Round-Up: Rot-weißes Wochenende!

Maurice Trenner 03.06.2020

Aktuelle Themen

#BlackLivesMatter

Justice for Big Floyd
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen | Hanser Literaturverlage
EXIT RACISM | Tupoka Ogette
Ein amerikanischer Held – Die Geschichte des Colin Kaepernick | ARTE
Mit großer Bestürzung haben wir in der letzten Woche die Bilder aus Minneapolis zur Kenntnis genommen, wo der unbewaffnete Afro-Amerikaner George Floyd vom Polizisten Derek Chauvin ermordet wurde. Wir wollen klarstellen, dass es in unserem Blog aber auch unserer Gesellschaft keinen Platz für Rassismus und Diskriminierung geben darf. Den Betroffenen zuzuhören ist aber wichtiger als jede Positionierung, weshalb wir hier Platz für jene schaffen, denen mehr zugehört werden sollte.

FIFA: Keine Strafe für McKennie, Thuram, Sancho | ZDF heute
Die Bundesliga-Profis Weston McKennie, Marcus Thuram und Jaden Sancho hatten am vergangen Spieltag mit Aktionen während der Spiele gegen Rassismus aufmerksam gemacht. Eine Sperre seitens des DFB, die zuerst debattiert wurde, wird es wohl nicht geben. DFB-Präsident Keller wünscht sich gar solch “mündige Spieler”. | Maurice

Allgemeines

„Mein Feind­bild ist der Karo­hemd tra­gende Bay­ernfan aus der Pro­vinz!“ | 11Freunde
Zur Feier des Knüllers des BVB gegen die Bayern am vergangenen Dienstag hat das Magazin 11Freunde sein Streitgespräch zwischen BVB-Anhänger Malte Dürr und Miasanrot-Original Tobias Polzin, besser bekannt als @redrobbery, aus dem letzten Jahr noch einmal in ganzer Länge und frei für jedermann zugänglich online veröffentlicht. Wer schon immer wissen wollte, mit wie viel augenzwinkerndem Neid die BVB-Fans zu den Bayern aufblicken – hier steht’s. Amüsant. | Alex

15 years of Allianz Arena | YouTube
Schon seit 15 Jahren steht mittlerweile die Allianz-Arena in Fröttmaning und bietet dort – etwa fünfzehn Minuten mit der U6 vom Marienplatz – dem FC Bayern und seinen bis zu 75.000 Fans jede Woche eine Heimat. Im YouTube-Video blickt der FC Bayern zurück auf einige tolle Momente in der roten Schüssel. | Maurice

Aufnahme ins Fußballregelwerk –  K.O.-Entscheidung durchs Elfmeterschießen | Deutschlandfunk
Nicht nur die Allianz-Arena, sondern auch das Elfmeterschießen hat Geburtstag. Seit 50 Jahren werden K.-o.-Spiele durch das Duell Schütze gegen Torwart entschieden. Während sich Uli Hoeneß wohl wünscht, dass dies nie geschehen wäre, hat der FC Bayern in seiner Geschichte 18 von 26 Nervenschlachten gewonnen. Lässt man Supercup und Ligapokal außen vor, steigt die Quote sogar auf 16 Siegen aus 21. | Maurice

Profimannschaft

Kahn: Transfer-Verzicht des FC Bayern “eine Option” | T-Online
Steffen faßt die Aussagen von Oliver Kahn bei Sky90 in seinem Artikel zusammen. Kahn übernimmt dabei die Aufgabe des Mahners und drückt verbal auf die Bremse bei der Hoffnung, dass es ein schnelles Zurück zu alten Normalität geben kann. Finanzierungsmodelle sind zu überdenken und es reift die Erkenntnis, dass auch 30 Millionen Euro keine Peanuts sind. Eine angenehm demütige Einstellung. | Dennis

Spannende Zahlen zeigen, warum Bayern so gut ist – werfen aber andere Fragen auf | FOCUS
Unser Autor Justin blickt in seiner Kolumne auf einige Zahlen zur aktuellen Bayern-Saison. Besonders hervorzuheben sind dabei die Anzahl der Sprints und intensive Läufe, die auf ein starkes Pressing hindeuten. Problematisch kann das werden, wenn die Münchner einen Gang zurück schalten müssen. | Maurice

How Bayern Munich Play in 2020 | YouTube
In der Corona-Zeit hat auch Tifo Football eine besondere Affinität für die Bundesliga entwickelt. In einer aktuellen Folge analysieren sie das Spiel der Bayern unter Hansi Flick im Jahr 2020 aus einer taktischen Perspektive. Was macht die Bayern aktuell so stark? Auf welchen defensiven und offensiven Spielzügen basiert ihr derzeitiger Erfolg? Welchen Einfluss hat Hansi Flick? Das Video ist kurz und knackig, spart aber nicht mit fortgeschrittenen Statistiken und cleveren Analysen. Sehenswert. | Alex

Ulreich: “Werde versuchen, einen neuen Verein zu finden” | Kicker
Sven Ulreich will den FC Bayern verlassen, am liebsten im Sommer. Der Posten als Nummer Drei hinter Neuer und Nübel ist für den Ersatzmann nicht attraktiv. Insgesamt 68 Pflichtspiele absolvierte er bisher für die Münchner. Beim FC Bayern würde sich damit eine interessante Dynamik ergeben. Während Christian Früchtl die Vereinszusage für eine Leihe zu einem höherklassigen Club hat, läuft bei Amateure-Ersatzkeeper Ron-Thorben Hoffmann der Vertrag im Sommer aus. Im schlechtesten Fall steht der Rekordmeister dann ohne dritten Keeper und Amateure-Stammtorwart da. Im Jugendbereich bietet sich aktuell kein Kandidat für diese Posten an. | Maurice

FC Bayern sucht keinen neuen Sportdirektor | Kicker
Zum 1. Juli soll Sportdirektor Hasan Salihamidžić zum Sportvorstand befördert werden. Nach drei Jahren im Amt rückt der Bosnier also an den großen Tisch. Am operativen Geschäft soll dies allerdings nichts ändern. Während Brazzo im Jugendbereich mehr Aufgaben abgegeben hat, will er für die Profis weiterhin voll verantwortlich sein. Sein Posten als Sportdirektor soll nicht nachbesetzt werden. | Maurice

Frauen, Amateure & Basketballer

Aha-Momente und Debüt: Batista Meiers anspruchsvolle Schule beim FC Bayern | Kicker
Mit Oliver Batista Meier lief bereits der zehnte Spieler zum ersten Mal im roten Bayern-Trikot in dieser Saison auf. Da kann man, wie Kommentator Kai Dittmann, schon einmal durcheinander kommen, der den 19-Jährigen kurzerhand als Bastian Meier vorstellte. Nach Zirkzee, Singh und Dajaku ist Meier der vierte Spieler, der vorher in einer der Bayern-U-Mannschaften spielte. Allerdings spielten nur Meier und Zirkzee für die U17 der Münchner. | Maurice

Frauenfußball: Urlaub nehmen, um Bundesliga zu spielen | Süddeutsche
Anna Dreher beleuchtet in ihrem Artikel zum Wiederanlauf der Frauen-Bundesliga die Unterschiede und sich daraus ergebenden zusätzlichen Herausforderungen für den Frauenfußball. Ein spannender Realitätsabgleich, der so sicher auch für viele andere Ligen und Sportarten an der Grenze zum Vollprofitum relevant ist und damit aufzeigt, in welcher Blase die Ligen der DFL operieren. | Dennis

In eigener Sache

[EN] Looking towards the future | Miasanrot.com
Unserer englischsprachigen Seite stehen zur neuen Saison einige Änderungen bevor. Mehr eigener Content und weniger Übersetzungen ist das Motto. Dabei sind wir sehr offen für Idee, Vorschläge und Konzepte. Auch bei Interesse an einer Mitarbeit sind wir offen. Kontaktiert uns am besten per E-Mail, Kommentar oder auf den Social-Media-Kanälen.

Saison-Update

Frauen

Bayern hängt die Verfolgerinnen ab | Süddeutsche
Anna Dreher liefert auch den Bericht über den Knüller zum Wiederanlauf der Frauen-Bundesliga. Abgeschlagen hinter den Wölfinnen ging es im ersten Spiel nach der Pause direkt um den zweiten Champions-League-Qualifikationsplatz zwischen den Teams auf Tabellenplatz 2 und 3, aus München und aus Hoffenheim. Wie bereits im Podcast gespoilert, siegten die Bayern-Frauen durch drei späte Tore und verschafften sich damit eine starke Ausgangsposition für die restliche Saison. | Dennis

Amateure

Im ersten Spiel nach der Corona-Pause ging es für die Münchner Amateure da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Im Lokalduell gegen den FC Ingolstadt gewann man mit 2:1 nach einem späten Treffer von Verteidiger Richards. Zuvor hatte Kern das 1:0 erzielt, das durch Gaus ausgeglichen wurde. Für die Amas war es der siebte Sieg im achten Rückrundenspiel.

Am Mittwoch ging es direkt weiter mit dem 29. Spieltag. Die Amateure konnten erneut gewinnen, dieses Mal wurde Preußen Münster mit 3:2 geschlagen. Wriedt gleich schon in der 3. Spielminute aus, nachdem die Preußen mit dem Anstoß in Führung gingen. Bastia Meier verwandelte einen Freistoß zur Führung. Kurz vor der Pause kamen die Gäste zum Ausgleich. Die Bayern hatten in der ersten Halbzeit Probleme ins Pressing zu kommen und verteidigten einige Szenen erst am eigenen Strafraum. In der 2. Halbzeit war es die mangelnde Chancenwertung von Singh und Wriedt, die die Gäste Langezeit einen Punktgewinn glauben ließ, doch nach einer schönen Kombination von Welzmüller und einer Körpertäuschung von Jeong, gelang Wriedt der Siegtreffer. Mit 17,2 Jahren gab Jamal Musiala sein Debüt.

Die Amateure können mit 47 Punkten so langsam den Klassenerhalt verbuchen. Im Vorjahr reichten 45 Punkte für den Nichtabstieg.

