden aus seiner etablierten Position (wo er zu einen der Besten zählt) herauszureißen. Unter dem Strich habe ich dann sogar eine zweite Option: Denn wenn einmal nichts funktioniert, bleibt immer noch “Schaufel-Joshua” sozusagen. Denn generell: Strukturierter Aufbau durch die Mitte UND Druck auf den Flügeln in der Hinterhand zu haben, ist per se mal nichts Schlechtes, erst recht wenn wir dabei von Kimmich-Alaba reden. Dass ich Kimmich nicht als strategischer Ballverteiler sehe (zumindest nicht in dem Maße, dass es sich aus Opportunitätskosten lohnt), darüber lässt sich zweifelsfrei streiten. Wir werden es ja sehen. Viel hängt auch von der künftigen Kaderplanung für das Mittelfeld ab.

      2. Da sind wir uns einig. Die Flügel bleiben selbstverständlich sehr wichtig. Wo wir uns wahrscheinlich uneinig sind, ist die Bewertung von Kimmichs Potenzial im Zentrum. Im Sommer muss aber so oder so ein Spieler für eine der beiden Positionen kommen – je nach Kimmich-Plan. Und da habe ich Fein noch nicht einberechnet, dem ich viel zutraue.

  8. “naive Sehnsucht nach einem Weltklasse Kimmich auf der 6, der Spiele wie ein General gestaltet und die Fäden zieht,“

    Kimmich die Weltklasse Qualität auf 6 abzusprechen ist eher naiv

    Zusammen mit Thiago bildet er eine Macht im Zentrum die wir schon lange nicht mehr hatten

    Davies kann mindestens genauso gut RAV spielen

    Antwortsymbol15 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Davies als RAV kann unmöglich Dein Ernst sein: Was bei inversen Wingern gut funktioniert, tut es bei AVen nicht, da diese hauptsächlich passen oder flanken und halt nicht selbst abschliessen.

      Pässe und Flanken kann man nun einmal deutlich besser per Innenrist uns Spann, als per Aussenrist fabrizieren.

      Jeder, der nur einmal Fussball gespielt hat, wird das sofort bestätigen.

      1. Sehe ich genauso. Als Notlösung vielleicht machbar, aber man würde Davies vieler seiner Stärken in der Offensive berauben. Selbst bei Lahm hat sich gezeigt, dass er nach seinem Wechsel auf die rechte Seite noch einmal an Format dazugewonnen hat.

      2. Naja da haben sich wohl einige geirrt

        Rechtsfuss auf LAV
        Lahm
        Zanetti
        Maldini
        Azpilicueta
        Irwin
        Breitner
        Briegel
        Arbeloa
        Carragher
        Zambrotta

        Linksfuss auf RAV
        Blind
        Balzaretti
        Evra
        Coentrao
        Winterburn

        Beidfüßig
        Brehme

        Klar sind es vielmehr rechtsfüssler auf LAV aber es gibt ja auch mehr rechts als llnksfüssler.

        Und warum sollte Davies in seinem Alter nicht Lernen beidfüßig zu spielen.
        Da er sowieso kaum und wenn ungenau flankt und passt und seine Stärken das Defensive ablaufen sind kann er das auch rechts.

        Der Mehrwert für das Team Pavard und Lucas in der IV und Alaba LAV spielen zu lassen überwiegt mMn die Nachteile wenn Davies RAV spielt.

    2. @918: Ich finde es unangemessen, von “naiv” zu reden. Der Begriff ist zudem in dem Kontext (Du sprichst ja Turbo Batzi damit an) eher schon als unfreundlicher Angriff zu verstehen.

      Und in der Sache sehe ich derzeit auch nicht, dass Kimmich die Qualität eines Weltklassespielers auf der 6 hat – zumindest noch nicht. Wann hat er denn schon in wichtigen Spielen defensiv auf der 6 abgeräumt und das Spiel zudem geordnet und gelenkt? Und wie oft ist das passiert? Er hat sicherlich Anlagen, aber bisher erkenne ich nicht, dass er wirklich weltklasse (das ist ja schon ein sehr großer Begriff) ist. Gerade seine Ballverluste und des Öfteren zu beobachtenden Probleme bei der Ballannahme unter Druck lassen das – nicht nur bei mir – Zweifel aufkommen.

