Bayern belohnt starke Augsburger

Der FC Bayern lässt vor heimischer Kulisse unnötigerweise in der Wiesn-Zeit im bayerischen Derby gegen den FC Augsburg erstmals in dieser Saison Punkte liegen. Die verdiente Führung durch Robben wurde spät durch den ehemaligen Jugendspieler Götze ausgeglichen. Der Rekordmeister verlängert damit zwar seine Serie von 28 Spielen in Folge ohne Niederlage während des Oktoberfests, dennoch mag nach der Partie keine Feststimmung aufkommen.

Vor dem Spiel wusste Trainer Niko Kovač zu überraschen. Vor heimischem Publikum verzichtete der Kroate auf einen gelernten Linksverteidiger, was zu einiger Verwirrung führte.

FC Bayern München vs. FC AugsburgGrundformationen: Bayern – Augsburg, 25.09.2018

Von Gnabry oder Sanches als Außenverteidiger bis zur Dreierkette wurden alle Varianten diskutiert. Letztendlich war es aber Leon Goretzka, der auf der linken Außenbahn begann. Im Sturm ersetzte Wagner den bisher treffsicheren Lewandowski und auch Sanches sammelte seinen nächsten Einsatz von Beginn an.

Bei den Augsburgern hatte sich Trainer Baum nach den wiederholten Patzern von Stammtorwart Giefer für die eigentliche Nummer 2 Luthe entschieden. Der Ex-Münchner Felix Götze saß wie häufiger zuletzt nur auf der Bank. Ansonsten setzte Augsburg auf ein flexibles 5-2-3-System, das bei hohem Pressing zum 3-4-1-2 wurde.

Der Auftakt war direkt munter. Augsburg störte die Münchner früh und erarbeitete sich so in der Anfangsphase die erste gute Chance. Caiuby scheiterte aus spitzem Winkel aber an Neuer, statt den freien Hahn auf der anderen Seite zu sehen.

Nur eine Minute später trafen die Bayern mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten. Im Anschluss verflachte die Partie merklich, da die zusammengewürfelte Münchner Mannschaft gegen das aggressive Pressing der Fuggerstädter nicht zum kontrollierten Spielaufbau kam. Aus dem Gegenpressing kam Sanches nach einer Viertelstunde nach sehenswertem Tempodribbling immerhin mal zu einem Abschluss.

Nach einer halben Stunde zog sich Augsburg etwa zehn Meter weiter zurück und direkt kam Bayern zu einigen Halbchancen. Gerade Sanches erarbeitete sich einige Abschlüsse.

Durch einen Fehlpass von Framberger kam dann aber Wagner aus dem Nichts zur größten Chance des Spiels. Der Nationalstürmer scheiterte jedoch an Luthe. Nur wenig später war es Gnabry, der am Ersatzmann verzweifelte.

Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Kovac brachte in Alaba den angestammten Linksverteidiger für den nicht überzeugenden Goretzka.

Direkt nach der Pause erzielte Robben dann das 1:0 für die Hausherren. Gnabry wurde lang geschickt und der Neuzugang setzte sich stark gegen zwei Augsburger durch. Danach behielt der Nationalspieler die Übersicht und legte quer auf den mitgelaufenen Robben. Der Niederländer blieb locker und schloss klassisch mit links ab.

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Etwas überraschend nahm Kovac bereits nach einer knappen Stunde den überaus aktiven Gnabry vom Feld und brachte den Routinier Ribéry.

Im Anschluss versuchten die Münchner, die Führung auszubauen. Doch es ergaben sich bis auf weiteres keine zwingenden Chancen. Pünktlich zur Schlussviertelstunde war auch für Wagner Feierabend. Der Stürmer wurde jedoch nicht positionsgetreu durch Lewandowski, sondern durch Thiago ersetzt.

Die Partie plätscherte auf das Ende zu, als der Ball plötzlich im Netz zappelte. Nach einem Durchstecker von Müller hat Ribéry das vermeintliche 2:0 erzielt, doch der Assistent an der Linie hob spät die Fahne und das Tor wurde aufgrund einer Abseitsstellung zurecht zurückgenommen.

Kurz später lag der Ball auch im Tor der Münchner und trotz missverständlicher Signale des Referees zählte der Treffer. Nach einer Ecke griff Neuer am Ball vorbei und nach einigem Hin-und-Her drückte ausgerechnet der ehemalige Münchner Felix Götze den Ball zum Ausgleich über die Linie.

Auch die hektischen Bemühungen der Roten in den Schlussminuten führten nicht zum zweiten Treffer und somit musste der Rekordmeister erstmals Punkte abgeben. Schlussendlich war es wieder einmal vor allem die mangelnde Chancenverwertung an der das Unentschieden fest zu machen ist. Die Bayern konnten das Spiel trotz Möglichkeiten nicht entscheiden und verloren in den letzten Minuten an Spannung.

Bereits am Freitag spielt der Tabellenführer dann in Berlin. Die Hertha hatte am frühen Abend an der Weser ihre erste Saisonniederlage in Kauf nehmen müssen. Doch dort wird es einen anderen FC Bayern brauchen, um plötzliche Unruhe zu vermeiden.

Dinge, die auffielen

1. Kovač weiß zu überraschen

Wer soll Alaba ersetzen, wenn er eine Pause braucht oder verletzt ist?

Eine Frage, die wir auch hier im Blog bereits häufiger gestellt haben. Niko Kovač fand am Dienstag gegen Augsburg eine überraschende Antwort. Aus dem reinen Personal war noch nicht auf die Lösung zu schließen, doch sobald die Partie angepfiffen war, wurde klar, dass Goretzka an diesem Abend den linken Part in der Viererkette übernehmen sollte.

Der Neuzugang aus Gelsenkirchen hatte in seiner bisherigen Profikarriere diese Rolle selten bekleidet – zuletzt im Supercup gegen Frankfurt. Auf dem Rasen zeigte er dementsprechend, dass er noch etwas mit der neuen Position fremdelte.

Die Entscheidung ist von Kovač wohl auch weniger als Fingerzeig in Richtung Zukunft zu verstehen, sondern eher als der seiner Meinung nach bester Kompromiss, um Alaba eine wohlverdiente Pause zu verschaffen.

Eine weitere Alternative wäre der vermeintlich aufgrund seiner Anlagen besser geeignete Sanches gewesen. Allerdings wollte Kovač den jungen Portugiesen, der zuletzt starke Spiele in der Zentrale gemacht hatte, wohl nicht erneut in eine neue Position zwängen. Eine verständliche Entscheidung, die sich wohl auch in der Vorbereitung gefestigt hatte.

Zur Halbzeit korrigierte Kovač und erlöste Goretzka, der trotz Schwierigkeiten keine schlechte Leistung zeigte. Dass Alaba schon zur Pause kam, war ein Eingeständnis des Trainers, das zeigt, dass er durchaus in der Lage ist auf Spielsituationen zu reagieren. Reagieren sollte aber vielleicht auch der FC Bayern auf dem Transfermarkt im Winter.

2. Ohne Staffelung kein Spielaufbau

In der ersten halben Stunde zeigte Bayern längst vergessen gehoffte Züge. Es mag auch der großen Rotation geschuldet sein, doch die Staffelung im Mittelfeld ließ zu wünschen übrig.

Allzu oft wurde der Ball einfach nur in der Viererkette von links nach rechts geschoben, wobei die Augsburger bereits störend eingriffen. Martínez verpasste es hier aus dem Deckungsschatten zu treten und sich als zusätzliche Anspielstation anzubieten.

Nach Martínez war der Abstand zur Sturmreihe dann deutlich zu groß. Sanches verpasste es, die notwendigen Wege zurück zu gehen, um sich den Ball in tieferen Zonen abzuholen, wenn ihn die Bälle vorne nicht erreichten. Müller und Robben verharrten wiederum zu lange auf der rechten Seite und waren so aus dem Spiel.

Dadurch waren Verbindungen nach vorne nur selten gegeben und nur durch Einzelaktionen wie schnelle Dribblings durch zum Beispiel Kimmich wurde der Ball durch die Zonen bewegt. Goretzka und auch Kimmich wurden zudem durch das Anlaufen der Augsburger als Anspielstation für die Viererkette benötigt und konnten nicht hochschieben, um als Verbindungsspieler zu fungieren.

3. Im Express mit Sanches und Gnabry

Das statische Spiel der Münchner in Halbzeit Eins wurde nur durch gelegentliche Tempovorstöße durch die beiden jüngsten in Bayerns Startelf durchbrochen. Sowohl der aus Hoffenheim gekommene Gnabry als auch Rückkehrer Sanches wussten hier zu überzeugen.

