1:0! Schalke mit Ballbesitz erdrückt

Maurice Trenner 03.03.2020

Pokalabend. FC Schalke gegen Bayern München. Was früher zu großen Duellen führte, war in dieser Saison eine eindeutige Sache. Mit 3:0 und 5:0 hatte man die Königsblauen in den direkten Duellen deutlich geschlagen.

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellungen

Im Vergleich zum Spiel am Wochenende bei seinem Ex-Verein wechselte Trainer Hansi Flick auf zwei Positionen. Goretzka und Tolisso rückten für Boateng und Torschütze Zirkzee in die Startelf und bildeten mit Thiago das Mittelfeldtrio. Kimmich durfte somit nach langer Zeit einmal wieder in der Innenverteidigung ran, da Boateng krank und Hernández verletzt fehlten. Interessanterweise blieb Pavard auf der Rechtsverteidigerposition. Im Sturm bildeten Coutinho, Müller und Gnabry die Dreierreihe.

Auf der Bank saß neben dem wiedergenesenen Martínez und Winterneuzugang Odriozola ansonsten die Cremé de la Cremé der Bayern-Amateure. Mit Dajaku und Batista-Meier saßen somit auch zwei Akteure auf der Bank, die morgen die bayerische U19 gegen Dinamo Zagreb zum Sieg in der UEFA Youth League schießen sollen.

Auf Seiten der Schalker wechselte Coach David Wagner munter durch. Kabak, Harit, Gregoritsch und Raman mussten zu Beginn im Kalten sitzen. Die prominenteste Änderung erfolgte im Tor. Dort ersetzte Schubert den bisherigen Stammkeeper Nübel, der in den vorigen Partien nicht fehlerfrei spielte. Der Jugendnationalspieler wechselt zudem bekanntermaßen im Sommer an die Isar. 

Die erste Halbzeit

Die Sturmreihe sortierte sich zu Beginn mit Müller als Neuner, Gnabry auf dem rechten und Coutinho auf dem linken Flügel. Die erste Chance des Spiels gehörte allerdings den Hausherren. Ex-Bayer Schöpf zirkelte aus der Distanz am Pfosten vorbei.

Auch in der Folge schafften es die Schalker durch ihr tiefes 5-4-1 die Bayern weit nach vorne zu locken. Durch ein Doppeln auf den Außen machte man gerade Davies seine gefürchteten Tempoläufe schwer. Gleichzeitig blieb man bei Kontern gefährlich, da man die weit aufgerückten Münchner immer wieder überspielen konnte. So entstand auch die größte Chance der Schalker, als McKennie auf Burgstaller flankte, der sich in den Ball warf, aber nur die Latte traf.

Aus einer ähnlichen Situation kam Schalke sogar zu einem Tor, das jedoch zurecht wegen Abseits aberkannt wurde. Matondo lief mit Tempo auf die unsortierte Münchner Hintermannschaft zu und steckte den Ball zu Burgstaller durch, der einschob. Der Stürmer stand dabei jedoch einen halben Meter im Abseits.

Die einzigen Chancen der Gäste ergaben sich zu diesem Zeitpunkt durch Abpraller. Pavard und Müller scheiterten jedoch aus der Distanz an Schubert. Die größte Chance der Münchner war ausgerechnet ein Kopfball von Todibo, der seinen eigenen Keeper zu einer Glanzparade zwang.  

Der beste Spielmacher bei den Roten war an diesem Abend der Zufall. So auch beim Führungstreffer: Eine Ecke von Coutinho klärte Schalke vor die Füße von Kimmich, der aus sechzehn Metern den Ball per Dropkick nahm. Sein Schuss hoppelte ins Tor (40.). Mit der 1:0-Führung ging es nach einer insgesamt ernüchternden Hälfte zum Pausentee.

Die zweite Halbzeit

Ohne Wechsel ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Und so lief das Spiel auch wie schon in Hälfte eins. Bayern mit erdrückend viel Ballbesitz, aber ohne jeglichen echten Zug zum Tor. Alleine vereinzelte Ecken vermochten etwas Torgefahr zu versprühen. Zwar waren die Schalker harmlos, jedoch war der Vorsprung der Münchner alles andere als komfortabel.

Nach einer Stunde traf Coutinho aus der Distanz per sehenswertem Abschluss die Latte. Die Szene stellte das absolute Highlight der zweiten Halbzeit bis dahin dar. Wagner reagierte als Erster und brachte Raman für Boujellab, um die Offensive zu stärken. Eine Minute später hatte der Joker eine Riesenchance zum Ausgleich. Erneut enteilte Matondo der Münchner Defensive. Seine Hereingabe konnte Raman aus fünf Metern nicht verwerten. Thiago hatte den Schützen im letzten Moment durch ein Spitzeln des Balls noch stören können.

Das Spiel wurde nun etwas intensiver. Die Bayern-Spieler wussten nun, dass sie hier den Deckel drauf machen müssen. Gnabry und Müller kamen innerhalb kurzer Zeit zu guten Chancen. Am sehenswertesten war sicher ein Fallrückzieher von Goretzka, der jedoch zu hoch angesetzt war. 

Während die Zeit den Schalkern weglief, brachte Wagner Kutucu für seinen gefährlichsten Spieler Matondo. Bei den Bayern ersetzte Zirkzee den blassen Tolisso. Dadurch rückte Müller zurück ins Mittelfeld. Als letzten Wechsel auf Seiten der Königsblauen sollte Gregoritsch die Offensive zum Laufen bringen. Doch auch der Österreicher vermochte das Ruder nicht mehr herumreißen.

Am Ende einer ereignisarmen Partie steht letztlich ein glanzloser 1:0-Sieg. Dank dessen zieht der Rekordmeister also ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Der Matchplan von Wagner, selbst bei Rückstand in der 85. Minute noch auf Konter zu spielen, wird auch nach dem Abpfiff nicht ganz klar. Den Bayern soll es jedoch recht sein. Das Halbfinale wird am 21./22. April ausgetragen.

Drei Dinge, die auffielen

1. Flicks Plan mit Tolisso und Goretzka

Die Aufstellung mit Tolisso und Goretzka überraschte beim ersten Lesen zumindest ein bisschen. In der Vergangenheit waren sich die beiden Spielertypen oft zu ähnlich gewesen, verfügen sie doch über sehr ähnliche Qualitäten. Nach wenigen Minuten war der Plan, den sich Flick ausgedacht hatte, jedoch auf dem Rasen sichtbar.

