Bayerns zwei Gesichter schlagen Köln mit 4:1

Justin Trenner 16.02.2020

Was in der aktuellen Tabelle aussieht wie ein ziemlich klarer Fall, wurde insbesondere von den Bayern sehr ernst genommen: Köln verlor vor der Partie gegen die Münchner noch kein Heimspiel unter Trainer Markus Gisdol. Nimmt man nur die vergangenen sieben Spieltage zusammen, trafen sich sogar die beiden besten Teams der Liga. 

Falls Ihr es verpasst habt:

Dementsprechend seriös sah auch die Aufstellung des Rekordmeisters aus. Hansi Flick scheint bisher ohnehin kein großer Freund von extremer Rotation zu sein. Gerade im Defensivverbund nimmt der Interimscoach ungern Veränderungen vor. Im Vergleich zum 0:0 gegen Raba Leipzig wechselte er auch gegen Köln nur ein einziges Mal: Kingsley Coman ersetzte Leon Goretzka, wodurch Thomas Müller in die Zentrale rückte. Erstmals seit dem 4:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund und überhaupt erst zum zweiten Mal unter Hansi Flick standen somit Serge Gnabry und Coman zusammen in der Startelf.

Auch Gisdol überraschte nicht wirklich. In einem 4-2-3-1 starteten Mark Uth und Jhon Córdoba in den zentralen Offensivpositionen. Sie wurden vom in der Vorschau vorgestellten Ismail Jakobs und Dominick Drexler flankiert. Zu erwarten war in den Umschaltsituationen also ein Fokus auf die linke Spielfeldhälfte, wo auf bayerischer Seite Jérôme Boateng und Benjamin Pavard möglicherweise als Schwachstellen ausgemacht wurden.

Doch von Schwächen war in den ersten Minuten wenig zu sehen. Die Bayern übernahmen direkt die Kontrolle, Köln versuchte tief und kompakt zu verteidigen. In der 3. Minute gab es dann aber schon die erste Watschn für das Heimteam. Nach einer starken Überladung auf der linken Seite stand Thiago im Zwischenlinienraum frei. Der Spanier bediente Müller, der direkt auf Lewandowski durchsteckte: 1:0. 

Direkt mit dem nächsten Spielzug der Bayern setzte es die nächste Watschn. Diesmal überlud der Rekordmeister die rechte Seite und spielte über ein kurzes Coman-Dribbling Müller im Zentrum frei. Über Lewandowski und nochmals Müller war es schließlich wieder Coman, der den Ball einschob. Ein Traumstart der Münchner. 

Und auf Watschn Nummer eins und Watschn nummer zwei folgte gleich noch die dritte. Köln kam sichtlich geschockt überhaupt nicht in die Partie und Bayern wusste das zu nutzen. Nach einer Ecke kam Serge Gnabry an den Ball, umkurvte zwei Verteidiger und schloss zielsicher ins rechte untere Eck ab (12.). 

Vom Gefühl her war das Spiel an dieser Stelle schon gelaufen. Allein schon deshalb, weil der Effzeh nicht mal den kleinen Zeh, geschweige denn einen ganzen Fuß in die Tür bekam. Wie ein warmes Messer durch die Butter glitten auch die Bayern ein ums andere Mal durch die gesamte Defensive der Kölner. In der 20. Minute war es Thiago allein, der mit einem Dribbling über gut 20 Meter seinen eigenen Abschluss einleitete. Diesmal blieb Timo Horn allerdings verschont, dem Spanier rutschte der Ball etwas über den Schlappen. In der Folge schien sich die Partie einen Augenblick lang zu beruhigen. Die Bayern nahmen etwas Tempo raus und Köln bekam ein paar Spielanteile, ohne aber gefährlich zu werden.

Ein Tor lag erst wieder in der Luft, als die Bayern abermals über Müller einen schnellen Angriff initiierten. Gnabry scheiterte aber an der Latte (30.). Kimmich (37.) wie Müller (45.) wollte kein vierter Treffer mehr gelingen und so ging es mit einer mehr als verdienten 3:0-Führung in die Kabine.

Die große Frage, die sich in der Pause stellte, war natürlich, ob die Bayern das Ergebnis diesmal auch in der zweiten Halbzeit souverän nach Hause bringen würden. Und es war nicht mal eine Minute im neuen Durchgang vorbei, da lag der Ball schon im Tor von Manuel Neuer. Über die rechte Abwehrseite der Bayern kamen die Kölner nach einer Flanke zu einer Vier-gegen-zwei-Überzahlsituation. Ein verunglückter Abschluss landete plötzlich bei Skhiri, der auf Córdoba quer legte. Doch lange stand es nicht 1:3, weil der Treffer der Prüfung durch den VAR nicht standhalten konnte: Skhiri stand knapp im Abseits.

Trotzdem war das Spiel nun ein anderes. Köln kam gerade über Flanken immer wieder gefährlich in den Strafraum der Gäste. So auch in der 55. Minute, als der Ball erneut im Tor der Bayern lag. Wieder war es Córdoba, wieder aber eine Abseitsposition, die diesmal direkt erkannt wurde.

Vor allem aber war es wieder eine bayerische Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit den Verwaltungsmodus nicht zu finden schien. Ein Kölner Tor wäre nach gut einer Stunde längst verdient gewesen. Nur knappe Abseitssituationen und eine Neuer-Rettung in letzter Sekunde (62.) verhinderten dieses Szenario.

Erst eine Einzelaktion von Serge Gnabry sollte die Situation vorübergehend entspannen. Der Nationalspieler zog von links nach innen und erzielte die 4:0-Führung mit einem schönen Abschluss ins lange Eck (66.). Doch lange hielt dieser Zustand nicht an. Köln kam durch Uth in der 70. Minute nochmal zurück, in der Folge aber nicht weiter heran. Dabei hatten sie durch Córdoba (78.) und Modeste (89.) beste Chancen. Einzig und allein an Neuer lag es, dass es im zweiten Durchgang nicht nochmal spannender wurde. 

Wieder bleiben also zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Über einen ähnlichen Verlauf wie gegen Hoffenheim hätten sich die Bayern nicht beschweren können. Und so bleibt trotz eines deutlichen 4:1-Erfolgs die Frage nach dem “Warum” unbeantwortet im Raum stehen.

Dinge, die auffielen:

1. Müller ist der Gamechanger

Vielleicht lag es ja daran, dass das Ding nach fünf Minuten im Prinzip schon durch war. Erst Lewandowski, dann Coman – früh stand es 2:0 für die Bayern und Köln wusste nicht mehr, wo hinten und wo vorne ist. Einen großen Anteil an der furiosen Anfangsphase hatte Thomas Müller. Bei beiden Treffern stand er jeweils goldrichtig als verbindendes Glied zwischen Mittelfeld und Angriff. Wie zu seinen besten Zeit lief Müller in einer Freirolle über den gesamten Platz. Er half bei Überladungen, bildete die Zwischenstation für Kombinationen und machte einen Lauf nach dem anderen, um seinen Mitspielern die Räume zu öffnen. Vor allem aber glänzte er in einer Spielmacherrolle, die man so im Saisonverlauf eigentlich von Philippe Coutinho erwartet hätte. Sechs Torschussvorlagen, zwei Torvorlagen und unzählige Angriffe, die durch ihn eingeleitet wurden – Müller blüht unter Flick weiter auf.

Aber auch gegen den Ball blieb Müller der Strukturgeber der bayerischen Offensive. Der 30-Jährige organisierte die Positionierung seiner Mitspieler und lief selbst unermüdlich an. Gerade für Lewandowski war Müller ein wichtiger Zuarbeiter: Während der Raumdeuter viel unterwegs war, konnte der Pole sich auf die Absicherung des Zehnerraums konzentrieren. Müller war Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft in fast allen Phasen und zeigte auf beeindruckende Art und Weise, dass er ein Gamechanger sein kann, durch den auch die anderen Offensivspieler nochmal stärker wirken.

2. Positionswechsel und Überladungen

Müller war überall und so überrascht es nicht, dass ein Name bei der zweiten Auffälligkeit beim Gastauftritt in Köln erneut eine zentrale Rolle spielt. Mit Gnabry und Coman hatten die Bayern sofort eine ganz andere Geschwindigkeit und Dynamik im Spiel, weil Köln sich nicht auf einen Flügelspieler allein, sondern auf zwei und dann auch noch auf das Duo Müller/Lewandowski im Zentrum konzentrieren musste. Von Beginn an war ihnen die Überforderung ins Gesicht geschrieben, zumal die Bayern auch nicht statisch agierten.

Ständig wechselten die vier Offensivspieler ihre Positionen, ständig tauchten sie in den Zwischenräumen auf und zogen so die Viererketten des Effzeh auseinander. Man könnte es glatt als geordnetes Chaos bezeichnen, das vor allem Müller auf dem Platz organisierte.

Im Spiel nach vorne waren es häufig Überladungen, die zu guten Abschlusssituationen führten. Als Blaupause lassen sich die beiden ersten Treffer anführen. Die drei zentralen Mittelfeldspieler Thiago, Kimmich oder Müller bildeten auf den Außenbahnen enge Dreiecke mit Coman, Gnabry und den jeweiligen Außenverteidigern. Kölns Pressing griff dadurch ins Leere und die Münchner befreiten sich durch einen Spieler im Zentrum. Anschließend hatte man genügend Raum, um den Angriff vernünftig auszuspielen.

3. Köln kommt an seine Grenzen, Bayern erlebt ein Déjà-vu

Die Kölner nahmen sich viel vor, versuchten in die Zweikämpfe zu kommen, scheiterten aber meistens kläglich daran. Mit den vielen Läufen der gegnerischen Offensivspieler waren sie schlicht überfordert. Hier klaffte abermals eine riesige Qualitätslücke zur Spitze der Liga auf. Das ist viel mehr eine Feststellung als ein Vorwurf, ordnet die Leistung der Bayern dementsprechend aber auch nochmal ein. Gerade die Konterabsicherung des Rekordmeisters wurde von den Kölnern nur selten auf die Probe gestellt. Und wenn, dann deutete sich auch hier wieder das eine oder andere Problem an.

In der zweiten Halbzeit schien sich das Bild nochmal zu verändern. Köln kam dann mehrfach gefährlich vors Tor von Manuel Neuer. Abermals schafften es die Münchner nicht, ihre souveräne Leistung aus der ersten Halbzeit auf den zweiten Durchgang zu übertragen. An den Einwechslungen von Corentin Tolisso und Lucas Hernández kann es jedenfalls nicht allein gelegen haben. Und so wird den Rekordmeister auch in den nächsten Wochen die Frage verfolgen, warum sie in der zweiten Halbzeit regelmäßig ins Schwimmen kommen. 

4. War das die Champions-League-Elf?

Trotzdem: Die schnellste 3:0-Auswärtsführung der eigenen Bundesliga-Geschichte, ein furioser Müller in geliebter Freirolle, zwei Außenspieler, die Tempo ins Spiel bringen und ein perfekt eingebundener Weltklasse-Lewandowski im Zentrum. Die erste Halbzeit setzte abermals Maßstäbe. Es scheint beinahe so, als hätte Flick seine Champions-League-Elf für die Duelle mit Chelsea gefunden. Das ist insbesondere für Leon Goretzka bitter, der in den letzten Wochen durchaus überzeugte, sich aber heute ansehen musste, wie Müller in allen Belangen nochmal eine Schippe mehr drauf legte. Doch solche Alternativen auf der Bank zu haben, ist ein Luxus, den Flick für seine Saisonziele zwingend braucht.

Weiter hinten wird Lucas Hernández sehr wahrscheinlich am kommenden Wochenende gegen Paderborn die Möglichkeit erhalten, Flick nochmal umzustimmen. Boateng hatte seine fünfte gelbe Karte erhalten und wird nicht spielen. Selbiges trifft auf Benjamin Pavard zu, weshalb entweder Álvaro Odriozola seine Chance bekommen oder Kimmich in seine alte Rolle zurückkehren wird. Mit Blick auf Chelsea dürfte es aber bei Pavard als Rechtsverteidiger bleiben. Alle anderen Spieler scheinen sich hingegen rechtzeitig vor dem Achtelfinale gegen Chelsea in Form gebracht zu haben. Die Ausgangslage ist – Stand jetzt – jedenfalls gut. Zumindest für die ersten 45 Minuten.

5. Manuel Neuer

Neuer hielt die deutliche Führung der Bayern fest. Ohne seine abermals großartige Leistung hätte es am Ende wohl anders ausgesehen. Von den Diskussionen um seine sportliche Leistungsfähigkeit ist mittlerweile jedenfalls nicht mehr viel übrig.


♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
King Coman Hands of God
  1. Diese Probleme in der 2. HZ müssen addressiert werden. Das scheint ja eher ein Problem der Psyche zu sein, denn ein Spiel kontrollieren, pressen, hinten gut stehen kann man ja offensichtlich.

    Kann mir auch nicht vorstellen, dass Gisdol da in der Halbzeitpause mit dem Masterplan um die Ecke gekommen ist. Dann hätte der den ja gleich anwenden können und nicht erst 3 Tore erlauben.

    Ne, sobald der Gegner Herz zeigt, fangen unsere Spieler an zu rumzueiern. Das muss man einfach mal ansprechen und dann abstellen. Es gibt absolut keinen Grund, dass Köln uns an die Wand spielt, aber so sah es phasenweise aus.

    Bin mal gespannt, ob Flick Odriozola gegen Paderborn den ersten Startelfeinsatz spendiert, oder ob er Kimmich nach hinten zieht.

    Thomas Müller Fußballgott.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 16.02.2020 - 18:20

      “Vielleicht lag es ja daran, dass das Ding nach fünf Minuten im Prinzip schon durch war. Erst Lewandowski, dann Coman – früh stand es 2:0 für die Bayern und Köln wusste nicht mehr, wo hinten und wo vorne ist.” Genau daran lag es. Kopfsache.

      1. Nein. Das reicht mir als Erlärung nicht und ist mir inzwischen zu billig, weil es mittlerweile zu oft passiert.

      2. Denke auch das es daran lag. Wenn man nach so kurzer Zeit so hoch führt, schaltet man automatisch zurück. Klar sah die zweite Halbzeit nicht schön aus, ist mir aber lieber so, als wie zu Pep Zeiten weiter Kraft verballern und dann, wenn es darauf ankommt, keine Körner mehr zu haben.

      3. Dass es Kopfsache ist, glaube ich nur zum Teil. Wir können ja verteidigen, aber eben nicht, wenn wir deutlich in Führung liegen. Dann lässt jeder anscheinend schon ein wenig nach. Aber wir haben m.E. in einigen Phasen keine klare Defensivstruktur. Die Probleme sind ja nicht neu, sondern verfolgen uns ja seit nunmehr fast 2 Jahren. Es geht oftmals sehr leicht, unser Mittelfeld (wahlweise mit einem langen Ball oder einer kurzen Doppelpassfolge) zu überbrücken. Da fehlen mir dann sowohl die Winger als auch die zentralen MF-Spieler, die mit zurück arbeiten. Das scheint mir zum Teil Kopfsache zu sein, zum Teil aber auch Ausrichtung durch den Trainer.

      4. @Herrispezial

        (…) in einigen Phasen keine klare Defensivstruktur. Die Probleme sind ja nicht neu, sondern verfolgen uns ja seit nunmehr fast 2 Jahren. Es geht oftmals sehr leicht, unser Mittelfeld (wahlweise mit einem langen Ball oder einer kurzen Doppelpassfolge) zu überbrücken. (…)

        Beispielhaft bereits nach 10 Minuten: Hector spaziert bei Kölner Gegenstoß mutterseelenallein durch das FCB-verwaiste Mittelfeld, legt nach rechts auf Córdoba ab, der im 16er nur durch eine knifflige, ungeahndete Kimmich-Aktion gestoppt wurde.

      5. Yep. Das war in meinen Augen ein Elfer. Cordoba stellt sich da nur ungeschickt an, weil er erst noch ein zwei Schritte macht bevor er sich – theatralisch – fallen lässt. Gibt der Schiri keinen Elfer, müsste er dafür konsequenterweise Cordoba die gelbe Karte wegen Schwalbe zeigen.

  2. Brilliante 1.HZ mit einem Weltklasse Duo Kimmich/ Thiago und vier offensiven Spielern die ständig rochiert sind.
    Müller selbstlos überragend da muss sich Gnabry eine Scheibe abschneiden. Heute hätte man Lewa 4-5 auflegen können.
    Unbegreiflich das wir so dermaßen in der Konzentration für den letzten Pass nachgelassen haben.
    Diese Unkonzentriertheiten und Nachlässigkeiten haben sich dann fast schon traditionell in der zweiten HZ auf die gesamt Mannschaft übertragen. Insbesondere die Abwehr war ein Trauerspiel.
    Boa unnötige gelbe Karte
    Alaba Abwehrchef?mit diesem Zweikampfverhalten und Stellungsfehlern?
    Davies? Hat anscheinend die Lust auf abwehren verloren? 1 Flanke in der 84. Minute.
    Pavard dann auch mit unerklärlichen Aktionen.
    Lucas braucht offensichtlich Zeit.
    Tolisso ist ein Totalausfall schon von der Körpersprache her. Goretzka hat gleich in 5 Minuten mehr gemacht.
    Wenn das Team gegen Chelsea so auftritt und meint körperlos Zweikämpfe bestreiten zu können wird es sehr sehr schwer. Wozu Chelsea in der Lage sind haben sie gegen Ajax gezeigt- da können dann mal schnell 3-4 Dinger machen.
    Kopfsache.
    Denke die Startelf ist die CL AF Startelf.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Weltklasse in einem Spiel gegen Köln? Ich finde da sollte man andere Maßstäbe anlegen.

    2. Ein Weltklasse-Duo würde aber so eine zweite Halbzeit nicht zulassen, sondern nach spätestens fünf Minuten gegensteuern.
      Wenn’s läuft, dann läufts. Wenn es aber nicht läuft sind sie aber nicht der Anker, der sie sein sollten, sondern bringen das Schiff nur noch besser ins Schlingern.
      Wieso wurde der Weltklasse-6er Kimmich in dieser Spielphase eigentlich ausgewechselt?

      1. “Wieso wurde der Weltklasse-6er Kimmich in dieser Spielphase eigentlich ausgewechselt?”

        Weil Kimmich die Woche erkältet war und das Spiel entschieden war womöglich ?
        Manchmal sind Sachen ganz einfach und sogar logisch …

      2. Weder bei sky noch beim Kicker gab es eine Erklärung für die Auswechslung, nirgends war von einer Erkältung die Rede. Und in dieser Phase lag das Tor für Köln in der Luft.
        Da darf man ja wohl mal fragen, oder?

  3. Hernandez als RIV? Nein, danke!
    Wirkte da ziemlich überfordert, gerade bei seiner eigentlichen Stärke (dem nach vorne verteidigen). Dann lieber Boateng oder Alaba auf RIV, wobei ich Alaba – als LIV – für zu wichtig im Aufbauspiel halte.

    Zu Punkt 5: Neuer mit tollen Paraden, aber, dass er immer noch nicht weiß, wann er das Spiel beruhigen muss, bringt mich manchmal echt zum verzweifeln. Gehört für mich eigentlich auch zu seinen Aufgaben (gerade als Kapitän). Wäre in der momentanen Phase unglaublich wichtig, wenn schon kein Feldspieler imstande ist, das (konstant) zu leisten.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Gefühl hatte ich auch dass das mit Ihm als RIV nicht wirklich funktioniert. Gegen Leipzig war Alaba RIV und Hernandez LIV wenn ich mich recht erinnere. Das hatte deutlich besser funktioniert.

      1. Nach 2 spielen und einjähriger Verletzung kann man gar nicht die Leistung eines Spielers ernsthaft! kritisieren.
        Jeder der mal hoch gespielt hat weiss,das man 5-8 Spiele braucht,um wieder zur alten Form zu kommen.

      2. Das war auch nicht meine Absicht seine Leistung zu kritisieren. Der gesamte Abwehrverbund hat nach dem Boateng/Hernandez Wechsel nicht mehr funktioniert. (Alaba hatte auch ein paar Wackler drin). Dass eine Hernandez/Alaba Innenverteidigung kaum eingespielt sein kann ist natürlich auch klar.

        Mir gings eher um die Struktur, da es mit Alaba als RIV und Hernandez als LIV s ja 1 Woche zuvor deutlich besser funktioniert hat.

  4. Müller = Bester Mann aufm Platz !
    :)
    Tolisso : Völlig verunsichert.Aber der Junge braucht auch ein paar Spiele um wieder reinzukommen.
    Allerdings ab der 73.Minute versucht er Alaba zu deligieren.
    Corentin ist gar nicht in der Situation,irgendwelchen Spielern per Gestik irgendwas anzusagen,ausser etwas Positives mitzuteilen !
    In der 84.Minute läuft er auf seinen Gegenspieler zu wie in der C-Jugend.
    Oh weh.oh weh….
    Aber verständlich,da Er lange verletzt war.
    Ob das noch was wird….?!
    Hoffe ich für Ihn und dem Team !
    Kimmich : Gute solide Leistung :)
    Aber bei diesem Gegner nicht so schwer.
    Im Grossen und Ganzen auch Pavard heute überraschend stark für mich.
    Coman und Davies fielen heute etwas ab.
    Gnabry im Aufwind :)

    Aber : Köln ist sicherlich kein Gegner der Einen wirklich fordert.
    Das man ständig mit hohem Tempo umgeschaltet hat,und auch früh angelaufen ist,waren Chancen für Köln zu erwarten.
    Fazit : Gute solide Leistung
    Macht Spass auf mehr.
    Allerdings wird Chelsea eine andere Hausnummer,als eine aus Frust kämpferisch starke Mannschaft,wie Köln.

