Bayern Munich's Spanish midfielder Javier Martinez (L) and Moenchengladbach's Swiss midfielder Granit Xhaka vie for the ball during the German first division Bundesliga football match Moenchengladbach vs Bayern Munich in Moenchengladbach on December 5, 2015. AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ

Problemzone Abwehr

Spätestens die Champions League Spiele gegen Juventus Turin haben gezeigt, dass die Abwehr des FC Bayern ohne gelernte Innenverteidiger funktionieren kann, aber sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Vier Gegentore in 180 Minuten zeigen die Problemzone des FC Bayern deutlich auf.

Pep Guardiola hat in der Länderspielpause bzw. in den folgenden zwei Heimspielen gegen Eintracht Frankfurt und Benfica die Chance, den Abwehrverbund neu aufzustellen. In jüngster Vergangenheit überraschte der Trainer auf der Zielgerade seiner Tätigkeit nur mit wenigen Anpassungen. Was eher untypisch zu seiner bisherigen Arbeit ist. Im Regelfall setzte er auf ein 4-1-4-1 Standardsystem, das durchweg seit der Rückrunde bis auf wenige Ausnahmen gespielt wurde. Lediglich vereinzelt kam es zu kleineren Umstellungen. Dies mag sicherlich auch den Verletzungen auf der Innenverteidigerposition geschuldet sein und dennoch nutzte Pep Guardiola in den vergangen Wochen kaum die Chance zur Umstellung. Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern, wenn Spieler wie Javi Martinez, Medhi Benatia und im verlaufe des Aprils auch Jerome Boateng wieder in die Mannschaft zurückkehren. Ob die Dreierkette dann wieder zur ernsthaften Option wird, ist zu diesem Zeitpunkt nur Spekulation. Natürlich ist ein 3-3-3-1 System mit Martinez und Boateng einfacher denkbar, als in der jetzigen Situation. Umso spannender ist an dieser Stelle, welche Rolle die drei rückkehrenden Innenverteidiger in den nächsten Wochen haben werden.

Medhi Benatia

Die 1 3/4 Jahre, die Benatia mittlerweile für den FC Bayern spielt, lassen sich wohl am abstraktesten im Begriff “unglücklich” subsumieren. Unglücklich deshalb, weil es einerseits ausdrückt, dass Benatia nicht immer seine Leistung abrufen konnte. Was zum einen an vielen aufeinanderfolgenden kleineren Muskelverletzungen lag, aber auch an inkonstanten Auftritten. War er gegen Mainz noch fast der beste Feldspieler, so folgte ein desaströser Auftritt gegen Turin. Vielleicht in einem Spiel, in dem der FC Bayern ihn am meisten gebraucht hätte. Konnte man das 1:0 von Juventus noch mit der “Gesamtsituation” der Szene begründen, verpasste Benatia beim 2:0 das taktische Foul. Er war schlichtweg zu langsam – gedanklich, aber auch körperlich. In den 45 Minuten auf dem Feld konnte Benatia nur zwei Abwehraktionen verbuchen. Zu wenig gegen einen zunächst furios aufspielenden italienischen Meister. In der Pause wurde er ausgewechselt. Guardiola vertraute lieber dem ebenfalls wackelnden Bernat. Benatia hat trotz langsamen Aufbau sein Talent nicht abrufen können.

Benatia im Zweikampf mit Cuadrado
Benatia im Zweikampf mit Cuadrado
(Bild: CHRISTOF STACHE / AFP / Getty Images)

Gleichwohl drückt sich in der Bezeichnung “unglücklich” das Potenzial von Benatia aus, da es ja impliziert, dass er besser spielen kann. In der bisherigen Saison gewann Benatia im Schnitt fast 70% seiner Zweikämpfe. In der Bundesliga sogar 71% und in der Champions League 64%. Im Aufbauspiel ist Benatia grundsolide und wenig fehleranfällig. In der aktuellen Saison hat er zusammen mit Boateng die wenigstens Ballverluste nach individuellen Fehlern und noch keinen Zweikampf bei eigenem Ballbesitz verloren. Das zeigt, welche Qualität er auf den Rasen bringen kann. Ungeachtet seines Kopfballspiels, das den Standardsituationen des FC Bayern überhaupt erst einen Hauch von Gefahr verleiht.

Gegen Turin sollte Benatia das Abwehrzentrum tragen. Dafür ist er in der jetzigen Form noch nicht bereit. Benatia kann nur funktionieren, wenn er einen Nebenmann an seiner Seite weiß, der ihn tragen kann. Der ihn bei der Positionierung und im Aufbauspiel unterstützt. Boateng kann einer dieser Spieler sein. Kimmich, das hat der Härtetest gegen Turin gezeigt, kann es auf ganz hohem Niveau (noch) nicht. Und dennoch wird Benatia weiter Einsatzzeiten sammeln. Wohl aber mehr auf nationaler, als auf internationaler Bühne. Für ihn persönlich wäre es zunächst am wichtigsten, eine möglichst lange Zeit ohne Beschwerden Fußball zu spielen und so über mehr Stabilität seine Leistung abzurufen.

Javi Martinez

Der Saisonverlauf von Martinez gleicht dem von Benatia. Spielfähigkeit und Ausfall wechseln sich ab, was daran liegt, dass der Spanier die ersten vier Spiele in dieser Saison verpasste und nun seit Ende Januar verletzungsbedingt fehlt. Aus den zunächst zwei bis vier Wochen Krankenstand wurden sechs bis acht Wochen. Zuletzt kehrte Martinez ins Mannschaftstraining zurück und dürfte für die anstehenden Aufgaben wieder eine ernsthafte Option sein.

