FC Hollywood: Abstimmungsprobleme auf und neben dem Platz

Justin Trenner 08.04.2021

Mittwochabend. Für den FC Bayern München steht das so wichtige Hinspiel gegen Paris Saint-Germain in der eigenen Arena kurz bevor. Letzte Interviews werden am Spielfeldrand geführt. Im Fokus: Sportvorstand Hasan Salihamidžić, Trainer Hansi Flick und Jérôme Boateng, der an diesem Tag etwas überraschend nicht in der Startelf steht. Bereits weit vor diesen Interviews wurde dem Boulevard durchgestochen, dass Boateng den Klub im Sommer verlassen werde. Eine Verlängerung, so heißt es, wurde vom Aufsichtsrat abgelehnt.

Kurz vor dem Anpfiff bestätigt Salihamidžić, dass Boateng am Ende der Saison “durch das große Tor” gehen werde. Das große Tor also. Der Umgang in den letzten Jahren wurde auch mit verdienten Spielern immer kälter. Rafinha etwa, der bei seiner letzten Möglichkeit, vor heimischem Publikum zu spielen, 90 Minuten auf der Bank saß. Oder eben Boateng, der schon 2019 mehrfach aus den eigenen Reihen angegangen wurde. Gerade Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge waren sich der einen oder anderen Spitze nicht zu schade.

Auch bei David Alaba darf durchaus mal hinterfragt werden, wie der Klub mit ihm umgegangen ist. Bevor sich Herbert Hainer auf einer professionellen Ebene sachlich und fair geäußert hat, war der Klub sehr darum bemüht, den Österreicher öffentlich zu diskreditieren. Alaba selbst, so viel ist klar, war sicher nicht unschuldig daran. Aber hat es der FC Bayern wirklich nötig, diese Geschichte in aller Öffentlichkeit zu befeuern? Der Umgang mit verdienten Spielern, er ist mitunter rauer geworden in den letzten Jahren.

Unruhe neben dem Platz

Es sind nur drei Beispiele, die jeweils anders gelagert sind. Aber neben dem Platz häufen sich die Themen, die letztendlich auch an Spielern nicht spurlos vorbeigehen können. Welche Spieler bleiben für die kommende Saison? Wer kommt? Und wer sitzt überhaupt auf der Trainerbank? Die Trainerdiskussion ist das zweite große Thema, das vor der Partie gegen Paris abermals groß aufflammt. Nachdem Rummenigge unter der Woche zum wiederholten Male klargestellt hatte, dass es aus Sicht des FC Bayern keinen anderen Plan gebe, als mit Flick weiterzumachen, tat der sich erneut schwer, auch nur ein klares Wort zu formulieren. Er wolle nichts dazu sagen und dabei sagt er dann eben doch recht viel.

Heißt das nun, dass Flick vielleicht doch lieber zum DFB will? Kann sein. Aufgrund der Klarheit, mit der die Verantwortlichen des FC Bayern sich äußern, scheint aber ein anderes Szenario realistischer zu sein: Flick will eine mächtigere Position, wenn es beispielsweise um die Kaderplanung geht. Dass Alaba und Boateng gehen, gefällt dem 56-Jährigen vermutlich überhaupt nicht. Beide sind wichtige Eckpfeiler seiner fußballerischen Idee.

Im Moment nutzt der Trainer jede sich ihm bietende Gelegenheit, um klar zu machen, dass er gar nichts klar machen möchte. Damit nimmt er zugleich in Kauf, dass auch die Spieler langsam genervt sind. Thomas Müller bemüht sich beispielsweise vor den Kameras stets darum, den Fokus wieder aufs Sportliche zu lenken. Trotz seiner Erfahrung und Abgezocktheit ist ihm anzumerken, dass das nicht spurlos an ihm vorbeigeht. Auf dem Platz meckerte Kimmich gegen Paris lautstark in Richtung Bank: “Wir spielen seit fünf Minuten mit einem Mann weniger, man! Ich glaub’ das nicht, ehrlich!” Gemeint war die Verletzung von Leon Goretzka. Es wäre nicht fair, daraus eine Ferndiagnose zu stricken, aber wirklich locker wirken die Bayern derzeit nicht.

Auch auf dem Platz herrscht langsam etwas Unruhe

Als es dann endlich zum Sportlichen kam, waren sie dennoch sofort da – mehr oder weniger. Am Ende verlieren sie dieses Spiel jedenfalls nicht, weil sie auseinander gefallen wären oder weil sich da irgendjemand nicht mehr zu 100 % reinwirft. Sie verlieren es, weil es auf dem Platz Abstimmungsprobleme in wenigen entscheidenden Szenen gibt und weil vorn die Chancen nicht ausreichend genutzt werden.

Gerade die Abstimmungsprobleme sind es, die sich im Defensivverhalten durch die komplette Saison ziehen. Es ist nicht die Schuld von Einzelspielern. Das Team ist hier als Kollektiv anfällig für Fehler. Wann lässt sich ein Verteidiger fallen? Wann spielt er auf Abseits? Wann rückt er aggressiv heraus? Wann sollte die Mitte kompakt gehalten werden? Wann kann ich auch mal auf die Seite schieben? Wie reagiere ich bei Pässen zwischen die Linien? Diese Fragen stellen sich den Defensivspielern regelmäßig und pro Partie sogar sehr häufig. Eine kollektive Antwort darauf gibt es aber nur selten. Jeder beantwortet sie für sich, zu oft aber anders als sein Nebenmann.

Der “Defensivverbund” ist eher ein Haufen aus sehr guten Einzelspielern, die in der Lage sind, die fehlende Abstimmung in sehr vielen Situationen im Alleingang zu beheben. Doch das klappt nicht immer. In der Champions League wird das in der Regel bestraft und auch in der Bundesliga ist das Spiel schon bekannt. Beim 0:1 gegen Paris kommuniziert Hernández zu wenig mit Kimmich, trabt dann selbst nur hinterher. Auch Alaba, Süle, Pavard und Goretzka stimmen sich nicht entsprechend ab, sind dann zwar irgendwie dabei, können aber trotz Überzahl nicht entscheidend eingreifen, weil sie schlecht positioniert sind. Das 0:2 resultiert ebenfalls aus einer Situation, in der die Verteidiger mal mehr, mal weniger energisch herausrücken. Kimmich bekommt keinen Druck auf Neymar, der lange Ball fliegt trotz bayerischer Überzahl zu Marquinhos. Zuordnung? Keine. Sobald die Bayern keine Grundordnung haben, sind sie im Dauerschwimmmodus. Ein Problem, das Flick schon in der letzten Saison hatte. Nur wurde es durch den herausragenden Lauf überdeckt.

Nach vorn ist das Spiel der Bayern ein gänzlich anderes. Tiefenläufe, schicke Kombinationen, variable Angriffe, viele Torraumszenen – einzig die Tore fallen am Mittwochabend nicht oft genug. Ein Vorwurf ist den Spielern hier aber nur bedingt zu machen, auch wenn die eine oder andere Szene noch konsequenter hätte ausgespielt werden können. Letztendlich fehlten mit Lewandowski und Gnabry die abschlussstärksten Spieler. Es sind somit vor allem die Defensivprobleme, die eine gute Ausgangssituation kosten.

Abstimungsprobleme auch neben dem Platz

Abstimmungsprobleme, die, will man es etwas populistisch formulieren, ein Spiegelbild dessen sind, was neben dem Platz passiert. Der FC Bayern bekommt im Moment keine Ruhe rein und auch wenn die Spieler damit umgehen können, so würde wohl niemand bestreiten, dass es angenehmer für sie wäre, würde es nicht so viele Themen außerhalb des Platzes geben.

Im Mittelpunkt stehen immer wieder Flick und Salihamidžić. Ersterer ist unzufrieden mit der vergangenen Transferperiode und den begrenzten Möglichkeiten, die sich ihm bieten. Letzterer hält sich öffentlich hinter Phrasen bedeckt und ist zumindest darum bemüht, nicht noch weiter Öl ins Feuer zu kippen. Fakt ist aber, dass Salihamidžić und der FC Bayern nicht zufrieden sein können damit, wie sich die meisten Neuzugänge in dieser Saison präsentieren.

Bouna Sarr, Marc Roca und Douglas Costa sind unterschiedlich gelagerte Problemfälle. Unterschiedlich gelagert, weil der Transfer von Roca anders zu bewerten ist als jene von Costa oder Sarr. Zwar dürften sich die Münchner auch hier mehr erhofft haben, doch im Vergleich zu Costa oder Sarr hat er noch alle Möglichkeiten, sich entsprechend zu entwickeln. Letztere hingegen konnten, so viel ist jetzt schon klar, die Erwartungen definitiv nicht erfüllen.

Verkorkste Kaderplanung?

Während Costa aber als Leihgabe nach wie vor jemand ist, bei dem als vierter Flügelspieler und aufgrund des Aufstiegs von Musiala wenig Fläche für Kritik an Salihamidžić vorhanden ist, kommen bei Sarr viele Fragen zusammen. Vordergründig hinsichtlich der Qualität des Spielers, aber auch finanziell ist kaum zu erklären, warum für ihn 10 Millionen Euro ausgegeben wurden. Der Markt ist für Rechtsverteidiger kompliziert, insbesondere in Coronazeiten, aber diese Ablöse und ein Vierjahresvertrag lassen sich sowohl retrospektiv als auch aus der damaligen Perspektive heraus kaum rechtfertigen. Wer jetzt hauptverantwortlich für den Transfer ist, ist nach wie vor unklar. Der Spieler selbst sagte, dass Flick ihn wollte. Trotzdem muss die Entscheidung natürlich von oben getroffen werden.

Doch Salihamidžić hat auch dafür gesorgt, dass Flick flexible Spieler wie Pavard, Hernández, Sané oder Choupo-Moting zur Verfügung hat. In den letzten Jahren hat sich der Klub darum bemüht, den Kader auszudünnen. Das fiel den Bayern in den letzten beiden Transferperioden auf die Füße, als man versucht hat, ihn wieder breiter aufzustellen. Salihamidžić hat aber immerhin erkannt, dass 16-17 Feldspieler nicht ausreichen, um die eigenen Ansprüche zu erfüllen. Rein von der Anzahl an Spielern her ist der Kader in dieser Saison ausreichend breit.

Dass das qualitativ nicht immer aufgeht, liegt an verschiedenen Faktoren wie engem Spielplan, fehlender Sommervorbereitung, der Coronasituation insgesamt (teambuilding und finanziell), aber eben auch daran, dass Salihamidžić sich bei Sarr und Costa verschätzt hat. Dass die Neuzugänge mitunter mehr Qualität haben, als ihnen zugetraut wurde, zeigt Choupo-Moting aktuell. Mit etwas Selbstvertrauen und Spielpraxis weiß er durchaus zu überzeugen, zeigte zuletzt zweimal gegen sehr starke Gegner gute Leistungen. Er ist jemand, auf den sich Flick eigentlich verlassen könnte und der verschiedene Positionen bekleiden kann.

Flick trägt auch Verantwortung

Flick aber wirkt bisweilen fast schon trotzig, wenn es um Rotation geht. Einerseits aus nachvollziehbaren Gründen der Stabilität. Natürlich ist es für alle Trainer in dieser Saison schwer, Spieler zu integrieren. Aber zeigen nicht vor allem die Beispiele Sané und Choupo-Moting, dass es durchaus möglich ist, sie mit angemessenem Risiko an die Mannschaft heranzuführen? Warum bekam Roca beispielsweise diese Gelegenheit nie, obwohl er in einigen Spielen zumindest gute Ansätze gezeigt hat?

Es ist verständlich, dass Flick gerade dann nicht viel rotiert hat, als es in der Liga um zu viel ging. Doch es gab auch viele Momente, in denen er Spieler unnötig links liegen ließ, die er in der jetzigen Situation gut gebrauchen könnte. Auch Spieler, die eigentlich näher an der ersten Elf dran sind als beispielsweise Roca. Wie stark die Vorwürfe des Trainers in Richtung Sportvorstand wirklich sind, ist nicht klar. Dass eine gewisse Zeitung gern mehr aus kleinen Geschichten macht, als letztendlich wirklich dran ist, ist bekannt. Doch Flick sollte nicht so tun, als wäre allein die Kaderplanung dafür verantwortlich, dass er jetzt kaum Optionen zur Verfügung hat.

Beschweren darf sich der FC Bayern über die Berichterstattung aber auch nicht. Wer sich mit besagter Zeitung immer wieder derart ins Bett legt, muss damit rechnen, dass die erstbeste Gelegenheit ausgenutzt wird, sobald es einen Anlass gibt. Die Münchner scheinen daraus auch nicht zu lernen, kennen sie dieses Spiel doch bereits seit Jahren. Intern gibt man sich gern mal überrascht darüber, wie viel das Blatt weiß. Doch diese Überraschung ist allenfalls gespielt. Natürlich weiß man, wer im Klub welchen Zugang zu welchen Redaktionen hat. Und selbst wenn nicht, wäre es wohl ein Einfaches, denjenigen zu finden, der Interna immer wieder durchsteckt. Interesse daran scheint nicht zu bestehen und so sollte sich an der Säbener Straße auch niemand darüber wundern, wenn mal wieder überspitzte Geschichten veröffentlicht werden.

Positionierung im Machtgefüge

Was bei aller Unklarheit darüber, wie tief die Risse im Verhältnis zwischen Trainer und Sportvorstand wirklich sind, aber sehr wohl klar ist: Es gibt Konfliktpunkte, die über einfache Reibung zum Wohle des Klubs hinausgehen. Konfliktpunkte, die am Ende nicht einfach nur darüber entscheiden, ob Flick auch im nächsten Jahr noch auf der Bayern-Bank sitzt. Sie entscheiden mittlerweile auch darüber, wie erfolgreich diese Saison noch wird.

Denn gerade weil der FC Bayern so viel Angriffsfläche nach außen bietet, entsteht Unruhe, die schnell die Mannschaft negativ beeinflussen kann. Es ist gewiss nicht neu, dass es in München schnell mal unruhig wird, sobald es nur den kleinsten Anlass dazu gibt. Neu wäre es aber, wenn interne Machtkämpfe dazu führen, dass der sportliche Erfolg aufs Spiel gesetzt wird.

Dass es diese geben würde, war absehbar. Rummenigge befindet sich bereits auf seiner Ehrenrunde, Hoeneß ist mehr in den Hintergrund getreten. Der Klub braucht neue starke Führungskräfte, die sich nun immer mehr positionieren werden. Ein reibungsloser Übergang? Utopie. Egal wie gut die Zeit nach den beiden Machern des heutigen FC Bayern vorbereitet ist, es wird eine Verschiebung der Hierarchien und Machtverhältnisse stattfinden. Und natürlich werden Kahn und Salihamidžić ausloten müssen, wie ihre Zusammenarbeit in Zukunft aussieht.

In München müssen sie wieder zueinander finden

Mit Flick scheint nun aber auch der Trainer kräftig mitzumischen, wenn es um die Verteilung der Macht geht. Der FC Bayern war schon immer ein Klub, der von oben geführt wurde. Während es in Europa viele Beispiele gibt, in denen Trainer immer mehr Macht erhalten, was Kaderplanung und Transfers anbelangt, war und ist man in München stets darum bemüht, den Trainer zwar einzubinden, aber das letzte Wort bleibt bei der Führungsetage. Dass das zu Reibung führen kann, zeigten die Beispiele van Gaal und Guardiola. So ergeht es jetzt auch Flick, der zurecht eine stärkere Einbindung fordert, wenn der Klub langfristig mit ihm plant.

Salihamidžić aber hat trotz der Kritikpunkte viele Argumente auf seiner Seite. Das wohl stärkste: Er ist der sportliche Leiter in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte. So schlecht kann ein Kader nicht zusammengestellt sein, wenn er die Champions League gewinnt und trotz aller Probleme weiter so erfolgreich Fußball spielt. Der FC Bayern fuhr auch immer gut damit, sich nicht zu sehr auf einen Trainer festzulegen. Mitbestimmung bei Transfers ist wichtig, aber es muss klare Grenzen geben. Wenn ein Trainer zu stark in den Kompetenzbereich des Sportvorstandes eingreift, kann das nicht nur schädlich für das Arbeitsverhältnis sein, sondern auch für den gesamten Klub. Zugleich schützt Salihamidžić der Erfolg aber nicht vor der Kritik, dass die letzte Transferperiode alles andere als optimal verlief. Auch unter Berücksichtigung der Coronasituation. Zwar musste er vieles ausbaden, was er zu großen Teilen nicht maßgeblich zu verantworten hatte (beispielsweise die Idee, den Kader zu verkleinern oder die Entscheidung für Niko Kovač), aber das schützt nicht vor der Benennung von tatsächlichen Fehleinschätzungen. Die letzte Verantwortung trägt immer er.

Flick muss trotzdem aufpassen, dass er den Bogen jetzt nicht überspannt. Er hat ebenfalls gute Argumente auf seiner Seite. Ohne ihn wäre dieser Erfolg wohl ebenso kaum möglich gewesen. Gleichzeitig ist die Hierarchie jedoch eindeutig festgelegt: Salihamidžić ist sein Vorgesetzter. Und selbst wenn es immer wieder Reibungspunkte gibt, so müssen alle Beteiligten in der Lage sein, Kompromisse zu finden. Auch und gerade Flick, der es sich nicht herausnehmen sollte, seinen Vorgesetzten öffentlich bloßzustellen. Im Zweifelsfall wird er derjenige sein, der diesen Machtkampf verliert und dessen Ruf Schaden nimmt.

Er täte gut daran, sich zu den Konfliktpunkten wirklich nicht mehr zu äußern, wenn er vorgibt, sich nicht mehr äußern zu wollen. Flick mag seine Gründe dafür haben, dass er in aller Regelmäßigkeit Türen aufreißt, die vom Klub geschlossen werden. Und diese müssen nicht mal zwingend darauf hindeuten, dass er den Klub verlassen möchte. Aber in der jetzigen Situation ist es als Trainer des FC Bayern seine Aufgabe, sein Ego zurückzustellen. Zumindest bis es wieder ruhiger geworden ist an der Säbener Straße.



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  1. Danke Justin! Tut gut mal einen ausgewogenen Artikel zu lesen. Du triffst mMn die aktuelle Situation sehr gut.

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    1. +1.
      Fairer Artikel, wobei ich in einem Punkt widersprechen möchte.
      Sarr hat klar kommuniziert, dass er der Wunschspieler des Trainers gewesen ist.
      Die Fehlentscheidung muss sich also nicht Salihamidzic auf die Fahne schreiben.

      1. War nicht Dest der Wunschspieler von Flick? Vielleicht war nach dem gescheiterten Transfer Sarr dann die Option 2 oder 3.

      2. Erstmal danke.

        Was Sarr angeht: Letztendlich ist Brazzo der, der die Verantwortung für die Transfers trägt. Ob Sarr nun vom Trainer, Scout oder Balljungen vorgeschlagen wird, ist da zweitrangig. Wenn ich einen Artikel schreibe, in dem steht dass Robert Lewandowski 34 Tore geschossen hat, obwohl es 35 sind, dann kann ich zwar sagen, ich habe das so gesagt bekommen, aber es bleibt mein Fehler, dass ich es nicht entsprechend überprüft habe.

        Insofern ist Salihamidzic sicher nicht allein verantwortlich für irgendetwas, aber stets derjenige, der die letzte Verantwortung trägt.

      3. @Justin:
        Grundsätzlich richtig, aber ich finde es falsch Salihamidzic vorzuwerfen, dass er Flick einen Transferwunsch erfüllt hat.

      4. Laut Aussage von Flick wäre Dest sein Wunschspieler für die Position gewesen. Du machst Sarr aufgrund dieses Satzes zu Flicks Wunschspieler, ein Satz, der in Bezug auf das Freundschaftsspiel gegen Olympique Marseilles gefallen ist:
        “Ich habe ganz gut gespielt. Ihr Trainer schätzte meine Leistung und sagte mir, er wolle mich holen”, sagte er bei RMC Sport.

        Es könnte sein
        – daß Flick aufgrund dieses einen Spiels tatsächlich Sarr als Alternative zu Dest gesehen hat
        – daß Salihamidzic Flick schon vor dem Spiel gebeten hat, auch mal ein wenig auf den Rechtsverteidiger zu achten (“Den Dest bekommen wir nicht, schau mal den an”)
        – daß Salihamidzic während dem Spiel mit Flick über Sarr gesprochen hat, und Flick sich dann halt gesagt hat “Dann von mir aus den, besser als gar keinen”

        Klar ist lediglich, daß offenbar nach dem Spiel eine Entscheidung in die Richtung getroffen war, und dann wird sich Flick sicher nicht hinstellen und sagen: “Ich halt von dir gar nix, aber der Sportdirektor bekommt keinen anderen Transfer für die Position auf die Reihe” … Dann sollte man bei solchen Dingen auch die Sprachbarriere nicht unterschätzen – ich weiß nicht, wie gut Flick Französisch spricht, bzw Sarr Deutsch/Englisch/was auch immer.

        Kurz gesagt: es kann sein, daß die Initiative tatsächlich hauptsächlich von Flick ausging, wer weiß. Es kann aber auch Salihamidzic der Hauptakteur gewesen sein. Dazu müßte man die beiden mal fragen, aus Sarrs Interview läßt sich das einfach nicht erkennen.

      5. @Christopher:
        Flick hat irgendwann tatsächlich mal gesagt, Dest wäre der gemeinsame Wunschspieler von Brazzo und ihm gewesen. Die Nummer 2 auf der Liste könnte, so den damals intensiven Gerüchten zufolge, Aarons gewesen sein.
        Vielleicht war Sarr dann die Nummer 3?

        Die These Flick hätte Sarr quasi beim Kick gegen Marseille gescoutet, nun ja? Man muss sich da noch mal reindenken. Das war unser Vorbereitungsspiel nach der Liga und vor der CL. Das war ein lockerer, freundlicher Kick, bei dem alle bemüht waren sich nicht weh zu tun. Sarr war da eine Halbzeit dabei, hatte ca. 25 Ballkontakte und bestritt 5 Zweikämpfe von denen er 4 verlor. Kein Mensch, der noch halbwegs bei klarem Verstand war, wäre auf die Idee gekommen da irgendwas draus abzuleiten. Zumal zu diesem Zeitpunkt ja offensichtlich Dest immer noch Ziel Nummer 1 war.
        Die einzige vernünftige Erklärung für das Sarr-Zitat ist, dass Flick in Kenntnis der Transferpläne (ich unterstelle einfach mal Brazzo spricht mit ihm) am Rande des Spiels was in dem Sinne gesagt hat “Junge wir haben dich im Auge, iss deine Suppe, geh früh schlafen, dann wird das vielleicht was mit uns”.
        Dass er ein erklärter Wunschspieler von Flick gewesen sein sollte, gibt einfach keinen Sinn.

      6. @JP:
        Ich sehe wenig Interpretationsspielraum in Sarrs Aussage.
        Und die These des großen Missverständnisses aufgrund der eventuellen Sprachbarriere erscheint mir etwas weit hergeholt.
        Die werden sich nicht mit Händen und Füßen unterhalten haben.
        Da wird Flick wohl pfiffig genug gewesen sein, einen Dolmetscher dabeigehabt zu haben, falls benötigt.
        Was man auf jeden Fall festhalten kann ist, dass Sarr Flick nicht aufs Auge gedrückt wurde.
        In die Entscheidung war er Minimum involviert, wahrscheinlich federführend.

    2. Ja, wirklich gute Einschätzung der Gesamtsituation. Für mich ist die schlechte Kommunikation nach innen und aussen ein Hoeness-Erbe und ich hoffe inständig, dass Kahn und Hainer hier mehr Taktgefühl und Weitsicht zeigen. Für einen Sportvorstand ist es auch keine Auszeichnung, wenn es ständig interne Querelen mit Spielern oder dem Trainer gibt und diese dann auch noch öffentlich breitgetreten werden. Das bedeutet nicht, dass alle handelnden Personen nicht auch grosse Verdienest haben, aber in dem Punkt muss sich die Vereinsführung verbessern. Allein wie die ganze Boateng-Geschichte gelaufen ist, ist doch zum Haareraufen: perfekte Punktlandung, die Nicht-Verlängerung vor Anpfiff des CL-Viertelfinals zu verkündigen. Solche unpassenden Aktionen kommen normalerweise nur von Spieler/Beraterseite (Haaland).

  2. Ich finde die Situation wirklich gut dargestellt. So sehr ich Flick letzte Saison für seine Entscheidungen gefeiert habe,
    so sehr kritisiere ich, das aktuell anscheinend Entscheidungen aus politischer und nicht sportlicher Sicht getroffen werden. Ich erinnere mich z.B. das Anfang der Saison Lucas auf einmal so gelobt wurde vom Trainer weil seine “Galligkeit” im Zweikampf der Abwehr spürbar geholfen hat sich zu stabilisieren. Dafür findet er sich dann dauerhaft auf der Ersatzbank wieder, dafür spielt Alaba immer. Vor 2 Wochen erzählt Hansi jedem Reporter das der Zwist mit Salihamidzic beigelegt ist um nun wieder in jedem Interview geschickt auf seine Vorgesetzten zu zeigen. Dann soll er doch bitte klar sagen was er möchte oder eben nicht. Aber dieses wochenlange rumgeiere beschädigt alle, auch ihn.

  3. Danke für den tollen Artikel!!

  4. Toller Beitrag! 100% Zustimmung

  5. Ein sehr ausgewogener Artikel, der genau der Realität, die nun einmal irgendwo zwischen den Extrempositionen, die in diesem Forum vielfach auftauchen, liegt. Einen klitzekleinen Einwand habe ich noch: Natürlich war Rafinha enttäuscht, dass er gegen Frankfurt nicht mehr ran durfte. Hier muss man allerdings sagen, dass es kein bedeutungloses Spiel war, sondern das entscheidende Spiel um die Meisterschaft und man damals nur drei Mal wechseln durfte und zwei der drei Wechsel (einen günstigen Spielverlauf vorausgesetzt) für die beiden Legenden Robben und Ribery “reserviert” waren. Als Goretzka in der 38. Minute beim Spielstand von 1:0 für Bayern verletzt ausgewechselt werden musste, gab es 2 Optionen: entweder positionsgetreu wechseln, d.h. Renato Sanches für Goretzka bringen, oder den erfolgreichen und eingespielten Abwehrverbund auflösen und Kimmich ins Mittelfeld stellen und dafür Rafinha als RV bringen. Kovac hat sich (für mich verständlich) für Sanches entschieden, der ein mehr als ordentliches Spiel machte und sogar das vorentscheidende 3:1 schoss.
    Jetzt werde ich noch ein bisschen zynisch bzgl. Wechseln (du hast den Sachverhalt ja in deinem Artikel angesprochen): Man kann natürlich auch in einem CL-Viertelfinale erst einen Spieler zum Warmmachen schicken, diese Idee dann wieder verwerfen und einen anderen Spieler bringen und somit 5 Minuten vergeuden. Die Chronologie ist hier gut nachzulesen:
    https://www.sport1.de/fussball/champions-league/2021/04/stinksauer-darum-bruellte-kimmich-nach-der-goretzka-auswechslung
    Ich finde, es ist kein Ruhmesblatt für einen Trainer, wenn er erst einmal überlegen muss, ob er bei einem Rückstand die offensivere Variante mit Davies oder die defensivere Variante mit Boateng wählt. Hier schließt sich finde ich der Kreis zu einem weiteren gut analysierten Punkt deines Artikels, nämlich der Aversion von Flick gegenüber Rotation. Der Gedanke in diesem Fall überhaupt an eine Einwechslung von Boateng zu denken, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass Flick Hernandez viel zu selten in der IV gebracht hat, obwohl es dazu massig Gelegenheit gegeben hätte. Es zeigt, dass er es ihm eigentlich nicht zutraute und erst durch das 0:2, das in der Zwischenzeit fiel (evtl. weil Goretzka den Schritt mit Marquinhos nicht mehr mitgehen konnte?) quasi dazu gezwungen wurde.
    Flick ist für mich – so wie er sich in dieser Saison zeigte – besser als Nationaltrainer geeignet, denn da muss er (wenn nicht gerade das Verletzungspech während eines Turniers zuschlägt) keine Kompromisse bei der Aufstellung eingehen und kann die Mannschaft, die er als stärkste Option betrachtet, durchspielen lassen. Im Verein klappt das unter normalen Bedingungen nicht. In der Phase von November 2019 bis Dezember 2019 kamen wir schon einmal auf dem Zahnfleisch daher, weil die Muskelverletzungen sich häuften. Wir wären auch spätestens im April 2020 wieder ähnlich getaumelt wie wir es im April 2021 tun, wenn es nicht die Corona-Pause und die Umkremplung des Spielplans gegeben hätte. Das muss auch mal gesagt werden dürfen. Es soll Flicks Leistung, die er von November 2019 bis August 2020 brachte, übrigens nicht schmälern, sondern nur zeigen, dass er als Alltagstrainer nicht perfekt ist. Nicht perfekt heißt in meinem Sprachgebrauch übrigens explizit nicht ungeeignet. Es heißt allerdings, dass er – sollte er bei uns bleiben – in gewisser Hinsicht auch noch dazulernen muss und zwar dann, wenn es darum geht, auch Spieler spielen zu lassen, die seinen Vorstellungen vielleicht nicht zu 100% entsprechen. Dass dieser Aspekt einen Sportdirektor nerven kann, sollte man nämlich auch fairerweise akzeptieren. Wir haben keinen einzigen Spieler in unserem Kader, der absolut unbrauchbar für die meisten Spiele während des Jahres wäre. Durch permanente Nichtberücksichtigung schafft man es allerdings, dass Spieler die Leistung, die sie abrufen könnten, nicht mehr abrufen können, weil ihnen jegliches Selbstvertrauen fehlt.

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    1. Perfekt ausgedrückt!

    2. “In der Phase von November 2019 bis Dezember 2019 kamen wir schon einmal auf dem Zahnfleisch daher, weil die Muskelverletzungen sich häuften.”

      Wenn das so war, dann ist das nicht unbedingt Flicks alleinige Schuld gewesen, seine Zeit als Cheftrainer begann am 4. November 2019. Die Phase im November/Dezember 2020 ist sicherlich aussagekräftiger für die Frage, inwieweit der Flicksche Stil Verletzungen fördert oder nicht. Soweit ich mich erinnere, hatte das Team da nicht unbedingt übermaßig viele muskulär bedingte Ausfälle zu verzeichnen. Angesichts der fast nicht vorhandenen Sommerpause spricht das eher gegen die These, daß die Spieler unter Flick verheizt werden. Die Probleme jetzt sind zumindest zum Teil auch durch die Länderspielpause bedingt (Lewa, Süle, Goretzka). Wobei ich den Begriff “Taumeln” für etwas übertrieben halte – es gab zwei schwere und (vor-)entscheidende Partien, beide wurden respektabel bestritten, einmal war das Ergebnis positiver als nach Spielverlauf zu erwarten, einmal negativer. Daß das Team im April 2020 unter Non-Corona-Bedingungen ins Straucheln gekommen wäre, ist Spekulation – hätte passieren können, hätte auch nicht passieren können. Mit deiner Formulierung stellst du das quasi als sichere Tatsache hin, vor der uns nur die Corona-Saison gerettet hat.