      1. Da haben wir eben mal unterschiedliche Meinung aber deshalb muss man nicht gleich schreiben von

        Da wird sich die etwas naive Sehnsucht nach einem Weltklasse Kimmich auf der 6, der Spiele wie ein General gestaltet und die Fäden zieht, schnell in Luft auflösen. „

      2. Da stimme ich Dir zu. Aber deswegen muss man ja nicht gleich so kontern. Wir sollten uns hier alle um ein ordentliches Klima bemühen. Ein freundlicher Hinweis, dass die Formulierung nicht optimal war, würde vermutlich sogar noch mehr helfen.

        Zur Sache selbst: Kimmich hat für viele das Weltklasseformat auf der 6 noch nicht gezeigt.

      3. @T.W….“ ein Notbehelf dafür zu sein, seine Speed- und technische Limitiertheit im direkten 1-gegen-1 kaschieren zu wollen/müssen..“
        trotz aller seiner, ohne Zweifel vorhandenen Fähigkeiten, muss ich das auch so unterschreiben. In diesem Bereich ist er leider nur Durchschnitt. Gerade gegen Top Winger in der Defensive oder sehr schnelle Gegenspieler in der Offensive fehlt da was (deshalb die Flanken) Für das Zentrum reicht es vollkommen.(Alonso,Schweini (das gleiche Defizit über die Aussenpositionen und zentral dann Weltklasse)oder Martínez sind auch keine Sprinter gewesen.) Deshalb sehe ich in auch lieber auf der 6. Da kann er seine fussballierische Klasse und Zweikampfstärke sowie seine mentalen Fähigkeiten optimal für die Mannschaft einsetzten. Die oben genannten Defizite scheinen ja auch für die Personalplanung ein Faktor zu sein. Das sieht man an der Verpflichtung von Odriozola und dem am Interesse an Dest. Beide sind wesentlich schneller und besser im offensiven 1 gg.1 . Und die defensivere Varante mit Pavard ist auch mehr als ok.

    3. Gute Recherche, beweist aber eben nur, dass es bei entsprechender Neigung des Spielers möglich ist. Lahm und auch Breitner waren auf anderen Positionen stärker.

      Einen Youngster umzuschulen, um mit Luca und Alaba zu spielen, macht uns genauso wenig stark, wie Werner zu kaufen und ihn dann als LAV zu bringen, weil er in Räume sprinten kann.

    4. Kimmich die Weltklasse Qualität auf 6 abzusprechen ist eher naiv

      Ich habe jetzt noch kein Spiel von Kimmich gesehen, in dem er auf der Sechs eine Leistung gezeigt hätte, die “Weltklasse” war. Als RAV schon eher. Insofern ist das also weniger Naivität als Skepsis, ob er ein Weltklassesechser WERDEN kann.

    5. Mit Prädikaten wie “Weltklasse” sollten wir etwas sparsamer umgehen. Es hat doch keinen Sinn, ständig mit Superlativen zu argumentieren, weil einem dann schnell die Möglichkeit für feiner Differenzierungen abhanden kommt.
      Bei Kimmich würde ich (im Moment) als RV von ‘gehobener nationaler’ Klasse sprechen, als 6er von ‘nationaler Klasse’. Wenn er wirklich mehrmals in der Champions League gegen starke Gegner souverän spielt, wird man ihm zweifellos ‘internationale Klasse’ attestieren können (den Nachweis hat er bisher nicht erbracht). Wenn er die nächsten Jahre auf gehobenem Niveau der Mannschaft und den Spielen seinen Stempel aufdrücken kann, dann kann man irgendwann von ‘Weltklasse’ sprechen.
      Ich weiß, das hört sich alles ziemlich oberlehrerhaft an – aber ständig in allem zu übertreiben macht eine ausgewogene Diskussion schwierig.
      Nix für ungut, ist nicht persönlich gemeint. Ich finde deine zahlreichen Beiträge oft sehr interessant.

