Manuel Neuer: “Wir haben Pep-Fußball gespielt”

Justin Trenner 18.02.2020

Als Pep Guardiola vor den Spielen seine Mannschaft zur Teambesprechung zusammentrommelte, um sie auf letzte taktische Details vorzubereiten, soll Manuel Neuer oft in der ersten Reihe gesessen haben. Aus dem Umfeld war damals zu hören, dass der Torhüter einer der größten Anhänger seines Trainers war.

Wenig verwunderlich ist es daher auch, dass dem 33-Jährigen nach der ersten Halbzeit in Köln nicht etwa der Vergleich zur Triple-Saison unter Jupp Heynckes, sondern der extrem durchgeplante und den Gegner erdrückende Fußball unter Guardiola einfiel. “Wir haben Pep-Fußball gespielt.” So wird Neuer bei Sport1 zitiert.

Der Redakteur Carsten Arndt ließ es sich dort nicht nehmen, die Flick-Bayern mit den Guardiola-Bayern zu vergleichen. Sein Ergebnis: Offensiv macht die aktuelle Mannschaft einen richtig guten Eindruck. Trotz weniger Pässe und Ballbesitz kommen sie aktuell auf mehr Abschlüsse (20 zu 18) und mehr Großchancen (5,2 zu 3,2) als die erfolgreiche Pep-Mannschaft. Auch die Chancenverwertung ist im Moment etwas besser (19 zu 17 Prozent). Was die Tore angeht, ist der Unterschied sogar recht deutlich: 3,1 Treffer pro Spiel unter Flick stehen 2,5 pro Spiel unter Guardiola gegenüber.

Und was ist mit der Defensive?

Was im Artikel aber gänzlich unerwähnt bleibt, ist die Defensive. Im Schnitt lassen die Bayern in der Bundesliga seit der Übernahme von Hansi Flick 9,33 Abschlüsse des Gegners pro Spiel zu. Unter Niko Kovač lag dieser Wert in dieser Spielzeit bei 10, in der letzten aber bei 7,6. Auch in den Saisons 2017/18 (8,5) und 2016/17 (8,9) lag dieser Wert unter dem jetzigen Schnitt.

Im ersten Guardiola-Jahr ließen die Bayern ebenfalls 8,9 Abschlüsse pro Spiel zu, in den darauffolgenden beiden Jahren aber nur noch 7,5. Da Abschlüsse allein nicht alles sind, sollte auch die Qualität der Chancen einbezogen werden. Vielleicht lassen die Bayern unter Flick ja nur Halbchancen zu?

Hier eignet sich das Expected-Goals-Modell von StatsBomb, dessen Werte auf der Seite fbref.com frei zugänglich sind. Im Vergleich zur Vorsaison unter Kovač hat sich die Anzahl an erwarteten Gegentoren pro Spiel ebenfalls erhöht: von 0,77 auf aktuell 0,96.

Leider reichen die Daten auf fbref.com nicht bis zu den Jahren zuvor zurück. Sieht man sich aber die Daten von anderen, womöglich ungenaueren Modellen an, so dürfte ein Schätzwert für die Guardiola-Zeit bei ungefähr 0,6 bis 0,7 erwarteten Gegentoren pro Spiel liegen.

Wo holen sich die Bayern ihre Erholung?

Zweifellos ist der offensive Flick-Stil der Hauptgrund, weshalb die Bayern wieder erfolgreich sind und Spaß an dem haben, was sie auf dem Platz machen. Im Schnitt erlaubt der amtierende Meister seinem Gegner nur 6,35 Pässe, bis eine Defensivaktion erfolgt. Ein Wert, der unter Guardiola recht ähnlich war.

Die große Kunst des Fußballs, der unter dem Katalanen über drei Jahre Stück für Stück weiterentwickelt wurde, lag aber darin, dass alle Phasen des Spiels durchgeplant wirkten. Zu jeder Handlungsmöglichkeit gab es zu jeder Zeit eine Alternative. Die Spieler wussten immer, was sie zu tun hatten. Selbst dann, wenn es mal nicht lief.

Kein Vergleich zu den aktuellen Leistungen. Denn auch wenn die Entwicklung der Bayern unter Flick mehr als bemerkenswert ist und seine Beförderung für die Rettung der Saison eine goldrichtige Entscheidung war, so bleibt seine Mannschaft aktuell den Nachweis schuldig, dass sie flexibel ist.

Läuft alles nach Plan, deuten die Bayern im Moment an, dass sie einen erdrückenden und dominanten Fußball spielen können, mit dem selbst Mannschaften wie Raba Leipzig überfordert sind. Doch dass in Köln zum vierten Mal in Folge ein Einbruch nach der Pause zu beobachten war, lässt die Frage offen, ob es einen Plan B gibt. Das gilt auch für jene Situationen, in denen das hohe Pressing der Bayern doch mal geknackt wird. In der Rückwärtsbewegung bleibt die Mannschaft anfällig – und eben auch anfälliger als vor einigen Jahren.

Die Bayern absolvieren im Moment so viele Sprints, dass sie zwingend Ruhephasen brauchen. Unter Guardiola äußerten sich diese in längeren Ballzirkulationen ohne nennenswerten Raumgewinn. Das eigene Positionsspiel war aber so gut, dass der Gegner kaum die Möglichkeit hatte, an den Ball zu kommen. Und so sparte man selbst Körner. Entweder für kommende Partien, weil genug Tore erzielt wurden, oder aber für eine Schlussoffensive. Sobald die Bayern aktuell nur mit 5 % weniger Intensität spielen, verlieren sie aber ihre Grundstruktur und öffnen dem Gegner Tür und Tor. Eine enorme Diskrepanz zu dem, was die Mannschaft in den starken Anfangsphasen andeutet.

Eine der größten Qualitäten der Pep-Bayern waren zudem die ungeheuerlichen Tempowechsel. Nach teilweise zehnminütigen Ruhephasen war das Team in der Lage, gegen Ende nochmal anzuziehen. In Gladbach und gegen Leipzig fehlte das in dieser Saison komplett, obwohl es nötig gewesen wäre. Womöglich auch deshalb, weil die Münchner nicht auf Anpassungen des Gegners reagieren konnten. Eine weitere Qualität, die Guardiola so einzigartig macht: Es gelingt ihm überdurchschnittlich oft, den Spielverlauf zu lesen und darauf entsprechend zu reagieren – personell oder mit taktischen Umstellungen.

Eine Pep-Halbzeit macht noch keinen Pep-Fußball

Alles in allem tut man sich also selbst keinen Gefallen, wenn bereits jetzt von den besten Zeiten geträumt wird. Nicht umsonst brauchte die damalige Mannschaft ebenfalls mehrere Jahre, um ihr Level zu erreichen. Das jetzt von Hansi Flick in nur wenigen Monaten zu verlangen, wäre Utopie.

Die Bayern spielen wieder guten Fußball und sind zurück an der Tabellenspitze. Flicks Anteil daran ist so groß, dass er sich selbst womöglich in eine gute Verhandlungsposition für eine Verlängerung seines Engagements bringen konnte. Aber nein, Pep-Fußball spielen die Bayern noch lange nicht. Dafür ist die Liste an Hausaufgaben für Trainerteam und Mannschaft weiterhin zu lang.

In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, wie selbstzufrieden die Bayern aktuell wirken. Klar, hier und da gibt es auch mal leichte Kritik an den schwächeren zweiten Halbzeiten, aber die wird dann relativ schnell mit dem Argument klein geredet, dass man ja in der ersten Halbzeit angedeutet hätte, wozu man in der Lage ist. Es liege an der Psychologie, heißt es dann nicht zuletzt bei Thomas Müller. Wenn aber nicht bald in den Köpfen der Spieler ankommt, dass Selbstgefälligkeit eine entscheidende Ursache für die starken Leistungsschwankungen innerhalb einer Partie sein könnte, verbaut man sich womöglich die Chance, noch in dieser Saison Großes zu erreichen.

