Roundtable: Vier Fragen zum Kovač-Aus

Maurice Trenner 05.11.2019

Teil der Runde sind Maurice, Tobi, Christopher und Daniel. Sie erläutern die Faktoren, die zum Rauswurf von Kovač führten, beleuchten die ersten Aufgaben für Interimstrainer Flick und diskutieren den langfristigen Plan des Vereins.

Das 1:5 in Frankfurt war am Ende zu viel. Nach vielen uninspirierten Auftritten wurde Trainer Niko Kovač am Sonntagabend entlassen. Es war die erste Trainerentlassung der Bundesliga-Saison. Teammanagement, Rückendeckung der Chefetage oder die Taktik – über was ist der Kroate schlussendlich gestolpert?

Maurice: Meiner Meinung nach ist Kovač in dem Moment gescheitert, in dem er die Kabine verloren hat. Dies provozierte er hauptsächlich auch durch seine öffentlichen Aussagen. Gerade in letzter Zeit verrannte er sich in blinden Vorwürfen gegen Medien und sprach explizit von dem Team und dem Trainer – als würden die beiden keine Einheit darstellen. Auch nach schwachen Spielen ließ er klare Worte vermissen. Die publike Abwendung von mia san mia, dem Bayern-Mantra, das eine bayerische Übermacht als selbstverständlich ansieht, dürfte intern ebenso schwach angekommen sein. Am Ende scheiterte Kovač ausgerechnet an dem, wofür man ihn geholt hatte, dass die Mannschaft auf dem Rasen wieder für ihren Trainer und Verein brennen sollte.

Tobi: Letztendlich hat Kovač praktisch jede Hürde gerissen, die in seiner Bayernlaufbahn aufgestellt wurde. Der erste Genickanbruch war für mich seine Reaktion auf die Rotationskritik der Führungsetage vor etwa 13 Monaten. Beim ersten Gegenwind schon gab er sein Kaderkonzept auf und versteifte sich krampfhaft auf das Finden und Erhalten einer funktionierenden Stammelf. Auch taktisch verschwanden die zunächst interessanten Ansätze mit dieser Krise spurlos. Daraufhin stabilisierte sich die Situation aufgrund der (wenig nachhaltigen) Erfolgswelle, was Kovač neben dem tollen Double auch eine Sommerpause zur Findung einbrachte. Ob sich nun zuerst nichts änderte und dann die Kabine keinen Bock mehr hatte oder umgekehrt, wissen nur die Insider. Die Aussagen der letzten Wochen waren aber schon eher Resignation als Evolution. Kovač wollte der Ruhepol sein, doch er hatte kaum Anziehungskraft. 

Christopher: Am Ende des Tages war es eine Mischung aus vielen Faktoren. Der Hauptpunkt aus meiner Sicht: Kovač hat es nie verstanden dem Team ein eigenes Gesicht zu geben. Das war der Unterschied zu van Gaal, Heynckes oder Guardiola. Jeder Trainer hatte eine wirkliche Idee und konnte das Team auf seine bestimmte Art und Weise prägen. Das gelang Kovač höchstens in Ansätzen. Allerdings fehlten ihm auch die Spieler. Gerade im Mittelfeld gibt es neben Thiago ein Loch, welches die sportliche Führung zwei Jahre lang nicht stopfen konnte oder wollte.

Daniel: Es ist ein bisschen was von allem. Ich glaube nicht, dass er die Kabine so weit verloren hat, wie es Ancelotti geschafft hatte. Aber doch soweit, dass es anscheinend unüberbrückbare Hindernisse gegeben hat. Seine sprachliche Eloquenz vermochte es nicht seine vielen Fauxpas zu beheben. Müller als Notnagel, Fehlpässe die nichts mit Taktik gemein hatten, und immer, immer wieder auf’s Neue war explizit die Mannschaft schuld.

Im Endeffekt liegt die Wahrheit aber auf dem Platz und das ist der Hauptpunkt. Manchmal ist Fußball dann doch sehr einfach: Ist die ganze Mannschaft außer Form, ist der Trainer schuld. Seit der Länderspielpause jagte ein Tiefpunkt den nächsten. Die Mannschaft schafft es gegen einen abstiegsbedrohten Zweitligisten 85 Minuten lang nichts herauszuspielen und kann vier Tage später froh sein von Frankfurt nur 5 Stück zu kriegen während Fehlpass den nächsten jagt.

Plötzlich Chef: Hans-Dieter Flick übernimmt interimsweise den Trainerposten. Ihm steht ein Berg voller Aufgaben bevor.
(Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Ein schwacher Herbst in der ersten Saison, den die Mannschaft durch eine beispiellose Aufholjagd zu einem Double umdrehen konnte. Das ernüchternde Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Liverpool. Und abschließend ein erneut schwacher Herbst. Was bleibt vom Trainer Kovač in Erinnerung?

Maurice: Für mich bleiben an erster Stelle die positiven Momente von Kovač in Erinnerung, auch trotz all der negativen Aspekte im letzten Halbjahr. Wie die gesamte Kurve den Namen des Kroaten im ehrwürdigen Berliner Olympiastadion skandierte, während die Mannschaft den Pokal in die Höhe reckte und Kovač sich nur zögernd in den Kreis seiner feiernden Spieler begab. Dieser Moment der Harmonie prägte sich bei mir nachhaltig ein. 

Tobi: Ein “tja”, wie es das schon mit Ancelotti und Klinsmann (dort noch seltsamer) gab. Das Saisonende 2019 war intensiv, doch auch hier verblendeten schon die schönen Momente mit Robbery und dem Pokalfinale. Szenen wie in Nürnberg, als der FCB wild agierte, oder wie in vielen der letzten Spiele, als man sich irgendwie durchduselte, bleiben präsent. Mir bereitete die Verpflichtung direkt Bauchschmerzen, doch natürlich wünscht man jedem Bayerntrainer den großen Erfolg. Am Ende geschah jedoch genau das, was befürchtet worden war. Ein eigenes Kapitel in den Geschichtsbüchern wird Kovač leider nicht erhalten. 

Christopher: Viel grau und wenige Glanzlichter, wie zum Beispiel das 5:0 gegen Dortmund in der Rückrunde. Gerade die Heimspiele wurden zu selten dominiert. Ein Faktor auch in dieser Saison. Menschlich bleibt in Erinnerung, dass er den Klub in gewisser Weise menschlicher gemacht hat. Hier überzeugte er vor allem in der Rückrunde mit vielen klugen Pressekonferenzen auch zu seiner Person. Zuletzt wirkte er aber auch in seiner Paradedisziplin fehleranfällig. Man denke nur an die Aussagen zur Geschwindigkeit von Liverpool oder die Rolle von Thomas Müller. 

Daniel: Nur wenn das Herz “Ja” sagt, muss der Verstand ihm nicht folgen. Kovač fühlte sich als Jedermann gut an, zum Fußball gehören aber auch andere Dinge. Nachdem es Heynckes so gut es ging vermochte Ancelottis Probleme zu beseitigen, brauchte es aber keinen Jedermann, sondern jemanden, der an Heynckes anknüpfen und mit der Sommerpause den Verein in ruhige Gewässer schippern konnte. Stattdessen kam Kovač, der noch vor Amtsantritt gegen den omnipräsenten Witz ankämpfte, Heynckes würde ihn ja eh im Oktober beerben. Obwohl er ein guter Trainer ist, war Kovač von Beginn an der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort und als dieser bleibt er mir in Erinnerung: Nicht jeder gute Trainer ist auch ein guter Bayern-Trainer. Gleichwohl gibt es denke ich wenige während der Saison geschasste Trainer, die man in München so sehr wieder willkommen heißen wird, wie man es bei Kovač tun wird. Ein sehr ehrbares Vermächtnis. 

Eine fehleranfällige und größtenteils verletzte Defensive, eine bis auf den herausragenden Robert Lewandowski harmlose Offensive, sowie ein komplett verwahrlostes Positionsspiel – welche dieser Baustellen muss der neue Trainer Hansi Flick als erstes angehen?

Maurice: Den Anfang muss Flick beim Positionsspiel machen, denn mit dem steht und fällt die Saison der Münchner. Aus einer verbesserten Raumaufteilung im Spielaufbau wird die Offensive gestärkt und gleichzeitig der Defensive geholfen, da einfache Ballverluste vermieden werden können. Für den Interimstrainer wird es darauf ankommen den Spielern die scheinbar verlorene Sicherheit vergangener Tage zurückzugeben. Das den Spielern weitestgehend noch bekannte Positionsspiel kann dabei enorm helfen.

Tobi: Zunächst muss die Mannschaft wieder Lust haben. Was dieser Faktor ausmachen kann, erlebten wir schon mit Jonker (nach van Gaal) und Heynckes (nach Ancelotti). Erst darauf kann die Taktik aufbauen. Hier muss eine sinnvolle Staffelung bei Ballbesitz ganz vorne stehen: eine passende Besetzung der Räume insbesondere zwischen den Linien sowie ein griffiges Konzept zum kollektiven Gegenpressing. Unbedrängte Pässe hinter die Abwehr sind Gift für Bayerns Endverteidigung. Sobald die Grundstruktur passt, geht es an die Abläufe. Einstudierte Spielzüge, geeignete Bewegungen innerhalb des Strafraums, korrekte Raumverteidigung der Abwehr bei Hereingaben. 

