Miasanrot Mailbag: Kovač und die Bayern-Krise

Die aktuelle Situation beim FC Bayern hinterlässt Fragen. Wir haben deshalb unsere Leser gebeten, diese Fragen zu stellen und sie in einem Video beantwortet.

Nachdem wir die aktuelle Situation im größeren Kontext analysierten und auch im Podcast darüber sprachen, wollten wir nun schauen, welche Fragen unsere Leserinnen und Leser noch haben.

Ist Kingsley Coman bereits einer der fünf wichtigsten Spieler? Auch diese Frage beantworten wir im Video.
(Foto: Guenter Schiffmann / AFP / Getty Images)

Wie muss Kovač umstellen? Sollte man möglichst lange an ihm festhalten? Wer könnte auf Hoeneß und Rummenigge folgen? Wo gibt es Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt? Diese und viele weitere Fragen wurden von euch gestellt.

Diesmal haben wir einen persönlicheren Weg gewählt, um sie zu beantworten. In einem Video greifen wir alles auf, was euch beschäftigt. Lasst uns gern ein Abo auf YouTube und vor allem Feedback da. Wie gefällt euch dieses Format?

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Leserkommentare
  1. Holdor

    Hat jemand gestern das “Spitzenspiel” Niederlande-Deutschland gesehen? Hat das etwa auch Kovac zu verantworten?
    Oder liegt es einfach daran, dass unsere Bayern-Spieler so blockiert sind im Kopf (Müller), so langsam und komplett neben der Spur (Hummels, Boateng) sind und ehemalige Weltklassetorhüter (Neuer) einen Bock nach dem anderen reißen (und ter Stegen sich das stets von der Bank ansehen muss – soweit zum Leistungsprinzip bei Löw)?
    Und dann sich wie Hummels hinstellen und erzählen, man hätte eigentlich 3 Tore schießen müssen, habe aber 3 Tore kassiert. (Oder, wie Neuer, die Verantwortung plötzlich an den Sturm delegieren!)

    Wäre, wäre, Fahrradkette, um mit Loddar zu sprechen.
    Woran krankt es? Das Problem von Bayern pflanzt sich einfach in der DNM fort!
    Und nein, das hat imho Kovac NICHT zu verantworten! Das liegt an völlig indisponierten, verunsicherten Spielern wie Hummels, Neuer und Boateng (Kimmich lasse ich außen vor)! Die haben die Schmach der WM immer noch in den Köpfen und diese Verunsicherung in die FCB-Mannschaft getragen. Und bringen es wieder zurück in die DNM. Ein Teufelskreis!

    Das ist alles ein Kopf-Problem! Und zwar ein ganz gewaltiges, wie man gestern konstatieren konnte!

    Und an die Adresse von Uli: Es war (auch diesmal wieder) kein Özil, der einen Dreck gespielt hat! Es waren (vor allem) die Bayern-Spieler! Und auch ein Kroos war (wieder mal) nicht der Leader, den es in einer DNM braucht.

    Vielleicht hat diese Niederlage etwas Gutes: Dass Jogi endlich zum Rücktritt gezwungen wird – durch die Medien. Denn von allein wird Jogibär auf 5 Millionen und seine Werbeverträge nicht verzichten. Und auf den DFB würde ich eh nicht setzen.
    Beiersdorf AG übernehmen Sie! Soll sich Jogi die Nivea in die Haare oder sonst wohin schmieren!

    1. Usedomspotter

      Wenn Kovac keine Verantwortung für die physische und psychische Verfassung der Spieler hat, wer denn dann?

      1. Holdor

        Die psychische Verfassung genannter Spieler war schon bei der WM in Russland eine Katastrophe! Und mit der hatte Kovac mWn nichts zu tun. Kann auch nicht sein, dass gestandene Spieler unter Kovac UND Löw jedes Mal gegen die Trainer spielen, oder? Und falls ja, würde ich sie rausschmeißen und/oder auf die Bank setzen. Vielleicht ist es einfach auch so: Viele Spiele sind über ihrem Zenit – also muss der Umbruch her! Je eher, desto besser. Aber das wird ein UH in dem Leben nicht mehr begreifen.