Ohne den etatmäßigen Stürmer Lewandowski und Youngstar Zirkzee sollten die beiden offensiv starken Mittelfeldspieler immer wieder Müller im Sturmzentrum unterstützen. Oder gar ersetzen, wenn der Raumdeuter mal wieder auf einen seiner Läufe ging. Bei Verlagerungen auf die Außen sollten beide zudem in den Strafraum nachrücken, um durch ihre Läufe Überzahlsituationen zu kreieren und damit die Verteidigung zu falschen Zuordnungen zwingen. Gerade bei Flanken sind beide eine Gefahr sowohl in der Luft als auch bei zweiten Bällen. Man könnte fast meinen, dass es Absicht war auf diesen zweiten Ball zu spekulieren und daher mehr Risiko in die langen Bälle zu legen. 

Was den Bayern damit aber abging, waren zwingende Momente im Spielaufbau. Oft standen Alaba und Kimmich vierzig Meter vor dem Schalker Tor als letzte Spieler. Allzu oft schoben sie den Ball mit Thiago im Dreieck hin und her, während Tolisso, Goretzka und Müller auf einer Linie mit der Schalker Fünferkette standen. Ohne Staffelung gab es auch keine Verbindungen in die Spitze.

Dies führte dazu, dass sich die Bayern über die gesamte Partie kaum Chancen aus dem Spiel kreieren konnten. 

2. Alaba ist noch nicht Prime-Boateng

Bereits am Wochenende hatte man es immer wieder gesehen: Der lange Ball ist zurück. Als Mittel, um die tiefstehenden Schalker zu überspielen, versuchten die Münchner immer wieder auf hohe und weite Pässe über die Abwehrkette zu setzen. Gerade in den Anfangsminuten wollte man hier mit getimten Laufwegen und genauen Pässen in den Sprint Schalke überrumpeln.

Allerdings zeigte sich, dass die Abstimmung hierfür noch fehlte. Einige Bälle verendeten im Nirgendwo, während andere zwar den Weg zum Mitspieler fanden, jedoch nicht zu Chancen führten. Während besonders Alaba bei langen Bällen in den letzten Wochen besonders brillierte, ist der (Aushilfs-)Innenverteidiger noch nicht auf dem Niveau angekommen, das Boateng – oder auch Hummels – zu seiner besten Zeit hatte. Es wird also noch etwas dauern, bis der Österreicher gegnerische Hintermannschaften so gekonnt filetiert, wie es sein Mitspieler unter Guardiola vermochte. 

Andererseits gehören zu einem Pass natürlich immer zwei Spieler. Mit Lewandowski fehlt Alaba hier der Konterpart, der sonst oft als Empfänger auf einem langen Ball steht und diese auch hervorragend antizipiert. Diese Harmonie war mit Müller, Goretzka und Tolisso so nicht gegeben. Es wird spannend zu sehen sein, ob Flick diesen Ansatz in der Zeit ohne Lewandowski gegen tiefstehende Teams weiter verwenden wird. 

3. Die Mär der Konterabsicherung

Einhergehend mit der hohen Positionierung der Münchner im eigenen Angriffsspiel, schlich sich auch ein alter Bekannter ins Bayern-Spiel ein. Die Konterabsicherung war speziell in der ersten Hälfte sehr wackelig. Schalke kam gleich mehrmals durch schnelle Angriffe zu gefährlichen Chancen. Zur Pause hätte man sich – nur basierend auf den Chancen – sogar über einen Rückstand nicht beschweren dürfen.

Die Kombination aus zwei hohen Achtern plus weit nach vorne geschobenen Außenverteidigern stellte sich als höchst riskant heraus. Bei einem einfachen Ballverlust, beispielsweise nach einem misslungenen langen Ball, waren die zentralen Kimmich, Alaba und Thiago oftmals auf sich alleine gestellt. Gerade der schnelle Matondo bereitete diesem Trio dann einige Probleme.

Es hat seinen Grund, warum Flick am liebsten mit Thiago und Kimmich im Mittelfeld spielt. Deren Stärken liegen nicht nur im Spielaufbau, sondern auch im Spiel ohne Ball. Das kommt sowohl beim Gegenpressing aber auch in der Absicherung zu Tage. Flick wird sicher hoffen, dass ihm Hernández und Boateng bald wieder zur Verfügung stehen, damit er sein Mittelfeld-Duo wieder aufstellen kann.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Komplette Kontrolle
    Verdienter Sieg
    Ultras S04 und FCB in der Box wie es sich gehört
    Bleibt so zahm und lieb dann passiert Euch nix

    Liverpool 0:2 bei Chelsea verloren

    Kimmich motm
    Thiago hervorragend

    Ab heute fordern wir Vertrag für Flick

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    1. Freu es dich,dass keine Plakate gekommen sind, meen Jung :-)
      Der Rückpass von Kimmich motm …

  2. Für mich eines der schwächeren Spiele der noch jungen Flick-Ära: Hinten anfällig, vorne harmlos.

    Aus meiner Sicht gings heute mit der von Justin hervorragend analysierten “Spielidee” gründlich schief. Das liegt wohl daran, dass in der Offensive ein zentraler Spieler mit Zug zum Tor gefehlt hat, und Müller / Tolisso / Goretzka nicht harmoniert haben.

    Nicht umsonst ging auch in der N11 Jogis Plan am besten auf, als noch Klose vorne traf oder Bälle verteilte. Mit Götze, Reuss etc. im Zentrum – Fehlanzeige.

    Ich bleibe dabei: Offensives Spiel ohne einen sehr starken zentralen Man wie Lewa, Messi, Klose, CR7… bleibt oftmals brotlose Kunst.

    Insgesamt Freude übers Weiterkommen und vor allem ein friedliches Spiel auch von Fanseite.

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    1. Bin bei dir: Müller, Tolisso und Goretzka schwach!
      Goretzka regt mich sogar dermaßen auf! Chancenverwertung mehr als bescheiden!

