Vorschau: SC Freiburg – FC Bayern München

Justin Trenner 17.12.2019

“Ich bin sehr enttäuscht”, sagte Christian Streich am Samstag nach der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC. Nach einem furiosen Start in die Saison mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, gelang es dem SC Freiburg nicht, diese Leistungen konstant zu bestätigen. In den letzten sieben Pflichtspielen kamen die Breisgauer nur auf zwei Siege (jeweils 1:0 gegen Frankfurt und Wolfsburg).

Und doch überwiegt selbstverständlich ein positives Fazit. “Andere Mannschaften schaffen es auch nicht, gegen solche tief stehenden Mannschaften Chancen zu kreieren”, wird Streich im Kicker zitiert. “Wir manchmal halt auch nicht, deshalb sind wir Freiburg und nicht Barcelona.”

Deshalb sprach auch der Kapitän Christian Günter vom nächsten Entwicklungsschritt, den die Mannschaft gehen müsse, wenn es um zielstrebigen Ballbesitz im Angriffsdrittel geht. In Freiburg ist man durchaus selbstkritisch. Allerdings überwiegt das Bewusstsein darüber, dass der sechste Tabellenplatz eine schöne Momentaufnahme ist.

SC Freiburg: Stärken und Schwächen

Die muss gegen den FC Bayern aber nicht zwingend vorbei sein. Streichs Bilanz gegen die Münchner ist vorzeigbar. Insbesondere daheim gelangen den Freiburgern mit ihm als Trainer einige Achtungserfolge. Siebenmal war der Rekordmeister zu Gast, nur dreimal ging er als Sieger vom Platz. Am deutlichsten in der Saison 2017/18 (0:4). In den Jahren 2017 (1:2) und 2012 (0:2) war es schon enger.

Ebenfalls 2012 (0:0), 2013 und im März dieses Jahres (jeweils 1:1) teilten sich die Mannschaften die Punkte. Der bisher einzige Sieg im Duell gelang Streich im Jahr 2015, als die Bayern bereits als Meister feststanden. Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Überraschung wäre es nicht, sollte der Sport-Club dem amtierenden Meister erneut in einem Heimspiel Punkte abnehmen.

Das liegt auch daran, dass die Freiburger sich in der Außenseiterrolle wohler fühlen. 2.2 gegen Borussia Dortmund, ein 2:1-Erfolg gegen RaBa Leipzig, 1:1 bei Bayer 04 Leverkusen – die Bilanz gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte ließe sich bis auf eine 4:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach so fortführen. Auf der anderen Seite stehen Niederlagen gegen Köln, Union (in Liga und Pokal) und Hertha – alles Mannschaften, die in der unteren Tabellenhälfte zu finden sind.

Schwächen im Angriffsdrittel

Der Grund lässt sich schnell finden: Mit nur 17,5 Expected Goals steht der SC gemeinsam mit Mainz auf Platz 13 der Liga. Gerade in den letzten Wochen erspielten sich die Freiburger zu wenig klare Chancen. 0,96 xG pro Spiel ist der magere Durchschnittswert der vergangenen fünf Partien.

Auch 12,7 Abschlüsse pro Spiel bedeuten in der Bundesliga nur Platz 11, zumal nur 3,9 davon ihren Weg auf das Tor finden (Platz 15). Wie schwer sich die Freiburger im Angriffsdrittel tun, zeigt darüber hinaus eine weitere Statistik: Nur 26 % der eigenen Spielanteile finden im letzten Drittel statt. Ligaweit ist das der drittschwächste Wert (gemeinsam mit Düsseldorf und Augsburg). Zum Vergleich: Bayern kommt auf 33 %.

In vielen Statistiken ist der SC eben doch eine Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld. Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass der gute Tabellenplatz ein Ausrutscher sein muss. Mit 24 Toren stehen die Freiburger immerhin auf Platz 6. Das ist hinsichtlich der Expected Goals zwar eine starke Überperformance, jedoch auch ein Zeichen von großer Effizienz vor dem Tor.