        Na ja, vielleicht bestraft der Fußballgott nun die WM-Spieler von 2014 nachträglich für das Verhöhnen der Argentinier während der Meisterfeier in Berlin. Auch eine Art der Revanche. ;)

  2. BayernExpat

    Das Format, gefaellt mir ausserordentlich gut. Vielen Dank! Auch der Humor passt. Top!

  3. Mirko

    Format gefällt mir auch sehr gut.
    Noch ein paar Sätze zu dem obigen Thema bezüglich Nationalmannschaft und Bayern Spieler.
    Ich glaube man sollte langsam den Tatsachen ins Auge sehen. Die Spieler haben ihren Zenit überschritten. Dies trifft insbesondere auf Boateng und Hummels zu. Müller wirkt für mich auch fertig. Meine Prognose: Einen Müller wie vor ein paar Jahren kriegen wir nicht mehr zu sehen.
    Ich finde das gar nicht verwerflich. Wenn man über Jahre auf Weltklasseniveau spielt, gibt es einfach Abnutzungserscheinungen.
    Das Problem ist nur, dass es bei Bayern versäumt wurde, eigenen Nachwuchs zu integrieren. Wie es ein van Gaal zuletzt getan hat.
    Man kann sich jetzt natürlich für teuer Geld neue Spieler kaufen. Die werden aber dann aus dem Ausland kommen und Jogi hat wenig davon.
    Daher wünsche ich mir schon, dass man mal den ein oder anderen jungen Spieler integriert und man sich auch mal die Zeit dafür nimmt.
    Jogi hat in der Vergangenheit doch nur von der Arbeit von van Gaal, Klopp und Guardiola profitiert aber diese Zeit ist erstmal vorbei.

    1. FCB White Collar

      Na ja, das mit Müller muss man schon differenzierter betrachten. Er war genau der richtige Spielertyp zur richtigen Zeit und befand sich zudem beim besten deutschen Club, dessen Trainer ausnahmsweise auf die Jugend setzte. Ohne van Gaal wäre Müller heutzutage wahrscheinlich kein Nationalspieler, womöglich nicht einmal ein Erstligaspieler. Am Anfang profitierte Müller von seiner Unberechenbarkeit und davon, dass die Gegenspieler mit ihm nicht klarkamen (es hatte sich noch nicht herumgesprochen, dass man Müller am besten kaltstellt, indem man ihn komplett ignoriert). Dann kamen die drei Spielzeiten unter Guardiola, wo in der besten deutschen Mannschaft aller Zeiten jeder bundesligataugliche Spieler anstelle von Müller beträchtlich gescort hätte. Aufgrund seines so erworbenen Status “muss” Müller immer spielen, sodass er auch jetzt noch gelegentlich scort (wie das jeder andere bundesligataugliche Spieler an seiner Stelle auch täte, wenn er für den besten deutschen Club und für die deutsche Nationalmannschaft spielte). Fakt ist leider: Müller kann seine einzige Stärke (die Unberechenbarkeit) nicht mehr ausspielen, sodass er ein lediglich unterdurchschnittlicher Spieler in einer (spieltechnisch/taktisch) nicht (mehr) funktionierenden Mannschaft ist. Insofern hat Müller nicht seinen Zenit überschritten – denn er spielt quasi immer seinen Stiefel herunter -, sondern er profitiert nicht mehr so extrem wie früher von den äußeren Umständen. Weltklassespieler wie Messi und Ronaldo haben ihm voraus, dass sie sich immer neu erfinden und weiterentwickeln, aber bei Müller gibt es keine Weiterentwicklung: Entweder profitiert er von seinen Mitspielern und ist der große Held oder er ist ein komplett wirkungsloses “one-trick pony”. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Guardiola ohne Müller mit Bayern die Champions League gewonnen hätte.

