WM 2026: Tag 15 im Blog – DFB-Team bekommt wohl noch eine letzte Chance – Analysen und News zur Weltmeisterschaft
Die WM 2026 in Nordamerika befindet sich im Finale der Gruppenphase. Erstmals spielen 48 Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei: 17 Spieler des FC Bayern München.
Das DFB-Team verliert gegen Ecuador, hat aber womöglich noch eine Chance auf seiner Rhythmussuche. Im Sechzehntelfinale gibt es derweil schon die ersten hochklassigen Paarungen.
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Miasanrot begleitet die WM 2026 nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich einen Überblick verschaffen soll. Das Format schaut vor allem auf den vergangenen Tag und blickt zudem auf die wichtigsten Ereignisse des bevorstehenden Tages.
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WM 2026: Was ist passiert?
Ecuador 2:1 Deutschland
- 0:1 Leroy Sané (2.)
- 1:1 Nilson Angulo (9.)
- 2:1 Gonzalo Plata (77.)
Das Spiel in aller Kürze: Pavlovićs Bein ist der einzige Teil im deutschen Spiel, der von Beginn an Spannung hat. Beim Foul oder Nicht-Foul mit Vorarbeit für Sané – und dann geht es dahin. Deutschland testet Fünferkette und tief verteidigen, die Bewegungen sehen aber eher nach Seepferdchen im Schwimmbad aus. Ecuador macht’s gut. Viel Physis, gutes Herausschieben. Und sie machen diesmal die Tore. Nagelsmann wechselt sein Team später endgültig in den Feierabend und scheint die Niederlage zu akzeptieren. Ecuador ist dieser emotionale Sieg zu gönnen. Fußballerisch dennoch sehr zäh.
Miasanrot-Note: 4
Curaçao 0:2 Elfenbeinküste
- 0:1 Nicolas Pépé (7.)
- 0:2 Nicolas Pépé (64.)
Das Spiel in aller Kürze: Curaçao will, kann aber nicht. Elfenbeinküste trifft früh und will dann nicht so wirklich. Ein in der Anlage einseitiges Spiel, in dem Curaçao zwar seine Umschaltsituationen hat, daraus aber nicht wirklich viel machen kann. Die zweite Halbzeit verläuft ähnlich, aber diesmal hat der Außenseiter bessere Chancen, wenn auch nur marginal. Insgesamt dennoch ein verdienter Sieg für eine Elfenbeinküste im Energiesparmodus.
Miasanrot-Note: 4
Tunesien 1:3 Niederlande
- 0:1 Ellyes Skhiri (3., Eigentor)
- 0:2 Brian Brobbey (7.)
- 1:2 Hazem Mastouri (54.)
- 1:3 Jan Paul van Hecke (62.)
Das Spiel in aller Kürze: Ab durch die van Hecke! Die Niederländer spielen auch gegen Tunesien größtenteils dominant. Angriffe über die Halbräume und Standardsituationen ebnen den Weg in die K.-o.-Phase ohne Niederlage. Tunesien ist auch im letzten Spiel nahezu chancenlos und so ist es ein Spiel auf ein Tor, in dem zumindest Oranje zu überzeugen weiß.
Miasanrot-Note: 3,5
Japan 1:1 Schweden
- 1:0 Daizen Maeda (56.)
- 1:1 Anthony Elanga (62.)
Das Spiel in aller Kürze: Weiß man vorher, wie das Spiel läuft, kann man auch direkt zur zweiten Halbzeit einschalten. Oder, um die ersten 45 Minuten auf Schwedisch zu beschreiben: Ödeborg. Dann aber fängt Japan nach dem zweiten Durchgang an zu zocken. Nicht nur das 1:0 ist sehenswert, auch einige Spielzüge drumherum. Sehenswert aber auch die Reaktion der Schweden – eröffnet durch ein Traumtor von Elanga. In der Folge drücken die Skandinavier auf den Sieg. Gute zweite 45 Minuten beider Teams, aber trotzdem nicht mit Highlights im Überfluss.
Miasanrot-Note: 3,5
Türkei 3:2 USA
- 0:1 Auston Trusty (3.)
- 1:1 Arda Güler (10.)
- 2:1 Baris Alper Yilmaz (31.)
- 2:2 Sebastian Berhalter (49.)