Kam einer der Beiden an den Ball, wurde der Ball schnell und mit relativ enger Führung in Richtung gegnerisches Tor getragen. Gerade die Tempodribblings von Sanches weckten hier Erinnerungen an seine großen Tage bei der Europameisterschaft. Wie damals konnten ihn auch mehrere Gegenspieler auf seinem Weg zum Tor nicht stoppen. Eine Art rollender D-Zug, der die gegnerische Verteidigungslinie immer wieder überrollte. Schade nur, dass er sich mangels guter Chancenverwertung nicht selbst belohnte.

Rock n’ Roll mit Renato Sanches! Der Portugiese kommt immer besser in Form.
(Foto: Christof Stache / AFP / Getty Images)

Bei dem gebürtigen Stuttgarter Gnabry ist vor allem sein dauerhafter Zug zum Tor erwähnenswert. Wie bereits letzte Saison im Kraichgau konnte er durch kurze Sprints mit Ball die Lücken der Abwehr penetrieren und durch einen schnellen Abschluss den Torwart überraschen. Dieser Ansatz bringt deutlich mehr Vertikalität ins Spiel der Münchner. Gerade Ribéry fehlt es derzeit an der nötigen Durchschlagskraft. Gnabry sucht deutlich häufiger den Abschluss, hat aber auch hin und wieder das Auge für den Mitspieler – wie beim Führungstreffer durch Arjen Robben.

Beiden Youngster würde in gewissen Situationen trotzdem noch helfen, einen prüfenden Blick nach links und rechts zu tätigen, um mitgelaufene Mitspieler noch häufiger zu finden. Doch diese Qualität kann sich auch noch mit der Zeit entwickeln. Die Anlagen wie Spritzigkeit und Durchsetzungsvermögen sind hier viel wichtiger.

4. Kovač zockt und verliert

Es war ein mutiger Ansatz, den Kovač für das Spiel unter der Woche wagte. Doch wann, wenn nicht in so einem Spiel wie diesem? Daheim, gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld und zwischen den beiden klangvollen Begegnungen auf Schalke und in Berlin.

Wohl bewusst war der Kroate das Risiko gegangen, Goretzka auf die ungewohnte Position links hinten zu stellen. Ebenso bewusst gab der ehemalige Nationaltrainer Wagner den Vorzug vor Lewandowski. Wohlwissend, dass dieser sicher etwas Eingewöhnungszeit benötigen würde. Und beim Stande von 1:0 war ihm auch bewusst, dass Thiago reinzunehmen sicherlich nicht zwingend mehr Torgefahr produziert.

Dennoch sind alle diese Entscheidungen von Kovač vor dem Hintergrund der Belastungssteuerung und der Laune des Kaders vertretbar. Bei einem Sieg bekäme der Neutrainer Lob für seine gelungene Rotation.

Nun steht der erste Punktverlust für Kovač als Bayern-Trainer – ein extrem unnötiger noch dazu. Die schwache Chancenverwertung verwehrte es dem Team, früher den Sack zuzumachen. Gegen die unbequemen Augsburger darf man zudem in den späten Minuten der Partie nicht abschalten, wie Süle im Post-Game-Interview zu Recht anmerkte.

Das Spiel heute gilt hoffentlich als Schuss vor den Bug für das Team. Trainer Kovač sollte dennoch nicht die falschen Lehren aus der Partie ziehen und seinen Mut zur Rotation beibehalten. Ansonsten birgt der aktuelle Kader, trotz seiner Dünne, ein gewisses Konfliktpotential.

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Leserkommentare
  1. Marco05

    3 Dinge die ich nicht verstehe:

    1. Müller. Seit 2-3 Spielen mehr als durchwachsen, spielt nach wie vor immer.

    2. James. Bester Mann auf Schalke. Endlich mal gespielt. Heute wieder draußen. Warum? Rythmus Fehlanzeige.

    3. Gnabry. Offensiv auffälligster Akteur. Warum nimmt man ihn wieder runter? Ribery ist aktuell keine Hilfe.

    Insgesamt fand ich die Rotation heute zuviel des guten. Vor allem das Mittelfeld hat heute nicht gepasst (siehe Müller). Das war heute in dem Ausmaß unnötig und hat Sicherheit und Rythmus gekostet. Natürlich hätte man dennoch gewinnen müssen, aber wie es nunmal so ist im Fußball…

    1. Josef

      Das ist mir zu negativ. (Allerdings eine verständliche Emotion nach dem ersten Punktverlust in der Spielzeit.)

      1a) Es ist nicht richtig, dass er immer spielt. Müller saß in Lissabon 88 Minuten auf der Bank.
      1b) Müller war anfangs (auch deshalb) gesetzt, weil James, Goretzka, Tolisso und Sanches allesamt kleine Wehwehchen hatten bzw. spät ins Training einstiegen. Dann hatte er zu Saisonstart zwei überragende Spiele, danach maximal 2 durchwachsene Spiele (gegen Leverkusen und Schalke. Wobei man auch darüber diskutieren könnte.) In dieser Konstellation kann er gar nicht weniger gesetzt sein als er es bisher ist.
      Spielt James weiter so wie zuletzt (und Thiago, Goretzka, Sanches ebenfalls), dann wird Müller in den nächsten Wochen öfter rausrotieren. Alles ganz entspannt und richtig.

      2) James war nach langem Urlaub und kleinen Wehwehchen anfangs außen vor und hat am Mittwoch (vor 7 Tagen) in Lissabon zum ersten Mal (!) von Beginn an gespielt. Dann am Samstag auf Schalke (vor 3 Tagen) wieder von Beginn an. Von Null auf 3 Spiele in 7 Tagen – das würde keinen Sinn machen.
      Bereits am Freitag (in wieder nur 3 Tagen) wird er wieder von Beginn an spielen. Dann hat er in 10 Tagen 3 x von Beginn gespielt. Sorry, aber da gibt es wirklich nicht ansatzweise einen Grund zu jammern. Im Gegenteil, wir haben es bei Pep manchmal bereut, wenn er Spieler zu schnell von Null auf Hundert gebracht hat.

      3) Zustimmung. Und doppelt schade, weil ich ihn nach der Wagner-Auswechslung auch gerne vorne drin gesehen hätte.

      1. Done

        Auch bei 3) würde ich widersprechen. Dafür, dass Müller 2cm im Abseits stand und dies auch gesehen wurde, kann er nichts. Ansonsten macht Ribery nach gutem Solo plus Doppelpass das 2:0 und damit den Sack zu und wäre der große Matchwinner.

        Es scheint mir (nicht nur hier) für manche Fans schwer verträglich, dass ausgerechnet zwei alte Säcke, die man in der persönlichen FIFA-Karriere bereits vor 5 Jahren aussortiert hätte, immer wieder zum Einsatz kommen und das rückblickend oft zurecht.
        Heute hat kein Gnabry oder Sanches getroffen… und darauf kommts nun mal an in der Endabrechnung.

      2. Marco05

        @Josef
        deiner Argumentation kann ich ein Stück weit mitgehen. Müller hätte ich dennoch rausrotiert, im Gegensatz zu Alaba der aktuell wirklich topfit ist und vielleicht auch in einem anderen Spiel eine Pause nehmen kann (ihn dann in der HZ zu bringen escheint mir auch nicht 100% logisch). Dafür Goretzka nach vorne.

        Ribery aus der 2. Reihe zu bringen, damit er nochmal die dann etwas müderen Augsburger auseinandernimmt macht theoretisch auch Sinn. Die Szene vor dem vermeintlichen Abseitstor blieb jedoch die einzig gute. Schon richtig dass das in der Regel reicht, aber die 10 (?) Ballverluste tun einfach schon beim Zusehen weh.

        In Summe bleib ich dabei: Alaba, Thiago, Lewy, Goretzka auf LAV…war eine Spur Zuviel.

        Natürlich waren es jetzt in 7 Tagen 3 Spiele, davon 2 auswärts und im Hinblick auf Berlin (auswärts) mag das alles noch erklärlich sein. Ärgerlich bleibt es dennoch.

    2. Turbo Batzi

      @Marco

      Ich weiß nicht welches Spiel Du gesehen hast, aber im Stadion war es offensichtlich, dass Robben, Müller, Kimmich auf ihrer Seite immer wieder probierten, das Spiel anzutreiben. Vor allem in Halbzeit 1 gingen von den dreien – mit Müller als Bindeglied – viele wichtige Aktionen aus, da links wie o.g. verwaist war und die Mitte mit Sanches (noch) etwas erratisch war.

      Müller wirft sich in die Zweikämpfe, fordert den Ball, setzt Robben in Szene. Klar waren hier und da ein paar Fehler dabei, aber so ist nunmal sein Spiel. Wenn ihm alles gelingt ist er Weltklasse und wenn er normal spielt, finde ich es etwas ermüdend, das stets zu hinterfragen. Gerade in solchen Spielen gegen extrem kompakt stehende Gegner, macht Müller mit seinen Aktionen in meinen Augen Sinn. Und das nicht gegebene Tor war auch sehr gnädig aus Köln.

