Olympiakos Piräus – FC Bayern München 0:3 (0:0)

Zum Auftakt der Champions-League-Saison 2015/16 trat der FC Bayern zum ersten Mal seit Jahren wieder gegen einen griechischen Verein an. Gegner war Olympiakos Piräus, der Dauermeister des Landes.

Die Münchner um Trainer Pep Guardiola gingen gewarnt in die Partie, schließlich hatte Piräus die letzten sechs Heimspiele in der Champions League allesamt gewonnen. Im letzten Jahr schlug die Mannschaft unter anderem Juventus Turin (1:0) und Atlético Madrid (3:2). Zwei Jahre zuvor konnte sogar das Achtelfinale erreicht werden. Dort besiegte Olympiakos im Hinspiel Manchester United mit 2:0.

Falls Ihr es verpasst habt:

Im Vergleich zum mühevollen 2:1-Sieg gegen Augsburg änderte Pep Guardiola seine Aufstellung nur auf einer Position. Bernat kam für Rafinha in die Mannschaft. Zweifellos gab es dadurch einige taktische Umstellungen. In den ersten Spielminuten sah es zunächst nach einer klaren Viererkette bei eigenem Ballbesitz aus, allerdings änderte Pep Guardiola recht schnell die Grundformation, so dass sich eher ein 3-5-2-System ergab, das nur gelegentlich von Bernat oder Alonso zu einer Vierkette in der Defensive ergänzt wurde. Erst im zunehmenden Spielverlauf entwickelte sich die Formation zu einer klaren Vierkette in der Abwehr.

Startaufstellungen Olympiakos Piräus - FC Bayern München, 16.9.2015Olympiakos “offensiv” im flachen 4-3-3/4-5-1

Olympiakos indes setzte auf eine 4-3-3-Formation, die im Defensivverbund wechselweise eher zu einem 4-4-2 bzw. 5-4-1 wurde. Vor allem die Räume von Costa sollten stark eingebremst werden. Hierfür griff Trainer Marco Silva nach der Anfangsphase auf die ähnliche taktische Marschrichtung wie Augsburg zurück, indem er versuchte, Costa zu doppeln. Hierfür bekam Elabdellaoui Unterstützung von Pardo bzw. vom nominellen Achter Leandro Salino. Die Freiheiten, die Costa in den ersten fünf bis zehn Minuten hatte, konnte dieser zunächst nicht nutzen.

Pep Guardiola verordnete seiner Mannschaft – für ihn typisch in der Champions League – eher eine konservative Ausrichtung. Im Vergleich zu den ersten Bundesligaspielen waren viel mehr horizontale als vertikale Pässe zu sehen. Der Spielaufbau pendelte oftmals nur zwischen Abwehr- und Mittelfeldrittel. Hier agierte der FC Bayern aber sehr ballsicher. Alonso, Boateng und Alaba hatten keine Probleme mit dem Pressing von Ideye und Domínguez, was auch nur selten zu sehen war. Im Notfall wurde der Spielaufbau über Neuer erneut angestoßen.

Gefährlich wurde es auf Bayernseite, wenn es gelang, den Ball im Spielaufbau auf die rechte Seite zu verlagern und Elabdellaoui gegen Costa auf der ballfernen Seite zu isolieren. Durch gute Seitenverlagerungen ergaben sich so gelegentlich direkte Duelle für Costa, die er im Regelfall gewann. Die Hereingaben waren allerdings meist zu ungenau. Olympiakos stellte sich im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser auf das Muster ein, weshalb gute Torchancen auch nach 20 Spielminuten Mangelware blieben.

Dies war auch auf die unzureichende Unterstützung von der rechten Angriffsseite zurückzuführen. Da Müller sich sehr ins Zentrum orientierte und eher als hängender Stürmer agierte, blieb die rechte Seite offensiv verwaist. Die Wege für Lahm waren aus der Abwehr somit schlichtweg zu weit.