- 3:2 Kaan Ayhan (90.+8)
Das Spiel in aller Kürze: Die Türken machen es diesmal genau andersherum als in den vergangenen Spielen: Wenige Abschlüsse, aber dafür hohe Abschlussqualität. Die USA wirken etwas druckvoller, strukturierter und gefährlicher, aber die Türken machen die Tore in den richtigen Augenblicken. Ein unterhaltsames Spiel, in dem es hin und her geht. Auch wenn gerade in den letzten Aktionen oft zu viel Ungenauigkeit drin ist.
Miasanrot-Note: 3
Paraguay 0:0 Australien
Das Spiel in aller Kürze: Null Tore. Null Unterhaltung. Null Tempo. Könnte bei Schlafproblemen helfen.
Miasanrot-Note: 5
WM 2026 in der Analyse: Dinge, die auffielen
Deutschland: Dieses Team ist noch nicht fertig
Die deutsche Arroganz ist ein Stück weit zurück. Und damit ist nicht mal zwingend die Mannschaft gemeint. Sicherlich könnte man dem DFB-Team auch Arroganz unterstellen, wenn man sieht, wie leichtfertig sie ihre Angriffe verzockt haben. Aber wer weiß schon, ob das wirklich Überheblichkeit ist oder einfach nur ein Resultat der Ausgangslage? Herausfinden werden wir es nicht.
Schaut man sich aber die Reaktionen in den sozialen Netzwerken an, dann wird deutlich, dass viele Menschen nur zwei Spiele von diesem Ecuador gesehen haben – und selbst die vermutlich maximal in den Highlights, eher nur in der Statistik-App. Und mit Statistik-App ist dann eine App gemeint, die nur das Ergebnis und vielleicht noch den Ballbesitz und die Anzahl der Schüsse anzeigt.
Vor der WM galt Ecuador zu Recht als eine Art Dark Horse. Sicherlich das darkeste Dark Horse das man auf dem Markt finden konnte, aber ein Team, das in Europa schon deshalb massiv unterschätzt wird, weil sie nicht Argentinien oder Brasilien heißen. Die vermeintlich großen Nationen können den schlechtesten Fußball spielen und in Deutschland werden sich Expert*innen finden, die ihnen ein abgezocktes Spiel unterstellen.
Nationen wie Ecuador können in 18 harten WM-Quali-Spielen in Südamerika nur fünf Gegentore kassieren und werden behandelt, als würde die deutsche Nationalmannschaft auf die Paulaner Traditionself treffen. Wenn man dann anspricht, wie gut diese Ecuadorianer im Verteidigen sind, dann wird das schnell abgewunken. Hätte man die anderen beiden Spiele in voller Länge verfolgt, hätte man auch festgestellt, dass Ecuador eher an sich selbst scheiterte als an den Gegnern. Das waren gute Leistungen mit Unvermögen im Abschluss.
Für Ecuador könnte das Turnier jetzt so richtig losgehen. Denn theoretisch müssen sie aus dem Spiel heraus keine Tore mehr erzielen. Verteidigen können sie wie kaum eine zweite Mannschaft. Oder etwas augenzwinkernd: Noch fünf Elfmeterschießen zum Titel.
Die K.-o.-Phase wird eine andere Nummer
Bei der Elfenbeinküste waren viele hierzulande ähnlich arrogant. Da war der Sieg weniger wert, weil es ja nur die Afrikaner sind. Deutschland sollte ins Besondere nach den letzten Jahren seine arrogante Haltung mal ablegen und diesen sehr starken Fußballmannschaften Respekt zollen. Und das betrifft indirekt dann auch die Bewertung der eigenen Nationalmannschaft, die in einer sehr schwierigen Gruppe auf dem ersten Platz weitergekommen ist. Gegen zwei Teams, die exakt das verkörpern, womit das DFB-Team in den letzten Jahren besonders Probleme hatte: Physis, Verteidigungskunst und schnelle Umschaltspieler.
Der DFB hat sich mit seinem Verhalten und seinen Handlungen selbst eingebrockt, dass Häme und Gehässigkeit oft an der Tagesordnung sind, wenn es nicht läuft. Fair enough. Aber wenn wir die Gruppenphase sportlich bewerten, bleibt festzuhalten, dass es Licht und Schatten gab. Womöglich sogar etwas mehr Licht, als viele vor dem Turnier gedacht hätten.
Im letzten Spiel gegen Ecuador, das steht außer Frage, war die Leistung der Deutschen schlecht. Das wiederum hat die Probleme, die das Team ohnehin schon hat, nochmal potenziert. Die Form einzelner Säulen wie Aleksandar Pavlović, Florian Wirtz und Jamal Musiala passt nicht. So wird es auch in der K.-o.-Phase schwer, obwohl viele Anlagen zuletzt gut waren.