  4. dicker-bäcker

    Vielen Dank
    Tolles Format.

    Aber bitte nicht Jogi feuern!
    Sonst haben wir ihn in 4 Wochen auf der Bank sitzen…

  5. Osrig

    Die “öffentliche Meinung” in den Medien wie auch wenigstens zum Teil hier ist für mich nicht zu fassen!!
    Es wird so getan, als hätte die etablierten Spieler bei uns plötzlich das Fussballspielen verlernt, als würden junge Spieler planvoller nach vorn agieren können und das Tor besser treffen! Als müsse man nur nur endlich die jungen Wilden ran lassen, und schon ist die Krise verschwunden, spielen wir wieder ganz oben mit!
    Darüber hinaus wird der Eindruck erweckt, als würde bei unserem FCB schon seit Jahren kein junger Spieler mehr eine Chance bekommen, keine Möglichkeit, sich zu zeigen, weil die Arrivierten ihn quasi blockieren.
    Das ist doch alles völlig überzogen, selbst Van Gaal hatte auch seinen Stamm an erfahrenen Spielern, auch wenn er vielleicht der mutigste Trainer hinsichtlich Integration von jungen Spielern war.

    Die Diskussion im Moment blendet den taktischen Aspekt der Krise nahezu völlig aus und gaukelt vor, man müsse nur an Kovac festhalten, der wiederum einfach die hungrigen Jungen ranlassen müsse, und der Laden läuft wieder! Vielleicht nicht gleich im nächsten Spiel, aber in ein paar Wochen! Und in ein paar Monaten ganz bestimmt!
    Aber auch die Jungen haben ihre Grenzen, und auch sie müssen aufgezeigt bekommen, wie sie sich zu bewegen haben, individuell wie auch en bloc im ganzen Mannschaftsteil. Defensiv hat Kovac dazu sicherlich hohe Fertigkeiten, offensiv fehlen sie ihm – im Moment jedenfalls!
    Ich geben an dieser Stelle zu bedenken, dass die Krise bei uns gerade zu den Zeitpunkt aufgetreten ist, an dem normalerweise nach einem Trainerwechsel der Ballast des alten Systems überwunden und das Neue implementiert worden ist, die Mannschaft also ins Rollen kommt. Normalerweise!!!

    An Kovac festzuhalten hieße somit, eine Entwicklung – aus Angst vor kostenträchtigen Fehlentscheidungen – zu zementieren, die uns langsam, aber sicher herausfallen lässt aus der internationalen Spitze! Dort braucht es nämlich vor allem Taktikfähigkeiten und eine offensiv funktionierende Spielidee. Das kann und darf aber nicht in unserem Sinne sein, Umbruch hin oder her! Kovac muss jetzt also schnellstens zeigen, dass er weiss, wie “Ballbesitz” geht, wenn nicht, gehört er abgelöst!

    Trotz allem und selbstverständlich ohne jede Häme: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Niko! Alles Gute und viel Erfolg für das neue Lebensjahr.

    1. GS

      „Die Diskussion im Moment blendet den taktischen Aspekt der Krise nahezu völlig aus“

      Das stimmt natürlich; nur, wie auch die absoluten Taktikfreaks häufig betonen, beschreibt eine noch so detaillierte Taktikanalyse eines Spieles ja nur den Istzustand, der sich durch äußere Umstande (Gegner, Spielverlauf …) ganz anders darstellen kann als vom Trainer geplant und vorgegeben. Nehmen wir nochmal das Gladbach-Spiel: ich hatte durchaus zu Beginn den Eindruck, dass Ballbesitz und Dominanz der Matchplan war, der auch zunächst funktionierte. Aber schon das erste Tor „aus dem Nichts“, erst recht dann das geschenkte zweite kurz danach haben alle Spielkultur weggeblasen.