Einer Saison, die viele im November bereits abgeschrieben hatten, die nun aber plötzlich wieder zur großen Chance wird. Dafür braucht es aber die Fähigkeit, Spiele souverän runterzuspielen und bei Bedarf das Tempo nochmal zu erhöhen. Es bleibt die Frage: Haben die Bayern auch im Jahr 2020 einen Mahner, der intern klar und deutlich aufzeigt, dass eine Pep-Halbzeit noch lange kein Pep-Fußball ist? Das Champions-League-Achtelfinale wird hier vermutlich weitere Erkenntnisse liefern.



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  1. Die Selbstzufriedenheit beim Rekordmeister ist aktuell gefährlich hoch.

    Danke, Justin! Meine Sorgenfalten werden bei der Aussage Neuers nur noch größer….

  2. Justins Rede zur Lage der Nation, der ich mich vollumfänglich anschließe.
    Sehr gut und wichtig, mal ein umfassendes und differenzierendes Gesamtbild zu zeichnen. Es ist nicht alles gut und nicht alles schlecht. Das ist es selten.
    Stand heute überwiegt für mich das Positive, das Negative darf aber nicht ausgeblendet werden.
    Eines dürfte sicher sein, uns steht noch eine spannende Saison bevor, bei der ich buchstäblich noch alles in jeder Hinsicht für möglich erachte.

  3. Überragender Bericht mit genau der richtigen Sichtweise auf die Dinge, wie ich finde. Wenn man bedenkt, welch fußballtechnisches Feuerwerk die Gegner teilweise abbrennen mussten, um das Pressing unter Pep zu entzaubern und wenn man das damit vergleicht, welche primitiven Spielzüge jetzt dafür reichen, dass gegnerische Stürmer freie Bahn haben, dann tun sich da schon gewaltige Unterschiede auf. Defensiv liegen mMn noch Welten dazwischen.
    Auch offensiv kann ich die Vergleiche nicht ganz nachvollziehen: eine interessante Statistik wäre, wie viele Pässe Bayern im Schnitt spielt, bis ein eigener Torabschluss erfolgt. Ich denke, der Wert aus der Zeit von Pep dürfte gefühlt doppelt so hoch liegen wie jetzt. Mich erinnert das, was wir spielen viel stärker an Klopp-Fußball, der zweifelsfrei auch sehr ansehnlich sein kann.
    Wir spielen auf jeden Fall schönen Fußball. Meiner Meinung nach den schönsten, seit Pep weg ist. Auch die zweite Amtszeit von Jupp konnte es mMn nicht mit vielen derzeitigen Darbietungen (vor allem in der 1. Halbzeit) aufnehmen. Allerdings sehe ich die Gefahr, dass wir in Schönheit sterben momentan als sehr hoch an.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es gibt eine, die aussagt, wie lange die Bayern den Ball haben, bis eine Defensivaktion des Gegners erfolgt.
      Pep 14/15: 17,79
      Pep 15/16: 17,80
      Flick 19/20: 20,69
      Kovac 19/20: 10,18
      understat.com

      Sonst könnte man Pässe pro 90 mit Schüssen verrechnen.
      14/15: 725,9 Pässe und 17,2 Schüsse / 90 -> alle 42,2 Pässe ein Abschluss
      15/16: 728,9 Pässe und 18,4 Schüsse / 90 -> alle 39,6 Pässe ein Abschluss
      19/20 Flick: 667 Pässe und 19,5 Schüsse / 90 -> alle 34,2 Pässe ein Abschluss

      1. Danke für die Zahlen. Der Wert von Understat überrascht mich ehrlich gesagt ein bisschen. Hat auf mich rein subjektiv teilweise etwas anders gewirkt. Allerdings hauen einen da Spiele wie gegen Hertha schon ziemlich nach vorne.
        Was wirklich interessant wäre, aber kaum zu erfassen ist, wäre ein Wert der anzeigt, wie viele Ballkontakte die Bayernspieler hatten, bis sie sich ein Tor oder eine gute Torchance aus dem Spiel heraus erarbeiteten. Da würde das Pendel wahrscheinlich noch mehr in Richtung Pep ausschlagen als bei der Verrechnung von Pässen und Schüssen.

    2. @willy
      Hast Du zuletzt Klopp Fußball gesehen?
      Auch Klopp hat verstanden das das Team Ruhephasen braucht um dann wieder konzentriert intensiv zu attackieren.
      Man kann eigentlich sagen das Klopp sich auf Pep zubewegt hat aber auch Pep einige Elemente in Richtung Klopp entwickelt hat.
      Eins ist klar das wenn wir in der CL das zulassen was wir in einigen Spielen zugelassen haben wir ordentlich eingeschenkt bekommen.
      Ps achte mal morgen auf VVD wie der seine Mitspieler anspricht wenn da ein Stellung oder Abspielfehler passiert.

    3. Ich finde den Vergleich mit Pep auch ein wenig irreführend (auch wenn man das als Fan natürlich gerne hört): Mag sein, dass es im ‘Ergebnis’ der Offensivbemühungen Berührungspunkte gibt (die man dann auch statistisch untermauern kann). Aber der große und prinzipielle Unterschied besteht doch darin, dass der Pep-Fußball außerordentlich intelligent war, wohingegen der flicksche eher ein Hurra-Stil ist.
      Etwas konkreter: Unter Pep konnte auch deshalb die Dominanz oft über 90 Minuten aufrecht erhalten werden, weil die Mannschaft als Einheit so selbstverständlich funktioniert hat: es gab eigentlich immer mehrere Anspielstationen, ohne dass deshalb allzu viel gesprintet werden musste. Im Gegensatz dazu müssen wir im Moment körperlich sehr viel investieren, um ähnlich hohen Druck aufbauen zu können. Solange das gelingt, sieht es sehr überzeugend aus. Sobald aber die Intensität und das Tempo verringert wird, fällt der entscheidende Unterschied ins Gewicht: die fehlende ‘geistige’ Überlegenheit. Die Mannschaft bricht dann auseinander, es entstehen überall Lücken und die Balance geht verloren.
      Wie man das ändern kann? Ich weiß es nicht, man müsste Pep fragen wie er es schafft seine Spieler so vorzubereiten, dass sie vor allem gedanklich dem Gegner immer einen Schritt voraus sind (und deshalb sogar oft auf den konkreten zusätzlichen Schritt auf dem Feld verzichten können.)
      Wahrscheinlich hängt es mit einer Vielzahl von taktischen und technischen Feinstjustierungen zusammen, vor allem aber mit der absoluten taktischen Unterordnung eines jeden Einzelnen unter das Gesamtgebilde Mannschaft.

      1. Ich finde den Vergleich ebenfalls irreführend, aber aus anderen Gründen: Pep hat eine Mannschaft übernommen, die über Jahre gewachsen ist, von van Gaal und Heynckes geschult wurde und das Triple gewonnen hatte – danach hat er deren Spielweise perfektioniert.
        Es war gegenüber Kovac und ist gegenüber Flick unfair, diese Maßstäbe auf kurze Sicht anzulegen. Es braucht Jahre, bis ein Team diese Perfektion in Spielanlage und Spielrhythmus erreicht, und nur in einer außergewöhnlichen Kombination von Spielertypen lässt sich erreichen, dass praktisch jeder Gegner komplett dominiert wird. Auch in Liverpool hat das einige Jahre gedauert, und weder ManCity, geschweige denn PSG haben trotz aller Mlliarden bisher etwas in der CL gerissen.

        WIr wünschen uns alle, dass der FC Bayern wieder dahin kommt, wo er Mitte der 2010er Jahre war. Aber dies nach der Hinrunde mit dem Tiefpunkt Frankfurt, dem suboptimalen Kader und der Verletztenliste jetzt in einigen Wochen hinzubekommen, ist schlicht unrealistisch. Ich finde es eher faszinierend, wie weit die Mannschaft offensiv und im Gegenpressing sich schon verbessert hat unter Flick, und bin zuversichtlich dass wir trotz der noch erkennbaren Schwächen im Defensivverhalten und in der Steuerung des Spielrhythmus in der CL noch eine Weile dabei sein werden.
        Was nicht heißt, dass es nicht noch viel zu tun gäbe, und ggf. auch sich noch herausstellt, das Hansi Flick nicht die optimale Trainerlösung auf längere Sicht ist. Aber das kann man im Moment noch nicht seriös beurteilen.
        Und wenn man gestern PSG gesehen hat, will ich Tuchel auf keinen Fall bei uns sehen.