  5. Da gewinnen wir 4:1 auswärts bei den zuletzt starken Kölnern, verteidigen die Tabellenführung souverän, aber wenn ich die Reaktionen der Fans sehe, registriere ich weithin eher Unzufriedenheit.
    Und das Dumme: Leider geht es mir genauso. Da kann ich mir rational noch so viel einreden, emotional hinterlässt so ein Spiel ein eher schales Gefühl. Vielleicht vor allem deshalb, weil es sich mittlerweile sich einem (leider) etablierten Muster einfügt, an das man sich nur ungern gewöhnen möchte. Also dieses Muster, dass wir maximal irgendetwas zwischen 25-45 Minuten guter Leistung im Angebot haben. Was danach kommt ist maximal mittelmäßig, teilweise einfach nur schlecht, zumindest für unsere Verhältnisse.

    Heute natürlich wieder mal ein Beginn wie gemalt. Druckvoll, aggressiv, schnell, hoch pressend und vor allem mit einer überragenden Raumaufteilung und Positionsspiel. Unerklärlich wie man danach nur mit einem 0:3 in die Pause gehen konnte. Das hatte zeitweise was von den früheren HSV-Festspielen, mit bekanntem Ausgang.

    Was dann nach der Halbzeit passiert ist? Begreife ich im Grunde nicht wirklich, was dann passiert. Wie man sich von den bis dahin maximal zweitklassigen Kölnern teilweise fast herspielen ließ? Nicht nachvollziehbar. Ich möchte gar nicht daran denken, wenn die nach einer Stunde oder so, das Tor geschossen hätten. Das wären noch haarige Minuten geworden. Ehrlich gesagt hat mich das stellenweise an unsere Demontage in Frankfurt erinnert, nur waren wir dort mit einem Mann in Unterzahl und die Frankfurter haben eiskalt getroffen.

    Bedanken, dass es bei einem letztendlich klaren Sieg blieb, können wir uns bei Neuer. Als mitspielender Torwart, als Ausputzer, als Mann im 1 gegen 1, wirklich klasse.
    Als zweitem muss man auch Müller erwähnen. Ich möchte mich da einfach an Justins Eloge anschließen. Im Grunde der einzige Feldspieler mit zwei guten Halbzeiten.

    Sehr erfreulich natürlich das Coman-Comeback, auch gleich mit einem Tor gekrönt. Und auch Gnabry wirkte zu ersten Mal in der Rückserie richtig fit. Wir werden beide dringend brauchen.

    Die eingewechselten Spieler zu beurteilen ist nach dem Spielverlauf natürlich schwierig.
    Aber zumindest kann man mal festhalten, dass sie nicht gerade sehr positiv zum Spielverlauf beigetragen haben.
    Bei Hernandez auch nicht verwunderlich, nach fast einem Jahr ohne wesentliche Spielpraxis. Allerdings wird man das bei der Spielerauswahl für die kommenden Aufgaben berücksichtigen müssen.
    Tolisso, muss ich leider sagen, wirkte auch mich phasenweise so, als ob er mit dem ganzen Thema FCB schon abgeschlossen hätte.

    Und am Schluss bleibt die eine Frage: Warum?
    Warum unterliegen wir nun schon seit Monaten, mit wenigen Ausnahmen, diesem Muster?
    Eine einfache, alles erklärende Antwort gibt es wohl kaum. Also?

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Tja,also…….
      können wir wohlnur hoffen,das es,und das sehe ich so,ein Spiel zum eintrainieren gewisser Spielabläufe ist.
      Man sieht das in vielen Situationen,wo die Mannschaft ganz gezielt diese Risiken eingeht.

      Eigentlich für die Zuschauer ne super Sache :)
      Ich denke,das ist so gewollt.
      Und zwar das Tempo so hoch zu halten um den Gegner ganz bewusst müde laufen zu lassen.
      Löw hat das auch in vielen Spielen ganz bewusst so gehändelt.
      Aber mit Hummels und Boa in Weltklasse Form war da eben kein Durchkommen !
      Das Muster ist,das Spiel ständig zu verlagern,was auch Sinn macht.
      Ich denke,das Flick noch abwartet um dann seine Grundformation spielen zu lassen.
      Es ist ein Plan zu erkennen.Das Defensivverhalten wird besser,wenn die Verletzen wieder richtig fit sind
      :)

  6. Rookie Seite 16.02.2020 – 17:37
    Melden Beginn der Kommentare
    woran liegt der mittlerweile wirklich sich als Muster etablierte Abbau in der zweiten Halbzeit?
    A) Kondition
    B) mangelnder Konkurrenzkampf wegen schlechter Bank?Wegen mangelnder Rotation?Bei Guardiola hatte ich immer das Gefühl jeder Spieler muss bis zum Schluss Vollgas geben, damit er das nächste Spiel wieder spielt, aber wenn es sozusagen keinen Konkurrenzkampf gibt fällt das eben weg

    C)
    Flick ist zu ruhig zu nett, lässt Leistung sowie in der zweiten Halbzeit durchgehen
    D)
    Anpassung des Gegners,

    D)halte ich eher für unwahrscheinlich,denn die anderen Trainer wissen doch wie Bayern mittlerweile spielt,dann könnten sie doch schon ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit so einstellen, ich glaube also nicht, dass der Gegner in Hälfte zwei besser wird, sondern wir werden definitiv in der zweiten Halbzeit schlechter.Ich tendiere zu B&C wobei Flick glaube ich auch wenig,rotiert da erdie Mannschaft, verständlicherweise, erst einspielen will bzw. aufbauen will. Es liegt auf jeden Fall an der nachlassenden Konzentration.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich denke am ehesten B, mangelnde Rotation. Die Spieler auf der Bank sind nicht schlecht, es ist bloß keine große Auswahl. Da sollte die Rotation dann aber auch noch problemlos möglich sein.

      Ich habe das Gefühl Flick hat seine erste Elf im Kopf, und der Rest kommt bloß rein, wenn von denen einer verletzt ausfällt. Sonst hätten Gnabry und Coman eigentlich auch (noch) nicht starten dürfen, die haben seit ihren Verletzungen nicht wirklich überzeugt, Flick sieht sie aber anscheinend als Nr. 1 auf ihren Positionen (sind sie natürlich auch, aber nur wenn in Form), daher spielen sie.
      Bei Tolisso sieht man schon, dass der Druck enorm ist, er weiß, er müsste jetzt eine Gala-Vorstellung liefern, um eine Chance auf einen Startelfeinsatz zu bekommen. Da klappt dann nicht mehr viel. Und wenn man dann auch immer nur ins Spiel kommt, wenn die Mannschaft grad eh schon schwimmt und das Spiel nicht mehr im Griff hat, wird es nochmal schwieriger selbst gut auszusehen und sich zu empfehlen. Undankbare Aufgabe.
      Die jetzigen Starter dürfen aber ein ums andere Mal komplette Halbzeiten in den Sand setzen, ohne dass es eine Konsequenz hat.
      Ich kann dieses Argument der Eingespieltheit verstehen, aber im Idealfall sollte doch der gesamte Kader (vielleicht minus Jugendspieler) eingespielt sein, und nicht nur die erste Elf. Es bringt doch nichts, wenn dann jemand ausfällt und einer nachrückt, der gar nicht mit der restlichen Mannschaft harmoniert. So vergrößert sich der Abstand zwischen Startelf und Bank ja nur.

  7. Hatte das Vergnügen das Spiel im Stadion in der Kölner Südkurve zu sehen. Erste Halbzeit ganz stark, aber sehrfahrlässig mit der Chancenausbeute umgegangen. Die zweite Halbzeit war erschreckend. Stellungsfehler ohne Ende, fragwürdige Zweikampfführung von Alaba und vor allem Hernandez. Jeder Konter war gefährlich, kein Zugriff im Mittelfeld durch unseren grandiosen französischen Weltmeister…
    Sollten wir einen völlig verblendeten Verein finden, der uns Tolisso, auch ohne Ablöse, abnimmt, sollten wir sofort zuschlagen.

  8. Strong disagree bzgl. Müller! Der konnte in den ersten 15 Minuten “glänzen”, aber ganz im Ernst, das lag doch nicht an ihm, sondern an der Mannschaftsleistung und an der Kölner Defensive. Das hätten Goretzka oder Coutinho auch nicht schlechter gemacht.
    In der zweiten Halbzeit war er dann aber doch quasi nicht mehr existent und hat rein gar nichts für das Spiel gebracht. Hätte man auch zu zehnt weiterspielen können, es hätte keinen Unterschied gemacht.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Alexamdra
      Ich glaube mit der Meinung stehst du relativ exklusiv dar. Müller war im Prinzip über das ganze Spiel (vor allem in der ersten Halbzeit) der Unruheherd vor dem Kölner 16er. Neben seinen 2 assists, unermüdlich Räume für die anderen geschaffen, selber Wege gegangen, Abwehrspieler unter Druck gesetzt etc. Und das hat ein Coutinho in der Form leider so noch nicht gezeigt auf gleicher Position (mal von dem 6:1 ggn Bremen abgesehen)

      LG Max

      1. Ich brauch auch keine Mehrheit um Recht zu haben ;-)

        Wie gesagt, zweite Halbzeit war richtig schlecht, besonders von ihm kam quasi gar nix, auch wenn natürlich viele zu wenig gemacht haben.
        Das muss definitiv in die Beurteilung mit einfließen, insbesondere, wenn anderen Spielern (Tolisso, Coutinho) jeder einzelne Fehlpass angekreidet wird. Da kann man eine komplette Halbzeit nicht einfach ignorieren.

        Und ich habe ja auch nicht gesagt, dass er insgesamt ein schlechtes Spiel gemacht hätte, die erste Halbzeit war schon sehr gut. Aber halt nicht so außergewöhnlich, wie es dargestellt wird von Justin und auch in einigen Kommentaren (“Gamechanger”, “Fußballgott”, “bester Mann” etc.).
        Zum einen wurde ja schon erwähnt, dass es heute richtig gute Spielzüge gab -> das ist einstudiert und hat jetzt nichts mit individueller Klasse zu tun. Dementsprechend bin ich eben der Meinung, dass die Spieler da austauschbar gewesen wären -> das war mein Punkt.
        Thomas sagt dazu ja selbst: “Wir haben in der ersten Halbzeit super Fußball gespielt. Selten, dass ich uns so spielfreudig und wirklich … ja, wie soll ich sagen, wir hatten Kombinationen, es waren alle Spieler beteiligt, wir hatten gute Laufwege, wir waren technisch sauber.”
        Daher finde ich, es ist falsch Müller da so extrem hervorzuheben, er hat im Kollektiv funktioniert, wie die anderen ebenfalls, aber alles andere ist einfach zu viel. Heute hat halt gerade in den ersten 15 Minuten alles funktioniert, danach hat man aber auch schon wieder gesehen, wie es normalerweise läuft -> Chancen werden liegen gelassen, weil die Präzision nicht da ist.
        Köln hat auch sehr geholfen, ich würde mal behaupten der Pass von Müller auf Davies vor dem 2:0 kommt auch nicht immer an, ein anderer Gegner schafft es da schon dazwischen zu gehen, vom Gemenge im 16er danach mal ganz zu Schweigen. Den Pass auf Lewy vor dem 1:0 macht dir ein Coutinho auch im Schlaf (oft genug gesehen, auch wenn meist nix bei rum kam aufgrund der Folgeaktionen). Bemerkenswerter finde ich, dass Lewy den dann auch macht, das wäre jetzt wieder so eine typische Szene gewesen, wo er den Ball auch knapp vorbei setzen kann oder doch noch ein gegnerischer Fuß dazwischen ist.

        Im übrigen hat Coutinho das sehr wohl schon mehrfach gezeigt, zum Beispiel ebenfalls gegen Köln, in der Hinrunde (hingegen hat Müller die ganze Saison noch keine Leistung wie Coutinho gegen Bremen abgeliefert). Gut, ich würde mir da jetzt auch mehr Konstanz wünschen, aber Coutinho bekommt ja auch keine Chance unter Flick, wie soll er da konstant sein?
        Goretzka ebenso, der war natürlich lange verletzt, aber diese und auch letzte Saison hat er ja gezeigt, dass er ebenfalls ein Unruheherd sein kann, im gegnerischen 16er gefährlich ist, und auch gute Vorlagen liefern kann. Er hätte die Müller-Rolle heute genauso einnehmen können und das Spiel wäre sicher nicht schlechter gelaufen. Auch bei ihm mangelt es nicht an der Qualität, nur an der Konstanz, aufgrund der häufigen Ausfälle.

  9. Ein sehr gemäßigte Analyse, die wohl schon zur Halbzeit geschrieben war und aufgrund der zweiten Halbzeit nur ein wenig abgemildert wurde.
    Im Grunde haben wir zwei Spiele gesehen. Eins, in dem wir Köln eiskalt erwischt haben und dann auseinander genommen haben. Und eins, in dem uns ein Abstiegskandidat hergespielt hat und wir nur aufgrund eines überragenden Neuer (oder erbärmlicher Chancenverwertung der Kölner Stürmer) ein Unentschieden erzitterten.
    Lustigerweise wird die Rolle des Trainers in dem Trauerspiel der zweiten Halbzeit hier überhaupt nicht hinterfragt. Was erzählt er in der Pause? Warum schafft er es nicht endlich eine solche zweite Halbzeit zu verhindern? Warum stehen wir trotz Führung so hoch und lassen uns auskontern?
    Ob wir Chelsea so billig überrumpeln können wage ich zu bezweifeln und sobald unser alles-oder-nichts-Pressing beginnt ins Leere zu laufen schießen die uns aus dem Stadion.

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Im Kontext der vergangen Wochen ist es durchaus berechtigt, die Funktion und Rolle des Trainers in Bezug auf die 2. Hälfte zu hinterfragen. Da er laut Kicker heute ein Interview krankheitsbedingt abgebrochen hat und auch nicht zur Pressekonferenz kam, wäre das dann wohl die Aufgabe der Co-Trainer am heutigen Tag gewesen.

    2. Ich kann verstehen, dass dir die Bewertung der zweiten Halbzeit zu kurz kommt, möchte dir aber kurz darlegen, warum das so ist.
      Zunächst aber zu deinen Bedenken: Ich war zur Halbzeit nicht fertig. Lange nicht.

      1. Ich empfinde die erste Halbzeit als eine Art Maßsstabsetzung, weil dort Abläufe zu sehen waren, die so seit vielen Monaten nicht mehr da waren. Die beschreibe ich in den Punkten 1 und 2.

      2. Warum kritisiere ich den Trainer nicht explizit für seine Halbzeitansprache? Weil ich nicht dabei bin. Ich kann hier nur benennen, dass es abermals einen Leistungsabfall nach der Pause kam. Dafür ist Flick genauso zu kritisieren wie die gesamte Mannschaft. Nachdem man aber eine Halbzeit lang den Gegner herspielt, der keinesfalls so ein typischer Abstiegskandidat ist (siehe auch Vorschau), fällt es mir schwer, daraus gleich den Strick zu drehen.

      3. Das, was in Halbzeit 2 regelmäßig läuft, ist auffällig, aber eben kaum zu erklären. Dem Thema kann man sich direkt nach dem Spiel kaum auseinandersetzen. Das muss auch bei mir erstmal sacken.

      Fazit: Es gab mal wieder zwei Gesichter, die ich auch benannt habe. Was ich selbst gern noch zusätzlich analysiert hätte: die mangelhafte Rückwärtsverteidigung im ersten, ganz besonders aber im zweiten Durchgang. Dafür brauche ich aber ein Re-Live. Solche Details sind eher was für das Vorschau-Format als für die Analyse hinterher.

      Vielleicht kannst du jetzt ein wenig nachvollziehen, warum ich diese Probleme nur benannt, nicht aber im Detail ausgeführt habe.

      1. 1 und 3 gehören aber irgendwie zusammen. Halbzeit eins als Maßstab für schönen Fußball und gute Abläufe. Ok.
        Was danach folgt, scheint mittlerweile noch mehr Maßstab zu sein, solche zweite Halbzeiten scheinen jetzt Standard zu sein.
        Dies mit auffällig, aber schwer erklärbar zu bezeichnen wird eurem Anspruch nicht gerecht. Ich bin auf eine spätere Analyse gespannt.
        Zu 2. Wir sind bei Teamsitzungen und Halbzeitansprachen nie dabei. Aber wir sehen was auf dem Platz passiert. Und wenn ich mir die letzten zweiten Halbzeiten anschaue, kann das was er sagt nicht das richtige sein.

      2. Ist es nicht etwas übertrieben, hier unseren Anspruch zu bemühen? Der Spielbericht wird nie eine Detailanalyse sein. Das war nie der Anspruch und wäre auch zu viel verlangt. Eine umfassende Analyse wird es nach Abpfiff nicht geben. Das ist ja schon mit einem Tag Abstand und 2 Re-Lives fast unmöglich.

        Um aber auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich glaube, wir gewichten die Situation ein bisschen anders. Unser Konsens ist, dass es bisher nicht gelingt, den tollen Fußball aus der ersten Halbzeit auf die zweite zu übertragen. Wenn ich dich richtig verstehe, siehst du darin ein massives Problem. Ich wiederum sehe im Kontext dessen, was die Mannschaft an Leistungsfähigkeit andeutet, einen Fortschritt zur Situation, wie sie vor Flick herrschte. In diesem Kontext sehe ich auch einen Prozess, der möglicherweise Zeit benötigt. Er hat einen Plan A entwickelt, der gut, oft sehr gut funktioniert. Da fällt es mir schon mal schwer, ihm einen großen Vorwurf zu machen. Mitten in der Saison zu übernehmen und so ein Resultat bisher einzufahren, ist mehr als ordentlich. Respekt. Ferner sehe ich natürlich auch, dass die Konstanz innerhalb eines Spiels fehlt und dass das zum Problem in den großen Spielen werden kann. Wobei ich die letzten drei Spiele da jeweils sehr unterschiedlich bewerte. Gegen Leipzig waren „nur“ 15 Minuten für die Katz. Die letzten 30 waren zumindest ok. Ursachen für den Leistungsabfall innerhalb eines Spiels können taktisch, psychologisch, individuell, zufällig und sogar überbewertet sein. Ich finde eine Zuordnung hier sehr komplex und maße mir deshalb nicht an, so kurz nach dem Spiel darüber zu urteilen, woran es nun genau lag. Weil das reine Spekulation wäre. Ich beurteile das, was ich sehen kann. Das war hier ein sich wiederholender Leistungsabfall. Wie ich schreibe, wird das Warum den FCB weiterhin verfolgen.

        Gern würde ich nun aber lesen, was du denkst, woran es liegt. Du scheinst mir da sehr sicher zu sein.

      3. Wir haben 4:1 gewonnen.
        Das zählt.
        Jetzt die Trainerfrage zu stellen ist doch,mit Verlaub,ziemlich lächerlich.
        Solche Spiele wird es immer wieder geben.Auch mit Jupp hatten Wir solche Spiele.
        Also,anstatt vieles Vorlaut zu kritisieren und Alles in Frage zu stellen,kann ich nicht ernst nehmen.
        Wir haben 99 auch gegen Manu verloren,und waren das bessere Team.
        Also,über was reden Wir hier ?!
        Über eine schwache zweite Halbzeit ?
        Das ist im Sport nun einmal so,das nicht Alles gut verläuft.
        Am Ende sind Wir mit Flick gut dabei und ich erkenne eine Entwicklung.

      4. @Justin: Im Bericht gleich nach dem Spiel verlange ich sicher keine Detailanalyse. Das der sich wiederholende krasse Leistungsabfall nicht nur eine Randnotiz bei MSR bleibt, sondern auch Thema und fachkundig analysiert wird, erhoffe ich mir schon.
        Das meine ich mit Anspruch.

        @Sascha O.
        Du hast recht, nur das Ergebnis zählt. Dafür reicht aber auch der Videotext.

      5. Videotext…
        Dein ernst jetzt…?
        Kommt da noch mehr,oder habe ich zuviel erwartet von Dir ?

      6. Na ja, aber das wurde er in den letzten Wochen ja mehrfach, wie du sicher gelesen haben wirst. Auch heute wieder. Deshalb wüsste ich gern, was du darüber hinaus gern lesen möchtest. Und – wie gesagt – deine Vermutungen hinsichtlich der Ursachen interessieren mich auch sehr.

      7. @Justin: Ich habe keine Vermutungen.
        Mich würde aber interessieren, wer wo und warum plötzlich falsch steht, falsch läuft, falsch passt usw. Wieso unser Gefüge aus nichtigen Gründen völlig aus den Fugen gerät.
        Es gibt Gründe warum unser Spiel in der ersten Halbzeit so gut funktioniert und es gibt Gründe, warum es in der zweiten Halbzeit oftmals nicht mehr funktioniert. Und mich interessieren beide Seiten gleich.

        @Sascha O. Ich stelle nicht die Trainerfrage und auch für mich ist das Ergebnis immer das wichtigste.
        Mich interessiert aber brennend, wie es immer wieder zu einem solchem Bruch in unserem Spiel kommen kann. Könnte irgendwann böse enden.