      1. Die Mannschaft hat sich halt mehr oder weniger von selbst aufgestellt.

      2. Das war jetzt auch kein Spiel fr zentrale MF Spieler wenn die mit 11 Mann die Räume eng machen.
        Weiß generell nicht warum goretzka hier immer so schlecht gesehen wird, ich finde er gibt dem Spiel etwas das sonst keiner beim fcb hat und ist immer Torgefährlich, reißt Lücken und produziert Unordnung und Überzahl.

      3. @AlanMcInally: Warum? Goretzka hat gestern 18% seiner Zweikämpfe gewonnen, um mal einen Aspekt zu nennen.

  3. Auch wenn in der Ausführung nicht immer alles so klappt wie z.B. bei dem genialen Hoffenheim-Spiel (als noch gespielt wurde), so kann man doch sagen, dass Flick mittlerweile die Basisgrammatik seines Systems erfolgreich etabliert hat. Das wirkt sehr durchdacht und gefestigt, mit klugen Ballstafetten, längeren Ballbesitzphasen, dann wieder eingestreuten Vertikalpässen, flach in Schnittstellen oder hoch in den Rücken der Abwehr, solidem Ablaufen der Konteransätze. Auch wenn es nicht zu vermeiden ist, dass dann manchmal welche durchkommen und es gefährlich wird, aber niemand wird ernsthaft verlangen, dass wir nie mehr Gegentore kassieren. Die Dominanz ist zurück, Thiago der überragende Denker und Lenker, und – ohne es zu beschreien – auch Coutinho wirkt deutlich verbessert. Bei manchen Situationen schoss mir heute durch den Kopf: “Wenn doch nur Lewa da wäre…”, aber Chancen gab es wahrlich genug ( u.a. 2x Aluminium). Von meiner Warte aus darf Flick ruhig länger bleiben.

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    1. Sehe ich genauso. Es macht wieder Spaß dem Spiel zuzusehen und man hat das Gefühl, dass hinter all dem ein System steckt, welches die Spieler auch verstehen/akzeptieren und in dem sie gut bis optimal eingesetzt werden. Ich würde Flick auch gerne länger auf der Trainerbank sehen, ich ziehe meinen imaginären Hut vor dem, was er aus der Mannschaft gemacht hat.

  4. Arbeitssieg und Halbfinale, das fasst es eigentlich schon zusammen.
    Erstaunliche Aufstellung, die auch nicht so richtig funktioniert hat.
    Die Umstellungen: Müller als MS? Immer schon nicht so lustig. Kimmich als IV? Hoffentlich nicht gegen Gegner die Fußball spielen. Tolisso als Achter? Musste wohl auch noch sein. Goretzka als Zehner? Wie immer.

    Und so war vom Anfang an Sand im Getriebe, ein sehr gemächlicher Spielaufbau, hinten ab und zu sehr luftig.
    Da ich nicht annehme, dass das der Plan B war, war es wohl einfach nicht so gut.

    Wobei guter Fußball gegen diesen Steinzeitfußball der Schalker auch nicht so einfach war. Selbst als FCB der einiges gewohnt ist, muss man sagen so was destruktives sieht man eher selten. Zumindest dürften wir bei dem minutenlangen Ballgeschiebe vor ihrer Abwehrfront zumindest nicht zuviele Körner verbraucht haben.

    Im Grunde war das heute so ziemlich das letzte Aufgebot und hoffentlich kommt nun der eine oder andere zügig zurück. Wenn man schon vom letzten Aufgebot spricht, muss man heute konstatieren, dass Odriozola hier offensichtlich eine Art Tasci 2.0 wird.
    Richtig gut heute eigentlich nur zwei, Alaba und Thiago. Die anderen mal mehr, mal weniger Durchschnitt.

    Und jetzt heißt es: Über Saarbrücken nach Berlin!

  5. Will ja kein Wasser in den Wein schütten, aber Schalke? Puh, so defensiv aufzutreten in einem Pokalheimspiel und das auch noch bei Rückstand. Da musst als Fan schon leidensfähig sein.
    Ach geht’s uns gut.

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    1. Die haben halt zuletzt gegen uns 0:4, gegen RaBa 0:5 und gegen Köln 0:3 verloren. Dazwischen gab es noch Unentschieden gegen Ligagrößen wie Mainz, Paderborn und Hertha. Dass die nicht locker-flockig nach vorne spielen, ist klar.

    2. Ich fand’s auch grausam – aber objektiv betrachtet war Schalke gar nicht so weit vom Weiterkommen entfernt: Wenn die in der ersten Halbzeit ein Tor schießen, gewinnen sie womöglich. Unsere Offensivbemühungen waren nicht sehr überzeugend.

      1. Naja mal nicht übertreiben Mirko. Unsere Jungs waren im Verwaltungsmodus, aber hätte Schalke ein Tor gemacht, hätte man jederzeit ein paar Gänge hochschalten können, daran habe ich keine Zweifel.

        Habe während des Spiels ein paar Kommentare von Schalkefans verfolgt und die waren durchaus zufrieden mit der Leistung im Vergleich zu den Spielen davor.

      2. @Kurt
        Ja, das akzeptiere ich. Sie spielten mit angezogener Handbremse, das war vernünftig – und hat ja schließlich auch gereicht.

        Meine Zweifel beziehen sich auf das Umschalten im Krisenfall: Sollte das (die kommenden wichtigen Spiele werden es wahrscheinlich zeigen) gelingen, dann wäre die Mannschaft wirklich schon sehr reif und gefestigt. Aber ich kann es nicht ganz glauben. Auch in der Partie gegen Leipzig beispielsweise hat es nicht geklappt.
        Manchmal kommt mir die Mannschaft in dieser Beziehung ein bisschen ‘einfältig’ vor.

    3. wohlfahrt, der Kommentar von Wagner zu der Spielweise war doch sehr eindeutig- ” man muss auf die eine Chance warten und sie nutzen. Wenn du gegen die Bayern hier 2:0 oder 3:0 hinten liegst, hast du keine Chance mehr. Die hatten – siehe Trainer – einfach Schiss vor dem nächsten Gegentor.