      2. @GS
        Stimme dir in allem zu (va. organische Entwicklung seinerzeit, Kaderzusammenstellung/Spielertypen, positive Entwicklung unter Flick). Ich habe eine anderen (negativeren) Schwerpunkt gesetzt, da es mir um die momentane Instabilität bei reduzierter Spielintensität ging.

        Ich glaube und wünsche mir, dass Flick das hinbekommt, allerdings wird er dafür ziemlich viel Zeit und einen ausgewogeneren Kader benötigen. Das größte Problem sehe ich dabei im Sportvorstand; wenn dort weiterhin nur Flickschusterei betrieben wird, dann bleibt jedem Trainer nur die Option Krisenmanagement zu betreiben.
        Und nein, dazu braucht es nicht unbedingt ein pralles Festgeldkonto – eine Vision, Intelligenz und Mut würden wahrscheinlich genügen. Das Mönchengladbacher Modell auf Bayern-Größe potenziert, könnte ich mir sehr gut vorstellen und würde auch den Miasanmia-Faktor stärken.

  4. Natürlich ist der Fußball den wir unter Pep gespielt haben das Mass aller Dinge. Offensiv wie defensiv denn nie gab es so wenig Gegentore wie unter Pep.
    Und natürlich braucht eine Mannschaft in einem Spiel Ruhephasen die sie idealerweise in Form und Länge selbst bestimmt.
    Und natürlich muss die Mannschaft in der Lage sein während des Spiels auf gewisse Umstellungen des Gegners reagieren können.
    Pep hat die Ruhephasen mit Ball spielen lassen das heißt wie ausgeführt so das man Ball und Gegner laufen lässt ohne das er an den Ball kommt. Es gab ja sehr viele Kritiker die dieses Spiel als langweilig weil zu dominant bezeichnet haben aber wohl nie den Hintergrund richtig verstanden haben.
    Man kann Ruhephasen aber auch so gestalten wie Real unter Zidane in besten Zeiten nämlich so das man so kompakt steht und verschiebt das der Gegner nie in die Zwischenräume bzw Strafraum zum Abschluss kommt. Nachdem der Gegner sich etwas abgearbeitet hatte konnte Real jederzeit auf Tempoverschärfung und dominanten Ballbesitzfussball umstellen.
    Mir gefällt der Pep Stil besser und er passt wohl auch eher zu unseren Spielern.

    Offensiv ist unser Spiel jetzt auf top Niveau ganz klar. Jetzt müssen eben die unerklärlichen Leistungsabfälle abgestellt werden und dafür ist eindeutig der Trainer zuständig.

    Der Trainer hat aber wie auch viele Spieler immer sehr sehr selbstkritisch diese Probleme nach jedem Spiel auch öffentlich angesprochen.

    Die von Justin erwähnte Selbstgefälligkeit kann ich nicht erkennen – außer in den öffentlichen Aussagen von Hainer KHR Salihamidzic nach dem S04 Spiel.
    Aber man muss eben nicht nur reden sondern es dann auch machen.
    Evtl muss Flick klarmachen wer im Team die Ansage macht wie zu welcher Zeit gespielt werden muss. Kann eigentlich nur Thiago im Verbund mit Müller und Neuer sein. Unsere erfahrenen Spieler wissen ja worauf es ankommt.
    Kann immer noch nicht beurteilen ob Flick auf Umstellungen des Gegners reagieren kann. Seit den LEV BMG Niederlagen hat man manchmal das Gefühl das wir wenn notwendig nicht den Kick von außen bekommen um nochmal zu zünden.
    Es fehlen aber auch die Alternativen von der Bank wo man wieder bei der mangelhaften Kaderplanung ist.
    Und man darf nicht vergessen das die Top IV Suele Lucas no angelangst ausfällt.
    Die Abwehr ist mMn nach wie vor unsere Achillesferse. Alaba ist kein Abwehrchef.
    Die Zukunft von Flick entscheidet sich mMn wie die Chelsea Spiele laufen und wohl auch das Auswärtsspiel beim BVB.

    Chelsea hat viel größere Probleme als wir ist aber trotzdem gefährlich. Hoffentlich gehen wir gleich drauf und schießen 1-2 Tore.

    Denke das wir auflaufen mit
    Neuer
    Pavard Boa Alaba Davies
    Kimmich
    Goretzka Thiago
    Müller Lewa Gnabry

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wie du erwähnst: Vor der Rückrunde waren meine Zweifel noch deutlich größer. Mit einem Rumpfkader die Vorbereitung in der Winterpause angegangen, dann dieses 2:5 gegen Nürnberg. Da konnte man eigentlich nicht davon ausgehen, dass die ersten beiden Spiele gegen hertha und Schalke mit 9:0 zu unserem Gunsten ausgehen. Jetzt kommen unsere Flügelspieler langsam wieder zurück, die Abwehr stellt sich nicht mehr ganz von allein auf und letztlich, trotz aller Mängel in den 2. Halbzeiten hat kein Gegner mehr als ein Tor geschossen außer Hoffenheim im Pokal und eigentlich das Wichtigste: Ich hatte bei keinem der bisherigen Spiele in der Rückrunde das Gefühl, dass wir verlieren bzw. das Spiel aus der Hand geben könnten.

      Eine Frage, die sich wohl erst beantworten wird wenn die Saison gelaufen ist: Was ist eigentlich Flicks wirkliche Philosophie? Wie oben auch schon angesprochen könnte man den Fußball unter Flick eventuell eher mit Klopp vergleichen als mit Pep. Flick will attraktiven, offensiven Fußball spielen lassen, aber er hat mit den zahlreichen EMs und WMs genügend Erfahrung um zu wissen, dass Wettbewerbe auch strategisch angegangen werden müssen. Die Mannschaft muss bzw. sollte erst Ende März / Anfang April langsam zu ihrem höchstem Level finden wenn sie tatsächlich um alle 3 Titel mitspielen will. Im Prinzip muss ich ja auch davon ausgehen, dass er ein ruhiges Ballbesitzspiel aufziehen lassen kann wenn er es schafft die Strukturen aufzubauen die es benötigt wenn man den Drang nach vorne aufbaut.

      Warum das noch nicht funktioniert? Keine Ahnung, aber so richtig zählt es eh erst gegen Chelsea. Das ist das entscheidende Spiel bzw. Spiele und dann schauen wir mal weiter.

      1. Hallo Admins :
        Warum wird mein Kommentar gelöscht ?
        Ich habe niemanden persönlich angegriffen oder beleidigt.
        Weder habe ich einen meiner Mitmenschen diskrediert.
        Bitte um sachliche Erklärung.
        Danke :)

      2. Lieber Sascha, dein Kommentar wurde uns zur Überprüfung vorgelegt, weil er oft genug gemeldet wurde. Ich habe mich gerade eben dazu entschieden, den Kommentar endgültig zu löschen. Du beleidigst zwar niemanden, aber ich würde dich doch bitten, auf deinen Ton zu achten. 918 hat lediglich seine Wunschaufstellung gepostet. Das ist kein Grund für abwertende Äußerungen wie „Nur ein 6er??? Darf ich mal lachen?“

      3. Was hattest du denn geschrieben? @Sascha

      4. @Justin
        Ich habe mich auch über den einsamen 6er in 918s Aufstellungsphantasie gewundert – habe aber zum Glück nur still geschmunzelt und konnte so der Zensur ungestraft entkommen…

      5. Zensur impliziert, dass hier Menschen ausgeschlossen werden, die eine andere Meinung vertreten als eine vermeintlich von uns gewünschte. Ich distanziere mich abermals mit aller Deutlichkeit davon. Wir löschen Kommentare, wenn wir der Meinung sind, dass sie die Richtlinien missachten. Das mag wie in diesem Fall manchmal in einer Grauzone liegen, aber mit dem, was Zensur impliziert, hat es nichts zu tun. Wenn ich mir die Meinungsvielfalt in den Kommentaren ansehe, kann von einer Zensur keine Rede sein.