Seine Zahlen im Abwehrzentrum lesen sich ähnlich wie die von Benatia, wobei seine Werte etwas weiter auseinander gehen. Seine Zweikampfquote liegt in der Bundesliga gute zehn Prozent unter den Werten von Benatia (61% gewonnen). Dafür sind seine Leistungen in der Champions League besser (71% gewonnen). Ähnlich lesen sich Verteidigungswerte, wie beispielsweise abgefangene Bälle, die aufgrund der sehr hoch stehenden Abwehr besonders wichtig sind. Benatia hat in der Bundesliga im Schnitt mit 2.1 die meisten Eroberungen aller Bayernspieler. Boateng und Martinez bewegen sich mit 1.5 Eroberungen auf ähnlichem Niveau. In der Champions League sind hier wiederum beide Werte fast vertauscht. Martinez (2.5) führt hier klar vor Benatia mit 1.6. Ein wirklicher Unterschied lässt sich mit Blick auf Zahlen nicht festmachen. Ein kleiner Vorteil von Martinez ist sicherlich, dass er sich bereits in einigen Top-Spielen in dieser Saison bewiesen hat. So stand er beim wichtigen Heimsieg gegen Borussia Dortmund ebenso auf dem Platz, wie beim Heimspiel gegen Arsenal. Mit 1.259 Einsatzminuten trägt er zudem einen höheren Anteil am bisherigen Saisonverlauf.

Pep Guardiola wird ihn sicherlich in den nächsten Wochen testen und überprüfen – ähnlich wie Benatia -, ob er das Abwehrzentrum der Bayern im April tragen kann. Zumindest bis Boateng wieder zurückkehrt. Martinez lebt dabei von seinem Fokus. In wichtigen Spielen fällt er nicht ab. Das hat er in seiner Debütsaison gezeigt. Aber selbst unter schwierigen Bedingungen, wie beim DFB-Pokalsieg gegen Borussia Dortmund 2014. Mit dieser Betrachtungsweise dürfte Martinez eine ernsthafte Option für das Champions-League-Viertelfinale sein. Vorausgesetzt er konnte sein Fitnesslevel während der langen Pause weitestgehend konservieren.

 BoatengBenatiaMartinezBadstuberKimmich
Zweikampfquote64%71%61%71%54%
abgefangene Bälle1.52.11.50.60.7
Klärungen2.31.71.930.4
Fouls0.910.90.40.4
gewonnene Kopfballduelle69.57%75%67.44%75%40,91%
lange Bälle7.41.61.722.9
Quelle: whoscored.com, kicker.de

Jerome Boateng

Jerome Boateng ist einer der Schlüsselspieler im System von Pep Guardiola. Spätestens in dieser Saison wird dies deutlicher denn je. Mit wechselnden Formationen und Partnern stabilisierte er in der Hinrunde die Abwehr. Darüber hinaus entwickelte er sein Aufbauspiel kontinuierlich weiter. Seine langen öffnenden Bälle machten vor allem im ersten Drittel der Spielzeit in vielen Partien der Unterschied. Nicht zuletzt gegen Borussia Dortmund als er mit zwei Torvorlagen die Partie zugunsten der Münchner drehte. In der Bundesliga brachte er pro Partie 7.4 lange Bälle an, während im Schnitt 4.4 nicht ihr Ziel fanden. Nicht ohne Grund gab es eine leichte Veränderung der Spiel- und Denkweise von Pep Guardiola. Der Mittelfeldfokus der ersten beide Jahre ist auch aufgrund des guten Aufbauspiels von Boateng verschwunden. Was früher noch zentrale Mittelfeldspieler übernahmen, können nun Abwehrspieler mit seiner oder ähnlicher Qualität ausführen. Dadurch steigt die Variabilität und Vertikalität im Spiel des FC Bayern.

Sein Ausfall im Januar erschütterte viele Fans. Bei Vielen weckte es Erinnerungen an die Vorsaison. Viele Leistungsträger waren damals in den entscheidenen Partien ausgefallen. Wider Erwarten hat sich der FC Bayern gut durch die schwere Phase gemogelt. Zwar schmolz der Vorsprung in der Liga von acht auf fünf Punkte, aber in den Pokalwettbewerben wurde jeweils die nächste Runde erreicht. Das Champions League Viertelfinale dürfte für Boateng dennoch zu früh stattfinden. Sollte der FC Bayern noch eine Runde weiter kommen, könnte der wohl wichtigste Spieler in einem möglichen Halbfinale wieder zur Verfügung stehen.

Boateng ist derzeit nur Tribünengast.(Bild: LUKAS BARTH / AFP / Getty Images)
Boateng ist derzeit nur Tribünengast.
(Bild: LUKAS BARTH / AFP / Getty Images)

Dennoch bleiben einige Fragezeichen. Boateng lebt von seiner Fitness und Körperlichkeit. Wie viel hat er davon während seines Ausfalles eingebüßt? Und wie wirkt sich das auf sein Spiel aus? Zugleich kommt Boateng in einer Phase vieler wichtiger Partien zurück. In der Bundesliga gilt es zum Teil unangenehme Auswärtsaufgaben wie Hertha BSC oder Ingolstadt zu lösen. Zu Hause warten noch Top-Spiele gegen Borussia Mönchengladbach und Schalke 04. Ein wirkliches Experimentieren und Aufbauen ist dann nur schwer möglich, zumal Borussia Dortmund selbst nicht gewillt scheint, Punkte in der Bundesliga abzugeben.