Dieses Team ist noch nicht fertig. Und dieser Satz hat zwei Bedeutungen. Erstens wirkt die Zusammenstellung der Mannschaft unfertig. Klare Probleme können entweder aus Mangel an Form oder aus Mangel an hochklassigem Personal nicht adressiert werden. Die zweite Bedeutung meint, dass diese Mannschaft in diesem Turnier noch nicht fertig ist.
Die K.-o.-Phase wird anders, ab dem Achtelfinale würden voraussichtlich Teams warten, die selbst nicht nur verteidigen. Das liegt dem DFB-Team mehr. Und Deutschland ist vom Aus im Sechzehntelfinale bis zu einem überraschenden Run weiterhin alles zuzutrauen. Aber wichtig wird es sein, dieses dritte Spiel nicht als Anomalie zu betrachten. Dafür waren viele Probleme zu bekannt und zu strukturell.
Deutschland wohl gegen Paraguay: Letzte Chance zum Einspielen oder weitere Enttäuschung
Im Sechzehntelfinale trifft Deutschland höchstwahrscheinlich auf Paraguay. Fragt nicht nach den Raketenwissenschaften hinter all dem, aber es wird derzeit so berichtet. Es gibt wohl Mini-Chancen, dass Schottland oder Schweden der Gegner werden, aber die wären verschwindend klein, heißt es. Also dann.
Die Ecuador-Niederlage gilt es jetzt schnellstmöglich abzuschütteln. Und Paraguay ist vielleicht die optimale Gelegenheit, um doch noch eine letzte Chance darauf zu bekommen, sich Selbstbewusstsein für ein mögliches Achtelfinale gegen Norwegen oder Frankreich zu holen. Denn die Südamerikaner sind in einer der schwächsten Gruppen mit vier Punkten weitergekommen, indem sie gegen die Türkei sehr viel Glück hatten und sich gegen ein biederes Australien zum 0:0 … ja, was eigentlich? Schlichen? Schnarchten?
Paraguay hat bisher nichts angeboten, was sie auch nur in die Nähe der Qualität bringen würde, die die Elfenbeinküste oder Ecuador gegen Deutschland nachgewiesen haben. Gegen die USA gab es eine hochverdiente 1:4-Niederlage zum Auftakt. Natürlich ist Fußball manchmal sehr eigen, wie vor allem der 1:0-Sieg gegen die Türkei zeigt, bei dem sie laut Fotmob aus nur 22 Prozent Ballbesitz, 96 erfolgreichen Pässen (54 Prozent), 0,32 xG und sieben Abschlüssen das entscheidende Tor machen konnten, während die Türken mit 32 Abschlüssen und über zwei xG verzweifelten.
Gerade nach dem 1:2 gegen Ecuador und den letzten Weltmeisterschaften sollte man in Deutschland etwas geerdet an die Sache herangehen. Klar ist aber auch, dass das eine Pflichtaufgabe wäre. Ein Aus gegen Paraguay wäre nicht minder enttäuschend als die letzten beiden Weltmeisterschaften. Doch auch ein Idealszenario im Rahmen des Turnierbaums könnte winken: Gelingt sogar ein einigermaßen deutlicher Sieg, wäre das letzte Gruppenspiel nicht nur vergessen, sondern auch die eigentliche Mission des Donnerstagabends nachgeholt: Selbstvertrauen tanken. Dazu muss es aber erstmal kommen.
MSR446: Bayern-Brille und Deutschlands Statementsieg bei der WM 2026
Brasilien vs. Japan: Es winkt direkt ein Highlightspiel in der K.-o.-Phase
Wozu es auf jeden Fall kommt: Am Montagabend um 19 Uhr deutscher Zeit dürfen wir uns auf ein vermutlich sehr unterhaltsames Fußballspiel freuen. Brasilien trifft dort auf Japan. Die Brasilianer mit ihrem effizienten und teils konservativen „Jogo Carletto“ treffen auf sehr spielstarke, quirlige und unangenehm zu bespielende Japaner.
Beide haben in der Gruppenphase gezeigt, wozu sie fähig sind, aber beide boten auch Raum für Zweifel. Japans Leistungen gegen die Niederlande und Schweden hatten Höhen und Tiefen. Gegen Schweden hatten sie lange alles unter Kontrolle, zogen im richtigen Augenblick das Tempo an und gingen in Führung. Dann aber ließ man die Skandinavier plötzlich durch Passivität wieder ins Spiel.
