Vorschau: FC Bayern München – FC Schalke 04

Justin Trenner 14.04.2016

Den Anfang macht dabei Schalke, die den Bayern mit ihrem 2-2 gegen Dortmund am Sonntag einen großen Gefallen getan haben. In Gelsenkirchen hat man es als Fan noch nie einfach gehabt und so ist es wenig überraschend, dass Königsblau auch in dieser Saison genug Diskussionsstoff liefert. Hassan von hassanscorner TV hat uns seine Meinung zu den wichtigsten Themen geschildert.

Hallo Hassan, stell dich unseren Lesern doch bitte vor und erzähl uns wie Du zum FC Schalke 04 gekommen bist, was dich an deinem Verein fasziniert und was Du so machst.

Hallo Justin und natürlich auch ein herzliches “Servus” an die Leser und Leserinnen von miasanrot. Es war die klassische Geschichte. Vater Schalker, nahm mich 1986 zum ersten Mal mit ins Parkstadion und dort habe ich mein Herz verloren. Schalke bedeutet für mich Liebe und Leben, Freude und Leid, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt – unabhängig von den jeweiligen Ergebnissen. Ich begleite den Verein jeden Tag, lese sehr viel und verbringe damit ja auch beruflich meinen Alltag.

Wie zufrieden warst Du mit dem Derby? Ein 2-2 gegen eine BVB-Mannschaft, die in dieser Saison weit enteilt ist, scheint okay zu sein. Würdest Du mir zustimmen?

Das 2:2 ist sicher ein gerechtes Ergebnis und damit darf man zufrieden sein. Was mich etwas nervte, war die mediale Berichterstattung, in der es hieß, dass S04 gegen eine B-Elf des BVB gespielt habe. Das war so, keine Frage – aber man sollte, um der Fairness Tribut zu tollen, nicht unerwähnt lassen, dass auf der Schalker Seite ebenfalls viele wichtige Spieler nicht in der Startelf standen. Das fand ich etwas ungerecht.

Schalke hat vor der Saison mit André Breitenreiter einen neuen Trainer geholt. Nach fast einer Saison gibt es sowohl negative als auch positive Stimmen. Auf der einen Seite fehlt vielen Fans seit Jahren eine taktische und spielerische Entwicklung und auf der anderen Seite gibt es aber auch Fans, die Geduld einfordern. Wie siehst Du den Trainer und auch den spielerischen Fortschritt?

Dazu habe ich mich bereits an anderer Stelle geäußert, Breitenreiter überzeugt mich nicht. Neben der internen Stimmung zu ihm, aufgrund seiner Art zu kommunizieren und seiner unbeholfenen Art mit der auf Schalke dann doch großen Schar der Medienvertreter umzugehen, ist der größte Kritikpunkt wohl der, dass es kaum eine Handschrift gibt, die man erkennen kann. Von dem, was Breitenreiter ankündigte, spielen lassen zu wollen, sieht man sehr wenig. Ein taktisches Korsett und eine Spielidee ist nicht ersichtlich. Man ist abhängig von Geistesblitzen eines Leroy Sané. Schalke spielt keinen guten Fußball.

Für Breitenreiter könnte bereits nach der Saison wieder Schluss sein. (Bild: Patrik Stollarz / AFP / Getty Images)
Für Breitenreiter könnte bereits nach der Saison wieder Schluss sein.
(Bild: Patrik Stollarz / AFP / Getty Images)

Du sprichst die Abhängigkeit von Leroy Sané an. Die jungen Spieler scheinen auf Schalke die größte Verantwortung zu tragen. Ist es ein Problem, dass sie zu wenig erfahrene Stützen an ihrer Seite haben und ist die fehlende Konstanz genau in dieser Altersstruktur zu begründen?

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Nehmen wir zum Beispiel Max Meyer. Der Junge hat bereits 90 Bundesligaspiele und war 25 Mal im Europapokal im Einsatz – irgendwann muss auch der wirkliche Durchbruch kommen. Die Entschuldbarkeit ist unangebracht, das sagte unlängst auch Horst Heldt – zurecht. Selbstverständlich müssen junge Spieler sich erst noch weiterentwickeln, aber wir sprechen über Akteure, die nicht erst mit Hinzunahme zum Profikader angefangen haben, den runden Ball zu treten. Das darf und sollte keine Entschuldigung sein, für einen Klub, der größer sein will, als er jetzt ist und dafür sehr viel Geld bezahlt – Jahr für Jahr. Wenn man weniger Ambitionen hätte, muss man auch weniger zahlen, ganz einfach.