So ließ die erste Torchance bis zur 26. Minute auf sich warten und es bedurfte einer Standardsituation, um sie einzuleiten. Lewandowski kam frei am zweiten Pfosten zum Kopfball, doch Roberto entschärfte den etwas zu unplatzierten Abschluss. Der FC Bayern hatte fortan seine beste Phase, da sich auch Thiago immer besser ins Spiel einbringen konnte und die Aufstellung sich immer stärker in Richtung 4-2-4 änderte. Olympiakos konterte dies mit der Umstellung auf die Fünferkette, wodurch sich für Thiago mehr Freiräume im Mittelfeld ergaben. Durch gute kleine Körpertäuschungen konnte er viele Räume im Mittelfeld schaffen und im Anschluss daran die Bälle gezielt auf Costa bzw. Lahm auf den Flügelpositionen spielen oder Alonso den öffnenden Pass überlassen. So ergab sich auch in der 35. Minute eine gute Abschlussmöglichkeit für Lewandowski als Costa seine beste Flanke in den Strafraum spielte – doch wieder war Roberto der Sieger.

Olympiakos konnte die seltenen Ballverluste im Aufbauspiel des FC Bayern nicht nutzen und war im Regelfall nur durch Standardsituationen gefährlich. Vor allem nach Eckbällen kamen die Griechen immer wieder zum Abschluss. Eigene Kontersituationen wurden oftmals nur unzureichend ausgespielt.

Unverändert kamen beide Mannschaften nach der Pause aus der Kabine. Zunächst probierten es die Münchner mit Vidal und Müller über Distanzschüsse. Ein Mittel, zu dem die Münchner bereits in der ersten Halbzeit gegriffen hatten, als Alonso und Bernat es aus der zweiten Reihe versuchten. Auf diesem Wege fiel dann auch etwas überraschend das 1:0 für die Münchner. Nach einem Pass von Vidal ergab sich im halbrechten Raum etwas Platz für Müller. Dieser deutete eine Halbfeldflanke an, die sich aber schnell als Schlenzer ins lange Eck herausstellte. Der Ball senkte sich über Roberto unhaltbar ins Netz.

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Die Partie verflacht nach der Führung

Nach der Führung schalteten die Münchner mindestens zwei Gänge zurück und versuchten das Ergebnis zu verwalten. Olympiakos fand kein Mittel, um das Ballbesitzspiel zu knacken. Pressingversuche scheiterten aufgrund der Passsicherheit der Münchner. Diese wiederum gingen nicht mehr das letzte Risiko und so verflachte die Partie zwischen der 55 und der 75 Spielminute komplett. Erst als Kasami Alonso foulte und dieser verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, verloren die Münchner etwas die Struktur im Spiel. Die Abstände zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff wurden zu groß. Leichte Ballverluste im Aufbau waren die Folge. Durch einen abgefälschten Ball von Alaba kam Salino in der 83. Minute zur größten Chance von Olympiakos. Frei auf der rechten Strafraumseite vergab dieser aber leichtfertig die große Ausgleichchance.

In den letzten fünf Spielminuten schlug die große Stunde des eingewechselten Kingsley Coman. Nach einem Steilpass auf der rechten Außenseite von Müller gelang Coman ein Rückpass auf den ebenfalls ins Spiel gekommenen Götze. Dieser verwandelte sicher zum 2:0. Nur zwei Minuten später gab es wie schon gegen Augsburg einen Elfmeter in der Schlussphase. Coman ging gegen zwei Spieler ins Dribbling und wurde schließlich von Masuaku gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Müller locker zum 3:0-Endstand. Der 30. Champions-League-Treffer für Thomas Müller. Dem FC Bayern gelingt mit diesem Sieg also das, woran Atlético, Manchester, Juventus, Arsenal und Dortmund zuletzt gescheitert waren: Ein Sieg in Piräus.