      Ob und inwiefern Flick sich noch ändert in Bezug auf die Kaderrotation ist eine interessante Frage, wahrscheinlich aber eine eher akademische – diese Saison besteht womöglich aus nur noch 8 Spielen in meist wöchentlichem Rhythmus. Und nächste Saison steht in den Sternen, seit gestern halte ich einen Verbleib Flicks für unwahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, daß der Verein einen vernünftigen Plan in der Tasche hat. Man könnte ja spekulieren, daß das Nicht-Verhandeln mit Boateng darauf hindeutet, daß der Löw in der Puppenkiste los ist…

      And now for something completely different: In Justins Artikel finde ich die relativ häufigen Hinweise darauf, daß Salihamidzic der “Vorgesetzte” Flicks ist, eher fehl am Platz. Da schwingt ein wenig ein Hierarchie-Verständnis mit, daß eigentlich obsolet sein sollte, und auch ziemlich gefährlich ist. Denn der Chef mag zwar die Entscheidungsmacht haben, mehr Kompetenz hat er deswegen noch nicht. Viele Unternehmen haben das inzwischen begriffen, bzw mußten es begreifen, wenn sie erfolgreich bleiben wollten. Gerade das Verhältnis Trainer Sportdirektor sollte in Bezug auf die Kaderplanung eines auf Augenhöhe sein. Gerade bei dauerhaft erfolgreichen Clubs halte ich das für normal. Dazu muß man nicht mal nach England gehen (Ferguson, Wenger), auch Klopp in Dortmund hat vermutlich beim Spielerkauf mindestens so großen Einfluß wie Zorc gehabt. Nun ja, ob die Art, auf die der der FC Bayern gerade agiert, zukunftsträchtig ist, wird sich weisen. Wir werden’s beobachten.

    3. “Der Gedanke in diesem Fall überhaupt an eine Einwechslung von Boateng zu denken, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass Flick Hernandez viel zu selten in der IV gebracht hat, obwohl es dazu massig Gelegenheit gegeben hätte.”

      Sorry, aber das sind nichts weiter als unbeweisbare Mutmaßungen, die nur benutzt werden, um weitere, frühere Mutmaßungen, die immer schön recycelt werden, wahrscheinlicher erscheinen zu lassen, beruhend auf einer ursächlichen Deutungsintentionalität. Alles wird immer auf Hernández perspektiviert, als sei das der gordische Knoten, den es zur Lösung aller Probleme zu durchschlagen gilt und dem im Gesamtgefüge eine Bedeutung zugemessen wird, die ihm einfach nicht zukommt, und die er auch nicht hätte, wäre da nicht die astronomische Ablösungssumme.

      1. @severalseasons:

        Alles wird immer auf Hernández perspektiviert, als sei das der gordische Knoten, den es zur Lösung aller Probleme zu durchschlagen gilt und dem im Gesamtgefüge eine Bedeutung zugemessen wird, die ihm einfach nicht zukommt, und die er auch nicht hätte, wäre da nicht die astronomische Ablösungssumme.

        Fragen wir Thomas Müller zu dem Thema:

        “Ein besonderer Dank geht an Lucas Hernández – was du jedes Mal für uns tust, wenn du ins Spiel kommst, ist besonders”.

        Der Junge hat ein unglaubliches Standing in der Mannschaft.
        Wie der involviert sein könnte ins Gesamtgefüge, wenn er vernünftig Spielpraxis bekommen hätte, werden wir hoffentlich nächste Saison erfahren.

      2. Dann erkläre mir mal bitte, wieso man im Falle der Verletzung von Goretzka und der damit verbundenen Entscheidung, Alaba auf seine Position im Mittelfeld zu stellen, erst auf die Idee kommt, Boateng zu bringen. Der Sturm von PSG erfordert definitiv keine zwei großen Innenverteidiger, sondern eher wendige Spielertypen und beim Stand von 0:1 war klar, dass man in der Offensive mehr machen muss und dass hierfür Davies besser auf links geeignet ist, als Hernandez.
        Es ehrt dich, dass du Flick verteidigst. Ich finde allerdings, dass du in deinem ehrbaren Vorgehen mittlerweile schon fast eine Art Betriebsblindheit an den Tag legst, die der Objektivität, für die du so vehement eintrittst, entgegenwirkt. Es mag sein, dass Flick für vieles zu Unrecht kritisiert wird. Es ist aber definitiv auch so, dass er Fehler macht und diese Fehler nicht nur gemacht werden, weil andere etwas falsch gemacht haben.
        Dieses Zaudern und Zögern bei einer Einwechslung ist (welche Gründe es auch immer dafür geben mag) einfach nicht eines CL-Siegers würdig. Ein gewissen Joshua K. aus M. sieht das übrigens ähnlich, um mit einen beweisbaren Fakt zu schließen und nicht wieder in den Bereich der unbeweisbaren Mutmaßungen abzudriften.

      3. @Tobi13: Müller ist halt ein freundlicher Teamplayer, immer bemüht ums mannschaftsinterne Feng Shui. Aber auch diese Aussagen machen Willys konkrete Thesen, warum das in dieser Situation so gewesen ist, nicht beweisbarer.

      4. @severalseasons:

        Müller ist halt ein freundlicher Teamplayer, immer bemüht ums mannschaftsinterne Feng Shui. 

        Und dann pickt er sich nur einen Reservisten raus, um den überschwänglich zu loben?
        Halte ich für etwas weit hergeholt.

      5. @Willy: Es geht hierbei einfach um die Tatsache, dass du Symptomen (hier: dem Zögern) Ursachen zuschreibst (“einzig und allein der Tatsache geschuldet”), die Du einfach nicht kennen kannst, nicht darum, dass Flick nicht auch Fehler macht wie jeder. Und das benutzt Du, um auf die Hernández-Thematik einzuschwenken. Du behauptest, das Zögern habe etwas mit Hernández´ (fehlenden) Einsätzen auf der Innenverteidigerpostion zu tun (wo du übrigens vorher auch immer mal gefordert hast, er müsse Davies auf Außen vorgezogen werden), es aber kann mit allem Möglichen zu tun haben, mit Überlegungen ganz anderer Art, z.B. ob es (sogar von dir selbst ins Spiel gebracht, wenn ich nicht irre) nicht etwa günstiger wäre, noch eine Option für den Angriff in der Hinterhand zu behalten, indem man Davies erst noch draußen lässt etc. Oder mit einem Einwurf des Stabes usw., ich weiß das nicht. Ich fand es sehr richtig, dass Davies eingewechselt wurde, schneller wäre schöner gewesen. Nur ist halt auch keiner von uns konkret in so einer Entscheidungssituation gewesen. Du strickst immer sehr viele Thesen – was bleibt aber konkret davon übrig, was ist handfest? Mal angeschaut, wie sich Hernández vor dem 0:1 verhält? Er bleibt einfach stehen, läuft nicht mit zurück…ein Mann mehr auf dieser Seite wäre aber sehr nützlich gewesen.

      6. @Tobi13: Auch nicht weiter hergeholt als die Interpretation, Müller würde durch sein Lob Flick einen Denkanstoß geben wollen oder Hernández zum Fokalisierungspunkt adeln etc, oder was sonst auch immer dem Zitat deiner Meinung nach zu entnehmen ist. Mir scheint in all meiner fehlbaren Subjektivität der Einfluss, den Hernández bis jetzt auf unser Spiel genommen hat, wenn er dabei war, nicht der Wichtigkeit zu entsprechen, die die Frage, ob er nun spielt oder nicht, hier in den Diskussionen einnimmt. Gestern war er weder in der einen noch in der anderen Richtung ein entscheidender Faktor, in der Liga stehen wir vorne. Vielleicht beobachtet ja jemand hier genau das Training und kann uns weitere Auskünfte geben.

      7. @severalseasons:
        Irgendwas oder irgendwem wollte Müller was sagen.
        Ums Feng Shui wird es ihm aber wohl eindeutig nicht gegangen sein, sonst wäre sein Lob nicht so individuell ausgefallen.

      8. @severalseasons: in Bezug auf Hernandez habe ich immer wieder gefordert, dass er in eine regelmäßige Dreierrotation mit Davies und Alaba einbezogen werden müsste. Für mich haben wir 6 Abwehrspieler von internationalem Topformat und ohne die Verletzung von Davies und die teilweise nötigen Einsätze von Alaba im Mittelfeld hätten wir eine Reihenfolge nach Einsätzen, in der Hernandez deutlich hinter den sechs anderen Spielern stehen würde. Das finde ich nicht in Ordnung und scheinbar sehen das im Verein auch einige Leute so. Müller wird das vielleicht ähnlich empfinden, denn sonst hätte er sich nicht so wohlwollend über ihn geäußert. Wie sich Weltmeister verhalten können, die nicht oft spielen, haben wir nämlich in diesem Verein auch schon gesehen und damit meine ich nicht Thomas Berthold sondern einen aktuellen Spieler.
        Ob Hernandez oder Davies besser als LV geeignet sind, hängt für mich mittlerweile stark vom Gegner ab. Es gab allerdings eine Phase in dieser Saison, in der Hernandez mMn allgemein der bessere der beiden war und in dieser Phase hat dennoch meistens Davies gespielt. Ich kann aber ohne Weiteres zugeben, dass – wenn Davies dadurch wieder dauerhaft in die Form des Vorjahres kommt – die Entscheidung im Nachhinein richtig war. Gestern hat Flick mich mit seiner Aufstellung überrascht, weil ich nicht mit Hernandez statt Davies gerechnet hatte.
        Wenn du meinst, dass meine Thesen zu abstrus sind, kannst du mich das gerne weiter wissen lassen. Ich werde auch immer Gewehr bei Fuß stehen, wenn du mal wieder über einen Spieler, der in seiner ersten Saison lange verletzt war und in seinem zweiten Jahr mMn nach nicht so häufig eingesetzt wurde, wie es seinem Leistungsvermögen entsprechen würde, schon jetzt vorhersagst, dass er wohl nie einen größeren Einfluss auf das Spiel unseres Vereins haben wird, wie du heute mal geäußert hast.
        Noch mal zurück zum gestrigen Wechsel-Theater: egal ob meine These richtig ist oder nicht, bleibt es ein Armutszeugnis, wenn ein Trainer 5 Minuten braucht, um einen angeschlagenen Spieler in einem CL-Viertelfinale auszutauschen. Der Zeitpunkt für einen Wechsel, der die Offensive stärkt, war zu diesem Zeitpunkt längst gekommen und im Falle einer Verletzung vorne hätte man immer noch Musiala in der Hinterhand gehabt, dessen Nicht-Berücksichtigung ich ehrlich gesagt auch nicht ganz verstehe.

      9. @ severalseasons

        Du hast völlig recht

      10. @willy: Wenn ich dich nicht ernst nehmen und schätzen würde, würde ich auch nicht so darauf eingehen, wie ich es tue. Deine Ausführungen sind immer kenntnisreich, aber eben auch pointiert und reizen zur Auseinandersetzung damit. „Abstrus“ habe ich diese Thesen nicht genannt, sondern ich frage – manchmal – nach ihrer argumentativen Basis. Nenn es „kritische Soldarität“. Es gibt hier nur wenige, die sich trauen, auch mal zu schreiben, dass sie sich irrten (es gäbe da einige Kandidaten gerade im Hinblick auf rezente Äußerungen vor dem Mittwochspiel im Hinblick auf die Torgefährlichkeit/Chancenverwertung des PSG-Sturmes), und es ehrt dich, wenn du das hier in Sachen Davies einräumst. Ich habe auch kein Problem damit, dass ich eventuell falsch liege in der Spielereinschätzung bei Hernández: stellt er sich als Gewinn heraus, würde es mich extrem freuen, und ich kann dir versichern, dass ich das eingestehen würde. Ich kann in ihm noch nicht den Spieler mit absoluter Autorität erkennen, aber womöglich liegt das an meinen analytischen Defiziten und daran, dass du ihn aus seiner Vor-Bayern-Zeit besser kennst als ich. Die Frage danach, wie er sich in ein Team mit der aktuellen Bayern-Ausrichtung einfügt, darf man aber m.E. durchaus stellen, ohne dass das gleich den Tatbestand der Mäjestätsbeleidigung erfüllt.

        Ich bin im Augenblick sehr gefrustet von allem, was so aus der Management- und Vorstandsebene zu hören ist. Seit Heynckes` Abgang haben wir eine relativ unruhige Phase mit doch gewissen Kursschwankungen und “Notbremsen” erlebt (Ancelotti/Kovac). Mit Flick verbinde ich ursprünglich eine gewisse Hoffnung auf Kontinuität, die nun auch im Schwinden scheint. Die Probleme im Kader liegen m.E. eher im (defensiven) Mittelfeldbereich und im Zusammenhang mit Kimmichs Wechsel ins Zentrum (die jetzt, nach Thiagos Abgang, natürlich alternativlos ist). Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich bin mir nach wie vor unschlüssig bzw. sehr schwankend in meinem Urteil, ob diese Rochade gut war oder nicht, vor allen Dingen im Hinblick auf Thiagos Abgang. Du vermutest ja selbst einen Zusammenhang beider Vorgänge, und ich gebe dir durchaus Recht. Wenn du also einen flickkritischen Ansatz bei mir suchst, könntest du ihn hier finden. Ebenso in der Nichtberücksichtigung Rocas.

      11. @severalseasons

        Gut gesagt. Leider redest du natürlich gegen eine Wand.

      12. @severalseasons: Ich möchte mich auch für die kontroverse, aber auch konstruktive Diskussion bedanken, die wir in letzter Zeit und besonders heute geführt haben. Hart, aber immer im Bereich des Erlaubten oder auch internationale Härte genannt.
        Ich war erst strikt gegen die Versetzung von Kimmich und habe mich da schon vor 1 1/2 Jahren regelmäßig vor allem mit @918 kontrovers ausgetauscht, weil ich der Meinung war, dass Kimmich als Sechser nur Durchschnitt ist und als RV in die Weltklasse vorstoßen könnte. Mittlerweile habe ich meine Meinung hier komplett revidiert. Kimmich ist für mich im Mittelfeld nicht mehr weg zu denken und vom Gesamtpaket her wegen seiner Körpersprache, Torgefährlichkeit und Zweikampfhärte sogar wertvoller als Thiago. Thiagos Spielintelligenz und Technik wird er zwar nie erreichen, aber dafür kann er mit diesen anderen Attributen eben punkten. Da ein Gespann aus den beiden zu oft nicht funktioniert hat, war eine Trennung von Thiago eben die bittere Pille, die wir deswegen schlucken mussten. Kimmich als offensiver RV war natürlich ein Wucht. Ich bin jedoch auch hier der Meinung, dass ein Pavard in der Form des Vorjahres auf dieser Position vom Gesamtpaket her wiederum keine Schwächung darstellt. Seine größten Pluspunkte sind die Kopfballstärke, die vor allem auch bei Standards wichtig ist und sein eher defensiveres Grunddenken. Mit einem verkappten Stürmer als linkem Verteidiger wäre mir ein Duo aus zwei stürmenden Außenverteidigern zu riskant. Ich gehöre da taktisch eher zur vorsichtigeren und vielleicht veralteten Gruppe, für die Abwehrspieler zu 50% + x immer noch erst für die Defensive zuständig sein sollten. Pavard gleicht somit für mich Davies Offensivdrang aus. Kimmich und Davies würde auf lange Sicht vor allem gegen die wirklich starken Gegner mehr Schaden hinten anrichten als nach vorne Konstruktives zu schaffen.
        Noch abschließend zu Hernandez: Dass er noch nicht lauter auftritt, liegt mMn einfach auch daran, dass er sich selbst noch nicht als Stammspieler sieht, weil er ja auch keiner ist. Er ist ein junger Spieler, der zwar schon Weltmeister ist, aber neben den ganzen Weltstars, die zum Teil ebenfalls Weltmeister sind und CL-Titel gesammelt haben, ist er noch keiner, der sich hier so einzubringen traut, wie wir uns das wünschen würden. Ich denke mit zwei französischen Nebenleuten und einer gezielten Vorbereitung werden wir nächstes Jahr einen selbstbewussteren Hernandez sehen. Ich bin da auch deshalb guter Dinge, weil Deschamps ihm durch all seine Krisenzeiten hindurch die Stange gehalten hat und Frankreich (anders als Deutschland) wirklich keine Abwehrprobleme hätte.

      13. @willy: Vielen Dank, und ich werde mich anstrengen, die verbalen Schärfen, die sich bei mir manchmal einstellen, in Zukunft zu mildern – weil das ja wirklich unnötig ist. Danke dir für deine Auskünfte und Erläuterungen, ebenso für den Hinweis, dass sich dein Urteil hinsichtlich der Kimmich-Rochade auch verändert hat. Thiago war für mich der bessere Allrounder und auch meistens genauerer Passgeber. Kimmichs Wechsel habe ich anfangs skeptisch gesehen, ich glaube @Turbo Batzi erging es ähnlich, dann fand ich ihn gut, mittlerweile bin ich mir wieder unsicherer, weil Kimmichs defensive Qualitäten m.E. nicht an die von Thiago heranreichen. – Auch wenn ich den FCB schon länger verfolge, so imponieren mir vor allem die Phasen, als wir auf beiden Seiten starke Paare hatten, so z.B. Alaba/Ribéry und Lahm/Robben. Ich gehöre auch zu den Leuten, die in van Gaals Wirken eine deutliche Zäsur der spielerischen Ausrichtung wahrgenommen haben, die inzwischen vor allem durch Heynckes und Guardiola ihre Optimierung und Verfeinerung erfuhr und seither als Spiel-“Philosophie” ins FCB-Grundgesetz Aufnahme gefunden hat. Die Dopplung eröffnet enorme Möglichkeiten fürs Offensivspiel und Pavard hat am Mittwoch gezeigt, dass er durchaus auch in der Lage wäre, sich mit einzuschalten. Kimmich wäre in der Rolle optimal, ist aber jetzt im Zentrum unabkömmlich. Wie würde wohl eine Statik aussehen, die Roca miteinbezieht?

  6. Ausgewogener Kommentar

    Nur unterschätzt der Autor den offensichtlich andauernden Machtkampf zwischen Hoeneß und Rummenigge.
    Das Thema Flick ist jetzt durch nachdem man bei RTL Kicker und vor dem Match Boa abservierte. Flick verbirgt jetzt auch nicht mehr seinen Entschluss um Vertragsauflösung zu bitten. Der Riss ist nicht mehr zu kitten.
    Kahn und Hainer sind bisher eine einzige Enttäuschung.
    Würde mich nicht wundern wenn Rummenigge als Konsequenz der Heckenschützerei vorzeitig seinen Hut nimmt.
    RBL werden nicht so ohne weiteres Nagelsmann freigeben- warum auch- die lecken jetzt Blut. ETH ? Viel Spaß mit vd Saar und Overmars- die haben Salihamidzic doch schon bei Dest vorgeführt.

    Sportlich wird es jetzt sehr schwer sogar die Meisterschaft zu gewinnen. Die Spieler sind für Flick durch das Feuer gegangen. Neuer und Müller haben erst verlängert nachdem Flick feststand. Auch Thiago und Alaba haben abgewartet bis es dann andere Optionen gab. Aber nächste Saison steht dann ja wieder der Alleskönner Tolisso zur Verfügung, der begnadete Tausendsassa.
    Die Verlängerungen mit Kimmich Goretzka Gnabry Coman werden keine Selbstgänger. Lewa Neuer Müller werden ab 2023 ihre Karriere woanders ausklingen lassen. Denn eine Erlärung wie gestern von Salihamidzic durch das große Tor zu geben werden sie sich nicht geben.
    Zahavi schon garnicht.

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    1. Ach, mein lieber alter Freund, was freue ich mich, dass du endlich zur Vernunft gekommen bist und uns an deinen Einsichten teilhaben lässt. Das hätte ich mir alles nicht schöner ausdenken können.
      Apocalypse now!

      1. Holen wir mal jetzt die Machiavelli Keule raus und machen Lothar zum Trainer?
        Oder doch gleich LVG? Oder Mehmet?
        Mehr SM wäre eigentlich nicht vorstellbar.
        Gibt es in der AA eigentlich schon eine Geisterbahn?

  7. Sehr guter, ausgewogener und einordnender Artikel.

    Einen Punkt möchte ich dennoch aufgreifen:
    “Salihamidžić aber hat trotz der Kritikpunkte viele Argumente auf seiner Seite. Das wohl stärkste: Er ist der sportliche Leiter in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte. So schlecht kann ein Kader nicht zusammengestellt sein”

    Wie hätte dieser Passus zur Zusammenstellung des Kaders wohl gelautet wenn Kovac die letzte Saison beendet hätte? Will sagen, Flick hat mit dem identisch (nicht schlecht) zusammengestellten Kader eine komplette Kehrtwende geschafft während Kovac dabei war die Karre in den Dreck zu fahren.

    Es ist also nicht allein die Zusammenstellung des Kaders, bei weitem nicht. Das spricht sowohl für Brazzo als auch gegen ihn, da die Titelserie letztendlich fast ausschließlich Flick zuzuschreiben ist. Natürlich kamen auch andere Umstände dazu wie eine Corona-Pause während Lewandowski verletzt war usw.

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    1. Sage ich ja auch nicht, aber während bei Kovač offensichtlich war, dass er mit dem Kader unterperformt, ist doch bei Flick ersichtlich, dass es bei Kovač größtenteils eben nicht am Kader lag. Der Kader kann gut zusammengestellt sein und das Team nicht erfolgreich. Aber andersherum wird es mMn kompliziert. Erfolg mit einem schlecht zusammengestellten Kader ist fast unmöglich. Zumindest in dieser ausgeprägten Form.

      1. Danke für dieses eindeutige Argument pro Flick. Der Sportvorstand wird nächste Saison sicher nicht auf der Trainerbank sitzen wollen. Dass die Kombination Flick/Mannschaft vermutlich vor allem zwischenmenschlich eine besondere Leistung hervorgebracht hat, haben ja so einige Kommentare der Spieler bestätigt. (Stichwort „geil drauf, den Fehler des anderen auszubügeln“ oder so ähnlich.) So eine Kombination aufzugeben wäre schon etwas fahrlässig.

      2. Ich möchte noch hinzufügen, dass der Kern der Mannschaft aus einer Zeit stammt, in der Brazzo noch gar nicht da war. Neuer, Alaba, Boateng, Süle, Kimmich, Thiago, Lewandowski, Gnabry, Coman usw. waren alle schon da. Da hat er von der Leistung seiner Vorgänger profitiert und selbst nur einen relativ kleinen Beitrag geleistet. Dass er wirklich ein guter Sportdirektor/-vorstand ist, hat er noch nicht bewiesen, dafür hat er zuviele Leihen und Käufe mit Ausstiegsklauseln zu hohen Preisen gemacht. Wie nachhaltig er arbeitet, wird sich in den kommenden 2-3 Jahren zeigen, wenn wir Alaba, Thiago, Boateng und evtl. auch Müller und Lewa ersetzen müssen. Wird es er dann schaffen, halbwegs gleichwertigen Ersatz zu holen ohne dass wir irrwitzige Summen ausgeben? Werden wir dann weiterhin in der CL vorne mitmischen?

      3. @Herrispezial
        Das kann man gar nicht oft genug betonen: Salihamidzic hat mit dem Sextuple-Kader so gut wie gar nichts zu tun. Die Grundlagen wurden alle vor seiner Zeit gelegt.
        Für ihn gilt tatsächlich das Klopp-Zitat: Er muss jeden Tag glücklich sein dass jemand auf die Idee gekommen ist ihn da dazu zu nehmen. Wir hätten nicht einen Punkt oder Titel weniger ohne ihn.

  8. Sehr gut recherchierter und ausgewogener Artikel. Eines der Argumente entpuppt sich aber beim genauen Lesen als Scheinargument:

    Salihamidžić aber hat trotz der Kritikpunkte viele Argumente auf seiner Seite. Das wohl stärkste: Er ist der sportliche Leiter in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte. So schlecht kann ein Kader nicht zusammengestellt sein, wenn er die Champions League gewinnt und trotz aller Probleme weiter so erfolgreich Fußball spielt.

    Genau daran scheiden sich doch die Geister: Welche der aktuellen Schlüssel- oder Unterschiedsspieler wurden denn von Brazzo geholt? M. W. kann man aus der ersten 11 da tatsächlich nur Hernandez und Davies nennen. Also 2. Aus meiner Sicht als “Hauptargument” nicht tragfähig.

    Antwortsymbol24 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sanè, Pavard, Goretzka, Süle?

      Über den Begriff Schlüssel/Unterschiedsspieler kann man sicher diskutieren, aber sie gehören auf jeden Fall zur ersten 11.

      1. Süle wurde nicht von Brazzo geholt. Und Goretzka hätte jeder Bundesligist gern ablösefrei geholt. Bayern war schlicht der einzige, der sein Gehalt zahlen konnte, auch in puncto Gehaltsgefüge. Pavard ist kein Schlüsselspieler, sorry. (War dafür jedoch sehr teuer)

      2. Sanè ein Schlüssel/Unterschiedsspieler??

        Mir wird heute noch schlecht, wenn ich mir vorstelle, Salihamidzic hätte für ihn vermutlich auch 100 Mio. auf den Tisch gepackt, hätte er sich nicht verletzt.

        Sanè macht viel Wirbel ja, aber allzu oft ohne positiven Abschluss. Irgendjemand im Forum nannte ihn bis jetzt nur ein “Talent”. Ich glaub das trifft es. Aber 100 Mio.- never ever!!

      3. @S.K.:
        Drittbester Scorer im Team hinter Lewandowski und Müller.
        Würde ich schon als Schlüsselspieler bezeichnen.

      4. Zu Zeiten vor Corona und ohne Verletzung hätten auch andere ohne mit der Wimper zu zucken 100 mio gezahlt.
        Ein 19jähriger Joao Felix hat schlappe 120 mio gekostet.
        Zu den Zeiten hat da kein Hahn nach gekräht, danl der Neymar-Nummer sind alle Preise durch die decke gegangen – auch wenn da dem ein oder anderen schlecht wird.

      5. Mit Süle und Goretzka hatte Salihamidzic nichts zu tun.
        Bleibt nach vier Jahren Tätigkeit? Wer?

      6. @BM:
        Wieso hat Salihamidzic nichts mit der Verpflichtung von Goretzka zu tun?

        Irgendwie eh ne schräge Frage, da die entsprechenden Namen hier genannt worden sind.
        Einfach etwas nach oben scrollen. ;)

      7. @BM:
        Wenn dich das Thema wirklich interessiert, kann ich dir diesen Artikel ans Herz legen.

        https://miasanrot.de/salihamidzic-sportvorstand-transfers/

    2. Pavard und Davies waren Stammspieler, Hernández hatte sich leider verletzt, war aber nicht ohne Anteil.

      Die Leihgeschäfte Perisic und Coutinho waren sehr schlau, weil man dadurch erfolgreich überbrücken konnte bis Sommer, um Sané dann doch für deutlich weniger zu holen.

      Bei Goretzka wird viel gestritten, ich weiß aber, dass er da nicht anteilslos war.

      Ist jetzt nicht so schlecht. Ein paar wichtige Verlängerungen fallen auch in seine Amtszeit. Ausgelassen habe ich jetzt die, die keinen Anteil am Triple hatten.

    3. Bei Sanes Verplichtung war er maßgeblich beteiligt, ebenso wohl auch bei Pavard, da der im gleichen Jahr kam wie Hernandez. Die Leihen von Perisic und Coutinho dürften auch nicht komplett ohne sein Zutun erfolgt sein und beide waren im Vorjahr auch wichtig. Bisher hatte er auch deshalb nicht die Möglichkeit, einen kompletten Kader zusammenzustellen, weil der Kader schon viele Klasse-Spieler beinhaltete, die in der Zeit vor ihm geholt wurden. Somit kann man wohl aufgrund der bisherigen Arbeit weder sagen, dass Brazzo in Sachen Kaderzusammenstellung ein Genie ist, noch behaupten, dass er diese Tätigkeit gar nicht beherrscht. Diese Einschätzung wird vielleicht ab nächster Saison etwas leichter, wenn z.B. im Abwehrbereich eine Viererkette spielt, die ausschließlich aus Spielern besteht, die unter Brazzos Ägide geholt wurden. Wenn das Quartett Pavard, Upamecano, Hernandez, Davies im April auch bei 50 Gegentoren stehen sollte, dann ist Kritik angebracht. In der Offensive wird ebenfalls nach der nächsten Saison einiges klarer werden, denn da werden demnächst auch Weichen gestellt, vor allem wenn es darum geht, die Verträge mit Goretzka, Gnabry und Coman zu verlängern bzw. falls nötig Ersatz für sie zu finden. Mit einer endgültigen Einordnung müssen wir uns also hier noch gedulden.

    4. Gute Ausführung, danke Euch!

      Dagegen müsste man dann die Abgänge von Alaba und Thiago rechnen. Aber genug der Beckmesserei.

      In der nächsten Transferperiode muss er mMn liefern, um nicht zur lame duck zu werden. Mit Upa und Richards sind ja auch gute Anfänge geglückt.

      1. Ich denke nicht, dass Alaba und Thiago auf Brazzos Kappe gehen. Bei Alaba haben wenn dann andere Verantwortliche das Porzellan zerschlagen. Bei Thiago weiß ich bis heute nicht, warum es zu einem Sinneswandel kam. Diesen Sinneswandel könnte man aber genauso gut damit begründen, dass sein Umdenken genau in eine Phase fiel, in der sich das Duo Kimmich und Goretzka immer besser einspielte und er möglicherweise merkte, dass es Zeit wird, etwas neues auszuprobieren. Das ist natürlich nur Spekulation.

    5. @Ju:
      Das ist eine schwache Argumentation in Bezug auf Goretzka. Der hätte zu diversen Topvereinen wechseln können. Da muss man schon so fair sein und anerkennen, dass es eine gute Aktion von Salihamidzic war, ihm ein Engagement beim FCB schmackhaft zu machen.

      Und ob Pavard nun ein Schlüsselspieler ist oder nicht, ändert nichts daran das er ein sauguter Transfer war.
      Immerhin Stammspieler in der erfolgreichsten Bayernmannschaft aller Zeiten.
      Da gibt es nichts kleinzureden.

      1. Das war keine Argumentation, das waren Tatsachen. Und Überzeugungskunst ist kein Bestandteil der Kaderplanung. Da kann man auch Flick den Kader Planen lassen und Brazzo soll die Gespräche führen. Wobei ich dahinstehen lassen würde, ob Goretzkas Gesamtpaket so viele andere zahlen wollten.

        Pavard Bestandteil der erfolgreichsten Mannschaft der Geschichte? Hm, also a) funktioniert/funktionierte die Mannschaft ebenso gut mit Kimmich und Süle auf rechts. Und b) schön, dass du das so anerkennst. Dann sollten wir aber alle Hebel in Bewegung setzen, dass Flick bleibt, oder? Ihm beispielsweise leicht machbare Wünsche erfüllen.

      2. @Ju:
        Versteh ich nicht.
        War es keine gelungene Aktion Goretzka zu verpflichten?

        “Er hatte die freie Wahl: Leon Goretzka hätte beim FC Schalke 04 verlängern können – zu einem Vereinsrekordgehalt.
        Internationale Top-Klubs wollten den Ex-Bochumer ebenfalls, unter anderem mehrere englische Vereine.
        Doch der Mittelfeldakteur entschied sich zu einem ablösefreien Wechsel zum FC Bayern München. Dort wurde er nun offiziell vorgestellt.
        Dabei bestätigte der deutsche Nationalspieler, dass auch Barça an ihm dran war. “Das ehrt einen natürlich”, erklärte er auf das Barça-Interesse angesprochen.”

        Zu a) Die Mannschaft hat aber nunmal mit Pavard funktioniert und damit muss man anerkennen, dass es ein sehr gelungener Transfer war.

        Zu b) In einem vernünftigen Rahmen auf jeden Fall.
        Wir sollten ihm nur nicht den Schlüssel zur Säbener geben.
        Ich nehme an mit leicht machbaren Wünschen meinst du eine Weiterverpflichtung von Boateng?
        Da fehlen mir deine Einblicke. Ich wage nicht zu beurteilen, ob das so leicht machbar wäre.

