Vorschau: Über Leverkusen nach Madrid

Die Bayern haben das bisher wichtigste Spiel der Saison verloren: 2:1 gewann der amtierende Champions-League-Sieger aus Madrid am Mittwochabend in der Allianz Arena. Bevor es zur Entscheidung nach Spanien geht, müssen die Bayern am Samstag aber noch gegen Leverkusen spielen.

Der Spagat zwischen Bundesliga und Champions League war selten so schwer. National sind die Münchner wieder mal so gut wie durch. Bei noch fünf Spielen und zehn Punkten Vorsprung ist die rechnerische Sicherheit dieser Behauptung nur noch Formsache und eine Frage der Zeit. Diese zwei Sätze sagen allerdings auch etwas über die Situation des Rekordmeisters aus.

Ist die Liga zu schwach?

Es ist immer leicht, Andere dafür verantwortlich zu machen, wenn man selbst in den wichtigen Momenten versagt. Fakt ist jedoch auch, dass die Bayern ihre erfolgreichste Zeit in der Königsklasse hatten, als die Liga Druck auf sie ausübte.

2010 wurde man mit 5 Punkten Vorsprung Meister und zog ins Finale der Champions League ein. 2012 gelang dieses Kunststück erneut und Deutscher Meister wurde Borussia Dortmund, die den Fokus der Bayern in jedem Spiel forderten.

2013 kann man schließlich als Resultat aus den vorangegangenen Jahren bezeichnen. Die Münchner hatten einen kleinen Umbruch vollzogen, sich neu ausgerichtet und den Großangriff auf Borussia Dortmund gestartet. Es folgte das Triple – allerdings mit deutlichem Abstand in der Bundesliga.

Es lässt sich dementsprechend nur schwer sagen, inwiefern die Konkurrenz in der Liga Einfluss darauf hatte, dass der Serienmeister in den folgenden Jahren drei Mal an spanischen Spitzenteams scheiterte. Schließlich gab es für jeden Einzelfall auch entsprechende Begründungen, die von diesem Argument abrücken.

2014 scheiterte man im ersten Guardiola-Jahr an Real Madrid, weil der Trainer Fehler machte, die er sich später eingestand. Im Jahr darauf war die Angelegenheit wieder relativ deutlich. Damals verloren die Bayern in Barcelona mit 3:0, weil sie ihre Fitness und Frische nicht über 90 Minuten halten konnten.

Hier war vor allem die Personallage verantwortlich, die es unmöglich machte, den Katalanen auf Augenhöhe zu begegnen. Wiederum ein Jahr später war Atlético die Endstation im Europapokal.

Antoine Griezmann entschied mit seinem Auswärtstor das Halbfinal-Duell.
(Foto: Guenter Schiffmann / AFP / Getty Images)

Die Mannschaft präsentierte sich speziell im Rückspiel von ihrer besten Seite, konnte aber dennoch nicht gewinnen. Es wäre zäh, diese Nuancen, diese Kleinigkeiten an der fehlenden Konkurrenz im nationalen Wettbewerb festzumachen. Doch ein Funke Wahrheit dürfte dennoch vorhanden sein.

Die Bundesliga kann nicht als einzige Ausrede dienen

Zumindest würde eine bessere Liga den Münchnern nicht schaden. Oft wurde national auf Sparflamme agiert. Die Ausrede für diese Leistungen war, dass man sich für die wichtigen Spiele aufspare, dass man die Schlüsselspieler schone.

Doch dass auch dieser Plan nicht immer aufgehen muss und kann, zeigte sich dadurch, dass den Bayern wieder wichtige Spieler im Duell mit Real Madrid fehlten und fehlen werden. Zudem verzichtete Ancelotti dafür auf den sonst so wichtigen Rhythmus. Dies betrifft nicht nur die erste Elf, die zwischen Bundesliga und Königsklasse ihr Tempo variierte, sondern speziell die Ersatzspieler.