      8. Es ist so wie in vielen Spielen :
        Du führst früh mit 3:0
        Dann lässt man etwas nach und die Konzentration geht runter.
        Das sind doch normale Abläufe.
        Meine Meinung :

        Verhindern kann man das nur durch starke Gegner und einer entsprechenden Herausforderung.
        Das sind Profis,die genau erkennen,wann Sie Vollgas geben müssen,oder aber vermeintlich etwas nachlassen können,oder eben auch nicht.Das macht den Mannschaftssport ja so interessant.
        Das passiert im Unterbewusstsein und sind Momente ,die Du von aussen schwer bis gar nicht steuern kannst.
        In solchen Fällen hilft nur,das man immer wieder mit den Spielern spricht und das auch kritisiert.
        Die Leistung eines Spielers hängt zu einem entscheidenem Teil von einem selber ab und durch Faktoren von aussen : Mentalität,Persönlichkeit,Mannschaftsgefüge,Trainingsinhalte.
        Anspruch an sich und den Umständen.
        Und eben auch dem Wissen,das man eben nicht Alles steuern kann.
        Das macht es ja so spannend.
        Also,es gibt nicht DIE Lösung,sondern ein Gemenge an Entscheidungen,die man zusammen bespricht und trainiert.
        Und dazu hat man eben auch noch einen Gegner,der einem genau das schwer machen will.

      9. Nein. Das sind in meinem Augen keine normalen Abläufe. Zumindest nicht für eine Mannschaft mit unserem Anspruch. Das ist seit Wochen teilweise gaga, wie easy eigentlich spielerisch deutlich unterlegenere Gegner durch unsere Abwehr spazieren. Das kann einmal passieren – ok. Aber inzwischen wird das ein Muster. Und das ist dringendst abzustellen.

      10. Stimme völlig zu. Diese zwei Gesichter sind ja nicht neu sondern ziehen sich mit wenigen Ausnahmen durch alle Flick-Spiele. Vollgas in Halbzeit eins mit Toren und/oder fahrlässigem Chancenwucher und Leistungsabbau in Halbzeit zwei. In den Spielen gegen Gladbach und Leverkusen haben viele das auf die mangelnde Fähigkeit Flicks geschoben auf Anpassungen des Gegners zu reagieren. Maric hat das damals ja auf Twitter zb erläutert, wie Gladbach auf Bayern (zb Anlaufwinkel von Thiago reagiert und umgestellt hat) und sein praktisch nicht vorhandenes in-game Coaching anprangerten. Mittlerweile scheint mir das ein strukturelles Defizit zu sein, das immer wiederkehrt aber nicht behoben wird. Das wird in der Champions League definitiv ein Problem werden. Chelsea schießt uns dann auch bei zb Zwei Tore Halbzeit Führung mit 2:4 aus dem Stadion.

  10. Kann mir jemand erklären, wieso man bei einer klaren Führung nicht aus einer geordneten Defensive heraus agieren kann und immer noch meint, man müsse den Gegner mit bis zu vier Mann in dessen Hälfte anlaufen und die eigenen Viererkette 40 Meter vor dem eigenen Tor ebenfalls hoch anlaufen lassen? Man kann das schon machen, aber dann bitte mit voller Konzentration. Doch selbst wenn man den Schlendrian rausbekommt, bezweifle ich, dass die Physis da mitspielt, weil der Kader einfach derzeit zu klein ist für diese Art von Fußball.
    Wie wäre es denn, wenn man den Gegner mit einer Führung im Rücken ungefähr an der Mittellinie mit der ersten Pressinglinie Lewandowski und Müller versucht auf die Flügel zu schieben und dann die Winger in relativ kurzem Abstand vor den AV postiert, um einen geordneten Aufbau über außen zu unterbinden. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler sichern vor allem das Zentrum in einer Höhe von 25 Metern vor dem eigenen Tor ab und die zentralen Abwehrspieler konzentrieren sich in erster Linie auf das Abdichten des Strafraums und stehen den gegnerischen Stürmern auf den Füßen. Ich traue mich wetten, dass Mannschaften wie Köln, Hoffenheim, Freiburg und der Großteil der Liga sich die Zähne ausbeißen würden. Schaut euch bitte mal ein Spiel der Mannschaften aus den mittleren und unteren Tabellenregionen an, wie schwer die sich tun, gegen defensive Mannschaften überhaupt Chancen rauszuspielen. Ich bin mir sicher, dass wir je enger wir die Räume machen desto mehr Ballverluste beim Gegner provozieren, die dann durch geschickte Laufwege zu gefährlichen Kontern werden könnten.
    Man muss sich ja nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange defensiv einigeln, sondern man kann ja trotzdem aktiv nach vorne verteidigen, allerdings halt dabei einen kleineren Raum zum Ziel nehmen. Sollen sich die Gegner doch in der eigenen Hälfte die Kugel seelenruhig hin und herschieben. Ich bin mir sicher, dass bei den meisten Gegnern, sobald sie die Mittellinie überqueren, außer ein paar halbgaren Halbfeldflanken und zahlreichen Pässen ins Nirgendwo wenig Strukturiertes rauskäme.
    Anders gesagt: warum kann man nicht die Früchte des Flickschen Fußballs beruhigt ernten, wenn man nach einer Führung auf Atletico Madrid Modus umschaltet. Hernandez wird sich sicherlich oft die Augen gerieben haben, wie viel Platz die gegnerischen Angreifer heute hatten, obwohl Bayern mit 3-4 Toren vorne lag. Das soll seine Leistung nicht entschuldigen, aber für einen Spieler wie ihn, der in Mannschaften groß wurde, die im Zweifelsfall auch mal einen Vorsprung dreckig verteidigen (Atletico und die französische Nationalelf) müssen Spiele wie die 2. Halbzeit ein purer Albtraum sein.
    Selbst Trainer wie Klopp und auch Pep sind keine so strikten Verfechter eines Angriffspressings mehr wie noch vor ein paar Jahren und streuen immer wieder Phasen ein, in denen sie den Gegner kommen lassen. Zwischen kommen lassen und einladen wie wir es machen gäbe es allerdings einen Unterschied, den wir derzeit nicht hinbekommen. Man kann sich derzeit über unseren Fußball sehr oft freuen, aber wenn man ehrlich ist, habe ich selten eine Bayernmannschaft gesehen, die seit den beiden unglücklichen Niederlagen gegen Leverkusen und Gladbach so oft überperformt wie es derzeit der Fall ist und die so viel Glück bei gegnerischen Abschlüssen hat wie wir es derzeit haben. Aus den beiden letzten Bundesligaspielen nur mit einem Gegentor rausgegangen zu sein, ist schon ziemlich grotesk. Da hatte Frankfurt deutlich weniger Chancen aus dem Spiel heraus, obwohl wir da zu Zehnt spielten, die Mannschaft verunsichert war und man mit dem Trainer auf Kriegsfuß stand.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Anscheinend schauen viele momentan nur die erste Halbzeit, schalten dann aus und schauen nur noch das Ergebnis im Videotext nach.
      Anders kann ich mir die Ruhe hier nicht erklären.

      1. Naja – noch stimmen ja die Ergebnisse. Und wie willy richtig schreibt: Unsere Gegner überbieten sich zuletzt in ihrer Unfähigkeit beim Ausnutzen ihrer Torchancen.

        Ich kann jetzt Chelsea schlecht einschätzen, aber die sind aktuell Vierter in England und damit wohl ein spannender Massstab für unser Team. Gespannt bin ich dann auf die Kommentare, wenn wir wieder im Achtelfinale scheitern. Während ich nach dem Schalke Spiel wieder zuversichtlich war, wird mir langsam bange. Das nächste Spiel haben wir daheim gegen Paderborn – das werden wir wohl auch deutlich gewinnen. Und in London könnte dann das böse Erwachen kommen …

    2. Nur mal zur Einordnung die xGA-Werte:
      BSC 0,7
      S04 0,5
      M05 0,4
      Raba 1,2
      KOE to be announced (das deutlich ungenauere understat hatte heute 1,98)

      Wir sprechen hier also von drei sehr souveränen Spielen und jetzt dem dritten weniger souveränen Spiel (TSG noch mit drin, da habe ich aber keine Daten), was die Defensivleistung angeht. Während man für Köln und TSG zumindest anführen könnte, dass man sich zu früh zu sicher war, ist Raba wohl Kategorie sehr starker Gegner, den man über 90 Minuten nicht dauerhaft verhindern kann.

      Ich finde auch, dass man das Problem ernst nehmen sollte, glaube aber andererseits, dass man auch nicht vorschnell urteilen sollte. Die Spiele gegen Chelsea werde ich zumindest noch abwarten, bevor ich da ein erstes ganzheitliches Zwischenfazit ziehe.

      1. Mit dem ‘ganzheitlichen Fazit’ würde ich warten bis zum Lizenzentzug;)

    3. Es fehlt irgendwie die gesunde Mitte zwischen Flicks gnadenlosem Pressing schon am gegnerischen Strafraum und Kovac’s den Gegner kommen lassen.
      Aber es ist natürlich auch schwierig, den Einzelnen von den Defiziten zu überzeugen, solange die Ergebnisse stimmen.
      Die Zweite Halbzeit war wieder…… und wir müssen…..
      – aber wir haben 4:1 gewonnen!
      – aber wir sind wieder Tabellenführer mit dem besten Sturm und den wenigsten Gegentoren
      – und im Pokal sind wir auch weiter
      – und wir haben lange nicht mehr soviel Tore geschossen
      – und wir haben seit 10 Spielen nicht mehr verloren
      – und, und, und.
      Das Fazit im Hinterkopf lautet: läuft doch!
      Na klar, da hätte man …., aber ist doch alles gut. Und das bekommt man eben nicht so einfach aus dem Kopf raus. Das bekommt man erst aus dem Kopf raus, wenn es eben NICHT funktioniert.
      Nach dem 0:0 gegen Leipzig, konnte man die 2.Halbzeit bemängeln, aber man war ja trotzdem Tabellenführer.
      Nach dem 4:3 gegen Heidenheim konnte man die 2. Halbzeit bemängeln, aber man war eine Runde weiter.
      Mainz, Köln – ja, die 2. Halbzeit – aber gewonnen!
      Und so weiter- es ist eben nichts passiert, sondern man grüßt von der Tabellenspitze.
      Und solange die Spieler das Gefühl haben – ob zu Recht oder nicht – es klappt doch alles, ist es schwierig, den Hinterkopf davon zu überzeugen, dass eben nicht alles klappt.

    4. @Willy:
      Ist das was du da beschreibst nicht genau das, bei dessen Implementierung Kovac gescheitert ist?
      Entweder will oder kann die Mannschaft so nicht spielen, vielleicht auch beides.
      Immerhin, wann haben wir denn zuletzt so gespielt? In diesem Jahrzehnt eher selten und vielleicht ist das, ich nenne es mal so, kollektive Mannschaftgehirn/-gedächtnis derartig anders geprägt, dass es ggf. viele Monate brauchen würde, um das wieder umzupolen.
      Und nicht vergessen: Den Weg nach vorne macht man immer leichter, als den zurück!

      Vielleicht könnte ein neuer Trainer mit Renommee und Charisma, wie der jüngere Mourinho, oder Simeone die Mannschaft auf diesen Weg mitnehmen. Aber was du von denen bekommen könntest, würde uns vielleicht auch nur sehr bedingt schmecken.

      1. Kleiner Unterschied: Kovac wollte diesen Fußball dauerhaft spielen, am liebsten auch beim Stand von 0:0. Ich würde den defensiven Ansatz ja nur wählen, wenn es darum geht, eine klare Führung einigermaßen sicher nach Hause zu bringen. Verteidigen ist Kopfsache. Wenn unsere Spieler dazu bereit sind, können sie sogar eine Mannschaft wie Liverpool in deren Stadion bis auf wenige Ausnahmen vom eigenen Tor weghalten. Das soll gegen eine Mannschaft wie Köln dann plötzlich nicht mehr möglich sein? Natürlich läuft jeder lieber nach vorne und nicht so gerne zurück. Wenn ich allerdings schon weiter hinten stehe, muss ich auch nicht mehr so weit nach hinten laufen, oder?
        Ich finde, dass wir und der BVB momentan ähnliche Leitungen abrufen. Nach vorne ist eine Menge Zug drin. Zumindest ist das der Fall bis man in Führung geht. Danach lässt man die nötige Konsequenz vermissen und lässt den Gegner wieder ins Spiel kommen. Vorne werden die Bälle nicht mehr gehalten oder vertändelt und hinten entstehen riesige Lücken, die sogar spielerisch eher limitierte Teams in klare Chancen ummünzen können. Die Gegner des BVB verwerten ihre Chancen nur momentan etwas besser als unsere Gegner. Außerdem kehrt der Schlendrian bei uns gottseidank erst bei Führungen mit 3 Toren ein, beim BVB oft schon, wenn sie nur ein Tor vorne liegen. Trotzdem würde ich fast alles, was derzeit am Abwehrhalten des BVB kritisiert wird (egal ob das Favre, Bürki oder Kehl waren) auch auf unser Spiel übertragen, zumindest auf unser Spiel, wenn wir in Führung sind.

      2. Jo: +1
        Das ist genau das, was die Jungs unter Kovac spielen sollten, aber nicht konnten / wollten. Durch dieses Gegner-kommen-lassen und 25m vorm Tor die 6er verteidigen zu lassen, frisst du dann diese Fifa-20-Weitschusstore, oder Abpraller davon landen plötzlich beim Stürmer, dem unsere IV ja erst im Strafraum auf den Füßen stehen, aber dennoch zu spät sind.

        Bin dagegen, diesen Modus forcieren zu wollen. Lieber Ballbesitz und den Jungs sagen, dass sie im Sinn des Wortes eine ruhige Kugel schieben sollen. Davies, Kimmich, Gnabry und Co haben so viel Energie, dass sie jedes Spiel irgendwie raushauen wollen. Aber ich hab die Befürchtung, der Tank ist dann im Frühling leer (oder der Keilriemen reisst).

      3. @Mika: Die Wahrscheinlichkeit aus einem Weitschuss, der unter Druck abgefeuert wurde, ein Tor zu kriegen sollte deutlich geringer sein, als wie wenn der Gegner im eigenen Strafraum frei zum Abschluss kommt, wie das bei Hoffenheim und Köln zusammen gefühlt 10 Mal passierte.
        Mit eigenem Ballbesitz den Gegner vom Tor fernzuhalten wäre natürlich die feinste Lösung, aber scheinbar sind unsere Spieler dazu momentan nicht in der Lage. Ich denke sogar, dass man konsequentes Verteidigen eher kurzfristig einüben könnte als sicheren Ballbesitzmodus.

      4. Zustimmung, willy. Aber sie können oder wollen weder das eine (tief stehen) noch das andere (Ballzirkulation). Klar, sind die Konter gefährlicher, das stimmt schon. Aber Flanke um Flanke in unseren Strafraum segeln zu sehen… nee, sorry, das klappt vielleicht gegen Köln und Co., aber ich kann mir das bei unserer Truppe schon seit Jahren nicht vorstellen, dass das erfolgsstabil auf Dauer klappt.

      5. Na ja, da ist etwas Verklärung dabei. In 8 von 10 Spielen hätten die Bayern in Liverpool mindestens zwei, wenn nicht sogar mehr Gegentore kassiert. Gerade in der zweiten Halbzeit war Liverpool drückend überlegen, mit einigen ausgelassenen Chancen. Kämpferisch war das von den Bayern damals ok, das war’s dann aber auch.

  11. Off topic: die Aussage Lienens zu uns Bayern Fans war ein Fake. Hat er gerade in Sky 90 klar gestellt.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sie war kein Fake, sondern aus dem Kontext gerissen.

  12. In der ersten Halbzeit hat unser FCB feinen Fussball gezeigt, Kombinationsspiel mit hoher Dynamik in den Pässen und Laufwegen, mit dem Ergebnis, dass Köln gerade in der Anfangsphase gar nicht wusste, wo oben und unten, vorn und hinten ist.
    @Jo hat es oben schon passend beschrieben: “Druckvoll, aggressiv, schnell, hoch pressend und vor allem mit einer überragenden Raumaufteilung und Positionsspiel!” So durften wir unsere Mannschaft bewundern, und mit diesen Abläufen brauchen wir uns in der Tat europaweit vor niemandem verstecken!

    Druckvoll, aggressiv, schnell, hoch pressend – so ist dann Köln aus der Halbzeit gekommen! Ob die Domstätter ursprünglich von Beginn an so auftreten wollten, oder Gisdol umgestellt hat, ist im Grunde nebensächlich, es bleibt die Erkenntnis, dass unsere Jungs keine Antwort finden, wenn der Gegner auf diese Weise agiert. Das wiederum ist für mich Ausdruck dessen, dass es unverändert keinen Plan B gibt, wenn Plan A nicht mehr funktioniert – und damit ist Flick zu hinterfragen!

    Wobei ohne Zweifel die Tatsache, dass Flick mittlerweile Plan A geradezu perfektioniert hat, mich relativ sorgenfrei auf die kommenden Spiele schauen lässt, denn dieser Plan funktioniert! Ganz im Gegensatz zu den Auftritten unter unserem ehemaligen Mittelmaßtrainer, der von der Entwicklung vergleichbarer Abläufe wie der von Flick meilenweit weg war!
    Allerding muss Flick die Entwicklung dergestalt vorantreiben, dass auf Änderungen beim Gegner auch bei uns passende Antworten parat liegen – sonst fehlen am Ende doch jene paar Prozente, die es für die ganz großen Momente braucht!

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mittelmasstrainer ist doch schon wieder eine Frechheit und respektlos,wie ich finde.
      Mit Verlaub : Was bildest Du dir eigentlich ein,über Kovac so zu schreiben ?

    2. Kovac hat das Double geholt. Und hatte am 20. Spieltag noch sieben Punkte Rückstand auf den Ersten statt einem Punkt Vorsprung.
      Flick muss erst noch nachweisen, dass er eine Mannschaft zu Titel führen kann. Kovac als “Mittelmaßtrainer” zu bezeichnen, ist schlicht und ergreifend respektlos.

      1. Respektlos ist es, seine Mannschaft als Kinder zu bezeichnen, die nicht auf einen hören wollen. Das ist wahrhaft respektlos, denn wir reden hier von ca 20 mündigen Erwachsenen.

        Dahingehend ist es nicht respektlos zu sagen, dass Kovac ein Mittelkassetrainer ist. Es ist auch nicht respektlos zu sagen, dass die Pasta Napoli beim Italiener um die Ecke mittelklasse seien und dementsprechend auch der Koch kein Meister seines Fachs zu sein scheint.

        Schön, dass Kovac das Double geholt hat. Mit Ach und Krach hat er das auf den letzten cm hinbekommen, während wir 6 Jahre am Stück geradezu traumwandlerisch und mit großem Abstand Meister wurde.
        Unter dem Mittelklassetrainer war der spielerische Vorsprung plötzlich weg und man musste bis in den letzten Spieltag hinein zittern, ob man den Titel einsackt oder mit völlig leeren Händen dasteht.

        Dazu hat er noch den Abschied einer Bayern-Legende komplett versaut.
        Armer Rafinha.
        Nicht umsonst hat er, vor ungefähr einem Jahr dürfte es gewesen sein, den Mittelklassetrainer öffentlich kritisiert.

      2. Aber es macht ihm halt Spass, wenn der FCB regelmäßig in Halbzeit zwei ins Schwimmen gerät und einem die Haare zu Berge stehen. Wer braucht da einen Plan B, oder auch nur einen Trainer der sagt: Leute wir führen 3-0, laßt den Ball und Gegner laufen und es ist gut :-)

      3. Nachdem die Überprüfung offenbar ergeben hat, dass man Kovac hier ungestraft als “Mittelklassetrainer” bezeichnen darf, noch eine Bemerkung dazu:

        Dahingehend ist es nicht respektlos zu sagen, dass Kovac ein Mittelkassetrainer ist. Es ist auch nicht respektlos zu sagen, dass die Pasta Napoli beim Italiener um die Ecke mittelklasse seien und dementsprechend auch der Koch kein Meister seines Fachs zu sein scheint.

        Es ist und bleibt respektlos und ist zudem eine Provokation (das nur am Rande). Es steht Dir und Osrig frei, sich dahingehend zu äußern, dass Euch die Spielweise (und andere Dinge) unter Kovac nicht gefallen haben.
        Und Dein Vergleich mit dem Italiener passt einerseits hinten und vorn nicht – und andererseits wäre es genauso respektlos.

      4. Kovac ist nunmal ein Trainer, der bei uns nicht funktioniert hat. Ich würde ihn auch als Mittelklasse bezeichnen. Sein Fußball war grauenhaft haarsträubend teilweise, das sah nur selten nach Bayern München aus. Hier und da kam auch mal ein geiles Spiel rum. Aber die Leistung war fast wie eine Sinuskurve: schwankend, aber nicht so vorhersehbar :-D

        Ja, er hat mit Bayern München, dem teuersten Kader, dem Abo-Meister, gerade so die Meisterschaft geholt, meinetwegen auch 7 Punkte aufgeholt, die die Mannschaft vorher unter ihm hat liegen lassen, den BVB vernichtend geschlagen und nach Grottenkicks gegen unterklassige Teams im Pokal auch das Finale überzeugend gegen Leipzig gewonnen. Bravo. Aber die Art und Weise hatte keine Zukunft.

        Warum ist das so eine Provokation für dich? Ist Kovac ein privater Freund von dir, oder warum nimmst du das so persönlich?

    3. Kovac ist hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit als Trainer Mittelmaß, da gibt es auch nichts zu beschönigen, und diese Einschätzung hat auch nichts mit Respektlosigkeit zu tun! Er wird jenseits des Fußball-Geschäfts ein netter Mensch sein, als Fußball-Lehrer fehlen ihm offenbar wichtige Qualitäten, um in der Bundesliga eine Mannschaft so zu führen, dass sie oben steht und oben bleibt! Das ist Mittelmaß! Nicht schlecht, aber eben auch nicht gut!
      Für eine Truppe aus dem unteren Tabellendrittel wäre ein Trainer wie er sicherlich wesentlich besser geeignet, als für eine Mannschaft mit Ambitionen nach oben. Für unseren FCB war und ist er denkbar ungeeignet, weil ihm nicht nur hinsichtlich Spielidee und Taktik, sondern auch hinsichtlich Führungsqualitäten als Trainer gestandener internationaler Stars wichtige Fähigkeiten fehlen!
      Mit Flick sind wir in dieser Hinsicht zwar noch längst nicht ideal, aber schon deutlich besser aufgestellt, und hinsichtlich menschlichem Miteinander und Motivation liegen zwischen Flick und Kovac Welten!
      Mittelmaß eben bei Kovac! Aber es gibt halt Leute hier, die mögen auf diese Unterschiede nicht schauen, sondern feiern offensichtlich immer noch das Double! Es sei ihnen gegönnt! Ich aber schaue lieber nach vorn!

