Was läuft eigentlich gut beim FC Bayern?

Justin Trenner 05.03.2019

Der folgende Text wurde vergangene Woche als Februar-Kolumne auf Patreon veröffentlicht. Jeden Monat liefern wir dort mindestens einen exklusiven Beitrag, der in der Regel nicht im Blog veröffentlicht wird. Werde Patreon-Supporter oder Supporterin und unterstütze unser Projekt.

Auch wir bei Miasanrot stehen für eine kritische, hinterfragende und möglichst differenzierte Betrachtung der Geschehnisse rund um den FC Bayern München. Dabei kommen zugegebenermaßen oft genug die eigentlich positiven Aspekte viel zu kurz. Denn so berechtigt die Kritik an vielen Punkten auch ist, umso wichtiger ist es auch, positive Entwicklungen oder Ereignisse wahrzunehmen. 

Als ich zuletzt um Themenvorschläge für die Februar-Kolumne bat, schrieb mir ein Patreon-Supporter, dass ich ja mal versuchen könnte, die aktuelle Situation des FC Bayern aus einer positiven Perspektive zu beleuchten. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, dass das tatsächlich mal eine Herausforderung wäre. Je länger ich darüber nachdachte, umso überzeugter war ich von dieser Idee. Also ließ ich mir die bisherige Saison nochmal genauer durch den Kopf gehen und schrieb mir in Stichpunkten auf einen Zettel, was ich am FC Bayern München in der Saison 2018/19 wirklich gut finde.

Ruhe und Gelassenheit

Unweigerlich musste ich zuerst an das Verhalten des Klubs denken, als in München nahezu alles lichterloh brannte. Nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf wusste selbst Hoeneß nach eigenen Angaben nicht mehr weiter. Doch die Verantwortlichen blieben ruhig. Ruhiger als viele Journalisten und Fans, auch ruhiger als wir bei Miasanrot

Das ist eine Eigenschaft, die ich wirklich zu schätzen weiß. Wie positiv oder negativ man den FC Bayern unter Niko Kovač auch sehen mag, letztendlich ist er ein neuer Trainer, der mit Sicherheit nicht die Erfahrung eines Weltklasse-Trainers wie Heynckes oder Ancelotti hat. Und selbst die beiden hatten Probleme, diese Mannschaft an ihre Leistungsgrenze zu bringen. Umso schöner ist das Signal eines Top-Klubs, dass er im schnelllebigen Fußballgeschäft, anders als Real Madrid beispielsweise, nicht sofort in Aktionismus verfällt. Trotz meiner insgesamt kritischen Haltung Kovač gegenüber halte ich das für den richtigen Weg. Zumal seit dem Jahreswechsel mindestens kleine Fortschritte zu erkennen sind.

Fehler eingestehen, daraus lernen und in Zukunft Dinge verbessern – im Klub ist man nach wie vor davon überzeugt, dass Kovač das kann. Was aus taktischer Sicht eher naiv klingt, hat durchaus seine Berechtigung. Der Trainer schaffte die extreme Rotation ab, was zu einer besseren Grundstabilität führte. Er passte darüber hinaus seine Ausrichtung und sein Verhalten in der Kabine an. Er macht so aus der aktuellen Situation zumindest mehr, als ihm viele im Herbst zugetraut hätten. Und egal, ob er nun in einer Krise steckt oder erfolgreich ist: Er bleibt ebenso ruhig und gelassen wie der Klub. Das verdient Anerkennung. Ganz egal, ob man mit der Ästhetik oder Entwicklung unzufrieden ist.

Mentalitätsmonster

Auch die Mannschaft hat sich in dieser Saison aber erneut ein Lob verdient. Zwar läuft es taktisch nicht so rund, wie man sich das bei der vorhandenen Qualität wünschen würde, doch die Einstellung und der Hunger der Spieler sind einmalig. Sechs Meisterschaften in Folge, viele große Spiele in Pokal und Champions League, viele Höhepunkte, einige Rückschläge – ein Großteil dieses Kaders hat fast alles erlebt. Und doch geben sie alles, um sich weiter in den Geschichtsbüchern zu verewigen.

Besonders Spielern wie Thiago und Lewandowski, denen der ganz große Wurf noch fehlt, ist dieser Hunger anzumerken. Sie haben in dieser Saison den nächsten Schritt gemacht. Als Führungsspieler gehen sie voran. Beide sind nicht nur Leistungsträger, sondern auch in ihrer Präsenz extrem wichtig für die Mannschaft. 

Die Bayern sind aus ihrer Krise gut herausgekommen. Sie haben sich nicht fallen lassen und andere für ihre Situation verantwortlich gemacht. Im Gegenteil: Sie haben viele enge Spiele über den Willen und den Ehrgeiz entschieden. Aber eben auch über die Erfahrung. Und das ist bei aller Kritik an der Altersstruktur ebenfalls ein großes Plus.

Die Mentalität des FC Bayern ist herausragend.
(Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Mit Erfahrung ins Saisonfinale

Matthias Sammer konstatierte bei Eurosport am vergangenen Freitagabend, dass die Mannschaft des BVB zu unerfahren sei. 18- bis 20-Jährige könnten noch keine Champions sein, sagte er. Brechen dann Stabilisatoren wie Reus oder Witsel mal weg, sei es durch Verletzungen oder Formtiefs, wird es schwer.

Bei den Bayern laufen Woche für Woche Spieler auf, die jede Situation schon mindestens einmal durchlebt haben. Ribéry oder Robben sind vielleicht nicht mehr die besten Fußballer der Liga, aber sie können ihre Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben und sie in schwereren Zeiten stützen. Das ist vielleicht der größte Vorteil der Münchner im Kampf um den Titel: In jedem Mannschaftsteil gibt es eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Spielern.

Die Mannschaft ist abgezockt, sie ist clever und sie hat sich nicht mal von einem 9-Punkte-Rückstand beeindrucken lassen. Selbst in einem Jahr, in dem die Schwächen klar offenbart werden, steuern sie aktuell auf eine Saison mit mindestens 74 Punkten zu. Da kann von Krise oder klarer Schwäche eben nur bedingt die Rede sein.