Japan ist eine Blackbox in diesem Turnier. Galten sie zuvor als einer der großen nicht mehr so geheimen Geheimfavoriten, scheinen sie aktuell den Rucksack des Wissens mit sich herumzutragen. Denn sie wissen genau, was für eine enorme Qualität sie haben und entsprechend ist der Erwartungsdruck sehr groß. Brasilien spielt humorlos und effizient. Japan wird an Passqualität und Tempo zulegen müssen, um sie zu schlagen.
Im Oktober 2025 gab es das Spiel übrigens schon mal. Damals führten die Brasilianer mit 2:0, um dann noch 2:3 zu verlieren. Übrigens: Auch das Duell zwischen den Niederlanden und Marokko verspricht einiges. Endlich geht es in die K.-o.-Phase!
WM 2026: Die wichtigsten News im Überblick
- Djed Spence verweigerte vor dem Spiel der Engländer gegen Ghana Thomas Partey den Handschlag. Alle Informationen dazu gibt es in diesem lesenswerten Text von Mara Pfeiffer.
- Der iranische Fußballverband fordert die FIFA auf, jegliche „Zeremonien oder Werbeaktivitäten“ zur Unterstützung der LGBTQ+-Community bei dem viel diskutierten „Pride Match“ zwischen Ägypten und Iran am Freitag in Seattle zu unterbinden sowie Symbole oder Darstellungen der Pride-Bewegung im Lumen Field einzuschränken. Hintergrund ist, dass Seattle am 26. Juni verschiedene Aktionen für das „Pride Fest“ vorbereitet hat, eine der größten Pride-Veranstaltungen in den USA. Auch Ägypten hat sich bereits kritisch dazu geäußert. Mehr Informationen hier.
- Nach dem Debakel der Tschechen ist Patrik Schick aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. „Heute schließt sich mein Kapitel in der Nationalmannschaft“, schrieb der Stürmer von Bayer Leverkusen. Sein Rücktritt sei allerdings nicht „impulsiv und von heute auf morgen übers Knie gebrochen“ und auch nicht aufgrund des Ausscheidens erfolgt. Er habe diesen Gedanken schon länger mit sich herumgetragen.
- Tribüne eingestürzt! Im Trainingscamp der Schweden in Dallas ist eine Tribüne zusammengekracht. „Ich dachte nur: Was ist denn hier passiert? Soweit ich weiß, gab es ja keinen Sturm“, sagte Mittelfeldspieler Besfort Zeneli der Zeitung „Aftenposten“. Die Auflösung des Ganzen: Das Stadion soll renoviert werden und es wurde wohl etwas abgerissen. Allerdings habe es so ausgesehen, als wäre der Schutt in die falsche Richtung gefallen.
- In Mexiko ist ein Auto in eine feiernde Menschenmenge gefahren. Zugetragen hatte sich das Ganze in Cabo San Lucas. 17 Menschen wurden verletzt. Der Autofahrer habe laut dem Generalsekretär der Stadtverwaltung noch Gas gegeben. Der Täter konnte festgenommen werden, die Ermittlungen laufen.
- Die Franzosen haben eine eindrucksvolle Schweigeminute beim Training gehalten – für Trainer Didier Deschamps und seine verstorbene Mutter. „Wir denken fest an unseren Nationaltrainer und seine Familie“, schrieben sie unter das Bild. Deschamps wird gegen Norwegen fehlen. Eine Rückkehr am Samstag sei derzeit geplant.
- „Es ist unglaublich. Ich komme mir vor, als würde ich träumen. Diese Geschichte werde ich später meinen Kindern erzählen“, schilderte Siegtorschütze Thapelo Maseko nach dem 1:0 (0:0) gegen Südkorea seine Gefühle. Südafrika hat erstmals die K.-o.-Phase einer WM erreicht. „Das ist ein sehr emotionaler Moment. Ich habe immer an diese Mannschaft geglaubt. Selbst in den vergangenen Wochen, als die Kritik sehr, sehr hart war“, sagte Trainer Broos, der mit 74 Jahren seine letzte WM coacht und nochmal angriffslustig ist: „Ich denke, wir haben all den Großmäulern der letzten Wochen eine Antwort gegeben, die dachten, wir müssten etwas ändern.“
- Guillermo Ochoa wurde im Aztekenstadion gebührend gefeiert. Mit Tränen in den Augen ließ er sich von seinen Mitspielern durch die Luft schmeißen, für die beiden Torpfosten gab es noch ein Küsschen. „Mein erstes Spiel war im Aztekenstadion, mein letztes Spiel war im Aztekenstadion. Es war ein wunderschönes letztes Kapitel meiner Karriere. Vielen Dank an alle“, sagte der 40 Jahre alte mexikanische Torhüter. Ochoa durfte gegen Tschechien nochmal ein paar Minuten sammeln.
