Vorschau: FC Bayern München – TSG Hoffenheim

Justin Trenner 29.01.2021

Die Vorzeichen vor der Rückrundenpartie zwischen dem FC Bayern München und der TSG Hoffenheim sind gänzlich andere als noch vor einigen Monaten. Damals reiste der Rekordmeister quasi direkt von den kleinen Feierlichkeiten beim UEFA-Supercup-Triumph in Budapest nach Sinsheim, um sich dann widerwillig eingestehen zu müssen, dass die Kräfte (vor allem mental) nicht mehr reichen.

Mit 4:1 geriet der Triplesieger unter die Räder und erstmals deutete sich an, dass diese Saison eine sehr schwere werden könnte. Doch die Bayern ließen sich davon nicht sonderlich beeindrucken. In der Bundesliga sind sie bereits sieben Punkte vor der Konkurrenz aus Leipzig – und dreizehn vor Borussia Dortmund. Alles deutet auf den neunten Meistertitel in Serie hin.

Auf dem Weg dahin will Sebastian Hoeneß mit seiner Mannschaft aber nochmal ein Stolperstein sein. Diesmal zwar gegen fittere Bayern und auswärts, aber mit einer taktischen Blaupause im Gepäck.

TSG Hoffenheim: Im Niemandsland gefangen?

Tabellarisch stehen die Hoffenheimer aktuell im Niemandsland. Sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, acht Rückstand auf den sechsten Platz, der sie für Europa qualifizieren würde. Biederer Durchschnitt also. Die Hoffnung, Hoeneß könne nach seiner unglaublichen Rückrunde mit den Bayern Amateuren sofort durchstarten, bestätigte sich nicht.

Bei der TSG bleiben sie aber dennoch gelassen. “Wir sind hochgradig zufrieden, wie die Leute hier – der Trainer, die Spieler – die außergewöhnliche Situation annehmen und damit umgehen”, sagte Sportchef Alexander Rosen zu Beginn des Jahres beim Pay-TV-Sender Sky und fügte an, dass man diese Spielzeit nicht mit gewöhnlichem Maßstab bewerten könne.

Hoeneß selbst wies in einem Kicker-Interview darauf hin, dass die Situation “extrem herausfordernd” sei und er “wertvolle Erfahrungen” in einer Intensität sammle, die er so nicht erwartet habe. Zumal ihm phasenweise bis zu 13 Spieler fehlten und ein Teil des Kaders vom Coronavirus betroffen war. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft. In den letzten Wochen beobachtete er, dass seine Spielidee nun besser implementiert sei und die Arbeit des vergangenen Sommers erste Früchte tragen würde.

Fokus gegen den Ball

Doch was ist das für eine Spielidee? Und wofür steht Sebastian Hoeneß? Wer ihn bei seinen verschiedenen Stationen beim FC Bayern und nun in Hoffenheim verfolgt hat, der dürfte bei der Beantwortung dieser Fragen schnell ins Stocken geraten. Womöglich ist das auch schon der größte Streitpunkt, wenn es um den Trainer geht: Ein roter Faden ist nur schwer zu erkennen.

Gewisse Eckpfeiler lassen sich zwar ausmachen, darüber hinaus wird es aber oft experimentell. Ein Beispiel: Hoeneß möchte, dass sein Team druckvoll agiert und den Spielaufbau des Gegners unter Druck setzt. Das wäre der Eckpfeiler. In dieser Saison aber war von einer tieferen Grundordnung bis hin zu gnadenlosem Angriffspressing alles zu sehen – nichts aber in wirklich überzeugender Konstanz. Es scheint, als sei der Trainer selbst auf der Suche nach dem, was optimal zum Kader passt.

In Phasen des höheren Pressings neigen die Hoffenheimer dazu, den Gegner auf die Außenbahn zu drängen, um dort mit einer extremen Raumverknappung Ballgewinne zu provozieren. Durch das starke Verschieben entstehen dann zwar ballferne Räume, allerdings ist es bei rechtzeitiger und gut gestaffelter Ausführung schwer für den Gegner, sich daraus zu befreien. In durchschnittlichen Pressingphasen gleicht die Arbeit gegen den Ball aber dem, was viele Bundesligisten spielen: Mittelfeldpressing und kompaktes Zentrum.

