Vorschau: FC Bayern München – FC Sevilla

Justin Trenner 21.09.2020

Es ist aus vielen Perspektiven ein besonderer Abend, der den FC Bayern und auch Sevilla am Donnerstag erwartet. Im UEFA Supercup geht es nicht nur um einen weiteren Pokal, sondern auch um die Erkenntnis, wie sich eine Massenveranstaltung in einem Risikogebiet wie Budapest auswirkt. Rund 3.000 Bayern-Fans sind zugelassen, insgesamt sogar 20.000 Zuschauer*innen. Seit dem 1. September gibt es sogar ein grundsätzliches Einreiseverbot für Deutsche nach Ungarn – einzige Ausnahme: das Supercup-Finale.

Es ist mehr als streitbar, ob diese Entscheidung richtig ist. Letztendlich geht man zumindest ein großes Risiko ein. Bei einem Inzidenzwert von 35 pro 100.000 Einwohner*innen darf in der Bundesliga derzeit kein Spiel vor Publikum stattfinden. In Budapest liegt der Wert bei ungefähr 100 (Stand: 20. September 2020) – also in etwa doppelt so hoch wie in München.

Wie so oft wird sich erst im Nachhinein zeigen, ob sich die Bedenken dahingehend bestätigen werden. Und doch muss man unabhängig vom Resultat die Frage stellen, ob es der Fußball mit seiner erneuten gesellschaftlichen Sonderrolle wert ist, das Risiko überhaupt erst einzugehen.

FC Sevilla: Der Rekordsieger in der Europa League

Über den sportlichen Stellenwert des europäischen Supercups wird ebenfalls gern diskutiert. Schaut man sich aber die Spiele der vergangenen Jahre an, so waren das stets unterhaltsame Partien auf meist sehr hohem Niveau. Auch der FC Bayern und Sevilla würden den Pokal gern mitnehmen, um ihrem herausragenden Jahr eine weitere Krone aufzusetzen.

Für die Spanier ist es dabei der Start in die Saison. Kaum jemand kann derzeit seriös beurteilen, wo der Europa-League-Sieger steht, weil die ersten beiden Spiele gegen Atlético Madrid und den FC Elche verlegt wurden. Kadertechnisch hat sich hingegen nicht viel verändert. Zwar verließ den Klub mit Éver Banega (32) ein Urgestein des spanischen Fußballs, doch konnte Sevilla auf dem Transfermarkt gut nachlegen. Ivan Rakitic (31) kehrte für zunächst 1,5 Millionen Euro zurück (Summe kann durch Boni noch ansteigen), nachdem er 2014 von Sevilla nach Barcelona wechselte. Auch das Ende der Leihe von Sergio Ruguilón (23) konnte mit dem Transfer von Marcos Acuña (28) zumindest theoretisch gut aufgefangen werden. Der Argentinier ist schnell, dynamisch und flexibel einsetzbar, kann also nicht nur links hinten aushelfen, sondern auch im Mittelfeld.

Darüber hinaus verpflichteten sie mit Suso (26) für 24 Millionen Euro einen Spieler vom AC Mailand, den sie zuvor für ein halbes Jahr ausgeliehen hatten. Der Spanier kam in 23 Pflichtspielen allerdings nur auf zwei Tore und eine Vorlage. Erwähnenswert ist sonst noch die Verpflichtung von Óscar Rodriguez (22) von Real Madrid für 13,5 Millionen Euro. Während seiner Leihe zu Leganés konnte der offensive Mittelfeldspieler in Ansätzen überzeugen und geht nun den nächsten Schritt zu einem starken Klub, der in Europa viel Anerkennung genießt.

In der Ruhe liegt die Kraft

Schließlich ist Sevilla der Rekordsieger der UEFA Europa League beziehungsweise auch des alten UEFA Cups. Sechs Mal standen die Spanier in einem Finale (2006, 2007, 2014, 2015, 2016 und 2020), sechs Mal holten sie den Pokal. Der letzte Finalgegner Inter Mailand steht mit drei Pokalen auf Platz 3 der Liste. Allerdings gelang es Sevilla nur ein einziges Mal, dann auch den europäischen Supercup zu gewinnen – und zwar 2006 gegen Barcelona.

Sevilla spielt einen Fußball, der nicht nur sehr typisch für die spanische Fußballkultur ist, sondern auch klar die Handschrift des Trainers Julen Lopetegui trägt. Der 54-Jährige legt viel Wert auf einen kontrollierten und gut organisierten Ballvortrag und damit verbunden auch auf eine hohe Passgenauigkeit. Mit 392,7 angekommenen Kurzpässen pro Spiel stand Sevilla in der abgelaufenen La-Liga-Saison auf Platz 3 hinter Real Madrid (458,4) und Barcelona (598,3).

Lopetegui will ein geduldiges Spiel seiner Mannschaft sehen. Dabei hilft ihm auch der extrem erfahrene Kader. Lieber wird nochmal der eine Pass mehr nach hinten gespielt, als dass ein zu großes Risiko eingegangen wird. Dafür haben es die Angriffe in sich, wenn Sevilla das Tempo schlagartig erhöht.

Sevillas ungefähre Grundordnung in Ballbesitz

Das Positionsspiel ist in Ballbesitz durch recht typische 4-3-3-Strukturen geprägt: Hoch agierende Außenverteidiger, die durch breite Innenverteidiger und einen oft abkippenden Sechser abgesichert werden. Außerdem Flügelspieler, die sich eher in die Halbräume orientieren, um mit ihren Laufwegen einerseits Raum für die Außenverteidiger zu erlaufen und andererseits das Mittelfeld und den Neuner zu unterstützen.

Probleme im Angriffsdrittel

Gerade die beiden Achter haben im Spiel eine große Verantwortung. Sevilla agiert grundsätzlich sehr flügellastig, braucht über die Mittelfeldspieler aber Momente der Entlastung und vor allem auch der Überraschung. Im Verlauf der letzten Saison gab es hin und wieder das Problem, dass die Achter nicht die Verbindung zwischen Aufbau- und Angriffsdrittel herstellen konnten. Mitunter standen sie dann zu tief und hochpressende Gegner – wie es der FC Bayern sein wird – konnten nicht mal eben überspielt werden, weil es hinten zu eng und gleichzeitig der Abstand nach vorn zu lang wurde.

Auch wenn es sicher nicht die Regel ist, so kann Bayern durchaus mit seinem Angriffsmomente erzwingen, in denen Sevilla es mit dem Kurzpassspiel übertreibt. Werden die beiden Achter dazu gezwungen, sich tief fallen zu lassen, fehlt dem Spiel der Spanier die notwendige Tiefe für gefährliche Angriffe.

Gerade im Offensivspiel fehlt es Sevilla meist an Überraschungsmomenten um gut organisierte Defensivreihen zu knacken. Es ist nahezu typisch für sie, dass sie den Ball gut laufen lassen können, es dann aber aufgrund des recht langsamen Ballbesitzspiels an Räumen fehlt. Zumal es an Unterschiedspielern im letzten Drittel fehlt, die auch mal aus sehr wenig Raum viel machen können. Lopetegui hat noch kein richtiges Mittel gefunden, um das kontrollierte Spiel seiner Mannschaft weniger vorhersehbar zu machen. Paradoxerweise ist es gleichzeitig die große Stärke des Teams, dass sie Ballkontrolle haben und auch unter Druck kluge Entscheidungen treffen, aber eben auch die große Schwäche, dass aus dem Stand heraus zu wenig Fahrt aufgenommen werden kann.

Bayern vor erstem Gradmesser?

Interessant wird es am Donnerstagabend vor allem deshalb, weil Sevilla nicht darauf angewiesen ist, die Räume in Bayerns Defensive zu erlaufen oder zu öffnen. Stattdessen müssen sie dafür sorgen, dass der Champions-League-Sieger immer wieder den Ball verliert. Sevilla wird dieses Vorhaben wahrscheinlich aus einem Mittelfeldpressing heraus angehen. Das erlaubt es dem Team von Lopetegui offensiver herausschieben zu können und zugleich auch mal defensiver und noch kompakter zu verteidigen, wenn es keine Aussicht auf Ballgewinne gibt.

Verlieren die Bayern den Ball, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die direkte Umschaltsituation mit den schnellen Flügelspielern im Halbraum, oder eine kurze Ballbesitzphase, um das Gegenpressing der Bayern zu triggern. Das birgt selbstverständlich Gefahren, aber Sevilla hat die technischen und taktischen Qualitäten, um die Pressingwellen der Bayern auch mal zu überspielen und sich so in vielversprechende Überzahlsituationen zu bringen.

Bayerns Form ist dennoch schon wieder überragend. Unter Flick gibt es so viele taktische Details, die aktuell schlicht auf absolutem Spitzenniveau sind, dass jeder Gegner der Welt Probleme bekommen würde. Es gibt klare, wiederkehrende Abläufe im Spiel des Triplesiegers, auf die man sich aber trotzdem nicht richtig einstellen kann. Weil eben einerseits die Durchführung dieser Spielzüge meist so extrem präzise ist, dass der Gegner keine Chance hat und andererseits jede Situation mindestens im Detail anders ist, obwohl man das Gefühl hat, sie bereits mehrfach gesehen zu haben.

Szenenanalyse: Bayerns Tor zum 6:0 gegen Schalke

Ein recht simples Beispiel, das gleich mehrere Prinzipien der Bayern gut erklärt, ist der Ballvortrag in der 69. Minute gegen Schalke.

Boateng eröffnet in Richtung Hernández, weil er sieht, dass Sané sich im Halbraum als Unterstützung anbietet. Eigentlich ist dieser Pass ein Risiko, weil Schalke bei Ballgewinn ziemlich viel Platz hätte. Doch er ist auch die theoretische Chance auf viel Raumgewinn. Durch die Bewegung von Sané wird der Außenverteidiger von Schalke mit herausgezogen, wodurch sich für Hernández die Chance auf einen Doppelpass bietet. Aber: Die Bayern merken in dieser Szene wahrscheinlich, dass die Offensivspieler nicht optimal positioniert sind und ein Durchbruch zu einem Ballverlust führen könnte – auch weil Sané einen sehr anspruchsvollen Ball spielen müsste, um Hernández bedienen zu können. Also spielt Hernández den Ball wieder zurück zu Boateng.