      1. Mit Prädikaten wie “Weltklasse” sollten wir etwas sparsamer umgehen. Es hat doch keinen Sinn, ständig mit Superlativen zu argumentieren, weil einem dann schnell die Möglichkeit für feiner Differenzierungen abhanden kommt.
        Bei Kimmich würde ich (im Moment) als RV von ‘gehobener nationaler’ Klasse sprechen, als 6er von ‘nationaler Klasse’. (…)

        Im Fall Kimmich scheint die von Justin weiter oben angesprochene “schrotflintenartige Flankenschaufelei” ja auch ein Notbehelf dafür zu sein, seine Speed- und technische Limitiertheit im direkten 1-gegen-1 kaschieren zu wollen/müssen. Marcelo, Kostić oder Lahm als Außen haben/hatten da aufgrund ihrer Skills andere Optionen, als nur zu flanken (wobei der Sicherheitsfußballer Lahm m. E. eher zu wenig aus solchen Optionen machte).

      2. @T.W….“ ein Notbehelf dafür zu sein, seine Speed- und technische Limitiertheit im direkten 1-gegen-1 kaschieren zu wollen/müssen..“
        trotz aller seiner, ohne Zweifel vorhandenen Fähigkeiten, muss ich das auch so unterschreiben. In diesem Bereich ist er leider nur Durchschnitt. Gerade gegen Top Winger in der Defensive oder sehr schnelle Gegenspieler in der Offensive fehlt da was (deshalb die Flanken) Für das Zentrum reicht es vollkommen.(Alonso,Schweini (das gleiche Defizit über die Aussenpositionen und zentral dann Weltklasse)oder Martínez sind auch keine Sprinter gewesen.) Deshalb sehe ich in auch lieber auf der 6. Da kann er seine fussballierische Klasse und Zweikampfstärke sowie seine mentalen Fähigkeiten optimal für die Mannschaft einsetzten. Die oben genannten Defizite scheinen ja auch für die Personalplanung ein Faktor zu sein. Das sieht man an der Verpflichtung von Odriozola und dem am Interesse an Dest. Beide sind wesentlich schneller und besser im offensiven 1 gg.1 . Und die defensivere Varante mit Pavard ist auch mehr als ok. (Sorry für den Doppelpost)

      3. @T.W. : Das monierte “Flanken-Schaufeln” von Kimmich auf RAV ist womöglich auch dem taktischen Konzept des Vorgängers von Flick geschuldet, unter dem generell ein Verfall etablierter Spielstrukturen im Angriff zu konzedieren war. Ich denke, eine besonders lauf- und kombinationsstarke Paarung Kimmich-Gnabry auf dem rechten Flügel hätte durchaus Durchschlagskraft und die nötigen technischen Fähigkeiten, sich “flach” in den Strafraum zu kombinieren per einkontaktigem Kurz- und Doppelpass-Spiel, um Räume zu öffnen durch intelligente Laufwege und Stärken im Zweikampf, einfach ein intrikates und flinkes Pass-Spiel aufzuziehen, umso mehr, wenn man sich zum Beispiel auch noch Müller als Dritten dazudenkt. Da gäbe es sehr viel Spiel-Raum für kreative Lösungen – ich sehe das mehr als eine Frage des Ansatzes, den man favorisiert, denn als grundsätzliches Problem. So was lässt sich eintrainieren. Wichtig ist doch, das man möglichst viele offensive Optionen zur Verfügung hat .

      4. @mirko
        Für mich gehört Kimmich auf der 6 nach Kroos und Casemiro zu den Weltbesten Spielern.
        Nenne mir bessere.
        Ihn konstant auf diese Position zu stellen war eine brilliante Entscheidung von Flick-vor allem im Verbund mit Thiago.
        Kroos/Casemiro liegen zzt noch vorn aber wenn Kimmich/ Thiago erstmal konstant zusammenspielen wird es noch viel besser.
        Sehe keinen nennenswerten Unterschied auf RAV zwischen Pavard und Kimmich.

  9. Kimmich
    Bleibe dabei mMn gibt es kaum bessere
    Vor allem der so hochgejubelte deJong ist nicht besser

    Rodri ist nicht besser
    Fabinho ist nicht besser
    Verrati / Marquinhos sind nicht besser
    Busquets / deJong sind nicht besser
    Pjanic ist nicht besser
    Jorginho ist nicht besser
    Kroos / Casemiro sind besser

    Welchen 6er sollten wir denn kaufen der besser als Kimmich wäre?
    Vor allem wo die Prioritäten ganz offensichtlich auf Sane und Havertz liegen bzw. einem flexiblen RAV.