Coman, Costa und Bernat wurden gegen Real Madrid eingewechselt, konnten ihre Leistung aber vor allem deshalb nicht abrufen, weil sie kaum Spielpraxis hatten. Die Breite im Kader bringt wenig, wenn die Spieler auf der Bank keine Form haben.

Lewandowski wurde überdies gegen die Spanier schmerzlich vermisst. Der Pole konnte schlicht nicht ersetzt werden; erst recht nicht von einem Thomas Müller, der von Ancelotti eingesetzt wurde, als wäre er eben jener Robert Lewandowski. Müller war überfordert mit der Situation und konnte die Bälle nicht verarbeiten. Ohnehin ist Bayerns Trainer schon die ganze Saison daran gescheitert, den Angreifer vernünftig in das Münchner Spiel zu integrieren. Ein Vorwurf, den er sich zweifelsohne gefallen lassen muss.

Auch Ancelottis Wechselpolitik war gegen Madrid äußerst fragwürdig. Als die Gäste in der zweiten Halbzeit immer mehr Mittelfeldkontrolle gewannen, reagierte der Trainer überhaupt nicht. Alonso, der rapide abbaute, wurde erst ausgewechselt, als Javi Martínez vom Platz flog. Und selbst da traf der Bayerntrainer eine Entscheidung, die diskutabel war. Bernat für Alonso zu bringen war dahingehend okay, dass Alaba in die Innenverteidigung rückte. Allerdings schwächte der “Mister” so sein Mittelfeld.

Der in der Luft hängende Müller spielte weiter, Thiago und Vidal waren fortan gegen Modric und Kroos überfordert, und Bayern bekam keinen Zugriff mehr. Es trat das ein, wovor wir in der Vorschau explizit gewarnt hatten: Madrid übernahm das Kommando in der Zentrale.

Ancelotti hätte hier auf die veränderte Spielsituation reagieren können, indem er die Ausrichtung kompakter gestaltet. Dafür stand beispielsweise Kimmich zur Verfügung. Doch er ließ sein Team weiterspielen, als wäre Martínez nie des Feldes verwiesen worden.

Glück und Pech entscheiden große Spiele

Wie immer gilt es aber auch zu erwähnen, dass die Spielgeschichte eine primäre Rolle einnahm. Köpft Vidal das 2:0 oder erzielt er es wenig später vom Punkt, würde heute vermutlich niemand über die möglichen Fehlentscheidungen reden, die der Trainer traf.

Vidal war stark, aber auch der tragische Held.
(Foto: Christof Stache / AFP / Getty Images)

Es war lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe, in dem Bayern die ein oder andere Chance mehr hatte. Sicherlich wäre eine 2:0-Führung im ersten Durchgang glücklich gewesen, aber auch notwendig. Mit dem verschossenen Elfmeter und dem frühen Ausgleich in Halbzeit 2 kippte das Spiel. Real bekam das Momentum und das Geschenk von Martínez. Es kam, wie es dann kommen musste.

Erschreckend war lediglich die (fehlende) Reaktion der Bayern. Dass sie nach dem 1:2 Reals so in sich zusammenfallen, ist weder mit Liga, Lewandowski, Spielgeschichte, Rhythmus oder Entscheidungen des Trainers zu erklären. Von einem Team, das so erfahren ist wie der Rekordmeister, darf man in solchen Situationen mehr erwarten.

In Leverkusen die Wunden lecken, um in Madrid anzugreifen

Vieles spielte am Mittwochabend eine Rolle. Wie man die vielen Faktoren gewichten mag, ist Ansichtssache. Was aber ganz sicher ist, ist die Aussage Ancelottis nach der enttäuschenden Niederlage: “Wir leben noch.”

Vermutlich werden die Münchner in Leverkusen einige Spieler schonen; das Ergebnis ist ob der Ausgangslage in der Bundesliga ohnehin nicht so wichtig. Die Begegnung ist eine Zwischenstation und ein Moment der Ruhe, bevor es nächste Woche Dienstag nach Madrid geht, ins Bernabeu.