Erfolgreiches Hangeln

Es gelingt dem amtierenden Deutschen Meister irgendwie, sich erfolgreich von Woche zu Woche zu hangeln und dabei in allen Wettbewerben weiterhin eine gute Rolle zu spielen. Auch das verlangt mir Respekt ab. Mannschaften, die vor allem taktisch nicht an ihre Leistungsgrenze kommen, haben in der Regel große Probleme. 

Die Bayern können das bisher aus genannten Gründen kaschieren. Über den Zusammenhalt, die Einstellung und die eigene Gelassenheit kommen sie zu wichtigen Etappensiegen, die die eigene Situation seit November dramatisch verbessert haben.

Plötzlich sind die Bayern wieder in der Lage, aus eigener Kraft Meister zu werden. Im Pokal schlugen sie starke Herthaner verdient in der Verlängerung. Auch in der Champions League erreichten sie mit ihren Qualitäten ein 0:0 in Liverpool, das ihnen Ende 2018 kaum jemand zugetraut hätte. Es bleiben nur Etappensiege. Aber in dieser Komposition steckt eben das Wort “Sieg”. 

Die Zukunft

Und selbst dann, wenn die Bayern nicht einen Titel gewinnen sollten, muss man anerkennen, dass das für ein Ende einer Ära noch recht ordentlich ist. Es gab zumindest schlimmere Abstürze in der Geschichte des Fußballs. Blicke ich in die Zukunft, sehe ich zwar immer noch viele offene Fragen, aber ich sehe auch eine furchtbar spannende Zeit.

Ich sehe einen kleinen Neuanfang: Spätestens nach der eingangs erwähnten Hoeneß-Aussage erwarte ich einige Neuzugänge und ich glaube, dass der FC Bayern für die kommenden Jahre besser aufgestellt ist, als man das zunächst vielleicht denkt.

Man hat für die anstehenden Transfers Geld zurückgelegt. Darüber hinaus zeigen die Gespräche mit Oliver Kahn, dass die Zukunft in den Köpfen der Bosse eine große Rolle spielt. Es ist nur schwer vorstellbar, dass Hoeneß und Rummenigge nur von A nach B denken. Auch die eigene Vergangenheit macht da etwas Mut. Beide haben sich in ihrer langen Zeit beim FC Bayern zumindest etwas Grundvertrauen verdient, das sie dann ab Sommer zurückzahlen können. 

Blick nach vorn

Natürlich ist die Angst, etwas zu verlieren, besonders dann sehr groß, wenn man viel besitzt. Aus der Perspektive eines Bayern-Fans ist der Besitz der tolle Fußball, der seit 2009 mal mehr mal weniger gespielt wird. Es ist vor allem auch die Stellung in Europa, die der FCB eingenommen hat. Das alles scheint im Moment etwas zu kippen. Die Zukunft ist nicht sicher und für Bayern-Fans ist das besonders schlimm, weil man keinen direkten Einfluss nehmen kann. Es ist also die fehlende Kontrolle über einen möglichen Verlust des Besitzes, die für Pessimismus und Angst vor den nächsten Jahren sorgt.

Betrachtet man das alles aber aus einer etwas lockereren und optimistischeren Perspektive, so kann man auch konstatieren, dass diese offene Zukunft einen großen Reiz mit sich bringt. Wer wird Rummenigge und Hoeneß ersetzen? Kann uns Kovač mit neuen Spielern vielleicht doch noch überzeugen? Ist die Ruhe, die der Klub trotz einer unrunden Saison ausstrahlt, berechtigt? Wie sieht der zukünftige FC Bayern aus? 

Und man darf nicht vergessen, dass in den letzten Monaten und Jahren bereits viel in diese Richtung getan wurde. Der Kader hat junge Spieler, die immer mehr Verantwortung übernehmen. Es gibt ein Nachwuchsleistungszentrum, das bisher zwar zu wenig in das Profigeschäft eingebunden wurde, aber weiterhin großes Potenzial bietet und mit Sicherheit den einen oder anderen Spieler für den FC Bayern parat haben wird. Hinzu kommen offensichtliche Pläne für einen Wechsel in der Führungsetage. Und trotz dieser ersten größeren Umbruchserscheinungen steht der FC Bayern immer noch nicht am Abgrund. Das macht doch zumindest etwas Mut, diese unsichere Zeit mit etwas Optimismus anzugehen. Oder, um es mit den letzten Worten meines Buchs zu sagen:

Und sollte der Erfolg mal wirklich über einen längeren Zeitraum ausbleiben, wird man umso mehr zu schätzen wissen, was diese Generation für den FC Bayern alles geleistet hat. Daran denke ich, als ich den großen Feuerball am Münchner Abendhimmel hinterm Olympiapark verschwinden sehe. Und mir ist klar, dass er irgendwann wieder aufgehen wird.Aus “Generation Lahmsteiger”

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. I love it :-)

  2. Grandioser Artikel. Vieles spricht mir wirklich aus der Seele. Gerade dann wenn man den FC Bayern mit anderen Topklubs vergleicht. Im Hinblick darauf wie Manchester United oder – noch schlimmer – der AC Mailand abstürzte, stehen wir wirklich sehr passabel da. Der Klub hat massig Geld auf der hohen Kante, eine Führung die zwar nicht so innovativ ist, aber in ihrer Stabilität ihresgleichen in Europa sucht. Man muss auch mal loslassen können, wir können nicht ständig dem Fußbal der vergangenen sieben Jahre hinterhertrauern – es ist einfach vorbei. Es kann immer nur der Verein Guardiola-Fußball spielen bei dem Guardiola Trainer ist, sonst niemand. Das Fansein macht mir keinen Spaß wenn man nur mosert und meckert, man sollte auch mal Spaß mit dem haben was man hat. ;-) Ich für meinen Teil freue mich auch sehr auf die Zukunft, die jetzt nachfolgende Ära wird vielleicht nicht so erfolgreich sein wie die bisherige aber das ist in Ordnung und völlig normal. Die Messlatte mit dem Triple und sechs Meisterschaften in Folge liegt ja auch ganz schön hoch… Wir haben sehr, sehr spannende junge Spieler im Kader und sollten Werner und Havertz tatsächlich verpflichtet werden, haben wir einen riesigen deutschen Block im Kader der durch die Nationalmannschaft noch besser spielerisch und sozial harmonieren wird und uns in Folge dessen zugute kommt. Die Jungs kennen sich teilweise seit den frühen U-Jahrgängen des DFB.