Dennoch zeigt die Szene das grundsätzliche Prinzip der Halbraumunterstützung. Sowohl die Flügelspieler als auch die Mittelfeldspieler sind nach Eröffnung des Spiels auf die Außenverteidiger stets darum bemüht, Passwege vom Flügel ins Zentrum oder in die Halbräume zu ermöglichen, indem sie sich klug zwischen die Linien bewegen und damit entweder Spieler aus ihren Positionen ziehen, oder sich selbst anspielbereit zeigen. Es ist ein stetiges Bewegungsspiel, in dem jeder Spieler genau weiß, was er zu welchem Zeitpunkt zu tun hat. Selbstverständlich müssen die Bayern es auf dem Platz auch intuitiv lösen, aber Flick scheint nur wenig dem Zufall überlassen zu wollen. Die Läufe der Spieler wirken durchgeplant und durchorganisiert. Sie repräsentieren Flicks konzeptionelle Detailverliebtheit.

In der konkreten Szene geht es dann mit einer Seitenverlagerung durch Boateng weiter.

Weil Schalkes Bastian Oczipka aber schnell verschiebt, gibt es Einwurf für die Bayern. Auch diese Szene steht trotz ihres Misserfolgs aber stellvertretend für ein Prinzip im Bayern-Spiel. Gegen Schalke spielten sie sehr viele Seitenverlagerungen, um Gnabry, Sané oder die Außenverteidiger in aussichtsreiche Positionen zu bringen. Im konkreten Beispiel wird deutlich, dass Schalke die linke Seite dicht gemacht hat und Bayern dort klar in Unterzahl ist. Bayern hat also das Herausschieben des Gegners getriggert und es geht nun darum, eine Lösung zu finden, um das Aufrücken für sich zu nutzen. Die Seitenverlagerung soll hier das starke Verschieben der Gäste zum Vorteil machen. Da Gnabry aber nicht breit genug steht, ist der Weg von Oczipka recht kurz und er kann zum Einwurf klären. Schalke nutzt die gewonnene Zeit zum Verschieben.

Nach der Ausführung des Einwurfs sind die Bayern ganz schnell positioniert – sowohl für einen eigenen Angriff auf die Defensivreihe der Schalker, als auch für ein Gegenpressing, falls nötig. Sie bilden nicht nur Dreiecke, sondern auch Rauten, hinten sichern drei Spieler ab, in Ballnähe stehen Kimmich und Gnabry bereit, falls der Ball verloren wird. Pavard hätte die Möglichkeit, durch die Bewegung von Müller den Ball diagonal zwischen die Linien zu bringen, Müller hat durch die Positionierung von Lewandowski ebenfalls sofort wieder eine Anspielstation. Innerhalb von Sekunden spannen die Bayern ein Netz, das ihnen alle Möglichkeiten gibt. Pavard aber nutzt nicht die erstbeste Gelegenheit, sondern spielt den Ball nochmal zurück. Womöglich auch, weil die Anschlussoptionen nach Müllers Pass auf Lewandowski nicht allzu rosig wären. Pavard spielt Gnabry an, der hat sofort Kimmich als Anspieloption und dann wird über Süle neu aufgebaut. Auch hier also trotz der Entscheidung nicht anzugreifen das Prinzip der Halbraumunterstützung, aber eben auch das Prinzip, in Ballnähe möglichst viele Optionen für ein Gegenpressing zu haben. Tiefe, Risiko und gleichzeitige Absicherung.

Dadurch, dass die Bayern sich aus der engen Spielsituation herausbewegen, zieht sich Schalke vertikal ein Stück auseinander und öffnet den Zwischenlinienraum. Süle dribbelt sofort wieder an, Kimmich öffnet ihm durch seinen Laufweg die Schnittstelle und Müller bietet sich im Zwischenraum an. Gleichzeitig bewegt sich Tolisso bereits vorausschauend in den roten Bereich zwischen den Verteidigungsketten des Gegners und auch Lewandowski antizipiert die Situation, indem er zum Sprint in den Strafraum ansetzt. Man könnte dieses immer wieder auftretende Prinzip als “Kommen und Gehen” bezeichnen. Die Bayern sind stets damit beschäftigt, gegenläufige Bewegungen auszuführen. Einige Spieler sprinten in die Tiefe, um die Kette nach hinten zu drücken, andere bewegen sich zwischen die Linien, um den Raum zu nutzen. Es gibt keine feste Zuordnung von Rollen in dem Sinne, dass es immer Müller ist, der sich fallen lässt. Aber die Bayern schaffen es dennoch, fast immer gut aufeinander abgestimmt zu sein und so kommt es fast nie zu Missverständnissen.

In der Szene steht Lewandowski jetzt frei zwischen dem zweiten Innenverteidiger und Oczipka, der von außen zulaufen will und auch bei Tolissos Bewegung kommt Schalke nicht schnell genug hinterher. Gleich drei Spieler fokussieren sich auf Müller, der genug Zeit hat, um den Pass zu Tolisso zu spielen.

Tolisso schaltet schnell und spielt den Ball direkt zu Lewandowski, der nun halbrechts frei durch ist. Eigentlich verschläft der Pole den Abschluss, durch seinen hervorragenden Rabonatrick gelingt es ihm aber, den nachrückenden Müller zu bedienen und es steht 6:0. Auch das ist bei den Bayern sensationell: Obwohl Lewandowski im Prinzip frei durch ist, gelingt es ihnen, innerhalb von Sekunden drei Spieler in der Mitte des Strafraums gestaffelt anzubieten.

Ist der FC Bayern überhaupt zu stoppen?

Sie spielen mit einem unfassbaren Druck und einer kaum zu verteidigenden Präzision. Und auch wenn Schalke ihnen viel angeboten hat, so ist es beeindruckend, wie konsequent die Bayern ihren Prinzipien folgen, ohne dabei ausrechenbar zu sein.

Gegen Sevilla wird das ganz sicher der Schlüssel zum Erfolg sein. Aber es ist eben auch die Konterabsicherung, die noch stärker in den Fokus rücken wird. Sevilla ist ballsicherer als Schalke und kann aus der einen oder anderen Situation vielleicht etwas machen. Vereinzelt lief Königsblau in 3-gegen-2-Situationen auf die Abwehrreihe der Bayern zu, konnte es aber nicht ausspielen – weil die Münchner sich in der Rückwärtsbewegung verbessert haben. Aber eben auch, weil sie einfach nicht die Qualität hatten.

Sevilla wird eine andere Herausforderung, da sind sich alle einig. Doch wer will die Bayern stoppen, wenn sie mit einer derartigen Flexibilität und einem so hohen Tempo agieren? Auf der Langstrecke könnte es womöglich nur die eigene Fitness sein, wenn der Kader nicht noch entscheidend aufgestockt wird. Doch auch das zeigt die analysierte Szene eindeutig: Die Bayern sind dabei, sich in Ballbesitz häufiger mal zu erholen. Es gab in der Vergangenheit durchaus Momente, in denen Pavard schon nach dem Einwurf voll auf Angriff gegangen wär. Stattdessen hat er die ruhige Variante gewählt, die Schalke schlussendlich auseinander zog und sich somit als richtig erwies.

Böse Zungen würden behaupten, dass die Saison für den FC Bayern erst am Donnerstagabend so richtig losgeht. Man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich der Triplesieger dort präsentiert. Das dürfte dann auch den Auftritt der Schalker nochmal retrospektiv etwas einordnen.


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  1. “Und doch muss man unabhängig vom Resultat die Frage stellen, ob es der Fußball mit seiner erneuten gesellschaftlichen Sonderrolle wert ist, das Risiko überhaupt erst einzugehen.”

    Nachdem jetzt eine Quarantäne für die Rückkehrer im Raum steht, wird jede(r) einzelne Reisewillige derartige Überlegungen für sich anstellen müssen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Kann bzw. soll man sogar in einem Fußballforum über Politik diskutieren? Ich bin mir offen gestanden nicht sicher und wenn mein Kommentar nicht erscheint, werde ich das niemandem verübeln. Ich würde dann aber auch darum bitten, zukünftig in den Kommentaren unqualifizierten Unfug, wie dass man erst ab einem Alter von 85+ (als ob das nicht schon schlimm genug wäre!) an Corona sterben kann, ebenfalls nicht mehr zu veröffentlichen.

      Ja, der Fußball hat eine gesellschaftliche Sonderrolle, aber bei der Zulassung von Stadionbesuchern geht es nicht um diese gesellschaftliche Sonderrolle, sondern um die wirtschaftliche Rolle von Fußballvereinen und an der kann ich nichts, aber auch gar nichts besonderes erkennen. Dabei ist es nicht nur so, dass es vermutlich Verträge gibt, die Vereine binden irgendwelche Cups auszuspielen, die in ihrer Bedeutung mit der Wahl der Champignonkönigin von Unterschnurzbach vergleichbar sind, aber ggf. zu saftigen Konventionalstrafen führen wenn man nicht antritt – sondern in unserer derzeitigen Gesellschaft scheint man alles dem Geld und denen, die es haben unterzuordnen. Das ist doch hier nicht anders. Letztendlich sind Fußballvereine auch Unternehmen mit riesigen Umsätzen und haben alleine deshalb schon enormen Einfluss auf unsere gewählten Volksvertreter – wohl nicht so viel wie z. B. die Großaktionäre von BMW, denen man auch dann noch Steuergelder hinterhertragen will, wenn sie nicht einmal in einem Krisenjahr wie diesem ihre Dividenden im Unternehmen lassen wollen. Aber dieser wirtschaftliche Einfluss der Vereine wäre alleine vermutlich schon ausreichend, um die blauäugigsten Corona-Konzepte für Stadionbesucher durchzuwinken.