      3. “War es keine gelungene Aktion, Goretzka zu verpflichten?”

        Habe ich das gesagt? Existiert zwischen uns eine Sprachbarriere (wie zwischen Sarr und Flick), die zu einer merkwürdigen Wiedergabe einer Aussage führt?

        Zunächst mal kann ich mit quellenlosen Zitaten grundsätzlich wenig anfangen. Darüber hinaus bestätigt dieses Zitat alles und nichts. Die nicht erfolgte Verlängerung auf Schalke ist nun weißgott nichts, womit sich ein anderer schmücken bräuchte. Das haben die Schalker mit ihrer jahrelangen Achterbahnfahrt schon selbst erreicht. Leon Goretzka war klar, dass er mit Schalke niemals seine persönlichen Ziele erreichen würde. “Internationale Topklubs WOLLTEN (ihn) ebenfalls” – da bin ich genauso schlau wie vorher. Ich wollte in meinem Leben auch schon diverse Dinge, die ich beileibe nicht alle bekommen habe. Es gibt zwei fragliche Parameter, über die dieser Satz null Informationen gibt: 1. Welche anderen Vereine waren bereit, Goretzkas Gesamtpaket aus Spitzengehalt, Handgeld und Honorare zu bezahlen? 2. Zu welchen dieser Vereine/in welche dieser Ligen hätte Goretzka gerne gewollt.

        Genauso gegenstandslos für eine Überzeugungsleistung ist die Erwähnung Barcelonas. Ist ja schön, dass die an ihm ‘dran’ waren. Was heißt das? Ist daraus i r g e n d w o abzuleiten, dass es ein (finanziell) gleichwertiges Angebot zu dem des FC Bayern gab? Nein. Wir waren auch an Alexis Sanchez ‘dran’. Genauso wie an Marco Reus, Sergino Dest, Max Aarons und Kevin De Bruyne. Sagt das irgendetwas aus? Wissen wir, woran es im Einzelfall scheiterte? Ob wir wirklich nicht die schönste Braut waren, oder es einfach einen Bräutigam mit dickerem Geldbeutel gab? Nein, wissen wir nicht.

        “Die Mannschaft hat aber nunmal mit Pavard funktioniert und damit muss man anerkennen, dass es ein sehr gelungener Transfer war.”

        Ein gelunger Transfer, ja. Einer, der eine Leistung bringt, die man zu diesem Preis erwarten konnte. Und dessen Leistung dabei nicht besser ist, als deutlich günstigere Kollegen (Kimmich, Süle). Ein Schlüsselspieler ist er nicht, sondern eine nette Ergänzung. Und darum ging es in der obigen Grundaussage auch. Nämlich, dass abgesehen von Goretzka keiner der Schlüsselspieler von Brazzo geholt wurde. Und diesen hätte wie gesagt jeder Bundesligamanager geholt – Brazzo war schlicht der einzige, der ihn bezahlen konnte. Das ist doch wie, wenn ich mich vor ein Opel-Autohaus stelle und mich rühme, dass ich so brilliant war, mir einen Porsche auszusuchen, weil dies doch das offensichtlich viel bessere Auto sei. Da müsste ich auch damit leben, wenn mir einer ins Gesicht sagt, dass er sich auch einen gekauft hätte, wenn er wie ich im Lotto gewonnen hätte. (Natürlich ist sein Posten für Brazzo mit seinen Qualifikationen wie ein Lottogewinn).

        ” In einem vernünftigen Rahmen auf jeden Fall.
        Wir sollten ihm nur nicht den Schlüssel zur Säbener geben.”

        Da sind wir uns einig. Ich meine jedoch nicht, dass er das verlangt.

      4. @Ju:
        Diese “Wir waren die Einzigen die ihn bezahlen konnten”- Aussage ist mir zu billig.
        Ablösefreie Nationalspieler wecken Begehrlichkeiten. Goretzka trotz zahlreicher anderer Interessenten zum FCB zu locken, ist eine Sache, die man lobend anzuerkennen hat.

        Und ob Pavard jetzt nur eine nette Ergänzung ist, oder ein Schlüsselspieler spielt keine große Rolle.
        Er war ein eminent wichtiger Transfer, weil eben Kimmich und Süle dadurch auf ihren angedachten Positionen eingesetzt werden konnten.

        Und Davies mal komplett zu ignorieren passt überhaupt nicht. Der ist eindeutig ein Schlüsselspieler für Flicks bevorzugte Spielweise.

        Man könnte auch Sanè erwähnen. Unseren drittbesten Scorer würde ich schon als Schlüsselspieler bezeichnen.

        Salihamidcic ist sicher nicht fehlerfrei, aber ihm selbst die Anerkennung für seine gelungenen Transfers zu verweigern und die Leistung der Spieler und ihre Bedeutung für die Mannschaft kleinzureden, zeugt nicht von Objektivität.

      5. Der Wechsel von Goretzka zu Bayern wurde im Januar 2018 verkündet. Naturgemäß gehen einem solchen Geschäft mehrere Verhandlungsrunden voraus, die sicher mehrere Monate in Anspruch nehmen.
        Salihamidzic hat hier im August 2017 angefangen. Man kann nicht im Ernst glauben man hätte einen solchen Multimillionen-Deal dem blutigen Anfänger Salihamidzic ohne jegliche Berufserfahrung in seinen ersten Wochen anvertraut.
        Der durfte vielleicht mal gegen Ende der Gespräche mit am Tisch sitzen um zu lernen. Das ist aber das Maximum.

      6. Ich würde gern noch einmal an den Ausgangspunkt erinnern, um die Diskussion nicht zu weit ins Grundsätzliche zu treiben.

        “Genau daran scheiden sich doch die Geister: Welche der aktuellen Schlüssel- oder Unterschiedsspieler wurden denn von Brazzo geholt? ”

        Antwort von dir: “Sanè, Pavard, Goretzka, Süle?

        Über den Begriff Schlüssel/Unterschiedsspieler kann man sicher diskutieren, aber sie gehören auf jeden Fall zur ersten 11.”

        Zunächst einmal ist das mal wieder eine Antwort auf eine Frage, die nicht gestellt wurde. Ein Schlüsselspieler ist weder Pavard noch Süle, Sané ist vielleicht temporär einer. Ich definiere Schlüsselspieler als einen Spieler, der das Spiel der Mannschaft prägt und dessen Fehlen sich deutlich bemerkbar macht. Wer ist das bei uns? Aus meiner Sicht Neuer, Kimmich, Müller, Lewandowski. Je nach persönlichem Geschmack kann man noch den ein oder anderen Spieler hinzuzählen. Ich beispielsweise würde meinen, dass es sehr wichtig ist, dass entweder Alaba oder Boateng in der Innenverteidigung spielen, mit beliebigem Partner. Weiterhin Goretzka, Coman + einer aus Gnabry/Sané. Von Davies bin ich großer Fan. Um ihn als Schlüsselspieler zu bezeichnen, ist er jedoch (noch) viel zu inkonstant.

        Die Antwort auf die nicht gestellte Frage war dann weiterhin falsch. Goretzka gehört zur ersten 11. Alle anderen gehören bei komplett fittem Kader eher zur ersten 15. Im Moment halte ich Süle zB für stärker als Pavard. Und: Süle wurde, anders als mal locker flockig in den Raum geworfen, nicht ‘von Brazzo geholt’.

        Dass dir die Ausssage, dass kein anderer Bundesligamanager Goretzka hätte bezahlen können, ohne sich völlig die Gehaltsstruktur zu zerschießen (siehe oben), zu billig ist, muss man dann wohl so hinnehmen. (Dass dich Gehalts- und Anerkennungsstrukturen nur bei gescheiterten Verlängerungen interessieren, nicht jedoch bei Brazzos Neuzugängen, habe ich ja schon mitbekommen. ) Korrekt ist sie trotzdem. Da wäre maximal Dortmund infrage gekommen. Goretzka war aber Schalker und ein reflektierter, aufgeräumter Mensch. Der wäre nie zu Dortmund gegangen.

        Darüber hinaus habe ich schon einmal gesagt: Wenn es so sein sollte, das Brazzo einen Draht zu den Spielern hat, er ein Talent hat, sie zu überzeugen. Wenn sein Bemühen dort gut ankommt und er sich nicht zu schade ist, durch den Kontinent zu fliegen, um Gespräche zu führen, Klinken zu putzen, dann ist das doch eine wichtige und gewinnbringende Qualität. Es ist dennoch nur ein kleiner Teil von dem, was er abdecken müsste und die klassische Aufgabe eines Sportdirektors, nicht die eines Vorstandsmitglieds. Weiterhin sagt diese eventuelle Schlüsselqualifikation nichts über konzeptionelle “kaderplanerische” Fähigkeiten aus. Um die ging es aber in dem Ursprungskommentar, auf den wir hier antworten. Schon vor seiner Beförderung habe ich gesagt: Ja, Brazzo gerne. Aber als leitender Angestellter unterhalb der Vorstandsebene; als wichtiger Mitarbeiter eines starken, kompetenten, respektablen Chefs.

        Zuletzt zu Davies. Ein toller Transfer. Hat Brazzo den entdeckt? Nein. Hat er Musiala entdeckt? Nein. Hat er ihn überzeugt? Auch nicht. Aber er hat auf Neppe gehört, der die Spieler empfohlen hat. Dies empfinde ich übrigens als positive Eigenschaft: Offenbar versteht Brazzo es zumindest teilweise, auf fachlich kompetente Leute zu hören – gute Mitarbeiter um sich zu scharen. Dann soll er gern auch die Lorbeeren ernten. Das ist nur fair, wenn er auch für die miesen Transfers den Kopf hinhalten muss. Unterm Strich bleibt dennoch, dass die Erfolgsquote bei Brazzos Transfers nicht gerade atemberaubend ist, speziell wenn man Preissegment bedenkt, in dem er agieren darf. Gemeinsam mit dem beschissenen Verlängerungsmanagment, dem finanziellen Fiasko Lucas Hernandez, der durch diesen Transfer sowie solche von Arp und Coutinho zerschossenen Gehaltsstruktur, der desaströsen Außendarstellung, der Unruhe im Verein und der Machtkampf mit Flick (der den Karren aus dem Dreck gezogen hat, ohne den Brazzo seinen Job schon los wäre) ergibt dies ein sehr dürftiges Zwischenfazit.

        Vielleicht ist die Gewichtung all dieser Dinge nicht objektiv. Sicherlich lasse ich dabei auch Verdienste außenvor. Dennoch ist aus meiner Sicht unstrittig, dass Salihamidzic seinen Job unterm Strich und bei Betrachtung aller Facetten nicht gerade phänomenal erledigt und seine Stellung im Verein allein Vitamin B sowie einer ganzen Menge Glück verdankt. Flick hingegen macht einen phänomenalen Job. Und wenn irgendwelche persönlichen Befindlichkeiten/Machtspielchen von Brazzo eine Rolle spielen sollten, wenn Flick den Job nicht weiter machen möchte, dann steht aus meiner Sicht im Sommer ein überfälliger Rausschmiss an. Kannst du meinetwegen anders sehen, ist mir egal.

      7. @Ju:
        “Der ist zu uns gekommen, weil nur wir ihn bezahlen konnten” bleibt falsch.
        Da waren durchaus zahlungskräftige Vereine dran.

        Und ob Brazzo Davies entdeckt hat, ist für die Beurteilung des Transfers nicht wirklich relevant.

        Süddeutsche:
        “Hasan hat mir gesagt, dass er glaubt, dass Alphonso auf seinen Positionen einer der Besten der Welt werden kann”, sagt Huoseh, “niemand hatte so eine klare Vorstellung davon, was sie mit Alphonso erreichen wollen wie die Bayern.” Huoseh sagt: “Hasan ist derjenige, der mehr Potenzial in Alphonso gesehen hat als alle anderen, er ist derjenige, der ihn nach Deutschland gebracht hat.”

        Die Frage nach den geholten Schlüsselspielern ist wofür eigentlich interessant? Liegt halt im Auge des Betrachters, wer Schlüsselspieler ist oder eben nicht.
        Die Frage nach den “kaderplanerischen Fähigkeiten” ist eigentlich viel interessanter.
        Und da hat Brazzo ein paar echte Topverpflichtungen getätigt, die absolute Bereicherungen für unseren Kader sind.

      8. @Tobi
        Ich werde jetzt nicht noch einmal darlegen, dass ‚dran sein‘ und ein finanziell gleichwertiges Angebot zwei paar Schuhe sind. Ich war auch mal an meiner ehemaligen Mitbewohnerin ‚dran‘, habe dann jedoch aus naheliegenden Gründen Abstand genommen.

        Dir ist aber schon klar, dass Davies damals ausschließlich Außenstürmer spielte? ‚Seine Position‘ also jene war? Brazzo sah in Davies also einen Top Außenstürmer und hat ihn deshalb geholt. Na herzlichen Glückwunsch. Ein blindes Huhn findet ….

        Das ist interessant, weil eine intakte Weltklassemannschaft mit stabiler Achse zu bekommen, eine dankbare Aufgabe ist. Ich möchte nicht so weit gehen, zu behaupten, hier hätte sich das eben erwähnte Huhn ins gemachte Nest gesetzt. Das wäre unfair und falsch. Dennoch ist Flick der Vater des aktuellen Erfolgs. Und wenn Brazzo dem im Weg steht, dann muss er weg.

      9. @Ju:

        Das stimmt so nicht.
        Süddeutsche:
        “Salihamidzic brachte eine Powerpoint-Präsentation mit, in der die Bayern einen klaren Weg für Davies skizzierten. Sie zeigten, dass sie mit ihm als Flügelstürmer planten, vielleicht aber auch als Linksverteidiger (was er selten gespielt hatte, meist in der Nationalelf).”

        Brazzo hat in ihm also nicht einen reinen Außenstürmer gesehen.

        Flick als alleinigen Vater des Erfolgs zu sehen, ist mir ehrlich gesagt etwas zu simpel gedacht, aber deine Meinung sei dir unbenommen.

      10. Der Youtuber mit der PPP. Was für eine Pointe.

        Der alleinige Vater nicht, habe ich auch nicht behauptet. Dazu gehören weiterhin Rummenigge, Hoeneß, Sammer, Guardiola, Nerlinger, Neppe, Heynckes, Brazzo, Herrmann, etc… aber er ist eben die Variable, die das Gegurke von Kovahamizic zum Erfolg führte.

      11. @Ju:
        Hat das “Gegurke” wohl ganz schön Potenzial gehabt. ;)

  9. Leute, geht es eigentlich noch?

    Wir gewinnen seit Jahren Titel um Titel, Fußball-Deutschland, nein die ganze Welt beneidet uns.
    Und ihr habt nichts besseres zu tun, als zu streiten, wer welchen Spieler geholt hat und welchen Anteil dieser und jener an diesem oder jenem Sieg hatte und wer was zu wem oder über wen gesagt hat und ob er das ernst meinte oder nur sagte, weil gerade das Wetter gerade so schön war? Früher haben wir trotz Kovac Titel geholt, jetzt holen wir sie trotz Flick, trotz Brazzo oder trotz dem Spieler, den einer von beiden wollte oder trotz den Spielern, die wir nicht geholt haben usw.
    Jeder schreibt alles Gute seinem Liebling zu und alles Schlechte dem verhassten anderem. Wie alte Waschweiber, die streiten wessen Sohn der schlauste ist.

    Traurig.

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    1. Und wieder gibts für alle eins auf die Mütze von wohlfarth.
      Warum bitte sollen sich die Leute nicht austauschen?
      Hier im Forum haben viele Leute eine Menge Sachverstand und sich im Laufe der Zeit eine Meinung gebildet und wollen weiter dran bleiben am Thema FC. Bayern. Im positiven Fall beharrt man nicht nur auf seiner Meinung sondern erweitert dieselbe durch andere Ansichten.
      Wer bitte bestimmt hier, was, warum, und wann etwas besprochen wird??
      Sollen wir jetzt alle schuldbewußt das Notebook zuklappen?
      Ganz echt, traurig find ich eher das Gebaren der Vereinsführung, die es nicht schafft nach so einer sensationellen Saison interne Machtkämpfe besser zu regeln.

      1. Wenn du den Unterschied zwischen Meinungsaustausch und kindischem Gezänke nicht kennst, dann wäre es vielleicht wirklich besser du klappst dein Notebook zu.

        “Im positiven Fall beharrt man nicht nur auf seiner Meinung sondern erweitert dieselbe durch andere Ansichten.”
        Hier bekommst du meine volle Zustimmung, aber wie schrieb heute einer: “Du redest gegen eine Wand.”
        Mir kommt es so vor als reden alle gegen die gleiche Wand, nur halt von verschiedenen Seiten. Also sinnlos.

      2. “Mir kommt es so vor als reden alle gegen die gleiche Wand, nur halt von verschiedenen Seiten.”

        Samuel Beckett hätte das nicht besser formulieren können, chapeau.

    2. @wohlfarth

      “Wenn du den Unterschied zwischen Meinungsaustausch und kindischem Gezänke nicht kennst, dann wäre es vielleicht wirklich besser du klappst dein Notebook zu.”

      Auch das behalte ich mir vor selbst zu bestimmen.
      Ich muss mich wiederholen…
      Wer bitte bestimmt hier, was, warum, und wann etwas besprochen wird??
      Ich füge sogar noch ein “wie” hinzu.
      Solange man die Grenzen der gegenseitigen Achtung wahrt ist alles im grünen Bereich.

      1. Dann geh doch mit gutem Beispiel voran und lass mich meine Meinung über die Diskussionskultur hier kundtun, wann und wie ich will.

    3. “Dann geh doch mit gutem Beispiel voran und lass mich meine Meinung über die Diskussionskultur hier kundtun, wann und wie ich will.”

      Na dann sind wir ja gleicher Meinung.
      Freie Rede für jedermann!

  10. Ich bin in der Sache auch hin und hergerissen aber möchte doch noch ein paar Bayern Vorstand kritische Gedanken einfügen, mir ist die mangelnde Einbeziehung der Trainer in Transfers seit Jahren ein Dorn im Auge. ,Jeder erfolgreiche Trainer will Mitsprache, Pep wollte mehr und hat deswegen nicht verlängert, Tuchel hatte angeblich hier auch von sich aus Bedenken, jetzt verekeln wir damit Flick. Trainer ist der wichtigste Posten im Fußball geworden. Wir werden für Spitzentrainer so unattraktiv ,dann gehen die halt in die PL und bekommen auch teurere Transfers. Brazzo geht mit dem Machtkampf all in, wehe Flick geht und nächste Saison ist nicht ganz so erfolgreich. Dann ist er fällig. Was befähigt denn einen Aufsichtsrat mehr als einen Trainer bei Transfers.? Wer ist denn der Fachmann? Wenn ich in meiner Firma was brauche, was zu meinem Arbeitsbereich gehört,dann sage ich dem Chef was ich brauche und er sagt dann ob das Geld dafür da ist und was finanziell machbar ist. Aber der Chef,der kein Fachmann in meinem Arbeitsbereich ist,sagt mir doch nicht mit was ich arbeiten soll. Natürlich muss der Trainer zur Philosophie des Vereins passen was bei Flick ja absolut der Fall ist. Wenn Wünsche des Trainers nicht machbar sind dann ist das okay dann kann ein günstigerer Spieler vom selben SpielerTypus kommen.das Problem scheint aber zu sein das z.b. mit Roca ein spielerprofil verpflichtet wurde das nicht zu Flicks Stil passt, Stichwort pressing, ebenso ist es ein Problem wenn Flick Abwehrspieler halten möchte, die eine hervorragende spieleröffnung haben weil das für sein System notwendig ist. Nächste Saison spielt mit Hernandez ein Spieler in der innenverteidigung der hier offensichtlich noch Mängel hat

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    1. Vorab erstmal danke für den sehr guten Artikel!

      Danke Rookie.
      Dein Kommentar spricht auch mir aus der Seele.

      Mit Alaba und Boateng verliert der FCB mit dem Ende der Saison seine komplette Stamm-IV und alles was damit zusammen hängt.
      Süle, sein Talent und tatsächliches Können im Hinterkopf, läuft seit Monaten seiner Form hinterher. Wir können nur hoffen, dass mit neuen und regelmäßigen Möglichkeiten (in der IV womöglich neben Hernandez) wieder Stabilität und Abgeklärtheit zurück kommen.
      Doch letztlich ist all das Zukuftsmusik.

      Ich hätte mir gewünscht, dass wir nicht wieder weiter in Richtung FC Hollywood abrutschen.
      Dass mal jemand aus dem Vorstand mit dem Vorschlaghammer auf den internen Tisch haut, um eine einheitliche Richtung zumindest nach Außen vorzugeben. Auch ein JA zu Boateng hätte dem FCB nach dem Alaba-Ränkespiel gut zu Gesicht gestanden.
      Und bei allem Hin und Her um Kaderplanung und -Umbau steht Salihamidzic an der Front und in der Verantwortung und somit auch vorrangig in der Kritik. Aber da steht er eben nicht allein. Das soll und muss man einfach wieder leben – insbesondere mit dem Trainer. Und da sind dann auch die Vorständler gefordert.

    2. @Rookie
      Absolute Zustimmung!

  11. Die Beurteilung Salihamidzic’s anhand der Transfers ist hier auf MSR immer schwierig gewesen, weil niemand exakt weiß, wie sehr er involviert war. Insofern ist das viel BS-Bingo. Festgestellt haben wir allerdings, dass der Kern der Mannschaft von 2020 günstige Spieler waren, die vor Brazzos Amtsantritt verpflichtet worden sind. Daher finde ich die Aussage “[Brazzo] ist der sportliche Leiter in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte” sehr von hinten aufgerollt, in einem insgesamt sehr sachlichen Artikel.

    Ich möchte noch einen anderen Punkt zum Thema Rotation einschmeißen, den ich im anderen Thread angeschnitten hatte:
    Dank Corona bekommen wir mit, welche tragende Rolle Thomas Müller im Offensivspiel von Hansi Flick inne hat. Das geht soweit, dass er einzelnen Spielern fast fußgenaue Anweisungen gibt, wo sie zu stehen haben, welcher Pass als nächstes kommt, wann sie zupressen müssen. Das geht 90 Minute lang und funktioniert ganz offensichtlich.
    Ist es vielleicht nicht einfach so, dass Flick gerade in wichtigen Begegnungen einfach jene Spieler aufstellt, die auf Radio Müller reagieren können? Und dazu zählen nunmal die Kollegen der Nationalmannschaft und jene, die seine Sprache auch verstehen. Und vielleicht fehlt eben genau diese ordnende Hand in der Viererkette, denn wie im Podcast heute auch schon behandelt, sind die Fehler nicht mit mangelnder Qualität zu begründen, sondern v.a. mit mangelnder Kommunikation.
    Wenn Müller einen Roca, Sarr oder Douglas anschreit, werden die wenig damit anzufangen wissen. Wenn Müller ruft, Leroy jetzt nachsetzen, dann macht er das (in der Regel) auch. Natürlich ist der Fußball international und sprachliche Hürden sind bei weitem nicht mehr so dramatisch wie in den 90ern. Trotzdem glaube ich, dass Müller als Herzstück des Flick’schen Offensiv-Plans eine sehr ungewöhnlich Rolle einnimmt, die so aktuell wohl bei keinem anderen Spitzenverein gibt. Und deswegen setzt Flick im Zweifelsfall lieber auf die Altbewährten, die um Müller herum agieren und seine Anweisungen umsetzen können und der 80 Millionen (und hoffentlich nicht auch der 45 Millionen) Mann sitzt auf der Bank.

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    1. darauf hatte ich am anderen Thread schon reagiert: Nein. Sehe ich anders. Radio Müller sendet keine Philosophie- oder Quantenphysik Vorlesungen, sondern knappe, situationsbezogene Kommandos, die man wahrscheinlich nach der ersten Trainingswoche “drauf” hat (also passiver Wortschatz: man versteht, was gemeint ist), das kann wirklich keine Begründung sein. Never. Für die, die kein Englisch können: Niemals.

    2. Ich denke jetzt nicht, dass Hernandez nach 20 Monaten in Deutschland nicht in der Lage ist, die entscheidenden Kommandos zu verstehen. Bei Davies klappte es auch ziemlich schnell mit der Integration und seine ersten Schritte auf der Position des LV machte Davies noch, als die Stadien voll waren und somit Radio Müller noch nicht so stark kommentieren konnte.
      Flick setzt deswegen auf seinen altbewährten Stamm, weil er diesen Spielern am meisten zutraut, dass sie seine Vorstellungen am besten umsetzen. Das ist angesichts der Erfolge der Vorsaison auch logisch, schließlich hat er ja bis auf Thiago seine Stammelf noch beisammen.
      Diese Vorgehensweise funktioniert ja auch Nachmieter ziemlich gut, wenngleich es natürlich Probleme gibt, wenn die favorisierten Spieler ihre Leistung nicht wie im Vorjahr bringen oder ausfallen. Dann müssen andere Spieler ran und es kommt zu einem Leistungsabfall. Soweit sind sich auch alle einig. Der Streit beginnt bei der Ursachenforschung für diesen Leistungsabfall. Flick begründet es offiziell damit, dass die Spieler noch nicht mit dem System vertraut sind. Inoffiziell kann man mMn auch davon ausgehen, dass er einigen die Fähigkeiten abspricht.
      Manch andere im Verein denken eher, dass manche Spieler mit mehr Einsätzen eher zu ernsthaften Alternativen werden könnten.

  12. Toller Kommentar, der treffend die aktuellen Probleme beim FCB beschreibt.

    Eines aber darf bei allen Erfolgen Flicks nicht vergessen werden:
    die Corona Pause 2020 hat dafür gesorgt, dass er in der entscheidenden Phase auf einen ausgeruhten und topfitten Kader zurückgreifen konnte!
    Es hat alles gepaßt!
    Daß der Kader 20/21 natürlich viel zu klein war/ist und das uns jetzt um die Ohren fliegt, war vorhersehbar!
    Aber auch da wurde zurecht die Frage gestellt, warum HF selbst bei klaren Führungen keinen aus der 2. Reihe einsetzt.
    Sturheit, oder -was noch schlimmer wäre- persönliche Animositäten??
    Aber die 2. Reihe soll angesichts der ganzen Verletzten jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen….
    Brazzo hat vieles falsch gemacht, aber auch HF muß sich einige Fragen gefallen lassen.

  13. So langsam habe ich das Ergebnis des gestrigen Spiels verdaut. Seit langem mal wieder ein wichtiges Spiel, das wir trotz Überlegenheit unverdient verloren haben. M.M.n. fehlte diesmal einfach das Spielglück.In 99 von 100 Schüssen hält Neuer das 0:1. Geht Choupos Kopfball vorher rein, gewinnen wir das Ding. Trotzdem gibt es an der Einstellung und dem Kampfgeist der Mannschaft nichts zu bemängeln. Da bin ich sogar mega stolz drauf. Das uns letztes Jahr die Corona Pause bei unserem vergleichsweise kleinem Kader in die Karten gespielt hat, fällt uns jetzt vor die Füße. Wer die Schuld an der Kaderzusammenstellung trägt, kann ich aufgrund der finanziellen Zwänge sehr schwer beurteilen. Das uns Dest und CHO besser als Roca und Sarr geholfen hätten, ist zweifellos richtig. Deshalb wollten die Kaderplaner diese ja auch holen. Und das unser Verein in diesen Zeiten finanziell verantwortungsvoll handelt, unterschreibe ich sofort.
    Jetzt gilt es, die richtigen Positionen kreativ neu zu besetzen und auslaufende Verträge von Leistungsträgern zeitnah zu verlängern. Explizit fordere ich eigenen geeigneten Ersatz für Pavard mit offensiverer Ausrichtung. Für die Sechser Position einen spielstarken,intelligenten Kimmich Backup und einen jungen, schnellen Ersatz für Costa. Das man tolle Spieler auch für wenig Geld bekommen kann, zeigt der VFB Stuttgart diese Saison. Zeit genug ist jetzt noch da. Nur nicht wieder zulange pokern und dann Last Minute Transfers.
    Ich persönlich sehe Fortschritte bei Sane und glaube das er in den nächsten Jahren noch richtig wichtig für uns wird. Mit ECM haben wir auch nichts falsch gemacht.

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    1. Der VfB hat Mislintat als Sportdirektor. Das ist ein absoluter Profi.

      1. Ja. Ein richtig guter Mann.

      2. “Der VfB hat Mislintat als Sportdirektor. Das ist ein absoluter Profi.”

        Und damit ist dann auch schon alles gesagt. Der VfB hat. Wir nicht.

    2. Ich weiß nicht, wie weit die VfB Vergleiche tragen. Es wird ja immer gesagt, dass es solche Vereine noch schwerer haben, weil weniger Geld. Andererseits ist man da dann auch sehr viel schnelle zufrieden oder gar begeistert, während hier (im Forum und in München/Medien insgesamt) einigen Spielern selbst nach einem CL Sieg noch die Tauglichkeit abgesprochen wird. Was ich sagen will: Für einen Mittelklasseclub gute Spieler für faires Geld zu verpflichten ist viel leichter, als solche für die allerhöchsten Ansprüche. Einfacher wäre es natürlich zumindest schon, wenn Sportdirektor/Vorstand und Trainer wenigstens ungefähr einer Meinung wären. Und der Trainer nicht mit einem Abgang liebäugeln würde.

      1. Ob die Vergleiche taugen oder nicht ist sicherlich schwer zu beurteilen. Das uns für eine oder andere relativ günstig gekaufte VFB Spieler in der Breite gut zu Gesicht stehen würde ist auch klar. Weltklassespieler in dieser Zeit zu verpflichten ist sicherlich sehr schwer. Letzte Saisom hat man mit Perisic und Couthino offensichtlich besser gepokert als diesmal mit Sarr und Roca. Aber letztlich kann man im Nachhinein immer besser argumentieren. Deshalb heißt es jetzt die gemachten bekannten Defizite zu beheben. (gerade hinten Rechts ist Flicks Frust durchaus nachvollziehbar. Nach Odrozola und Sarr….aller guten Dinge sind drei ;-)).

      2. Der Sportdirektor des VfB hat es also leichter als der des FCB?
        Wenn man denkt schon alles gehört zu haben….

  14. Mit seiner Schauspieler-Aussage in der PK zeigte Hansi Flick, wie angefressen er über Art und Zeitpunkt der Boateng-Ausbootung ist.
    Angesichts der Bundestraner-Vakanz machen die fehlenden Bekenntnisse durch Salihamidzic und Kahn zum laufenden Flick-Vertrag den Eindruck, den Abgang des Sextuple-Trainers Richtung Otto-Fleck-Schneise noch beschleunigen zu wollen.
    Offenbar liegt durch Julian Nagelsmann (oder einen anderen Überraschungskandidaten) bereits eine Zusage vor…

  15. “Flick muss trotzdem aufpassen, dass er den Bogen jetzt nicht überspannt. Er hat ebenfalls gute Argumente auf seiner Seite. Ohne ihn wäre dieser Erfolg wohl ebenso kaum möglich gewesen. Gleichzeitig ist die Hierarchie jedoch eindeutig festgelegt: Salihamidžić ist sein Vorgesetzter.”