      1. Die Aussage von Wagner macht die Sache auch nicht besser.
        Das will ich ja damit sagen, die stehen in einem Viertelfinale trotz Rückstand mit 10 Mann hinten drin und haben die Hosen voll.
        Und hier wird gejammert weil Davies mit 19 noch Stellungsfehler hat oder unsere Ersatzbank mit Perisic und Goretzka nicht Weltklasseniveau hat oder ein Double nicht spielerisch wertvoll genug gewonnen wird.
        Klar, andere Ansprüche. Aber wir dürfen glücklicherweise auf diesem hohen Niveau jammern. Sollte man sich bei solchen Spielen wie gestern mal wieder in Erinnerung rufen.

      2. Aber es erklärt es.
        Wagner war sich wohl völlig darüber im klaren, was passiert, wenn er zu früh aufmachen lässt. Dann steht es eben ruck-zuck 2:0 oder 3:0 und dann ist die Messe schon viel früher gelesen.
        Und es ist ja nun nicht so, dass die keine Chancen hatten. Das Burgstaller-Ding an die Latte kann auch passen.
        Und Kimmich kann sich bei Neuer bedanken, dass der so weit draußen war, sonst ist da auch einer durch.
        So ganz falsch lag er ja nicht mit seinem Plan – ob es dann wirklich gereicht hätte, steht auf einem anderen Blatt.

      3. @Anton: Findest du die Denke und Herangehensweise von Wagner in diesem Fall in Ordnung?
        Weil ich kann mich erinnern, dass sich die Begeisterungsstürme und auch das Verständnis in Grenzen hielten, als wir es gegen Liverpool auf ähnliche Weise versuchten.

      4. @wohlfarth
        Du willst doch nicht ernsthaft Schalke mit dem FCB vergleichen? Wo kämen wir denn da hin?

      5. Wer sagt, dass ich das gut finde – es ging ja nur um die von Wagner gelieferte Begründung, warum sie so gespielt haben.
        Ob man das klasse findet, steht auf einem anderen Blatt.

  6. Also,ich mache es kurz :
    1:0 gewonnen.Eine Runde weiter :)
    Dieses Spiel wird in die Analen der vergessenen Spiele eingehen und das ist auch gut so.

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  7. Ein erfreulicher Fussball-Abend :-))

    Und morgen gehts dann weiter bzw. ‘nach dem Spiel ist vor dem Spiel’.

  8. Selten dass ich einem Spielbericht bei MSR widerspreche aber ich sah die Partie in weiten Strecken deutlich positiver.

    Da erstmals auf allen Positionen eigentlich nur Mittelfeldspieler auf dem Platz waren, entstand für einen so defensiv ausgerichteten Gegner ein doch recht interessant breit aufgezogenes Kurzpassspiel. Mit Goretzka als schleichender Tiger hinter dem Sturm gab es interessante Aktionen im 16er, selbst Coutinho schien mir für seine Verhältnisse ganz gut eingebunden. Wenn Goretzka, Müller und er seine Chancen machen, steht es schnell 3:0.

    Insgesamt schienen die Spielzüge über weite Strecken einstudiert und teilweise auch weniger eindimensional, als mit dem klassischen 9er Lewandowski. Alles in Allem eine interessante Variante, die Flick da ausprobiert hat. Mit 2 laufstarken IV entsteht nach vorne nochmal mehr Bindung und Alaba und Davies können bei kritischen Gegenzügen fast jeden Gegner problemlos einholen. Dass Thiago eines seiner besten Spiele macht ohne Kimmich an seiner direkten Seite, überrascht nicht. Es sieht fast so aus, als ob er vielleicht wirklich – rechtzeitig zum Endspurt – in die Form von letzter Hinrunde kommt. Glückwunsch auch an Kimmich für sein Tor, der Junge rackert und arbeitet, wo er gebraucht wird.

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    1. Ich bin auch voll bei dir. Ich fand das Spiel hat viele positive Aspekte gezeigt.
      Ich persönlich fand Alaba sehr gut und bin froh, dass er kein Prime Boateng ist. Seine “Laserpässe” sind zwar legendär, aber die hätten gestern auch keineswegs bei dieser defensiven Ausrichtung etwas gebracht.
      Daher war die Abwechslung zwischen gechipten und flachen Pässen gut abgestimmt.
      Die Konterabsicherung hat des öfteren v.a. wegen versprungenen Bällen nicht geklappt. Und wenn die Schalker Mal durchgekommen sind, dann weil sie eben auch Bundesligaspieler sind. Sie dürfen das auch :D
      Das Spiel hat deswegen auch v.a. von der Spannung gelebt ob das 0-2 oder das 1-1 fällt bzw. das 0-1 reicht.
      Trotz des Ballbesitzes hätten sich die Bayern nicht wirklich beschweren dürfen, wenn das Spiel sich anders entwickelt, auch wenn der Sieg über 90 Minuten sehr verdient war.

      Herausheben möchte ich tatsächlich Thiago. Er hat eine sehr positive Entwicklung unter Flick genommen. Mir fällt auf, dass er sich nicht mehr so sehr auf seine “Spielchen” konzentriert (no-look Pass, Pseudo-Chips, etc.), sondern kämpft und straight die Vorgaben befolgt. In der Form könnte er noch unheimlich wichtig werden!

      Dagegen wünsche ich Tolisso, dass er sich auch positiver entwickelt. Ich befürchte, dass er im Kopf nicht so dabei ist. Er ist ggf. etwas von seiner Rolle innerhalb des Teams enttäuscht und kann daher, wenn er die Chance bekommt, nicht abrufen, was er könnte.

      1. “Herausheben möchte ich tatsächlich Thiago. Er hat eine sehr positive Entwicklung unter Flick genommen. Mir fällt auf, dass er sich nicht mehr so sehr auf seine “Spielchen” konzentriert (no-look Pass, Pseudo-Chips, etc.), ”

        Du meinst Coutinho, oder?

  9. Was für ein müder Kick. Aber natürlich völlig verdienter Sieg.
    Das Highlight des Abends fand aber eh zwischen Batz, äh: Saarbrücken und Düsseldorf statt.
    Was der Kerl da an Schüssen herausfischte und dann noch die zig gehaltenen Elfmeter: Wahnsinn! Hat richtig Spaß gemacht.

