Gladbach stürzt Bayern in die Krise

Auch Gladbach nutzt die Ergebniskrise des FC Bayern eiskalt aus und schlägt die Münchner mit 0:3. In der Allianz Arena. Was war da los?

Schockstarre. Nach Abpfiff ist eigentlich kaum zu begreifen, was da gerade passierte. Bayern verlor ein Spiel ohne große Chancen mit 0:3. Die Leistung sorgt dabei für Fragezeichen über den Köpfen der Fans.

Expected Goals zählte 0,56 zu 0,56 Tore. Es ist also legitim, von einer ordentlichen Defensivleistung zu sprechen. Absurd.

Nun ist diese Statistik nicht ohne Lücken. Bei allen Gegentoren wirkte die Mannschaft erneut instabil. Doch das Hauptproblem liegt trotzdem in der Offensive. Hinten war es weder eine außer- noch eine ungewöhnliche Leistung der Mannschaft. Es war eine, die an normalen Bundesliga-Tagen zum Sieg reicht. Aber solche normalen Tage gibt es derzeit nicht, weil in Ballbesitz zu wenig Druck nach vorne entwickelt wird.

Schon vor dem Spiel analysierten wir die taktischen Schwachpunkte im Mittelfeld. Auch gegen Gladbach offenbarten sich diese Probleme.

Taktik, Kaderplanung und Pech

Es muss dieser Tage klar kritisiert werden, dass Kovač darauf keine richtigen Lösungen findet. Die Bayern wirken statisch und ohne jegliches Tempo. Aber er probiert immerhin etwas, stellt personell regelmäßig um. Nur zu reichen scheint das nicht.

Zwangsweise führt diese Kritik auch zur Kaderplanung. Zunehmend offenbart sich, wie schwerwiegend der Ausfall von Kingsley Coman wirklich ist. Robben und Ribéry sind einerseits schlecht integriert, andererseits kommt von ihnen nichts überraschendes mehr.

Kovač kann nichts dafür, dass der Klub mit den beiden verlängerte. Er kann auch nichts dafür, dass ihm der vierte Außenverteidiger ersatzlos verkauft wurde. Wenn hier und da von einem zu dünnen Kader die Rede ist, meint das vor allem die Tatsache, dass 19 Feldspieler nicht zu wenig, sondern die Qualität der älteren Generation wohl nicht mehr ausreichend ist.

Der Trainer kann aber sehr wohl was dafür, dass die Abstände im Mittelfeld oft zu groß sind. Letztendlich ist der Kader keine Ausrede, die alleinstehend einen guten Eindruck macht. Diese Spieler – und das haben die ersten Wochen der Saison bewiesen – können immer noch ganz passabel gegen den Ball treten. Sie sollten in der Lage sein, Mannschaften wie Augsburg, Hertha und Gladbach zu jeder Zeit zu kontrollieren.

Gegen Gladbach sah zu Beginn sogar alles danach aus, dass der Knoten endlich platzen würde. Bayern spielte dominant, presste den Gegner gut und setzte das um, was zuletzt vermisst wurde. Sie drückten den Gegner an den eigenen Strafraum. Noch ohne die letzte Konsequenz, aber mit wachsendem Selbstvertrauen. Das war zu spüren. Es war eine Frage der Zeit, bis endlich der erste richtig harte Schlag der Münchner ausgeteilt werden würde.

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Plötzlich aber klatscht es zweimal. Wären Bayern und Gladbach Profiboxer, so sah es in der ersten Runde stark nach einem frühen Sieg des Favoriten aus. Die Münchner legten sich ihren Gegner zurecht und warteten auf den richtigen Moment. Doch aus dem Nichts setzte der Außenseiter zwei Schläge mitten auf die Bayern-Nase, die bereits aus vorherigen Kämpfen lädiert war.

Bayern taumelte nur noch von Runde zu Runde, fand vor lauter Unsicherheit nicht mehr in den Kampf. Und hier liegt das eigentliche Problem der aktuellen Situation.

Es ist ein bisschen absurd. So gut der Start war, so beeindruckend schwach war die Leistung nach dem frühen Doppelschlag. Es wird deutlich, wie sehr die Krise auch Kopfsache ist.

Hätte der FC Bayern in der Anfangsphase etwas mehr Spielglück gehabt, so hätte der Knoten auch platzen können. Doch er platzte nicht. Er verknotete sich noch weiter. Fußball ist manchmal verrückt.

Bei aller berechtigten Kritik ist es deshalb weiterhin wichtig, die Situation einzuordnen. Kovač muss sich ebenso hinterfragen wie ein Großteil des Kaders. Auch Entscheidungen des vergangenen Sommers rücken immer stärker in ein anderes Licht. Es wird zu beobachten sein, wie sehr einzelne Spieler noch die Mentalität und den Ehrgeiz mitbringen, dem Erwartungsdruck beim FC Bayern standzuhalten. Wer könnte es jemandem verübeln, der alles gewonnen hat und seit Jahren vom System Fußball wie eine Zitrone ausgepresst wurde? Doch dann müssen die Verantwortlichen reagieren.

Der Faktor Zeit

Dann hätten sie vielleicht schon früher reagieren müssen. Jetzt eine Ferndiagnose darüber zu stellen, ob das bei einigen Spielern der Fall ist, wäre trotzdem nicht fair. Es wäre sogar verfrüht. Eindrücke sollten weiter bis mindestens Winter Eindrücke bleiben. Zeit ist beim FC Bayern ein hohes Gut. Doch wenn Kovač nach vier sieglosen Spielen schon keine Chance mehr erhält, entscheidend einzulenken, muss man sich ernsthaft fragen, wohin sich Fußball und Klub entwickelt haben.

Laufen die ersten 15 Minuten dieses Spiels in Nuancen anders, geht Gladbach vielleicht als Verlierer vom Platz. Dann würde dieser Artikel vielleicht davon handeln, wie die Münchner sich langsam zur Befreiung spielten.

Das darf bei aller Kritik nicht vergessen werden. Fußball ist manchmal brutal und folgt keinerlei Logik. So müssen wir jetzt über Einstellung, das Verhalten nach Rückschlägen und taktische Defizite sprechen. Aber hätte Matthias Sammer, den viele Münchner derzeit vermissen, nach so einem Spiel auf die Mannschaft eingeprügelt?

Vermutlich hätte er sie in Schutz genommen und die Länderspielpause als willkommenen Cut ausgerufen. Danach wird man zusammen neu angreifen müssen. Mit neuen Ideen, neuem Mut und hoffentlich etwas mehr Glück. Da nimmt sich Kovač auch nicht aus der Verantwortung. Der Trainer wird über personelle Wechsel hinaus etwas verändern müssen.

Denn frei nach Kimmich ist immer Pech sicher kein Zufall. Der FC Bayern braucht deshalb schleunigst gute Ergebnisse. Und dann steht es außer Frage, dass die taktischen Schwierigkeiten allein durch höheres Selbstvertrauen wieder etwas in den Hintergrund gedrängt werden können.

Doch dieses Selbstvertrauen muss Kovač wieder stärken. Es ist vor allem im mentalen Bereich eine große Herausforderung für den FC Bayern, die in den kommenden Wochen bevorsteht. Kovač ist vielerorts angezählt. Doch der Klub sollte gerade jetzt Zusammenhalt zeigen und alles daran setzen, gemeinsam aus dieser Situation herauszukommen.

Jener Zusammenhalt, den die Südkurve während des Spiels und nach Abpfiff vorbildlich vorlebte. Denn die Lösung der Probleme ist längst kein Ding der Unmöglichkeit. So dramatisch die Aktualität gerne dargestellt wird, so schnell kann sich das Blatt auch wieder wenden.

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Leserkommentare
  1. Maximilian Uhlig

    Ich fände es nur jetzt in der Situation falsch Kovac alle zu geben. Sicherlich hat er mit der Rotation in Rythmus weng durch einander gebracht. Aber in viele. Situation wirken die Spieler nach 6 Meisterschaften einfach gesättigt und man merkt es ist nicht mehr der Antrieb da den letzen Schritt zu gehen. Und Lewa wirkt irgendwie nicht anwesend oder ihm würde die Lust fehlen die Leistung für den Verein zu bringen. Außerdem macht sich auch die Zurückhaltung der Bosse auf dem Transfermarkt bemerkbar. Viele Mannachaftsteile sind zu alt.
    Alles in allem denke ich packen unsere Bayern das schon. Man sollte die Länderspielpause nutzen um alles umzukrempeln. Und dann vollen Angriff auf die Tabellenspitze.
    Also in diesem Sinne Mia San Mia
    Rot Weise Grüße zum Sonntag
    Max

    1. Klaus Koch

      Wie soll man die Länderspielpause nutzen, wenn fast alle Spieler unterwegs mit ihrer Nationalelf sind?