Stärken in der Defensivarbeit

Wirklich zufrieden ist Streich im Moment mit der Arbeit gegen den Ball. Freiburgs große Stärke liegt hier vor allem in der Intensität. Die Mannschaft läuft nicht nur viel (16,28 Kilometer pro Spiel; Platz 9), sie läuft auch klug. Die hohe Kompaktheit ist ein Grund dafür, dass Freiburg erst 18 Gegentore kassiert hat – drei weniger als die Bayern. Erst recht auf ihrem Heimplatz, der sehr eng geschnitten ist, schaffen sie es auch bei Seitenverlagerungen des Gegners schnell zu verschieben.

Mit 24,4 Expected Goals Against stehen sie zwar ebenfalls im unteren Drittel der Tabelle, doch die Gesamtzahl täuscht hier ein wenig über die Realität hinweg. Allein Leverkusen (3,7), Gladbach (4,5) und Leipzig (2,1) machen bereits 10,3 erwartete Gegentore aus. In den restlichen Partien kommen die Freiburger auf einen starken Wert von durchschnittlich 1,18 Expected Goals Against pro Spiel.

Umso mehr lohnt es sich aber aus Sicht der Bayern, die drei Spiele zu analysieren, in denen Freiburg deutlich über dem Durchschnitt der restlichen Saison lag. Hier zeigen sich Muster, die für das eigene Gastspiel im Breisgau interessant sein könnten.

Darauf sollte sich Bayern einstellen

In allen drei Spielen agierten die Freiburger überwiegend mit einer Dreierkette. Ohnehin ist das das bevorzugte System von Christian Streich. Innerhalb eines Spiels zeigt sich der SC aber sehr flexibel. So entstehen auch mal Phasen, in denen Freiburg ins 4-4-2 wechselt, um den Gegner anders anzulaufen.

Selbst in den drei genannten Spielen gab es Phasen, in denen die Streich-Elf extrem sauber und druckvoll ohne Ball agierte. Aber auch in Ballbesitz hat sie ihre Stärken, wenngleich die letzte Idee im Angriffsdrittel mitunter noch fehlt. So sind die Freiburger gut darin, den Gegner zunächst anzulocken und dann zu überspielen – notfalls auch durch einen langen Pass und schnellem Nachrücken mit Druck auf den zweiten Ball.

Gerade gegen die Bayern dürfte das eines der bevorzugten Mittel sein. Auf den Außenbahnen haben die Münchner in der Positionierung ihrer Restverteidigung noch Probleme. Es wäre daher nur logisch, wenn Freiburg versucht, die Außenverteidiger der Bayern ins Pressing zu zwingen, um dann über einen langen Ball oder einen im Halbraum positionierten dritten Spieler nach vorn zu kommen. Bayerns Aufgabe ist es deshalb, entweder sofort hohen Druck auf den Passgeber herzustellen oder im Mittelfeld so zu verschieben, dass sowohl die langen Schläge als auch die diagonalen Kurzpässe nicht erfolgreich sind.

Von Gladbach lernen

Haben die Bayern selbst den Ball, sind vor allem die Flügelräume der Freiburger ein möglicher Schwachpunkt. Allerdings nicht, indem der Ball quer auf den Außenverteidiger und anschließend vertikal auf den Flügelstürmer gespielt wird.

Freiburgs Außenverteidiger öffnen hin und wieder Räume, die die Bayern unter bestimmten Umständen bespielen können.

Vielmehr wird es darum gehen, das Pressing des jeweiligen Flügelverteidigers zu provozieren und seine Mitspieler in Entscheidungsnot zu bringen. In der Grafik binden vier Bayern-Spieler die Defensive, während zwei Mittelfeldspieler sich so in den Zwischenräumen positionieren, dass die umliegenden Gegenspieler Entscheidungen treffen müssen. Entweder öffnen sie den diagonalen Weg ins Zentrum für die Bayern oder sie lassen den Flügelverteidiger ins Eins-gegen-eins laufen.

