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Rot-Weißes Round-Up: Michael Sternkopf

Insgesamt sechs Spieler wechselten seit Beginn der 1990er vom Karlsruher SC zum FC Bayern, darunter Größen wie Mehmet Scholl, Oliver Kahn oder Michael Tarnat. Den Anfang machte im Sommer 1990 jedoch Michael Sternkopf, der für 3,4 Millionen D-Mark an die Isar kam.

Sternkopf hatte 1988, im Alter von 18 Jahren, seinen ersten Profivertrag beim KSC unterschrieben und in seiner ersten Saison war in den letzten Spielen in die Startelf gerutscht. Bereits bei seinem Bundesliga-Debüt netzte der offensive Mittelfeldspieler ein. Nach zwei Jahren bei seinem Jugendverein kam dann der große FC Bayern – ein Angebot, das man als junger Spieler kaum ablehnen kann. Und Sternkopf war erfolgreich beim FCB: In fünf Jahren bestritt er 94 Spiele, erzielte vier Tore und gewann 1994 die deutsche Meisterschaft, seinen einzigen Karrieretitel. 1995 ging es weiter nach Gladbach, wo Sternkopf in der ersten Saison ebenso wenig glücklich wurde wie im darauffolgenden Jahr bei Freiburg. Erst 1997 wendete sich das Blatt erneut – in Bielefeld wurde Sternkopf zur Legende. Bis 2003 blieb er auf der Alm und bezeichnete die zwei Bundesliga-Aufstiege in diesem Zeitraum als seine größten Karriereerfolge. 2004 beendete er schließlich nach mehreren langwierigen Verletzungen seine Karriere.

Sternkopf ist auch heute noch mit dem FC Bayern verbunden. Regelmäßig kommt er mit dem Allstars-Team bei Benefiz-Spielen zum Einsatz. Wir gratulieren zum 45. Geburtstag!

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor/danach) Geburtstag hat.

Presseschau

Nachberichte aus Hoffenheim: Rode im Fokus

Es war einer von vielen, und doch ein ganz wichtiger Saisonsieg am Samstag gegen die TSG Hoffenheim. Die Erleichterung über die gelungene Generalprobe war bei allen Beteiligten zu spüren, der Kopf ist nun frei für das Rückspiel gegen Porto. Neben unserer eigenen Analyse dürfen wir erneut auf die von “Spielverlagerung” verweisen, die fast schon etwas zu detailorientiert aufdröselt.

Matchwinner gegen 1899 war Sebastian Rode, der in den Nachberichten in den Fokus der Medien rückte. “Spiegel Online” spricht von ihm als “Junior-Chef”, “SPOX” bezeichnet ihn als “Antreiber auf Abruf”. Titel, die sich der Mittelfeldmann hart erarbeitet hat in der bisherigen Saison. Am Dienstag könnte Rode nun seinen großen Auftritt bekommen, viele wollen ihn auch gegen Porto auf dem Feld sehen.

FCB-Frauen schlagen Jena

Am Sonntagmittag spielten die FC Bayern Frauen gegen den Tabellenachten USV Jena und gewannen das Spiel mit 2:1. Behringer und Brynjarsdóttir stellten die Zeichen früh auf Sieg, bevor Jena es in der 81. Minute (Arnold zum 2:1) noch einmal spannend machte. Gewohnt ausführlich und mit taktisch-analytischer Betrachtung hat Jolle das Spiel für uns analysiert.

Die tatsächliche Verletzungshistorie

“Verletzungspech” ist ein in den letzten Jahren inflationär gebrauchter Begriff, der jedoch oft subjektiv ist. Mehr Objektivität verschafft folgende Tabelle, die Marco Mingablog (@Mingablog) auf Twitter teilte:

Und tatsächhlich geht aus der Tabelle hervor, dass der FCB sowohl national als auch international in der Verletzungsstatistik vorne dabei ist, knapp hinter Schalke, dem FC Arsenal und dem BVB. Ob und inwiefern ein Zusammenhang zu Trainingsinhalten, Spielweise und nicht zuletzt medizinischer Betreuung besteht bleibt weiterhin ungeklärt.

Eckner über statistische Analyse

Zugegebenermaßen etwas Off-Topic – dennoch sehr interessant ist das Thema, das Constantin Eckner in seinem neuesten Blog-Beitrag aufgreift. Er befasst sich darin mit der statistischen Analyse im Fußball und kritisiert, dass diese bei weitem noch nicht ausgereift sei. Gute Worte findet der Spielverlagerungs-Autor auch zum “Goalimpact”.

