Vorschau: FC Bayern München – FC Schalke 04

Justin Trenner 08.02.2019

Die Frage nach dem sportlichen Potenzial dieser Partie muss zunächst jedoch nach hinten gestellt werden. Wieder mal passierte unter der Woche etwas, was Fußball-Deutschland zeigte, dass der Sport bestenfalls die schönste Nebensache der Welt ist. Rudi Assauer verstarb nach langer Alzheimer-Erkrankung am Mittwoch, einige Stunden bevor der FC Schalke 04 – sein FC Schalke 04 – gegen Fortuna Düsseldorf mit 4:1 in die nächste Runde des DFB-Pokals einzog. Ein Tag, an dem die Trauer überwog. Auch in Berlin, wo die Bayern das Viertelfinal-Ticket später am Abend einlösten, war man kurz vor dem Anpfiff zumindest kurz beim ehemaligen Manager der Schalker.

Wenn über Typen des Fußball diskutiert wird, endet dies meist in nicht greifbaren, höchst emotionalen und subjektiven Argumentationen. Über Rudi Assauer dürfte sich Deutschland aber weitestgehend einig sein: Er zählte zu den Großen dieses Geschäfts. Mit Schalke erreichte er nicht nur den bis heute unvergessenen UEFA-Cup-Sieg 1997. Er sorgte dafür, dass der Klub in finanzieller Not einem Lizenzentzug entkam. Er prägte den FC Schalke 04 über Jahre und legte eine Basis, auf der Königsblau wachsen und gedeihen konnte.

„Ohne diese Fans, ohne diese Tradition, ohne diese religiösartige Bewunderung wäre dieser Verein schon längst tot. Das ist die Philosophie von Schalke 04“, so Assauer damals. Es sind keine Phrasen. Er lebte die Region und seinen Verein wie kein Zweiter. Menschen wie er machten und machen den Fußball besonders. Auch die Miasanrot-Redaktion trauert deshalb um die Schalker Legende und wünscht allen Fans und Angehörigen viel Kraft in der kommenden Zeit.

Der Alltag geht weiter …

Doch das kühle Fußballgeschäft läuft weiter. Weil es muss. Anders hätte es Assauer selbst wohl auch nicht gewollt. Als seine Schalker am Mittwoch Düsseldorf schlugen, wird er von oben einen Zug von seiner Zigarre genommen und ein leichtes, stolzes Grinsen aufgesetzt haben. Dieses leichte Grinsen wollen die Schalker am Wochenende zu einem Lachen wandeln.

Dann sind sie zu Gast beim FC Bayern. Auch Domenico Tedesco weiß, dass die Münchner in dieser Saison verwundbar sind. Im Hinspiel hatte er sie noch sehr dominant erlebt. So ließ er in der Pressekonferenz mindestens zwischen den Zeilen durchklingen, dass seine Mannschaft es zu keinem Zeitpunkt schaffte, die Bayern in ihrem Spiel zu stören.

Das soll sich im Rückspiel ändern. “Du brauchst einen guten Tag. Man muss in gewissen Situationen auch leiden können und das Quäntchen Glück haben. Dann hast du eine Chance. Wir müssen zu 100% konzentriert sein und alles abrufen”, sagte Tedesco. Er fordert Mut, um in München etwas mitnehmen zu können.

Kontinuität auf Schalke?

Von Hertha konnte Tedesco lernen, wie man es im Idealfall nicht macht. Hertha war in den gesamten 120 Minuten nur drei Minuten lang gefährlich – bis zum 1:0. Danach konnten die Bayern in den meisten Fällen ruhig kombinieren. Hertha kam zwar zu einigen Ballgewinnen, war jedoch nicht in der Lage, Konter richtig auszuspielen. Die Idee Dardais, im kompakten Mittelfeldpressing das Zentrum zu schließen, ging auch deshalb nicht auf, weil die sonst so konterstarken Herthaner ihr Tempo nicht auf den Platz bekamen.

Schalke will das anders machen. In den letzten fünf Pflichtspielen holten sie sich mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage das Selbstbewusstsein für den Gastauftritt beim Tabellendritten. Erstmals seit dem 8. Spieltag der Bundesliga, als die Knappen mit 0:2 gegen Bremen verloren, stellte Tedesco auf ein 4-2-3-1 um. Erstmals überhaupt hielt der Trainer fünf Spiele am Stück an einer Grundformation fest. Mit Kontinuität aus der Krise?

Auch gegen die Bayern wird vom Umfeld erwartet, dass Schalke im 4-2-3-1 die Räume im Zentrum dicht machen will. Aggressivität, Kompaktheit und schnelles Umschaltspiel – Tedesco weiß, dass die Münchner von Außenseitern nur so zu verwunden sind und Schalke muss im Moment kleine Brötchen backen. Doch auch wenn der Trainer in der PK verlauten ließ, dass ihm keine größeren Schwachstellen beim Gegner auffielen, so wird er in den letzten Wochen genau aufgepasst haben.

Das Übel bei den Bayern beginnt im Ballbesitz

Kovač lässt dieser Tage tiefer blicken als sein Gegenüber. Pressegespräche, in denen er über die Probleme in der Defensive spricht und darüber, dass man in einigen Phasen zu offensiv sei und dabei die Kompaktheit verlieren würde, sind nur ein Teil der Offenbarung. Der Trainer zeigt vor allem, dass er kaum einen Fokus auf die Organisation eigener Ballbesitzphasen legt. Und das sieht man dann auch auf dem Platz.