Aber glaubst Du nicht, dass es einfacher für junge Spieler wäre den Durchbruch zu schaffen, wenn sie mehr starke, erfahrene Spieler an ihrer Seite hätten? Wäre das nicht auch gut für die Konstanz des Teams?

Die Frage ist ob Schalke erfahrene Spieler oder Spieler hat, die älteren Semesters sind, aber keine Führungsqualität haben. Man hat Huntelaar, Höwedes, Fährmann, Matip, Riether – das Alter ist da, Erfahrung ist da. Schalke 04 sollte sich mehr mit sich beschäftigen als mit dem, was andere über Schalke denken. Die generelle Ablenkung verhindert die Fokussierung auf das, was wichtig ist. Man darf sich nicht von jedem Scheiß aus der Bahn werfen lassen. Schalke ist aufgeregt, ja. Aber es ist auch niemand da, der aus dem inneren den Klub mal erdet, in wichtigen Situationen.

Was erwartest Du dir von Heidel im Sommer?

Viel. Man verspricht sich von ihm einiges. Vielleicht ist es nach sechs Jahren mit Horst Heldt der richtige Zeitpunkt, diesen Wechsel zu vollziehen.

Das große Ziel kann nur sein es dem BVB mittelfristig nachzumachen und den Anschluss nach oben zu finden, oder?

Ja, Schalke muss langsam anfangen sein Versprechen einzulösen. Es wird immer davon erzählt, dass das ein großer Klub ist und, dass jener Klub ein großes Potenzial besitze. Wie viel ist denn davon in den letzten beiden Jahren zusehen? Nicht viel. Allmählich wird es eine Scheindiskussion. Schalke ist nicht mehr die zweite Kraft, wie vor sechs Jahren, Königsblau ist bestenfalls fünfte Kraft der Liga. Warum? Weil wir uns zurückentwickelt haben und zeitgleich andere Vereine es in den letzten Jahren einfach besser und resoluter, zielgerichteter und ideenreicher gemacht haben. Schalke hat riesengroße Füße, aber nicht die dazu passenden Schuhe. Man würgt sich einen ab, mit den spielerisch kleinen Tretern, um einen ordentlichen Gang zu Tage zu bringen, so, dass es niemand merkt, aber die Liga hat längst geschnallt, dass Schalke ein Clown mit Riesenlatschen darstellt. Witzig ist das allerdings nicht, außer auf einem Kindergeburtstag, wo Achselfürze die derben Lacher sind und die rote Nase vor Scham so glänzt, dass du dich vergraben willst.

Im Hinspiel hat Schalke lange Zeit ein Unentschieden gegen die Bayern gehalten und mit einer Fünferkette sehr stark verteidigt, um bei Ballgewinnen schnell umzuschalten. Erwartest du eine ähnliche Ausrichtung in München und wie groß sind deine Hoffnungen auf etwas zählbares?

Schalke hat es im Hinspiel nicht schlecht gemacht und der FC Bayern führte meiner Meinung nach durch ein glückliches Tor. David Alaba schoss die Hacke von Leon Goretzka an und der Ball landete genau im Winkel. Der Ausgleich war ebenfalls glücklich, bedingt durch einen Patzer von Manuel Neuer. Aber das Team des FC Bayern lässt sich nicht komplett ausschalten, die Power im Angriff kommt immer zum Tragen. Es muss schon vieles zusammenkommen, damit der S04 etwas Zählbares aus München entführen kann und ich denke, all unser Glück haben wir bereits beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach aufgebraucht.

Wie geht das Spiel am Wochenende aus und wo landet Schalke am Ende der Saison?

Schwierig zu sagen, ich rechne nicht mit einem Schalker Sieg. Am Ende der Saison muss S04 wohl mit einem Startplatz in der Europa League zufrieden sein. Ich denke, es wird Rang fünf.