    In dieser Passage bin ich über das Wörtchen “wohl” gestolpert. So plaziert, könnte es eine Relativierung ausdrücken, die mich überraschen würde. Täuscht es seinen Platz mit “ebenso”, ist die geläufige Phrase “wohl kaum möglich” vollzählig beieinander, die klar affirmativ und nicht relativierend wirkt.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Flick ist ohne Frage der Baumeister des Erfolgs. Wäre er nicht gewesen, hätte ein anderer übernommen. Ist Flick nun der einzige Trainer auf der Welt, dem das gelungen wäre? Ich würde behaupten nein. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass die Bayern jemand anderes gefunden hätten, der das so rockt wie Flick, ist ja nicht klar, dass es ohne ihn nicht auch irgendwie hätte klappen können. Deshalb „wohl“.

      1. OHNE Brazzo hätte es “wohl” GANZ SICHER auch geklappt. Sein Beitrag…

      2. @ Justin: Danke für die stimmige Erläuterung.

        @ Flicks Werk und Brazzos Beitrag (frei nach dem Titel – der allerdings noch höherrangige Exzellenzen anführt – des bekannten Romans von John Irving. ;-)

      3. Zur Unterstützung deiner These bringe ich mal ein paar Beispiele aus der Vergangenheit, wie es bei uns weiterging, wenn Trainer entlassen wurden. Es ging eigentlich immer steil bergauf:
        2017/18 holte Heynckes nach der Entlassung von Ancelotti an 27 Spieltagen 70 Punkte, man verlor das Pokalfinale unglücklich und war gegen Real im CL-Halbfinale eigentlich auch besser. Zu Flicks Bilanz fehlt also hier nicht so viel.
        2010/11 holte Andries Jonker als Interimstrainer immerhin noch 4 Siege an 5 Spieltagen und sicherte somit die CL-Teilnahme. In den Pokalwettbewerben war man da schon ausgeschieden. Die Serie von Jonker ist ziemlich beeindruckend, da man zum Zeitpunkt der Entlassung von van Gaal eine Bilanz von 15-7-7 in der Liga hatte und einen Punkteschnitt von deutlich unter 2 Punkten eingefahren hatte. Da sind 13 von 15 Punkten schon ein Statement.
        2008/09 gelangen Heynckes ebenfalls 13 von 15 Punkten in den letzten 5 Spielen nach der Entlassung Klinsmanns. Klinsmann war von der Punkteausbeute her ähnlich schlecht wie van Gaal und hatte eine 16-6-7 Bilanz. Auch hier pulverisierte Heynckes den Punkteschnitt. Zur Meisterschaft reichte es knapp nicht mehr, allerdings war bei der Entlassung Klinsmanns sogar die CL-Quali in akuter Gefahr.
        Hitzfeld schaffte 2006/07 den Turnaround nicht und holte in 15 Spielen 27 Punkte. Magath wurde mit 34 Punkten nach 19 Spielen entlassen. Immerhin gelang unter Hitzfeld noch ein Weiterkommen im Achtelfinale gegen Real. In diesem Jahr war aber auch der Kader sehr schwach. Mit aufgemotztem Kader holte Hitzfeld dann ja im Jahr darauf souverän das Double.
        Beckenbauer gewann 1995/96 nach der Entlassung Rehagels den UEFA-Cup und 1993/94 nach der Entlassung Ribbecks die Meisterschaft.
        Nicht falsch verstehen: Hansi Flick hatte enormen Anteil daran, dass die Saison 2020 so glorreich abgeschlossen werden konnte. Aber wie die Geschichte zeigt, haben es auch andere Trainer geschafft, Mannschaften, die weit weg von ihrer Normalform waren, wieder in die Spur zu bringen. Von daher hätte es möglicherweise auch ohne Flick klappen können.

      4. @ willythegreat: Um mal ein gängiges (gerne z.B. auf Löw angewandtes) “Argument” zu persiflieren: mit diesem Spielermaterial (ich weiß: schlimmer Ausdruck) hätte es auch Peter Neururer geschafft. ;-)

      5. @WTG
        und @ jep

        da kommt mir aber spontan die Frage: Warum hat es Kovac nicht geschafft?
        Wie ich in einem anderen Kontext schon geschrieben habe, liegen Flicks Qualitäten im Führen und Motivieren der Spieler. Das ist heute wichtiger denn je.
        Unsere Spieler gehören zur europäischen Elite, aber das Klima zu schaffen, dass sie diese Qualität konstant abrufen können, das zeichnet einen WIRKLICH guten Trainer aus.
        Matchpläne, Taktik das ist alles wichtig, aber vieles ziemlich hinfällig, wenn das Binnenklima zwischen Trainer und Spieler nicht stimmt.
        Dass das Binnenklima im Gesamten stimmt ist meiner Ansicht auch die Aufgabe der Vereinsführung.
        Eine vorprogrammierte Störung des Binnenklima ja eine bewußt herbei geführte, ist es meiner Meinung nach, wenn man einen weniger gut ausgebildeten Mann dem besseren und erfahreneren vor die Nase setzt und ihn mit großer Macht ausstattet.
        Denn nur Qualität rechtfertigt heutzutage Hierarchie.
        Wer das nicht wirklich anerkennt, sondern persönliche Machtpositionen erhalten will schädigt damit sehenden Auges den Verein oder ist mit seiner Einstellung tatsächlich noch einer Zeit verhaftet, die wir alle gerne hinter uns lassen wollen.
        Manchmal hilft es ja auch die Absurdität einer Situationen zu erkennen, wenn man sie in einen anderen Kontext verlegt.
        Man stelle sich vor:
        Der FC. Bayern ist ein großes Restaurant und Flick ist Chefkoch mit viel Erfahrung. Der “eigentlich” schon in Rente befindliche ehemalige Geschäftsführer, kann nicht wirklich loslassen und installiert einen Geschäftführer mit wenig bis null Erfahrung, von dem er aber weiß, er wird ihm willig sein.
        So, und jetzt geht dieser neue Geschäftsführer täglich einkaufen. Kauft dies und jenes, alles wo er halt denkt, das könnte schmecken und legt es seinem Chefkoch auf den Tisch.
        Dieser hat sich natürlich und selbstverständlich total berechtigt auch schon Gedanken gemacht, was er alles kochen möchte, hat seine Lieblingszutaten und Lieblingszubereitungsarten.
        Der Chefkoch teilt dies dem Geschäftsführer mit, dieser ignoriert das jedoch und geht weiter unverdrossen einkaufen, so wie es ihm gefällt. (man könnte jetzt die Story weiter ausschmücken und sagen, er geht gerne auf den letzten Drücker einkaufen und bringt dann nicht mal mehr gute und frische Zutaten :-)), aber so polemisch will ich gar nicht werden.
        WER denkt, dass der Chefkoch recht lange und recht motiviert diesen Laden führt?
        Und da hilft es dann auch wenig, wenn man auf die Hierarchie verweist, die bleibt völlig aussen vor.
        Die Sache wird nicht gut enden….
        ….aber wo hat das Problem begonnen?

      6. @S.K.: Schönes Beispiel, gegen das im Grunde ebenso wenig einzuwenden ist wie gegen die prinzipiellen Erwägungen zu Qualität und Hierarchie.

        Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Flicks Qualitäten im Sommer 2019 dermaßen evident waren. Mit der vollen Verantwortung für das Klima in einem Team hatte er schon lange nichts mehr zu tun gehabt – und da im deutlich niedrigerklassigen Bereich.

        Zudem gibt es immer wieder das Phänomen, dass Leute, die in einem Bereich top sind, über sich in der Hierarchie jemand finden, dessen Qualitäten ganz woanders liegen oder der ein guter Generalist ist. Dies können natürlich jeweils auch Frauen sein. Da gilt es dann, die eigene Rolle bei allem berechtigten Selbstbewusstsein zu akzeptieren. Nicht zufällig gibt es die nur halb humoristische Floskel: “Es ist mir egal, wer unter mir Chef ist.”

        Dies soll keine Bewertung des Konflikts HF vs. HS sein, sondern der allgemeinen Betrachtung zusätzliche Aspekte beifügen.

      7. @S.K: Das Beispiel verdeutlicht die Sachlage sehr schön. Was m.E. noch zu ergänzen wäre: Der Geschäftsführer besteht aber aufgrund der Rückendeckung des alten Chefs darauf, dass der Koch doch bitte bevorzugt die von ihm neu gekauften Zutaten einsetzen soll, weil diese ja gut sein müssen, da sie ja sehr teuer waren.

      8. Tolles Beispiel S.K.!
        Du bringst es auf den Punkt!

  16. Karl-Heinz Rummenigge heute via Bild: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, müssen harmonisch, loyal und professionell zusammenarbeiten. Das ist meine klare Forderung an die sportliche Führung. Das hat den FC Bayern immer ausgezeichnet.“

    Mich persönlich stört, dass weder Kahn noch Hainer klar Stellung zur Causa Flick beziehen. Mir kommt es gerade vor, der Verein ist Spielball nationaler Interessen und persönlichen Eitelkeiten. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich KHR für den besten Manager der Vereinsgeschichte halte, extrem gut vernetzt, dem nötigen Weitblick auch international und mit betriebswirtschaftlichem Sachverstand. Ich hatte immer die Befürchtung, dass wenn er geht, ein riesiges Vakuum entsteht. Und ganz ehrlich – in seinem Abschiedsjahr kommt es mir nun genauso vor. Viele Köche, noch mehr Meinungen und keine klare Linie.

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    1. +1
      NUR Kalle kann uns retten. Das Problem ist, dass die graue Eminenz rund um ihn herum seine “Bauern” platziert hat. Daher werden wir leider viel leiden müssen nach Kalles Abgang. :-(

    2. Naja, was sollen sie da sagen. Am Ende kommt es darauf an, was Flick will, und deshalb ist er auch der einzige, der dieses Theater mit einem Satz beenden könnte. Im aktuellen Machtpoker hat er dazu aber keinerlei Anreize. Also entweder man legt den Konflikt bei – das versuchen neben KHR wohl auch die anderen Bosse – oder man zwingt Flick zu einer raschen und öffentlichen Entscheidung, die aber leicht gegen Bayern ausfallen könnte, und dann brennt im Saisonendspurt erst recht der Baum. Verzwickte Lage.

    3. Aber noch ist er ja da. Kahn und die anderen sind erst dann fair zu bewerten, wenn der “seriöse” KHR, der immer findet, dass man “gut daran tut” ganz weg ist.

      Bin bei KHR total zwiegespalten. Offensichtlich ja sehr erfolgreich, also wahrscheinlich auch ein richtig Guter. Aber mit seiner manchmal sehr gestelzten, gleichzeitig aber nichtssagenden Sprache, seinem Auftreten mir in den letzten Jahr(zehnt)en sehr unsympathisch geworden. Und dass den FCB “harmonische” Zusammenarbeit immer ausgezeichnet hat ist ja wohl ein Treppenwitz. Der Konflikt KHR und UH ist doch viel älter, länger verbrieft und wirksamer als das aktuelle Flick/Brazzo Geplänkel.

    4. Wollen wir hoffen, dass das nur die Übergangswehen sind.
      Klar, das ist momentan eine seltsame Gemengelage. KHR wird unvermeidlich mit jedem Tag den sein Ausscheiden näher rückt mehr und mehr zur “lame duck”. Kahn ist da, aber in einer Art Schwebezustand ohne reale Kompetenzen. Hoeneß ist weg, aber nur zum Teil und irgendwie auch immer noch da. Zwischen den operativ Verantwortlichen, Sportvorstand und Trainer, schwelt seit Monaten ein Konflikt, der sich offenbar nicht lösen lassen will.
      Macht alles nicht gerade einen guten Eindruck. Im Grunde kannst du nur darauf hoffen, dass Kahn nach der Übergabe die Zügel fest in die Hand nimmt.

      1. Genauso ist es. Die Hoffnung stirbt mit Oli. ;-)

  17. So sehr er von der Bundesliga auch schwärmt, ten Hag machte auch deutlich, dass man ihn nicht sehr bald im deutschen Oberhaus antreffen wird. “Ich glaube nicht, dass es in diesem Sommer ist. Ich bin total glücklich in Amsterdam.”
    https://www.kicker.de/supertolle-liga-ajax-ten-hag-will-in-der-bundesliga-arbeiten-801830/artikel
    ETH ist also auch nicht völlig ausgeschlossen als flick-nachfolger und vielleicht sogar realistischer als nagelsmann.
    ajax verlor auf jeden fall schon mal so schön überlegen gegen rom wie wir gegen paris…

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich wundere mich auch immer, mit welcher Selbstverständlichkeit oft vorausgesetzt wird, dass Nagelsmann kommt wenn Flick geht.
      Das wäre für mich alles andere als sicher.
      Da könnte tatsächlich ein ten Hag wieder ins Spiel kommen. Oder Hütter, der wird auch schon ganz vorsichtig gehandelt. Der hat eine verbriefte AK und laut Hoeneß hat man sich schon vor Jahren intensiv mit ihm beschäftigt.

      1. hoffentlich unterschreibt hütter nicht bald in gladbach, wenn eberl druck macht.
        mit adolf h. aus österreich könnten wir dann endgültig die weltherrschaft anstreben…;-)

      2. Achtung Juno.
        Für einen ähnlichen (sogar harmloseren) joke mit dem Namen des Frankfurter Trainers wurde ich hier mal mehr als scharf abgemahnt.
        Ich zumindest teile deinen Humor.

      3. Sorry, meinte natürlich pepismo.

      4. Ich wundere mich vor allem auch, mit welcher Selbstverständlichkeit angenommen wird, dass Hansi Flick überhaupt Bundestrainer werden möchte, dass der FC Bayern ihn gehen ließe, wenn er denn tatsächlich will und dass der DFB eine zweifellos fällige millionenschwere Ablöse für ihn zahlen würde !?

        Ganz zu Beginn der Geschichte hat doch Flick im ersten Interview sehr klar formuleirt, dass er seinen Vertrag bis 2023 beim FC Bayern zu erfüllen gedenkt und dabei noch viele Titel gewinnen will. Nur weil jetzt alle 5 Minuten ein anderer Journalist nachfragt und Hansi keine Lust hat, dauernd das gleiche nochmal zu sagen, werden da verschiedene Mutmaßungen hinein-geheimnisst … erwartet denn wirklich jemand, dass er sich jetzt hinstellt und zu Protokoll gibt, dass er vor 2023 keinsfalls zum DFB wechseln will? Mal abgesehen davon, dass das ja nur eine wörtliche Wiedergabe seines laufenden Arbeitsvertrags ohne Ausstiegsklausel wäre, wird er sich doch nicht sein schönes Druckmittel gegenüber der Vereinsführung nehmen lassen, mit dem er sich mehr interne Kompetenzen gegenüber dem Sportvorstand, der ihm erkennbar auf den Senkel geht, herausverhandeln kann.
        Und wenn ich meine persönliche Meinung hinzufügen darf: ich werde mit Brazzo in der Position des Sportvorstandes nicht mehr warm, auch wenn ich die Argumente für “seine” Erfolge durchaus nachvollziehen kann. Aber sowie er vor einer Kamera zu sprechen beginnt, habe ich mit Fremdscham zu kämpfen, wie übrigens auch bei Uli Hoeneß und KH Rummenigge. Ich wäre heilfroh (und es wäre für Image und langfristigen Erfolg des FC Bayern meines Erachtens auch nützlich), wenn ab 2022 dann vorwiegend Kahn, Hainer und Flick die Außendarstellung des FCB übernehmen und nach Vertragsablauf von Brazzo (oder eher) jemand wie Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger ihn ablösen …

      5. @GS:
        Die Kommunikation im Fußballgeschäft läuft eben zu weiten Teilen abgekoppelt von der Realität und dient scheinbar hauptsächlich dazu eine unendliche Flut von Clickbait zu generieren.
        Wie diese unsäglichen “Sie wissen ich muss sie das fragen..” Dinger.
        In dem Zusammenhang halte ich es auch tatsächlich für naiv, Flick könnte hier durch eine klare Ansage absolute Ruhe herstellen.
        Du weißt zurecht auf die erste PK hin, als das Thema durch Löw akut wurde. Da hat Flick ohne überhaupt auf Fragen zu warten gleich zu Beginn ein Statement abgegeben. In dem Sinne, ich habe ich hier Vertrag, habe viel Spaß und will noch viele Titel gewinnen. Und hat dann gleich dazu gesagt in Zukunft würde er dieses Thema dann auch nicht weiter kommentieren.
        Hätte man noch deutlicher formulieren können, aber eigentlich ziemlich eindeutig. Hat das damals, geschweige denn heute jemanden interessiert? Natürlich nicht. Würde man das nämlich ernst nehmen, würde man sich doch ein wunderschönes Thema aus den Fingern gleiten lassen.

        Bestes Beispiel der erwähnte Hütter. Der hat vor einigen Wochen glasklar erklärt bei Frankfurt zu bleiben. Hat das auf irgend jemanden Eindruck gemacht? Jedenfalls wird über seine Zukunft genauso eifrig spekuliert, als hätte er gar nicht gesagt. Mittlerweile zieht er sich ebenfalls genervt darauf zurück, alles zu diesem Thema schon erschöpfend gesagt zu haben. Was natürlich auch sofort wieder “strafverschärfend” gewertet wird.

        Würde heute Flick die Aussage treffen er würde auf jeden Fall nächste Saison Bayern trainieren, wäre das eine schöne Schlagzeile die vielleicht 2 Tage die Medien bestimmen würde.
        Dann würde Bozo, der Clown oder eine andere Koryphäe irgendein Statement abgeben, vielleicht in dem Sinne dass nach seinen Informationen der Vorstand das doch ganz anders sehen würde. Dann würde das gleiche Spiel genauso wieder von vorne beginnen, so als ob Flick nichts gesagt hätte.
        The same procedure as every year.

      6. @Jo, der Satz “ich habe hier Vertrag” ist exakt so von praktisch jedem Fussballer zu hören gewesen, der kurz darauf den Verein gewechselt hat. Das ist eine präzise gewählte Beschreibung des Ist-Zustands, um Fragen nach der Zukunft auszuweichen, um die es ja eigentlich geht. Von daher hätte Flick schon Ruhe schaffen können, wenn er stattdessen gesagt hätte, “Ich stehe für das Amt als DFB-Trainer nicht zur Verfügung, weil ich meinen Vertrag bei Bayern erfüllen will”. Das hat er aber nicht – aus dem nachvollziehbaren Grund, weil er damit einen wichtigen Trumpf im Kompetenzpoker aus der Hand gegeben hätte. Jetzt sollte er allerdings aufpassen, auch nicht zu überreizen*, den irgendwann wird der mediale Dauer-Knatsch dem Verein wohl auch mal zuviel, und dann klären sie das Thema unilateral.

        * Ich habe keine Ahnung von Kartenspielen, deswegen sorry, wenn ich da eine Metapher-Karambolage verursacht habe.

      7. @Horst Mohammed
        Glaubst du tatsächlich mit dieser Formulierung wäre ewig währender Friede bei uns eingekehrt? Ich verweise noch mal auf das Beispiel Hütter. Es wird medial zwar ständig darauf herumgeritten, aber solche Aussagen werden eben, wenn sie denn fallen, auch nicht akzeptiert.
        Weil eben in der Vergangenheit solche Aussagen auch schon oft genug von der Realität eingeholt wurden.
        Ruhe wird bei dem Thema erst einkehren, wenn der DFB einen Nachfolger für Löw benannt hat.

  18. “Bereits weit vor diesen Interviews wurde dem Boulevard durchgestochen, dass Boateng den Klub im Sommer verlassen werde. Eine Verlängerung, so heißt es, wurde vom Aufsichtsrat abgelehnt.”

    Entschuldigt bitte, aber wer eins und eins zusammenzählen kann, erkennt hinter dieser Vorgehensweise eine klare Strategie und weiß, wer dahintersteckt. Ist ja nicht das erste Mal und passiert in ähnlicher Weise seit circa dreieinhalb Jahren (wieder).

    Hansi war sehr, sehr lange extrem loyal, hat dem ganzen mit stoischer Ruhe zugesehen und den Laden mehr oder weniger alleine zusammengehalten.
    Ich frag mich nur, wie lange man das öffentliche Gezanke aushalten kann?
    Auf der einen Seite ein extrem professionelles Trainerteam und eine großartige Mannschaft, auf der anderen Seite DAS? Ganz einfach zum Kotzen.

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    1. Hansi war sehr, sehr lange extrem loyal, hat dem ganzen mit stoischer Ruhe zugesehen und den Laden mehr oder weniger alleine zusammengehalten.

      Na ja.
      Für dir mal die Chronologie der Ereignisse ins Gedächtnis.
      Flick hat nach kurzer Zeit im Amt öffentlich Verstärkungen gefordert, worauf Salihamidzic völlig zu Recht erklärt hat, dass er kein Freund von medialer Kaderplanung sei.
      Dann hat Flick, wieder öffentlich, ein Vetorecht bei Transfers eingefordert.
      Daraufhin haben Kahn und Rummenigge erklärt, dass er zwar ein großes Mitspracherecht hat, aber die letzte Entscheidung beim Verein liegt.

      Dieses einseitige Draufhauen auf Brazzo wird dem Thema nicht gerecht.
      An der medialen Unruhe trägt Flick eine gehörige Mitschuld, weil er nach kurzer Zeit im Amt Dinge an die Öffentlichkeit getragen hat, die intern behandelt gehört hätten.

      1. Und wir beide wissen aus gesicherter Quelle, dass diese Dinge NICHT intern behandelt wurden…?
        Ich denke, die Sache ist ähnlich gelagert wie bei NK. Jeder weiß es, alle, auch die Spieler, haben’s intern angesprochen. Keiner macht was dagegen. Dann muss man eben mal sang- und klanglos in Frankfurt verlieren, damit ENDLICH etwas passiert.
        Hansi treibt die pure Verzweiflung an. Ich denke, wir beide wissen sehr genau, wie es ist mit Dilettanten zusammenzuarbeiten und bei der Geschäftsführung auf taube Ohren zu stoßen.
        Oder ist dir das noch nie passiert?

      2. Natürlich, aber deswegen bin ich nicht gleich petzen gegangen und hab Druck ausgeübt.

        Und wir wissen definitiv, dass Flick Dinge an die Öffentlichkeit getragen hat, die da nichts zu suchen haben.

      3. Es ist wie immer. Wenn Kovac nach einer Double-Saison in einem Interview sich zu forsch gegenüber einer Verpflichtung von Sane äußert, wird er zurückgepfiffen und man klatscht Beifall dafür. Gleiches passiert, wenn Salihamidzic zu euphorisch bezüglich Hudson -Odoi vorprescht. Auch hier wird das als Zeichen von Inkompetenz gewertet. In beiden Fällen liegt man mit dieser Einschätzung übrigens mMn richtig. Jetzt kommt aber wieder der entscheidende Twist zur Doppelmoral: Wenn Flick nach einem guten, wenngleich nicht überragenden Start in der Winterpause in den Medien Verstärkungen fordert, ist das nur ein Hilfeschrei hervorgerufen durch Inkompetenz des Vorgesetzten.
        Bevor wieder jemand meint, die Kovac-Fanboy-Keule rausholen zu müssen: Flick ist um Lichtjahre besser geeignet, den FCB zu trainieren. Dennoch ist Flick kein Heiliger und Kovac und Salihamidzic nicht der Anti-Christ. Ich lebe in einer Welt, in der es nicht nur schwarz und weiß gibt.

      4. @Willythegreat:
        Amen.
        Die Doppelmoral hier im Forum ist schon auffällig.
        Als Kovaç seine Wunschspieler nicht bekommen hat, war der vorherrschende Tenor “Der soll sich nicht so anstellen”.
        Flick in der gleichen Lage ist dagegen das arme Opfer, das nicht genug Unterstützung vom Verein erhält.
        Bisschen konsequenteres Anlegen der eigenen Maßstäbe wäre wünschenswert.

      5. @Tobi13: mein Highlight: wenn man einen teuren Spieler wie James, der sich nie wirklich mit dem Verein identifizierte und der vor und seit seiner Zeit in München auch höchstens temporär überzeugen konnte, nicht als Stammspieler einbauen kann, dann ist man als Trainer eine Pfeife. Wenn ein teurer Spieler wie Hernandez nur eine Nebenrolle spielt, dann trägt natürlich nur der Spieler Schuld daran und der Sportdirektor, der ihn gekauft hat.

      6. Es kann doch beides stimmen. Ich finde, dass Flick in der Sache Recht hat – die Kaderpolitik der letzten Jahre war verfehlt, trotz guter bis sehr guter Einzeltransfers. Trotzdem ist es ungewöhnlich und schafft Unruhe, seine abweichende Meinung ständig in die Öffentlichkeit zu tragen. Da hat sich Salihamidzic meiner Ansicht nach disziplinierter und kollegialer verhalten.

      7. @willy: Von Doppelmoral würde ich erst dann sprechen, wenn ein und derselbe beide Positionen vorbringt, bin mir nicht sicher, ob es solche Beispiel gibt. Zur Vergleichbarkeit von James/Hernández möchte ich anmerken, dass James bei den Vorgängern durchaus den Beweis erbracht hat, dass er funktionieren kann, er womöglich bei dem defensiver denkenden Kovac nicht so ganz ins Konzept passte. Grundsätzlich war das ja der Knackpunkt: Kovac wollte einen Spielstil etablieren, den der Kader mehrheitlich ablehnte. Konzepte für ein koordiniertes Angriffsspiel zu entwerfen, wo Spielmachertypen große Bedeutung zukommt, war bei ihm nicht Priorität, sondern da ging es eher darum, eine verstärkte Defensive zu etablieren und vorne auf die Durchsetzungsfähigkeit einzelner Spieler zu vertrauen, wie Kovac das von Frankfurt her kannte. Ein Spieler wie Hernández würde umgekehrt wahrscheinlich besser zu Kovacs Ansatz passen (und mit Blick auf ihn wurde er wohl auch geholt) als zu Flick…es kommt halt auch drauf an, was die Trainer aufs Feld bringen wollen.

      8. @willythegreat:
        Ja, da gibt es einige Beispiele.
        Stell dir nur mal vor Kovaç hätte eine simple Einwechslung so verkackt, wie es Flick gegen Paris getan hat.
        Da hätte hier der Baum gebrannt.
        Aber jetzt? Großes Schweigen.

      9. @severalseasons:
        Und genau da liegt das Problem, wenn man dem Trainer zuviele Wünsche erfüllt, oder sogar die Kaderplanung machen lässt.
        Kovac wollte Hernandez, bei ihm wäre er unangefochtener Stammspieler in der Innenverteidigung. Der nächste Trainer kann ihn nicht brauchen, jetzt hast du ihn aber da. Jetzt will Flick denen und jenen, im Herbst ist er weg und sein Nachfolger kann diese Spieler nicht brauchen und will wieder ganz andere Spielertypen.
        Wohin das führt, konnte man beim HSV gut beobachten oder noch immer in Barcelona.
        Irgendwie müssen wir wieder eine Richtung rein bekommen und dazu sollten wir die Parameter Trainer und Strategie für die nächsten Jahre fix machen.

      10. @wohlfarth

        Aber wenn man selbst nicht weiß, was man will, hat man immerhin eine ziemlich gute Chance den Gegner zu überraschen – blöd sind die ja nicht da oben.

      11. @wohlfarth: Da werde ich dir nicht widersprechen, aber genau das war doch das Problem mit der Kovac-Verpflichtung, denn mindestens seit LvGaal gab es doch diese Parameter, mit denen er de facto brach. Und KHR hat dann dem armen Kovac den Kopf gewaschen, weil der gemacht hast, was er kann, das aber zu dem Kader nicht so recht passen wollte. (Übrigens: für Kovac ist es letztendlich ja gut gelaufen, er sitzt im sonnigen Monaco, hat Erfolg und bestimmt weniger Aufregung um seine Person, dazu wahrscheinlich ein recht ansprechendes Salär…)

      12. @wohlfarth/@severalseasons

        Das ist doch seit gut zwanzig Jahren das Hauptproblem des Vereins, dass es aufgrund der zwei Großkopferten eine strategische Patt-Situation gibt die nie konsequent und endgültig aufgelöst werden konnte. Als Kollateralschaden dieser ideologischen Inkonsistenz fielen zwar reihenweise deutsche Meisterschaften und ein paar Champions League-Erfolge ab, aber eine gütliche Einigung gab es nie.

        Zumindest vor diesem Hintergrund wirkt das Vereinsmotto MiaSanMia etwas geflunkert, es sei denn, man hält die pathologische Identitätskrise für eine fruchtbare Arbeitsgrundlage – und genau das befürchte ich.

      13. @severalseasons: Ich glaube, dass der Plan der Vereinsführung war, mit diesen Ballbesitz-Parametern zu brechen und Kovac dafür gezielt geholt wurde, da der Ballbesitzfußball zwar übers Jahr schön anzusehen war, aber regelmäßig in der Crunch-Time scheiterte. Und zwar an den Mannschaften, die auf das Ballbesitz- und Dominanzgedöns verzichteten und stattdessen gut verteidigten und vorne auf individuelle Klasse setzten. Real, Atletico, Frankfurt.
        Leider wurde dann festgestellt, dass dieser Umbau nicht so einfach ist, wie gedacht und jetzt gibt es wieder die Rolle rückwärts.
        Mal sehen, wo die Richtung in Zukunft hingeht, der Fußball und die anderen Mannschaften entwickeln sich ja auch weiter.