      6. OK Danke für die Info :)

      7. @Justin
        Ich hatte gedacht, mein Beitrag wäre ausreichend ironisch formuliert, einschließlich des Wortes ‘Zensur’ (das ja im Prinzip nichts anderes als Prüfung und Bewertung bedeutet, wobei es natürlich einen ekligen politischen Beigeschmack hat). Es war es wirklich nicht als Kritik an dir gedacht.
        Ich finde eher den Umstand, dass hier einige Diskussionen so verlaufen, dass überhaupt eingeschritten werden muss oder sollte, ziemlich lächerlich. Wir haben hier eine wunderbare Plattform, um uns über unser Lieblingsthema auszutauschen, deswegen kann ich wirklich nicht nachvollziehen, dass sich einige hier inhaltlich und sprachlich so gehen lassen.

  5. Wie erwartet,zieht der Alt-Trainer Favre,den Tuchel mal eben übern Tisch.
    Genau das habe ich erwartet :)

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der BVB hat aber auch richtig gut gespielt. Und Haaland ist ein absoluter Top-Einkauf. Jetzt macht der Junge die Buden schon aus 20 Metern …

      1. Haaland ist ein guter Junge !
        Ideal um in Lewas Fussstapfen zu treten.
        Das wird aber erst kommen,wenn er 22 Jahre alt ist :)

  6. AZ
    Für Bayern-Star David Alaba hat Trainer Hansi Flick großen Anteil an der derzeitigen Erfolgsserie der Münchner. “Er hat einfach an den richtigen Schrauben gedreht”, sagte der Österreicher am Rande einer Veranstaltung in München, bei der auch die Teamkollegen Serge Gnabry und Niklas Süle anwesend waren.
    “Er hat es geschafft, den Schalter innerhalb kurzer Zeit umzulegen, sodass die Stimmung innerhalb der Mannschaft sehr gut ist und wir als Team wieder funktionieren, so Fußball spielen, wie wir es gewohnt sind”, ergänzte Alaba. Dank Flick träumt Bayern weiter von drei Titeln in dieser Saison.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gedanken ans Triple, so wie in dem von dir geposteteten Artikel, finde ich reichlich überzogen und eh unrealistisch. Spricht da eigentlich einer der Spieler oder der Verantwortlichen davon? Die CL werden wir diese Saison wohl eher nicht gewinnen, dafür reicht es einfach nicht. Wir sollten besser auf dem Teppich bleiben. Die Mannschaft wird jetzt behutsam neu aufgebaut und kommt hoffentlich immer besser in den Tritt, dann werden wir sehen, was dabei herauskommt. Greetings.

      1. Ich wäre sogar damit zufrieden, dass wir in dieser Saison gar nichts gewinnen – vorausgesetzt, dass die positive sportliche Entwicklung weiter geht und auch im Umfeld die Weichen so gestellt werden, dass man eine wirkliche Perspektive für die nächsten Jahre erkennen kann.
        Realistischerweise glaube ich allerdings, dass wir durchaus auch dieses Jahr Meister werden können – wenn auch mit Mühe…

      2. Ja der Satz ist von der AZ mit reingerutscht und sollte garnicht im Copy sein.
        Triple als Anspruch oder Erwartungshaltung wie wir wissen total unsinnig. Gilt ja auch für alle anderen Top Teams weil keiner weiß wie es mal schief laufen kann.
        Jetzt haben wir eine Situation wo es tatsächlich möglich ist das LFC PSG und MCFC/Real im AF ausscheiden.

        Der Post diente nur dem Zweck das sich langjährige Stammspieler regelmäßig auch gerade jetzt noch immer wieder positiv über die jetzige Situation mit Flick dahingehend äußern das sie endlich wieder den Fussball spielen den sie kennen. Und damit natürlich indirekt Kovac und mMn auch Anc kritisieren.

  7. Eben Atlético-Liverpool gesehen.
    Champions League Achtelfinale, Atlético hat Heimspiel und tritt auf … wie eine Heimmannschaft.
    Giftig, gallig, mit Zug nach vorne, stabiler Körpersprache.
    Nach dem devoten Auftreten der Kovac-Bayern, war das eben eine Offenbarung.

    Wenn man Chelsea packt, kann es diese Saison noch weit gehen, davon bin ich überzeugt.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Heimspiel…und tritt auf wie eine Heimmannschaft……
      Na,ist es denn möglich :)
      Wenn man Chelsea packt….
      Genau,wenn,mein Freund !

    2. Atletico ist schon ziemlich ekelhaft, speziell dieses Zeitspiel kann einen echt auf die Palme bringen.

      Wobei da Liverpool ja auch ziemlich glänzen konnte letzte Saison. Die 10 Minuten, die sie für 2 Ecken hintereinander gebraucht haben vor dem 2. Tor gegen uns, um dann blitzschnell zu flanken. Im Halbfinale gegen Barca mit einer vergleichbaren Szene.

      1. Tja,und nun ?

      2. Nun hatten sie gegeneinander gespielt und räumen sich gegenseitig aus dem Weg. :-)

        Kann uns nur recht sein.

      3. Hm……..
        Aber Einer bleibt ja über,in Deiner Rechnung.
        Aber OK,ich sehe schon was das hinführen würde
        Nu der FCB
        :)

      4. Sorry Nur der FCB !

    3. Bayern hat eigentlich ziemlich genau diesen Ansatz gegen Liverpool im Hinspiel gehabt wie heute Atletico. Nur dass man nicht so ein glückliches Eckentor erzielt hat.

      Und finde deine Formulierung “devotes Auftreten der Kovac-Bayern” ziemlich daneben!

      1. Danke Peacemaker

      2. Melden und ansonsten ignorieren und mit seinen Problemen allein lassen …

  8. Um auf Justins Kommentar einzugehen – der Mahner fehlt.
    Der FC Bayern hat zwar einen Sportdirektor, aber der ist aktuell wieder auf Tauchstation.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man sollte die Kirche halt vielleicht doch noch im Dorf lassen.

      Und nur so nebenbei hat das Mahnen seinerzeit auch nichts gebracht wenn man das Triple bzw. den CL-Sieg als Maßstab nimmt. 2014 und 2015 ist man jeweils eingebrochen im April, 2016 war eigentlich die komplette Rückrunde eher dürftig vom spielerischen.

    2. Olli ist jetzt da.
      Mehr “Mahner” wird es beim FCB nicht mehr geben !
      Also
      Alles OK :)

  9. @Justin

    Sehr schöner und ausgewogener Artikel, dem man nur zustimmen kann. Auch fand ich deine “Schlichtungsaktion” in den Kommentaren des vorherigen Artikels sehr gut. Das war eine schöne sachliche Diskussion, die da geführt wurde. Beide Seiten akzeptierten und respektieren die Argumente der Gegenseite und man schafft es sogar sich auf viele Grundpunkte zu einigen und mal eigene Fehler einzugestehen

    Genauso wie diese Diskussion und deinen Artikel wünsche ich mir ausgewogene und professionelle Berichterstattung. Auch wenn mir natürlich klar ist, dass das hier ein Blog ist, in den auch persönliche Vorlieben/Ansichten einfließen. Deshalb ist es auch wichtig, dass ihr nicht profillos werdet und auch eure eigene Meinung vertretet. Aber euer Anspruch ist ja auch qualitativ sehr hochwertig, ausgewogen und sachlich zu arbeiten und das hast du mit diesen beiden Aktionen eindeutig geschafft! Danke dafür