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      1. Richtig aber spielt auf der 8 momentan und deshalb zzt nicht vergleichbar

    1. Auf Dauer dürfte es wirklich schwer sein, einen besseren Spieler zu bekommen (falls es überhaupt welche gibt). Momentan sollte aber eine erfolgreiche Saison 2019/20 das Ziel sein und vor allem ein besseres Abschneiden in der CL als im Vorjahr. Zumindest das Los meint es dieses Mal etwas besser mit uns. Ein Selbstläufer ist Chelsea natürlich trotzdem nicht. Wir brauchen eine Mannschaft, die aus Spielern besteht, die auf Positionen, auf denen sie einigermaßen Erfahrung haben, in 2 Spielen Vollgas über 90 Minuten gehen können und einigermaßen in Form sind. Da wird es schon überschaubar. Im Hinblick auf nächste Woche würde ich sagen, dass diese Beschreibung auf folgende Feldspieler zutrifft: Pavard, Alaba, Davies, Kimmich, Thiago, Goretzka, Müller, Gnabry, Lewandowski und möglicherweise noch Coman und Hernandez, wobei ich es eher Hernandez zutraue, bis nächste Woche die nötige Wettkampfhärte zu haben. Macht also wohl nur 10 Feldspieler. Odriozola, Boateng, Martinez, Tolisso, Coutinho und Cuisance würde ich derzeit nicht unbedingt als Startelfkandidaten für ein CL-Achtelfinale sehen.
      Jetzt geht es darum, diese 10 Spieler sinnvoll anzuordnen. Experimente mit Spielern auf ungewohnten Positionen (Davies als RAV, Alaba oder Hernandez als RIV) sollte man hier nicht unbedingt wagen.
      Sollte Coman nicht topfit sein, würde ich folgende Elf wählen:
      Neuer
      Kimmich Pavard Hernandez Davies
      Goretzka Thiago Alaba
      Müller Lewandowski Gnabry
      bei einem fitten Coman sähe es so aus:
      Neuer
      Kimmich Pavard Alaba Davies (bzw. Hernandez für Alaba und Alaba für Davies)
      Müller Thiago Goretzka (möglicherweise Alaba statt Goretzka und Davies als LV)
      Gnabry Lewandowski Coman
      In beiden Fällen wäre Kimmich also kurzfristig wieder RV. Ab Sommer sieht es dann ja wieder anders aus. Wenn man Dest holt, hat man eine Alternative für diese Position und außerdem kommt Süle ja auch wieder zurück. Dann kann Kimmich von mir aus dauerhaft auf rechts spielen.
      Beim Blick auf die Aufstellung von heute, beschleicht mich aber langsam das Gefühl, dass Flick es Boateng zutraut, auch gegen Chelsea zu spielen. Sonst hätte man heute schon einmal irgendetwas ausprobieren müssen wie ich finde.

      1. Vorletzter Absatz: soll natürlich heißen Kimmich dauerhaft im Zentrum.

      2. @willy
        Kann man alles so nachvollziehen
        Montag spielt CFC gegen MUFC, nächste Woche gegen Spurs.Wir werden sehen wie sie diese beiden Must win games angehen.
        Pulisic ist wieder fit, denke er wird mit Willian beginnen. Im Zentrum Jorginho Kovacic und Kante, drei Spieler die extrem pressen und da kann ich mir nur schwer vorstellen das er Kimmich aus dem Zentrum nimmt.
        Dann wird er eher wie heute spielen mit dem Fragezeichen Boa.
        Abraham ist sehr kopfballstark!!!!!!!

  10. Dachte Lucas braucht Spielpraxis? Jetzt doch Boateng in der IV, der spätestens nach 60 Minuten runter muss. Hoffe das heißt nicht, dass wir Boa gegen Chelsea sehen werden. Die nominell stärkste Abwehr sollte sich doch einspielen? Heute sollten wir außerdem ein paar Tore schießen. Bei den knappen Ständen in der Tabelle könnte die Tordifferenz meisterschaftsentscheidend sein. Auf ein gutes Spiel und einen überzeugenden Sieg!