      Wenn jetzt ein Trainer seit mehreren Monaten (erfolgreich) mit dem Team gearbeitet, verschiedenste Varianten einstudiert hat und deren volles Vertrauen besitzt, kann er in so einem Fall sofort eingreifen und von außen die Linie vorgeben. Kovac ist aber noch zu neu, um sich diesen Status schon erarbeitet zu haben – falls er denn grundsätzlich die nötigen (taktischen) Fähigkeiten besitzt, um je dahin zu kommen. Denn ohne die wird es nicht gehen; zu viele Spieler haben unter Guardiola und Heynckes gearbeitet und werden keinen Trainer als Autorität akzeptieren, der sich nicht auf ähnlichem Niveau bewegt.
      In der Praxis hat die Mannschaft daher nach dem 0:2 mutmaßlich auf „Autopilot“ gestellt und, ihrer Verunsicherung folgend, erstmal auf (scheinbare) Sicherheit gespielt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir da nicht die Folge eines taktischen Konzeptes des Trainers gesehen haben, sondern ein Team, das spielt was es will.

      Und da liegt dann auch der Schlüssel zum Problem: Hat der Trainer ein geeignetes Offensivkonzept für den FC Bayern (kann ich nicht beurteilen, die ersten Spiele liefen ja gut, aber das kann wegen oder trotz Niko Kovac so gewesen sein), und wenn ja, sind die Spieler willens und in der Lage, es umzusetzen?

    2. wipf1953

      Ich muss GS recht geben, Osrig. Wir wissen doch gar nicht, welche Vorgaben Kovac macht und ob diese befolgt und erfolgreich umgesetzt werden. Vielleicht läuft Niko die Wände rauf, weil die Spieler nicht befolgen wollen oder können, was er ihnen für’s Spiel mitgibt.

      Mir kommt bei der Diskussion hier im Forum das Mentale viel zu kurz. Die “Etablierten” haben bei der WM die Erfahrung gemacht, dass die Dinge nicht mehr mit der gewohnten Leichtigkeit funktionieren. Teilweise haben sie es ja nach dem Holland-Spiel selbst angesprochen.

      Ich fände es voreilig, zu behaupten, dass Neuer, Boateng, Hummels und Müller (und eigentlich auch Lewandowski), vielleicht gar Alaba, schon über ihren Zenit wären und das, was sie momentan spielen, ihr Leistungsoptimum sei. Diese Spieler werden sich wieder mehr oder minder fangen, aber es kann gut sein, dass das erst nach der Saison 2018/2019 der Fall sein wird.

      Ich habe mal bei Transfermarkt nachgelesen: Alle von mir genannten “Etablierten” haben Vertrag bis 06/2021. D.h. wenn sie diese Saison einen mentalen Durchhänger haben – und da ist, so glaube ich, eine nach der Vorrunde beendete WM noch einschneidender als ein Turnier, das man bis zum Ende durchspielt -, müssen sie sich in der Saison 2019/2020 bewähren. Sonst gibt es Probleme mit dem Anschlussvertrag.

      Was mir aktuell richtig, aber so wirklich richtig Sorgen macht sind die “durchgesteckten” Infos über Unzufriedenheit. Unsere Profis sind sich zu fein für 20, 30 Minuten auf dem Fahrrad (Bike oder Indoor?) – das kann doch nicht wahr sein. Und das ständige Mosern und Lamentieren eines Lewandowski – der jetzt auch in seiner Nationalelf nicht mehr trifft – muss sofort aufhören. Das ist nämlich offensichtlich ansteckend.