Probleme in längeren Ballbesitzphasen

Der Schlüssel zu einem weiteren Erfolg gegen die Bayern wird darin liegen, beides gut miteinander zu verknüpfen und auszubalancieren. In den letzten Wochen ließ Hoeneß etwas zurückhaltender agieren und versuchte damit, die Defensive zu stabilisieren. Wie im Hinspiel wird es für die TSG aber darauf ankommen, einerseits rauszuschieben und mutig Druck auf den Spielaufbau der Bayern auszuüben, andererseits aber auch schnell hinter den Ball zu kommen, sollten sich die Münchner daraus lösen können.

Dass die Mannschaft von Hoeneß im Umschalten nach Ballgewinnen stark ist, ist hinlänglich bekannt. Hier profitieren wohl viele Spieler immer noch von der Nagelsmann-Zeit. Sie sind schnell in der Entscheidungsfindung, technisch meist sauber und auch unter (Gegenpressing-)Druck oft zuverlässig. Die Klasse von Andrej Kramarić und das Tempo von Ihlas Bebou dürften die größten Stärken gegen die Bayern sein.

Hoffenheims Probleme liegen – auch das ist fast schon typisch für viele Bundesligisten – in längeren Ballbesitzphasen. Das nagelsmann’sche Steil-Klatsch-Spiel in die Offensive ist nur noch selten zu sehen. Hoffenheim fehlt es oftmals nicht nur an einer vernünftigen Tiefenstaffelung, sondern auch an der Risikobereitschaft, eine tiefstehende Defensive mit Pässen und Läufen zu penetrieren. Dadurch fällt es ihnen schwer, sich Räume zu erarbeiten.

Wenig Rotation bei den Bayern

Neben Kramarić fehlt hier ein weiterer Stürmer oder offensiver Mittelfeldspieler, der Bälle festmachen, verteilen und in engen Räumen behaupten kann. Es ist vor allem deshalb bemerkenswert, dass Hoffenheim sich so schwer damit tut, ein Spiel selbst aufzuziehen, weil sie im zentralen Mittelfeld dafür prädestinierte Spieler haben. Diadié Sammassékou, Sebastian Rudy und Florian Grillitsch sind hier beispielhaft zu nennen, weil sie die technischen und strategischen Voraussetzungen mitbringen.

Gerade Grillitschs Ausfall fiel deshalb zuletzt schwer ins Gewicht. Gegen die Bayern wird es diese Qualität vor allem bei Ballgewinnen brauchen. Umso wichtiger ist es wiederum für die Mannschaft von Hansi Flick, das Umschaltspiel der Gäste im Ansatz zu verhindern.

“Druck auf den Ball” ist hier abermals die Stichphrase. Flick setzte zuletzt auf eine relativ klare Startelf. Hinten durfte sich das Triple-Duo Boateng/Alaba einspielen, davor agierte ebenfalls die bekannte Achse bestehend aus Kimmich, Goretzka, Müller und Lewandowski. Nur auf den Flügelpositionen erlaubte sich der Trainer ein bisschen Rotation.

Drei Dinge, auf die es für Bayern ankommt

Sowohl die Ergebnisse als auch die Leistungen geben Flick bis hier hin erstmal recht. Das Leistungsgefälle ist insbesondere auf den zentralen Positionen riesig. Während wechselnde Innenverteidiger-Duos zu Problemen in der Abstimmung führten, fehlt Flick hinter den anderen vier Spielern jeweils eine gleichwertige Alternative. Weil Goretzka (Infektion mit dem Coronavirus) das Abschlusstraining verpasste und auch Martínez (ebenfalls Infektion mit dem Coronavirus) sowie Tolisso ausfallen, könnte das am Wochenende wieder relevant werden.

Flick muss die Rotation demnach möglichst gut timen, was schwer genug ist. Immerhin hat ihm die direkte Konkurrenz in der Bundesliga den Gefallen getan, Ausrutscher zu erlauben, aber gerade mit Blick auf die Champions League könnte es noch ein Problem werden, dass es in der Achse kaum Rotationsmöglichkeiten gibt.

Gegen Hoffenheim wird es auf drei Aspekte besonders ankommen: Erstens die Geduld, Ruhe und Ordnung, um auch höhere Pressingphasen des Gegners auszuhalten. Dabei ist die Einbindung des eigenen Mittelfelds entscheidend und somit die Entlastung von Kimmich, der zuletzt vieles alleine machen musste, wenn es um den Ballvortrag ging. Goretzka und Müller stehen hier noch stärker in der Verantwortung als sonst.

Kompakter in Ballbesitz?

Zweitens geht es darum, Hoffenheim überhaupt erst in diese hohen Pressingsituationen zu locken. Wie beschrieben neigt die TSG zu einer starken Raumverknappung. Mit Boateng, Alaba, Kimmich und Pavard hätten die Bayern Spieler in ihren Reihen, die über starkes Passspiel verfügen und die eine oder andere gefährliche Verlagerung spielen können.