      Was ich an der Aufstellung allerdings nicht verstanden habe ist, warum man keinem Nachwuchsspieler auf der AV Position eine Chance gegeben hat. Wäre aus meiner Sicht der optimale Zeitpunkt gewesen und viel schlechter als Goretzka hätte es wohl auch nicht enden können.

      1. Marco05

        Ich gebe dir ein Stück weit recht, nur dass die “normale” Leistung eben nicht immer bundesligatauglich ist und es dann eben Zeit ist für Alternativen. Das ist nicht neu, das stimmt, dennoch darf und muss es erwähnt werden. Viele “Aktionen” habe ich in der Tat nicht in Erinnerung, von Robben waren es da schon mehr. Insbesondere gestern kam er mir sehr mannschaftsdienlich vor (weil er keine “Angst” haben musste aus Versehen Lewandowski anzuspielen???) ;)

        Die Abseits-Entscheidung kam nach meinem Verständnis nicht aus Köln – dafür ging es viel zu schnell. Das wurde so vom Schiedsrichterteam entschieden. Allerdings kann der Assi unmöglich gesehen haben, dass Müller mit der Fußspitze 5 cm im Abseits stand. Mit dem Körper war es absolut gleiche Höhe und hätte demnach auch so gewertet werden müssen (nach menschlichem Ermessen). Dann wäre ich gespannt gewesen, ob Köln wirklich wegen der Fußspitze einschreitet…

        Im Übrigen wird die Überlegenheit in der Zusammenfassung noch deutlicher. Wagner 3 Chancen, Sanches 4 oder 5, Gnabry… Allerdings kam in HZ2 nicht mehr allzuviel, da muss man sich die Frage stellen, ob man ggf. zu früh 1-2 Gänge rausgenommen hat. Mit deinem 2:0 wäre das eher gegangen. Andererseits war das auch die wirklich einzige richtige Torchance vom FCA, die wir auch noch selbst initiiert haben. Hat jemand noch irgendwo die Szene vorm Eckball gefunden? Hab das vermeintliche Foul nicht mehr in Erinnerung.

  2. Jo

    Schon eine ungewöhnliche Aufstellung. Aber klar, drei Spiele in sieben Tagen. Wenn nicht daheim gegen Augsburg wann willst du dann rotieren.
    Wenn sich das auch eher nach einer April-Wir-sind schon-Meister-Rotation angefühlt hat. Da konnte man erwarten, dass es ein ziemliches Steinklopfen wird.
    Wenn dann nicht die ersten Chancen reingehen, der Gegner sich immer mehr aufbaut, läuft es eben oft so. Trotzdem so viele Chancen gesammelt, dass du Augsburg geruhsam abschiessen kannst. Aber was dann nach dem ersten Tor kam war doch enttäuschend, ziemlich ungeordnet, fahrig. Wenn auch Augsburg im Grunde wieder keine echte Chance hatte, hatte ich im Gegensatz zu den ersten Spielen nie das Gefühl wir hätten das Spiel wirklich unter Kontrolle.

    Am Schluss dann für mich auch eine Schiri-Frage. Warum das Tor von Ribery abseits war? Sah bei der Wiederholung,die ich gesehen habe nicht so aus. Warum vor dem Eckball von Augsburg nicht Freistoß für Martinez gegeben wurde? Keine Ahnung.
    Individuell natürlich die Abwesenden die großen Sieger. Man merkt deutlich wo was fehlt.

    Sanches mit einigen wirklich überragenden Situationen. Nur der Abschluss wird uns vmtl. noch öfter seufzen lassen.

    Gnabry wenigstens einen schönen Assist gesammelt.

    Müller und Wagner beide mit eher unglücklichen Auftritten.

    Und jetzt wissen wir wenigstens wer unser 3. Verteidiger ist.

    1. Josef

      Gerade nochmal die Szene vor dem Eckball gesehen. Das ist schon krass, dort kein Foul zu pfeifen. Man stelle sich vor, Bayern mache durch eine solche Ecke nach klarem Foul ein Siegtor gegen einen Underdog. Das Geschrei wäre groß.

    2. liza

      Lass Sanches mal ein paar Jährchen älter sein und der macht in dem Spiel 3 Scorerpunkte. Starker Auftritt von ihm – wenn es im Spielaufbau hapert, kommt das seinen Stärken paradoxerweise zu Gute.

      1. wipf1953

        Wieso “paradoxer Weise”? Sanches ist definitiv (noch?) keiner für ein gepflegtes Aufbauspiel. Wenn man ihn mit Thiago vergleicht, sind das zwei verschiedene Fußball-Spezien. Ich meine sogar, dass das Kovac’sche Tempospiel ihm ungemein hilft.

        Was er dringend lernen muss sind an sich Kleinigkeiten – Übersicht, Schulterblick … die Dinge, die einen Coman auf ein neues Level gehoben haben. Was mich bereits jetzt sehr positiv an ihm überrascht ist eine gewisse Sicherheit beim Weiterpassen, auch aus dem Tempolauf raus.

      2. liza

        Paradox, weil man meinen könnte, dass alle Spieler von einem guten Spielaufbau profitieren würden. Er beweist das Gegenteil.

  3. Klaus Koch

    Ja, die Rotation. Die hatte dem HSV am Sonntag schon eine derbe Klatsche beschert.

  4. wipf1953

    Was JO schreibt ist schon interessant, weil ich genau des Gleiche meine:

    Ich habe das Spiel in Sky in einer Kneipe gesehen. Das Ribery-Tor sah auf Sky regulär aus. In der ARD wird einem dann im wesentlichen ein Standbild präsentiert, wo der Bayernspieler im Abseits steht. Ob – und wie lange – da der Ball schon gespielt wurde blieb offen (jedenfalls war er nicht mehr am Fuß des Passgebers). Ob so etwas Abseits ist, sieht man IMHO nur “im Fluss”. Aber die – in Geld schwimmende – ARD zeigt lieber ihr Standbild ..

    So gerne ich den Sandro Wagner habe – er ist nach meinem Dafürhalten einfach noch nicht integriert. Gut, das ist Lewandowski auch oft nicht. Nur hat der dann doch pro Spiel seine ein, zwei Szenen, die Wagner einfach noch nicht hinbekommt. Auf seiner Position hat Bayern das größte “upside”.

  5. Fabian

    Fand die Aufstellung eigentlich sinnvoll – nur Thiago statt Martinez wäre gut gewesen. Bei Martinez, Sanches und Müller kann man kein geordnetes Mittelfeld erwarten. War nicht schlimm, aber auch nicht toll. Schuld am Punkteverlust ist eh die Chancenauswertung.

    Naja, so bleibt es wenigstens ein bisschen spannend.

    1. ucmy

      Ich fand die Ausstellung arrogant. Spieler wie Sanches, Gnabry, Goretzka und Co spielen ihre Stärken doch durch die Integration der im Kader Erfahreneren aus. Dafür haben sie es gut gemacht! Aber mit 4 “neuen” Spielern in der Startaufstellung ist es nicht nur zu viel rotiert, es ist ein Fehler.
      Das Ende stimmt natürlich. Die Chancen Auswertung zählt und hätte ja auch (trotzdem) zum Erfolg führen müssen. Mit dem derzeitigen Kader wird das nicht das letzte mal passiert sein. (Was zunächst auch nicht schlimm ist. ) Imho muss man die neuen behutsamer integrieren.

    2. GestrandetinBerlin

      Das war auch meine persönliche Lehre aus dem Spiel, ohne weder Thiago oder James gibt es keinen Spielaufbau.
      Wenn man nicht so einen Problem mit den Außenverteidigern hätte, müsste man in solchen Spielen echt eher Kimmich auf der 6 spielen lassen.
      Die Sache mit den Außenverteidigern finde ich aber echt krass. In meiner Naivität dachte ich, dass der Weggang von Bernat etwas positives für einen (welchen?) Nachwuchsspieler bedeuten würde. Aber so ist da jetzt schon ne Farce draus geworden.

  6. Olorin

    Heute war vielleicht etwas viel Rotation auf einmal bzw an den falschen Stellen. Alaba, Thiago und James gleichzeitig rauszurotieren war nicht so gelungen, dadurch fehlte im Mittelfeld doch einiges an Ballsicherheit, Pressingresistenz und Aufbauqualität. Von Kimmich, Alaba, Thiago und James sollten immer mindestens immer mindestens zwei, besser drei spielen. Erschwerend kam dann noch hinzu dass ohne Lewandowski auch im Sturmzentrum einiges an Ballsicherheit fehlt. Solange der hier getestete Ernstfall (nämlich der Ausfall mehrerer kombinationsstarker Spieler) eine theoretische Überlegung bleibt brauchen wir uns keine großen Sorgen zu machen.

    Goretzka als AV halte ich wirklich für eine absolute Notlösung. Soll gar nicht heißen, dass er schlecht war, aber seine Stärken kann er da nicht richtig einbringen. Er ist dann doch recht klar ein Spieler für höhere Positionen.