Aktuelle Miasanrot-Artikel

[EN] Last Week in Bayern News | Marc

MSR149: Tripledämmerung?! | Justin & Christopher

Goldene englische Woche: Bayern schlägt Fortuna 5:0! | Daniel

FCB Terminkalender

Datum (Uhrzeit)MannschaftWettbewerbGegner
19.06. (16:30)BasketballerBBL (VF-Rückspiel)MHP Riesen Ludwigsburg
20.06. (14:00)Amateure3. Liga (34. Spieltag)@ 1.FC Magdeburg
20.06. (15:30)ProfisBundesliga (33. Spieltag)SC Freiburg
21.06. (13:00)FrauenBundesliga (21. Spieltag)VfL Wolfsburg

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»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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King Coman Hands of God
  1. Respekt, gleich mal das brandaktuelle Resultat der Amateure ins Round-Up eingebaut. Jetzt wird allerdings unsere Nachwuchshoffnung Bastian Meier hier zum Bastia Meier degradiert?
    Na, ich weiß schon warum ich mich des simplen Kürzels OBM bediene :-)

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Oder einfach Batista
      Hört sich auch interessanter an

      1. Finde ich auch :-)

  2. @Alex

    Hier jetzt der veröffentlichte JA AG und Konzern 30.6.2019.

    Interessante Lektüre

    Antwortsymbol22 AntwortenKommentarantworten schließen
      1. Die übrigen Aufwendungen sind per Saldo gestiegen. Dies basiert vor allem auf der Transfertätigkeit. Für abgehende Spieler, deren Transferausgaben beim Zugang aktiviert wurden, werden bestehende Restbuchwerte im sonstigen betrieblichen Aufwand gezeigt. Korrespondierend zu den gestiegenen Einnahmen aus Transfer ist auch diese Position im Geschäftsjahr 2018/2019 stark angestiegen. Die FC BAYERN MÜNCHEN AG bedient sich bei der Kaderplanung (Neuzugänge, Vertragsverlängerungen und abgehenden Transfers) externer Dienstleister. Die Beratungskosten hierfür sind im Geschäftsjahr 2018/2019 stark gestiegen.
        Im Bereich Werbung und Eigenvermarktung stiegen die Aufwendungen, u.a. durch die Kostenübernahme aus der FC BAYERN MÜNCHEN Digital & Media Lab AG & Co. KG.

      2. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (€ – 104,9 Mio., Vorjahr € – 129,0 Mio.) wird stark von den Transfers geprägt. Insbesondere infolge der vorgezogenen Transferzahlungen für die Saison 2019/2020 sank der Finanzmittelfond, die Summe der liquiden Mittel im Umlaufvermögen, von € 220,8 Mio. auf € 159,3 Mio. Auf die FC BAYERN MÜNCHEN AG entfallen hiervon € 120,4 Mio. (VJ € 161,6 Mio.).

      3. (…) für die Saison 2019/2020 sank der Finanzmittelfond, die Summe der liquiden Mittel im Umlaufvermögen, von € 220,8 Mio. auf € 159,3 Mio. Auf die FC BAYERN MÜNCHEN AG entfallen hiervon € 120,4 Mio. (VJ € 161,6 Mio.).

        Womit schon vor den Mindereinahmen durch Corona klar war, dass zwei hochpreisige Transfers in einer Saison (Bsp. Sané + Havertz zu den damals aufgerufenen Summen) auch für den FC Bayern kaum zu stemmen sein würden. Kahns aktueller verbaler Tritt auf die Tranferausgabenbremse dürfte nun erst recht nicht nur verhandlungstaktischen Motiven entspringen.

      4. Wenn die Entwicklung so weiter geht, ist die Portokasse von 1860 bald besser gefüllt als unser Festgeldkonto…

      5. @TW und Mirko
        Anders als alle anderen Mitkonkurrenten hat der FCB keine Finanzverbindlichkeiten und will/wird sich keine aufnehmen. Lucas wurde schon mit über 50 Mio anbezahlt . Das heißt man hat nur noch die Restzahlung plus Pavard zu zahlen gehabt. Dem gegenüber standen Forderungen aus Verkäufen die hoffentlich auch weitestgehend bezahlt wurden.

        Trotzdem wird natürlich der operative Cashflow massiv beeinträchtigt sein, ob er plus minus null ist so das die Liquidität nicht angegriffen werden muss ist Spekulation. Auf jeden Fall geht es dem FCB on stand alone Basis sicher am besten.

        MMn muss / sollte die UEFA jetzt allen Clubs Transfers verbieten die mit Schulden gemacht werden müssen bzw die noch Verbindlichkeiten aus Transfers an andere Clubs haben.
        Gerade Clubs wie Barca Juve Inter MUFC sollte man sehr genau auf die Finger schauen.

      6. (…) MMn muss / sollte die UEFA jetzt allen Clubs Transfers verbieten die mit Schulden gemacht werden müssen bzw die noch Verbindlichkeiten aus Transfers an andere Clubs haben. Gerade Clubs wie Barca Juve Inter MUFC sollte man sehr genau auf die Finger schauen.

        Oder einige der von dir genannten Großklubs versuchen sich zur weiteren, kurzfristigen Schuldenvermeidung an Tausch- und/oder Leihgeschäften plus Kaufoption, um trotzdem an bestimmte Wunschspieler zu kommen. Bsp. Juve: Trainer Sarri will angeblich eine Reunion mit Jorginho, den er bereits in Neapel und bei Chelsea unter seinen Fittichen hatte. Im Gegenzug könnte Chelsea u. a. Bernadeschi angeboten werden (der müsste aber wohl erst mal wieder an seine bestechende Form wie beim 3:0-Sieg im CL-Achtelfinal-Rückspiel gegen Atlético voriges Jahr herankommen).
        Dass Barça auf ähnliche Weise Neymar zurückholen will/wollte, ist ja längst eine Daily Soap im Gerüchtedschungel.

      7. Interessant dass die Zahlen fast zeitgleich mit den eher transferkritischen Äußerungen von Hoeneß und Kahn veröffentlicht werden.
        War Dreesen da kürzlich zum Vortrag? :-)
        Auf den ersten Blick dachte ich schon, oh nicht so gut. Bei genauerem Hinsehen, dann ganz o.k.

        Für mich interessant:
        Was man schon munkelte ist nun klar. Es sind offensichtlich schon beträchtliche Mittel für den Hernandez-Transfer in dieser Periode geflossen. Etwas mehr als erwartet, aber vielleicht ist auch schon etwas an den chronisch klammen HSV für Arp mit drin.
        In Bezug auf Hernandez beginnt man jetzt zu sehen, was es bedeutet einen solchen Rekordtransfer zu machen. Das ist auch für einen Verein wie den FC Bayern alles andere als Kleingeld.
        Für mich auch etwas überraschend, wie viel wir in Infrastruktur investiert haben (“Steine und Beine”).
        Man sieht, trotz des im Fußballgeschäft eher konservativen Ansatz des FCB bringen wir unser Geld unter die Leute.

        In diesem Gesamtkontext wird noch einmal deutlich wie irreal Transferspekulationen a la “Sane, Havertz, Upamecano und was sonst noch so geht” schon vor Corona waren.
        Inzwischen sollten wir schon sehr zufrieden sein, wenn wir die Mannschaft zusammenhalten können und es uns noch gelingen sollte Sane dazu zu holen. Und wir sollten uns ebenfalls sehr freuen, dass aktuell zumindest Geisterspiele stattfinden können.

        Was Kahn ebenfalls erwähnte: Auch und vor allem die Personalkosten müssen gut beobachtet werden. Wir haben eine Steigerung der Personalkosten in den letzten 2 Jahren, die größer ist als der Gesamtumsatz von Klubs wie z.B. Fortuna Düsseldorf.

      8. Anhand der öffentlichen Äußerungen scheinen besonders auch die Personalkosten Kopfschmerzen zu verursachen. Schon seit über einem Jahr hat K.-H. Rummenigge des öfteren erwähnt, dass man diesen Posten im Augen behalten müsse.
        Die aktuellen und ausstehenden Vertragsverlängerungen (und Leihspieler und Neuverpflichtungen) werden nicht nachhaltig zur Entspannung dieses Problems geführt haben.

      9. Auch Finanzchef Dreesen wies bei der JHV vor einem halben Jahr auf “deutlich gestiegene Personalausgaben” im Geschäftsjahr hin.
        Der FC Bayern befindet sich beim Spieler-Gehaltsetat schon seit Jahren trotz relativ knapper Kadergröße und ohne Messis/Ronaldos/Neymars weit vorne in der europäischen Klub-Beletage (sicherlich mit Nachteilen im Vergleich zu steuerlichen Sonderregelungen für Spieler in anderen Top-Ligen). Geleaked wurde im Nachhinein ja das ausnehmend fürstliche Salär für Luca Toni, auch den blutjungen Götze gleich zum Topverdiener zu machen erschütterte die Gehaltshierarchie innerhalb der Mannschaft und löste dort wohl entsprechend erhöhte Begehrlichkeiten bei den nächsten Verhandlungen aus (Kroos-Abgang als eine der Folgen davon).
        Gemessen am Gesamtumsatz blieb die Personalkostenquote bislang aber stets im laut UEFA “gesunden” Bereich unterhalb von 60% – im Gegensatz zu einigen anderen (und nicht nur) Topklubs.

      10. Obwohl der FCB immer noch unter 50% gemessen an Gesamtumsatz liegt.

      11. Wurde die AK von Pavard nicht auch schon letztes Frühjahr gezogen? Dann wäre der Grossteil der Transferausgaben für die aktuelle Saison bereits in dem Bericht erfasst. Zu den Investitionstätigkeiten meine ich mich zu erinnern, dass schon bei der HV ein sprunghafter Anstieg von “sonstigen Ausgaben” vermerkt wurde. Ein Verdacht war, dass man aus steuerlichen Gründen möglichst das untypische Transferplus der letzten Saison verrechnen wollte. D.h. viele vorgezogene Ausgaben, die in den kommenden Jahren auch bei normalem Verhalten auf dem Transfermarkt wieder sinken dürften.

      12. @Horst
        Der Deal wurde mit Pavard verabredet aber wenn man sich erinnert dann war es so das der Deal erst nach dem 30.6. verkündet wurde ergo mMn dann auch die ASK gezogen wurde.

        Ist aber auch egal für wen wir über 50 Mio angezahlt haben denn die Gesamtsumme von ca 120 Mio (Lucas Pavard Arp) steht von der wir im laufenden Jahr ja nur noch die Differenz zahlen müssen. Definitiv wurde Davies im Vorjahr gekauft und bezahlt.