      Die gesellschaftliche Sonderrolle hat der Fußball mit oder ohne Zuschauer und selbst dann, wenn er für ein halbes Jahr gar nicht stattfindet ist und bleibt er Thema Nummer 1! In diesem Sport kanalisieren wir unser unsere Emotionen, wie in sonst keinem öffentlichen, allgemein zugänglichen gesellschaftlichen Feld. Was Karl Marx vor fast 200 Jahren über die Religion gesagt hat, würde er heute sicher anders formulieren: “Fußball ist Opium für das Volk” … und der Sportteil der Bildzeitung seine Bibel, könnte man noch anfügen. Selbst in der elendesten Niederlagenserie hängt man an seinem Verein und hofft auf Besserung. Politikverdrossen ist man dagegen relativ schnell und will gar nicht mehr so genau wissen, was die Lenker und Denker in unserem Staat so alles treiben – und ich könnte mir vorstellen, dass das genau so ist wie es sein soll.

  2. Warum “im Raum steht”? Bei Rückkehr aus einem Risikogebiet ist Quarantäne doch obligatorisch und kann nur durch ein negatives Testergebnis umgangen/beendet werden.
    https://www.auswaertiges-amt.de/de/quarantaene-einreise/2371468

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sorry, war als Antwort auf “savona \ 21.09.2020 – 13:26” gedacht.

      1. Danke für die Aufklärung! Das mit den 48 Std. war neu für mich, wieder was gelernt…

  3. So, jetzt noch zum Fußballerischen: sehr schöne Detailbeschreibung der exemplarischen Szene und der taktischen Implikationen! Das Highlight natürlich der Rabonatrick von Lewandowski.

    Das Spiel vor 7 Jahren war ein emotionaler Traumstart für Guardiola. Gut erinnerlich die Lobeshymnen hernach von Sammer für Peps Motivationsansprache an die Elfmeterschützen. Ob’s diesmal auch so speziell wird? Die Corona-Problematik wirft doch einige Schatten auf das Spiel. Was nützt ein spektakuläres Match wie das von Bergamo gegen Valencia mit vielen begeisterten Zuschauern, wenn es so deprimierende Folgen zeitigt?

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. …wusste gar nicht dass beim spiel in bergamo die zuschauer 85+ waren ;)

      inzidenzwert… schoenes/schreckliches wort, dass bedeutet dass auf 100 000 ein mehr oder minderer promillewert mit dem zweifelhaften test teile eines genooms positif nachgewiesen gekriegt hat. von diesen personen sind z Z nur im tiefen % bereich personen mit symptomen. .. und dann sprechen wir ueber eine open air veranstaltung. es ist schon eigenartig wie hier ein sehr populaires event genutzt wird um Angst viral gehen zu lassen

      1. Hierzu dieser gründlich recherchierte Artikel aus der NZZ vom 20. Juni, also mit hinreichendem zeitlichen Abstand zu den ersten dramatischen, aber auch spekulativen Meldungen:

        https://www.nzz.ch/gesellschaft/wieso-italien-dem-virus-erlag-ld.1562191

      2. Bei mir geht deswegen keine Angst viral. Interessanterweise reden am Lautesten die von Panikmache vor dem Virus, die gleichzeitig u.a. die Angst vor einer Zwangsimpfung und der Implantierung von Chips schüren. Finde den Fehler, wer da tatsächlich die Angst der Menschen für seine Zwecke benutzt. Der Test ist im Übrigen nicht zweifelhaft.

        Was Du offenbar nicht verstehst ist, dass der (tatsächlich sehr niedrige) Wert durchaus einen Sinn hat: wenn man nämlich erst wartet, bis ein Wert erreicht wird, den auch Du dann (vielleicht) als angemessen empfinden würdest, ist es bereits zu spät und man hätte die Kontrolle verloren. Warnende Beispiele dafür gab es ja in den letzten sechs Monaten mehr als genug weltweit.

        In Ungarn beginnen die täglichen Neuinfektionen seit Wochen allmählich aus dem Ruder zu laufen. Ob da jetzt die Ausrichtung des Supercups vor Zuschauern sinnvoll ist, darf durchaus hinterfragt werden, wenn man bedenkt, dass man seit 1. September eigentlich als Ausländer nicht mehr einreisen darf.

        https://www.sportschau.de/fussball/international/fussball-uefa-super-cup-bayern-muenchen-fc-sevilla-eintrittskarten-tickets-grenzschliessung-ungarn-100.html

      3. offizielle ziffern fuer ungarn: in 4 monaten 130 tote…. die anderen “faelle” sind halt schon immun.. und in der selben zeit 50 mal so viel tote von krankenhaus bakterie in ungarn
        https://www.worldometers.info/coronavirus/country/hungary/

      4. Dir ist aber schon klar, dass die Sterbefälle ca drei bis vier Wochen noch dem Anstieg der Infizierten Zahlen ansteigen – und der Anstieg bei den Toten dort gerade signifkant ist? Das zeigen die von Dir zitierten Graphen.
        Ob das mit den Krankenhaus Bakterien stimmt, sei mal dahin gestellt. Aber selbst wenn – um im Krankenhaus zu sterben, muss es ja erst mal einen Grund geben dort hinzukommen…

    2. Ja, stimmt.
      Dass dieses Spiel gewonnen wurde, und auf welche Art und Weise! Also, wenn man es genau betrachtet, hat Guardiola mit dem FC Bayern zwei internationale Titel gewonnen (ich weiß, viele Fans legen auf den Club-WM Titel keinen großen Wort – ich schon).

      Ich glaube, dass das Spiel am Donnerstag eher nicht so spannend wird. 3:1 Bayern, eher 4:0.

  4. Der absolute Zustand der deutschen Sportpresse:

    https://www.wz.de/meinung/wo-lewandowski-anstand-und-respekt-gefehlt-hat_aid-53457521

    Ich hoffe doch sehr, man gibt diesem Käseblatt keine Interviews oder ähnliches mehr.

    Antwortsymbol17 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Leuschen lächerlich! Wieder so ein Reporter, der nie Fussball gespielt hat.

      Klar, Kewa hatte vor dieser Szene 3 Minuten meditiert und dann bewusst eine unmenschliche Entscheidung getroffen… Satire Ende. :-)

      Übrigens noch so ein Schwachsinns-Spruch, der mich immer nervt: “Den wollte er genau dahin haben”. Jeder, der mal Fussball gespielt hat, weiss, dass das bei Schüssen aus +25m nicht realistisch ist.

    2. So gesehen wäre Ricardo Quaresma, Mitglied der portugiesischen Europameistermannschaft (wurde im Finale für den verletzten Cristiano Ronaldo eingewechselt) der unfairste Spieler ever, wie untenstehendes Wikipedia-Zitat zeigt. Davon habe ich allerdings noch nie gehört. Vermutlich eine Bildungslücke. ;-))

      “Außerdem ist er bekannt für seine Rabona,[20] bei der er mit gekreuzten Beinen schießt oder flankt.”

    3. Wo bitte ist das Problem?
      Der Artikel ist ein Meinungsstück und dafür sehr sachlich und abgesehen vom Kernpunkt auch sehr wohlwollend. Die Kritik an dem Kunstschuss ist durchaus angebracht.
      Und um sich über Anstand und Sportlichkeit Gedanken zu machen muss man zudem kein Profifußballer sein.

      1. Als Meinungsstück kann man es gelten lassen, das sehe ich auch so.

        Die Meinung, RL habe es an Anstand fehlen lassen, kommt mir stark übertrieben vor. Wie schon gesagt: wenn man diese Sichtweise teilt, müsste man Ricardo Quaresma komplett aus dem Verkehr ziehen. Noch nie aber habe ich an seiner Gewohnheit, den Rabona zu zeigen, irgendwelche Kritik gehört. Es nun am Spielstand festzumachen, ist dann doch etwas sehr spitzfindig. War Schürrles Treffer zum 7:0 gegen Brasilien per Volley auch so etwas Fieses? War doch nun wirklich nicht nötig, oder?

      2. Sag mal, was bist denn Du für einer?
        Bei Deinen Kommentaren muss ich mich manchmal fragen, ob Du nicht eine kaputte KI bist.

      3. Geballter Mumpitz! Andere machen sowas seit Jahren und werden dafür gefeiert! Aber ausgerechnet eine Zeitung aus dem Pott regt sich auf!
        Wenn morgen ein Sancho oder besser noch einer der Spieler des hochgelobten Wundertrainers Klopp genau das gleiche tut, wird sich genau das gleiche Blatt nicht mehr einkriegen vor Lobpreisungen!

      4. @savona
        Du schreibst ja selbst, dass es bei Quaresma zum Standard-Repertoire gehört hat, es bei ihm sozusagen eine normale Schusstechnik war. Das gilt doch aber bei Lewandowski nicht; er hat es ausnahmsweise gemacht und es war der Spielsituation und dem Spielstand geschuldet, in diesem Sinne ein Statement, das der Meinung des Autors entsprechend überflüssig war.

        Ich persönlich habe kein Problem damit, weder mit der Flanke noch mit dem Kommentar, habe mich aber während des Spiels auch gewundert, dass sich Lewandowski dazu hinreißen ließ, da er ja ansonsten ein sehr rationaler, um Effizienz und Sachlichkeit bemühter Typ ist.

        @jjs
        Kaputt ja, Ki nein.

      5. @ Bendix Grünlich:
        “Kaputt ja, Ki nein.” Über Selbstironie verfügst Du jedenfalls.

        Wenn Du Dich im anderen Thread über hier aus Deiner Sicht grassierendes Philistertum beklagst, erstaunt mich die strenge Moralität, mit der Du an diese eine Spielszene herangeht. Wobei die Betonung auf “Spiel” liegt. Warum schauen wir uns den ganzen Kram denn überhaupt an? Nur wegen Sieg oder Niederlage? Doch wohl kaum. Sondern weil auf diesem Niveau auch die Chance besteht, ästhetisch Anspruchsvolles geboten zu bekommen, bei dem eine scheinbare spielerische Leichtigkeit situativ vergessen lässt, wie schwierig es in Wirklichkeit ist: sei es ein Spielzug wie derjenige, der zum Siegtreffer gegen PSG führte – oder eben das Kunststück eines Spielers, der zum Glück doch kein auf Effizienz gedrillter Roboter ist.