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    1. Und sollte dementsprechend mit einem Halbfinale gegen den Rekordmeister belohnt werden. :)

      1. Ganz genau! Die sollen noch mal tief in die Schatulle des DFB fassen dürfen! ;)

  10. Das Schalke defensiv spielen wird war klar aber das sie sich dermassen einigeln und auf einen Glückskonter hoffen war schon eine Art Offenbarungseid. Es wollte nicht wirklich Pokalstimmung aufkommen, zu sehr wurde das Spiel von uns kontrolliert. Auch in den Interviews der Spieler konne man heraushören das sie von der defensiven Spielweise überrascht wurden.
    Erkenntnis des Abends: Mit Thiago unbedingt so schnell wie möglich verlängern. Was er von Spiel zu Spiel liefert ist einfach überragend mit Sternchen und ist für mich mittlerweile das Herz dieser Mannschaft. Bei einem Saisonrückblick auf MiaSanRot hat er sich definitiv einen eigenen kompletten Artikel verdient.

    Und noch was zum Thema Fans. Bei Saarbrücken / Düsseldorf hat man gesehen was es bedeutet Fan zu sein. Kein Plakate, Banner und Co. sondern geschlossen die Mannschaft anfeuern und zur Sensation treiben. Die Gefühlsexplosion am Ende war das geilste was ich seit langem im Fussball gesehen habe.

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    1. Dafür müsste man sich aber für das Spiel interessieren und hingucken. Unsere Ultras hätten ja vor lauter Fähnchen schwenken, Spruchbänder hochhalten, Pyro abbrennen und monotone Lieder trällern gar nicht mitbekommen, dass es ein Elfmeterschießen gibt :-)

    2. Super Kommentar
      Thiago ist natürlich absolut herausragend aber Alaba spielt auch wirklich seit Wochen sehr gut.
      Um 2022 realistisch eine Chance zu haben muss man mit Neuer Müller Alaba Thiago verlängern.

      Vielleicht sollte man einigen Ultras einen kostenlosen Workshop in Saarbrücken anbieten; Thema: wie Supporte ich meinen Club ohne Verantwortliche Spieler Mitglieder Fans zu beleidigen?

      1. Ja, 2022 wäre man wahrscheinlich stärker, aber 2023 stünde dann der nächste Umbruch an… Schwierige Entscheidung.

    3. @Pat
      SKANDAL. Warum wurde das Spiel nicht abgebrochen? Und in Schalke haben sie Uhrensohn zu ihrem ehemaligen Torwart gesagt :-)

  11. Ich hatte gestern zum ersten Mal seit ich Bayernspiele sehe das Gefühl, dass das Team überhaupt kein Tor schießen will.
    Schon von Minute eins an spielte man nach dem Motto – Hauptsache hinten fällt keiner rein, irgendwie werden wir vorne schon einen rein würgen.
    Und genau so sah das Spiel auch aus. 104% Ballbesitz und trotzdem kam der Gegner vor allem in der ersten HZ zu vielen gefährlichen Chancen.
    Gestern hatte auch Müller wieder Normalform. Zwischenzeitlich 12 Fehlpässe am Stück. Hacke, Spitze, Fehlpass, Ballverlust oder kilometerweit am Tor vorbei, obwohl 2 Mitspieler völlig frei stehen.
    Auch Tolisso hat gestern wieder eindrucksvoll bewiesen, warum er so selten auf dem Platz steht. Er hat Müllers Nicht-Leistung sogar noch deutlich unterboten und ich war mir sicher, wenn der durchgespielt hätte, hätten wir das Spiel noch verloren.

    Das 1:0 von Kimmich spiegelt die Einstellung des Teams ganz gut wieder, finde ich. Ein Glückstreffer aus der zweiten Reihe nach einem Eckball.
    Sicher war das Team nach 3 Auswärtsspielen innerhalb eine Woche müde. Aber wenigstens ein bisschen nach vorne spielen wollen hätte sicher ganz gut getan.
    In HZ2 hatte man dann 90% Ballbesitz und wirklich 45 Minuten lang nur noch die Zeit runter gespielt. Pep Guardiola ist bestimmt stolz.

    Naja, Hauptsache gewonnen. Wenn man das immer schon vorher wüsste. Dann hätte ich zeitig ins Bett gehen können und wäre jetzt nicht todmüde :(

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    1. Also ich hab da ein etwas anderes Spiel als Du gesehen. Hatte den Eindruck, dass wir sehr wohl Tore schießen wollten. Aber erstens steht der Gegner mit 11 Mann 25 m vor dem eigenen Tor und zweitens war der Rasen dermaßen stumpf, dass schnelles Spiel behindert wurde. Angesichts dessen haben wir uns doch einige brauchbare Chancen erspielt. Ansonsten war der Fokus tatsächlich auf Spielkontrolle ausgelegt und das ist mE sehr gut gelungen.

      1. Ich kann Takerus Aussage schon nachvollziehen. Ich fand die Vorstellung auch ziemlich unkonzentriert: man hat vieles versucht, auch variiert, hat sich bemüht etc. – aber der letzte Biss und die absolute Konzentration waren nicht vorhanden.
        Das mag vor allem an Schalke gelegen haben, dass man sie aufgrund des vergangenen und gestrigen Spiels nicht ganz ernst nehmen konnte, aber gegen stärkere Gegner wird die gestrige Leistung nicht reichen.
        Die Jungs werden das selbst wissen und ihre Leistung entsprechend anpassen können – hoffe ich.

    2. Hmm, also mal das Spiel zusammenfassend betrachtet:

      Wir haben den Gegner, der bis vor kurzem als Meisterschaftsanwärter galt und zu Hause gespielt hat, über die gesamte Spielzeit (mit Ausnahme von 5 Kontern) in den tornahen 2/3 seiner Hälfte eingeschnürt, mit insgesamt über 80% Ballbesitz genug Chancen für ein 4:1 herausgespielt, und sind trotz mangelnder Chancenverwertung knapp, aber nie ernsthaft gefährdet ins Pokalhalbfinale eingezogen.
      Und das nennst “Nicht nach vorne spielen wollen” bzw. “Kein Tor schießen wollen” ?

      Ich kann Deine Einschätzung in keinster Weise nachvollziehen. Vielleicht macht Schlafmangel ja besonders kritisch?