      13. @Horst:
        Pavard glaube ich nicht. Der Zeitpunkt zu dem die AK gezogen wurde, spielt dabei keine Rolle. Natürlich hätte man sich mit dem VfB ähnlich einigen können, wie man es offensichtlich mit Madrid getan hat. Wenn ich mich allerdings an die eher zickige Kommunikation aus Stuttgart erinnere, sah das gar nicht nach einem Agreement aus.
        Auch von den kolportierten Summen passt das nicht gut. Bei Hernandez sprach man von 40 Mio €. Das können dann natürlich auch 50 Mio gewesen sein und damit wäre das geklärt. Oder alternativ man hat tatsächlich da was mit Arp gemacht. Das könnte dann auch eine theoretische mögliche Lücke zwischen 4x Mio und 50 Mio € füllen.
        Aber für einen Transfer in der Größenordnung von Pavard bliebe da keine Summe übrig, die mir sinnvoll erschiene.

      14. @T.W.
        Leider gehört der FC Bayern, auch wenn er gerne mit dem Finger auf andere zeigt, zu denjenigen, die den Markt (bezüglich der Spielergehälter) massiv beeinflussen und auch verzerren.
        Zu seiner Verteidigung kann man womöglich anführen, dass Deutschland und die Bundesliga inzwischen einen Standortnachteil bedeuten, den man scheinbar nur mit sehr hohen Gehältern oder Ausbildungs- und Ausstellungsversprechen für internationale Nachwuchstalente kompensieren kann.

        Auch in diesem Zusammenhang habe ich das Gefühl, dass man mit Hansi Flick die Mannschaft in Zukunft organischer, nachhaltiger und günstiger entwickeln kann. Das allerdings wäre ein langfristiges Projekt. Hoffen wir, dass alle Beteiligten den Mut und die Geduld dazu haben und die Mannschaft auf dem Weg dorthin ein paar Pokale gewinnt.

      15. @918, Jo: Ich habe eben nachgesehen, bei Pavard hatte Bayern die offizielle Meldung sogar schon im Januar rausgegeben (https://fcbayern.com/de/news/2019/01/fc-bayern-verpflichtet-benjamin-pavard). Darin steht, er habe bereits einen Vertrag unterschrieben, was meinem Verständnis nach eigentlich nur geht, wenn die AK schon fix bedient wurde.

        In die genannten über 50 Mio passt das tatsächlich nicht, wenn gleichzeitig auch schon eine Anzahlung für Hernandez hinterlegt wurde. Vielleicht wurden am Ende beide AKs in Raten bezahlt, um früh Klarheit zu haben und eben möglichst viele Ausgaben noch in die Saison 18/19 buchen zu können – aber das ist Spekulation.

      16. @Horst
        Wenn ein Spieler im letzten Vertragsjahr ist darf er im Wintertransferfenster mit jedem Club frei ohne Zustimmung seines Clubs mit anderen Clubs verhandeln und einen Vertrag abschließen. Der aber dann erst zum 1.7. wirksam wird. Genau das ist gemacht worden ohne das aber der FCB mit dem VfB formal die ASK gezogen hat( ziehen musste), Rangnick und co haben doch permanent sich beklagt das sich keiner vom FCB offiziell gemeldet hatte, bis kurz vor Ablauf der ASK( nach meiner Erinnerung also erst im Juli wirksam).

      17. @Mirko

        (…) habe ich das Gefühl, dass man mit Hansi Flick die Mannschaft in Zukunft organischer, nachhaltiger und günstiger entwickeln kann. (…)

        Ich tippe darauf, dass Flick als ehem. Löw-Weggefährte engen Kontakt zum Bundestrainer hält und eine ähnliche Denkschule in seinem Fußballverständnis pflegt. Inwieweit das Flicks Umsetzung dann beim FC Bayern spiel- und damit kadertechnich à la longue beeinflussen würde, bleibt freilich ebenso Spekulation. ;-)

      18. @T.W.
        “Der FC Bayern befindet sich beim Spieler-Gehaltsetat schon seit Jahren trotz relativ knapper Kadergröße und ohne Messis/Ronaldos/Neymars weit vorne in der europäischen Klub-Beletage.”

        Ich fürchte in diesem Zusammenhang auch, dass die Gerüchte über Hernández’ Gehalt nicht gänzlich unbegründet sind; und dann ist natürlich auch verständlich, dass Alaba und Neuer sich nicht ausreichend wertgeschätzt fühlen… Teufelskreislauf.

      19. @Mirko

        (…) Ich fürchte in diesem Zusammenhang auch, dass die Gerüchte über Hernández’ Gehalt nicht gänzlich unbegründet sind (…)

        Sein Berater dementiert das jedoch entschieden. Kolportiert wird ein Bruttosalär von 13 Mio. € – selbe Zahl für Coutinho, allerdings netto.

        https://www.90min.de/posts/6593824-hernandez-berater-ueber-gehaltsdiskussion-vielleicht-will-man-ihm-schaden

        https://www.tz.de/sport/fc-bayern/lucas-hernandez-offenbar-fix-fc-bayern-schnuert-offenbar-dieses-mega-paket-zr-10904255.html

      20. @T.W.
        13 Millionen brutto für einen Weltmeister? Sehr enttäuschend, dann ist er fast in einer Gehaltsklasse mit Arp und Singh. Würde mich nicht wundern, wenn der Vertrag nachgebessert werden müsste, damit seine Abwanderungsgedanken nicht allzu starken Einfluss auf seine Leistungen nehmen – sollte er denn irgendwann einmal spielen…

        PS. Spaß beiseite – ich hoffe, dass er gesund wird und seine Form, Selbstvertrauen und Lust wiederfindet – ich kenne ihn nicht gut, könnte ihn mir aber als ultramoderne Berti-Vogts-Variante gut vorstellen; so einer fehlt uns noch.
        Zusammen mit Süle könnte er dann gegen gewisse Gegner ein wirklich unangenehmes Paar bilden.

      21. @Jo
        Ich habe jetzt erst im Nachhinein gesehen, dass du unmittelbar vor mir bereits alles geschrieben hast, was ich dann anschließend plump wiederholt habe. Das wäre Diebstahl geistigen Eigentums – wenn ich es bewusst gemacht hätte. Trotzdem Entschuldigung.

  3. „CASH-FLOW
    Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit ist ein fundamentaler Leistungsindikator und wesentliche Zielgröße der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung. Er steht für die interne finanzielle Leistungskraft und zeigt in der Planung zusammen mit den vorhanden liquiden Mitteln den Rahmen für die zukünftige Investitionstätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 war der operative Cash Flow mit € 55,9 Mio. erwartungsgemäß wieder positiv, wenn auch nicht in der Größenordnung von 2017/2018 (€ 166,9 Mio.), u.a. infolge des Anstiegs der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände.“

    „Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgenstände sind um € 47,8 Mio. gestiegen. Dies ist eine direkte Folge der Transferumsätze des Geschäftsjahres 2018/2019, die zum Teil mit über den 30.06.2019 hinausgehenden Fälligkeiten vereinbart wurden.
    Im Gegenzug reduzierten sich die liquiden Mittel um € 61,5 Mio. Neben den oben erwähnten Investitionen in die Infrastruktur beruht dies vor allem auf Transferzahlungen von über € 50 Mio. für Neuzugänge für das Geschäftsjahr 2019/2020.“

    Mit den Transferzahlungen für Neuzugänge 19/20 kann eigentlich nur die Anzahlung für Lucas gemeint sein.

    Die Erhöhung der Forderungen um knapp 50 Mio bedeutet das wir für die o.g. Transferabgänge 18/19( und da ist Hummels noch garnicht dabei noch Zahlungen zu bekommen haben, da hoffen wir mal das die noch kommen……..

    So ist dann eben der operative Cashflow um über 100 Mio niedriger.

    Der operative Cashflow für 19/20 wird natürlich durch Corona massiv beeinträchtigt. Dadurch das man schon über 50 Mio für Lucas anbezahlt hatte dürften dann nur noch die restlichen 30 plus ca 35 Mio für Pavard fällig sein denen die offenen Forderungen für Hummels Vidal Costa Wagner etc gegenüberstehen also sollte dich das ausgleichen. Wenn man von +/- 0 ausgeht dann stehen für Transfers natürlich nur die abgeschmolzene Liquidität von ca 150 Mio zur Verfügung. Das man da nicht mehr als die erwarteten 60 Mio für sane ausgeben will ist nachvollziehbar.
    Trotzdem sind das immer noch sehr solide Zahlen und vergleichsweise exzellente Ausgangslage.

    Ob man allerdings die genannten Projekte AA NLZ Flagshipstore wirklich in dieser Saison umsetzen wird?

    „ 3. Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage
    Für den Leistungsindikator Cash-Flow verfolgt der FC BAYERN MÜNCHEN das Prinzip einer einnahmenorientierten Ausgabepolitik. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 sind weitere erhebliche Investitionen in den Spielerkader und in die Infrastruktur notwendig und geplant. Diese werden nach den Planungen jedoch vollständig aus der vorhandenen Liquidität und dem erzielten operativen Cash-Flow finanziert.
    Für das Geschäftsjahr 2019/2020 wird wieder ein positiver Cash-Flow prognostiziert, der zusammen mit den Liquiditätsreserven die Finanzierung notwendiger Investitionen in die Mannschaft, in Projekte der Allianz Arena, des FC BAYERN MÜNCHEN Flagship Stores in der Münchner Innenstadt sowie in die Infrastruktur des Konzerns aus eigenen Mitteln ermöglichen wird.“

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Schön dass du dir das mal angeschaut hast. Nachdem du ein ganzes Jahr vehement posaunt hast, dass wir uns Harvertz und Sane (und noch viel mehr) zu annähernd 150 Mio. locker leisten können, ist der Blick auf die nüchternen Zahlen dann doch meistens hilfreich.

      Wobei abzuwarten bleibt, in welchem Detail sich die Corona Krise in der Bilanz niederschlägt. Denke aber der FCB ist prinzipiell „resilienter“, als das Gleichgewicht im europäischen Transfermarkt. Was wiederum eine sehr gute Ausgangslage darstellt.