    Besonders hat mich das Spiel heute für Sanches und Götze gefreut. Hoffentlich können sie was mitnehmen.

  7. Stern des Südens

    Willkommen in der neuen Saison.
    Ich habe das Spiel heute nicht gesehen, war aber via Ticker über die Aufstellung schon erstaunt. “Bisschen viel auf einmal” war mein erster Gedanke zu einem ungelernten AV, das Rauslassen des stärksten MF und der Lewa-Verzicht. Aber na ja, vielleicht ein tatsächlich aufschlussreicher Test zum richtigen Zeitpunkt. Obwohl ich bei den Auswechslungen schon so ein bisschen argwöhne, dass unser Trainer jetzt mal schauen will, wie viel Vercoachen “drin ist”. Soweit dazu, wie gesagt, hab “aufm Platz” nicht gesehen.
    Vielmehr hat es mir gerade ein Boulevardgerücht angetan: Eden Hazard wäre ja wohl der absolute Brüller. Mir fällt im Moment kein Spieler ein, von dem ich mir mehr wünschen würde, dass er bei uns landet. Das würde mutmaßlich auch unsere “Perlen” James und Thiago binden. Weiß jemand mehr bzw. was spricht gegen meine Meinung?

    1. Stern des Südens

      … und dann noch Dybala, der passt schon allein wegen der Tattoo-Bruderschaft mit Süle ;-)

  8. Hittmer Otzfeld

    Hm, wieder ein Tor aus einer Konter-/Umschaltsituation – wann gibt es denn mal wieder ein herausgespieltes Tor aus einer Ballbesitzphase? Wir werden hier noch zum BVB 2.0….

    Aber im ernst: einfach die Chancen nuzten, dann geht man auch gegen “Angstgegner” Augsburg mit 3 Punkten nach Hause. Dass man durch einen Lapsus bei einen Standard (Süle stand Neuer im Weg, passiert halt irgendwann einfach mal so) mal Punkte liegen lässt, gehört im Laufe einer Saison dazu. Gnabry und Sanches (yay) überraschend stark, aber Robben und Müller unterirdisch. Besonders bei Robben darf man sich nicht vom Tor blenden lassen, es lief wieder gar nichts über rechts – die Kapazität die Kimmich in der Offensive hat, explizit sein gutes Überlaufen und seine exzellenten Flanken, verpuffen so oft mit Robben.Hätte es nicht für möglich gehalten aber Old Ribery>Old Robben.

    1. Hittmer Otzfeld

      Und zu Punkt 2:

      Mit einem effektiven LV in die Saison zu gehen, ist absolut unverwantwortlich. Entweder Friedl zurückholen oder ein Backup holen, aber Bernat am letzten Spieltag zu verkaufen war schlechtes Business.Was soll denn der Goretzka als Rechtsfuß da?

      Und eine Dreierkette mit Robben und Ribery als Außen kann ja auch zu keinem Zeitpunkt als Option gesehen werden.

      1. SammyK.

        naja, Deutschland wurde mit höwedes hinten links auch Weltmeister, jedoch mit Sicherheit besser eingespielt als Bayern zur zeit

  9. Marlene Dietrich

    Sehr schade, dass es kein Nachwuchsspieler zumindest in den Kader gschafft hat.
    Hatten die selber ein Spiel gestern, weiß jemand dazu mehr?

  10. Ju

    Für mich hat das Spiel zwei wichtige Erkenntnisse gebracht:

    1. Die Mannschaft hat offenbar wieder das Handwerkszeug, sich bei taktischer Unterlegenheit in game selbst zu helfen. Da kommt man überhaupt nicht ins Spiel, weil Augsburg eisern auf den sichtlich fremdelnden Goretzka lenkt und Kimmich wie einen Spielmacher zustellt und etwa ab der 30. Minute sieht man eine ganz klare Reaktion. Nämlich, dass man den Aufbau über den eigentlich abgeschnittenen Kimmich mit all seiner individuellen Klasse einfach durchdrückt. Das Bewegungsspiel von Robben in diesem Zusammenhang auch stark. Und die Abgeklärtheit von Süle sowieso.

    2. Martinez tut genau das, was Rudy immer unterstellt wurde: Im Deckungsschatten rumstehen und die Verantwortung anderen überlassen. Thiago ist im Moment unersetzlich, was auf der einen Seite seiner Klasse geschuldet, auf der anderen aber kaderplanerischer Wahnsinn ist. Bitter ist, dass man durch die Verletzung Rafinhas und die extreme Anspannung aufgrund der genialen Entscheidung, ihn als Backup für beide Seiten einzuplanen, jetzt nichtmal Kimmich da hin stellen kann, obwohl man es eigentlich müsste. Wie wäre es mit Martinez in die IV, Süle RV und Kimmich ins Mittelfeld?

    1. Lukas

      Ich stimme dir in der Analyse komplett zu. Über die kaderplanung mag ich jetzt nicht diskutieren, interessant finde ich den Punkt zu kimmich. Ich habe auch den Eindruck, dass er der einzige Spieler ist, der Thiago auf der 6 ersetzen könnte. Süle könnte den rv wahrscheinlich sogar problemlos spielen hat er in hoffe oft gemacht. Besonders das Lissabon Spiel hat mich jedoch daran erinnert, dass man ohne Thiago auch einfach anders agieren kann. Wenn man mit Martinez spielt, dann muss man meiner Meinung nach den ballfernen kimmaba einrücken und über Boa und Hummels direkt die 8 suchen. Das würde ein bißchen wie bei guardiola aussehen. Ich denke einfach insgesamt wäre es ansehnlicher, wenn wir Thiago nicht ersetzen sondern ohne ihn überhaupt den av und 8raum nach vorne kommen. Martinez wäre dann weniger eingebunden uns könnte im Aufbau eher der allzeitbereite gegenpresser sein…

    2. SammyK.

      auch Boateng hat in der Nationalmannschaft öfters hinten rechts gespielt

  11. wipf1953

    Was zur (nachdenklichen) Erheiterung (und weil hier soviel getippt wird):

    Ich setze hohe Beträge, dass am Ende der Saison Augsburgs Götze (i) mehr Spielminuten in der Bundesliga haben wird als sein Bruder, und (ii) mehr Tore erzielt haben wird (sowohl gegen uns als auch insgesamt).

    Nein, im Ernst. Was Friedl, F. Götze und Fein machen, nämlich den Schritt zu einem kleineren Verein, ist das Einzig Richtige. Und es ist auch eine Werbung für unseren Nachwuchs. Und eine gewisse “Watschn” an einige Besserwisser. Als unsere U19 letztes Jahr das Finale der Dt. Meisterschaft in Dortmund im Elfmeterschießen verloren hatte, hatte der “Fachmann am öffentlich-rechtlichen Mikro” doch glatt behauptet, beim BVB würden es viele in die Bundesliga schaffen, bei den Bayern keiner (!). Gestern hat der erste aus diesem Team von “Keinen” sogar gegen uns getroffen (worüber sich der dumme Tropf am Mikro wahrscheinlich gefreut hat).

  12. GS

    Also, die beruhigende Erkenntnis aus dem Spiel für uns Durchschnittsmenschen lautet: Selbst Manuel Neuer macht mal einen Fehler :-)

    Aber ernsthaft: Niko Kovac hat ziemlich viel ausprobiert – und zwar nicht in einem belanglosen Testspiel, sondern unter Wettkampfbedingungen – und hat dadurch eine Menge positiver wie negativer Erkenntnisse gewonnen.
    Beispielsweise, dass wir an Gnabry und Sanches noch viel Freude haben dürften, dass Martinez in seiner Karriere kein Aufbauspieler mehr wird, und dass Goretzka als LV noch viel Eingewöhnung bräuchte.

    Trotz aller Probleme durch die Rotation ist der Punktverlust aber vorwiegend durch miserable Chancenverwertung und das oben schon erwähnte relativ einmalige Ereigins “Torwartfehler” zustande gekommen. Hoffentlich hat Fabian Giefer nicht sein Fehlervirus auf Neuer übertragen … !?

    1. Anton

      Den ersten Satz und den letzten Satz nehme ich mal als Joke – wenn nicht, sollstest du mal versuchen, einen Ball zu fangen, wenn dich so ein Schrank wie Süle genau in der Bewegung wegblockt.
      Ein Martinez ist sicher ein guter 6er, aber eben im offensiven Bereich kein Thiago und da stimme ich dir zu – das wird er auch nicht mehr werden. Ein Goretzka ist ein klassischer 8er und als AV höchstens eine Notlösung.
      Am positivsten finde ich, dass es Kovac offenbar wirklich schafft, einen Sanches wieder in die Spur zu bringen. Er wird zwar noch etwas brauchen, aber der Junge kommt – und ist gerade mal 21. Und damit zeichnet sich für die Zukunft ein offensives Mittelfeld mit Goretzka, Sanches, Gnabry, James, Coman ab, dass es in sich hat.