3 Dinge, die auffielen

1. Xabi Alonso muss vor der Saison in einen Jungbrunnen gefallen sein

Wie über weite Strecken der Hinrunde des Vorjahres überzeugt der Spanier derzeit mit einer routinierten Leistung und bringt sich sowohl in der Defensive wie in der Offensive positiv ein. Dabei profitiert er vom taktischen Kniff, den Pep Guardiola aktuell anwendet. Die situative Vierkette verschafft dem Spanier im Notfall den Raum zum Spielaufbau sowie die Sicherheit in den Abwehraktionen, die er braucht, um seine Klasse ins Spiel einbringen zu können. Gerade in der ersten Halbzeit konnte Alonso viele lange Bälle von Piräus durch sein Stellungsspiel ausbügeln. In den 75 Minuten bis zu seiner Auswechslung konnte er überragende fünf Bälle klären und sogar drei Pässe direkt abfangen. Hinzu kommt eine Zweikampfquote von annähernd 60 Prozent, was für einen Sechser ein guter Wert ist.

Aber auch offensiv nutzt die gegenwärtige taktische Marschrichtung Xabi Alonso. Schließlich kann er durch seine Übersicht gezielt lange Bälle auf Costa spielen. Gegen Olympiakos fanden sieben von neun langen Pässen ihr Ziel. Drei waren Keypasses und leiteten Chancen für die Münchner ein. Sollte es Pep Guardiola – unabhängig von Alonsos Verletzung – gelingen, dessen Form zu konservieren, ließe sich die Frage, ob der Verkauf von Schweinsteiger ein Fehler war, etwas in den Hintergrund drängen.

2. Thiago steigert sich

Thiago war in der ersten Champions-League-Partie so etwas wie der unbesungene Held des Spiels. Nach einer Anlaufphase gelang dem Spanier ab der 15. Minute nahezu alles. Die ersten wirklichen Torchancen der Münchner ergaben sich durch die aggressive Herangehensweise von Thiago. Ihm gelangen sechs erfolgreiche Dribblings, die immer wieder geschickt den Raum zwischen der Abwehr- und der Mittelfeldlinie von Piräus öffneten. Durch diese gewonnen Duelle gab es zum einen Platz auf den Flügeln, aber auch direkt in der Spitze. Am Ende waren es vier Torschussvorbereitungen – zumeist ähnlich wie bei Alonso lange Bälle auf Costa. Auch er spielte aus dem Mittelfeld heraus sieben erfolgreiche Diagonalpässe bei neun Versuchen. Mit 112 Ballaktionen und einer Zweikampfquote von 72 Prozent war er zentraler Baustein im Bayernspiel.

3. Optionen von der Bank

Robert Lewandowski blieb in dieser Partie nahezu wirkungslos und konnte sich trotz zweier guter Torchancen nur selten in das Spiel einbringen. Pep Guardiola reagierte daher verhältnismäßig früh und brachte kurz nach der Führung Neuzugang Coman. Ein taktischer Wechsel, der so im Vorjahr nicht möglich gewesen wäre, da schlichtweg die Optionen auf der Bank fehlten, wenn sowohl Robben als auch Ribery verletzungsbedingt nicht mitwirken konnten. Auch die Hereinnahme von Götze, der wohl noch nicht bei 100 Prozent war, fällt in diese Kategorie. Der FC Bayern hat aktuell trotz der Ausfälle Möglichkeiten, durch Wechsel die Gegner noch nachhaltiger unter Druck zu setzen als ohnehin mit der Startelf. Zwar brauchte Coman lange, bis er in die Partie fand, doch am Ende steuerte er durch zwei gute Bewegungen zwei Torvorlagen bei. In beiden Szenen zeigte er sein Können in direkten Duellen mit dem Gegenspieler. Auch Götze brauchte etwas, verlor im Mittelfeld zwei Mal hintereinander in Dribblings unnötigerweise den Ball, antizipierte dann aber in bester Stürmermanier den Ball von Coman und sicherte letztendlich den wichtigen Auswärtssieg für die Münchner.