In Berlin standen gegen Ende der zweiten Halbzeit bis zu vier Spieler auf einer vertikalen Linie im ballfernen Raum. Neben ihnen entstand ein riesiger Raum, der ausschließlich von Herthanern besetzt wurde. Daneben wiederum waren Gnabry und Kimmich – durch die Seitenauslinie begrenzt – auf sich gestellt. Sie versuchten, sich irgendwie aus der heftigen Unterzahlsituation heraus zu kombinieren. Mit etwas Pech wäre daraus ein tödlicher Konter entstanden. Doch sie konnten den Ball gerade so zu Süle bringen, der wiederum neu aufbaute.

Es war längst nicht die einzige Situation, in denen die Münchner eine Grundstruktur vermissen ließen. In einer weiteren Szene aus dem ersten Durchgang kombinierten vier Spieler am Flügel wie im Trainingsrondo – lediglich ohne Raumgewinn. Die Optionen? Entweder ein Pass nach hinten zur Viererkette oder ein sukzessives Vorschieben. Im Halbraum und im Zentrum herrschte Leere. Thiago musste absichern, James begab sich in die Traube aus Bayern-Spielern an der Seitenlinie und auch Goretzka war dort zu finden. Letztendlich erkannte Kimmich, dass es im Zentrum an Besetzung fehlte und machte – als Spieler mit dem weitesten Weg – einen Lauf in diese Zone. Geholfen hat auch das nicht, weil Hertha sich darauf einstellen konnte.

Diese Grafik stellt nur eine Veranschaulichung und Annäherung an eine Szene aus der ersten Halbzeit in Berlin dar. Sie ist nicht 1:1 nachgestellt, zeigt aber die Problematik der Szene.

Entscheidungslahm oder fehlende Optionen?

Oft werden solche Situationen als Trägheit wahrgenommen. Die Pässe kämen gar nicht, zu ungenau oder zu spät. Doch letztendlich ist es eben das fehlende Konzept in Ballbesitz, das die Basis aller Probleme bildet – vor allem in Spielen, in denen der Gegner kein Interesse daran hat, selbst das Spiel zu machen. Kovačs Defensivkonzept geht in mindestens 90% der Fälle einfach nicht auf.

Es mag ein Faktor sein, dass Spieler wie Hummels, Boateng, Süle und selbst Thiago im Spielaufbau in dieser Saison anfälliger für Fehler sind. Doch warum ist das so? Sie schlicht als zu alt oder außer Form zu bezeichnen, wäre der einfache Weg. Bei genauerem Hinsehen erkennt man die Hauptursachen aber schnell. Ein Pass besteht aus Passgeber, Passempfänger und vielleicht auch noch den Gegebenheiten, die ein Gegner zulässt. Für die Aufbauspieler ist es deshalb relevant, wie das Mittelfeld und der Angriff mit den Gegebenheiten umgehen und wie sie sich bewegen.

Die Spieler des FC Bayern waren in Berlin teilweise 5-10 Sekunden am Ball. Zeit, in der sich der Gegner organisieren und Druck ausüben kann. Zeit, in denen Ballverluste und schlechte Entscheidungen erzwungen werden können. Zeit, in der die Spieler einfach keine lukrativen Optionen haben und in der beispielsweise Hummels gern eine vertikale Lösung anbieten würde, keine findet und schließlich in einer Notlösung endet.

Auch das Gegenpressing leidet darunter

Diese Notlösung führt wiederum im besten Fall zu sicheren Quer- oder Rückpässen. Im schlimmsten Fall ist der Spieler so unter Druck, dass er trotzdem einen vertikalen Pass in eine Zone spielt, in der der Passempfänger in Unterzahl ist. Thiago löst solche Situationen oft genug mit einer Leichtigkeit und Brillanz, dass das Unheil noch bewahrt werden kann. Doch Spieler wie ihn gibt es nicht wie Sand am Meer, also braucht es gruppentaktische Lösungen. Das “Ballbesitzspiel” der Münchner zieht sich aber so konzeptlos bis ins letzte Drittel. Es gibt zwar auch Momente wie vor dem 2:1-Führungstreffer, in denen wunderschöne Kombinationen entstehen, doch die machen eher einen zufälligen als einen einstudierten Eindruck.

Die schlechte Positionierung in den Ballbesitzphasen sorgt für eine schlechte Ausganssituation bei Ballverlusten, die wiederum durch das nicht vorhandene Positionsspiel provoziert werden. Es ist ein Teufelskreis und die Frage bleibt bestehen: Warum spricht darüber niemand? Warum werden gute Ergebnisse dazu verwendet, diese Probleme unter den Tisch zu kehren? Kovač äußert sich vor allem dann kritisch über seine Mannschaft, wenn es um die Organisation der Defensive geht. Doch er scheint dabei nicht zu bedenken, dass die Organisation schon weit vor Ballverlusten beginnt.

Immerhin stimmt die Einstellung der Mannschaft. Denn obwohl die Spielanlage derzeit höchstens als konzeptloser Heldenfußball bezeichnet werden kann, stehen dort immer wieder 11 Spieler mit Herz auf dem Platz. Sie kämpfen, sie laufen, sie wollen unbedingt gewinnen. Sie können es nur nicht mehr, wenn von ihnen mehr als das verlangt wird, um als Sieger vom Platz zu gehen. Weil dann die Idee fehlt. Das Konzept, an dem sie sich orientieren können. Ein Rahmen, der ihnen mehrere Lösungsmöglichkeiten für die Situation an die Hand gibt. Das ist in München Vergangenheit. Und Schalke wird am Wochenende probieren, ihnen genau das abzuverlangen. Ob es ihnen gelingt, wird sich zeigen.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Justin gewählt. Kurzfristige Änderungen sind bis zum Spieltag noch möglich.