  2. Soul

    Satte Spieler
    Kader zu klein
    Kein Vertrauen in die Jugend
    Schade

  3. Fabian

    “Doch wenn Kovač nach vier sieglosen Spielen schon keine Chance mehr erhält, entscheidend einzulenken, muss man sich ernsthaft fragen, wohin sich Fußball und Klub entwickelt haben.”
    Danke.

    Liest man sich die Kommentare unter dem Vorschau Artikel durch, fragt man sich tatsächlich was viele Fans erwarten.

    1. Hittmer Otzfeld

      “Liest man sich die Kommentare unter dem Vorschau Artikel durch, fragt man sich tatsächlich was viele Fans erwarten.”

      Ein Heimsieg weil Favorit. Eine Spielidee. Eine bessere Kaderplanung.

      1. Herrispezial

        Oder zumindest eine Reaktion nach der schwachen Serie. Aber wir laufen dann in so einem Spiel 7km weniger als der Gegner.

  4. Marco05

    Mal ein anderer Gedanke: Vielleicht ist die aktuelle “Krise” ja sogar als Segen zu betrachten. Fällt schwer nach der höchstem Heimpleite seit dem legendären 0:5 gegen Özil mit Bremen aber möglicherweise werden dadurch Dinge forciert, die sonst noch eine gefühlte Ewigkeit vor sich hingesimmert hätten.

    Mittlerweile sollte allen klar sein, dass es mit einem “Umbruch light” nicht getan ist. Es muss sich gehörig was tun. Damit spiele ich nicht nur auf das Alter an, sondern vor allem auf den Hunger. Das Auge des Tigers, Mann! Wir haben sicher 6-9 Spieler, die zu “satt” sind. Davon sind ein paar vielleicht noch in der Lage den Hunger auf den Platz zu bringen (Müller, Ribery), bringen es aber leistungstechnisch momentan nicht. Einige andere spielen nur noch Dienst nach Vorschrift.

    Man sollte nun Tacheles reden mit der gesamten Truppe. Kovac sollte man demonstrativ den Rücken stärken, denn mit einem mehrjährigen Vertrag muss er ja für den Umbruch auserkoren sein. Nur dass dieser jetzt schneller und gravierender kommen muss. Es muss eine ganz klare “jetzt erst Recht”-Philosophie ausgegeben werden und wer nicht mitzieht – und sei es ein James – der muss halt weg. Da darf man auf keine Befindlichkeiten Rücksicht nehmen und auch nicht auf alte Zeiten.

    Gleichzeitig muss endlich mal der ein oder andere nachgezogen werden (wo sind denn die Jungs aus dem NLZ?). Die müssen dann auch Einsätze bekommen und denen muss man Fehler zugestehen.

    Ich habe allerdings nicht den Hauch einer Idee, wo dieser Sinneswandel herkommen soll. Am ehesten noch von KHR, aber der kann sich gegen Patron Uli leider auch nicht durchsetzen. Das schlimmste was passieren kann ist eine noch lange andauernde Amtszeit von Hoeneß. Mehr denn je wird nun offenbar wie dramatisch seine letzten Entscheidungen den Klub beeinflusst haben in leider die falsche Richtung. Von daher ist meine Befürchtung, es bleibt bei dem “Gewurschtel”…

    1. GestrandetinBerlin

      Stimme zu, hoffentlich hat das Ganze wenigstens einen Wach Effekt. Das Schlimme aber ist ja, wie du ja am Ende auch schreibst, wo soll die Veränderungen herkommen, es sind ja mindestens folgende Brandherde:

      1. Schwache off. Und def. Flügelbesetzung / Kaderplanung. Was man sich beim Verkauf von Bernat gedacht hat, ich weiß es nicht. Sehr neidisch gucke ich, zumindest bei den offensiven Positionen, auf Dortmund. Man muss es auch Mal klar sagen, die Besetzung ist gerade bestenfalls Rang 5 der Bundesliga (Mal etwas willkürlich). Von CL ganz zu schweigen. Nun liefen viele der letzten Jahre über die Stärke der Außen, das funktioniert nicht mehr. Da hat man Kovac eine extrem hohe Aufgabe gestellt. Hier spielt ja auch Brazzo mit rein.

      2. Fehlende taktische Einstellung.
      Das Punkt 1. passieren würde, dürfte Kovac nun auch doch klar gewesen sein. Was mich etwas verunsichert ist, dass er die Probleme eher mit persönlichen Veränderungen, denn als mit taktischen Anpassungen lösen will. Weil, die Chancen Kreation ist ja doch schon seit ein paar Wochen ein Problem. Die Worte gestern von ihm in der PK zu den vielen individuellen Fehlern….fand ich echt scheiße. Viele Fehler haben irgendwann einen Grund. Ich bin nicht für die Entlassung von Kovac aber sehr ehrlich gesagt auch nicht, wo das Können bei ihm ist.

      3. Fehlende Jugend.
      Gibt es wirklich keinen, den man Mal spielen lassen kann? Momentan spricht auch der Punkt weder für Kovac noch für die Kaderplanung.

      Ich hab Lerby ganz knapp verpasst. Insofern, ja, es gab schon Schlimmeres. Was halt gerade doof ist, ist dass irgendwie überall, Spieler, Trainer, Sportdirektor, Präsidium, Baustellen sind.
      Vielleicht wird ja noch alles gut, ich bereite mich Mal mental auf ne Übergangssaison vor und hoffe, dass man nicht versucht sich einfach durchzuwurschteln, sondern die Probleme nacheinander angeht. Das gibt einem dann wenigstens etwas Hoffnung.

  5. Cickham

    Danke, Justin, für die überfällige Versachlichung und Einordnung der Situation.
    Perfekt analysiert und auf den Punkt gebracht.
    Noch ist nichts verloren. Also bitte keine Schnellschüsse a la Reschke und Stuttgart (was hat der nochmal bei uns geleistet? Costa?).
    Zumindest ist mal wieder Spannung in der Bundesliga und dass ist mir lieber als die xte März-Meisterschaft.

    1. Lukas

      Reschke… was hat der noch mal gemacht? Mir fällt auch garnichts ein. Ah ok kimmich und Coman, aber sonst war da nix dabei

      1. Fänger

        Also gut. Mal abgesehen von sanitären Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der öffentlichen Ordnung, der Bewässerung, Straßen, der Wasseraufbereitung und den allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die Römer je für uns getan? :-)

  6. Mehmet68

    Alle Hintergründe und Fakten wurden ja schon gestern als Posts unter dem Vorbericht auf den Tisch gelegt:

    Leistungsträger, die entweder zu alt (Robbery) oder satt (Müller, Boa, Neuer, Alaba) sind, dazu deutlich zu wenig Alternativen im planlos zusammengestellten Kader.

    Ich bin nicht der Meinung, dass es gestern oder auch gegen Ajax anders hätte laufen können: Eventuell hätten wir nach einem frühen 1:0 nur 1:2 verloren, aber bei den Unwuchten im Team sind es nicht nur Nuancen, die entscheiden.

    Bin sehr gespannt, ob Kovac die Wende schafft. Er muss das Schlamassel nun ausbaden; schuld daran ist er nur zum Teil.

    Wenn es gegen AEK Athen 2x nicht rund laufen sollte und gegen Wolfsburg und Mainz nicht 2 Siege gelingen, dann wird wohl beim armen Jupp das Telefon klingeln…

  7. Schweizersicht

    Ich glaube nicht dass die Spieler satt sind. Kovac hat sich zu tode rottiert und offenbar ist das Verhältnis Trainer Spieler gestört. Kovac muss nun erkennen dass der FCB nicht die Eintracht ist. Er alleine ist aber nicht Schuld. Ganz Oben liegt das Problem auch. Die Führung muss erneuert werden. Lahm und Kahn muss Verantwortung übertragen werden. U.H. sollte sich langsam zurückziehen..