Christopher: Ich denke kurzfristig wird es darum gehen mehr Stabilität in die Abwehr zu bekommen. Das kann nur gelingen, wenn sich die Spieler besser positionieren und sich an taktische Vorgaben halten. Im zwischenmenschlichen Bereich wird es darum gehen, aufgerissene Wunden zu kitten. Spieler wie Boateng oder Martínez, die zum Teil mehrfach abgesägt wurden, werden jetzt Verantwortung übernehmen müssen. 

Daniel: Erstmal muss Bayern wieder ein stabiles konservatives Positionsspiel bekommen. Der Grundstein allen Übels, also der Fehlpässe, der mangelhaften Defensive, der verwahrlosten Offensive, sind die furchtbaren Abstände zwischen den Spielern. Es muss erstmal nichts spektakuläres sein, aber eine stabile logisch kompakte Raumaufteilung muss Flick so schnell es geht implementieren. Denn es bringt nichts Jérôme Boatengs zweifelhafte Zweikampfführung zu kritisieren ohne den eigentlichen Knackpunkt zu adressieren, dass man nach sechs Minuten so einen Angriff nie kassieren darf.

Nach der Entlassung stellen sich zwei fundamentale Fragen: Wie lange sollte Interimstrainer Flick im Amt bleiben: Bis zur Länderspielpause, bis Weihnachten oder bis zum Saisonende? Und, wie sollte der langfristige Plan der Münchner für die Trainerbank aussehen?

Maurice: Es macht wenig Sinn jetzt in blinden Aktionismus zu verfallen und den nächstbesten Trainer zu holen, nur um einen großen Namen präsentieren zu können. Anders als bei der Kovač-Verpflichtung sollte man jetzt dem – hoffentlich existenten – Gesamtplan entsprechend handeln und den Wunschkandidaten verpflichten. Wenn man dafür bis zum Saisonende mit Flick weitermachen “muss”, dann sollte man dies auch tun. Wichtig wäre dann, dem Ex-DFB-Sportdirektor einen entsprechenden Co-Trainer zur Seite zu stellen. Ob dieser Schritt für den viel spekulierten Miroslav Klose noch zu früh kommt, darf durchaus angemerkt werden.

Tobi: Hier gibt es erstmal keine falsche Antwort. Sobald der passende Nachfolger identifiziert und verfügbar ist, soll dieser kommen. Bis dahin verdient Flick eine Chance. Ob und wie er diese nutzen kann, bleibt abzuwarten, denn dafür ist er in der Rolle noch zu unbekannt. Langfristig muss es wieder einen Trainer geben, der weiß, wohin er mit der Mannschaft will. Die Ära des Verwaltens, aus post-pep’scher Erschöpfung entstanden, ist beendet. Man kann nicht verwalten, was überhaupt nicht läuft. 

Christopher: Klassische Beraterantwort: “Kommt drauf an”. Die Frage wird sein, wen die sportliche Führung als Lösung ausmacht. Ist es ein Trainer, der sofort verfügbar ist (Allegri oder Mourinho) oder versucht man Ajax einen Abgang von ten Hag schmackhaft zu machen. Gerade zweiteres hat die Gefahr, dass Flick sehr lange die Verantwortung tragen muss. Das bringt viel Unsicherheit hinein. Gepaart wird die Trainerfrage auch mit dem Wechsel innerhalb der sportlichen Führung. Uli Hoeneß scheidet in zwei Wochen aus und hat seinem Nachfolger Hainer jetzt schon eine schwere Aufgabe gegeben. Auch wenn der Präsident formell keinen Durchgriff hat. Parallel dazu startet in zwei Monaten die Ära Kahn. Im Idealfall werden beide schon jetzt in den Entscheidungsprozess mit einbezogen. 

Daniel: Seit Guardiola ist der Typ Verwalter (Ancelotti) und Herz (Kovač) gescheitert. Wirklich glücklich war man nur als kurze Zeit ein in allen Punkten passender Heynckes wiederkam. Es ist an der Zeit den Fußball wieder als Hauptkriterium anzusetzen. Will man also weiterhin Ballbesitzfußball spielen? Falls ja scheint Ten Hag die mögliche Optimallösung zu sein. Höchstwahrscheinlich wird er im Sommer den nächsten Schritt versuchen. Bis dahin fließt noch viel Wasser die Isar runter, doch sollte man wirklich die nächste unpassende Verlegenheitslösung holen nur um die nächsten 7 Monate jemanden zu haben? Und damit die Optimallösung wieder weg ist? Ich meine nein. Keine Verlegenheitslösungen mehr. Man sollte den Spielstil bestimmen und einen Trainer frühzeitig spätestens für den Sommer festmachen.

Wenn nichts außergewöhnliches gegen Dortmund passiert, sollte Flick auch nach der Länderspielpause Interimstrainer bleiben. Er ist ein guter Mann und hat das Potenzial ein solider Interimstrainer zu werden, man sollte ihn nicht ohne Not degradieren oder gar absägen.

Davon ab gibt es noch die großen Sofortlösungen Allegri, Mourinho oder Rangnick. Letzterer hat zwar keine Sprachprobleme, aber erfolgreich war er letztes Jahr mit einer offensiven Art des Defensivfußballs. Hinten standen sie bombensicher und vorne trafen die schnellen Stürmer. Ist das wirklich der Stil des FC Bayern? Von den großen Lösungen ist die für mich interessanteste Arsène Wenger, jedoch nur, falls dieser nicht darauf besteht auch über das Saisonende zu bleiben.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. GestrandetinBerlin Seite 05.11.2019 - 09:10

    Ich finde den letzten Punkt spannend: “Seit Guardiola ist der Typ Verwalter (Ancelotti) und Herz (Kovač) gescheitert.”
    Mir kommt es vor, als hätten Ancelotti und Kovac die Ähnlichkeit gehabt, einen Heldenfußball ala Real Madrid spielen lassen zu wollen. Also kein Ballbesitz, sondern eher eine Strategie (nicht Taktik) die eher auf ein CL Endrundenspiel ausgelegt ist. Guardiola hat natürlich sehr nach Barca spielen lassen und Heynckes war irgendwo dazwischen und jetzt ist halt irgendwie die Frage, was man sein will. Rummenigge will ja, dass der Trainer sich der Vereinsphilosophie unterordnet aber was ist das überhaupt für eine? Wahrscheinlich wird es eben die Heynckes’sche Mischung sein. Natürlich ist der Vergleich mit Real und Barca etwas grob.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Da hat KHR doch nun oft genug definiert

      Rummenigge: Trainer muss sich an Spielkultur des Klubs anpassen
      Bemerkenswert ist auch, was der 63-Jährige von Kovac einfordert und vorwegnimmt: “Ich glaube erst mal, dass sich ein Trainer der Spielkultur eines Klubs anpassen muss – und nicht umgekehrt. Ansonsten hat man auf dem Platz permanent einen Wechsel des Personals.”

      “Jeder Trainer hat seine Präferenzen darüber, wie ein Spieler in seinem System spielen soll. Nur: Am Ende des Tages muss es ein Bayern-System geben, wie es ein Barcelona-System gibt. Das System, mit dem wir über Jahre und mit unterschiedlichen Trainern sehr erfolgreich waren und welches spektakulärsten Fußball beinhaltete”, berichtet Rummenigge weiter.

      “Wir haben damit die Champions League gewonnen, standen damit dreimal im Finale und quasi immer im Halbfinale. Es wird jetzt eine wichtige Aufgabe von Niko Kovac sein, diese Spielkultur mit unserer verjüngten Mannschaft weiter zu kultivieren.“

      1. Nur – von alldem ist rein gar nichts passiert.

      2. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 05.11.2019 - 16:21

        Die Aussagen sind mir bekannt. Nur: was genau dieses System beinhaltet (bzw. was es aus Sicht von Rummenigge beinhaltet) wäre mir jetzt nicht klar.

  2. Ein paar Daten zu Ralf Rangnick:

    Architekt des Konstrukts TSG Hoffenheim, darunter Spieler wie Firmino, Gustavo, Sigurdsson
    Erfinder des überfallartigen Pressings (später von Klopp perfektioniert)
    Macher von RB Salzburg, das strukturell und nachhaltig so aufgebaut, dass der Verein (ohne ihn) inzwischen in der CL spielt
    Trainer Adi Hütter, Marco Rose; bekannte Spieler: Mane (aktueller Marktwert 120 Mio), Upamecano (40 Mio.), Gulasic (12), Stabitzer (30), Keita (50)
    Als “Aushilfs”-Trainer letzte Saison mit Leipzig wenigsten Gegentore der Liga, zweitbeste Rückrunde, jüngster Kader der Liga

    Dass er bei 04 rausge-schalket wurde, ist jetzt nichts ungewöhnliches und auch dass bei der TSG es irgendwann endete nach Meinungsverschiedenheiten mit Hopp, ist keine Überraschung. Er ist sichtbar reifer und souveräner mit den Medien geworden und vermutlich auch gut vernetzt (ich ziehe jetzt mal nicht den Vergleich zum aktuellen Sportdirektor).