      1. Anton

        Man kann doch tagelang über alte und junge Spieler diskutieren und anschließend über Taktik, Spielsysteme und danach noch über Psyche und was auch immer.
        Man muß sich doch nur das Länderspiel als Beispiel für die Fruchtlosigkeit dieser Diskussion ansehen.
        Da fängt die Offensive doch glatt da spielen an und ein zur Zeit so schwacher Müller spielt einen Superpass, der die ganze Deckung auseinandernimmt – aber leider bringt Werner den Ball nicht am herauslaufenden Keeper vorbei. War der Angriff deswegen schlecht gespielt?
        Danach das gleiche Spiel, nur kam der Pass diesmal von Can auf Müller – der aber am Tor vorbei schießt.
        Dann wechseln wir mal den Strafraum, wo ein Neuer am Eckball vorbeilangt. Schlecht verteidigt – oder dumm gelaufen? Rumms 0:1
        Später spielt ein Kimmich einen Sane genauso toll frei – der steht alleine am 5m-Raum ohne Gegenspieler und verzieht. Ein schlechter Angriff?
        Dann nehmen wir noch zweimal den Bock vom Sportskamerad Draxler und das war es dann!
        Über Mannschaftsaufstellung und Taktik kann man streiten, aber über die Fähigkeiten der Tor”schützen” eher nicht. Die war an diesem Abend schlicht und ergreifend schlecht. Warum, darum kann man dann wieder streiten. Wir reden über die berühmten individuellen Fehler.
        Und genau das Gleiche erleben wir doch auch beim FCB-siehe Augsburg, siehe Hertha, siehe Gladbach.
        Augsburg holt einen glücklichen Punkt durch seine an dem Tag überragende Torwartleistung – oder schlechte Stürmerleistung auf der einen und einem Fehler auf der anderen Seite.
        Hertha geht in Führung wegen eines gravierenden Fehlers, für den sich der gute Jerome sogar bei der Mannschaft entschuldigt.Dann gibt es noch einen verlorenen Zweikampf und das war es – denn auch in den letzten Spielen hat die Hertha gezeigt, dass man da offensichtlich nicht so einfach mal Tore schießt und gewinnt – und das wird immer schnell vergessen.
        Und gegen Gladbach – das gleiche Spiel. Ehe man überhaupt richtig angefangen hatte, lag man durch zwei Böcke schon 0:2 hinten. Da kannst du dann deine ganzen Pläne und Vorgaben gleich in die Tonne tun.

        Das heißt jetzt aber nicht, das alles Friede,Freude Eierkuchen ist.
        Kovac hat viel Arbeit vor sich – und da sind dann solche Auftritte, wie die der NM auch alles andere als hilfreich.

      2. Done

        @Anton: Danke, kann ich zu 100% unterschrieben.

      3. Olorin

        @Wipf
        Bei Neuer und Lewandowski geb ich dir Recht, da jetzt schon über einen prinzipiellen Leistungseinbruch zu sprechen ist zu früh. Warum du Alaba nennst versteh ich nicht so richtig, find den diese Saison großteils eigentlich wieder stärker. Zudem fand ich ihn in zentralerer Rolle immer stärker als als Linienspieler. Bei Hummels und Boateng aber muss man dann doch sagen, dass die schon vor der WM-eigentlich schon seit ein oder zwei Jahren-nicht mehr auf dem Niveau sind, das sie noch vor ein paar Jahren verkörpert haben.

        @Anton
        Grundsätzlich nicht falsch, aber schon eine arg beschönigende Zusammenfassung. So mega groß waren die Chancen von Werner und Müller beileibe nicht, dass man die (wie du es tust) schon als halbe Tore ansehen muss. Auf der anderen Seite ignorierst du einen Lattentreffer der Elftal und eine Szene, in der ein Verteidiger (glaube Ginter) in letzter Sekunde am Rand eines Eigentors vor einem freien Holländer klärt. Zudem sollte man nicht vergessen, dass Holland momentan eindeutig keine europäische Spitzenmannschaft ist. Da kann man sich nicht damit rausreden, dass das 0:3 wahrscheinlich ein Tor zu hoch war und man mit Glück sogar nur mit einem Tor Differenz hätte verlieren können.

      4. Anton

        Nein, ich will das Spiel überhaupt nicht beschönigen! Das fing in meinen Augen schon mit der Aufstellung an. Aber trotzdem. Ein Werner kann sich ja mal vob Jojic von Frakfurt zeigen lassen, wie man so eine Situation löst. Und die Chance von Sane – Schwamm drüber.
        Entscheidend ist doch derf Spielverlauf – geht man 1:0 und dann 2:0 in Führung , hat man vermutlich ein anderes Spiel, als wenn man mal wieder einem Rückstand nachläuft. Böse ist es – und da sehe ich Parallelen zum FCB, wenn nach einem Gegentor das ganze System ins Wanken kommt.