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 3,8 : 2,6 Fatbardh

Hinweis: Fatbardh und ich hatten uns vor dem Spiel darauf geeinigt, dass Torschützen und Über/Unter hier bis zur 120. Minute gelten.

Zwischenstand insgesamt: Justin 79,8 : 71,0 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: In der zweiten Halbzeit fallen mehr Tore als in der ersten.
  3. Über/Unter 3,5: Unter!
  4. Aufstellung: Ulreich – Kimmich, Süle, Boateng, Alaba – Thiago, Goretzka – James – Gnabry, Lewandowski, Coman

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Leon Goretzka
  2. Freie These: Schalke trifft nicht.
  3. Über/Unter 3,5: Unter!
  4. Aufstellung: Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Goretzka – Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Brutalst möglich analysiert. Ich verstehe auch nicht, warum das keiner angeht. Sehen müssen das doch mehrere (Spieler, Co-Trainer etc.).

    Und als Ergänzung: Kommunikation geht immer vom Empfänger aus. Sagt man ja so. Beim Pass ist es eigentlich genauso (Der Pass geht immer vom Empfänger aus.).

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Ergänzung ist falsch. Kommunikation gibt es zwischen Sender und Empfänger (Rezipient). In der Kommunikationstheorie wirst du, Stefan, keinen Beleg für deine reziproke Sichtweise finden!
      Anders gesagt: Ein ZDF-Zuschauer beginnt keine Unterhaltung mit Claus Kleber. Und die Meinung des Zuschauers wird den Claus nur äußerst selten erreichen, geschweige denn interessieren …!

      1. OT: Kommunikation geht natürlich immer von anderer Kommunikation aus, ist also immer schon Anschlusskommunikation #SystemtheorieFTW

  2. Ganz großen Respekt für die schonungslose Analyse! Hoffentlich realisiert der Trainerstab das auch mal und reagiert entsprechend.

  3. Torschütze: Leon Goretzka
    Freie These: Schalke trifft
    Über/Unter 3,5: Über!
    Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Goretzka – James – Gnabry, Lewandowski, Coman

    Die Aufstellung dürfte schon vom Liverpool-Spiel geprägt sein. Neuer wird dann nicht spielen, wenn noch ein gesundheitliches Restrisiko besteht. Müller sehe ich aktuell nur auf der Bank, weil sich James für Liverpool einspielen muss. Goretzka kann man aktuell kaum draußen lassen, weil er einen (Tor-)Lauf hat. Im Hinblick auf Liverpool wäre es trotzdem mal sinnvoll, Martinez zu bringen. Und was Boateng mal wieder ausgefressen hat wissen die Götter.

  4. Das wird ein schweres Spiel. Zu Hause treten wir bisher noch schwächer auf als auswärts. Die meisten der nach Führung abgegebenen Punkte gingen in der AA verloren. Schalke wird tief stehen und schnell kontern. Und sie sind inzwischen wieder stabiler als in der Hinrunde. Dazu haben wir 120 Minuten gespielt – Schalke nur 90. Gerade Gnabry und Coman wird das nachhängen (Gnabry spielt ja nur selten mal 90 Minuten so wie am Mittwoch). Eigentlich möchte ich Goretzka, James und Thiago gerne wieder sehen – nur mit Goretzka deutlich defensiver, der nur gelegentlich nach vorne durchstößt, denn auf der 10 hat er wenig verloren. Wenn Thiago und James sich stattdessen für die Flügelspieler als Kombinationspartner anbieten, dann wäre es deutlich besser. Bei können auch besser verlagern, um den Raum auf der anderen Seite zu nutzen. James hat einige schöne Diagonalbälle gespielt, die den freien Raum bespielt haben. Dann kommen auch die Flügelspieler besser zu Geltung und müssen nicht immer gleich gegen 2 Gegner spielen.

  5. GestrandetinBerlin Seite 08.02.2019 - 15:58

    Ihr haut echt einen Artikel nach dem anderen raus momentan und alle super, respekt.
    Der Artikel beschreibt einen sehr wichtigen Faktor, weil oftmals nur in den Kategorien Ballbesitz und Umschaltspiel gesprochen wird. Es ist ja völlig egal, ob ich dominant spielen will oder nicht, ein gutes Positionsspiel brauche ich ja so oder so. Im Februar quasi am Anfang der Saison zu stehen ist da schon ziemlich deprimierend.
    Es zieht sich ja durch, das Gegenpressing ist wieder unauffällig geworden – was ja vom Positionsspiel abhängt.
    Die Strafraumstaffelung ist miserabel – Positionsspiel.
    10er Raum Besetzung….
    Konterabsicherung…

    Mal schauen, wann es besser wird. Ein Glück, dass man Thiago hat.

  6. Fatbardhs – wenn man jetzt in den verbleibenden 10 Tagen die Chance nicht nutzt , einem James Spielpraxis für die CL-Spiele zu geben, dann ist dem Trainerstab wirklich nicht mehr zu helfen.

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    1. Hey, jetzt hör aber mal auf, immer den Trainer für alles Mögliche verantwortlich zu machen (disclaimer: könnte Ironie enthalten).

      1. In diesem Fall mach ich ausnahmsweise mal Fatbardhs verantwortlich, denn der hat Müller drin und James draußen. Und so positiv, wie sich der Trainer über James geäußert hat, wird der spielen.