Die Bayern haben in dieser Saison alle neun Bundesliga-Spiele nach einer Champions-League-Woche gewonnen. Können sie diese nahezu unglaubliche Serie auch gegen Schalke halten, oder lassen sie erstmals seit dem Gastspiel in Dortmund wieder Punkte in der Liga?

Schalke ist jedenfalls nicht zu unterschätzen. Zwar haben wir im Interview mit Hassan schon sehr viele Probleme in der Team- und Vereinsstruktur analysiert, allerdings ist die individuelle Qualität der Mannschaft weiterhin vorhanden. Alleine Leroy Sané oder Max Meyer können an guten Tagen den Unterschied machen. Im Hinspiel reichte den Königsblauen ein einziger gefährlicher Konter, um den Ausgleich zu erzielen und es den Bayern über eine sehr lange Phase des Spiels äußerst schwer zu machen. Über die gesamte Saison gesehen hat Trainer André Breitenreiter jedoch keine klare Handschrift erkennen lassen.

Von allen Kandidaten für die europäischen Wettbewerbe haben die Schalker die zweitmeisten Gegentore kassiert. Nur Gladbach (45) hat öfter einen Treffer des Gegners hinnehmen müssen als die Elf von Breitenreiter (40). Zudem hat Schalke erst 41 Tore erzielt. Hertha (39), Mainz (40) und der VfL Wolfsburg (40) haben zwar weniger Tore geschossen, dafür aber auch nicht so viele Gegentore auf ihrem Konto. Mit einer Bilanz von +1 droht den Knappen in München sogar der Verlust der positiven Tordifferenz. Der FC Schalke 04 hat eine leicht überdurchschnittliche Passquote von 79,5%, rund 51,8% Ballbesitz und zeichnet sich auch bei den Torabschlüssen pro Spiel (14,4) nicht durch allzu hohe Werte aus, wenngleich sie damit überall in den Top 6 der Liga zu finden sind. Die Schwäche in der Defensive wird besonders bei den zugelassenen Schüssen pro Spiel (14,5) deutlich.

Gründe dafür gibt es allerdings auch. Kapitän Benedikt Höwedes fiel in dieser Saison häufig aus und auch Nastasic konnte erst 17 Bundesliga-Minuten absolvieren. Neustädter, gelernter Mittelfeldspieler, und Joel Matip hieß das am häufigsten eingesetzte Innenverteidiger-Duo der Schalker, das neben guten Auftritten auch viele individuelle Fehler einstreute. Matip ist dabei immer für einen unkonzentrierten Moment gut, während sein Pendant gerade unter Druck das ein oder andere Mal eine unglückliche Figur machte. Schaffen es die Bayern im Zentrum gut zuzustellen und hoch zu attackieren, können dort Balleroberungen erzwungen werden. Hätte Schalke mit Ralf Fährmann nicht einen überragenden Torhüter, würde es vielleicht noch schlechter um sie stehen. 72,03% aller Torschüsse pariert er und 103 Schüsse hat er insgesamt bereits gehalten. Zum Vergleich: Manuel Neuer hat in dieser Saison 52 Torschüsse pariert und kommt damit auf 78,79%. Die Nummer 1 des FC Bayern ist damit auch die Nummer 1 der Liga.

Im Hinspiel agierte Schalke mit einer Fünferkette. Dieses Mittel wurde auch gegen Borussia Dortmund verwendet und deshalb kann man damit auch am Samstagabend rechnen. Während Höwedes in der Hinrunde noch das zentrale Glied dieser Abwehrkette war, dürfte ein Einsatz in München viel zu früh kommen. Im Revierderby übernahm Matip diese Aufgabe, weil der Spielaufbau zu seinen größten Fähigkeiten zählt. Hat der 24-jährige den Ball, müssen die Verbindungen ins Mittelfeld verhindert werden. Den Schalkern bleibt dann nur ein Pass auf die Außenbahn oder der lange Ball. Caicara und Aogo werden die Flügelverteidiger-Positionen besetzen, während Sascha Riether die Fünferkette auf der rechten Halbverteidiger-Position komplettieren könnte. Im Derby funktionierte das über weite Strecken ganz gut, obwohl Borussia Dortmund mit veränderter Offensive immer noch ein leichtes Chancenplus hatte.