  8. rookie

    es wurde unter dem vorbericht schon von wipf angesprochen dass die Spieler bei Bayern eine wahnsinns Macht haben. Aus meiner Sicht ist es auch den System Uli Hoeneß Bayern München geschuldet. Der FC Bayern war schon immer ein besonderer Verein mit all seinen Vor und Nachteilen. Uli Hoeneß inszeniert sich wie ein Pate, ein Pate der immer für seine Spieler da ist, das kann eine schöne familiäre Atmosphäre schaffen,das kann aber auch dazu führen dass man Kritik nicht mehr zulässt, dass man nur noch amigos um sich schart,dass man skeptisch gegen jeglichen Rat und Einfluss von außen ist. Hoeneß prahlt ja noch damit das Spieler sich jederzeit bei ihm ausheulen können, dass Ribery in jederzeit anrufen kann wenn er mal wieder nicht spielt. Dann wird eben ein Reschke und Sammer wieder weggeekelt. Hoeneß hat sich für die mafiose Bayern Trutzburg entschieden und wichtige Impulse von außen .zurückgedreht. auch in diesem Forum wurde darüber geschrieben, dass es anscheinend ein Machtkampf gab,ein Machtkampf zwischen Rummenigge, der eine Internationalisierung Kommerzialisierung und eine Öffnung nach außen wollte. Und Uli Hoeneß der scheinbar zu der etwas seltsamen Analyse kam,das alles was im Gefängnis passiert ist schlecht war. Ich glaube wir hier im Forum sind uns weitgehend einig, dass die Zeit während Uli Hoeneß im Gefängnis war, die beste für den FC Bayern seit Ewigkeiten war. Ja uralte Loyalitäten wurden eben auch mal aufgekündigt, es gab auch mal einen Wechsel in der medizinischen Abteilung. Ich habe dass begrüßt und Guardiola zeigt jagerade bei Manchester City was möglich ist, wenn man eine funktionierende medizinische Abteilung hat. so von wegen Guardiola ist Schuld an den Verletzten, die medizinische Abteilung von Manchester City wurde zur besten der abgelaufenen Saison gewählt. dass Hoeneß den Machtkampf gewonnen hat hat man darin gesehen dass eben nicht lahm kam so wie es wohl Rummenigge wollte sondern ein höriger mit Salihamidzic. Das Lahm frischen Wind rein gebracht hätte kann man sich glaube ich ganz gut vorstellen. Lahm wollte aber auch ein Vorstandsposten, weil clever wie er ist, er wusste, dass er nur etwas verändern kann in München, wenn er die Macht hat Hoeneß Contra zu geben. dasselbe bei Tuchel, auch hier hat sich Hoeneß durchgesetzt. Tuchel wird am Telefon Bedingung diktiert haben z.b. vielleicht das Robben und Ribery gehen müssen oder dass es Veränderung gibt. Das wollte Hoeneß nicht. Auch hier hat Hoeneß sich durchgesetzt. Der FC Bayern muss ich fragen ob er ein lokaler Amigo Verein sein will, dann sollte er aber auch bitte konsequent sein, sollte sich von bestimmten Sponsoren trennen sollte ganz deutlich sich von dem aktuellen Profisport distanzieren.
    es ist doch albern sich als Uli Hoeneß als einer der letzten unkommerziellen Menschen darzustellen. der FC Bayern ist ein Unternehmen wie andere Fußballvereine auch. Wenn das so ist dann sollte ich dazu stehen und dann auch entsprechend ein solches Unternehmen professionell führen. Alles
    Andere kauft man vielleicht FC St Pauli ab, aber doch nicht dem FC Bayern

    1. bürschchen

      IRRTUM, Rookie! Der FC Bayern ist kein “Unternehmen, wie andere Fussballvereine auch”. Aber das ist das bedauerliche, dass Leute wir du das nicht kapieren. Immer wenn es mal nicht läuft, was in den letzten 10 Jahren selten war, kommen so tolle Kommetare wie deiner mit einfachen Anti-Lösungen. Ist mir echt zu blöd im Detail datauf einzugehen, darum einfach meine Empfehlung: wechsel doch einfach mal deinen Lieblingsverein und wähl so ein “Unternehmen” wie PSG oder Man City. Viel Spass damit!

      1. rookie

        Was genau ist denn anders an dem FC Bayern? Bekommen hier Trainer ewig Zeit ,unabhängig vom Erfolg? Hat der FC Bayern ganz bestimmte Ideale die er verfolgt, die ihn davon abhalten sich Sponsoren aus Katar zu suchen? oder meinst du die Menschlichkeit gegenüber Spielern, die dann aber bei bestimmten Spielern,aber auch ganz schnell vorbei ist, über die dann auch ganz schnell plötzlich sehr schlecht geredet wird. Z,B. Costa und Boateng

      2. Marlene Dietrich

        @Bürschchen: Du machst es dir aber scho leicht: zerst verurteilen und gleichzeitig ned im Detail darlegen, wieso es dein gegenüber ned kapiert.
        Gscheit!

    2. HummelRobbe

      100% Zustimmung!!!

    3. Holdor

      Volle Zustimmung! Danke!

      Außerdem: “Laufen die ersten 15 Minuten dieses Spiels in Nuancen anders, geht Gladbach vielleicht als Verlierer vom Platz. Dann würde dieser Artikel vielleicht davon handeln, wie die Münchner sich langsam zur Befreiung spielten.”

      Hätte, Hätte, Fahrradkette hat in so einem Artikel nichts zu suchen. Denn – hätte, hätte – Amsterdam seine Chancen wie sonst üblich genutzt, dann hätte es am Ende 1:4 gestanden und wäre die Diskussion um Uli und Kovac nur ein paar Tage früher gekommen.
      Der FCB braucht jemanden, der ausmistet und Leute wie Ribery auf die Bank setzt, wenn’s nicht mehr reicht. Notfalls auf die Tribüne und wenn er weiter herumzickt: Vertragsauflösung. Als wenn der nicht genug Geld beim FCB verdient hätte.
      Und nein, ein Tuchel tut sich so etwas nicht an. Weil er es gar nicht nötig hat. Weil es Verantwortliche gibt, die bei ihm System erkennen und ihm vertrauen. Aber bei Uli reicht so ein Vertrauen halt nur bis zur zweiten oder dritten Niederlage.

  9. Osrig

    Wenn es dann nicht schon zu spät ist, @Mehmet!

    Mir ist die Einschätzung von Justin auffallend zurückhaltend bezüglich der Schwächen unseres Trainers, und stellt viel zu sehr die Spieler an den Pranger, die ganz sicher nicht innerhalb weniger Monate das Fussballspielen verlernt haben werden.
    Und nein, es liegt nicht nur am fehlenden Spielglück, wenn man sich selbst in guten Anfangs- oder Zwischenphasen keine Tore erspielt, insgesamt keinen Druck ins letzte Drittel bzw. in den Strafraum des Gegners entwickelt.

    Keine Frage, einige unserer Jungs haben ihren Leistungshöhepunkt längst überschritten, schlechte Fussballer sind sie deshalb noch lange nicht,sie können, wie Justin ganz richtig geschrieben hat, “ganz passabel gegen den Ball treten”, sie sind noch immer zu herausragenden Leistungen fähig.
    Und ebenfalls keine Frage, der Kader ist reichlich dünn, und die in der Saisonvorbereitung bzw.den letzten beiden Jahren erfolgten Fehler auf Führungsebene nicht von der Hand zu weisen!
    Aber das erklärt keine vier sieglosen Spiele hintereinander, dass erklärt kein 0:3 zu Hause gegen einen “Angstgegner”, der aber keineswegs hohen oder gar höchsten internationalen Ansprüchen genügt, also eigentlich bei uns nicht gerade Angst und Schrecken bereiten sollte.

    Nein, kleiner Kader und Verletzungen von Leistungsträgern, fehlende paar Prozente bei manchen Spieler aus Sattheit, Müdigkeit oder innerer Ablehnung heraus, oder fehlendes Spielglück stellen unter dem Strich nur zum Teil die Gründe für die Misere dar. Jeder für sich es wert, bearbeitet zu werden, wollen wir am Ende der Saison die ganz großen Erfolge feiern, aber es bleiben eben nicht die entscheidenden Gründe für das momentane Scheitern.

    Der entscheidende Grund sitzt auf der Trainerbank, und dort gehört angesetzt!!
    Die Mannschaft, so geschwächt und verunsichert sie auch sein mag, setzt das um, was der Trainer vorgibt! Versucht, dessen Spielidee umzusetzen.
    Jetzt auf die Spieler als Schuldige zu zeigen, weist vom eigentlichen Problem weg:
    Es gelingt nicht, ein dem kompakt stehenden und mannorientiert früh pressenden Gegner ein angemessenes Pass- und Positionsspiel entgegen zu setzen. Eine Spielidee, die neben hoher Dynamik auch die Entwicklung von Bewegunsabläufen und Zonenbesetzungen erfordert, die dem Rechnung tragen, dass der Gegner wenig Platz lässt und die entsprechenden Dreiecksbildungen und Passwege einstudiert.

    Bei uns sieht man den Ansatz dazu zumindest phasenweise aus dem eigenen bzw. dem mittleren Drittel heraus, um vor des Gegners Strafraum dann aufgegeben zu werden, weil dann entweder schon aus dem Halbfeld geflankt wird, oder ein schneller vertikaler Pass gespielt wird der kaum einmal von den Stürmern erreicht werden kann.
    Dummheit der Spieler? Unüberlegte Hektik von Spielern, die jahrelange internationale Erfahrung haben und mit allen fussballerischen Wassern gewaschen sind? Nein, das glaube ich nicht!