      14. Ich habe eine klare, vielleicht etwas antiquierte Meinung bezüglich Spielern und die leitet sich von der Rehagel-Maxime ab, dass es keine alten oder jungen, sondern nur gute und schlechte Spieler gibt. Ich passe das mal an auf die Frage nach Spielern für bestimmt Systeme. Bei guten Spielern bin ich der Meinung, dass sie außerhalb jedes Systems funktionieren. Ich gehe hier mal ein paar Jahre zurück in die Zeit von van Gaal. Zu seinem Amtsantritt wurden zwei Transfers alleine auf sein Betreiben realisiert, nämlich die von Braafheid und Pranjic. Braafheid kannte van Gaals System aus dem Effeff, weil er ihn aus Alkmaar mitbrachte, bei Pranjic, den er aus der Ehrendivisie kannte, war er ebenfalls der Meinung, dass er ein perfekter Systemspieler sei. Der eine wurde zum Komplettausfall, der andere höchstens zum Mitläufer. Gottseidank waren sie keine extrem teuren Einkäufe. Im gleichen Jahr wie van Gaal stießen übrigens auch Tymostschuk und Gomez zum Verein. Van Gaal in seiner rustikalen Art kanzelte beide im Krisenherbst seines ersten Jahres gleich mal ab, indem er ihnen an den Kopf warf, dass sie nicht seine Einkäufe wären. Pikanterweise hat jener Mario Gomez van Gaal im Herbst und Winter 2009 den Arsch gerettet, weil er mit seinen Toren dafür sorgte, dass Bayern in der CL noch überwintern konnte und in der Liga immer näher an die Spitze rückte. Tymostschuk war zwar kein Volltreffer, aber immer da, wenn man ihn brauchte, quasi ein Rafinha im Mittelfeld (ohne dessen Entertainerqualitäten in der Kabine natürlich). Mit etwas mehr Glück beim Finale dahoam hätte er als Not-Innenverteidiger einer der Unsung Heroes unserer Vereinsgeschichte werden können.
        Einer der größeren Flops der letzten Jahre war auch Mehdi Benatia und wer wollte den unbedingt? Ein gewisser Pep Guardiola, weil er angeblich so gut in sein System passen würde. Gezeigt hat er es aber nicht.
        Ein Trainer des FCB kann froh sein, dass ihm jedes Jahr ein exzellenter Kader zur Verfügung gestellt wird, der in der Spitze zum besten gehört, was der Weltfußball zu bieten hat und höchstens in der Breite seine Mängel hat. Natürlich soll ein Trainer mit längerfristigem Vertrag auch Wünsche äußern können. Diese Wünsche gehören dann von der Vereinsführung auf ihre Machbarkeit hin überprüft und in einem größeren Kreis, der bei Bayern ja gottseidank nur aus Leuten besteht, die Ahnung vom Fußball haben, auf ihre Sinnhaftigkeit diskutiert. Wenn dabei herauskommt, dass der Wunschspieler des Trainers kommt, darf der froh darüber sein. Sollte die Entscheidung anders kommen, dann hat er damit auch umzugehen. Keine Ahnung ob es stimmt, aber im letzten Jahr um diese Zeit hieß es in einigen Medien, dass Flick lieber Timo Werner oder Kai Havertz als Leroy Sane wollte. Darüber zu diskutieren, wer der bessere der 3 ist und wer am besten gepasst hätte, ist müßig. Es soll nur zeigen, dass man Flick mit Sane trotzdem einen sehr guten Spieler zur Verfügung stellte und er mit ihm ja scheinbar auch was anfangen kann.
        Bei Flick kommt es mir allerdings manchmal so vor, dass er selbst bei Spielern, die nur zu 90% in sein System passen, große Probleme hat, sie zu bringen. Lieber spielt der 100%-Wunschspieler so lange, bis er ausfällt oder bis er selber nur noch 90% seines Vermögens abrufen kann. Dieser Hang zum Perfektionismus ist mMn eines der Grundübel des Streits zwischen ihm und Brazzo. Am deutlichsten sieht man das mMn im Fall von Hernandez, der in den Phasen, in denen Kimmich, Goretzka, Alaba und Davies fit waren, ein reiner Ergänzungsspieler war. Auch bei Roca kommt es mir so vor, dass er zwar kein Ersatz für Thiago ist, aber zumindest in vielen Bundesligaspielen eine gute Rotationsmöglichkeit darstellen könnte. Bei Flick sieht es für mich aber so aus, dass er sich einfach denkt: Hernandez kann nicht so gut aufbauen wie Alaba, also spielt er nicht. Roca kann nicht ganz so gut pressen wie Goretzka, also spielt er nicht. Wenn Brazzo hier anderer Meinung ist, dann ist das für mich nicht unbedingt ein Zeichen für weniger Sachverstand, sondern vielleicht sogar für mehr Weitblick im Hinblick auf die Saisonziele und die nächsten Spielzeiten. In Sachen Mannschaftssteuerung über eine gesamte Saison hinweg ohne Coronapausen und ohne Entzerrung der Wettbewerbe ist Flick übrigens das, was man Brazzo oft aufs Brot schmiert: ein Anfänger. Trotz all seiner Erfahrung in vielen Bereichen hat er noch nie eine normale Saison von Anfang bis Ende bestritten. Dass er es kann, beweist er trotz einiger Wackler vielen Widerständen zum Trotz diese Saison. Dennoch sollte es erlaubt sein, dass in diesem Fall andere Personen im Verein Dinge anders sehen als er. Brazzo hat zumindest als Spieler unter Trainern wie Hitzfeld gearbeitet und der wusste genau, wie wichtig es ist, immer wieder Leistungsträger zu schonen, auch wen der Ersatzspieler schwächer war.
        Kurz zusammengefasst: entweder ein Spieler ist gut genug für Bayern oder nicht. Wenn er auf Anhieb nicht perfekt ins System passen sollte, dann wird er sich bei entsprechender Klasse irgendwann trotzdem zurechtfinden. Wenn er das nicht schafft, ist er prinzipiell nicht gut genug für Bayern. Das gleiche gilt für mich auch für Trainer. Wenn ich es nicht schaffe, mit dem vorhandenen Spielermaterial Erfolg zu haben, dann bin ich auf Dauer nicht gut genug für den Verein.

    2. @wohlfarth: Das halte ich jetzt für etwas weniger wahrscheinlich, weil man, wenn die Erinnerung nicht trügt, doch recht lange geglaubt hat, man könne Jupp Heynckes für eine weitere Saison gewinnen. Als sich das zerschlug, musste man schauen, wer noch zu haben war, Tuchel und Nagelsmann waren wohl auch noch in der Verlosung. Auch die spätere “Grundsatzerklärung” von KHR, wie Bayern spielen wolle, spräche m.E. gegen eine solchen bewussten Paradigmenwechsel.

      1. @severalseasons:
        Es könnte so sein wie du sagst, könnte aber auch nicht.
        Das man Kovac holte, aber weiter Ballbesitz- und Dominanzfußball spielen wollte, glaube ich nicht.
        Da aber keiner von uns einen Beweis für das eine oder das andere bringen kann, müssen wir das wohl so stehen lassen.

    3. @GÜNO
      Wer eins und eins zusammenzählen kann.
      Genauso ist es. Die Dinge liegen klar auf dem Tisch. Willst du ein extrem professionelles Trainerteam und eine großartige Mannschaft oder den Antipoden? Die Wahl sollte leicht fallen.

      1. Meinst du das extrem professionelle Trainerteam, das ein CL-VF wegwirft, weil es nicht in der Lage ist auszuwechseln? Oder zumindest den verletzten Spieler anzuweisen sich im Mittelkreis auf den Boden zu legen und behandeln zu lassen bis der große Rat weiß wie es weitergeht?

  19. Ich lese Miasanrot seit etwas mehr als einem Jahr mit. Das hier ist mein erster Kommentar. Danke für die großartige Arbeit! Der Artikel steht für alles, was mich zum Fan dieser Seite hat werden lassen: sehr sachlich geschrieben, gute und nachvollziehbare Analysen, eine (auch) kritische Sicht auf den eigenen Verein und konkrete Lösungsvorschläge (wobei Ihr z.B. bei Aufstellungsfragen oft sehr schön differenziert zwischen dem aus Eurer Sicht Sinnvollen und dem tatsächlich Erwartbaren). Sehr gut gefällt mir, dass Ihr nie in Schwarz-/Weißmalerei verfallt, sondern immer sehr abgewogen verschiedene Sichtweisen und Argumente auf den Tisch legt.

    Letzteres tut gerade auch gut, wenn es um das Verhältnis HS und HF geht. Mir persönlich fällt es schwer, die Arbeit von HS einzuschätzen, da sein genauer Einfluss auf (gute und schlechte) Entwicklungen der letzten Jahre in meinen Augen von außen schwer zu greifen ist. Bei HF fällt mir das leichter und ich hoffe sehr, dass er bleibt, gleichzeitig trägt er in meinen Augen durch zu geringe Rotation (selbst in leichten oder früh entschiedenen Spielen) mit dazu bei, dass die Kaderbreite so gering ist. Ich hoffe, dass die beiden sich irgendwie zusammenraufen.

    Zum Spiel: Eine dieser Partien, bei denen man sich fragt, ob die kaltschnäuzigere und effizientere oder doch einfach nur die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Wahrscheinlich beides. Für das Rückspiel kann ich mir zwar vorstellen, dass Bayern das Ding in einer ähnlich spektakulären Partie noch dreht. Dafür wäre es aber wichtig, dass zumindest Gnabry und Goretzka spielen können (Süle fällt ja definitiv aus) – und danach sieht es leider nicht aus. Im Ergebnis wird also wohl die Elf ranmüssen, die im Hinspiel am Schluss auf dem Platz stand. Und bis auf Musiala gibt es dann vor allem offensiv keine echten Wechseloptionen.

    Habt Ihr im Hinspiel bei Sané auch den Eindruck gehabt, dass er in der 2. Hälfte arg am Pumpen war und deshalb vor allem im Spiel ohne Ball abfiel?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sane gefällt mir zwar in der Rückrunde schon viel besser, aber ein Abbauen in der Schlussphase ist mir auch schon aufgefallen. Das verwundert aber angesichts der langen Verletzungspause nicht. Zudem machte er bei City nie so viele Spiele am Stück in der Startelf. Das wird auch noch. Vielleicht war die Anzahl an Torbeteiligungen trotz schwächerer Form in der Vorrunde auch deswegen so hoch, weil er da öfter von der Bank kam und dann noch mehr Körner in der Schlussphase hatte?

    2. Herzlich willkommen.

      Es stimmt: trotz vieler Diskussionen in den Kommentaren dürfte die meisten User einig darüber sein, dass die MSR-Artikel durch Sachlichkeit und Unaufgeregtheit bestechen. Dass der Abgang von Flick ein großer Schlag für den Verein wäre, dürfte ebenfalls Mehrheitsmeinung sein, auch wenn man gerade den Eindruck gewinnen kann, dass einige im Falle eines Abgangs recht selbstverständlich eine Fortsetzung der Erfolgsserie annehmen.

      Bezüglich Sane: Gefühlt wurde hier schon seit Tag 1 diskutiert, dass ihm die Bindung zum Spiel fehlt, allerdings wird auch anerkannt, dass sich das schrittweise verbessert. Sein größtes Problem sind Ballverluste und unsichere Annahmen, die dann gefolgt von einem zögerlichen Nachsetzen oft zu unnötigen Defensiv-Aktionen für den Rest der Mannschaft führen. Nicht umsonst ist Sane mit-führend in der Bundesliga bei falsch angenommenen Bällen und Ballverlusten (aktuell 5,1 pro Partie) – das ist verdammt viel.

      Schaut man sich die aktuelle CL-Saison an, hat Sane vergleichsweise viele Zweikämpfe pro Spiel für einen Flügelstürmer (1,3), allerdings sind seine defensiv-Werte im 1:1 sehr schwach, was das permanente Hinterherlaufen nach sich zieht und daher auch für eine frühe Ermüdung sprechen kann. Je besser er Teil des Systems wird, desto weniger Fehler wird er machen und desto weniger anstrengend wird es über 90 Minuten sein. Daher gilt: weiter darauf setzen, dass er sich spielerisch schrittweise integriert.

    3. @Turbo Batzen und @willythegreat: danke, interessant! Ich selbst sehe Sané auch positiv und zudem in aufsteigender Form. Am Mittwoch ist mir aber nur aufgefallen, dass er irgendwann ohne Ball kaum noch in Bewegung war. Das schien mir nichts mit seinem verbesserungswürdigen Defensivverhalten im Allgemeinen zu tun zu haben, zumal es sich auch bei Ballbesitz Bayern zeigte. Ich hoffe, er bekommt gegen Union zumindest eine Halbzeit lang ne Pause. Gerade für den wahrscheinlichen Fall, dass Gnabry auch im Rückspiel fehlt, wird er in Paris ja ziemlich sicher durchspielen müssen.

  20. Danke für den Artikel, ich glaube Flick wird gehen im Sommer und wir können heute noch nicht absehen welche Folgen dies für unseren Verein haben wird. Ganz konkret wenn es um die Vertragsverlängerungen von Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Kingsley Coman geht. Alle drei haben unter Flick einen großen Sprung nach vorn gemacht und das Binnenverhältnis ist absolut intakt. Und ja für Spieler ist relevant wer an der Seitenlinie steht.

    Daher schadet uns die Posse um Flick ganz eindeutig nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern belastet auch zukünftige Vertragsgespräche und somit die Arbeit von Hassan. Allein aus diesen Überlegungen wäre es notwendig Planbarkeit und Ruhe herzustellen.

    Ich glaube auch, dass die Arbeit sowohl mit Flick als auch mit Hassan nicht einfach ist. Beide sind Alphatiere und wollen führen. Wenn hier keine persönliche Wertschätzung vorhanden ist, sind solche beruflichen Beziehungen immer konfliktgeladen. Daher ist eine Trennung wahrscheinlich der richtige Schritt, dann kann Hasan “seinen Trainer” holen. Mal schauen was bei rauskommt.

    Im übrigen bin ich Rummenigge total dankbar für seinen Wunsch sich erst einmal komplett vom Verein und aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Eine solche Wohlverhaltensphase von mindestens drei Jahren hätte ich mir auch von Hoeneß gewünscht.

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    1. Wie sagte Lahm so schön. Der Uli ist einfach noch viel zu tatkräftig um schon loszulassen zu können.

      1. An dieses Zitat musste ich in der letzten Zeit auch dauernd denken…

    2. Naja, bei Rummenigge muss man auch erst einmal abwarten, was am Ende des Tages passiert. Durchaus möglich, dass er zur Saison 22/23 dann doch noch einmal in beratender Funktion zur Verfügung steht in der 2. Liga.

      #miasankompetenzengerangel
      #froehlichespfruendeverteilen
      #unsgehtszugut

  21. Hernandez droht auch auszufallen… :(

    Dann haben wir morgen keinen LV… Es sei denn Alaba spielt dort, aber dann fehlt wieder einer im MF. Oder nimmt er Stiller von den Amas mit???

    Es ist zum Kotzen. Ausgerechnet jetzt zur Crunch Time fällt einer nach dem anderen aus. Wie zu früheren Guardiola-Zeiten.

  22. Mal ein anderer Aspekt:
    Das Schneespiel gegen Paris (zumindest erste Hälfte) war – nach Kiel und Bielefeld – schon das dritte Sieglos-Match. Die typisch bayrische Wintersport-Kompetenz existiert offenbar nur noch als positives Vorurteil… ;-)

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    1. Immer noch besser Schnee als die fatale Wärme von unten. Die hat Kovac immer solche Schwierigkeiten gemacht ;-)

  23. Flick auf der PK:
    Gegen Union fallen Lewandowski, Gnabry, Süle, Goretzka, Hernandez, Roca, Tolisso, Costa verletzt aus. Davies ist noch gesperrt.
    Nianzou wäre noch kein Startelfeinsatz zuzumuten.
    Also 10 Spieler nicht für die Startelf verfügbar. Ist das auch in unserer langen, langen Geschichte eigentlich ein Rekord?

    Bliebe also z.B. eine theoretische Startelf:
    Neuer
    Pavard, Boateng, Martinez, Alaba
    Kimmich, Musiala,
    Sarr, Müller, Sane
    Choupo-Moting

    Für die Bank blieben Nianzou, Dantas und Scott.
    Die Mannschaft kann man natürlich noch anders zusammenwürfeln, aber die Grundaussage bleibt. Es ist also u.a. nicht einmal eine halbwegs ernsthafte Rotation möglich.

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    1. Was ist mit Coman?? Weil der in deiner Aufzählung fehlt?

      1. Oh sorry, tut mir leid. Ich wollte keine Befürchtungen schüren. Den habe ich vergessen. Der sollte fit sein.

    2. Für die Bank kommen von den Amas laut Kicker noch Stanisic, Vita und Oberlin dazu.
      Die spielen allerdings leider parallel auch gegen den Abstieg.

      1. Mal abgesehen von der Verfügbarkeit: Wie geht es denn eigentlich Gnabry? Die meisten Ansteckungen sollen ja mittlerweile mit der gefährlicheren Virus-Variante erfolgen, daher frag ich mich, was mit ihm ist. Weiß jemand etwas Genaueres?

      2. Da hört man nichts. Ist wohl aber so üblich, da man das wohl zurecht als sensible Daten betrachtet.
        Im Regelfall hört man da meist nur zu Beginn und Ende der Quarantäne was.
        Am Anfang wird meist verkündet, der Spieler ginge ohne Symptome oder mit leichten Begleiterscheinungen in Quarantäne. Von schweren Symptomen habe ich glaube ich noch nie was gehört bzw. wurde das zumindest nicht verkündet.
        Nach der Quarantäne gibt öfters der Spieler mal ein Update wie es ihm so erging. Der Verein äußert sich dazu kaum einmal, oder vielleicht auch gar nicht.

      3. @jo: Danke für die Antwort. Dann hoffe ich mal, es geht ihm gut und er kann so fit zurückkommen wie Müller.

  24. Da mal ein großes Kompliment für Flick.

    “Ich will den Fokus jetzt auf das legen, was wichtig ist: Die Mannschaft und den Erfolg. Ich habe auch eine Teilschuld, dass die Dinge reingetragen wurden. Wir vergessen jetzt aber alles. Ich bin derjenige, der sagen kann: Ich versuche das Ganze so zu lösen, dass es im Sinne des Vereins ist. Alles ansonsten, was an Störfeuern kommt, dazu will ich mich nicht mehr äußern.”

    Das Einräumen, dass auch er nicht ganz unschuldig ist an der Situation, ist ein Zeichen echter Größe.
    Gleichzeitig belegt es, wie unsinnig diese eindimensionale “Flick gut, Salihamidzic böse”- Denkweise ist.

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    1. Wäre es dann im Sinne deiner Argumentation bzw. ihrer Logik folgend, der ich in diesem Punkt beipflichte, aber nicht auch schön, sowas mal von HS zu hören?

      1. @severalseasons:
        Total.

        Wobei es mir grundsätzlich reichen würde, wenn Beide sich gar nicht zu dem Thema äußern, sondern sich einfach zusammenraufen.

      2. War ein starker Auftritt von Flick. Wirkte sehr entschlossen und konsequent.
        Natürlich wäre ein solches Statement von Salihamidzic wichtig und überfällig. Wir werden beobachten ob er die nötige Größe aufbringt.

      3. @ severalseasons +1

      4. Genau das ist der Unterschied: Hansi hat wahre Größe, Brazzo lechzt danach diese auch zu erlangen und scheitert diesbezüglich, mit seinen Methoden, auf ganzer Länge.
        Insofern stellt ihn Hansi AUCH mit solchen Aussagen bloß.

      5. @Güno:
        Was sind denn seine Methoden?

      6. @ Tobi 13

        der Unterschied ist:
        HS spricht über die gute Zusammenarbeit mit Flick, und ich glaub keiner hier im Forum wird ihm beipflichten und sagen, das sei die Wahrheit. Also ist es für mich eine Lüge.

        Flick spricht laut dieses Zitats über die Kadergröße und honoriert HS Anteil daran sogar.
        Er spricht explizit nicht von der guten Zusammenarbeit mit HS.

        Bezüglich Boateng habe ich mich ausdrücklich und vollbewußt einer Wertung enthalten. Da gibt es verschiedene Positionen ,die für oder gegen eine Verlängerung sprechen.
        Meine Kritik zielt allein auf die Art und Weise des Vorgehens. Klar gibts das, dass Verträge nicht verlängert werden.
        Aber wenn es sich um einen so langjährigen und verdienten Spieler handelt, dann kann und muss das anders ablaufen. Da sind wir dann wieder bei der Integrität und Anständigkeit, die ich mir vom FC Bayern und deren Führung wünsche.

      7. @S.K.:
        Also weil irgendwelche User in irgendeinem Fussballforum Salihamidzic nicht beipflichten,ist er ein Lügner.
        Muss man erstmal drauf kommen.

        Wie hätte es denn mit Boateng anders laufen müssen?

    2. Flick hat auch 2 andere Dinge betont:

      Er fühlt sich von der Presse teilweise falsch zitiert und – obwohl er verstehe, dass sie Schlagzeilen produzieren muss – müssen die Medienvertreter in Zukunft damit rechnen, dass er auf die Drumherum-Fragen in Zukunft antwortet “nächste Frage”.

      Außerdem fand ich den allerersten Satz seines langen Statements interessant: “Wir hatten letztes Jahr um diese Zeit eine Mannschaft, die qualitativ besser war, als dieses Jahr. Da wird mir jeder zustimmen. Trotzdem sind wir in der Bundesliga 7 Punkte vorne und haben noch die Chance das CL-Halbfinale zu erreichen.”

      Für mich ein klarer Hinweis, wo Flick der Schuh drückt: der Kader ist ihm nicht stark genug bzw. ganz offensichtlich gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen.

    3. @ GÜNO +1

      @Tobi13
      mir fällt da zu allererst seine Unaufrichtigkeit auf. Gefolgt von den Unwahrheiten/Lügen in seinen Aussagen.
      Wenn er davon spricht, dass jeder wisse, dass die Zusammenarbeit zwischen ihm und Flick eine sehr Gute sei….
      Wenn er sagt, Boateng würde durch das “große Tor” hinaus gehen, dabei werden wir alle Zeuge (und viele mit einem Gefühl von Scham) davon, wie Boa, so schrieb es ein Kommentator der SPOX, durch die kleinste Luke geschoben wird.
      Das sind jetzt nur 2 Beispiele aus seinem ca. 2min. langen Auftritt letzten Mittwoch.
      Nein, diese Dreistigkeit, dieses nicht Genaunehmen mit der Wahrheit hat noch niemand zu wahrer menschlicher Größe geführt.
      Da sehe ich Flick ihm weit voraus.
      So gesehen ist es auch eine weitreichende Entscheidung, weit über das rein fussballerisch/ fachliche hinaus, wer bei Bayern in Zukunft das Sagen hat.

      1. @S.K.:
        Sagt Flick denn was anderes über die Zusammenarbeit?
        Ich finde du benutzt das Wort “Lüge” ziemlich leichtfertig.
        Mal zur Erinnerung:
        “Klar fehlen einige Spieler, wir haben aber immer noch eine gute Breite im Kader. Das hat Hasan sehr gut gemacht, dass er eine gewisse Breite im Kader geschaffen hat. Wir haben in solchen Situationen, wenn sich mal einer verletzt, die Möglichkeiten das auszugleichen oder auch mal einen zu schonen. Diese Dinge wurden klar erkannt, verbessert und umgesetzt.”

        Und durch welche Luke wird Boateng denn geschoben?
        Da wird ein Vertrag nicht verlängert. Normales Tagesgeschäft.
        Soll sich jetzt noch jemand weinend mit ihm in die Tiefgarage stellen?

      2. @ Tobi13

        “Also weil irgendwelche User in irgendeinem Fussballforum Salihamidzic nicht beipflichten,ist er ein Lügner.
        Muss man erstmal drauf kommen.”

        Nein, ich sage, weil HS sich vor die Kamera stellt und den Leuten weiß machen will, dass es eine gute Zusammenarbeit mit Flick gibt, ist er für mich ein Lügner. Rummenigge würde doch nicht diese Aussage treffen, wenn alles in Butter wäre, wie uns HS erzählt.
        Zitat:
        “Wir müssen alle an einem Strang ziehen, müssen harmonisch, loyal und professionell zusammenarbeiten”…

        Heißt für mich, es wird nicht harmonisch, nicht loyal und nicht professionell zusammen gearbeitet.

        Und zur Frage WIE Boateng verabschiedet werden soll…
        Ganz einfach, so wie man es sich in seiner Position und nach diesen vielen Jahren selbst wünschen würde.
        Ein “heulend in der Tiefgarage” schwebt mir da nicht vor. Da gibt es noch eine ganze Menge dazwischen.

      3. @S.K:
        Findest du das nicht sehr eindimensional?
        Flick bekleckert sich ja nun auch absolut nicht mit Ruhm, gerade angesichts Rummenigges Ansage.

        Leider wirst du nicht konkret, in Bezug auf meine Frage zu Boateng.
        Was hätte man anders machen sollen?

    4. Auf der PK sagt er aber auch gleichzeitig, dass die Mannschaft letzten Jahres qualitativ besser war als in diesem Jahr.
      Da hat er zwar wahrscheinlich Recht (obwohl das subjektive Bewertungen sind), aber warum zur Hölle sagt er so etwas öffentlich in der PK? Das ist dann wieder ein neuer Seitenhieb auf HS, aber gleichzeitig auch an alle Neuzugänge.
      Durch solche Aussagen geht das ganze wieder von vorne los. Als nächstes wird dann Brazzo auch wieder einen kleinen dämlichen Seitenhieb austeilen und wir drehen uns wieder im Kreis von vor einer Woche.

      1. Diesen Satz fand ich auch äußerst fragwürdig.

        Was sollte der? Als der Kader für letzte Saison zusammengestellt wurde, gab es noch keine finanziellen Beschränkungen durch die Pandemie.

        Und war der Kader insgesamt wirklich qualitativ so viel besser? Letzten Endes ist das nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Neuzugänge, sondern auch mMn für die komplette Mannschaft. War ein Lewandowski letztes Jahr besser? Ein Kimmich? Oder Goretzka? Hat Musiala sich nicht gesteigert? Ist unsere komplette Verteidigung qualitativ schlechter geworden?

        Gnabry und Coman – hatten die letztes Jahr mehr Qualität? Wie viel Scorer Punkte hatte Perisic mehr als Sane? Ist ECM qualitativ schlechter als Zirkzee?

        Und was hat Flick eigentlich mit der verloren gegangenen Qualität eines Coutinho angefangen? Wieso war der nie Stammspieler – trotz seiner Qualität?

        So langsam steigt in mir der Verdacht auf, Flick strickt bereits an seiner Ausstiegslegende.

      2. Ich sehe den Kader auch qualitativ schlechter als letztes Jahr. Gerade Thiagos Und Couthinos Ballsicherheit fehlt mir in vielen wilden Spielen. Allerdings war die Kaderplanung mit Dest und CHO bei positiver Umsetzung durchaus auf einen zum Vorjahr gleichwertigen Kader ausgerichtet. Und das wir ihn der jetzigen Situation nicht jedem Wahnsinn auf dem TM mitmachen, ist m.M.n. positiv zu bewerten. Ob H.S. in manchen Situationen zu lange zögert oder sich einfach verzockt, kann ich nicht beurteilen. Trotzdem gilt es nun nach vorne zu schauen und die richtigen Spieler zu verpflichten. Mit Upa (und Richards) ist ein guter Anfang gemacht.
        Es ist einfach sehr schade, das diese internen Meinungsverschiedenheiten gerade in dieser wichtigen Saisonphase in der Öffentlichkeit ausdiskutiert werden. Der Verein und die Mannschaft haben das einfach nicht verdient. Es wird über Defizite der Kaderplanung etc. diskutiert und über minimale Leistungsunterschiede die auf CL Niveau den Unterschied machen. Dabei geht durch die öffentliche Diskussion der Fokus
        auf das Wesentliche, das Spiel, verloren. Und wenn das bei dem einen oder anderen Spieler (Boateng vor dem Spiel wird bekanntgeben, das der Vertrag nicht verlängert wird) auch nur minimale Ablenkung verursacht kann dieses ebenso leicht zu einer (vermeidbaren) Niederlage führen. Einfach unnötig und ärgerlich…

      3. Stiftl, da stimme ich dir zu!
        Flick hat als Vereinstrainer alles gewonnen, was man gewinnen kann – mehr geht nicht.
        Und beim DFB geht, wenn keiner freiwillig zurücktritt, das Fenster für den Nationaltrainer im Schnitt alle 10 Jahre auf.
        Insofern wäre es nachvollziehbar.
        Ansonsten kann man sich über sehr viele Dinge trefflich znd seitenlang streiten.
        Letztlich bleiben viele Dinge sowieso nur reine Spekulation- gehe 2 Jahre zurück. Was wäre gewesen, wenn sich ein Süle UND ein Hernandez nicht verletzt hätten. Wo stände ein Davies heute.
        Hätte er die Verletzungen geahnt – wäre ein Hummels dann wirklich gegangen oder hätte es weiter das Duo Boateng/Hummels gegeben.
        Wäre ein Thiago vielleicht doch geblieben, wenn er den Saisonverlauf von Liverpool geahnt hätte.
        Und wer weiß denn schon, wie das Spiel weiter geht.
        Man stelle sich vor, man verpflichtet Coutinho – der im Moment schon seit 33 Spielen verletzt fehlt.
        Wieviele Spiele hat ein Thiago bei Liverpool verpasst.
        Das mit dem besseren Kader ist immer so eine Sache.
        Und im Nachhinein ist man sowieso schlauer.

      4. Bis vor wenigen Stunden war es völlig unstreitig dass der Kader sich im Vergleich zum letzten Jahr verschlechtert hat. Nicht einmal die Kovac/Salihamidzic-Boygroup hat es gewagt das zu bestreiten.
        Heute wird das ausgesprochen was alle wissen und auf einmal muss das diskutiert werden? Kannst du dir nicht ausdenken.

      5. @BM:

        Bis vor wenigen Stunden war es völlig unstreitig dass der Kader sich im Vergleich zum letzten Jahr verschlechtert hat. Nicht einmal die Kovac/Salihamidzic-Boygroup hat es gewagt das zu bestreiten.
        Heute wird das ausgesprochen was alle wissen und auf einmal muss das diskutiert werden? Kannst du dir nicht ausdenken

        Du schaffst es echt innerhalb weniger Stunden einen User, wegen einem harmlosen Verstoß gegen die Community Guidelines zu maßregeln, nur um dann selbst deutlich heftiger dagegen zu verstoßen.
        Deine Scheinheiligkeit und dein Forumsverhalten sind echt unfassbar.

  25. Ich hoffe inständig, dass Flick bleibt. Auch wenn das durch seine jüngsten Aussagen immer unwahrscheinlicher erscheint. Bei ihm hab ich so ein Gefühl wie damals unter Heynckes 2011-2013. Nach dem Motto: Mit ihm können wir alles schaffen. (Haben wir ja auch :D) Deswegen fände ich es schade. Ich bin selten einer, der Personalentscheidungen komplett schwarz oder weiß sieht, aber sollte Flick gehen wäre das für mich die schlechteste Entscheidung seit Klinsmann. Natürlich aus Vereinssicht gesehen. Wenn ich Flick wäre, würde ich mir auch ungern von Brazzo, der sich offenbar nur profillieren will, vorgeben lassen welche Spieler geholt werden und mit wem Verträge verlängert werrden. Ich finde auch, dass Brazzo hier und da einen (teils sehr) guten Job bei den Transfers gemacht hat (Davies, Hernandez, Musiala, meinetwegen auch noch Sane und Upa) aber es war halt auch leider sehr viel Verschnitt dabei. Gepaart mit diesem unsäglichem Machtgehabe ala “Ich bin dein Chef. Du spielst mit den Leuten, die ich dir vor die Nase setze.” ist das leider ein sehr unsymphatisches Bild von Brazzo. Es gibt in dieser Angelegenheit trotzdem so viele unterschiedliche Grautöne, dass es viel zu lange dauern würde hier alle aufzuzählen. Es ist Fluch und Segen zugleich das erfolgreichgste Jahr der Vereinshistorie hinter sich zu haben. Aus meiner Sicht ist der Anteil von Flick am Sextuple nämlich größer als der von Brazzo. Wenngleich auch er natürlich Anteil daran hat. Das macht die ganze Sache so kompliziert. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen passiert…

  26. Den erfolgreichsten Trainer hinausgestänkert.
    Kein Top Trainer mit ein bisschen Rückgrat wird mit diesem Berufsanfänger zusammenarbeiten ohne dich klare Kompetenzen zugesichert zu haben

  27. Mittlerweile würde ich mir schon fast eine Sache wünschen:
    Neustart zur neuen Saison mit einem neuen Trainer und einem neuen Sportvorstand. Beide sind wie kleine Kinder, die versuchen, dem anderen eine reinzuwürgen, wo es gerade geht. Nach außen hin betonen sie einen Burgfrieden und dann wird fleißig gestichelt. Brazzo serviert Boateng, den Flick gerne behalten möchte, unwürdig ab. Es geht mir hier nicht um die Tatsache, dass der Vertrag nicht verlängert wurde, denn dafür gibt durchaus vernünftige Argumente, wiewohl es natürlich auch Argumente für eine Verlängerung gegeben hätte. Es geht hier um die Art und Weise wie es passiert ist und die war unnötig und geschah sicher nicht aus einer Unachtsamkeit heraus.
    Flick jedoch toppt mit seiner Presse-Konferenz heute noch mal alles. Er bekommt wie Brazzo von KHR eine klare Ansage bezüglich Unruhe vermeiden und was macht er? Er stellt sich hin und haut einen Satz raus, der in dieser Absolutheit nichts anderes als eine schallende Ohrfeige für Brazzo ist: “Jeder weiß, dass die Mannschaft qualitativ letztes Jahr besser war!” ist mMn eine Bombe. Das ist nicht die Äußerung einer eigenen Meinung, sondern es wird als absolute, unverrückbare Wahrheit verkauft und jeder der daran zweifelt wäre laut Flick also eine Niete. Möglicherweise mag Flick recht haben. Ich bin mir nicht so sicher. Im Vorjahr (nimmt man mal den August aus) musste Flick in der Abwehr lange Zeit mit 2-3 Manndeckern (je nachdem ob man Javi eher als Manndecker oder MF-Spieler sieht) auskommen, weil Hernandez lange ausfiel und er Süle eigentlich erst wieder im August zur Verfügung hatte. Zudem hat ihm Brazzo mit Nianzou ein Ausnahmetalent gesichert, das leider (dafür kann keiner etwas) dauerhaft verletzt war. Der Wechsel Sarr für Odriozola dürfte sich aufwiegen. Im Tor Nübel statt Ulreich zu haben ist sicherlich auch keine Schwächung. Bezüglich der Abwehr hat Flick also schon einmal absolut unrecht. In der Offensive gingen Perisic und Coutinho und im Winter Zirkzee, für den Flick aber ohnehin keine Verwendung mehr hatte. Er bekam dafür Sane, Choupo-Moting und Costa. Wenn Costa nicht die Leistung abliefert, die Perisic brachte, könnte das evtl. auch am Trainer liegen, denn beide Spieler hatten sowohl in ihrer Bundesligazeit als auch in der Serie A stets in etwa gleiche Scorer-Werte. Choupo-Moting und Costa zusammen sollten auch wirklich kein Downgrade gegenüber Perisic sein. Sane als Verschlechterung zu Coutinho zu sehen wäre für mich auch eine gewagte Aussage. Somit würde ich sagen, dass auch für die Offensive die Aussage bezüglich der Qualität tendenziell eher falsch ist. Bleibt also das Mittelfeld. Hier hat Flick recht, wenn er sagt, dass das Mittelfeld im Vorjahr natürlich stärker aufgestellt war. Der Verlust von Thiago wiegt schwer und kann durch Roca nicht aufgefangen werden. Dafür hat er aber immerhin mit Musiala (den ich trotz seines Debüts in der Saison 2019/20 eher als Neuzugang sehe) noch ein Juwel dazubekommen. Meiner Meinung nach ist der Kader in der Defensive und Offensive keinesfalls schlechter als im Vorjahr, eher sogar besser. Wegen der Schwächung im Mittelfeld eine Behauptung dieser Vehemenz aufzustellen ist bei einem ausgewiesenen Fachmann wie Flick sicher kein Versehen, sondern pure Absicht. So etwas wohlgemerkt am Tag nach einer vom Chef eingeforderten Waffenruhe rauszuhauen ist ein starkes Stück und wirkt auf mich so, dass ihm die eigene Agenda auch am Wichtigsten ist. Genau wie bei Brazzo eben.
    Die logische Aussage aus der Führungsriege auf Flicks Aussage wäre es, zu sagen: “Der Kader ist möglicherweise auch deshalb schwächer als im Vorjahr, weil das Trainerteam es nicht schaffte, aus allen Neuzugängen die bestmögliche Form herauszuholen.” Das wäre natürlich eine Aussage, die nicht mehr zu kitten wäre, die aber in Sachen Sprengkraft mit der von Flick mithalten kann.
    Hätte ich einen Wunsch frei, würde der lauten: Mislintat und Nagelsmann zu Bayern, Flick zum DFB und Brazzo irgendwohin. Mir haben auf gut bayerisch gesagt erst einmal beide “das Kraut ausgeschüttet”.