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Erstmal müssen wir gewinnen, vor einem Spiel in Köln über eine Verbesserung der Tordifferenz zu sprechen finde ich etwas …hmmmm fragwürdig.
      Die Nummer mit Boateng verstehe ich auch nicht.

      1. Weltmeister Buddies?

    2. Wie gewünscht was fürs Torverhältnis gemacht. Also alles richtig gemacht.

    3. Und wieso Boateng angefangen hat und nicht Hernandez wissen wir jetzt auch.
      Ein Trainer ist kein Idiot.

  11. Hui geht das einfach

  12. Müller auf der 10 ist um Längen besser als Coutinho. Müller macht das Spiel schnell. Coutinho trödelt dagegen rum. Was für ein Auftakt!

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gnabry bringt mich schon wieder um den Verstand.

      Manche Spieler sind in einem Spiel Weltklasse, im nächsten Kreisliga. Bei Gnabry passiert das alles von Minute zu Minute, von Aktion zu Aktion.

      Er nimmt den Ball herunter und bleibt am Fuß kleben, besser hätte es Roberto Baggio nicht geschafft und dann versaut er den Laufpass, denn ein F-Jugenspieler besser hinbekommt.

      Ich pack es nicht. Wir müssten 6:0 führen. Wenn die 2. HZ genauso aussieht bin ich zufrieden. Man muss aber befürchten, dass Köln etwas anpasst und dann bin ich gespannt, ob die wieder anfangen zu schwimmen.

      1. Sorry. Sollte keine Antwort werden. Stimme dir aber zu.

      2. Passt schon.

  13. @Roland Wohlfarth:
    “Heute sollten wir außerdem ein paar Tore schießen. Bei den knappen Ständen in der Tabelle könnte die Tordifferenz meisterschaftsentscheidend sein.”

    Hast du nen direkten Draht zu unserer Offensive??! :)

  14. Ob das mit Flick noch was wird? Es fehlen eindeutig die zweistelligen Ergebnisse…

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt. Und spielerisch ist auch nach wie vor Stillstand.

      1. Seit wann ist Köln ein Gradmesser?

      2. Gnabry, Thiago, Coman und Boateng allesamt mit besten Chancen, die sie versemmelt haben… am besten gleich verkaufen, die brotlosen Schönspieler…

  15. Gnabry bringt mich schon wieder um den Verstand.

    Manche Spieler sind in einem Spiel Weltklasse, im nächsten Kreisliga. Bei Gnabry passiert das alles von Minute zu Minute, von Aktion zu Aktion.

    Er nimmt den Ball herunter und bleibt am Fuß kleben, besser hätte es Roberto Baggio nicht geschafft und dann versaut er den Laufpass, denn ein F-Jugenspieler besser hinbekommt.

    Ich pack es nicht. Wir müssten 6:0 führen. Wenn die 2. HZ genauso aussieht bin ich zufrieden. Man muss aber befürchten, dass Köln etwas anpasst und dann bin ich gespannt, ob die wieder anfangen zu schwimmen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “””Manche Spieler sind in einem Spiel Weltklasse, im nächsten Kreisliga. Bei Gnabry passiert das alles von Minute zu Minute, von Aktion zu Aktion.

      Er nimmt den Ball herunter und bleibt am Fuß kleben, besser hätte es Roberto Baggio nicht geschafft und dann versaut er den Laufpass, denn ein F-Jugenspieler besser hinbekommt.”””

      Und eben bestätigt.

      1. Unglaublich…jetzt wieder Weltklasse…

      2. Der Junge hat echt nen Schalter “Turbo” im Kopf. Irgendwie müssen wir es schaffen, dass er das dauerhaft abrufen kann.

  16. Meckern auf hohem Niveau: Aber müsste eigentlich schon 0-6 oder 0-7 stehen

    Und Davies kann ohne Probleme auch mal den linken Winger spielen.
    Dass er nicht NUR schnell ist, sondern auch am Ball was kann, hat sein Dribbling gegen drei Kölner gezeigt!!

  17. Hmm. Und wie immer schau ich erst die zweite Hälfte, wenns zäh wird. Wir bauen den Gegner mal wieder nach allen Regeln der Kunst auf. Irgendwann wird es dann auch kein Abseits mehr sein.