      1. Naja, hier prallen zwei Extrem-Ansichten aufeinander – irgendwo dazwischen im Graubereich liegt wahrscheinlich die realistische Einschätzung des Spielgeschehens.
        Aber die aktuelle schalker Mannschaft mit dem Begriff ‘Meisterschaftsanwärter’ in Verbindung zu bringen, fünf (zum Teil) brandgefährliche Konter als Ausdruck unserer Defensivstärke anzuführen und zu behaupten, wir hätten den Gegner in dessen Drittel eingeschnürt, wobei ganz klar zu erkennen war, dass Schalke das Feld aus taktischen Gründen freiwillig geräumt hat, ist ebenfalls Ausdruck einer allzu einseitigen Betrachtungsweise.

  12. man sollte auch für seine defensiv-kritiker hier extra nochmal erwähnen, dass thiago neben einem sehr guten spiel auf der sechs auch die enscheidende grätsche am fünfmeterraum gemacht hat, ohne die raman wahrscheinlich getroffen hätte. dann würden wir hier nicht so entspannt die verlängerung et al. kommentieren…

  13. Die Mannschaft hatte nicht die letzte Frische und Flick kaum Möglichkeiten zur Rotation. Es war von einem Abnutzungskampf auszugehen mit enormen Fokus auf Fehlervermeidung. Wir standen sehr hoch und haben das gut hinbekommen. Schalke sehr tief mit Physis. Souveräne Leistung. Wenn man bedenkt dass Schalke wesentlich frischer war, war es sogar sehr gut.

  14. Die erste entscheidende Woche des Jahres 2020 mit 3 Auswärtsspielen in Folge liegt hinter uns und die Bayern knallen die Gegner mit 3 Siegen und 10:0 Toren aus den Stadien. Also ich bin zufrieden. ;-)

    Das Spiel gestern geht dann zwar eher in die Kategorie Arbeitssieg aber ich schätze, dass wir das alle verkraften können.

    Flick scheint bisher die Punkte, an denen unsere Mannschaft arbeiten muss genauso zu erkennen und ist auch stets in der Lage Lösungen dafür zu finden. Zur Zeit macht es Spaß jedes Spiel anzusehen, weil selbst wenn es nicht allzu gut läuft habe ich das Gefühl, dass es im nächsten Spiel besser sein wird und eine Entwicklung stattfindet. Die Balance unserer Mannschaft in den 2 K.O.-Spielen bisher erinnert mich bisher an die Jupp´schen Bayern. Egal ob auswärts oder daheim, da wird immer auf Sieg gespielt weil wir Bayern sind wobei auch immer mal wieder an den Stellschrauben gedreht wird um sich nicht unnötig Gegentore zu fangen nach der Devise: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Titel. Auf die Spiele gegen die richtig großen Gegner bin ich echt gespannt.

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    1. Sehe ich genauso
      Das wichtige ist das die Dominanz zurück ist und damit der Respekt der Gegner vor unserem Team.
      Die Zeiten wo fast jeder Gegner vor dem Match mit uns aufgetreten ist mit der Ansage gegen diese Bayern ist etwas zu holen scheinen vorbei.

      Auch wenn es mal nicht so passt erkennt man jetzt ein Selbstverständnis eine Souveränität die man lange nicht gesehen hat.

      MMn kann man sehr zufrieden sein.
      Meine Reserviertheit gegenüber Flick ist jetzt einer Überzeugung gewichen das er es kann und vor allem vom Charakter Ausstrahlung und Kompetenz zu uns passt.

      Erstaunlich stark wie ruhig und souverän er immer wieder auftritt.

    2. Dieser Respekt, besser schon Furcht, war in den letzten Jahren ja schon oft die halbe Miete.
      Und Wagner hat es diesmal trefflich vorexerziert. Die Zeichen hat er schon in der Aufstellung gesetzt hat, die Offensivleute raus, die schnellen Stürmer raus. Und das bei seiner Mauertaktik, wo schnelle Gegenstöße die einzige Hoffnung gewesen wären. Dafür spielt mit Burgstaller vorne der langsamste Spieler der BL, nur weil das eben auch ein Wühler und Arbeiter ist.
      Im Grunde war dieser Kotau des Gegners für mich fast das Erfreulichste am gestrigen Abend.
      Jetzt müssen sie sich nur noch die gelben Karten für die Spiele gegen uns abholen und alles ist gut :-)

  15. Eben noch der unterschied zwischen lvg und flick:
    Lvg: mueller spielt bei mir immer
    Flick (nach super leistung von zirksee) um die position beim fcb zu spielen muss da noch viel mehr kommen..

    junge spieler brauchen das vertrauen des trainers…hat hansi wirklich angst dass zirksee abhebt…
    so wie UH nach dem ersten freistosstor des jungen kroos?

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    1. Müller hatte aber schon einige Spiele absolviert bevor diese Aussage kam. Kannst nicht vergleichen. Flick trainiert Zirkzee jeden Tag. Der wird schon wissen wie er ihn zu handeln hat.

    2. Ich sehe das so wie @Solari: Flick hat ihm doch das Vertrauen dadurch ausgesprochen, dass er ihn gegen Hoffenheim in der Startelf gebracht hat. Damit hätte ich ehrlich gesagt nie gerechnet.
      Der Rest ist das, was man “Behutsames Aufbauen” nennt. Schon allein, um Zirkzee vor unserer überdrehten Medienwelt zu schützen, musst Du überhöhte Erwartungen an ihn abblocken. Die Gefahr, dass ein 18-Jähriger entweder an zu hohem Erwartungsdruck scheitert oder alternativ nach ein paar gelungenen Spielen abhebt, ist enorm.

      Und rein faktisch hat Flick ja auch recht. Mit Robert Lewandowski spielt auf der Mittelstürmerposition bei Bayern ja zufällig ein, wenn nicht DER, Topstürmer unserer Zeit. Um den zu ersetzen oder gar zu verdrängen, muss Zirkzee in der Tat noch etliches dazulernen.

  16. Zu Flick:
    Unabhängig vom spielerischen, mir gefällt wie sich sein Auftreten geändert hat und er zunehmend selbstbewusster und entschiedener auftritt.
    Wenn er von „meiner Mannschaft“ redet hat man das Gefühl da ist ein echter Bayern Trainer und kein ehemaliger Hütchenaufsteller vom Jogi der zufällig da war als sie Kovac gefeuert haben.
    Vllt muss ich meine Meinung zum möglichen Trainer 20/21 doch revidieren.