      Wenn man es dann noch schafft die vorhandenen Chancen zu verwerten, sieht das schon sehr gut aus.

      Gut, vielleicht war es gestern ein wenig zuviel Rotation, aber auch ein Kovac wird seine Lehren aus so einem Spiel ziehen.

      1. GS

        “Den ersten Satz und den letzten Satz nehme ich mal als Joke”

        Scherze würde ich mir niemals erlauben *räusper* .. ;-)

        Aber im Ernst: eigentlich gilt das ungeschriebene Gesetz, wenn der Torwart rauskommt, muss er den Ball fangen oder wegfausten. Wenn das dank Getümmel nicht sicher ist, bleibt man in der Denkweise besser auf der Linie. Wäre (… Fahrradkette, ich weiß) gestern auch tatsächlich in der Situation die bessere Wahl gewesen. Hätte aber definitiv nicht zur Spielweise von Manuel Neuer gepasst.

        Nennen wir es ein Missverständnis in der Abwehr :-)
        Zum Sieg gefehlt haben ja vor allem die eigenen Tore – Chancen waren genug da …

      2. Marco05

        Für mich hat Süle da überhaupt nicht geblockt. Er hat sich ja noch “klein” gemacht als Neuer ankam. Was soll er auch machen? Zum Weglaufen war die Zeit zu knapp…

        Die Frage ist doch eher, warum kommt Neuer da raus und wenn, warum läuft er auf Süle auf? Da war doch gar kein Gegenspieler dabei, Süle hätte die Murmel also mehr als locker wegköpfen können. Und wenn der Keeper rauskommt – wurde ja schon geschrieben – muss er ihn haben. Da kann man sich nicht beschweren, dass einem Spieler “im Weg” standen sondern muss einen Weg finden, in dem kein Spieler steht.

        Kein Ding, Manuel ist sowas zuzugestehen, ohne Frage. Aber Süle auch nur eine Teilschuld zuzusprechen halte ich für absurd.

  13. Bernhard B.

    Neues vom Besserwisser: Fußball ist ein Manschaftssport. Das funktioniert aber nur, wenn sie zusammen passt. Ich finde es weder “arrogant” noch “verzockt” vom Trainer…
    Was der Augsburger Trainer aus seinen wenigen Mitteln gegen die Bayern gemacht hat, war erste Sahne. Auch als es noch 1:0 stand, war ich der Meinung, dass ein Unendschieden verdient wäre. Obwohl der FCA keine echte Torchance hatte.
    Spielaufbau durch Manu… Schon hier hätte der Trainer eingreifen müssen. Schönen Gruß an Pep…
    Es wurden in den Komentaren viele Mängel und Verbesserungen gezeigt die ich auch für richtig finde.
    Z.B. aus der “verkappten” Dreierkette, eine “richtige” und Kimmich ins DM zu bringen. Martinez in die IV, Hummels auf die sechs (Dauervorschlag von mir).
    Man kann nicht davon ausgehen, dass National- oder Weltklassespieler alles spielen können. Jeder hat Stärken und Schwächen aber das muss auch berücksichtigt werden, dies zu (…”arrogant/verzockt).
    Noch kurz zu Ribery, wenn er spielen soll, dann von Anfang an. Und dann, wenn er nicht mehr kann, auswechseln. Aber immer wenn er eingewechselt wird, wirkt er übermotiviert und will durch drei Gegenspieler.
    Die Kaderplanung für die Saison zeigte sich spätestens gestern als “arrogant und verzockt”. Irgendwie ist es immer so, dass sich Bayern auf die Winterpause freut…
    Das war das schlechteste Spiel seit langer Zeit und deshalb musste ich einfach meinen Frußt abbauen.

  14. Kurt

    Mir macht das Lesen über den FC Bayern immer weniger Spaß.

    Die “Fans” sind nur noch am Nörgeln und Rumheulen. Vor allem auf dem namentlich nicht zu erwähnenden Forum, welches sich um Marktwerte dreht, sind nur noch absolute Vollpfosten unterwegs.

    Ich bin es echt so Leid. Haben die Leute keine anderen Probleme?

    Gestern war die Chancenverwertung mies, aber man darf auch mal nicht vergessen, dass wir wieder hart beschissen wurden. Kein Abseits von Müller und das Foul an Martinez gehört natürlich gepfiffen. Dann fällt das Augsburger Tor nicht.

    1. Anton

      D –as Foul an Martinez war eindeutig. Aber auch das Abseits war eindeutig. Das Problem ist doch, dass mittlerweile schon bei Zehennagelbreite so entschieden wird.
      Und wer ist daran schuld? Die Medien! Früher – wie sich das anhört – wäre das nie gepfiffen worden. Da aber mittlerweile jede Entscheidung in gefühlten 25 Zeitlupen und Slomos aus gefühlten 30 Kameraeinstellungen seziert wird und am Schluß immer Schieds- und Linienrichter als Deppen der Nation präsentiert werden, wird eben lieber früher als gar nicht gepfiffen.
      Früher – schon wieder – hieß es: Abseits ist, wenn der Schiri pfeift. Und dann war es eben so.

      Und das Augsburger Tor war eben Pech. Ein Neuer konnte nicht damit rechnen, dass ihn sein eigener Verteidiger wegcheckt. passiert halt. Gestern bei Bremen gegen Herta hat der Verteidiger seinem Torwart den Ball aus den Händen getreten. War so auch nicht geplant.

      1. wipf1953

        Wieso gab es eigentlich beim vermeintlichen 2:0 keinen VAR? War schon abgepfiffen, bevor der Ball im Tor war? Nach meinem Empfinden nein.

      2. Olorin

        @Anton
        Ernsthaft? Jetzt werden Schiedsrichter schon für richtige Entscheidungen kritisiert?

        “Das Problem ist doch, dass mittlerweile schon bei Zehennagelbreite so entschieden wird…Früher – wie sich das anhört – wäre das nie gepfiffen worden.”
        So, man sollte also knappe Abseitssituationen also nicht pfeifen. Ab wann darf man denn pfeifen? 1 Meter? 5? 10? 30? Das wäre ja eine Katastrophe, die Abseitsregel ist die einzige Regel, die wirklich funktioniert. Eben weil sie objektiv nachweisbar ist und keine interpretierbaren Begriffe enthält. Nicht auszudenken, was los wäre, wenn wir zukünftig bei jeder Abseitsentscheidung darüber diskutieren müssten, wie weit das Abseits war.
        Dass das früher nicht gepfiffen worden wäre liegt einfach daran, dass man mit dem VAR jetz auch ein Mittel hat, um auch knappe Abseitsentscheidungen aufzudecken, das ging früher nicht. Aber es hat noch nie ein Linienrichter eine sichere Abseitssituation durchgewunken, weil sie knapp war, das wär ja bizarr.

        “Früher – schon wieder – hieß es: Abseits ist, wenn der Schiri pfeift.”
        Dann war die Aktion an Martinez auch kein Foul. Denn: Foul ist, wenn der Schiri pfeift ;) Sorry, aber “Abseits ist, wenn der Schiri pfeift” ist mit das Dümmste was ich je gehört hab.

        @Wipf
        Wie kommst du darauf, dass es keinen VAR gab? Zwischen dem Abseitspfiff und der Wiederaufnahme des Spiels verging mindestens eine halbe Minute, eher mehr. Ich wüsste nicht, was in dieser Zeit außer einer Prüfung passiert sein soll. Der VAR hat nur nicht eingegriffen, da die Entscheidung des Gespanns auf dem Platz richtig war.

      3. Marco05

        @Olorin
        Ribery hat schon beim Jubeln abgebrochen. Das war nach 3-4 Sekunden. Wenn überhaupt. Wie hätte in der Zeit der VAR einschreiten sollen???

        Zu der Schiri-Entscheidung:
        es ist ein wenig absurd, muss man zugeben. Aber das die Entscheidung “richtig” war, hat sich erst anhand des Standbildes herausgestellt. Da der Assistent weder Standbild noch Zeitlupe hat und sowohl Passgeber als auch Passempfänger im Auge behalten muss kann er UNMÖGLICH Müllers Fußsspitze als Corpus Delikti entlarvt haben.

        Dass hinterher anhand dieser Fußspitze die Entscheidung als korrekt bestätigt wurde war reines Glück für das Schiedsrichterteam. Ich bin – wie schon geschrieben – nicht sicher, ob da der VAR eingeschritten wäre. Bei der WM wäre er es SICHER nicht.

      4. Olorin

        @Marco
        Die Entscheidung auf Abseits kam nicht vom VAR, der hat sie dann nur geprüft und bestätigt. Deswegen verging einige Zeit zwischen dem Abseitspfiff und der Spielfortsetzung.
        Assistent hebt die Fahne -> Ribéry trifft -> Schiedsrichter zeigt Abseits an und lässt das vom VAR überprüfen -> VAR bestätigt die Abseitsentscheidung als korrekt -> Spiel geht weiter
        So sollte es laufen und nach meiner Beobachtung des Schiedsrichters ist es so gelaufen. Ich weiß nicht, wahrscheinlich liefen im Fernsehen während der Überprüfungsphase auch Wiederholungen, so dass man die Pause nicht klar erkennen konnte bis das Spiel weitergeführt wurde.