    2. Wie? Was?
      Wir können uns Havertz und Sanè + Spieler X nicht leisten?
      Haben sich der MSR-Finanzexperten hier geirrt? Oder absichtlich alternative Fakten unters Volk gestreut?
      Ich bin enttäuscht.

  4. Tolle Saison der Amas. Aber auch eine verrückte Liga, wo der Erste bereits 9 Niederlagen hat und unsere Zweite inzwischen fast Tabellenführer ist.

  5. Zum Jahresabschluss:

    So spannend die Zahlen sind – eines muss klar sein, das sind die Zahlen per 30. Juni 2019, und das ist irgendwann “vor Corona”. Wie es aktuell wirklich aussieht, werden wir erst in einem Jahr sagen können. Und um zu beurteilen, wie es auf lange Sicht sein wird, dazu müsste man wissen wie sich die Sponsorenseite entwickelt.

    Ich meine allerdings, dass man am JA 2018/19 ganz klar die Gefahren sieht, die z.B. @willythegreat im Diskussionsteil zum Fortuna-Spiel so gut beschrieben hat: Man muss sich immer klarmachen, dass ein Transfer, nur weil er “groß” ist, kaum vielversprechender ist als einer von mittlerer Größe. Es ist daher nicht sehr sinnvoll, zu überlegen ob Bayern “Havertz & Sane” jetzt holen könnte. Sie könnten es wohl schon noch bezahlen. Aber es wird die Mannschaft nicht notwendig mehr nach vorne bringen als die diversen “mittelgroßen” Einkäufe, die Bayern die letzten fünf Jahre gemacht hat und von denen sehr viele erfreulich gut eingeschlagen haben. Zumal Havertz und Sane in gewisser Weise Risikotransfers sind, denn Havertz steht u.U. Thomas Müller im Weg, und Sane er selbst.

    Wenn Havertz wirklich das Zeug dazu hat, der bundesdeutsche Überfußballer der 20er Jahre zu werden, würde ich ihn jetzt verpflichten unter der Voraussetzung, dass er gleich wieder an Leverkusen zurückverliehen wird. Er soll dann eine Saison später kommen und langsam die Position von Müller einnehmen. Und Sane? Vielleicht in einem Jahr, aber da muss man erst mal wissen wie es mit dem King weitergeht. Ich schätze Kahn als umsichtig und vorsichtig ein. Vielleicht denkt er ähnlich.

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Lt. dem Kicker heißt es “Thiago oder Havertz”.
      Beides liegt finanziell nicht drin.

      1. Macht Sinn. Ich glaube aber nach wie vor, dass sich diese Frage 2020 noch nicht stellen wird, weil auch kein anderer Verein diesen Sommer eine solche Investition stemmen kann. Die auch vom Kicker wieder genannten Namen haben entweder ebenfalls schon angekündigt, dass sie es dieses Jahr ruhiger angehen lassen, oder aus diversen Gründen wie FFP oder anderen Transferzielen keinen ausreichenden Spielraum mehr. 2021 werden die Vereine sicher Schlange bei ihm stehen, aber ich glaube nicht, dass wir dieses Jahr etwas verpassen.

    2. @Wipf:
      Wenn der Verein tatsächlich Draghi-like Sane&Havertz “whatever it takes” holen wollte, könnte er das sicherlich.
      Allerdings, da kennen wir unseren Verein wohl alle zu gut, würde der FCB eben nie “whatever it takes” Spieler holen. Und in der aktuellen Situation natürlich schon mal gar nicht.
      Man wird also zwangsläufig Prioritäten setzen müssen.

      1. Geanauso ist es.
        Verlängerungen mit Thiago und Alaba bzw Verpflichtung von Sane haben Vorrang.

      2. @Jo
        Eine Rechnung ohne den Wirt: Havertz steht bei LEV noch zwei Jahre unter Vertrag, solange Völler sein Veto einlegt (oder Havertz für sich doch eine andere Vereinswahl trifft), nutzt dem FCB nicht mal ein “whatever it takes”.

      3. @T.W.
        Ich meine natürlich die finanziellen Möglichkeiten. Natürlich können wir Havertz nicht in Ketten nach München schleppen.

      4. @Jo
        Wäre aber eine gute Idee – um einfach mal das wahre Kräfteverhältnis zu demonstrieren…

      5. @Mirko
        Und schon wieder würde sich der FCB als Preistreiber (diesmal am nationalen Transfermarkt) versündigen… ;-)

      6. @T.W.
        Ich hatte mich ganz konkret auf Jos Aussage bezogen (“Natürlich können wir Havertz nicht in Ketten nach München schleppen.”) und hatte gar nicht an das Geld gedacht – eher an Sklaventreiberei…

    3. Also bei Sane lege ich mich fest. Zu viel blingbling. Einfach nicht mein Spieler. Und, mit Verlaub, aber das habe ich hier in den diversen threads gelernt und das ist es, was am Ende des Tages zählt, der Josh, der Leon und der Serge, die sind einfach auch mentalitätsmäßig andere Kaliber. Der King (der jünger ist als Sane) übrigens auch (auch wenn er noch Autofahren lernen muss). Dass man ihm jetzt einen vor die Nase setzt muss ich nicht verstehen …

      1. Ich bin selbst auch ein bisschen ‘blingbling’, deshalb stört mich das bei Sané nicht so sehr.
        Ich habe eher die Sorge, dass er körperlich nicht mehr so fit und schnell ist wie früher und dass er (immer noch) nicht bereit ist, sich bedingungslos in ein Kollektiv einzugliedern (was ja scheinbar auch Guardialo missfällt).
        Ansonsten wäre er eine wirklich hochklassige Ergänzung für unsere Mannschaft, eventuell sogar zu einem günstigen Preis.
        Da unsere Außen sehr verletzungsanfällig sind, hätte er sogar einen Platz in der Mannschaft – was man von Havertz und Hernández ja nicht unbedingt behaupten kann.

      2. Aber “der Josh, der Leon und der Serge” äußern sich sehr positiv über Sané – man hat das Gefühl, sie würden gerne mit ihm zusammenspielen. Und im Gegensatz zu uns kennen sie ihn persönlich, was ja kein Nachteil bei der Beurteilung sein muss.

  6. Uli H Hainer Kahn KHR alle sagen das man mit Thiago verlängern will und wird.
    Und was macht der Kicker?
    Zum x ten mal eine anti Thiago Story.
    Nichts daran macht Sinn denn Havertz steht diesen Sommer überhaupt nicht an.
    Völler hat klar gemacht das man bei der Ablöse hart bleibt was aus LEV Sicht auch Sinn macht weil man überhaupt keinen Druck hat verkaufen zu müssen und eine niedrige Ablöse akzeptieren muss.

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    1. Insbesondere Chefreporter Wild vom “kicker” wird nachgesagt, kein Freund von Ballzauberern à la Thiago zu sein und Spieler des “FC Deutschland” zu protegieren (Kimmich, Goretzka & Co.).
      Er hätte statt Thiago ja auch eine Alaba-Vertragsverlängerung als Hindernis für einen Havertz-Transfer nennen können – wobei sich diese Verknüpfung in beiden Fällen nicht erschließt: bei Thiago und Alaba geht‘s um eine Gehaltserhöhung in Höhe der einen oder anderen Million, bei Havertz um einen dreistelligen Millionenbetrag (nach Völlers Vorstellungen).

    2. @918
      Den Wild kann ich leider auch nicht mehr ernst nehmen (übrigens, neulich beim Arzt, da lag der Kicker aus, teilweise ist der immer noch lesenswert, aber halt nur die Printausgabe).

      Havertz hat bei Bayern keine besonders große Chance auf einen gesicherten Stammplatz, so lange es einen Thomas Müller gibt. James hatte, bis auf eine Handvoll Heynckes-Spiele, keine Chance, Coutinho hat keine Chance, wahrscheinlich hätte auch ein de Brujne keine allzu große Chance gehabt. Darum hat der Transfer “keine Eile”. 2021 ist früh genug, an sich fast immer noch zu früh ..

      Den Druck sehe ich übrigens ganz überwiegend bei Lev04. Havertz wird mit 20 Lenzen weder zu Real Madrid wechseln noch zu Juve, Chelsea oder ManCity (die vielleicht nicht mal international spielen). Wohin soll er gehen außer zu uns? Zum BVB – die nicht dafür bekannt sind, 100 Mio. Ablöse zu bezahlen? Wie hoch wäre die Ablöse für Havertz in 2021 bei einem Jahr Vertragsrestlaufzeit? Havertz will jetzt zwar Klarheit, aber das heißt nicht dass er jetzt weg will. Gibt es für ihn einen aktuell besseren Verein, sich auf die EM vorzubereiten als Lev04? Also, jetzt einen Vertrag mit ihm machen und ihn an Lev zurückverleihen.

      1. @wimpf
        Verstehe was Du sagst aber man kann schon davon ausgehen das die Ablösen nächstes Jahr höher sind als jetzt. Dagegen läuft natürlich wie Du sagst das ein Jahr weniger bzw Restvertragslaufzeit die Ablöse schmälert.
        In anderen Worten evtl denken sich Lev wieso jetzt für 60 Mio verkaufen wenn wir die auch in einem Jahr bekommen aber den Spieler noch ein länger bei uns haben( 100 Mio wird jetzt wie Du sagst wahrscheinlich keiner bieten).
        Und aus unserer Sicht könnte man Havertz nächstes Jahr ohne Druck realisieren wenn er denn überhaupt zu uns will. In dem Fall könnte man dann auch den von Dir angedeuteten Vorvertrag machen mit Club und Spieler was aber bei Völler schwierig sein dürfte.

      2. @wipf

        (…) Gibt es für ihn einen aktuell besseren Verein, sich auf die EM vorzubereiten als Lev04? Also, jetzt einen Vertrag mit ihm machen und ihn an Lev zurückverleihen.

        Aus finanzieller Sicht hätte das vor allem Charme für den FCB, abgesehen davon aber stünde Havertz dann doch unter ähnlichem psychischen Druck seitens Fanschaft wie Nübel jetzt schon auf Schalke, oder?

      3. @T.W.
        Da man es nicht geheimhalten können wird, ist das natürlich ein Punkt. Allerdings ist Nübel ablösefrei gewechselt, und dann auch noch von S04 .. Leverkusen hat ja nicht diese Fan-UN-Kultur ..

