Miasanrot Awards 2026 – Spielerin der Saison: Pernille Harder gewinnt enges Rennen
Als Pernille Harder vor rund einem Jahr als Spielerin der Saison ausgezeichnet wurde, war das eine klare Sache. Neun von damals 13 abgegebenen Stimmen aus der Miasanrot-Redaktion gingen an die Dänin.
Doch in dieser Saison hat die Konkurrenz zugelegt. Klara Bühl hat mit acht Toren und 22 Assists in 30 Einsätzen eine sehr konstante und starke Saison gespielt. Defensiv hat der FC Bayern kaum Gegentore kassiert, was auch die Defensivspielerinnen in den Fokus rückt.
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Und dann gab es da mit Franziska Kett noch eine 21-Jährige, die auf der defensiven Außenbahn für Furore sorgte. Hochklassige Gegenspielerinnen stoppte sie mit gutem Stellungsspiel und Timing, offensiv sorgte sie mit vier Toren und sieben Assists selbst für Gefahr. Immerhin fünf der insgesamt 14 Stimmen gingen diesmal an sie.
Je eine Stimme haben Klara Bühl, Momoko Tanikawa und Georgia Stanway erhalten. Die restlichen sechs gingen aber an Harder, die damit erneut die Spielerin der Saison ist.
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Die Frau für die wichtigen Spiele des FC Bayern
Am Ende sind es 28 Tore und 13 Assists, die sie in 38 Einsätzen beisteuern konnte – Soccerdonna listet 27 Treffer, hat aber das DFB-Pokal-Finale nicht mit angegeben. Nach einem etwas holprigen Saisonstart legte Harder im Oktober so richtig los. In der Bundesliga gab es zwischen dem 7. Spieltag gegen Köln und dem 21. Spieltag in Essen nur zwei Partien, in denen sie nicht direkt an einem Tor beteiligt war.
Aber auch in der Champions League war Harder wieder eine Unterschiedsspielerin. Nur beim 1:7 in Barcelona, dem Auswärtsspiel in Paris und dem Rückspiel gegen Manchester United blieb sie ohne Scorerpunkt. Ihr Doppelpack in Manchester ebnete derweil den Weg ins Halbfinale.
Dort bereitete sie den wichtigen Ausgleich im Hinspiel vor und war eine der Antreiberinnen für eine starke Schlussphase in Barcelona. Harder traf dort selbst und bereitete das andere Tor vor. Beinahe erzielte sie sogar den 3:4-Anschlusstreffer, doch der Treffer wurde durch den VAR zurückgenommen.
Pernille Harder überragt mit starken Werten
Wo Harder ist, ist auch Gefahr. Mit mehr als 20 Expected Goals hat sie laut Wyscout den höchsten Wert aller Bayern-Spielerinnen in dieser Saison. Dass fast 25 Prozent ihrer Abschlüsse ins Tor gehen, unterstreicht ihre enorme Qualität.
Harder ist zugleich Stürmerin als auch Spielmacherin. Immer wieder lässt sie sich tief fallen, um dem Spielaufbau zu helfen, enge Spielsituationen aufzulösen und das Spiel damit variabler zu machen. Mehr als zwei ihrer Pässe kommen pro 90 Minuten in der Gefahrenzone mit einem Radius von 20 Metern zum gegnerischen Tor an. Nur Bühl hat mit etwas mehr als drei einen höheren Wert.
Die wiederum dürfte in der Abstimmung darunter gelitten haben, dass sie die wichtigen Wochen im Saisonfinale verpasste und ihre Rückkehr schleppend verlief. Während Harder in allen wichtigen Partien eine tragende Rolle spielen konnte. Rein statistisch macht Bühl dieses Jahr aber niemand etwas vor.
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Klara Bühl unter dem Miasanrot-Radar?
Fast neun Dribblings absolvierte sie pro 90 Minuten – und das mit einer Erfolgsquote von 60 Prozent. Die mit Abstand höchste Quote ihrer Karriere. Normalerweise lag sie bestenfalls bei knapp über, manchmal sogar knapp unter 50 Prozent. Ein Beleg dafür, dass die 25-Jährige deutlich konstanter geworden ist als in den Vorjahren.
Im linkslastigen Spiel des FC Bayern war sie mit Dribblings, Kombinationen, Vorbereitungen und eigenen Abschlüssen neben Harder die entscheidende Spielerin in der Offensive. Aber genau das macht es in dieser Saison auch so schwer. Denn für Stanway oder Kett hätte es ebenfalls gute Argumente gegeben.
Am Ende hat sich mit Harder dennoch eine verdiente Siegerin durchgesetzt. Und wer weiß? Vielleicht können Bühl, Kett oder eine andere Spielerin ja in der kommenden Saison den Awardhattrick der Dänin verhindern.