    … stellt euch mal vor, Bayern gegen Liverpool in München, es steht 1:1. In der 89. Minute muss Klopp dann erneut dabei zuschauen wie Ribéry wunderbar auf Arjen Robben ablegt und dieser zum 2:1 Führungstreffer einnetzt. Träumen darf man.

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    1. “Man muss auch mal loslassen können, wir können nicht ständig dem Fußbal der vergangenen sieben Jahre hinterhertrauern – es ist einfach vorbei. Es kann immer nur der Verein Guardiola-Fußball spielen bei dem Guardiola Trainer ist, sonst niemand. ”
      Guter Punkt.
      Letztendlich muss man sich klar werden, dass auch die Ära Guardiola nur eine kleine Episode in der Geschichte dieses Klubs sein wird. Und es gibt im Leben sicher viele Anlässe für Trennungsschmerz, derjenige wegen eines Fußballtrainers sollte da eher weit hinten rangieren.
      Zumal wenn er sich auf eine einzige bestimmte Art des Fußballs, als allein selig machende, kapriziert. Ich schaue nicht viel City, aber wenn ich es tue ist doch sofort auffällig wie sehr Pep seinen Fußball weiterentwickelt, vielleicht auch angepasst hat. Das sieht zwar weiter nach Guardiola-Markenkern aus, aber ansonsten ist es von dem Bayern-Style 2013-16 doch sehr weit entfernt. Ähnliches gilt für Barca, das man teilweise ja kaum mehr wiedererkennen kann (und dort wohl auch ziemlich kritisch gesehen wird).
      Will sagen, alles entwickelt sich, Trainer und Spielsysteme. Den Fußball dieser Ära werden wir so wohl nicht wieder erleben. Man sollte dann nicht den Fehler machen, nur noch die Asche dieser vergangener Erfolge anzubeten.

      1. Sehe ich etwas anders.

        MCFC Barca spielen weiterhin im Kern offensiven dominanten Ballbesitzfussball.

        Der einzige Unterschied zu früher ist das man sich mehr Pausen nimmt und ggf.tiefer fallen laesst bei Ballverlust.
        Aber man steht nie so tief wie wir in Anfield.

        Aber es gibt ein besseres Beispiel nämlich MUFC.
        Während Mou wieder destruktiven Fussball einfuehrte hat ein junger Trainer Solskjaer innerhalb von Tagen mit den gleichen Spielern wieder erfolgreichen Offensivfussball spielen lassen.
        Solskjaer hat nicht den Ruf wie Mou oder LVG aber er hat das MUFC Gen ala Fergie.
        Und das beinhaltet auch das man nie aufgibt auch wenn man das schlechtere Team ist.
        Wie 2000 bei Juve und gegen uns.
        Wie gestern bei PSG.

        Insofern gibt es eine Parallele zu Kovac und uns.

        Aber im Kern bleibt man ein offensives Team das den Fans begeisternden offensiven Fußball zeigen will.
        Und genau das hat Solskjaer benannt und sich bekannt.
        Und genau deshalb wirken die Spieler und Fans wie befreit.
        Und genau deshalb stehen alle Fans wieder wie eine 1 hinter dem Club.

        Dieses eindeutige Bekenntnis fehlt von Kovac.
        Im Gegenteil.
        Nach der WM hat er den Ballbesitzfussball sinngemaess fuer tot erklärt.
        Und spaeter bei uns dann vom Pep Fussball geschwärmt.

        Spielt SGE einen schoeneren begeisternden Fussball jetzt unter Huetter oder unter Kovac?
        Was kommt besser an?
        Und welcher Fussball ist auf Dauer erfolgreicher?
        Inter 2010, CFC 2012 sind onetime wonder.

    2. sehr angenehme, reflektierte Beiträge von euch beiden, @FR7+Jo

  3. Toller Artikel, den ich 100% unterschreibe. Vielen Dank dafür!

    Ja, es gibt in dieser Saison auch viel zu kritisieren. Aber nach der Ära, die die Mannschaft in den vergangenen Jahren geprägt hat, ist eine Delle doch auch normal. Ich weiß auch nicht, ob Kovac mittel- und langfristig der “richtige” Trainer für den FCB ist. Und nach dem 3-3 gegen Düsseldorf war ich mir zu 99% sicher, dass spätestens nach der Winterpause Arsene Wenger auf der Trainerbank sitzen wird.

    Es ist aus meiner Sicht bemerkenswert, wie “unaufgeregt” die Vereinsführung mit dieser Situation umgegangen ist. Wäre nicht die peinliche Menschenwürde PK gewesen, dann könnte man das als Blaupause für zukünftige Krisen hernehmen. Immerhin hat Hoeneß inzwischen wiederholt eingestanden, dass die PK ein Fehler war.

    Mit der Personalie Kahn widerlegt die Vereinsführung jetzt auch deutlich, dass man keine Alphatiere neben sich duldet. Zur Stärke unseres Vereins gehört seit Jahrzehnten, dass ehemalige Aktive, denen der Club am Herzen liegt, dessen Geschicke leiten.

    Ich bin sehr gespannt darauf wie die Mannschaft nächstes Jahr aussieht. Und wie an anderer Stelle schon bemerkt, halte ich Hoeneß’ Aussage im Doppelpass nicht für heiße Luft.