Olympiakos Piräus – FC Bayern München
Olympiakos PiräusRoberto – Elabdellaoui, da Costa, Siovas, Masuaku – Salino, Cambiasso (66. Fortounis), Kasami – Pardo (82. Seba), Domínguez (61. Hernani), Ideye
BankKapino, Botia, Vouros, Finnbogason
FC BayernNeuer – Bernat, Alaba, Boateng, Lahm – Alonso (76. Kimmich)- Costa, Vidal (79. Götze), Thiago, Müller – Lewandowski (59. Coman)
BankUlreich, Martinez, Rafinha, Rode
Tore0:1 Müller (52.), 0:2 Götze (89.), 0:3 Müller (92., Foulelfmeter)
KartenGelb: Kasami (5.), Cambiasso (23.), Elabdellaoui (25.) / Müller (45.), Kimmich (86.)
SchiedsrichterinCarlos Velasco Carballo
Zuschauer33.300
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Leserkommentare
  1. chicago_bastard

    Bei Alonso muss man berücksichtigen, dass der Gegner nicht mal im Ansatz Anstalten gemacht hat, ihn zu pressen. Dass er mit genug Zeit am Ball schöne Pässe spielen kann wissen wir alle, nur wird er die von Gegnern eines größeren Kalibers nicht bekommen. Die Feuertaufe werden Spiele wie etwa gegen Tuchels BVB sein, wo ich jetzt schon wieder einen komplett abgemeldeten Alonso prophezeie. Also würde sollte man sich mit voreiligen Jubelarien zurückhalten.

    1. theodor

      LEV hat ihn versucht zu pressen. Brachte aber nichts, weil er zu tief stand und vor ihm Vidal hatte. Mehr & aggressiver pressen als LEV geht gar nicht. Ob der BVB da mehr zusammenbringt? Wird auf jeden Fall spannend … :D

    2. Fabi Martínez

      Man kann aber schon erwähnen, dass Alonso sich formverbessert zeigt im Vergleich zur letzten Rückrunde und teils wirklich gute Pässe schlägt. Und auch wenn er in manchen Spielen wie gegen den BVB abgemeldet wird, könnten dadurch Räume für andere frei werden. Sollten z.B. Vidal und Thiago auf dem Platz stehen und mehr Bälle und/oder Räume bekommen, kann dies auch ein Vorteil sein. Nichtsdestotrotz verstehe ich deine Gedanken, aber ich gehe mal davon aus und hoffe, dass man diese Saison mehr Möglichkeiten hat, darauf zu reagieren und andere Lösungen zu finden (vllt. sogar schon Kimmich, auch wenn er derzeit noch nicht so viel gespielt hat)

      1. Marco05

        Viel entscheidender als die Pässe und die Pressingresistenz ist für mich (zumindest gestern gewesen) sein Stellungsspiel in der Defensive und die Antizipationsfähigkeit. Wie Fuss erwähnt hat, stand er bei fast allen Abschlägen goldrichtig, entschärfte Pässe bevor sie gefährlich werden konnten und gewann wichtige Zweikämpfe. Chapeau! Hätte man ihm nicht (so schnell) zugetraut.

  2. chicago_bastard

    Achja, Lewandowski wurde übrigens so früh ausgewechselt, weil er umgeknickt ist. Hoffen wir mal, dass es nix Schlimmes ist…

    1. Erich_B

      Angeblich nix schlimmes: http://www.sport1.de/fussball/champions-league/2015/09/fc-bayern-auswechslungen-von-lewandowski-vidal-und-alonso-nur-vorsichtsmassnahmen

      In den nächsten Wochen muss Pep eh rotieren, da jetzt mehrere englische Wochen anstehen…

  3. theodor

    Was mich wundert – seit zwei Spielen scheint Costa eine richtiggehende Aversion dagegen entwickelt zu haben, bis auf die Grundlinie durchzugehen. Das war die ersten Spiele anders. Ich meine, als taktisches Mittel wären ab & zu mal eine harte und präzisen Flanken von der Grundlinie nichts verkehrtes, oder?