      2. @Anton: weil dus nun (m. M. n) zum 2. Mal verkehrt schreibst: davon ausgehend, dass es sich um ein Genitiv-S handelt, dürfte der Name des Menschen “Fatbardh” lauten. Andernfalls müsste dem Namen ein ” ‘ ” folgen ;-)

        Was sagt FR7 dazu?

      3. @Done: in Berlin wird fleißig für Quereinsteiger geworben.

  7. Eine Frage zur Grafik: wenn ich das richtig sehe, soll Kimmich in der Situation den Ball haben und in Richtung 5 Uhr abspielen? Das ist natürlich suboptimal, weil da ja kein Mitspieler steht. Daraus wird wohl gefolgert, dass die Positionierung der betreffenden Spieler ungünstig sei.

    Male ich den Pfeil dagegen auf halb 8 Uhr und lass James einlaufen und nach innen passen, stehen Lewa am kurzen und Coman am langen Pfosten zum einschieben bereit. Dann ist – mit exakt der gleichen Ausgangslage – die Positionierung nicht mehr ungünstig, oder?

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich habe dort vergessen, die Linie gestrichelt zu machen. Es ist ein Laufweg. Pässe habe ich nicht eingezeichnet. Die Szene wird im Text auch beschrieben.

      1. @ Justin
        Die Grafik analysiert das sehr gut. Eine 2., wenn der Spielaufbau gemacht werden soll, würde die Schwächen noch stärker aufzeigen. Die Drei schieben sich den Ball hin und her, das MV steht(!) viel zu weit vorn, ca. 10m hinter den drei Stürmern. Aus dieser Misslage kommen sie nur raus, wenn Kimmich angespielt wird oder Thiago mit dem Ball das “Loch” stopft. Alaba ist oftmals keine Option wenn er nicht auf Coman spielen kann. Dann bleibt ihm nichts anderes übrig als zu den Dreien zurückzuspielen.

    2. Du solltest schon bedenken, dass die blauen Punkte keine Kegel sind. Ich sah in dieser Positionierung absolut keine Option auf einen Raumgewinn.

      1. Eigentlich hast zu ja recht, aber wenn du genau diese Szene oft genug mit dem Rückpass auf Süle, einer “gemütlichen” Seitenverlagerung und wieder zurück spielst und die Deckung genauso mitgeht, dann gehen die irgendwann nur noch auf dem Zahnfleich.
        Es gab einmal zu Klinsmanns Zeiten ein Spiel des FCB gegen FCB in Barcelona. Nach dem Spiel wurde ein Mark van Bommel gefragt, warum man so ängstlich gespielt habe.
        Antwort: “Was heißt hier ängstlich, wir wollten ja, aber wenn wir wollten, war der Ball schon wieder weg und beim Nächsten.”
        Mal abgesehen vom nicht gegebenen 11m und der Slapstickeinlage eines Hummels – da wurden über 1.000 Pässe gespielt.
        Jetzt kann man natürlich sagen – aber dafür ist wenig dabei rausgekommen.
        Man kann aber auch zur Kenntnis nehmen, dass trotz Auswechselkontingent die Berliner spätestens ab der 60.-75. Minute völlig auf dem Zahnfleisch gingen.
        Die sind eigentlich immer nur hinterhergelaufen und waren am Ende völlig platt.
        Und mit dieser Art von Dominanz kann man eine Mannschaft auch knacken – man sollte nur auf die Slapstick-Einlagen verzichten.
        Und wenn du dir deine Grafik ansiehst – da stehen 9 Blaue in der linken eigenen Spielfeldhälfte.
        Dann jage die mal 5x hin und her – irgendwann klappt das Verschieben nicht mehr und das Loch ist da.
        Und wenn man das mal gezielt über längere Zeit spielt, geht jede Deckung auf dem Zahnfleisch.

      2. Das impliziert, dass Bayern den Ball hat gut laufen lassen. Speziell in dieser Szene haben sie das eben nicht, weil sie sich durch diese Verengung (in echt standen sie sich noch mehr als in der Grafik auf den Füßen) selbst die Möglichkeiten genommen haben. Der Ball wurde am Ende mEn sogar verloren, weil Hertha sie dort stellen konnte. Man wird gerade außen durch die Seitenlinie begrenzt und wenn es dann im Halbraum keine Anspielstationen mehr gibt, ist der Ball weg.

        Bayern hat den Ball nicht laufen lassen. Sie haben ihn ohne Idee an den nächsten Mitspieler gegeben und Hertha war zu limitiert, um diese Ideenlosigkeit auszunutzen.

      3. Nein Justin , das impliziert es nicht. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass du recht hat.
        Aber eine Möglichkeit wäre es, eine Abwehr schwindlig zu spielen.
        Natürlich nicht, wenn man sich, wie in der Grafik derart “einmauern” läßt.
        Aber die Diskussion ist sowieso müßig, weil ja diese Art von Spielstil nicht gewollt ist.
        Die gezeigte Grafik ist eher ein Beispiel für den propagierten “Heldenfußball” der sich in einer Ecke festgerannt hat.

      4. @Anton und Justin:
        Mit Dominanz kann man im Grunde jede Mannschaft “knacken”. Vorausgesetzt die Bewegungen in und aus den Zonen sind dynamisch sowie vor allem die gespielten Pässe schnell genug! Solche Bewegungen macht keine Abwehrformation der Welt mit, ohne nach wenigen Minuten Lücken zu lassen.