        Auch bei Pulisic hat Chelsea zugeschlagen und ihn noch für sechs Monate zum BVB ausgeliehen – damals wegen Transfersperre.

        Mannschaftsintern kann es Probleme geben, wenn der Youngster plötzlich auf FC Bayern Gehaltsniveau bezahlt wird, aber vielleicht noch nicht entsprechend spielt.

        Vielleicht hat Bayern auch längst Vorverträge mit Havertz und Lev04

      4. @918
        Inwiefern “den Kicker toppen wollen?”
        Der Artikel spricht absolut positiv über Thiago, nennt ihn einen der besten Mittelfeldspieler der Welt.
        Das Entscheidende sei angeblich, dass Barcelona den Kontakt zu den Bayern kürzlich abgebrochen habe, nachdem diese Coutinho nicht übernehmen wollen. Das habe den Vorstand dort derart verärgert, dass man nun Thiago (in diesem oder dem nächsten Jahr) verpflichten wolle – worauf man bisher, aus Respekt gegenüber den Bayern, verzichtet habe.

        Letztendlich entscheidet Thiago selbst über seinen Werdegang: ich denke, die sportliche Perspektive würde ihn in München halten, die familiäre eher zurückkehren lassen. Ich hoffe, dass er bleibt.

      5. richtig die Bremse für Havertz ist Müller und nicht Thiago. Der kicker war und ist ein Anti-Bayern Blatt. Karlheinz Wild hat vom Fußball keine Ahnung. Sein Verhalten gegenüber Guardiola hat ihn fachlich und auch menschlich für mich endgültig für immer erledigt. Schon zu Schulzeiten, ich habe damals mit Freunden das kicker manager Spiel gespielt, ist mir die Benachteiligung der Bayernspieler aufgefallen. Ich hatte Bayernspiele live gesehen, Bayern hatte klar dominiert und dann gab es lauter dreier maximal nen zweier , aber wehe der underdog konnte mal ein bisschen mithalten, da hagelte es gleich einser. SPitzenspieler von Dortmund damals Frankfurt oder Bremen hatten immer das 1er Abo, zum Beispiel Andi Möller oder Uwe Bein.

  7. Interessant zu sehen, wie sich bei MSR Fake-News entwickeln:

    Besagte Person behauptet der FCB habe keine Verbindlichkeiten und postet eine Zeile darüber den Link, in dem zu lesen ist dass der Verein zum Bilanzstichtag €128 Mio. an Verbindlichkeiten hatte. Der Rest springt ungeprüft darauf auf und munter schreitet die Diskussion voran.

    Zu einer Forums-Kultur sollte doch zumindest derjenige, der Dinge hier verlinkt, diese Artikel selbst gelesen haben und seine Aussagen kritisch hinterfragen.

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    1. Du hast so einem schönen Köder mit “MSR Fake-News” ausgeworfen – und keiner hat angebissen. Das wollte ich nur korrigieren.

    2. War schön zu beobachten, was dieser Kommentar hier auslöste. Erst das große Schweigen von allen und dann von besagter Person ein Kommentar zu einem ganz anderem Thema.
      Was interessiert mich mein meek meek von gestern, weiter geht’s.
      Erinnert irgendwie an den Ami-Donald.

  8. Schade, dass wir Max Eberl nicht für zwei Jahre ausleihen können; so würden sehr wahrscheinlich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden:

    Beispielsweise kostengünstig relativ unbekannte, aber entwicklungsfähige und -willige Spieler zu verpflichten, mit denen wir die Mannschaft etwas breiter aufstellen könnten. Die Auswahl ist dabei nicht einfach, denn einerseits sollen sie bereits gut genug sein, um die Mannschaft sinnvoll zu ergänzen (ich traue in diesem Zusammenhang unseren Amateuren – noch – nicht so viel zu), andererseits aber demütig und geduldig genug, um die Rolle als Ergänzungsspieler zu akzeptieren.

    Dadurch, dass wir bereits jetzt damit anfangen könnten, diese Spieler aufzubauen und zu integrieren, würden wir einen erneuten starken Umbruch im Jahr 2023 vermeiden: Dann nämlich wird die Zeit von Lewandowski, Müller, Thiago und Neuer abgelaufen sein. Wir sollten – bitte, bitte – nicht wieder den gleichen Fehler wie in den letzten Jahren machen, dass wir eine organisch gewachsene und erfolgreiche Mannschaft bis weit über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus bewirtschaften, um so den größtmöglichen Nutzen aus ihr zu ziehen – auf diese Weise haben wir viele wertvolle Entwicklungsjahre verloren. Eine Mannschaft sollte ein dynamisches Gebilde sein, spielerisch, taktisch und auch personell. Das spricht nicht automatisch gegen Loyalität, sondern vor allem für die Maxime, dass die Mannschaft wichtiger als der Einzelspieler ist.

    Erstaunlicherweise sehe ich diesbezüglich meine einzige Sorge bezüglich Hansi Flick: Dass er allzu sehr einer eingespielten Elf vertraut und ihm daher das etwas abstraktere Rotationsprinzip etwas suspekt ist – aber vielleicht ist das auch nur unserer momentanen Personalknappheit geschuldet.
    Die andere Sorge betrifft die Attitüde bestimmter Spieler – Erstes Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Es dürfte keine leichte Aufgabe sein, Spielern wie Neuer, Müller und Lewandowski verständlich zu machen, dass man perspektivisch an ihrer Seite jungen Spieler entwickeln will und muss, um nicht wieder in eine Umbruch-Sackgasse zu landen, die dann einen großen, riskanten, schwer zu planenden Neuaufbau erfordert.
    Denn diese neuen Spieler kann man nicht auf der Ersatzbank oder in der dritten Liga (oder bei einem Farmteam) entwickeln, sondern bestenfalls innerhalb der Mannschaft, in der sie letztlich auch ihre Positionen übernehmen sollen. Dabei muss man nicht zwangsläufig die Autorität, die Stellung und die Wertschätzung der ‘Alten’ infrage stellen, sondern lediglich das Primat der Mannschaft als Ganzes vorleben. Schlimmstenfalls werden Eitelkeiten verletzt, mein Gott.

    Ich halte diesen Weg aus mehreren Gründen für gehbar: Erstens können wir finanziell konservativ agieren und etwas entspannter in die Zukunft schauen, denn keiner weiß heute, wie der Fußballmarkt sich in diesem und im nächsten Jahr entwickelt. Persönlich bin ich zwar vorsichtig zuversichtlich, aber sicher bin ich mir keinesfalls. Zugleich könnte der große zukünftige Umbruch – wie erwähnt – vermieden werden. Und drittens, und das ist der entscheidende Grund, halte ich unsere momentane Mannschaft für so gut und entwicklungsfähig, dass man allzu große Veränderungen gar nicht vornehmen sollte.

    Wenn man Sané dazunimmt und die Verletzten wieder zurückkehren, dann haben wir in allen Mannschaftsteilen eine so große Qualität und auch Flexibilität, dass man gar nicht mehr aus dem Schwärmen und dem taktischen Modellieren herauskommt – riesiges spielerisches Potential, das noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft worden ist (aber das wäre Stoff für einen anderen Beitrag). Die größte Gefahr sehe zur Zeit wirklich darin, dass unsere Kader zu klein bleibt, und durch Verletzungen und intensives Spiel so sehr strapaziert wird, dass er seine Klasse nicht mehr abrufen kann. Und andererseits, dass wir ohne Not unsere letzten Groschen in Prestigeobjekte wie beispielsweise Havertz investieren und damit unseren Handlungsspielraum für die nächsten Jahre erheblich einschränken.

    Lange Rede, kurzes Sinn: Mir reichen vorerst ein paar Spatzen im Team, schließlich sitzt die Taube ja schon auf unserer Bank.

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    1. Wir haben doch bereits einen jungen Nachwuchsspieler, den Max Eberl aufgebaut hat – Cuisance.

      Das Problem sehe ich eher bei den Groß-/Prestigetransfers. Da liegen wir überproportional oft daneben, auch, weil wir zu sehr ins Risiko gehen.

      Alle Nachwuchsspieler haben das Problem der Bayerninternen Hackordnung. (Ex-)Spieler wie Hummels oder Thomas Müller bestimmen sogar den Trainer mit – d.h. Flick wird schon aus Selbstschutz keine allzu harten Entscheidungen treffen.

      Wo ich absolut bei dir bin ist das Problem “Mindesthaltbarkeitsdatum”. Die Ewigkeits-Verträge “verdienter Weltmeister” in 2015 waren ein Kardinalfehler.

      1. Ich denke in erster Linie an Max Eberl, weil er eben grundsätzlich auf Prestigetransfers verzichtet und sehr perspektivisch arbeitet.
        Das sieht man ja an Cuisance: Ich finden seine Leistungen im Moment noch nicht überzeugend – bin aber davon überzeugt, dass er in den nächsten zwei Jahren einen wahnsinnigen Entwicklungssprung machen wird. Und dann – wenn man ihm denn die Chance gibt – hätten wir einen Akteur, der nicht nur ein guter Vertreter für einen Etablierten wäre, sondern einer mit Alleinstellungsmerkmal: ein wahrer Mittelfeld-Aristokrat.

        Weitere ‘solche’ Spieler würden der Mannschaft gut tun.

      2. Da kenne ich einen interessanten Schwank aus der Zeit der fußballerischen Petroleumlampen .. sprich, das war vor langer langer Zeit.

        Es kam ein 19 Jahre junger Deutscher Spieler zum FC Bayern. Abwehr. Hatte schon ein paar Einsätze in der Jugendnationalmannschaft. Fragt ihn der Reporter, “Sie spielen ja Libero und da ist beim FC Bayern der Franz Beckenbauer. Glauben Sie, dass Sie auf der Ersatzbank sitzen müssen?”. Antwort des Frechdachs [ sinngemäß, konnte es noch nicht ergoogeln ]: “Da wird sich der Franz Beckenbauer daran gewöhnen müssen dass er auf der Ersatzbank sitzt.”

        Nun, wie ging die Geschichte aus? Der junge Abwehrspieler, Paul Breitner, wurde linker Außenverteidiger und 1972 gegen die UdSSR Europameister. Mit Beckenbauer.