    1. kurt

      Hat man doch anfangs ein paar Mal gesehen. Allerdings bringt eine harte Flanke halt nicht immer etwas, wenn 8 Mann im Strafraum rumstehen. Er hat ja mehrmals den Ball in die Füße von Olympiacosspielern gespielt. Irgendwann hat er es dann gelassen. Als dann mit Coman ein echter Gegenpart im Spiel war, haben die beiden ja mehrmals die Seiten gewechselt und auf Rechts will er ja eher nach Innen ziehen und womöglich den Abschluss suchen.

      Thiago steigert sich in der Tat. Aber da ist noch Luft nach oben.

      1. Marco05

        Müller hat es gut erklärt: Es wurde auf Außen von den Griechen etwas Platz gelassen um die Mitte dicht zu machen. Dort mit einer Hereingabe einen von 2 Bayern-Spielern zu finden gegen 8 Gegner ist schon immens schwierig. Ich sehe auch nicht, dass man immer unbedingt bis zur Grundlinie muss, wenn man vorher schon am Gegner vorbei ist. Denke er hat das wieder sehr gut gemacht und den Gegner gut beschäftigt. Allerdings ist er in HZ2 etwas untergetaucht.

  4. Done

    Ich war etwas überrascht dass uns Piräus so viel Platz gelassen hat. Ich hätte ein viel höheres Pressing erwartet. Alonso konnte ein paar Mal mit dem Ball am Fuß wie seinerzeit Franz Beckenbauer das halbe Mittelfeld durchschreiten, ohne dass er angegriffen wurde, was seinem Spiel natürlich entgegenkam.

    Thiago findet langsam seine Form wieder, was mich besonders freut. Der Junge hat das Potenzial zum absoluten Topspieler. Ich hoffe, dass er verletzungsfrei bleibt.

    Lewandowski hatte heute große Mühe am Spielgeschehen teilzunehmen, was daran lag, dass ihm ständig zwei Verteidiger auf den Füßen standen. Die taktische Umstellung mit Coman ergab sicher Sinn.

    So lange finde ich hat dieser dann doch nicht gebraucht, um ins Spiel zu finden. Schon seine zweite Aktion, die erste war der etwas übermotivierte Abschluss weit am Tor vorbei, war eine gefährliche Hereingabe von der Grundlinie, die lediglich ein wenig nicht scharf genug war, so dass sie geklärt werden konnte.
    Ansonsten ein sehr engagierter Auftritt und vielversprechend für die Zukunft. Ich wage zu prognostizieren, dass die Kaufoption gezogen werden wird.

    Beindruckend für mich war, wie Bernat in der ca. 85. Minute am ballführenden Coman vorbeirauscht, um ihn zu hinterlaufen. Der Typ hat eine Lunge wie Brazzo in seinen besten Tagen.

    Bemerkenswert ebenfalls das Tor von Götze. Die scharfe Hereingabe/Rückgabe von Coman mit dem linken Fuß auf engstem Raum so angenommen, dass er mit dem nächsten Schritt mit rechts abziehen kann, ist für mich Weltklasse. Bitte mehr davon!

    Und Müller ist und bleibt einfach ein Phänomen. Wie der 11freunde-ticker so schön formulierte, gewinnt der mit einer Bratpfanne auch eine TischtennisWM.

    1. Die scharfe Hereingabe/Rückgabe von Coman mit dem linken Fuß auf engstem Raum so angenommen, dass er mit dem nächsten Schritt mit rechts abziehen kann, ist für mich Weltklasse. Bitte mehr davon!