Und drittens wird die Konterabsicherung entscheidend sein. In den letzten Wochen konnten sich die Bayern augenscheinlich stabilisieren, indem drei Verteidiger konsequenter absicherten. Hoffenheim hat aber eine andere Offensivqualität als die letzten Gegner und so wird es womöglich eine kleine Standortbestimmung für den Fortschritt dahingehend.

In unserer längeren Analyse vor einigen Wochen beschrieben wir die Vor- und Nachteile der dynamischen Raumbesetzung. Flick könnte auf ein weniger dynamisches und dafür statischeres Spiel setzen, um Kimmich einerseits zu entlasten und andererseits das Risiko mit Ball ein bisschen abzusichern. Denn wenn die Spieler enger beieinander stehen, können sie auch schneller und effizienter ins Gegenpressing gehen.

Entscheidungsfindung und andere Intensität

Den drei benannten Punkten übergeordnet ist natürlich stets der Faktor “Präzision”, der wiederum so viele Einzelaspekte umfasst. Stützpunkttrainerin Louisa Ramsaier beschrieb es bei uns im Podcast so, dass die Bayern im Spiel zu oft die Top-3- oder Top-4-Entscheidung statt der Top-1- oder Top-2-Entscheidung treffen.

Ein konkretes Beispiel sind die drei Gegentore gegen Gladbach, als die Fehlpässe jeweils irgendwie nachvollziehbar, aber nicht die beste Wahl waren. Dieses Problem zu ergründen ist deshalb so schwer, weil es im psychologischen Bereich und somit außerhalb dessen liegt, was von außen zu bewerten ist.

Flick hat als Trainer aber andere Einblicke und wird dementsprechend daran arbeiten (müssen), den Spielern die Entscheidungsfindung wieder zu vereinfachen. Gelingt ihm das, wird das Spiel auch wieder präziser. Taktisch hat Flick zuletzt schon gegengesteuert, indem er einerseits die Intensität einen Tick heruntergefahren hat. Schon im vergangenen Jahr gab es viele Spiele, in denen die Bayern sich phasenweise in ein tieferes Pressing begaben. Andererseits gibt es weniger Angriffe im erhöhten Risikobereich.

Flicks komplizierter Balanceakt

Gerade das im Sommer so erfolgreiche und gefährliche Steil-Klatsch-Spiel von der Außenbahn diagonal in den Zwischenlinienraum ist nicht mehr so oft zu sehen. Die Bayern sind schon etwas mehr darauf bedacht, die Konterabsicherung im Blick zu behalten.

Daraus ergeben sich aber ebenfalls Probleme: in der Tiefenverteidigung sind die Bayern gruppentaktisch zu passiv. Statt den Gegner aktiv unter Druck zu setzen und den Ball zu gewinnen, sind sie oft nur Begleiter des Gegenspielers. Fast schon im Gegensatz dazu stehend ist ein weiteres Problem, dass Einzelspieler dann zu aggressiv sind und Räume öffnen, die der Gegner dann bespielen kann. Eine einheitlichere Linie und ein mindestens stellenweise aktiveres Verteidigen wären deshalb angebracht.

In Ballbesitz führt die nun vorsichtigere Spielweise dazu, dass es vorn etwas an Durchschlagskraft und Überraschungsmomenten fehlt. Flick geht hier aber wohl bewusst die Einschränkung, um die Defensive zu stabilisieren. Er wird – zumal in dieser Situation – nicht alle Probleme beheben können und so geht es darum, jene in Kauf zu nehmen, die den Erfolg des Teams am wenigsten negativ beeinflussen. Ein komplizierter Balanceakt.

War das 4:1 nur die Ausnahme?

Mit Blick auf die Klub-Weltmeisterschaft wäre es wichtig für den FC Bayern, den Vorsprung in der Bundesliga mindestens zu halten. Der Trend der letzten Wochen deutet darauf hin, dass ihnen das gelingt. Zumal die Münchner seit der 1:2-Niederlage gegen Leverkusen 2019 kein Heimspiel mehr verloren haben.

Aber Hoffenheim weiß nicht nur, wie man lange Serien der Münchner beendet, sondern bringt auch die Qualität an den richtigen Stellen für ein solches Vorhaben mit.

Vielerorts wurde das 4:1 im Hinspiel ausschließlich auf die Müdigkeit der Bayern geschoben – vor allem retrospektiv wegen der schwächeren Saison der TSG. Es liegt nun an den Bayern, die offene Rechnung zu begleichen und die These zu unterstreichen.