      6. @savona

        Der Ausgangspunkt war doch die sehr herbe Kritik an dem Kommentar der Zeitung.
        Ich selbst kritisiere die Aktion nicht, habe mich nur ein wenig darüber gewundert. Dass Lewandowski sich ausnahmsweise bei solch einem Spielstand daran erinnert, dass er “zum Glück doch kein auf Effizienz gedrillter Roboter ist” spricht aber eher dafür, dass die Szene weniger Ausdruck einer allgemeinen Spielfreude war, sondern vielleicht doch eher Zeichen der Dominanz in einem sanktionsfreien Raum gegenüber einem längst am Boden liegenden Gegner.

        Ich persönlich brauche diese Machtdemonstrationen grundsätzlich nicht; Ergebnisse wie 8:2 oder 7:1 sind einfach nicht notwendig. Man kann auch überlegen und dominant sein, ohne dass man den Gegner sozusagen vernichtet.

        PS. Ich sehe mein Statement nicht im Widerspruch zu meiner Kritik am Philistertum. Ich finde die Aktion Lewandowskis okay, aber eben auch den kritischen Kommentar. Und alles was dazwischen liegt. Das Ganze ist die Wahrheit. Das hat nichts mit strenger Moralität zu tun, sondern eher mit Hegelschem Laisser-faire ohne Dialektik.

      7. “Ich persönlich brauche diese Machtdemonstrationen grundsätzlich nicht; Ergebnisse wie 8:2 oder 7:1 sind einfach nicht notwendig. Man kann auch überlegen und dominant sein, ohne dass man den Gegner sozusagen vernichtet.”

        Das ist ein interessanter Punkt. In diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass weder Brasilianer noch Barça-Spieler oder -Offizielle sich darüber beschwert haben, gedemütigt worden zu sein. Flick war 2014 bekanntlich stark involviert in das Commitment, in der zweiten Halbzeit sachlich und erfolgsorientiert weiterzuspielen und genau dadurch eine Demütigung des Gegners zu vermeiden.

        Das Gegenbeispiel ist das 74er WM-Finale, in dem die Niederländer in der 1. Minute in Führung gingen und dann, wie sie später zugaben, die Deutschen durch end- und ziel2lose Ballpassagen demütigen wollten. Das erzeugte beim Gegner eine Wut, die er in die richtigen Bahnen, nämlich ein mutiges Offensivspiel lenkte und infolgedessen das Spiel schon vor der Pause drehte, und zwar endgültig. Für die bis dahin im Turnier bessere Elftal unter Cruyff eine tragische, weil selbstverschuldete Wendung.

        Zwei Jahre vor dem Brasilien-Spiel hatte das DFB-Team übrigens eine mit großer Eleganz erzielte 4:0-Führung gegen Schweden noch verspielt und konnte nach dem 4:4 zufrieden sein, dass das Spiel zu Ende war. Zu viel Rücksicht kann also gefährlich werden. Jetzt gegen Barça hätte Flick, um ein so hohes Ergebnis zu verhindern, Coutinho gar nicht mehr in der Schlussphase bringen dürfen oder ihm einschärfen müssen, das Tor von Ter Stegen bittschön in Ruhe zu lassen.

      8. @Bendix:
        Ich würde gerne zwei Punkte anmerken:
        1. Zu einer Machtdemonsttration gehören immer 2 Teams. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte sogar, dass so krasse Ergebnisse wie ein 2:8, 0:8 oder 1:7 nur dann zustande kommen, wenn bei der unterlegenen Mannschaft überhaupt nichts stimmt und zwar nicht nur in diesem einen Spiel, sondern insgesamt, weil eben weitreichendere Probleme vorliegen. Bei Barca war zu dem Zeitpunkt die ganze Saison bereits verkorkst. Man hatte die Meisterschaft vergeigt und nach dem 2:5 war klar, dass auch die CL vorbei war. Bei Schalke herrscht seit über einem halben Jahr Krisenstimmung und auch bei Brasilien kamen 2014 neben externen Faktoren (immenser Druck von Außen auf die Mannschaft) bestimmt auch noch interne Unstimmigkeiten dazu. Nimm mal unser letztes Debakel, das 1:5 in Frankfurt, als Beispiel. Hier zeigte sich noch einmal deutlich, dass die Mannschaft mit Kovac fertig war und einfach nicht mehr mit ihm weitermachen wollte. Dann brechen in so einem Fall einfach die Dämme und insgeheim sind manche Spieler der unterlegenen Mannschaft wahrscheinlich sogar froh darüber, weil es dann endlich nichts mehr zu kaschieren gibt. Wäre bei Schalke die Moral intakt, so wie Stambouli das implizierte, dann hätte man spätestens nach dem 0:4 umgestellt und das Spiel versucht, mit Würde über die Bühne zu bringen. Statt dessen lud man Bayern weiterhin ein, Tore zu schießen, indem man offen wie ein Scheunentor stand. Das bringt mich zu Punkt 2:
        2. Bei der überlegenen Mannschaft kommt kindliche Freude durch. Gerade Topteams haben oft das Problem, dass sie sich gegen dicht gestaffelte Abwehrreihen quälen müssen. Das gehört zu ihrem Aufgabengebiet und das haben sie auch verinnerlicht. Dennoch macht es sicherlich auch einem Weltklassespieler mehr Spaß, wenn er Platz bekommt und die Gegner nicht bei jeder Situation wie Kletten an einem heften. So etwas kommt ohnehin nicht selten vor. Normalerweise mauern die Bayerngegner sogar beim Stand von 0:2 noch. Möglicherweise riskieren sie dann etwas mehr, machen aber spätestens beim 0:3 den Laden dicht, um nicht komplett unter die Räder zu geraten. Hat man dann doch einmal die Gelegenheit, einen Gegner zu bekommen, der einem diese Räume bietet, dann denkt sich der eine oder andere Profi wohl zurecht, dass man das doch auch mal ausnutzen kann, um auch mal das zu tun, was eigentlich jeder Offensivspieler am liebsten macht, nämlich ohne Druck des Gegners nach vorne zu zaubern.
        Als Bayernspieler klopft man quasi in fast jedem Spiel Steine. Wenn dann mal genug Steine da wären, um ein Kunstwerk zu errichten, dann soll man schon wieder daran denken, dass dieses Kunstwerk ja jemanden beleidigen könnte?
        Entspricht nicht meiner Meinung. Eine Niederlage kann man manchmal nicht verhindern. Ein Debakel sollte man mit der nötigen Einstellung jederzeit verhindern können und wer das nicht tut, der sollte auch auf kein Mitleid hoffen.

      9. @Bendix
        “Wo bitte ist das Problem?
        Der Artikel ist ein Meinungsstück”
        Die Meinung eines Menschen/Journalisten, ist so ziemlich das einzige, was ein Problem sein kann und als solches thematisiert werden sollte. Was denn sonst? Seine Hautfarbe? Ob jemand Thomas Mann gelesen hat? Ich finde du solltest dir ein Beispiel am sympathischen, eloquenten, weltoffenen Alex nehmen und dich in einmal in moralischer Demut probieren

      10. “Die Kritik an dem Kunstschuss ist durchaus angebracht.”

        Nein, ist sie nicht. Und zwar aus zwei Gründen:
        1) Wenn du dir die Szene nochmal anschaust, wirst du feststellen, dass Lewandowski eigentlich nur den Ball abschirmen wollte, als er in der Drehung Müller sieht (oder hört) und, weil er bereits auf dem linken Bein steht, überhaupt nur mit dem Rabona den Ball schnell genug flanken kann
        2) Es wäre mir nicht geläufig, dass es unsportlich sein soll, alle seine technischen Fähigkeiten und Tricks zur Erzeugung von Torchancen einzusetzen; geschweige denn, sich bei Stand von 5:0 überhaupt noch zu erdreisten, weitere Tore schießen zu wollen.

        Unsportlich wäre allenfalls, wenn ich z.B. allein aufs Tor zulaufe, das Tor aber nicht gleich mache, sondern noch auf einen Gegner warte, dem ich dann einen Beinschuss verpasse …

      11. Ich sehe es genauso wie GS: Es war in dem Moment der beste/schnellste Weg, die fast schon “tote” Chance wiederaufleben zu lassen. Selbst der Artikelschreiberling gibt es ja zu, dass er damit 2 Gegenspieler düpiert hat. Und selbst wenn ein Show-Anteil darin war: 1. Der kann in seinem Job, für den er exorbitant bezahlt wird, außergewöhnliche Dinge und soll die bei der Ausübung seines Jobs nicht zeigen, weil das demütigend sein könnte??? WFT. Ich finde gerade WEIL die Bayern so ultraseriös jeden Gegner 90 Minuten lang “bespielen”, nie nachlassen, kann man doch mal so einen Raboner, wenn er denn hilft!!, einbauen. Wenn die jetzt schenkelklopfend auf dem Boden gelegen hätten danach oder nur Beinschüsse probiert hätten, den Ball ständig hochgehalten hätten, dann fände ich den Vorwurf gerechtfertigt. So überhaupt nicht. Und die letzten Sätze des Artikels sind hanebüchen. Witzigerweise erinnert es etwas an die Diskussion, die wir hier zu Thiagos (kunstvoll, leichtem) Stil und der (fehlenden) Wertschätzung des gemeinen Fußballfans in Deutschland hatten.

    4. presse ist vor allem meinungsmache…und das ist im weitesten sinn auch propaganda. gefaehrlich wird es… wenn dabei die wahrheit (sehr oft subjektief) auch noch verbogen oder verdreht wird. im artikel steht “den Gegner lächerlich zu machen, hat mit Fußball nicht s zu tun. Mangelnde Sensibilität? Arroganz? Siegeswillen? Unstillbarer Torhunger? Egal.” und das ist sicher nicht im spiel bewusst duch robert beschlossen. leider sind leser zZ sehr daran gewoehnt, dass die sogenannten fakten fuer die verbreitung der (propaganda)-thesen nicht stimmen.