        Ich weiß nicht inwiefern das Glück für das SR-Team gewesen sein soll. Wäre die Entscheidung falsch gewesen hätten sie das Tor halt doch gegeben.

        “Ich bin – wie schon geschrieben – nicht sicher, ob da der VAR eingeschritten wäre.”
        Doch eigentlich schon ziemlich sicher. Timo Werner stand gestern ähnlich knapp im Abseits und da hat der VAR das Tor auch kassiert. Über die Bewertung bei Fouls und Handspielen kann man gern schimpfen, aber die Beurteilung von Abseitsentscheidungen funktioniert diese Saison sehr gut.

      5. SammyK.

        @Anton, bei allem Respekt aber bei Sky war es genau eine Kameraeinstellung und eine Zeitlupe … hab felsenfest mit dem Videoschiri gerechnet!?

      6. Anton

        Was ist denn die Abseitsregel, und warum gibt es sie. Sinn ist doch, dass sich der angereifende Spieler keinen ungerechtfertigten räumlichen Vorteil verschaffen soll. Das macht ja auch Sinn, sonst stände immer einer zwischen Mittelreis und 16er.
        Ich kritisiere auch nicht die richtige Schiedsrichterentscheidung, vor allem wenn sie bei dieser Geschwindigkeit vom Linienrichter getroffen wird.
        Darum geht es mir doch auch gar nicht.
        Aber: was ist denn gleiche Höhe? Das kann man eigentlich nur wirklich 100%ig genau feststellen, wenn beide stehen. Aber das tun sie nicht. Und wenn dann eben wie in dem Fall gerade die eine Fußspitze 5cm weiter vor ist, ist es ein klares Abseits. Und wenn man die Szeme – weil ja die Ballabgabe zählt – 3/10 sec vorher anhält, ist es vielleicht kein Abseits, weil die Fußspitze noch nicht vorne ist.
        Alles Streit um des Kaisers Bart! Eigentlich müsste es für alle Linienrichter Pflicht sein, schielen zu können – mit dem einen Auge den ballführenden fixieren und mit dem anderen den 2. Spieler – und dann auf Zehntelsekunde genau das Bild im Kopf fixieren. Aber wer kann das schon. Und deshalb hat es diese Entscheidungen mal Pro und mal Contra schon immer gegeben. Nur frühe wurde sie nicht von den diversen Kameras und Experten seziert. Entscheidung war Entscheidung – Und heute wird eben das Schiedsrichtergespann im Zweifelsfall mal kurz von den Medien zu Deppen erklärt: “Klare Fehlentscheidung! Bla,bla,bla.
        Gestern im Leipziger Spiel gab es auch so eine Szene, die natürlich völlig korrekt gepfiffen wurde, aber trotzdem Schwachsinn war.
        Gestern wurde ein Pass nach außen auf Werner gespielt, der30 m vor dem Tor ca 20 cm im Abseits war. Der läuft mit dem Ball weiter und zieht dann am 16er nach innen, wo er dann zwischen sich und dem Torwart immerhin drei Verteidiger hat. Dann schießt er zwischen zwei Verteidigern vom 16er aufs Tor – Treffer! Nein Abseits! Und wo war jetzt sein räumlicher Vorteil, wenn er bei der Ballabgabe zwar näher am Torwart war, aber gefühlte 10 sec und 50m weiter zwischen sich und dem Torwart 3 Verteidiger stehen?
        Aber war korrekt abgepfiffen.
        Welchen Vorteil hat die Fußspitze Müller verschafft? Mit Schuhgröße 39 wäre er nicht im Abseits gewesen.
        Ja ich weiß, es zählen alle Körperteile, mit denen ein Tor erzielt werden kann! Und da zählt die Fußspitze dazu. Wenn also Kopf, Oberkörper und Beine auf gleicher Höhe sind, ist es keine gleiche Höhe, weil die Fußspitze nicht auf gleicher Höhe war.
        Tut mir leid, das ist für mich Schräubchenkunde. Demnächst “schießt” einer im Lauftuell mit dem Verteidiger ein Tor – war aber keine gleiche Höhe, weil der Kopf bei der Ballabgabe weiter vorne war. Regeltechnisch alles korrekt!
        Wenn ein Müller selbst bei seiner Figur vor dem Gegenspieler zu sehen ist,, kann es keine gleiche Höhe sein. Wenn es aber nur noch die Fußspitze ist – ist es für mich albern.
        Dann kann man sich das mit der gleichen Höhe schenken. So sehe ich es halt.
        Und was das Foul an Martinez betrifft, auch das gibt es in jedem Spiel immer wieder. Hat er halt nicht gepfiffen.
        Und früher -da ist es wieder -hieß es auch, Tor, bzw Halbzeit bzw Schluß ist, wenn der Schiri pfeift. Stimmt so auch nicht mehr. Der Spruch mit dem Abseits stammt übrigens von unserem hochverehrten Kaiser- dem würde ich nie unterstellen, dass er das Dümmste gesagt hat.

      7. Olorin

        Du hast schon Recht, was den Sinn der Abseitsregel betrifft. Auch damit, dass natürlich nicht jede Abseitsstellung einen Vorteil bietet. Nur: versetz dich doch mal in die Lage des Regelmachers oder des Schiedsrichters. Willst du die Abseitsregel tatsächlich so umschreiben, dass es nur noch dann Abseits ist, wenn der Angreifer einen Vorteil daraus zieht? Man kann doch eine Regel nicht im Konjunktiv schreiben, kein Mensch weiß, wie eine Situation weitergelaufen wäre, wenn die Spieler anders gelaufen wären. Wenn man ein so wachsweiches Argument aufnimmt gibt es demnächst ellenlange Diskussionen darüber, ob der Angreifer aus seiner Abseitsposition nun einen Vorteil gezogen hat oder ob das Spiel vielleicht auch ohne diese Abseitssituation so weitergelaufen wäre. Die Abseitsregel würde zum bürokratischen Monster, bei der es nur selten objektiv richtige Entscheidungen gäbe. Das kann doch nicht im Interesse des Sports sein.
        Selbst dass in dieser Situation Müller keinen Vorteil aus seiner Abseitsposition gezogen hat würde ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, auch wenn es wahrscheinlich ist. Zwar geht es nur um wenige Zentimeter, aber Müller ist ja auch nur wenige Zentimeter vor Luthe am Ball.
        Niemand hätte dem Linienrichter einen Vorwurf gemacht, wenn er diese Abseitsposition übersehen hätte. Dem VAR hätte man natürlich schon einen Vorwurf gemacht, aber der hat ja auch die technischen Möglichkeiten, so dass man von ihm auch das Auflösen knapper Abseitssituationen erwarten muss.

        “Aber: was ist denn gleiche Höhe?”
        Gleiche Höhe ist zunächst mal ein Begriff, den es in den Regeln gar nicht gibt. Er wurde irgendwann von Journalisten als Synonym für Situationen eingeführt, die schlicht und einfach knapp kein Abseits sind. Eine regeltechnische Bewandtnis gibt es nicht.

        Dass das Zitat von Beckenbauer kommt wusste ich nicht. Allerdings tut man Beckenbauer trotz aller Verdienste für den FCB und den Fußball als Spieler und Offizieller nicht Unrecht, wenn man sagt, dass nicht jede seiner Äußerungen der Weisheit allerletzter Schluss waren.

      8. Anton

        Siehst du, Olorin,nimm dir deinen Ersten Absatz. Sinn der Abseitsregel, keiner hätte dem Linienrichter einen Vorwurf gemacht, Echtzeitentscheidung, etc – und schon bist du – ohne VAR – doch wieder bei Beckenbauers Spruch.
        Keine Wiederholung, keine kalibrierten Linien – nur Echtzeitentscheidung. Und da lag der Franz dann doch nicht so ganz falsch.
        Ein Pal Dardai hat sich mal heftigst beschwert, als der FCB in der 96.Min den Ausgleich geschossen hat. Als genau das Gleiche für seine Herta gegen Freiburg passierte, sagte er: Schluß ist wenn der Schiedsrichter pfeift.
        Und bis vor zwei Jahren war es doch so. In Dortmund schießt ein Stürmer ein Tor, dass danach auch noch auf der Stadionleinwand als Wiederholung gezeigt wurde . Jeder im Stadion konnte sehen, dass das ein klares Abseitstor war und zwar nicht knapp sondern mehr als eindeutig. Das Tor zählte trotzdem, weil es ja noch keinen Videobeweis gab. Von wegen “Abseits ist, wenn der Schiri pfeift.”

