Bundesliga Saison­vorschau I: Der Kampf um die Klasse

Die beiden Aufsteiger

Die Bundesliga ist zurück! Am 24. August eröffnen der FC Bayern München und die TSG Hoffenheim die neue Saison. Wir stellen euch in einem Dreiteiler alle Mannschaften kurz vor, und klären mit 18 Experten die verschiedenen Erwartungshaltungen. Heute geht es um sechs Abtiegskandidaten.

Dicker Rauch zieht durch das Stadion. Die Stimmung ist – milde ausgedrückt – angespannt. Die Ruhe vor dem Sturm. In Hamburg machen sich einige hundert Menschen dazu bereit, komplett auszurasten. Dem gegenüber stehen tausende Anhänger des HSV, die den Abstieg ihres Dinos akzeptieren, schon nach vorne blicken.

Sie bekennen sich zu ihrem Klub, beziehen klar Position gegen die Deppen, die diese positive Grundstimmung zerstören wollen. Abstiegskampf ist mit Emotionen verbunden. Nirgends geht es in der Bundesliga so sehr um die Zukunft von Klubs, Mitarbeitern und Spielern wie im unteren Drittel der Tabelle.

In der heutigen Ausgabe beschäftigen wir uns mit zwei Aufsteigern und vier Mannschaften, die in der jüngeren Vergangenheit mehrfach um den Klassenerhalt zitterten. Wer steigt in dieser Saison ab? Wer kann sich retten?

1. FC Nürnberg

Ein langer Weg und ein besonderer Coach

„Egal, wen man trifft, die Leute freuen sich immens. Jeder bedankt sich für den Aufstieg. Daran sieht man die Bedeutung dessen, was wir in diesem Jahr geschafft haben“, sagte Trainer Michael Köllner, nachdem seine Mannschaft die Rückkehr ins Oberhaus gelang.

2014 stieg der Club mit nur 26 Punkten ab. Fünf Jahre Bundesliga waren damit beendet. Zwischenzeitlich erreichten sie dabei sogar einen sechsten Platz. Die vergangenen vier Jahre in der zweiten Liga waren durchwachsen. Auf einen neunten Platz folgte die Relegation 2016. Eintracht Frankfurt setzte sich letztlich knapp durch, und Nürnberg erreichte in der Folgesaison lediglich Platz Zwölf.

In der letzten Saison brachte der Club aber endlich Konstanz in seine Leistungen. Seit Köllner Anfang 2017 die Position auf der Bank übernahm, hat sich die Mannschaft deutlich weiterentwickelt.

Köllner ist ein besonderer Typ. Ihm geht es nicht nur um den Sport. Besuche im Kloster und Diskussionen über alltägliche Dinge zählen zu seiner Art der Mannschaftsführung dazu. Politik ist dabei ebenso Thema wie der Weltfußball. Die Süddeutsche Zeitung berichtete im März davon, dass er seinen Spielern das Mertesacker-Interview über Druck im Fußball vorlegte.

Der 48-Jährige ist ein Meister darin, eben jenen Druck für die Mannschaft soweit zu minimieren, wie es nur möglich ist. Als die Nürnberger – immer noch auf Platz Zwei stehend – vier Spiele in Folge nicht gewannen, musste Köllner sich den Fragen auf der Pressekonferenz stellen.

“Damit haben wir gerechnet”, sagte er ganz ruhig. “Jeder außer Bayern München hat Phasen, in denen er stärker oder schwächer ist.“ Es ist dieser Realismus, gepaart mit einer Ruhe, die Fans, Verein und Spielern zu jederzeit das Gefühl gab, dass es am Ende für den Aufstieg reichen würde.

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Nürnberg spielte zudem einen sehr attraktiven, offensiven Fußball. 61 Tore erzielten sie – nur Kiel (71) hatte mehr. Aber das war nicht das große Erfolgsgeheimnis. Der FCN überzeugte mit einer großartigen Balance aus Risiko und Absicherung. Klammert man Sandhausen mal aus, die nur 33 Gegentore kassierten, stellte der Club die beste Verteidigung der zweiten Liga. 39 Gegentore reichten, um in den meisten Duellen die Nase vorn zu haben.