    Fazit: Wir sprechen hier vom vermutlich kompetenteste einheimischen Fußballfachmann, der noch dazu gerade nur einen Nebenjob hat und damit theoretisch zur Verfügung steht. Aus meiner Sicht muss der Verein über seinen Schatten springen und zumindest ein paar grundsätzliche Dinge abklopfen. Alles andere wäre fahrlässig.

    Antwortsymbol30 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich sehe Rangnick momenten auch als einzig sinnvolle Option, zumindest bis Saisonende. Bin mal gespannt, was passiert.

      1. @Stiftl:
        Ich hab da große Bedenken. Wer bei Schalke schon massive psychische Probleme bekommt ist, meiner Meinung nach, denkbar ungeeignet für das Haifischbecken FCB.
        Da muss man den Mann auch vor sich selber schützen.

      2. Man könnte aus der aktuellen Situation sogar eine Option machen: Trainer ab der Winterpause und im Sommer Übergang in eine sportliche Leitung.

        Ob das pressing aktuell zum Verein passt? Who cares, aktuell muss v.a. Aufbauarbeit geleistet werden, dass die fundamentalsten Fußballdinge wieder passen. Mit dem Kader ist die Meisterschaft möglich, solange die Mannschaft lernt, wieder normalen Fußball zu spielen.

        Ob Pressing dann langfristig eine Vereins-Philosophie ist, ist aus meiner Sicht eine Frage der offenen Diskussion zwischen Management und Kandidaten. Frage ist, ob unser Management das kann.

      3. @Tobi13:

        In die Trainerdiskussion will ich nicht einsteigen, aber bitte informiere dich über psychische Erkrankungen bevor du solche Unwahrheiten in die Welt setzt.

        Ich mein das nicht böse, aber so funktioniert eine Depressive Episode oder rezidivierende depressive Episoden usw (Burn-Out ist keine ICD-10 Diagnose) nicht.
        Weder ätiologisch (multifaktoriell bio-psycho-soziale Genese), noch prognostisch (gut behandelbar mit effektiven Rezidivprophylaxen).

      4. @Belli:
        Wo genau sage ich die Unwahrheit?
        Die Rückfallquote bei Burn-Out-Patienten liegt bei 50-65%.
        Burnout-Stressmanagment.at:
        “Der oder die Betroffene hat sich meist verändert, aber sein/ihr Umfeld nicht. Dadurch kommt es sehr häufig zu einem sogenannten Rückfall in ein Burnout. So trifft er/sie wieder auf die selbe Familie, die selben Freunde und Bekannten. Falls er wieder seine alte Arbeit aufnimmt, auf die selben Kollegen und Vorgesetzten.

        Diese haben logischerweise eine extrem hohe Erwartungshaltung an ihn/sie, schließlich war er/sie lange abwesend, ist lange ausgefallen und andere mussten seinen/ihren Part an Arbeit oder Verpflichtungen übernehmen. Zudem gilt er/sie schließlich als gesund, was gleichbedeutend mit belastbar angesehen wird. Dass diese Gesundheit auf ganz dünnen Beinen steht, weiß und versteht kein Außenstehender.

        So werden neue Verhaltensmuster, alternative Handlungen, die beispielsweise in einem Coaching oder einer Therapie während der Auszeit besprochen und als Grundstock implantiert wurden, schnell wieder zu nichte gemacht. Ehe sich die Betroffenen versehen, befindet sie sich wieder in der alten Gewohnheit und schädigenden Verhaltensweisen.”

      5. @Tobi13:

        Ich will vorwegnehmen, dass ich Psychiaterin in einem Akutkrankenhaus bin.
        Das ist denke ich fair dir mitzuteilen.

        Also dein “Burnout-Stressmanagment.at” in allen Ehren, aber das ist keine wissenschaftliche Quelle.

        Deine Fehlbehauptung ist der Schluss:
        Stress bei Schalke -> Burn-Out -> neuer Stress -> Burn-Out.

        Das ist falsch und massiv diskriminierend.
        Bspsws können hinter Erschöpfungszuständen Z73 im ICD-10 auch körperliche Ursachen stecken.

        Das ist übrigens bei Depressionen dasselbe (Hypothyreose, Vitamin, Folsäuremangel, Anämie, Hämochromatose usw usw).
        Wird diese behoben und kontrolliert ist die Rezidivrate nicht bei 50-60%, sondern bei 0%.

        Ich werde kurz zu Rangnick recherchieren und dir noch kurz antworten.

      6. “Die Ärzte stellten laut Rangnick fest, dass “ganz klar körperliche Ursachen” verantwortlich für den Erschöpfungszustand waren und wunderten sich, wie lange er überhaupt durchgehalten hatte. Hormon- und Blutwerte, alles war komplett durcheinander geraten. Der Patient ließ sich von den Experten erklären, seine Mitochondrien – die körpereigenen Kraftwerke – hätten “nur noch mit 70 Prozent Energie geliefert”, was extrem niedrig sei.”

        Quelle: Rangnick in der ZEIT

        Exakt was ich vor einigen Minuten beschrieben habe.

        Zusatz:
        Das Burn-Out-Syndrom ist zudem AKTUELL keine Diagnose, weil es nicht ausreichend definiert ist.
        Psychische Krankheiten werden von ärztlicher Seite über das ICD-10 (Bsp: Deutschland, kategoriale Diagnosekataloge) oder DSM (USA, Forschung, Dimensionale Kataloge) diagnostiziert.

        Viele Ärzte (inklusive ich) nutzen das Konzept jedoch in der Patientenkommunikation, da die Hemmschwelle Hilfe zu suchen bei “Burn-Out” niedriger ist.

        Im ICD-11 wird es aufgenommen und zwar nach exakten Kriterien.
        Dann ist auch Forschung und Aussagen wie Rezidivquoten (=Rückfall) möglich.
        Das ist aktuell nicht so, da keine objektiven Einschlusskriterien bestehen.

        Ich hoffe das war verständlich und wünsche dir Gesundheit und einen guten Start in die Woche.

      7. @Belli:
        Das was du als “körperliche Ursachen” bezeichnest, waren doch auch nur Symptome, bedingt durch seine stressbedingte Fehlernährung.
        Stress wird er beim FCB auf jeden Fall bekommen, also ist das Risiko, dass er in alte Verhaltensmuster fällt, definitiv nicht von der Hand zu weisen.

      8. @Tobi13:

        1. Das ist nicht was ICH so bezeichne, sondern die korrekte Terminologie in der Humanmedizin.

        2. Das ist nicht korrekt.

        Bleiben wir bei der Hypothyreose als Bsps, da häufige Ursache von Erschöpfungssyndromen oder Depressionen:
        Häufigste Ursache ist ein sog. Hashimoto-Thyreoditis (Auto-Immun-KH, die zu einer Entzündung und in der Folge zur Unterfunktion und den Symptomen führt).
        Kann gut behandelt werden durch Hormongabe.
        -> Entscheidend ist hier die Genetische Komponente, Ernährung ist hier maximal vernachlässigbar

        Und nochmal: Multifaktoriell bio-psychosozial ist als Heuristik für psy Krankheiten fast immer richtig.
        D.h. Gene (viele), Umwelt & Psyche (pränatale Faktoren, soziale Umgebung, Traumata, usw usw hier fällt auch Ernährung oder Stress mit rein).

        Einen einzelnen Faktor herauszupicken ist nicht korrekt.

      9. @Belli:
        Frage an die Psychaterin:
        Ist es risikofrei jemanden, der durch sein stressiges Umfeld krank wurde (Aussage von Rangnick), wieder in ein stressiges Umfeld zu stecken?

      10. @Tobi13:

        Es tut mir leid, dass ich es offensichtlich nicht erklären konnte.

      11. @Belli:
        Ist auch nicht leicht sowas einem Laien zu erklären.
        Aber meine Frage ist doch recht simpel. Ein einfaches Ja oder Nein reicht mir als Antwort.

      12. @belli: Vielen Dank für Deine Mühe und die so wichtige Aufklärung.

      13. Bei diesem Floristen hilft nicht mehr viel
        Auch keine INUSpherese

        War eine total sachliche Unterhaltung, bis der Forentroll auftaucht und mit Beleidigungen wieder versucht das Klima zu vergiften.
        @918:
        Du hast mein volles Mitgefühl. Mehr kann man dir nicht entgegenbringen.

      14. Mein Kommentar bezieht sich auf:
        ———————————————————
        918 Seite 05.11.2019 – 13:20
        @belli
        Bei diesem Floristen hilft nicht mehr viel
        Auch keine INUSpherese
        ——————————————————–

        Frage an 918: Was soll das?
        Ich finde deine Beiträge grundsätzlich nicht schlecht, manchmal triffst du auch den Nagel auf den Kopf.
        Aber sowas ist UNTERSTE Schublade.