        Es gab Zeiten, da hat ein 0:1 einen FCB in der ersten Halbzeit überhaupt nicht beeindruckt. Da war das nötige Selbstbewußtsein da – heute hat man das Gefühl, dass nach einem 0:1 oder Gegentor überhaupt nichts mehr funktioniert. Und das ist in meinen Augen reine Kopfsache.

      5. Eigentor

        @Olorin
        Ich teile Ihre Auffassung zum“Leistungseinbruch“ genannter Spieler voll.
        Was halten Sie von der Spiegel-Analyse bezüglich Neuer?

        http://www.spiegel.de/sport/fussball/manuel-neuer-in-der-formkrise-nichts-geht-mehr-mit-links-a-1233464.html

      6. Osrig

        Sicherlich wird das “Mentale” eine Rolle spielen, zumindest zum Teil auch in der Hinsicht, dass etwas Selbstvertrauen verloren gegangen ist und vermutlich auch etwas “Körner” liegen gelassen werden.
        Den Einbruch in der Leistungsfähigkeit erklärt es meiner Ansicht nach aber ebenso wenig, wie die Überlegung, die Spieler hätten zu wenig Ehrgeiz oder würden gar in voller Absicht gegen den Trainer spielen. Nein, es sind Profis, die gerade auch mit Blick auf das von ihnen bisher Erreichte einen gewissen Stolz und eine Selbstverständlichkeit haben, die sie auch weiterhin alles daran setzen lässt, Erfolg zu haben.

        Aber das Mentale zeigt sich möglicher Weise in anderer Hinsicht, und GS hat es in einem Satz schön beschrieben:
        “…viele Spieler haben unter Guardiola und Heynckes gearbeitet und werden keinen Trainer als Autorität akzeptieren, der sich nicht auf ähnlichem Niveau bewegt.”

        So wird es sein! Und die Spieler wissen, dass das unter Guardiola und Heynckess gespielte System ein Erfolgssystem ist und noch dazu genau auf ihre Fähigkeiten zu geschnitten!
        Jegliche Richtungsänderung – nicht zu verwechseln mit Weiterentwicklung – wird somit die Gefahr in sich tragen, schwächer zu werden und an Boden zu verlieren. Genau die Gefahr sehe ich ja auch!

        Ich bin überzeugt, die Spieler versuchen nach Kräften, Kovac’ Vorgaben auf dem Platz umzusetzen, es wäre in höchstem Maße unprofessionell, wenn nicht! Aber sie spüren, dass die Vorgaben nicht mehr dem entsprechen, was für sie am Besten ist, was hinsichtlich der Spielidee am Besten ist, und das verunsichert, und führt zu Leistungsverlust, da sie eben nicht innerlich völlig überzeugt sind!
        Und gerade, weil sie über Jahre mit den Besten gearbeitet haben, hat ihre Einschätzung Gewicht!

        Kovac täte also gut daran, sich wieder stärker an den Spieler auszurichten, an deren Ideen – selbst dann hätte er noch genügend mit der Feinarbeit zu tun, denn die Gegner stellen sich ja auch auf uns ein!
        Aber unsere Spieler bekommt er dadurch wieder mit ins Boot!
        Reine Durchhalteparolen und Starrköpfigkeit führen zu keinem positiven Ergebnis.

      7. Ju

        @Osrig

        Also, um das jetzt nochmal zu rekapitulieren: Die erfahrenden Spieler haben also mentale Probleme, die in mangelndem Vertrauen in die Spielidee ihres Trainers (im Vergleich zu vorherigen Trainern) begründet sind und sich auf ihre Leistung dahingehend auswirken, dass sie die Vorgaben nicht ideal umsetzen können.

        Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, was in diesen Menschen vorgeht. Deinen Worten ist jedoch zu entnehmen, dass du – wenn es so wäre – durchaus Verständnis hättest. Genau an dieser Stelle hört mein eigenes Verständnis aber auf: Aktiv Fussball gespielt hab ich nur in der Jugend, aber trotzdem weiterhin anderswo unter zig Trainern gearbeitet. Es kommt regelmäßig vor, dass man mit einem Trainer nicht so richtig kann. Es ist – unter Profisportlern umso mehr – auch nicht ungewöhnlich, dass man sogar über eine bessere Qualfikation als der Trainer verfügt (oder das zumindest glaubt). Und es ist weiterhin auch nicht ungewöhnlich, dass die Leistung massiv darunter leiden kann, wenn die Vorgaben des Trainers “von der eigenen Heimat” abweichen und man aus der Komfortzone gewungen wird. Nicht normal ist allerdings, wenn dies zur Regel wird. Denn dann befindet man sich an einem Punkt, wo man sich neuem verschließt und nur noch Altbewährtes wiederholt – was (fast) immer zum Ende der sportlichen Karriere führt. Nach deiner Argumentation würden unsere Spieler nun schon den zweiten (die deutschen Nationalspieler sogar den dritten) Trainer auflaufen lassen, da seine Ideen nicht (mehr) ihrem Gusto entsprechen. Ob nun bewusst oder unbewusst ist eigentlich egal: Wenn es bewusst geschieht, ist es frech. Wenn sie sich, so wie du offenbar meinst, durchquälen “und es einfach nicht umsetzen können”, dann sind sie einfach in der Rezession, nicht mehr fähig, neue Reize zu verarbeiten und damit schlicht und einfach auf dem absteigenden Ast. Weder Ancelotti, noch Löw oder Kovac sind Blödmänner und verlangen ihren Spielern Konzepte ab, die rein objektiv gar nicht funktionieren k ö n n e n. Und weder Guardiola, noch Heynckes oder sonstwer könnten mit den aktuell zur Verfügung stehenden Spielern ein funktionierendes – auch wenn es mir bei diesem Wort die Zehennägel hochdreht – “Dominanzsystem” ausüben.

        Unterm Strich weiß ich ohnehin nicht, warum hier speziell der eine oder der andere Grund richtig sein soll. Robben und Ribery haben möglichweise Vorbehalte gegen die Spielidee von Kovac – ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist, dass sie mittlerweile einfach langsamer als die gegnerischen Außeverteidiger sind. Ich habe auch keine Ahnung, wie Jerome Boateng persönlich zu Niko Kovac steht. Selbst wenn er ihn heiraten wöllte, würde es nichts daran ändern, dass sein Körper offensichtlich kaum noch in der Lage ist, Spitzensport auszuüben. Thomas Müller hat schon immer nach dem gleichen Prinzip funktioniert: Spielt die Mannschaft gut, macht er sie noch besser. Spielt sie schlecht, ist er ein Klotz am Bein. Und bei Manuel Neuer (Spielpraxis) und Mats Hummels (Jungvater und zuletzt für mich weniger schlecht, als er gemacht wurde), würde ich mal die Kirche im Dorf lassen. Bei Lewandowski sowieso, da der einfach keine Bälle bekommt.

        Soll heißen: Es gibt hier nicht die eine Antwort. Kovacs taktische Ideen gingen zuletzt nicht vollends auf, worauf er noch nicht die richtige Reaktion gefunden hat. Alte Stützen sind körperlich nicht mehr in der Lage, ihre gewohnte Leistung abzurufen. Verletzungen und unglückliche Spielverläufe sowie Abschlusspech taten ihr Übriges. Sowohl die Partei Pech, als auch die Parteien Kovac und Hoeneß/Rummenigge und vielleicht auch der ein oder andere Spieler tragen eine Mitschuld an der jetzigen Situation. Es macht aber überhaupt keinen Sinn, einen Grund speziell herauszupicken. Auch, wenn ich nicht verbergen kann, dass mir die größte Sorge bereitet, dass die Oberen einfach nicht aus ihren Fehlern lernen. Wessen größte Sorge Niko Kovac ist, dem sei das natürlich unbenommen..

