MSR084 Dortmund weggemüllert

Justin Trenner 10.04.2019

Nach dem 5:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund scheint bei den Bayern alles toll zu sein. Doch spätestens jetzt wird auch den Letzten klar, dass der Vorsprung auf den BVB nur einen Punkt beträgt. Was bedeutet dieser Sieg für den FCB? War es wirklich so überzeugend, wie es das Ergebnis aussagt? Und wie lässt sich der Erfolg auch im größeren Kontext einordnen?

Chris und Justin diskutieren, was gut lief und wo es weiterhin Probleme gibt. Gehen die Bayern nun mit Niko Kovač in die kommende Saison? Auch die Gewinner und Verlierer dürfen in Folge 84 unseres Podcasts natürlich nicht fehlen.

Wer noch mehr über das Spiel vom Wochenende hören möchte, kann beim Rasenfunk reinhören. Diese Woche war das Topspiel Schwerpunkt der Sendung und Justin war zu Gast.

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  1. Mal ein anderer Ansatz zum Innenverteidiger-Duo Süle/Hummels: in meinen Augen hat sich das primär deshalb durchgesetzt, weil Hummels als einziger FCB-Innenverteidiger seine Stärken am besten als halblinker Innenverteidiger ausspielen kann. Alle vier Innenverteidiger diese Saison sind Rechtsfüße, was erstmal nicht optimal ist. Keine Riesensache, aber schon problematisch. Ein halblinker Innenverteidiger hat etwas andere Passwinkel als ein halbrechter, die als Linksfuß etwas leichter auszuspielen sind. Das ist vor allem eine Frage des Spins, den der Ball entwickelt. Beispielsweise dreht sich der “Standardpass” auf den Linksverteidiger oder linken Flügelspieler etwas Richtung Auslinie, wenn er mit rechts gespielt wird. Wenn er mit links gespielt wird dreht er sich hingegen von der Auslinie weg und mehr in den Lauf, so dass der LV ihn leichter annehmen und schneller Dynamik aufnehmen kann. Hier sei nochmal an Louis van Gaal erinnert, bei dessen Ankunft in München die Bayern-Defensive ausschließlich aus Rechtsfüßen bestand und der dann erstmal die Rechtsfüße Oddo, Lell und Lucio aussortierte und dafür die Linksfüße Braafheid und Pranjic verpflichtete und die Linksfüße Badstuber (sofort), Contento und Alaba (Stück für Stück) hochzog.

    Zurück zur momentanen Situation: zwar ist auch Hummels ein Rechtsfuß, allerdings hat er fast seine ganze Profikarriere halblinks gespielt und seine Spielweise dementsprechend angepasst. Das ist vor allem an den sehr häufigen Außenristpässen zu sehen, die ja eine Art Markenzeichen von ihm sind. Außenristpässe mit rechts entwickeln einen ähnlichen Spin wie “normale” Pässe mit links, so dass Hummels eine Art simulierter Linksfuß ist. Dadurch ist er im Aufbauspiel der deutlich stärkste halblinke IV des Bayernkaders. Der halbrechte Posten geht dann einfach an Süle, weil er momentan schlicht der stärkste der verbleibenden drei Innenverteidiger ist (und Martinez regelmäßig im Mittelfeld eingesetzt wird).

  2. Weil ja zuletzt immer wieder gefragt wurde, wen Kovac denn besser gemacht habe diese Saison: wenn Lewa dieses Jahr alle 72 Minuten eine Torbeteiligung hat und dies sein Bestwert ist – hat ihn dann der neue Trainer besser gemacht? ;-)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich würde sagen, dass er ihn vielleicht reifer gemacht hat bzw. Lewy einen Prozess durchlief, an dem Kovač nicht unbeteiligt war, ja.

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