Für die kommende Saison kann es als Aufsteiger natürlich nur das Ziel geben, diese Balance auf ein neues Niveau zu heben. Schaffen es die Nürnberger, den Druck weiterhin so klein zu halten, und spielen sie wieder so befreit auf, so ist ihnen viel zuzutrauen in einer Liga, in der Balance und Ruhe zuletzt seltene Güter waren.

Unsere Prognose: Der 1. FC Nürnberg hält die Klasse und wird am Ende 14.

Ganz Nürnberg war euphorisiert. Schafft der FCN nun auch den Klassenerhalt in der ersten Liga?
(Foto: Christof Stache / AFP / Getty Images)

Experten-Interview

Um eine noch bessere Einschätzung zu erhalten, haben wir Florian Zenger von den Clubfans United vier Fragen gestellt.

Nach dem Abstieg 2014 ist der 1. FC Nürnberg zurück im Oberhaus. Korrigiere mich gern, aber die Zielsetzung wird sicherlich erstmal der Klassenhalt sein. Wie sieht es aber mit den langfristigen Ambitionen und dem Potenzial des Vereins aus?

Fragt man Michael Köllner, dann lehnt er das Ziel Klassenerhalt ab, weil er seine Ziele nicht ex negativo formulieren möchte und sein Denken nicht auf eine spezielle Platzierung beschränken möchte. Dennoch ist klar, dass der Klassenerhalt – egal auf welche Art und Weise – natürlich das Ziel ist.

Der Club hat in den letzten vier Jahren Zweitklassigkeit viel an Boden verloren gegenüber allen anderen Bundesligisten. Das merkt man auch daran, dass die Zusammensetzung der Bundesliga mit Ausnahme von Leipzig und Düsseldorf (anstelle von Braunschweig und Hamburg) identisch zum Abstiegsjahr 2013/14 ist. Nimmt man Mitaufsteiger Düsseldorf aus, waren Freiburg, Hannover und Stuttgart in diesem Zeitraum ein Jahr, Leipzig zwei Jahre zweitklassig. Alle anderen 13 Bundesligisten waren ununterbrochen erstklassig. Den Rückstand auf diese Vereine aufzuholen, erscheint in Zeiten extremer finanzieller Disparitäten fast unmöglich. Wenn man sieht, dass das Transferbudget des FCN so hoch ist wie die Ablöse, die Freiburg für Luca Waldschmidt (50 Bundesligaspiele, 2 Tore) gezahlt hat, sieht man, wie abgehängt der Club derzeit ist.

Daher bin ich auch persönlich eher skeptisch, dass der Club sich langfristig in der Bundesliga etabliert. Potential an Fans ist sicher da, das sieht man an den Testspielauftritten, die absichtlich regional abgehalten werden oder an Aktionen wie „Der Club schwärmt aus“, wo alle Spieler und Funktionäre an einem Tag Fanclubs in ganz Bayern besuchten. Inwieweit das ausreicht, um die Defizite der vergangenen Jahre wettzumachen, ist schwer einzuschätzen. Insgesamt erscheint es so, als ob die Vereinsführung die Saison in der Bundesliga eher zur finanziellen Konsolidierung nutzt und keine großen Risiken geht, was man eben auch am Transferbudget sieht. Daher gehe ich erstmal davon aus, dass es ein eher kurzes Gastspiel in der Bundesliga sein wird. Das Dasein als Verein im unteren Drittel der Bundesliga oder oberen Drittel der Zweiten Liga scheint mir auch für die nächsten Jahre realistisch.

Wie erwartest du den FCN aus taktisch-strategischer Sicht in der 1. Liga? Worauf wird es für den Club ankommen und wo muss sich das Team noch stark verbessern?