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  10. Mich hat der Pep-Fussball zwar beeindruckt, aber nicht immer begeistert. Ja, es war perfekt organisiert und teilweise brutal dominant, aber oft auch ein bisschen eintönig, wenig kreativ, halt Systemfussball im Endstadium. Offensiv ging es im Wesentlichen darum durch ständige Seitenverlagerungen die offensiven Aussenspieler in 1:1-Duelle zu schicken, um Durchbrüche zu schaffen. Klappt die direkte Verwertung nicht, ging es darum sich durch gute Raumbesetzung die zweiten Bälle zu sichern und zu verwerten. In zentralen Räume wurde eher wenig riskiert, um sich keine Konter zu fangen. Natürlich lag es im Wesentlichen auch daran, dass viele Gegner den Bus parkten und so das ganze Spiel in den Handballmodus überging. In der CL war bezüglich der Dominanz oft eine grosse Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Das ist natürlich ein bisschen normal, aber man hat dort schon auch gesehen, dass das System bei etwas mehr Passivität kippen konnte. Insgesamt waren wir für mich zwar schon brutal stark, aber trotzdem hatte es schon auch seine Gründe, warum es für den CL-Titel nicht gerreicht hat.
    Noch ein zweiter Punkt bei dem ich eine abweichende Meinung habe, ist Mathias Sammer. Mir erscheint die Rolle des ewigen Mahners ziemlich einfach und billig und ich frage mich, welchen Beitrag zum Erfolg er wirklich geleistet hat. Für mich scheint Sammer jemand zu sein, der sich gern redet hört, aber wenig wirkliche Verantwortung übernimmt. Natürlich nur ein Eindruck aus der Ferne, ich möchte es auch nur erwähnen, weil mir dieser Sammer-Mythos etwas suspekt ist. Welchen Stellenwert seine Aussagen intern hatten, können letztlich natürlich nur die Spieler beantworten.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wobei man schon sagen muss, dass das Ausscheiden 2016 gegen Atlético sehr bitter war und man da nicht von einer Systemschwäche reden kann, wenn ein individueller Fehler und ein verschossener Elfer (überspitzt gesagt) zum Ausscheiden führen.

      Was den Manner betrifft, finde ich es interessant, dass nur Sammer in den Ring geworfen wird. Was war denn einst Hoeneß? Beispiel: „Der Trend is your friend und wir spielen seit einigen Wochen schönen Dreck.“ Ich brauche das öffentlich nicht zwingend, aber intern sollte halt jemand in der Lage sein, diese Dinge anzusprechen. Das gab es beim FCB vor und nach Sammer eigentlich immer.

      1. Ja, das Ausscheiden gegen Atlético war unglücklich. Trotzdem hatte ich unter Pep in der CL oft so ein ungutes Buchgefühl: zu grosser Aufwand um ein Tor zu erzielen, da die Offensivaktionen doch sehr vorhersehbar waren. Defensiv die Angst vor dem einen entscheidenden Fehler, der dann auch irgendwann kam. Keine Ahnung, war vielleicht auch nur eine subjektive Wahrnehmung, weil es eben nie ganz gereicht hat.
        Ja, intern braucht es eine kritische Haltung. Ich sehe da aber schon in aller erster Linie den Trainer in der Pflicht. Mein Zweitverein ist der Sportclub Freiburg. Vor jedem Spiel gibt Streich da eine 45-minütige Pressekonferenz. Ich finde das immer sehr interessant, weil es einen etwas realistischeren Einblick gibt in die Alltagsarbeit eines Trainers. Freiburg ist natürlich eine andere Welt. Trotzdem, die mentale Einstellung und Mannschaftsführung ist neben Taktik das Hauptaufgabenfeld eines Trainers. Eigentlich sollte es da keinen weiteren Mahner brauchen.

      2. Dann bleibt eben die Frage, ob Flick dieser Mahner sein kann. Ich finde, dass die rosarote Welt, die aktuell nach außen gezeichnet wird, Gefahren mit sich bringt. Antworten kriegen wir ja aber schon nächste Woche gegen Chelsea. Würde mich sehr freuen, wenn es sich dann als falsche Sorge herausstellt.

      3. Auch hier läuft es wieder auf scheinbar unversöhnliche Positionen hinaus: Mahner vs. rosarot.
        Das ist aber keine bayernspezifisches Thema, beim BVB und vielen anderen Vereinen läuft es doch ähnlich und im Prinzip werden inzwischen weltweit die allermeisten Themen medial dermaßen kontrovers-strittig zugespitzt, dass kaum mehr ein vernünftiger Diskurs, der verständnisvoll abwägend die Argumente beider Parteien ernst nimmt, möglich ist.

        Zur rosaroten Flick-Mania: Nachdem die Stimmung im Verein unter Kovac doch zunehmend mies war, sind viele Verantwortliche, Spieler und Fans offenbar froh, dass nun das positive Extrem die Oberhand gewonnen hat; zugegebenermaßen kann man sich damit als Nahestehender leichter arrangieren. Dass man das nicht zu ernst nehmen sollte, ist sicher allen Beteiligten klar – sobald es eine Ergebniskrise gibt, wird die Stimmung auch wieder kippen.

        Eine wirklich realistische Balance in der Berichterstattung zu finden ist ziemlich schwierig – aber miasanrot macht das meiner Meinung nach größtenteils ziemlich gut!

    2. Große etablierte Trainer wie Pep Klopp Zidane Simeone brauchen keinen der den Mahner macht denn sie machen es selbst.
      Sie brauchen bzw wollen auch keinen Sportdirektor der neben ihnen während des Spiels auf der Bank rumturnt.

      Sammer hatte damals bei uns 2012/13 eine sehr wichtige Rolle aufgrund der besonderen Konstellation bei uns (UH hinterließ eine Lücke die Nerlinger nicht füllen konnte, mentale Ausnahmesituation für Spieler und Club etc ).
      Aber mMn wurde sei e Rolle des Mahners schon unter Pep überflüssig- so das er sich auch viel mehr auf die Strukturen konzentrieren konnte.

      Ob Flick wirklich Salihamidzic auf der Bank braucht/will?
      Ob Flick wirklich der Trainer sein kann intern der auch Klartext redet und Ansagen macht? ( Laut Matthäus soll das ja der Fall sein)!

  11. Nach dem gestrigen Auftritt von psg beim bvb und den jämmerlichen Erklärungsversuchen hinterher muss man große Zweifel haben ob Tuchel der richtige Trainer für uns wäre. Das war ja noch mehr angsthasenfussball als unserer in Anfield. Großes Glück für psg das die nur zwei bekommen haben.

    Und erstaunlicherweise setzt sich die auswärtsschwäche von LFC auch bei zzt schwachen Atletico fort, und ausgerechnet wir verlieren zuhause gegen LFC. LFC laufen Gefahr auszuscheiden.

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    1. In die Richtung habe ich gestern auch gedacht.
      Es ist sicher kein leichter Job, Trainer in dieser Gemengelage PSG zu sein.
      Allerdings ist Tuchel jetzt auch schon anderthalb Jahre dort und man kann schon mal fragen was er da bisher bewegt hat. Wie die Mannschaft im bisher wichtigsten Spiel des Jahres aufgetreten ist, sollte zu denken geben. Von einer Handschrift des Trainers ist nicht so viel zu sehen.

  12. Danke. Sehr schöner Kommentar!

    Der “interne” Mahner, den Justin anspricht, haben wir leider nicht. Ist zumindest meine Meinung. Wer sollte das sein? Kahn wäre dazu prädestiniert, aber ich glaube nicht, dass er schon in diese Richtung agiert. Zukünftig könnte ich mir das aber vorstellen…

    Off Topic:

    Gestern jemand BVB- PSG gesehen?
    War schon beeindruckend, welchen Speed die Dortmunder Spieler haben. Ich glaube kein anderer europäischer Verein hat so viel Geschwindigkeit im Team. Okay, Hummels, Witsel und Can mal ausgenommen. Aber was die, gerade auf den Flügeln, an Tempo aufbieten können, ist schon krass: Sancho, Hazard, Hakimi, Guerrero… dazu Reus und Brandt.
    Nicht zu vergessen, der Sturmtank Haaland. Was der, trotz seiner 1,94m, für ‘nen Antritt hat. Wahnsinn!! Sein zweites Tor auch einfach Weltklasse. Was für eine Naturgewalt. Dazu ist der Typ einfach torgeil ohne Ende. Wie er bei seinem ersten Treffer wieder antizipiert hat bzw. reaktionsschneller als alle PSG-Verteidiger war. Großes Kino.