      1. @Osrig:

        Ich aber schaue lieber nach vorn!

        Warum lässt du dann kaum eine Gelegenheit aus, Kovač nochmal eine mitzugeben?

  13. Zur Sache :
    Wir gewinnen 4:1,
    sind wieder Tabellenführer,
    spielen eine starke erste Halbzeit,
    eine schwache zweite Halbzeit,
    dann passieren Fehler aufgrund von “Undiszipliniertenheiten” ;)
    Immer dieses Gerede von : Das ist nicht gut,und dieses ist nicht gut…
    Klar,dafür ist das Forum auch da,aber um mal Rudi zu zitieren :
    In was für einer Welt lebt Ihr eigentlich ?

    Wir kommen doch gerade wieder zu einer Top Mannschaft,wenn die ehemaligen Verletzten wieder in Form kommen,und vorher waren Wir schon stark.
    Gerade deswegen haben doch die Jungs wie Coman oder Hernandez wieder gespielt um wieder langsam zur Form zu finden.
    Meiner Meinung nach werden die Fehler besprochen und dann abgestellt.
    Und nächste Woche schauen Wir dann mal.
    Fertig ist die Laube

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Also ich persönlich halte die Mannschaft nicht für so stabil, als dass sie es locker wegstecken würde, wenn sie mal wirklich einen klaren Vorsprung durch Leichtfertigkeiten vergeigt. Einer der Knackpunkte für das Einknicken des BVB letzte Saison war das 3:3 gegen Hoffenheim, als sie trotz bärenstarker Leistung (sogar bis zur 70. Minute) nach einer 3:0 Führung noch 3:3 spielten.
      Ich kann mich noch gut an die erste Halbzeit im Heimspiel gegen Bremen im Dezember erinnern. Nach den beiden unglücklichen Niederlagen gegen Leverkusen und Gladbach und einer ordentlichen Anfangsphase, die dummerweise nicht mit einem eigenen Torerfolg gekrönt wurde, hingen wir nach dem 0:1 psychisch ziemlich in den Seilen. Nur ein unerwarteter Doppelschlag kurz vor der Pause brachte uns wieder in die Spur.
      Einer der wesentlichen Faktoren, warum es seit Flick wieder besser läuft, ist die gute Stimmung in der Mannschaft und das gewachsene Selbstvertrauen. Ich glaube aber, dass die Häme, die nach dem Verspielen eines klaren Vorsprungs auf uns hereinbrechen würde, nicht so einfach aus den Knochen geschüttelt werden könnte. Dafür sind wir noch zu weit von der Mentalität der letzten Jahre entfernt, als man z.B. selbst nach einem 0:1 oder 0:2 Rückstand sicher sein konnte, dass die Mannschaft völlig unberührt ihr Pensum weiterhin abspult und im Normalfall das Spiel noch drehen wird.

      1. Man weiß es nicht wirklich – zum Einen das von dir angesprochene Spiel gegen Bremen zum anderen das Pokalspiel gegen Hoffenheim, was ja auch mit einem Eigentor von Boateng begann.
        Trotzdem hatte man aber nie das Gefühl, dass diese Spiele verloren gehen.
        Ich sehe das eigentliche Problem an einer ganz anderen Stelle und es wird wieder einige Zeit dauern, bis es gelöst ist.
        Aufgrund diverser Ergebnisse und Gegentore – die Statistik ist da recht beeindruckend – haben sehr viele Gegner den Respekt vor dem FCB verloren. Mannschaften, die früher schon nach einem 0:2 die Gegenwehr eingestellt haben, glauben heute: “da geht noch was!”
        Und erst, wenn sich bei solchen Spielständen wieder die Erkenntnis durchgesetzt hat, “da geht nichts mehr”, wird es auch wieder ruhiger werden.

  14. Eine Sache, die mir derzeit wirklich Sorgen macht, ist dass wir momentan wieder auf eine klare Stammelf festgelegt sind, an der Änderungen nur um den Preis eines deutlichen Leistungsabfalls möglich sind. Das hat man heute auch wieder gesehen. Hernandez muss sich erst wieder einspielen, klar, aber das war teilweise echt planlos. Odriozola kommt bislang überhaupt nicht zum Zug. Tolisso und Coutinho sollten im Mittelfeld eigentlich weitere Varianten erschliessen, sind aber so von der Rolle, dass man de facto einen (oder zwei) Mann weniger hat. Cuisance ist sogar ein einziges Sicherheitsrisiko. Bleibt Goretzka als Option für die offensive Mittelfeldreihe – so gut er ist, stellt er momentan die einzige ernsthafte Alternative dar, weswegen ich auch nicht von “Luxus” reden würde.

    In einem eng umkämpften Spiel gegen einen starken Gegner, sagen wir Verlängerung im CL-Rückspiel, dürfte das erhebliche Probleme bereiten. Auch, weil wir momentan einen sehr kräftezehrenden Stil praktizieren, den die wenigsten Spieler 90 Minuten durchhalten. Im Spiel gegen Paderborn können sich einige Reservisten hoffentlich noch berappeln und empfehlen, danach wird es ernst.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das mit dem kräftezehrenden Stil muss man noch mal unterstreichen.
      Leider geht man so ziemlich fehl in der Annahme, das wären jetzt Spiele in denen wir gemütlich ein paar Körner sparen.
      Letztens in Mainz hatte nur eine Mannschaft am gesamten Spieltag eine höhere Laufleistung als wir und das war unser Gegner.
      Heute sind wir auf die Distanz deutlich mehr gelaufen als die Kölner. Wir haben von allen Mannschaften an diesem Spieltag die höchste Anzahl an Sprints und intensiven Läufen absolviert. Das ist im Vergleich zu anderen Mannschaften teils eklatant mehr.
      Also was immer wir da derzeit machen, von kräftesparenden Spielen kann jedenfalls nicht die Rede sein.

      1. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
        Die hohe Anzahl der Sprints ist fast ausschließlich auf Davis und Boateng zurückzuführen: Der eine sprintet schon, wenn er sich nur bewegt; der andere muss schon sprinten, um sich überhaupt zu bewegen… [Ironie aus]

        Du hast natürlich vollkommen recht – das ist ein großes Problem, das nicht gut enden wird, wenn wir es nicht in den Griff bekommen.

      2. Ich habe da in puncto “kräftezehrendes Spiel” ein Verständnisproblem. Wir reden hier über voll austrainierte Spitzensportler; die müssen doch bitte in der Lage sein, sich alle 3-4 Tage mal für 90 Minuten körperlich zu verausgaben und bis zum nächsten Spiel zu regenerieren.
        Es wäre schon ein Armutszeugnis, wenn unser hochbezahlten Stars tatsächlich so schnell an die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit kämen.

        Um es auf den Punkt zu bringen: (Zitat) “Wir haben von allen Mannschaften an diesem Spieltag die höchste Anzahl an Sprints und intensiven Läufen absolviert.”
        Und deswegen stehen wir an der Tabellenspitze … ;-)

      3. @GS:

        Ich habe da in puncto “kräftezehrendes Spiel” ein Verständnisproblem. Wir reden hier über voll austrainierte Spitzensportler; die müssen doch bitte in der Lage sein, sich alle 3-4 Tage mal für 90 Minuten körperlich zu verausgaben und bis zum nächsten Spiel zu regenerieren.

        Wenn es so einfach wäre, gäbe es kaum Verletzte im Spitzensport.
        Stell dir eine Mannschaft wie einen Formel 1Wagen vor.
        Den kannst du auch nicht dauerhaft im roten Bereich fahren, ohne dass dir der Motor um die Ohren fliegt.

      4. @tobi13
        Alles schön und gut, die Frage ist nur, wo der rote Bereich beginnt.
        Und der sollte in der Bundesliga innerhalb von 90 Minuten gar nicht erreicht werden, sonst stimmt mit der Trainingssteuerung etwas nicht …

    2. brazzo hat geschlafen halland haette zum fcb kommen muessen. er koennte sicher auch auf ner aussen Position spielen

    3. Coman Gnabry Lucas kommen alle zurück und brauchen Spielpraxis um voll matchfit zu werden. Aber wie du sagst es fehlen Alternativen und Konkurrenzkampf.

      Denke gegen Paderborn werden alle beginnen und dann sukzessive ausgewechselt.

  15. Müller bringt es auf den Punkt:
    kicker: Ist es menschlich, dass die Mannschaft nach einer 3:0-Führung zurückschaltet?

    Müller: Es ist menschlich, wir machen es uns zu gemütlich, weil wir uns einfach zu sicher fühlen. Und wenn wir schließlich 4:1 gewinnen, stützt es diese Einstellung.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Yep, und genau da liegt der Hund begraben und das wird noch ein böses Erwachen geben.

      Dagegen macht mir Neuer Hoffnung: “……über die fahrige zweite Halbzeit: „Wir müssen uns das vorwerfen. Wir hätten heute bis zu zehn Tore schießen können. Hier war mehr drin als das 4:1. Man muss aufpassen, ich habe schon viel erlebt. Wenn einiges bei uns schiefgegangen wäre, hätte Köln fünf, sechs Tore schießen können. Mich ärgert einfach, dass wir nicht so weitergespielt haben. Wenn man heute so in die Kabine geht, ärgert man sich schon.“

      Also kein Müllersches Schulterzucken mit “ist halt so”…

      1. Ich kann Neuers Aussage nicht wirklich nachvollziehen; ich denke, als erfahrener Medienprofi hat er genau das zu Protokoll gegeben, was in einer solchen Situation am meisten Zustimmung findet.

        Nicht die Rücknahme des Tempos in der zweiten Halbzeit war (und ist immer wieder) das Problem, sondern die Unfähigkeit ein solch kräfteschonendes Spiel souverän und sicher zu verwalten. Wir haben konditionell nicht die stärkste Mannschaft, deswegen wäre es Wahnsinn am Anfang der Rückrunde verschwenderisch mit der vorhandenen Energie umzugehen, wohl wissend, dass schwere Champions League-Partien anstehen und die Bundesliga in diesem Jahr wahrscheinlich bis zum Ende spannend bleiben wird.

        Es geht also um den schon häufig thematisierten nicht vorhandenen bzw. nicht gut ausgeführten Plan B. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sich jetzt nach der Rückkehr der Verletzten die Mannschaft immer besser einspielen kann und dadurch auch passive Dominanz entwickeln kann.

        Unabhängig davon, sollte man aber nicht vergessen, dass zum Beispiel Klopp, dem ja auch überall immer wieder vorgeworfen wurde, dass er nicht wirklich einen Plan B habe, letztlich nur Vollgas-Fußball spielen lassen könne und seine Spieler verschleiße, auch jetzt in Liverpool mehrere Jahre gebraucht hat, um ein offensiv starkes Team auch defensiv zu festigen.
        Dazu braucht es ziemlich viel: fähige Spieler, gezieltesTraining, aber vor allem auch entsprechende Erfolgserlebnisse, damit (auch in Krisensituationen) aus einer einstudierten Taktik eine eingefleischte Überzeugung der eigenen defensiven Stärke wird; das braucht Zeit und wahrscheinlich auch noch eine Reihe negativer Erfahrungen…

      2. Tja, dieser kräftezehrende Fussball scheint ja Methode bei Flick zu sein. Ich erinnere an seine Aussage nach dem Freiburg Spiel, dass dem Team die nötigen Körner fehlen würden. Und trotzdem hat er da die ersten 30 Minuten spielen lassen, als gäbe es kein Morgen mehr.

        Für mich ist das Ganze unverständlich, und ich habe nur eine Erklärung dafür: Flick lässt bewusst so spielen um sich deutlich von seinem Vorgänger abzuheben. Seht her – bei mir gibt es keinen Sicherheitsfussball. Gegen schwächere Gegner funktinioniert das ja nachweislich bisher auch, wenn auch mit viel Dusel. Aber international in der K.O. Phase sind wir da ruck-zuck draußen – und gegen die Spitzenmannschaften in der Liga werden wir uns mit der Methode (speziell in Dortmund) auch sehr schwer tun. Auch das ist nachweisbar: in der Vergangenheit gab es eine Vielzahl Spiele, in denen uns der Gegner zu Beginn wie die Feuerwehr überrennen wollte. Und wir die Phase überstanden und dann eiskalt zugeschlagen haben.

      3. Ich hatte es ja weiter oben schon beschrieben – solange es kein “böses Erwachen gibt” bekommst du es aus den Köpfen nicht raus.
        Das ist doch nichts Neues – warum fliegen denn jedes Jahr Erstligisten gegen unterklassige Mannschaften aus dem Pokal, OBWOHL SIE ES DOCH ALLE WISSEN?
        Jeder weiß es und es passiert trotzdem.
        Jeder weiß, dass man so die zweite Halbzeit nicht spielen kann/soll – und am Schluß steht: 3 Punkte, Tabellenführer, bestes Torverhältnis, wenigste Gegentore.Ja aber…..,
        da fehlt eben das böse Erwachen. Und da kann ein Trainer oder der liebe Manu erzählen, was er will.
        Es ist, wie gesagt doch nichts Neues. Und das es anders geht, konnte man ja im Spiel gegen die Hertha sehen.
        Eine haklige 1. Halbzeit gegen einen Gegner, der einem in dern letzten Spielen immer das Leben schwer gemacht hatte und dann – weil es eben nötig war – wurde in der 2.Halbzeit Gas gegeben und es sich eben NICHT “bequem gemacht”.
        Und selbst gegen RB hatte man ja in der Halbzeit nicht wirklich das Gefühl, dass man dieses Spiel verlieren wird.
        Und dieses “böse Erwachen” hat es auch immer – egal unter welchem Trainer – wieder mal gegeben.
        Da verliert man dann eben mal zuhause gegen Mainz, da holt dann der FC Köln Punkte in der Arena, da reicht es dann gegen Freiburg gerade noch zu einem 1:0 in der Nachspielzeit. und, und, und.
        Das “böse Erwachen wird kommen – hoffentlich nicht gerade in der CL!

  16. Ganz wildes Gerücht – da fabuliert ein Engländer, dass sich City Spieler aus ihren Verträgen rausklagen und Sane danach ablösefrei wechseln könnte:

    https://www.tz.de/sport/fc-bayern/leroy-sane-fc-bayern-muenchen-manchester-city-transfer-uefa-strafe-zr-13543108.html

  17. MMn ist der Fitnesszustand unseres Teams nicht optimal.
    Heute Abend spielt Chelsea gegen MUFC.
    Da werden wir erkennen das die junge Truppe sehr aggressiv presst und in Zweikämpfe geht.
    Sie sind aber nicht so erfahren .
    Nur wenn wir anfangen rumzudaddeln wie gestern dann sind die in der Lage uns richtig einzuschenken.
    LFC haben auswärts in Norwich richtig gepowered.

    Klar ist das inzwischen sogar die größten Kritiker erkennen das man auch im Spiel Pausen braucht- und am besten hat man die im Ballbesitz.

    Da sind klar Thiago und Kimmich gefordert den Rhythmus zu bestimmen und anzupassen.
    Darf natürlich auch nicht passieren das man einschläft.

  18. Müller Weltklasse? Dass ich nicht lach…
    1. HZ: 2 schöne Torvorbereitungen, viel Laufarbeit. Aber fußballerisch am unteren Ende der Skala, Stockfehler wie immer, Chancenverwertung ebenso.
    2. HZ: kaum noch zu sehen, aber nach dem Spiel wieder Weltklasse im Wegmoderieren der zugestanden Unzulänglichkeiten.
    Das hätte auch in die Hose gehen können. Dann wäre sicherlich für manchen der Blick durch die rosa Brille entfallen.
    Im Ergebnis ist dem Titel des Beitrags zuzustimmen :
    Erste Halbzeit Hui, zweite HZ Pfui…

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Richtig ist, dass Müller unorthodox spielt manchmal nicht schön anzuschauen ist. Aber ihm deshalb eine schwache Leistung gegen Köln zu attestieren ist [….] – da fehlen mir die freundlichen Worte:(

      1. Also ich finde die Szenen, in denen Thomas Müller in Sekundenbruchteilen seinen Stürmerkollegen präziseste Torvorlagen serviert, sehr schön anzuschauen; von seiner Körperhaltung muss man halt manchmal abstrahieren, aber die Geschwindigkeit, mit der er Situationen erfasst und für den Gegner brandgefährliche Spielzüge initiiert, ist gelegentlich atemberaubend :-)

      2. @GS vor allem macht Müller (fast) immer das Richtige. Im Gegensatz zu Coman oder Gnabry spielt Müller einfach den richtigen Pass. “Im Zweifelsfall zu Lewy” ist natürlich auch ein No-Brainer :D

      3. @Kurt: finde ich auch. Der spielt 10x den einfachen Pass in der Zeit, in der Coutinho sich überlegt, ob heute Samstag, der Herd vielleicht noch an, ein tolles Dribbling oder doch der Steckpass auf Lewy die richtige Aktion ist… bevor er dann den Ball verliert :-D

  19. Da da schon eine gewisse Systematik erkennbar ist frage ich mich ob es Strategie ist. Klar, weit hergeholt.. aber vielleicht sollen sich die Spieler nicht in Selbstzufriedenheit ergötzen weil sie sämtliche Gegner über 90 Minuten beherrschen um dann komplett verunsichert zu sein wenn es gegen die richtig großen Kaliber in Europa geht. Leipzig letzte Woche nehm ich mal raus, weil dass mMn ein Duell auf Augenhöhe war, aber da haben wir immerhin kein Gegentor bekommen und nicht verloren.

    Das Muster ist schon recht eindeutig bisher in der Rückrunde. Wenn die Mannschaft will bzw. muss ist sie im Stande ein Feuerwerk abzubrennen. Danach lässt man es gut sein. Gegen Leipzig war man mit dem Unentschieden zufrieden, weil eine Niederlage fatal gewesen wäre.

    Anders kann ich mir das nicht erklären, dass die Spiele dann so hergeschenkt werden. Da das trotz den Aussagen nach den jeweiligen Spielen immer wieder passiert und ich nach diesen jeweiligen 1. Halbzeiten nicht unbedingt akzeptieren will, dass man so dermaßen die Kontrolle verliert bleibt das wohl meine Hoffnung bis die wirklich ernsten Spiele in der K.O.-Phase anstehen. Entweder ziehen sie da dann halt 90 Minuten knallhart durch oder meine Hoffnung war eine Illusion.

    Immerhin kann man die Hoffnung haben, dass selbst 1 gute Halbzeit ausreicht um den Gegner abzuschießen. Stellenweise ist das schon ziemlich brutal was die Bayern da mit ihren Gegnern machen.

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Äh – brutal ja, aber gegen welche Gegner? Kanonenfutter läuft Dir in der CL ab dem Achtelfinale in der Regel nicht mehr über den Weg. Ich bezweifle, dass wir in der Lage sein werden, eine Mannschaft wie Chelsea in den ersten 45 Minuten so abzuschiessen, dass sie sich davon nicht mehr erholen. Das hat ja gestern nicht mal in Köln geklappt. Lass da mal das 1-3 in der 46. nicht aberkannt werden. Bin mir nicht sicher, ob dann das Spiel nicht plötzlich gekippt wäre.

      Willy spricht das – wie eigentlich fast immer – in seinem Beitrag von 12:01 perfekt an. Ich sehe das ebenfalls so, dass sich das “böse Erwachen” dann nicht auf ein Spiel beschränken würde, sondern wir wieder Gefahr laufen, einen”Knacks” zu bekommen.

      Was mich für die CL Spiele hoffen lässt ist, dass gegen die bisher beiden als “stark” eingeschätzten Gegner Schalke und Leipzig etwas moderater ins Spiel gegangen wurde.

      1. Stiftl, sieh dir die diversen Saisonverläufe egal unter welchen Trainer an und du wirst immer wieder genau dieses “böse Erwachen ” finden. Da verliert man dann auch schon mal in der Arena gegen Mainz. Auch unter einem Heynckes oder einem Guardiola war man vor solchen Spielen nicht gefeit.
        Und selbst in CL-Gruppenspielen findest du dieses “böse Erwachen” und auch nicht nur beim FCB.
        Da holen sich dann die späteren CL-Sieger auswärts beim Kanonenfutter die Niederlagen ab.
        Und erst das “böse Erwachen” beendet das “Schönreden”.
        Nimm dir doch Müllers Aussage, der weiß genau woran es liegt – aber der weiß auch, wie schwer es ohne “böses Erwachen ” ist, das aus den Köpfen rauszubekommen-
        Die positive Statistik im Hinterkopf überdeckt eben alles.
        Ein 0:1 gegen Leipzig, was ja nicht ausgeschlossen war, wäre das “böse Erwachen gewesen” und dann hätte es auch keine Argumente mehr gegeben, denn dann war die Tabellenführung erst mal weg UND aus eigener Kraft nicht mehr erreichbar sondern nur noch mit Hilfe anderer.
        Aber so – man ist doch Tabellenführer, alles ist gut! Und auch gestern zeigt nach dem Spiel der Blick auf die Tabelle erst mal – alles ist gut.
        Hoffen wir mal, dass das “böse Erwachen “nicht gerade im CL-AF kommt.