      Ja, das war hervorragend gemacht von Götze :-) Leider hatte er etwas Pech an der Seitenlinie und mußte 5 Minuten rumstehen, weil der vierte Offizielle die Nummern nicht in die Tafel eingeben kann. Eigentlich sollte es ja ein Doppelwechsel Kimmich/Götze werden …

  5. Cryobot

    Wie habt ihr Vidal und Lahm gesehen? Letzterer wurde zumindest kurz hier erwähnt…
    Ich zumindest hab mich ziemlich gefreut ihn wieder als RV spielen zu sehen, wo er natürlich nicht ganz so sehr ins Spiel eingebunden war wie als DM. Auch hat man gesehen, dass er auf diesem Niveau mit der Schnelligkeit einiger Stürmer nicht mehr mithalten kann (auch wenn ich bezweifle, dass ein Rafinha schneller ist), und dass es nicht mehr ganz so unmöglich ist an ihm vorbei zu kommen. Im Grunde für mich eine solide Leistung defensiv. Offensiv wars für die gegebenen Umstände sehr gut. Wenn Müller oder später Costa mal auf der Seite waren, ist er auch ein paar Mal hinterlaufen und einige erfolgreiche Dribblings waren auch dabei.

    Vidal hab ich persönlich überhaupt nicht so steif und unbeweglich, bzw. einsatzlos gesehen wie unser toller Ehrenpräsident. Im Gegenteil, er hat mir eigentlich das erste Mal gefallen diese Saison und so gespielt wie ich es erwartet habe: sowohl defensiv präsent wenn es nötig wurde, aber vor allem offensiv einfach überall. Auch wenn er natürlich im Schatten von Thiago stand.

    1. Axel

      Vergiss den Ehrenpräsidenten.

    2. Arturo Vidal hat sich in jeden Zweikampf geworfen — und sei es auch noch so aussichtslos. Andere hätten gar nicht mehr versucht, den ballführenden Gegner noch zu erwischen bzw. ihm ein Abspiel zu erschweren. Von “Standfußballer” kann natürlich keine Rede sein, da sollte sich Franz Beckenbauer mal eine neue Brille und Vidal ein paar Ohrstöpsel besorgen.

  6. Erich_B

    Hallo zusammen,

    grundsätzlich sind wohl die 3 Punkte wichtig, vor allem wenn man sich anschaut wie Arsenal oder auch Barca gespielt hat.
    Siege sind halt keine Selbstverständlichkeit. Vor allem weil Piraeus durchaus als Heimstark anzusehen ist. Die haben dort ja schon einige große Spiele gespielt.

    Das Spiel der Bayern muss man unterteilen in die Phase vor dem 0:1 und danach.
    – Vor allem vor dem Tor von Müller hat das Spiel vor allem im letzten 1/3 viel Schatten. Ich finde die Bayern neigen dazu die Flügelspieler zu früh einzusetzen. Es wird zu früh auf die Flügel gespielt. Diese sind dann oft auf den Flügeln gegen 2-3 Mann isoliert.
    – Selbst wenn Piraeus die Mitte gut zustellt, fällt auf das Bayern keine Mittel durch die Mitte hat. Ich habe oft das Gefühl das man eher Angst hat vor Ballverlusten und daraus resultierende Konterszenen als Mal schnell durch die Mitte zu kombinieren.
    – Lewa ist kein Knipser. Das ist nicht der klassische 1/2 Chance => 1 Tor Strafraumstürmer. Gestern wurden 3-4 Flanken geschlagen die eigentlich ziemlich sinnfrei waren. Weil wir kaum Leute haben die die Flanken verwerten. Lewa ist auch keiner der sich genau den Platz aussucht zwischen 2 IV um das Tor zu erzielen. Der hat seinen stärken wenn er mit Tempo in den Strafraum kommt. Ich sehe die Spielweise von Lewa hier eher als Nachteil. Hier war Manzu oft Gold wert.