    Hoffe er nimmt Gnabry bald runter. Der verbaselt gerade jeden potenziellen Konter. Da kann man auch Coutinho mal Selbstbewusstsein aufbauen lassen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Und kaum schreib ich’s zieht er halt dann doch wieder an. Verkaufen diesen nichtswissenden Kommentierer, sofort! ;-)

  18. Da isser wieder. Der 5-Sekunden-Messi.

    :D

  19. Also der 80 Mio. Spanier hat heute keinen guten Tag – oder seht ihr das anders?

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      1. Ich hab zusehendes dein Eindruck, dass von den Einwechselspielern keiner eine Bereicherung fürs Spiel zu sein scheint.
        Bei Tolisso hakt es generell etwas, aber den schreibe ich noch nicht ab, und Coutinho braucht wohl öfter seinen Hochzeitstag (zumindest bei dem, was er in den vergangenen Wochen gezeigt hat).
        Bisher hat einzig Zirkzee überzeugt, wenn er reingekommen ist.

        Bis auf die ersten 15 Minuten der 2. HZ übrigens ein tolles Spiel von Müller. Lewi zeigt wieder mal, dass er extrem vielseitig und komplett ist. Falsche Neun, Anspielstation und Überlaufen? Macht er abwechselnd im Sekundentakt und zwar genau so wie Gnabry zwischen Genie und F-Jungend im gleichen Zeitraum umschalten kann, um hier auf @Kurt und @Schwarzenbeck zu verweisen.

    1. Sehe ich genauso.
      Allerdings ist die gesamte Mannschaft in der zweiten Hälfte einfach nur schlecht.

    2. Vor allem Tolisso können wir ohne nochmal überlegen verkaufen! Keine Bereicherung. Hernandez sehe ich nicht so schlecht! Macht das oft clever.

  20. Ich kotze hier so ab. Wir brauchen einen Sammer! Was ist denn da los in der 2. HZ? Das darf einfach nicht wahr sein, dass hier solche Gurkentruppen wie Köln anfangen uns an die Wand zu spielen.

    Das ist doch peinlich ohne Ende. Micht fuckt es ja schon ab, wenn die Gegner pressen und Ballbesitz haben, aber diese Gegentore lassen mich ausrasten.

  21. Lucas ist ein unglaublicher Fremdkörper. Lauter Fehler im Stellungsspiel. Kein Passspiel bis jetzt. Was ist denn da los? Also sorry bei einen “Weltmeister” sollten auch ohne Spielpraxis solche dinger nicht passieren.
    Und man hat das Gefühl er hat sofort Angst sich wieder weh zu tun. Das halte ich für ganz übel als Innenverteidiger.

  22. Zweite Hz. (mal wieder) gruselig!!
    Gut daran war nur, dass Neuer sich mehrfach auszeichnen konnte!

  23. GestrandetinBerlin Seite 16.02.2020 - 17:22

    Die erste Halbzeit war ja sensationell aber es ist schon etwas frustrierend, wie schlecht man in allen der letzten Spielen in die zweite Halbzeit geht. Da sich die Gegner ja meist umstellen, scheint es gerade bei Trainer und Mannschaft ein großes Unvermögen zu geben, sich auf Änderungen einzustellen. Hoffentlich kriegt man das bis zur CL in den Griff.

  24. Also die zweite Halbzeit war nur noch erschreckend. Unsere Abwehr löchriger als ein Schweizer Käse. Parvard von der Rolle, Hernandez nicht im Spiel und auch Alaba mit Wacklern.

    Irgendwie bestätigt das Spiel die letzten Wochen: Sobald ein Gegner sich konsequent wehrt, bekommen wir Probleme.

  25. woran liegt der mittlerweile wirklich sich als Muster etablierte Abbau in der zweiten Halbzeit?
    A) Kondition
    B) mangelnder Konkurrenzkampf bzw schlechte Bank? Bei Guardiola hatte ich immer das Gefühl jeder Spieler muss bis zum Schluss Vollgas geben, damit er das nächste Spiel wieder spielt, aber wenn es sozusagen keinen Konkurrenzkampf gibt fällt das eben weg
    C) mangelnder Konkurrenzkampf nicht ausreichende Rotation
    D)
    Flick ist zu ruhig zu nett, lässt Leistung sowie in der zweiten Halbzeit durchgehen
    E)
    Anpassung des Gegners,