  15. Mehmet68

    Alle wichtigen Punkte habt Ihr hier im Forum schon angesprochen: Zuviel Rotation, Wagner nicht gefährlich, Sanches bemüht aber vor dem Tor überhastet, mangelnde Chancenverwertung.

    Was ich nicht verstehe: Warum versuchen gestandene Trainer – nicht nur Kovac – immer wieder, Spieler auf absurde Positionen zu rotieren? Goretzka konnte einem gestern doch nur leid tun.

    Wenn ich Alaba, Thiago, James und Lewy, draussen lasse und Goretzka auf LV stelle, müssen Abstimmung 7 harmonie und Spielfluss doch ganz zwangsläufig leiden.

    Warum versucht man nicht, positionstreuer zu rotieren? Wenn Alaba eine Pause braucht, dann z. B. 3er Kette mit Martinez, davor Kimmich als 6?
    Wenn man Thiago und James draussen lässt, nimmt man sich zuviel spielerische Klasse. Warum beide? Ein zentrales MF aus Martinez, Goretzka links, Kimmich situativ einrückend, Sanches und Müller – wie soll das funktionieren?

    Ich bin sehr gespannt, ob Kovac seine Schlüsse zieht und die Rotationsmaschine in den nächsten Wochen besser einstellt. Gestern war das ein Dämpfer mit Ansage.

    1. GS

      “Warum versuchen gestandene Trainer – nicht nur Kovac – immer wieder, Spieler auf absurde Positionen zu rotieren?”

      Nur mal so als Zwischenruf: Sowohl Alaba als auch Kimmich sind “umgelernte” Mittelfeldspieler. Insofern finde ich den Versuch überhaupt nicht absurd.

    2. wipf1953

      Wie sagte einst schon Trappatoni: “Ein Trainer ist nicht ein Idiot.” Natürlich wird Kovac sich Gedanken über eine Dreierkette gemacht haben. Aus Gründen, die wir nicht kennen, entscheidet er sich aktuell dagegen. Dafür hat er etwas anderes probiert, nämlich sehr überraschend Goretzka auf LAV. Warum nicht? Gestern war IMHO der ideale Zeitpunkt, um Veränderungen unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Hinterher ist man dann immer klüger, aber oft gewinnt man die entscheidenden Erkenntnisse dadurch, dass man erst mal in die falsche Richtung steuert.

      IMHO ist es generell keine gute Idee, Aussenverteidger “invers” aufzustellen, also etwa mit Rechtsfüßen auf links zu agieren (Folge: keine Flanken). Kovac hat das wohl für notwendig erachtet, vielleicht weil er sich bereits dazu entschieden hat, in den nächsten Wochen an der Viererkette in der Verteidigung festzuhalten. Eventuell wollte er auch nur, dass Alaba vor den englischen Wochen eine Pause bekommt.

      Goretzka soll übrigen wegen Verletzung in der Kabine geblieben sein.

  16. Kurt74

    Das Tor von Ribery war gleiche Höhe und kein Abseits, der Freistoss hätte nicht geben dürfen weil Martinez davor klar gefoult wurde. Zum allem übel steht Martinez dann Neuer im Weg der den Ball ansonsten locker gehalten hätte. Und dazu kommen noch die zig verschossenen Torchancen. Hab mich schon lange nicht mehr so über ein Spiel geärgert.
    Da braucht man Kovac wegen seiner Rotation überhaupt keine Vorwürfe zu machen. Soviel Pech wie gestern zusammen gekommen ist hätte selbst die Traumbesetzung das Spiel verkackt :(

  17. Ibiza

    letzter Absatz unter Punkt 1:
    “Zur Halbzeit korrigierte Kovač und erlöste Goretzka, der trotz Schwierigkeiten keine schlechte Leistung zeigte. Dass Alaba schon zur Pause kam, war ein Eingeständnis des Trainers, das zeigt, dass er durchaus in der Lage ist auf Spielsituationen zu reagieren. Reagieren sollte aber vielleicht auch der FC Bayern auf dem Transfermarkt im Winter.”

    prinzipiell erscheint das in der Tat der sehr naheliegend. Allerdings:

    “Rechtsverteidiger, Innenverteidiger, Linksverteidiger – für mich ist das alles dasselbe”, sagt Benjamin Pavard. “Man muss einfach verteidigen können. Ich bin auf all diesen Positionen glücklich”, fügt er hinzu.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bayern-Verantwortlichen da längst mehr wissen, wie die Chancen stehen ihn im nächsten Sommer (dann ja festgeschriebene Ablöse) zu verpflichten und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Chancen durchaus hoch stehen, denn dass ihm ein Wechsel von Stuttgart nach München leichter fallen wird als zb. einer zu Barca ist relativ naheliegend und ein gewisser Herr Reschke denke ich wird nur in höchsten Tönen von unserem FCB sprechen…

    Unter der Prämisse, dass man so ein Universal-abwehrtalent nächstes Jahr im Kader hätte, schaut das mit der Notwendigkeit weiterer Transfers auf den Außenbahnen dann wiederum vielleicht schon wieder anders aus?

  18. Osrig

    “Wenn ich Alaba, Thiago, James und Lewy, draussen lasse und Goretzka auf LV stelle, müssen Abstimmung 7 harmonie und Spielfluss doch ganz zwangsläufig leiden.”

    Genauso sieht es aus, @Mehmet68! Und das dann gegen einen Gegner, bei dem zu erwarten war, dass er hoch anläuft und am liebsten noch Neuer in Manndeckung genommen hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre!
    Diese Rotation war für mich reichlich übertrieben, und ziemlich überheblich!!
    In der 2. Pokalrunde, ok, aber nicht gegen einen Ligakonkurrenten, von dem zu erwarten war, dass er früh presst und hoch anläuft. Da braucht es neben Pressingresistenz und hoher Pass-Sicherheit schon im ersten Drittel auch Abstimmung und Fluss im Spiel nach vorn! Wie soll das zustande kommen, wenn 5-6 Spieler neu hereinrotiert wurden oder auf ungewohnter Position spielen??

    Gut, unsere Spieler können mit dem Ball umgehen, und bringen auch Spielintelligenz mit, ich fand daher den Umgang mit dem Augsburger Druck sogar recht ansprechend, bis auf den einen Konter zu Beginn des Spiels hatte Augsburg ja nicht viel zu bieten. Aber das Aufbauspiel war sowohl durch das Zentrum als auch über die Flügel oftmals zu unstrukturiert, um effektiv zu werden, unsere Chancen entsprangen ja zumeist – sicherlich begünstigt durch die hohe Positionierung des Gegners – einem schnellen vertikalen Ball oder Lauf. Dafür wiederum braucht es Spieler, denen am Ende nicht “die Luft ausgeht”, sondern überlegt abschließen können. Und Mitspieler, die mitlaufen UND sich im entscheidenden Moment etwas absetzen können, um den Ball dann auf das Tor zu bringen, sollten sie angespielt werden.
    Bei uns klappt das noch nicht so recht, was möglicher Weise an den Spielertypen liegt! Gnabry wäre der einzige Offensivspieler, dem ich das zutraue, vielleicht noch – mit Abstrichen – Ribéry und Coman. Sanches?? Der Spieler, der einen explosiven Antritt hat und dann wie ein D-Zug durch die Gegnerreihen marschiert? Der dann aber geradezu jämmerlich den Ball einfach mittig auf den Torwart zimmert oder ihn in den dritten Stock ballert? Nein, ihn halte ich dafür nicht geeignet. Klar, er muss noch lernen, und vielleicht gelingt es ihm, eine ordentliche Anzahl an Scorerpunkten zu sammeln, weil er es schafft, im richtigen Moment die Vorlage zu geben. Aber Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat er nicht, und ob er die noch entwickeln wird, daran zweifele ich sehr!

    Was mich neben der missglückten und überheblichen Rotation und der einmal mehr grottenschlechten Chancenverwertung aber noch mehr ärgert, ist die augenscheinliche Neigung, das Tempo herauszunehmen, auch wenn die Entscheidung noch nicht gefallen ist!
    Es ist keine Frage der Rotation, sondern eine Frage der Einstellung, ob ich solange Druck mache, bis das zweite Tor gefallen ist, oder ob ich mich mit dem 1:0 zufrieden gebe, obwohl noch lange zu spielen ist. Und da sehe ich Nachlässigkeiten, und DIE machen mir Sorgen!
    Wir werden hoffentlich gegen Hertha eine andere, wieder mit mehr Dynamik agierende FCB-Mannschaft sehen!