Michael Köllner hat in der Aufstiegssaison vor allem im 4-1-4-1 spielen lassen und die Formation wird sicher auch weiter im Repertoire sein. Gleichzeitig lässt er in der Vorbereitung jetzt ein 3-4-1-2 einüben, um größere Flexibilität zu erreichen. Ich gehe davon aus, dass je nach Gegner und eigenem Plan zwischen den beiden Formationen variiert wird. Insgesamt erwarte ich beim Club eine eher aufsteigeruntypische Spielweise, die das Spielerische und die Ballzirkulation in den Vordergrund stellt. Der FCN war schon letzte Saison ein eher untypisches Zweitligateam, das sich weniger über Physis und Zweikämpfe und mehr über Ballfluss und Passspiel definierte. Das dürfte sich nicht grundlegend ändern. Gleiches gilt für die Stärke bei Standardsituationen, gerade Enrico Valentini hatte sich mit seinen Ecken und Freistößen hervorgetan.

Es wird daher für den Club vor allem drauf ankommen, wie die Schlüsselspieler des Vorjahres – also die Außenverteidiger Valentini und Leibold, Kapitän Hanno Behrens, Stürmer Mikael Ishak und Allrounder Edu Löwen – den Sprung ins nächste Level schaffen. Wenn das gelingt, dann könnte dem Club tatsächlich eine Überraschung gelingen. Andererseits ist das Risiko mit so wenig Bundesligaerfahrung in die Saison zu gehen natürlich extrem groß und dass alle den Sprung schaffen, halte ich persönlich für unwahrscheinlich. Deshalb muss auch noch an einigen Stellen nachgebessert werden. Stand heute fehlen auf den offensiven Flügeln (v.a. im 4-1-4-1) und im zentralen Mittelfeld drei Spieler mit Bundesligaerfahrung, die dem Kader zusätzlich Qualität verleihen. Im taktischen Zusammenspiel gilt es vor allem das Spiel im letzten Drittel zu verbessern und zu präzisieren, erst recht, da nun mit Kevin Möhwald ein Spieler fehlt, der doch ab und zu noch eine überraschende Idee hatte. Defensiv sah das über weite Strecken ganz ordentlich aus, aber in den Testspielen wirkte gerade die Dreierkette noch extrem anfällig und da keiner der Innenverteidiger mit Tempo gesegnet ist, könnte da auch ein Schwachpunkt liegen.

Freust du dich persönlich schon auf die Duelle mit dem FC Bayern oder sind das für dich Spiele wie jedes andere auch?

Nachdem unsere Derbyerfahrungen in der Zweiten Liga gegen Fürth eher durchwachsen waren (zwei Siege, ein Remis, fünf Niederlagen), bin ich jetzt nicht unbedingt scharf auf den Ersatz für dieses Derby in der ersten Liga. In der Regel ist ein Derby für mich eher mit mehr Anspannung verbunden, weil ich den Hype für übertrieben halte. Dennoch ist, glaube ich, für keinen Fan eines anderen Vereins ein Spiel gegen den FC Bayern ein ganz normales Spiel. Die Bayern sind in den letzten Jahren der Konkurrenz derart enteilt, haben in den vier Saisons, in denen der Club nicht erstklassig war, gerade mal 13 Spiele verloren. Man hofft natürlich immer, dass der eigene Verein derjenige sein wird, der es in dieser Saison schafft, den Bayern ein Bein zu stellen. Egal wie unrealistisch es ist. Ganz persönlich habe ich wahrscheinlich weniger Animositäten in Richtung Bayern als der durchschnittliche Clubfan, weil ich aus einer Familie voller Bayernfans komme und daher weiß, dass Bayernfans auch nur Menschen sind.

Wo landet der FCN am Ende der Saison und wird der FC Bayern wieder Meister?