      1. “subjektief”, sehr schön

      2. niederländisch

  5. Ich bin sicher keiner, der Angst vor Corona hat. Aber wer jetzt noch nach Budapest fahren will, sollte sich schon ernsthaft hinterfragen:

    https://www.sueddeutsche.de/sport/fc-bayern-supercup-budapest-fans-soeder-1.5039749

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    1. …habe oben schon geschrieben laut der offiziellen zahlen sind in Ungarn in den letzten 4 monaten 130 leute mit corona gestorben. Neu infektionen fuehren seit juni nur noch in den seltesten faellen zu symptomen und noch seltener zu krankheit und noch seltener (0,00013% ; Ungarn hat 9,8 mio einwohner) zum tod (mit corona bei meistens 2 vorerkrankungen) . Somit ist corona in Ungarn so gut wie keine todesursache und auch nachgewiesen sind die meisten Ungarn schon immun (siehe fallzahlen in relation zu todesursache oder symptomen)

      1. Und ich habe Dir oben geantwortet, dass die Sterbefälle seit einer Woche wieder ansteigen, was leider die logische Konsequenz aus dem rasanten Anstieg der Neuinfektionen seit Ende August ist. Verstehe nicht wie man selbst auf Statistiken verweist, die man offenbar nicht gelesen hat.

    2. Diese Partie in dieser Form vor Zuschauern in einem Land mit stark steigenden Fallzahlen anzusetzen, halte ich für falsch.
      Budapest wurde ausdrücklich zum Risikogebiet erklärt. Die meisten Nicht-Ungarn dürfen seit dem 1.9.20 nicht mehr Einreisen. Sportveranstaltungen haben hier eine Ausnahmeregelung erhalten.
      Das könnte eine Chance für die Bundesliga sein: Fans stürmen nach dem Spiel aufs Feld: “Hugs for free!”

      (Einzig die Süddeutsche halte ich leider in keiner Lebenslage den FC Bayern betreffend mehr für zitierfähig.)

  6. Ich meinte mit meinem Kommentar »Bendix Grünlich«.

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    1. Danke für die Klarstellung. ;-)

  7. Ohne Thiagointelligenz haben wir nur noch eine 120 prozentige Siegchance! Das Ende ist nah!

  8. Ehrlich gesagt ist mir der Titel egal. Wir haben so einen krassen Lauf hinter uns das ich es richtig finde jetzt die neue Generation aufzubauen. Daher kann lewandoski gerne geschont werden. Hoffenheim ist da wichtiger und auch das Duell gegen den bvb.

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    1. Das Duell gegen den BVB!
      Der Deutsche Meister gegen den Deutschen Pokalsieger – sollte der deutsche Meister auch den Pokal gewonnen haben, DANN spielt der Doublegewinner gegen den Vizemeister. Welchen Sinn soll das denn haben.
      Mit welcher Berechtigung heißt das denn dann Supercup?
      Und wie wichtig das von der Gegenseite eingeschätzt wird sieht man in diesem Jahr.
      Da wegen Corona das Spiel ja auch in der Planung ohne Zuschauer gespielt wird, verzichtet der BVB plötzlich zum ersten Mal auf sein Heimrecht.

  9. Schöne Vorschau, an sich freue ich mich auf das Spiel, Sevilla spielt doch seit Jahren einen hochinteressanten und sehenswerten Fußball. Nach dem Spiel gegen Schalke und der damit einhergehende Enttäuschung über die Bundesliga (#overreaction) hoffe ich auch auf eine größere Herausforderung.
    Leider ist das alles etwas dicht gedrängt, was die ganzen Spiele angeht. Ob man diesen “Pokal” wirklich austragen muss, wo die Spieler jetzt praktisch 3 Monate im 4 Tagestakt spielen, weiß ich nicht.

  10. Das Spiel wird immer mehr zum Politikum.
    Der Vorturner des ungarischen Verbands hat sich vehement eingesetzt und seinen Einfluß als Mitglied des entsprechenden UEFA-Kommitees geltend gemacht. Und nun ist ihm die eigene Regierung dazwischen gegrätscht.
    Die UEFA hatte zudem das Spiel als Startsignal für den “Fußball mit Zuschauern” propagiert.
    Die Zahlen: 20.000 Zuschauer, aber nur jeweils 3.000 Tickets für die beiden Vereine. Woher die anderen 14.000 kommen sollen, weiß nur die UEFA.
    Sevilla hat bereits vor Wochen 2.500 Karten seines Kontingents zurück gegeben.
    Beim FCB soll es wohl ursprünglich genug Interessenten gegeben haben. Nach Ungarns Grenzschkließung sind wohl schon die ersten 1.000 von ihrem Interesse zurückgetreten. Nach einer möglichen Verschärfung der Quaratänebedingungen UND dem Angebot der kostenlosen Stornierung haben wohl bis jetzt bereits weitere 800 ihre Karten stornieren lassen.
    Das vom FCB gemachte Angebot, sich in der ARENA kostenlos testen zu lassen, wurde ebenfalls kaum genutzt.

    Und es ist ja auch erst Dienstagvormittag!

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    1. Ergänzung: wie egal der UEFA das Kapitel Corona offensichtlich ist, sieht man doch an der CL-Qualifikation.
      In Israel ist der 2. Lockdown ausgerufen! Das hindert aber doch die Uefa nicht daran, dasQualifikationsspiel bei Maccabi TelAviv durchführen zu lassen – Hauptsache die TV-Gelder fließen in die UEFA-Kasse.

  11. Bin nachwievor der Meinung, dass es die beiden Supercups nicht braucht:

    https://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bayern-muenchen/kolumne-meine-bayern-belastung-gefahr-supercup-73023594.sport.html

    》》Womit wir bei den Gefahren sind, die demnächst auf euch lauern. Vor allem von den zwei unsinnigsten Pötten in Deutschland und Europa. Am Donnerstag dieser völlig wertlose Supercup in Budapest. Welche Aussagekraft hat bitte ein Spiel gegen den FC Sevilla, der die Europa-League gewonnen hat? Laut Franz Beckenbauer den Pokal der Verlierer. Der FC Bayern ist und bleibt der König von Europa.《《

    》》Noch absurder ist am 30. September der deutsche Supercup gegen Borussia Dortmund. Der BVB hat nichts gewonnen, nicht mal einen DFB-Pokal. Was also ist, wenn die Bayern verlieren? Unwichtiger als wenn in Peking ein Fahrrad umfällt. Man bleibt dennoch Triple-Sieger.《《

    Exakt meine Meinung!

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    1. Nun ja, CL-Sieger gegen EL Sieger kann man ja noch nachvollziehen, weil die beiden Mannschaften eigentlich vorher nicht….. obwohl, wenn der Gruppendritte der CL später die EL gewinnt und dann gegen den ehemaligen Gruppenersten spielt, ist schon grenzwertig.
      Aber wenn der Meister gleichzeitig der Pokalsieger ist, macht das Spiel eigentlich überhaupt keinen Sinn.

    2. Noch eine Ergänzung zur Absurdität des nationalen Supercups: die Mannschaft, die weder Meister noch Pokalsieger wurde, bekommt automatisch Heimrecht und somit einen enormen Vorteil zugesprochen. Da muss man erst mal darauf kommen. Andere Ligen gehen für dieses Spiel ins Ausland und schlagen somit wenigstens noch was für die Auslandsvermarktung raus. Wenn man das schon nicht will, könnte man wenigstens in Gegenden gehen, in denen die Zuschauer keinen Erstligafussball sehen können und dort spielen.

      1. Ja, die Wahl des Spielortes hat sich mir noch nie erschlossen.

      2. Und dieses Jahr ohne Zuschauer ist es denen plötzlich völlig wurscht und sie verzichten einfach mal so auf ihr Heimrecht?
        Da sieht man mal, was der Cup wert ist – nix.
        Und ohne die Einnahmen der Wellblecharena ist es plötzlich vöölig egal.
        By the Way – in Coronazeiten ist auswärts billiger als die eigenen Betriebskosten.

  12. Martinez wohl auch weg. Fehlte beim Paulaner-Shooting.

    Bleiben noch 11 Profis für Mittelfeld und Angriff…Und das schließt schon Jungs wie Fein, Cuisance und Zirkzee mit ein.

    Zum Vergleich:
    BVB hat 18! RedBull 17! Gladbach 18!

    Könnte noch “lustig” werden, wenn die ersten 3 bis 4 Verletzungen passieren.

    Ich weiß, dass wir den dünnen Kader gefühlt jede Saison kritisieren und dann ging es NATIONAL doch immer gut. Aber im diese abstrengende Saison mit dem kleinsten Kader aller Zeiten zu gehen, ist ne krasse Hypothek :(

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    1. Das mit Dest scheint bald durch zu sein. Dann haben wir 8 Spieler für die Abwehr (Pavard, Dest, Süle, Boateng, Alaba, Hernandez, Davies und Nianzou), hier sollte also qualitativ und quantitativ alles passen. Im Mittelfeld wäre ein weiterer gestandener Spieler unbedingt nötig, vor allem wenn Martinez geht. Mit Kimmich, Goretzka und Tolisso für die beiden defensiveren Posten ist das zu sehr auf Kante genäht. Fein ist wohl noch nicht so weit und Cuisance würde ich eher auf der Müllerposition sehen. Mit einem weiteren Spieler fürs zentrale Mittelfeld wäre man also ganz gut aufgestellt. Optional kann man natürlich im Fall der Fälle auch auf Alaba im Mittelfeld setzen, wenn dort Ausfälle zu beklagen sein sollten. Im zentralen Mittelfeld müsste sich aber auch noch möglicherweise eine Leihe ergeben können, z.B. mit einem Spieler aus Liverpool. Dort könnte der Thiago-Transfer vielleicht noch bei dem einen oder anderen ein Umdenken bewirken. Ich bringe auch mal den Namen Khedira ins Spiel, der angeblich bei PSG in der Verlosung sein soll.
      Bleibt noch die Offensive. Auch hier wäre es nicht verkehrt, noch einen vierten namhaften Spieler für die Außenbahn zu kriegen. Vielleicht wird Perisic ja doch noch einmal eine Option, vielleicht für eine erneute Leihe? Ansonsten erscheint mir ein teurer Kauf eines Spielers aufgrund der finanziellen Lage und der Tatsache, dass wir schon drei Spieler von Topformat haben, unwahrscheinlich. Dann wohl eher auf die Jugend, in diesem Fall Musiala setzen und im Zweifelsfall Davies oder Dest nach vorne ziehen. Einen erfahrenen Backup für Lewandowski werden wir wohl auch dieses Jahr nicht holen. Mit Zirkzee, der für die meisten Spiele in der Liga ohnehin schon passt, Gnabry und Müller als Ersatz sollte das auch dieses Jahr wieder bei kürzeren Ausfällen von Lewandowski aufzufangen sein. Eine langfristige Verletzung wäre natürlich ein Desaster.
      Summa summarum bin ich ganz optimistisch, dass wir bis zum Transferschluss einen Kader mit 19-20 Feldspielern haben werden, von denen man alle guten Gewissens in der Bundesliga spielen lassen kann und von denen der Großteil sogar CL-Niveau hat.
      Leihgeschäfte werden halt für gewöhnlich erst in den letzten 2 Wochen so richtig anlaufen und da könnte ich mir schon vorstellen, dass es auch noch 1 oder 2 Leute nach München verschlägt.

