MSR 203: Nageldsmann

Christopher Trenner 28.04.2021

Zu Beginn unserer 203. Podcastfolge sprechen wir über die Geschehnisse rund um den FC Bayern (ab 00:01:02). Die Basketballer präsentierten sich ebenso wie die Amateure abermals nicht allzu gut, aber dafür haben die Bayern Frauen Geschichte geschrieben. Mit einer tollen Leistung gewinnen sie im Halbfinale der Champions League gegen Chelsea mit 2:1 und bringen sich so in eine ordentliche, aber zugleich auch tückische Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Sonntag. Tückisch war auch das Spiel der Männer in Mainz. Mit 1:2 haben sie verdient verloren. Allzu viele Worte verlieren wir nicht darüber, aber ein paar Dinge fielen dann doch auf – gerade die starken Mainzer (ab 00:21:27). Aufgefallen ist sonst in dieser Woche nur das Thema der Woche: Julian Nagelsmann beerbt Hansi Flick in München. Wir versuchen einzuordnen, worauf ihr euch ab der nächsten Saison einstellen könnt (ab 00:32:34). Dafür haben wir uns auch einen Gast eingeladen. Sportjournalist Louis Loeser berichtet von seinen Erfahrungen mit Nagelsmann seinerzeit in Hoffenheim (ab 00:59:22). Am Ende küren wir wie immer unsere Personen der Woche – diesmal das Karohemd und die rote Hose der Woche (ab 01:19:34).

Ein besonderer Dank geht an unseren Gast an Louis Loeser (auf Twitter: @regionalkapital)

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Munich Legend
  1. Kleine Korrektur zum im übrigen unterhaltsamen Gespräch: 2016 schickte Hoffenheim unter Nagelsmann knapp die Frankfurter in die – mit Kovac erfolgreiche – Relegation.

    2013 war Gisdol der Retter Hoffenheims mit dem in letzter Sekunde nicht gegebenen Lewandowski-Tor (eine Woche vor dem deutschen CL-Finale in Wembley) und der gegen Kaiserslautern gewonnenen Relegation.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mit Nagelsmann als Co-Trainer. Das hatte Chris wahrscheinlich gemeint.

      1. Kann gut sein. Das war aber nicht 2016. Siehe oben. Macht ja auch nichts. Ihr macht das gut. Es ist keine Kritik, sondern nur eine Anmerkung. :-)

      2. Danke für den Hinweis.

  2. Prinzipiell finde ich Nagelsmann top!

    Er hätte meinetwegen aber auch erst noch woanders 3-5 Jahre Erfahrung sammeln können. Ihn an den Erfolgen Flicks oder Heynckes’ zu messen, wäre jedenfalls unfair.

    Ein bitterer Beigeschmack aber bleibt: Der eine Trainer sagt “ciao” für lau, der Andere kommt für eine Millionenablöse.

    In Kombination mit den günstigen Abgängen von Alaba, Boateng, Kroos und Thiago… entsteht bei mir der Eindruck, dass der Verein sich beim managen von Abgängen, bzw. Verkäufen in den letzten Jahren nicht besonders geschickt anstellt. In der Wirtschaft würden da die Alarmglocken läuten.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, das sehe ich auch so. Irgendwie bringen wir uns (übrigens schon vor den genannten Spielern) sehr oft in schwache Verhandlungspositionen.

      Und zu den Millionenkosten: Eigentlich schon krass, berechtigte (!!) Dankbarkeit auf beiden Seiten hin oder her, wie egoistisch sich Flick da verhält. Schmeißt hin, “und wo ihr jetzt so schnell einen Trainer herbekommt, euer Problem. Kostet halt was.” In den anderen Fällen, bei denen die Trainer frühzeitig rauswollen, bekommt der abgebende Verein wenigstens noch etwas – wegen Ausstiegsklauseln oder wie Nagelsmann frei verhandelten Transferpreis. Das mit dem kolportierten FReundschaftsspiel ist doch ein schlechter Witz. Wer will das denn sehen? Und wieviel Geld bringt das denn in einem übersättigten Markt. 5 Mio?

      1. Nationaltrainer ist halt ein spezieller Fall – da lastet ein erheblicher Druck auf Bayern, ein Opfer für den deutschen Fussball zu bringen. 2000 wollte Leverkusen auch weder Daum noch Völler abgeben, und zumindest Völler hatte anfangs glaube ich auch keinen Bock. Aber denen wurde mit ähnlich sanftem Druck nahegelegt, sich doch gefälligst der patriotischen Verantwortung zu gewahren und die Scherben der Ribbeck-Ära zusammenzukehren.

      2. Mag sein. Aber statt “Retter des Deutschen Fußballs” durch unseren “patriotischen” Akt wird dem FCB doch nur vorgeworfen, den Konkurrenten geschwächt zu haben. Da bleibe ich doch lieber stur.