        Zwei Mitgleider im Forum tauschen sich aus, führen eine sachliche Diskussion, lernen eventuell noch etwas fürs Leben, das nicht direkt mit Fussball zu tun hat. Besser gehts doch nicht, was will man mehr.

        Und dann kommt dieser Kommentar von dir, in dem du Tobi13 persönlich angreifst.
        Für mich ist dieser Kommentar einer der Top-Kandidaten, um von den Admins gelöscht, bzw. erst garnicht veröffentlich zu werden. Zudem sollte man dich dafür verwarnen.

      15. @Kieler: daran gewöhnen, persönliche Angriffe kommen hier regelmäßig von ihm. Offenbar muss er da etwas kompensieren. Einfach den Meldebutton drücken, ab und zu erfolgt dann auch die Löschung seitens des MSR Teams.

    2. Und er hat Kovac frühzeitig decoded nämlich als ungeeignet

    3. Fachlich ist Rangnick top, keine Frage. Aber bei seinen vorigen Engagements als Trainer hat es hinter den Kulissen immer irgendwann so geknallt, dass er entweder entlassen wurde oder selbst gegangen ist. Bei Red Bull lief es, aber hauptsächlich wohl, weil er da in einer übergeordneten sportlichen Funktion weitestgehend alleine handeln kann. Das wäre bei Bayern sicher nicht der Fall – gerade in der momentanen Situation mit dem anstehenden Umbruch in der Chefetage war man ja sehr bemüht, sich keine schwierigen, anspruchsvollen Charaktere ins Haus zu holen. Umgekehrt wird Rangnick auch nicht für Arrangements bereit sein, die für ihn ein Schritt zurück in Sachen Autonomie und Einfluss wären. Als Übergangstrainer steht er sicher nicht zur Verfügung, und eine “Weiterverwendung” als Sportdirektor kann ich mir auch nicht vorstellen, wenn er einem Vorstand Salihamidzic unterstellt wäre.

    4. @Belli:
      Diese Behauptung habe ich nicht aufgestellt, lediglich Bedenken geäußert.

      Rangnick selbst dazu:
      „Aufgrund der Anforderungen unserer Branche ist es für viele Trainer und Manager in der Bundesliga nicht einfach, auf die Gesundheit zu achten“.

      Er selbst macht seine damalige schlechte Ernährung für seinen Burn-Out verantwortlich, der hatte also keine körperlichen Ursachen.
      Ich bin der Meinung, dass die Anforderungen beim FCB sicher nicht geringer sind, als bei Schalke. Auf seine Gesundheit zu achten, wird für ihn bei uns ergo nicht leichter.

      1. Dir ist offensichtlich nicht bewusst, dass in der Humanmedizin Ernährung zu den körperlichen Ursachen gezählt wird.

        Bsp.: Iodmangel -> Hypothyreose (und Struma) -> T³/T⁴-Mangel -> Symptome wie depressive Verstimmung, Gewichtszunahme, Myxödem usw

        Demgegenüber steht konzeptionell übrigens die Psyche. Soma = Körper, Psyche = Seele.

        Offensichtlich habe ich es nicht geschafft dir die Mechanismen und Hintergründe des sog. Burn-Out und entsprechend meine Probleme mit deinen Aussagen zu erklären.

        Das ist schade.
        In Deutschland und Weltweit erkrankt nämlich jeder 4.-5. Erwachsene in einem Jahr an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung.¹
        Durch die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten sind viele mittlerweile gut in den Griff zu bekommen, sodass weiter aktiv am Leben (inkl Erwerbsleben teilgenommen werden kann).

        ¹H. U. Wittchen, F. Jacobi: Size and burden of mental disorders in Europe–a critical review and appraisal of 27 studies. In: European neuropsychopharmacology: the journal of the European College of Neuropsychopharmacology. Band 15, Nummer 4, August 2005, S. 357–376

      2. Du willst uns also folgenden Zusammenhang verklickern:
        Da der Mann in Gelsenkirchen nicht ausreichend auf gesunde Ernährung achten konnte, wurde er krank. (So weit sehe ich das ja ein) In Leipzig war dann nicht so viel Stress, ergo konnte er ausreichend auf seine Ernährung achten und es ging ihm gut. In München nun wird es ihm aufgrund des Druckes absolut unmöglich sein, sich gesund zu ernähren, ergo ist ein Rückfall wahrscheinlich. Merkst du es eigentlich noch? ;)

      3. Rangnick wird – nachdem was er durchmachte – genau wissen, was er leisten kann und was nicht.

        Als Notnagel oder Verheizer wird er sich den FCB sicher nicht antun, dazu war er auch zu erfolgreich. Es kommt darauf an, welche Perspektive der Verein ihm bietet.

        Wenn es die sportliche Leitung, eine Stelle über Brazzo ist, und er sich mit KHR und dem Adidas ex-Boss strategisch ausrichten (einigen) kann, ist das etwas komplett anderes, als als Coach mal schnell reingeschoben zu werden.

        @Belli: Danke für die interessanten Hinweise. Meine Kenntnisstand war ebenfalls, dass bei Ursachen-Erkennung Burnout nur „halb so wild“ ist (sorry für den saloppen Ausdruck, ich hoffe du verstehst was ich meine).

      4. @Ju:

        Du willst uns also folgenden Zusammenhang verklickern:
        Da der Mann in Gelsenkirchen nicht ausreichend auf gesunde Ernährung achten konnte, wurde er krank. (So weit sehe ich das ja ein) In Leipzig war dann nicht so viel Stress, ergo konnte er ausreichend auf seine Ernährung achten und es ging ihm gut. In München nun wird es ihm aufgrund des Druckes absolut unmöglich sein, sich gesund zu ernähren, ergo ist ein Rückfall wahrscheinlich. Merkst du es eigentlich noch?

        Nein, den Zusammenhang will ich nicht verklickern, weiß auch ehrlich gesagt nicht wo du das rausliest.
        Ich habe nicht gesagt, dass ein Rückfall wahrscheinlich ist. Aber ein Rückfall ist möglich und das ist ein Risiko das ich als Verantwortlicher nicht eingehen würde.

      5. @Turbo:

        Sehr gern.
        Es tut mir leid, dass ich es teilweise (Zeitbedingt) etwas ungeschickt Formuliere.
        Es ginge verständlicher.

        Hab einen guten Start in die Wocheell

      6. Kurt Mosetter hat Rangnick gerettet

        Seitdem hat er eine riesige umfassende Diagnostik in allen RB Plattformen eingeführt die alles bisher bekannte weit hinter sich gelassen hatte.

        Milan Lab who?

        Kopiert inzwischen von allen Top Trainern und Clubs hier voran Klopp und Tuchel

    5. @TurboBatzi:
      Für mich wäre Rangnick auch eine absolute Top-Besetzung. Egal ob als Trainer oder als späterer “Sportverantwortlicher”. Er hat in der Vergangenheit mit Ausrufezeichen bewiesen, dass er der Experte im Fussball ist.
      Was ihm aktuell mit RB Leipzig gelingt (Einfluss auf die Meisterschaft, CL-Teilnahme, den vermeintlich besten Nachwuchstrtrainer bereits ein Jahr vorher für RBL verhandelt, die Mannschaft des letzten Jahres bestmöglich zusammengehalten und verstärkt)versuchen andere Vereine in der Liga seit Jahrzenten mit weniger Erfolg.

      Es wäre aber auch eine Abkehr zu dem was wir in den letzten Jahren beim FcB hatten und ich kann mir bei allem nicht vorstellen, dass UH und KHR diesen Weg als “Ihre” Lösung sehen, aus welchen Gründen auch immer. “Mia san mia” sagt auch, dass wir es eben auch auf “unsere Art” machen. Eine zukunftsweisende Entscheidung wäre es trotzdem!

    6. Ich habe Rangnick vor gut 15 Jahren in der Sportschule Köln live erleben dürfen – und das war mit das Beeindruckendste, was Analyse der (damaligen) State-of-the-Art-Gegebenheiten betrifft. Ein Rangnick würde imho aber nur dann bei Bayern absolut freie Hand hätte, sprich: Er würde es nicht dulden (und hat es auch nicht nötig), wenn ihm etwaige “Bosse” in sein (Gesamt)Konzept hineinreden wollen. Brazzo wäre dann auch Geschichte (das hätte dann was Gutes). Insofern: RR wäre DIE Bereicherung für den FCB, aber nicht unter den immer noch existierenden Umständen. Nach der JHV wissen wir mehr …

    7. PS: Und besten Dank an belli für die Ausführungen zum Thema “Burnout” und seinen Abgrenzungen!

      1. Sehr gerne.
        Einen schönen Abend

      2. Sehr gern.
        Einen schönen Abend dir.

  3. Für mich wäre Luis Enrique der richtige Kandidat. Verfügt über große Erfahrung und steht für einen klaren Spielstil den wir gerne bei uns sehen würden.
    Theoretisch auch sofort verfügbar, wenn er bereit wäre wieder ins Geschäft einzusteigen.