      1. Fürs Mittelfeld hätte ich noch eine Idee: Rudy für ein Jahr aus Schalke zurückholen und dafür Fein dorthin verleihen. Rudy kennt den Verein und hat in seiner Saison bei Bayern bewiesen, dass er auf dem geforderten Niveau mithalten kann. Er ist kein Unterschiedspieler, aber umringt von Topspielern würde er seine Leistung schon bringen. Bevor er als rechter Verteidiger bei Schalke versauert und somit auch chancenlos in Bezug auf einen Platz im EM-Kader sein dürfte, könnte ihn ein Jahr in München schon nochmal reizen. Für ihn hätte sich die Situation seit seinem Wechsel enorm verbessert, da einige Brocken, die 2017/18 zwischen ihm und mehr Einsatzzeiten standen, mittlwerweile weg sind. Von allen Mittelfeldspielern, die wir in den letzten Jahren hatten, käme er in seiner Spielweise Thiago übrigens am nächsten (auch wenn ihm zu Thiago natürlich einiges abgeht). Wenn wir sein Gehalt übernehmen würden und dazu noch Fein als Zugabe anbieten, könnten die chronisch klammen Schalker auch ins Grübeln kommen. Insgesamt wäre es eine finanziell vertretbare und sportlich wenig riskante Lösung. Dass Flick aus deutschen Nationalspielern das beste rausholen kann, zeigte er ja schon mehrmals.

      2. Als ein großer Freund des Spielers: Rudy? Nein, nein, nein!
        Rudy wäre tatsächlich gut aufgehoben in Pep’s Ball-Ballet, aber was hat er in Hansi’s Pressingmaschine zu suchen?

        Was ich mir vorstellen könnte, dass man sich tatsächlich am Ende der Transferperiode mit Inter und Perisic noch irgendwie einigen könnte. Wer weiß? Wäre für mich eine außerordentlich gute Nummer Vier auf dem Flügel!

        Die Gesamtsituation? Nach Martinez absehbaren Abgang hätten wir tatsächlich noch 14 (VIEHRZEHN!) Feldspieler mit nennenswerter Erstligaerfahrung im Kader.

        Danach folgt die zweite Garde mit Nianzou, Fein, Cuisance und Zirkzee. Kann ja jeder nachvollziehen wie viel Erstligaeinsätze die in Summe haben. Wer mag kann noch errechnen wie viele Startelfeinsätze bzw. Einsätze über 90 Minuten, die kollektiv auf die Waage bringen.

        Heißt für mich um einen Kader zu stellen, der auch nur ansatzweise den Anforderungen dieser Spielzeit gerecht wird, benötigen wir noch Minimum 2,3 Neuverpflichtungen (meinetwegen auch Leihen), auf einer relativ hohen Ebene.

  13. Erstmal danke an Kurt, dafür dass er diesen grandiosen Artikel aus der Westdeutschen Zeitung von dem weltbekannten Moralphilosophen Lothar Leuschen hier verlinkt hat. So z. B. schreibt Leuschen: “Bei aller Freude am Spektakel, den Gegner lächerlich zu machen, hat mit Fußball nichts zu tun. Mangelnde Sensibilität? Arroganz? Siegeswillen? Unstillbarer Torhunger? Egal.” Richtig aber leider macht Leuschn das nur an einer einzigen Szene fest, dem Rabona-Trick von Lewnadowski, der bei Weitem nicht die einzige Schmähung der unsportlich arroganten Bayern war. Beispiele gefällig? Gerne!

    – Das 8 : 0 erzielt der erst 17-jährige Musiala und wird auch gleich noch jüngster Bayern Torschütze der Geschichte. Unverschämtheit!
    – Das 7 : 0 und das 2 : 0 werden von ehemaligen Schalkern erzielt. Offensichtlich wurde Goretzka zum wiederholten Male mit vorgehaltener Waffe gezwungen schon wieder ein Tor gegen sein geliebtes Schalke zu schießen – Sane sicherlich auch. Unerträglich!
    – Das 6 : 0 wurde ja bereits vom Autor angesprochen, aber nicht nur Lewandowski hat sich hier vergriffen. Der deutschlandweit (zu Recht!) verhasste Thomas Müller hat sich absichtlich seinen 200 Treffer für die Bayern genau für diese Partie gegen Schalke aufgehoben – und dass noch mit links von der Strafraumgrenze! Hätte Müller auch nur einen Funken Anstand, so hätte er diesen Treffer sicher bereits im Champions League Finale gegen PSG geschossen. Unglaublich!
    – Wo wir schon bei Lewandowski sind: Sein Tor zum 3 : 0 hätte er ja auch ganz normal aus dem Spiel heraus schießen können, aber nein, der feine Herr Lewandowski wartet bis er gefoult wird damit er seinen unwürdigen Hüpfeltanz (den er im übrigen nicht selbst erfunden hat, sonder ihn nur von der nord-west Südafrikanischen Tüpfeltanzhyäne abgekupfert hat!) vortragen kann. Wer so seine Elfmeter schießen will, der möge zum Ballett gehen – für den Fußballsport ist so etwas unwürdig!
    – Dann noch 3 Tore von Gnabry. Ich will mich hier kurz fassen, weil man gar nicht weiß, welches dieser Tore nun die größte Schmähung für Schalke darstellt. Das erste, welches das frühste Tor in einem Eröffnungsspiel war. Das zweite, das er so locker im Dauerlauf erzielt oder das dritte Tor zu seinem ersten Hattrick in der Liga (den er ähnlich wie Müller für Schalke aufgehoben hat). Und dann sein Jubel nach dem dritten Tor, bei dem Gnabry nicht einmal mehr vor schierer Begeisterung in ekstatische Rührbewegungen ausbricht, sondern das Rühren nur noch andeutet: Unerrührt … äh … unerhört natürlich!

    Hiermit ist klar erwiesen, dass der 8: 0 Erfolg der Bayern über Schalke vollumfänglich aus UNSPORTLICHSTEM Verhalten der Bayern resultiert und entsprechend vom DFB aberkannt und als gerechtes 0 : 0 gewertet werden muss!

    Dazu wurde beantragt, dass Schalke in diese Saison nicht mehr antreten muss – ob man nur mit diesem einen (gerecht verdienten) Punkt absteigt oder mit drei oder gar fünf am Ende der Saison, ist irrelevant wenn man dagegen betrachtet wie viele S 04-Anhänger sich aus schierer Verzweiflung von der Brücke stürzen würden. Das ist Autofahrern in NRW bei der ohnehin schon prekären Verkehrslage nicht zumutbar. Ebenso würde David Wagner ein weiteres Jahr and dringend benötigter Vorbereitungszeit für den Ligastart in der 2. BL bekommen. Und wenn er dann wieder 8 : 0 verliert könnte man auf Schalke vielleicht einmal über einen Strukturwandel incl. Trainerwechsel nachdenken, oder zumindest darüber wie man anderen Vereinen verbieten kann, Tore gegen Schalke zu schießen – insbesondere schöne ;)

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    1. Sehr schön geschrieben, besten Dank dafür ;-)

    2. Es nervt einfach nur noch was für ein Blödsinn was woher auch immer gesogen wird um unsere Leistungen herunter zu spielen.

      Ein anderes Beispiel ist wie in den Augen der deutschen Medien und Betonkopfexperten Thiago nach 1 Tag beim Wundertrainer Klopp die Wandlung zum Weltklassespieler vollzogen hat nachdem er jahrelang bei uns als unvollendet galt der in den wichtigen Spielen nicht zu sehen war.

      Absoluter Wahnsinn

    3. Hau mich weg! Super!

    4. Habe viel Spaß gehabt! Danke ;)

  14. Sevillas IV ist eine große Schwachstelle.
    Wenn man sich das Finale gegen Inter nochmal ansieht dann sieht man das einerseits Lukaku zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht hat aber Inter auch zuwenig die Schwächen ausgenutzt hat. Carlos war ja mal eine Zeit lang bei vielen top Clubs im Gespräch ( typische Monchi Strategie einen Spieler teuer zu verkaufen) aber der ist ja noch langsamer als Thiago Silva und vor allem ein desaströses Stellungsspiel. Warum ManCity an einem Kounde interessiert sein soll und 50 Mio bieten soll weiß auch kein Mensch. Der beste Verteidiger Regulion hat den Club verlassen.
    Das ZM hat natürlich mit Rakitic für Banega eine qualitative Verbesserung aber ist mMn immer noch viel zu langsam und schwach deren Verteidigung so zu unterstützen das sie unserem Pressing und Passspiel etwas entgegen setzen könnten.
    Und vorne DeJong? Dankbar für Süle Boa Alaba Lucas oder wer auch immer IV spielt.

    Wenn wir weiterhin konsequent so auftreten wie beschrieben, permanent „kommen und gehen“ (man könnte auch sagen ein perfektes Spiel ohne Ball durch hohe und kluge Laufbereitschaft dem Ballführenden entgegen kommen um sich anzubieten bzw. alternativ in den Raum zu starten …), dann hat dieses Sevilla nullkommanull Chance.