Mit einem Augenzwinkern: Schlechte Nachrichten für Robben

Es sieht nicht gut aus bei Arjen Robben. Der Niederländer dürfte so schnell nicht wieder auf den Platz zurückkehren, nach den Bildern scheint ein Karriereende die leider logische Folge. Besonders schlimm: Auch einige andere Spieler bangen nach dem Rücktritt von Doc Müller-Wohlfarth um ihre weitere Laufbahn. Grund: Eine sensationelle Forderung des zurückgetretenen Vereinsarztes. Aber lest selbst mehr.

Arjen Robben bei Men in Blazers

Arjen Robben in einem Podcast zu Gast? Klar, bei “Men in Blazers” sprach der Powerdribbler über seine Karriere und die Zukunft.

Für die Ohren: Porto & Müller-Wohlfahrt

In den letzten Tagen wurde viel über das Rückspiel gegen Porto und die Vorkommnisse um Müller-Wohlfahrts Rücktritt geschrieben. Chris, Steffen und Jan haben die Spiele im Miasanrot Podcast Episode #26 besprochen und analysiert. Außerdem wurde Guardiolas Einfluss auf den Verein thematisiert und das vielschichtige Thema um den Rücktritt des medizinischen Teams auseinander genommen.

Steffen war außerdem zu Gast bei “Mein Sportradio” und sprach am Tag vor dem Porto-Rückspiel mit Malte Asmus über den FC Bayern und die Partie.

Taktik-Guru Cox beleuchtet FCB ohne Robben und Ribéry

Zur Vorbereitung auf die Partie gegen Porto hat der britische Journalist und Taktik-Experte Michael Cox die Folgen der Ausfälle von Robben und Ribéry für den FC Bayern genauer beleuchtet. Sein Urteil. Der FC Bayern kann die beiden Flügelspieler eins zu eins nicht ersetzen. Genaus das stellt Guardiola vor ein Problem.

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Leserkommentare
  1. Jo

    Hochinteressante Statistik zum Thema Verletzungshistorien.

    Hat man zwar immer mal wieder gelesen, oder “gefühlt”, aber das so geballt zu sehen? Das sind für die deutschen Klubs desaströse Werte. Einzig Wenger, der ja als Kaputt-Trainierer gilt,
    schafft es in die deutsche Phalanx einzudringen.

    Was mich immer wundert: Über jeden Murks wird mit Hingabe berichtet und kommentiert, aber solche wirklich (jetzt wirklich wirklich) interessanten Sachverhalte werden seitens der Medien annähernd nie analysiert oder thematisiert.

    Passt natürlich wie die Faust aufs Auge zur aktuellen Bayerndiskussion. Ohne jetzt allzu billig Schuldzuweisungen zu verteilen: Aber langfristig braucht uns bei dem Relaunch der medizinischen Abteilung nicht bange zu sein.
    Weil schlimmer geht’s ja wirklich nimmer!

    Zu der Schalker Verletzungshistorie: Es wäre mal interessant (zumindest unter diesem Gesichtspunkt) wenn di Matteo mal längerfristig dort bleiben würde.
    Nachdem Keller in Bezug auf Trainingsteuerung einen ausnehmend schlechten Ruf hatte, wäre es schön dort mal ein anderes Modell zu sehen. Di Matteo scheint sich jetzt übrigens auch in die medizinische Versorgung dergestalt einzubringen, dass bei Schalke u.a. jetzt ebenfalls permanent ein Arzt bei der Mannschaft zugegen ist (Hola, nicht nur der verrückte Guardiola?)

    Nachdem ihr in eurem Podcast die Trainerthematik ausführlich angesprochen habt:
    Mit den hier dargestellten Werten bringt sich ein Lucien Favre schon mal als potentieller Nachfolger 2016 ins Gespräch ((-;. Ich hatte auch schon mal gelesen, dass er als Koryphäe auf dem Gebiet gilt, aber die genauen Zahlen sind noch mal überzeugender.

    1. bsg

      ja, Favre kommt mir durch Hörensagen und ad-hoc-Einschätzungen auch immer mehr als wahrscheinlichste(?) zumindest geeignete Lösung vor. Und das ohne sein Werk tatsächlich gut zu kennen. Hoffentlich erscheint auf einem der Portale irgendwann eine Charakterisierung.

      Aber die strategisch-taktische Macht (im Sinne von Potential) von Guardiola werden wir so oder so vermissen. Es wird Liebeskummer geben. soviel ist sicher.

  2. Pantagruel

    Kann mir einer erklären, was in der Verletzungsstatistik in der letzten Spalte (% difference from Bayern) berechnet worden ist? Dass da einige Vereine mehr als 100% weniger Verletzungsausfälle als Bayern haben, zaubert mir jedenfalls ein Fragezeichen ins Gesicht.

    1. Pantagruel

      Keiner?

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