    Und es nervt mich jetzt schon, dass die Bienen den Typ in zwei Jahren wieder für großes Geld verkaufen und ‘nen fetten Gewinn einstreichen werden. Naja, zum Glück sind es wohl laut Ausstiegsklausel „nur“ um die 75 Mio.
    Genauso Sancho. Geholt für weniger als 10 Mio. und geht dann für 120-150 Mio. Klar, wenn sie wählen könnten, würden sie solche Spieler auch lieber halten können. Mit Haaland und Sancho wären sie schließlich über Jahre hinweg offensiv super aufgestellt. Aber sie werden für ihre Abgänge wenigstens immer gut entschädigt und erzielen (fast) immer Transfergewinne. Da muss man Zorc, so schwer es mir fällt, einfach gute Arbeit attestieren. Natürlich ist nicht jeder Transfer ein Volltreffer (Mor, Merino, Yarmolenko usw.) aber selbst diese „Gurken“ verkaufen sie, ohne einen Verlust einzufahren!
    Da kann sich unser Management mal ein Scheibchen abschneiden, auch wenn es natürlich zwei völlig verschiedene Gemengelagen sind, weil sich die Vereine aus einem anderen Spielerpool bedienen. Trotzdem schade, dass wir (Davies mal ausgenommen) bei den Talenten einfach wenig Chance haben, sie zu bekommen!

    Wie auch immer, das gestrige Spiel hat auf alle Fälle gezeigt, dass der BVB ein harter Konkurrent bleiben wird. Schätze sie auch stärker als Red Bull und Gladbach ein! Von daher wäre es gut, wenn sie PSG im Rückspiel ausschalten und weiter im Wettbewerb bleiben. Durch die Sperren von Veratti und Meunier haben sie auf alle Fälle beste Chancen…Man muss den Bienchen ja fast schon die Daumen drücken ;-)

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    1. Wobei sich beim BVB die Frage stellt: Wo sind die ganzen Millionen?
      Auf Transferüberschüsse, die dann an die Aktionäre ausbezahlt werden oder sonstwo versickern, kann wohl jeder BVB-Fan verzichten.

      1. Um zu wissen was die BVB-Fans denken, muss man sich nur in ihren dementsprechenden Foren umsehen.
        Auch da gibt es sicher nicht den einen, typischen Fan. Allerdings wird gerade diese Art von Geschäftsmodell dort von vielen sehr kritisch gesehen und als Ursache vielgestaltiger Probleme.
        Und wo die ganzen Millionen sind?
        Ich habe es hier schon mal so formuliert: Wir verkaufen Spieler um Gewinne zu machen, der BVB um seine Rechnungen zu bezahlen.

      2. Wir verkaufen Spieler wenn wir sie nicht mehr brauchen, oder wenn sie unbedingt weg wollen.

      3. @wohlfarth
        Manchmal gilt aber auch:
        Wir verkaufen nicht einmal Spieler wenn wir sie nicht mehr brauchen, oder wenn sie unbedingt weg wollen.

      4. @Jo
        Kannst Du eventuell ein gutes BVB-Forum empfehlen? Danke.

      5. @Mirko:
        Das Forum schlechthin dürfte wohl schwatzgelb.de sein.
        Ob es gut ist lasse ich mal dahin gestellt. Die redaktionellen Beiträge haben ein eher bescheidenes Niveau. Aufgrund der hohen Postingfrequenz im Forum eignet es sich allerdings gut, um einen Blick in die “BVB-Fanseele” zu tun.

      6. @Jo
        Danke, das werde ich mir mal anschauen… undercover natürlich;)

    2. Dortmund hat natürlich klare Vorteile im Wettbewerb um Talente, bei denen wir schlecht mithalten können. Aber, um Brazzo auch mal etwas anzurechnen, da hat sich Bayern in den letzten Jahren schon verbessert. Inzwischen werden jüngeren Spielern detaillierte Entwicklungspläne unterbreitet, wodurch man bereits Leute wie Davies und Nübel überzeugen konnte. Ich finde, das gibt nicht nur den Spielern mehr Sicherheit, sondern hilft auch dem Verein, sich intern darüber klarzuwerden, wo man mit ihnen eigentlich hin will. Das war in der Vergangenheit leider nicht immer der Fall – speziell bei Renato Sanches, der völlig ohne Plan geholt und verliehen wurde. Wenn man sowas in Zukunft vermeidet und auf erfolgreiche Beispiele wie Davies verweisen kann, werden die Chancen auch bei anderen Talenten steigen.

      1. Wir brauchen unser Licht in dieser Hinsicht nicht unter den Scheffel zu stellen.
        Wenn wir hier von dem Transfer von Toptalenten, zu einem relativ moderaten Preis, vor dem großen Durchbruch reden, solche Transfers haben wir fast jedes Jahr und mit durchaus gutem Erfolg.
        In den letzten Jahren z.B. Davies, Coman, Gnabry, Kimmich, Bernat. Dieses Jahr versuchen wir es mit Cuisance und Arp.
        Natürlich haut das nicht immer hin, wie bei Sanches, oder z.B. einem Kirchhoff.
        Die Erfolge sind nur nicht so augenfällig wie beim BVB, weil wir die Spieler die wirklich einschlagen eben behalten und nicht meistbietend verkaufen.

      2. Hinzu kommt, dass beim BVB heute ja gar keiner mehr über Spieler wie Mor, Dahoud, Bruun Larsen oder Toljan spricht. Was wäre in Deutschland los gewesen, hätten die Bayern Dahoud geholt und er hätte eine solche Entwicklungskurve genommen? Beim BVB wird darüber nur selten mal ernsthaft diskutiert. Da werden dann die herausragenden Spieler in den Himmel gehoben.

        Eine gewisse Ausgewogenheit ist in der Betrachtung wichtig. Letztendlich macht der BVB sicher gute Arbeit, aber die Bayern haben mMn ebenfalls einen Weg gefunden, bei dem es sich lohnt, ihn weiter zu gehen. Kritik ist richtig wie wichtig, aber es gab eben auch viele gute Transfers in den letzten Jahren. Schafft man es jetzt, aus den vorhandenen Talenten im Jugendbereich, insbesondere auch dem starken U17–Jahrgang, mindestens 1-2 Spieler, vielleicht sogar noch 1-2 mehr in den Profikader zu integrieren (langfristig), wäre das ein weiterer wertvoller Schritt.

      3. Bei denen hat es auch gut geklappt, sicher. Aber das sind für mich eher Fälle, wo es den Scouts gelungen ist, weniger bekannte Talente zu identifizieren und an Land zu ziehen, bevor ein anderer Topverein zuschlägt (oder sie im Fall von Coman schon hatte und gehen lässt). Die meisten davon waren mir jedenfalls kein Begriff, bevor Bayern den Transfer verkündet hat. Dortmund hingegen hat die Nase bei Talenten vorn, die jeder Fussballmanager-Spieler kennt, die dementsprechend von halb Europa gejagt werden, und die gleich hohe Ansprüche an Einsatzzeiten stellen. In der Kategorie haben wir uns leider nur bei Sanches und Götze durchgesetzt, die sich dann ausgerechnet als die grössten Transferflops einer ansonsten erfolgreichen Periode herausstellten.

      4. Na ja, eigentlich braucht es nur ein vielversprechendes Talent wie derzeit Phonzy, , der alles abräumt und immer spielt um anderen Talenten zu signailisieren, dass sie eine realistische Chance haben in die erste Elf zu stoßen. Kimmich gehört sicherlich auch noch dazu, auch wenn er schon eine gefühlte Ewigkeit Stammspieler ist. Ein Gnabry, der mit seinen 4 Toren in der Gruppenphase gegen Tottenham den internationalen Durchbruch angedeutet hat.