Mit entsprechender Unterstützung kann es den Bayern gelingen, sich diagonal durch die Schnittstellen der Freiburger zu kombinieren. Gerade Gladbach zeigte beim 4:2-Erfolg über den Sport-Club mehrfach, wie es geht.

Eine Szene aus der 30. Spielminute. #BMGSCF

In der hier rekonstruierten Szene aus der 30. Spielminute der Partie kombiniert sich Gladbach hinter die Freiburger Kette. Durch die Überladung auf der rechten Seite sieht sich die Defensive der Freiburger dazu gezwungen, Druck auszuüben.

Da die Gladbacher aber gut positioniert sind, gelingt der vertikale Initialpass zum Außenstürmer, der direkt zwischen die Linien klatschen lässt. Dort wartet der eingerückte Stürmer, der den sofort in die Tiefe startenden Mitspieler erneut bedient. Mit viel Tempo und wenigen Kontakten kam Gladbach zu einer Großchance.

Freiburg ist nicht Barcelona, aber unangenehm

Die Bayern sind zu solchen Angriffen ebenfalls in der Lage, stehen im Zentrum in der Regel aber höher als Gladbach in dieser Szene. Flick muss im Vergleich zur ersten Halbzeit gegen Bremen deshalb zusehen, dass einerseits in der Offensive genug Spieler positioniert sind, um Freiburg in solche Situationen zu zwingen.

Andererseits wird es darauf ankommen, mögliche Ballverluste gut abzusichern. Flick selbst äußerte sich dazu auf der Pressekonferenz wie folgt: “In die Verteidigung ist jeder involviert. Wenn man so viel Ballbesitz hat, geht es darum, dass die Restverteidigung gut positioniert ist.” Es käme darauf an, schneller umzuschalten und die Gegner besser zu markieren, um direkten Zugriff zu haben.

Freiburg ist eine Mannschaft die aufgrund ihrer Flexibilität und Spielfreude jede Sekunde für sich nutzen kann. Umso wichtiger wird es für den FC Bayern sein, sie nicht allzu lange Fußball spielen zu lassen. Je länger der SC hinterherläuft, umso häufiger lässt er sich aus seinen Positionen ziehen. Freiburg ist eben nicht Barcelona. Aber sie sind ein Team, das an sehr guten Tagen Mannschaften wie die Bayern ärgern kann. Nur wird es auch darauf ankommen, wie sehr die das letztendlich zulassen.

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Spieltagssieger

Mit 22 Punkten ist Robert Spieltagssieger. Hier die Top 5:

  1. Jona_Brauni – 196 Punkte (1 Spieltagssieg)
  2. Dominik – 194 Punkte (0,33 Spieltagssiege)
  3. Beltiboy – 193 Punkte (0 Spieltagssiege)
  4. Isarläufer – 191 Punkte (0 Spieltagssiege)
  5. dain und Edlan – 190 Punkte (0 Spieltagssiege)

Lahmsteiger: Platz 46 – 171 Punkte (0 Spieltagssiege)

So läuft es gegen Freiburg …

Bayern wird vor allem in der ersten Halbzeit stark ins Schwitzen kommen. Freiburg macht das Spiel auf dem engen Platz noch enger und Bayern findet zunächst nur wenige Lösungen. In dieser Phase gelingt Freiburg auch die Führung. Dass die Bayern am Ende mit 1:2 gewinnen, liegt auch an einem überragenden Serge Gnabry und steigender Müdigkeit bei den Freiburgern. In Freiburg darf man sich auch mal schwer tun. Drei Punkte sollten es allein wegen der Tabellenkonstellation aber trotzdem sein.