  4. Wirklich viel aus dem Thema gemacht.
    Was mich momentan hoffnungsfroh stimmt sind z.B. 2 Bereiche die im Kapitel “Die Zukunft” angesprochen werden.
    Einmal die Planungen um Oliver Kahn. Das finde ich sowohl von der Person, als auch vom Vorgehen (in Ruhe einarbeiten) sehr passend.
    Dann die angesprochenen jungen Spieler, die immer mehr Spielzeit und Verantwortung übernehmen. Wenn das auch sicher nicht exakt so geplant war, der allfällige Generationswechsel ist in diesem Jahr weiter gediehen als erwartet.
    Die junge Garde Kimmich, Süle, Goretzka, Gnabry und Coman spielt (sofern sie denn fit sind und Stand heute) im Grunde jedes Spiel. Ebenso die Mittelalter Alaba, Thiago und James.
    Währenddessen erleben wir auf der anderen Seite den gleitenden Abgang vieler Triple-Helden. Robbery und Rafinha werden gehen, wahrscheinlich einer aus der Weltmeister-IV, Müller hat zum erstenmal ernsthafte Stammplatzprobleme und auch Martinez macht bei weitem nicht mehr alle Spiele.
    Wir sehen da schon den Kern einer Mannschaft, die die nächsten Jahre prägen könnte. Ergänzt mit dem einen oder anderen guten Transfer könnte da zukünftig schon einiges möglich sein.

  5. “auch ruhiger als wir bei Miasanrot.”

    extrem guter Artikel overall, aber insbesondere diese selbstkritischen Worte rechne ich euch sehr hoch an.

    Es gibt kaum ne wertvollere Tugend als Gelassenheit. Das Alter fördert diese Tugend (Jupp Heynkes ist da ein geradezu traumhaftes Beispiel für) aber ohne Frage, natürlich nicht bei jedem, aber zumindest bei Leuten, die sich darum bemühen.

    Und vom Alterschnitt schätze ich eure Reaktion natürlich um Welten jünger ein als unsere Vereinsführung, von daher ist das schon auch bisschen “naturgemäß”, dass bei euch noch mehr “jugendliche Aufgeregtheit” (die manchmal auch durchaus was für sich haben kann) am Werk ist…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. zur Einordnung: Ich bin übrigens altertechnisch so ziemlich in der Mitte dieser beiden (ihr vs. Vereinsführung) “professionellen Extreme” (die Arbeitswelt spielt sich ja grob, zumindest bei akademischem Abschluß im Bereich zwischen 25+65 Jahren ab), man könnte mich da also als ne Art “neutralen Beobachter” aus der altermäßigen Mitte sehen…

  6. Jetzt hilft uns auch noch Löw, indem er Müller, Boa und Hummels aus der N11 verabschiedet hat….

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. ja, für die Bayern ist es sicherlich gut, und bei Boa und Hummels kann ichs auch noch einigermaßen nachvollziehen.

      Aber beim 29 jährigen Müller, dem Toptorschützen von 2010 und ganz knapp von James 2014 überboten und ohne die letzte aus dt. Sicht Rotz-WM auf besten Wege gewesenem Allzeittoptorschütze zu werden, frag ich mich schon eher ob Löw noch “alle Tassen im Schrank” (man verzeihe mir den leicht despektierlichen Ausdruck) hat ihn jetzt schon zwangszupensionieren..

      1. Ich habe von Löw noch nie etwas gehalten. Mit der Aktion macht er sich lächerlich. Einen Umbruch starte ich – wenn schon – direkt NACH einer verkorksten WM und nicht ein halbes Jahr später weil ein neues Jahr angebrochen ist. ER hätte selbst den Umbruch mit seinem Rücktritt einleiten müssen.

        Die Art und Weise dieses “Umbruchs” ist einfach nur stil- und niveaulos…

      2. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 05.03.2019 - 16:33

        Is doch egal, solange der Verein davon profitiert. Die DFB-Elf is mir ziemlich wurscht.

      3. Ja, bei Müller nicht nachvollziehbar. Aber um ihn wieder die N11 zu bekommen, bedarf es jetzt umgekehrter Psychologie. Also: Löw, hast du super gemacht, genau die richtige Entscheidung!

      4. bei Müller könnte ich mir selbst bei der ÜBERNÄCHSTEN WM in 7 (!) Jahren (wenn er nicht a la Lahm schon viel früher das Handtuch generell wirft, das kann man natürlich nicht so wirklcih absehen und ist auch eher ne Persönlichkeitsfrage) noch sehr gut vorstellen, dass er als Edeljoker auf den Platz kommt in der Schlußphase. Da hätte er denke ich ziemlich genau das Alter von Klose bei unserem WM-Triumph 2014 und hat dort sicherlich keine schlechte Rolle gespielt…

    2. Schon interessant, wenn man nun Fussballspieler bereits mit 29 Jahren ausmustert. Oh wait, Marco Reus …

  7. Habe ich die Ironie übersehen?
    Zitat MSR:
    „Beide haben sich in ihrer langen Zeit beim FC Bayern zumindest etwas Grundvertrauen verdient, das sie dann ab Sommer zurückzahlen können.“
    => Dein Ernst?
    Du redest von Uli Hoeneß, der den Verein, den Du ja für Dich reklamierst, erst aufgebaut und über Jahrzehnte an der Spitze gehalten hat, zum Unternehmen mit mehreren 100 Mio Umsatz und erlaubst ihm gönnerhaft im Sommer zurück zu zahlen.

    Wem schuldet er denn was?
    Bei allem Respekt vor Eurer Leistung im und mit dem Forum, das ich hier gern und kostenlos schnorre. Aber genau da ist doch der Fehler an der ganzen Kritik hier.
    Ich sehe nicht, dass ihr hier mehr Einblicke in interne Prozesse habt und Ihr maßt Euch dauernd an den Vorstand und Entscheidungen zu kritisieren ohne alle Fakten zu kennen. Selbst dieser (teils selbstkritische) Artikel kommt da nicht ohne aus.

    Zitat MSR:
    „Und trotz dieser ersten größeren Umbruchserscheinungen steht der FC Bayern immer noch nicht am Abgrund. Das macht doch zumindest etwas Mut,“
    => what??? Abgrund, Ende Abstieg! kann das außerhalb dieser MSR- Bubble jemand ernstnehmen?