Ich habe es ja schon angedeutet: für mich wäre es ein mittelgroßes Wunder, wenn der Club in dieser Saison die Klasse hält. Ich hoffe natürlich auf Platz 16 aufwärts, rechne aber mit einem Abstiegsplatz. Das heißt nicht, dass es so kommen muss. Auch Darmstadt und Ingolstadt haben ein Jahr lang die Liga gehalten. Ich halte es nur für nicht wahrscheinlich.

Bayern wird Meister. Außer Tolisso bringt keiner der WM-Fahrer ein Positiverlebnis aus Russland mit, das heißt die Motivation, etwas richtig zu stellen, wird da sein. Dazu kommt mit Kovač ein Trainer, der bewiesen hat, dass er auf nationaler Ebene gut arbeiten kann. Womöglich wird es etwas enger als in den Vorjahren, aber am Ende steht die 29. Meisterschaft.

Fortuna Düsseldorf

Ein Funkel Hoffnung?

Düsseldorf kam nach dem Abstieg 2013 kaum mehr in die Gänge. Nachdem 2014 der direkte Wiederaufstieg mit einem sechsten Platz missglückte, reichte es in den Folgejahren nur für die Platzierungen 10, 14 und 11. Ähnlich wie die Nürnberger schaffte es Fortuna in der abgelaufenen Spielzeit aber, eine gute Balance auf den Rasen zu bekommen.

57 Tore und 44 Gegentore sind für einen Meister zwar keine überragenden Werte, doch die Verteilung der Treffer machte den Unterschied. Zu Beginn der Hinrunde waren die strategische Disziplin und Ausrichtung trotzdem besser als in der Rückrunde.

Das lag nicht zuletzt an Peter Hermann, der in der laufenden Saison den Rufen des FC Bayern und Jupp Heynckes folgte. In München weiß man, welch hohe Qualität der Co-Trainer insbesondere in der alltäglichen Trainingsarbeit hat. Hermann gibt nicht auf, bis auch die letzten Laufwege im Pressing perfekt sitzen.

Diese Nuancen fehlten den Düsseldorfern. Nach 9 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage zum Saisonstart gab es in der Folge sechs Spiele ohne Sieg. Bis zum Ende der Saison gelangen nur noch 10 Siege.

Es reichte trotzdem für die Meisterschaft und den Aufstieg. Funkel und sein Trainerteam haben in der Vorbereitung eine große Aufgabe vor sich. Sie müssen die einzelnen Mannschaftsteile in der Arbeit gegen den Ball wieder stabilisieren, und das Offensivspiel variabler machen.

Funkels Bilanz in der Bundesliga macht dabei nicht allzu viel Hoffnung. 1,07 Punkte holte er in seinen bisherigen 457 Spielen als Trainer pro 90 Minuten. Siebenmal stieg er in 17 Spielzeiten ab. Diese Statistiken müssen zwar differenziert betrachtet werden. So hatte er oft genug auch einfach nicht die besten Voraussetzungen, um die Klasse zu halten. Trotzdem zeigen sie, dass seine Bundesliga-Jahre bis jetzt nicht seine erfolgreichsten waren.

Schon in dieser Saison kann er beweisen, dass er einen Abstiegskandidaten mit seinen Fähigkeiten im Oberhaus halten kann. Mit seiner Ruhe und Gelassenheit schaffte er es immerhin auch, Fortuna Düsseldorf in der zweiten Liga zu stabilisieren. Diesmal hat er zudem deutlich bessere Voraussetzungen als an vielen anderen Stationen seiner Karriere.

Mit der Euphorie der Fans im Rücken und dem Drehen der richtigen Stellschrauben ist auch in der Bundesliga eine Überraschung denkbar. Düsseldorf hat das Potenzial, sich dauerhaft in der Liga zu etablieren. Dafür muss der erste Schritt in dieser Saison gegangen werden.

Unsere Prognose: Düsseldorf wird die Klasse nicht halten und als Vorletzter absteigen. Aber es wird knapp!