      2. Was heißt böses Erwachen? Wie sieht es mit dem bösen Erwachen für Real Madrid, Barcelona, Man City und Co. aus? Die spielen allesamt höchstens eine bisher sehr durchschnittliche Saison. Einzig Liverpool überstrahlt alles mit ihrer Siegesserie, aber die spielen oftmals auch nur sehr überschaubar. Wie viele knappe Siege waren das mit Last-Minute-Treffern?

        Wir haben bislang jeden Gegner in der Rückrunde (außer eben RaBa) im handumdrehen zerlegt und das Spiel austrudeln lassen. Von daher ist die Frage in wie fern das eben sogar Vorgabe ist um auch im Alltag der Bundesliga im Mittelfeld / Abwehr unter Wettbewerbsbedingungen unter Stress gesetzt zu werden, weil im Prinzip kann mir keiner erklären warum man Köln gestern auch in der 2. Halbzeit nicht in den eigenen Strafraum hätte pressen können, wenn man denn gewollt hätte.

        Immerhin war das ja eines der Hauptprobleme in den Jahren mit extrem ballbesitzorientiertem Fußball, dass man in der Liga so gelangweilt war und gegen starke Gegner zu schnell überfordert war. Im Grunde die falsche Balance über die komplette Saison hinweg wenn man die CL als Ziel sieht.

        Und Justin beschreibt es ja im Artikel auch sehr zutreffend, geht mir persönlich auch nicht anders. Man gewinnt mit 3 Toren Unterschied, schießt quasi in jedem Spiel 3, 4 oder sogar 5 Tore und trotzdem stellt sich ein Gefühl der Unzufriedenheit ein. Was wäre passiert wenn unsere Mannschaft gegen alle Gegner 90 Minuten durchgezogen hätte? Bei dem momentanen Lauf im Angriff muss man ja fast befürchten, dass dann tatsächlich der Rekordsieg von 12:0 eingestellt werden könnte, und zwar in jedem Spiel.

        Keine Ahnung ob das zielführend wäre. Aber wie gesagt habe ich auch keine Ahnung warum wir derzeit diese 2 verschiedenen Gesichter unserer Mannschaft sehen. Wenn wir wirklich auf den ganz großen Wurf spekulieren (CL) müssen wir jetzt natürlich erst das 1/8 überstehen, aber die Karten kommen dann so wirklich erst im April auf den Tisch. Da müssen wir dann wirklich liefern. In der Liga reicht es offensichtlich derzeit gegen die meisten Gegner gute 20 Minuten abzuliefern um einen deutlichen Sieg nach Hause zu bringen.

        Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht.

      3. Ich glaube wir reden gerade etwas aneinander vorbei: ich meine nicht das böse Erwachen in Form eines Spieles, das in den Sand gesetzt wird und es ist dann eigentlich nix Schlimmes passiert. Da bin ich bei Dir, das ist “Alltag”.

        Mir bereitet etwas Anderes Sorge: ich kann mich nicht daran erinnern, wann in den letzten 20 – 30 Jahren derart zum Teil dürftige Leistungen so “lautlos” über die Bühne gegangen sind – und das dann noch in mittlerweile (un)schöner Regelmäßigkeit.

        Früher hatte Uli da als Manager dazwischen gehauen, wenn die Selbstzufriedenheit zu groß wurde, später hatte “Motzki” Sammer diesen Part ausgeführt. Und bei Kovac kam die öffentliche Kritik von Rummenigge. Aber jetzt? Fällt das niemand sonst hier auf, wie merkwürdig ruhig es in dieser Hinsicht geworden ist?

        Dass das daran liegt, weil unsere Bosse endlich eingesehen haben, dass man das intern hinter verschlossenen Türen diskutiert, vermag ich nicht zu glauben – dann dürften sich diese Vorstellungen nämlich nicht immer wiederholen.

        Meine Befürchtung ist, dass man still hält, um Flick nicht anzuzählen. Schliesslich wurde die Trainerwechselpatrone in dieser Saison ja schon verschossen. Und man hofft einfach darauf, dass es schon so eben irgendwie gut gehen wird. Wir sind ja Tabellenführer ….

        Das hat für mich was von Kopf in den Sand stecken. Und damit verlieren wir eine unserer größten Stärken, die uns in den vergangenen Jahrzehnten ausgezeichnet hat: nämlich auch im Erfolg Kritik zu üben und die richtigen Weichen zu stellen.

        Und jetzt zurück zu meiner Version des “bösen Erwachens”: das sieht dann so aus, dass wir aus dem seeligen Wolkenkuckucksheim stürzen und zwar so heftig, dass die Mannschaft über längere Zeit (und eben nicht nur ein Spiel) in ein tiefes Loch fällt.

      4. @Stiftl: Dass man dazu vom Verein nichts hört (außer von den Spielern selbst und dem Trainer, der auch nicht zufrieden ist mit dem 2. Gesicht), wundert mich auch. Aber ich sehe nicht, dass es dabei darum geht, den Trainer zu schützen. Anscheinend kann er der Mannschaft ja den passenden Fussball beibringen. Nur die Mannschaft bringt es eben nicht konstant auf den Rasen.

        Und unter Sammer oder auch in Zeiten davor (Beckenbauer: “Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft”) wurde die Manschaft schon auch mal von den Vereinsbossen angezählt, ohne dass der Trainer gleich mit angeschossen wurde. Nur glaube ich, dass wir hier aktuell ein Problem mit der Autorität haben. Kahn ist zu neu, der muss sich erstmal einfinden. Brazzo (“das darf uns nicht passieren”) kann wenig sportliche Kompetenz vorweisen, die ihm Autorität verleiht, weil er bisher keine Erfahrungen als Trainer oder in vergleichbarer Position hat und auch keine großen Erfolge als SpoDi vorzuweisen hat, die ihm Respekt bei CL-Siegern wie Müller oder Neuer verschaffen. Bleibt KHR: bei ihm gewinne ich zunehmend den Einruck, dass er sich zurückzieht und den Neuen das Feld überlassen möchte. Er könnte wohl noch am ehesten mal “poltern”, aber er scheint daran kein großes Interesse mehr zu haben – zumindest nicht, wenn man antizyklisch agieren müsste (den von den Ergebnissen her passt es ja noch).

      5. Stiftl, wir sind doch nicht die Einzigen, denen es so geht. Sieh dir doch mal diverse Kommentare unserer “Konkurrenz” an – da spricht einer vom Gipfelkreuz, dass einige anscheinend nicht erreichen wollen.
        Der nächste spricht von einem “lahmarschigen Auftritt”.
        Nur wo ist der Unterschied zu uns.
        Beim einen war es das Ausscheiden aus dem Pokal – vorbei, nicht mehr zu korrigieren!
        Beim anderen war es der Verlust der Tabellenführung wegen einer verkorksten Halbzeit, in der man seine Möglichkeiten nicht genutzt hat. Und nach dem 0:0 in München kann man das aus eigener Kraft auch nicht mehr korrigieren.
        Das heißt, die hatten ihr “böses Erwachen” und zwar mit gewaltigen Konsequenzen – eine der drei Hochzeiten ist gelaufen und bei der zweiten braucht man fremde Hilfe. Die 3. – CL erst mal geschenkt.
        Und deshalb ist es so schwer, den Hebel umzulegen – denn es ist ja nichts passiert. Im Gegenteil!

      6. Tja, Anton. Genau das meine ich. Wir sind in dem Punkt in all den letzten Jahren BESSER als die Konkurrenz gewesen. Weil bei uns antizyklisch dazwischen gehauen wurde. Und jetzt? Nada ….

      7. Mal noch eine mögliche Antwort aus einem anderen Forum:
        ch sehe das so:

        Nehmt mal an ihr seid Trainer:
        Halbzeit, 3:0, qualitativ und quantitativ selber Kader.

        Take 1: Leute bitte nicht nachlassen, sonst müssen wir noch mehr laufen, nämlich dem Ball und dem Gegner hinterher, wäre dumm und macht auch keinen Spaß.

        Take 2 (nächstes Spiel, wieder Führung, nachdem keiner im ersten Spiel euch geglaubt hat):
        Leute, habt ihr gesehen, was passiert, wenn ihr nachlasst, deswegen bitte weiter Gas geben.

        Take 3 (wieder Führung, wieder letztes nach schlechter 2. Halbzeit gewonnen):
        Leute, ich schau mir das nicht, mehr an.
        Wenn ihr jetzt in Halbzeit 2 wieder nachlasst, muss halt in Zukunft der Spieler….ähm, (Ihr schaut auf den Kader)….ja wer ist denn eigentlich noch da?…ähm….spielen.

        Weiß man’s?

      8. Wie wäre es alternativ mit Ball und Gegner laufen lassen bei einer 3-0 Führung?

      9. Ich finde es ein bisschen arrogant, ein 4:1 so schlecht zu reden. Als hätte Bayern gegen die Damen B-Jugend der indischen Nationalmannschaft gespielt.

        Am Ende ist das Bundesliga, und jede Mannschaft in der Bundesliga hat Qualität. Was ist denn der Maßstab? Wenn ich mich in Europa umsehe, dann gibt es da bis auf Liverpool keine Spitzenmannschaft die ohne Schwächephasen ist. PSG spielt unter einem Top-Trainer mit einer Mannschaft voller Superstars und liegt am Wochenende 3:0 hinten. Real gewinnt mit Zidane ein ums andere Mal die Champions League und ist jetzt mit Ach und Krach vor einem mittelmäßigen Barca.

        Das macht unsere Leistung in der zweiten HZ natürlich nicht besser. Es hilft aber die Leistung einzuordnen. Vor allem weil keiner je erfahren wird, wie Bayern auf ein 3:2 von Köln reagiert hätte.

  20. Ganbry – findet ihr nicht auch, dass er zunehmend muskulöser wird? Momentan ist er schnell und kraftvoll, aber wenn die Entwicklung so weitergeht wird er unweigerlich Dynamik einbüßen. Dann wird man einen Platz im defensiven Mittelfeld für ihn suchen müssen;)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Nein
      MMn ist er noch nie voll austrainiert gewesen.
      We hat schon bei Arsenal zu früh zu viel Muskelmasse antrainiert.
      Wenn man ihn mal mit Salah Mane Sane Sterling etc vergleicht da fehlen ihm körperlich einige Prozente.

  21. Unglaublich das einige hier so eine Performance wie wir sie in der 1.HZ gesehen haben marginalisieren.
    Wir haben einen Gegner in Form komplett auseinandergenommen.
    Wir haben lange darauf warten müssen endlich mal wieder beide flügelfltzer wirbeln zu sehen mit einem überragenden Müller im Zentrum und einem permanent rochierendem Lewa. Thiago und Kimmich extrem gut das Spiel gemacht. Das war alles absolute Extraklasse.
    Wir hätten natürlich schon mindestens 5-6 Tore machen müssen. In so einem Spiel muss man dann auch mal an Lewa denken dem man heute einfach mehr hätte auflegen müssen-insbesondere Gnabry.

    In der Phase war auch Boa mit seinen Quarterbackpässen fast der alte. Alaba war eigentlich schon von Anfang an unkonzentriert genau wie Davies und Pavard.

    Die unnötige gelbe Karte von Boa war in Prinzip der erste Lapsus.

    MMn ist der Hauptgrund für unsere Anfälligkeit immer noch die Abwehr wobei man nicht vergessen darf das wir quasi monatelang ohne unsere Top IV Suele/Lucas spielen.

    MMn muss Flick peu a peu sich von der make Shift Abwehr verabschieden um die nächsten Monate maximal erfolgreich spielen zu können.

    Alaba ist kein Abwehrchef.
    Ein Abwehrchef muss zuallererst wissen wie man erfolgreich abwehrt. Dazu unterlaufen ihm erstens zu viele Stellungsfehler und zweitens ist er körperlich zu schwach im 1/1.
    Boa ist irgendwann im Spielverlauf eine liability weil er auch nicht mehr verlässlich verteidigt.
    Pavard ist eigentlich physisch und von der Veranlagung her ein guter Verteidiger der aber Ansage eines IV benötigt.

    Davies offenbart in der Rückwärtsbewegung außer seiner Schnelligkeit und Physis immer mehr Schwächen im Stellungsspiel. Das hat Nagelsmann schon erkannt und überwiegend über Rechts attackieren lassen. Er steht zu oft zu weit vom Gegenspieler weg der dann gefährlich vorbereiten kann.

    Wir können diese make shift Abwehr nicht beibehalten nur um Davies einen Platz zu ermöglichen.

    Gegen Chelsea wird es nochmal so laufen aber danach wird Lucas wieder LIV oder RIV spielen müssen wenn er wieder voll fit ist. Ob Alaba neben ihm dann die richtige Lösung ist bezweifle ich.

    MMn muss man zwischen Lucas Javi Alaba Pavard die optimale Mischung finden. Kimmich auf RAV zurückzuziehen wird nix bringen.

    Es ist eine komplexe Situation die aufgrund der monatelangen Ausfälle von Suele und Lucas,den Anfälligkeiten von Boa und Javi und einem fehlenden RAV verkompliziert ist.

    Jede Lösung hat mMn gravierende Defizite, Flick muss herausfinden welche die mit den geringsten ist.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das mit dem Davies, der vor der Saison von dir als Fehleinkauf bezeichnet wurde, gefällt dir gar nicht. Der Junge ist 19 und spielt eine überragende Saison. Vielleicht liegt es eher am Mittelfeld, dass die Spiele in der zweiten Halbzeit aus dem Ruder laufen. “Weltklassespieler” wie Thiago oder Kimmich müssen da Ruhe ins Spiel bringen. Oder ein Trainer, der mal sagt: “Laßt euch bei einer klaren Führung auf keinen Schlagabtausch ein und spielt das Spiel locker nach Hause”.

    2. Wenn man halt ein Weltklasse-Duo im zentralen Mittelfeld hätte, könnte man mit dieser Abwehr auch den Laden dicht halten. Kann mich an Zeiten erinnern, als wegen Personalrat Rafinha, schon mal Alaba, Kimmich oder T44 Innenverteidiger spielten und wir wenig bis nichts zugelassen haben, weil wir im zentralen Mittelfeld über 90 Minuten die Hosen anhatten und dem Gegner keine Räume und keine Zeit gelassen haben.

      1. Personalnot natürlich

  22. @918….“ Wir haben einen Gegner in Form komplett auseinandergenommen“.
    Genauso ist es. Das war Fußball wie man ihn einfach lieben muss. M.M.n. war in der Offensive einfach alles da. Und auch das Pressing war super. Das war klasse. Die zweite Halbzeit war dann leider mal wieder mal gar nichts. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, glaube ich, das die (klasse) Spielweise des ersten Durchganges einschlafen zuviel Körner gekostet hat. Und bei der Zussammenstellung unseres Kaders einfach nicht genug für so eine Spielweise gleichwertig rotiert werden kann. Natürlich kann man über die Zusammenstellung der Viererkette diskutieren. Fakt ist aber such, das die ganze Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht mehr soviel Aufwand in der Defensive betrieben hat. Ich würde gerne mal eine gesamte Auswertung der Laufleistung und Sprints der ersten vs zweiten Hälfte sehen. (vielleicht sogar für die letzten Spiele) Evt. Könnte das einige Erkenntnisse bereitstellen.
    Trotz der Schwankungen sehe ich unsere Mannschaft auf einem guten Weg. Es werden neue Lösungen präsentiert und gerade das Spiel in der Offensive ist wieder viel variabler geworden.

  23. Oweia.

    Wir haben einen Gegner in Form komplett auseinandergenommen.

    Kollegen, das war der 1. FC Köln, und nicht Barcelona, Madrid oder City … Kommt bitte auf den Boden zurück.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der Tabellenvierzehnte. Das darf man nun wahrlich nicht glorifizieren.

      1. Der Tabellenzweite der letzten 7 Spiele vor dieser Partie; daheim mit 4 Siegen, 1 Unentschieden in den letzten 5 Spielen; darunter ein souveränes 2:0 gegen Leverkusen, die hier meiner Erinnerung nach neulich noch als Top-Team gewertet wurden, während Dortmund nicht auftauchte; in der HR haben sie es dem BVB daheim ebenfalls sehr schwer gemacht, bis am Ende die Körner fehlten

        Ich bin wahrlich kein Freund davon, diesen Gegner als Kanonenfutter hinzustellen. In solchen Partien haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen und wie gut Köln ist, wenn man sie nicht mit 100 % ernst nimmt, zeigt die zweite Halbzeit. Ist das jetzt der Maßstab für die CL? Ganz sicher nicht. Aber den Gegner so auseinanderzuspielen wie in der ersten HZ ist auch nicht selbstverständlich.

      2. @Justin:
        Na ja.
        Als es hier um die Bewertung von Kovačs Arbeit ging, gab es Stimmen, die meinten, der FCB wäre der Liga komplett enteilt und da gäbe es überhaupt keine Gradmesser mehr.
        Plötzlich soll Köln es jetzt doch einer sein? Passt nicht.
        Deinem letzten Satz stimme ich uneingeschränkt zu.

      3. Ein Gradmesser sind sie mMn nicht. Selbstverständlich ist es trotzdem nicht, die Truppe so herumspielen wie in den ersten 45 Minuten. Was die Unzufriedenheit über die zweiten 45 angeht, haben wir sicherlich einen Konsens.

    2. Nun ja, frag mal die Sportskameraden aus Leverkusen, wie das so ist.
      Gegen den BVB kann man mal so machen, aber gegen den FC Köln? Hmm

      Kannst du auch nicht erklären. Genau wie Werder im Pokal gegen den BVB.

  24. Na, ja @Stiftl! Auch einen Bundesligisten “zerlegt” man nicht mal eben so im Vorbeigehen! Klar gehört der FC nicht zur Creme de la Creme in Europa, und gegen Barca und Co. werden wir uns reichlich strecken müssen, um zu siegen! Aber ein im Vergleich dazu schwächerer FC ist nun auch kein Fallobst, und somit ist es eine reichlich respektable Leistung, gegen die Domstätter, die immerhin mit einer Empfehlung von 5 Siegen aus 6 Spielen antraten, eine solche 1. Halbzeit hinzulegen, wie unsere Jungs es geschafft haben!
    Und das, das sei nur dezent erwähnt, mit einem Kombinationsfußball vom Feinsten – so wie zumindest ich ihn sehen möchte!!!

    Hinsichtlich der Gründe für den Einbruch in der zweiten Halbzeit bin ich durchaus bei dir, @Stiftl!
    Eine Mischung aus nachlassender Motivation, noch fehlendem Plan B und ausbleibendem “Donnerwetter”; antizyklisch nach einem Sieg mit “Hängen und Würgen”, wenn alle sagen “passiert halt, weiter machen!” Nein, da muss gegengehalten werden, und ich entsinne mich mit Bedauern eines Sammers, der nach einem soliden 2:0 gegen Bremen auswärts sehr deutlich von einer “lätschernen Vorstellung” sprach, und damit genau den Finger in die Wunde legte! Das fehlt im Moment!

    Zu wenig Körner als Grund kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt der Spielzeit noch nicht vorstellen, jetzt müssten die Jungs eigentlich noch voller Kraft und voll im Saft sein!
    Hingegen hat die Überlegung von weiter oben Charme, wonach der Leistungseinbruch gewollt wäre, um wöchentliche Kantersiege und damit eine ins Unermessliche steigende Selbstzufriedenheit zu verhindern – der dann womöglich der gnadenlose Absturz genau zum unpassenden Zeitpunkt folgen könnte. Es wäre allerdings schon gewagt, und es ist dann immer noch die Frage, warum es nicht gelingt, aus dem niedrigen Drehzahlbereich wieder hochzudrehen, wenn es drauf ankommt!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Natürlich war es eine tolle Leistung in der ersten Hälfte. Aber hier scheint sich einige davon übereuphorisch davon blenden zu lassen. Das wollte ich hervorheben.

      Das mit dem gewollten Leistungseinbruch halte ich für nicht plausibel. Dasselbe Ziel wäre auch mit kontrollierter Spielweise erreichbar.

      1. Ich glaube eher an Müller – jeder weiß, woran es liegt, aber solange die Ergebnisse stimmen, ist es schwierig im Kopf umzuschalten.
        Und wenn man sich gerade die 2. Halbzeit vom Sonntag nimmt – da beginnt in der 46. Minute das Gegurke und genau 20 min später fällt das 4:0.
        Genau wie im Pokal zuerst ein Eigentor, dann das 3:1 und danach eine grauslige 2. Halbzeit, bis dann in der 80. das 4:1 fällt.
        Es fällt eben nicht das Anschlußtor – als Weckruf, nein man setzt sogar noch einen drauf.
        Und da kann man dann reden, was man will.
        Und erschwerend kommt noch hinzu, dass ja die Wechsel auch keine Besserung gebracht haben.
        Wir können ja viel spekulieren, was gerade los ist, aber Fakt ist nun einmal, dass einem die Ergebnisse und auch der jeweilige Spielverlauf nicht mehr viele Argumente lassen.

        Was willst du denn machen? Da führt die Mannschaft nach toller 1. Halbzeit 3:0, spielt dann 20 min grottig und schießt dann das 4:0. Hmm!

        Das muss einem ja nicht gefallen, aber so ist es nun mal. Da kann man jetzt argumentieren – ja wenn…..
        Wenn war es aber nicht. War ja im Pokal genau das gleiche – ja wenn…..!

  25. @Stiftl. Okay……dann ist wieder mal so gewesen wie immer. Der Gegner (Bilanz der letzten Spiele von Köln [email protected] Osrig) war wieder schwach. Und nein ….es kann einfach nicht daran liegen, das wir einfach mal eine Halbzeit sehr gut gespielt haben. Ich bleibe dabei. Die Leistung in der ersten Halbzeit war m.M.n. top. (Und der Gegner sicherlich Zuhause zu diesem Zeitpunkt kein top CL Club aber weitem auch kein Fallobst.)