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  1. Goretzka und Martinez Corona positiv, Tolisso noch nicht einsatzfähig. Schlägt jetzt die große Stunde von Roca, oder lässt sich Flick noch was anderes einfallen?

    Zur gerade wabernden Diskussion um die Zusammenarbeit Trainer und Sportvorstand: Flick erklärt heute, er gehe davon aus, dass Zirkzee auch nach der Transferphase noch im Kader wäre. Andererseits wird überall berichtet Zirkzee wäre fast schon auf dem Weg nach Italien. Man wird sehen.

    Die Leihe von Singh in Nürnberg wurde abgebrochen. Absolut ergebnislos kann man wohl sagen. Dann wird er vermutlich, die RR bei unseren Amas verbringen. Oder es findet sich noch was anderes?
    Eine weitere Enttäuschung in der langen Reihe der Leih-Enttäuschungen der letzten Jahre.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich freue mich schon auf die Schlagzeilen morgen, wenn Flick Musiala anstatt Roca von Anfang an bringt. “Der endgültige Bruch zwischen Trainer und Sportvorstand – Flick brüskiert Salihamidzic – Brazzos Neuzugang wieder mal verschmäht”. Und wir sitzen zuhause auf der Couch und verzweifeln an der Frage, unter wessen Verantwortung denn eigentlich dieser Musiala denn nun verpflichtet wurde. Und ob nun der eine Flick und der eine Brazzo sich wegen Musiala die Hände schütteln, während der andere Flick mit dem anderen Brazzo wegen Roca über Kreuz liegt.

    2. @Jo

      Ich möchte mich noch bei dir bedanken für deine Meinung und Einschätzung zu dem Spieler Oberlin, welche sehr interessant ist.
      Deine Einschätzung teile ich und gebe zu, dass der Begriff technisch nicht so stark, fehl war. Er kommt auch meiner Meinung nach über die Geschwindigkeit und ist für mich eher kein Mittelstürmer, aber vl. spielt er heute und zeigt uns, was in ihm steckt und das Spiel nicht wetterbedingt abgesagt wird.

      Timossi und Booth sind in St. Pölten in Österreich als Testspieler und Wriedt knipst auch in Holland wieder, leider erstmal gebremst durch eine rote Karte.

      Und Thorben Rhein hat verlängert :D

  2. @Jo

    Wie wäre es mit Stiller ;) Aber eher wird noch Dantas spielen und zum Thiago werden :D

    Bei Zirkzee bin ich gespannt und bei Singh war angeblich die Leistung im Training nicht so gut, weshalb er 89 Minuten oder länger die Bank drückten durfte.

    Wenn man das als Maßstab bei den Nbglern nimmt, dann dürfte kaum einer mehr spielen.

    Da gibt es andere, die deutlich weniger abliefern, finde ich.

    Am besten sollte man Früchtl zurück holen und keine Talente mehr nach Nürnberg verleihen, als Konsequenz daraus.

    Denn dort stimmt mehr nicht und z. B. für Früchtl ein verlorenes halbes Jahr.

    Da nun Nübel ebenfalls ausfällt wird Hoffman bei den Profis benötigt.

    Wie seht ihr das?

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das mit Früchtl hatte ich mir auch gedacht, gerade jetzt nach der Nübel-Verletzung.
      Allerdings hat man Ersatztorhüter auch in Nürnberg wahrscheinlich nicht in Masse rumsitzen. Dazu werden sie also wahrscheinlich weniger geneigt sein.

      1. @Jo

        Erfreut wären sie nicht, aber dann kapieren sie es vielleicht mal ;)

        Aus meiner Sicht müsste für Früchtl gleich eine neue Leihe angeleiert werden, wo er auch safe spielt.

        Das Spiel in Dresden ist abgesagt.

  3. Es liegt eigentlich auf der Hand das Roca spielt- oder auch nicht wenn man Ju s Logik folgt.
    Evtl darf ja Alaba wieder auf seiner Lieblingsposition spielen.
    Oder eben Musiala Müller auf der Doppel8.
    Mal sehen.