    Nach dem 0:1 gabs in Angriffsspiel einige positive Aspekte, vor allem Costa und Coman hatten Szenen die vom Tempo/Dribbling an Robben/Ribery erinnerten.

    1. BayernExpat

      Erich,

      das sehe ich ähnlich. Das sah mir etwas zu ideenlos aus bis zum ersten Tor. In dem Zusammenhang hat mir Coman sehr gut gefallen. Mit speed und Ball am Fuß in den Strafraum ziehen war genau was ich mir erhofft habe nach den diversen Flanken von Costa in die Mitte die keinen Abnehmer fanden. Genau das is der weg kompakt stehende Abwehrreihen zu Problemen zu zwingen.

      1. Done

        Ich hatte auch bis zum 1:0 keine Bauchschmerzen. Mein Hauptgedanke nach all den Chancen, Halbchancen oder letzten Pässen , die gerade noch geblockt wurden war: Passt. Alles nur noch eine Frage der Zeit , dass es klingelt

  7. Jo

    Das Spiel in Piräus war für mich von Anfang an das Schlüsselspiel in der Gruppe. Hier sich letztlich souverän durchzusetzen ist aller Ehren wert. Der bisher wichtigste und aussagekräftigste Sieg in der Saison.

    Für Thiago werde ich heute wohl noch ein kleine Kerze kaufen und zum Wohle seiner Gesundheit anzünden. An der Frage, ob er die Saison fit durchstehen kann hängen wohl sehr viele unserer Erwartungen und Hoffnungen.
    Seit den seligen Zeiten eines Toni Kroos habe ich keine derartige Präsenz und Dominanz auf der Zehnerposition bei uns mehr gesehen, wie gestern bei ihm.

    Sehr negativ hat mich berührt als ich nacheinander Lewy, Alonso und Vidal raushumpeln sah. Die Aussage von wegen Vorsichtsmaßnahme?? Tief geseufzt. Leider haben solche Aussagen für mich keine große Relevanz mehr. Man wird sehen. Hoffentlich haben wir den Sieg nicht teuer bezahlt.

    Die Aussagen unseres Ehrenpräsidenten? Fremdgeschämt. Mal wieder.

  8. […] Bayern in Folge in diesem Wettbewerb freuen sollte und die Kollegen der Spielverlagerung und vom MiaSanRot-Blog dies auch gewohnt fachmännisch in die taktischen Feinheiten zerlegen, gibt es aus Fansicht leider […]

  9. pitvonbonn

    Die schönste und bemerkendste Szene gestern Abend war, als Guardiola nach dem Spiel Götze liebevoll im dem Arm nahm…..
    ….und Müllers erstauntes und verschmitztes Lachen, als sein Pass nach über 35 Meter verunglücktem Flug, unhaltbar zum 1:0 im Winkel landete.

  10. […] dem 3:0-Erfolg gegen Olympiakos Piräus und dem Bekanntwerden der undurchsichtigen Aktion »FanRun« widmen wir uns einem bunten Themenmix. […]

  11. […] hat Guardiola trotz der Ausfälle von Robben und Ribéry Alternativen. Das hat nicht zuletzt das Spiel gegen Piräus gezeigt. Götze ließ einem starken Startelf-Auftritt gegen Hoffenheim einen wirkungsvollen […]