        Das 1:2 für uns gegen Hertha ist ein schönes Beispiel:
        Durch schnelle Kombination im Dreieck und den anschließenden Pass in die Lücke gelang es, Torgefahr hervorzurufen. Tatsächlich eine Situation, in der unsere Jungs den Ball laufen ließen und wenigsten eine Ahnung von Ballbesitz und Dominanzfussball hervorzaubern konnten.

        Aber es war eben auch nur halbherzig! Man stelle sich vor, auch das Zentrum wäre besetzt gewesen, der Achter und sogar der ballferne Flügelspieler wären in Position dh. in ihre Zone gelaufen! Dann hätten wir nicht nur ein sondern mehrere Dreiecke bilden können, durch die der Ball mit entsprechender Geschwindigkeit hätte laufen können. Damit hätte sich die Hertha-Abwehr zunächst zur ballfernen Seite verschieben müssen, dann gleich wieder zurück – und das, ohne die Ordnung zu verlieren. Bei entsprechend scharf gespielten Pässen und gleichzeitigen Bewegungen in die Räume fast unmöglich!
        So bringt man Dominanz auf den Platz, so spielt man selbt in der Ordnung stehende Abwehrreihen in Unordnung und erarbeitet sich Torchancen.

        Gut, in dem Falle hat es geklappt mit der Torchance aus nur einer einzigen Dreiecksbildung. Gegen besser organisierte Gegner dürfte das schwieriger werden. Und die Frage ist tatsächlich: War das so gewollt? War das der Beginn einer Entwicklung hin zu mehr strukturiertem Ballbesitz und Spiel in die Lücken?
        Oder war es Zufall, weil kein Herthaner eingegriffen hatte?

        Ich wage es noch nicht, mir vorzustellen, dass sich hinsichtlich Taktik und Dominanzfussball tatsächlich etwas bewegt bei uns! Dafür schien alles zu wenig strukturiert und zu harmlos – und eben, wie am Beispiel der Situation vor dem 1:2 verdeutlicht, nicht konsequent zu Ende geführt.

        Immerhin, es war gegen Hertha kein schlechtes Spiel, und unsere Jungs werden gegen S04 engagiert zu Werke gehen. Ob eine Weiterentwicklung zu beobachten sein wird, werden wir sehen. Oder es gibt wieder die “weiten Schläge”, Flügelläufe und “Massenangriffe” en bloc. Ob sich ein unter Tedesco defensiv stabilisiertes Schalke davon beeindrucken lässt?

    3. Naja. Irgendwie fehlt da auch noch ein blauer Feldspieler Aber es in der Staffelung sind zu viele Spieler in einer Zone, dafür aber keiner in der daneben liegenden Zone. Und damit sind nur wenige Pass- und Laufwege möglich, auf die sich dann eine Abwehr einstellen kann. Und eine schnelle Verlagerung auf die andere Seite ist so schon mal gar nicht möglich.

      1. Mir fällt jetzt erst auf, dass er einen blauen Punkt neben Lewy gar nicht auf die Grafik übertragen hat. Warum auch immer. In PP ist er noch da.

  8. Die Grafik ist aktualisiert.

  9. Vielen Dank für die Super-Analyse. Wenn man schon gegen Gegner wie Berlin so Schwierigkeiten, was passiert dann gegen
    Liverpool? Was bringen gute Druchbrüche zur Grundlinie wenn der Rückraum im Strafraum nicht gut besetzt ist?
    Wo sind die Strukturen der letzten Jahren hin? Sieht das bei den Verantwortlichen keiner, da fehlt einem echt der Glauben.

    Die Unzufriedenheit im Kader muss doch langsam ins ins unermessliche steigern, Stichwort nicht vorhandene Rotation.
    Wenn Kovac wie heute auf der PK sagt, bei solchen kapitalen Fehlern ist man als Trainer machtlos, echt? Gib den Spielern ein Konzept an die Hand, was den Fähigkeiten der Spieler und dem Spielsystem der letzten Jahren entspricht. Dann könnte man vielleicht auch Änderungen der Gegner reagieren. (Ingame-Coaching). Bei festen Strukturen und Abläufen kommt eine Selbstsicherheit auch wieder zurück.

    Auch das Gebolze in den letzten 5 Minuten in Berlin in der Verlängerung, kann doch der Anspruch der Bayern sein. Einzig James wollte das am Ende spielerisch lösen und nicht den Ball einfach weghauen.

  10. Das mit den “Knubbeln” an der Seitenlinie ist mir auch schon aufgefallen, da sind 3-4 Spieler auf dem Haufen und man fragt sich: wo soll das hinführen (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber gut, wir werden sehen.
    Hoffentlich defensiv stabil. Ich würde auch ein 0:0 kaufen, wenn man endlich mal diese lächerlichen Aussetzer abstellt.

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    1. Zuhause ein 0:0 kann aber eigentlich nicht der Anspruch sein.

      1. Eigentlich nicht. Aber aktuell wäre das ein Anfang. 1:0+ wäre natürlich besser.

  11. Kovac sagte beim gestrigen Pressetalk, dass die Fehler, die gemacht werden auf keinen Fall ihren Ursprung in der Taktik haben: „als Trainer ist man hilflos, es liegt nicht an der Taktik, nie!“ (ab Minute 5 ungefähr).

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Richtig. Es sind alles individuelle Fehler der Spieler, die die taktischen Vorgaben nicht einhalten. Rein sprachlich betrachtet hat er sogar Recht, denn die Taktik selbst kann gar nicht Schuld sein an Gegentoren.