- Jesse Marsch hat gestanden, dass er Alphonso Davies als Ablenkungsmanöver verwendet hat. „Um ehrlich zu sein, Alphonso war noch nicht so weit“, sagte der Amerikaner: „Also habe ich ihn ein bisschen als Ablenkungsmanöver benutzt.“
- Starkes Marketing: Nike hat ein Boot mit einer gigantischen Werbetafel von Staten Island den Hudson River hinauf bis nach Manhattan gefahren. Auf dem Plakat war die Aufschrift „Hallo New Jersey“ zu lesen. Außerdem war Musiala mit einem verpixelten Deutschland-Trikot von Nike zu sehen. Ab 1. Januar wird das DFB-Team von Nike ausgerüstet. Wortwitze sollten zwar nicht erklärt werden, aber nur falls unklar: New Jersey steht sowohl für neues Trikot als auch für den Bundesstaat.
Spieler des FC Bayern in der Einzelkritik
Manuel Neuer
Beim ersten Gegentor chancenlos, im Aufbau kaum beteiligt. In der zweiten Halbzeit dann mehrfach mit Problemen. Beim zweiten Gegentor kommt er zu spät, auch wenn er das selbst anders sieht. Miasanrot-Note: 4,5
Joshua Kimmich
Wird defensiv diesmal noch stärker von Leroy Sané unterstützt. Sieht beim 1:1 im Kollektiv mit den anderen Verteidigern trotzdem nicht gut aus und hat hier und da in der Rückwärtsbewegung seine Probleme. Hat viele Kontakte, findet aber keine Lösungen – was fairerweise aber auch daran liegt, dass Deutschland sich nicht gut bewegt. Wird früh ausgewechselt. Miasanrot-Note: 4
Jonathan Tah
In der ersten Halbzeit noch einer der besseren Spieler auf dem Feld. Verteidigt robust und lässt sich nicht überrumpeln. Spielt mit dem Ball meist sicher und hat sogar ein paar gute Ideen in der Eröffnung. In der zweiten Halbzeit dann aber genauso nervös wie alle anderen. Ein Abstimmungsfehler mit Neuer führt beinahe zum Gegentor. Wackelt darüber hinaus auch noch mehrfach. Miasanrot-Note: 4
Aleksandar Pavlović
Steht wieder völlig neben sich. Einen Ball spielt er nahezu unbedrängt ins Seitenaus, in anderen Situationen ist die Vororientierung schlecht, weshalb er sich selbst unter Druck setzt. Ignoriert man mal das Vielleicht-Foul, war seine Aktion vor dem Sané-Tor stark. Sonst tut sich Pavlović dieser Tage aber einfach schwer mit den Dingen, in denen er sonst schon mal Weltklasse war. Miasanrot-Note: 5
Jamal Musiala
Er will ja. Er arbeitet ja. Er macht ja. Aber man spürt förmlich, wie er diesen Knoten auf seinem Rücken durch die Gegend schleppt wie Sisyphos seinen Stein den Berg nach oben wälzt. Es will nicht so richtig klappen. Darf diesmal durchspielen, muss später sogar auf die Acht. Auch dort glücklos. Miasanrot-Note: 4,5
Hiroki Ito
Gute Leistung mit dem Ball. Treibt links immer wieder mit an und hat die eine oder andere ordentliche Idee im Spiel nach vorn. Gegen den Ball hingegen wacklig. Miasanrot-Note: 3,5
Wie geht es heute weiter bei der WM?
Diese Entscheidungen stehen heute an:
21 Uhr:
- Norwegen vs. Frankreich (ZDF, MagentaTV)
- Senegal vs. Irak (MagentaTV)
2 Uhr:
- Kap Verde vs. Saudi-Arabien (ARD, MagentaTV)
- Uruguay vs. Spanien (MagentaTV)
5 Uhr:
- Neuseeland vs. Belgien (MagentaTV)
- Ägypten vs. Iran (MagentaTV)
Alle Hintergründe zur WM 2026 findet ihr in Form von Taktikanalysen zum DFB-Team, den Spielern des FC Bayern München und zur Weltmeisterschaft generell auf unserer großen Übersichtsseite: WM 2026: Taktiken, Analysen und die Bayern-Achse im DFB-Team und im Turnier