Für Friedhelm Funkel und Düsseldorf wird es eine wichtige Saison. Auch für das Image des Trainers.
(Foto: Christof Koepsel / Getty Images)

Experten-Interview

Inwiefern Thomas Nowag vom SID unsere düstere Prognose für eine Ente hält, erklärt er uns im Kurzinterview.

Nach dem Aufstieg 2012 ging es im Folgejahr direkt wieder runter in die 2. Liga. Auf welche Faktoren wird es ankommen, um in dieser Saison die Klasse zu halten?

Ruhe. Gelassenheit. Handlungsstärke. In der Abstiegssaison lief es ja lange hervorragend. Ich erinnere mich, dass Spiegel online in der Rückrundenprognose schrieb, es gehe eher um den Europacup als um den Abstiegskampf. Dann fiel alles in sich zusammen, in der Mannschaft stimmte es nicht – der Verein raste sehenden Auges auf die Klippe zu und weigerte sich, Norbert Meier zu entlassen.

Wie gut ist deiner Meinung nach – gemessen an den Zielsetzungen – der Kader aufgestellt?

Der Kader spiegelt, was ein Aufsteiger sich leisten kann. Die Meistermannschaft der 2. Liga, allerdings ohne den herausragenden Florian Neuhaus, ergänzt um einige der besten Spieler der vergangenen Zweitliga-Saison und den einen oder anderen, der es bei größeren Klubs nicht geschafft hat – wie beispielsweise Diego Contento. Den kennt ihr ja. Für mich sieht das eigentlich ganz ordentlich aus, besonders mit den Zugängen Marvin Ducksch und Kevin Stöger, die aber beide noch Bundesligatauglichkeit nachweisen müssen. Mangelnde Erfahrung könnte ein Nachteil werden.

Angenommen, Fortuna hält die Klasse. Gibt es langfristig noch größere Ambitionen als sich in der Liga zu etablieren? Wie schätzt du das Potenzial des Klubs ein?

Fortuna ist einer von vielen Vereinen, der Potenzial für dauerhaftes Bundesliga-Mittelfeld hat. Die Neuerscheinungen Hoffenheim und Leipzig aber „klauen“ zwei Erstligaplätze, was es für Düsseldorf, Nürnberg und andere schwieriger macht, das neue Hannover 96 zu werden. Hamburg, Bremen und Köln haben schließlich auch zu kämpfen. Fortuna versucht es mit der Besinnung auf eine klare, traditionsbewusste, fannahe Leitlinie, die „DNA“. Dazu gehört auch eine eigene Schriftart: mit dem typisch gebogenen F aus dem Wappen.

Wo landet Fortuna am Ende der Saison und wird der FC Bayern wieder Meister?

Ich bin gnadenloser Fortuna-Pessimist aus langjähriger leidvoller Erfahrung. Dieser Verein bestraft jeden Funken Hoffnung mit einem umso härteren Tritt zwischen die Beine. Dennoch sehe ich nicht automatisch Platz 18, wie es die meisten Experten tun. Ich glaube an Platz 14 – und den Meister Bayer Leverkusen, weil ein Bayern-Tipp so langweilig ist. Wenn eines von beiden nicht eintritt, ist das vollkommen okay.

Auf der nächsten Seite geht es um den VfL Wolfsburg und Streichs Freiburg.

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Leserkommentare
  1. Martin

    Sehr schönes Format. Hat Spaß gemacht zu lesen. Teile eure Einschätzungen zu den Platzierungen soweit auch.

  2. Mehmet68

    “Wolfsburg und Freiburg, zwei Teams, die sich ähnlicher nicht sein könnten”: Das müsst Ihr mir bitte mal genauer erklären. Ein Konzernverein, der aus vielen Mitteln nichts macht und massiv “underperformt”, und ein Underdog, der trotz klammer Kassen immer am Optimum spielt – was genau ist daran ähnlich?

    Bei den Abstiegskandidaten müsste man imo unbedingt auch die Eintracht listen – das ist ein anderes Team als 2017/18.