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    1. Ein Kommentar, dem ich zu 100% zustimme!!!!!!
      Zu Nagelsmann und Mislintat würde ich ich auch nicht nein sagen!

      1. @Mitschnacker: Andere Kreise werten die Aktion von Flick eher als Provokation von seiner Seite, um die Zusammenarbeit zu beenden.
        https://www.tz.de/sport/fc-bayern/hansi-flick-fc-bayern-muenchen-trainer-hasan-salihamidzic-trennung-aus-streit-90404660.html
        Das würde ich nicht unterschreiben, aber ich würde es mittlerweile auch nicht mehr komplett ausschließen. Noch einmal: ich lasse Flick gerne seine Meinung, dass der Kader letztes Jahr besser war. Ich könnte mir jedoch keinen dämlicheren Zeitpunkt vorstellen, um das jetzt loswerden zu müssen und ich finde zudem die Absolutheit, in der er diese Aussage tätigt, nicht angemessen. Mit dem Zusatz, wie jeder weiß zeigt er deutlich, dass er zu seiner Meinung keinen Widerspruch duldet. Dabei ist es für mich eine ziemlich spannende Frage, die etwas schwerer zu beantworten ist, als ob Lewandowski oder Choupo-Moting (nichts gegen EMCM) der bessere Mittelstürmer ist.

    2. Man könnte natürlich auch Kovač zurückholen und eine Mannschaft um Hernández herum aufbauen. Bobic sitzt auf gepackten Koffern.

      1. Ironie ist die letzte Phase der Enttäuschung (Thibault). So weit bin ich dann noch nicht, ich bin noch auf der Stufe der Wut.
        Kovac ist ebenfalls ein Meister der unpassenden Aussagen auf Pressekonferenzen. Den möchte ich in München auch nur noch auf dem Balkon in der Oper sitzen sehen und nicht mehr auf der Trainerbank: Hansi und Nico – die neuen Waldorf und Statler. :-)

      2. Ich wundere mich nur, dass du den sympathischen und vielversprechenden Nagelsmann erbarmungos in das Haifischbecken FCB schmeißen willst, wohl wissend, dass es in unserer Führung einen strukturellen Konflikt gibt, der innerhalb kurzer Zeit alles Personal unweigerlich zermalmt – ganz unabhängig von der fachlichen, pädagogischen und menschlichen Qualität der Opfer.

      3. Saturn kann ja nicht ewig (wie auf Goyas Gemälde) seine Kinder verschlingen, oder? Mit Nagelsmann wäre Hoeneß sicher zufrieden, denn den wollte er schon vor Jahren für die U19 holen. Rummenigge könnte sicher auch mit ihm leben, weil er einen Fußball spielen lässt, der ihm zusagt. Bleibt die Frage nach dem Titan, um in der griechischen Mythologie zu bleiben.

      4. Saturn frisst alle seine Kinder, bis er letztlich – nach einem Trick von Frau Hoeness – von dem inzwischen einjährigen Julian Nagelsmann überwunden und massakriert wird.
        Ich darf gar nicht an die Aufmacher in der BILD-Zeitung im Sommer 2022 denken…

      5. @ Alain Sutter
        “…..wohl wissend, dass es in unserer Führung einen strukturellen Konflikt gibt, der innerhalb kurzer Zeit alles Personal unweigerlich zermalmt – ganz unabhängig von der fachlichen, pädagogischen und menschlichen Qualität der Opfer.”

        Danke! Trefflich formuliert, das ist kurz und knapp genau unser Problem.

        @WTG
        “Saturn kann ja nicht ewig (wie auf Goyas Gemälde) seine Kinder verschlingen, oder? ”

        Doch Saturn kann, weil er es will.

        Als in der Presse die Geschichte auftauchte, dass Hoeneß bei Aldi seine Würschtl sortiert, war mir klar, dass sein Rückzug keiner sein wird.

      6. Ob UH mit Nagelsmann zufrieden wäre, hängt m.E. stark von Salihamidzic ab, denn der hat anscheinend ein sehr autoritäres Verständnis über das Chefsein. Ansonsten hätte er ja Nübel nicht Einsätze versprochen oder würde – so wie man es hört – mehr Einsätze der Transfers fordern. Dem Trainer redet man einfach nicht in die Aufstellung rein. Dass er es dennoch macht, zeigt ja, welche Vorstellung er darüber hat, was er dem Trainer vorschreiben kann. (btw. dass dann der Trainer im Umkehrschluss irgendwann auch bei den Transfers mehr mitreden möchte, ist ja nur logisch, wenn Kompetenzüberschreitungen anscheinend üblich ist). Ich würde allerdings bezweifeln, dass Nagelsmann sich einfach alles gefallen lässt, was von oben kommt. Und hier liegt m.E. das generelle Problem: gute Chefs hören ihren Angestellten zu und versuchen dann, das zu ermöglichen, was sinnvoll erscheint und möglich ist. Und erklärt dann, warum einige Dinge nicht gehen. Und genau diese Fähigkeit sehe ich bei Brazzo nun wahrlich nicht. Letztes Beispiel in der Reihen: Er stellt sich stattdessen vor die Kamera und sagt dann einfach mal, dass Boateng gehen wird und hat dafür zuvor die Sache im AR abstimmen lassen (müssen).

        Flick hat sicherlich nicht alles richtig gemacht, aber bei so einem Chef kann man eigentlich nur verzweifeln. Ich selbst habe genau dieses Getue mehrmals erlebt. Es sind unerfahrene Leute von außen weit oben installiert worden, die dann glaubten, dass sie qua Position alles besser wüssten und den Leuten in die Arbeit reinreden müssten, obwohl sie davon viel weniger Ahnung hatten. Da sie dann auch noch glaubten, über die Vorgesetztenposition Dinge durchdrücken zu müssen anstatt auf die Mitarbeiter zu hören, gingen natürlich etliche Dinge absehbar schief. Was das mit der Stimmung und der Motivation gemacht hat, muss ich vermutlich nicht erläutern. So ein Problem lässt sich letztlich nur lösen, wenn diese Vorgesetzten gehen oder man selber geht, denn Reden bringt nichts, wenn einer glaubt, dass er qua Amt Recht hat/haben muss. Und für Selbstreflektion ist Brazzo ja nun nicht bekannt, sondern eher für Hybris (man denke nur an das Welt-Interview relativ kurz nach Amtsantritt).

      7. Hansi Flicks Aussage zum Kader mag für Manche unerfreulich sein – ganz falsch erscheint sie mir nicht:
        Perisic war ein eminent wichtiger Spieler und Coutinho wurde zum Schluss – nach schwächerem Saisonbeginn – immer besser, v.a. in Lissabon. Um die beiden hätte man kämpfen können. Einzig Thiago war wohl partout nicht zu halten. Der einzige gleichwertige Neuzugang mit relativ hoher Startelf-Wahrscheinlichkeit ist Sané.
        Sollte Flicks Abgang wirklich provoziert werden, könnte dies ein abschreckendes Bild für potenzielle Nachfolgekandidaten abgeben.

      8. @ Herrispezial

        vollste Zustimmung!

      9. @Herrispezial: Berufe mit der eigenen Berufswelt zu vergleichen finde ich an sich immer schwierig, aber ich steige auch mal mit ein, weil ich den Vergleich mit meinem eigenen Beruf an dieser Stelle nicht ganz unpassend finde. Als Lehrer hat man auch des Öfteren das Problem, dass man mit seinem Schulleiter nicht auf einer Wellenlänge liegt und sich auch ungerecht behandelt fühlt, vor allem, wenn schlaue Ratschläge kommen, von denen man weiß, dass nichts als heiße Luft dahinter ist und der Schulleiter nicht einmal die gleichen Fächer unterrichtet. Wenn ich allerdings eine Klasse habe, in der ich gerne unterrichte, dann ist mir dieser Ärger mit dem Schulleiter ziemlich egal und ich versuche in Zusammenarbeit mit der Klasse die bestmögliche Arbeit zu leisten und für die Schüler das beste rauszuholen. Wenn ich die Klasse im nächsten Schuljahr gerne weiterführen möchte, der Schulleiter mir aber eine andere Klasse gibt, dann fange ich da wieder von vorne an und mache das beste draus und freue mich über die neue Ausgangslage. Manchmal läuft es mit der neuen Klasse dann sogar besser. Ich finde die Situation ist der eines Trainers gar nicht mal so unähnlich, oder?
        Im Fall von Flick darf man mMn auch anführen, dass auch er dem FCB einiges zu verdanken hat. Er hat uns zweifelsfrei aus einer Krise berfreit und einen unerwarteten Erfolg geschafft und macht seine Sache immer noch sehr gut. Allerdings sollte er sich auch mal fragen, wo er jetzt wäre, wenn der FCB ihm nicht im Sommer 2019 und dann vor allem im November 2019 das Vertrauen geschenkt hätte. Den normalen Werdegang für einen Trainer eines Spitzenklubs hat er nämlich nicht unbedingt hingelegt und ohne das Kapitel Bayern würde wohl auch niemand jetzt im Frühjahr 2021 Hansi Flick als Ideallösung für das Amt des Nationaltrainers sehen.
        Letztlich muss er sich ganz alleine die Frage stellen, ob es diesen Machtkampf braucht, oder ob er auch glücklich sein kann, wenn er eine Topmannschaft trainiert und nicht so viele Kompetenzen bei der Mannschaftsplanung hat, wie er gerne hätte. Wie viel besser seine Vorschläge wären, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Ich sage nur Timo Werner.
        Ich habs heute irgendwie mit der griechischen Mythologie (was für einen Geschichtslehrer ja irgendwie nachvollziehbar ist): Mir kommt Flick derzeit irgendwie vor wie Ikarus, der nicht damit zufrieden ist, dass er fliegen kann, sondern immer weiter nach oben will. Ich hoffe ihn ereilt nicht das gleiche Schicksal.
        Für Brazzo fällt mir momentan kein Äquivalent ein.

      10. @willy: Natürlich sind solche Vergleiche immer etwas schief. Bei Dir als Lehrer dürfte es ja so sein, dass Du dennoch eine große Freiheit bei der Gestaltung des Unterrichts hast, weil der Direktor Dir dabei ja nicht tagtäglich auf die Finger schaut. Gerade der Beruf des Lehrers bietet ja viele Freiheiten – selbst bei einer eher kleinlich agierenden Schulleitung. Und den Unterrichtsstoff ist ja ohnehin weitgehend vorgegeben. Aber wenn die Leitung von Dir immer wieder erwartet, dass Du bestimmte pädagogische Prinzipien verwendest, die Du nicht für angemessen hältst, dann würdest Du vermutlich ja auch über einen Schulwechsel nachdenken.

        Dass Flick dem Verein einiges zu verdanken hat, bestreite ich auch gar nicht. Er hat ganz sicher davon profitiert, aber ich vermute, dass man über ihn als N11-Trainer nicht nachdenken würde, wenn er nicht eine Vergangenheit beim DFB als Co-Trainer und Sportdirektor hätte. Generell würde ich Flick auch nicht so einschätzen, dass er unbedingt mehr Macht möchte. Für mich sieht es eher so aus, dass er um viele Dinge, die er für richtig und wichtig hält, enorm kämpfen muss – gegen einen Vorgesetzten, der bisher nicht sonderlich viel vorzuweisen hat, der sich selbst für einen tollen Hecht hält, der ihm zudem gerne reinredet (er solle doch mal mehr diesen oder jenen Spieler aufstellen – bis hin zu den Einsatzgarantien für Nübel) und der ihm auch nicht gerade den Rücken stärkt. Das sieht für mich dann eher Sisyphos-Arbeit aus (auch wenn ich nicht glaube, dass Flick eine ähnliche Vorgeschichte wie Sisyphos hat) als nach Ikarus. Zumal ich einen Absturz für eher unwahrscheinlich halte, da er m.M.n. im Sommer gehen wird. Und dann hat sich Brazzo wohl eher verbrannt, weil er dann erstmal einen Trainer präsentieren muss, der ausreichend Qualität hat.

      11. Generell würde ich Flick auch nicht so einschätzen, dass er unbedingt mehr Macht möchte.

        Echt jetzt?
        Das war eine seiner ersten Forderungen, nach wenigen Monaten im Amt.
        Und dann auch noch völlig unnötig öffentlich kommuniziert.

      12. Ein Äquivalent für Brazzo?
        Mir fällt spontan Ephialtes ein.

      13. “Gerade der Beruf des Lehrers bietet ja viele Freiheiten – selbst bei einer eher kleinlich agierenden Schulleitung. Und den Unterrichtsstoff ist ja ohnehin weitgehend vorgegeben. Aber wenn die Leitung von Dir immer wieder erwartet, dass Du bestimmte pädagogische Prinzipien verwendest, die Du nicht für angemessen hältst,..”

        @Herrispezial: den Vergleich verstehe ich nicht. Für mich wäre das Äquivalent beim Trainer Aufstellung und Taktik – und da redet Flick doch keiner rein?

      14. @Stiftl: Wenn der Sportvorstand einen Erstatztorwart verpflichtet, indem er ihm Einsätze verspricht, dann bestimmt er damit die Aufstellung. Flick lässt sich das nicht gefallen und entscheidet dann selbst, aber Brazzo hat er zumindest dort versucht. Ebenso hat er offensichtlich gefordert, dass Spieler eingesetzt werden, die wenig gespielt haben oder aus seiner Sicht mehr spielen sollten. Ich sehe da schon, dass er Flick reinredet oder es versucht.

      15. @Herrispezial:
        Pure Kaffeesatzleserei, da die angeblich vertraglich zugesicherte Einsatzgarantie, nie irgendwo bestätigt wurde.

    3. Diesen Satz fand ich auch äußerst fragwürdig.

      Was sollte der? Als der Kader für letzte Saison zusammengestellt wurde, gab es noch keine finanziellen Beschränkungen durch die Pandemie.

      Und war der Kader insgesamt wirklich qualitativ so viel besser? Letzten Endes ist das nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Neuzugänge, sondern auch mMn für die komplette Mannschaft. War ein Lewandowski letztes Jahr besser? Ein Kimmich? Oder Goretzka? Hat Musiala sich nicht gesteigert? Ist unsere komplette Verteidigung qualitativ schlechter geworden?

      Gnabry und Coman – hatten die letztes Jahr mehr Qualität? Wie viel Scorer Punkte hatte Perisic mehr als Sane? Ist ECM qualitativ schlechter als Zirkzee?

      Und was hat Flick eigentlich mit der verloren gegangenen Qualität eines Coutinho angefangen? Wieso war der nie Stammspieler – trotz seiner Qualität?

      So langsam steigt in mir der Verdacht auf, Flick strickt bereits an seiner Ausstiegslegende.

      1. Mehrfachposts verstoßen eindeutig gegen die Community Guidelines.
        Wenn dein Hass auf Flick auch überbordend ist musst du dir wenigstens die Mühe geben deine Tiraden neu zu formulieren.

      2. Autsch.
        Die Forumspolizei ist wieder unterwegs.

        Selbst kaum sachliche Beiträge, aber sofort zur Stelle, um andere User zu maßregeln.
        Kann man sich nicht ausdenken. :D

    4. Mir werden die Leistungen Flicks‘ in deiner Betrachtung @willy etwas zu wenig berücksichtigt. Ich formuliere es mal so: selbst wenn Flick das absolute Ekel ist, nach außen stets den Lieben macht, in Wirklichkeit hintenrum zündeltet: Sportlich gesehen hat sein Fußball System, er ist der Konstrukteur von 6 Titeln, die Mannschaft steht hinter ihm, zeigt einen Spirit, den sich 90% der Clubs in Europa wünschen. Plus, seine Aussendarstellung hat in Krisenzeiten Ruhe in den Verein gebracht. Er kann das ausstrahlen, was ein FC Bayern braucht. Das alles zusammen haben hier nur wenige geschafft.
      Also selbst wenn Flick anders ist, als wir ihn wahrnehmen und am Ende sogar Internas leaked (was ich alles nicht glaube, aber wer weiß vielleicht ist es so), sportlich bleibt er über alle Zweifel erhaben. Und das sollte der Maßstab sein. Nichts anderes. Gute Trainer zu finden ist so ziemlich das schwierigste im Profi-Sport. Und für einen komplizierten Verein erst recht. Ein solcher Trainer kann dann auch einfordern – hier auf Hierarchie zu pochen ist im besten Fall altmodisch und schlimmsten Fall werte-zerstörend.

      Darüber hinaus: wenn Brazzo mit dem eher seniorigen, ruhigen / vermutlich besonnen Flick nicht kann, wie würde er denn auf einen Jungstar wie Nagelsmann reagieren? Ein 30+ Jähriger aus München dem sportlich die Welt zu Füßen liegt, sich nicht um eine freche Antwort scheut, rhetorisch auf Zack ist und sehr, sehr wahrscheinlich mit extrem konkreten Vorstellungen hier Stab und Zelt aufbauen wird? Dazu gepaart mit einem Selbstbewusstsein, das größer ist als alle neue Maßanzüge Brazzos zusammen. Da wird sich Brazzo als Self-Made-Man eher früher als später jemanden wie Flick zurück wünschen. Und das meine ich überhaupt nicht wertend sondern ist schlichtweg Alltag im menschlichen Miteinander.
      Bliebe dann also nur die dritte Lösung: ein Trainer, mit dem Brazzo kann. Und Gott bewahre, 5-Jährige Experimente sind aktuell eher nicht das, was wir uns wünschen.

      1. Super Beitrag!

      2. @ Turbo Batzi +1
        volle Zustimmung

      3. Full ACK

      4. @Turbo Batzi: deswegen gäbe es in meiner Wunschvortellung auch keinen Brazzo mehr als Sportvorstand.

      5. @Turbo Batzi: Ich sehe bei Flick allerhöchstens ein Problem und das liegt darin, dass er Schwierigkeiten zu haben scheint, wenn andere Meinungen auftreten, die seiner eigenen Meinung nicht entsprechen. So etwas kann ich als Außenstehender natürlich nicht beweisen, aber ein Blick auf seine bisherige Karriere zeigt eindeutig, dass er mit Ausnahme seiner Tätigkeit als Co-Trainer beim DFB nie sehr lange in seinen jeweiligen Ämtern blieb. Das kann natürlich auch daran liegen, dass die Funktionärstätigkeiten doch nicht das waren, was er wollte. Es kann aber auch sein, dass es dafür andere Gründe gibt.

      6. Also ich finde das Gehabe von H.S. ehrlich gesagt auch eher groteske, und das U.H. auch immer im Hintergrund H.S. pushed, pushen muss, ist für so eine Vorstandsposition auch sehr fragwürdig.
        Es scheint einfach als wäre H.S. das alles einfach ein bisschen zu groß und als würde U.H. unbedingt zeigen/beweisen wollen dass er mit der Besetzung recht hatte/hat.
        Das Interview von H.S. vor dem CL Spiel gegen PSG fand ich auch sehr komisch, auch dass er, wie man aus der gesamten Situation interpretieren kann, eine falsch Aussage tätigte (dass er mit Hansi sehr sehr gut zusammen arbeitet), finde ich doch sehr befremdlich.
        Ich mein wir sind doch auch keine Idioten, und sehen, bzw. nehmen war, dass es zwischen H.S. und Hansi Flick gröbere Reibereien gibt und gab, man erinnere sich nur an die Aussage von Flick in Richtung: dann halt doch mal die Klappe… Ich mein, wen will er damit verscheißern?
        Also ehrlich, so einen Scheiß kann er sich sparen.
        Das ein Coutinho und Thiago so nicht ersetzt wurden, ist glaube ich auch allen klar. Das sind einfach extrem spezielle Spieler Typen die das Besondere können, und ich sehe beide eher im ZOM/ZM/ZDM als auf den offensiven Außen, auch wenn Coutinho bei Liverpool hauptsächlich außen gespielt hat.
        Die späten Transfers und das nicht halten von Spielern ist in so einer Corona Situation, mit dem Programm dass die Bayern hatten, natürlich äußerst negativ, da einfach die Zeit fehlt die neuen Spueler gut zu integrieren.
        Es gibt leider echt viele Punkte die man ansprechen könnte, deshalb bin ich persönlich leider kein H.S. Fan.

      7. Okay, ich habe mich offensichtlich in Rage geschrieben, das tut mir leid. Normalerweise verwende ich nicht so starke Wörter.
        Da sieht man wie wichtig uns dieser Verein ist und man wünscht sich natürlich nur das Beste für diesen großartigen Verein und ich nehmen wir nicht heraus das zu wissen ;).
        Jedoch ist es schön eine Plattform zu haben wo man sich austauschen kann.
        Ich versuche in Zukunft mein Temperament besser im Griff zu haben und mich wieder gewählter und unemotionaler auszudrücken.
        In diesem Sinne, habt ein schönes Wochenende und hoffentlich sehen wir heute ein gutes Spiel :)!

      8. @Turbo Batzi: Und genau da sehe ich auch das Problem. Brazzo ist als Vorgesetzter selbst nicht souverän genug, um starke Leute neben sich zu haben, weil er selbst nicht stark ist. Und so kann es eigentlich nur einen schwachen Trainer geben, mit dem er gut harmoniert. Nur leider sind als Persönlichkeit schwache, aber sportlich starke Trainer wohl eher nicht zu finden. Am Ende wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass wir ein paar Jahre mit Brazzo rumprobiert haben und er dann gehen muss, weil er einfach zu viele Fehlversuche sowohl bei Trainern als auch bei Spielern hatte.

  28. Gehe davon aus das Flick nach dem PSG Spiel (da war doch was?) freigestellt wird.
    Zum Glück gibt es ja zwei Trainer in der 2.Mannschaft .
    Dann kann ja Demichelis Miro helfen die Saison zu Ende zu bringen.
    Dennoch ist das Risiko hoch das Nagelsmann doch noch erfolgreich RBL zur ersten Meisterschaft führen wird.

    Dadurch steigt die Ablöseforderung auf 30 Mio die sogar UH nicht zahlen wird.

    Dann hätte der FCB mal wieder Klopp übertroffen. Wie landet man am schnellsten als Bettvorleger?

  29. Man kann natürlich aus allem etwas stricken. Man nehme den Fall Boateng.
    Vor geschätzt einem Jahr meldete Bild die Entscheidung des Vorstands – Vertrag wird nicht verlängert.
    Aufruhr!! Aussagen des Vereins – keine! Später – wir werden uns zusammensetzen!
    Länderspielpause – Hoeneß: Boateng in die NM – sehe ich nicht. “Wie kann der nur!”
    Und dann ging es los! Frage an Flick – und er: “das ist eben seine Meinung!”
    Nächte Schlagzeile: der AR hat entschieden!! Skandal!!
    PK vor dem Spiel gegen Leipzig: Überraschung!!!! Frage nach Boateng! Antwort: Meine Einstellung zu Boateng kennen sie!
    Interview vor dem Spiel gegen Leipzig: Ach!! Frage nach Boateng! Antwort – siehe oben!
    Interview nach dem Spiel: Surprise!!!! Frage nach Boateng! Antwort – siehe oben
    PK vor dem Spiel gegen PSG: Mal was neues!! Frage nach Boateng! Antwort: wie gehabt.
    Interview vor dem Spiel mit dem Sportvorstand: UND DER SAGT DOCH GLATT: DER VERTRAG WIRD NICHT VERLÄNGERT. FLICK WAR AN DER BESPRECHUNG UND ENTSCHEIDUNG BETEILIGT. MIT JEROME WURDE DAS ALLES BESPROCHEN!
    Und auch wenn es einer nichr für möglich hält – die wussten das alle in dem Verein auch schon vor dem Interview. Und beteiligt heißt ja nicht, dass Flick dafür gestimmt hat. Aber der FCB ist halt keine One-Man_Show.

    Und dann !! Interview mit Flick – und siehe da! Keine Frage zu Boateng
    Interview nach dem Spiel mit Flick, Müller und und und – keine Frage zu Boateng
    PK vor dem Union-Spiel: keine Frage zu Boateng

    Was lernen wir daraus: das Thema ist durch, nächstes Thema!
    Und den Schuh zieht sich der Verein an: das hätte man auch unmittelbar nach der Entscheidung kommunizieren können.
    Es ist ja nun nicht außergewöhnlich auch bei “verdienten Sportlern” dass irgendwann ausgelaufende Verträge eben NICHT verlängert werden.

  30. Nochmal zum Mitschreiben:
    Ein Trainer gewinnt – ja natürlich: mit seinem Team und mit einer Top-Mannschaft – alle sechs möglichen Titel.
    Alle!
    Wirklich: A-L-L-E!
    Der selbe Coach steht nach der nächsten Dreiviertel-Saison mit 7 Punkten schon wieder in der Liga vorne. In der Champions League gibt es – geschmälerte, aber existente – Chancen auf, mindestens, das Halbfinale. Eine Pokalpleite, wie sie Lattek, Hitzfeld und Heynckes auch mal erlebten, ist bisher der einzige K.O. für diesen Trainer in irgendeinem Wettbewerb.
    Und jetzt kommt’s: Dieser Trainer wird in Frage gestellt.
    Ernsthaft.
    Kannste dir nicht ausdenken…

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Willkommen beim FCB. Wie erging es denn seinen Vorgängern?
      Heynckes musste im Jahr 2011/12 mit einem Kader arbeiteten, der qualitativ deutlich schwächer war. Im Vergleich zu Flick hatte er auf nationaler Ebene mit dem BVB einen wirklichen Gegner, der die Saison sogar mit einem damaligen Punkterekord beendete. Man konnte dem BVB trotzdem lange Zeit Paroli bieten (bei einem verwandelten Elfer von Robben in Dortmund wäre das evtl. sogar bis zum letzten Spieltag möglich gewesen). Dazu erreichte Heynckes das Pokalfinale und scheiterte im CL-Finale dramatisch trotz drückender Überlegenheit. Danach ist er erst einmal umstritten und man setzt ihm mit Sammer einen starken Mann an die Seite. Für mich ist das kein Vertrauensbeweis.
      Ancelotti holte in seinem ersten Jahr souverän den Titel. In der CL schied man nach der wohl schlechtesten Schiedsrichterleistung der CL-Geschichte und großem Verletzungspech gegen den späteren Sieger knapp aus und im Pokal-Halbfinale gegen den BVB scheiterte man unglücklich in einem Spiel, das es in Sachen Absurdität locker mit dem PSG-Spiel vom Mittwoch aufnehmen kann. Im Sommer bekommt Ancelotti neben einem Sportdirektor, den er gar nicht wollte auch noch einen Co-Trainer vom Verein verpasst, bei dem er ebenfalls nicht eingebunden war.
      Kovac erholte sich nach einem Horrorstart auf nationaler Ebene ganz gut und holte einen rekordverdächtigen Vorsprung des BVB auf. National sprang das Double heraus. International hat er einen großen Fehler gemacht, nämlich gegen Liverpool zu defensiv spielen zu lassen. Es ist aber nicht so, dass er damit ein sicheres Weiterkommen verschenkt hätte, denn Liverpool war ja keine Laufkundschaft und angesichts der Tatsache, dass Müller und Kimmich gesperrt fehlten und neben Gnabry eigentlich kein weiterer Winger in Vollbesitz seiner Kräfte war. Das Spiel war trotzdem eine Enttäuschung. Das alleine sollte aber keine Rechtfertigung sein, dass man einen Trainer mitten im spannenden Kampf um die Meisterschaft permanent in Frage stellt, wie KHR das machte.
      Da ist die Behandlung, die Flick gerade erfährt natürlich viel schlimmer und respektloser, oder? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich die anderen drei Trainer jemals öffentlich so abfällig über ihre Vorgesetzten geäußert hätten, auch wenn sie mMn eher Grund dazu gehabt hätten.
      Übrigens: Stellt irgendjemand den Trainer wegen seiner sportlichen Leistungen ernsthaft in Frage? Für mich passiert das eher wegen seines Verhaltens.

      1. @WTG
        ” Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich die anderen drei Trainer jemals öffentlich so abfällig über ihre Vorgesetzten geäußert hätten, auch wenn sie mMn eher Grund dazu gehabt hätten.”

        Hab ich was verpasst, oder WAS genau ist damit gemeint?

        Dass HF sagt, dass der Kader letztes Jahr besser war?