Im Zentrum vermisst André Breitenreiter Leon Goretzka, der im Hinspiel gegen die Bayern einen sehr guten Tag hatte. Neben Johannes Geis wird daher ein alter Bekannter erwartet. Pierre-Emile Højbjerg ist derzeit ausgeliehen an die Königsblauen und wird voraussichtlich von Beginn an gegen die Bayern spielen. Seine Entwicklung bei Schalke hat zunächst sehr enttäuschend begonnen, weil er nicht viele Einsatzzeiten bekam. Zuletzt hat er seine Möglichkeiten jedoch erhalten und konnte wie Schalke insgesamt nur bedingt überzeugen. Zwar macht der junge Däne kaum Fehler, aber großen Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft kann er nicht nehmen. Meist agiert der erst 20-jährige sehr tief positioniert. Dort soll er Geis den Spielaufbau etwas erleichtern, doch zu oft nehmen sich beide eine weitere Option im Achterraum weg. Højbjerg bleiben dann nur Seitenverlagerungen oder Querpässe.

Einerseits ist er recht hilflos in einer Mannschaft, der ein klares Konzept fehlt, aber andererseits fehlt ihm auch die nötige Eigeninitiative um dem Schalker-Spiel zu helfen. Durch die tiefe Positionierung hat Højbjerg auch sehr weite Wege zum Tor, wodurch er der Breitenreiter-Elf offensiv nicht seinen Stempel aufdrücken kann. Mit 1,7 Torabschlüssen pro Spiel ist es nicht verwunderlich, dass er noch kein Tor erzielen konnte. Zwar hat Højbjerg eine Passquote von 87,5% und damit die beste aller Schalker, doch hat der Mittelfeldakteur auch erst eine Torvorlage weil er nur 0,5 Abschlüsse pro Spiel vorbereitet. Eine weitere Leihe wäre für den FC Bayern vielleicht dennoch sinnvoller als ein Verkauf. Beim FC Augsburg zeigte er nahezu in jedem Spiel eine sehr gute Leistung und auch in Gelsenkirchen ließ er zumindest in einigen Ansätzen sein Potential aufblitzen, auch wenn man sich in München eingestehen muss, dass die Leihe zunächst nicht aufging.

Schalkes größter Trumph ist dann die Offensive. Im Derby spielte zuletzt eine Dreierreihe bestehend aus Belhanda, Huntelaar und dem jungen Leroy Sané. Mit letzterem steht und fällt das Schalker Offensivspiel. Seine Inkonstanz, die für sein Alter normal ist, hat starken Einfluss auf das Team. Auch im Derby erlebte der 20-jährige eine Achterbahnfahrt. Durch seine herausragenden technischen Fähigkeiten in höchstem Tempo, ist er in der Lage jedem Team der Welt wehzutun. Trotzdem trifft er noch viele falsche Entscheidungen. So hat er sich zuletzt einige Male zu spät vom Ball getrennt oder falsche Laufwege eingeschlagen. 2,4 Abschlüsse und 1,1 Torschussvorlagen pro Spiel unterstreichen aber seinen Stellenwert. Sechs Tore und fünf Vorlagen steuerte Sané bereits bei und auch seine Passquote von 78,3% ist angesichts des hohen Risikos das er eingeht in Ordnung. Auf ihn sollten die Bayern bei Gegenstößen besonders achten.

Leroy Sané zählte auch im Derby zu den stärksten Schalkern. (Bild: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)
Leroy Sané zählte auch im Derby zu den stärksten Schalkern.
(Bild: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Die restlichen Treffer des Teams teilen sich vor allem auf Huntelaar (9), Meyer (5) und Choupo-Moting (3) auf. Auch Matip ist mit seinen drei Treffern sehr torgefährlich. Mit sieben Treffern nach Standards sind die Schalker eher Durchschnitt, jedoch deutlich vor den Bayern (4). Sehr viele Tore erzielt die Mannschaft von André Breitenreiter nach Kontern. Nur Stuttgart (11) hat mehr, während Dortmund, Mainz und Hoffenheim sich den zweiten Platz mit dem FC Schalke 04 (allesamt 9) teilen. Auswärts hat Königsblau jedoch erst 16 Tore erzielt und die Hälfte seiner 14 Gastspiele verloren. Neben fünf Siegen gab es noch zwei Unentschieden. Dennoch ist die Offensive gerade bei Kontern eine große Gefahr für den Rekordmeister.