So könnte Bayern spielen …

4-3-3: Neuer – Kimmich, Pavard, Alaba, Davies – Thiago – Coutinho, Müller – Gnabry, Lewandowski, Perišić

Es fehlen: Hernández, Süle, Arp, Cuisance, Coman, Goretzka (alle verletzt); Tolisso ist noch unsicher

So läuft der Spieltag …

Bremen 2:1 Mainz
Augsburg 2:1 Düsseldorf
Union 2:1 Hoffenheim
Dortmund 2:3 RaBa
Leverkusen 3:1 Hertha
Frankfurt 2:1 Köln
Freiburg 1:2 Bayern
Gladbach 3:1 Paderborn
Wolfsburg 1:1 Schalke



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  1. Werder geht gegen Mainz unter und sowohl Dortmund als auch Leipzig lassen Punkte liegen. 3 Punkte gegen Freiburg und wir wären wieder voll bei der Musik.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Respekt. Vor soviel Weitsicht kann ich nur niederknien;-)

  2. Nach den heutigen Ergebnissen wirds morgen ein 6 Punkte-Spiel. 3€ gehen ins Phrasenschwein. ;-)

    Im Ernst: Normalerweise sind unsere Bayern bei so einer Ausgangslage voll motiviert. Wenn das kein Sieg wird, dann wirds mit der Titelverteidigung schwer. Wäre mir persönlich zwar nach 7 Titeln nicht ganz so wichtig, aber im Interesse einer ruhigen Planung für 20/21 hoffe ich auf 3 Punkte.

  3. Da Tolisso und Goretzka ausfallen und wir mit Müller und den Zwergen auflaufen gibt es einen klaren Sieg.

  4. So richtig einfach war es in Freiburg noch nie. Da hat man sich meistens eher schwer getan.
    Ein Selbstläufer wird das sicher nicht.
    Das haben in dieser Saison schon andere zu spüreen bekommen.
    Wolfsburg, Leipzig, BVB und andere lassen grüssen.

  5. „Was wir brauchen, ist ein Trainer, der für Ballbesitzfußball auf dem Niveau eines van Gaal, Heynckes oder Pep Guardiola steht. Das ist die Philosophie von Bayern München“, sagte Rummenigge!

    Damit sind ja wohl alle Ungereimtheiten bzgl. der künftigen Ausrichtung des Clubs punkto Spielphilosophie ausgeräumt.

  6. Lineup of death + Thiago + Kimmich + Davies + Alaba

  7. Wir verlieren zu leicht die Bälle und sind schwach im Gegenpressing. So wird es schwer

  8. Perisic hat in dieser Mannschaft nichts zu suchen! Wenn Coman wieder da ist, sollte er kein Spiel mehr machen! Er Ziehtb das Niveau runter.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kimmich hat da heute auch nix zu suchen…

    2. Stimme Dir voll und ganz zu. Aber Coutinho ist auch kaum besser. Viel zu langsam, dazu immer wieder Ballverluste. Und Kimmich dürfte jetzt mal zeigen, dass er wirklich ein Leader ist. Aber bisher wirkt er eher überhastet und fahrig. Und seine rechte Seite war beim Gegentor auch schön verwaist.

  9. Wo ist bei uns der Leader?
    Blutleere Vorstellung ohne Biss
    Ich verstehe es nicht. Schaun die nicht auf die Tabelle?

  10. YEAAAAAAAAH!

  11. Mir tut Freiburg leid. Das war einfach wieder mal unwürdig, was wir heute gespielt haben. Vielleicht sollte Flick mal jemand erklären, dass er sich bewusst machen sollte, mal ein System zu finden, das über 90 Minuten funktioniert.

    Das mit Flick wird genauso enden wie bei Kovac.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bei Flick wird man sich das nicht 1,5 Jahre anschauen. Im Sommer ist ein neuer Trainer da (der leider ein Jahr zu spät kommt).

      1. Wir können uns Flick nicht bis zum Sommer leisten….

      2. Die Meinung sei Dir unbenommen. Nur warum wolltest Du dann Kovac behalten, der in dieser Saison deutlich schlechtere Werte aufzuweisen hat? Bisher habe ich Dich immer so verstanden, dass wir mehr Geduld haben sollen. Und jetzt sagst Du, dass wir uns Flick nicht leisten können. Das verstehe ich nicht. Für mich ist das ein offensichtlicher Widerspruch, den ich mir nicht erklären kann.