    Von Olli Kahn halte ich viel, v.a. Finde ich gut wie er sich weiterentwickelt hat und auch an seiner Persönlichkeit arbeitet.
    Und die Entscheidung für Kovac, für einen eher schwachen Trainer, hat zwar Diven wie James und Müller nervös gemacht, es ist aber für die Übergangszeit im Nachhinein die perfekte Wahl.
    Was Bayern definitiv nicht braucht ist ein Ex-Spitzentrainer und Hobbyphilosoph ala Wenger oder einen Egomanen wie Mou oder Tuchel, der glaubt den Verein umkrempeln zu können.
    Gleiches für vermeintliche Topmanager ohne Erfolgsnachweis; was hat man einen beratergesteuerten Lahm hier herbeigesehnt und der Luftpumpe Reschke nachgetrauert…
    Wenn Bayern das Sxhicksal von ManUtd vermeiden kann (die Nummer 1 in Deutschland ist auch leichter zu behaupten als in England) und dennoch in den Ausgaben noch halbwegs vernünftig bleibt, finde ich das voll ok.
    Ich hasse PSG und ManCity mit ihrem Blutgeld, die sind für mich niemals Masstab auch wenn sie wirklich mal die CL gewinnen sollten.
    Und wenn der Übergang von der Legende UH an Olli Kahn und Co. wirklich gelingen sollte – Weltklasse!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nimm mal etwas Dampf aus deinem Kommentar. Vielleicht hilft das auch beim Diskussionsklima.

      Ich denke, dass wir sehr viel mehr beurteilen können, als du uns zutraust. Die Wortwahl beim Vertrauensvorschuss ist natürlich mit einem Augenzwinkern versehen. Alles andere ist auch(!) deine Betonung und das, was DU uns implizit unterstellst.

    2. 1) Bei aller Expertise die unsere Führung fraglos hat: es war schon immer ein Reisenfehler davon auszugehen, einzelne Leute seien in einem grundsätzlich funktionierenden System unersetzbar (wenn sie unersetzbar sind, dann ist das System nicht gut, aber davon sehe bei der FC Bayern AG nichts).
      2) Jeder Mensch in einer Führungsposition, egal was er in der Vergangenheit geleistet hat, muss immer wieder beweisen, dass er/sie es noch “drauf hat”. Daher ist es grundsätzlich völlig legitim, das Handeln der Personen kritisch zu befragen. Wenn sie gute Antworten haben /gute Arbeit machen, haben sich doch nix zu befürchten.
      3) Weshalb das Ganze – bei allem Insiderwissen, das zum Job gehört – so eine arkane Wissenschaft sein soll, die niemand von außen beurteilen können soll, habe ich noch nie verstanden. Die Leute, die diesen Blog machen sind ja auch nicht doof und haben sich intensiv mit dem Gegenstand befasst. Wenn das ein Hinderungsgrund sein soll, dass nur obskure Insider das Wirken der Chefs beurteilen können, müsste ein Großteil der Sportjournalisten sofort aufhören zu arbeiten – die habe vielfach objektiv weitaus weniger Ahnung als Autoren und Autorinnen hier.
      4) Große Persönlichkeiten halten auch Kritik aus. Da müssen dann auch die ergebensten Anhänger mit leben.

      1. Ich bin kein ergebenster Anhänger. Ich finde die Kritik im Forum aber so ermüdend, da sie in keiner Weise mehr sachlich ist. Ein Augenzwinkern kann ich dem Kommentar auch leider nicht entnehmen. Eine Ironie würde sich vielleicht eher aufdrängen, wenn die Kritik am Vorstand nicht mittlerweile der Grundtenor in dem Forum wäre.

        Was sind denn konkret die Vorwürfe?
        Uli und Kalle geben den Job doch auf, das ist doch klar. Und bisher waren keine passenden Kandidaten dabei, die das Anforderungsprofil erfüllt haben. Und was Olli Kahn betrifft: hier habe ich jedenfalls ein gutes Gefühl. Und klar, Uli Hoeneß ist nicht einfach zu ersetzen, weil er eben nicht nur als Spieler und Manager alles erreicht hat, alles im deutschen und internationalen Fußball erlebt und gesehen hat und ein 700-Millionenunternehmen führen kann und gleichzeitig für jeden Spieler da ist wenn der ihn braucht. Das anerkennt jeder im Fußballgeschäft – Euch im Forum reichts aber immer noch nicht…

        Übergang der Mannschaft? Klar kann man die Kaderplanung kritisieren, aber es ist doch auch ein nachvollziehbarer Ansatz so zu verfahren. Auch die Verlängerung mit Robben und Ribery und die fehlenden großen Transfers. Was soll denn hier ein Schnellschuss? Ich sehe nicht das Risiko etwas zu zerstören, wenn man mal einen Schritt zurück macht oder innehält.

        Trainer? Habe ich oben schon geschrieben. Auch nachvollziehbar, dass man eben keinen Übertrainer holt, der alles umkrempeln will (welcher ist/war frei?), sondern mit Kovac einen mit Bayernhistorie und im Idealfall einer Mannschaft eine klare Handschrift geben kann und sich in den Verein einfügt. Es ist mir lieber als einen Regenmacher zu verpflichten vom dem dann verbrannte Erde bleibt.
        Gleiches mit Brazzo. Zwei absolute harte Arbeiter, die immer in ihrem Leben unterschätzt wurden und sich alles erarbeitet haben.

        Im Ergebnis läuft es doch immer wieder auf die Kritik am Spielsystem (“Pep I miss You”) hinaus und aus einzelnen Ergebnissen in einer Übergangssaison werden Untergangsszenarien beschworen.
        Und es geht mir nicht um Lebensleistungen. Aber wenn ich den Mann kritisiere, der eben den Verein dahin gebracht hat wo er ist, und zwar Klinsmann und Magath aber eben auch van Gaal und Pep verpflichtet hat, muss ich das schon substantiieren können und auch sagen, was denn die Alternative ist.
        Und ja, die Kritik an Hoeneß, sei es fachlich oder menschlich, die hier von angeblichen Bayernfans gebracht wird, kann außerhalb dieser Bubble keiner nachvollziehen und entspricht genau dem Bild des Erfolgsfans.
        Und das alles wegen einem 3:3 gegen Düsseldorf in der Vorrunde.