Dort werden die Bayern ein anderes Gesicht zeigen müssen. Eines, das die ohnehin schon gute Leistung aus der ersten Halbzeit im Hinspiel nochmals übertrumpft. Nur dann ist es möglich, das Spiel zu drehen.

Noch ist nichts verloren. Sollten Hummels und Lewandowski die rechtzeitige Rückkehr schaffen, kann man gespannt sein, ob die Bayern die Wende schaffen. Sie können in diesem Spiel beweisen, dass sie immer noch auf Augenhöhe sind – mit den größten Mannschaften in Europa.

https://twitter.com/kingarturo23/status/852503169427013632

Mindestens zwei Tore zu erzielen und mit einem Treffer Vorsprung zu gewinnen, ist sicher keine einfache Aufgabe, wenn man es mit den Königlichen zu tun hat. Aber wenn es eine Mannschaft gibt, die das schaffen kann, dann ist es der FC Bayern. Ein frühes Tor und die Spielgeschichte könnte sich erneut ändern. Diesmal vielleicht zugunsten der Münchner.

Fünf Thesen zum Spiel

Die beiden Bundesligisten im Vergleich.
  1. Bayern gewinnt nicht.
  2. Ancelotti rotiert auf mindestens 4 Positionen.
  3. Bernat, Sanches und Kimmich beginnen.
  4. Der Rekordmeister trifft mindestens ein Mal.
  5. Alaba beginnt in der Innenverteidigung.

Leider bewahrheiteten sich für das Hinspiel nur 2 Thesen. Gesamt: 99/185.

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Leserkommentare
  1. pitvonbonn

    Eine schwierige Auf- und Einstellung steht uns in Leverkusen bevor.
    Glabt man noch an die Wende – mit Hummels und Levandowski – in Madrid?
    Dann gibt es eine größere Rotation.
    Gibt es keine größere Rotation, dann glaubt man weder an die Genesung der Beiden für das Madridspiel, noch ist man sich so sicher, dass der 10 Punkte Vorsprung zur DM reichen wird.
    Eine spannende Entscheidung auf jeden Fall.

    1. Jo

      Auf die Aufstellung bin ich wirklich extrem gespannt.
      Mit Ulreich, Bernat, Rafinha, Kimmich, Coman, Costa, Martinez? Wäre schon eine enorme Rotation.
      Aber immer noch einige Spieler aus der vmtl. “Realelf” auf dem Platz.
      Oder absolut extrem, mit noch einigen Jungs aus der Zweiten auffüllen? Das hieße wirklich alle Chips auf Real. Zumindest denkbar.

  2. […] Vorheriger Beitrag 14.04.2017 […]

  3. Jo

    Wohl eher noch mal ein Rückblick auf Real als eine Vorschau auf Leverkusen.
    Und da ist sicher noch mal vieles richtig aufgearbeitet.

    Ob uns eine stärkere Liga international helfen würde? Kann man imo nicht so richtig sagen. Es gibt in der Geschichte Hinweise in jede Richtung. Im Jahr 2013 z.B. waren alle einhellig der Meinung, dass uns gerade die früh entschiedene Meisterschaft und die dadurch mögliche Powerrotation einen entscheidenden Vorteil verschafft habe.

    Ein kluger Mensch hat, glaube ich sogar vor dem Spiel, geschrieben egal ob Bayern die CL gewinnt oder verliert, wird man in der frühzeitigen Meisterentscheidung einen maßgeblichen Faktor für das jeweilige Ergebnis sehen.
    Damit dürfte er wohl auf jeden Fall richtig liegen.