      3. Momentan sind wir trotz der Pleiten gegen LEV und MG wieder dran, von daher ist alles OK.
        Wenn du anderthalb Jahre Kovac Ball gespielt hast, wird dieses passive, ängstlich Verhalten immer mal wieder durchkommen. Und Freiburg hats auch gut gemacht.
        Generell stimmt mich das für den April eher optimistisch, speziell mit einem Trainingslager zwischendrin und wenn Hernandez wieder fit ist.
        Was der Mannschaft fehlt, ist ein Stratege bzw. Anführer, auf den die Mannschaft hört. Kimmich ist viel zu viel mit sich selber beschäftigt und kann auch nicht den Rythmus bestimmen. Das war heute nix.

        Bei der jetzigen Performance von LEV ist Harvertz mit Sicherheit nächstes Jahr weg. Schön wäre es, wenn wir ihn kriegen würden. Warum sich jetzt hier so viele aufregen, kann ich nicht nachvollziehen; die Mannschaft ist halt im Moment noch nicht gefestigt. Spielen wir gegen Pool so, bekommen wir 4 Stück.

      4. Ich wollte Kovac aus drei Gründen behalten: Erstens weil der Trainerwechsel nix bringt, da er das strukturelle Problem der Mannschaft nicht löst. Zweitens weil er – bei entsprechender Rückendeckung – ohne Gefahr den CL Platz gesichert hätte. Und Drittens weil zum Zeitpunkt seiner Entlassung schlicht und ergreifend keine vernünftige Alternative verfügbar war. Also hätte man das so lange durchziehen müssen, bis man diese Alternative hat. Jetzt stehen wir beschissen da. Flick ist überfordert, und wir müssen jetzt schauen, wo wir den dritten Trainer in dieser Saison herbekommen, der das dann wohl auch nur ein halbes Jahr macht.

        Aus meiner Sicht gab es nach der Entscheidung, in die zweite Saison mit Kovac zu gehen, auch nur eine richtige Konsequenz: ihm vorbehaltlos den Rücken zu stärken. Weil man sich andernfalls tatsächlich zum Saisonende hätte trennen müssen.

        Stattdessen hat man ihn demontiert und den Verein jetzt in dieses Dilemma gesteuert.

      5. Ok, das kann ich nachvollziehen. Der Kardinalfehler war aus meiner Sicht ja ohnehin, mit Kovac weiterzumachen.

        Dass wir nun aber beschissen da stehen, teile ich nur bedingt. Wir sind spielerisch und punktetechnisch auf einem besseren Weg als unter Kovac in dieser Saison. Das wird derzeit nur auf Platz 4 stehen, ist vor allem den vielen Punktverlusten gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld oder Tabellenkeller geschuldet, die wir unter Kovac eingefahren haben. Frankfurt, Hertha, Hoffenheim, Augsburg – da haben wir 2 von 12 Punkten geholt. Wären es nur 6 gewesen (was gegen diese Mannschaften eigentlich für uns kein Ding ist), dann wären wir jetzt punktgleich mit Platz 1 und 2. Insofern sehe ich noch nicht, dass wir unter Flick mehr Probleme bekommen werden. Wenn er nun die Winterpause mit der Mannschaft richtig nutzt, dann besteht Grund zur Hoffnung, dass wir in der Rückrunde defensiv noch stabiler auftreten. Aus meiner Sicht machst Du Flick für Probleme verantwortlich, die wir durch die Spiele vor seiner Zeit als Cheftrainer noch mit uns rumtragen.

      6. Ich mache Flick nicht für Probleme veranwortlich für deren Entstehung er nix kann. Aber ich halte ihn für überfordert, diese Probleme angehen und lösen zu können. Wir machen doch in jedem Spiel dieselben Fehler….