    Das wird eine klare Angelegenheit.

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    1. Fragt sich nur, wie diese Mannschaft die Euroleague gewinnen und in der Liga 4. werden konnte.

  15. Klasse, da startet man gleich amüsiert in den Tag :)

  16. Laut Sportbild mach sich Flick für eine Rückkehr von Mario Götze stark.
    Die Idee hat schon einen gewissen Charme: keine Ablöse, Einjahresvertrag mit Option, damit wenig Risiko für den Verein und wenn jemand Götze wieder in die Spur bringen kann, dann Hansi Flick!

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    1. Fast zu romantisch, um wahr zu sein. In einem anderen Thread wurde das Pro und Contra ja schon ausgiebig diskutiert. Die Gefahr (für ihn), weiterhin ausgiebig die Bank drücken zu müssen, lässt sich bei allem Charme, den seine Rückkehr auch hätte, nicht so ganz von der Hand weisen.

    2. Ich kann – insofern die Berichte stimmen – aber auch Kalle und Brazzo verstehen, mit ihren Bedenken. Ob Götze als Rotationsspieler ins Gehaltsgefüge passen würde, wäre auch die nächste Frage. Aber nehmen wir an, Flick will ihn wirklich. Und ich würde ständig öffentlich verlautbaren, wie zufrieden ich mit meinem Trainer bin und dass er langfristig bleiben soll. Weiterhin konnte ich seiner Forderung nach einem breiteren Kader bisher kein bisschen entsprechen – im Gegenteil hat mein Trainer aktuell sogar noch weniger Spieler zur Verfügung. Auch seinen Wunsch, dass Thiago doch bitte bleiben möge, konnte ich nicht erfüllen – und mit seinem Abwehrchef, den er unbedingt behalten möchte, liege ich öffentlich im Clinch. Da würde zumindest ICH Götze zumindest mal ein Angebot machen. Und wenn’s nur für den Hausfrieden ist. Die einzige Alternative wäre, eine überzeugende andere Option in der Hinterhand zu haben.

      1. Bin absolut pro Götze.

        Der müsste bei JEDER Station Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Ich sehe nicht, wie er da bei uns das Gefüge sprengen würde. Ehrlich, ich glaube der könnte bei uns nochmal richtig einschlagen. Dortmund hat den Jungen versaut. Flick hat das Zauberhändchen!

        Und ja, wie savona meint, sehr romantisch, aber man, es wird uns “Kunden” ;) ja immer genau das vorgeworfen. Ich bin gerne Fußballromantiker.

      2. Götze könnte der aktuelle CL-Gewinn psychologisch zugute kommen. Denn dadurch rückt der WM-Titel – der nunmehr auch schon sechs Jahre zurückliegt – mit seinem Siegtor als bis vor kurzem letztes großes Highlight der hiesigen Fußball-Landschaft doch noch einmal deutlich mehr in den Hintergrund. Und damit auch die Diskrepanz zwischen seinem damaligen Status und dem heutigen.

      3. Unverantwortlich ist es eher, in Foren Gerüchte über angebliche psychische Krankheiten zu posten.
        Bayern München hat im übrigen eine vorbildliche medizinische Abteilung und die würde ohnehin vor einer Anstellung Einblick in seine Krankenakte fordern und natürlich auch bekommen.
        Es besteht daher kein Anlass, Mario durch Gerüchte zu stigmatisieren.

      4. @Martin:
        Nur weil jemand vielleicht an Depressionen leidet, ist er für mich nicht stigmatisiert.
        Schade, dass du es so siehst, aber da halte ich dein Weltbild eher für unverantwortlich.

      5. Ich finde auch, dass man sich da einfach mal nach den Wünschen des Trainers richten sollte. Anderen wurden auch ihre Wunschtransfers gewährt, meist zu deutlich höheren Beträgen, und ohne dass diese schon so geliefert hätten wie Flick. Ich verstehe die Bedenken, dass er für seine Leistungen der letzten Jahre wohl zuviel verdient, zuviel Aufmerksamkeit auf sich zieht, und auch nicht die Positionen abdecken könnte, auf denen wir den grössten Bedarf haben.

        Aber es wäre ein absolutes Unding, Flick nach seinen grandiosen Erfolgen letztes Jahr ohne zumindest quantitative Verstärkungen in eine toughe zweite Saison zu schicken. Ich erinnere mich da an das zweite Jahr unter van Gaal, in dem die Aufbruchsstimmung aus seiner Debütsaison rasch verflog und man sich mehr schlecht als recht durch eine Verletzungskrise gewurschtelt hat, mit bekanntem Ausgang. Damals war zwar der Trainer selbst eine treibende Kraft gegen weitere Transfers, aber man sollte als Verein aus der Erfahrung gelernt haben und jetzt einfach Flick die Mittel zur Verfügung stellen, die er sich wünscht. Zumal es eher bescheidene Forderungen sind.

      6. Als Ergänzungsspieler könnte ich mir das mit Götze irgendwie vorstellen. So ähnlich wie das Coutinho am Ende im CL-Tunier gespielt hat: als Einwechselspieler Bälle halten und verteilen, wenn das Spiel beruhigt werden soll. Bei Möglichkeiten dann gerne auch den Torabschluss suchen.

        Als Anwärter auf einen Stammplatz sehe ich ihn aber nicht, auch nicht mittelfristig. Wäre daher die Frage, ob er den “Edeljoker” geben möchte, auch aufgrund seiner speziellen Beibachtung durch die Medien. Finanziell dürfte er mittlerweile wohl auch nicht mehr die höchsten Ansprüche stellen.

        Stellt sich halt die Frage, ob er unbedingt noch einmal irgendwo Leistungsträger werden möchte, oder auch in der zweiten Reihe glücklich werden kann.

      7. „ Ich wäre sehr vorsichtig.
        Gerüchteweise war seine Schilddrüsenerkrankung nur die offizielle Version und in Wirklichkeit hat Götze mit Depressionen zu kämpfen gehabt.
        Sollte das stimmen, würde ich ihn nicht verpflichten“

        Liebes msr-Team: ihr solltet solche Kommentare, die Spekulationen über den psychischen Gesundheitszustandes eines Menschen anstellen, so nicht stehen lassen, sondern löschen. Es ist ein absolutes Unding, was sich Tobi13 hier rausnimmt.
        Ich hoffe auf eine rasche Reaktion eurerseits.

        Wir können gerne über Pro- und Contra einer Götze-Verpflichtung sprechen, aber zu fabulieren, dass seine kommunizierte Erkrankung nur vorgeschoben sei um eine Depression zu vertuschen, grenzt schon an juristischen Grenzen

    3. Wenn wir schon über die Rückholung von Ex-Spielern reden, würde ich es eher bei Thiago versuchen.
      Der war zuletzt gar nicht mal so teuer.

      1. Das wäre natürlich noch romantischer; allerdings nicht zugleich auch realistischer.

      2. Tobi13: Es gehört sich nicht über Krankheiten zu mutmaßen. Wenn es offiziell heißt „Schilddrüsenerkrankung“, dann hat es das für uns gefälligst zu sein. Über Depressionen zu munkeln, das ist ganz einfach … unanständig.

      3. @Fred63:
        Für unsere Entscheidungsträger hat es das nicht “gefälligst zu sein”. Die müssen schon wissen, auf was sie sich einlassen, um den nächsten “Fall Deisler” zu vermeiden.

        Ohne selbst betroffen zu sein, haben Depressionen mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ich finde die Behandlung des Themas daher nicht unanständig.

      4. @Tobi13, es funktioniert doch schon tadellos.

        An anderer Stelle ist im Gegensatz zu hier schon nicht mehr von Gerüchten die Rede.
        Da wird es als Tatsache hingestellt.
        Da stellt schon der erste User fest, dass “diese Stoffwechselerkrankung ja nur vorgeschoben IST und Götze ja in Wirklichkeit an einer Depression leidet, was aber vertuscht wird:”

        Da reden wir dann nicht mehr von Gerücht, sondern auch von einer klaren negativen Wertung.
        da wird von vertuschen und Deprssion als Tatsache ausgegangen.
        So schnell geht das.

      5. @Anton:
        Das hab ich ja nun nicht getan.
        Götze selbst hat es auch thematisiert und gesagt, dass es “auf einer anderen Ebene nicht rund läuft” (Anmerkung: Also nicht auf der körperlichen Ebene).
        Warum man das Thema jetzt totschweigen sollte, erschließt sich mir nicht.

        Und der Verweis auf unsere grandiose medizinische Abteilung greift da auch viel zu kurz.
        Die haben 3 Jahre lang nicht mitbekommen, dass bei Götze was nicht in Ordnung ist.

      6. Das gängige Muster, wie man problemlos und nachher mit Blick auf die Urheberschaft kaum noch nachvollziehbar ein Gerücht in die Welt setzt, ist die harmlose Frage: “Was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass …?”

      7. Na bravo, wo habe ich von der medizinischen Abteilung gesprochen?
        Habe ich von hier oder von anderer Stelle gesprochen.
        Also wo habe ich dich gemeint?

        Und ich konnte ja nicht wissen, dass du offensichtlich mit Götze gesprochen hast, der dir offenbar exclusiv erläutert hat, was mit anderer Ebene” gemeint ist.

        Aber was solls, es ist eben wie immer.

      8. @Anton:
        Du hast nicht von der medizinischen Abteilung gesprochen, aber hier im Thread wurde davon gesprochen.
        Und exklusiv hat Götze mir auch nichts erläutert.
        Wie kommst du zu der Aussage?

  17. Mario Götze hatte seine beste Zeit unter Klopp.
    Er ist einer dieser sensiblen Spieler, die einen Trainer brauchen, der auf sie eingeht und ihnen sein Vertrauen gibt.
    Guardiola und Favre können das nicht.
    Klopp und Flick könnes das.

    1. Hatte Barca zuletzt nicht auch Probleme, 25 Millionen für Depay aufzutreiben? Daher würde ich hier erst einmal noch gelassen abwarten.