    Es sind die Vorgaben des Trainers, der mit seiner Spielidee, seinem System an seine Grenzen kommt. Selbst in den ersten, siegreich gestalteten Spielen war es ja über weite Strecken noch sehr holperig, war es keineswegs eine Demonstration. Aber es war die Hoffnung da, dass Kovac eine Entwicklung angeschoben haben könnte, die uns wieder auch im europäischen Rahmen ganz nach vorn hätte bringen können. Diese Entwicklung blieb bislang aus, dafür wurden die Schwächen gnadenlos aufgezeigt!

    Das zu ändern, kann weder mittels Rundumschlag auf Mannschaftsebene noch durch irgendeinen genialen Fussball-Heros auf der Aussenbahn oder im Zentrum geschafft werden, auch “Teambuilding”-Maßnahmen können allenfalls flankierend wirken.
    Die entscheidende Änderung kann nur auf der Trainerbank erfolgen!! Und da Kovac noch mehr Zeit zu zugestehen, hieße, die Krise zu verlängern, die vielleicht durch eine Sieg gegen Wolfsburg und gegen AEK für den Moment kaschiert wird, im nächsten Spiel dann aber erneut mit voller Wucht einschlagen wird, denn an der nicht passenden Spielidee ändert sich durch den Verbleib von Kovac auf der Trainerbank ja nichts, weswegen auch die Probleme im Spielaufbau sich substantiell nicht bessern!! Vom Problem des augenscheinlich ungenügenden “In-Game-Coachings” möchte ich noch gar nicht reden!

    1. Den Schuh ziehe ich mir keinesfalls an. Ich habe sehr wohl alle Bereiche aufgezeigt und das Problem nicht aus einer Perspektive aufgezeigt. Ich nehme auch niemanden komplett in Scchutz. Vielleicht hast du ja nur jeden zweiten Satz gelesen. Aber das ist dann nicht mein Fehler.

      1. Beziehe mich darauf: „Und nein, es liegt nicht nur am fehlenden Spielglück“

        Weder Trainer noch Spieler noch Pech sind schuld. Aber wenn alles zusammenläuft, hast du eben eine solche Situation. Vor 3 Wochen war nicht alles Hurra und jetzt ist nicht alles Scheiße. Die Stimmung, die hier gezeichnet wird, gefällt mir nicht und halte ich auch nicht für realistisch.

      2. Osrig

        @Justin: Mir vorzuwerfen, ich würde nur jeden zweiten Satz lesen, finde ich allerhand…und unangemessen!
        Aber ok, ich nehme es Dir nicht krumm, vielmehr habe ich vielleicht nicht deutlich gemacht, was mir auffiel: Nämlich, dass du einerseits alle Aspekte der Krise ansprichst, in der Tendenz jedoch Kovac, den ich als “Hauptschuldigen” für die Krise ausmache, für mein Dafürhalten doch recht stark schonst.
        Andererseits nimmst Du augenscheinlich die Spieler deutlich stärker in die Pflicht, als es mir angebracht erscheint, setzen sie doch – trotz aller sicherlich gegebenen Leistungsdellen – nur das um, was ihnen der Trainer vorgibt! Wäre ja auch schlimm,wenn sie machen würden, was sie wollten auf dem Feld.

        Übrigens habe ich mich in meinem Beitrag natürlich nicht ausschließlich auf deinen Text bezogen, @Justin, sondern auch andere Meinungen mit einbezogen. Vermutlich wirkte mein Beitrag deshalb eub wenig zu vorwurfsvoll in deine Richtung. Ich werde versuchen, es zukünftig stärker erkennbar zu machen, wenn ich mich auf unterschiedliche Beiträge oder Textstellen beziehe.

      3. Klaus Koch

        @Osrig liegt mit seiner Argumentation bezüglich Trainer schon richtig. Die Spieler waren unter Heynckes doch erfolgreich und zur neuen Saison hat sich der Kader nur unwesentlich verändert. Verletzungen waren auch in der letzten Saison zu beklagen und trotzdem wurde man unangefochten Meister. Unter Berücksichtigung aller Fakten , müsste es doch ein neuer Trainer leicht haben, das erfolgreiche Spielsystem fortzuführen. Darum ist die Kritik an Kovac berechtigt.

      4. Osrig

        @Klaus:
        Deswegen denke ich auch nicht, dass neue Spieler oder ein genesener Coman bzw. Tolisso plötzlich die Wende bringen würden. Weil es eben nicht in erster Linie an den Spielern liegt.
        Die mit höchster Wahrscheinlichkeit auch eine professionelle Einstellung in den Spielen zeigen und keineswegs “nur Spalier laufen” für die Gegner, sondern sich schon reinhängen.
        Selbst wenn ich ein paar Prozent abrechne für eventuell bestehende Enttäuschung wegen zuwenig Spielminuten oder so, das kann den starken Einbruch in den letzten Spielen in keiner Weise erklären.

    2. Olorin

      Ich geb dir Recht, dass eine Kovacsche Spielidee momentan absolut nicht zu erkennen ist. Nur: vor drei Wochen war sie das noch. Und dass Trainer-gerade in englischen Wochen mit wenig Vorbereitungszeit-ihre Spielidee ein paar Spiele lang nicht umsetzen können ist normal. Hoffenheim hatte letzte Saison auch mal ne Phase von ein paar Spielen, in denen von Nagelsmanns Spielidee nichts zu sehen war. Kovac muss schon die Chance bekommen, die vergangenen vier Spiele (und mehr ist es nicht) zu korrigieren, alles andere wäre lächerlich. Wenn es nach der Länderspielpause wochenlang so weiter geht wie jetzt sieht das anders aus, aber so weit sind wir einfach noch nicht.
      Davon ab: hast du eine bessere Alternative zu Kovac, die auch nur halbwegs realistisch zu haben ist? Nach dem Theater der letzten Saison rechne ich zu 95 % damit, dass es Jupp nicht nochmal macht.

      1. Ich rechne damit, dass der FCB in dieser Konstellation zusammen eine Reaktion zeigt und da rauskommt. Siehe auch letzter Absatz des Artikels.

      2. Olorin

        Kommt drauf an, was du unter “da rauskommen” verstehst. Ich bin überzeugt, wir bleiben nicht bei einem Schnitt von einem Punkt aus drei Spielen (dann würden wir ja absteigen), insofern werden wir uns aus dieser Krise befreien und auf einem stabilen Niveau einpendeln. Von dem, was wir hier in den letzten acht Jahren sehen durften, wird das aber auch weit entfernt sein. Ich halte in der Liga-wenn nicht zuviel schief geht-60 bis 70 Punkte für absolut realistisch, mehr wirds wohl kaum werden. Wofür das dann reicht muss man abwarten.

    3. Rainer

      @Osrig. Ich verstehe worauf Du mit der Trainer Diskussion hinaus willst.(Spielsystem, Zeitfaktor etc.)
      Mir ist nur nicht klar, wer Deine Vorstellungen zeitnah umsetzen könnte. M.M. n sollten wir wiklich Ruhe bewahren und versuchen über Ergebnisse und Erfolge das Selbstvertrauen zurückzubekommen. Wie einige hier bereits schrieben, können unsere Jungs ja nicht innerhalb so kurzer Zeit das Fußballspielen verlernt haben. (Für die CL Qualifikation in der Bundesliga sollte es trotz der momentanen Kaderstruktur schon reichen).
      Natürlich müssen im Hintergrund Entscheidungen getroffen werden, wie der Kader, sportliche Leitung etc. zukünftig aussehen. Es wirklich schade, das wir genau da stehen, wo wir nach C.A standen. J.H hat dem FCB Zeit zur Neuordnung gegeben. Diese wurde sinnlos verplempert.

      1. Osrig

        @Rainer:
        Natürlich haben die Jungs das Fussballspielen nicht verlernt, das sage ich ja auch!
        Aber sie benötigen immer noch ein System, nach dem sie sich ausrichten können. Es reicht eben nicht, den “Greenkeeper” an die Seitenlinie zu stellen, und es läuft. Die Spieler brauchen Vorgaben, eine Spielidee, und wenn die nicht passt, dann können selbst die besten Fussballer nicht den Erfolg garantieren. Erst recht in der heutigen Zeit, in der es immer stärker auch auf taktische Aspekte ankommt.
        Kovac’ Spielidee passt eben nicht zum FCB. Vielleicht zu Mannschaften wie Augsburg oder von mir aus auch zu Hertha, aber nicht zu unserem FCB, der völlig andere Voraussetzungen zu erfüllen hat.
        Deshalb halte ich auch einen Wechsel JETZT für ratsam – ein Trainer, der gezeigt hat, dass er versteht, wie Ballbesitzfussball funktioniert, wird sicherlich zu finden sein. Da brauchen wir noch nicht einmal ausserhalb des FCB schauen!