  12. Endlich wieder Bayern Dusel. Ich freu mich……..aber die Leistung war nix heute

  13. Man merkte heute richtig, wie die Mannschaft unter Druck steht und deswegen immer wieder hektisch wird. Die Tabellensituation und die ganzen Ergebnisse aus der Hinrunde hängen allen in den Kleidern. Die Spielanlage ist an sich ja ganz gut, nur wird es immer wieder zu ungenau, weil es eben diese Hektik gibt. Derzeit haben wir ganz klar ein Kopfproblem – und leider keinen Spieler, der in der Situation vorangeht oder vorangehen kann. Dazu dann diesen extremen Totalausfälle wie Perisic oder heute auch Kimmich. Brazzo sollte sich ganz dringend mal selbst hinterfragen, was er eigentlich getan hat, um diesen Kader zu verbessern (außer Davies). Coutinho und Perisic sind defintiv mal keine Hilfe. Dafür reichlich Abgänge und Verkäufe. Die meisten Abgänge der letzten zwei Jahre wurden nicht adäquat ersetzt; erst recht nicht mit Blick auf sog. Führungsspieler.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ach jetzt sind es auf einmal die Spieler und nicht der Trainer? Kopfschüttel…

      1. Und bei Dir ist auf einmal der Trainer schuld?

        Ich habe ganz klar auch die Nervosität angesprochen, die sich deutlich bemerkbar macht. Die Spieler sind doch spürbar verunsichert. Wir dominieren phasenweise den Gegner deutlich, doch dann bricht das fragile Gebilde in sich zusammen, weil man in dieser Saison schon haufenweise Gegentore kassiert hat. Das kriegst Du so schnell nicht wieder raus. Dennoch holen wir unter Flick im Schnitt mehr Punkte als unter Kovac in dieser Saison (trotz stärkerer Gegner, denn unter Flick haben wir gegen 4 aus den Top7 gespielt bei insgesamt 6 Ligaspielen). Dabei im Schnitt weniger Tore kassiert und mehr geschossen.

      2. Ach jetzt gibts bei einem 3:1-Sieg Trainerbashing? Woher der Sinneswandel? ;)

      3. Entschuldigung, Herri, aber das ist jetzt einfach Unfug. Auf einmal wird die Mannschaft hektisch, weil sie unter Druck steht? Ich denke, unter Druck funktionieren wir am Besten?

        Die Spielanlage ist für den Ar…, weil es Flick nicht mal ansatzweise gelingt, die entsprechende Balance in der Defensive herzustellen. Und DAS sorgt dann für die Hektik. Wir haben uns gegen Freiburg ja schon oft schwer getan, aber dass die uns fast eine Stunde lang herspielen, daran kann ich mich nicht erinnern.

        Ich fand das ja die ersten 20 Minuten auch beeindruckend, wie wir offensiv aufgetreten sind. Aber da war mir schon klar, dass uns das kräfteraubende Spiel hinterher zum Verhängnis werden wird.

        Wir holen trotz stärkerer Gegner mehr Punkte? Unfug. Gegen zwei der Top 6 haben wir verloren, Dortmund haben wir zum Glück erwischt, als die voll im Leistungsloch waren. Und gegen Freiburg wäre eine Niederlage verdient gewesen.

        Und zu Deiner Frage: es sind die Spieler UND der Trainer. Darauf haben Wohlfarth, ich und andere immer wieder hingewiesen. Aber für Euch war ja nur Kovac schuld und ist es jetzt immer noch …

      4. Ich verstehe nicht, warum Du den Begriff Unfug wählst. Das ärgert mich unendlich und macht eine weitere Diskussion für mich schwer möglich. Ich versuche es dennoch und wünsche mir, dass Du in Zukunft Deine Wortwahl genauer abwägst.

        Wir haben zwar gegen Leverkusen und Gladbach verloren, aber gegen Freiburg und Dortmund gewonnen. Aus meiner Sicht ist das nicht wegzuwischen, auch wenn es heute vielleicht glücklich war – so wie es gegen Gladbach und Leverkusen unglücklich war, dass wir dort mit insgesamt 0 Punkten rausgehen. Die 6 Punkte haben wir geholt. Im Schnitt schießen wir trotz schwererer Gegner mehr Tore und fangen weniger Gegentore und holen im Schnitt mehr Punkte unter Flick als unter Kovac, unter dem wir fast nur Gegner aus dem Tabellenmittelfeld oder -keller hatten. Diesen Fakt sehe ich – siehst Du ihn auch?