      Aber wenn man mal auf den Sinngehalt der Aussage schaut…

  12. Usedomspotter Seite 09.02.2019 - 09:04

    Kovac ist ein total eindimensionaler Trainer, der nur Eintracht kann: Hinten kompakt stehen und vorne macht schon irgendwer irgendwie einen rein. Hoffentlich. Und wenn es nicht klappt, waren die Spieler schuld. Billiger geht es nicht.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Immerhin hat der FC Bayern früher über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, mit dieser Taktik schöne Erfolge erzielt … ;-)

      Aber wir wissen inzwischen, seit van Gaal und vor allem Guardiola da war, dass ein Trainer, der Positionen und Laufwege exakt vorgibt, im Training einstudiert, und Spieler, die sich nicht daran halten, konsequent draußen lässt oder ggf. auch auswechselt, seine “Handschrift” auf dem Platz erkennen lässt. Und im Idealfall – wie bei Pep – dann auch noch massiv Erfolg damit hat und sehr ansehnlichen Fußball hervorbringt.
      Und eine andere, sehr wesentliche Eigenschaft von Pep war, dass er (zumindest nach meiner Erinnerung) in der Öffentlichkeit NIE einem Spieler , dem Schiedsrichter oder wem auch immer die Schuld gegeben hat – wenn etwas schief gelaufen ist, hat er immer die Schuld auf sich genommen. Unter anderem dafür haben die Spieler ihn wohl geliebt.

      Einzige Kehrseite der Medaille: wenn das Masterbrain an der Außenlinie mal keine zündende Lösung findet, schaffen es die Spieler evtl. nicht mehr, sich auch mal auf eigene Faust aus den Sumpf zu ziehen, sie werden sozusagen abhängig vom Dirigenten.

      Das Problem haben wir unter Kovac sicher nicht. :-)

      Kann natürlich sein, dass jetzt alles sukzessive besser wird, weil er ja selbst noch in der Lernphase ist. Ich denke, man sollte ihm schon das volle Jahr zugestehen. Wenn bis dahin allerdings immer noch kein Konzept erkennbar wird (oder die Spieler sich weigern, es umzusetzen – das könnte ja auch sein), muss man das Experiment beenden.

      1. “Ich denke, man sollte ihm schon das volle Jahr zugestehen.”

        Darüber kann man sicherlich diskutieren, aber wir sind uns sicherlich einig, dass ein Wechsel im letzten Drittel der Saison nur dann Sinn macht, wenn wir entweder Gefahr laufen, die CL-Plätze zu verfehlen, oder DER Supertrainer/DIE Zukunftshoffnung schlechthin plötzlich zur Verfügung steht UND auch bereit ist, mitten in der Saison einzusteigen.
        Da beides absehbar nicht der Fall sein wird, werden wir diese Spielzeit mit Kovac zu Ende bringen, und vielleicht ja sogar den “Trostpreis” mit ihm gewinnen.

        Nein, meine Sorge ist, dass Kovac trotz all der geschilderten Defizite und ungelösten Probleme weiter machen darf!
        Ihm in der nächsten Saison für zig hundert Millionen neue Spieler eingekauft werden und – da Taktik eben DOCH eine große Rolle spielt – wir auch 2019/20 diesen halbgaren Mix aus Defensivsystem, schnellem Umschalten und Ballbesitz spielen werden, ohne wirklich Dominanz aufzubauen oder genug Sicherheit zu haben, und damit eine klare Ordnung und Spielidee sichtbar wird.
        Vermutlich wird Kovac, weil er eben defensiv denkt und bisher ausgerichtet war, seine Herangehensweise a la Frankfurt wieder stärker in den Fokus nehmen, womit das Problem der Offensivabläufe im letzten Drittel und die Frage, wie man auch eine gut organisierte Abwehrreihe erfolgreich bespielen kann, wieder mehr zu Tage treten wird.

        Die aktuelle Saison mag man das alles noch als Experiment und Übungsrahmen betrachten, die nächste Spielzeit muss Kovac liefern! Leider, bei aller Wertschätzung für unseren sympatischen Cheftrainer, diese Aufgabe ist – legen wir all das zu Grunde, was wir bisher gesehen haben – mindestens eine Nummer zu groß für ihn. Lassen wir uns darauf ein, ihn gewähren zu lassen in der Hoffnung, er lerne dazu und entwickele sich, laufen wir Gefahr, weitere Spielzeiten zu verlieren, in denen unsere nationale und internationale Konkurrenz sich weiter entwickelt und wir trotz Millionen-Neuzugänge stagnieren.
        Weil es eben DOCH auf die Taktik drauf an kommt!

      2. In der nächsten Saison bekommt Kovac doch den Topstürmer. Fiete Arp wird die Liga rocken und dann fallen nicht mehr so sehr Kovacs taktische Defizite auf. *grins*

  13. Wieder auf den Punkt genau gut analysiert.

    Dies ist der Casus knacksus.


    Es ist ein Teufelskreis und die Frage bleibt bestehen: Warum spricht darüber niemand? Warum werden gute Ergebnisse dazu verwendet, diese Probleme unter den Tisch zu kehren? ”

    Einfach unverständlich.

    Man kann es eigentlich nur mit Defiziten bei Kovac begründen.

    Dazu kommt das LG, so gut er momentan auch heueberkommt einfach zu disziplinlos agiert.

    Thiago muss jetzt aber auch mal den unangefochtenen Bosspart übernehmen und energischer dirigieren wenn K es schon nicht macht.

    So wie Witsel beim BVB da geht alles auf sein Kommando auch Reus….