      2. Rainer

        @Osrig meinst Du Peter Hermann? Wäre bestimmt eine interessante Lösung mit Hermann Gerland und evt. Mehmet Scholl. :)) oder wen meintest Du ?

      3. Osrig

        @Rainer: Übergangsweise könnte Peter Hermann unsere erste Mannschaft sicherlich recht erfolgreich durch die Saison führen, ich traue ihm auch zu, in der CL ein paar “Duftmarken” zu setzen. Den ganz großen Wurf würde er vermutlich nicht schaffen, da brauchen wir einen namhaften Trainer, der interational genug Erfahrung mitbringt. Aber solch ein Trainer – ich denke da vor allem an Zidane – würde sicherlich erst zur nächsten Saison loslegen können.
        Übergangsweise würde ich auch mit Holger Seitz, unserem Trainer der Amateure, zufrieden sein, denn er weiss auch, was es bedeutet, das Spiel machen zu müssen. Auf anderem Niveau zwar, aber immerhin.
        Und mit Hermann sowie vielleicht noch Gerland im Rücken würde das neue Trainerteam die Jungs schon in die (Dominanz)-Spur zurück bekommen.

      4. Olorin

        Peter Hermann ist doch schon da. Warum sollte er als Chefcoach Dinge ändern können, die er momentan nicht ändern kann? Zumal er schon mehrfach gesagt hat, dass er den Job im Rampenlicht nicht will und sich nicht zutraut. Wahrscheinlich ist sein momentaner Einfluss sogar größer als er das als Cheftrainer wäre, da sich Hermann momentan wirklich auf die Trainingsarbeit konzentrieren kann…als Kovac-Nachfolger wäre er plötzlich mit zeitfressenden Repräsentations- und Medienaufgaben betraut, in denen er nicht sonderlich gut ist. Sowohl er als auch Seitz würden in dem für sie völlig neuen Spannungsfeld aus schlagzeilensüchtigen Medien, hyperventilierenden Fans und dem dringenden Bedürfnis nach einem Umbruch und dem offenkundigen Widerspruch darin zu mächtigen Einzelspielern und dem Präsidenten schneller zerrieben als sie “Heynckes” sagen können. Im Ergebnis hätten wir dann jemanden verbrannt, der an anderer Stelle für den Verein viel wertvoller war bzw in Seitz Fall vielleicht noch werden kann.

        Kovac hatte in den englischen Wochen überhaupt nicht die Möglichkeit, die auftretenden Probleme anzugehen, weil im Drei-Tages-Rhythmus Spiele anstanden. Da kann man nichts eintrainieren, da geht es nur darum die Spieler wieder fit zu bekommen. Man muss Kovac schon die Chance geben, die auftretenden Probleme mit methodischer Arbeit anzugehen.

    4. Holdor

      Mein Gott! Den vielfachen Titelträger Carlo Ancelotti hat der FCB auch weggeekelt bzw. IMHO die Spieler haben gegen den Trainer gespielt, weil ihnen die Nestwärme fehlte. Und bei Neapel zeigt Carlo Ancelotti wieder, was er draufhat.
      Das sind doch immer dieselben Herrschaften, die aufmucken, wenn ihnen was nicht passt oder sie zu wenig Einsatzzeiten bekommen. Wer weiß, ob ein Thomas Müller in seinem Rasur-Werbevertrag stehen hat, dass er so und so oft auf dem Platz präsent sein muss?! Fakt ist, dass zahlreiche Spiele über ihrem Zenit sind (Robbery), völlig unter Form spielen (Boa & Hummels) oder sich gleich wieder als kommender Superstar wähnen (Süle). Und ja, gegen die neuen talentierten jungen Hunde oder wirklich hochklassigen Spieler wie ein Eden Hazard oder de Bruyne wir die Truppe kein Land sehen.
      Derselbe Bockmist wie in der DNM. Da werden die alten Seilschaften gepflegt und ein Sané darf zuhause bleiben.
      Solange UH seine Macht nicht abgibt und weiter wie ein Sonnenkönig regiert, wird sich da wahrscheinlich auch nichts ändern. Das wird imho auch mit einem neuen Trainer nicht besser. Und Leute wie Tuchel, Klopp etc. tun sich das nicht mehr an. Und ein Guardiola ist auch nicht blöd und wollte sich diese Einschränkungen nicht länger geben. Angeblich wollte er bei keinem Verein mehr länger als 3 Jahre bleiben – und wie lange wird’s nun bei ManCity?
      Insofern: Der Fisch stinkt vom Kopf. Nach wie vor.

      1. rookie

        Genau. Und Reschke und Sammer hatten auch ihre Gründe zu gehen. ja und sammer kann angeblich aus gesundheitlichen Gründen den Job nicht mehr machen, zufällig direkt nach dem Hoeneß sagt er kommt zurück, und kann kurz drauf bei einem anderen Verein denselben Job aber machen? das verprellen externer Kompetenz, seitdem Hoeneß zurück ist schon sehr auffällig. das Bett nicht wegen dieser angeblichen 3 Jahres Regel Bayern verlassen hat kam übrigens in einigen Büchern und auch Interviews von ihm doch dann relativ deutlich zum Ausdruck. Immer immer wieder monierte auch dass seine Spiel Philosophie nicht unterstützt bzw verstanden wurde. Also von der Führung, die dSpieler weinen ihm ja heute noch nach wie man bei einigen Kommentaren wie man z.b. von kimmich immer wieder hört

      2. Bei Neapel zeigt er es wieder? Erinnere Dich bitte an den Start bei Bayern. Da waren viele auch noch von Ergebnissen geblendet.

  10. Thomas

    Erschreckend ist, wie beeinflußbar die Köpfe der Spieler sind! Da fällt das 0:1 nach Süles Fehler und es rattert in den Köpfen unserer Spieler!

    Früher hätte man sich geschüttelt und weiter gemacht. Nach 0:2 gegen Hoffenheim gewann man 5:2, zum Beispiel. Dieses Selbstvertrauen muß sich die Mannschaft wieder erarbeiten.

    Und ein weiterer Aspekt ist meiner Meinung nach, daß wir derzeit wirklich Pech haben. Lewys “Abseitstor” ist doch gleiche Höhe. Und Robben verspringt der Ball …

    1. Marco

      Korrekt, genauso wie Riberys “Abseitstor” gegen Augsburg, welches das 2:0 gewesen wäre. ich behaupte wenn das Tor zählt haben wir die ganze Diskussion nicht.

      Aber so Kleinigkeiten sind es halt leider manchmal die Wohl und Wehe unterscheiden. Das genaue Gegenteil ist aktuell der BVB. Gegegn Hoffenheim spät ausgeglichen, gegen Leverkusen auf einmal leichtes Spiel nach 0:2 und dann in der 6. von 4 Minuten Nachspielzeit gestern noch das 4:3. Noch dazu da kommen Spieler von 4 Tribüneneinsätzen zurück und stechen. Bei uns sticjt aktuell keiner. Im Gegenteil, ich habe fast das Gefühl wir würden momentan das Tor nicht treffen, wenn der Gegner schon im Bus sitzt. So “ungefährlich” waren wir zuletzt eine Zeit lang bei van Gaal.

      Aber dennoch, es sind nach wie vor nur knapp 2 Wochen als noch “alles in Ordnung war”. Ich wünschte nur, es ginge genauso schnell wieder in die andere Richtung. Ein Fingerzeig der Kehrtwende womöglich: Alaba ist nur leicht verletzt und kann vermutlich gegen Wolfsburg wieder ran.

      Reus gönnt sich wie so oft auch eine Länderspielpause obwohl er gestern 90 Verzeichung 96 Minuten ohne Probleme durchgezogen hat. Aber das ist ein anderes Thema…

  11. Gerdl20

    Wenn wir mal ehrlich sind,wussten wir doch alle,dass der Zeitpunkt kommen würde
    An dem die jahrelange Dominanz ein Ende hat.
    Die Jungs werden halt nicht jünger.
    Im Grunde brauchst du fürs Mittelfeld und Sturm 3-4 neue Spieler.
    Anforderung: Tempo-1gg1-Spielintelligenz!
    Tja…und das wird verdammt teuer!
    Hinten ein de Ligt und du bist schon mal 80 Millionen los.
    Und Lewandowski….ich war mal ein grosser Fan von ihm,aber als er anfing mit nem einstudierten Jubel (hat wohl einer seiner Berater gesagt.”schau dir Ronaldo an bei Real,der hat auch nen eigenen Jubel,wenn du da hin willst…denk dir was aus.”) War er
    Bei mir unten durch.
    Bitte verkaufen und meinetwegen nen jungen Stürmer vorne rein,bei dem man spürt
    Der hat Bock für Bayern zu spielen und reisst sich den Arsch auf und denkt nicht nur an seine Torquote.
    Junge hungrige Spieler mit ein paar älteren Führungsspielern die mit “Leistung” voran
    Gehen und dann ist es mir auch gleich ob wir Meister werden,oder nicht.
    Sofern man auf dem Platz die Begeisterung spürt und Spielfreude.
    Jetzt Kovac zu kippen ist in meinen Augen Bullshit.