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    1. Enrique wäre natürlich auch eine Top Option.
      Aber genau wie bei Allegri gebe es das Sprachproblem denn er kann weder Englisch noch Deutsch.
      Aber klar er wäre optimal im Sinne einer Spielphilosophie wie sie KHR definiert hat und erfolgreicher als Rangnick ETH und Allegri was die CL angeht.
      Und was man so gehört hat ist seine Art noch extremer als Pep.
      MMn steht er sicher auf der Liste der Kandidaten die der Spielphilosophie entsprechen.

      Aber dann sollte man auch nicht Martínez und Koeman vergessen

    2. Seine kleine Tochter ist gestorben, deshalb trat er als span. Nationaltrainer zurück, um bei seiner Familie sein zu können…
      Geht auf keinen Fall ins Ausland (wenn er dann irgendwann überhaupt wieder bereit ist für einen high pressure job) imho.

  4. Ich bin da nicht so optimistisch; ich erkenne keine langfristige Vereins-Strategie.
    KHR spricht zwar immer von einer Vereins-Philosophie, aber das ist mir alles zu verschwurbelt und auch zu technokratisch. Wie bei einem Groß-Konzern widersprechen sich ständig Anspruch und Wirklichkeit/Handlungen.

    Punkt 1:
    Die 2. entscheidende Personalie der letzten Jahre, die nur mäßig funktioniert hat. Salihamidzic sollte zum jetzigen Zeitpunkt nicht in den Vorstand befördert werden. Das wäre der verlängerte Hoeness-Arm. Typischer Stallgeruch-Move. Wird das trotzdem durchgezogen, halte ich das für einen großen und nachhaltigen Fehler. Vielleicht in 3, 4 Jahren, aber bestimmt noch nicht jetzt. Besser wäre es, auch hier einen Cut zu machen und jemanden mit einem anderen Blick auf den FCB zu installieren. Scheint aber das Hoeness-Abschiedsgeschenk zu sein.

    Punkt 2:
    Hoeness sprach davon, dass “man nach der Länderspielpause” eine Lösung präsentieren würde.
    Für mich auch schon wieder unnötiger Aktionismus, mit dem man sich selber unter Druck setzt.
    Ten Hag? OK, aber dann jetzt schon für nächste Saison fixen und das Scouting daraufhin schon sensibilisieren. Jetzt. Und nicht erst im April.

    Punkt 3:
    Kommunikation nach außen: Rückständig, immer wieder die gleichen Fehler. Aktionismus bei der Pressemitteilung, Wortwahl, das hat alles kein Hand und Fuß. Da müsste auch mal das handelnde Personal hinterfragt werden.

    Punkt 4:
    Nachwuchs: Dazu nur soviel: Wann, wenn nicht in dieser Situation bekommt Mai denn jetzt mal Spielminuten? Schlimmer kann unsere IV-Situation nicht mehr werden.

    Nein, ich bin da eher pessimistisch. Es gibt keine im Kern nachhaltige, sportliche Strategie des Vereins.

  5. Eine interessante Frage wäre gewesen:
    Was ist aus der charakterstarken Mannschaft um Schweinsteiger und Lahm geworden?
    Antwort:
    Ein Haufen Individualisten (Neuer und Lewandowski mal ausgenommen), an dem jetzt der dritten Trainer infolge gescheitert ist. Bei Ancelotti hatten sie keinen Bock mehr (obwohl sie ja vom intensiven Training des heiligen Katalanen zuvor so gestresst waren), unter Heynckes sind sie es nach dem CL-Aus in Madrid gegen eine hessische Rumpeltruppe(nochdazu ohne Trainer) in Berlin untergegangen. Die Auftritte letzter Woche in Bochum und FFM braucht man nicht zu kommentieren
    Fazit:
    Über Philosophie, Strategie und Taktik kann man 1000 Artikel schreiben. Nur sie bringen bei der Mannschaft nichts.

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    1. Oh doch, gerade die muss man kommentieren.
      Das Spiel gegen Frankfurt war doch ein Spiel mit Ansage! Wenn man sich die Aussagen seines “Förderers Honeß” in den letzten Wochen ansieht, dann war schon die Aufstellung am Samstag übertrieben gesagt eine Provokation des Präsidenten.l
      “Durch die Verletzung von Hernandez und Süle stellt sich die Abwehr praktisch von selbst auf und kann sich einspielen.”-“Ein Martinez auf der 6 bringt dann die notendige Stabilität!” – “Ein Müller auf Rechtsaußen? Das weis man doch das das nicht wirklich funktioniert. Und damit tut am selbst dem Thomas auch keinen Gefallen.”
      Und dann kommt die Aufstellung mit Alaba als IV und Davies als LV, die noch nie nebeneinander gespielt haben: dazu statt Martinez Kimmich auf der 6 und als Krönung Müller auf Rechtsaußen.
      Also da konträre zu dem, was der Präsident so von sich gegeben hat.
      Erinnert irgendwie an Ancelotti – PSG.

      1. Wie wärs denn mit beidem? ;)
        Dass die Mannschaftshierarchie seit ein paar Jahren (seitdem Schweinsteiger, Lahm, Alonso) weg sind, nicht richtig funktioniert, erscheint mir eines der Hauptprobleme zu sein. Für uns als Außenstehende ist hier nur das Problem, dass dies keiner von uns wirklich einschätzen kann. Da kann man höchstens ein paar Indizien sammeln, dafür müsste man aber regelmäßig Bild und Kicker lesen und dabei die richtigen Infos raussammeln.

        An Taktik und Strategie haperts in letzter Zeit natürlich ebenfalls. Das kann man einigermaßen am Spiel erkennen und dementsprechend kommentieren. Aber vor ein paar Wochen war in einem der Artikel hier ein Zitat von Nagelsmann, nachdem die taktische Einstellung etwa 20-30% der Traineraufgaben einnimmt (die genaue Zahl habe ich nicht mehr im Kopf, aber so ungefährt zumindest.

      2. Das mit der Hierarchie scheint Flick ja schon mal erkannt zu haben. Einer der wenigen Feldspieler mit Führungspotenzial – Müller – wird in die Startelf und Zentrale beordert. Er ist zwar nicht der technisch versierteste Spieler, aber Einer, der die andren auch mal anschnauzt oder mitreißt. Thiago, Coutinho, Coman oder Gnabry sind noch nicht so weit oder werden das auch nie tun. Lewa ist zu sehr Einzelkämpfer, auch wenn er sich zuletzt etwas geändert hat. Also braucht es eben Müller. Und Flick geht das auch sofort an, weil da sonst kaum jemand ist (Kimmich hat zu viele Leistungsdellen bisher). Gut so.

      3. Das erinnert wieder an die alte Diskussion mit den Führungsspielern.
        Führungsspieler wird man im Laufe der Zeit – nicht mit 21 und auch nicht als Neuankömmling.
        Wenn man natürlich hingeht, und solche Leute zum einen nicht früh genug aufbaut in die Richtung oder zum anderen sie verkauft oder vergrault, bekommt man auch ein Problem.
        Die Aussage eines ja bisher immer eher zurückhaltenden Manu Neuer, dass dieses letzte Spiel nicht wirklich ein Wunder gewesen ist, sagt eigentlich fast alles.
        Da kam eben eine unselige Mischung zusammen, die aber letztlich in den letzten Wochen absehbar war.
        Es ist eben so – einer alleine ist nie schuld. Aber es ist eben normalerweise auch nicht so, dass einer für gar nichts verantwortlich ist.
        Und insofern erinnerte es schon sehr an Ancelotti. Es mag ja sein, dass ich das falsch gesehen habe, aber man hatte eigentlich schon allerspätestens nach dem Pokalspiel den Eindruck, dass Kovac wusste/oder ahnte, wohin die Reise geht und letztlich “die Reise” noch mit beschleunigt hat.

  6. Gut möglich das Uli und KHR ihren Freund Peo anrufen und Rat einholen

    Pep Guardiola says no manager can reject Bayern Munich
    BT Sports

    Pep Guardiola gives Jose Mourinho and Arsene Wenger advice if offered Bayern job

    Pep Guardiola has offered advice to the likes of Jose Mourinho, Arsene Wenger and Massimiliano Allegri when it comes to being offered the Bayern Munich job

    Pep Guardiola was asked about his time at Bayern Munich

    Pep Guardiola has revealed his thoughts after being offered the Bayern Munich job back in 2013.

    The Spaniard replaced Jupp Heynckes at the Allianz Arena after his time at Barcelona .

    Since then, Jose Mourinho and Arsene Wenger have both being touted with the vacancy.

    Jose Mourinho interest in Bayern Munich confirmed by Bastian Schweinsteiger amid job link

    And speaking to BT Sport’s What I Wore series, Guardiola has revealed that no manager should turn down the chance to manage the Bundesliga giants.

    “When the moment Bayern Munich called me, when I was trying to do the sabbatical year, I said ‘when Bayern Munich call you, you cannot say no’,” he said.

    “Bayern Munich maybe call you once in your lifetime and you have to go.