    Ansonsten aber danke! Ich gehe davon aus, dass im Artikel “Meisterschaft” nur ein Klub beleuchtet werden wird – stimmts? :-)

    1. War ein Test, ob ihr alle mitlest. ;)

      Danke für den Hinweis. Sollte natürlich “unähnlicher” sein.

    2. Es gibt die Einteilung 6 – 6 – 6. Deshalb sind in Teil 1 auch noch nicht alle Abstiegskandidaten beleuchtet worden.

      1. Mehmet68

        Passt und danke auch!

  3. Olorin

    Tolle Idee, eine solche Vorschau zu machen, danke :) Interessante Meinungen, wobei ich den Club-Experten etwas arg pessimistisch finde…da haben in den letzten Jahren schon schlechtere Aufsteiger die Klasse gehalten.

    Seltsam finde ich die Meinung der Wolfsburg-Expertin, dass auf der Abgangsseite nichts passiert sei. Quantitativ mag das stimmen, qualitativ allerdings gibt es mit Daniel Didavi (15 Scorerpunkte) als bestem und mit Divock Origi (8 Scorerpunkte) als drittbestem Scorer zwei sehr schmerzhafte Abgänge. Beide zusammen waren für deutlich mehr als die Hälfte der kümmerlichen 36 Wolfsburger Saisontore verantwortlich, die zweitschlechteste Offensive aller Nichtabsteiger der Vorsaison wurde nochmal deutlich geschwächt. Dafür kam mit Ginzcek ein Spieler, der zwar schon oft Potential aufblitzen ließ, aber letztlich auch verletzungsbedingt mit inzwischen 27 noch nie irgendwo dauerhaft Leistungsträger war. Weghorst wird sich an das deutlich höhere Niveau der BL erstmal gewöhnen müssen. Entsprechend bin ich auch nicht der Meinung, dass dieser Kader “zu mehr bestimmt” sei. Inwiefern ist das denn besser als Hannover, Mainz und Co? Das stimmte im letzten Sommer, als noch Gomez, Didavi und Origi da waren, aber jetzt ist das wirklich in fast jeder Hinsicht ein Abstiegskader. Im Idealfall knapper Klassenerhalt. Weil tippen einfach Spaß macht rat ich auch ein wenig rum ;)

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    1. Josef

      Bei Schalke rechne ich auch mit leichten Problemen. Tedesco dürfte diese Saison etwas besser durchschaut werden, dazu die “neue” Doppelbelastung durch die Champions League. In meinen Augen ist gerade der Abgang von Kehrer ein herber Verlust (schätze ich wichtiger ein als Goretzka/Meier), gerade weil er so perfekt in die Halbverteidigerrolle gepasst hatte. Im Vergleich dazu sind Sané und Naldo eher zentral stark, ich weiß gar nicht, wen von den beiden er auf eine Halbposition stellen wird.

      Bei Hoffenheim bin ich gespannt, ob Nagelsmann in seinem 2. Europapokaljahr besser mit der Steuerung in den Englischen Wochen klarkommt. Der Kader sollte genug Möglichkeiten bieten, der erneute Einzug in die CL passt.

      Wolfsburg sehe ich etwas stärker als du. Leute wie Casteels, Brooks (wenn fit), Malli und Co. haben schon eine gute Qualität. Dazu in Udookhai, Itter und Brekalo interessante Talente und mit Arnold, Klaus, Ginczek Mehmedi, Guilavogui eine Reihe grundsolider Spieler. Da stimme ich Antonia schon zu, dass das für mehr reichen müsste als das untere Tabellendrittel. Spricht ja niemand davon, dass die ganz oben mitspielen sollten, aber das ist qualitativ doch oberhalb von bspw. einer Hertha.

      1. Ibiza

        mää, und es muß natürlcih “nicht” heissen bei der unbeachtlichen Historie…

      2. Ibiza

        eiei, und auch noch beim falschen Beitrag der meinen korrigiert, heute bin ich aber in “Höchstform”

        PS: ein Himmelreich für eine Editfunktion???