        Was ich damit sagen will: Ich muss immer schmunzeln, wenn eine Horde kniefälligster Foristen bei Cuisance gleich mal den moralischen Zeigefinger hebt und belehrend einwendet, der sei ja “so disziplinlos”. Keine “professionelle Einstellung”, heißt es dann, so als ob diese Leute in ihrem Job immer pünktlich gewesen wären. Wo würde man denn bei Bayern enden, wenn man immer nur zu den “ganz ganz Braven” zählt? Bayern, das sind nicht nur Superstars, sondern auch höchstbezahlte Nachwuchskicker, die, wenn sie wollten, auch zu vielen anderen Vereinen hätten gehen können. So einer muss schon soweit von sich überzeugt sein, dass er den Etablierten Druck macht. Nur mit, “ja der Trainer bestimmt, ich muss weiterarbeiten und Geduld haben, muss mich entwickeln” wird das nichts werden. Auch ein Alaba ist mit Ribery um die Häuser und durch die Clubs gezogen und hat nicht nur zu Hause seine Stutzen zum Trocknen aufgehängt.

        Bei Cuisance hab ich so ein Gefühl wie bei Kimmich. Beide sehr selbstbewusst.

      3. Ich hoffe (und glaube) du hast recht:)

      4. @wipf

        (…) wenn eine Horde kniefälligster Foristen bei Cuisance gleich mal den moralischen Zeigefinger hebt und belehrend einwendet, der sei ja “so disziplinlos”. Keine “professionelle Einstellung”, heißt es dann, so als ob diese Leute in ihrem Job immer pünktlich gewesen wären. Wo würde man denn bei Bayern enden, wenn man immer nur zu den “ganz ganz Braven” zählt? (…)

        Soll hier sogar Foristen aus einer “Horde” mit ”blingbling”-Aversion geben, vielleicht kennste den da sogar… (→ 04.06.2020 – 15:14)

        Also bei Sane lege ich mich fest. Zu viel blingbling. Einfach nicht mein Spieler. (…)

      5. TW, das soll es aber doch geben, dass ein Spieler jemanden nicht unbedingt begeistert.
        Bemühe mal dein Gedächtnis – wieviele haben einen Mats Hummels nie wirklich akzeptiert und waren froh, als er wieder weg war.
        Und er war nicht der Einzige.
        Es gibt Leute, die mögen Werner nicht und es gibt Menschen, die mögen Kimmich nicht – und so gibt es eben auch Leute, die mit einem Sane nicht warm werden.
        Und das wird sich nie ändern.

      6. @Anton
        Danke, dass du das an mein ”Gedächtnis” adressierst, obwohl ich den Auslöser @wipf nur auf seine eigene ”Horden”- Betriebsblindheit am Bsp. Sané gestoßen habe.
        Bei mir rennst du offene Türen ein damit, dass Geschmäcker nun mal verschieden sind.

        Einer der nächsten Brocken für den FCB liegt übrigens gerade bei Unterzahl 0:1 zurück in Freiburg – zum zweiten Mal Gelbrot für Pléa in dieser Saison und glatt Rot hinterher für den aufgebrachten Eberl…

      7. @T.W.
        Kader zusammenstellen kann er, der Eberl, aber gutes Benehmen könnte er von unserem Sportdirektor lernen…

  9. Noch ein paar Gedanken zur (zukünftigen) taktischen Flexibilität.

    Ich gehe davon aus, dass Sané zu uns kommt, dass Tolisso und Süle genesen und Thiago und Alaba bei uns bleiben.
    Da wir die meisten Partien gegen sehr defensive Kontrahenten spielen, fällt das Konter- und Umschaltspiel (mehr oder weniger) aus und auf Fehler des Gegners zu warten halte ich für unter unserer Würde. Wie müssen also aktiv, dominant und offensiv spielen. Das haben wir zwar auch bisher getan, meistens auch sehr erfolgreich, und trotzdem fehlt mir in der Offensive eine klares Konzept, überzeugend herausgespielte Chancen und ein unwiderstehlicher Drang zum Tor.

    All das geht meiner Meinung nach nur über Spielkontrolle gepaart mit hoher Geschwindigkeit (auf den ersten Metern), hoher Flexibilität in der strukturellen Ausrichtung und hoher Intensität im Zusammenspiel. Wir sind zur Zeit immer noch viel zu sehr mit Einzelaktionen beschäftigt (die ja durchaus 2 oder 3 Spieler umfassen können); die meisten Aktionen verlaufen dann im Sande oder enden in einem Zweikampf, der meistens verloren, manchmal gewonnen wird.

    Ich erinnere mich an die Aussage des ehemaligen Trainers von Manchester United, Alex Ferguson, der über seine vielen Begegnungen mit Guardiola sinngemäß sagte, egal wie er seine Mannschaft ein- und aufgestellt hat, Guardiola schaffte es immer wieder im Mittelfeld ein personelles Übergewicht zu erzeugen und damit die Kontrolle des Spiels an sich zu reißen.

    Das ist doch wirklich die einzige Möglichkeit sich strukturelle Vorteile auf dem Platz zu verschaffen, wenn man sich nicht auf Fehler des Gegners oder geniale Aktionen der eigenen Mannschaft verlassen will: Überzahl, kreatives Chaos, die geistige und körperliche Überforderung des Gegners durch schnelles, direktes, unvorhersehbares Spiel.

    Genau dazu sind wir (wieder und diesmal sogar besser) in der Lage: wir haben dazu den richtigen Trainer und die richtige Mannschaft. Ich bin deshalb so zuversichtlich, weil bereits jetzt zu sehen ist, wie flexibel unsere Spieler eingesetzt werden können: Kimmich im defensiven Mittelfeld, im offensiven Mittelfeld, auf der Außenbahn vorne oder hinten, als Innenverteidiger – alles keine Problem. Alaba auf links, in der Innenverteidigung, im defensiven Mittelfeld, als Außenstürmer – alles kein Problem. Davies auf der Außenbahn vorne oder hinten oder als bayrischer Pogba im Stile eines Box-to-box-Players im Mittelfeld – wahrscheinlich auch kein Problem. So kann man alle Spieler durchgehen und findet eigentlich keinen, der nicht polyvalent wäre.

    Diesen Umstand sollte man sich zu Nutze machen. In der Grundordnung 3-4-3 wäre das Mittelfeld akzentuiert und insgesamt die Offensive gestärkt. Die drei vorne (eventuell mit Sané und Davies) könnten frei rotieren und fallen lassen und sich situationsbedingt frühzeitig in die Angriffe einschalten; es sollte aber vermieden werden, dass Lewandowski fix in der Mitte bleibt, da dadurch auch die Außen wenig Bewegungsfreiheit hätten. Im Mittelfeld haben wir mit Thiago und Müller (eher vorne) und Goretzka und Kimmich (eher hinten) vier Spieler in der Zentrale, die alle sowohl offensiv als auch defensiv stark sind. Jeder von ihnen kann sich jederzeit überall sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung einbringen. Ergänzend dazu können auch Alaba und Pavard im Mittelfeld, auf den Außen oder in der Innenverteidigung mitwirken. Auch Hernández und Tolisso sehe ich prädestiniert für eine so variable Arbeitsauffassung. Lediglich Süle erscheint mir diesbezüglich ein bisschen limitiert (aber gegen offensiv starke Gegner wäre er ein wertvolles Bollwerk in der Abwehr, ähnlich wie Tolisso im Mittelfeld).

    Wenn man diese extrem hohe Flexibilität nun zugrunde legt, kann man nun überall auf dem Platz relativ einfach Überzahl-Positionen schaffen, ohne dass die Grundordnung vollkommen verloren geht, da je nicht bestimmte Spieler auf bestimmte Positionen zurückeilen müssen, sondern weil fast jeder alles spielen kann und damit automatisch die ‘verwaisten’ Positionen durch einen in der Nähe positionierten Spieler besetzt würden. Wir könnten so (viel schneller als die meisten oder alle Gegner) den Ball und damit das Spielgeschehen verlagern und gleichzeitig auch die personelle Überzahl in Ballnähe unmittelbar herstellen.

    Natürlich würden Lücken und Löcher entstehen – aber weit weg vom Ball und dem Spielgeschehen und keinesfalls in der Spielmitte. Und im Moment habe ich vor solchen Situationen gar keine Angst mehr, denn wir sind besser denn je darauf vorbereitet. Früher waren unsere Verteidiger zu langsam für dieses riskante Spiel – auch weil sie regelmäßig von unserem defensiven Mittelfeld ‘verraten’ wurden, das wiederum von der Offensive ‘im Stich gelassen’ wurde.
    Jetzt haben wir viel flottere Spieler, unser defensives Mittelfeld ackert wie Besessene, und auch die Offensive bringt sich wunderbar ein im Spiel gegen den Ball. Zudem hat man das Gefühl, dass einer für den anderen da ist, dass die Spieler es genießen ‘miteinander’ zu spielen und dass fast alle übermäßig intelligente und aufmerksame Akteure sind.

    Das sind die besten Voraussetzungen, um die alten taktischen Kategorien wie Offensive und Defensive zu sprengen, Bereiche wie Verteidigung, Mittelfeld und Angriff zu verschmelzen und ‘Totalen Fußball’ zu spielen.
    Jeder Einzelne in dieser Mannschaft scheint diese ‘absolute’ Spielauffassung zu verkörpern – warum sollte es Hansi Flick nicht gelingen, diese Idee mit der ganzen Mannschaft umzusetzen?

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    1. Kleiner Einwand:
      Schaut man sich viele CL-Spiele der letzten Jahre, in denen wir letztendlich den kürzeren zogen, an, dann fällt auf, dass wir immer möglichst viel Aufwand betreiben mussten, um ein Tor zu erzielen. Wenn es aber nötig ist, dass beide Außenverteidiger permanent marschieren und die Außenstürmer hinterlaufen und 2 von 3 Mittelfeldspielern auch noch in oder um den Strafraum mit Lewandowski zusammen positioniert sein müssen, damit es gefährlich wird, dann ist das schon sehr aufwändig und auch sehr riskant bzgl. möglicher Konter. Im Gegensatz dazu konnten unsere Gegner immer wieder Tore erzielen, bei denen ein einfacher Pass reichte und sie trotz numerischer Unterlegenheit im Strafraum zu klaren Chancen kamen. Ich denke der Hebel sollte viel eher bei mehr Abgeklärtheit und Präzision im Strafraum angesetzt werden. Hier verschludern wir noch zu viele Möglichkeiten leichtfertig.
      Das was dir vorschwebt wäre natürlich traumhaft anzuschauen. Ob es den ganz großen Erfolg bringen würde, bezweifle ich allerdings.