  4. Inzwischen kennen wir ja die Ursache der muskulären Probleme bei Tolisso.
    Dann kann man nur hoffen das seine Tattoo Aktion nicht die Ursache für die positiven Tests bei Goretzka und Javi sind.
    Für mich gehört der Typ so oder so auf die Tribüne- am besten jetzt noch verkaufen an wen auch immer. Die Rückrunde sollten nur Musiala und Roca spielen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. In der TZ lautet dein Kommentar so:
      “Tolisso sofort freistellen und verkaufen
      HassanHansel der nix im Griff hat suspendieren”

      PS: Dein “Tatoo Skandal” war im Oktober. Also informier dich erst, bevor du deinen Abneigungen mal wieder freiel Lauf läßt.

  5. Roca spielt von Anfang an. Dann kann er heute ja mal zeigen, was er kann.

    Und zu Tolisso fällt mir nichts mehr ein. Er ist nun einige Jahre bei uns, immer nur Mitläufer gewesen und verhält sich derart unprofessionell. Hoffentlich gibt das eine saftige Geldstrafe, mit der man dem Pflegepersonal in einer Corona-Station einen wunderschönen ausgedehnten Urlaub bezahlen kann, wenn die ganze Sache mal ausgestanden ist.

    Antwortsymbol26 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Na ja.
      War halt dumm vom Tätowierer das Video hochzuladen. ( Ich geh jetzt mal davon aus, dass es aktuell ist)
      Die Nummer selber finde ich weniger dramatisch. Bei jedem perfekt frisierten Fussballer/Politiker weiß man, dass gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde.
      Da muss man jetzt wegen einem Tattoo keinen großen Aufriss machen. Das wäre doch arg scheinheilig.

      1. Kleiner Unterschied: Vereine raten ihren Profis, Tätowierungen generell nicht während einer Saison zu machen, da es zu Entzündungen kommen kann, die dann Ausfallzeiten mit sich bringen können. Da ist der Friseurbesuch an sich schon etwas ungefährlicher, wenn man Corona beiseite nimmt. Es kommt selbst bei den besten Tätowierern hin und wieder vor, dass sich allergische Reaktionen ergeben.
        Man muss Tolisso jetzt nicht kreuzigen, aber eine schöne Geldstrafe sollte es schon werden. Alles andere ergibt sich sowieso von selbst, denn mit dieser Aktion hat er sicherlich die Skepsis im Verein gegenüber einer Vertragsverlängerung eher noch erhöht.

      2. Wegen (obendrein auch noch dummen und völlig unnötigen) Verstößen gegen Corona-Regeln sollte man keinen Aufriss machen? Diese Einstellung kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen.

      3. Da bin ich bei dir, wobei Tolisso ja durchaus das hat, was “Tattooerfahrung” genannt wird.
        Eine allergische Reaktion wäre also wirklich wie ein 6er im Lotto.
        Schätze das gibt so ne Stefan Effenberg-Strafe. Medial groß verkündet, um die Massen zu beruhigen, aber niemals eingefordert.

      4. @Herrispezial:
        Wenn man das eng sehen möchte, in Bezug auf die Corona-Regeln, kann man natürlich einen Aufriss machen.
        Aber dann muss man halt konsequent sein und sich über alle offensichtlichen Verstöße aufregen und Sanktionen fordern, sonst wirkt es ziemlich scheinheilig.

      5. Richtig, und das tue ich auch – denn ich bekomme unmittelbar mit, was ein zu lascher Umgang mit den Corona-Regeln für Konsequenzen hat. Dass Du den Umgang mit und die Einhaltung von Corona-Regeln deutlich entspannter siehst, ist kaum zu fassen.

      6. @Herrispezial:
        https://www.rnd.de/politik/270000-einreisen-aus-corona-risikogebieten-nach-deutschland-V3MYLXEX55DDLKBUM4576SAA7I.html

        Solange unsere politische Führung so entspannt agiert, was die Risiken angeht, bin ich auch noch entspannt. ;)

      7. Achso. Und deswegen ist es also für Dich nicht so schlimm, wenn man JETZT geltende Regeln bricht? Interessante Auffassung.

      8. @Herrispezial:
        Guckst du gerade das Spiel?
        Der Einzige, der offensichtlich seit Wochen keinen Friseur gesehen hat, ist Uli Hoeneß.
        Alle Anderen haben schön akkurat geschnittene Kurzhaarfrisuren.
        Mach mal einen Vorschlag. Die Einhaltung der Regeln ist dir doch so wichtig. Wie gehen wir jetzt damit um, dass quasi die komplette Mannschaft auf die aktuell geltenden Regeln geschixxen hat?