        Ob der Zeitpunkt günstig war das zu betonen sei dahingestellt, aber ich sehe diese Aussage eher um zu unterstreichen, dass er nach dieser Wahnsinnssaison jetzt aber trotzdem schon wieder auf die Meisterschaft zusteuert. Und im Hinblick darauf, dass uns doch die qualitativen Einwechselspieler fehlen. Denn auch wenn z.Z. viel Verletzungspech dazu kommt, gute Backups zu verplichten gehört zur Aufgabe eines Sportdirektors, oder?

        Dass er gesagt, hat dass er es kennt, dass man bei Bayern hinter seinen Spieler steht?

        Hier hat er klar auf UHs Aussage über Boateng reagiert und ich finde rein gar nichts despektierliches daran, im Gegenteil. Wenn schon UH Fairness vermissen lässt, dann kann doch HF seine (scheinbar etwas höheren Maßstäbe diesbezüglich) klarstellen.

        Dass er ” Halt doch mal die Fresse” zu HS gesagt hat?

        Dieser Satz fiel intern und wer auch immer ihn der Presse gesteckt hat, wir wissen es nicht.
        Ausserdem gabs eine öffentliche! Entschuldigung dafür.

        Ich kann da beim besten Willen nichts Abfälliges gegen seine Vorgesetzten entdecken.

        Ich schätze ja Ihre langen Beiträge sehr.(Wenn ich mir auch oft mehr Absätze darin wünschen würde) und staune über Ihr Gedächtnis bezüglich Zahlen/Ereignissen aus der Vergangenheit.
        Aber neben all den Fakten muss man schon sehr aufpassen, um zu hier erkennen, dass m.M. Stimmung gegen unseren Trainer gemacht wird und das eben hier OHNE Fakten.

        Auch den letzten Halbsatz “auch wenn sie mMn eher Grund dazu gehabt hätten.” möchte ich noch kurz hinterfragen.
        Hat nicht HF letzte Saison wirklich ALLES gewonnen?
        Warum hätte jemand, der nicht so erfolgreich ist mehr Recht sich despektierlich zu äußern?
        Ich sehs anders rum.
        Die Absurdität in Flick Situation ist nicht zu überbieten.
        Wie ich in einem meiner letzten Beiträge schon geschrieben habe..
        Nur Qualität erlaubt heutzutage noch Hierarchie.
        Ist diese nicht ausreichend gegeben, dann gibt es Frust ohne Ende. Und diesen Frust können wir bei Flick ja geradezu mit den Händen greifen.
        Ich denke er wird gehen, denn diese Situation ist zutiefst belastend und UH hat den Verein immer noch zu stark in der Hand.

      2. Man kann den gestrigen Satz als harmlos abtun oder auch nicht. Darüber streiten sich die Gemüter derzeit und man wird Argumente für beide Seiten finden. Schlau war der Satz zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht. Für mich war er sogar eine riesige Ohrfeige und damit sehr respektlos.
        Es wäre für mich vergleichbar damit, wenn Salihamidzic oder ein anderes Vorstandsmitglied öffentlich kritisieren würde, warum Flick nicht öfter rotiert, warum er es beispielsweise nicht schafft, dass Costa ähnliche Scorer-Werte liefert wie Perisic oder warum es nicht möglich ist, dass Hernandez bei Bayern die Rolle einnimmt, die er bei Atletico oder beim WM-Gewinn der Nationalmannschaft hatte oder warum man Roca trotz solider Leistungen in den wenigen Spielen, die er machen durfte, nicht öfter bringt. Diese Äußerungen gab es aber in der Öffentlichkeit niemals zu hören. Sie fielen wenn dann intern und wurden nicht nach außen getragen, auch wenn sich an der Situation nichts änderte. Flick wählte hier mehrmals eine andere Vorgehensweise nach dem Motto: Wenn ich mich intern nicht durchsetzen kann, dann muss ich eben an die Presse gehen. Das ist für mich auch ein Zeichen von Respektlosigkeit.
        Dass er Boateng verteidigt, finde ich richtig und daran störe ich mich auch nicht.
        Der Satz “Halt die Fresse” ist für mich ein absolutes No-Go und er kann froh sein, dass er hier mit einer Entschuldigung davon kam. In diesem Fall muss der Kontext wohl so gewesen sein, dass die Verantwortlichen ihm hier mildernde Umstände zugestehen konnten.
        Da eben vieles auf der internen Ebene passiert, können wir hier oftmals nur spekulieren. Die häufig geäußerte Meinung, dass Flick sich immer nur aus Reaktion darauf, dass er intern nicht weiterkommt und deshalb verzweifelt, an die Presse wendet, ist für mich definitiv auch nichts weiter als Spekulation.
        Fakt ist, dass es bereits im Winter 2020 begann, dass Flick sich öffentlich in die Kaderplanung einmischte. Fakt ist auch, dass es seitdem immer wieder kleinere und größere Sticheleien gab.
        Momentan stellt sich die Frage nach der Qualität der Back-Ups übrigens gar nicht, weil wir gar keine haben, denn die Liste der Ausfälle ist enorm lang und wenn wir da immer noch Back-Ups haben möchten, bräuchten wir 24-25 Feldspieler im Profi-Kader. Dann wäre das Niveau der Back-Ups wohl eher noch schwächer, da man mit dem Budget, das jetzt für 20 Feldspieler reichen muss noch 4-5 weitere Profis bezahlen müsste. Die Aufstellung, die wir heute trotz aller Widrigkeiten ins Rennen schicken können, ist immer noch formidabel. Natürlich wäre heute ein Spiel, in dem rotiert werden sollte im Hinblick auf das Rückspiel am Dienstag. Wenn allerdings so viele Spieler fehlen, kann das eben nicht passieren.
        Ich mache persönlich nicht alles nur an den reinen Erfolgen fest. Wir hätten beispielsweise letzte Saison locker im DFB-Pokal gegen Frankfurt ausscheiden können, was möglicherweise passiert wäre, wenn Eintracht noch den Ausgleich gemacht hätte. Wir hätten auch das CL-Finale ohne Weiteres verlieren können. Dennoch wäre Flick dann für mich ein Spitzentrainer gewesen und hätte natürlich dann auch das Recht gehabt, sich in vernünftiger Form zu äußern. Der Maximalerfolg verschafft ihm deshalb noch lange keinen Blankoscheck.
        Ich hoffe, es waren jetzt genug Absätze drin. Übrigens habe ich kein Problem damit, im Forum geduzt zu werden.

      3. @S.K., es geht darum, dass diese Meinungsverschiedenheiten nicht ständig in die Öffentlichkeit getragen werden. Intern darf es ruhig mal knallen, aber schlussendlich getroffene Entscheidungen müssen dann von allen Beteiligten nach aussen vertreten werden. Das Prinzip gilt überall, aber speziell noch bei einem Verein, der ständig unter medialer Sonderbeobachtung steht. Flick macht aktuell bei jeder sich bietenden Gelegenheit klar, dass er die Vereinslinie nicht mitträgt, und hält damit ein Thema in den Schlagzeilen, das alle anderen lieber beerdigen würden.

        Das schränkt seine sportlichen Verdienste in keiner Weise ein, und ich teile seine Bedenken bzgl. Kader auch. Aber die Art und Weise, wie er sie vorträgt, geht einfach gar nicht. Nachdem er wissen dürfte, dass der Verein sich nicht durch öffentliche Absetzbemühungen unter Druck setzen lassen wird, hege ich inzwischen auch den Verdacht, dass er damit seinen eigenen Abgang vorbereitet. Ich würde das sehr bedauern, weil er wahrscheinlich in wenigen Wochen zum erfolgreichsten Bayern-Trainer seit Hitzfeld aufsteigen wird. Aber ich kann mich auch bei keinem der Vorgänger an ein solches Verhalten erinnern, und irgendwann kann der Verein das nicht mehr tolerieren. Seine Meinung ist klar, und ich hoffe inständig, dass er sie ab sofort nicht mehr öffentlich bekräftigt, um eine Restchance auf seinen Verbleib zu bewahren.

      4. @Horst Mohamed: Der Blick in die Medien heute zeigt eindeutig, was Flicks gestrige Aussage für ein Echo nach sich zieht. Die Vorgehensweise war auch wirklich speziell: erst einen Hammer rauslassen und dann sagen, dass man ab jetzt gewisse Themen nicht mehr kommentieren wird, ist glaube ich nicht das, was sich KHR so wirklich vorgestellt hat, als er die Konfliktparteien zu Mäßigung aufrief.
        Ich übertrage das Ganze mal salopp ins Privatleben. Das Ehepaar ist komplett zerkracht und der Mann sagt zur Frau: “Ab morgen streiten wir nicht mehr, aber heute gehe ich erst noch schön ins Bordell.”

      5. @WTG
        ” Man kann den gestrigen Satz als harmlos abtun oder auch nicht.”..

        ich bleibe dabei, es ist schlichtweg die Wahrheit, und ja, die Wahrheit ist nicht immer harmlos.

        Aber wie weit sind wir eigentlich schon bei Bayern gekommen, dass wir solche faktischen Wahrheiten nicht mehr aussprechen dürfen. Da ist nicht persönliches, nichts abschätziges drin.
        Hätte HS einen besseren Job gemacht, würde man eine solche Aussage nicht machen müssen. Für mich sieht das eher so aus, als ob mit allen Mitteln verhindert werden soll, dass die Leute erkennen, was eh schon jeder sieht. Aber da gibt es eher Geschrei und Unterstellungen er wolle seinen Abgang vorbereiten.
        Bei dem Zeitpunkt der Aussage geh ich mit, das hätte nicht gestern sein müssen.

        Und Ihr Argument HS hätte sich ja auch nicht öffentlich kritisch über Flick geäußert…

        Ja, das stimmt, aber HS bekommt auch nicht wöchentlich Fragen von der Presse gestellt und muss sich in diversen PKs erklären und rechtfertigen.
        Und sind wir doch mal ganz ehrlich, das sind wir doch auch recht froh drüber.
        Unvorstellbar peinlich, entlarvend und ganz sicher nicht souverän wären seine Antworten (allein aus der Erfahrung der letzten Jahre geurteilt).
        Desweiteren hat er auch nicht nötig seinen Frust über die spannungsreiche Zusammenarbeit kundzutun, solange er UH im Rücken hat kann ihm nichts passieren.
        Ein bisschen erinnert mich die Situation an vergangene Schulerlebnisse.
        Da gab es immer auch so Typen, die haben aus dem Hinterhalt gestichelt und agiert, waren nur mutig mit Rückhalt von Stärkeren und wenn einem mal der Kragen geplatzt ist, dann war man selbst der Dumme und hatte den schwarzen Peter in der Hand.
        Dass Flick , wie einige hier im Forum glauben, ein Alphatyp sein soll, halte ich für wenig stichhaltig, sonst hätte er nicht jahrelang die 2.Geige hinter Löw gespielt, obwohl wir mittlerweile alle ahnen, dass sein Erfolg an der NM ein größerer war als damals angenommen. D.h. für mich, er kann auch kollegiale Zusammenarbeit.
        Ich denke er würde eigentlich gerne bei Bayern weitermachen, aber eben nicht zu diesen Bedingungen und bei diesem miesen Innenklima zwischen ihm und HS.
        Wie wirklich unnötig dieser Verlust eines super Trainers wäre, zeigt, dass das zugrunde liegende Problem bleiben wird.

        P.S. Mir ist bewußt, das Sie sicher kein Problem haben hier geduzt zu werden, hoffe aber trotzdem dass Sie akzeptieren können, dass ich lieber beim Sie bleiben würde. Auch wenn ich weiß, dass ich damit wahrscheinlich allein da stehe:-))

    2. Häh?

      Flick wird doch von niemanden in Frage gestellt? Ich habe jetzt in keinem Kommentar gelesen, dass jemand Flick nicht mehr auf der Trainerbank bei uns sehen will.

      Das Thema ist doch aktuell eher, dass Flicks selbst offenbar sein Engagement bei uns in Frage stellt. Für mich wirkt sein Auftreten immer mehr danach als wolle er Gründe produzieren, die er dann als Rechtfertigung für den Ausstieg aus seinem Vertrag anführen kann. Dabei hat er das doch gar nicht nötig – niemand würde ihm einen Strick daraus drehen, wenn er um Vertragsauflösung bittet weil er Nationaltrainer werden möchte.

      Was mehr als bezeichnend ist, ist die Schwarz/Weiß Denke die hier immer noch vorherrscht und nach der Brazzo zum “Schuldigen” abgestempelt wird, wenn Flick wechseln möchte. Während Flicks Verhalten und Aussagen zu unkritisch hingenommen werden.
      Merke: Zu einem Konflikt gehören immer Zwei. Und Flick zeigt momentan, dass er nicht das arme “Opfer” unseres Sportvorstandes ist, sondern dass er einen Anteil an diesem Konflikt hat.

      Ich habe auch Zweifel dass diese Denke aufhört, wenn man Brazzo als Sportvorstand entfernt. Bei einigen hier habe ich den Eindruck, die brauchen einfach ein “Feindbild” im Verein an dem sie sich abarbeiten können.

      Freistellen wird Flick niemand – er hat letztes Jahr eine fabelhafte Saison hingelegt, Meister werden wir wieder und falls wir nächste Woche in Paris aus der CL ausscheiden, dann hoch erhobenen Hauptes.

      1. “… dass Flicks selbst offenbar sein Engagement bei uns in Frage stellt …”

        Das ist die spannende Frage, aber ich glaube das eigentlich nicht.
        Für mich sieht das eher so aus, dass Hansi von seinem Sportvorstand maximal genervt ist, und jetzt die sich bietende Chance, ihn loszuwerden, sehr bewusst ergreift. Er weiß, das Mannschaft und Trainerteam hinter ihm stehen, und hat für sich persönlich wenig zu verlieren – mit dem FC Bayern schon den maximalen Erfolg erreicht, im Zweifel mit hoher Wahrscheinlichkeit den “Backup” als Bundestrainer …

        Wenn man hier dann heiß diskutiert, dass Brazzo ja doch einen ganz guten Kader bereitgestellt hat, dann möchte ich mal kurz an die Diskussionen erinnern, die hier im Herbst heißgelaufen sind, als wir am 18.9.2020 die Saison begonnen haben mit einem noch seehr dünnen Kader und erst zum letzten Drücker einer eigentlich sehr ausgedehnten Transferperiode dann 4 Neuzugänge aus dem Hut gezaubert wurden. Wie sollst du die denn dann im laufenden Spielbetrieb mit einem Spiel alle 3 Tage vernünftig integrieren?

        Oder nehmen wir das Thema Nübel: der dürfte sich ja auch veralbert vorkommen, wenn ihm Brazzo Einsätze zusichert, dann kurz darauf Manuel Neuer ein Interview gibt, dass er – sinngemäß – nicht im Traum daran denkt, ihm freiwillig Spiele zu überlassen … diese und weitere Aktionen, nicht gerechnet Salihamidzics nach wie vor unterirdische Performance bei Fernsehauftritten bestätigen mich in meiner Ansicht, dass wir dringend einen neuen Sportvorstand bräuchten (zumal der jetzige nur auf Druck von UH dahin befördert wurde). Und ich hoffe daher sehr, dass Hansi Flick erfolgreich mit seiner Machtprobe sein wird.

  31. Entweder ist Flick behämmert oder ein Querulant, wenn er so stur an Boateng festhält!
    Hier sieht auch anscheinend keiner was für „menschliche Probleme“ Jerome hat. Habt ihr nicht mitbekommen was in den letzten 20 Monaten gelaufen ist? Gegen ihn laufen zwei Verfahren wegen Körperverletzungen gegen Frauen. Das letzte Opfer hat sich sogar selbst das Leben genommen, nach Körperlichen und Verbalen Angriffen von ihm. Außerdem sind danach Verhaltensverträge von ihm gegenüber der Frau aufgetaucht, die zeigen was für ein verschwommenes Weltbild gegenüber andern hat. Und dann die Aktion vor einem Jahr, wo er im Lockdown nachts einen Unfall in Leipzig baute, und danach beleidigt wegen einer Strafe reagiert hat.
    Nene Freunde, auch wenn er ein toller Spieler ist, der hier viel Erreicht und dem Verein geholfen hat, menschlich liegt da einiges im Argen und unser Verein wird es bestimmt lieber sein, wenn er als Hertha Spieler verklagt wird…

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    1. Ich hab auch schonmal angesprochen, dass Boatengs private Probleme in die Entscheidungsfindung des Vereins eingeflossen sein dürften.
      Natürlich fälle ich mein Urteil aus der Distanz und vielleicht tue ich ihm brutal Unrecht, aber menschlich werde ich ihm keine Träne nachweinen und könnte es absolut nachvollziehen, wenn der Verein ihn wegen privater Verfehlungen loswerden will.

      Die Geschichte mit den Verhaltensverträgen ist mir neu.
      Worum ging es da?

      1. Alles klar.
        Danke.

      2. Uli Hoeneß?
        Anklage, Verurteilung, Gefängnisstrafe.

      3. @jjs:
        Steuerhinterzieher vs. Frauenschläger.

        Ich weiß, mit wem von Beiden ich mich noch an einen Tisch setzen würde.
        Aber das muss jeder für sich entscheiden.

      4. Für mich gibt es da einen charakterlichen Unterschied.
        Einen Fehler oder Straftat begehen, diese gestehen und eine Strafe akzeptieren bezahlen und absitzen oder sich hinter einer Wand von Anwälten verstecken und die Schuld verschieben…

      5. @ Dicker-Bäcker: Ich bin einer derjenigen, die nachvollziehen können, warum man den Vertrag von Boateng aus finanziellen und sportlichen Gründen nicht verlängert, aber vielleicht solltest du dir mal eine Doku über oder ein Interview mit Jörg Kachelmann ansehen. Den hat der Boulevard auch ans Kreuz genagelt und selbst nach seinem Freispruch wurde sein Leben nie wieder das, was es vorher war. Du äußerst dich hier nicht zum ersten Mal auf eine vorverurteilende Weise über Boateng, doch das ist ein Thema, das man den Gerichten überlassen sollte, statt hier Stimmung gegen einen Menschen zu machen.

        Nebenbei bemerkt: Wenn Boateng die Befürchtung hatte, dass diese Frau intime Details aus seinem Privatleben verbreiten könnte und sich lieber vorher aus solchen Geschichten raus kauft, dann kann ich ihn in diesem Fall durchaus verstehen. Das alleine ist noch lange kein Indiz für irgendwas!

    2. Hier sehen und kennen sicher viele die Vorgänge um Boateng. Aus dritter Hand. Erstes Problem.
      Hier kennen aber auch offensichtlich noch viele, das heute fast schon antiquiert wirkende Konstrukt der Unschuldsvermutung.
      Hier wollen auch offensichtlich viele nicht Teil einer medialen Schlammschlacht werden und überlassen das den üblichen Verdächtigen, die sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.
      Von daher betrachte ich die das Ignorieren dieser Sachverhalte nicht als “Übersehen” sondern eher als Qualitätsmerkmal.

      Zum Umgang des Vereins mit Mitarbeitern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten oder gerieten?
      Puh, da hat sich im Laufe der Jahre so einiges angesammelt. Das möchte ich gar nicht im Einzelnen aufarbeiten. Aber eines war immer klar. Solange der Betreffende nützlich war, hat das nie eine Rolle gespielt.

      Wir haben aktuell im Kader z.B. zwei Spieler, die wegen häuslicher Gewalt nicht nur angeklagt, sondern auch verurteilt wurden. Hat bisher keinen groß gestört.
      Der eine ist der Abgott des Forums, bei dem anderen werden wir uns alle freuen, wenn er demnächst seinen Vertrag verlängern sollte.

      1. Ich möchte JB auf keinen Fall verurteilen, sondern nur meine Meinung kundtun warum die Vereinsführung seinen Vertrag nicht verlängern möchte, entgegen Flicks Wunsch.
        Es kann ja sehr gut sein, dass die neue Vereinsführung solche, “übersehene Qualtiätsmerkmale” nicht mehr haben möchte.

    3. Ich bin entsetzt, dass dieser Post immer noch im Forum steht. Der Satz „Das letzte Opfer hat sich sogar selbst das Leben genommen, nach Körperlichen und Verbalen Angriffen von ihm“ erfüllt in meinen Augen mindestens den Tatbestand der üblen Nachrede wenn nicht sogar mehr.

      1. +1

      2. Zieht mal bitte eure Fanbrille aus. Ich bin auch ein Fan von ihm und finde das ganze wirklich nicht gut.
        Es sind aber Fakten, die überall zu lesen sind. Anklagen und Protokolle.
        Was nützen #metoo und Gendersternchen, wenn hier eine Opferumkehr gewünscht wird?

      3. @Dicker-Bäcker: Sogenannte ‘Fakten’, die überall zu lesen waren, gab es bei Kachelmann auch. Mit deinen Interpretationen zeigst du, dass du dich genau in die reißerische Schlammsuhle lenken lässt, die gewünscht ist, weil sie sich so schön von Bild und Co. verkaufen lässt. Wirkliche Fakten, die eine Schuld von Boateng am Selbstmord seiner Ex-Freundin belegen, sehe ich jedoch bisher keine und die wirst du auch kaum in der Boulevard-Journaille finden, bevor etwas aus Boatengs Verhandlung publik wird. Das hier geht wirklich nur in Richtung Rufmord.

      4. Hier werden in jedem zweiten Post Menschen ans Kreuz genagelt aufgrund von Schlagzeilen der Bild und von irgendwelchen dubiosen Internetseiten und Vermutungen und persönlichen Interpretation und auch persönlichen Antipathien.
        Also pfeif drauf.

      5. Gegenüber Jerome Boateng muss die Unschuldsvermutung gelten.

      6. @wohlfarth
        “Hier werden in jedem zweiten Post Menschen ans Kreuz genagelt aufgrund von Schlagzeilen der Bild und von irgendwelchen dubiosen Internetseiten und Vermutungen und persönlichen Interpretation und auch persönlichen Antipathien.
        Also pfeif drauf.”
        Hier geht es aber nicht um irgendwelche Boulevard-Scharmützel sondern um einen echten (vermuteten) Selbstmord. Wer diese Grenze nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen.

  32. https://www.n-tv.de/sport/fussball/Flick-pfeift-auf-Rummenigges-Mahnung-article22480502.html

    Ob das schlau war, ausgerechnet “Killer-Kalle” so in den Rücken zu fallen, wird sich zeigen.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Netter Artikel. Danke dafür. Bei allen Fehlern, die Brazzo gemacht hat und bei aller Wertschätzung für Flick sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass Flick bislang keinerlei Beweis erbracht hat, dass die Spieler, die er gerne möchte, tatsächlich eine deutliche Steigerung gegenüber denen wären, die möglicherweise gegen seinen Willen verpflichtet wurden. Der Artikel erwähnt ja explizit Dantas und der ist augenscheinlich nicht mal auf dem Niveau, in der 3. Liga mitzuspielen. Timo Werner wollte Flick ja angeblich auch lieber als Sane haben. Bei Boateng ist es mMn nicht so, dass hier alleine Brazzo den Daumen gesenkt hat, sondern bei mehreren Personen, die in den letzten Jahren viele richtige Entscheidungen getroffen haben, ernsthafte Bedenken auftraten. Die Argumente, die @dicker-bäcker aufführt, könnten da durchaus eine Rolle spielen.
      Alaba zu halten war trotz großer Bemühungen nicht möglich bzw. nicht wirtschaftlich vertretbar und im Nachhinein kann Flick froh sein, dass er Alaba noch ein Jahr zur Verfügung hatte, denn bei Alaba ist man zum ersten Mal seit langem vom Grundsatz abgewichen, dass man eigentlich nur mit Ü30 Spielern ins letzte Vertragsjahr geht.
      Bei Thiago habe ich das Gefühl, dass Flick mit seiner Art von Fußball und seiner Begeisterung für das Duo Kimmich/ Goretzka gar nicht so unschuldig dran ist, dass Thiago sich im Frühjahr noch einmal umentschied und die ausgehandelte Verlängerung doch noch platzen ließ.
      Möglicherweise tue ich Flick unrecht, aber das Bild vom selbstlosen Trainer, der nur in Ruhe arbeiten will und nur wegen der permanenten Inkompetenz des Sportvorstands dazu gezwungen wird, entgegen seiner bescheidenen Art laut zu werden, ist für mich nicht mehr glaubhaft. Ich habe es weiter oben schon einmal geschrieben, dass ich glaube, dass Flick im Vergleich zu manchen seiner Vorgänger traumhafte Arbeitsbedingungen vorfindet. Es ist nicht perfekt, aber wenn ihm die Prozent, die zur Perfektion abgehen, so wichtig sind, dann wird er sich wohl verabschieden müssen.Beim DFB hätte er möglicherweise noch mehr Macht, weil er da alleine bestimmen kann, wer in seinem Kader steht. Da kann er dann höchstens auf Bierhoff schimpfen, wenn es dem nicht gelingt, ein Talent, das für mehrere Länder spielen könnte, für den DFB zu begeistern.

      1. “Möglicherweise tue ich Flick unrecht, aber das Bild vom selbstlosen Trainer, der nur in Ruhe arbeiten will und nur wegen der permanenten Inkompetenz des Sportvorstands dazu gezwungen wird, entgegen seiner bescheidenen Art laut zu werden, ist für mich nicht mehr glaubhaft.”

        War das denn jemals in dieser Form glaubhaft für dich? Hast du Flick so idealisiert, dass er aus deiner Sicht nur nett und gut und selbstlos und dabei auch noch bescheiden war? Sorry, ich verstehe, wenn du sauer bist, Willy, und im Internet polarisiert man gerne etwas mehr, als man das im privaten Umfeld tun würde, aber das ist dann doch etwas übertrieben.

        Mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass man als Trainer ein gewisses Durchsetzungsvermögen braucht, damit einem nicht lauter wilde, junge Kerle auf der Nase herumtanzen, hat Flick in Interviews doch immer wieder durchblicken lassen, dass er hartnäckig und stur sein kann. Wie er seit jeher Reporter abblitzen lassen kann, ist je nach Standpunkt imponierend, amüsant oder ganz schön arrogant – wie man das interpretien möchte, darf man gerne selbst entscheiden, aber er selbst hat sich in Interviews eigentlich immer von der selben Seite gezeigt. Wenn es passt, redet er Klartext, wenn eine ehrliche Antwort nicht opportun ist, dann hagelt es Phrasen und wenn es ihm zu dumm wird, dann wird er schnippisch. Und ganz ehrlich: Wem würden die immer gleichen Fragen über Dinge, die man besser für sich behält, denn nicht irgendwann zu dumm? Das Durchsetzungsvermögen, das er in Interviews beweist und das er für seinen Job dringend benötigt, kann er eben nicht so einfach im Umgang mit Brazzo und Co. abschalten und wenn er sich im Moment nicht zu seiner beruflichen Zukunft äußert, dann um seine Verhandlungspositionen beim FCB und DFB nicht zu verschlechtern. Und wenn er dabei nicht klar kenntlich macht, was ihm nicht passt, wird sich nichts in seinem Sinne verändern, also muss er halt mal etwas sticheln. Da haben andere im Verein schon ganz anders daneben gelangt und wenn Flick meint, dass er beweisen muss, dass er das auch kann, um ernst genommen zu werden, dann soll er das von mir aus tun.

        Wer sich einen Verbleib von Flick wünscht, sollte Äußerungen, wie die über die Qualität des Kaders, eher positiv sehen, weil sie eher darauf hindeuten, dass er noch nicht mit dem FCB abgeschlossen hat. Wenn er jetzt alles klaglos annehmen würde, dann weil er innerlich schon gekündigt hat. Dass die Qualität dieses Jahr schlechter ist als letztes Jahr, würde ich übrigens auch so sehen, weil die Abgänge gerade in der Schaltzentrale im Mittelfeld nicht adäquat ersetzt wurden und sich das sichtlich bemerkbar macht, wenn Kimmich oder Goretzka ausfallen – darunter leidet das gesamte Spiel. Wenn Flick Roca oder Stiller quasi nie gebracht hat, um zu rochieren und anderen Ruhepausen zu gewähren, ist das sicher zum Teil Sturheit aber eben auch der Tatsache geschuldet, dass Flicks gesamtes System wankt, wenn er im Mittelfeld keine schnellen Spieler hat, die er für sein Pressing und Gegenpressing braucht. Langsamere Spieler kommen einfach nicht schnell genug an ihre Gegenspieler heran oder hinter ihnen her. Dass Flick sich beschwert, um im nächsten Jahr die Spielertypen zu bekommen, die er sich vorstellt, ist für mich nachvollziehbar. Wenn man im Mittelfeld Alternativen wie Thiago und Coutinho hatte und dann nur noch Tolisso als Ersatz verbleibt, der über die nötige Geschwindigkeit (und sonst leider gar nichts) verfügt, dann wird es schmerzhaft sobald man wechseln muss.

        Wenn man Sepp Herberger einen neuen Spieler vorgeschlagen hat, soll er immer zuerst gefragt haben: “Kann er laufen?” Warum man Herberger nicht einfach per Whatsapp einen Link zu einem Youtube-Video auf sein Smartphon geschickt hat, damit er das selbst in sekundenschnelle beurteilen kann, ist leider in den Analen des DFB verloren gegangen. Ob Flicks Wunschspieler nun gekommen sind oder nicht, eines hatten auch die gemeinsam: Geschwindigkeit. Schnelle Spieler zu kaufen, sollte ja nun wirklich kein Ding der Unmöglichkeit sein. Wenn Brazzo das ignoriert, dann wird Flick m. M. n. nicht bleiben. Ob ein schneller ‘Wunschspieler’ dann im Einzelfall auch über ausreichend Qualität und Konstanz verfügt, sollte dann wirklich ein Team beobachten und entscheiden. Dass Flick so etwas noch schnell nebenher selbst scouten kann, ist illusorisch – egal ob er sich das selbst zutraut oder nicht. Jemanden wie Sarr nicht besser zu scouten, darf nicht passieren, selbst wenn Flick sich auf den Boden geworfen und mit den Fäusten getrommelt hat, um ihn zu bekommen. Und damit liegt der Ball dann wieder ganz klar in Brazzos Hälfte und jetzt scheiden sich, denke ich, die Geister ob er Spieler für ein System kaufen sollte, oder ob man als Trainer das System auf vorhandenes Spielermaterial anpassen muss und so ein Sportvorstand qua Amt schon das Richtige tut. Ich hoffe ja, dass Flick von ganz oben ein klares Veto-Recht zugestanden wird, wenn Spieler so gar nicht in sein System passen wollen/können. Ich mag Brazzo aber viel Vertrauen in seine Fähigkeiten habe ich nicht und wenn er Schalten und Walten darf, wie er will, mangelt es ihm offenbar nicht an Selbstvertrauen, genau das zu tun und dann für gut zu befinden.

        Noch kurz zu Costa und Werner, die du auch ein paarmal angesprochen hast: Dass Costa völlig von der Rolle ist, hätte man als Manager oder Scout durchaus auch bemerken dürfen, bevor man ihn zurück geholt hat. Der Mann kam als Schatten seiner selbst und hat trotz regelmäßiger Einsätze am Anfang nie zu seiner Klasse gefunden. Peresic war auch verunsichert und außer Form als er letzte Saison kam, aber dem hat man zumindest den Einsatzwillen anmerken können. Costa hat deutlich mehr Talent als Peresic aber Willen schlägt Talent jedes Mal. Auch Coutinho hat seine Zeit gebraucht, aber dem hat man irgendwann angemerkt, dass mit dem Erfolg die Lust zu spielen und damit der Wille sich einzubringen kam. Dass Costa (oder auch ein James davor) nicht wollte, kann man m. M. n. keinem Trainer anlasten. Bei Werner sehe ich es so, dass er eigentlich weit mehr könnte, als er momentan zeigt, aber bei dem habe ich die Hoffnung, dass er nur verunsichert ist und wieder in die Spur findet, weil ich ihm deutlich mehr Mentalität als Costa zutraue. Werner hätte man schon untergekriegt, aber für den Preis war es durchaus vernünftig, dass Brazzo da abgewunken hat. Brazzo und Flick könnten sich durchaus ergänzen, wenn sie anfangen zusammenzuarbeiten. Lassen wir uns überraschen, was passiert.