    “I always thought I wanted to go to England after my Barcelona period but then I thought maybe it is too early.

    “There are four or five teams and maybe it would be interesting to go there.

    “But Bayern Munich is once in a lifetime.

    “It was a challenge personally but as a team I now know the Bundesliga perfectly.

    “I have many friends there.”

  7. Für mich darf Koeman keinen Fuß auf die Säbener setzen.
    Darf nach ’88 niemals eine Lösung sein!

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    1. Gar nicht nachgetragend, hm? :)
      Bin kein Fan von ihm als Trainer, aber wegen einer (ätzenden) Geste vor über 30 Jahren…? Ja gut, dein Bier.

      1. ;-) Ja, die Freiheit nehme ich mir.
        Verzichte gerne auf vermeintliche Vorteile, wenn ich mich dafür verbiegen müsste.
        Und das ist keine Kompromisslosigkeit.

        Zum Thema: Gibt geeignetere Trainer und Koeman ist wohl eher nicht erste Wahl.

  8. MMn. ist Kovac schon im ersten Saisondrittel seiner Debütsaison gescheitert. Die Spieler merken sofort, ob der Trainer taugt. Gerade nachdem sie zuvor von Guardiola und Heynckes trainiert wurden. Gab ja damals schon kritische Töne aus der Mannschaft. Was ihr da beschreibt ist eigentlich nur das, was danach noch oben drauf kam. Die Mannschaft hatte er schon vor langer Zeit verloren. Die Vereinsführung hat dann noch ihren Teil dazu beigetragen. Das er überhaupt so lange hier bleiben durfte, ist KHR und UH zuzuschreiben und das ist nichts positives.

  9. Guter Kommentar von pit gottschalk
    Er erste der den hoffnungslosen Sportdirektor hinterfragt

    Oliver Kahn muss den FC Bayern dringend aufräumen – das betrifft vor allem eine Position
    05.11.2019 | 11:51
    Oliver Kahn steht vor einer schwierigen Aufgabe beim FC Bayern.

    Am 1. Januar 2020 beginnt Oliver Kahn mit seiner Arbeit beim FC Bayern. Diese wird aufgrund der aktuellen Situation wohl zu einer echten Herkules-Aufgabe. Der Ex-Torhüter muss vor allem eine Position gründlich überdenken, hat aber vor allem eines nicht: Zeit.
    Er sitzt wahrscheinlich gerade zu Hause und überlegt, was er sich da angetan hat. Und wie er die aus den Fugen geratenen Bayern als Vorstand wieder in die Spur bringen kann: Oliver Kahn übernimmt im Januar ein Chaos an der Säbener Straße, das haben die vergangenen Tage beim Bundesliga-Vierten sehr deutlich gezeigt, und daran wird auch die Verpflichtung eines neuen Trainers nichts ändern.

    Das Problem des FC Bayern ist aber nicht die Mannschaft und auch nicht der (fehlende) Trainer, es ist vor allem eine nicht mehr funktionierende Hierarchie im Klub – das Triumvirat Alternde Doppelspitze plus Hinkender Sportdirektor. Kahns erste Amtshandlung sollte deshalb der Versuch sein, das System Bayern zu glätten: Gut möglich, dass Hasan Salihamidzic sein erstes Opfer wird.

    FC Bayern: Seit Salihamidzic ist keine klare Linie mehr erkennbar
    Schon länger fragen sich ja selbst Experten: Wer hat eigentlich was zu melden beim FC Bayern? Welche Rolle spielt dabei Salihamidzic? Und ist es wirklich Zufall, dass im einst für seine Politik der ruhigen Hand geschätzten Klub zuletzt so häufig in Panik ausgebrochen ist?

    Dazu eine Statistik: Der Rekordmeister hat erst viermal in seiner ganzen Bundesliga-Geschichte schon im Herbst den Trainer gefeuert. Dettmar Cramer am 1. Dezember 1977, Jupp Heynckes am 8. Oktober 1991, das ist ewig her. Doch die beiden anderen Trainer-Entlassungen ereigneten sich zuletzt innerhalb von nur 26 Monaten: Carlo Ancelotti packte am 28. September 2017 seine Sachen, Niko Kovac diesen Sonntag.

    Niko Kovac (l.) wurde 2019, Carlo Ancelotti 2017 beim FC Bayern entlassen.
    dpa/ImagoNiko Kovac (l.) wurde 2019, Carlo Ancelotti 2017 beim FC Bayern entlassen.
    Der Fehler steckt bei Bayern im System. Vorstand Karl-Heinz Rummenigge und (der am Freitag scheidende) Präsident Uli Hoeneß halten zwar die Zügel, sie haben aber vor zwei Jahren einen Zipfel davon an Sportdirektor Salihamidzic abgegeben, und das war eine Fehlentscheidung. Seither ist keine klare Linie mehr erkennbar.

    Der Bosnier hat keine Machtbefugnisse, keine Ausstrahlung, kein Gespür für den Moment, und er ist damit das instabile Element des FC Bayern. Über zwei Jahre nach seiner Installation entgehen uns immer noch die Vorzüge, die diese Personalie mit sich bringen sollte. “Brazzo” (Bürschchen), wie er genannt wird, wirkt als Mitläufer und Befehlsempfänger wie der zuvor gescheiterte Christian Nerlinger.
    “Wenn ein Kahn nur hustet, strahlt er schon mehr Autorität aus Salihamidzic”
    So einer soll den großen FC Bayern künftig zusammen mit Oliver Kahn führen, an so einem sollen sich eine Spitzenmannschaft und ihr Trainer aufrichten können? Kann sich das wirklich jemand ernsthaft vorstellen?
    Machen wir uns nichts vor: Wenn ein Kahn nur hustet, strahlt er schon mehr Autorität aus Salihamidzic. Insofern muss man den Bayern-Bossen zugute halten, dass sie zumindest hier mal eine gute Entscheidung getroffen haben.
    Nun betritt der einstige Welttorwart aber gleich am ersten Arbeitag im Januar eine Riesenbaustelle, das wird nicht leicht. Diesmal muss er nicht den Kasten sauber halten, er muss ihn sauber machen. Eine Herkules-Aufgabe, wie der heute 50-Jährige als Spieler des FC Bayern so gern formulierte.
    Kahn muss den FC Bayern aufräumen – aber ihm bleibt nicht viel Zeit
    Und Vorstand Kahn muss nicht nur in einem Klub aufräumen, der durcheinandergeraten ist, er hat noch ein zweites Problem: Er arbeitet zunächst nur als Assistent Rummenigges, ehe er am 1. Januar 2022 den Laden ganz übernimmt. Dabei bleibt nicht viel Zeit, der FC Bayern hat Schlagseite.

    Kahn wird schnell Duftmarken setzen und sich nicht als Marionette missbrauchen lassen wollen. Sein erstes Projekt sollte sein, Rummenigge davon zu überzeugen, dass Bayern eine Spielphilosophie und ein Gerüst braucht, das sich von der Jugend bis in die erste Mannschaft erstreckt, und das von einer starken Persönlichkeit überwacht wird: dem Sportdirektor – so wie es eben in allen großen europäischen Klubs läuft.

    Entweder Kahn installiert dafür einen neuen Mann, oder er übernimmt den Posten erstmal selber.Die Zeit dafür hätte er ja, solange Rummenigge noch da ist

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  10. Yesssss

    Man hat Tuchel angefragt.

    Mein Favorit neben Poch

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mensch 918, bitte immer Quellenangaben, sonst ist das witzlos. Mit link.

      1. Schreibt auch die Münchner AZ.

  11. Tja – Tuchel wäre auch erst im Sommer verfügbar (wenn überhaupt), und dann als bei PSG gescheiterter Trainer.

    Wann hat der FCB eigentlich überhaupt mal einen Trainer verpflichtet, der gerade frisch bei seinem aktuellen Verein gescheitert war? Mir fällt da keiner ein…

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stiftl,
      Aber das ist doch eine total beschränkte Einstellung. Nenne mir einen Trainer der noch nie irgendwo gescheitert ist. Früher oder später scheitert jeder mal und es liefert enorm viele Erfahrungswerte.

      Wichtig ist nur, was einer schon geleistet hat über einen längeren Zeitraum und mehrere Stationen. Nur so kann man sich ein Bild machen. Und nach dem Kriterium war Kovac null reif für Bayern, das war ein grosses Risikospiel.

      1. Bitte genau lesen: ich habe von “frisch gescheitert” gesprochen.

      2. Dein Kriterium spricht im Übrigen dann auch gegen ten Hag.

    2. Giovanni Trapattoni! Wurde bei Cagliari Calcio (übrigens zum ersten Mal in seiner Karriere) entlassen, saß in den folgenden Saisons (1996/97 u. 1997/98) bei uns auf der Bank.