  12. wohlfarth

    Was mir seit längerem auffällt: Unsere Spieler sind fast durchweg zu langsam. Boateng, Hummels und Martinez hinten, selbst Kimmich kann kaum einen überlaufen. Vorne Rib und Rob und Lewa. Gleich nach dem 0-1 hatten wir eine Riesenkonterchance!!! Lewa eins gegen eins vierzig Meter vorm Tor. Er läuft gemächlich auf den Gegner zu und wartet auf die Mitspieler und spielt dann auch ab. Warum geht er nicht mit Tempo am Gegenspieler vorbei? Weil er weiß der läuft ihn locker ab.
    Wo ist das Tempo unserer Spieler hingekommen? Falsches Training? Nur am Alter kann das nicht liegen. Man wird im Alter zwar nicht schneller, aber auch nicht sooo viel langsamer.

    1. Olorin

      Hummels, Martinez und Lewy waren noch nie Raketen. Bei Rib und Rob liegts tatsächlich am Alter, bei Boateng frag ich mich das auch…mit 30 ist der doch noch gar nicht so alt, aber trotzdem geschwindigkeitstechnisch mittlerweile weit zurück hinter seinen besten Zeiten. Ansonsten sitzt die Geschwindigkeit halt in Form von Gnabry und Sanches meistens draußen bzw im Fall von Coman und jetzt wohl leider auch Alaba in der Arztpraxis.

  13. willythegreat

    Es ist eindeutig der Kopf, der momentan nicht mitspielt. Was noch erschwerend hinzukommt ist folgende Tatsache: Die Serie an Misserfolgen bei einigen Leistungsträgern ist ziemlich lang und holt viele Spieler jetzt wieder ein. Kurzer Rückblick: In der CL musste man im Mai eine sehr bittere Niederlage gegen Real einstecken, die man sich letztendlich durch zwei katastrophale Fehler im Halbfinale selbst zuzuschreiben hat. Das Finale wäre durchaus drin gewesen. Zum Saisonschluss verpasste man auch noch den DFB-Pokal, was zwar auch daran lag, dass man im Finale nicht die optimale Leistung brachte, aber zu einem großen Teil auch einer hahnebüchenen Fehlentscheidung des Schiedsrichters geschuldet ist. Mit diesen Negativerfahrungen ging es zur WM, die für fast alle Bayern-Spieler geradezu traumatisch endete. Die deutschen Nationalspieler blamierten sich bis auf die Knochen und auch für Lewandowski und Thiago war es ein Trip zum Vergessen. James brachte zwar Leistung, kehrte aber verletzt zurück und so war es eigentlich nur Tolisso, für den Russland gut lief und der mit breiter Brust zurückkehrte. Er fällt aber leider aus, genau wie Coman, der die Enttäschungen der Vorsaison auch nicht erleben musste und mental ganz gefestigt schien. Dann hat man mit Sanches einen Spieler, der 2 Jahre lang eigentlich nur Misserfolge erleben musste und mit Goretzka und Gnabry zwei Jungspunde, die ihre Rolle erst noch finden müssen. Solange es zu Beginn der Hinrunde lief, konnten die Spieler ihre persönlichen Enttäuschungen in die hinteren Regionen des Gehirns verdrängen. Wenn man ehrlich ist, war der Spielverlauf in einigen Spielen auch sehr günstig für Bayern. Immer wenn es eng war, gelang eine Aktion, die dann erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Gegen Hoffenheim bekam man einen Elfer “geschenkt”, als es so aussah, als ob man trotz guter Anfangsphase mit dem Latein am Ende war. In Stuttgart saß der erste richtige Torschuss nach einer Anfangsphase, die alles andere als gut war. Gegen Leverkusen drehte man den frühen Rückstand innerhalb kurzer Zeit durch zwei Tore, die in der Entstehung auch eher zufällig waren und auch auf Schalke half ein Standardtor in der Anfangsphase ungemein. Nachdem man gegen Augsburg versäumte, die Chancen zur Entscheidung zu nutzen und in der Schlussphase gegen Augsburg und im Spiel darauf in Berlin auch noch gravierende Fehler von Neuer und Boateng dazukamen, war es mit dem scheinbar gefestigten Team schon wieder vorbei. Ein stgarkes Ajax kam auch nicht unbedingt zur richtigen Zeit und gestern war es wie so oft in solchen Situationen, dass das eigentliche Bemühen durch Nackenschläge torpediert wird und man aus diesem Teufelskreis nicht mehr rauskommt. Jetzt kann man nur darauf hoffen, dass man über Ergebnisse und das nötige Spielglück schnell wieder in die Spur findet. Da wäre es aber wahrscheinlich jetzt erst einmal sinnvoll, im Block bis zur nächsten Länderspielpause weniger zu rotieren, denn Rotation funktioniert erwiesenermaßen auch nur dann wirklich, wenn die Mannschaft gefestigt ist und das ist Bayern leider derzeit nicht. Was mir Hoffnung macht: Der Herbst 2009 war ähnlich deprimierend wie die letzten 1 1/2 Wochen und irgendwann platzte der Knoten unter dem neuen Trainer van Gaal dann auch und man startete eine Siegesserie sondersgleichen, gewann bei Juve mit 4:1 und erreichte am Ende des Jahres fast das Triple. Also besteht durchaus noch Hoffnung!

    1. Jo

      Eine interessante Einschätzung der psychologischen Befindlichkeiten innerhalb der Mannschaft. Wenn man auch den Spielern nicht in den Kopf schauen kann, scheint mir da schon einiges dran zu sein.
      Kommt noch hinzu, dass wir auch vielleicht, entgegen vielerorts geäußerter Auffassung, mit diesem ominösen Umbruch schon viel weiter sind als viele denken.
      Wir haben in den letzten Jahren absolute Führungspersönlichkeiten wie Schweinsteiger, Lahm und Alonso verloren. Leute die den Kader auch in eigener Regie mit im Griff hatten. Mal abgesehen vom sportlichen, auf dieser Ebene konnten wir diese Abgänge sicher nicht ersetzen. Ein Müller und ein Hummels sind dazu sicher nicht in der Lage, ein Kimmich steht in der Hinsicht noch ganz am Anfang. Ein Vidal der dieses Element, zumindes auf dem Feld, verkörpert wurde dazu ebenfalls noch abgegeben.
      Vielleicht eine der anspruchsvollen Aufgaben der Zukunft eine neue Hierarchie zu entwickeln.

      Und zur Umsetzung auf die heutige Situation und gestrige Spiel möchte ich mich der Boxer-Analogie von Justin bedienen.
      Einer der besten Sprüche, bzw. immer wieder gern zitierten Weisheiten aus diesem Bereich: “Einen Plan hast du nur solange, bis du das erste mal hart getroffen wirst. “

      1. willythegreat

        Bezüglich der Führungskräfte liegst du absolut richtig. Es fehlen die Spieler, an denen man sich aufrichten könnte. Wie wichtig solche Charaktere sind, kann man derzeit eindrucksvoll am Beispiel BVB sehen. Die Dortmunder waren auch letzte Saison immer mal wieder für starke Szenen in der Offensive bekannt, aber sobald es irgendwelche Rückschläge im Spiel gab, fiel die Mannschaft in sich zusammen. Bestes Beispiel war wohl das 4:4 gegen Schalke nach grandioser 1. Halbzeit. Es fehlte einfach jemand, an dem man sich aufrichten konnte, wenn es mal Gegenwind im Spiel gab. Mit der Verpflichtung von Typen wie Witsel oder Delaney (und natürlich einem erstklassigen Trainer) hat der BVB es zumindest im Augenblick geschafft, dass man mit Rückschlägen umgehen kann und die Spieler auch dann noch an sich glauben, wenn nicht alles wie von selbst läuft.
        Dahin muss Bayern wieder kommen, aber wer diese Spieler sein sollen, ist mir momentan auch schleierhaft. Süle und Kimmich können in ein paar Jahren in die absolute Leader-Rolle hineinwachsen und auch Goretzka zeigte bei Schalke, dass er durchaus bereit wäre, Verantwortung zu übernehmen. Diese drei sind aber jetzt noch zu “grün” hinter den Ohren, um das bei Bayern zu machen, wo sie einfach auch nicht das nötige Standing haben. Ribery, Robben und Müller sind genau wie Boateng und Hummels einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt, Martinez wird immer mehr demontiert, James fehlt aufgrund fehlender Einsatzzeiten vor allem der Rhythmus und Lewandowski, Thiago und Alaba sind für mich auch vom Typ her nicht die Anführer, die man bräuchte.
        Wer noch am ehesten in Frage käme, wäre Sandro Wagner, aber der scheint ja gar keine Rolle zu spielen bei Kovac.