  14. Was ich mir nicht ausreichend erklären kann:

    1. Wie kann es sein, dass das Positionsspiel und Einstudieren von Abläufen der Bayern so stark abgebaut hat, obwohl Peter Hermann weiter Co-Trainer ist und in der Vergangenheit für genau dieses so gelobt wurde?

    2. Wie steht unsere Führung wirklich zum Fußball der uns aktuell präsentiert wird?
    Initial blieb mir als Kritikgegenstand von UH lediglich die Motivation der Spieler im Kopf. Dies sollte mittlerweile weitestgehend außer Frage stehen – nur hat sich nicht allzu viel gebessert.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Warum soll Peter den Besserwisser gegenüber der Brüdern machen. M.e. ist das seine letzte Saison beim FCB.
      In den Kommentaren wird oft von “ingame…” geschrieben. Seht euch doch mal die drei Trainer an, wenn was besprochen wird (zB. Spielerwechel). Hier hört doch Peter nur zu…

      1. Warum sollte ein Cheftrainer nicht auf die Expertise eines ausgewiesenen Profis zurückgreifen?

        Warum sollte PH (überspitzt formuliert) ein weiteres Jahr bei uns bleiben nur um zuzusehen wie seine Arbeit zunichte gemacht wird?

    2. Vielleicht war es im Nachhinein auch einfach ein Fehler, Kovac’s “Hermann”, Armin Reutershahn nicht gleich mit zu verpflichten.

      1. Sieht aktuell fast so aus, oder?
        PH genießt einen fantastischen Ruf, aber wozu brauche ich ihn, wenn seine Hauptexpertise in Bereichen liegt, die ich nicht nutzen möchte?

        Warum und auf wessen Bestreben wurde PH dann gehalten und was hat ihn überzeugt weiter zu machen?


        Fragen über Fragen

    3. Kovac ist nun mal der Cheftrainer – und der macht die Vorgaben. Der Co-Trainer muss dann diese Vorgaben befolgen. Im besten Fall kann er beraten und auf den Chef einwirken, dass der seine Meinung ändert. Ansonsten muss er eben versuchen, das umzusetzen, was der Chef möchte. Da kann er dann wiederum versuchen, eigene Ideen einzubringen, doch auch da gilt: das letzte Wort hat der Chef. Und unabhängig davon ist ja generell die Frage, wie sehr der Chef seinen Co-Trainer überhaupt ernst nimmt – darüber kann man nur spekulieren.

      Heute Abend erwartet uns nach den Aussagen aber sicherlich wieder ein Spiel, in dem die Mannschaft über den Kampf kommen soll. Zumindest verstehe ich die Aussagen von gestern so. Mal sehen, was es wird. 16 Spiele in Folge ohne Niederlage gegen Schalke – Nachtigall, ick hör Dir trapsen…

      1. Ich denke sogar, wir sehen im Moment sogar das Ergebnis der Versuche von Hermann, mehr Ballbesitzfussball und Dominanzsystem zu implementieren. Nur leider lässt sich Kovac eben nicht zu Hundertprozent darauf ein, weil er seine eigene defensive Linie nicht recht verlassen mag. Also gibt es ein bisschen Ballbesitz und vereinzelte Dreiecke, ohne dabei wirklich ins letzte Drittel zu gelangen, um die Defensivordnung nicht zu riskieren. Wobei auch da große Lücken bestehen, die immer noch nicht gestopft sind.
        Und wenn tatsächlich kein Einfluss von Hermann gegeben ist, dann liegt es an der alten Regel: “Ober sticht Unter!”

    4. Das ist doch relativ einfach: Als Hermann mit Heynckes zurückkam, führten sie als erstes das Zonenspiel im Training wieder ein, was von Hermann geleitet wurde. Unter Kovac ist dem nicht so. Dafür gibt es doch exakt zwei mögliche Gründe:

      a) Hermann ist zu dem Schluss gekommen, dass das doch nicht so sinnvoll wäre.

      b) Kovac ist der Auffassung, dass das überflüssig ist.

      Ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass eine relativ junge und steil aufgestiegene Führungskraft, die in der anvertrauten Aufgabe die Chance ihres Lebens sieht, nur das macht, wovon sie völlig überzeugt ist – und dabei nicht unbedingt den Spezi des Vorgängers über die Schulter blicken haben möchte, der obendrein einen guten Draht zur Chefetage hat. Deshalb werden wichtige Führungskräfte in erfolgreichen Firmen ja auch üblicherweise nach Qualifikation ausgesucht – und nicht nach den Kriterien”Stallgeruch” und “den Medien gut zu verkaufen”.

      1. Sicherlich ist es oberflächlich betrachtet “einfach”, aber denkt man diese Logik weiter wird es schon schwerer zu begründen.

        Nehmen wir die Fällen a) und b).
        Es wäre der bewährte Weg zu Gunsten einer besseren Spielidee verlassen worden.
        Wenn ich aber keinen Wert auf Positionsspiel lege wozu brauche ich dann den entsprechenden Co (Fall b)) und warum sollte PH sich das antun (Fall a)).

        Lass mich dich noch fragen:

        Gehst du davon aus, dass PH entgegen den Wünschen NKs geblieben ist?
        Am ehesten auf Bestreben der Führung?

    5. Es kann nur so erklärt werden das die Ablaeufe einfach nicht genug trainiert werden bzw man Ablaeufe trainiert die dem was man jahrelang verinnerlicht hat entgegen stehen.
      Die Automatismen und Kompaktheit sind grösstenteils abhanden gekommen.
      Viele vergessen das trotz gelegentlichen Anfaelligkeiten die Defensive unter PG erstaunlich gut war.
      Es faellt auch auf das viele Spieler jetzt wieder technische Defizite bei Ballannahme und Verwertung haben als noch vor ein paar Jahren.