  12. rookie

    Bin immer wieder erstaun was für ein unglaublicher Maßstab an Bayern angelegt wird. Ich schaue seit ca 10 Jahren fast jeds Bayernspiel live. Die Mannschaft war noch nicht so gut wie unter Pep. Vor van Gaal brauchen wir glaube ich nicht groß diskutieren, die Mannschaft hatte keinen Stil keine wirklich Taktik, Lahm wurde für dies Erkenntnis abgewatscht. Dann kam van Gaal und Bayerns Dominaz und Bballbesitzfussball fing an. Aber es gab ewiges quergespiele. Dann auf die Flügel zu Robben oder Ribbery, die haben sich dann festgedribbelt oder mit ner Soloaktion etwas gerissen. Das war irgendwann extrem ausrechenbar und wurde durch doppeln von Robben und Ribery gut eingedämmt. Dazu kam wie unter Heynckes, dass es immer wieder Konter gab. Häufig spielte Bayern 90 Minuten auf ein Tor ohne richtig große Torchancen zu haben irgendwann wurden sie dann ausgekontert und haben unglücklich 1:0 verloren. Auf Henyckes möchte ich nicht eingehen es gab viele richtig schlechte SPiele unter ihm. Meiner Meinung nach zehrte er von van Gaals Arbeit und profitierte in der Triple Saison von einem super Mannschaftsgeist (an dem er zugegeben eine großen Anteil hatte), seinem guten Händchen für schwierige SPieler (RObben, Ribbery) und einer Saison in denen die anderen großen Mannschaften im Umbruch waren, extrem schwächelten. Unter Pep nun sind so viele taktisch eVarianten dazugekommen, es gibt Lupfer hinter die Abwehrreihen, grandiose Seitenverlagerungen über 50 m genau in den Fuß…. Diese Saison ist für mich auffällig, dass flache harte Pässe durch die Mitte verstärkt gespielt werden um den Flügelfokus zu korrigieren, dass mit COman und Costa Leute geholt wurden die Vorlagen geben und nicht egomäßig alles alleine machen wolen (Robben), und vor allem die Defensive viel stabiler ist, Leverkusen, Piräus und Augsburg hatten fast alle keine einzige richtige Chance. Was vor allem gegen Leverkusen beeindruckend ist. Die Konteranfääligkeit ist eindeutig viel geringer. Könntet ihr nochmal erklären warum dass so ist? Hier hat Pep eindeutig etwas verändert. Steht Bayern insgesamt tiefer? Ich bin sehr optimistisch. Bayern ist in der offensive wie letzte Saison, es wirkt aber defensiv stabiler alles ausgewogener, pragmatischer.

    Noch etwas, es wird Bayern immer vorgeworfen sie würden gegen tiefe Gegner zu wenig Chancen kreieren. Es ist doch schon Bayerns Leistung, dass der GEgner tief steht, sie drücken den Gegner ja hinten rein. Es wird fast selbstverständlich genommen, dass Bayern immer mehr Ballbesitz hat und der Gegner hinten drin sthet. Aber es ist ja gerade Bayerns Leistung, dass der Gegner keine andere Wahl hat. Der Trainer von Piräus hat zugegeben, dass sie nicht so tief stehen wollten, aber dass sie erdrückt waren von Bayerns Dominaz. Und Bayer naht im Moment immer 3-4 richtig dicke Chancen gegen diese tiefen Gegner, mehr braucht es eigentlich nicht wenn die konsquent genutzt werden. Wenn Levy 2 Meter vor dem Tor frei zum Kopfball kommt muss das eigentlich ein Tor sein und dann läuft das SPiel anders auch für ihn, dann braucht es eben nicht Müllers Glücksflanke. Die brauchte es nur , weil es vorher viel Pech gab.
    Ich habe noch eine Fage die mich schn ewig qäult. Ballbesitzmannschaften wie Bayern haben nebn den Torchancen, die ja Schüsse aufs Tor sind, unzählige Situationen in Strafraumnähe die fast zu einer Chance geführt hätten. Aber der Pass ist einen Tick zu kurz zu weit etc. der Stürmer knapp im Abseits, das müsste ja auch irgendwie gezählt werden. Also nachdem Motto, spielt Costa dieFlanke einen Tick schärfer erwischt Levy den Ball und er hat einen Riesenchance also ist es auch eine Cahnce. Gibt es irgendein Messinstrument dafür. Dann würde nämlich die Überlegenheit von Mannschaften von Bayern auch in Zahlen wirklich sichtbar.

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