    2. Osrig

      Nur das Van Gaal eine ganz klare Vorstellung davon hatte, wie er Fussball spielen lassen möchte!! Eine Spielidee, ein System!
      Bei Kovac sehe ich nichts dergleichen, was auch nur ansatzweise zum FCB passt. Er kann keinen Ballbesitz! Van Gaal wiederum ist ein Altmeister im Positionsspiel, der weiss, worauf es dabei ankommt! Zumindest hinsichtlich Systemfragen! In anderen Dingen wiederum…

  14. MG

    die nächsten Spiele:
    WOB
    SCF
    2x CL gegen Athen
    DFB-Pokal
    Da sollte man in der Lage sein, sich wieder Selbstvertrauen zu holen.

  15. Kurt

    Ich bin hier wohl als einer der “treuesten” Anhänger unseres Vorstands verschrien, aber ich muss konstatitieren, dass die Kritiker die Situation wohl richtiger einschätzen. Die Außenverteidigersituation ist nicht akzeptabel. Auf den Flügeln ist es ähnlich, allerdings hat man da auch einfach Pech mit der Verletzung Comans. Hazard oder Messi würden sich dann hier halt auch verletzen, oder glaubt jemand es würde mit anderen Spielern plötzlich laufen? Manche meinen wohl wir brauchen 6 Spieler für 2 Positionen, aber rotieren darf man auch nicht, damit man sich einspielt.

    Jetzt kann man das als Fehlplanung des Kader betrachten, wenn man massig Mittelfeldspieler hat und nicht immer Kroos/Modric/Casemiro spielen, aber auch da hat zb Kovacic keinen Bock mehr gehabt. Real steht übrigens nach 8 Spielen ungefähr genauso schlecht da wie wir (1 Spiel mehr, 1 Unentschieden mehr) die haben 2 Niederlagen gegen Alaves (Hertha) und Sevilla (Gladbach) zu verbuchen.

    Es ist also nicht selbstverständlich, mit den gleichen Spielern auf ewig die gleichen Ergebnisse zu liefern.

    Ich bleibe dabei (trotz Eingeständnis, dass der Vorstand nicht unfehlbar ist), die medizinische Abteilung ist unser größtes Problem. Und mögliche Vorstandssalternativen würden nicht automatisch Verbesserung versprechen. Dann bleibe ich lieber ein Club der zu den eigenen Werten steht, als United, die ziellos umhertaumeln.

    1. Osrig

      Na,@Kurt, “verschrieen” ist wohl nicht das richtige Wort, “bekannt” trifft es vielleicht besser. Und: Respekt für deine Bereitschaft, dich selbst auch zu hinterfragen! ^^

      1. Herrispezial

        Ja, Kurt, das finde ich auch stark. In Summe sind die meisten sich hier ja auch einig. Der Kader und die Planung der Saison es war einfach daneben. Wenn die Vereinsführung das auch so sieht und die richtigen Schlüsse zieht, dann wird es auch wieder werden. Doch das braucht eben Zeit und auch ein Händchen für die richtigen Spieler. Ob Kovac das dann noch miterleben darf, wird aber nicht nur daran hängen, ob die Verletzungen ausbleiben, sondern auch, ob er der Mannschaft wieder Selbstvertrauen geben und Ideen für das Offensivspiel vermitteln kann.

    2. Marlene Dietrich

      @Kurt: Welche Werte werden (dreifacher Stabreim) mit der Partnerschaft mit Katar noch mal vertreten? Das vergesse ich leider oft.

      1. Olorin

        Beispielsweise die weltweit höchsten CO2-Ausstoßwerte pro Kopf…höhere Werte gehen also gar nicht ;) Ansonsten sind hier auch Auspeitschungen und Diskriminierung von Frauen zu nennen.
        Ein weiterer wichtiger Wert, der uns mit Katar verbindet: so weit ich weiß hat sich der Präsident von Katar noch nie mit Mesut Özil fotografieren lassen :-) Ansonsten verweise ich darauf, dass die FIFA Katar für einen geeigneten WM-Gastgeber hält…und niemand achtet so penibel auf Einhaltung der Menschenrechte wie die FIFA. Da sollten wir auch einfach mal dem Urteil der Experten vertrauen.

      2. Marlene Dietrich

        @Olorin: Hahaha, da gebe ich dir vollkommen recht. :D

      3. wohlfarth

        Wieso sollten wir das Geld der Scheichs nicht nehmen? Wegen Menschenrechtsverletzungen? Okay, dann müssen wir uns aber auch von Audi (Dieselskandal), Adidas (Kinderarbeit) und der Telekom (nur 16000er Internet in unserem Dorf) verabschieden. Je nachdem, wie hoch wir die Morallatte legen.

      4. Bayernexpat

        @Wohlfahrt

        Ich finde diese Form von ‚whataboutism‘ falsch, gefährlich, faul und feige.

        Das Menschen rechte vs wirtschaftliche Interessen komplexere Probleme sind als erst Semester Politik Studenten oft behaupten bestreitet normalerweise kein vernünftiger Mensch. Dass das auspeitschen von Sträflingen und kein erkennbarer rechtstaat gleichzusetzen sind mit langsamem Internet allerdings auch nicht. Obwohl es natürlich im heutigen kapitalismus viel anzuprangern gibt und der Übergang von Ausnutzung zu Missbrauch oft fließend ist, ist es doch schwer zu bestreiten an welche, Ende der Skala Katar sich befindet.

      5. wohlfarth

        Vielleicht mache ich es mir zu einfach, kann sein. Aber erklär mir dann bitte einer, wo ist die Grenze. Die FIFA vergibt die WM nach Katar, unsere Regierung (und damit auch wir beide) unterhält diplomatische Beziehungen nach Katar. Jeden Tag fliegen 50 Flieger der Katar Airline über mein Dorf. Soll ich mich da wirklich aufregen, wenn der FC Bayern Werbung für den Flughafen macht und mit diesem Geld Tolisso kauft und bezahlt? Wo ist die Grenze? Ist die Türkei noch gut oder schon schlecht? Was ist mit Russland? Österreich? (Ja, die rücken immer weiter nach rechts, wie weit dürfen sie?)
        Wer Fußball nicht losgelöst von Politik sehen will und kann, dem sei es überlassen wo er seine persönliche Grenze zieht. Meine ist noch lange nicht erreicht, nicht bei Werbung für einen Flughafen oder einem Trainingslager.
        Wer das feige nennen will, bitte.

  16. Jo

    Sieht etwas nach Götterdämmerung aus.
    Aber selbst wenn es so sein sollte, aus jeder Götterdämmerung entsteht die neue Welt.
    Insofern vielleicht nichts erstaunliches, vielleicht gar nicht mal betrübliches, nur der normale Gang der Dinge.
    Hier wurde verschiedentlich schon der der mit Recht legendäre Sören Lerby angesprochen. Ja, wenn man auf eine gewisse Zeit mit dem Klub zurückblicken kann, relativiert das so einiges, auch Krisen.
    Der Abgang jeder großen Mannschaft die wir in den letzten 50 Jahren hatten, verlief immer unter Schmerzen. Nie wurde das, wenn es auch sicher der Anspruch sein sollte, bruchlos von einer Generation zur anderen geschafft. Das haben wir übrigens mit jeder anderen Mannschaft Europas gemeinsam. Und rückblickend betrachtet bin ich eigentlich eher überrascht wie lange es gedauert hat, und nicht wie schnell es wieder endet.
    Nur haben wir in dieser Phase unserer Entwicklung den Vorteil so unvergleichlich besser aufgestellt zu sein, als in früheren Perioden, dass man diesmal mit wesentlich mehr Optimismus in die Zukunft blicken kann.
    Also wenn das momentan emotional vor allem keine schöne Zeit ist und vielleicht in der nahen Zukunft auch sein wird, rein rational betrachtet bin ich grundsätzlich wenig besorgt.
    Im Gegenteil, vielleicht werden es ja sogar besonders spannende und interessante Jahre. Vielleicht tun 1,2 magere Jahre der Erwartungshaltung, der Erdung auch mal ganz gut.