Nichtsdestotrotz dürfte Boateng nach seiner Rückkehr gesetzt sein. Die Frage wird sein, wer neben bzw. mit ihm spielen kann. Benatia hat sich mit seiner Leistung gegen Turin zunächst etwas ins Abseits gestellt. Denkbar ist es daher, dass die variable Dreier- bzw. Viererkette bestehend aus Alaba – Martinez – Boateng – Lahm wieder ihr Comeback feiern könnte. Wobei Kimmich durchaus gezeigt hat, dass er einen Platz in dieser Mannschaft verdient hat. Schlussendlich wird auch die Fitness über die Aufstellung entscheiden. Wie bereits an anderer Stelle formuliert: Pep Guardiola wird keinen Wert mehr auf Kadermanagement legen müssen. Er kann und muss die bestmögliche Aufstellung finden. Mit der Folge, dass es auch in der Abwehr Härtefälle geben kann.

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Leserkommentare
  1. Done

    Ich tu mich immer etwas schwer mit solchen Statistiken.

    Kann mir jemand erklären, was “angefangene Bälle” sind und was “Klärungen” und wie sich die beiden Begriffe von Zweikämpfen abgrenzen?

    Weiter würde mich, um diese statistischen Zahlen für mich einordnen zu können, interessieren, inwieweit defensive Verbundaktionen statistisch erfasst werden (können). Analog zur Offensive mit Torschuss, Vorlage und vorletztem Pass. Defensiv würde das bedeuten : zB. Wenn Benatia einen Ball u.a. erobert, weil der Pass auf den gegnerischen Stürmer hektisch gespielt werden musste, weil Alonso und Vidal den Mittelfeldspieler gepresst haben und Robben und Lahm eine bessere Anspielstation durch geschicktes Stellungsspiel aus dem Spiel nahmen… so wie halt ein Mannschaftsspiel funktioniert. Wer kriegt dann welche Stricherl in einer Statistik?

    1. Weiter würde mich, um diese statistischen Zahlen für mich einordnen zu können, interessieren, inwieweit defensive Verbundaktionen statistisch erfasst werden (können).

      Möglich ist das, da alle Einzelaktionen erfasst werden und man daraus einen Rückschluss auf die Spielsituation bzw. Abfolge schließen kann. Nur: Das macht noch niemand. Niemand nutzt die Rohdaten bisher auf diesem Detaillevel, um solche Erkenntnisse daraus zu ziehen, was sehr schade ist…

      Kann mir jemand erklären, was “angefangene Bälle” sind und was “Klärungen” und wie sich die beiden Begriffe von Zweikämpfen abgrenzen?

      Die offiziellen Definitionen dafür:

      Clearance (Klärung): This is a defensive action where a player kicks the ball away from his own goal with no intended recipient of the ball.

      Interception (Abgefangener Ball): This is where a player intentionally intercepts a pass by moving into the line of the intended ball.

      Tackle (Zweikampf): A tackle is defined as where a player connects with the ball in ground challenge where he successfully takes the ball away from the man in possession.

  2. Kita

    Erster Satz “Spätestens die Champions League Spiele gegen Juventus Turin haben gezeigt, dass die Abwehr des FC Bayern ohne gelernte Innenverteidiger funktionieren kann, aber sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss ist. ”

    -> Korrekt zusammengefasst. Schön dass da Benatia nicht mit reinfällt.

  3. Fänger

    Sorry für offtopic, aber…Johann Cruyff ist tot. Einer der ganz Großen….

  4. Was Benatia in München und bei den Bayern-Fans vor allem fehlt, ist Lobby … Selten habe ich bei Bayern einen Spieler erlebt, der so wenig davon hat …. Ich persönlich (und einige in meinem Umfeld auch) verstehe(n) es nicht so ganz …

    Der Miasanrot-Beitrag ist sehr sachlich, zeigt aber IMHO bei Benatia auch unterschwellig solche Tendenzen:
    “War er gegen Mainz noch fast der beste Feldspieler, so folgte ein desaströser Auftritt gegen Turin. Vielleicht in einem Spiel, in dem der FC Bayern ihn am meisten gebraucht hätte. Konnte man das 1:0 von Juventus noch mit der “Gesamtsituation” der Szene begründen, verpasste Benatia beim 2:0 das taktische Foul. Er war schlichtweg zu langsam – gedanklich, aber auch körperlich. In den 45 Minuten auf dem Feld konnte Benatia nur zwei Abwehraktionen verbuchen.”

    Gegen Mainz und übrigens auch Werder war er wirklich bärenstark. Gegen Juve sicher nicht, aber “desaströs”? Mit dieser Meinung hat wohl einer den anderen angesteckt …
    Ich frage mich z.B., warum er hier überhaupt mit dem 0:1 gegen Juve in Verbindung gebracht wird. Das war ausschließlich Alabas “Bock”. Wenn einer Manuel Neuer eine 1%ige Mitschuld anhängen will, von mir aus … ;-) Benatia damit in Verbindung zu bringen, ist nicht korrekt!
    Beim 0:2 war er einer von vier bis fünf beteiligten Spielern. Ich habe mich hier schon einmal mit ein paar Leuten geeinigt auf “die Szene schien in der Entstehung nicht wirklich brenzlig, so dass ein Bayrnspieler nach dem anderen nicht die Option “taktisches Foul” gezogen hat, bis es eben wirklich gefährlich wurde” …

    => aus Null Komma Null Schuld am 0:1 und Teilschuld beim 0:2 wird hier “war er nicht doch auch irgendwie am 0:1 Schuld?” und “alleinige Schuld beim 0:2” ….