    1. Osrig

      Das man in der CL nicht die Leistung auf den Rasen gebracht hat, die notwendig gewesen wäre, liegt meines Erachtens nicht an der Schwäche der Liga. Ich fand auch die erste Halbzeit bei uns nicht wirklich gut, zu sehr fehlte mir da die passende Besetzung der Räume, war – von den ersten Minuten abgesehen – zu wenig Bewegung und Dynamik zu sehen. Es ging mir alles viel zu schnell nach außen, und damit haben wir es Real einfach gemacht. Nachdem sich die Madrilenen eingespielt hatten, war es für sie möglich, unsere Versuche in der Offensive durch Doppelung zu blocken, hier hätte eine stärkere Präsenz im Zentrum sicher geholfen. Diese Mängel aber liegen nicht an der schwachen Liga, sondern an Unsicherheit und Unkonzentriertheit in der CL. Wie das abgestellt werden kann? Noch mehr Fokus auf Taktik, Beweglichkeit und Struktur im Spiel nach vorn und defensiv, vielleicht!

    2. Ist richtig. Überschrift nicht ganz passend, aber es war mir einfach ein Bedürfnis das aufzuarbeiten und nicht auf das Spiel zu blicken, das für Bayern jetzt sicher die geringste Bedeutung hat.

  4. erich_br

    Das Bayern (eventuell) in der Championsleague wieder ausscheidet hat nur indirekt was mit der Bundesliga zu tun.
    Der Unterschied ist einfach Qualität – in der Tiefe und Breite.

    Der Ausfall Lewa war nicht entscheidend. Man hatte sogar einen guten Kader auf den Platz – wie groß ist denn die Wahrscheinlich das Robben und Ribery zusammen nochmal 1 großes Spiel spielen ? (außer kommenden Dienstag). Die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0, da beide zu anfällig sind.

    Hinzu kommt das etliche Spieler wie Alonso, Lahm auf der Zielgeraden sind.

    Den Umbruch konnte man nicht einleiten, dazu waren die Einkäufe zu schwach.

    Das Bild der Bundesliga täuscht, und das ist das Problem. Bayern hatte in guten internationalen Jahren immer eine Mannschaft die Sie antrieb, ob Gladbach, Leverkusen oder Dortmund.
    Diese Mannschaft gibt es nicht mehr. Zu groß ist der Abstand. Das 4:1 gegen den BVB war eher schlecht als gut. Madrid hat das registriert und wahr eventuell noch mehr sensibilisiert, und die Bayern hat der Sieg nur geblendet. Der BVB hat mit der Mannschaft von vor 3-5 Jahren nix mehr zu tun. Da ist zuviel Qualität weg.

    Bayern wird gegen Leverkusen und gegen Real nix reißen.

    Ich hoffe bloß man lässt sich von der Liga nicht täuschen, wenn man diese wieder gewinnt. Ein Neuaufbau ist dringend notwendig und gleichzeitig ein qualitativ breiterer Kader.

    In der CL-Saison 12/13 hatte man als Sturmersatz Gomez, im Mittelfeld Gustavo, in der IV einen erfahrenen van Buyten…

    1. Tipic

      Ich denke nicht, dass sich diesen Sommer transfermäßig besonders viel tut. Da man mit Robbery um ein Jahr verlängert hat, sind ja auch gehaltsmäßig einige Mittel gebunden.
      Man wird versuchen, mit Thiago zu verlängern und einen jungen Mittelstürmer oder einen Mittelstürmer am Karriereende zu verpflichten, dazu natürlich einen Ersatztorwart.
      Für die Rechtsverteidigerposition sind Rafinha & Kimmich vorgesehen, für den im Mittelfeld frei werdenden Platz Rudy & Renato Sanches.
      Der einzige relativ teure Transfer, den ich mir vorstellen kann, wäre Alexis Sanchez, weil der den Vorteil hätte, sowohl ein Backup für Lewy als auch eine Alternative für Robbery zu sein. Falls Sanches kommt, würde dann wohl Costa gehen.