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mal genau in replay die Szenen gegen RBL TSG und FC ansehen.

      Davies steht zu oft zu weit vom Gegenspieler weg. So gut wie er angefangen umso schlampiger wird sein Defensivverhalten.
      Alaba müsste ihm als Abwehrchef mal klare Anweisungen geben aber ist seltsamerweise selbst oft zu unkonzentriert.

      Und beim Gegentor waren wir in Überzahl wobei erst Pavard sich extrem einfach überspielen ließ und dann weder Alaba noch Davies mit dem Torschützen mitgegangen sind sondern einfach zugesehen haben.

      Das sind simpelste Defensivabläufe die nicht stimmen. Bei 4:0 muss man eben die Jungs locker abkochen und nicht spielen lassen

      1. Bin ich bei Dir. In den KO Spielen sollten wir möglichst Alaba auf LV stellen. Von den Anlagen ist Davies einfach Klasse. Der hat m.M.n. fast alles. Etwas mehr Führung, Erfahrung und Ruhe. Dann kann das echt ein Kracher werden. (Würde ihn gerne mal auf Linksaußen sehen. War schon ein gelungenes Dribbling gg. Köln).

      2. Ein Spieler wird maßlos überhöht, ein anderer gnadenlos niedergemacht.
        Eine gesunde Mitte würde manchmal nicht schaden.

      3. @wohlfarth
        Dazu müßte man in der Lage sein seine vorgefertigte Meinung zu überdenken. Bei einem Foristen sind Thiago und Kimmich Weltklasse (sie waren es bei ihm sogar in der Vorrunde) und der Phonzie ist ein Fehleinkauf. Und dabei bleibt er und tut uns das auch am Tag mehrmal kund :-)

      4. @rainer
        Merkst Du was hier abgezogen wird?
        Flick macht es überragend nach 18 Monaten Durststrecke. Alle Spieler haben fun, die Stimmung im Team ist wieder phantastisch.
        Dem Team wird nicht mehr underdogtum gepredigt sondern wir treten so dominant auf wie zu besten Jupp und Pep Tagen. Flick wird die Nachlässigkeiten sicher so adressieren und vor allem eine Abwehrformation finden die uns weiterbringt. Er wird wissen das es in der CL auf Erfahrung ankommt!

        So jetzt CFC gegen MUFC

        Ps der von Salihamidzic so verehrte cho wird wieder mal nicht aufgestellt

  26. @Siftl…..habe leider deine Antwort zu spät gesehen. Sorry ;-).

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Alles gut, Hauptsache Du schreibst nächstes Mal meinen Nick richtig :-)

      1. Ich strenge mich an. Sollte klappen.. :-).

  27. Kommt selten vor, dass ich SZ-Artikel zum Thema FCB empfehlen kann, aber dieses Mal schon: https://www.sueddeutsche.de/sport/manuel-neuer-bester-mann-beim-4-1-1.4802206

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es scheint hier zum guten Ton zu gehören auf SZ-Artikel zu schimpfen – aber ich lese sie meistens sehr gerne. Fußballspezifische und taktische Themen kommen zwar oftzu kurz, aber als kritischen Blick von außen auf das Gesamtkonstrukt FCB finde ich sie oft überzeugend.

      Diesen Artikel fand ich auch ziemlich treffend – aber einmal blieb mir der Atem weg und ich habe mich bis jetzt noch nicht von dem Schock erholt:
      “Aber in der Klubführung können sie selbst nicht verstehen, warum der 23 Jahre alte Nübel in den Handel eingewilligt hat, denn seine Aussichten auf Einsätze im Bayern-Tor sind keine guten.”
      Klar, das lag irgendwie auf der Hand, denn rational ist die Situation nicht zufriedenstellend aufzulösen: irgendwo muss ja ein schwaches Glied in dieser Kette von Merkwürdigkeiten sein – und das kann nur Nübel selbst sein. Aber dass der Vorstand mehr oder weniger offiziell sein zynisches Gebaren auf dem Transfermarkt eingesteht, das hat mich wirklich erschüttert. Das hat nichts mit Miasanmia zu tun, das ist eher pervers.
      Die Transferpolitik der letzten ein, zwei Jahre ist wirklich kaum nachvollziehbar. Die Mannschaft wird nicht wirklich verstärkt und nebenbei wird der Ruf des Vereins ruiniert, denn das ist doch das Resultat der Nübel-Affaire.
      Kein Wunder, dass aufstrebende Talente lieber nach Dortmund gehen.
      ——————
      PS. Vielleicht hat Klinsmann recht, dass der Trainer auch die Position des Managers ausfüllen sollte – in unserem aktuellen Fall zumindest würde das die Transferpolitik wahrscheinlich vernünftiger und menschlicher machen.

      1. Was erzählst Du da?

        Die clubführung hat völlig rational und professionell agiert.

        Das jetzige Kaderproblem geht auf das unselige Uli KHR Problem zurück und das wir einen unbeholfenen unerfahrenen Sportdirektor haben.

        Die Probleme werden jetzt gelöst.

        Es ist gut das wir eine Struktur haben wo mehrere einem Transfer zustimmen müssen.

        Aber richtig ist das es Unsinn ist das Salihamidzic auf der Bank sitzt denn da gehört er nicht hin

      2. Von einer Qualitätszeitung wie der SZ erwarte ich zumindest das Bemühen um eine faire Darstellung der Verhältnisse. Das ist aber m.E. nicht annähernd gegeben. Vergleiche doch nur mal über einen längeren Zeitraum die Wortwahl, die Wahrnehmungsweise (permanentes negatives framing!) und z.B. auch die fotographische Gestaltung der Berichterstattung im Vergleich zum BVB. Kritisch gegenüber manchen Vorgängen bei uns bin ich auch, nur: ähnliche Kritikpunkte werden bei dem schwarzgelben Lieblingsverein der Redaktion nicht erhoben. Klar, Röckenhaus darf ab und zu gegen Favre schießen, wenn es gerade nicht läuft, und auf diesem Weg hat man auch geholfen, eine negatives Bild von Tuchel zu erzeugen, weil Watzke ihn loswerden wollte. Was wäre denn los, wenn sich bei uns so ein brauner Mob auf der Tribüne tummeln würde, ohne dass ernsthaft was dagegen unternommen wird von Vereinsseite, oder wenn wir so eine Transferpolitik fahren würden wie die im Moment: das ist doch eher ein Unternehmen zum An- und Verkauf von Spielern geworden denn ein Fußballverein, so schnell wie die Leute da kommen und gehen. Bayern hat einen finanziellen Vorteil vor dem BVB, der BVB aber genauso vor allen anderen außer Bayern. Ist das in Bezug auf den BVB jemals Thema, wenn es um deren Erfolge geht? Das herrscht permanent so ein Jubelton vor. Und so könnte man noch gut weitermachen: Wegkaufen von Talenten, die dann doch versauern auf der Ersatzbank (Dahoud z.B.), aufgeblähter Kader usw. Wäre in unserem Fall längst Dauerthema. Sorry, nö, die waren mal gut, mittlerweile sind sie meistens peinlich.

      3. @severalseasons
        Ich stimme dir wirklich ausnahmslos in allem zu, komme allerdings zu einem anderen Schluss. Mein Miasanmia-Selbstverständnis ist so stark, dass ich mit der ständig negativen Perspektive der SZ bezüglich FCB keine Probleme habe; umgekehrt bin ich dankbar für kritische Aspekte, die anderswo nicht oder kaum thematisiert werden.
        Das alberne Glorifizieren des BVB finde in ziemlich amüsant – solange sie in der Tabelle irgendwo hinter uns stehen. Was mich allerdings – wie dich auch – nervt, ist die Beurteilung der Transferpolitik des BVB (oder auch Frankfurt etc.). Ich finde es ein grausames Geschäftsmodell, ausgeführt mit Investoren-Mentalität, zugekleistert mit Echte-Liebe-Schmarrn.

      4. @918
        Ich dachte es sei selbstverständlich, dass wenn jemand im Moment etwas Positives über Klinsmann sagt, das nur ironisch gemeint sein kann.
        Ja, der Transfer war rational und professionell – aber in einer Art und Weise, die mir nicht gefällt. Es scheint eine kluge Investition zu sein und sollte Manuel Neuer sich wirklich noch einmal langfristig verletzten (toitoitoi), dann wäre Nübel auch sportlich eine Bereicherung. Aber darüber hinaus fehlt mir die menschliche Dimension in diesem Transfer: dass man einen Spieler vor allem deshalb verpflichtet, weil man ihn braucht, weil man von ihm überzeugt ist und weil man bereit ist, ihn wirklich vollumfänglich in die Familie zu integrieren. Nach meinen Informationen wurde Nübel verpflichtet, weil er billig und verfügbar war und eventuell irgendwann einmal nützlich werden könnte; gleichzeitig wurde Sven Ulreich (ein guter Torwart, der sich immer absolut vorbildhaft verhalten hat) eiskalt abserviert.
        Mir ist die ganze Transferpolitik im Moment zu abstrakt, zu kalt, zu unperspektivisch, zu Play-Station-like. Spieler sind keine Ware. Und wenn wir sie doch als solche behandeln, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir irgendwann eine seelenlose Mannschaft haben. Amen

  28. Der BVB wurde jedenfalls vor kurzem für seinen Sieg über die “wiedererstarkten Kölner” noch allseits abgefeiert…das wiederholte Einknicken nach der Pause muss ohne Zweifel thematisiert werden, aber dass wir wieder so spielen können wie in der ersten, hätte ich vor nicht allzu langer Zeit eher nicht für möglich gehalten. Das ist Flicks Verdienst. Und für einen Müller in der Form, in der er sich gerade wieder präsentiert, hätte man dem Vorgänger-Trainer hier wahrscheinlich von einschlägiger Seite hysterisches Lob zukommen lassen. Ich bin da grundsätzlich mit der Attribution von Ursachen für solche Leistungssteigerungen eher vorsichtig, allerdings hilft wohl tatsächlich, wenn man einem verdienten Spieler auch Vertrauen zeigt.
    Die Organisation in der Defensive darf einfach nicht so einbrechen, und auch das Aufbau-Spiel hat in Hälfte zwei gelitten. Ich denke, hier konnte man auch studieren, welche Folgen der Kimmich-Transfer in die Mitte hatte: Hernandez auf rechts innen (was er nicht gewohnt ist) hat der Stabilität doch enorm geschadet. Konsequenter wäre: Alaba auf sechs, Pavard rechts, Hernandez innen links, Davies außen links, Kimmich außen rechts…Natürlich kann es sein, dass wir auch mal eine krachende Niederlage kassieren, wenn wir weiterhin so zwei unterschiedliche Hälften hinlegen. Das kann wiederum auch kathartische Wirkung zeitigen. Wir brauchen jetzt in der Umbruchphase (und nach eineinhalb Saisons Verfall der Spielkultur!) vor allen Dingen mal einen längeren Atrem, um die nötigen Bausteine zusammenzusetzen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich finde die 2. Halbzeiten auch nicht so prickelnd, aber es passiert eben nichts garvierendes!
      Ich habe es ja schon geschrieben – auf das 3:0 folgt eben nicht das 3:1 als Weckruf sondern das 4:0!
      (Abseitstore werden weder positiv noch negativ zur Kenntnis genommen.)
      Im Pokal folgt auf das 3:1 eben nicht das 3:2 sondern das 4:1.
      Und was macht das mit den Spielern im Spiel im Kopf – “läuft doch”!

      1. Ja. Das “läuft doch” ist exakt das Problem. Umso unverständlicher, dass da im Verein keiner mehr ist, der jetzt mal dazwischen haut.

        Was Müller angeht: ich bin Fan von ihm. Und ich habe schon mal die steile These aufgestellt: wäre Sane im Sommer gekommen, wäre Kovac jetzt noch Trainer. So aber kam Coutinho, der dann auch spielen sollte/musste. Müller war zu Saisonbeginn nicht in Form. Und bei allem was man Kovac wegen Müller ankreidet, sollte man den Tweet von Frau Müller nicht vergessen. Was willst Du denn als Trainer machen? Der Vorstandsvorsitzende schwächt Dich permanent, dann setzt Madame Müller den Tweet ab. Den Thomas dann wieder aufstellen trotz damals fehlender Leistung? Da verlierst Du dann das letzte Quäntchen Autorität. Das Problem ist – gegen Müller kannst Du kein Trainer sein. Den Rest vom Lied kennen wir.

        Coutinho dagegen hat kein Standing im Verein. Daher hinterfragt auch niemand, welchen Anteil Flick an dessen Niedergang haben könnte. Schade, ich sehe das als verpasste Chance, die uns in den kommenden CL KO Spielen gut getan hätte.

      2. Frag mal Nagelsmann, wie das so ist, wenn Frau Forsberg postet. Da ist Lisa aber ein armer Wicht gegen.

      3. Wenn der FCB zu Sammers Zeiten so ein Spiel abgeliefert hat, nannte er es lätscherd, ein Beckenbauer sprach von der Uwe-Seeler -Gedächtis-Mannschaft.
        Nur solange die Ergebnisse stimmen hast du halt ein Problem – alle von Neuer bis Müller sagen, dass die zweite Hälfte nicht gut war – das haben sie aber auch schon gegen Mainz, RB und Hoffenheim gesagt. Und auch der Trainer hat es nach jedem Spiel gesagt.
        Sie wissen es alle ! Aber sie spielen trotzdem nicht anders!
        In der ersten Hälfte wird der Gegner an die Wand gespielt – und obwohl es alle wissen, wird in der 2. Hälfte wieder der gleiche Mist gespielt- und es funktioniert trotzdem.
        Erst wenn es nicht funktioniert, wird man wach werden.
        Die Erfahrungen auch bei anderen Vereinen zeigen doch, dass offenbar nur die Negativerlebnisse helfen.

      4. Naja komm. Die erste halbe Stunde war so ziemlich das Gegenteil von lätscherd.

        Wie bekannt sein dürfte bin ich kein Schönredner und auch kein Freund von Flick (bisher) aber was die Truppe in der Anfangsphase abgefackelt hat war purer Irrsinn. Wo jetzt die herkommen, die das über 90 Minuten erwarten kann ich mir nicht erklären (schließlich war ich mit einigen anderen “Mahnern” der letzten Wochen doch ziemlich alleine).
        Aktuell bin ich auf dem Weg mich mit der derzeitigen Performance anzufreunden und habe auch Verständnis dass man 2 Gänge zurückschaltet wenn man nach 10 Minuten 3:0 führt. Weil es zutiefst menschlich ist.

        Aber man kann jetzt loben oder kritisieren wie man will entscheidend in der nächsten Zeit ist vermutlich ohne NUR das Duell gegen Chelsea. Der Trend stimmt mich momentan positiv.

  29. off topic:
    Zäher kick gerade bei unseren Amateuren. 2-1, 2 mal Otschi. Zirkzee und Singh relativ schwach. Wobei Zirkzee halt Spitze spielen müßte. So läuft er planlos rum ….

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Und am Schluss ein begeisterndes 6:1!
      Klar, Zirkzee in der Rolle ist schwierig, allerdings heute zumindest mal ein Tor geschossen. Bin gespannt wie das nächste Saison ohne Otschi aussieht. Setzt man dann auf Zirkzee in der Spitze?
      Und Arp heute mit den besten 10 Minuten seiner Bayern-Karriere. Nein, keine Ironie, ehrliche Anerkennung.
      Auffällig für mich in der RR, die neue IV-Kombi Mai/Richards scheint tatsächlich ein Upgrade zu der Formation mit unserem Routinier Feldhahn zu sein. Die beiden passen offensichtlich von ihrem Profil her besser zusammen.
      Gerade Mai blüht, “befreit” von dem dominanten Feldhahn, in der Rolle als Abwehrchef sichtbar auf.

      1. Da lästert man über eine schwache erste Halbzeit und dann sowas. Jetzt sind unsere Kleinen auf einmal vor den Turnern. Wer hätte das vor drei Wochen gedacht :-)
        Ich war dem Arp gegenüber ja sehr skeptisch, aber der Junge hat einen gewaltigen Sprung gemacht. Vor allem physisch. Der ist topfit. Hoffentlich habe ich mich getäuscht …

  30. Heute Chelsea vs MUFC

    Jorginho Kante Kovacic sind im Zentrum sehr stark.

    Mount Abraham Willian sind nicht einfach zu verteidigen

    Gegen James Christensen Rüdiger haben wir gute Chancen Tore zu erzielen

    Nur Azpilicueta ist ein abgezocktes Kampfschwein gegen den es Coman oder Gnabry schwer haben wird

    Guter Anschauungsunterricht genau wie nächste Woche gegen Spurs.

  31. Das mit den Dr. Jekyll/Mr.Hyde Halbzeiten gabs unter Kovac auch zu Hauf, nur nicht so extrem. HF DfB Pokal in Bremen, da dominieren wir das Spiel zu großen Teilen, verdaddeln auch wieder jede Menge Halbchancen, führen aber 2:0. Dann kippt das von und bis dahin kontrollierte Spiel innerhalb von 10 Minuten komplett und wir ziehen mit einem halbgeschenkten Elfer doch noch ins Finale ein. Oder der Einbruch in der 2.Hz gegen LIV.

    Generell kommt mir hier ein Aspekt zu kurz: Wir haben momentan zu wenig ausgebuffte, routinierte Fußballpersönlichkeiten auf dem Platz. Schweini, Alonso, Lahm, Hummels, Robben, alles das waren Spieler, die ein Spiel lesen konnten und sich dementsprechend verhalten, anpassen und den Rhytmus der Mannschaft bestimmen konnten. bzw. auch die Mitspieler auf dem Platz instruieren konnten. Da sehe ich im Moment echte Defizite. Kimmich möchte das gerne, der ist aber oft genug noch mit sich selber und seinen eigenen Stockfehlern beschäftigt und meiner Meinung nach auch so aufgesetzt aggro, Neuer ist mir als TW zu weit vom Geschehen weg, Lewa ist Stürmer und eher egozentrisch geprägt. Der einzige Spieler mit solchen Fähigkeiten ist Thiago – wenn wir den ziehen lassen, verstehe ich die Fußballwelt nicht mehr. Momentan sehe auch keinen wirklichen Abwehrchef, da ist noch gar nichts zusammengewachsen.

    Und Leute, das ist der Umbruch. Nicht nur mit den neuen Spielern auch mit neuen Trainern.
    Und ich finde, bis hierher bekommen wir es ganz ordentlich hin.

    Bis wir wieder mit City und Konsorten auf Augenhöhe sind, vergehen noch ein paar Monate.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Suele und Lucas haben monatelang gefehlt

      Alaba ist kein Abwehrchef

      1. Nichts anderes habe ich gemeint.

      2. Claro
        Thiago müsste den Part übernehmen.
        Unterstützt von Kimmich- da fehlt manchmal das Verständnis noch- Kimmich muss sich dann auch einfach mal die Ruhephase in Ballbesitzfussball fallen lassen anstatt weiter zu jagen.

        Aber das Hauptproblem ist die unaufmerksame Abwehr

  32. Also die Chelsea Abwehr um Rüdiger ist extrem anfällig.

    Da Kante jetzt wohl ausfällt sollten wir das Spiel dominieren können

  33. AA auf 100.000 Kapazität?
    Das wäre grandios

  34. Mir wird die erste Halbzeit immer noch zu sehr glorifiziert. Ja, das war eine tolle Leistung.
    Aber: bei den ersten beiden Toren hatte ich das Gefühl, als sei Köln gedanklich nicht auf dem Platz. Ich denke unsere Spielweise war extrem dadurch begünstigt, dass Levi sofort zu Beginn das 1-0 super macht. Das 2-0 verbuche ich unter Kölner Schockstarre, anders ist deren Passivität da nicht zu erklären. Unsere “Brillianz” in diesen Minuten hat also schon etwas mit einer – zu diesem Zeitpunkt – nicht vorhandenen Kölner Leistung zu tun. Das sollte man in meinen Augen beachten und nicht, wie erfolgreich sie in den letzten sieben Spielen waren.

    Nach dem 2-0 muss es eigentlich Elfer gegen uns geben. Und dann? Das 4-1 übertüncht einfach in meinen Augen zu vieles. Gegen Paderborn wird das ähnlich laufen. Und ich habe die Befürchtung, dass die Truppe dann mit zu viel Selbstgefälligkeit gegen Chelsea antritt.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich halte unsere Mannschaft auch für labil, wenn sie Gegendruck ausgesetzt ist (sei es von Seiten des Schicksals, des Gegners, des Schiedsrichters o.ä.); es fehlen einfach noch ein paar gestandene Anführer auf dem Platz (v.a. im Mittelfeld), die selbst in kritischsten Situationen kühlen Kopf bewahren.
      Aber die ersten 30 Minuten in Köln waren einfach klasse!

  35. Nach dem gestrigen Chelseaspiel kann man nur hoffen das wir die Partie genauso angehen und gegen die löchrige Abwehr schnell 1-2 Tore machen.

    Dann muss aber alles auf Thiahos Kommando hören und wir mal Tempo rausnehmen aber trotzdem in der Lage sind immer Anspielstationen zu haben um den Ball laufen zu lassen.

    Auch Klopp hat gelernt das man Ausruhphasen im Spiel braucht und die hat man nur wenn man Ball und Gegner laufen lässt.

    Ausruhphasen kann man auch so spielen wie Real gegen uns indem man sich bis zur Mittellinie zurückzieht und als Team so kompakt steht das jede Ballzirkulation ins Leere läuft und ungefährlich bleibt.