    2. Ibiza

      Frankfurt letzter, geil! Da würde ich sogar ziemlich hohe Wetten drauf annehmen, dass sie das nicht werden!

      Natürlich war das alles andere als rühmlich im Supercup, aber dem Trainer denk ich muß man noch viel klarer erst mal Zeit geben als das ja selbst bei Kovac der Fall ist. Bei uns halt nicht nebenbei auch noch mehr als die Hälfte der absoluten Topspieler zu ersetzen. Was bei einem Verein wie der Eintracht doch mal vorallem eine Aufgabe ist, die man nicht auf die Schnelle, sondern erst im Laufe der Zeit lösen kann, wenn man sie eben nicht mit schon ebensoguten Transfers ersetzt sondern mit Leuten mit Potential, das man aber natürlich dann erst aus ihnen “rauskitzeln” muß.

      Und weiß nicht ob Du/Viele hier das mitbekommen haben, aber Frankfurts Präsident glaub ich wars, der ausgeplaudert hat, dass ihm Hoeneß erzählt hat, dass der Adi auch bei “unserer” Trainersuche ein Thema war! Hätte sich Bayern mit einem “Nullfuß” auseinandergesetzt? Natürlich heisst das noch lange nicht, dass er auf gleichem oder zumindest ähnlichem Niveau wie Kovac ist, aber Meistertitel in der Schweiz+Österreich, sowie das Erreichen der Europaleague mit einem Dorfverein in Österreich – das klingt mir nach einer alles andere als unbeachtlichen Trainerhistorie…

      1. Ibiza

        ahja, und wenn wir bei Eintracht & “Leerräumen” der Stars/Topspieler sind – hätte man davon letzte Saison nicht auch bei Hoffenheim sprechen können, wo alleine wir ihnen schon mit Süle, Rudy und Wagner 3 allemal wertvolle Leute weggeholt haben? Trotzdem sinds sie in der BL sogar noch einen Platz über den schon ziemlich sensationellen des Vorjahres geklettert! Und ja, gleichzeitig haben sie in der Europaleague schwer abgeloost, weil da offensichtlich nicht so wirklcih den Fokus draufgelegt – was overall für den Verein aber ein alles andere als schlechter “Deal” war. Und ich würde da den Frankfurtern schon durchaus zutrauen dass sie das ähnlich sehen/machen um nicht den totalen Absturz in der Liga zu risikieren…

    3. Ibiza

      bei Hoffenheim muß ich sagen wäre ich schon ziemlcih postiv überascht wenn sie es nochmal auf Platz 3 schaffen. Klar, Nagelsmann hat ne ganze Menge drauf und kann sich sicher noch weiter verbessern, aber das erschien mir auch letzte Saison schon nach ner erneuten “overperformance” aus wie sie schwer auf Dauer aufrechtzuerhalten sein sollte. Es hatten letzte Saison halt schon arg viele Clubs aus der 2. Reihe (also alle hinter Bayern) wieder arg geschwächelt – so günstig wird es für Hoffenheim nicht so leicht schon wieder laufen.

      Aber ich lasse mich da anders als bei meiner Frankfurt “Ansage” weiter unten GERNE eines besseren belehren, denn der Nagelsmann wird ziemlcih sicher früher oder später bei uns landen, von daher kann uns ein weiterer Höhenflug von ihm langfristig nur entgegenkommen. Dass er uns a la Klopp stattdessen in Serie die Meisterschaft mit RB “abluchst” was man vielleicht sogar noch befürchten könnte, da glaub ich trotz allem noch viel weniger dran…

  4. […] Der erste Teil beschäftigte sich mit dem Kampf um den Klassenerhalt. Im zweiten Teil ging es eher ums Mittelfeld der Liga. Diesmal geht es ums große Geld, die besten Platzierungen und den Bundesliga-Titel. […]

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