      Vieles was selbstverständlich war ist infrage gestellt.

      All das fuehrt wohl zu diesen unerklärlichen Unkonzentriertheiten und Fehlern die oft mit Gegentoren bestraft werden.

  15. Fast die gleiche Startelf wie am Mittwoch. Nur Boatenhg statt Süle. Hoffentlich wird Goretzka dann defensiver spielen und Thiago und James übernehmen die Offensivarbeit im MF.

    Und Dortmund lässt schon wieder Punkte liegen. Die nächste Chance, doch noch heranzukommen. Wenn es heute nicht mit dem 3er klappt, dann war es das endgültig.

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    1. Endgültig war es das, wenn es mathematisch nicht mehr geht.

      Letzte Woche haben auch schon viele gemeint, das wars. Jetzt soll es dieses Spiel sein? Bayern wird Meister. Basta!

      1. AntwortsymbolSchwarzenbeck Seite 09.02.2019 - 17:54

        Bayern wird Meister, wenn man sich nicht permanent zu blöd anstellt. Und da sollte man dann schon die 2. Steilvorlage in Serie nutzen. Wenn man heute auf 5 Punkte ran kommt, könnte noch was gehen. Und selbst das wird in der aktuellen Bayernform noch recht eng. Weil noch genug Spiele kommen, die in diesem Jahr für Punktverluste gut sind. Wenn man es wieder vermasselt, dann sollte man sich die Schale endgültig abschminken. Fußball ist schließlich keine Mathematik ;-)

  16. Krass auch, was eben bei Sky gesagt wurde: Tabelle nach “45min” wären wir Erster…

    Ist der Wahnsinn…DAS war mal unsere Stärke!!
    Führung locker runterspielen…

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    1. Und wenn man dann bedenkt, dass wir vor allem in konditionellen/körperlichen Bereich mehr arbeiten als in den letzten Jahren (das letzte Trainingslager in Katar war ja vor allem der Kondition gewidmet), dann wundert man sich schon, dass wir es nicht schaffen, solche Spiele nach Hause zu fahren. An der fehlenden Kondition kann es dann ja eigentlich nicht liegen.

      1. Da rächt sich halt der kleine Kader. Die meisten anderen gehobenen Bundesligisten können grad offensiv nochmal nachlegen mit zwei bis drei Offensivspielern, die relativ nah an der Startelf sind. Wir kriegen meistens grad so die Startelf voll und haben dann von draußen nur noch einen 18-jährigen Davies und einen 35-jährigen Ribéry als Alternative (+heute Müller, aber das ist die Ausnahme).

  17. Das ist doch wie Murmeltiertag. Ein Konter und schon wieder das Gegentor gefangen….

  18. Schwarzenbeck Seite 09.02.2019 - 18:59

    Hör den Spaß nur auf Amazon. Aber schon nett, dass das wohl das erste Schalker Kontertor in dieser Saison überhaupt war. Aber gegen uns darf halt jeder mal. Gottseidank machen die Schalker halt weiter ihre Fehler.

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    1. Wir machen es den Gegnern aber auch sehr leicht, gegen uns Tore zu schießen. Wenn drei Mann auf den Schalker mit Ball gehen, dann muss der Ball gewonnen werden. Besser wäre natürlich, wenn es nur ein Spieler versucht (oder max. 2) und der Rest dann schon versucht, die Verteidigung abzusichern. Gegner stellen – der Rest sortiert sich.

      1. In den Umschaltsituationen sieht es oft aus wie Jugendfussball: alle dorthin, wo der Ball ist. Das muss man doch mal ändern können.Einfach besser die Räume und Zuständigkeiten aufteilen – und dann wird es leichter, Konter zu verteidigen.

  19. Alle drei Tore nach Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Und beide Male legt James für uns auf. Nur Gott weiß, warum der so viel zugucken musste.

  20. James ist übrigens überall auf dem Platz zu finden. Mal ist er links unterwegs, dann zentral und dann auf rechts. Goretzka dagegen…

    Und derweil die nächste Chance, weil drei Mann auf einen Schalker gehen. Irgendwer sollte den Jungs mal sagen, dass man so nicht verteidigen sollte.

  21. Offensiv sieht es dank James und Thiago und den beiden Flügelflitzern schon recht gut aus. Nur Goretzka passt da nicht rein. Irgendwie stellt er offensiv nichts auf die Beine und ist defensiv auch nicht wirklich zu sehen. Würde mir wünschen, dass er – sobald die Thiago das Spiel von der 6 aus eröffnet hat – dann tiefer steht und Thiago dann offensiver spielt. Das würde vermutlich noch mehr bringen. Oder man nimmt LG vom Platz und bringt Müller für die 8.

  22. Diese Wechselscheiße kotzt mich nur noch an.

    Goretzka stümpert heute nur Scheiße zusammen und er bringt Müller nicht.

  23. Bin nur noch gespannt, wann man endlich die Option bei James zieht…oder bekannt gibt, es nicht zu tun… :-(
    Wie man auf dieses geniale Füßchen verzichten kann, erschließt sich mir allerdings nullkommanull!
    Wenn der Junge denn überhaupt noch über die Saison hinaus bleiben will, muss man alles dafür tun…

  24. […] des letzten Spieltags: Justin 2,8 : 1,6 […]

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