      9. Bitte antworte doch erstmal auf meine Frage.

        MIr ist es egal, WER die Regeln bricht. Ob es ein Bayern-Spieler, die komplette Mannschaft ist oder die Bundeskanzlerin. Wer die Regeln bricht, gehört bestraft. Ansonsten können wir es auch sein lassen. Ich fühle mich auf jeden Fall komplett verarscht, wenn ich hier seit etlichen Wochen wieder Homeschooling (neben der Arbeit im Homeoffice) machen darf und dadurch enorm belastet bin. Meine Frau arbeitet zudem im Gesundheitswesen und sieht täglich, was das Virus hier mit uns macht. Wir dürfen uns deswegen täglich Sorgen machen, dass es uns auch erwischt, da es in ihrem Umfeld nunmal jobedingt immer wieder auftaucht/ausbricht. Ich bin da rigoros. Sollen sie doch die gesamte Mannschaft heftig bestrafen. Wer glaubt, dass seine Frisur oder ein Tatoo im Moment wichtiger ist als die Berücksichtigung der Regeln, der muss dann halt ordentlich blechen.

      10. @Herrispezial:
        Vor 3 Tagen ist ein Kollege, aus einem Hochrisikogebiet kommend, nach Deutschland eingereist.
        An jedem Flughafen seiner Reise gab es Gesundheitschecks. In Deutschland gab es eine elektronische Passabfertigung. Der hat keine Menschenseele gesehen.
        Die Corona-Regeln sind brutal inkonsequent in Deutschland.
        Da fange ich ganz sicher nicht an mich aufzuregen, wenn sich jemand die Haare schneiden lässt, oder sich mal eben ne Stunde zu seinem Tätowierer setzt.
        Du kannst dich gern echauffieren, aber dann bitte konsequent. Die letzten Wochen hast du dich jedenfalls nicht über offensichtliche Coronaverstöße aufgeregt.
        Sobald es einen Spieler betrifft, den du nicht so gut leiden kannst, holst du aber sofort die Fackel raus.
        Das ist schon auffällig.

      11. Wieder hast Du nicht auf meine Frage geantwortet. Aber ich denke, es ist auch so klar geworden, wie Du über die Beachtung der Corona-Regeln denkst.

      12. @Herrispezial:
        Eigentlich dachte ich schon, ich hätte bezugnehmend auf deine Frage, deutlich erklärt, warum ich kleinere Regelverstöße nicht so schlimm finde.
        War nicht so schwer zu verstehen.

      13. Ja, Deine Haltung zu den Regeln ist deutlich geworden.

      14. @Herrispezial:
        Wenn es dir doch deutlich geworden ist, warum behauptest du dann, ich hätte deine Frage nicht beantwortet?

      15. Es gab keine direkte Antwort – deswegen habe ich nachgefragt. Und um 17:31 hast Du dann ja explizit gesagt, dass Du Regelverstöße nicht schlimm findest.

    2. Klassischer Fall von wie blöd kann man denn sein?
      Kann man mal die Mannschaftskameraden fragen, was die davon halten wenn durch so einen Schwachsinn möglicherweise Infektionen in die Bubble getragen werden.

    3. Ich finde jeder frisch gestylte Profi sollte 10% seines Gehalts an die Friseureinnung überweisen um die momentan arbeits- und einkommenlosen Friseure zu unterstützen.
      Und jeder übergewichtige Profi sollte für jedes Kilo Übergewicht eine Million an Brot für die Welt spenden müssen.

    4. @Herrispezial:
      Aus meiner Aussage, dass ich “kleinere Regelverstöße nicht so schlimm finde”, machst du die Behauptung, ich würde Regelverstöße nicht schlimm finden. Zwischen den Sätzen liegen Welten. So falsch kannst du das gar nicht unabsichtlich verstanden haben.
      Das ist selbst für deine Verhältnisse ein neuer Tiefpunkt.
      Völlig daneben, was du hier abziehst.

      1. Du findest Regelbrücke in Sachen Corona nicht so schlimm, wenn es um ein völlig unnötiges Tatoo geht, auf das man nun locker auch noch eine Weile verzichten kann. Tolisso sucht aktiv einen Weg, bestehende Regeln wegen einer so nebensächlichen Sache zu brechen und findet sie auch. Dazu trägt er nicht einmal eine Maske. Und das ist dann nicht so schlimm für Dich. Wo hier der Tiefpunkt ist, kann ja jeder recht gut erkennen.

      2. @Herrispezial:
        Der Tiefpunkt liegt eindeutig bei dir und deiner bewussten Verfälschung von getätigten Aussagen.