      1. Ja, bis vor kurzem hätte ich diese Spielanlage auch noch für verrückt gehalten, eben weil die Absicherung nicht funktioniert hat, die Mannschaft nicht als Einheit aufgetreten ist und auch nicht dynamisch genug war.
        Aber inzwischen sehen wir doch, das die Mannschaft sich genau in diese Richtung entwickelt und dabei scheinbar zu sich selbst gefunden hat: Die rennen doch nicht so viel, weil sie müssen, sondern weil es ihnen Spaß macht.

        Dass das System nicht über 90 Minuten aufrecht erhalten werden kann, ist klar. Aber man kann immer wieder solche Phasen initiieren und anschließend wieder entschleunigen, ohne dass man sich hinten reinstellt, sondern eher indem man das Mittelfeld bei gleicher Ausrichtung verdichtet.

      2. Es ist wirklich absurd, dass wir diese Saison vielleicht so viele Tore erzielen wie noch nie – und gleichzeitig zu sehen ist, dass wir uns – wie du selbst sagst – trotz großem Aufwands mit dem Toreschießen schwer tun.
        Aber es gibt eben wichtige und weniger wichtige Tore; beim Stand von 0-0 ist das erste Tor extrem wichtig, danach entwickelt sich meist ein anderes Spiel. Und gerade in diesen neutralen Situationen tun wir uns oft sehr schwer.

        Das liegt aber nicht am offensiven Ansatz, sondern eher daran, dass die Offensivbemühungen oft nicht intensiv und überzeugend genug vorgetragen werden. Es ist bestimmt besser 10 bis 15 Minuten extremen Wirbel zu veranstalten, als kontinuierlich, in immer gleichen Mustern bedachtsam anzurennen.
        Ich glaube wirklich, dass unsere Mannschaft so flexibel, intelligent und verantwortungsvoll ist, dass sie diese Phasen bewusst und kontrolliert ausleben und steuern kann.

        Schau’ dir doch nur mal das 3-0 gegen Düsseldorf an – das war ganz große Fußballkunst; ich kann mich kaum erinnern, jemals ein so schön herausgespieltes Tor gesehen zu haben:
        Alaba (nach Anspiel Pavard; Gnabry hier bereits im linken Mittelfeld anspielbar) im zentralen rechten Mittelfeld zu Lewandowski, der sich zurückfallen ließ, dieser legt auf Kimmich ab, der durchgeht bis zur Grundlinie, den Ball auf Müller ablegt, der wiederum den heranstürmenden Lewandowski bedient. Tor. In der Nähe befanden sich zuvor Coman frei auf rechts, später Gnabry wieder frei im Strafraum links.
        Das alles in hohem Tempo, die Spieler bewegen sich bereits, bevor die Pässe gespielt werden, es gab fast immer mehrere Passmöglichkeiten.

        Als ich das gesehen habe, war mir klar, dass das unserer wahres Ich ist, dass wir daran weiter arbeiten sollten. Deshalb habe ich so viel geschrieben – ich will der Hohepriester dieses Fußballs sein!

  10. Eigentlich tut es mir leid, wenn ich euch so volllabere – aber ich habe heute frei und langweile mich ein bisschen, deswegen mache ich einfach mal weiter:

    Wer von uns schwärmt nicht von den glorreichen Zeiten mit Robben und Ribéry? Mir geht es jetzt nicht darum, dass man sich viel zu spät von diesen wunderbaren und verdienten Spielern getrennt hat, sondern darum, dass die beiden ohne Alaba und Lahm nie hätten dermaßen glänzen können. Erst im Zusammenspiel mit diesen hatten sie ein Übergewicht auf den Flügeln, das dann viele Aktionen ermöglicht hat, die ansonsten verpufft wären.

    Leider kann man das gleiche nur eingeschränkt von Coman und Gnabry behaupten – sie sind nicht selten auf sich alleine gestellt und kommen so unvorteilhaft in 1-1-Situationen. Das ist wahrscheinlich ein Grund, warum viele den Verlust Kimmichs auf der Außenverteidigerposition betrauern; Pavard ist bei aller positiven Entwicklung im offensiven Aufbauspiel leider (noch) nicht so stark.
    Umgekehrt leistet Davies diesbezüglich schon teilweise Erstaunliches; trotz seiner vielen Mängel und Fehler offensichtlich ein Jahrhunderttalent mit unendlichem Entwicklungspotential.

    Aber wenn wir dicht gestaffelte Abwehrreihen aufbrechen wollen, muss vorne gedoppelt werden – am besten doppelt, so dass sich auch mindestens zwei weitere offensive Spieler (wenn auch ohne einzugreifen) am Spielzug beteiligen: Sobald mindestens 4 Spieler an so einem Angriff beteiligt sind, wird es für die Abwehr extrem schwer zu verteidigen, weil es einfach zu viele Kombinationsmöglichkeiten gibt. Zumal wenn parallel auch noch Goretzka oder Kimmich aus der Tiefe dazustoßen, während Thiago und Alaba absichern usw.
    Es gibt tausende von Variationsmöglichkeiten. Das Entscheidende ist, dass sich alle Spieler (aktiv oder passiv) an einem Spielzug beteiligen. Im Moment schaut sich jeweils die Hälfte der Mannschaft an, was die andere Hälfte so treibt; oft sind sogar zwei oder drei Spieler auf sich alleine gestellt.
    Wenn wir unser Spiel verbessern wollen, dann müssen wir unser Potential besser ausschöpfen; und das geht am einfachsten, indem wir alle Spieler aktiver am Spiel teilnehmen lassen.
    Das wäre effektiver als zum Beispiel einen Sané zu verpflichten in der Hoffnung, dass er besser und effektiver arbeitet als Coman; aber wenn Sané so wenig Unterstützung erfährt wie zur Zeit (meistens) Coman, dann wird er nicht viel Mehrwert für die Mannschaft liefern können. Die Zeit der Einzelaktionen ist vorbei – Mehrwert entsteht im und durch das Kollektiv.

    Antwortsymbol17 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Fussball ist immer ein Kompromiss zwischen Offensive und Defensive.
      Warum schaut Boateng momentan gut aus? Weil der Sechser tief steht, die Außenverteidiger alles zulaufen und das komplette Mittelfeld sich die Lunge aus dem Laib läuft. Unsere Grundordnung ist um einige Meter tiefer als im Herbst und s wird viel mehr rückwärts gedacht und gelaufen. Im Wissen, dass wir vorne unsere Tore schon machen. Sei es durch ein Elfmetergeschenk, eine Standardsituation oder eine Einzelleistung.
      Schieb uns wieder 10 Meter nach vorne und jeder lässt in der Laufleistung ein paar wenige Prozent nach, dann macht Boateng wieder seinen Freischwimmer.
      Mit 11 offensiv denkenden und handelnden Spielern gewinnst du die großen Pokale genauso wenig wie mit 11 defensiv denkenden.
      Nicht umsonst sprechen die Trainer oft von der Balance die gefehlt hat und die man finden muss. Bayern genauso wie Paderborn.

      1. Und genau das, was du beschreibst, war doch eines der Hauptprobleme.
        Wie oft wurde denn bemängelt, dass zwischen dem 6er Thiago und dem Rest des Mittelfelds 20 m liegen, aber da sollte er dann gefälligst die Superpässe spielen. Rückte er dann auch noch zwangsläufig weiter mit auf, genügte der eine Fehlpass und die Innenverteidigung bekam Spaß. Siehe das legendäre 3:3 gegen Düsseldorf.

        Sinnigerweise machte ein Peter Bosz beim BVB genau den gleichen Fehler. Ihm fehlten die schnellen Verteidiger und nachdem das System erst mal entschlüsselt war, gings dahin. Da fehlte auch die Balance.

        Und das ist eigentlich die Hauptaufgabe des Trainers, genau das hinzubekommen.

      2. Der Grat ist halt auch ziemlich schmal. Siehe unsere Niederlagen gegen Leverkusen und Gladbach, offensiv toll,
        aber zu wenig Tore, defensiv offen und anfällig. Das Spiel gegen Dortmund jetzt umgekehrt, defensiv fast durchgehend gut, offensiv naja. Ohne den Geniestreich von Kimmich spielen wir eventuell 0-0 oder verlieren.
        Und jedes System ist nur so gut wie die Spieler bereit sind es umzsetzen. Wenn Kimmich am Samstag keinen Bock hat 13 km zu laufen oder Goretzka denkt er muss jetzt 10 Meter weiter vorne spielen, dann fallen wir auf die Fresse und dann hat vielleicht Bosz recht.

      3. Da muss ich dir zumindest in einem Punkt widersprechen.
        Das System funktioniert nur dann, wenn sich alle an die Vorgaben halten.
        Und das passiert eben nicht, wenn der eine keinen Bock hat soviel zu laufen und der andere glaubt, dass er woanders spielen muss.
        Und der Gegner muss es auch zulassen.
        Nimm dir das Spiel gegen den BVB als bestes Beispiel – was sagte die Fachpresse: die beiden schnellen und effektiven Außenverteidiger Hakimi und Guerrero wurden durch die Außenstürmer des FCB so stark beschäftigt, dass sie sich kaum ins Angriffsspiel wesentlich einschalten konnten.
        Da nutzt dir dann die ganze Balace nichts, wenn sie der Gegner nicht zulässt.

        Und gerade wenn du diese beiden Niederlagen ansprichst – wenn du deine Torchancen nicht nutzt, dann geht der Schuß oft genug nach hinten los. Gibt es doch genug Beispiele – das Paradebeispiel ist immer noch der BVB gegen H96 in Dortmund. Torschüsse 27:2 – Endstand 0:1.
        Gerade in Gladbach hätte das Spiel eigentlich schon in der Halbzeit für uns entschieden sein müssen, war es aber nicht.