    Übrigens waren die offiziellen Statistikwerte von Benatia in den 45 Minuten gegen Juve: 75% gewonnene Zweikämpfe und 95% Passquote … das können keine Werte einer katastrophalen Leistung sein!

    Gerne zitiere ich noch einmal aus einer SMS eines Freundes, der mit mir gegen Juve im Stadion war. Dieser meinte zum “Benatia-Bashing” wortwörtlich: “Ich versteh´s auch nicht…Für mich hat er recht stabil gespielt – obwohl rund um ihn herum Chaos war. Woran es liegt, ist mir schleierhaft.”

    Darunter würde ich auch sofort meine Unterschrift setzen … und ja, auch mir ist es schleierhaft, woran es liegt … Und manchmal möchte ich lieber nicht weiter nachdenken, warum der erste Marokkaner beim FCB so wenig Lobby hat … und ich möchte lieber keine Verdachtsmomente aussprechen, weil es mir dabei gar nicht gut geht …

    1. Darunter würde ich auch sofort meine Unterschrift setzen … und ja, auch mir ist es schleierhaft, woran es liegt … Und manchmal möchte ich lieber nicht weiter nachdenken, warum der erste Marokkaner beim FCB so wenig Lobby hat … und ich möchte lieber keine Verdachtsmomente aussprechen, weil es mir dabei gar nicht gut geht …

      Sorry, aber was du mit dem letzten Satz implizierst, ist doch großer Quatsch…

      1. Warum?
        Hast du für diese harsche Kritik eindeutige Beweise, dass es nicht so ist ….
        Bin ich mal gespannt!!

      2. Wow. Du sagst, dass Benatia keine Lobby hat, weil er Marokkaner ist, wozu es keinerlei Ansatzpunkte oder Hinweise gibt, und nun soll ich etwas beweisen?

      3. Damit hier aber keine Missverständnisse auftreten: DAS habe ich definitiv nicht dem Miasanrot-Team unterstellt … aber ich selbst bin im “Bayernfanumfeld” genau auf diese Typen gestoßen, das kann ich dir garantieren. Ich hoffe aber, dass es sich dabei eher um Ausnahmen handelt.

        Beim “gewöhnlichen Bayernfan” haben übrigens die unter Guardiola verpflichteten Spanier – selbst Thiago – auch keine besonders große Lobby. Anders ist es bei Martinez – ein Transfer aus der “Vor-Pep-Zeit”. Gefällt mir persönlich nicht, ist aber so ….

      4. Leider haben sich jetzt unsere letzten Statements überschnitten.

        In meinem “etwas intellektuelleren Umfeld” denkt man sicher nicht so über den Marokkaner Benatia. Dieses ist sogar – vor allem die Dauerkartenbesitzer – ziemlich überzeugt von ihm.
        Ich habe jedoch auch andere Kreise kennengelernt, die anders ticken … Und die sind sicher nicht die Leisesten!

      5. Wenn eine gewisse Abneigung gegenüber Benatia besteht dann hat das eher damit zu tun dass er nie nahbar war. Man hat als Fan nicht das Gefühl dass er so richtig in München angekommen ist. Wie auch? Er war ständig verletzt, hat viel Geld gekostet und wirkt etwas schläfrig wenn man ihn neben dem Platz sieht. Das alles sind doch eher Gründe warum er nicht richtig angekommen ist bzw. ankommen konnte als die Herkunft. Das halte ich auch für Quatsch.

        Gerade bei der Verletzungsanfälligkeit muss man halt schauen wie sich das jetzt entwickelt.

      6. “Wenn eine gewisse Abneigung gegenüber Benatia besteht dann hat das eher damit zu tun dass er nie nahbar war. Man hat als Fan nicht das Gefühl dass er so richtig in München angekommen ist. Wie auch? Er war ständig verletzt, hat viel Geld gekostet und wirkt etwas schläfrig wenn man ihn neben dem Platz sieht. Das alles sind doch eher Gründe warum er nicht richtig angekommen ist bzw. ankommen konnte als die Herkunft. Das halte ich auch für Quatsch.”

        Ja, stimmt: Benatia ist kein “Hansdampf in allen Gassen” wie ein Thomas Müller, kein Filou wie Franck Ribéry … Er ist eher ein zurückhaltender Typ – ähnlich wie seine IV-Kollegen Boateng und Badstuber. Was du mit “nie nahbar” beschreibst, würde ich eher mit “schüchtern” bezeichnen.
        Im Oktober habe ich einmal ein Bayerntraining gesehen. Benatia war (einmal mehr) im Aufbautraining nach Muskelverletzung. Er lief mit einem Physio seine Runden über die Säbener und hat sich mit diesem die ganze Zeit ganz ruhig unterhalten. Plötzlich hat Javi Martinez (saß mit ein paar Freunden in der Kantine) quer über den Platz geschrien: “More power, more power!” Mit einem breiten Grinsen, er hatte Spaß .. Benatia lächelte auch kurz (schüchtern) und hat weiter seine Runden gedreht ….Ein deutlicher Mentalitätsunterschied war erkennbar.