    Gestern saßen Pulisic CHO Abraham Loftus-Cheek noch verletzt draußen.
    Kante hat wohl eine Adduktorenverletzung und könnte ausfallen. Christensen wohl auch mit Gehirnerschütterung oder Nasenbeinbruch.

    Trotzdem ist Chelsea ein Team das und in einem wilden Schlagabtausch schwer bestrafen kann. Sie sind extrem schnell im umschaltspiel nach ballgewinn und vor allem auch kopfballstark. Warne vor Giroud und Rüdiger.

  36. Vorweg: Das soll keine Provokation oder Ähnliches sein. Es ist mein aufrichtiges Interesse, das hier spricht. Ich finde die Entwicklung in diesem Blog nämlich einigermaßen spannend. Letztes Jahr spielte Bayern im Pokal gegen Bremen, begann gut, baute dann stark ab und kam nochmal zurück.
    Ein paar Kommentarausschnitte dazu, ohne Namen zu nennen:

    „Ich fordere nicht, dass dieser Blog uns mehr abfeiert. Höchstens, dass er nicht ganz soooo kritisch ist :-)“

    „Wie immer wird nach einem packenden Spiel rumgemäkelt. Bayern hat gestern, bis auf zwei Minuten, sehr souverän gespielt und hochverdient gewonnen.“

    Zum dürftigen 3:2-Erfolg in Augsburg:

    „ Man kann eine Situation annehmen und auf Besserung hoffen oder rumheulen. Jeder wie er will.“

    Zum 1:1 in Nürnberg:
    „Warum das heute so schlecht von unserer Seite war? Vielleicht war die gestrige BVB Pleite für die Einstellung nicht gut: hey, heute geht es nur gegen Nürnberg und die vier Punkte Vorsprung haben wir sicher.“

    Zum 0:0 in Leipzig; ungefähr vergleichbar mit dem 0:0 vor einigen Wochen:

    „Also von armselig hab ich heute nix gesehen und bisher auch keine diesbzgl. Kommentare von “Fachleuten” nach den Spiel gehört. Aber wahrscheinlich wirkt sich die Anti Kovac Brille stark aufs Sehvermögen aus ;-)“

    „Leute, Leute. Durch eure permanente Miesmacherei merkt ihr nicht mal, dass Bayern gegen einen starken Gegener dominant gespielt hat, kaum Chancen zugelassen hat und war die klar bessere Mannschaft.“
    [xG RaBa 0,6:1,3 FCB]

    „Wenn ich keine Ahnung habe, überhaupt nicht die Umstände kenne und beurteilen kann, warum Kovac die Mannschaft so spielen lässt: warum respektiert Ihr mal seine Entscheidungen nicht einfach und stellt mal Überlegungen an, WARUM er so handelt?? Stattdessen wird ständig gejammert und genörgelt über ihn.“

    ——

    Ich könnte jetzt so weitermachen. Wohingegen ich von den Leuten, die ich hier zitiert habe, seit der Flick-Übernahme doch sehr häufig Kritik am Trainer, Kritik am Blog für zu wenig Kritik und Unzufriedenheit mit der Spielweise wahrnehme.

    Mich würde aufrichtig interessieren, woher der Sinneswandel kommt. Auf mich wirkt da so, als ginge es vor allem darum, die Gegenposition einzunehmen, weil man mit der Behandlung von Kovac gerade in den Kommentaren nachvollziehbar unzufrieden war. Vielleicht irre ich mich aber auch. Finde es einfach spannend, wie ihr jetzt doch um ein Vielfaches kritischer seid als bei Niko Kovac und würde mich freuen, wenn ihr mir dabei helft, das zu verstehen. Vielleicht hilft es auch dabei, diese weiterhin vorhandene und (für mich) unangenehm-zynische Spannung hier etwas zu lockern.

    Das gilt selbstverständlich auch in die andere Richtung: Es gibt auch jene, die Kovac für jede Kleinigkeit an die Wand genagelt haben und jetzt Flick plötzlich in alle Richtungen und um jeden Preis verteidigen. Manchmal hilft es, sich der anderen Seite anzunähern und nicht schon mit dem Eindruck in eine Diskussion zu gehen, dass die andere Seite sowieso wieder totalen Mist schreibt. Wie gesagt: In alle Richtungen.

    Grüße

    Antwortsymbol30 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke Justin, ich lese die Beiträge einiger Foristen auch mit Stirnrunzeln: Manche feiern uns, seit Flick übernommen hat, schon als den neuen CL-Dauersieger, andere sehen uns nahe der Katastrophe, die nur durch Ergebnisse einstweilen kaschiert wird.

      Daher halte ich mich momentan meist zurück – es geht mir zu sehr um die Bestätigung einzelner Egos und das Durchboxen eigener Positionen.

      Bis vor 1, 2 Jahren hatte ich die Kommentare fast genauso gerne gelesen, wie die Artikel. Mittlerweile gucke ich nur noch sporadisch drüber.

      Ich würde mich freuen, wenn wieder mehr über Fussball gesprochen wird, ohne dass der Eine oder Andere zum 120. Mal seine Grundsatz-Position ausdrücken muss.

    2. @Justin: DANKE, ins Schwarze getroffen!!! Verweist man auf die jetzigen Fortschritte, heißt es, man solle nicht immer “nachtreten”, klappt was nicht, wird hämisch genau auf die angeblich besseren Zustände unter dem Flick-Vorgänger verwiesen. Das Ressentiment bestimmt den Tenor vieler Kommentare früherer Kovac-Apologeten. Dass wir unter Flick einfach grundlegende Dinge wieder hinbekommen, ein Spiel aufzuziehen vermögen, dass tatsächlich auf Ideen beruht, einstudierten Abläufen, und dass das alles in relativ kurzer Zeit nach einem Trainer-Wechsel mitten in der Saison geschieht, überwiegt für mich bei weitem die Mängel, die da auch noch zweifelsohne vorhanden sind. Wer Flick gerecht werden will, sollte gerechterweise seine Tätigkeit als Cheftrainer mit der Anfangsphase DIESER Saison vergleichen, nicht mit der arg mythisierten Rückrunde letzte Saison, denn die Ausgangsituationen sind doch arg verschieden.

    3. Wohl war. Würde es um die eigenen Prinzipien bzw. Werte gehen sähen einige Kommentare heute anders aus.

    4. Zuallererst, ich bin und war kein Kovac-Fan oder -Gegner und bin auch kein Flick-Fan oder -Gegner.

      Mit diesem Satz beschreibst du das ganze Dilemma, Justin:

      Mich würde aufrichtig interessieren, woher der Sinneswandel kommt.

      Das würde mich nämlich auch interessieren. Egal, wie hoch wir gewonnen haben, wie wir gespielt haben, welchen Titel wir geholt haben. Unter Kovac war alles schlecht, kein Sieg was wert, kein Gegner ein Gradmesser, Lewandowski und Gnabry schießen alles weg, Trainer kann nix dafür, nur individuelle Klasse. Als Thiago im Oktober keinen Ball über 5 Meter spielen konnte, Trainer schuld. Jeder Stockfehler, jeder Fehlpass, jeder verlorene Zweikampf, jede vergebene Torchance, Trainer schuld. Keine Rotation, späte Wechsel, Trainer schuld. 5-0 gegen Dortmund gewonnen, 5-1 in Gladbach gewonnen, ja aber….. 0-0 in Liverpool, muss man natürlich relativieren, weil Liverpool hatte ja doch drei Halbchancen.
      Kovac ist weg, Flick noch keine Minute am Trainingsplatz und schon war alles toll. Thiago kann wieder Fußball spielen, Flicks Verdienst, Perisic spielt schlecht, Spieler schuld, Davies macht Fehler, die 19jährige halt machen, Spieler schuld. Köln hat 5 Super-Torchancen in der zweiten Halbzeit genau wie Mainz und Hoffenheim. Kein Problem, die erste Halbzeit war doch toll, das sollte man nicht kleinreden. Keine Rotation, späte Wechsel, Stille im Raum.
      Usw. Usw.
      Da stehen einigen, auch mir, die Fragezeichen im Gesicht.
      Das wir besseren Fußball spielen als im Oktober, darüber brauchen wir nicht reden, das Kovac zurecht gefeuert wurde, darüber auch nicht, dass sich die Spieler in seinen letzten Spielen wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert haben, darüber aber hoffentlich auch nicht.
      Im Fußball ist es halt so, wenn Trainer und Mannschaft nicht zusammenpassen, nicht harmonieren, dann geht das nicht lange gut. Und dann geht der Trainer und der tut mir auch nicht leid. Gehört zum Geschäft.

      Auf viele Artikel und Kommentare hier kann ich nur mit Zynismus reagieren, tut mir leid.

      Aber das wird sich schon wieder einpendeln, wenn beide Seiten auf ein erträgliches Maß zurückfahren. Zeit heilt alle Wunden, ich denke, das wird aber noch eine Weile dauern.

      Ichzumindest freue mich über jeden Sieg und jeden Titel, egal wer an der Seitenlinie steht.

      1. Im Grunde perfekt zusammengefasst.
        Man könnte noch ergänzen: ‘Flick als Cotrainer keine 5 Minuten im Amt, jeder ankommende Kurzpass geht auf seinen Deckel.’
        Genau das war es was mich zumindest genervt und eine Art “pseudo” Anti-Flick-Haltung hervorgerufen hat. Sequenzen aus den Spielen der Winterpause haben zumindest bei mir dann langsam zu einer etwas differenzierten Betrachtungsweise geführt.
        So wie die Mannschaft zwei Gesichter zeigt, so anscheinend auch die “Fans”.

      2. @wohlfarth: +1

      3. Du erwähnst unsere Artikel und wertest sie ab, indem du sagst, dass du auf manche nur mit Zynismus reagieren kannst. Mich würde abseits von Meinungsverschiedenheit interessieren, was dich dazu bewegt. Und gern auch mit entsprechendem Artikel als Beispiel.

      4. Klaus beschreibt es gut:
        “Eure Artikel waren letztes Jahr (etwas zu) kritisch und jetzt sind sie ok, aber seit dem Trainerwechsel vermisse ich Schlagwörter wie “individuelle Klasse”, “Plan B”, “Konzept”, “Philosophie” usw, die bei fast jedem Spiel letzte Saison gekommen sind”

        Der vorher grundsätzlich negative Ton ist in einen grundsätzlich positiven Ton umgeschlagen. Vielleicht bilde ich mir das aber auch bloß ein.

      5. Das könnte maßgeblich daran liegen, dass die Bayern sich unter Flick zumindest meiner Meinung nach gut entwickelt haben. Ich kann dir nachher gern mal meine Artikel zur Anfangszeit von Niko Kovac raussuchen, in denen ich ihm die Zeit gegeben habe, die Flick mMn auch kriegen sollte. Es macht in der Bewertung einen großen Unterschied, ob du mit einer Sommervorbereitung und den Erfahrungen aus der Hinrunde in eine Rückrunde gehst oder ob du mitten in der Saison übernimmst. Das Argument, dass Flick vorher Co-Trainer war lasse ich schon deshalb nicht gelten, weil sein Fußball sich erheblich von dem von Kovac unterscheidet. Das ist eben ein weiter Weg. Ich sehe zudem nicht, dass wir Flick nicht hinterfragen.

        Ein paar Beispiele:
        Aus der Köln-Vorschau:
        „Die rechte Spielfeldhälfte ist im Moment jedenfalls zu anfällig für Kontersituationen und es liegt in der Hand des Trainerteams, hier eine Lösung zu finden.“

        RaBa-Vorschau:
        „Erstmals wird so in der Rückrunde womöglich auch die Handlungsfähigkeit von Hansi Flick während eines Spiels auf die Probe gestellt.“

        Hoffenheim-Vorschau:
        „Ausbaufähig ist die Arbeit gegen den Ball dennoch. Gerade wenn die Mannschaft den Ball gerade verloren hat, scheint sie noch einen Tick zu lang unsortiert zu sein. Mainz konnte dies bereits mit einigen schlecht ausgespielten Kontersituationen aufzeigen, Leipzig wird solche Situationen härter bestrafen.

        Hier wurde auch deutlich, dass es aktuell noch zu viele Missverständnisse gibt. So waren sich Thiago und Joshua Kimmich nicht immer einig, wer herausrückt und wer absichert. Dadurch gab es Räume für den Gegner im Zentrum, die Flick eigentlich geschlossen sehen möchte. Abläufe, Gedankenschnelligkeit, noch mehr Kompaktheit – unter diesen drei Stichpunkten dürften sich all die Details zusammenfassen lassen, die im aktuell guten Pressing der Bayern noch ausbaufähig sind.“

        Aus diesem Artikel hier:
        „Abermals schafften es die Münchner nicht, ihre souveräne Leistung aus der ersten Halbzeit auf den zweiten Durchgang zu übertragen. An den Einwechslungen von Corentin Tolisso und Lucas Hernández kann es jedenfalls nicht allein gelegen haben. Und so wird den Rekordmeister auch in den nächsten Wochen die Frage verfolgen, warum sie in der zweiten Halbzeit regelmäßig ins Schwimmen kommen.“

        Vorschau Mainz:
        „So müssen Kimmich und Thiago noch aufmerksamer darauf achten, dass sie nicht auf einer Linie stehen. Außerdem war das Nachrückverhalten in der nächsten Phase nach der Spieleröffnung noch nicht optimal. Hier wurde noch zu oft eine tatkräftige Unterstützung für Goretzka versäumt. Aber auch für das Gegenpressing ist es entscheidend, dass die Sechser schon in Ballbesitz möglichst schnell die Löcher nach vorn schließen.“

        „Auch sie sind längst nicht da, wo sie sich gern sehen würden. Aber auf einem deutlich anderen Niveau. In der Bundesliga reichen oft Leistungen aus, die nicht das Potenzial der Mannschaft widerspiegeln.“

        Vorschau Hertha:
        „Die Aufgabenliste dafür ist lang. Selbst wenn man die Meisterschaft als Basisziel betrachtet und die K.O.-Wettbewerbe wegen der aktuellen Kadersituation ausklammert, ist der Weg zum achten Titel in Folge noch weit. (…) Im Umkehrschluss heißt das für die Bayern, dass sie an ihrer eigenen Konstanz schrauben müssen. Taktisch gibt es Aufholbedarf, was die Restverteidigung und Konterabsicherung angeht. Das hohe Pressing sorgte zweifelsohne für eine Wiederbelebung des Rekordmeisters. Doch um weiterhin am Leben zu bleiben, müssen die Lücken insbesondere auf den Außenbahnen besser verteidigt werden. (…) Erstens: Wie variabel ist das Offensivspiel? In den vergangenen Partien wichen die Bayern zu häufig auf das alte Flankenschema aus. Im Laufe der Rückrunde wird es mehr Variationen geben müssen. (…) Und zweitens: Wie fähig ist das Team, die Konterwege der Berliner möglichst weitläufig und ungefährlich zu halten? Hier wird es auch darum gehen, einen wahrscheinlichen Einsatz von Boateng in der taktischen Ausrichtung einzubeziehen.“

        Das waren jetzt allein nur kritische Zitate von mir. Die meiner Kollegen gibt es sicher auch. Im Podcast sprechen wir regelmäßig über einen fehlenden Ruhemodus. Wenn wir jetzt nochmal auf die Stichworte zurückkommen:
        Philosophie: Da gibt es für mich derzeit nix zu meckern. Der Matchplan ist unter Flick ganz klar erkennbar. Die Umsetzung wurde auch immer besser seit er Trainer ist.
        Konzept: Siehe oben
        Wenn ich diese Begriffe verwenden müsste, fiele die Bewertung überwiegend positiv aus und das wäre dir dann womöglich auch nicht recht, wenn ich dich gerade richtig verstanden habe.
        „individuelle Klasse“: in meiner Vorschau hebe ich ständig Einzelspieler hervor. In diesem Artikel sind es sogar zwei. Ich verstehe, was du meinst, aber warum sollte ich schreiben, dass Flicks Mannschaft nur über Einzelaktionen glänzt, wenn es nicht stimmt? Das war mir all den Verletzungen zum Ende der Hinrunde so, aber allein die letzten Tore zeigen mir: da steckt _Konzept_ hinter. Wiederkehrende Muster, die über ein schrotflintenartiges Flankengebolze hinausgehen. Unter Kovac gab es ohne Frage auch Phasen, in denen ich genau das dachte und auch hier so geschrieben habe. Aber letztendlich hat sich das auf der Langstrecke nie bestätigt. Diese Langstrecke gab es nun ja noch nicht bei Flick. Und bisher gibt es eine Entwicklung, die eher nach oben als nach unten zeigt. Trotz der von mir angesprochenen Probleme.

        Bei „Plan B„ gebe ich dir insofern recht, dass ich das nicht hier zum Thema gemacht habe, weil der Fokus auf anderen Dingen lag (auch kritischen, siehe Pressing). Nach dem Köln-Spiel kommen wir nicht drum herum. Wir haben das im Podcast gestern besprochen (kommt morgen) und in der SCP-Vorschau werde ich es auch nochmal thematisieren.

        Ich habe schon das Gefühl, dass du den kritischen Sätzen weniger Wert gibst als den positiven. Genauso hatte ich damals das Gefühl, dass es andersherum ist. Und aus euren Antworten kommt für mich auch die Erkenntnis, dass ihr das auch macht, weil ihr euch ungerecht behandelt fühlt. Was die Vergangenheit betrifft, kann ich nichts daran ändern. Wir sind hier nicht Vollangestellte, die jeden Kommentar überblicken können. Das ist immer noch unser Hobby. Ich verfolge das in dieser Saison aber sehr intensiv und kann nur sagen, dass ihr euch da alle wenig gebt. Die „vergiftete“ Atmosphäre uns in die Schuhe zu schieben, wie Klaus es getan hat, finde ich wiederum ungerecht. Letztendlich geht es hier um Formulierungen und Meinungsverschiedenheiten. Letztere sind völlig normal, Erstere sind polyvalent. Während ihr euch über Begriffe wie „Mittelklassetrainer“ aufregt, finde ich, dass das eine legitime Meinung ist. Während ich manch anderen Begriff unpassend finde, findet ihr das ok. Das wird auch in Zukunft so sein. Deshalb appelliere ich nochmal an euch: Springt doch bitte nicht über jedes Stöckchen, das euch hingehalten wird. Oder antwortet zumindest in einem angemessenen Stil: „Lieber 918, deine Meinung, dass Kovac kein außergewöhnlich guter Trainer ist, sei dir unbenommen, aber muss es gleich ein so harter Begriff sein?“

        Nur ein Beispiel. Bekommt ihr darauf wieder eine unangemessene Antwort, ist das beste Mittel immer noch ignorieren. Vor allem ihr habt es in der Hand, hier eine Atmosphäre zu schaffen, wie sie für eine größere Plattform selten ist und die uns auch als Miasanrot-Team stolz macht. Dafür müsst ihr aber über euren Schatten springen, die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und mal ein paar Schritte aufeinander zugehen oder es einfach direkt lassen, indem ihr euch ignoriert. Legitim sind die Standpunkte immer. In beide Richtungen. Es geht eben auch ums Wie. Und da hilft es keinem, wenn der Finger auf andere gezeigt wird. Jeder sollte da mal bei sich selbst anfangen. Selbstverständlich auch ich, denn ich gestehe mir gern ein, dass auch ich nicht immer fair zu allen war.

      6. @Justin: Danke für die ausführliche Antwort.
        Wie gesagt, vielleicht bilde ich mit das auch nur ein und lese eure Artikel wirklich mit einer gewissen Voreingenommenheit.
        Werde mal versuchen sie vollkommen neutral zu lesen. Eure Podcasts höre ich nicht (mehr), die sind mir zu langatmig. Ich bin ein Freund des geschriebenen Wortes.
        Ansonsten ok, aber einen Satz wie “Lieber …, bitte wähle in Zukunft gemäßigtere Worte um deine Abneigung gegen Spieler x oder ex-Trainer y kundzutun” wirst du von mir nicht lesen :-) Das bin ich nicht und will ich nicht sein.

      7. Es war nur ein Beispiel. Den Wortlaut würde ich so auch nicht wählen. Letztendlich geht es mir darum, dass man halt lieber ruhig darauf aufmerksam macht als direkt die erste Empörungsstufe zu zünden.

        Danke jedenfalls für deine ausführlichen Erläuterungen.

    5. Du lernst auf jeden Fall nix dazu. Sowas nennt man Beratungsrestistenz, oder?

    6. Hallo Justin. Ihr habt letztes Jahr zugelassen, dass ein Vielkommentierer hier aus reiner Abneigung gegenüber führenden Mitarbeitern unseres Vereins monatelang nicht mal deren Namen richtig geschrieben und sie als Volltrottel hingestellt hat. Sowas akzeptiere ich nicht in einem Bayernforum. Das hat die Atmosphäre hier vergiftet. Wenn jetzt aus den letztjährigen Chefkritikern die größten Schönredner geworden sind, dann juckt es manchmal sie ironisch in die Schranken zu weisen. Auch wenn ich mich bei dir manchmal dabei unbeliebt gemacht habe. Aber ich bin auf dem Weg der Besserung …

      Eure Artikel waren letztes Jahr (etwas zu) kritisch und jetzt sind sie ok, aber seit dem Trainerwechsel vermisse ich Schlagwörter wie “individuelle Klasse”, “Plan B”, “Konzept”, “Philosophie” usw, die bei fast jedem Spiel letzte Saison gekommen sind. Wo sind die geblieben?