  17. Zu Kimmich:
    Nicht nur dieser verunglückte Rückpass. ME hatte er 4 – 5 Defensivaktionen drin, die höchst unsicher waren und fast zu einer Torchance geführt hätten.
    OK, er ist eigentlich kein IV, und er hat auch viele Aktionen die er gut bis sehr gut spielerisch auflöst, aber diese Dinger hat er auch als 6er in seinem Spiel drin und das fällt uns diese Saison noch auf die Füße, 100%.

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    1. Das war damals bei Basti für mich der Sprung, den er dann zur Weltklasse machte, nämlich solche Katastrophenpässe und Defensivwackler nicht mehr in seinem Spiel zu haben. Bis ca. 2011/2012 war auch Basti immer für so eine Nummer gut, meistens gings gut, aber nicht immer. Wobei ich mich weder bei Kimmich, noch früher bei Basti erinnern kann, dass solche Unsicherheiten/Unkonzentriertheiten, tatsächlich in einem wichtigen Spiel zu einer Niederlage geführt hätten.

      Ich denke auch Kimmich bekommt das noch in den Griff.

      1. MMn haben wir mit Kimmich/Thiago das zzt wohl beste MF Duo

        Evtl noch Casemiro/Kroos

    1. @918
      Danke Dir!!

  18. @918: Mir wird das zu bunt und der Moderationsaufwand bei dir überschreitet arg, was man untertags nebenbei machen kann. Fühle dich insofern verwarnt und jetzt mit “manuelle Freischaltung notwendig” versehen.

    @Tobi13: Ich habe das Gefühl, dass wir dies demnächst für dich wieder entfernen können und bitte weiterhin darum, vernünftig und im Rahmen unserer Community Guidelines unterwegs zu sein. :)

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  19. Btw:
    Wo ist hier die große Empörung, dass Manu gestern wieder von den Schalkern als Hurensohn beschimpft worden ist.
    Klar, musst du als Spieler hinnehmen, ist halt ein Fußballplatz und spielst bei deinem ex-Verein.
    Musst du als milliardenschwerer Funktionär, der einen Verein gekauft, gepimpt und für den extra die 50+1 Regel verwässert worden ist (neben vielem anderen) eben auch.
    Da war Rumpelstilzchen plötzlich still.
    Und:
    Gute Einordnung der dfl zum Thema Kollektivstrafen heute.

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    1. Tja. Genau hier entlarvt sich die Mußballmafia. Kein Wort über den Neuer-“Hurensohn”. Niente. Nicht mal er selbst und der achso krorrekte Leon. Ist halt normal. Vom Thomas “labert immer” ganz zu schweigen. Milliardär müsste man sein.
      Ich bin stolz auf die sogenannten Fans. Die, die heute in Lev geschwiegen haben, als ein Mensch um sein Leben gekämpft hat, während sie auf der Hauptribüne Fotos geschossen haben. Auf die die den Pharisäer KHR in Saarbrücken entblößt haben, auf die(ungeliebten Schalker) mit ihren Spruchbändern gestern gegen ihren Rassisten Tönnies. Auf die heute in FFM, die ihrem Trainer eine Coaching-Pause offeriert haben. Am Ende gewinnt das Kapital und der DFB. Aber die Guten waren die Anderen.

      1. Das mit Neuer kann man auch ganz anders sehen.
        Kann es eigentlich sein, dass in unserem Verein nur Deppen und Schwachsinnige rumlaufen, die nie miteinander reden – weder Spieler noch Offizielle. Zumindest scheint das bei Einigen so anzukommen.
        Manu Neuer spielt seit 2011 beim FCB dass heißt, dass er ohne Pokalspiele mittlerweile alleine in der Liga schon 16 mal (2x wegen Verletzung nicht) das Vergnügen hatte gegen seinen Ex-Verein zu spielen. Und sich am Dienstag dann zum mindestens 17. Mal das wieder anzuhören, was seit Jahren jeder im Verein von Alaba hinten links bis Lewandowski vorne, von Gerland bis Rummenigge und Hoeneß immer und immer wieder miterlebt hat.
        Und darüber ist mit Sicherheit auch in der Vergangenheit oft genug diskutiert worden.Zwischen den Spielern, mit Manu und zwischen den Offiziellen und Manu. Ein Goretzka kennt das noch von der Gegenseite, wenn der FCB bei S04 gastierte. Wahrscheinlich hat ein Brazzo einen Nübel auch schon darauf hingewiesen, was ihn ggf erwartet.
        Und wenn Manu der Typ ist, dem das schon lange am Selbigen vorbei geht, dann ist das eben so.
        Einen Mateschitz interessieren auch keine Plakate und Sprüchbänder gegen sein Geschäftsmodell RB und gegen sich. einem Kind ist das genauso wumpe.
        Es gibt eben Menschen, an denen prallt sowas ab.
        Klaus, kennst du noch Antony Baffoe Fußballer von Fortuna Köln, Sohn des ghanaischen Botschafters.
        Schwarz wie die Nacht – den brüllte während eines Spiel ein Zuschauer an: “Geh zurück in den Dschungel zu deiner Plantage!”
        Und nun? Drei-Stufen-Plan? Baffoe ging mit dem Halbzeitpfiff zu dem Zuschauer und sagte für alle Umstehenden laut und vernehmlich: “Hey, was soll ich auf unserer Plantage, da arbeiten lauter so Typen wie du. Und auf die aufpassen, da hab ich keinen Bock drauf!” Und alle bis auf einen lachten.
        Der trug, wie es damals noch üblich war, wie alle anderen auch mal den Trikotkoffer.
        Und immer mit dem Spruch: “Und heute bin ich wieder euer Neger!”
        Der machte sich über den Rassismus lustig – weil er es konnte und wollte.
        Und ein Neuer stellt sich genau wie ein Goretzka hin und lobt das faire Publikum, weil sie das andere gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen bzw weil es Neuer völlig egal ist.
        . Olli Kahn hat auch keine Anzeigen wegen der Bananen erstattet.
        Ob man sowas gut finden muss, steht auf einem anderen Blatt-
        Der eine ignoriert es und der ander klagt. Da ist der Unterschied.
        Und die tollen Frankfurter Fans – da muss ich immer noch an das geschmackvolle Plakat beim Pokalspiel denken – “Jupp Heynckes lebt – Stand jetzt”
        Und Heynckes hat das auch ignoriert.