        Und jetzt eine Frage an dich persönlich: das soll der Grund dafür sein, dass Benatia keine Lobby hat? Echt???!

        Geht es nicht um die Leistungen auf dem Platz? Sieht man einen derart schüchternen Typen gleich viel kritischer?

        Wenn du “als Fan nicht das Gefühl hast, dass er so richtig in München angekommen ist,” dann sage ich dir als gebürtiger Münchner Bayernfan: bei einigen von uns ist er – auch leistungsmäßig – angekommen und willkommen, und ich persönlich brauche nicht 100% Bespaßer in meiner Mannschaft, auch wenn ich das bayerische Original Thomas Müller genial finde.
        Dass alles eine Sache des Blinkwinkels ist, beweist, dass es aber in der Stadt auch einige Fußballfans gibt, die T. Müller für arrogant halten – das sind allerdings Löwenfans! ;-)

        Neben dem Platz wirkt Benatia ungefähr so schläfrig wie Boateng und seine Verletzungsanfälligkeit hat keineswegs die Dramatik derer von Badstuber erreicht. Beide (deutschen ;-) ) Spieler sind aber durchaus aus unterschiedlichen Gründen eher als Sympathieträger zu sehen …

        Alles andere ist schon mehrfach geschrieben worden – so liegt es auch immer im Auge des Betrachters, was “Quatsch” ist ;-)

      7. Jo

        Nächste Oberschenkelverletzung von Benatia gemeldet. Das war’s wohl endgültig.
        Finis benatiae

      8. Marco05

        Es gab mal ein langes Interview in der SZ glaub ich, in dem auch Herkunft, Werdegang und Einstellung thematisiert wurden. Wenn man das liest erscheint Benatia in einem ganz anderen Licht und auch das Wort “unnahbar” kristallisiert sich als absolute Fehleinschätzung. Ist nach meinem Dafürhalten Pflichtprogramm wenn man sich über ihn unterhalten möchte.

      9. @ Marco:

        Danke für den Hinweis.
        Ich muss zugeben, dass ich mich persönlich nicht daran erinnere und ich habe im Netz auch nichts dazu gefunden. Hättest du da noch eine weitere Hilfestellung?

        Zu Benatia: Gestern sind ja wieder die wildesten Gerüchte um ihn herum kursiert. Angeblich haben sich Bayern und Juve auf einen Wechsel zur neuen Saison geeinigt. Ähnliches Prozedere wie umgekehrt bei Coman; 1 Jahr Ausleihe (2 Mio EURO) und dann Kaufoption für 22 Mio EURO … Und das soll alles am Rande eines Aufeinandertreffens eines extrem wichtigen und wegweisenden CL-Spiels passiert sein?
        Also entweder eine dreiste Ente oder die Vereinsverantwortlichen handeln extrem unverantwortlich, denn wie sollte sich ein Spieler unter diesen Vorzeichen vernünftig auf so ein Spiel vorbereiten? Ich tendiere zur “Enten-Version” … ;-)
        Zu seiner Verletzung in Marrakesch: auch da wird wieder gewaltig spekuliert. Keiner kann richtig etwas dazu sagen, aber alle schreiben …

        Mich würde es nicht wundern, wenn er zur nächsten Saison München wirklich verlassen würde. Und wenn Juve ihn verpflichten würde, hieße es, dass er außerhalb Deutschlands nach wie vor einen sehr guten Ruf genießt …

        Und bei seiner aktuellen Verletzungsgeschichte fällt mir wieder der Hybridrasen ein. Durch seine Konstitution wäre er für mich ein prädestiniertes “Laufzeitopfer” ….

        Es ist nicht so, dass ich mir nicht oft wünschen würde, dass ich mich – gewaltig – irre!!!

      10. @ Jo:

        Heute auf der FCB-HP:
        “Ohne Einsatz wird Medhi Benatia an diesem Samstagabend bleiben, wenn Marokko im Rahmen der Qualifikation für den Afrika Cup auf den Kapverdischen Inseln antritt. Wie der marokkanische Verband mitteilte, fällt der Innenverteidiger aufgrund einer Oberschenkelverletzung aus. Es bestehe aber die Hoffnung, dass er bis zum nächsten Spiel am 29. März wieder einsatzfähig sei.”

        “Finis benatiae”????

      11. Jo

        @Peter: Ja, finis benatiae.
        Zumindest beim FCB. Natürlich wird er irgendwo anders noch sein Brot verdienen können.
        Ich hoffe sogar, dass sein Ruf im Ausland nicht zu sehr gelitten hat. Es wäre schön und wichtig noch eine vernünftige Ablösesumme zu erhalten.
        Rein sportlich bin ich wohl nicht weit von deiner Meinung entfernt. Ein topfitter und eingespielter Benatia würde unser Mannschaft durchaus gut tun. Aber wie oft haben wir den denn in zwei Jahren gesehen? Wie oft werden wird den aller Voraussicht nach noch sehen?