    1. Herrispezial

      Damit hat vermutlich auch niemand hier ein Problem. Das, was mich wahnsinnig macht, ist die Tatsache, dass wir diesen Umbruch im Sommer hätten einläuten können und müssen. Es war doch klar, dass es auf den Flügeln eine Götterdämmerung gibt. Und wenn man kurz vor Toreschluss so viele Spieler ohne Not abgibt, dann sollte man entweder ganz klar kommunizieren, dass man eine Übergangssaison einplant und in Sommer in die Vollen gehen wird, oder eben Alternativen zur Hand haben, die im MF oder auf den AV-Positionen uns verstärken. So ist es ein verlorenes Jahr, weil man auch neue Spieler nicht testen kann. So muss quasi jeder Transfer in kommenden Sommer sitzen. Das ist sehr viel Risiko. Und Brazzo ist auch nicht der Sportdirektor, der unbekannte starke Spieler aus dem Hut zaubert.

    2. cj

      Sehr gute Einordnung, sehe ich genauso. Bin mir nur nicht so sicher, ob wir wirklich so gut aufgestellt sind. Mal abwarten, wohin die Reise geht.

  17. Tom

    Von mir aus müssen wir diese Saison auch gar nicht Meister werden. Umso mehr würden wir uns doch dann über die Schale 2020 oder 2021 freuen. Dann muss allerdings der krasse Umbruch im nächsten Jahr klappen. Sonst haben wir gleich zwei Spielzeiten hergeschenkt…
    Aber so lange wir unter die Top 3 kommen bzw. in der CL starten und die Zecken nicht Meister werden, unterschreibe ich das. Nur ist das wohl utopisch, dass weder wir noch Dortmund Meister werden…
    Bremen oder Gladbach würde ich es aber gönnen!!!

  18. rookie

    Was mir noch Sorgen macht, dass wir jetzt schon Verletzungssorgen haben und nein wir haben nicht März. Sondern Oktober was ist denn dann in der heißen Phase wo bei uns immer reihenweise 6-8 Spieler verletzt sind. Macht dann Kovac den Spielertrainer?

  19. Josef

    Überrascht bin ich über einige wiederkehrenden Kritikpunkte in vielen Kommentaren hier. Da wird mir zu sehr nach scheinbar einfachen Gründen gesucht um die Krise zu erklären.

    Langsame Spieler? Waren Hummels, Javi und Co. jemals schnell?

    “Satte” Spieler? Wirklich? Diese, unsere Jungs, die 10 Jahre nach jedem Erfolg nur noch mehr wollten. Warum sollen Müller, Robben und Co. genau jetzt satt sein? Warum nicht 2014 oder 2016? Nee, davon halte ich nichts.

    Für mich ist der Hauptgrund eindeutig: Ribery und Robben haben keine offensive Durchschlagskraft mehr. Sie kommen nicht mehr in 1 gegen 1 Situationen bzw. gewinnen diese nicht mehr. Was früher 10 mal pro Spiel für Gefahrt sorgte, gelingt heute noch 2 mal.
    Diese individuelle Qualität, alleine für Gefahr zu sorgen hat sonst niemand im Kader.

    Was kann man tun?

    Ansatz 1: Das Management hätte für Ersatz sorgen müssen. Coman und Gnabry reichen hierfür nicht. Gnabry noch zuviel Wundertüte. Und Comans Verletzung ist natürlich auch einfach Pech.

    Ansatz 2: Der Trainer muss die FCB-Offensive neu erfinden. Das ist nicht einfach. Bisher gelingt es ihm nicht. Wenn es nicht mehr über individuelle Durchschlagskraft geht, dann muss man sich durchkombinieren. Gutes Positionsspiel. Wahnsinnig schwierig einzustudieren und umzusetzen. Das war bisher nicht Kovacs Stärke. Ich weiß nicht ob er es hinbekommen wird.
    Mit James, Lewy, Müller, Thiago, Kimmich, auch Ribery, hat man Spieler, mit denen das theoretisch gehen müsste.

    Im Moment bleibt nur Ansatz 2 und warten auf Coman.

    1. wohlfarth

      Manchmal sind die Gründe wirklich einfach. Das mit der Schnelligkeit fällt halt im Moment eklatant auf. Das viele unserer Spieler nie die Topsprinter waren ist klar, aber so langsam und behäbig wie jetzt waren sie alle auch noch nie. Liegts an den Beinen oder am Kopf? Oder an beiden? Man weiß es nicht.

      1. Done

        …oder an der Personalplanung von Teilen der Mannschaft. Dass die Spieler hier schon eine gewaltige Macht haben ist ja bekannt seit Merkel. Also beileibe nix neues, und erst letztes Jahr wieder demonstriert. Wenn ich mir Hummels’ offensichtliche Arbeitsverweigerung beim 0:3 anschau, kanns ja nur drauf hinauslaufen, dass die Spieler aus welchem Grund auch immer, keinen Bock mehr auf Kovac haben. Dass die auf einmal alle das Fußballspielen verlernt haben, kanns ja wohl auch nicht sein. Und wie schnell die verloren geglaubten Fähigkeiten wieder zurückerlangt werden können, haben wir ja erst vor genau einem Jahr bewundern dürfen.

  20. Tobias

    Es tut mir leid. Für mich gibt es nur einen Hauptverantwortlichen. Das ist der Trainer!

    Vor zwei Wochen hatten wir noch einen überragenden Kader.
    Der Trainer ist dafür verantwortlich, wenn aus einem eingespielten kollektiv ein Hühnerhaufen wird.

    Der Trainer kriegt es nicht einmal hin, dass er mit Top-Defensivspielern, defensive Stabilität erzeugen kann.

    Das sind einfach erhebliche systemische Mängel. Die gleiche Diskussion bzgl. des Kaders hatten wir unter Ancelotti. Dann kam Jupp und machte alle Spieler und das Team wieder besser. Auf einmal hatten wir wieder einen super Kader.

    Alle Hoeneß-Kritiker sollten sich mal hinterfragen, wen der FC Bayern hätte kaufen sollen. Einen Leroy Sane für 200 Mio? Einen Bale für 200 Mio? Einen Dybala für 130 Mio? Wacht auf!

    Der deutsche Fussball befindet sich im Abschwung. Ich unterstütze die Transferpolitik. Auf keinen Fall sollte man diesen Transferirrsinn mitmachen. Finanziell hat man einfach keine Chance mehr. Die Vereinsführung wird mit Sicherheit auch aus transferpolitischen Gründen an unseren verdienten Flügelspielern festgehalten haben. Evtl. kriegt man im kommenden Jahr ein paar Flügelspieler umsonst oder für etliche Millionen weniger.

    Mia san Mia!

  21. Bolzplatzkönig

    das wir nicht mit 20 punkten Vorsprung Meister werden, geschenkt und begrüßenswert(im Sinne der Attraktivität der Bl).
    Das wir es aber nicht versuchen – ärgerlich.

    Die Transferpolitik hätte dahin gehen müssen den Status qou (21 punkte Vorsprung ) mit punktuellen Transfers zu erhalten.
    Meiner Meinung nach bekommen wir nicht derzeit die Spieler aus dem oberen Regal ( Bale, Higuan, Hazard, usw.)
    oder wollen sie nicht.
    warum bedient man ssich den nicht wie bei Thiago, costa, martinez, coman im 2ten regal?

    das gehaltsgefüge ist sehr hoch wenn gefühlt 3/4 der Mannschaft 12 mio + x verdient

    was mich umso mehr stört ist wenn man einigen Spielern durch fehlende Konkurrenz einen Freifahrstschein ausstellt weil man angst hat das sie eingeschnappt sind ( LEWA, Robben evtl. ist hier auch Thiago und Alaba zu nennen).

    Verlassen KÖNNTEN uns nächstes Jahr Robben, Ribery, Boateng, Wagner, Thiago, James und die ein oder andere Überraschung.
    wie willst die denn auf einen Schlag ersetzen und den zu dünnen Kader noch vergrößern?
    Innerhalb der Bundesliga sehe ich da nur Brandt und Havertz die mittelfristig zu uns kommen könnten unduns mittelfristig helfen können ( dürften im Paket aber auch eher 70 mio kosten)
    was wieder her muss ist ein System das du auf Jahre spielen willst. und punktuelle Käufe Jahr für Jahr.
    Herr Klopp darf das gerade in Liverpool so praktizieren und man schielt etwas neidisch auf die insel.

    1. Anton

      Liverpool hat seit 2014 700 Mio € Transferminus gemacht – da hätte ich mal gerne das Geschrei hier gehört, wenn der FCB diese Summe mal so eben als Minus bei der Jahresbilanz verkündet hätte. Transferminus 700 Mio.

  22. […] wir die aktuelle Situation im größeren Kontext analysierten und auch im Podcast darüber sprachen, wollten wir nun schauen, […]

  23. […] gegen Augsburg, Freiburg, Düsseldorf und eine Niederlage gegen Gladbach. Hinzu kommt ein schmeichelhafter Punktgewinn gegen Ajax. Zum Saisonstart war das so nicht […]

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