        Phonzy kommt aus dem Nirgendwo, Kimmich aus der 2. Liga und Gnabry war zu schlecht für Arsenal.

        Dass Haaland dann in Dortmund landet, wo eh ein gewisses Vakuum auf der 9 bestand und nicht in München, wo Lewi auf Jahre gesetzt sein wird ist dann halt so.

        Aber unser Standing hat sich vermutlich deutlich gebessert wenn es darum geht Talente an Land zu ziehen. Wenn wir in der CL in 1/4 oder gar ins 1/2 kommen wäre das natürlich auch noch förderlich.

    3. Ja, der BVB hats gestern gut gemacht. Nichtsdestotrotz müssten die halt nur irgendwann überhaupt mal wieder was gewinnen, bei den ganzen Talenten und dem ganzen Geld. Das 2:1 gestern war bei der Performance wahrscheinlich zu wenig.
      Zieht PSG zu Hause das Tempo an, brennts gleich lichterloh in deren Abwehr. Der Verrati-Platzverweis könnte jedoch helfen.

    4. @Tom
      Neppe und Busser sind Reschke Leute. Jetzt hat man noch einen von Chelsea geholt.
      Sie hatten ja wohl offensichtlich auch Dembele Sancho und Haaland empfohlen.
      Dembele soll man den falschen Agenten angesprochen haben, bei Sancho soll Salihamidzic laut Falk gepennt haben ( siehe PK) und Haaland ist einfach 2 Jahre zu früh für uns aufgetaucht. Vom kleinen Hazard Brandt Can Halte ich nix. Hakimi ist natürlich auch ein Brett der sehr sehr gut zu uns passen würde (genau wie Sancho und Haaland).
      Und man muss konzedieren das Hummels ein überragendes Match gespielt hat.
      Die Strategie des bvb ist mMn richtig das man diese Spieler wie auch Reyna Pulisic Mol Isaak Larssen etc kauft um zu sehen ob sie gut genug sind und notfalls wieder zu verkaufen.

      Wir gehen ja wohl den Ansatz etwas ältere 22-24 j fertigere Spieler zu kaufen wie Kimmich Goretzka Gnabry Coman Suele die ja auch gut eingeschlagen sind. Leider haben eben auch Götze Rode Kirchhoff Sanches Tolisso nicht funktioniert.
      Der Unterschied ist das sich der bvb schneller von denen trennt. Hoffentlich machen sie bei Tolisso nicht den gleichen Fehler wie bei Sanches .

    5. Die Diskrepanz zwischen uns und dem BVB zeigt sich wie ich finde ganz gut an folgendem Fakt:
      Bayern versucht, eine Mannschaft zusammenzubauen, die im Jahr 2022 im eigenen Stadion den CL-Titel holen kann. Es geistern Namen wie Sane und Havertz durch die Gazetten und eine Offensive mit Sane, Havertz, Gnabry und Lewandowski wäre schon eine Hausnummer.
      Der BVB hätte – vorausgesetzt die Spieler können ihr Niveau so halten bzw. noch verbessern – mit Haaland, Reyna und Sancho eine Offensivreihe, die 2022 so ziemlich jeder Abwehrreihe Schweißperlen auf die Stirn treiben würde. 2022 wird aber von diesem Trio nicht mehr viel im BVB-Trikot übrig sein. Sancho wird dann schon längst in England kicken, Haaland wenn überhaupt seine letzte Saison in Schwarz-Geld absolvieren und auch bei Reyna wird es wohl irgendwann gen England gehen, weil das für einen Amerikaner (siehe Pulisic) einfach mehr Anziehungskraft besitzt. Das sind Aussichten, die mich fertig machen würden.
      Bei uns gibt es alle paar Jahre mal einen Umbruch, weil die biologische Uhr bei einigen Leistungsträgern tickt. Beim BVB ist wohl fast jedes Jahr ein Umbruch nötig, weil der Verein immer wieder Spielern zu klein wird.

      1. @willy
        Bingo well said

  13. Also, mir bringen die Bayern seit Flick wieder Spaß und dafür danke ich Flick!
    Geht es besser? Na klar, aber nicht vergessen, es IST schon viel, viel besser.
    Warum nicht einfach etwas positiver an die Sache gehen? Offensiv sind wir schon mal geil, jetzt geht es an die Defensive! ‘Mahner’ braucht es hier nicht, sondern Realisten. Und nur von ein paar Interviews auf die mentale Einstellung der Mannschaft zu schließen halte ich doch für etwas voreilig.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Deine Einschätzung kann ich nur unterstützten.
      Man muss einfach sehen, wo wir herkommen – das 1:5 in Frankfurt war am 2. November 2019 … seitdem hat die Mannschaft spielerisch einen Riesenschritt nach vorn gemacht, auch wenn naturgemäß noch genug Arbeit bleibt.

    2. @Christian
      Teile Deine Meinung absolut das die grundsätzliche mentale Einstellung der Spieler nicht das Problem sind. Jedenfalls nicht von den die noch unter Jupp und Pep trainiert haben. Auch ein Lucas nicht den Simeone ausgebildet hat. Eher schon Spieler wie Gnabry Tolisso Suele etc die manchmal den Larifari Eindruck hinterlassen. Aber Neuer Müller Kimmich Alaba Thiago Lewa Coman wissen wie es geht und vor allem können es noch( solange der Trainer richtig spielen lässt was nach Aussagen dieser Spieler der Fall ist). Boa und Javi wissen es aber können es nicht mehr umsetzen.
      MMn fehlt aber nach dem Abgang von Basti und später Alonso (bedingt auch Lahm) die absolute Führungsspielermentalität auf dem Platz- einer der ganz klar ansagt wo es längs geht. Vidal und Hummels sollten ja in die Rollen schlüpfen und haben mMn kläglich versagt. Jetzt müsste eigentlich Thiago diese Rolle übernehmen- Neuer und Müller sind für Tempowechsel zu weit weg.

      Habe gerade gelesen das Pogba für 60 Mio verkauft werden soll.

      Wenn das stimmt sollten wir Havertz vergessen und Pogba kaufen.

      Sane Pogba und Upamecano kaufen.

      Tolisso Boa Javi verkaufen, Perisic und Couti nicht ziehen.

  14. Was mir bei Haaland mal durch den Kopf gegangen ist, wäre ein Art Deal wie mit Gnabry. Ihn nach Deutschland gelotst, mit der sicheren Gewissheit, er wird in 2 Jahren beim FCB spielen. Selbst wenn wir ihn in der Zeit bei Dortmund geparkt hätten, wäre es den Kompromiss wert. Unser Sportdirektor soll doch gut darin sein jungen Talenten einen Plan für deren Zukunft aufzuzeigen, von dem sie so überzeugt sind, dass Davies und vorallem Nübel der wohl auch bessere Angebote vorliegen hatte, zu uns lotst. Auf der Kehrseite der Medaille steht dann aber das ein Haaland so eine Art Deal überhaupt nicht nötig hat, da in 2 Jahren wahrscheinlich Real, PSG und die Klubs aus England mit den Scheinen winken werden und wir wahrscheinlich dabei zu sehen müssen, wie er die Liga wieder verlässt.

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    1. Der Haken an der Sache ist: auf so einen Deal wäre Haaland nicht eingegangen. Der will nach England, Dortmund ist für ihn nur der Zwischenschritt. Ein zweijähriges Parken in Dortmund oder sonstwo hätte also von seiner Seite aus nicht funktioniert.

  15. Sehe es ähnlich wie @Christian. Finde die Berichte hier – obwohl es ein Fanblog ist – sehr objektiv. Das gefällt mir. Vor allem, weil sie, denke ich, die Realität sehr gut widerspiegeln. Wie es mir scheint, dient dieser Kommentar eher dazu, die Kritiker im Kommentarbereich ein wenig zu besänftigen. Halte es genau wie @Christian: Von ein paar Interviews, die auch kritisches äußern, also zeigen, dass sie wohl sehr wohl auch mit den schwächeren Halbzeiten unzufrieden sind, ein mentales Problem zu schließen, finde ich ebenfalls voreilig.