Im Hinspiel gab es einige Umschaltmomente in denen die Münchner zu spät in den Zweikämpfen waren. Im Idealfall werden diese im Rückspiel schon im Ansatz verhindert. Ein genaues Gegenpressing, sowie der sofortige Zugriff auf die schnellen Außenstürmer sind am Samstag wichtig für die Guardiola-Elf. Bei eigenem Ballbesitz sollten sie das Spiel breit halten und mit häufigen Seitenverlagerungen und einer fluiden Ballzirkulation stets dafür sorgen, dass die kompakte Schalker-Formation in Bewegung ist. Nur durch Tempo und ständigen Rochaden im Zentrum ist es möglich, die Lücken im System der Gäste zu finden. Es könnte erneut eine komplizierte Aufgabe werden. Können die Bayern sich jedoch auf ihre Ballzirkulation konzentrieren und die Konter der Schalker entschleunigen, so sollte auch dieses Heimspiel an den Tabellenführer gehen.

Dortmund ist nun zwar sieben Punkte hinter den Bayern, doch rechnerisch ist die Meisterschaft noch ein kleines Stück weg. Es ist dennoch möglich, dass Guardiola ein paar Spielern eine Pause gönnt. Die üblichen Kandidaten für einen Startelf-Einsatz sind Mario Götze, Sebastian Rode und Rafinha. Wahrscheinlich wird aber auch der Trainer den Spielplan seiner Mannschaft im Hinterkopf haben. Lässt man zu Hause Punkte gegen Schalke, warten in der Folge ein schweres Auswärtsspiel in Berlin und unangenehme Gladbacher. Ein Sieg gegen Schalke wäre gerade deshalb wichtig und der nächste große Schritt in Richtung eines historischen Erfolgs: Der vierten Meisterschaft in Folge.

Statistiken zum Spiel

Die letzten fünf Spiele gegen Schalke 04

Bilanz

  • Die Bayern haben 54 von 104 Aufeinandertreffen für sich entschieden. 30 Partien endeten Unentschieden und erst 20 Siege gab es für Schalke 04. Im Schnitt fallen zwischen beiden 3,18 Tore pro Spiel. Der Rekordmeister erzielte 213 Tore und die Knappen 118.
  • Seit zehn Pflichtspielen ist der FC Bayern ungeschlagen gegen Schalke. Acht Mal konnten sie dabei gewinnen.
  • Das letzte 0:0 der beiden gab es in der Liga am 13.12.2002 in München. Außerdem gab es am 24.03.2010 im DFB-Pokal-Halbfinale ein 0:0 nach 90 Minuten auf Schalke. Arjen Robben erlöste die Münchner dann spät in der Verlängerung

Fun Facts

  • Manuel Neuer wird ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein sein 157. Bundesliga-Spiel für den FC Bayern machen. Damit wird er danach ein Spiel mehr für die Münchner als für die Schalker auf seinem Konto haben.
  • Lewandowski und Müller haben zuletzt in zwei Bundesliga-Spielen nicht getroffen. Zusammen haben sie jetzt 44 Tore in der Liga erzielt. Grafite und Dzeko halten den Rekord von 54 Treffern in einer Saison und sind damit noch zehn Treffer vor dem Duo. Da nur noch fünf Spiele zu absolvieren sind, könnte es mit dem Rekord eng werden.
  • Die Abhängigkeit vom Sturmduo ist bemerkenswert. In der internen Bundesliga-Torjägerliste kommen nach Lewandowski (25) und Müller (19), Arjen Robben, Coman (jeweils 4), Costa (3), Vidal sowie Thiago und Ribéry (jeweils 2).
  • 5 Spiele haben die Bayern auf dem Weg zur 4. Meisterschaft in Folge noch. 3 aufeinanderfolgende Siege benötigen sie dabei, um 2 Spiele vor dem Ende sicher auf Platz 1 zu stehen. Vorausgesetzt Dortmund verliert bis dahin 0 Punkte.
  • In den letzten drei Jahren waren die Bayern spätestens nach dem 30. Spieltag Meister. Diese Saison ist das aufgrund von starken Dortmundern nicht mehr möglich.
  • Sieben Punkte Vorsprung wurden an den letzten fünf Spieltagen noch nie verspielt.
  • Gewinnt der amtierende Meister auch gegen Schalke, haben sie 78 Punkte auf dem Konto. Nur vor drei Jahren hatten sie mehr Punkte nach 30 Spielen (81).
  • André Breitenreiter hat als Trainer noch nie Punkte gegen den FC Bayern geholt. In drei Spielen gab es für ihn 13 Gegentore. Mit Paderborn verlor er 0:4 in München und 0:6 zu Hause. Beim Hinspiel gegen die Bayern gab es für ihn ein 1:3 auf Schalke.