      1. IMO nicht mehr nachdem die Semedo für 40 Mio. an Wolverhampton verkloppt haben. Ach ja, 10 Mio. mehr für einen Verteidiger, den Davis mal richtig naß gemacht hat als wir für Thiago auch von einem Engländer bekommen haben. Verkaufen können wir echt nicht. – Und ja, keine Steine in den Weg legen, verdienter Spieler etc. ist mir alles bekannt. Aber wenn man sieht was Liverpool doch noch an Kohle raushaut, dann hätte man da ruhig noch ein wenig mehr aufrufen dürfen.

  18. Götze? Das ist doch ein Schönwetterfußballer, der alles mit spielerischer Leichtigkeit lösen will. Vielleicht interessant für Taktik-Nerds, die seinen Magneten über die Taktik-Tafel schieben um über seine Position zwischen verkappter zehn und falscher neun zu philosophieren.
    Von sowas verstehen doch die gemeinen Fußballfans nichts, die wollen Kämpfer, die blutend über den Platz pflügen, 90 Minuten von Strafraum zu Strafraum spurten und erst aufgeben, wenn der Mannschaftsbus aus dem Stadion fährt.
    Daniel Baier wäre doch auf dem Markt.

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    1. Ich wünschte dein Sarkasmus würde funktionieren – letztendlich beschreibst du aber eher recht präzise die Erwartungshaltung einer immer noch breiten Fanszene. Außer dem Teil über Baier :-) Wobei das auch nicht so ganz hinhaut, weil der ein erstaunlich feiner Fußballer ist

      1. Mein Sarkasmus funktioniert schon, nur nicht bei den Ewiggestrigen, die sich nicht von ihnen Vorurteilen über das gemeine deutsche Fußballvolk lösen können.

  19. @Tobi13
    DU hast ihn stigmatisiert in dem DU Bayern abrätst ihn zu verpflichten aufgrund von Gerüchten über eine Depression.
    Ist das: “Sollte das stimmen, würde ich ihn nicht verpflichten” nicht von Dir?
    Überprüfe mal DEIN Weltbild, sorry!

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    1. Korrekt lesen bitte.
      Ich rate davon ab ihn zu verpflichten, sollten die Gerüchte stimmen.
      Fetter Unterschied.

      1. Sollten die Gerüchte über……………………………………..stimmen, dann kann er natürlich nicht Bundestrainer werden :-)

  20. “Die haben 3 Jahre lang nicht mitbekommen, dass bei Götze was nicht in Ordnung ist.”
    Ach Tobi, jetzt sind es also schon “Tatsachen” bei dir….

  21. Ah, Tobi13 lässt bei seinen wilden Spekulationen nicht locker. Msr sollte spätestens hier einschreiten

  22. @Wohlfarth:
    Wie du wünscht.
    Als Schlusswort lasse ich dann einfach mal Götze und Flick zu Wort kommen.

    Götze: „Wenn man eine Verletzung hat, ist es einfach: Der Knochen oder das Band heilt wieder, dann ist es gut. Aber zu verstehen, dass es auf einer anderen Ebene nicht rund läuft, das zu begreifen und zu verarbeiten, war die größte Herausforderung. Im Nachhinein ist es verständlich, dass der Körper gesagt hat: Bis hierher, aber nicht weiter.“
    (Bitte jetzt keine Spekulationen, welche andere Ebene gemeint sein könnte. Das ist offensichtlich ein Tabu.)

    Flick: “Aktuell ist er für uns kein Thema.”

    Und damit ist jede Auseinandersetzung mit der Personalie eh überflüssig.

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    1. Ich bin kein Arzt, aber mental nicht für Profifußball geeignet zu sein und Depressionen sind, glaube ich, verschiedene Dinge.
      Ist auch egal, Götze hatte und hat es einfach nicht drauf, sein im Überfluss vorhandenes Talent dauerhaft auf den Platz zu bringen.
      Schade, kommt aber vor.

      1. Der Knochen oder das Band heilt. Klar da hat man Schienen, Verbände und und und … und das kann man vor allem sehen, spätestens im MRT.
        Aber mach mal eine Stoffwechselkrakheit sichtbar! Da hilft eben kein MRT. Da fühlt man sich eben schlecht, da stimmt die Leistung nicht, aber man kann es eben nicht sichtbar machen. Und genau das ist das Problem. Da hilft eben kein Medizincheck – außer dass man beim Belastungstest feststellt, dass da einer schlapp ist. Aber warum?
        Trainingsrückstand nach Verletzung, Übergewicht, falsche Ernährung, usw. – oder eine Stoffwechselstörung.
        Sehen kann man es nicht und die Untersuchungen funktionieren nur nach dem Ausschließungssystem – und das dauert. Nimmt man nur mal die Besonderen Stoffwechselstörungen – “Wie häufig treten seltene Stoffwechselerkrankungen auf? Schätzungen zufolge gibt es rund 6.000 bis 8.000 seltene Erkrankungen. Mehr als 400 davon gehören zu den angeborenen Stoffwechselerkrankungen!”
        https://www.netdoktor.at/krankheit/seltene-stoffwechselerkrankungen-6929724

        Nur mal so als Beispiel, wie einfach das festzustellen und zu therapieren ist.

    1. Mario Götze zurück holen? Wieso das denn? Einen Spieler, der sich bei uns nicht durchsetzen konnte, der nach seiner Rückkehr nach Dortmund auch nix mehr gerissen hat, weswegen man sich von ihm getrennt hat? Wie soll der uns weiterhelfen?

      Sorry. Aber DAS hätte was von einfallslosem Nottransfer weil wir sonst keinen vernünftigen Spieler bekommen. Absolut logisch und sinnvoll dass unsere Führung den Transfer ablehnt. Wir sind auch kein Verein zum Spieler aufpäppeln.

      1. @ Stiftl: Nichts gegen Deine Meinung, aber wieso plazierst Du sie an eine Stelle, wo sie, wie ich finde, überhaupt nicht hingehört?

      2. Mein Fehler. Sollte eigentlich ein eigenständiger Kommentar sein und ist dann versehentlich an diese Stelle gerutscht. Korrigieren geht ja leider nicht :-(

      3. Hab den Artikel gar nicht erst gelesen.

        Wie hast du ausnahmsweise mal schön gesagt:
        “Flick: “Aktuell ist er für uns kein Thema.”
        Und damit ist jede Auseinandersetzung mit der Personalie eh überflüssig.

        Also halte ich mich erstens daran und zweitens verschwende ich meine Zeit nicht mit Diskussionen mit dir, da kann ich ja gleich mit einer Taube Schach spielen :-)

      4. Ach Tobi, du bist so schön berechenbar

      5. @Wohlfarth:
        Du nicht.
        Von dir als dummer Mensch bezeichnet zu werden, hat mich tatsächlich überrascht.
        Gar nicht dein Stil.

      6. Ich bin nur verantwortlich für das was ich geschrieben habe, nicht für das was du hineininterpretierst :-)
        Ich würde dich nie als dummen Menschen bezeichnen.

      7. @Wohlfarth:
        Ach so. Na dann hast du dich wohl nicht auf den Spruch mit der Schachspielenden Taube bezogen.
        Mein Fehler. Nichts für ungut. ;)

      8. Ist das jetzt endlich dein Schlußsatz?

      9. ” Wir langweilen uns. [Er hebt seine Hand] Nein, widersprich mir nicht, wir langweilen uns zu Tode, das ist unbestreitbar.”
        Beckett, Warten auf Godot

    2. Okay, das klingt nach einer depressiven Verstimmung. Eine Depression ist eine schwere Krankheit, die hätte er keinesfalls auf diese Weise überwinden können.

      In diesem Zusammenhang sei an das erinnert, was Teresa Enke anlässlich des 10jährigen Todestages ihres Mannes Robert unter anderem betont hat: Keinesfalls sei seine Depression als Reaktion auf Stress und Enttäuschungen im Job des Profifußballers zu verstehen. Diese Erkrankung entziehe sich derartigen – für den wohlwollenden Laien naheliegenden – Erklärungsmustern.

    3. Dein Schlusswort hat ja nicht lange gehalten :-))))))
      Aber ich hab nichts anderes erwartet ;-)

    4. Nochmal zur Klarstellung: depressive Verstimmungen haben viele Menschen gelegentlich, die dessen ungeachtet voll leistungsfähig sind bzw. es schnell wieder werden können, z.B. mal eben den Siegtreffer gegen Argentinien erzielen.

      Liegt eine Depression vor, geht gar nichts mehr. Das sollten wir unbedingt auseinanderhalten und uns mit irgendwelchen Ferndiagnosen tunlichst zurückhalten.

  23. Das sollte morgen eine klare Angelegenheit werden.

  24. Also von einer Götze-Verpflichtung halte ich nicht viel. Bei uns war er zwar nicht so schlecht wie es im Nachhinein gemacht wird. Aber er hat es in Dortmund nie geschafft auch nur annähernd Leistung zu bringen, insbesondere die letzten zwei Jahre wo er ja eigentlich wieder verletzungsfrei/fit war. Kann sein dass er wieder besser wird, allerdings ist mir die Hoffnung darauf zu wenig. Hoffen kann man bei jungen Spielern, bei älteren ist mir das zu wenig.

    Ich fände ja Luka Modric cool, so a la Alonso-Gedächtnis-Transfer als eine 1-2 Jahre Überbrückung. Würd positionell auch genau den Bedarf decken. Den ziehts aber wohl leider nach Italien.

  25. Also nach dem Spiel kann Alaba froh sein, wenn Bayern das Angebot noch aufrecht erhält. Der finanzielle Abstand zwischen Neuer und Alaba scheint sich dadurch zu ergeben, dass der eine Tore verhindert und der andere welche verschuldet. Sorry, das musste raus weil mich die Kader-Kiste langsam echt kirre macht.

    Und jetzt auch noch Verlängerung. Na herzlichen Dank!

  26. Und niemand gönne ichs mehr als diesem ganz feinen Kerl Javi…..

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    1. Absolut. Noch besser, wenn es Ende der zweiten Halbzeit der Verlängerung gewesen wäre. Jetzt nochmal 15.

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