    Dass es durchaus viele Sachen zu verbessern gilt, wird keiner verneinen. Sowohl die Blogger hier, als auch alle Kommentatoren, die hier schreiben, als auch die Verantwortlichen. Trotzdem ist eine klare Steigerung zum Herbst zu erkennen. Was den Fußball, den wir spielen betrifft, sehe ich sogar klare Verbesserungen zur punkte- und toremäßig überragenden Rückrunde in der vergangenen Saison. Von daher bin ich optimistisch, dass wir eine gute Restrunde – auch in der Champions League – spielen werden. Klar, gegen Chelsea kann man am Ende auch rausfliegen. Dann wird die Bewertung wieder anders ausfallen. Aber das war schon immer so im Fußball: In zwei Spielen kann alles passieren.

    Was das Beispiel der Ruhephasen angeht, hat natürlich jeder Recht, der darauf hinweist, dass diese eminent wichtig sind und fehlen. Da ist die Hoffnung als Fan, dass das Team sich diese erarbeiten kann und es schafft, Tempo zu reduzieren und dementsprechend auch wieder erhöhen zu können. Diesen Nachweis ist Flick jetzt schuldig, dass er das als Trainer mit einer Mannschaft kann.

    Seine erste Nachweise hat er bereits gebracht. Der erste war, die Mannschaft nach der Kovac-Entlassung zu stabilisieren, als wir defensiv doch arg wackelig unterwegs waren. In seinen ersten drei Spielen haben wir kaum eine Chance zugelassen. Dann wurde der Kader zum Winter hin immer kleiner, inklusive Rückschläge gegen Leverkusen und Gladbach, trotz starker Leistung. Der zweite Nachweis: Der Mannschaft ein Siegergen zu implementieren, gegen alle Widerstände weiter zu machen, und die nötigen Punkte zu holen. Den dritten Nachweis hat er jetzt gebracht: Dass die Mannschaft auch attraktiven Fußball nach vorne hin spielt, die Abstände zwischen den Spielern nicht mehr so riesig sind und wir wieder Kombinationsfußball sehen.

    Jetzt kommt der vierte Nachweis: Ruhephasen einbauen, Tempo verringern, erhöhen zu können. Also im Grunde den ersten Nachweis und den letzten zusammenzubringen. Sodass wir nicht mehr in so viele Konter laufen, uns mit dem Ball ausruhen und trotzdem nicht die starken Phasen, die wir in allen Spielen nach der Winterpause hatten, zu verlieren.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wenn ich irgendwann nur noch Artikel schreibe, um Kritiker zu besänftigen, mache ich das alles nicht mehr.

      Im Ernst: Dieser Artikel spiegelt _meine_ Sicht auf die Dinge wider. Nichts anderes. Ich verbiege mich hier ja auch nicht. Halte es aber für wichtig, den Fortschritt, den ich ja mehrfach erwähne, auch mal einzuordnen und eben genau das aufzuzeigen, was ihr ja auch seht: Noch gibt es viel Luft. Das ist doch auch gar keine Kritik, sondern eine Feststellung und ein „Zurück auf den Boden der Realität“.

      1. Du sollst keine Kritiker besänftigen, aber dir mit deiner Erfahrung muss doch auffallen, dass diese ganzen statistischen Werte in diesem Fall völliger Mumpitz sind.
        Da hat man einen Guardiola, der zumindest drei Jahre eine komplette Saison gespielt hat. Da kann man auch noch zum Vergleich einen Kovac oder Ancelotti nehmen, die beide zumindest eine komplette Saison vorweisen können – diese 5 Jahre kann man natürlich miteinander vergleichen.
        Aber man kann doch komplette Spielzeiten nicht allen Ernstes mit einem Zeitfenster von gerade einmal 12 Spielen vergleichen – also noch nicht einmal einer Halbserie.

      2. Ich weiß nicht, ob du den ganzen Artikel gelesen hast, aber dir wird sicherlich aufgefallen sein, dass der Artikel eine Teilantwort auf einen anderen ist. Weiterhin wird dir beim Lesen bestimmt aufgefallen sein, dass ich den Vergleich selbst nicht gerecht finde, ich ihn aber nutze, um die durchaus vorhandene Euphorie ein bisschen zu bremsen. Und das ist dann auch schon die Message, die ich rüberbringen wollte, vielleicht aber zumindest bei dir nicht rübergebracht habe: Die Bayern sind aktuell gut, aber nicht sehr gut.

    2. @nkls
      “Wie es mir scheint, dient dieser Kommentar eher dazu, die Kritiker im Kommentarbereich ein wenig zu besänftigen. “

      Auch wenn es so erscheint ist es doch ziemlich unrealistisch das man so etwas machen würde.
      Die meisten schreiben oder kommentieren doch weil es über die Sache geht- ein Hobby-und nicht um dich für irgendetwas zu rechtfertigen oder zu profilieren.

      Und mit allem was Du sagst kann man nur übereinstimmen.

      Denke vor allem das unabhängig von Flick man unterschätzt wie scharf die Spieler -vor allem die erfahrenen-auf Erfolg sind und die anderen entsprechend einschwören. Unabhängig von Flick Salihamidzic etc

  16. Ich hatte auch schon den Gedanken, daß das nachlassen in der zweiten Hälfte körperlich bedingt ist.
    Falls es tatsächlich so ist, dann werden die Spiele gegen Chelsea besonders schwer, da PL Teams physisch schon immer extrem stark waren.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Könnte ich verstehen, wenn die Probleme vielleicht ab der 70. Minute auftreten aber mMn. treten die Probleme mit Anpfiff der 2. HZ auf. Jetzt gegen Köln wurden wir Anfang der 2. HZ regelrecht überrannt, da hat in der Defensivstruktur so einiges nicht gepasst. Also ich halte körperlich bedingte Gründe auch für gut möglich aber kann mir nicht Vorstellen, dass mit Wiederanpfiff viele Abläufe nicht mehr funktionieren.

  17. […] Manuel Neuer: “Wir haben Pep-Fußball gespielt” | Justin […]

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Funktioniert nicht

  18. Was mir aber beim hochgelobten Pep Fussball verschwiegen wird, in der Rückrunde bei den wichtigen Spielen ging die Mannschaft am Stock und wirkte teilweise ausgelaugt. Da hoffe ich das Flick die Belastung besser steuern kann.
    Es ist auf alle Fälle spannend zu verfolgen wie Flick nach und nach Bereiche der Mannschaft umstellt und verbessert.

  19. Ich halte diesen sport1-Artikel für eine Frechheit!
    Da wird versucht einen auf Seriösität zu machen und dann auch noch mit statistischen Zahlen herumgeworfen.
    Statistische Werte, wo die 102 Spiele unter Guardiola zu den ganzen 12 unter Flick in Relation gesetzt werden. Und daraus werden dann abenteuerliche Schlußfolgerungen gezogen. Das ist unseriös, bis zum geht nicht mehr.
    Man kann noch das tun, was Justin tut, nämlich diesen Mumpitz relativieren, aber im Grunde genommen ist der Artikel in sport1 eigentlich keine Zeile wert.
    Klickbaiting, mehr ist es nicht.

  20. Dass nur eine Halbzeit klasse war und eine andere mau hatten wir auch unter Pep. Auch, dass man mal am Spielanfang oder anfangs der 2. Hälfte mal schlecht aus der Kabine kommt. Richtig problematisch wird es aber dann, wenn es im Team zu viele Schwachstellen gibt – entweder durch Spieler, die das damalige Positionsspiel nicht eingebleut bekamen oder andere Schwächen haben. Gegen Köln kamen da in der 2. Hälfte zum Polster der 3 Toreführung die Fremdkörper Hernandez und Tolisso, dazu zwei Linksfüsser in der Abwehr, Pavard und auch Davies, die sich anstecken ließen, Gnabry und Coman, die noch nicht voll im Saft sind…

  21. […] und Leipzig offenbarten Schwächen im offensiven System der Bayern, die wir beispielsweise hier und hier […]

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