    2. Und Lucio! Den haben wir auch verschenkt damals ;)

      1. Weil van Gaal ihn nicht wollte.
        Genauso wie bei Pep Gomez, Dante und Mandzukic.
        Und zuletzt Bernat.

        Ich denke auch das Thema Bundestrainer ist sehr sensibel. Und bei unserer Anzahl Nationalspieler ist ein gutes Verhältnis nicht ganz unentscheidend.

        Aber wenn man bedenkt dass der Fall bei Flick ähnlich gelagert ist wie bei Nagelsmann (absoluter Wunsch, vielleicht einmalige Gelegenheit), dann tut man sich schon schwer das abzulehnen. Über die Art und Weise wie es jetzt vorangetrieben wurde kann man natürlich trefflich streiten.

        Ich gehe davon aus, dass abseits von dem Freundschaftsspiel schon noch andere Dinge vereinbart sind und das nur als “Deckmantel” herhält um irgendwelche Zahlungen vom DFB zu plausibilisieren. Gerade der DFB hat doch da Erfahrung *hüstel*

  3. OT: Wem soll man denn heute die Daumen drücken? Dem Scheichclub aus der Retorte – oder dem Scheichclub aus der Retorte?

    Wenigstens ist das Spiel sehenswert…

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wir sind natürlich für PSG. Wenn wir ausscheiden dann nur gegen den Cup-Sieger.

      1. Naja… meine rotweisse Brille ist nicht so dick… :-)

        Nur ätzende Vereine im HF. Ich bin nur gegen Real, alles andere ist aber auch nicht schön.
        Am ehesten würde ich es Pep als Person wünschen, der hat sich schon vor dem offiziellen Aus gegen die Super League positioniert.

      2. Mir geht’s auch so: Pep würde ich es am ehesten wünschen. Neymar und Paredes gehen für mich gar nicht. Deshalb kann ich mit PSG nicht sympathisieren. Real und Chelsea sind auch sch…

      3. Der einzige Sympathiepunkt der vier verbliebenen Vereine ist für mich Pep. Daher wünsche ich mir, dass er es heuer endlich wieder mal packt.

      4. Mit Pep bin ich nach seinen dreisten Aussagen zum CAS-Urteil in Sachen City ziemlich durch.
        Auch finde ich es fast schon amüsant, wenn sich extreme Profiteure des Systems wie Pep oder Klopp gleichzeitig als dessen größte Kritiker profilieren wollen.
        Wäre ja nett wenn man die beiden Herren mal befragen würde, ob sie denn vorangehen würden und zumindest auf die Hälfte ihrer fürstlichen Bezüge verzichten würden. City und Liverpool hätten sicher nichts dagegen.
        Wenn ein Pep über eine Milliarde in den Markt wirft um sich Titel zu kaufen, oder ein Klopp auch noch seinen Hintern für Klopapierwerbung nutzt um die letzte Werbemillion rauszuquetschen, dann sollte man vielleicht etwas leiser weinen.

        Gilt natürlich in gewisser Weise auch für Rummenigge. Wenn ich mit Maßhalteappellen durch die Lande ziehe, um drei Tage später einen Trainer für eine Weltrekordsumme verpflichte, wirkt das nicht gerade sehr glaubwürdig.

    2. Aus Bayernperspektive war es interessant zu sehen, wie City PSG bespielt hat. In der ersten Hälfte haben Sie sich mit einer risikominimierten Ballbesitzstrategie doch arg die Zähne ausgebissen. Klar sind sie nicht so derbe in die Konter gelaufen wie wir, aber nach vorne ging da auch gar nichts in HZ1, während PSG doch ein paar Aktionen hatte.
      In HZ2 war City dann etwas mutiger, wodurch sie PSG fast völlig vom eigenen Tor fernhalten konnten. Überragende Chancen gab es dabei aber auch nicht, die zwei Tore waren doch recht glücklich (durchrutschende Flanke + schlechter Freistoß, der durch die Mauer hindurchgeht). Erst danach hat man dann alle Schwächen von PSG gesehen: Wenn es nicht läuft, hat die Mannschaft einfach eine miese Qualität. Das ist ganz anders als bei uns. Da treibt kein Thomas Müller oder Joshua Kimmich mentalitätsmonsterig bei Rückstand an, sondern Neymar und Mbappé lungern vorne lustlos und mit abschätziger Körpersprache rum, während der Rest der Mannschaft Citys Ballstafetten hinterherhechelt. Und dann fangen sie irgendwann an zu treten und sich in wilden Einzelaktionen zu verrennen.
      Lektion: Gegen PSG darf man eigentlich nicht in Rückstand geraten, denn dann reißen sich die Superstars für den Erfolg zusammen. Sobald das Spiel aber gegen sie läuft, fällt das Kartenhaus an launischen Einzelkönnern in sich zusammen.