    E)halte ich eher für unwahrscheinlich,denn die anderen Trainer wissen doch wie Bayern mittlerweile spielt,dann könnten sie doch schon ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit so einstellen, ich glaube also nicht, dass der Gegner in Hälfte zwei besser wird, sondern wir werden definitiv in der zweiten Halbzeit schlechter

    ich glaube es ist eine Mischung aus Kondition, Flick ist zu nett und schlechter Bank,es ist eindeutig nachlassende Konzentration, es passieren in zweiten Advent auch echt krasse Fehler

  26. Man kann echt froh sein, dass es immer noch (oder mittlerweile wieder?) Gegner gibt, die am Anfang vor dem Namen FCB und dem Offensivpressing erstarren und nur Begleitschutz geben. Dann muss man hoffen, dass unsere Mannschaft diese Ehrfurcht so wie heute, gegen Hoffenheim oder in Mainz ausnutzt und klare Vorsprünge herausschießt. Gelingt das nicht, gehen Spiele wie in Gladbach in die Hose oder werden nur mit enorm viel Dusel wie in Freiburg noch gewonnen. Aber selbst wenn eine klare Führung gelingt, dann treten die gleichen Probleme auf, wie bei den angesprochenen Spielen in Gladbach oder Freiburg. Die Mannschaft schafft es nicht, ein Spiel sicher nach Hause zu spielen. Das liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass man sich weigert, sich etwas zurückfallen zu lassen. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Gegner, der zurückliegt (ob jetzt mit einem, 2, 3 oder 4 Toren Unterschied) nach Lust und Laune durch unsere Mitte kombinieren kann und es mehrfach zu Situationen kommt, in denen ein Spieler blank vor Neuer steht. Wenn das dann auch noch aus Situationen entsteht, in denen man in der Abwehr in Unterzahl ist oder allerhöchstens mit gleicher Anzahl an Spielern verteidigt und der Rest irgendwo rumsteht, dann ist das beunruhigend. Mein Rat wäre mal, dass man sich zurückfallen lässt und die Räume in und um den eigenen Strafraum eng macht. Man kann dafür ruhig einen Offensivspieler opfern. Konterstärke wäre dann immer noch genug auf dem Platz. Dann gibt es Chancen für den Gegner nur nach dem Zufallsprinzip, nämlich wenn eine hohe Flanke einen Abnehmer findet, oder ein Abpraller vor die Füße fällt, aber eben nicht mehr in dieser Häufigkeit und Leichtigkeit wie heute wieder zu sehen.
    Man kann sich doch auch mal darauf beschränken, die 30-40 Meter vor dem eigenen Tor aktiv zu verteidigen. Das ist für mich kein Zeichen von Schwäche oder etwas, was nicht zum Selbstverständnis des FCB passen würde. Ich mag mir jedenfalls nicht ausmalen, was heute in negativer Hinsicht alles noch drin gewesen wäre. Man kann davon ausgehen, dass die Kölner mit jedem weiteren Tor noch weiteren Auftrieb bekommen hätten und wir mit jedem weiteren Gegentor noch mehr ins Schwimmen geraten wären. Das Defensivverhalten unserer Mannschaft ist auf jeden Fall jetzt schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zumindest in der 2. Halbzeit beschämend gewesen. Und das liegt eindeutig an der Einstellung und dem fehlenden Willen, zu verteidigen. Zur Abwehr gehört eben mehr, als vorne draufzugehen. Wenn wir das nicht lernen, wird es nicht mehr lange gutgehen mit der derzeitigen Erfolgsserie.

  27. Die erste HZ war schon atemberaubend bis auf die Chancenverwertung.Da zeigen sie was sie wirklich können.
    Trotzdem sieht man wie schleichend die Konzentration und Spannung schwindet.
    Und die zweit HZ war dann so wie von Dir beschrieben beschämend insbesondere in der Abwehr.
    Alaba Davies katastrophal
    Lucas noch nicht matchfit
    Pavard noch der beste aber auch dann viele kleine Unkonzentriertheiten.

    Schade das Lucas nicht fit wird bis zum 25.2. fit wird denn dann müsste man mMn eindeutig Boa /Lucas in der IV spielen lassen

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