      4. Wo genau widersprichst du mir hier?
        Du bestätigst genau meine Worte.

      5. Wo ich dir widerspreche?
        Du sagst: “jedes System ist nur so gut wie die Spieler bereit sind es umzusetzen”
        Wenn es das wäre, ist der Trainer eigentlich schon gescheitert.
        Wenn es darauf ankommt, ob der Spieler bereit ist, also will, dann ist da aber schon böse der Wurm drin.
        Vielleicht einigen wir uns auf -“jedes System ist nur so gut, wie die Spieler es umsetzen können”

        Denn dass sie es wollen, sollte man eigentlich als selbstverständlich voraussetzen- sonst ist man ganz schnell bei dem Kapitel “für oder gegen den Trainer spielen”.
        Oder bei der bekannten Rethorik: “Verteidigen ist einfach, man muss es nur wollen!” – “Die Spieler wollten zwar, aber sie konnten es nicht besser!”

      6. @wohlfarth

        (…) Wenn Kimmich am Samstag keinen Bock hat 13 km zu laufen (…)

        Wenn er nur acht Kilometer Strecke läuft, die aber durchweg intelligent statt unkoordiniert nur irgendwie überall auf dem Platz mitmischen zu wollen (weil ihm die Allmachtsgäule durchgehen), kommt womöglich sogar mehr an Effektivität und Effizienz bei rum. Tempo und Strecke sollte in erster Linie der Ball durch geschickte Zirkulation hinlegen – und der Laufweg bestimmt den Pass, nicht umgekehrt. Vielleicht im Sinne von @Mirko als positives Beispiel das Tor zum 3:0 zuletzt gegen Düsseldorf (mit positionell teils vertauschten Rollen): Kimmich löst sich antizipativ am 16er-Eck der Fortuna, Lewa dahinter bedient ihn aus dem Halbfeld umgehend mit einem Schnittstellennzuspiel und läuft selber durch in den Strafraum, womit er sich wiederum als Endabnehmer für die Passstafette von Kimmich/Müller anbietet und schließlich einnetzt. Eine präzise, tororientierte Bewegungs- und Passfolge der Akteure mit vorausschauender Raumbesetzung wie aus einem Guss, was einen den Gegner (über)fordernden Überraschungseffekt erzeugte.
        Selbst Messi, ziemlich unnerreicht als (inzwischen ohne Iniesta und Xavi) kongenialer Passstratege und laufweg- sowie abschlussintelligenter Vollstrecker in Personalunion, wäre ohne verlässliche Positionsvernetzung und passendes Spielverständnis mit pro- statt nur reaktiven Mitspielern wohl nur halb so effektiv.
        Es braucht also auch ein dazu befähigtes Ensemble, wie @Anton m. E. richtig herausstreicht (und da hapert‘s teils schon [wieder] an Basics bei der bloßen Ballverarbeitung).

      7. PS: Sehe gerade, dass @Mirko weiter oben selber schon das 3:0-Bsp. gegen Fortuna anbrachte. ;-)

      8. @Anton:
        “Und jedes System ist nur so gut wie die Spieler bereit sind es umzusetzen”
        “Das System funktioniert nur dann, wenn sich alle an die Vorgaben halten.”
        Sorry, aber das ist das gleiche.
        Das hat nicht unbedingt gleich was mit “gegen den Trainer spielen” zu tun. Es reicht ja oft wenn ein Spieler seine Vorgaben nicht einhält und du fängst ein Tor. Bei zwei Spielern wird es schon schwer überhaupt ein Spiel zu gewinnen. Nicht umsonst tauschen große Trainer oft Superspieler aus, eben weil diese sich nie an seine Vorgaben halten werden und sich nicht in ein ihnen unangenehmes System pressen lassen. Und damit die Mannschaft zerstören, weil “ja wenn der das nicht macht, dann mag ich auch nicht”. Usw.

      9. @T.W.
        Man kann gar nicht oft genug über dieses Tor sprechen! Es war für mich eine Epiphanie, die Erscheinung des Herrn, seitdem glaube ich unerschütterlich an Hansi Flick und seine Jungs.

        Dass Düsseldorf nicht allzu aggressiv verteidigt hat – geschenkt!
        Dass alle Beteiligten ganz außerordentlich vorausschauend, präzise, engagiert und schnell agieren – geschenkt!
        Aber dass Serge Gnabry während des ganzen Angriffs aktiv mitarbeitet, ständig anspielbar ist, die Verteidiger auf sich zieht, Räume öffnet, ohne jemals in das Geschehen einzugreifen – das ist nicht geschenkt!
        Das ist ein Nebenprodukt einer Mannschaftsleistung, das in keiner Statistik geführt wird und in keinem Bericht Erwähnung findet. Vielleicht war es in der Situation gar nicht absolut notwendig, aber es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass wirklich hervorragende Teamarbeit im Verborgenen stattfindet.
        Und das wissen die Spieler besser als jeder andere, revanchieren sich dafür und so entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl und eine Stabilität in der Gruppe, die viel mehr ist als es eine Addition von Einzelkönnern je sein könnte. Deswegen bin ich so zuversichtlich.

      10. @T.W.
        “(…) und da hapert‘s teils schon [wieder] an Basics bei der bloßen Ballverarbeitung.”

        Genau das halte ich für eines der wichtigsten Ergebnisse der van Gaal- und Guardiola-Ära: dass sie genau auf solche Basics allergrößten Wert gelegt haben. Ohne (fast) perfekte Technik und Präzision bei hoher Geschwindigkeit braucht sich niemand über Taktik den Kopf zu zerbrechen, man wäre nie fähig sie schlampig gegen einen starken Gegner umzusetzen.

        Ich glaube nicht, dass es in den letzten Jahrzehnten andere Bayern-Trainer gab, die auf solche Details (in Verbindung mit übergeordneten Konzepten) ähnlich viel Wert gelegt haben und habe keine Ahnung wie Hansi Flick diese Dinge thematisieren und trainieren wird.

      11. @Mirko
        In Dortmund erzählen die Spieler, dass auch Favre akribisch solche Details einüben lässt (u. a. Fußhaltung bei der Ballabgabe; beim Zuspiel Beachtung des schwächeren/stärkeren Fußes des Passempfängers; vorm eigenen 16er den Gegner in Zonen abdrängen, wo Distanzschüsse wenig Gefahr bergen etc.).

      12. Mirko, ich glaube der Hauptpunkt ist das Training.
        Es ist völlig gal, welche Sportart du nimmst – ob Einzel- oder Mannschaftssport. Ohne permanentes Training der Basics wird das nichts.
        Nicht umsonst haben sich viele Spieler über die Detailversessenheit eines Guardiola geäußert und über die Tatsache, dass der Trainer bei unsauberen Pässen fast ausrastete.
        Dann sieh dir mal auf Youtube Videos vom Training aus 2017, 2018, 2019 zu ganz bestimmten Zeiten an, wo auch im Training die gleichen Grottenpässe gespielt werden, ohne das jemand eingreift.
        Und das holt man nicht innerhalb kurzer Zeit wieder auf.

      13. @T.W.
        Das glaube ich gerne. Wahrscheinlich werden auch andere Spitzentrainer diese Detailarbeit nicht vernachlässigen. Ab inwieweit diese Akribie dann wirklich so beständig und konsequent wiederholt und einstudiert wird, bis sie tatsächlich Früchte trägt oder nur ein Bestandteil einer ganzen Reihe von Grundlagen ist, aus denen die Spieler sich dann nach Bedarf bedienen können, würde mich schon interessieren.
        Van Gaal hat ja bis zuletzt (noch in Manchester) versucht den Spielern täglich das Einmaleins beizubringen, was nicht bei allen ‘Weltstars’ auf großes Verständnis traf… Ob Sancho sich gerne solche Dinge von Favre zeigen lässt?

        @Anton
        Von Sport habe ich keine Ahnung, ich bin eine Niete, aber was du sagst trifft genauso auf das Musizieren zu – wenn die Grundlagen nicht zu 100% sitzen, ist der Rest quasi zwecklos.
        Nach den Videos werde ich mal suchen – wusste nicht, dass so etwas existiert. Vielleicht gibt es ja auch ältere Aufnahmen – ich habe über Guardiolas Training immer nur gelesen, ihn noch nie gesehen.

      14. @Mirko

        (…) Ob Sancho sich gerne solche Dinge von Favre zeigen lässt?

        Vermutlich nur, wenn‘s davor und danach eine Sondergenehmigung für sanktionslose Starcoiffeur-Audienzen gibt… ;-)

      15. Wobei man solche Übungen auch aus marketing-technischer Sicht nicht unterschätzen darf:
        Wenn Sancho auf seinen Social-Media-Platformen postet, dass er heute bei den Innenrisspässen aus der Drehung über 7 Meter bei einem maximalen Streuungswinkel von 1,4% eine Erfolgsquote von 73,8% erreicht hat, ist seine weltweite Fan-Gemeinde wahrscheinlich aus dem Häuschen – und darum geht’s ja schließlich.

  11. Reminder
    Am Montag beginnt die 3 tägige CAS Anhörung zu MCFC mit einer Entscheidung kurz danach.
    Hoffentlich wird die Sperre zumindest für eine Saison aufrechterhalten. Dürfte ziemlich starken Einfluss auf MCFC Ablöseforderung für Sané haben!
    Roberto Martínez hat sogar einen Abgang von KdB hervorgewagt für den Fall das die Sperre bleiben sollte.

  12. Nochmal zum JA
    Die Marke FCB soll weiter gestärkt werden . Bisher wurde die Markenführung von KHR persönlich betreut. Jetzt hat man einen Direktorposten dafür geschaffen und einen absoluten Profi von Audi abgeworben:

    https://fcbayern.com/de/news/2020/05/thomas-glas-neuer-direktor-markenstrategie-beim-fc-bayern

    „1. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
    Die Zielsetzung des FC BAYERN MÜNCHEN geht über rein finanzielle Ziele hinaus. Als Marktführer in Deutschland und als international sportlich wie wirtschaftlich etablierter Spitzenclub verfolgt der FC BAYERN MÜNCHEN den weiteren Ausbau und die Stärkung der Marke FC BAYERN MÜNCHEN und vor allem den sportlichen Erfolg in den nationalen und internationalen Wettbewerben.
    MARKENSTÄRKE FC BAYERN MÜNCHEN
    Der FC BAYERN MÜNCHEN ist eine der weltweit bekanntesten und wertvollsten Fußballmarken. Grundlage des Erfolgs ist die konsequente Umsetzung der Markenphilosophie, die auf Grundwerten wie Tradition bewahren, Vorbild sein und stetige Selbstoptimierung beruht.„

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