        Wenn er jetzt das einzige Sorgenkind in der Richtung wäre könnte man ihn ja noch das eine oder andere Jahr durchschleppen und auf Besserung hoffen. Leider wimmelt es in unserem Kader aber diesbezüglich schon von solchen Wackelkandidaten.
        Und leider auch gerade auf seiner Position. Von unseren vier IV sind drei immer nur bedingt einsatzfähig.
        So kann man auf die Dauer keine Kaderplanung gestalten. Benatia ist da eben der letzte den die Hunde beißen. Martinez hat gerade erst seinen Vertrag verlängert und scheint mit Blick in die Vergangenheit vielleicht noch der valideste der drei.
        Badstuber? Klar könnte man auch rausnehmen. Eine sportliche Planung ist mit ihm nicht mehr möglich.
        Ein Badstuberabgang erscheint allerdings aus ganz offensichtlichen Gründen nicht bevorzustehen. Davon abgesehen könntest du ihn ja maximal verschenken. Eine Ablösesumme wäre da wohl keinesfalls drin.
        Für mich die einzig logische Schlussfolgerung: Benatia wird verkauft, macht einen Kaderplatz frei. Die Ablöse hilft hoffentlich eine zweite verlässliche Säule für unsere IV neben Boateng zu verpflichten.

        Noch zu der aktuellen (der zehnten??) Verletzung: Mag sein, dass die vielleicht gar nicht so schlimm ist. Aber erwarte ich das, hoffe ich das? Mit Blick auf die Vergangenheit (die des Vereins und die Benatias), eindeutig nein. Und wenn, sitzt er erst mal in der Götze-Falle. Er ist vielleicht dann so halbwegs fit, wenn jetzt innerhalb von acht Wochen fast nur noch Endspiele anstehen. Wie viele Einsätze sind dann für einen gerade so spielfähigen Spieler noch drin? Ich denke wir werden ihn in dieser Saison, wie auch immer, nur noch sehr selten auf dem Rasen sehen.

      12. @ Jo:

        Und wenn Benatia am Dienstag, 29.03., wirklich wieder für Marokko spielt und verletzungsfrei zurückkommt?

        Und vielleicht löst sich das gaanz große Verletzungsproblem der Bayern auch im Sommer, wenn der Haupttrainingsplatz wieder einen Naturrasenplatz bekommt und der Hybridrasen entsorgt wird …
        https://petersgradmesser.wordpress.com/2016/02/01/der-hybridrasen-schuld-an-der-verletzungsmisere-des-fc-bayern/

        Ich denke, dass diesbezüglich im Sommer noch eine Bombe platzt ….

      13. Marco05

        @Peter
        Ich habs am Rechner im Büro abgespeichert. Bin mir nicht ganz sicher aber es könnte das hier gewesen sein:

        http://www.merkur.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-medhi-benatia-merkur-interview-der-fussball-mich-gerettet-5361202.html

        Die aktuelle Verletzung scheint wohl eher nix weiter zu sein. Der Hype ist vermutlich übertrieben.

        In dem Interview wird auch darauf angespielt dass er ein Wunschtransfer von Pep war. Einen Verkauf hielte ich für einen groben Fehler. Ich sehe ihn neben Boa als Stamm-IV. Weiß nur nicht wie das Ancelotti sieht…

      14. Marco05

        @Peter
        ich habe es auf dem Rechner im Büro abgespeichert. Bin mir nicht sicher, aber ich denke es ist das hier:

        http://www.merkur.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-medhi-benatia-merkur-interview-der-fussball-mich-gerettet-5361202.html

      15. Marco05

        @Peter
        da das mit Links hier offenbar nicht funktioniert:
        Suche: Mehdi+Benatia+Interview -> Merkur war es (denke ich). Finde ich wie gesagt durchaus aufschlussreich.

      16. Danke Marco!

        Meinst du das hier? =>

        http://www.merkur.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-medhi-benatia-merkur-interview-der-fussball-mich-gerettet-5361202.html

        Ja, ein sehr gutes (aufschlussreiches) und auch sympathisches Interview!

        Übrigens eine sehr interessante Passage aus dem Interview: “Sie gelten neben Thiago als ein Spieler, den Guardiola unbedingt wollte!!….” Meine nur, weil jetzt so viele genau das Gegenteil behaupten!

        Und:
        “Können Sie denn schon „Mia san mia“ sagen?”

        (wie aus der Pistole geschossen) “Mia san mia. Ich finde, das ist ein schönes Motiv. Außenstehende behaupten vielleicht, das sei arrogant. Aber ich habe mir das erklären lassen und finde: Wenn du hier bei Bayern bist, musst du das auch aussprechen dürfen.”

        => Geil, da können sich einige “Bayernfans” eine Scheibe davon abschneiden! ;-)

      17. @ Marco:

        Danke! Ich habs gelesen! Großartig!

        Und als ich es hier kommentiert posten wollte, ist es verschwunden ))-:

      18. @ Marco:

        Wirklich ein ganz tolles sympathisches Interview: Münchner Merkur vom 20.08.2015.

        Übrigens taucht da von Interviewerseite auch auf, dass Benatia ein Wunschspieler von Guardiola war!!! Und was sollte das über seine fußballerischen Fähigkeiten aussagen? ;-)

        Klasse auch seine Antwort auf das “mia san mia” Verständnis! Davon könnten sich sehr sehr viele Bayernfans eine Rolle abschneiden …

      19. Marco05

        @Peter
        ja ging mir auch so. Habs zweimal gepostet mit Link – einfach weg. Finde ich suboptimal, dass nichtmal ein Hinweis kommt.

      20. Es war da, aber Linkkommentare haben eine gute Wahrscheinlichkeit im Spam zu landen & wir haben alle etwas die Osterfeiertage genossen. ;)

        Frohen Ostermontag euch!