  5. Axel

    Ich stimme Justin absolut zu. Die schwache Liga ist nicht der einzige oder zentrale Grund für die Leistung in der CL, aber sie ist ein wichtiger Teil der Erklärung und wird uns m.E. zukünftig noch stärker beschäftigen. Wir werden nicht ausreichend gefordert, und das macht sich ganz besonders im Defensivspiel bemerkbar, vielleicht auch in der Psyche der Spieler. Dazu kommt: Wie viel Reiz kann es für einen starken Akteur (wie z.B. Thiago) besitzen, fast konkurrenzlos Meister zu werden, wenig Topspiele zu haben, aber auf europäischer Bühne nicht an den Pott zu kommen? In (extremer) Form geht das Celtic Glasgow doch seit 2012 so. Bei Bayern war es jetzt wiederholt so, dass in den allermeisten Spielen der Bundesliga und in der Mehrheit der Gruppenspiele in der CL ziemlich wenig Spannung entstandt. Eine Saison, in der es aber nur zweimal pro Hin- bzw. Rückrunde und im Frühjahr ein paar Mal in der CL richtig spannend wird, ist für große ausländische Kicker nicht interessant, sodass sich durch ihr Abwandern oder Fernbleiben eine Abwärtsspirale entwickelt (die Liga wird unattraktiver und noch weniger “Stars” kommen), bis – vielleicht – irgendwann eine glückliche Kombination junger wilder Kicker was reißt (vielleicht der BVB?). Nur noch tolle Stadien und wirtschaftlich stabil zu sein, reicht nicht, um Bayern und die Liga als Topadresse des Fußballs weiterexistieren zu lassen. Sorry, bin ziemlich pessismistisch und muss morgen auch noch nach Leverkusen, habe ein Ticket ; )

    1. Marco05

      Dem schließe ich mich absolut an. Die “schwache” Bundesliga hilft nicht gerade Topspieler en masse an Land zu ziehen. Zudem reicht der knappe Kader für die Bundesliga – und normalerweise für die CL-Vorrunde – absolut aus. Es ist fast unmöglich ein Top-Kader ein 3/4-Jahr vorzuhalten, um ihn dann im April und Mai wirklich brauchen zu müssen.

      Genauso ist es mit der Spannung: spielerisch maue erste 2 Saisondrittel reichen aus um den einzigen ernsthaften Verfolger Leipzig in Schach zu halten. Zwei mal die Muskeln spielen lassen reicht um die direkte Konkurrenz zu schlagen und den Abstand auf Langeweile-Niveau zu erhöhen. Die Spannung kommt abhanden und das sind auch die 2-3 Prozentpunkte, die uns in den Topspielen auf internationaler Ebene fehlen. Und das sind halt dann auch nur 2 im Jahr, bei denen alles passen muss.

      Eine durchaus verzwickte Situation. Andererseits vielleicht auch die passendste Möglichkeit, den anstehenden Umbruch einzuläuten und das Verpassen der 6. Meisterschaft in Folge in kauf zu nehmen. Nach dem Motto einen Schritt zurück, um zwei nach vorn zu machen.

      Für das Rückspiel habe ich ehrlicherweise null Hoffnung. Einfach aus dem Grund, weil es die letzten 3 Jahre die gleiche Situation war und wir nicht in der Lage waren, so was noch umzubiegen. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass wir das was wir unter besten Voraussetzungen (nach dem Elfmeterpfiff) nicht im Ansatz hinbekommen haben, nun ausgerechnet im Bernabeo schaffen. Also realistisch muss man sagen, dass es schon wieder vorbei ist. Sogar noch eher als unter Pep…

      Für Leverkusen…naja, ich denke keine große Rotation, um im Rythmus zu bleiben: Bernat weil alaba nach innen muss. Der Rest wird sich nicht groß verändern schätze ich. Ehrlich gesagt ist mir das Ergebnis auch relativ wurscht. Soll es ruhig nochmal etwas enger werden, sonst drohen uns Wochen der Langeweile. Auf das Pokal-HF kommen wir dann sicher nochmal gesondert zu sprechen.