      2. “Und das alles wegen einem 3:3 gegen Düsseldorf in der Vorrunde.”
        etwas OT, aber wer hätte damals auch nur im entfernesten sich vorstellen können, dass eben jenes Düsseldorf – damals wohl einer der Abstiegskandidaten Nr.1 – seitdem (weiß nicht ob exakt von da ab aber grob gings da los) die ZWEITBESTE Mannschaft der Liga hinter den Bayern ist? Wenn man das gewußt hätte, wäre man nach dem Spiel wohl zumindest nicht ganz so schockiert und ratlos gewesen als es so der Fall war…

      3. @Soeren Lerby
        1. Ich habe Deinen “Ausbruch” vor allem so gesehen, was sich all die Nicht- und Halbwissenden rausnehmen, Kritik an Uli und Co zu äußern. Das finde ich grundsätzlich problematisch und werde das auch immer sagen.

        2. Zu Deinen Punkten und weshalb es diese Dauerkritik gibt:

        “Uli und Kalle geben den Job doch auf, das ist doch klar. Und bisher waren keine passenden Kandidaten dabei, die das Anforderungsprofil erfüllt haben. Und was Olli Kahn betrifft: hier habe ich jedenfalls ein gutes Gefühl. Und klar, Uli Hoeneß ist nicht einfach zu ersetzen, weil er eben nicht nur als Spieler und Manager alles erreicht hat, alles im deutschen und internationalen Fußball erlebt und gesehen hat und ein 700-Millionenunternehmen führen kann und gleichzeitig für jeden Spieler da ist wenn der ihn braucht. Das anerkennt jeder im Fußballgeschäft – Euch im Forum reichts aber immer noch nicht…”

        Kahn ist ein sehr guter Schritt. Für mich aber zu spät. Wie lange konnte Hoeneß und Rummenigge in ihre Führungsrolle bei diesem “700-Millionenunternehmen” reinwachsen? Wann will KHR gehen? 2021? Selbst wenn er noch zwei Jahre dranhängt wird das schon eng. Und gerade weil insbesondere Uli Hoeneß so schwer zu ersetzen ist, ist das ein Problem. Das meine ich gar nicht wirtschaftlich . da haben wir wohl gute Leute – aber als Integrationsfigur und Gesicht.

        “Übergang der Mannschaft? Klar kann man die Kaderplanung kritisieren, aber es ist doch auch ein nachvollziehbarer Ansatz so zu verfahren. Auch die Verlängerung mit Robben und Ribery und die fehlenden großen Transfers. Was soll denn hier ein Schnellschuss? Ich sehe nicht das Risiko etwas zu zerstören, wenn man mal einen Schritt zurück macht oder innehält.”

        Das Problem ist ja nicht (nur) der letzte Sommer. Seit 2014 spätestens 2015 war klar, dass wir uns langsam aber sicher etwas für die Flügel einfallen lassen müssen. Ob man da was zerstört? Ich frage mal zurück: was nützt die Pause um der Pause willen? EIne Pause weil man neue/junge Spieler und/oder ein neues System einbauen will: ok. Gar kein Problem. Eine Pause, weil man die großen Leistungen der Spieler X und Y honorieren möchte, ok, wenn es die zusätzliche Kraftanstrengung danach wert ist. Mit ist dieser Ansatz absolut nicht nachvollziehbar.

        “Trainer? Habe ich oben schon geschrieben. Auch nachvollziehbar, dass man eben keinen Übertrainer holt, der alles umkrempeln will (welcher ist/war frei?), sondern mit Kovac einen mit Bayernhistorie und im Idealfall einer Mannschaft eine klare Handschrift geben kann und sich in den Verein einfügt. Es ist mir lieber als einen Regenmacher zu verpflichten vom dem dann verbrannte Erde bleibt.
        Gleiches mit Brazzo. Zwei absolute harte Arbeiter, die immer in ihrem Leben unterschätzt wurden und sich alles erarbeitet haben.”

        Welche klare Handschrift? Also langsam erkennt man eine, aber so klar ist die noch nicht. Ich halte nichts von dieser Stallgeruchgeschichte. Es geht auch nicht um einen Übertrainer (ich fand schon, dass Ancelotti ein Fehler war, aber da habe ich gehofft, dass man die Jupp/Pep-Handschrift weiterführt), sondern um einen, der Starspieler handeln (und zwar mehr als 14!), ein dominantes System implementieren kann (gegen uns spielen nun mal sehr viele Mannschaften defensiv) und etwas Erfahrung hat. Das war – bei aller Sympathie für den Menschen Kovac – bei ihm nicht der Fall (und Zidane und Pep sind Ausnahmen, wenn das gleich wieder kommt).

        “Im Ergebnis läuft es doch immer wieder auf die Kritik am Spielsystem (“Pep I miss You”) hinaus und aus einzelnen Ergebnissen in einer Übergangssaison werden Untergangsszenarien beschworen.”

        Klar, vielleicht täuschen wir uns alle. Das Spielsystem finde ich nach wie vor fragwürdig, aber ok. Ist auch Geschmackssache. Ajax hat btw eine geile Halbzeit gegen Real gespielt.

        “Und es geht mir nicht um Lebensleistungen. Aber wenn ich den Mann kritisiere, der eben den Verein dahin gebracht hat wo er ist, und zwar Klinsmann und Magath aber eben auch van Gaal und Pep verpflichtet hat, muss ich das schon substantiieren können und auch sagen, was denn die Alternative ist.
        Und ja, die Kritik an Hoeneß, sei es fachlich oder menschlich, die hier von angeblichen Bayernfans gebracht wird, kann außerhalb dieser Bubble keiner nachvollziehen und entspricht genau dem Bild des Erfolgsfans.”

        Das sehe ich anders. Wenn man dieses “Sockeldenken” ernst nimmt, darf man “Eliten” ganz allgemein nicht kritisieren, denn wer sind wir denn. Und die Kritik wurde sehr häufig begründet – samt Alternativen. Selbst wenn das alles Unsinn war – ich sehe das Problem nicht.

        “Und das alles wegen einem 3:3 gegen Düsseldorf in der Vorrunde.”
        Mir ist das 3:3 wurscht. Ich habe a) schon die Wahl dieses Trainertyps nicht verstanden und b) waren viele Entscheidungen für mich(!) unverständlich – da haben wir noch einen ziemlich guten Saisonstart gespielt. Soweit ich mich erinnere, war das auch bei den Autoren hier der Fall, dass man sich nicht an dem Ergebnis, sondern generell an der fehlenden Entwicklung gestört hat.