      3. Meine Güte, dann entschuldige bitte, dass ich das “kleinere” vergessen habe. Dass es für Dich anscheinend dennoch nicht sonderlich schlimm ist, dass jemand vorsätzlich Corona-Regeln für eine völlig unnötige Konsumhandlung bricht (der Tätowierer wird ja sicherlich nicht zufällig bei ihm geklingelt haben), ist ja dennoch verbrieft. Da könnte man dann ja trefflich streiten, ob das noch ein “kleineres” Vergehen ist. Für mich ist das ein absichtlicher, geplanter Verstoß, um eine egoistische und problemlos verzichtbare (und aufschiebbare) Konsumhandlung zu vollziehen. Da ist nicht wie eben mal auf dem Supermarktparkplatz die Maske zu vergessen.

      4. @Herrispezial:
        https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/versuchte-einreisen-mit-gefaelschten-corona-tests,SNa7Z7E

        Setz das mal in Relation, gerade mit dem Wissen, dass die ganze Mannschaft mit schön akkuraten Kurzhaarschnitten auf dem Platz stand und somit alle geplanter Verstöße und egoistische und problemlos verzichtbare (und aufschiebbare) Konsumhandlungen vollzogen haben.
        Den Stab brichst du aber merkwürdigerweise nur über Tolisso. Wo war die letzten Wochen dein Aufschrei?

      5. Hier ist ein Blog über den FCB. Und Tolisso ist ein FCB-Spieler. Vielleicht hilft es Dir, den Bezug zum FCB zu verstehen und warum ich dazu schreibe und nicht über Einreisen mit gefälschten Tests oder Politikerfrisuren. Wie die Spieler zu ihren Kurzhaarschnitten kommen, weiß ich nicht. Derzeit schneidet meine Frau mir die Haare mit einer Maschine – so schwer ist das nicht.

      6. @Herrispezial:
        Es ging aber grundsätzlich um die Einhaltung der Corona-Regeln. Du kamst sogar mit der Bundeskanzlerin und deiner im Gesundheitswesen arbeitenden Frau. Da fehlt mir auch der Bezug zum FCB, plötzlich legst du aber ganz viel Wert drauf. Warum bloß?
        Hier ging es grundsätzlich um Verstöße. Und da ist Tolissos Nummer eben ein eher kleiner Verstoß.

        Wenn du wissen willst, wie Fussballprofis zu ihren Frisuren kommen, empfehle ich dir den aktuellen Podcast der Kroos-Brüder.
        Achtung Spoiler: Die kriegen ihre Haare nicht von ihren Frauen geschnitten. ;)

        Mir ist es ehrlich gesagt völlig egal, worüber du dich aufregst, bin mir aber sehr sicher, dass du bei identischem Vergehen, andere Spieler eher milde beurteilen würdest.
        Da wir eh nicht auf einen Nenner kommen werden, breche ich das jetzt hier ab.

        Achte in Zukunft bitte drauf, dass du mir keine Dinge in den Mund legst, die ich nicht ansatzweise so gesagt habe. Das ist einfach mies.

      7. Dass wir nicht nur hier nicht auf einen Nenner kommen, ist doch eh klar. Warum also äußerst Du Dich dann immer wieder zu meinen Beiträgen? Mir ist der Grund schon klar. Aber ich werde auch weiterhin hier posten. Nur werde ich Dich in Zukunft besser wieder ignorieren. Da hat ja eine Weile schon mal sehr gut geklappt.

  6. Bei Boateng sieht man gut, dass er brav daheim geblieben und nicht zum Friseur gegangen ist, der Undercut muss selbst rasiert sein, so katastrophal wie der aussieht.

    Toller Kopfball zum 1:0, Müller doing Müller Things – Schuss komplett vergurkt, deswegen drin, beim Gegentor wieder ganz schlecht verteidigt alle.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Bei Müller habe ich anfangs auch gedacht, dass er wieder viel vergeigt (alleine die Flanken waren nicht so doll). Und dann macht der die komischen Dinge (Ball an die Latte, Tor).