      1. Oh ok – wusste ich tatsächlich nicht. Allerdings war er ja vor Cagliari das Jahr schon bei uns gewesen – das zählt dann nicht so richtig ;-)

      2. Na ja, je nachdem, wie man die Saison 1994/95 bewertet, könnte man sagen, er ist sogar bei uns vorher schon gescheitert ;)

  12. Unglaublich. Es geht wieder los. KHR regelt. Tuchel? Den nehmen wir, wenn er denn kommen will. Er hat in Dortmund seine Sozialkompetenz bewiesen und die Mannschaft und das Umfeld uneingeschränkt hinter sich gebracht. Außerdem ist er ein so gewiefter Taktiker, dass er sogar mit dem Trainergott persönlich Pfeffer- und Salzstreuer im Restaurant hin- und herschieben durfte. In Frankreich wird er mit einer durchschnittlichen Mannschaft regelmäßig Meister. Auch in der CL hat er sein Können unter Beweis gestellt und ist nur mit viel Pech ausgeschieden. Sollte es mit ihm nicht klappen, dann probiert es Kalle halt bei ten Hag. Klappt auch das nicht, dann gibts halt eine C oder D Lösung.
    PS: Bierofka ist bei den Blauen zurückgetreten. Wie wäre es mit dem?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Beierlorzer ist/wird frei! ;)

      1. Ich werfe noch Slomka ins Rennen ;-)

    2. Macht das Leben eigentlich noch Spaß, wenn man so verbittert ist? Oder ist das nur deine ganz persönliche Art hier und im Leben bist du ganz anders? Ich wünsche dir letzteres von Herzen.

      1. Gerade in solchen Fällen wäre ein “Ignore”-Funktion dann doch recht hilfreich! Selbst dann, wenn ich davon ausgehen muss, dass ich selbst bei manchen Leuten hier auf der Ignoreliste landen würde.

  13. Angeblich soll nun Wenger die Übergangslösung werden und dann im Sommer ten Hag folgen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. wenn wenger sich auf diese übergangslösung einlässt, wäre das nicht die schlechteste lösung bis zum sommer. bis dahin könnte man dann in ruhe mit ten hag und tuchel verhandeln…

  14. Gesucht wird ein Trainer, der

    Perfekt deutsch spricht
    Noch nie irgendwo angeeckt ist
    Mit allen gut kann
    Noch nie gescheitert ist
    Schonmal was gewonnen hat
    Das Bayern-Gen hat
    Der alle seine psychischen Probleme bis jetzt perfekt geheim halten konnte
    Kein Schwabe ist
    Kein Preiss ist
    Noch nie sich mit Watzke überworfen hat
    Kein Nerd ist
    In Lederhose eine gute Figur macht
    Auch als Bayer gut durchgeht
    Auf kalle, uli, brazzo hört
    Noch nie sich mit Uli angelegt hat

    U.v.m.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “noch nie gescheitert ist” -> “nicht frisch gescheitert ist”. Bitte bei den Fakten bleiben :-)

      1. Vorsicht. Der blaue sendlinger will uns den Bierofka andrehen. Perfekt Deutsch spricht er zwar nicht, aber bayrisch lassen wir durchgehen. Er ist schon Viertligameister geworden und bei den Bayern Amateuren hat er auch schon gespielt. Passt also auch. Ob er eine Philosophie oder Startegie hat, werden wir im Fall der Fälle hier erfahren. Laut kicker hat er aber leider keinen Plan B :-)

      2. Hab mich auch weggelacht. Als ich heute hörte, dass Bierofka aufhören will, hab ich gleich gedacht, den wird uns Sendlinger jetzt gleich unterjubeln wollen.
        Nicht genug, dass ein Blauer die Diskussion hier mit seinen “niveauvollen” Kommentaren bereichert, jetzt schreibt er uns auch noch ein Anforderungsprofil für unseren Trainer :-)

      3. Ich bin kein Sechzger, um Gottes willen. Ich bin Bayernfan (und zwischendurch manchmal -hasser) seit 1974.

    2. Wer’s glaubt

    3. @ sendlinger: Alle, die schon so lange dabei sind, kennen diese Hass-Liebe sehr gut. Ich seit ’80.

      In den letzten Jahren kam allerdings Fremdschämen dazu (Bsp. PK), und das kann es ja wohl nicht sein.

      1. Ja, sowas wie die PK macht wütend.
        Was denkt sich jetzt zum Beispiel der Fan / die Fangruppe, die bei der letztjaehrigen Hauptversammlung so viel Rabatz gemacht haben gegen Hoeness? Die öffentliche Meinung war mit Hoeness, aber sie hatten recht und wurden nun perfekt bestätigt.
        Hoeness hat viel geleistet, aber auch durchaus sehr viele Fehler gemacht. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es Hainer und Kahn und Kalle noch viel besser machen werden.

  15. Rangnick würde sich eine provisorische – oder gar reine Zwischenlösung niemals antun, hat er auch nicht nötig.
    Tuchel und ten Hag spielen zurecht auf Zeit, wollen klare Ansagen. Allegri: Sprachbarriere.

    Daher: Wenn Wenger sich wirklich für eine Interimslösung hergibt, dann hole ich ihn mit Kusshand persönlich bei Arsenal ab: Würde unseren Funktionären Zeit geben, sich zu sortieren und DIE grundsätzlichen Fragen zu stellen, die hier schon oft genug diskutiert wurden.

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    1. Ich war letzten Herbst zum Höhepunkt der Krise überzeugt, dass Wenger in der Winterpause die Nachfolge von Kovac antritt. Damals kam es dann ja anders, nachdem sich das Team wieder gefangen hatte.

      Aber ich sag mal so: wenn sich inzwischen kein Verein gefunden hat, der Wenger nicht als dauerhafte Lösung engagieren wollte, sollte das zu denken geben. Mir wäre aktuell tatsächlich Rangnick lieber – ich denke der fände sich bei uns besser zurecht.

      1. Ich hätte absolut nichts gegen Rangnick, bitte nicht falsch verstehen. Nur würde der sich niemals auf einen Dummy-Job unter Kahn oder gar Brazzo einlassen.

      2. Ich denke, wir wissen nicht, ob irgend ein Klub an Wenger herangetreten ist und wenn ja welche Klub(s) das waren. Für jemanden, der so lange im Geschäft war, dürfte die Zahl der Klubs, für die er selbst sich überhaupt noch begeistern könnte, ziemlich begrenzt sein. Bei Wenger kommt dazu, dass er sogar schon in Japan trainierte, also selbst ein Land wie China keine so große Anziehungskraft auf ihn haben dürfte, wie vielleicht auf manch andere europäische Trainer, die schon länger im Geschäft sind. In Frankreich war er schon Meister mit Moncaco, da käme höchstens noch PSG in Frage. In England hat er mit Arsenal alles erlebt und würde wohl auch aus Verbundenheit mit diesem Klub nicht so ohne weiteres ein anderes Team auf der Insel trainieren. Zudem sind die Spitzenteams gut mit Trainern versorgt und warum sollte er bei einem englischen Mittelklasseklub anheuern? Auch in Spanien sind die drei großen eigentlich nicht auf Trainersuche gewesen. Bei Real hätte es vielleicht nach der Entlassung von Lopetegui ein kleines Zeitfenster gegeben, aber da entschied man sich für das Eigengewächs Solari, in der Hoffnung, er würde ein zweiter Zidane werden. Als es nicht klappte, holte man etwas überraschend das Original zurück. Spanien ist somit auch “dicht” für Wenger. Bleiben also eigentlich nur noch Deutschland und Italien. In Deutschland kämen wohl nur Bayern und der BVB in Frage und die waren letzte Saison ja noch versorgt. Von daher kann es ganz gut sein, dass er nur noch dann zurückkehrt, wenn ihn ein Angebot wirklich reizt, was angesichts seines Alters ja mehr als verständlich wäre.

    2. Den brauchst du nicht bei Arsenal abholen, der hockt schon seit geraumer Zeit gemütlich im Elsass beim guten Riesling auf der Terrasse / vorm Kamin. :)

  16. Dieses Jahr holen wie keinen Titel… Die Ausfälle von Süle und Hernandez wiegen zu schwer. Und Coman, Gnabry, Thiago werden 100 % auch irgendwann ausfallen…Perisic, Cuisance, Arp sind dann kein gleichweriger Ersatz.
    Wir haben zwar immer noch viele gute Einzelspieler, aber der Kader an sich ist einfach schlecht zusammengestellt…

    Aber hey, tut uns Bayern-Fans auch mal gut, geerdet zu werden…

  17. So lasset uns ten Hag klar machen für Sommer 2020, der kann sogar Standards. :)
    Geiles Spiel. Kann gerne paar Leut mitbringen noch, Neres, Promes, Ziyech…

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sehr sehr beeindruckend
      Gepflegter dominanter Offensivfußball

      1. Stimmt. Was die Abwehr angeht, passt das perfekt zu uns :-)

    2. Was geht denn da jetzt ab bei Ajax?!?!?

      1. Die spielen gegen den Trainer damit er sofort zu uns wechseln kann :-D

    3. Hoppla, etwas im Chaos versunken die Nummer… (:
      Wie gesagt, geiles Spiel.

      Edit: 4:4, fuckin’ hell.
      Doch lieber Neururer??