      4. “Ajax hat btw eine geile Halbzeit gegen Real gespielt.”
        das ist noch ne ziemliche Untertreibung, sie führen aggregiert mit 2 Toren, in paar Minuten ist Real raus!

        Ähnlich wie bei der Düsseldorf-geschichte von eins drüber finde ich relativiert das auch ziemlich wie schwer wir uns gegen Ajax in der Vorrunde getan haben!

  8. Super Artikel. Natürlich gibt’s noch viel Gutes beim FC Bayern (wie jeder weiß). Dennoch ist es schön, die positiven Punkte hier aufgelistet zu bekommen.
    Nichtsdestotrotz finde ich die fußballerische Rückentwicklung und das Verwerfen eines genialen Plans nach wie vor unendlich schade. Aber man kann’s ja leider nicht mehr rückgängig machen. Deshalb sollte der Blick ab jetzt auch nur noch nach vorne gehen. Das klappt nicht immer, aber ich versuch’s zumindest. ;-)

  9. Manchmal hilft auch ein kurzer Blick auf die internationale Konkurrenz, um zu sehen, dass hier nicht alles schlecht ist. Gegen die Krabbelgruppe aus Amsterdam kann man zuhause 1:1 unentschieden spielen… oder 1:5 verlieren ;-)

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    1. Oder auch 1:4…

      1. Da hast du natürlich recht. Am Handy liegen 4 und 5 aber auch verdammt nah beinand… Habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine Edith hier vermisse?

      2. köstlich, Güno!

        Ich stünde auch total auf Ediths…

        Im Ernst: Ja, das denke ich mir alle paar eigene Beiträge wenn sie später nochmal “verköstige” – ein Hoch auf ne Edit-funktion…

      3. ja mää, da sind wir schon gleich beim Thema, es sollte natürlich – köstlich, @Done, heissen

        mannomann..

    2. Krabbelgruppe? Die Jungs haben allererste Sahne gespielt. Durch die Bank weg großartige Tore. Und die sind jetzt heiß, weil sie wissen, dann sie prinzipiell jeden aus dem Weg räumen können. Ick lass mir überraschen! ;)

      1. Das relativiert auch etwas die Schwierigkeiten, die unsere Truppe gegen Ajax hatte. Das ist wirklich eine brandgefährliche Mannschaft.

  10. @Soeren Lerby:
    Du solltest wirklich mal bei Dir selbst anfangen und an deinem Ton und deiner Argumentation arbeiten, anstatt den Blogbeitrag-Ersteller in dieser Art anzugehen und ihm dann auch noch Unsachlichkeit vorzuwerfen.

    “Ich finde die Kritik im Forum aber so ermüdend, da sie in keiner Weise mehr sachlich ist” – Du sprichst dem Blog tatsächlich jegliche Sachlichkeit ab? Wo ist das bitte sachlich von Dir?

    “Ein Augenzwinkern kann ich dem Kommentar auch leider nicht entnehmen.” – Das ist natürlich die alleinige Schuld von Justin wenn Du sein Augenzwinkern nicht erkennen kannst. Aber selbst wenn er als Autor klarstellt wie er es gemeint hat, sprichst Du ihm sein Augenzwinkern noch ab?

    “Das anerkennt jeder im Fußballgeschäft – Euch im Forum reichts aber immer noch nicht…” – Du pauschalisierst hier ohne Ende und weißt natürlich besser was die Forenmitglieder denken, was ihnen reicht und was nicht!?

    “Und die Entscheidung für Kovac […] ist aber für die Übergangszeit im Nachhinein die perfekte Wahl.” – Das ist natürlich sehr sachlich.

    “Was Bayern definitiv nicht braucht…” – Gut, dass Du das natürlich so gut beurteilen kannst.

    “Diven wie James und Müller”
    “Hobbyphilosoph ala Wenger”
    “Egomanen wie Mou oder Tuchel”
    “beratergesteuerten Lahm”
    “Luftpumpe Reschke”
    Das ist wirklich unglaublich sachlich von Dir.

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    1. All das und mehr wollte ich auch gerade sagen.Bravo.
      Dies ist eines der besten Foren von Sachlichkeit und Fakten geprägt.
      Es ist mMn unverstaendlich das es Leute gibt die meinen das sachliche mit Fakten unterlegte Kritik nicht opportun sei.

      Es geht auch nicht um die Person sondern um die Sache.

      Viele Leute koennen sich mit der sachlichen Kritik anfreunden.
      Einige nicht

      Absurd wird es immer dann wenn diese einen Guardiola verteufeln und einen Kovac heiligsprechen.Oder anders herum.

      Es geht doch darum das der Club seine eigene Spielphilosophie erfolreich definiert und umgesetzt hat, und viele sich fragen oder sorgen ob diese nun veraendert werden soll.

      Denn Trainer und Sportdirektoren kommen und gehen. Diese sollten sich immer an unserem Club ausrichten und nicht umgekehrt.

      Letztlich ist aber auch klar das der Club erfolgreich sein muss-egal wie- aber mit schoenem aggressiven Offensivfussball macht es eben mehr Spass.

      Es sind die negativen Entwicklungen einiger großer Clubs wie MUFC AFC und LFC angesprochen worden.
      Es lohnt sich eine tiefergruendige Analyse.
      Spannend wird sein zu beobachten was nun aus Real wird.
      Und wie entwickelt sich Barca nach Messi?
      Und was passiert mit MCFC nach Pep?

      Am krassesten ist die Entwicklung CFC und Spurs.
      CFC haben nie eine Philosophie entwickelt bis auf die das man glaubt sich mit Investitionen auf die Schnelle Kompetenz und Qualitaet einzukaufen und damit Erfolg. Hat ja auch mal mit Mourinho Anc und Conte geklappt aber immer nur kurzfristig.Abramovich will den Club fuer 3Mrd verkaufen-was passiert dann?
      Spurs haben auch eine aehnliche Phase gehabt. Neue Trainer Managwer und immer wieder neue Spieler ohne Philosophie zusammengekauft.
      Jetzt hat man seit Jahren eine Philosophie, einen Trainer und Kontinuitaet.
      Und eine Akademie die nicht nur so gut ist wie die von CFC und MCFC sondern deren Talente man in die Mannschaft einbaut.
      Nur reicht das bis heute nicht fuer Titel.