  6. Gutes Format! War erst etwas skeptisch, da mir die Podcasts überhaupt nicht zugesagt haben, aber letztlich war es doch gut anzusehen. Im Gegensatz zu so vielen anderen Youtube-Videos keine hektischen Schnitte, kein Maschinengewehr-Vortrag und keine grauenvolle Dudelmusik im Hintergrund. Damit schon mal viele richtig gemacht! ;)

    Ich wäre auch mit Antworten in Textform zufrieden, aber sollte nochmal so ein Mailbag-Video kommen, ich würde draufklicken ;)

    1. Und was missfällt dir am Podcast im Vergleich zu anderen Podcasts?

    2. “Missfallen” klingt irgendwie zu hart. Ist einfach nicht mein Ding. Das ist ne ganz subjektive Geschichte, an der ihr auch gar nichts verbessern könnt. Ich höre irgendwie nicht so gern bei einer Unterhaltung zu wie es bei einem Vortrag der Fall ist.

    3. Nur falls das nicht klar wurde: Ich stehe generell nicht auf Podcasts, das bezieht sich nicht nur euf den MSR Podcast.

  7. Michael

    Späte Antwort:
    Ich mag Videos grundsätzlich nicht. Kann ich nicht wie Texte querlesen, kann ich (ohne Kopfhörer) auch nicht schauen, ohne andere zu stören.

    1. GS

      So schwarz-weiß würde ich es nicht sehen; das Video selbst ist, wie Sirius schon geschrieben hat, angenehm schlicht und gut anzuschauen, Justin kommt dabei ebenso sympathisch wie kompetent rüber.
      Nachteil aus meiner Sicht ist, dass es so 15 Minuten dauert, bis eine Menge an Informationen vermittelt ist, die ich bei einem “gedruckten” Text in 2 Minuten gelesen hätte. Damit ist ein Nebenbei- oder Mal-schnell-zwischendurch-Lesen eher nicht möglich.

      1. Danke fürs Lob. Ich denke, es wird sich abwechseln. Ein Text ist natürlich auch viel schneller gemacht als ein Video.

  8. Rainer

    Vielen Dank erst einmal für Eure tollen Artikel! Das neue Videopodcast-Format finde ich auch super. Beim Q&A ist mir aufgefallen, dass die Fragen nicht vorgelesen, sondern nur im Video eingeblendet wurden. Da ich gerne VLOGs einfach als Audio höre, würde ich es begrüßen, wenn die Fragen kurz vorgelesen werden :-) Ansonsten: WEITER SO!!!

    1. Rainer

      @RAINER….sehe ich genauso. Es wäre nur nett, wenn Du deinen User Namen kennzeichnen würdest. Z.B. mit einer 2 oder ähnliches. Unter dem Namen Rainer (ich heiße tatsächlich so) kommentiere ich hier schon seit langer Zeit. Es könnte sonst zu Verwechslungen kommen. Danke

  9. Kurt

    Das Video ist VIEL ZU LEISE!

    1. DAS HABE ICH IN DEN KOMMENTAREN AUF YOUTUBE BEREITS VERSUCHT ZU ENTSCHULDIGEN.

      Auf der höchsten Stufe sollte es aber gehen. Beim nächsten Mal (sollte es eins geben) positioniere ich das Mikrofon anders.

  10. Hittmer Otzfeld

    Nach dem Länderspiel gestern stelle ich mir die Frage ob es einen Neuanfang bei Bayern und in der N11 mit einem Thomas Müller geben kann. In den ersten Buli-Spielen auf der 8 war ich noch positiv überrascht aber mittlerweile ist er wieder im Modus der letzten Jahre. Aller 5 Spiele einmal richtig stehen, rechtfertigt nicht die Abwesenheit spielerischer Qualität die bspw. ein Sane oder Gnabry haben.

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