      21. Passt – jetzt ist es ein paar Mal da! ;-) ;-)

        Ist wirklich lesenswert! Und vielleicht überdenken auch einige ihre Meinung zu Benatia, wenn sie dieses Interview lesen!

        Frohe Rest-Ostern! ;-)

  5. Friedrich

    Wieso wird denn Kimmich in der Analyse berücksichtigt und Alaba nicht?

  6. Osrig

    @Peter: Ja, woran kann es liegen, dass Benatia so wenig Anerkennung aus Fan-Kreisen erfährt?
    Ich denke, die Gründe sind vielschichtig! Mal abgesehen davon, dass ein Abwehrspieler nur einmal patzen muss, um den Eindruck eines ansonsten gutes Spiel zunichte zu machen, so spielt Benatia auch insgesamt recht unspektakulär. Im Vergleich zu dem Marokkaner wirkt Martinez deutlich präsenter auf dem Platz, auch souveräner, obwohl die oben aufgeführten Leistungsdaten ja keinen großen Unterschied zeigen.
    Das Problem von Benatia ist meines Erachtens aber die Tatsache, dass er häufig wegen muskulärer Probleme teilsweise länger ausfiel, mit seinem “Comeback” in den Spielen einige Wackler und Unsicherheiten hatte, was nach längerer Verletzung nur natürlich ist, trotzdem aber einen dann unter dem Strich erstmal negativen Eindruck erweckt. Für sich allein wäre es gar nicht so schlimm, würde Benatia dann nicht auch noch vom “Götze-Gesetz” betroffen sein: Damit meine ich die Auffälligkeit, dass sich bei vielen Fans die Abneigung gegen einen Spieler umgekehrt proportional zu dessen Einsatzminuten entwickelt, wenn gleichzeitig die Erwartungshaltung größergleich der Höhe der Ablösesumme ist.
    Benatia wurde ja bei seiner Ankunft bei unserem FCB geradezu als zweiter Boateng gesehen, war für einen Abwehrspieler ja reichlich kostspielig und hat bisher nur wenig Spielminuten sammeln können. Kein Wunder also, dass viele Fans mit ihm nicht warm werden können, er deshalb keine Lobby aufbauen konnte. Was wiederum bedeutet, je mehr Spiele Benatia macht – in denen er seine zweifelsohne gegebene Klasse auch zeigen kann – umso mehr werden die Leute zu ihm halten. Entscheidende Varable ist also meines Erachtens die Einsatzzeit! Übrigens gilt gleiches in vielleicht noch eklatanterer Form für Mario Götze – bei ihm hoffe ich auch, dass die Abneigungen gegen ihn sinken wird, je mehr Spiele er für uns machen wird. Weil er in diesen Spielen eben auch seine besondere Klasse mehr und mehr unter Beweis stellen kann.
    Dann wird bei beiden die Lobby auch besser!

    1. Alex

      Schöner Beitrag, Osrig. So eine konstruktive Einstellung würde ich mir von mehr Fans wünschen.

      Es ist ja mittlerweile schon ein Gemeinplatz, aber unter Ancelotti werden wir in dieser Hinsicht, zumindest für einige Spieler, auch wieder mehr Konstanz erwarten dürfen. Das wird der Mannschaft sicher gut tun.

      1. Tipic

        Glaubst du wirklich, dass Götze und Benatia, so sie denn bleiben, unter Ancelotti mehr Einsatzzeiten bekommen?
        Ich traue ihnen nicht unbedingt zu, Stammspieler zu werden, weil es im Kader auf ihrer Position jeweils bessere gibt. Und Ancelotti ist nicht bekannt dafür, viel zu rotieren.

    2. Marco05

      Die Gründe mögen vielschichtig sein, rational sind sie jedenfalls nicht. Allein, dass Benatia beim besagten 0:2 von Turin fast schlechter wegkommt als Alaba sagt schon einiges. Der Rest der Leistung wird dann gnadenlos ignoriert. Für die Verletzungen kann er nichts, Badstuber ist ja noch öfter verletzt…

      Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was die Gründe sind. Ich halte ihn jedenfalls für einen der stärksten Zweikämpfer auf der Position (Statistiken zeigen zumindest nicht das Gegenteil). Außerdem ist er wahnsinnig kopfballstark, vorne wie hinten. Am Anfang hieß es er wäre übelst langsam, was natürlich auch nicht stimmt und wenn überhaupt der damals mangelnden Fitness geschuldet war. Unterm Strich stellt es sich für mich so dar, dass er nicht korrekt nach Leistung bewertet wird und bei Fehlern überdurchschnittlich kritisiert. Da ich nicht mit einer (langfristigen) Rückkehr von Badstuber rechne, hoffe ich, dass er sich bei Ancelotti neben Boa als IV No2 etabliert (Martinez sehe ich nach wie vor auf der (Doppel)Sechs mit Vidal oder Kimmich dann ab nächstem Jahr).

    3. @ Osrig + Marco:

      Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass ich hier abgewatscht werde – und bin jetzt sehr froh, dass auch solche Sichtweisen wie von euch beiden kommen … (äh, danke! ;-) )

      Ich persönlich halte Benatia für eine absolute Granate, aber das kann er definitiv nur beweisen, wenn er über einen längeren Zeitraum unverletzt bleibt und dann auch spielen kann bzw. darf.