Fünf Thesen zum Spiel

  1. Die Bayern schießen mindestens drei Tore.
  2. Schalke wird keinen Treffer erzielen.
  3. Lewandowski und Müller werden beide treffen.
  4. Der Rekordmeister wird über 70% Ballbesitz haben.
  5. Kingsley Coman wird an einem Tor direkt beteiligt sein.

Da eine Ecke, bei der Javi Martínez sträflich frei stand, etwas zu tief kam, blieb der zweite Fünfer aus. Allerdings sind vier der fünf Thesen aus der Stuttgart-Vorschau aufgegangen – auch kein schlechtes Ergebnis. Damit steht die Quote nun bei 25/45 und 55,55%.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Dein Miasanrot Shop.

  1. Schöne Vorschau. Vielen Dank.
    Für These 4 braucht es allerdings nicht sonderlich viel Phantasie :-D

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ist gar nicht so einfach Woche für Woche “kreative” Thesen aufzustellen die dann auch noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit haben, damit ich am Ende nicht wie ein Depp aussehe. Seht es mir nach wenn auch mal “zu einfache” Thesen dabei sind.

      1. Ich finde die Idee ohnehin prima, “einfach” mal Thesen zu den anstehenden Spielen aufzustellen! Sie helfen mir, mich noch ein wenig besser auf das Spiel einzustellen, und es macht mir richtig Spaß, nach dem Spiel zu schauen, wie viele der Thesen – egal, ob einfach oder gewagt – am Ende aufgegangen sind. :-)
        Danke Justin, und bitte weiter so!^^

      2. @osrig vielen Dank. Es ist schön dass das Format bei vielen anzukommen scheint.

    2. Und vielen Dank für das Kompliment zur Vorschau. Die ist ja schließlich das wichtigste. :)

    3. Ist schon in Ordnung. ich fand das witzig. Es hat mich beim lesen a) dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie oft wir in den letzten Jahren unter 70% waren (das wäre mal eine These: bei Gegner x landen wir unter 60% ;-) ) und b) ist das doch die Idee die “Trefferquote” zu erhöhen (nicht dass Du das nötig hättest! :) )
      Mir würden wahrscheinlich noch viel weniger Thesen einfallen, daher…

      1. Im Nachhinein waren 70 zu tief gestapelt. Hätte 75 nehmen sollen, aber gut… Mogel ich diese Woche mal einen fast sicheren rein, da ich letzte Woche ja auch ein Martínez-Tor getippt habe. :)

  2. Ihr leistet wirklich spitzen Arbeit. Danke.

    Die Thesen nehme ich so ;-)

  3. Die Thesen waren sehr dicht dran ;)
    1. Check
    2. Check
    3. dazu hätte Müller spielen müssen . zumindest “halbes” Check
    4. *hust* da habe ich mich so drüber gefreut und dann reißen die Bayern doch tatsächlich mit “nur” 66% noch diese Latte dabei waren es bis weit in die zweite Hälfte über 70
    5. zählt Preassist auch?

    Kurios war die Zweikampfquote von über 60% für Schalke

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Leider bin ich sehr streng. 2/5

Hinterlasse einen Kommentar zu Tanja Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.