  6. Osrig

    Ich halte nichts davon, die Gründe für das Scheitern – und das wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit werden – in äußeren Gründen zu suchen! Erst recht nicht in einer schwachen Bundesliga! Klar, ich stimme zu, wenn ihr sagt, im internationalen Vergleich erreichen die BL-Mannschaften von Platz 2 bis Platz 6 oder 7 kaum mal die Endrunden, viel zu oft ist schon in den Gruppenphasen Schluss.
    Aber in der Bundesliga geht es doch letztlich um etwas ganz anderes als in den KO-Wettbewerben! In der Liga muss eine Mannschaft konstant da sein, die richtige Taktik gegen unterschiedliche Matchpläne haben, mit denen die jeweiligen Gegner versuchen, Punkte gegen uns mitzunehmen. Es gilt vor allem auch mit Blick auf die CL, die eigenen Spielstrukturen zu verbessern UND gleichzeitig in der Lage zu sein, auch gegen vermeintlich schwächere Gegner – die gegen den FC Bayern eigentlich immer über ihre Leistungsgrenzen gehen – die Konzentration hochzuhalten. In der Bundesliga gilt es, sich zu bewähren, sich einzuspielen für die großen Aufgaben!
    Klar, die Duelle gegen BL-Konkurrenten auf Augenhöhe sind spannend, fordern unsere Mannschaft!
    ABER: Diese Duelle gibt auch nur 2 x pro Saison, und wenn die Möglichkeit, gegen Real Madrid, gegen Barcelona oder gegen Juventus zu spielen NICHT Anreiz genug ist, alles zu geben, was man hat, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht innerhalb der Mannschaft!

    Zum Thema “Junge Spieler in die BL” locken, auch hier sehe ich als die größte Motivation die CL an, nicht die drei oder vier Duelle gegen starke Liga-Konkurrenz! Wenn der FCB mit seiner bemerkenswerten Historie gerade auch international es nicht schafft, genug Strahlkraft zu entwickeln, um Stars und Nachwuchsspieler gleichermaßen zu überzeugen, an die Säbener Straße zu wechseln, dann liegt es nicht an der Schwäche von Gladbach, Dortmund oder Schalke, sondern an internen Dingen! Ich denke da z.B. an den Eindruck, dass junge Spieler nicht wirklich Chancen bekommen, sich nachhaltig auf dem Platz zu beweisen, oder die Angebote an Top-Spieler nicht hoch genug sind, die unsere Führung unterbreitet. Vielleicht liegt es auch am Scouting, obwohl ich mir das bei Reschke nicht vorstellen kann.
    Wie auch immer die Gründe sind, sie liegen intern, und es gilt, sie auch intern zu lösen!

  7. R3F

    Ich mach mich jetzt auf den Weg in die BayArena bin mal gespannt was das geben soll.Viele Verletzte Real im Kopf und Leverkusen kämpft ums überleben und stellen sich bestimmt nur hinten rein.

  8. Ich bin auch absolut kein Fan davon, die Gründe bei der Bundesliga zu suchen. Ich sage lediglich, dass es ein Faktor ist, der mit reinspielt. Das darf aber eben nicht als Ausrede dienen. Die Faktoren, die ich danach schildere, empfinde ich als wichtiger. Und wie ebenfalls geschrieben: Die Gewichtung der Faktoren ist ohne Frage Ansichtssache. Da kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

    1. Osrig

      Da sind wir uns ja auch einig! Ein sicherlich auch nicht unwichtiger Faktor ist es bestimmt! Aber es ist – im Gegensatz zu manchen Aussagen in den Medien – keineswegs der wichtigste, geschweige denn der entscheidende Faktor.
      Vor dem, was innerhalb der Mannschaft, des Vereins passiert, dürfen wir nicht die Augen verschließen.
      Das die Jungs ihr Mir san mir-Gefühl verlieren, wenn es gegen Real und Co. geht, hat ja Gründe, und DIE gilt es zu beseitigen.

  9. pitvonbonn

    Der Blick von Hoeneß zu Rummenigge sagte alles:
    Verkaufen, als Costa zum wiederholten mal eigensinnig drüber ballerte.
    sagt den Bayern eigentlich niemand, dass die Tore auf dem Boden stehen und nicht in der Luft hängen?

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