      1. Lektion 2: wenn die Stürmer Platz haben, haben sie Bock auf Fußball. Wir hatten sicherlich im Hinspiel Pech im Abschluss, aber eben auch zu viele Probleme in der Absicherung. 10 glasklare Chancen in 2 Spielen zuzulassen, ist einfach zu viel. Wenn man vorne seine Chancen nutzt, könnte es trotzdem klappen, aber eben auch nicht. Flick liebt halt den In-Fight von Anpfiff an, während Pep bereit ist, über 12 Runden zu gehen und zu warten bis der Gegner Fehler macht. Die Deckung wird dabei aber nicht vernachlässigt. Spektakulärer ist natürlich Flicks Ansatz, wobei man schon sagen muss, dass Peps Teams auch viele Tore schießen und dabei aber bedeutend weniger Chancen zulassen.

      2. Im Ergebnismanagement war City gestern klar besser, das ist eine enorme Steigerung und war sonst immer der Faktor, an dem es bei ihnen unter Pep bislang gehapert hat. In den Vorjahren hatten sie in den Runden, in denen sie ausgeschieden sind, 18 Gegentore in 7 Spielen kassiert, und das gegen überwiegend schwächere Gegner; zweimal hat sie die Auswärtstorregel erwischt. Persönlich würde ich es Pep auch wünschen, dass sein sehr ansehnlicher Fussball sich mal wieder durchsetzt.

  4. Hab’ da mal ’ne Frage – zum Thema “keine DFB-Ablöse für Flick”:
    In anderen “großen Fußballnationen” kommt es ja immer wieder vor, dass der Verband bei der Nationaltrainer-Suche an einen erfolgreichen Klubtrainer herantritt (del Bosque, Sacchi, Luis Enrique etc.). Weiß jemand, ob es – z. B. in Spanien, England, Italien – Usus ist, dem Klub eine Kompensation/Ablöse zu zahlen? Hat ja wohl auch etwas mit dem rechtlichen Status des jeweiligen Verbandes zu tun: Der DFB macht sich ja einen schlanken Fuß, indem er seinen gemeinnützigen e.V.-Status raushängen lässt.

  5. Katar : Abu Dhabi 1:0 :-)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Katar : Abu Dhabi 1 : 2 und irgendwo fällt ein Sack Reis um.

  6. Justin (bezüglich der Frage, ob Flick tatsächlich ablösefrei zur Nationalmannschaft wechseln darf):”…so glaube ich schon, dass der DFB, der ja nie verlegen um finanzielle Lösungen war…”

    Danke für den Euphemismus des Monats :D, hab mich weggeschmissen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Man muss ja vorsichtig sein, bevor Alfred Draxler “Intensivrecherche” betreibt und ich dann dumm da stehe.

  7. Mal was anderes zu den aktuellen Trainern: Die meisten aktuellen “heißen” Kandidaten haben einen RB-Hintergrund in Salzburg oder Leipzig:

    Adi Hütter (Salzburg)
    Julian Nagelsmann (Leipzig)
    Marco Rose (Salzburg)
    Oliver Glasner (Salzburg)

    dazu noch Roger Schmidt – und Ralf Rangnick als Initiator.

    Scheint schon eine sehr gute Schule zu sein!

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Jesse March als neuer Trainer in Leipzig kommt dazu. Das ist tatsächlich frappierend. Die haben die Mainzer “Trainerschmiede” abgelöst :-)

    2. Und das ist einer der Gründe, warum RB mir Respekt abnötigt. Die machen eine hochprofessionelle Arbeit von A bis Z. Und damit sind sie allen anderen Bundesligisten einen Schritt voraus. Selbst wir können uns in einigen Bereichen noch eine Scheibe abschneiden (und welche das sind, zeigt uns hoffentlich Nagelsmann ab Sommer). Wenn man dagegen das Management nicht nur bei Schalke oder dem HSV, aber auch auch Dortmund oder Leverkusen dagegen anschaut, dann wirkt es bei Leipzig alles viel stringenter und durchdachter. Gerade bei dem Geld, das bei Vereinen in der Bundesliga vorhanden ist, muss man schon konstatieren, dass wir im internationalen Vergleich sportlich dann doch nicht so toll abschneiden. Natürlich kann man auch mal gegen einen Verein aus der Schweiz, Portugal oder der Ukraine ausscheiden, aber eigentlich sollte bei den finanziellen Kräfteverhältnissen doch auch mal ein EL-Halbfinale, Finale oder Sieg drin sein. Doch selbst ein EL-Halbfinale mit deutscher Beteiligung gab es in den letzten 10-15 Jahren ja eher selten. Und der Grund dafür ist m.E. schlechtes Management. Leipzig dagegen macht etwas aus dem Geld, das sie haben.

      1. + 1 zu allen Punkten!

  8. Gute Folge! Aber kann es sein, dass Ihr gar nicht über den Vertrag gesprochen habt? Das Publikum fragt sich doch, ob Nagelsmann in 2 Jahren auch die Nase voll hat von den immer mitredenden Granden. Oder von Brazzo!? Mit anderen Worten: wird Nagelsmann mehr Rechte bekommen als Flick? Hat er sich Vetorechte zusichern lassen? Sonst macht Nagelsmann noch einen Flick, also ähnlich vorzeitig… die vertraglichen Bruchstellen für selbstbewusste Trainer beim FCB sind ja jetzt sehr öffentlich geworden.

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