      Beim letzten CL-Vorrunden-Heimspiel gegen Piräus wurde er eingewechselt, als Badstuber vorher wegen seiner Notbremse vom Platz gestellt worden war. Der Unterschied zwischen den beiden in jenem Spiel war fast schon brutal für den Holger – eher ein Zwei- als ein Einklassen-Unterschied. Natürlich muss man Badstuber zugute halten, dass er zu dem Zeitpunkt nach wiederholter langer Verletzungspause noch nicht in Form war …
      Aber ich möchte mir aus Benatias Sicht lieber nicht vorstellen, wenn es umgekehrt gewesen wäre. Mit Holger B. hat man Geduld, sehr viel Verständnis für seine ganzen Verletzungssituationen … das krasse Gegenteil zu Benatia.

      Nicht dass mich irgendeiner falsch versteht, dass ich die Comebackqualitäten des Holger B. nicht absolut zu schätzen weiß. Aber diese unfassbar unterschiedliche Betrachtungsweise der eigenen Fans gefällt mir gar nicht!

      1. Pep

        Benatia ist ein super Innenverteidiger. Zweikampstark, Kopfballstark , aber er passt überhaupt nicht zu Peps System.. Pep braucht einen zweiten Boa,pressingresistent, mega stark im Aufbau und super schnell. Es macht halt überhaupt keinen Sinn einen Konzepttrainer wie Pep zu holen und dann aber die Kaderplanung nicht am Konzept auszurichten. Da können Pep, Götze und Benatia nichts dafür, sie sind nur die Leidtragenden. Es ist ein Riesenfehler vom Verein gewesen (Götze statt Neymar (ja er wäre wohl wegen Pep gekommen unglaublich und dann Götze vorziehen, unfassbar…Kroos verkaufen, Benatia holen, keine RA…) aber der Fehler wird jetzt ja korrigiert mit Ancelotti kommt der ideale Bayerntrainer einer der die Experten im Verein mitentscheiden lässt. Einer der kein festes System hat sondern schaut was bei dem Verein, bei dem er gerade ist am besten passt

      2. Bazi78

        @Pep

        Der FC Bayern hätte niemals ca.80-100 Mio Ablöse für Neymar gezahlt. Beim Wechsel von Kevin De Bruyne (75 Mio) ist man auch ausgestiegen. Solche hohen Ablösesummen könnte es nur geben, wenn der sportliche Erfolg mal länger ausbleiben sollte.

  7. Marco05

    Das sich Verletzungspausen fast grundsätzlich bei uns im Vergleich zur Erstprognose verdoppeln oder noch mehr, ist leider die Regel geworden in den letzten Jahren (wie jetzt bei Martinez). Vlt. sollte man die Erstprognosen etwas weiter formulieren um nicht falsche Hoffnungen zu wecken. Für mich ist es fraglich, ob Martinez im 1/4-Finale schon soweit ist, dass er eingreifen kann und weiterhilft. Er hat zwar in der Vergangenheit schon gezeigt, dass er unmittelbar bei Rückkehr gute Leistungen abrufen kann, dennoch würde ich wohl eher auf das aktuell etablierte Duo Kimmich/Alaba bzw. Kimmich/Benatia und Alaba auf AV setzen.

    Für Boateng dürfte mMn auch das etwaige Halbfinale zu früh kommen. Den sehe ich erst im Mai wieder eingreifen. Wie intensiv bleibt abzuwarten. Zumal ich es sehe wie @Peter: Boateng hat bisher nicht seine beste Saison gespielt. Teilweise erinnerte er wieder an den vergessen geglaubten Bruder Leichtfuß, indem er einige Bälle relativ unnötig verdaddelt hat und auch nicht mehr so oft in entscheidenden Augenblicken klären konnte wie noch in den Jahren zuvor. Natürlich ist das Kritik auf verdammt hohem Niveau aber gerade bei ihm ist der Fokus aufs Spiel verdammt wichtig, sonst kehrt wieder der Schlendrian ein. In den großen Spielen hat er es jedoch konstant bewiesen, dass er es kann.

    Noch eine Anmerkung, die vlt. kleinkariert daherkommt, aber da ihr eure Artikel stets auf sehr hohem Niveau schreibt erlaube ich mir das mal: “Seine Zweikampfquote liegt in der Bundesliga gute zehn Prozent unter den Werten von Benatia”. Korrekt wäre “zehn Prozent_punkte_”. Berufskrankheit, sorry ;)

  8. Mika

    Benatia hat es schon wieder erwischt. Oberschenkelverletzung. Sehr schade. Finde ihn gar nicht schlecht als Nebenmann von Boateng. Gute, aggressive Zweikampfführung hat mir immer getaugt an ihm – auch wenn die weichen Buli Schiris auch oft abgepfiffen haben. ;-)

    Bei dem Verletzungspech kann man ihn aber auch getrost abgeben, wenn es Interessenten gibt, und das Geld in einen Ersatz investieren. Aber freilich ist es schwer, n gescheiten Ersatz zu finden.

    Bin zudem auf Tah gespannt! Super Entwicklung. Herr Reschke, bitte im Auge behalten.

    1. 45 Minuten gegen England haben ja gezeigt, was von Jonathan Tah zu halten ist, oder? Muss man hier wirklich einen Gruenschnabel mit einem international erfahrenen Verteidiger vergleichen??

      Wer Tah empfiehlt, will die Klinsmann-Phase zurück. Den müsste man 2 Jahre lang in der Bundesliga seine Fehler machen und Gegentore passieren lassen, damit er Benatias Niveau erreichen kann …

      Und die Betonung liegt auf “kann”!

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