      Eine Bitte noch. Wenn möglich meinen Kommentar nicht auf twitter stellen. Nix für unguad :-)

    7. Justin, sehe das so wie wohlfarth. Vielleicht erinnerst Du Dich noch daran, dass vor einem halben Jahr die Aussage, dass wir in der Mannschaft und bei den Spielern Probleme haben, die man nicht einfach Kovac anlasten kann, dazu führte dass man zum “Kovac Apologeten” wurde. Weil viele nur Schwarz (bzw. bei Kovac rot) sahen, wurden anderslautende Stimmen einfach als “weiß” (= Kovac Jünger) qualifiziert. Der ein oder andere hatte ja gefühlt Schaum vorm Mund, wenn er sich über Kovac äußerte.

      Mir fehlte damals ein differenzierte Betrachtung – das habe ich mehrfach angesprochen, trotzdem hatte ich den Stempel als Kovac Fanboy weg. Ich halte den Trainerwechsel unter der Saison zu diesem frühen Zeitpunkt nach wie vor für einen Fehler. Nicht weil ich den Fussball so toll gefunden hätte, den wir insbesondere zum Ende hin unter Kovac gespielt haben. Sondern weil man sich entweder von Kovac nach dem Double hätte trennen oder dann eben im anderen Fall komplett den Rücken hätte stärken müssen.

      Das hat man nicht, und jetzt haben wir einen – meiner Meinung längerfristig ungeeigneten – Trainer, mit dem wir mehr oder die Saison auf Gedeih und Verderb zu Ende bringen müssen. Die “Stille” um die sich wiederholenden teils sehr wankelmütigen Leistungen innerhalb eines Spiels von offizieller Seite stützt meines Erachtens nach meine Vermutung, dass man halt nach Kovac mit Flick nicht den zweiten Trainer innerhalb einer Saison anzählen will.

      Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Gedanke eventuell auch den Ein oder Anderen hier beeinflusst. Man sieht bei Flick über Kritikpunkte hinweg, um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass man im Fall Kovac teils zu kritisch beurteilt hat. Und wischt dann im Extremfall Kritik an Flick damit weg, indem man seine (natürlich vorhandenen) positiven Leistungen gegenüber Kovac hervorhebt und sicherheitshalber gegen Letzteren nochmal nachtritt.

      Für mich wird ein Trainer bei uns an Titeln gemessen – das ist das Pflichtprogramm. Schönen und mitreissenden Fussball spielen zu lassen ist die Kür. Im Idealfall schafft ein Trainer beides. Einen Trainer, der nicht nur mit uns, sondern sogar gegen uns Titel gewonnen hat, derart abzuqualifizieren, wie das teilweise in den Kommentaren geschehen ist (und immer noch passiert) geht in meinen Augen nicht.

      Und zum Schluss noch eine ganz persönliche Meinung: für mich ist es unverständlich, wenn Kommentare, die Kovac als “Mittelmaß-Trainer” bezeichnen, erst temporär verschwinden und dann ungekürzt wieder erscheinen. Unverständlich deshalb, weil ich mir von der MSR Redaktion zumindest eine kurze Stellungnahme dazu erwarten würde, den Trainer Kovac nicht so abzuqualifizieren.

      1. Siehe auch meine längere Antwort auf Wohlfarth. Das ist in meinen Augen eine riesige Grauzone, in der wir uns nicht einig werden. Ich nehme das nicht als Beleidigung wahr, sondern als Bezeichnung im Rahmen einer legitimen Meinung (ich habe übrigens diesen Kommentar nicht behandelt, sage hier nur meine Meinung). Was wäre dMn die Alternative zur legitimen Meinung, dass Kovac ein durchschnittlicher Trainer ist. Ist durchschnittlich besser als Mittelklasse?

        Unabhängig davon wünsche ich mir von euch einfach, dass ihr da einfach ein bisschen gelassener werdet. Ich versuche es ja auch. Bevor man sich über einen Begriff aufregt, kann man ja auch nochmal nachfragen, wie das genau gemeint ist, bevor man sich empört. Ich halte Sprache für sehr wichtig, aber wir müssen auch nicht jede Kritik und jede Grauzonenbewertung mitnehmen, finde ich.

      2. Zu deiner Anmerkung zu Kovac stimme ich dir zu. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass ich es bereits damals mehrfach in den Kommentaren geschrieben habe, dass diese Lagerbildung kontraproduktiv ist. Im Nachhinein hätten wir da noch stärker intervenieren müssen. Sieh es uns aber bitte nach, dass wir eben niemanden haben, der da den ganzen Tag alles überwacht. Wir sind Allrounder, die sich um alles kümmern müssen und nebenher eben das Leben haben, das wir mehr oder weniger eben alle leben: Freizeit, Beruf/Ausbildung usw.

      3. Was wäre dMn die Alternative zur legitimen Meinung, dass Kovac ein durchschnittlicher Trainer ist.

        Dass Kovac letzten Endes nicht beim FCB gepasst hat. Die Wertung (und nicht die Meinung!) “Durchschnitt” oder nicht kann sich hier m.E. keiner anmaßen.

      4. Ja, sehe ich auch so. Den Ergebnissen zufolge und dem Fußball den wir gespielt haben müsste Ancelotti auch ein “durchschnittlicher” Trainer sein. Ist er das?
        Wenn man die Frankfurter fragt, was werden die sagen, wer der letzte “durchschnittliche” Trainer dort war?
        Durchschnitt bezogen auf was? Bundesliga? Deutschland? FC-Bayern isoliert? Es gibt ohnehin keine Quantifizierung von Leistungsniveaus bei Trainern. Ist Tuchel Durchschnitt weil er nicht die Meisterschaft mit dem BVB geholt hat und mit PSG nicht die CL? Ich fand den Ausdruck an sich nicht so schlimm aber es entbehrt jeglicher Grundlage.
        Wenn man sagt “durchschnittlicher Bundesligaspieler” kann das wohl jeder einschätzen. Es gibt Zahlen dazu und Werte und einen Benchmark. Bei Trainern ist das etwas anders…

      5. Ich denke schon, dass man das kann. Anhand seiner bisherigen Vita als Trainer. Und dementsprechend bewerte ich ihn als durchschnittlich im Kontext der „Top-Trainer“, die ich hier mal als Erstligatrainer der Top-5-Ligen definieren würde + die Nationaltrainer der besten Fußballverbände. Würde ihn da als durchschnittlichen Trainer mit Potenzial nach oben bezeichnen. Das ist meine Meinung. Deine kann selbstverständlich davon abweichen und sie kann auch dahingehend abweichen, dass du das nicht bewerten möchtest. Legitim.

        Nach der Logik, man dürfe seine bisherige Karriere nicht bewerten, dürfte man ja prinzipiell fast nichts bewerten. Aber darum ging es ursprünglich ja gar nicht und ich will mich hier auch nicht zu sehr verrennen. Wir haben da eine Meinungsverschiedenheit und das ist für mich ok so.

      6. Es geht doch gar nicht darum, nur eine Station zu bewerten. Und ehrlichgesagt geht es mir nicht primär darum, hier jetzt überhaupt irgendwas in Richtung Kovac zu bewerten. Ich habe einen Punkt gemacht, der aufzeigt, dass es da unterschiedliche Sichtweisen gibt. Und die gilt es zu respektieren. In beide Richtungen. Sich an einem Wort wie „Mittelklassetrainer“ oder „Durchschnitt“ aufzureiben, wird auf Dauer sehr viele Diskussionen zur Folge haben, die nichts zur Sache beitragen. Und das finde ich Schade. Man muss nicht jedes Wort gut finden. Man kann aber auch mal drüber hinwegsehen oder genauer nachhaken, bevor man die nächste Diskussion führt, die letztendlich mit der Sache wenig zu tun hat.

      7. Justin, es hängt auch vom Kontext ab. Und da wurde der Begriff “Mittelklassetrainer” mMn auch provokativ eingesetzt. Und “durchschnittlichen Trainer mit Potenzial nach oben” ist schon eine andere Kategorie als “Mittelklasse/maßtrainer”. Letzteres ist nämlich für einen Trainer, der immer noch am Anfang seiner Karriere steht, ein Gesamturteil.

        Was wäre dann Magath? Der war als Trainer dann auch Mittelmaß, oder? ;-)

      8. @stiftl: Es ist halt Leistungssport, wir werten doch alle die ganze Zeit. (XY spielt gut, schlecht, etc.) Trainer sind natürlich schwieriger zu bewerten, weil man ihre Leistung – im Gegensatz zu den Spieler – nicht direkt beobachten kann, sondern nur indirekt durch Beobachtung von Mustern, Variationen und deren Entwicklungen über die Zeit. Aber dass man die Arbeit von Trainern bewertet (und nicht nur an den evidenten, zählbaren (Nicht-)Erfolgen), muss für einen taktisch orientierten Blog erlaubt sein.
        Man kann mit der Wertung “Durchschnitt”/”Mittelmaß” natürlich nicht übereinstimmen, aber per se sehe ich das nicht als beleidigend oder abwertend an.

      9. Liza, da bin ich ja bei Dir und anderen. Aber halt nicht bei solchen Äußerungen:

        Kovac ist hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit als Trainer Mittelmaß, da gibt es auch nichts zu beschönigen, und diese Einschätzung hat auch nichts mit Respektlosigkeit zu tun! Er wird jenseits des Fußball-Geschäfts ein netter Mensch sein, als Fußball-Lehrer fehlen ihm offenbar wichtige Qualitäten, um in der Bundesliga eine Mannschaft so zu führen, dass sie oben steht und oben bleibt! Das ist Mittelmaß! Nicht schlecht, aber eben auch nicht gut!

        Das ist nicht nur abwertend, sondern auch faktisch falsch. Sonst hätte er die Mannschaft nach einem derartigen Punkterückstand nicht mehr zum Double führen können. Und dass diese Leistung einfach vollkommen ignoriert wird (bzw. nur auf das “Versagen” von Dortmund zurückgeführt wird), halte ich in einer Beurteilung des Trainers Kovac einfach für komplett unfair und einseitig.

      10. @stiftl: Ich würde sagen, dass das eine sehr bestimmte Meinung ist, die nicht unbedingt zur konstruktiven Diskussion einlädt aufgrund der definitiven Art und Weise wie sie vorgetragen wird. Aber dennoch ist es eine Meinung, auch wenn du (und ich) nicht (vollends) mit ihr übereinstimmen.

      11. Der Begriff “Kovac-Apologet” ist nun wahrlich keine Beleidigung, sondern bezeichnet hier die Gruppe derjenigen, die grundsätzlich im Hinblick auf Kovac eher eine ihn verteidigende Position vertreten haben, zur Abgrenzung gegenüber denjenigen, die vordringlich Kovac-kritisch unterwegs waren.

    8. Mal ein – wie ich hoffe – konstruktiver Vorschlag, nachdem hier schon wieder die selben Standpunkte hin und her gewälzt werden.

      Warum nicht die Anzahl möglicher Posts je Artikel und User auf 3 begrenzen? Sollte ausreichend Platz für die subjektiven Betrachtungen zum Spiel plus 1-2 Kommentare oder OTs bieten. Und wir hätten nicht unter fast jedem neuen Artikel Dutzende von sich wiederholenden Klein-Duellen.

      Nur meine €0,02.

      1. Hm. Erachte ich als schwierig. Eine “Lagerbildung” verhinderst Du damit nicht, unterbindest eher einen konstruktiven Austausch (der meiner Meinung nach in letzter Zeit deutlich besser geworden ist.

    9. Die Duldsamkeit gegenüber Flick bzw. den Defiziten, die im Augenblick bestehen, begründet sich womöglich durch die Erleichterung, die einige (und dazu zähle ich mich auch) verspüren, dass die Spielweise des FC Bayern im Moment zumindest phasenweise an das erinnert, was man lange Strecken in der letzten Dekade von unserer Mannschaft gewohnt war, und was uns auch zu einem der aufregendsten Mannschaften im internationalen Vergleich machte. Das ist bestimmt ein sehr hoher, womöglich auch auf Dauer unerfüllbarer Anspruch, aber Menschen wie Hoeneß, Rummenigge und sicherlich auch Kahn sehen den Verein auf einer Ebene mit Real, dem anderen FCB etc. bzw. sind bestrebt, ihn dahin zu führen. Wäre dem nicht so, wäre der Verein sicher für Spieler der sehr gehobenen bis obersten Kategorie (Lewa) auch uninteressant. Demgegenüber konnte (nicht: musste) man das, was unter Kovac passierte, als Kulturbruch und Identitätsverlust empfinden. Das muss man nicht nachvollziehen können, es kann jedoch erklären, wieso manche Reaktionen so heftig ausgefallen sind. Und wieso der Verein letztlich auch nicht länger zugesehen hat.

      1. *…EINER der aufregendsten Mannschaften”, sorry

      2. Klingt sehr plausibel, ja.

  37. „ Das ist nicht nur abwertend, sondern auch faktisch falsch. Sonst hätte er die Mannschaft nach einem derartigen Punkterückstand nicht mehr zum Double führen können.“

    Ein derartiger Rückstand, den Kovac selbst zu verantworten hatte.
    Jemanden über den grünen Klee dafür zu loben ein Feuer gelöscht zu haben, welches er selbst entzündete, ist paradox.
    Hätte der Vorstand nicht bereits im Herbst 18 eingegriffen und die Arbeit des Trainers übernommen (Kadermanagement, Menschenführung), hätte Kovac nicht einmal Weihnachten erlebt.

    Nach nur 4 Monaten hatte Kovac die Kabine und die Mannschaft verloren, das muss man nach so kurzer Zeit erstmal bewerkstelligen. Zumindest in dieser Sache scheint Kovac nicht durchschnittlich zu sein.

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ok. Wenn er nach vier Monaten die Kabine verloren hatte, wieso war er dann danach noch in der Lage MIT dem Team die sieben Punkte Rückstand aufzuholen?

      1. Steht bereits in meinem ursprünglichen Kommentar. Der Vorstand griff ein.

        Kovac wird nie mehr einen Verein auf diesem Niveau trainieren, sondern diverse Mittelklasseclubs. Nicht umsonst scheint er bei der Hertha gute Karten zu haben. Das könnte passen.

    2. Ganz ruhig. Freu dich einfach über die tolle Rückrunde der letzten Saison. Wenn der Hansi sich anstrengt und der Mannschaft erklärt, dass ein Spiel zwei Halbzeiten hat, dann hat er alle Chance das Double zu wiederholen. Ich drück ihm die Daumen.
      Sorry Justin, ich konnte nicht anders :-)

      1. Wieso sollte Flick sich anstrengen müssen? Selbst ohne eine Vorbereitung gelingt es ihm, der Mannschaft ad hoc eine Struktur zu verpassen, trotz der spielerischen Armut zuvor.

        Kovac gelang das nach 3(!) Vorbereitungen nicht.

        Unter Flick wird man auch nicht erst am letzten Spieltag die Meisterschaft klarmachen, sondern eher. Das wird keine Anstrengung für Flick.

      2. Wenn man es so sieht, dann stehen uns goldene Zeiten bevor. Wir verteidigen das Double ohne dass sich der Trainer anstrengen muss. Ich stell mir vor, er strengt sich an und die Mannschaft spielt 90 statt 45 Minuten Fußball. Das Triple ist nah …

    3. Das Triple ist nicht nah.

      Was aber noch viel weiter weg ist, ist ein devoter und angsterfüllter FC Bayern in der eigenen Arena, wie unter dem selbsternannten Kämpfer Kovac gegen Liverpool gesehen.

      Das wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Weder unter Flick noch untere anderen Trainern, die ein Mindestmaß an Niveau und Anspruchsdenken verfolgen.

      1. Leider werden wir es nicht erleben, dass Flick in ähnlicher Besetzung wie Kovac gegen Liverpool antreten muss. Da wäre ich dann mal gespannt, wie er seinen Stil aufziehen würde.

    4. Vielleicht könnte man sich ja irgenwann einmal wieder auf das Kapitel Fußball und Mannschaft einigen, statt weiterhin diesen “Trainerkrieg” zu führen.
      Letztlich führt der nämlich höchstens dazu, dass sich der ein oder andere, der eigentlich sachlich diskutieren will, es lieber gleich sein lässt.

      Kovac ist, ob zu Recht oder zu Unrecht Geschichte. Genau wie Heynckes, Guardiola und all die anderen.
      Und wir schreiben 2020 und spielen das letzte Drittel der Saison. Und das werden wir Stand heute mit Flick als Trainer spielen. Ob wir ihn für gut, bedingt oder nicht geeignet halten, spielt genau wie bei seinem Vorgänger sowieso keine Rolle.
      Also sollten wir uns besser auf das Spiel beschränken.

      1. Ah, genau. Jetzt war wieder der Kader zu schlecht und Kovac war gezwungen, dass er den FC Bayern München in einem Heimspiel wie einen angsterfüllten Absteiger hat einstellen müssen^^

        Das langweilt langsam. Ergötz dich an deinem Kovac, aber höre auf hier ständig subtil gegen den Trainer zu sticheln, um Kovac rückblickend in ein besseres Licht zu rücken.
        Hoffentlich findet Kovac schnell einen anderen Club, dann kannst du ihm folgen und hier können sich wieder wahrhaftige Bayernfans austauschen.

      2. Kannst du ihm nicht auch anders mitteilen, dass du anderer Meinung bist? Dieser provokante Unterton ist u. a. dafür verantwortlich, dass das Klima hier ist, wie es eben manchmal ist. Da können wir alle einen Teil zur Besserung beitragen.

      3. Passt schon Justin. Ich denke, seine Aussagen sprechen für sich selbst. Für mich ist die Diskussion an der Stelle ohnehin beendet.

    5. Du hast recht, Justin.

  38. Da kann man sich Neuer nur zustimmen

    Manuel Neuer: “Wir haben Pep-Fußball gespielt”

    Nicht nur bei zahlreichen Fans, auch bei den Bayern-Spielern, die den Katalanen noch in der täglichen Arbeit erlebten, ist er in jedem Fall noch immer allgegenwärtig.

    “Wir haben in der ersten Halbzeit Pep-Fußball gespielt”, sagte Kapitän Manuel Neuer nach dem 4:1-Erfolg der Bayern beim 1. FC Köln. Es war als Kompliment gemeint. Als Loblied auf attraktiven, dominanten Fußball. Die Bilanz nach 45 Minuten: 18:1 Torschüsse aus Münchner Sicht.

    Spielt der FC Bayern unter Flick wirklich ähnlich wie unter Guardiola? Ein Blick auf die Zahlen lohnt sich.

    In den drei Jahren unter dem 49-Jährigen kamen die Münchner in 102 Bundesliga-Spielen im Schnitt auf 71 Prozent Ballbesitz, spielten 732 Pässe. Dabei fanden starke 88 Prozent der Zuspiele einen Teamkollegen. In der gegnerischen Hälfte kamen 83 Prozent der Pässe an.

    Unter Flick weisen die Münchner in bislang zwölf Bundesliga-Partien in all diesen Kategorien schwächere Zahlen auf, wenn auch teilweise nur marginal: 68 Prozent Ballbesitz und nur noch 667 Pässe, von denen 87 Prozent beim Mitspieler ankommen. In der gegnerischen Hälfte fanden “nur” noch 81 Prozent den Weg zu einem Teamkollegen.

    Die Zahl der Torschüsse pro Spiel ist leicht höher (20 gegenüber 18), die Zahl der Großchancen sogar deutlich (5,2 gegenüber 3,2). Auch die Chancenverwertung (19 gegenüber 17 Prozent) spricht für die aktuelle Bayern-Truppe.

    Da verwundert es auch nicht, dass die Bayern unter Flick deutlich mehr Tore erzielen (3,1 pro Spiel) als unter Guardiola (2,5).

    “Unter Pep haben wir nur die Chancen nicht so genutzt”, stellte Neuer folgerichtig in Köln fest. “Er saß teilweise frustriert auf der Bank, weil wir die Dinger liegen gelassen haben.”

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Spätestens an dieser Stelle habe ich begriffen, dass man deine Kommentare nur noch bedingt zur Kenntnis nehmen sollte.
      Da bringst du Zahlen aus einem sport1-Artikel, wo allen Ernstes 102 Spiele unter Gurdiola mit 12 Spiele unter Flick statistisch verglichen werden.
      Unseriöser geht es kaum noch – das ist Klick-Baiting und sonst nichts. Und so etwas übernimmst du unkommentiert?
      Statistische Werte die 102 Spiele mit 12 Spielen vergleichen?

  39. Könnten wir die Namen Kovac und Pep jetzt nicht endlich mal zu den Akten legen?
    Ansonsten fange ich jetzt jeden Kommentar an mit “Damals unter Udo Lattek……” :-)

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vielleicht hilft das!

    2. Hier ist es aber Neuer, der Pep ins Spiel bringt.

      1. Wenn er das getan hat.
        Ein unmöglicher Artikel von sport 1 dessen Seriösität schon dadurch klar wird, dass 102 Spiele unter Guardiola statistisch mit 12 Spielen unter Flick verglichen werden. Viel hanebüchener geht es kaum noch.

        https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/02/spielt-der-fc-bayern-mit-flick-wie-unter-guardiola-der-daten-check

      2. @Anton: Laut der SZ aber auch! (vgl. den von mir verlinkten Artikel oben).

    3. Wer Kovac sagt, sagt auch Jehova!
      Und jetzt jeder bitte nur einen Stein.

      1. Sind Frauen anwesend?

    4. Damals unter Čajkovski war das Gegenpressing noch besser fand ich

      1. :-)
        Den Gedanken hatte ich auch schon, aber so alt bin ich noch nicht, als dass ich von den glorreichen Sechzigern schwärmen könnte :-)

      2. Von den glorreichen Sechzigern zu schwärmen käme in einem Bayern-Blog vielleicht auch nicht so gut an ;-)

      3. Mein Messias bleibt Klinsmann. Er hat die Aufbauarbeit geleistet wie er es immer bei seinen Stationen tat.

        Er hat den Grundstein gelegt für 2009 bis 2018.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.