        Und Flick muss natürlich der Mannschaft noch (besser) beibringen, dass sie eine bessere Balance hinbekommt. Doch angesichts der Entwicklung unter ihm halte ich diese für möglich. Unter Kovac war diese für mich nicht möglich, weil für mich nicht klar war, wie seine Spielidee ist. Ich habe auch hier immer mal wieder danach gefragt, wie diese wohl sei, aber ich habe weder von Dir oder anderen eine Antwort darauf bekommen. Und da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Wenn keine Idee erkennbar ist: wie soll man diese weiterentwickeln können?

      5. Ich wähle deswegen den Begriff Unfug, weil die Aussage die armen Spieler seien jetzt plötzlich unter Druck und verunsichert, einfach selbiger ist. Die Verunsicherung kommt eher daher, weil die Flicksche Offensivstrategie zu wenig Früchte trägt, das kraftraubende Spiel sich unmöglich über 90 Minuten durchziehen lässt und wir sobald der Gegner etwas aufkommt, keine Mittel mehr finden, das zu unterbinden.

        Und wenn Du jetzt nochmal das Dortmund Spiel als Pro Flick anführst, dann hätten wir Kovac nie entlassen dürfen. Letzte Saison war Dortmund nämlich nicht so im Leistungstief als sie bei uns antraten. Und trotzdem hat die Kovac Truppe die Bienen weg gehauen und abserviert.

        Wenn Kovac gewann – und war es noch so grauselig – wurde er von Dir (zu Recht) kritisiert. Und heute führst Du die Leistung gegen Freiburg als Argument pro Flick an? Passt einfach nicht. Wir haben uns unter Kovac oft einen abgewürgt – aber so her gespielt wurden wir von einem Team wie Freiburg nie. Und das 1-5 in Frankfurt taugt nicht als Massstab – da hat die Mannschaft am Ende den Trainer abgeschossen.

      6. Ich hatte Dir eben gesagt, dass mich der Begriff Unfug verärgert. Du bekräftigst Deine Wortwahl jetzt noch einmal. Das verstehe ich nicht. Ich hatte mir gewünscht, dass Du diese Wortwahl überdenkst. Leider ist das nicht geschehen. Was soll ich daraus ablesen? Auf mich wirkt es so, als ob Du mich absichtlich verärgern willst. Das macht eine weitere Diskussion für mich unmöglich.

    2. Die Spieler sind Klasse. Der Trainer muss ihnen nur den richtigen Plan an die Hand geben :-)

      1. Stimmt. Muss er. Bin unsicher ob der Plan in Gänze der Richtige ist. Trotzdem denke ich, dass der Weg den wir seit dem Wechsel gehen insgesamt der Richtigere ist im Vergleich zum Vorgänger.

  14. Gleicht sich halt alles aus.
    Das Spiel heute musst du nicht gewinnen.
    Genauso wie du gegen LEV oder MG nicht hättest verlieren müssen.

  15. So ist es
    James 40 Mio, Couthinio 120 Mio.

  16. Das Bayerndusel,
    nix zu sehen vom dominanten Ballbesitzfußball das 918 mal beschworen wurde, auch der neue Zwergenleader ein Totalausfall. Rumpelfußball par excellance! Warum es nicht möglich ist, das System, wenn es denn eines gibt, vom sturen hohen Anlaufen bis keiner mehr kann, anzupassen erschließt sich mir nicht.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ganz bittere Aussage von Christian Streich vor dem Spiel, auf die Frage, wie man gegen die Bayern zu Chancen kommt.
      “Man muss nur das Gegenpressing überspielen, dann hat man seine Torchance.”

      Leider gelingt das viel zu oft. Der SKY-Reporter war heute auch total verwundert, was Bayern anbietet.

    2. Da hat der Hansi die alte Klopp-Taktik ausgepackt. Im ersten Drittel des Spiels zwei Drittel der Körner raushauen. Entwendet ist das Spiel dann entschieden oder es geht nach hinten los.

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