      2. Wer sich einen Verbleib von Flick wünscht, sollte Äußerungen, wie die über die Qualität des Kaders, eher positiv sehen, weil sie eher darauf hindeuten, dass er noch nicht mit dem FCB abgeschlossen hat.

        Oder er beugt schon mal vor, bevor jemand seinen Anteil am deutlich schlechteren Abschneiden diese Saison thematisiert, falls es gegen Paris nicht reichen sollte.

      3. @Hans501:
        Mein Bild von Flick ist schon etwas anders. Es gibt hier jedoch einige, die immer noch der Meinung sind, dass sämtliche Äußerungen nur verzweifelte Handlungen sind, die sich aufgrund der immer größer werdenen Frustration über Salihamidzic, entluden. Du darfst die Einträge der letzten Tage gerne noch einmal durchlesen und dann wirst du hier sicher fündig. An die war der von dir zitierte Absatz gerichtet.
        Zum Thema Tempo und schnelle Spieler möchte ich noch sagen, dass der aktuelle Kader sicherlich über mehr schnelle Spieler verfügt als der letztjährige es tat. Selbst der vielgescholtene Sarr ist nicht langsamer als Odriozola. Roca kommt Thiago höchstens in einer Sache nahe und das ist sein Tempo. Fürs Bayern-Mittelfeld ist er sicherlich in Flicks Augen nicht wegen seines mangelnden Tempos eher ungeeignet, denn auch Kimmich ist kein Sprinter, genauso wenig wie es wie gesagt Thiago jemals war. Roca fehlt es wohl eher noch an den Fähigkeiten im Gegenpressing. In der Offensive fielen Perisic und vor allem Coutinho im Vorjahr auch nicht gerade als pfeilschnelle Sprinter auf, sondern eher als eifriger Arbeiter (Perisic) oder als ballsicherer Techniker (Coutinho) auf. Hier hat man mit Sane und Costa rein tempomäßig sogar deutlich aufgesattelt. Deiner These, dass Salihamidzic Flick nicht die Spieler holte, die er wollte, weil sie zu langsam sind, kann ich somit nicht ganz folgen.

      4. @Tobi13: Welchen großen Coaching-Fehler siehst du da gegen PSG? Ich fand das, was wir gezeigt haben, im Gunde sehr ansprechend, gerade angesichts der Ausfälle. Trotz der Gegentore gewinnen wir das in neun von zehn Fällen, oder von mir aus in acht von zehn, auch ohne Lewy. Das fand ich schon beachtlich.

      5. @Severalseasons:
        Ging mir jetzt gar nicht konkret um einen speziellen Coachingfehler.
        Aber wenn nach der letzten Saison, dieses Jahr ein peinliches Ausscheiden im DFB-Pokal und ein Aus im CL-Viertelfinale zu Buche stehen, wird auch zwangsläufig der Anteil des Trainers daran analysiert werden.
        Da ist es doch recht bequem, präventiv schon mal mit dem Finger auf jemand Anderen zu zeigen.

      6. @Willy: Dass da einige in Flick den Auferstandenen erkennen, ist mir natürlich aufgefallen, aber über was soll man sich mit denen unterhalten?! Ein bisschen Gespür für Charactere und was einzelne Personen im Verein realistisch mit ihrem Verhalten bezwecken könnten, ist in der ganzen Debatte hier weitgehend außen vor geblieben. Ob da eine ins Absurde überspitzte Gegenposition zu einem gesunden Mittelweg führt, der einem Trainer mit Stärken, Schwächen und gewissen Charactereigenschaften gerecht wird und damit der Wahrheitsfindung dient, wage ich offen gestanden zu bezweifeln.

        Dass Sarr schnell ist steht außer Frage, dass das alleine auch nicht reicht, sollte inzwischen auch klar sein. Heute hat er gegen Union sein bestes Spiel für uns gemacht, aber selbst das war offensiv nicht gerade toll und defensiv noch weniger, weil er zu oft gemütlich hinterhertrabt, wenn ein IV schon bei seinem Mann ist. Thiago ist sicher nicht mit Rennpferden wie Sané vergleichbar, aber so richtig langsam ist er auch nicht. Wenn du meinst, dass Kimmich langsam ist, dann gibt es da möglicherweise einen zweiten in unserem Team, der mir vielleicht einfach noch nicht aufgefallen ist. Roca ist laaaaangsaaaaaaaaaaaam … und dabei auch noch so beweglich, wie ein Spieler, der zwei Köpfe größer und hundert Kilo schwerer ist und sonst auf einen Quarterback im American Football aufpasst.
        Peresic war nicht besonders schnell aber mit Phonsie hinter/neben ihm und seinem guten Stellungsspiel war das schon okay auf dem linken Flügel und dass Coutinho – der immer noch schneller als Roca und dazu deutlich beweglicher ist – meist erst aufs Feld gekommen ist, wenn nur noch ein Vorsprung zu verwalten war, mag durchaus seinen Grund gehabt haben. Da sich meine Ansichten, was das Tempo dieser Spieler angeht, vermutlich nicht mit deinen in Übereinstimmung bringen lassen und wir vermutlich nie die Gelegenheit bekommen werden Antritt und Endgeschwindigkeit zu stoppen, brauchen wir wohl auch nicht zu diskutieren welche Spielertypen für Flicks Taktik am geeignetsten wären.

  33. Es ist sehr unterhaltsam und aufschlussreich zu beobachten wie sich die Beteiligten an der Diskussion auf beiden Seiten der Redaktionsgrenze positionieren.
    Hilfreich ist es in diesem Zusammenhang von den fußballspezifischen Inhalten zu abstrahieren und die Beiträge als reine Selbstreflexion zu betrachten. Sobald der argumentative Ballst entfernt ist, zeigt sich recht deutlich die innere Denk- und Wertemechanik der Diskussionsteilnehmer.
    So soll denn niemand behaupten, ein Fußballforum sei kein Ort der höheren Bildung, hier findet man – ganz ohne Lampe – Menschen.

    Allerdings sollten wir in Zukunft ein wenig nachsichtiger mit dem Profifußball sein. Denn der gleiche Opportunismus, die gleiche Prinzipienlosigkeit, die man dem Verein bei seinem kompromisslosen Kampf im Fußballwettbewerb vorwirft, wird von seinen Anhängern im medialen Wettbewerb genauso konsequent und wenigstens so skrupellos vor- und nachgelebt.

    Bei dem letzten tektonischen Beben im Verein, der Beförderung Salihamidzics zum Sportvorstand, konnte man bereits deutlich erkennen, wie – zuerst der Vorsänger, dann der Chor – der Standpunkt langsam, aber sicher verschoben wurde, bis man schließlich thematisch wieder in einer gesicherten Situation war um sich dem Leviathan FC Bayern weiter anzudienen. Das gleiche passiert nun wieder im Rahmen der Selbstdemontage Hansi Flicks.

    Ich möchte dieses Verhalten gar nicht kritisieren, schließlich unterliege ich den gleichen Mechanismen und wer kritisiert sich schon gerne selbst, aber man sollte den jeweiligen Inhalten nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Den einen geht es darum auf Teufel komm raus Spiele zu gewinnen, den anderen bedingungslos konsensfähige Meinungen zu publizieren, beide Parteien wollen schließlich im Geschäft bleiben. Und um nichts anderes geht es. Wobei man all seine Energie darauf verwendet diesen Umstand möglichst publikumswirksam zu verschleiern.

    gez. Tarantino

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    1. Tarantino wäre wahrlich stolz auf so eine große Rede, wenn er irgendwann einmal aus seinem Ruhestand zurückkehren sollte, um sich dem letzten wahrhaft großen, dramatischen Thema der (post-post-post-etc.-)modernen Kunst zu stellen: Dem Fußballfilm!
      Chapeau, Alain. :D

      1. Seitdem ich weiß, dass es sich bei den Rednern um unseriöse, moralisch fragwürdige Gestalten mit fehlgeleitetem Pathos handelt, habe ich meine Rolle im Leben gefunden.

      2. Na, seine Lebensaufgabe erkennen ist doch was. Ich gratuliere ;)

  34. Wie wärs, wenn wir uns mal wieder um die wichtigen Sache kümmern würden?
    Wir haben heute ein Fußballspiel gegen Union Berlin.
    Und wie Hansi Flick in der Pressekonferenz gefühlt 100x sagte, darauf müssen wir uns fokussieren, ja, den Fokus legen, ja, fokussiert darauf hinarbeiten.
    Ein Sieg muss her, in der Meisterschaft brauche ich keine Spannung mehr. Bitte so schnell wie möglich einfügen.

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    1. Ich würde mir für heute folgende Aufstellung wünschen:
      Neuer – Pavard, Boateng, Alaba – Kimmich, Martinez – Coman, Musiala, Müller, Sane – Choupo-Moting.
      Dieses 3-2-4-1 haben wir mal unter Pep im November 2015 gegen Stuttgart gespielt und sie regelrecht überrannt. Neuer, Boateng, Alaba, Kimmich, Coman und Müller standen damals übrigens auch in der Startelf. Zur Halbzeit stand es 4:0 und die 2. Hälfte war ein lockeres Auslaufen. Das wäre eine Wunschvorstellung für heute.
      Die Realität wird aber wohl eher so ausschauen, dass wir bis zum Schluss um einen Sieg werden kämpfen müssen und wir parallel mit einem Auge immer nach Bremen schauen werden, was die so gegen Leipzig machen.

      1. Das wären die letzten Mohikaner die vom Stamm noch übrig sind.
        Böse Zwickmühle. Union wird sich sicher nicht als Laufkundschaft präsentieren, da brauchst du vermutlich die stärkste Elf, die du angesichts der Umstände noch aufbieten kannst. Das war es dann allerdings auch mit einer auch nur geringfügigen Rotation und Schonung.
        Angeblich sollen auch Pavard und Coman angemeldet haben, dass sie sehr gerne mal eine Pause hätten.
        Das hieße dann vermutlich Sarr für Pavard. Und Coman? Der größte verbliebene Name wäre Oberlin. Der hat es allerdings bisher schon nicht in der 3.Liga zum Stamm geschafft. Oder Dantas im MF und Musiala auf den Flügel?
        Puh, das könnte heute jedenfalls ein mühsamer Nachmittag werden.

      2. Wieso sollten wir Mitte April plötzlich mit Rotation anfangen?
        Die elf besten der fitten Spieler laufen auf. Basta.

  35. Bin jetzt keiner der alle Histörchen der Bayern-Hollywood-Saga kennt, aber diese Aufzählung zu lesen schadet sicherlich nicht:
    https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_89817494/fc-bayern-salihamidzic-und-der-flick-streit-so-oft-ist-er-schon-angeeckt-.html

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    1. War da jetzt irgend etwas dabei, weswegen man sagen müsste, dass Salihamidzic völlig untragbar wäre? Ich denke mir eher, dass das verzweifelt konstruierte Versuche sind, etwas Ehrenrühriges zu finden. Ich denke, da könnte man sicherlich andere Punkte bezüglich Salihamidzic finden. Von daher ist diese Auflistung für mich nicht gerade überzeugend.

      1. Ging gar nicht um untragbar, sondern nur um Erweiterung der Informationsbasis. Insofern fand ich die Beispiele zumindest interessant, kann natürlich jeder für sich anders bewerten.

    2. Man erkennt ein Muster.
      Nagelsmann oder wer auch immer kann sich schon mal freuen.

  36. Meiner Meinung nach ist die Darstellung die der FCB derzeitig abgibt mehr als Amateurhaft!!! Im Hintergrund fetzen sich zwei Alpha Tiere und tragen eine Art Stellvertreter Krieg über den Trainer und den Sportdirektor aus. Der Präsident schaut zu anstatt mal mit der Faust auf den Tisch zu hauen!!! Ist er zu schwach oder zu Hoeneß hörig??? Was mit verdienten Spielern die letzten Jahre so veranstaltet wurde, steht einem „Weltverein” nicht gut zu Gesicht!!! Da sollten die Verantwortlichen mal nach Spanien oder England schauen!!! Das Team steht nur auf dem Spielfeld in den Vorstandsetagen können die sich davon eine Scheibe abschneiden‼️Traurig

  37. Wir können’s uns sehr, sehr einfach machen und uns folgende Fragen stellen:
    1) Wie viele Trainer gibt es am Markt, die Flick adäquat ersetzen könnten und das unter diesen Umständen auch WOLLEN?
    2) Wie viele Sportmanager, Sportvorstände (call em as you want) gibt es, die Salihamidzic adäquat ersetzen könnten und das unter diesen Umständen auch wollen?
    Ich will jetzt auch gar keine Antworten auf diese Fragen, denke aber, dass die Tendenz sehr klar ist…

    Antwortsymbol33 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Schmeiß doch mal ein paar Namen in den Raum, mir ist die Tendenz nicht klar.
      Achtung, erschwerte Bedingungen: Eberl hat seinen Vertrag bis 2026 verlängert und Mislintat bis 2023, sind ergo nicht auf dem Markt.

      1. Flick ist auch nicht auf dem Markt

      2. …der war auch gut ;-)).

      3. @Tobi13
        Um Salihamidzic “adäquat” zu ersetzen braucht’s aber keinen Eberl oder Mislintat. ;-)

      4. @Güno:
        Sondern?
        Werd doch mal konkret.
        Wer schwebt dir vor?

      5. Schau @Tobi13. Ich hab’s doch oben schon angedeutet. Mir geht’s nicht um Namen. Ich hätte gerne Ruhe und wäre sehr glücklich, wenn man Hansi auch in Ruhe weiterarbeiten ließe. Dazu muss man meiner Meinung nach Brazzo ersetzen. Durch wen? Völlig egal. Von mir aus kann man den Posten auch einsparen.
        Ist das jetzt klar genug? ;-)

      6. @Güno:
        “Hauptsache Brazzo weg” ist ein Spitzenansatz. :D

      7. Ich halts mit WTG:
        Mich nerven beide momentan, sowohl Brazzo als auch Flick.
        Wegen mir beide weg.
        Jeder ist zu ersetzen.

      8. Um nochmal auf die „Tendenz“ zurückzukommen @Tobi13… Natürlich hat man als Außenstehender keinen Einblick in die Vereinsinternen Abläufe. Wenn jedoch Abstimmungsergebnisse dermaßen deutlich ausfallen, …

        92,81 zu 7,19% beim Kicker
        85 zu 5% bei Sport1

        Zu wessen Gunsten…? ;-)

        JEDER sieht es. ALLE wissen es. (Noch) unternimmt KEINER etwas dagegen. Wieso? -> UH

      9. @Güno:
        Was ist denn, wenn Abstimmungsergebnisse dermaßen deutlich ausfallen? :D
        Lass uns bitte keine Personalentscheidungen von irgendwelchen Umfragen abhängig machen. Da hab ich aber auch gar keine Sorge. Dafür ist unser Verein viel zu professionell.

        SKY:
        “Zudem ist es gängige Praxis, dass der Verein die langfristige Strategie und Philosophie vorgibt, und nicht der Trainer. Auch dies spricht für eine Weiterbeschäftigung von Salihamidzic, genauso wie die sportlichen Erfolge, die nicht nur einem Trainer anzurechnen sind. Salihamidzic ist in seiner Funktion als Sportvorstand die verantwortliche Person im sportlichen Bereich.
        Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2017, zunächst als Sportdirektor, gewannen die Münchner insgesamt elf Titel. Eine seiner Hauptaufgaben war es zum damaligen Zeitpunkt auch, die Durchlässigkeit von der Jugend zu den Profis zu verbessern.
        Dies ist ihm ohne Wenn und Aber gelungen. Die Arbeit auf dem Campus des FC Bayern trägt so langsam seine Früchte. Er hat intern ein Kommunikationssystem aufgebaut, das die Verzahnung und Zusammenarbeit der einzelnen Bayern-Systeme fördert. Die Jugendakademie ist dadurch besser angebunden.
        Mit Jamal Musiala hat der FCB zudem den nächsten Rohdiamanten in den eigenen Reihen. Allerdings kann sich auch Flick die verbesserte Integration der Jugend auf die eigene Fahne schreiben.”

        Hainers Aussagen heute hast du zur Kenntnis genommen?

        In Flick und Salihamidzic träfen schlicht “zwei meinungsstarke Typen” aufeinander, so Hainer weiter. Wichtig sei, “dass beide dasselbe Ziel haben. In den letzten 18 Monaten haben die beiden eine Mannschaft aufgebaut, die sechs Titel geholt hat und attraktiven Fußball spielt. So schlecht kann das nicht sein.” Beide müssten “kein Liebespaar sein. Sie müssen gut zusammenarbeiten – und das machen sie”.

        Da hat er den ganzen “Salihamidcic ist nur noch da, weil Hoeneß das so will”- Blödsinn mal eben komplett zerstört.

      10. Hainer? Dein Ernst @Tobi13? Hoeneß-Hainer-Salihamidzic. In etwa so sieht die “Befehlskette” aus.
        Auf das, was unser aktueller “Präsident” so von sich gibt (50+1, zweite Mannschaften in der zweiten Liga, …), leg ich wirklich NULL Wert.
        Die DInge die Brazzo “vollbracht” hat, hätte wirklich jeder andere auch zustande gebracht.

      11. @Güno:
        Ich fürchte da wird die Zukunft einige Enttäuschungen für dich bereithalten, wenn die “Befehlskette” wirklich so aussehen sollte. ;)

        “Wir sind ganz klar der Überzeugung, wir wollen mit beiden arbeiten. Sie haben beide den Erfolg der letzten eineinhalb Jahre zusammen gehabt und wir waren super-erfolgreich”, so der 66-Jährige am Sonntag bei “Sky”.

      12. “Ich fürchte da wird die Zukunft einige Enttäuschungen für dich bereithalten, wenn die “Befehlskette” wirklich so aussehen sollte.”

        Ich weiß @Tobi13. Ich hoffe ganz einfach auf KHR und infolge auf Oli. Viel mehr kann ich sowieso nicht machen…

      13. @Güno:
        Aber wie kommst du darauf, dass Rummenigge oder Kahn Brazzo loswerden wollen?
        Gibt es da irgendwelche Anhaltspunkte für?
        Ich denke eher, wenn Hainer von “Wir” spricht, wird das die Beiden einschließen.

      14. Wir werden’s sehen. Ich persönlich wäre Brazzo gerne los und, ich denke, der überwiegende Teil der Bayernfans auch.

      15. Gott sei Dank hört man beim FCB nicht zwingend auf den “überwiegenden Teil der Bayernfans”, sonst hätte uns ein gewisser Arjen Robben bspw. auch deutlich früher verlassen und wäre nie Mr.Wembley geworden. ;)

      16. Das war damals NIEMALS der überwiegende Teil, sondern ein paar Deppen. Nicht zu vergleichen.

      17. @GÜNO
        Die Umfragedaten sind der Wahnsinn. Der BR hatte heute 99 (!)% pro Flick!

      18. @BM
        Diese Abstimmungsergebnisse sollte man morgen Brazzo auf den Tisch legen zusammen mit einem Füller und den Papieren für eine Vertragsauflösung.

      19. Wow, die Zahlen tun ja richtig weh für Brazzo. Natürlich ist das keine Aussage über seine Zukunft. Aber so ganz wird selbst ein UH nicht über diese Zahlen wegschauen können.

      20. Je nun, Online-Umfragen sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Ich glaube nicht, daß sich der FC Bayern in seiner Entscheidungsfindung davon leiten lassen sollte.

      21. Glauben nicht @jo, hoffen jedoch schon.

    2. @ wohlfarth

      ok, versteh ich das richtig, weil beide nicht miteinander klar kommen und es Spannungen gibt, was manche nervt allen voran wahrscheinlich HF selbst am meisten, sollen BEIDE weg?
      Wäre es nicht klüger man schaut sich das Problem etwas genauer an und analysiert die Ursachen dieser Unstimmigkeiten?
      Das was wir da die letzten Wochen miterleben müssen, sind doch nur die Auswirkungen struktureller Probleme, würde ich meinen.
      Also gilt es für mich doch diese zu beseitigen (da kann dann HS auch bleiben). Auch wenn ich da bei @Güno bin und sage, das was er bisher geleistet hat(Transfermarkt/Einkäufe, Aussendarstellung), das ist, sagen wir es mal sehr wohlwollend noch sehr, sehr ausbaufähig.
      Ich glaube im Übrigen, dass HS seine Fähigkeiten hat, nur nicht auf den Bereichen für die ihn Uli ins Rennen geschickt hat.
      Und erstaunt bin ich doch auch sehr von einem eingefleischten Bayernfan, zu dem ich Sie @wohlfarth doch sicher zählen darf, zu hören wie leichtfertig man wieder bei Null anfangen soll. Und das nach dieser wirklichen Superperformance die unsere Mannschaft letztes Jahr unter Flick gezeigt hat. Wirklich Anerkennung und Wertschätzung sieht für mich anders aus. Und die hat Hansi Flick für mich eindeutig verdient!

      Ich denke ja Lahm, als absoluter Bayerninsider, hat sehr wohl gewußt, dass es bei Bayern so lange Hoeneß noch so stark mitmischt keine wirklichen Gestaltungsspielräume und keine Abkehr von dieser Vereinsführung nach sagen wir mal provokativ “Gutsherrenart” gibt. Und so wird auch HS bleiben dürfen, weil Uli das will und seine Macht noch ausübt und NICHT weil er ein guter Mann auf diesem Posten ist.
      Dafür opfern wir dann einen Trainer, der ganz sicher nicht leicht zu ersetzen ist, und fangen dieses absurde Spiel wieder mal von vorne an.

      1. @S.K.: Deinen Ausführungen nach hast du Recht, aber das sind halt alles ganz, ganz viele Spekulationen, Vermutungen und persönliche Interpretationen. Sieht man ja daran, dass in jedem zweiten Satz “ich glaube”, “ich denke” oder “würde ich meinen” vorkommt. Es fehlt nur noch “wie man so hört…….”
        Keiner von uns beiden hat jetzt den Einblick um zu sagen, wer für was zuständig ist, wer für was verantwortlich ist, wem man was zuschreiben kann usw.
        Beide verhalten sich momentan suboptimal, dass denke ich.
        “Wäre es nicht klüger man schaut sich das Problem etwas genauer an und analysiert die Ursachen dieser Unstimmigkeiten?”
        Da bin ich dabei. Das überlasse ich aber den Leuten, die nahe dran sind und die Arbeit der beiden beurteilen können. Und wenn dabei rauskommt, dass beide ihren nicht unerheblichen Anteil an dem Zirkus haben, dann weg mit beiden. Brazzos und Flicks und irgendwann auch Rummenigges und sogar Hoeneß’ kommen und gehen, keiner ist unersetzlich und größer als der Verein.
        Für die Leistung der letzten Saison hat Flick übrigens meine volle Anerkennung und Wertschätzung. Für immer.
        Aber Fußball ist ein Tagesgeschäft und diese Saison sind seine Leistungen als Trainer auch nicht gerade Weltklasse.

      2. Also beide weg wäre m.E. nicht unbedingt notwendig. Wir haben vor der Installation von HS auch über einen längeren Zeitraum ohne SpoDi agiert. Also muss nicht sofort jemand dort wiederkehren – auch wenn ich das für die beste Lösung hielte. Aktuell wären sogar mehrere Personen auf dem Markt (Rangnick, Reschke, Bobic), wobei ich auch die Option Reuter oder Krösche für ganz gut hielte. Und intern gibt es ja auch noch Neppe. Eberl wäre für mich die optimale Lösung, aber vermutlich werden sich einige der Genannten den Posten nicht antun wollen, solange UH noch da ist und im Hintergrund doch immer wieder die graue Eminenz spielt und versucht, Fäden zu ziehen.

      3. Vollste Zustimmung @Herrispezial.

      4. @ wohlfarth

        “Deinen Ausführungen nach hast du Recht, aber das sind halt alles ganz, ganz viele Spekulationen, Vermutungen und persönliche Interpretationen. Sieht man ja daran, dass in jedem zweiten Satz “ich glaube”, “ich denke” oder “würde ich meinen” vorkommt. Es fehlt nur noch “wie man so hört…….”

        Ihre Zustimmung zu meinen Aussagen nehme ich zur Kenntnis.
        Ihren Nachsatz, in dem Sie mir Spekulation unterstellen verbuche ich jetzt mal unter “Nachtarocken” zwecks Argumentationslosigkeit.
        Ich spekuliere nicht. Wir verfolgen doch alle seit Monaten/Jahren die Geschehnisse und DESWEGEN komme ich zu dieser Ansicht.
        Aufgrund von Fakten, von öffentlichen Aussagen, von Interviews. Das alles ergibt zum Schluß ein Bild, natürlich nicht bis in jedes kleinste Detail, aber es ist deutlich mehr als eine Grobszizze.

        Und was anderes als ” ich denke” oder “ich meine” soll ich denn schreiben, wenn es nun mal meine Meinung ist?

        Wir sind hier in einem Bayernforum, wo jeder, WAS?, ja, seine Meinung ausdrücken darf.

        Und was die zurückhaltende Art meiner Formulierung angeht, die Ihnen scheinbar nicht gefällt,… damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass mir sehr wohl klar ist, dass andere Meinungen genauso existieren, aber eben diese meine ist. Sehen Sie es als Ausdruck von Toleranz.

        Gibt es nicht hier im Forum einen Teilnehmer, der haut seine Meinung oftmals sehr unverblümt und wenig zurückhaltend raus?
        Und sind Sie nicht der Erste, der ihn dann wieder diesbezüglich kritisiert? Und das schon 918 mal..
        Also was denn nun?

      5. @S.K.:
        Woher nimmst du die Gewissheit, dass Flick nicht völlig unabhängig von der Personalie Salihamidcic geil auf den Job als Bundestrainer ist?
        So toll es auch sein mag Trainer des FCB zu sein, aber Bundestrainer ist da doch gleiche eine viel entspanntere Geschichte.

        Bei der Kritik an den Neuverpflichtungen wird übrigens immer gern ignoriert, dass Flick in die Transfers eingebunden war. Wie Marcel Reif heute so schön erläutert hat, hat man Flick nicht gesagt “Geh mal morgen zum Training und guck wer da ist.”

        Selbst wenn seine Wunschspieler abgesagt haben sollten, hätte er ja realistische und vernünftige Vorschläge zur zweiten und dritten Wahl machen können.
        Wer das allein an Salihamidcic festmacht, hat Null Ahnung wie beim FCB gearbeitet wird.
        Hat Hainer heute auch nochmal klargestellt:
        “Gehen Sie davon aus, dass natürlich mit allen Beteiligten vor einem Transfer gesprochen wird. Der Verein muss da ein starkes Gewicht reinbringen, weil wir am Ende die Rechnung zahlen müssen. Aber es ist kein entweder oder”, sagte Hainer.

    3. Um nochmal auf die „Tendenz“ zurückzukommen… Natürlich hat man als Außenstehender keinen Einblick in die Vereinsinternen Abläufe. Wenn jedoch Abstimmungsergebnisse dermaßen deutlich ausfallen, …

      92,81 zu 7,19% (https://www.kicker.de/6f3fe779-0a4c-4f7f-aedf-f127fa27ecb2/voting)
      85 zu 5% (bei mehreren Optionen; https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2021/04/frage-der-woche-salihamidzic-muss-laut-fans-bei-bayern-gehen)

      JEDER sieht es. ALLE wissen es. (Noch) unternimmt KEINER etwas dagegen. Wieso? -> UH

      1. @Güno:
        Ich war jetzt in Mathe nicht die große Leuchte, aber irgendwo habe ich noch im Hinterkopf, dass 92,81 und 85% nicht JEDER und ALLE sind.

      2. Respekt @wolfahrt.

      3. @Günzo:
        Bitte Güno, ich helfe wo ich kann.

  38. Ich bin ein sehr stiller aber sehr gerne Mitleser, weil ich das doch insgesamt hohe Niveau hier schätze. Zu HF vs. HS fällt mir nur eins ein: Brazzo wahr ein sympathischer Spieler und wirkte damals wie auch heute nicht immer als hellste Kerze auf der Torte ( soll nicht beleidigend sein, aber leider die Wahrheit). Für mich wäre er ein super Markenbotschafter des FCB, aber die Idee Sportdirektor/Vorstand halte ich nach wie vor für einen nicht enden wollenden Scherz, leider kein guter, wie er in fast jedem Interview beweist. Er hat einfach nicht den Intellekt für so einen Posten, falls unsere Chefetage das noch nicht gemerkt hat, wird er noch weiter viel Schaden anrichten, wahrscheinlich oft ungewollt. Bitte diese Peinlichkeit schnell beenden und Brazzo einen Job geben, der zu ihm passt. Dann haben wir auch weiterhin mit HF einen Super Trainer…

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    1. Ich kann Dir nur zustimmen. Es gab in den letzten Jahren einige Entscheidungen der Vereinsführung (mutmaßlich von Hoeneß durchgedrückt), die bei mir ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen haben. Es begann mit der Berufung von Brazzo zum Sportdirektor (Juli 2017), dann die unsägliche Trainerdiskusion wegen Ulis Starrsinn, Jupp Heynckes noch zu einem weiteren Jahr bequatschen zu wollen, und dann der erkennbaren Notlösung Kovac. Der Mann mag seine Qualitäten haben, aktuell läuft es bei ihm in Monaco ja recht gut, aber er bzw. sein bevorzugter Spielstil passt einfach nicht zum FC Bayern respektive zur Mannschaft – die er dann ja folgerichtig auch umbauen wollte.

      Bezüglich Kovac wurde dann irgendwann die Notbremse gezogen, weil man gemerkt hat, dass die Mannschaft mit ihm einfach nicht klarkommt. Ganz im Gegensatz zu Hansi Flick, hinter dem die Mannschaft, nach allem was man so von außen mitbekommt, zu 100% steht.
      Nun weiß ich nicht, wieviel die Spieler mit Brazzo zu tun haben und was sie von ihm denken. Aber ich würde wetten, dass keiner in Tränen ausbricht, wenn im Sommer ein neuer Sportvorstand käme.

      Deine Idee mit dem passenden Job für HS ist zwar an sich gut, aber da man ihn ja unbedingt zum Vorstand befördern musste, wäre natürlich so was wie ein Markenbotschafter eine Degradierung – die er wohl nicht mitmachen würde. Vermutlich müsste man einen Vostandsposten für internationale Beziehungen o.ä. erfinden, Brazzo also ganz klassisch “wegloben”, damit ohne den großen Knall und ohne Gesichtsverlust für ihn ein anderen Sportdirektor übernehmen kann.

      Jedenfalls fände ich es die schlechteste aller Lösungen, wenn man Hansi Flick vergrault oder gar wegen Inkompatibilität zum Sportvorstand freistellt und der aufgrund seines Auftretens für den FC Bayern leider als Vorstand ungeeignete Salihamidzic bleibt.

  39. ‘Salihamidžić aber hat trotz der Kritikpunkte viele Argumente auf seiner Seite. Das wohl stärkste: Er ist der sportliche Leiter in der erfolgreichsten Phase der Klubgeschichte. So schlecht kann ein Kader nicht zusammengestellt sein, wenn er die Champions League gewinnt und trotz aller Probleme weiter so erfolgreich Fußball spielt. ‘

    Ernsthaft? Wenn man sich anschaut wer im letzten Jahr die Titel geholt hat, waren nur zwei oder drei Brazzo-Transfers so etwas Stammspieler.

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