    1. rotweiss

      habe nur den zusammenschnitt gesehen und augenzeugen gehört…es mag arrogant klingen, aber gegen den FCA muss auch eine solche 1B-besetzung einfach gewinnen, zumal bei diesen Torchancen. Kovac fängt schon an, zu moderieren und zu rotieren, um die frische der einzelnen spieler aufrechtzuerhalten und die team-atmo auszubalancieren. das finde ich richtig angesichts unserer ausfälle und des Programms, das bevorsteht. die aufstellung allein ist imho fast nie der schlüssel zum verständnis eines spiels – eher die mentale Verfassung derer, die da unten stehen…

    2. Also mir ist es definitiv lieber, wenn eine solch starke Rotation denn unbedingt sein muss (darüber kann man diskutieren), dass diese in den englischen Wochen gegen Augsburg in der Liga stattfindet als im Pokal, wo jedes Spiel ein K.O.-Spiel ist und man mit etwas Pech früh in der Saison schon den ersten Wettbewerb abschreiben kann, auch wenn es ein unterklassiger Gegner ist.

      Ich fand die Rotation so schon ok, aber mir fehlte da schon ein belebendes kreatives Element, sprich Thiago oder James. Wenn Neuer und Kimmich den Spielaufbau machen müssen oder Hummels den Box-to-Box-Spieler gibt, um aus dem Pressing rauszukommen, musst du mindestens einen Thiago auf dem Feld haben. Hat Kovac ja dann per Einwechslung auch gemacht, aber Wagner dafür auszuwechseln war mir dann wieder völlig unverständlich. Schlechtes Signal an Wagner und der Zielspieler vorne fehlte dann völlig. Schade!

  19. Marlene Dietrich

    Sollte Weigl überlegen, den BVB zu verlassen, würde ich den Bayern-Oberen einen Kauf des ehemaligen 60ers sehr ans Herz legen.

    1. wohlfarth

      Was wollen wir mit einem Ergänzungsspieler von Dortmund?
      Lustigerweise hat Dortmund heute zwei Tore erzielt und anerkannt bekommen, die genauso Abseits waren (oder auch nicht), wie das Tor von Ribery.

      1. Marlene Dietrich

        Lass dich nicht von seiner bisherigen Rolle täuschen. Weigl ist ein unfassbar talentierter Sechser und wird schon noch zu seinen Minuten kommen.
        Langfristig wäre das ein guter Transfer, sofern er den BVB überhaupt verlassen wollen würde/dürfte.

      2. Kurt74

        Ist mir auch aufgefallen. Der BVB hatte gestern das Glück das uns gegen Augsburg gefehlt hat…
        Nürnberg hat sich mit offenen Visier abschlachten lassen. Spätestens nach 3 Toren sollte ich anfangen defensiver zu stehen.

  20. Holdor

    Mensch Wohlfahrt,
    Der BVB hat sieben Stück geschossen. That’s the different. Mach hier doch keinen auf Kleinkind.

  21. Ibiza

    @alle

    bin etwas verblüfft, dass hier wirklich “reihenweise” erzählt wird Müller’s Abseits wäre extrem knapp gewesen – “Fußspitze” bis zu paar cm: Ich habe sowohl die ARD als auch SKY Zusammenfassung des Spiels und bei beiden ist es EXTREM klar anhand der gezogenen Abseitslinie zu erkennen, dass Müller mit dem HINTEREN Fuß auf der Abseitslinie steht, mit dem vorderen aber fast nen halben Meter im Abseits…

    Weiß nicht recht, ob das mit links posten hier klappt, drum mal (bevor ich versuche das Ganze aufwendig mit Abseitslinie wo hochzuladen, falls es denn überhaupt noch jemand interessiert) hier die Situation ohne Abseitslinie, wo es noch ziemlich knapp in der Tat ausschaut:
    http://fs1.directupload.net/images/180925/pbpniqht.png

    1. Ibiza

      so, das hier ist der sky screenshot, den Moment des Abspiels hab ich auch gecheckt – ist frame genau korrekt:
      https://farm2.staticflickr.com/1963/30014372497_eca2222b88_o.jpg

    2. Ibiza

      ahja, und weils dann doch auch ziemlich relevant/interessant ist: Die beiden Abseitslinien von sky und der ard sind übrigens nicht diesselben (gerade jetzt nachdem den screenshot von sky habe läßt sich das dann erst so richtig klar erkennen/vergleichen, es hätte ja auch sein können, dass sie das mittlerweile sogar von der DFL geliefert bekommen deren “magische” kalibrierte Linie, die ja zumindest jetzt mit ein Jahr Verspätung immerhin im Einsatz sein soll), die von sky ist deutlich (eher doppelt so) dick eingezeichnet und minimal verschoben – daran wie klar Müller im Abseits steht ändern die beiden unterschiedlichen Abseitslinien aber kaum was…

    3. Marco05

      So leicht geht das hier nicht :P

      Also, die Abseitslinie ist erstens vom 1. Rang, super übersichtlich, aber wenn man aus Assi-Perspektive schaut, sieht das ganz anders aus. Zweitens setzt die am Fuß des Augsburgers an. Er selbst überschreitet die Linie bereits mit dem Knie. Ja das verzerrt alles, schon klar. Aber das ist ja genau der Punkt. Der Assi muss in Realgeschwindigkeit unweigerlich zu dem Schluß kommen “gleiche Höhe”. Wenn das so im Nachgang vom VAR aufgedröselt wird – wobei ich die Linie wirklich auch etwas anzweifle (es gibt nach wie vor keine “kalibrierten” Linien, der VAR hat nur mehrere Kameraperspektiven), von mir aus ok.

      Aber mir macht keiner weis, dass man das aus dem Spiel heraus genauso gesehen hat. Darum geht es zumindest mir und um nichts anderes. Ich finds auch btw gar nicht ärgerlich oder sowas, in dem Fall geht’s mirs eher ums Prinzip oder ums Verständnis.

      1. Ibiza

        sorry, die Antwort aus Versehen als neuen Kommentar gepostet eins drunter..

  22. Ibiza

    “So leicht geht das hier nicht :P ”

    damit triffste den Nagel auf den Kopf:

    Denn ja, auch das
    “Also, die Abseitslinie ist erstens vom 1. Rang, super übersichtlich, aber wenn man aus Assi-Perspektive schaut, sieht das ganz anders aus. Zweitens setzt die am Fuß des Augsburgers an. Er selbst überschreitet die Linie bereits mit dem Knie.”
    ist durchaus richtig, wenns auch bei letzterem wenn man nun die tornahe Seite (denn so fett wie sie eingezeichnet ist macht das ja durchaus gravierenden Unterschied und ich denke welche Seite der Linie denn nun der Anfang der Abseitszone ist da sind sich die “Linieneinzeichner” oft gar nicht wirklcih einig) der weißen Linie zugrunde legt wirklich um Zentimeter (denn auch hier muß ja die Perspektivkorrektur des halben Meter über dem Boden befindlichen Knies berücksichtigt werden was die Überschreitung der weißen Linie dann wieder kleiner macht als sie im 2d Bild erscheint). Und eben nicht nen guten halben Meter (aber selbst in ner optimistischen Sichtweise so 30-40cm und eben keine “paar cm”) wie Müllers tornaher Fuß…

    Dass das ganze in Realgeschwindigkeit bestenfalls Glückssache ist (bei gutem halben Meter würde ich aber zumindest die Chancen noch klar pro Linienrichter sehen dass den richtigen call macht – vielleicht so was zwischen 60/40% bis 80/20 wenn er optimal steht?) das richtig einzuschätzen – keinerlei Widerspruch! Aber gerade dafür hätte man ja VAR, dass es nicht mehr gar so viel Glückssache mehr sein soll..

    Aber ich denke, was unsere Diskussion und eben deine richtigerweise kritisierten Punkte bzgl. der Linie zeigen – es ist eben keineswegs ein triviales Thema mit der Abseitslinie und in Wirklichkeit gehts ja auch gar nicht um ne Abseitslinie: Sondern um das ganze 100% klar bis auf vielelicth paar cm Ungenauigkeit (a la goal control, da zeigen sie einem ja auch nicht von ungefähr dann auch eine 3d Animation) auflösen zu können bräuchte es eine dreidimensionale Darstellung des ganzen und eine “Abseitswand” – denn in der Realität isses ja so dass nicht nur am Boden/Fuß zählt, ob Abseits ist sondern der tornaheste Körperteil mit dem ein Tor erzielt werden kann.

    Alles in allem zeigt das wohl wie komplex in Wirklichkeit das Thema exakte Abseitseinschätzung ist und wohl auch warum bis jetzt immer noch keine vernünftige Lösung im VARraum dafür im Einsatz ist – so richtig vernünftig und akurat auf Level von goal control ist das Ganze nämlich wirklich extremst aufwendig und durch die viel komplexeren 3d Strukturen der Spieler eben auch nochmal um Welten aufwendiger als beim Thema goal control mit fix geformtem Ball in fix stehendes Tor…

    1. Ibiza

      PS: dass die Linie an sich aber nicht schlecht eingezeichnet ist erkennt man an der im Ursprungsbild ohne Linie noch sehr gut erkennbaren Rasenschattierung auf Höhe 11Meter Punkt, die im Bild mit Linie trotz Dunkelfärbung des tornahen Bereichs immer noch etwas erkennbar ist…

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