      Also was ist besser fuer einen Club?
      Der Weg von CFC oder der von Spurs?

      Oder der von UH und KHR eingeschlagene Weg alle Jahre wieder den Kader aufzufrischen und zwischendurch Kontinuitaet zu wahren und notfalls Trainer und Sportdirektor auszuwechseln wenn der Erfolg ausbleibt.

      Kovac hat momentan die notwendigen Erfolge.

      Time will tell-the jury is still out

      1. “Time will tell-the jury is still out”
        ich bin nur mal sehr gespannt wie lange wir das noch hören werden bzgl. Kovac.

        Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es JAHRE sein werden! Denn bloß weil er es schafft sich hier länger zu halten wären bei Weitem noch nicht gesagt, dass er auch “unsere” (und insbesondere die einiger besonders kritischer Zeitgenossen) Ansprüche erfüllt..

  11. Mal sehr perspektivisch gedacht (das soll an dieser Stelle kein(!) Kovac-Bashing sein!): wäre es irgendwann mal denkbar, Erik ten Hag zu holen? Kennt den Verein schon, lässt guten Fußball spielen…

    Er kann ruhig noch Erfahrung in Amsterdam und vielleicht noch einer weiteren Station X sammeln, aber den kann man auf dem Schirm haben, denke ich.

    Was meint ihr?

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    1. Absolut, er schwärmt ja noch von der Zeit beim FCB.

      1. jep, ähnlich wie bei einem Tuchel (dem es meiner Meinung nach durchaus gut tut sich ein wenig anderswo erst mal “die Hörner abzustoßen”, da verweise ich zb. auch gerne auf Heynkes, bei der Eintracht in den 90ern denke ich gabs da auch durchaus noch schwere Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, die er in der Zwischenzeit eingestellt/sich extrem menschlich weiterentwickelt hat) oder einem Nagelsmann scheint es auch bei ten Hag nur ne Frage der Zeit (zumindest wenns weiter gut läuft für ihn ähnlich wie bei den eben genannten Kandidaten) bis er hier aufschlägt.

        Und auch das sehe ich ähnlich – das hat Null mit dem Thema Kovac zu tun. Wir sprechen hier potentiell über die nächsten JAHRZEHNTE wenn man sich so das Alter dieser Kandidaten anschaut und dass zb. ein Heynkes bei uns trainermäßig in 4 (!) Jahrzehnten tätig war. Unfassbar eigentlich aber wahr…

      2. tja, und hier wäre jetzt zb. ein “delete” (und mal nicht ein “edit”) ne praktische Funktion, denn aus Versehen ist es eine Antwortebene zu hoch gelandet, es gehört eigneltich deutlich eher als Antwort auf Beobachter’s Originalkommentar.

        Selbst da fällt mir dann aber noch etwas suboptimales an der aktuellen Antwortstruktur (nachdem es ja gerade das große Thema beim Thema Redesign 2019 ist) ein/auf – dass man nur 2 stufig antworten kann, man also zb. mir jetzt auf meinem auf der 2. Ebene platzerten Kommentar nicht mehr direkt antworten kann, sondenr man jetzt dann immer nervig in langen Antwortschläuchen dann immer wieder die oberste Antwort auf dem level suchen muß und dort auf Antwort klicken, so dass dann auch später wenn es nicht expliziert auch unklar ist wen genau man mit seiner Antwort angesprochen ist. Auch etwas nervig…

    2. Den selben Gedanken habe ich auch seit ein paar Tagen, er wäre in Zukunft definitiv ein Kandidat.

      Wie Ajax in der AA gespielt hat..
      Bei der K.O.-Auslosung hatte ich schon das Gefühl, es könnte soweit sein für Real. Und schaut an was die in beiden Spielen abgeliefert haben.

      Diese Amsterdamer Truppe ist einmalig, mal schauen wie weit deren Weg noch geht.

      Dadurch scheinen die bayrischen Ergebnisse aus der Gruppenphase auch mal in einem anderem Licht.

      By the way, würde mir auch wünschen das Tim Walter mit Kiel in die Bundesliga aufsteigt. Vielleicht nicht diese Saison, aber nächstes Jahr.

      1. Genau das ist die Frage.
        Ein ehemaliger Trainer unserer zweiten Mannschaft macht Furore
        Erst gegen uns dann Real.

        Haette Kovac so im Bernabeu spielen lassen?

        Auf jeden Fall ist er perspektivisch eine Alternative.

        Und wenn man deLigt so abgeklärt spielen sieht kann man nur hoffen das wir ihn holen.

        Vielleicht ja fuer die 6

      2. Unbedingt halte ich Ten Haag für eine Alternative: Denn er legt Wert auf gutes Pass- und Positionsspiel – siehe das 1:1 gegen uns! Und er lässt variabel agieren, hier mag sogar das Spiel von gestern gegen Real beispielhaft sein.
        Er läßt offensiv agieren und hat die ganze Mannschaft im Blick hinsichtlich Entwicklung ihres Potentials. Ob er mit gestandenen Stars und gewissen Allüren zurecht kommen kann, bliebe abzuwarten – aber da wäre ich allemal bereit, ihm “Kredit” einzuräumen.
        Seine Spielidee ist mir jedenfalls 10 x lieber als die Herangehensweise unseres jetzigen Trainers!

        Ja, Kovac hat Erfolg, und vieles ist sicherlich gut bei unserem FCB. Doch gehöre ich zu denen, die sich Sorgen um die Entwicklung der nächsten Jahre machen, Sorgen die ihren Grund haben in der taktischen Ausrichtung unseres aktuellen Trainers und dessen absehbare Entwicklung hin zu einer mehr defensiv orientierten Umschaltmannschaft, denn damit lassen sich m. E. Überraschungserfolge erringen, aber keine nachhaltige Etablierung unter den Top-Vier in Europa erreichen.
        Diese Sorge hätte ich um einen FCB unter Ten Haag viel weniger!

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