  7. Die Aufstellungen pro Alaba/Davies und gegen Hernandez lassen sich auch nur noch mit dem Triple-Bonus rechtfertigen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dieses Mal kann man Flick nur zugutehalten, dass Hernandez eine Weisheitszahn-OP hatte und deswegen vielleicht nicht ganz fit ist für 90 Minuten. Man kann sagen, dass Davies und Pavard sich zwar etwas verbessert zeigen, aber in der Defensive geradezu Hochrisikofaktoren darstellen. Bei Bebous erster Chance vertändelt Davies in der Entstehung den Ball, bei Bebous zweiter Chance verhindert Pavard die Flanke nicht und beim Gegentor ist die linke Seite total offen. wenn Pavard und Davies im Gegenzug nach vorne eine gelungene Aktion nach der anderen hätten, könnte man hier noch toleranter sein, aber da dies kaum der Fall ist, entrspricht das derzeit mMn in keinster Weise den Anforderungen, die man an einen Außenverteidiger stellen darf.
      Etwas provokante Frage: Roca mag defensiv seine Schwächen haben (heute eher nicht zu sehen), aber wäre das so schlimm, wenn man sich darauf verlassen könnte, dass die Außenverteidiger ihren Raum verteidigen könnten. Ich sehe es eher so, dass Roca bislang immer in den saueren Apfel beißen musste, weil zwei andere defensiv schwache Spieler (Pavard und Davies) sehr häufig den defensiv deutlich stärkeren Alternativen Süle und Hernandez vorgezogen wurden und werden. Aber wenn das nun mal besser zum System passt, muss es ja in Ordnung sein.
      Hoffentlich geht heute nicht wieder ein Spiel mit 2 Toren Vorsprung wegen taktischer Unzulänglichkeiten einiger Defensivspieler in die Hose.

      1. Davies total von der Rolle

      2. Wie (leider) fast immer in dieser Saison, egal ob vor oder nach seiner Verletzung. Bis auf das Spiel in Leverkusen als er Bailley anmeldete, wirkt Davies derzeit für mich wie wenn es die Phase zwischen Oktober 2019 und August 2020 nicht gegeben hätte und wir einen jungen Spieler aus Übersee erleben, der einige gute Ansätze zeigt, aber technisch und taktisch völlig überfordert wirkt.

  8. Boateng heute übrigens mal wieder mit einer starken Leistung. Wenn wir mit ihm nicht verlängern, dann machen wir m.E. einen Fehler, selbst wenn Upamecano kommt. Roca war auch ganz ok, wenngleich man an seiner gelben Karte sehen konnte, warum Flick ihn nicht so gerne bringt. Er hat immer wieder so gefährliche Fouls drin, die ihm eine Karte einbringen. Da fehlt einfach die Cleverness, denn er steht dann ganz schnell an der Schwelle zu gelb-rot, weil sein Zweikampfverhalten etwas ungeschickt ist.

    Ansonsten sind die beiden AVs aus meiner Sicht schon Sorgenkinder. Pavard und Davies sind einfach weit weg von ihrer Form aus dem letzten Frühjahr/Sommer. Und Neuer mal wieder bärenstark.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. bei jedem Spieler/Sportler wird gesagt, dass Spiel-/Wettkampfpraxis wichtig für’s Timing ist. Deshalb finde ich es nicht ganz sauber, wenn man Roca dafür kritisiert, wenn ihn in einem Spiel mal ein Spiel verspringt und er deshalb das Foul ziehen muss, um den Konter zu verhindern. Ich fand ihn heut solide. Darauf kann man absolut aufbauen.

      Alaba wieder mit 1-2 Stellungsfehlern. Zu Davies wurde oben schon etwas geschrieben, dem ich zustimme. Wenn Hernandez heute nicht fit war, OK. Sonst hätte er eingewechselt werden müssen. Pavard fand ich schon etwas verbessert, aber auch noch nicht wirklich stark.

      Wiedermal: Neuer, Kimmich, Lewandowski, Müller…und heute auch noch der “alte” Boateng. Das sind schon immer wieder die selben Stützen, die uns durch die Saison tragen. Was umso erstaunlicher ist, als die 3 Alten echt sagen könnten: “Jetzt hab ich wirklich alles erreicht. Sollen die jungen mal mehr tun.”

  9. SZ treffend zu Roca:
    “Bekam nach Leon Goretzkas positivem Corona-Test die Chance von Beginn an und nutzte sie. Spielte ein gutes Spiel, forderte viele Bälle, bekam viele Bälle, stellte mit den Bällen auch oft etwas Sinnvolles an – klassische spanische Schule, die in München ja geschätzt wird. Sorgte für Stabilität im Zentrum und hatte auch noch eine gute Schusschance. Kimmich wurde mit zunehmender Spieldauer immer offensiver, weil er merkte, dass der 24-Jährige das im Griff hatte. Zeigte schon bei seinen bisherigen Einsätzen gute Ansätze, machte sich aber durch einen Platzverweis (gegen Salzburg) oder durch einen verschossenen Elfmeter (gegen Kiel) vieles selbst kaputt.”

  10. Roca muss jetzt weit vor Tolisso stehen
    In jeder Hinsicht

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