      2. @Anton
        Lange Rede kurzer Sinn. Beleidigungen müssen “Stand letzter Samstag” gleich behandelt werden. “Hurensohn” bleibt “Hurensohn”. Es ist verlogen bei einem Milliardär vor Mitgefühl zu zerschmelzen und bei anderen Personen “Ist halt so zu sagen”.
        Und nochwas. Die Zeiten ändern sich. Heute darf man rassisitische Aussagen nicht mehr unwidersprochen lassen.

        Der Schulze-Marmeling hats auf den Punkt gebracht. “https://www.facebook.com/dietrich.schulzemarmeling/posts/3262433727122291”

        PS: Ich bin zu blöd richtig zu verlinken :-)

      3. Lieber Klaus, dein Kommentar wurde durch Meldungen gesperrt. Aufgrund der inhaltlichen Berechtigung deiner Meinung haben wir ihn wieder freigeschaltet, wollen dich aber darauf hinweisen, dass die Art und Weise der Äußerung auch anders ablaufen kann. Wir können verstehen, warum der Kommentar gemeldet wurde. Liebe Grüße!

      4. Anton, ich sehe das etwas anders. Nur weil jemand damit klar kommt, und mit dem Thema Rassismus gekonnt umgehen kann (anscheinend, denn wir kennen ja nur die Außendarstellung und nicht das Innenleben von Anthony Baffoe), können wir nicht sagen “Jetzt hab Dich nicht mal so, mach es einfach wie der Anthony”.

        Unabhängig davon sollte man die Dinge differenzierter betrachten. Bei Neuer ist das (trotz gleicher Bezeichnung) immer noch ein anderer Fall als bei Hopp. Das eine ist eine Art “Nachtreten” der Schalker Fans gegen einen ehemaligen Spieler, das Andere eine konzertierte Aktion vieler Fangruppen verschiedener Vereine mit noch schlimmeren Auswüchsen wie dem Fadenkreuz. In Ordnung ist beides nicht – aber dennoch nicht einfach gleich zu setzen.

        Das Verhalten gegenüber Kahn jetzt als Massstab anzusetzen passt auch nicht – das würde heutzutage anders “geahndet” werden.
        Der Punkt ist halt der: Hass und Aggression machen sich in unserer Gesellschaft immer mehr breit. Die Hemmschwelle, Gewalt anzuwenden sinkt immer mehr. Umso wichtiger wird es jetzt, hier an so viel Stellen wie möglich entgegenzuwirken.

        Btw.: ich hatte irgendwo gelesen, dass es zu Neuer ein Plakat “Uhrensohn”gab (anstatt der anderen Bezeichnung).

        Witzig fand ich übrigens das Plakat “Hopp, Du Sohn einer Mutter” – zeigt, dass es also doch anders als nur mit Steigerung der Konfrontation geht. Und der schelmische Hinweis der Frankfurter Fans an Adi Hütter, er solle sich einfach melden wenn er eine Spielunterbrechung benötige, wurde hoffentlich auch als solcher von allen verstanden.

  20. @Stiftl:
    “Das Verhalten gegenüber Kahn jetzt als Massstab anzusetzen passt auch nicht – das würde heutzutage anders “geahndet” werden.
    Der Punkt ist halt der: Hass und Aggression machen sich in unserer Gesellschaft immer mehr breit.”
    Vielleicht hängt ja das eine mit dem anderen zusammen. Eben weil sich heute bei jedem Scheiss die Moralwächter melden, alles politisch korrekt geäußert werden muss, bei jedem Wort vorher abgewägt werden muss, ob sich irgendwer diskriminiert fühlen könnte, alles gegendert werden muss und und und. Wer weiß?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nein, ich denke nicht dass dem so ist. Diese Schlussfolgerung halte ich sogar für gefährlich. Die von Dir angesprochenen Punte Gendering und PC sind zugegeben oft übertrieben bzw. nötig und nerven. Aber das aus Auslöser zu sehen, greift wohl zu kurz.

      Die Welt gerät nicht deswegen aus den Fugen.

      1. Mist, muss natürlich “.. bzw. UNnötig und nerven.” heißen. :-)

      2. Ich denke die Schlussfolgerung ist nicht gefährlich und auch nicht so falsch.
        “Scheiss da nix, dann fahlt da nix” so sind wir groß geworden. Heute nässt sich jeder wegen jedem Mist ein und läuft zum Anwalt.
        Mehr Gelassenheit würde uns allen nicht schaden

      3. Der Unterschied, lieber Roland ist, dass Du als weißer biodeutscher Mann gar nicht nachvollziehen kannst wie es ist, seit deiner frühesten Kindheit allein wegen deines äußeren Erscheinungsbild diskriminiert zu werden.
        Deswegen ist eine Beleidigung als Huhrensohn niemals diskriminierend auch wenn die als von vielen als anstößig aufgefasst werden mag (hier in Berlin gerade im Straßenverkehr zu Stoßzeiten ist das allerdings eine Standardbegrüssung um eine Diskussion bzgl weite und Auslegung der Regelungen der StVO anzufangen).
        Die Bezeichnung „Neger“, als von vielen weißen deutschen als harmlos empfunden („kennen wir doch aus pipi langstrumpf oder negerküssen, damals hat das auch keinen interessiert, ich meins ja auch nicht abwertend…“) ist per se immer rassistisch weil es Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe einen bestimmten negativ konotierten Begriff aufdrückt und wird von allen schwarzen Menschen, so von weißen geäußert, auch als rassistisch empfunden, auch wenn einzelne Betroffene stark und vllt auch selbst in der sozialen Stellung sind sich von rassisten nicht beleidigen zu lassen.

  21. Jamei, da magst schon recht haben. Aber trotzdem kann man es auch übertreiben. Bin im Laufe meiner Kreisliga-Fussballkarriere von Spielern und Zuschauern als Kloaner, junger Depp, Bauer, Langzotterter, Hinterwaidler, Wamperter und zuletzt als olter Platterter beschimpft worden. Außer für die langen Haare konnte und kann ich für alles nix. Da hätte ich oft weinend den Platz verlassen müssen und beim Schiedsrichter Spielabbruch fordern müssen.
    Und spiel mal gegen irgendeinen TürkGücü-Verein, da kannst gerne mal einen Vortrag halten in Sachen Rassismus.

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