      1. Ein Gerücht besagt wir hätten Roger Schmidt kontaktiert …

    4. Stiftl wieder am stänkern. :))
      Aber auf hohem Niveau und mit Humor :thumbsup:

      Wer wär eigentlich dein Favorit…?
      edit: 5:4, jessas

      1. 4:4 doch, Mamma Mia, what a game

      2. Ne, nicht stänkern. Will nur dazu beitragen, dass der Hype um den armen ten Hag nicht überhand nimmt. Sonst kann er ja bei einem eventuellen Amtsantritt nur enttäuschen ;-)

        Favorit meinerseits: Rangnick – sofort verfügbar und auch eine Lösung für ein oder zwei weitere Jahre.

      3. Unterschlägt wie immer die Fakten
        Bis zum doppelten Platzverweis war es grundsolide. Eine Kovac Abwehr hätte dann ja nach Adam Riese mehr als 5 kassieren müssen. ETH Ajax haben aber nur 2 zugelassen. Tja Mathematiker haben es manchmal schwer…..

      4. Ach 918 – dann unterschlag doch auch nicht den Fakt, dass wir über 80 Minuten zu zehnt gespielt haben und im Gegensatz zu Ajax da noch was für die Offensive tun mussten ;-)

        Scheint Dich schon zu wurmen, dass Du mit mir nicht mithalten kannst :-)

  18. Der Loddar würd´s bestimmt auch machen!;)

  19. 6.11. Olympiakos
    9.11. BVB
    11.11. ARsitzung
    15.11. JHV

    Wird Uli diesen Sportdirektor am Montag wirklich zum Vorstand durchboxen trotz der vielen Fehler? Und nachdem sein Trainer gehen musste?
    Er sollte es seinen Nachfolgern überlassen

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    1. Unser hervorragender CEO KHR hat doch alles im Griff.
      Soll Hoeneß jetzt zum Abschied nochmal gegen den Willen Rummenigges entscheiden?

  20. Der gestrige Auftritt von ETH Ajax war sehr überzeugend bis zum doppelten Platzverweis.
    Unser Kader ist natürlich qualitativ sehr viel besser und man kann sich gut vorstellen was ein ETH aus den Jungs herausholen könnte.
    Klare Strukturen im Positionsspiel und der Raumaufteilung. Klare Abläufe im Pass und Laufspiel. Sofortiges Gegenpressing nach Ballverlust bzw nach fehlender Eroberung sofort eine kompakte Defensive Einheit bilden. Erinnert wirklich an beste Zeiten.
    Ob nun Tuchel Poch oder ETH alle drei wären gute Lösungen entsprechend der definierten Spielphilosophie.
    Wenger scheint ja als Übergangstrainer bis zum Sommer nicht mehr abgeneigt. Wäre auch eine gute Lösung da er über extrem viel Erfahrung insbesonders auch in der CL verfügt und auch der Spielphilosophie grundsätzlich entspricht.
    Rangnick hat diese CL Erfahrung nicht dafür in der Buli.

    Klar wäre Wenger prinzipiell auch ein guter SportVS genau wie Eberl und Rangnick.

    Alle drei in Kombination mit ETH Zuchel oder Poch wären eine grundsolide Basis für die nächsten Jahre.

    Der heutige Sportdirektor in welcher Funktion auch immer wäre keine Hilfe für niemanden und weiterhin für Instabilität sorgen.

    Hoffentlich stellt sich jemand am Montag gegen Uli damit er nicht noch auf letzter Rille seinen Schützling zum Vorstand macht.

  21. Sportbild

    https://m.sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bayern-muenchen/fc-bayern-trainer-suche-kandidaten-probleme-entscheider-65831924.sportMobile.html

    Wenn das so stimmt dann sind es eigentlich gute Nachrichten denn Uli hält sich raus.

    Auch würden damit natürlich alle nicht deutsch sprechenden Alternativen wie Poch Allegri Enrique Mou etc automatisch herausfallen.

    Damit dürfte sich kurzfristig alles auf Rangnich und Werner bzw langfristig auf Rangnick ETH TT konzentrieren.

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    1. Wenger :)
      Werner aber auch gerne, der ist ja on fire.

      1. Merci—-Stockfehler
        Rangnick scheint ja nun auch keine Option mehr zu sein

        Hoffe das sie nicht auf die Idee Labbadia Schmidt etc kommen
        Dann lieber Flick bis saisonende

  22. Unabhängig davon, welche Richtungsentscheidung aus der Führungsebene vorgegeben werden und welcher Trainer dementsprechend geholt werden wird, die Funktion des Sportdirektors bzw. -vorstandes ist zu wichtig, um sie Hasan Salihamidzic zu überlassen, der bei aller Sympathie zu überfordert wirkt, als dass er noch eine positive Entwicklung nehmen könnte. Für ihn könnte es im Rahmen des NLZ sicherlich eine Aufgabe geben, z.B. als Schnittstellenkoordinator oder ähnliches.

    Für die Sportdirektoraufgabe haben wir im Grunde schon einen gut geeigneten Mann an der Säbener!
    Denn davon ausgehend, dass Hansi Flick jetzt nicht plötzlich mit unseren Jungs “die Sterne vom Himmel” spielen lassen wird – obwohl es uns wünsche – dürfte Flick seinen Platz als Cheftrainer wieder zur Verfügung stellen, sobald ein geeigneter Kandidat gefunden ist. Was aber dann?
    Als Chef so einfach wieder ins zweite Glied zurück treten? Das wäre schwierig, auch wenn Hansi ohne Zweifel gut dafür geeignet ist. Seine Stärken kann er aber – vielleicht sogar noch besser – als Sportdirektor einbringen. Seine menschlich zugewandte Weise wäre sehr hilfreich im Falle von Konflikten unter den Spielern, oder wenn es zu Problemen mit dem Neuen kommen sollte. Die sicher nicht ausbleiben werden. Seine fachliche Expertise zusammen mit der Neigung, im Hintergrund zu bleiben, wären auch für einen Cheftrainer vorteilhaft, wenn es gilt, ein System, eine Spielidee zu optimieren und Problembereiche auf dem Rasen zu identifizieren und abzustellen. Schließlich halte ich Flick auch für integer genug, um zwischen Team/Trainer und den Chefs, d.h. Kahn und Kalle zu vermitteln. Zumal er ja auch schon beim DFB und bei Hoffenheim Erfahrungen als Funktionär sammeln konnte.
    Somit wäre er geradezu eine Ideallösung.

    Mit ihm als Sportdirektor bzw. auch Sportvorstand würde ich auch einer Cheftrainerlösung Allegri, Wenger o.ä. mit Wohlwollen entgegen sehen, da ich dann davon ausgehe, dass deren Ideen optimiert werden können, ohne dass es zu “Abstimmungsproblemen” kommt. Das könnte mit Abstrichen sogar mit Mourinho klappen, vorausgesetzt, der Portugiese ist zu Selbstkritik in der Lage und hat mehr als nur Deutsch gelernt.

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    1. Das ist eine sehr gute Idee.
      Obwohl ich schon finde das ein starker SportVS wie Eberl Rangnick evtl. sogar Wenger vorteilhafter wäre.
      Flick könnte auf Dauer die Tiger Rolle der letzten Dekade einnehmen mit Funktionen auch im NLZ.
      Was Salihamidzic angeht liege ich total auf Linie und kann nicht erkennen wie er uns irgendwie weiterbringen könnte.
      Vor allem seine frühen Vorfestlegungen das er keinen Sport VS dulde etc sind total absurd und im Prinzip dem ähnlich was lahm gesagt hat.

      1. Der Vorteil von Flick gegenüber z.B. Eberl, den ich durchaus schätze und dessen Leistung gerade bei Gladbach ich keineswegs klein reden möchte, wäre die Erfahrung auch als Trainer. Mit den Erfahrungen und dem Wissen könnte Flick den jeweiligen Chef noch besser beraten und unterstützen, während er gleichzeitig mehr Distanz halten kann, als es als Assistent möglich wäre.
        Ein Ersatz für den “Tiger” muss demnächst gefunden werden, da hast Du recht, auch wenn diese Personalie sicherlich nicht ganz oben auf der Agenda stehen dürfte. In dieser Funktion könnte ich mir z.B. auch Bastian Schweinsteiger gut vorstellen.
        Flick mit seiner integrativen Kraft und seiner Biographie mit Erfahrungen sowohl auf bzw. neben dem Platz, als auch im Büro und im Sitzungssaal wäre auf der Position des SpoDi/SpoVo Gold wert, woanders eher “Einer unter Vielen”.

      2. Good point
        Dann bräuchten wir aber einen erstklassigen Kaderplaner da Flick hier doch sehr wenig Erfahrung hat.

      3. Ich sehe Flick eher auf der Salihamidzic Position. Er scheint ein gutes Verhältnis zur Mannschaft zu haben und könnte ein Bindeglied zwischen Trainer, Spieler und Vorstand sein. Als Sport VS bräuchte es einen erfahrenen Mann, der die Kaderplanung überwacht und Erfahrung mit Transfers hat. Und da wäre Ebert in allen Belangen eine Königslösung.

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